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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Misanthropie
IFOWas genau zeichnet den gewöhnlichen Misanthropen aus? Ist es nur stupider Menschen Hass, oder steckt mehr dahinter?

Ich muss zugeben, dass ich zumindest eine misanthropische Ader besitze. Aber das ist auch kein Wunder, man braucht ja nur den Fernseher anzuschalten oder mal raus vor die Tür gehen, überall sieht man nur minderbemittelte, konforme und oberflächliche Menschen. Aber das Problem mit den lieben Mitmenschen kennen wir ja zu genüge, es ist also keine weitere Beschreibung nötig.
WhiteRavenDie ganze Gesellschaft ist Menschenverachtend...somit zeichnet einfaches LEBEN in dieser Gesellschaft Misanthropie aus...
SiriusIch denke mal, es steckt auf jeden Fall mehr dahinter! Persönliche Mißerfolge (jeder Mensch neigt dazu, die Schuld bei anderen zu suchen), das Gefühl, immer nur Steine in den Weg gelegt zu bekommen, sich auf rätselhafte Art immer wieder bestätigende Vorurteile, gescheiterte Beziehungen... Wenn man das uvm. täglich erlebt, entwickelt man fast automatisch einen dumpfen Hass auf immer größere Menschengruppen, bis nur noch ganz wenige übrig bleiben, die einem noch gewogen sind.
Ich kann das schlecht ausdrücken, aber manchmal hab ich auch das Gefühl, das ich nur von Bekloppten und Bescheuerten umgeben bin und das die meisten Leute, denen ich so im Verlauf eines Tages begegne, offenbar ihr Gehirn zu Hause vergessen haben und nur als Seelenlose Zombies durchs Dasein wanken und ständig ausgerechnet meine Wege kreuzen...
CurzonMisanthropie ist einfach nur Schwachsinn!
Es soll mir auch nur einer erzählen, es würde sich besser anfühlen, zu hassen als zu lieben und daß er freiwillig und mit bestem Gewissen lieber jemanden verachten würde, anstatt in zu mögen und ich steck ihn umgehend in die Klappse! :q
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Curzon [/i]
[B]Misanthropie ist einfach nur Schwachsinn![/B][/QUOTE]Oder sagen wir besser, die Faulheit bzw. Unfähigkeit, herausfinden, warum Menschen auf diese oder jene Weise handeln oder reagieren.
DemonVieleicht haben wir uns von der geseklschaft so sehr abgewant das wir sie nichtmehr verstehen und uns deshalb alle minderbemittelt vorkommen...

oder sind wir die verrücken?

Gruss Demon
Reimewicht... muss man denn hassen oder genauso engstirnig sein, wie man das von den Leuten, die einen umgeben, geradezu erwartet, um misanthrop zu sein? – Ständig, sagen wir mal in einer etwas abgeschwächter Form, eine Meinung zu dem Handeln der übrigen Menschen zu haben ist doch sehr anstrengend. Ich für meinen Teil möchte mich nicht ständig mit anderen befassen.
Wenn man nun davon ausgeht, dass Misanthropie das Nicht-Wahrnehmen oder Missachten von anderen wäre, stellt sich doch die Frage: Ist sie dann möglich? – Haben wir die Wahl uns eine eigene Meinung bilden zu können, um aufgrund dieser über andere zu urteilen?
Ich denke nicht, schließlich wird der Mensch mehr oder weniger aus seiner Gesellschaft geschaffen. Wie kann man wirklich hassen, was einen erschaffen hat? Sicher kann man schlechte Gefühle wie Enttäuschung oder Minderwertigkeit entwickeln, aber hassen kann man, meiner Ansicht nach, nicht. Vielleicht ist der Mensch nicht einmal in der Lage irgendetwas zu hassen, weil er schlichtweg zu faul ist oder zu emotional, so dass seine Gefühle sich auch wieder verändern und es nicht wirklich zu einem (Menschen-) Hass kommen kann. ...


Liebe Grüße
Der Reimewicht
WhiteRaven[QUOTE][i]Original geschrieben von Reimewicht [/i]
[B]...Wenn man nun davon ausgeht, dass Misanthropie das Nicht-Wahrnehmen oder Missachten von anderen wäre...


Wie kann man wirklich hassen, was einen erschaffen hat?...[/B][/QUOTE]


Gehen wir davon aus, dass Misanthropie das Missachten/Verachten von Menschen ist...dann ist, wie ich oben schon geschrieben habe, die GESELLSCHAFT das Misanthropische. Denn ich kann mir nur wenig vorstellen, was noch Menschenverachtender ist, als unsere Art zu leben...soll ich das jetzt ausführen, oder seid ihr selber in der Lage, nachzudenken und zu verstehen, was ich meine?


