| vengeance | Hi! In letzter Zeit fällt mir in meinem Freundeskreis vermehrt die Problematik auf, dass die Leute mit ihren Partnern zwar glücklich sind, aber was Hobbies, Tätigkeiten und Interessen betrifft, ist oft Brachland. Daraus ergab sich für mich unter anderem auch die Frage, wie soll man eigenen Hobbies, womöglich zeitintensiven, nachgehen, wenn der Partner diese nicht teilt? Meine Vorstellung einer harmonischen Beziehung ist es einfach, dass man irgendwie ein großes Interesse teilt, aber auch eventuell andere Interessen haben kann, die nicht geteilt werden, und denen man auch nachgehen kann, alleine dann, ohne dass es in der Beziehung gleich kriselt. Eigentlich ist sehe ich es sogar so, dass eine Beziehung (für mich) nicht funktionieren kann, wenn meine Partnerin nicht mindestens eine meiner Leidenschaften oder Hobbies teilt. Hm, vielleicht liegt es auch an mir, da ich ein Mensch bin, der sich sehr gerne beschäftigt und eben in seiner Freizeit nicht primär rumhängt oder stets den sozialen Austausch als Hauptbeschäftigung sucht. (Beispiel hier ist, dass ich Parties an sich - schlichte, normale Parties ehr meide, weil mir der Abend einfach zu leer ist, wenn man sich "nur" unterhält. Mir fehlt da ein stück echter Beschäftigung. Dagegen ein Abend, an dem man mit Freunden einen Film sieht und danach diskutiert, oder direkt etwas unternimmt, kommt mir wesentlich mehr entgegen.) Um auf meinen Freundeskreis zurückzukommen, ich beobachte da, dass Leute durchaus Probleme haben, mit ihren Partnern etwas zu unternehmen, da die eigenen Interessen, falls vorhanden, nicht geteilt werden, daraus resultierend zurückgestellt werden und dann mehr oder weniger krampfhaft versucht wird, eine neues gemeinsame Beschäftigung zu finden. Irgendwie kanns das doch nicht sein? Oder ist das mehr oder weniger Standard.. Eigentlich sind das in meinem Thema hier zwei Fragen, die aber eng verwoben sind, daher kommt da vielleicht auch ein wenig chaotisch ;) Die eine Frage ist mehr oder weniger, ob man für eine Beziehung erwarten kann, oder es sogar Vorrausstzung ist, dass Interessen wirklcih und echt geteilt werden, die andere Frage ist dann, ob man sich in einer Beziehung auch die Zeit für eigene, vielleicht zeitintensive Hobbies nehmen darf - schließlich hat man nur das eine Leben und dich irgendwie ein Recht drauf, seine Träume zu verwirklichen. (Zu diesem thema habe ich die nicht ganz Vorurteilsfreie Vermutung, dass es oft die Frauen sind, die damit nicht klarkommen, dass Männer eben ihren eigenen Pfaden folgen, sofern kein Interesse der weibl. Seite vorhanden ist.) vengeance |
| Nigthmare | Aus ein paar früheren eigenen Erfahrungen sowie dem Umfeld, mit dem ich manchmal gezwungen in Kontakt komme kann ich sagen, dass es durchaus Massentauglichkeit besitzt mit jemanden beziehungstechnische intim zu sein oder zu werden, ohne mehr gemeinsame Interessen (oder Gefühle) als die Beziehung selbst zu hegen. Als Voraussetzung für eine "funktionierende" Beziehung erachte ich gemeinsame Interessen aber auch nicht als zwingend nötig. [QUOTE][i]Original von vengeance[/i][b] Meine Vorstellung einer harmonischen Beziehung ist es einfach, dass man irgendwie ein großes Interesse teilt, aber auch eventuell andere Interessen haben kann, die nicht geteilt werden, und denen man auch nachgehen kann, alleine dann, ohne dass es in der Beziehung gleich kriselt.[/b][/QUOTE] Wenn du auf der Suche nach einer harmonischen Beziehung ist, ist es schonmal ein Schritt sich von solchen Vorstellungen zu lösen. Schwierig dir zu helfen ist es schon deswegen weil ich nichtmal konkret weiß was du eigentlich genau unter "harmonisch" verstehst. Wenn du mit jemanden gleiche Interessen hast kannst du viel Zeit mit ihm verbringen, aber das führt nicht zu ewig glücklichen Zusammensein. Zumindest ich kann dir versichern, ich habe mich noch [i]nie[/i] in irgendjemanden verliebt oder jemanden umschwärmt der gleiche Interessen besass wie ich. Eigentlich ist eher immer das Gegenteil der Fall... :rolleyes: Was ich dir in dem Punkt sagen kann ist, dass du keine Gefühle mit Selektion betreiben kannst. Möchtest du mit jemanden zusammen sein und seid ihr euch in vielen Dingen gleich, ist das ein Sahnehäubchen. Habt ihr unterschiedliche Interessen aber mögt euch trotzdem ist jede Vorstellung von gemeinsamen Interessen um mehr Zeit mit jemanden zu verbringen reines Wunschdenken und zerstört eure Beziehung. Vielleicht ist sie in deiner Hinsicht dann nicht "harmonisch" wenn man keine oder nicht viele gemeinsame Hobbys hat, aber das erachte ich dann als vernachlässigungswert und für eine funktionierende Beziehung überhaupt nicht wichtig, solange man sich noch hat. [QUOTE][b]Eigentlich ist sehe ich es sogar so, dass eine Beziehung (für mich) nicht funktionieren kann, wenn meine Partnerin nicht mindestens eine meiner Leidenschaften oder Hobbies teilt. Hm, vielleicht liegt es auch an mir, da