| BlackInfinity | Hallo. Ich habe gerade auf ein Thema geantwortet, wobei mir eine Idee kam. Ich hätte gerne eure Meinungen dazu gehört: Und zwar, dass der Mensch nicht dazu in der Lage ist, wirklich neue Dinge zu erfinden. Er welzt die Dinge immer nur um, modifiziert und verbessert sie. Aber etwas wirklich neues, einfach so, kann er nicht erschaffen. Wir können nur das verwenden, was wir bereits irgendwo erlernt haben. Z.B. das Rad, Feuer machen, fliegen, Messer machen, etc pp Hat jemand vielleicht ein Gegenbeispiel oder eine andere Meinung? |
| Seneca | Kathodenstrahlröhren (CRT) Flüssigkristallanzeigen (LCD) Plasma & Lasertrennverfahren Metallinertgasschweißen (MIG) Funk, Mikrowellen und Hochfrequenzradartechnik. Halbleitertechnik und all die andern Unsichtbaren Helferlein die in den 60ern noch Science Fiction waren. Und das sind nur ein paar Dinge aus meinem persönlichen Alltag. Oh....und zum guten alten Messer...pulvermetallurgische Hochleistungsklingen, die mit den messern wie man sie früher herstellte so viel gemein haben wie themoplastische Polycarbonate mit Glas. Wenn es darum geht das es in den letzen Jahrzenten eine Stagnation bei den umsetzbaren Neuerungen gibt, da stimme ich zu. Aber die Natur ist längst nicht mehr überall das Vorbild. Einen Philosophischen Aspekt vermisse ich bei der Frage allerdings von vornherein, daher verschoben nach [i]Des Kaisers Bart[/i]. |
| Lea B. | Also, ganz super ist der Joghurtbecher den man nach Gebrauch in den Backofen schiebt, wo sich dieser dann in einen Eiskratzer verwandelt. Auch gut ist eine Erfindung, mit der man seine Jacke an der Gaderobe abschließen kann, so dass man sie nicht mehr klauen kann. Und die Fehrnbedinung mit 2 Knöpfen. Aber bis auf das mit der Jacke ist es auch nicht neu. Doch, hinter dem Eiskratzer steckt eine ganz neue Erfindung, die sich Stammform nennt. Wir können heute viele neue Dinge erfinden, aber in Gedanken hat es schon so oft existiert, dass es nichts mehr neues ist. Wenn wir es schaffen würden zu beamen, wäre es keine neue Erfindun mehr. Also: Wir denken zu viel;) Lea |
| Seneca | ...oder phantasieren! Aber vom Traum von der Fliegerei in frühester Fassung bis zum Ersten geglückten gesteuerten Flug nach Strömungsauftriebsprinzip hat es immerhin ca. 2500 Jahren gedauert. |
| virtualG | Ich kann dem ganzen eigendlich garnicht zustimmen. Die Tatsache, das wir eine Stagnation empfinden, liegt daran, dass wir uns einfach an die extrem schnelle Entwicklung gewöhnt haben. Es gibt soviel neues, wir kriegen es nur nicht mit. Und das fast alles nur "Verbesserungen" sind, liegt wohl mehr daran, dass der Mensch eben schon alles hat was er braucht. So erfüllen zB OLEDs und LEDs den selben zweck, sind aber von grund auf verschieden. Wir entwickeln ständig noch nie dagewesenes, setzten es aber für bereits gelöste Probleme ein. |
| Seneca | Dagen kann man halten das vieles welches uns die Industrie, allen voran die Automobilindustrie, als neu verkauft, oftmals Technologie aus den 30er, 40er und 50er Jahren ist die damals nur in der Luftfahrtechnik oder dem Rennsport Verwendung fand. Die Nutzung neuer Technologien geht derzeit zu eingleisig in die Unterhaltungsbranche, während in der Energietechnik sowie dem klassischen Maschinenbau nach wie vor sehr traditionell verfahren wird. Nicht immer bedeutet eine Neuerung zudem auch einen Fortschritt in Richtung der Qualität, geschweige denn Lebensqualität. Ein sehr gutes und einfaches Beispiel ist z.B. die Lithium-Ionen-Technologie im Akkumulatorbau.Diese bringt zwar Vorteile bei der Energiedichte, aber gravierden Nachteile in der Haltbarkeit und praktischen anwendbarkeit unter allen Umständen, speziell bei der maximalen Entladung. Hinzu kommt der Umstand dass viele "Neuentwicklungen" tatsächlich in erster Hinsicht der Umgehung gehaltener Patente entspringen. |