Wie man etwas hassen kann, was einen erschaffen hat? Menschen, die tatsächlich von der Gesellschaft erschaffen wurden, hassen sie auch nicht, sie fühlen sich wohl, [B]weil[/B] sie eben von ihr erschaffen wurden.
Dagegen sind Menschen, die eben [B]nicht[/B] von der Menschenverachtenden Gesellschaft [B]geschaffen[/B] wurden, diejenigen, die die Menschen [U]an sich[/U] mögen und sich deshalb eine andere Gesellschaft wünsch(t)en, die weniger menschenverachtend ist, weil sie eben keine Kinder der Misanthropie sind.

Hoffentlich kann das jetzt überhaupt einer nachvollziehen :rolleyes:
jyrki[QUOTE][i]Original geschrieben von IFO [/i]
[B]man braucht ja nur den Fernseher anzuschalten [/B][/QUOTE]


Absolut richtig. Wenn nicht da, wo sonst!?
Es ist doch gerade die bunte und fröhliche Welt der Daily Soaps, die einem das Gefühl vermittelt, in einer fantastisch komplexen Welt mit einzigartigen Mitmenschen zu leben. Und diese Tatsache weckt die schlummernde Ader der Misanthropie. Ganz automatisch und von selber :).


( Für die, die es nicht gecheckt haben, das war Ironie für Anfänger :) )
jyrki[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Oder sagen wir besser, die Faulheit bzw. Unfähigkeit, herausfinden, warum Menschen auf diese oder jene Weise handeln oder reagieren. [/B][/QUOTE]


Unsinn!

Wer sich hinstellt und sagt: Alle Menschen sind die Hundescheiße unter meinem Schuh wert. Der wird eventuell noch so eben von deinem Raster erfasst.

Es sind gerade die Menschen, die sich mit Anderen [i]beschäftigen[/i], sie studieren und analysieren und erst dann zum Ergbenis kommen, dass es besser ist, sich von vielen (allen?) Menschen fernzuhalten.
Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, bedarf es viel [i] Arbeit[/i].
Mit Faulheit ist das nicht zu schaffen!

Jetzt kommen die ganz Schlauen, Ok wenn man soviel Arbeit darein steckt um letztendlich zu so einem Ergebnis zu kommen....
wofür dann den Aufwand!? Gute Frage!
Warum leckt sich ein Hund seine Eier?.............































Weil er es kann :D!

Mist, ich gehöre ins Bett :).
StewageHmmm... Misanthrophie...

Ich selbst denke, dass wenn man schon in einer Gesellschaft lebt, die sich selbst vernichtet, dazu noch denkt, die sei die Vollkommenheit in "Person", und nach eben wie schon genannter "harter" Arbeit dies erkennt, kann man nur misanthrophisch werden.
Alleine wenn man ansieht, was neuerdings USA mit Irak anstellen will, geschweige dem Motto "du hast mir meine Türmchen geklaut, jetzt mach ich dich platt!!!"
Diese Gesellschaft besteht richtigerweise nur aus Misanthrophen, auch wenn das die "Normalos" nicht wahr haben wollen. Das fängt doch schon in der Schule an, oder im Kindergarten, schlägst du mich, mach ich dich Krankenhaus.

Für meinen Teil bin ich Misanthroph, und zwar in der Hinsicht, dass es meine Überzeugung ist, wenn Menschen sich gegenseitig so behandeln, eine GEsellschaft, wie keine zweite, innerlich so besteht, bröckelt und dazu sich selbst vernichtet, sehe ich meine Misanthrophie darin begründet, mich gerade von dieser Art zu entfernen. Ich kann die Menschheit nicht ausstehen, anstatt dass nach Lösungen im logischen und friedlichen Dinge gesucht wird werden Kriege geführt, Lebewesen ermordet und aus Spaß an der Freude getötet - Hetzjagden auf meine Totemwesen, den Wölfen, als Beispiel genommen.

Der Mensch an sich ist ein Gesellschaftswesen unvergleichbarer Dummheit wenn er sich in einer Gruppe befindet, sprich Stammtischmanier, oder Führerprinzip.

Ein Mob von Menschen, ist so leicht zu beeinflussen wie ein Schwarm Tauben mit futter zu ködern ist, und das, diese irgendwie in der Grupe abgeschaltete Intelligenz, finde ich auf eine bestimmte Weise zusätzlich "verachtenswert", denn wozu hat der Mensch sein ach so fortschrittliches und hochentwickeltes hirn, wenn er es nicht mal zum denken nutzt, geschweige denn die Möglichkeiten nutzt, es weiterzubilden.

Ich bin in fast jeder GEsellschaft ein Aussenseiter. warum? Weil ich hinterfrage, alles und jeden hinterfrage und andere Wege versuche zu finden ein Problem zu lösen, ich ein Freigeist bin. Mit anderen Worten ich will ausbrechen aus dieser Gesellschaft, nicht weil ich die Menschen ihrer selbst, ihrer Form wegen verachte nein, wegen ihrem Geiste, wegen ihrem leeren Geiste und ihrer DAHINGEHENDEN Faulheit, nicht nachzudneken.