ich ein Mensch bin, der sich sehr gerne beschäftigt und eben in seiner Freizeit nicht primär rumhängt oder stets den sozialen Austausch als Hauptbeschäftigung sucht[/b][/QUOTE] Das erachte ich als Trugschluss. Sie funktioniert womöglich nicht so wie du es dir vorstellst, aber sie würde funktionieren. Wenn dich ersteinmal der Mensch am anderen Ende der Beziehung mehr interessiert als die Beziehung selbst verstehst du das vielleicht etwas besser. [QUOTE][b]Die eine Frage ist mehr oder weniger, ob man für eine Beziehung erwarten kann, oder es sogar Vorrausstzung ist, dass Interessen wirklcih und echt geteilt werden, die andere Frage ist dann, ob man sich in einer Beziehung auch die Zeit für eigene, vielleicht zeitintensive Hobbies nehmen darf - schließlich hat man nur das eine Leben und dich irgendwie ein Recht drauf, seine Träume zu verwirklichen.[/b][/QUOTE] 1. Frage: Wenn du eine so und so geartete [i]Beziehung[/i] willst, dann wirst du das wohl voraussetzen müssen. Dann ist es aber auch völlig egal mit wem du diese Beziehung hast und sie wird schnell hohl und sinnentleert vorkommen. Wenn eine harmonische Beziehung das [i]Produkt[/i] der Zuneigung von und zu jemanden ist, ist sie etwas schönes, aber nicht wenn sie künstlich konstruiert wurde. 2. Frage: Das ist mal ne seltsame Frage. Gut, ich kenne genug Leute die, trotz noch immer existierender, positiver Gefühle zueinander, meinten, die Beziehung jetzt kicken zu müssen weil [i]"es so ja nicht laufen könne" [/i]und [i]"er/sie sich viel zu wenig Zeit für mich nehme"[/i], mit darauffolgendem Rat von "Freund"/"Freundin" ihn/sie jetzt endlich zu vergessen. Hab ich nie wirklich verstanden und kann auf deine Frage daher nur sagen: Jeder sollte in einer Beziehung sich selbst leben, ob sie dann noch besteht und Chancen hat ergibt sich dann von ganz alleine und ist nicht mehr eine Sache von [i]"Ich entscheide mich jetzt von dir zu trennen."[/i] :rolleyes: MfG Nigthmare |
| Tjorven | Ich kann jetzt nur aus Erfahrung sprechen: Mein Mann und ich sind seit fast 9 Jahren glücklich miteinander, obwohl wir von den Interessen her sehr verschieden sind. Natürlich gibt's da ab und an Reibereien - besonders am Anfang als wir uns noch nicht so gut kannten, war's teilweise schwierig: Man überlegt sich was für nen - so glaubt man jedenfalls - schönen gemeinsamen Abend - und merkt nach ner Weile dass der andere sich total langweilt. Natürlich ist man da erstmal enttäuscht. Aber dann muss man halt weiter nach etwas suchen was man zusammen machen kann. Irgendwas was beiden gefällt ergibt sich dann schon. Man muss natürlich offen für Neues sein - aber das ist für mich eigentlich selbstverständlich: Wenn man jemanden liebt, ist man doch automatisch neugierig auf das womit der jenige gern seine Zeit verbringt, oder? Auch wenn seine Hobbies einem vielleicht im ersten Moment nicht wirklich was sagen - aber das kann ja noch kommen! Und ansonsten muss man halt Kompromisse machen, den anderen auch allein oder mit Freunden was unternehmen lassen etc. Mein Mann und ich haben mit der Zeit jedenfalls ne Menge dazugelernt. |
| vengeance | Hm das meinte ich gar nicht so sehr .. was bisher als Argumente angeführt wurde. Ganz konkret ist die Frage ehr, wie man eigene Interessen und Hobbies mit einer Partnerschaft unter den Hut kriegen kann. Ich setzte nun einfach mal voraus, dass die Intressen einseitig sind, sonst gibts ja da keine Probleme. Man stelle sich vor, der eine Partner hat mehrere Hobbies, die einfahc wichtig sind für ihn und vielleicht auch seiner Selbstverwirklichung dienen (er könnte z.b. Künstler sein) Jetzt wird wohl eines in seinem Leben zu kurz kommen, die Partnerschaft oder seine Selbstverwirklichung, beides ist mehr oder weniger unschön. Ist es wirklich so einfach zu sagen, man muss hier einen Kompromiss finden - also z.b. dem Partner zu liebe auf seine (überspitzt gesagt) egoistischen Ziele verzichten ? Oder ist es vielleicht so, dass dieser jenige einfach nicht glücklich werden kann, wenn er nicht beides hat, was im Einklang steht. Natürlich eröffnet ein gegensätzliches Interessensfeld den Horizont und die Selektion des/r Partner/s/in erolft nicht danach ob die Interessen stimmen. Aber man kann sehr wohl eine ganz Weile meinen, dass es toll läuft und dann feststellen, dass eben doch einiges fehlt zu einer stimmigen und harmonischen Beziehung. Vielleicht kann es dann aber auch funktionieren, wenn beide nicht ständig aufeinandersitzen müssen, sondern gut auch eine Zeit ohne einander sein können. Hm ich denke es ist mir immer noch nicht ganz gelungen in Worte zu fassen, was ich eigentlich aussagen möchte.. Blöder Tag heute ;) |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Vielleicht kann es dann aber auch funktionieren, wenn beide nicht ständig aufeinandersitzen müssen, sondern gut auch eine Zeit ohne einander sein können. [/B][/QUOTE] ...ja eben, kommt immer auf die Einstellung drauf an der jeweiligen Personen...ich für meinen Teil werde wahnsinnig, wenn ich einen Partner habe, der keine eigenen Hobbys (mehr) hat und 24/7 an mir "klebt" (alles schon erlebt und genau aus diesem Grund letztendlich auch gescheitert)...so lange beide in der Hinsicht eine ähnliche Einstellung haben, ist´s doch wunderbar... |