| virtualG | Was ist denn zB Technik aus den 30er oder 40er im Auto? Bestimmt nicht ABS, ESP, ASR, Automatische Traktionskontrolle, Launch Control, Kurvenlicht, Nachtsichtgerät, Scheibendisplay, Common Rail Diesel, Spurkontrolle, Abstandssensorik,... Und das es eingleisig in die Unterhaltungsbranche geht, kann man auch so nicht sagen. Die Technik die in der PS3 steckt, kann man vergleichen mit einem mini Supercomputer. So werden zB über verteiltes Rechnen mit dieser Leistung Proteinfaltungen simuliert. Und die ganze Displaytechnik ist nicht nur zum schöne Filme gucken da. Hochauflösende superflache Displays haben ein breites Spektrum an anwendungsgebieten. Und selbst auf dem Gebiet der Energietechnik gibt es gewaltige Sprünge. So wird zur Zeit an organischen solarzellen geforscht, die eine höhere effizienz haben, als normale. Die brennstoffzell wird immer wirtschaftlicher und man kann immer mehr in ihr verbrennen. Die Kernfusion steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber in spätestens 50 Jahren sollen die ersten Reaktoren laufen. Hochtemperatur supraleiter können die Probleme des Energietransportes verringern. Seit neustem ist es sogar möglich weiße LEDs herzustellen. |
| Lea B. | Die wirklich neuen Sachen gehen unter. Die Stammform ist genial und wird in der Medizin jetzt schon hoch angeshen. Ich habe in einem kurzen Beitrag darüber erfahren. Wer Quarks und Co. sieht, wird merken, dass es so viele Bahmbrechenden Erfindungen gibt, wo man denkt, die müssten in den Narichten total...ähm..da sein. aber hören tut man nichts... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von virtualG [/i] [B]Was ist denn zB Technik aus den 30er oder 40er im Auto? [/B][/QUOTE] Kraftstoffdirekteinspritzung, Hybridantriebe, Emulsionskraftstoffe, Leichtbau und Kompositwerkstoffen im Allgemeinen, die Optimierung der Luftströmung an der Oberfläche wie auch intern zur Kühlung von Komponenten, Turbo- oder Kompressoraufladung (Benziner wie Diesel), Rechnergesteuerte Gemischaufbereitung, eben doch ABS, ESP (abgeleitet von der Flugregelungstechnik a.k.a. "Autopilot") etc. Pyrotechnische Sicherheitstechnik, Energieabsorbierende Elemente etc. [quote][b]Die Brennstoffzelle wird immer wirtschaftlicher und man kann immer mehr in ihr verbrennen. Die Kernfusion steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber in spätestens 50 Jahren sollen die ersten Reaktoren laufen. Hochtemperatur supraleiter können die Probleme des Energietransportes verringern. Seit neuestem ist es sogar möglich weiße LEDs herzustellen.[/b][/quote] bleibt alleine nur die LED als Argument, denn die anderen Prognosen wurden so schon vor fast 40 Jahren gestellt. Die LEDS sind dabei allerdings nur Nebenprodukte der Halbleitertechnik, so wie Mikrowellenherde Nebenprodukte der militärischen Radartechnik sind. Brennstoffzellen verbrennen übrigens immer nur Wasserstoff und Sauerstoff. Andere Brennstoffe müssen erst in Konvertern dazu reduziert werden. Die Nennung der Brennstoffzelle selbst ist in diesem Kontext ein Anachronismus, da das Prinzip bereits 1839 als "Galvanische Gasbatterie" bezeichnet und beschrieben wurde. bei Hochtemperatursupraleitern sind immer noch Temperaturen unter -140°C nötig...das begrenzt die Einsatzmöglicheiten auf Laborbedingungen. |