Meine Meinung ist, dass gerade die Misanthrophen und alle anderen, die nachdenken und sehen was die Misstände sind, eben nicht faul herumliegen und auf sich beruhen lassen und sagen "ach die sind ja alle doof ich hasse sie", klar es gibt auch solche, aber der Kern der Sache liegt in dem wa sich schrieb und so obliegt es meiner eigenen Meinung, weche ich jeder zeit bereit bin zu ändern, sollte ich falsch liegen.

*verneig und im Dunkel der Nacht mit einem schallenden Wolfsgeheul veschwind*
WhiteRaven@ Stewage

Ich denke, dass auch viele der "die sind alle doof, ich hasse sie"-Misanthropen solche sind, die erst nach langem Überlegen und Verstehen-Wollen zu ihrer Misanthropie gekommen sind...und nur nicht immer Lust haben, sich zu erklären.
StewageHm, sich nicht erklären wollen, oder nicht doch eher können?

Über die Jahre habe ich Erkenntnisse nicht nur bei mir selbst gesammelt und festgestellt, dass es meistens diejenigen sind, die sich als was besonderes hinstellen wollen. trittbrettfahrer, Leute die nichts wissen, aber so tun als ob und sich groß machen wollen.
Jedenfalls habe ich es so erlebt, dass eben gerade diese Personen am meisten auffallen und das auch wollen, ob dieser Zustand nun positiv oder negative auswirkungen hat, ist ihnen meistens egal. Bestes Beispiel wohl die "SAtansmorde" damals mit diesem ausgetickten Pärchen.

Aber auch klar wiederum ist, dass es natürlich auch da welche gibt, die es zu "recht" sind, was beweist, es gibt immer so viele Betrachtungsweisen auf einmal, dass man sie nicht unter einen gut bringen kann, genausowenig wie man alle in eine Schiblade stecken kann oder dies tun sollte.

Es wurde ja auch schon erwähnt in diesem thread, dass die Misanthrophie an sich aus Enttäuschungen des erlebten in diesem Leben heraus käme, wie wenn einem eine freundin oder ein Freund nach dem nächsten einfach abhaut, oder man immer wieder von den Leuten gesagt bekommt - wie ich selbst auch immer von den "Menschen" - dass man nicht hinzugehören würde, vielleicht ja soghar Abschaum wäre, der besietigt gehört.

Über Jahre hat es mich fertig gemacht, aber als ich erkannte was ich bin, sage ich, dass ich eben dieser Abschaum bin, aber welcher der denen die das denken in die Suppe spuckt. Denn den Schwanz ziehe ich wenn überhaupt nur für kurz ein, um dann zurückzuschlagen.

Was auch eine andere Seite der misanthrophie ans Licht bringt, wie bei allen "Gruppierungen" gibt es auch hier aktive und wiederum nicht so aktive soweit ich das feststellen konnte. Welche dann auch aktiv gegen ihre "Hassobjekte" vorgehen, auch da wider unterschied in defense und offense.

Es gibt so viele Faccetten man könnte sich wirklich drüber totschreiben... ;)
ServantOfEquityWollte nur kurz einwerfen das Misanthropie nicht immer von "Persönlichen Misserfolgen" ausgelöst wird.
Ich denke das durchaus auch Menschen die nicht Erfolglos sind und denen es eigentlich relativ gut geht dazu neigen können.
Stewage*nick* Sicher auch das.

Aber ist es auch Teil der Misanthrophie wenn man allein die Gesellschaftsform als Punkt anbringt die Menschheit zu hassen oder sagen wir nicht egrade zu mögen? :p
WhiteRaven@ Stewage und Servant

Das ist doch das, was ich die ganze Zeit versuche zu sagen:

Die Gesellschaft ist das Misanthropischste überhaupt...denn sie ist einfach Menschen[B]v e r a c h t e n d[/B].
ServantOfEquity*zustimm*
Stewage*nickt*

aber der Witz ist, dass die eigene Misanthrophie gegen ANDERE Menschen geduldet scheint, aber die Misanthrophie gegen die menschheit oder gegen menschengruppen, wa sim Grunde nichts anderes ist als das andere auch nur auf mehr Wesen abgezielt, wird zu tiefst verurteilt... naja Menschen... kann ich dazu hur sagen ;)
IFOIch kann Stewage in allen Punkten nur zustimmen: Der größte Teil der Menschheit ist einfach primitiv. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der "Parasit" Mensch sich selbst ausgelöscht hat, sei es durch die berüchtigte Bombe oder die Natur wird sich an uns rächen. Es ist schon traurig, dass es auf dieser Welt noch immer Kriege gibt, Bush und sein "Krieg gegen den Terror" ist das beste Beispiel. Und da nennt sich unser eins auch noch "intelligent", dabei sind wir auch nur Tiere, die sich einbilden etwas besseres zu sein. Wie auch immer, es ist leicht eine misanthropische Ader zu entwickeln, wenn man sich den bisherigen Werdegang der Menschheit ansieht und dann auch noch meistens (es muss nicht unbedingt immer sein) eher schlechte Erfahrungen mit den Menschen in seinem jeweiligen Umfeld gemacht hat.