| more | Nun gut, oft weiß man das aber vorher nicht, ob der Partner die selben Interessen hat. Ausser man lernt ihn zufällig bei Ausübung des Hobbys kennen (Kegelclub). Es kannauch sehr interessant sein, dem Partner das Hobby zu zeigen um dann abzuwarten was passiert. Ich war schon immer begeisterte Flohmarktjägerin. Ich nehme jeden Flohmarkt mit, der mir begegnet. Meinem Partner war das damals nicht wirklich bekannt, bzw. hatte er nie richtiges Interesse. Nachdem ich ihn ein paar Mal mitgenommen habe und er auch mal was für sich gefunden hatte, teilte er die Begeisterung mit mir und wir sind jetzt beide Jäger und Sammler. Eine Beziehung besteht auch nicht nur aus Beziehung und Hobbys. Da gibts noch viel dazwischen was man gemeinsam haben kann. Musikgeschmack, Meinungen, Lebensziele (1 Haus, 3 Kinder). Wenn es also so ist, dass man zwei getrennt zeitintensive Hobbys hat, kann man trotzdem eine Beziehung führen, sofern man dafür sorgt, dass man füreinander genügend Raum schafft. |
| Anaximander | [quote]Daraus ergab sich für mich unter anderem auch die Frage, wie soll man eigenen Hobbies, womöglich zeitintensiven, nachgehen, wenn der Partner diese nicht teilt?[/quote] Nun ja: Indem man es ganz einfach tut ;) Meiner Erfahrung nach ist für eine gute Beziehung nicht nötig und nicht einmal förderlich, dass man jede freie Minute, die nicht mit Arbeit oder Zahnarztbesuchen besetzt ist, mit dem Partner verbringt. Ein gewisser Freiraum in Form von Hobbys oder anderen Tätigkeiten, die man [i]nicht[/i] mit dem Partner betreibt, ist in einer Beziehung nicht nur nicht schädlich, sondern kann sogar befruchtend und stabilisierend wirken, weil man sich dadurch mehr zu erzählen hat, weil man sich nicht ausschließlich auf den Partner fixiert und von ihm "zehrt", und weil man, wenn es mal eine Zeit lang nicht ganz so optimal läuft, Möglichkeiten hat, um sich aus dem Weg zu gehen. Aber vielleicht liegt diese Einschätzung auch nur an meinem ganz eigenen Beziehunsverhalten. Ich bin nämlich eh nicht der übermäßig harmoniesüchtige Mensch, der sein Lebensglück vollkommen aus dem Partner bezieht und am liebsten keine Minute am Tag vom Händchen oder den Lippen der Freundin lassen würde ;) Selbstverständlich ist aber natürlich, dass zu jeder funktionierenden Beziehung eine gewisse "Schnittmenge" von Interessen, Ansichten, Charaktereigenschaften usw. gehört. Ich z.B. hatte in den letzten Jahren keine einzige Freundin, die sich nicht wenigstens teilweise für Literatur oder Philosophie interessiert hätte, und eine ungebildete dumme Gans würde ich auch gar nicht wollen, weil ich mich an deren Seite einfach schrecklich langweilen würde. Wie schon Nietzsche sagte: Bei der Suche nach einer Ehefrau (oder einer Freundin) sollte man vor allem darauf achten, mit wem man sich für lange, lange Zeit gut unterhalten kann. Denn mit gemeinsamen Gesprächen wird man am Ende doch die allermeiste Zeit verbringen. Und wenn einen mit dem anderen in geistig-charakterlicher Hinsichticht nichts verbindet, dann ist das das ausgesprochene Todesurteil für jede Beziehung, egal wie gut man sich auch in anderer Hinsicht riechen kann. |
| Odessa | -- Nun gut, oft weiß man das aber vorher nicht, ob der Partner die selben Interessen hat. Ausser man lernt ihn zufällig bei Ausübung des Hobbys kennen (Kegelclub). --- Das verstehe ich jetzt nicht ganz - ein Partner (beziehungstechnisch) ist ein Mensch doch erst bzw. kommt zumindest für mich erst dann als solcher in Betracht, wenn ich ihn schon so gut kenne daß ich zumindest in großen Zügen weiß, was er so macht im Leben, wie er über dieses und jenes denkt und fühlt. Denn anhand dieses Charakters verliebe ich mich ja erst. Aber wenn ich nix weiß außer den Namen und "sieht nett aus" - wie kann dieser Mensch dann schon mein Beziehungspartner (geworden) sein? -- Selbstverständlich ist aber natürlich, dass zu jeder funktionierenden Beziehung eine gewisse "Schnittmenge" von Interessen, Ansichten, Charaktereigenschaften usw. gehört. Ich z.B. hatte in den letzten Jahren keine einzige Freundin, die sich nicht wenigstens teilweise für Literatur oder Philosophie interessiert hätte, --- Geht mir so mit Politik, Literatur und Musik. Ich verbringe mit meinem besten Freund mehrmals wöchentlich schon Stunden mit Diskussionen über Zeitgeschehen und "die Lage der Nation" und die Telefonleitungen glühen da... wenn ich einen Mann hätte, der null Interesse für Politik etc. zeigt, ginge das keine Woche lang gut. -- Wie schon Nietzsche sagte: Bei der Suche nach einer Ehefrau (oder einer Freundin) sollte man