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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Traum und Realität
KathrynneIch habe eine ganz Weile überlegt, ob ich die nachfolgenden Zeilen schreiben soll, habe mir aber doch ein Herz gefasst.

Vor geraumer Zeit, ich weiss nicht wie lange es nun her ist, hatte ich einen verstörenden Traum.
Ich träumte, jemand wäre in mein Zimmer eingedrungen und wollte sich an mir vergreifen. Ich konnte zwei männliche Gestalten entdecken, die immer näher auf mich zukamen, wollte sie davon abhalten mir etwas an zu tun. Dann spürte ich einen Schlag auf den Kopf. Danach war es dunkel. Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl wieder zu mir zu kommen und spürte erneut einen schweren Schlag der mich aus dem 'Bewusstsein' beförderte. Dazwischen konnte ich hinter den beiden Gestalten eine Tür an einer Wand entdecken, die so in der Realität in meinem Zimmer nicht zu finden ist. Das nahm ich als Hinweis, dass alles nur ein Traum war.
Denn alles fühlte sich beängstigend real an. Die Berührungen, die Schläge. Als ich dann tatsächlich erwachte, fragte ich mich ernsthaft, was mit mir geschehen sein könnte. Mir ist nichts derartiges in der Vergangenheit passiert, dass dieser Traum möglicherweise eine Form von Verarbeitung gewesen sein könnte.

War das wirklich nur ein Traum? In manchen Momenten stelle ich mir diese Frage, denn wirklich loslassen konnte ich bis heute nicht.

Ist Euch schon einmal ähnliches widerfahren? Ihr nicht wirklich zwischen Traum und Realität unterscheiden konntet (ohne dass Drogen/Medikamente im Spiel waren) ?


Ich freue mich auf Eure Beiträge!



Kat
mizzmelonahej,

träume sind schon was lustiges.... nun ja ich bin hier jetzt weiß gott nicht sehr bewandert was dieses thema angeht, aber ich würd trotzdem sagen mit großer wahrscheinlichkeit wars nur ein traum....das sag ich jetzt nur auf eigener erfahrung basierend....
ich hatte zb mal einen traum, da ist ein wahnsinnig guter freund von mir gestorben, das war richtig übel und hat sich richtig real angefühlt...als ich aufwachte wußte ich nicht ob er tod ist oder ich geträumt habe....recht beängstigend das gefühl....aber ein kurzer anruf hat alles geklärt.....es gibt träume die sind verdammt real finde ich...ich hatte schon verschiedene solcher art...dieser ist hängengeblieben weil das gefühl so bedrückend war....

einmal hatt ich sogar nen alpdruck... das war glaub das beängstigendste was ich erlebt hab....

nun ja will nur sagen ich würd mir da jetzt keine sorgen machen, dass du was verarbeitet hast was du real erlebt hast.....aber wie gesagt ich kenn mich mit träumen und der ganzen wissenschaft darum nicht aus....
lizardimmer wenn ich nach so etwas aufwache, setz ich mich schnell an den rechner und tippe alles auf, was mir noch einfällt. meistens kommen dabei sachen raus, die aus einem roman von kafka stammen könnten... manchmal lohnt es sich sogar, sie ein wenig weiter zu spinnen, damit eine art kurzgeschichte raus kommt. man muss sich nur beeilen, bevor die einzelheiten verflogen sind.

vom wissenschaftlichen standpunkt her ist es glaube ich unbedenklich. träume sind unbedeutende fehlfunktionen des gehirns, die entstehen, wenn in der schlafphase das gedächtnis "defragmentiert" wird. dass der durchschnittliche besucher dieses forums die eine oder andere "schreckensszene mit dunklen gestalten" irgendwo im unterbewusstsein hat, wage ich jetzt einfach mal so zu behaupten.
NormalusIch hatte letztes Jahr auch so einen äußerst realen Traum, in dem ich in meinem Bett lag und plötzlich feststellte, daß jemand oder etwas Böses neben mir stand. Und dieses Etwas identifizierte ich erst als Teddybär, dann als Matratze, die mich plötzlich attackierte. Ich schrie, wachte auf und saß erst einmal in meinem Bett, kurz überlegend, ob ich nun nur im Traum oder tatsächlich geschrien hatte. Als ich dann auf dem Weg zur Toilette von meiner Mutter gefragt wurde, ob der fürchterliche Schrei gerade von mir kam, hatte ich die Antwort...