@ WhiteRaven
Klar ist auch die Gesellschaft in einer etwas anderen Art misanthropisch, da sie höchst Menschenverachtend ist, aber dies wird (wie Stewage schon sagte ;) ) von der Masse geduldet.
StewageKann IFO nur beipflichten ;)
Ich finde es wirklich, wie soll ich sagen, schon fast amüsant, dass die Menschheit wirklich vergleichbar ist mit dem Kinde, was mit der berüchtigten Waffe des Vaters spielt, und sich damit selbst den Schädel wegbläst, welche bombe wohl, schon von IFO erwähnt, die ABC-Waffenm darstellen.
Menschen sagen sie sein besser, ja das stimmt, wir sagen, wir sein besser, auch das tun die meisten. Also wo ist der Unterschied? Was unterscheidet uns von den anderen Menschen? Den anderen Tieren? Ich denke nix, asuser unserer Arroganz, Selbstgefälligkeit und Himmelsdenken, dass WIR ja die Krohne der Schöpfung sein, was für ein Schwachsinn.

Nein, ich denke, dass es einen wahren Unterschied gibt, den Unterschied der Erkenntnis. Doch verstanden wird dies von den Menschen nicht, bestes Beispiel meine Mutter ;) "Ihr stellt Euch wohl nur als Aria, als Arische Rasse dar, und wir Menschen sind die Juden die ihr vergasen wollt!" Nett sowas von der eigenen Mutte rgesagt zu bekommen oder?

Aber zurück zum Thema, wenn man sich dieses statement ansieht, da ist mir aufgefallen, dass die Menschheit Angst davor hat, zu erkennen, es verdrängt. Verdrängt zu erkennen, was wahr ist und was nicht. dass wir eben nicht in der schönen rosa Püppchenwelt leben, wie es uns unsere WErbung und Gesellschaft, ja selbst unsere Politiker weiß machen wollen. Nein wir leben in einer gewalltsamen Welt, wir leben im Zeitalter der Finsternis, welches erst Enden wird wenn der Mensch erkennt was er wirklich ist, wo er WIRKLICH steht, und sieht, dass es eben nicht an der Spitze ist, wo sein platz sich befindet, sondern ganz weit unten, unwichtig, unbedeutend... eben wie ein Virus.

Auch ne nette ansicht, der Mensch als Virus. Verbreitet sich rasend schnell, nimmt alles ein und wandelt es in sein für sich passendes Kollektiv um ( ja ich bin Trekki *sich outet* ;) ) was nicht apsst, wird apssend gemacht oder vernichtet, frisst alles kahl und hitnerlässt eine einöde, passt schon, oder doch nicht?
WhiteRaven@ stewage

Du hast mir grad die Worte aus dem Mund genommen...wenn wir uns hinsetzen und sagen: "Die bösen, bösen Menschen...die sind ja alle so blöd..." Dann sind wir auch nicht viel besser...

Andererseits...ist es meiner Meinung nach wirklich ein Unterschied, ob man jetzt sagt: Die Menschen sind dumm und haben Scheiße gebaut...hoffentlich bekommen sie möglichst bald ihre Rechnung vorgelegt.
Oder ob man sagt: Die menschen sind dumm und haben Scheiße gebaut, aber lasst uns hoffen, dass ihnen doch noch mal ein Hirn wächst...und vor allem: Lasst uns versuchen etwas dafür zu tun...und wenn es nur darin besteht, einfach nicht mitzumachen!

Ich denke, ihr wisst, was ich meine...