vor allem darauf achten, mit wem man sich für lange, lange Zeit gut unterhalten kann. --- Da hatte er auch absolut Recht ;-) |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]-- Nun gut, oft weiß man das aber vorher nicht, ob der Partner die selben Interessen hat. Ausser man lernt ihn zufällig bei Ausübung des Hobbys kennen (Kegelclub). --- Das verstehe ich jetzt nicht ganz - ein Partner (beziehungstechnisch) ist ein Mensch doch erst bzw. kommt zumindest für mich erst dann als solcher in Betracht, wenn ich ihn schon so gut kenne daß ich zumindest in großen Zügen weiß, was er so macht im Leben, wie er über dieses und jenes denkt und fühlt. Denn anhand dieses Charakters verliebe ich mich ja erst. Aber wenn ich nix weiß außer den Namen und "sieht nett aus" - wie kann dieser Mensch dann schon mein Beziehungspartner (geworden) sein? [/B][/QUOTE] nja manchmal erzählt man nicht immer alles gleich... von meinen spinnen habe ich auch schonmal erst erzählt, als es zu spät war :rolleyes: |
| Odessa | Creo: siehste, und deswegen habe ich persönlich mir schon mit 30 eine Art Checkbogen zurechtgelegt, denn gebranntes Kind scheut das Feuer bzw. hat gelernt, was Schmerzen sind... Eine der ersten Fragen an einen potentiellen Kandidaten lautet immer: wie siehts mit Tieren aus? Jemand der Tiere nicht mag - no way. Als militante Tierschützerin eigentlich auch logisch. Dann kommt das mit der Politik, den Filmen, Literatur und Musik, und dann das mit dem Biorhythmus. Das alles kann man in netten Gesprächen, small-talk-freundlich, schon abklären. Und wenns bis dahin paßt, kann man dann langsam, über Wochen oder Monate, ins Detail (Hesse oder Nietzsche? Katze oder Spinne? Led Zeppelin oder Abba?) gehen und die Liebe, so sie sich einfindet, wachsen lassen ;-) |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Creo: siehste, und deswegen habe ich persönlich mir schon mit 30 eine Art Checkbogen zurechtgelegt, denn gebranntes Kind scheut das Feuer bzw. hat gelernt, was Schmerzen sind... [/QUOTE] ja, man muss natürlich die groben eckdaten vorher abklopfen. zum thema: manchmal gibt es eben aktivitäten, die man alleine macht, z.b. das mit dem künstler. ich würd ausflippen, wenn mir ständig jemand um die ohren wuselt. andere dinge machen mehr spass zu zweit, z.b. museumsbesuche. [I]welche [/I] museen das sind, hängt eben von den neigungen und interessen ab, und ob man zumindest interesse für das museeum des anderen mitbringt. |
| more | *hüstel* Odessa, weißt du es gibt liebe Mädchen, und es gibt böse Mädchen... Die lieben Mädchen warten, bis sie die Person an der sie interessiert sich gut kennen, das kann schon mal ein halbes Jahr dauern... Die bösen Mädchen... Außerdem können sich Interessen auch mal ändern. Genauso wie es sein kann, dass veränderte Lebensumstände dazu führen können, dass sich die Partner kaum mehr sehen. Während einer Beziehung passiert soviel. Daher würde ich nicht unbedingt darauf beharren, dass der Partner unbedingt das selbe Hobby hat und einfach nachforschen ob es Gemeinsamkeiten gibt (das sollte natürlich selbstverständlich sein und das findet man auch schnell heraus, selbst die bösen Mädchen) und die man weiter ausbauen kann. Dinge die starke Abneigungen hervorrufen (Spinnen) oder gefährlich sind (Fallschirmspringen) muss man vorher natürlich abklären damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt. Brave Mädchen klappern das halt vorher ab. Böse Mädchen in der Zeit zwischen Dusche und Bett *hrhrhr* [QUOTE]Aber wenn ich nix weiß außer den Namen und "sieht nett aus" - wie kann dieser Mensch dann schon mein Beziehungspartner (geworden) sein?[/QUOTE] Äh... Mir wirds langsam echt peinlich hier... Ich wusste den Namen erst nach einem Monat... *schäm* |
| Cata | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] Hi! In letzter Zeit fällt mir in meinem Freundeskreis vermehrt die Problematik auf, dass die Leute mit ihren Partnern zwar glücklich sind, aber was Hobbies, Tätigkeiten und Interessen betrifft, ist oft Brachland. Daraus ergab sich für mich unter anderem auch die Frage, wie soll man eigenen Hobbies, womöglich zeitintensiven, nachgehen, wenn der Partner diese nicht teilt? [/QUOTE] Ich für meine Teil stelle mir genau das sehr schwer vor, denn ich denke man sollte schon Gemeinsamkeiten teilen, Hobbys, Träume etc... Damit ist bestimmt nicht jede kleinigkeit gemeint, jedoch sollte es halt passen. [QUOTE] Meine Vorstellung einer harmonischen Beziehung ist es einfach, dass man irgendwie ein großes Interesse teilt, aber auch eventuell andere Interessen haben kann, die nicht geteilt werden, und denen man auch nachgehen kann, alleine dann, ohne dass es in der Beziehung gleich kriselt. Eigentlich ist sehe ich es sogar so, dass eine Beziehung (für mich) nicht funktionieren kann, wenn meine Partnerin nicht mindestens eine meiner Leidenschaften oder Hobbies teilt. Hm, vielleicht liegt es auch an mir, da