Und zu dieser Verarbeitungs-Problematik; nicht alles, was man träumt, muß aus dem eigenen Leben stammen. Ich wurde auch schon mal im Traum von zwei Vietnamesen mit Maschinengewehren erschossen - einem unangenehmen Gefühl dazu inklusive. Und ein guter Freund erzählte mir einmal, daß er im Traum von einem Alien-Monster angefallen wurde, das sich durch seinen Rücken bohrte. Er muß dabei tatsächlich Schmerz empfunden haben, der sogar noch spürbar war, als er aufwachte.
Nur weil ein Traum besonders realistisch erscheint, heißt das also nicht, daß dessen Inhalt nicht doch nur aus dem Fernsehen, aus Büchern etc. stammt.
StarfuckerAm übelsten sind die Träume, in denen man weiß das man träumt und dann im Traum versucht aufzuwachen. Dieses klappt dann meistens nicht und versetzt einen in Panik.
Sowas hatte ich schon drei mal bis jetzt... üble Sache, als wenn man gefangen ist. Beim letzten mal habe ich mich dann im Traum verletzt, damit ich aufwache...
Das kann aber natürlich auch vorteilhaft sein, mit vollen Bewusstsein im Traum herum zu wandeln. Einmal fand ich es auch richtig gut und hab im Traum immer gehofft, dass ich noch nicht aufwache. Da war ich auf einer Insel mit nette Ureinwohnern (hübschen Ureinwohnerinnen^^) und fühlte mich bei kompletten Bewusstsein sehr wohl in der Traumwelt... :cool:
~white soul~[QUOTE]träume sind unbedeutende fehlfunktionen des gehirns[/QUOTE]

Sorry, aber wer sich mal nur ein kleines bisschen wissenschaftlich damit auseinandergesetzt hat, sollte wissen, dass Träume überlebenswichtig sind, und KEINE Fehlfunktion des Gehirns. Ohne Träume könnte sich die Psyche nicht im Gleichgewicht halten, da die Erlebnisse des Tages nicht verarbeitet werden würden. Manche Träume sind eben besonders realistisch oder verängstigend, was aber nicht heist, dass da etwas falsch läuft. Vielleicht hat man lediglich Probleme oder Ängste, die (unterbewusst) aufgearbeitet werden.
Kathrynne, ich kann verstehen, dass dich dieser Traum nicht so schnell loslässt; es würde mir wahrscheinlich nicht anders gehen. Doch ich denke, wenn du wirklich so einen Schlag bekommen hättest, bei dem man das Bewusstsein verliert, dann wäre davon zumindest noch ein Beule oder ein anderes Zeichen geblieben, dass dir gesagt hätte, dass es Realität war. Aber vielleicht solltest du darüber nachdenken, ob dieser Traum vielleicht wie gesagt aus unterbewussten/unterdrückten Ängsten resuliert. Wenn nicht, solltest du dich wirklich nicht mehr allzusehr sorgen und die Sache bald vergessen.

Ich wünsch dir was

~white soul~
TwigIch hatte auch einmal einen recht komischen Traum...
Ich war irgendwo im Urwald und hörte Trommeln bis einige Kannibalen oder was auch immer Dschungelbewohner aus dem Dickicht kammen. Dann bin ich in meinem Bett aufgewacht war aber immer noch am Träumen. Ich ging zu meiner Zimmertür machte sie auf und im Flur stand einer dieser Kannibalen. Da habe ich mich so erschreckt das ich in Ohnmacht gefallen bin. Und dann bin ich erst in der realen Welt aufgewacht. Und ich hatte in dem Moment wirklich Zweifel ob das die reale Welt ist oder nicht schon wieder ein Traum. Zur Tür bin ich aber nicht mehr gucken gegangen.