Ob der Mensch an der Spitze steht? Ich denke schon, dass er an der Spitze steht...mit seinem Verstand, mit seinen Möglichkeiten...aber leider auch mit seiner Kurzsichtigkeit und Gleichgültigkeit.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von WhiteRaven [/i]
Wie man etwas hassen kann, was einen erschaffen hat? Menschen, die tatsächlich von der Gesellschaft erschaffen wurden, hassen sie auch nicht, sie fühlen sich wohl, [B]weil[/B] sie eben von ihr erschaffen wurden.
Dagegen sind Menschen, die eben [B]nicht[/B] von der Menschenverachtenden Gesellschaft [B]geschaffen[/B] wurden, diejenigen, die die Menschen [U]an sich[/U] mögen und sich deshalb eine andere Gesellschaft wünsch(t)en, die weniger menschenverachtend ist, weil sie eben keine Kinder der Misanthropie sind.[/QUOTE]Das sehe ich so ähnlich. Allerdings verbleiben Menschen nicht ein für alle Mal in dem selben Zusatand, sondern verändern sich ständig. Und so kann es passieren, daß ein Mensch, der nicht von dieser Gesellschaft geschaffen wurde, durch die ständigen Einflüsse aus dieser Gesellschaft sich dieser mehr und mehr annähert und auch mehr und mehr zum Misanthrop wird. Genausogut ist aber eine Veränderung in umgekehrter Richtung denkbar.[QUOTE][B]Die Gesellschaft ist das Misanthropischste überhaupt...
denn sie ist einfach Menschenv e r a c h t e n d.[/B][/QUOTE]Wer ist die Gesellschaft? Gehören wir da nicht alle dazu? Tragen wir nicht alle zur Entwicklung der Gesellschaft in diese oder jene Richtung bei? "Wenn du die Welt ändern willst, dann fang bei dir selbst an" (sinngemäß Böhse Onkelz)

"this escalating trend
will never end
if they take from you
then you take from them
...
it so hard to believe if you never see
that the truth is split on the in-betw
waking up from your dream into another day
never taking to heart all of the words they say
it so hard to believe because the truth is this:
what hatred breeds you must resist."

(The Crüxshadows - "Resist")
TheTurningPoint--------------------------------------------------------------------------------
Original geschrieben von TheTurningPoint
Oder sagen wir besser, die Faulheit bzw. Unfähigkeit, herausfinden, warum Menschen auf diese oder jene Weise handeln oder reagieren.
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[QUOTE][i]Original geschrieben von jyrki [/i]
[B]Es sind gerade die Menschen, die sich mit Anderen [i]beschäftigen[/i], sie studieren und analysieren und erst dann zum Ergbenis kommen, dass es besser ist, sich von vielen (allen?) Menschen fernzuhalten.
Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, bedarf es viel [i] Arbeit[/i].
Mit Faulheit ist das nicht zu schaffen![/B][/QUOTE]Man sollte eben das Studieren und Analysieren nicht auf die Menschen beschränken, sondern mehr die Verhältnisse studieren und analysieren, in denen sie leben.
Und vor allem sollte man MIT den Menschen Kontakt aufnehmen, mit ihnen sprechen, ihnen zuhören, statt nur ÜBER sie zu reden und zu schreiben. Dann würde man auch IHRE Sicht auf die Verhältnisse besser verstehen und sich nicht so sehr über ihre "Undankbarkeit gegenüber ihren Befreiern" wundern.:D
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Stewage [/i]
[B]Ein Mob von Menschen, ist so leicht zu beeinflussen wie ein Schwarm Tauben mit futter zu ködern ist, und das, diese irgendwie in der Grupe abgeschaltete Intelligenz, finde ich auf eine bestimmte Weise zusätzlich "verachtenswert", denn wozu hat der Mensch sein ach so fortschrittliches und hochentwickeltes hirn, wenn er es nicht mal zum denken nutzt, geschweige denn die Möglichkeiten nutzt, es weiterzubilden.[/B][/QUOTE]Der Mensch ist nun mal ein Tier. Aber was soll daran verachtenswert sein? Es ist eben seine Natur. Um sich wohlzufühlen, braucht er Verhältnisse, die nicht seine Natur verdrängen und unterdrücken, sondern sie akzeptieren und ihn vor ihren negativen Auswirkungen schützen. Wie solche Verhältnisse aussehen könnten, darüber lohnt es sich nachzudenken.
Stewage@ The turning Point

Hab ich denn nix anderes geschrieben als Du jetzt sagst?

Eben wie es ist, der Mensch wird es nicht einsehen solange er seine Scheuklappen aufhat. Wie so ein Leben im Einklang mit dem Planetmn aussehen kann, brauchst Du mir nicht zu sagen. Und dass es geht, ebensowenig, denn wie es geht wissen alle, die sich auch nur ein wenig mit dem Thema befassen.

Technik meets Natur, das geht und zwar nicht zu wenig und das auch noch reibungslos, aber es sit mal wieder die Machtgier des Menschen. Das Geld hängt hinter unserer zerstörerischen Lebensweise oder sehe ich das falsch?

Beispiel OPEC, Automobilfirmen, Fabrikanten, Logistiker... Globalisierung... die Liste ist beliebig fort zu führen undkommt auf eins zurück, die Sucht nach Macht, dem EIGENEN wohlstand, getreu dem Motto "Nach mir die Sinnflut, komme was wolle, hauptsache ICH hab mein Geld und fertig!"

Das ist das Problem, eins von vielen zwar, aber das grundlegende, aber das ist ja nicht Thema dieses Threads. thema dieses Threads ist die Misanthrophie und nicht die Problematik des Lebens mit dem Planeten, das ist ein anderes Thema Turning...
Dark InquisitorWenn ich das ganze vom psychologischen Standpunkt aus betrachte würde ich sagen, Misanthrophie ist Schwachsinn.