ich ein Mensch bin, der sich sehr gerne beschäftigt und eben in seiner Freizeit nicht primär rumhängt oder stets den sozialen Austausch als Hauptbeschäftigung sucht. (Beispiel hier ist, dass ich Parties an sich - schlichte, normale Parties ehr meide, weil mir der Abend einfach zu leer ist, wenn man sich "nur" unterhält. Mir fehlt da ein stück echter Beschäftigung. Dagegen ein Abend, an dem man mit Freunden einen Film sieht und danach diskutiert, oder direkt etwas unternimmt, kommt mir wesentlich mehr entgegen.) [/QUOTE] Da kann ich nur sagen, so schaut es aus! [QUOTE] Um auf meinen Freundeskreis zurückzukommen, ich beobachte da, dass Leute durchaus Probleme haben, mit ihren Partnern etwas zu unternehmen, da die eigenen Interessen, falls vorhanden, nicht geteilt werden, daraus resultierend zurückgestellt werden und dann mehr oder weniger krampfhaft versucht wird, eine neues gemeinsame Beschäftigung zu finden. Irgendwie kanns das doch nicht sein? Oder ist das mehr oder weniger Standard.. [/QUOTE] In meinem Freundeskreis sieht es ähnlich aus, nur dadurch das "beide" oft zurückstecken in einer Beziehung, muss ich mir die Frage stellen, wie lange werden diese zwei Menschen Glücklich sein? Mitlerweile sehe ich es auf jeden fall so, dass es für mich persönlich sehr wichtig ist, dass meine Partnerin wenigstens ein paar kleine interesse mit mir teilt, denn alles andere wäre ja eigentlich eine rein Sexuelle Geschichte. |
| Trauerwesen | Ich kann mich den meisten eigentlich nur anschliessen. ich für meinen Teil denke, man sollte schon vieles teilen, sonst kann ja jeder seinen Weg gehen, aber bestimmte Schnittpunkte sollte es einfach geben. Und damit meine ich auch keinesfalls, dass man 24/7 aufeinander hockt, ich hatte auch mal jemanden, der hatte nichts anderes ausser mir, das war schon nicht so pralle. Ebenso sehe ich es wie more. Man muss ja nicht alles kennen, vielleicht hat man an manchem auch Spass und steigt dann dort ein. Alles eine Frage des Gleichgewichts und der jeweiligen personen, denn jeder wird das wohl anders sehen. Ich selber habe kein problem damit, wenn mein partner Dinge ohne mich tut, falls mich diese nicht interessieren (sollten sie mich interessieren, sollte er mich da aber trotzdem einbeziehen und nicht aussen vor lassen), solange man genug andere "Schnittpunkte" gemein hat. Trotzdem erwarte ich von einem partner nicht, dass er die Romane liest, die ich lese. Das sind Dinge, die kann ich ohne ihn tun und er ohne mich. Ein in etwa gleiches Weltbild und ein etwa gleicher Lebensstil sind mir da wichtiger. |
| Odessa | --- *hüstel* Odessa, weißt du es gibt liebe Mädchen, und es gibt böse Mädchen...Die lieben Mädchen warten, bis sie die Person an der sie interessiert sich gut kennen, das kann schon mal ein halbes Jahr dauern...Die bösen Mädchen... ---- ...also ob es böse ist, sich mit fremden Leuten gleich intim einzulassen oder ob das nicht eher für jedes Mädchen sehr leichtsinnig und riskant ist, würde zu weit off topic führen;-) aber ich glaube daß sich bei solchen Vergnügen (die ich in keinster Weise böse finde - sie sind nur nicht mein Ding) die Frage nach einer ernsthaften Beziehung zwischen diesen Menschen eh nicht stellt und somit gemeinsame Interessen gar nicht ergründet werden müssen ;-) --- Außerdem können sich Interessen auch mal ändern. Genauso wie es sein kann, dass veränderte Lebensumstände dazu führen können, dass sich die Partner kaum mehr sehen. Während einer Beziehung passiert soviel. ---- Das ist richtig, aber wenn ich vengeance richtig verstanden habe, geht es ihm darum, eine bestehende oder evtl. einzugehende Beziehung dahingehend auszutarieren, inwieweit er dann noch seinen eigenen Hobbies nachgehen kann oder soll. Ich denke, daß er auch bei einer evtl. sich später ändernden Interessenlage seinerseits oder auf Seiten der Frau immer seinen Hobbies nachgehen sollte, solange sie nicht so zeitintensiv sind, daß die Beziehung darunter leidet. Weißt Du, ich kenne so viele Paare, die sich jeden Tag vollpflastern mit "Hobbies". Da wird am Montag abend gekegelt, am Dienstag ist Literaturabend dran, am Mittwoch wird Tennis gespielt, am Donnerstag der Spanischkurs in der VHS, am Freitag wird entweder zum Weiberstammtisch oder in einen Kinofilm gegangen und am Wochenende wird dann Party gemacht, Club- oder Discobesuche und am Sonntag dann noch schnell zu Freundin X auf ein Schwätzchen. Egal ob die Partner das zusammen alles machen oder jeder für sich seinen "Wochenplan" hat mit wasauchimmer: die Paare haben überhaupt keine Zeit mehr für sich als Paar. Einfach zusammensitzen, miteinander sprechen, sich fragen was ihnen der Tag gebracht hat, sich in die Augen schauen, sich einfach nur in den Arm nehmen und einen Abend lang zusammen auf der Couch liegen oder durch einen Wald spazieren... das sind die Dinge, die für mich gut 70% der Freizeit ausmachen sollten sprich: ich würde immer