Meine Grüße
Ich Bin VieleFreud hat mal gesagt, dass nichts, das einen nicht auch beschäftigt, wenn man wach ist, einen in den Schlaf verfolgt.
Dabei hat der Traum nichts mit der Realität zu tun - meist sind es Wünsche oder Ängste, die allerdings durch gedankliche Assotiationen (Bsp.: du hast Angst vor Spinnen, und träumst deshalb von Kleidern, da Spinne -> Seide -> Kleid) stark verdeckt werden können. Ich hab das freilich nicht studiert, ich versteh das nur grob, konnt es allerdings so wie ich es hier gerad erklär an mir selbst entdecken.
In dem Sinne könnte es wirklich alles mögliche bedeuten, und am allerbesten kannst das du selbst rausfinden. Such doch mal nach Möglichkeiten, was der Traum dir noch sagen könnte. Angenommen, du findest eine glaubhafte Erklärung, was dieser Traum dir sagen wollte, hilft das bestimmt deine Ängste die du sonst noch hast zu besiegen.
AnakinHallo,
ich habe als Kind immer wieder die gleichen Alpträume gehabt: Ofen oder Staubsauger verfolgten mich und wollten mich aufsaugen. Mindestens zweimal in der Woche hatte ich diese Träume. Und manchmal träumte ich banale-kurze Erlebnisse, die dann 1 oder mehrere Tage später eintrafen. Das war in der Kindheit und ich erinnere mich, wie ich beim Versteckspiel vorher wusste wo sich die anderen Kinder verstecken. Einmal suchte ich in der Wohnung nach einen Gegenstand und fand ihn nicht, erst im Traum bzw. dann real einen Tag später. Das ist lange her, manchmal denke ich, dass ich als Kind mediale Fähigkeiten hatte.

Schon seit 1994 lebe ich allein (geschieden), aber erst seit 2 Jahren lasse ich nachts das Licht im Nebenraum an. Seitdem ich vom Teufel träumte, ein besonders realer Traum, weil er 3 Meter vor mir im Zimmer stand. Er stand nur so da und beobachtete mich. Er hatte einen dunkelbraunen, behaarten, menschlichen Körper, kurze weiße Hörner auf dem Kopf und eine flache-dunkle Hundenase. Seit dieser Zeit habe ich manchmal auch psychische Probleme bzw. Depressionen.
TheTurningPointNach meinen Erfahrungen werden in Träumen Informationen verarbeitet ("einsortiert"), die man tagsüber aufgenommen, aber nicht bewusst verarbeitet hat, zum Beispiel Nachrichten aus Radio und Fernsehen, die man so nebenbei gehört hat. Die werden dann durch den Traum mit Informationen verbunden, die man zu diesem Thema schon hatte.

Ich zum Beispiel hatte irgendwann mal das Buch [URL=http://www.amazon.de/dp/3746610567]"Schwarzer Regen" von Masuji Ibuse[/URL] gelesen. Eines Sommers war ich dann für einige Tage in Berlin, sah beim Spazierengehen einige Ruinen aus dem 2. Weltkrieg, und weil während dieser Tage gerade der 6. August war, hörte ich im Radio einiges über den Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. In der Nacht träumte ich, auf Berlin sei eine A-Bombe gefallen, und da ich ja gerade in Berlin war ...

Dieser Traum war so grässlich (und ich mittendrin), dass ich mich den Rest der Nacht gewaltsam wach gehalten habe, weil ich jedesmal beim Einschlummern wieder in diesen Traum geriet.

Bei mir hilft mittlerweile am besten, wenn ich versuche, die Informationen vom letzten Tag (oder den letzten Tagen) zu finden, die den Traum verursacht haben könnten, und mich dann ganz bewusst (kurz) mit diesen Themen befasse, damit sie ohne weitere Träume an der richtigen Stelle im Gehirn eingeordnet werden.
lizard[QUOTE][i]Original geschrieben von ~white soul~ [/i]
[B]Sorry, aber wer sich mal nur ein kleines bisschen wissenschaftlich damit auseinandergesetzt hat, sollte wissen, dass Träume überlebenswichtig sind, und KEINE Fehlfunktion des Gehirns. Ohne Träume könnte sich die Psyche nicht im Gleichgewicht halten, da die Erlebnisse des Tages nicht verarbeitet werden würden. Manche Träume sind eben besonders realistisch oder verängstigend, was aber nicht heist, dass da etwas falsch läuft. Vielleicht hat man lediglich Probleme oder Ängste, die (unterbewusst) aufgearbeitet werden.[...] [/B][/QUOTE]

ich glaube, ich habe mich etwas unklar ausgedrückt: träume an sich sind natürlich keine "fehlfunktion". es ist hochwahrscheinlich, dass alle menschen im verlauf jeder nacht mehrere träume träumen. an die allermeisten wird man sich in der regel nicht erinnern. studien haben allerdings gezeigt, dass menschen, die unruhig schlafen und/oder stress oder anderen negativen faktoren ausgesetzt sind, dazu neigen sich häufiger an träume zu erinnern. auch wenn man mitten in der tiefschlafphase plötzlich geweckt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass man sich noch an den traum erinnert, den man gerade geträumt hat.

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