Wenn ich aber vor die Tür gehe oder den Fernseher einschalte überkommt mich genau diese Art von Schwachsinn und lässt mich nicht mehr los.........!
sutekhIch denke nicht das Hass auf andere Menschen generell sinnvoll ist.
Ich denke zumindest bei mir ist es so das mit es mit der Zeit eine gewisse "Abgrenzung" gegenüber Menschen geben kann. Das trifft dann nicht alle Menschen aber solche mit denen ich aus gewissen Gründen (Einstellung, Persönlichkeit) nichts anfangen kann.
Ich versuche dann diese Menschen nicht zu hassen sondern sie zuerst zu verstehen danach jedoch denke ich Grenze ich mich von Ihnen ab wenn ich nichts mit ihnen anfangen kann. Hass denke ich ist generell nicht der richtige Weg. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen z.B. wenn Menschen andere willentlich und in Kontrolle ihrer selbst verletzen und sich über sie stellen dann denke ich kann auch ich ziemlich sauer werden wobei ich auch dann versuchen würde das "sauer" sein in Grenzen zu halten um zu verhindern durch den "Haß" (wobei ich das dann nicht umbedingt so nennen würde) nicht selbst verändert zu werden... . Das berührt dann direkt meine generelle Sichtweise der Dinge und meine Ideale und bei so etwas kann ich wirklich sauer werden aber ich denke generell das Haß nichts bringt er verändert evtl. nur den Menschen der haßt aber in den seltesten Fällen den gehaßten.

Fear leads to Anger. Anger leads to Hate and Hate leads to the Dark Side

-Yoda Star Wars
aurora borealisich empfehle allen mal, überhaupt Molière's "Menschenfeind" zu lesen, denn das relativiert diese Ansicht von Menschenhass und zeigt, was er wirklich verachtete. Diese Dinge sind definitiv nachzuvollziehen. Und somit kein Schwachsinn.
Latonaist misanthrophie jetzt im sinne von menschenhass, menschverachtung oder im sinne von menschenscheu gemeint??

ich sehe zwischen hass, verachtung und scheu einen gewaltigen unterschied...

also differenziert das doch bitte..
ausserdem redet ihr nur von menschen, die ihr in der glotze seht, warum schaltet ihr diese nicht einfach aus und geht dahin, wo man noch "vernünftige" menschen trifft

ich kann nicht glauben, dass ihr ALLE menschen verachtet oder hasst
ebensowenig kann ich mir das vorstellen...
oer habt ihr keine liebe erfahren, wurdet ihr nie in den arm genommen, habt ihr keine freunde

ich will keinen angreifen, also lasst euch nicht provozieren, es ist nur meine meinng, aber manchmal finde ich eure kommentare recht hoch gestochen!
IFOEs geht hier in diesem Thema um die misanthropische Form des Menschenhasses, aber von mir aus kann auch über Menschenscheuheit diskutiert werden.
Und es ist auch nicht die Rede davon, dass hier jemand "alle" Menschen hasst. Nach meiner Definition von Misanthropie, hasst ein Misanthrop nicht alle Menschen, sondern nur die Mehrheit des Homo Sapiens. Wobei "Hass" natürlich ein ziemlich subjektiv gefärbter Begriff ist. Jedenfalls sehe ich mich nicht als reinen Misanthropen, sondern nur als einen Menschen, der mit Misanthropie sympathisiert.
Latonawas genau heißt das?
"Menschen, der mit Misanthropie sympathisiert."

das heißt, dass du nur einen gewissen teil der menschen hasst oder verabscheust?

nebenbei ein sehr interessantes thema..
IFOSo könnte man es umschreiben, ja.
Latonasag bescheid, wenn ich falsch liege
WinterWolfEin "echter" Misanthrop zeichnet sich meiner bisherigen Definition durch mehr oder weniger unbegründeten Hass auf die Menschheit aus.

Ich denke, es gibt keine absoluten Misanthropen, oder diese Menschen sind wahrlich bedauernswerte Gestalten, denen das Leben bzw. die Menschen schon viel angetan haben müssen, dass das derart eskaliert.

Hierzu noch einen Auszug aus einem persönlichen Werk, das aus "Gedankenwelten" entstand.