| virtualG | Dies soll eigendlich kein Streitgespräch werden, aber vieleicht sollte man sich vorher genauer informieren. Zum einen können Brennstoffzellen auch andere Brennstoffe direkt umsetzen, wie Methanol oder Erdgas. Zum anderen ist Technik die im Auto steckt, nicht neu entdeckt, sondern steckt halt seit anbeginn drin. Es ist bloß eine Frage der Kosten in welchem Ausmaß. So ist auch heute noch eine voll Karbonverkleidung ökonomisch nicht im breiten Stil realisierbar und auch Turbo und Kompressor haben ihren Preis. Das alles hat aber wenig gemein, mit der Technik der 60er Jahre. Es ist eben doch neu. Genau haben Galvanis erste Zellen relativ wenig gemein mit modernen Polymer Akkus. Da steckt extrem viel Nanotechnik und Grenzflächenphysik drin. Dinge, an die vor 30 jahren noch niemand dachte. Es ist eben gerade das, was die Moderne Forschung ausmacht. Die Verknüpfung von neuem Wissem, mit altem. Ohne verfahren wie EUV-Lithografie wären auch moderne mikrochips nicht zu realisieren. Daher kann man eben nicht sagen, das alles alt ist und nur ein bischen verbessert. |
| Seneca | Sagt ja auch niemand, blos dass die Stagnation immer augenscheinlciher wird da die klassischen Technologien ausgereift sind und sich die Manipulation auf kleinester Ebene als gleichbleibend schwierig gestaltet. So lassen sich Siliziumchips nicht großartig weiter verkleiner ohne im Betrieb zu schmelzen. Übrigens:...von wegen Sixties Turbolader: Dr. Alfred Büchi - 1905 Direkteinspritzung mit obigem - Daimler Benz DB 605 - 1940 Heute Als [i]FSI[/i] von VW gehypt. BMW 801 einer der ersten Flugmotoren mit Einhebelbedienung, bei der ein mechanischer Analogrechner eine Vielzahl von Einstellfunktionen wie Gemischsteuerung und Zündzeitpunkt koordinierte- 1938 Erst seit den 1990er im Automobilbau Standart, da der geregelte Abgas Katalysator - 1895, sonst nicht machbar wäre. Hybridantrieb: Ferdinand Porsche -1896 Wird heute im Toyota Prius als High Tech vermarktet. usw. lässt sich beliebig fortführen. PS: erklär mitr mal die Reaktionsgleichungn von Methanol und Sauerstoff zu Wasser ohne Reformer. Was passiert mit dem ganzen Kohlenstoff (CH3OH) Richtig... er wird zu CO2... Zonk!!! |
| virtualG | Methanolbrennstoffzelle: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/DMFC[/url] Ich sag ja nicht, das die Technik neu erfunden wurde, aber ein Hybridantrieb von vor 100 Jahren hat nichts gemein, außer der Idee, mit einem von heute. Technik entwickelt sich halt weiter. Während 1960 bei der Formel 1 die Höhstgeschwindigkeiten mit Turbo bei 160 lagen, sind es heute 380. Und das, obwohl der Turbolader verboten wurde, da sonst die leistungen jenseits der 1000 PS lägen. Überall im Rennsport werden die Reglements verschärft, damit die Motoren nicht zu hohe leistungen haben, da diese dann niemand mehr kontrollieren kann. Selbst 125ccm Motorräder schaffen bis zu 200kmh bei fast 60PS. Von solchen Leistungen haben die Gründerväter nur träumen können. Sie haben halt Grundlagenforschung betrieben. Chips lassen sich sehr wohl noch verkleinern, allerdings stößt man dann schon auf die Physikalischen Grenzen, da man zumindest ein paar atome braucht um zB ein transistor zu bauen. Es gibt nämlich schon 45nm chips(vgl. vor 2 jahren aktuell 95nm, zur zeit 65nm) Und wenn man eben nicht kleiner kann, geht man in die Breite. Der PS3 chip hat 8 Kerne mit je 