mindestens 70% meiner Freizeit MIT meinem Partner verbringen. Wenn man sich aufgrund zu vieler Eigeninteressen so sehr auseinanderlebt, daß man sich nur noch Zettelchen hinterlässt in der Wohnung a la "Bin beim Sqashen, warte nicht mit Essen auf mich" oder "Bin übers Wochenende mit meiner Jodelgruppe am Matterhorn und am Montag beim Seidenmalkurs, wir sehen uns Dienstag - ich liebe Dich, Klaus oder wie immer du noch mal heißt", dann wäre dies für mich ein unhaltbarer Zustand. Eine ausgewogene Balance, bei der keiner von Beiden zu kurz kommt, sich keiner zurückgesetzt fühlt und wo trotzdem jeder seinen Freiraum hat, wäre das Ideal, das vermutlich jeder anstrebt... -- Dinge die starke Abneigungen hervorrufen (Spinnen) oder gefährlich sind (Fallschirmspringen) muss man vorher natürlich abklären damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt. --- Das ist ein sehr guter Punkt, ich hatte vorhin vergessen, das näher auszuführen. Es ist überhaupt keine Frage, daß die Liebe nicht davon abhängt, ob der Mann/die Frau Spinnen mag. Wenn ich den Menschen charakterlich attraktiv finde und beginne, mich in ihn zu verlieben, dann ist es keinerlei Charakter"mangel" an ihm, wenn er Vogelspinnen toll findet. Dieses "Hobby" wird nur dann zum Thema, wenn die Beziehung so seriös wird, daß an eine gemeinsame Wohnung gedacht wird, denn dann hätte ich definitiv ein Problem, da ich vor Spinnen Panik habe ohne Ende und sich das bis hin zu Kreislaufattacken steigert. Man müßte dann einen Weg finden, daß er seinem Interesse (Spinnen) nachgehen kann ohne daß ich dabei jedesmal einen Notarzt brauche. Ideal wäre das zu lösen, wenn man ein Haus hat, wo man dem Spinnen-Hobby ein eigenes Zimmer gewähren könnte gaaanz weit weg von den Zimmern die ich betrete - und schon können wir beide wieder glücklich sein und keiner muß zurückstecken. Extreme Sportarten als Interesse (wäre das bei Dir, vengeance, z. B. der Fall?) eines Partners finde ich schon schwieriger. Wenn ich den Menschen sehr liebe, sterbe ich tausend Tode bei jedem Mal wo er nur auf einem Motorrad sitzt, und an Fallschirmspringen mag ich da nicht mal denken, da wird mir schon übel. Inwieweit man damit lernen kann zu leben, gerade wenn man auch gemeinsame Kinder hat, daß der Partner freiwillig und "als Hobby" sein Leben riskiert, ist eine Sache die ich nicht beurteilen kann, sowas hatte ich nie. Aber ich kann jeden Menschen verstehen, der sich das nicht antut und dann lieber von vornherein sagt: ein Mensch, der solch ein extrem gefährliches Hobby pflegt, wird nicht der Vater/die Mutter meiner Kinder werden bzw. kommt für mich als ernsthafter Partner nicht in Frage. --- Ich wusste den Namen erst nach einem Monat... *schäm* --- :eek: Du warst einen Monat lang in einer "Beziehung" und wußtest nicht wie der Mann hieß? Ok, off topic, lass uns das an anderer Stelle bequatschen :D |
| more | Diese Regelmäßigkeit eines gemeinsamen Hobbys (wie Odessa das mit der VHS ansprach) muss ja nicht zementiert werden. Ich denke, alles was von vorne herein zementiert wird, geht in die Brüche. Ich versuche mit meinem Partner jeden Donnerstag schwimmen zu gehen und zweimal dei Woche joggen. Das tut uns beiden gut, aber wenn einer mal keine Lust hat, ist das kein Beinbruch. Ebenso mit anderen Hobbys. Obwohl ich fast glaube, dass wir Anfangs sogar mehr Gemeinsamkeiten hatten, oder aus lauter Verliebtheit sehr viele Kompromisse was die Vorlieben anbelangt eingegangen sind. Seit ungefähr zwei Jahren stelle ich fest, dass zum Beispiel unser Musikgeschmack auseinander driftet, wenn wir früher immer die selbe CD im Auto gehört haben, nervt mich einiges so an, dass ich lieber Radio höre. Am Anfang neigt man vielleicht dazu alles erst mal ziemlich locker zu sehen und weil man auf den Partner neugierig ist das auch mitzumachen. Aber später ist es doch viel reizvoller sich wieder selbst mehr um sich zu kümmern. Weil irgendwann weiß man voneinander alles, das kann auch langweilig werden. Wir versuchen trotz allem übers Jahr verteilt viele Dinge gemeinsam zu tun, ob das ein gemeinsamer VHS-Kurs ist, Sport oder eine Veranstaltung, mein Messe- oder Museumsbesuch. Aber es muss unbedingt Raum sein für eigene Projekte. Und wenn ich es gewichten wollte, dann würde ich sagen 30% gemeinsame Dinge, 70% eigene Hobbys. Wobei das nur die Zeit ist, in der man Hobbys nachgeht, damit ist nicht die Zeit gemeint in der man auf der Couch kuschelt, einen gemütlichen Fernsehabend verbringt, miteinander kocht und isst, Haushalt macht und sonstiges. Nur reine Zeit für Hobbys. |