Auszug aus "Aegritudo animi" (lat. für "Weltschmerz"):
[quote]Was mir teilweise verborgen bleibt ist der oftmals unbegründete Hass auf die Menschen – sicher, es gibt vieles, was mehr als verachtenswert ist, aber ich kann vorweisen, warum ich die Menschen nicht allzu gerne mag oder gar verachte. Ferner pauschalisiere ich nicht. Grundlose Misanthropie bleibt mir fern, da ich hinter jede Fassade sehe, um festzustellen, wer meine Aufmerksamkeit verdient und wer nicht.[/quote]

Und genau so lebe ich auch.
stahl~traumEineg gewisse Misantrophie kann auch bei mir erkennen... aber eine selektive. Ich mag diesen ganze Menschen nicht die zum Beispiel so extrem angepasst sind, die zum Beispiel in Tommy Hilfiger Klamotten tumrennen, nur weil eben TH draufsteht, kackegal wies aussieht ..

Oder dieser Typ Jugendlicher, der sich ja so cool vorkommt in diesen weiten Hosen rumzulaufen, wo ein Hosenbein schon dicker ist als ein Rock aus dem Übergrößenkatalog ... und dazu ne Neoprenjacke ) sieht zumindestso aus.

aber allgemein - ich verachte geradezu Menschen, die keine Wertvorstellung mehr besitzen. Die alles als selbstverständlich hinnehmen, als würd es vom Himmel fallen. Wenn die Welt nur noch aus solchen Leuten bestehen würde, könnten wir einpacken. Was sollen die Kinder solcher Leute lernen? Wohin soll das führen?

Also - ja, ich hasse soclhe Menschen, in gewisse Weise!

stahl~traum
absinthnaseMisanthropie bezieht sich nicht auf das Individuum sondern auf das allgemeinen Verhalten des Menschen. Ein Mensch ist in der lage zu denken, zu bewerten und vielleicht auch weise zu handeln aber sobald ein größerer Haufen der Spezies Mensch auftritt beugt sich die Masse einer kollektiven Idiotie. Seht euch den stupide indoktrinierten Patriotismus der Amerikaner an. Das ist zwar ein stereotypes Beispiel aber ein passendes. Es gibt durchaus eine gewisse Menge an Amis die durchaus weiter denken als von der Tapete bis zur Wand aber trotzdem ist ein großteil immernoch ein ignoranter Haufen.
"Patriotismus ist die Tugend der Boshaften"
Dieser Massenwahn ist nur ein Beispiel für die Mängel der Spezies Mensch an sich. Wenn man ehrlich ist unterliegt jeder irgendeinem Massenzwang - aber es gibt einige die das nicht hinnehmen können aber auch nicht ändern. Daraus entwickelt sich eine ungeheure Frustration, vor allem weil man selbst diesem Mangel unterliegt und dagegen rein gar nichts tun kann. Das sind dann Menschen wie ich die dieses [b]Verhalten[/b] hassen. Dies zeichnet sich vor allem dadurch aus dass ich es zwar analysieren und zur Kenntnis nehme aber es versuche zu ignorieren. Ich bin durchaus in der Lage gewisse Individuen zu lieben und das tue ich auch aus tiefstem Herzen, trotzdem habe ich eine Abneigung gegen diese destruktiven und konservativen Verhaltenssyndrome entwickelt. Sie blockieren einfach den kulturellen Fortschritt. Das heißt nicht dass es zu spät ist für die Spezies "homo sapiens sapiens" aber man merkt doch schon recht häufig dass wir schon einige male knapp dran waren tief abzurutschen. Misanthropie ist vor allem die Angst davor für die Unfähigkeit der Menschheit mitbezahlen zu müssen.
Latona[QUOTE][i]Original geschrieben von stahl~traum [/i]
[B]
aber allgemein - ich verachte geradezu Menschen, die keine Wertvorstellung mehr besitzen. Die alles als selbstverständlich hinnehmen, als würd es vom Himmel fallen. Wenn die Welt nur noch aus solchen Leuten bestehen würde, könnten wir einpacken. Was sollen die Kinder solcher Leute lernen? Wohin soll das führen?

Also - ja, ich hasse soclhe Menschen, in gewisse Weise!

stahl~traum [/B][/QUOTE]

ich hab das gefühl, dass heutzutage fast jedem, besonders jugendlichen alles in den arsch geschoben wird...

zurück zum thema:

ich kann mit den letzten posts einiges mehr anfangen, vielleicht u.a. auch, weil ich die mal aufmerksam durchgelesen habe, man wirs zumindest immer schlauer *freu*


aber ich denke so, wie winterwolf, dass ein misanthrop eigentlich nix hat im leben
Mr. BatemanWer sich mit Englisch nicht zu schwer tut der kann, wenn er/sie möchte, sich mein kleines Manifesto zur Misanthropie durchlesen. Zusammen mit einem Freund habe ich diesen Text unter einem Pseudonym veröffentlicht.

Meine Muttersprache ist English. Texte in dieser Länge könnte ich nur mit Mühe und Not auf Deutsch verfassen.