3ghz. Und es wurden schon erfolgreich prototypen mit 64 Kernen getestet. Und selbst wenn das zum erliegen kommt, wird eben auf Cluster zurückgegriffen. Außerdem ist in entfernter Zukunft der Quantenrechner geplant, der nicht nur im Quantenbereich arbeitet, sondern auch Quanteneffekte nutzt. Es ist einfach schlichtweg falsch, das wir uns in Stagnation befinden. Im gegenteil, man kommt mit den erkenntnissen garnicht hinterher. Vieles davon ist allerdings Grundlagenforschung, weswegen als normalsterblicher man davon wenig mitbekommt. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von virtualG [/i] [B]... aber ein Hybridantrieb von vor 100 Jahren hat nichts gemein, außer der Idee, mit einem von heute.[/B][/QUOTE] Genau da liegt doch der "Kasus Knaxus" *g* und genau darauf will BlackInfinity wohl hinaus. Vor 5000 Jahren eine zweirädrigen Karren für Ochsen gebaut zu haben ist eine größter Leistung als ein Magnesium Kurbelgehäuse für den BMW 1er mit AutoCAD 3D. Meine Intention liegt etwas anders, ich will ausdrücken das nur dien zunehmende Vermeidung von Kraftmaschinennutzung udn Wiederstandsverbrauchern eine Lösung sein kann, da man nun schon seit über 100 jahren auf die Tecnologisch Lösng aller derzeizigenm Probleme wartet...aber die Zeit davonläuft. Dabei ist es völlig egal ob man den Dreck direkt aus dem alten Opel bläst, oder man den sauteuren [i]Tesla Roadster[/i] am Kohlekraftwerk aufläd. Hier wird viel Augenwischerei betrieben. Und oftmals erweist sich der angenommene Fortschritt als relative Stagnation wenn man das ganze Bild betrachtet. |
| 242shockfront24 | Ne Tablette zu erfinden wo die Menschen wieder normal sind und keine anderen angreifen(Dpri Tabl.gibt es genug)ohne Grund und nach keinem schmachten der es evt.etwas besser hat als er oder sie. Ich finde viele wollen immer mehr auf den Stand vom Technischen etwas tun aber wie wäre es endlich mal den Menschen zu helfen?! LG |
| Darket | Ich verschiebe den Thread mal nach Dunkelheit&Licht, weil ich das Gefühl habe da ist er besser aufgehoben. Gruß Darket |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Dagen kann man halten das vieles welches uns die Industrie ... als neu verkauft, oftmals Technologie aus den 30er, 40er und 50er Jahren ist[/QUOTE]Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch Autos geben muss, inklusive des Aufwandes für Straßen, wenn es doch schon Ende des 2.WK. einen funktionstüchtigen Hubschrauber gab, der zusammengeklappt werden konnte und so in einer Mülltonne Platz hatte ... Dann die ganze Geschichte Horten Nurflügler - das ist alles in der Versenkung verschwunden und wird heute als neue Erfindung ausgegeben. [QUOTE]Die Nutzung neuer Technologien geht derzeit zu eingleisig in die Unterhaltungsbranche ... Nicht immer bedeutet eine Neuerung zudem auch einen Fortschritt in Richtung der Qualität, geschweige denn Lebensqualität.[/QUOTE]Auch in der Unterhaltungsbranche wird auf Sparflamme gekocht, und wirklich neue Entwicklungen wie das MP3-Verfahren werden mit allen Mitteln bekämpft. Ich hatte zu diesem Themenkomplex vor längerer Zeit mal [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30028]einen Thread eröffnet.[/URL] [QUOTE]Hinzu kommt der Umstand dass viele "Neuentwicklungen" tatsächlich in erster Hinsicht der Umgehung gehaltener Patente entspringen. [/QUOTE]Man ist quasi dazu gezwungen, das Fahrrad immer wieder neu zu erfinden, statt auf den vorhandenen Erkenntnissen aufbauen zu können. |