| bradóg | Auf Dauer gesehen, ist es meines Erachtens ein bißchen arg wenig, bzw. keine gute Basis, wenn man sich zwar mag aber ansonten keine gemeinsamen Anknüpfungspunkte hat. Sicher sollte jeder seinen Freiraum haben, das ist auch wichtig aber was hat man sich langfristig zu erzählen oder miteinander zu erleben, wenn keine gemeinsamen Interessen da sind. Am Anfang einer Beziehung - so man auf rosaroten Wolken schwebt - mag das ja noch ganz gut so klappen aber spätestens dann, wenn der Abstieg auf den Boden der Tatsachen erfolgt und das Liebesgeturtel weniger wird, sieht die Sache anders aus. Stell mir da grad so vor, ich hätt nen Partner, dessen großes Hobby Fußball ist und ich aber Fußball garnicht mag, mir dann aber ewig Geschichten von Elfmetern, Schalke 04 und verpaßten Torchancen etc. anhören "darf", ich mich für Philosophie interessiere aber er nichts mit philosophieren am Hut hat. Wenn garkeine gemeinsamen Interessen da sind, wird die Beziehung irgendwann verhungern. Hab sowas ähnliches schon erlebt. Zum einen ist wichtig, daß die grundsätzlichen Vorstellungen übereinstimmen, das ist die Basis und zum anderen, teils auch die Interessen. |
| rainraven | Für mich ist ein Partner ideal, der vieles, aber nicht alles mit mir teilt, und mein Freund sieht das genauso. Er hätte es zwar auch gerne, wenn ich alle seine Interessen teilen würde, aber er schätzt auch seinen Freiraum (wie ich) und sein Hang zu extremen Landschaften (Island, Schottland, da muß er alleine hinfahren, da ich ihm alles versaue, weil ich da Depressionen bekomme, erst recht, wenn ich da bei Minusgraden zelten und biken muß), oder Bergtouren/Mountainbiken teile ich nun mal nicht und gehe höchstens aus Kameradschaftlichkeit mal mit (weil ich keinen Bock habe, daß er das immer mit der Ex alleine macht, die wiederum auf einmal diese Interessen teilt) und weil es mir auch nicht schadet, mal wandern zu gehen. Wenn ich mitgehe, macht er auch keine so extremen Touren und bindet einen Bergsee oder Bach mit ein, damit ich auch zum Baden komme, was mir wiederum Spaß macht. Das Dichten, Zeichen, Malen und Basteln habe ich leider weitgehend beiseite gelegt, aber nicht, weil er es so wünscht, aber weil ich wegen Job, Haushalt, Sport und Internet fast keine Zeit mehr dafür habe. Meine künstlerischen Talente sind aber auch Tätigkeiten, zu denen ich eher Lust und Inspiration hatte, als ich single oder alleine wohnend war. Ich mache allerdings auch gerne Sachen mit Freunden, es ist mir auch fast immer lieber, es kommen noch ein paar Leute mit, wenn man was unternimmt als nur zu zweit. (Denn wir wohnen ja eh zusammen und sehen uns täglich.) Das kann dann sowohl ein Kinobesuch als auch ein Ausflug oder aber auch eine Party sein, denn ich habe gegen "Rumstehen und labern" gar nichts einzuwenden, denn meist kann man sich auf Parties auch setzen und durchaus interessante, lustige oder anregende Gespräche führen. Beide, mein Freund und ich, genießen auch die Zurückgezogenheit oder die Beschäftigung mit dem Rechner (er spielt und liest, ich chatte, diskutiere in Foren, maile oder lese), das ist uns beiden auch sehr wichtig, und wir haben auch getrennte Zimmer, ohne die ginge es gar nicht. Und ich lasse es mir auch nicht nehmen, daß ich auch mal alleine mit Freunden etwas unternehmen will. Eine Beziehung erfordert immer Kompromisse und Anpassung aneinander, ich finde, man sollte schon irgendwelche gemeinsamen Interessen haben, aber es muß auch noch genug Zeit für eigene Hobbies bleiben, die man nicht zwangsweise aufzugeben haben sollte. Jedoch darf der Partner auch nicht vernachlässigt werden. Wie gesagt, Kompromiß heißt das Zauberwort und Entgegenkommen. |
| Lady Lafar | So sehe ich das auch. Perfekt wäre natürlich, wenn sich Hobbies ergänzen... Er schreibt Gedichte, sie macht daraus mit Illustrationen ein Buch Sie malt, er zimmert ihr die Bilderrahmen oder sowas... Sie singt, er spielt Gitarre (gern auch umgedreht ;) ) Oder eben wie bei mir... ich sing und mein Freund steht halt am Pult in der Technik... Und wir können beide nicht aufhören, zu "arbeiten". Wenn wir also zusammen auf Konzerte gehen, fang ich immer an, den/diejenige/n Sänger/in zu beurteilen und hör sofort wenn da was nicht stimmt, er dagegen hört jedes noch so kleinste Pfeifen und ungestimmte Instrumente heraus... Und im Gegenzug können wir uns dann nach einem eigenen Konzert unterhalten, wo ich dann sagen kann "der Monitor war zu laut, da war zu viel hall drauf usw usw" und er dann im Gegenzug "deine Schwester muss ihre Geige mal genauer stimmen" und da kommen dann auch Diskussionen auf, weil man trotzdem noch verschiedene Standpunkte vertritt... (Beispiel: Ich mags, wenn die Stimme rauchig und natürlich ist, er will lieber mehr Hall rein ^^) Das ist die Symbiose, weil im Endeffekt beide etwas davon haben...beide etwas dazulernen, sich weiterentwickeln. Die andere Sache ist z.B., dass er am liebsten den ganzen Bundeswehr Fuhrpark aufkaufen würde, weil er die ganzen Maschinen und Autos ja soooo toll findet... ^^ Ich dagegen weniger, für mich sind das Dinge für den Kriegsfall und da bin ich dagegen ^^ Aber ich liebe das Glänzen in seinen Augen, wenn er z.B. von der letzten Flugshow erzählt, die er gesehen hat, auch wenn mich das nicht direkt