| virtualG | Ich frag mich, warum sich hier dauert am Auto und der Unterhaltungsbranche aufgehangen wird?? War das Thema nicht Erfindungen im allgemeinen? Außerdem finde ich, das ein großteil der Beiträge simple Polemik ist, ohne jede unterstützung. [QUOTE] Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch Autos geben muss, inklusive des Aufwandes für Straßen, wenn es doch schon Ende des 2.WK. einen funktionstüchtigen Hubschrauber gab, der zusammengeklappt werden konnte und so in einer Mülltonne Platz hatte [/QUOTE] 1. Hubschrauber brauchen platz und viel sprit 2. hubschrauber müssen viel mehr gewartet werden [QUOTE] Auch in der Unterhaltungsbranche wird auf Sparflamme gekocht, und wirklich neue Entwicklungen wie das MP3-Verfahren werden mit allen Mitteln bekämpft. [/QUOTE] Es gibt genug alternativen zu MP3, die schneller und leistungsfähiger sind und komplette neuentwicklungen darstellen. Die KI die modernen Geräten steckt, ist dem menschen teilweise schon überlegen. Man brauch sich nur mal seine digi Cam anschauen und wird lauter dinge wie Bildstabilisieung, Rauschfilter, Anti-Rote Augen,... finden. In Nintendos WII steckt Technik der automatischen Bilderkennung, Spracherkennung, Bewegungserkennung,... drin, nur um dem Spielen ein möglichst interaktives gameplay zu geben. [QUOTE] Man ist quasi dazu gezwungen, das Fahrrad immer wieder neu zu erfinden, statt auf den vorhandenen Erkenntnissen aufbauen zu können. [/QUOTE] Beispiel? [QUOTE] Vor 5000 Jahren eine zweirädrigen Karren für Ochsen gebaut zu haben ist eine größter Leistung als ein Magnesium Kurbelgehäuse für den BMW 1er mit AutoCAD 3D. [/QUOTE] Ist es das? Damit wir überhaupt in der lage sind, technik, wie zB ein magnesium Kurbelgehäuse, komplett ohne physikalische test, zu entwickeln und zu simulieren, mussten im vorfeld die komplexen physikalischen vorgänge analysiert werden und dann aus den gewonnenen erkennissen leistungsstarke software implementiert werden. All dies wird viele 1000 Menschen viele 1000 Stunden Arbeit gekostet haben. [QUOTE] geschrieben von 242shockfront24 Ich finde viele wollen immer mehr auf den Stand vom Technischen etwas tun aber wie wäre es endlich mal den Menschen zu helfen?! [/QUOTE] Wer sagt das die Forschung auf dem Gebiet der Medizin still steht? Wie bereits vorher erwähnt wird zB mit hilfe verteilten Rechnens an einem der großen Mysterien der Moderne geforscht, der Protein faltung. Man ist in der AIDS forschung so weit, das man vielversprechende Ansätze hat, zumindest eine Imunität gegen AIDS zu schaffen. Neue mikro opperative verfahren, helfen bei schweren Hirntumoren und Krankheiten wie Epilepsie. Es wird ja so dargestellt, als würde alles was irgendwie entwickelt, erforscht und verbessert wird, von einer einzigen großen Vereinigung betrieben. Dies ist aber ganz und garnicht der Fall. Die Entwicklung, wenn ich mal wieder aufs Auto komme, werden in den Forschungseinrichtungen der Automobilhersteller getätigt. Und die haben ja bekanntlich die Absicht Autos und nicht zB Windkraftanlagen herzustellen. Und es gilt immernoch, "Der Kunde ist König". Daher wird alles realisiert, was der Kunde will. Wenn niemand Hybride fahren wollen würde, würde auch niemand welche bauen. Und in Amerika dürfe es äußerst schwierig sein, ein 3 liter Auto zu verkaufen. |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von virtualG [/i] [B] Es gibt genug alternativen zu MP3, die schneller und leistungsfähiger sind und komplette neuentwicklungen darstellen. [/B][/QUOTE] Ja, aber die Fortschritte sind gering gegenüber dem Fortschritt in der Komprimierungsrate, den das MP§-Verfahren bewirkt hat. Also ist den Leuten die Kompabilität lieber als etwas leicht Besseres. Aus dem gleichen Grund verkauft sich Windows. [QUOTE][B] Man ist quasi dazu gezwungen, das Fahrrad immer wieder neu zu erfinden, statt auf den vorhandenen Erkenntnissen aufbauen zu können. [QUOTE][i]Original geschrieben von virtualG [/i] [B] Beispiel? [/B][/QUOTE] [/B][/QUOTE] Um Prozessoren schneller rechnen zu lassen, muß man miniaturisieren. Das geht solange gut, bis die Ausmaße in der Größenordnung sind, in denen die Quantenmechanik entscheidend mitspielt. Also muß man langfristig umorganisieren und neue Verfahren finden. Für Großrechner wird das auf Quantencomputer hinauslaufen. Dafür benötigt man Qubits, bevorzugt Festkörperqubits. Dafür benötigt man Josephsonkontakte oder niederdimensionale Heterostrukturen. Für andere Rechner will man wohl eher auf optische Strukturen umstellen. Hier benötigt man wieder niederdimensionale Heterostrukturen (Quantenpunkte, o.Ä.) und brauchbare Lichtquellen wie Mikrokavitätslaser (VCSEL). Über die wir langfristig auch die Telekommunikation laufen, weil das Laser zum Herstellungspreis von LEDs sind. Als ob das noch nicht genug wäre braucht man auch noch verfahren, um so kleine Strukturen herstellen zu können. Wenn die nur wenige Atoomlagen dick sind, ist das nicht so einfach. Alles Erfindungen der letzten Jahre...und alle aufeinander aufbauend nötig, um noch ein wenig schneller oder energiesparender zu werden. Nur das "immer wieder" im Ausgangszitat kann ich überhaupt nicht unterstützen. Natürlich gibt es viele Bereiche, in denen man auf alte Erfahrungen zurückblicken kann. Dass das Patentrecht da zu etwas Kreativität zwingt, empfinde ich auch nicht als sonderlich schwerwiegend. [QUOTE][i]Original geschrieben von virtualG [/i] [B] Es wird ja so dargestellt, als würde alles was irgendwie entwickelt, erforscht und verbessert wird, von einer einzigen großen Vereinigung betrieben. Dies ist aber ganz und garnicht der Fall. Die Entwicklung, wenn ich mal wieder aufs Auto komme, werden in den Forschungseinrichtungen der Automobilhersteller getätigt. Und die haben ja bekanntlich die Absicht Autos und nicht zB Windkraftanlagen herzustellen. Und es gilt immernoch, "Der Kunde ist König". [/B][/QUOTE] Naja, ganz so einfach läuft das auch nicht. Es gibt schon auch die Grundlagenforschung (wenn auch eher nicht in der Industrie, sondern an Universitäten), bei der man nicht unbedingt vorher weiß, ob da etwas Anwendbares rauskommt. Die Entwicklung wird auch eher selten von den Firmen selbst getätigt, wenn es sich nicht gerade um die Riesen unter den Firmen handelt. Da wird eher das Unternehmen, das gerade etwas Passendes entwickelt hat, aufgekauft oder ein kleinerer Betrieb ausgegründet und eine Weile lang am Leben erhalten, um dann Auftragsforschung zu betreiben. |
| virtualG | Schon klar, das das mit der Forschung in der Industrie viel komplexer ist. Das Beispiel mit dem Prozessor ist nicht sehr aussage kräftig. Man kann halt nicht weiter entwickeln, weil man an die Physikalischen Grenzen stößt. Außerdem, man kann Prozessoren auch vergrößern um ihre Leistung zu steigern, nur erzeugen sie dann soviel Abwärme, dass man sie nicht mehr ohne zB Stickstoff kühlen kann. Genauso kann man einen VErbrennungsmotor nicht viel weiterentwickeln, weil es einfach Physikalische Grenzen gibt. Also muss man neuland erforschen. Aber es geht hier doch um die Erfindungen und da ist es einfach falsch zu sagen, das es eine Stagnation gibt. Es gibt höhstens eine Stagnation, bei den "klassischen" sachen, wie VErbrennungsmotoren, Galvanischen Elementen, Glühbirnen, Heizkrafwerke. Das liegt aber eher daren, das wir halt schon seit mehr als 100 Jahen dort unsere Arbeit investieren, während gebiete wie Quantenforschung, Kernfusion, organische Elektronik, ... sich erst in den letzten 30 Jahren beträchtlich entwickelt haben. |