interessiert, aber ich weiß, dass es ihm Spaß macht und dann hör ich auch gern zu, es kann ja durchaus sein, dass es da Aspekte gibt (die gibt es immer), die ich so noch gar nicht gesehen habe. Das funktioniert nach dem Satz "Erweitere deinen Horizont" ... keine AHnung, von wem der stammt, aber es funktioniert :) Man muss sich bloß zwischendurch auch drauf einlassen. Vielleicht kann dem Menschen mit der Spinnen-Panik seine Angst genommen werden, wenn er sieht, dass die theoretisch niemandem etwas tun. Da kommt dann der Partner mit der Vogelspinne ins Spiel :D Ich denke Toleranz und die Bereitschaft, sich auch mal unbekanntem zu widmen, ist ganz wichtig für eine Partnerschaft, die fruchtbar sein soll. (Ich persönlich hätte aber auch mein Problem mit lebensgefährlichen Hobbies à la Fallschirmspringen und Bungeejumping...) |
| vengeance | Hi! Da sind doch echt schöne Gedankeansätz dabei. Nein, bei mir ist es kein Extremsport, aber viele Sachen, die man auch ehr alleine tun kann. Aber dann süäter auch wieder zusammen, wie z.b. E-Gitarre oder Trekking - Touren. Oder halt ganz gruftig die Nacht genießen :p Vielleicht sind meine Fragen/Bedenken schon längst beantwortet und an sich gar kein Problem, nur bin ich dahingehen durch meine Erfahrungen wohl etwas vorsichtig geworden. Eben gerade die Erfahrung, dass es so gut wie keine gemeinsamen Interessen gibt bzw meine nicht anerkannt oder belächelt werden. Im Grunde sehe ich es so, wie viele hier auch - es muss einen gewissen gemeinsamen Schnitt geben, der Rest ist Bereicherung des jeweils anderen, denn er lernt zumindest neue Thematiken kennen, und ob er sie dann mag oder nicht, ist auch an sich egal, er muss ja nicht alles mitmachen. Und Zeit ohne einander kann auch sehr Beziehungs - Fördernd sein. Ohne das jetzt mathematisch festnageln zu wollen, würde ich 30-50% der Zeit ohne den andern als sinnvoll erachten. Je nach Charakter :) vengeance |
| Anaximander | [quote]Eine der ersten Fragen an einen potentiellen Kandidaten lautet immer: wie siehts mit Tieren aus? Jemand der Tiere nicht mag - no way. Als militante Tierschützerin eigentlich auch logisch. [/quote] Aber gegen ein paar gemütliche Robbenfell-Handschuhe an den Händen deines Partners hast du doch sicher nichts einzuwenden, oder? Die sind nämlich herrlich gemütlich und haben sich an kalten Winterabenden schon als echte Lebensretter erwiesen. :) |
| bradóg | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Im Grunde sehe ich es so, wie viele hier auch - es muss einen gewissen gemeinsamen Schnitt geben, der Rest ist Bereicherung des jeweils anderen[/B][/QUOTE] Das mit der Bereicherung sehe ich absolut genauso ... so sollte es eigentlich sein, leider sieht die Realität zu oft anders aus. @ Anaximander Burschi, Burschi, kannst mal wieder das stänkern nicht lassen, hmm? :D Das mit den Tieren kann aber auch echt ein Problem sein. Einer meiner Ex mochte anscheinend keine Hunde und war tatsächlich eifersüchtig auf den meinigen, verhielt sich dementsprechend abweisend. Sowas passiert mir auch nichtmehr. Entweder ich werde mit vierbeinigem Anhang akzeptiert oder es wird nix. |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Möchtest Du von mir für diese Frage mit einer Kunstlederpeitsche versohlt werden, Anaximander, oder ziehst Du es vor, mit Handschellen an einen Heizkörper gefesselt zu werden, wo ich Dir dann über Stunden aus einem Wälzer von Rosamunde Pilcher vorlesen werde...? :D [/B][/QUOTE] Stunden? Ich hätte nach spätestens zwei Minuten eine tödliche Gehirnblutung erlitten. Allerdings bin ich in etwa so schwer zu fesseln wie zu taufen. Und das mit den Robbenfellhandschuhen ist kein Scherz. Eine Bekannte, die während der Schulzeit ein Jahr in Grönland verbracht hat, hat sie mir mitgebracht und sie haben mir bis jetzt treue Dienste geleistet. In Grönland ist es übrigens Tradition, dass sich Schulabgänger zum Abschlussball eine komplette Robbenganitur zulegen, so wie man sich hier einen Anzug kauft. Greenpeace-Jünger haben in Grönland eben ein bisschen das Nachsehen ;) |
| vengeance | Um dem anweichenden thema etwas hinzuzufügen: Ich finde es ok, Tiere zu essen und auch Haut von Tieren zu verarbeiten - wenn dies in einem Rahmen geschieht, der das Tier möglicht wenig leiden lässt. (In unseren Breiten findet diese Haltung ja leider wenig Anklang, lieber wird weiter in Massen Fleisch konsumiert) |
| Hiddn Rose | um zum ürsprünglichen thema zurückzukommen: in der beziehung, in der ich mich zur zeit befinde, bin ich in dieser zwickmühle. wir haben unterschiedliche interessen. und ich habe angst, mich, das was mich als persönlichkeit ausmacht, zu verlieren, und seine interessen über die meinen zu stellen. er ist in seinen plänen, die durchsetzung seiner interessen sehr egoistisch. meine ansichten und interessen kann ich nur schwer durchsetzten. ich beuge mich seinen plänen. aber gott-noch-mal: ich liebe diesen mann |