| Anaximander II | [quote]Wir können nur das verwenden, was wir bereits irgendwo erlernt haben. Z.B. das Rad, Feuer machen, fliegen, Messer machen, etc pp [/quote] All diese Dinge wurden doch irgendwann - teilweise vor langer Zeit - erfunden. Es gab irgendwann den ersten Menschen, der ein Rad gebaut hat, den ersten Menschen, der ein Feuer entfacht hat, den ersten Menschen, der ein Messer hergestellt hat usw. Und alle weiteren Innovationen seit den ersten Erfindungen in grauer Vorzeit waren echte Fortschritte und nicht nur Wiederholungen des Gleichen. Es ist wohl kaum zu bestreiten, dass die technischen Fertigkeiten des Menschen sich in den letzten 5.000 Jahren weiterentwickelt haben. Richtig ist natürlich (und das ist tatsächlich eine beachtliche Tatsache), dass es beim Menschen keine [i]creatio ex nihilo[/i], keine Erschaffung aus dem Nichts gibt. Wenn der Mensch sich etwas neues ausdenkt, dann kommt seine Idee nicht aus dem völligen Nichts, sondern der kreative Prozess läuft immer so ab, dass alte, bekannte Elemente auf eine neue, originelle Art [i]rekombiniert[/i] werden. So war z.B. die Erfindung des Bronze-Gusses nur möglich, weil die Menschen schon Jahrtausende zuvor Erfahrungen mit kalter Kupferbearbeitung gesammelt hatten, und die Erfindung der Eisenbearbeitung nur aufgrund der Erfahrung mit Bronzebearbeitung möglich. Auch die "Erfindung" der Dampfmaschine ist auf solche Weise abgelaufen: Nicht sprunghaft und plötzlich ist die Dampfmaschine aufgetaucht, sondern sie ist im Zuge einer allmählichen, geradezu biologisch anmutenden Evolution entstanden. Die ersten Ansätze stellten die Dampf-Spielzeuge von Heron, in der Antike dar. Bis zu James Watt, dem angeblichen "Erfinder" der Dampfmaschine waren es dann noch etwa 5 oder 6 Entwicklungsschritte und jedes mal wurde lediglich das vorherige Modell aufgegriffen und verbessert. Auch wissenschaftliche Theorien, philosophische Thesen, Literatur, Musik usw. entwickeln sich auf diese Weise. Nicht spontan und aus dem Nichts, sondern durch intelligente Rekombination bereits vorhandener Elemente. Das bedeutet aber nicht, dass es eigentlich keine Kreativität gibt, sondern bloß, dass Kreativität ein weniger mystischer, sondern ein eher organischer Prozess ist und dass Erfinder und Wissenschaftler niemals von Null anfangen, sondern auf den Schultern von vielen anderen Denkern stehen. |
| apnoe | --- Wer Quarks und Co. sieht, wird merken, dass es so viele Bahmbrechenden Erfindungen gibt, wo man denkt, die müssten in den Narichten total...ähm..da sein. aber hören tut man nichts... --- Woran das wohl liegen mag.... /me wittert eine Verschwoerung |
| Anaximander II | [quote]Wer Quarks und Co. sieht, wird merken, dass es so viele Bahmbrechenden Erfindungen gibt, wo man denkt, die müssten in den Narichten total...ähm..da sein. aber hören tut man nichts... --- Woran das wohl liegen mag.... /me wittert eine Verschwoerung[/quote] Natürlich. Bloß nicht geizig sein mit den Verschwörungstheorien! ;) Aber wenn eine Verschwörung dahinter stecken würde, warum können dann Quarks & Co darüber berichten? ;) Der wirkliche Grund, weshalb nicht über jede Erfindung berichtet wird, ist ganz einfach der, dass viel zu viel erfunden wird, als dass man jede kuriose Patentanwendung großartig in den Medien erwähnen könnte. Ich weiß nicht, wie viele Patente jährlich angemeldet werden, aber allein in Deutschland sind es wohl etliche tausend. |
| Tiberon | BlackInfinity's Ansatz wahr vielleicht philosophischer, als es den Anschein hat. Mir fiel so aus dem Stegreif keine Erfindung ein, die eine wirlich eigenständige Basis hätte - alles sind nur Abwandlungen, Erweiterungen, Veränderungen bereits existierender, bekannter, verwendeter Prinzipien, Gedanken, Objekte. (Es ist für die Fragestellung also völlig unerheblich, ob beim Patentamt 10 oder 100000 Patente angemeldet werden.) Bei welcher Erfindung also hat man nichts bisher dagewesenes als Basis verwendet? Bei dieser Frage fällt seeehr viel raus, mag es noch so nützlich, clever und toll sein. |
| Anaximander II | [quote]Bei welcher Erfindung also hat man nichts bisher dagewesenes als Basis verwendet?[/quote] Beim ersten Faustkeil ;) |
| BlackInfinity | Also erst mal: ich wollte hier kein Streitgespräch über Technik starten sondern über die Möglichkeit des Menschen wirklich wirklich neues zu erschaffen. Ob er dazu in der Lage ist. Und dass niemand in nem Urwald einen LED-Fernsehen gesehen und gesagt hat "Hey, dass guck ichmir jetzt von der Natur ab!" ist schon klar... es ging ja alles nur schrittweise. Gezielte Forschungen in die Richtung nennt man mitlerweile Bionik. Ja, klar gab es den ersten Menschen der Feuer gemacht hat. Es geht mir ja nicht um das wer sondern um das wie und woher. Wie kam er auf die Idee? Er hat einen Blitz beim einschlagen gesehen, gemerkt: hey is ja gar nicht so schlimm, wenn man aufpasst. Dann hat er irgendwann mal Funken bei den Feuersteinen gesehen, es ist durch Zufall ein Feuer entstanden und: hey, das kenn ich doch, war da nicht ein reh im feuer umgekommen, was so gut geschmeckt hat? Probieren wirs mal aus. Und siehe da... genau so mit dem Rad... runde steine rollen besser als eckige. ergo: versuchen wir doch was rundes... eine langsame Optimierung der Dinge. 10 000 kleine Schritte bis zum LED-Monitor. "Richtig ist natürlich (und das ist tatsächlich eine beachtliche Tatsache), dass es beim Menschen keine creatio ex nihilo, keine Erschaffung aus dem Nichts gibt" => GENAU das ist es, warum ich den thread erstellt habe. (Übrigens nicht, damit sich hier ein paar Physik/Technik- Interessierte austun können ;) ) "Das bedeutet aber nicht, dass es eigentlich keine Kreativität gibt, sondern bloß, dass Kreativität ein weniger mystischer, sondern ein eher organischer Prozess ist und dass Erfinder und Wissenschaftler niemals von Null anfangen, sondern auf den Schultern von vielen anderen Denkern stehen." Danke AnimaxanderII und Tiberon, dass ihr auf das geantwortet habt, was ich gefragt habe :) ich dachte schon, ich hab mich irgendwie ganz blöd ausgedrückt, dass das hier keiner kapiert... ahja: und der erste faustkeil ist ja sicher auch aus zufall entstanden. |
| Skinny Hädie | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlackInfinity [/i] [B] Hat jemand vielleicht ein Gegenbeispiel oder eine andere Meinung? [/B][/QUOTE] Der mensch kann sich auch nichts vollkommen fremdes vorstellen. Nur das was er schon mal gesehen hat. Versuch dir mal nen ausserirdischen vorzustellen der mit nichts auf der erde ähnlichkeit hat. |