[URL=http://www.malogic.com/misan.htm]Misanthrope Manifesto[/URL]
Latonacool, du bist engländer??

würdest du es vielleicht mal versuchen, den text auf deutsch zu verfassen, ich würd mir dann auch die mühe machen und den text durchlesen, aber auf englisch ist mir der einfach zu lang und zu schwer...lange her, dass ich englisch hatte...und nun ja, schulenglisch kannste für diese texte in solcher länge un mit dem inhalt nicht gebrauchen

wäre wirklich nett und ich würde mich auch dafür revanchieren..irgendwie
Mr. BatemanJa. Ich bin Engländer.

Zu dem Text: Wer es -wirklich- will, dem werde ich den Text (mit viel mühe und rechtschreibfehlern) übersetzen.
IFOMich würde der (übersetzte) Text auch sehr interessieren, und wegen den Rechtschreibfehlern brauchst du dir keine Sorgen machen. ;)
WinterWolf@ Mr. Bateman:
Hmmm hmmm, ich werde mir mal deinen Text durchlesen - bin im übigen zu 50 % Amerikaner (Vater Ami, Mutter Deutsche - ich selber bisher beide Staatsbürgerschaften).
Bin in Killeen/Texas/USA geboren, aber ich fühle mich eh keinen Staat zugehörig - mein Slogan (schon von meinem Uronkel *g*): "Meine Heimat ist da, wo´s mir gut geht."

Allerdings ist mein Vater absolut untypisch für´n Ami: Er hasst beispielsweise Ketchup *g*

Nun gut, zu gegebener Zeit werde ich auf deinen Text antworten - wenn du willst auf Englisch, aber erwarte nicht zuviel von mir *g*
Latonaalso mich interessiert er sehr, deswegen wärs voll geil und so, wenn ich den auf deutsch haben könnte....

wenn einer von euch beiden, bate oder winterwolf den übersetzt, wäre ich schon sehr dankbar dafür.
gin'iroKönnt ihr das Thema "Übersetzung" bitte via pn klären?
MisisAbsinthnase,
Ich stimme Dir vollkommen zu. Ein solch gehaltvolles Thema in die passenden Worte zu hüllen, ist nicht leicht.
Misis
Rodriguez@ Jírky: Im Tv beiden Soaps hat man nicht mur eine fröhliche Welt, eher das Gegenteil, da gibt es doch vool veiele Eifersuechtleien und Streit und Frust und Mißgunst uns Sorgen, in den Daily Soaps; ich meine jetzt die deutsch wie Marienhof, GZSZ, Unter uns und co.!
IFOIrgendwie kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, wenn ich mir den zweiten Absatz meines Eröffnungstopics durchlese.
DiscipleIch hab mir nur die erste und letzte Seite durchgelesen, aber ich kann schon sagen, dass hier so gut wie keiner wirklich weiß, was Misanthropie ist.
Klar, man kann Misanthrop gleich Menschenfeind, Menschenhasser, Menschenverachter übersetzen, was auch zutrifft, aber trotzdem kennt man die Bedeutung nicht auch nur annähernd.
Ich selbst bin auch ein Misanthrop, kein extremer wie ich schon andere erlebt habe, aber dennoch zähle ich mich dazu.
Und nein, eigentlich kommt das kein Stück von negativen Erlebnissen oder dergleichen sondern durch die Handlungen der Menschen im allgemeinen.
Ein Misanthrop rennt nicht den ganzen Tag mit launischer Fresse rum und schnauzt jeden zusammen, der ihm den Weg kreuzt.

Aber um es kurz zu erklären, ein Misanthrop verachtet den Menschen, weil er seiner ihm zugedachten Rolle nicht gerecht wird. Der Mensch predigt Moral, predigt das schöne und das hässliche, das gute das böse, ohne auch nur annähernd seinen eigenen Idealen Folge zu leisten. Der Mensch benimmt sich wie ein Tier und das ist der Punkt. Aus der Sicht eines Misanthropen ist der Mensch kein Tier und darf sich deswegen nicht so verhalten. Deswegen ist jeder Strassenköter ein besseres Lebewesen als der Mensch, des es wird der ihm zugedachten Rolle gerecht.

Im Gegenteil ist Misanthropie Faulheit, Dummheit oder dergleichen, mehr eine Einstellung nach dem Erkennen, die zwar Hassen miteinschließt (auch teilweise seine eigene Existenz), das Leben deswegen aber nicht schlechter macht.

Weitere Ausführungen folgen bei Interesse, wer Fragen hat: Melden
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Disciple [/i]
[B]Aber um es kurz zu erklären, ein Misanthrop verachtet den Menschen, weil er seiner ihm zugedachten Rolle nicht gerecht wird. [/B][/QUOTE]Wer maßt sich an, den Menschen eine "ihnen zugedachten Rolle" vorzuschreiben und sie dafür zu bestrafen, daß sie die "ihnen zugedachten Rolle" nicht erfüllen, weil sie eben sie selbst sind? Die "Übermenschen", die dann die anderen zu "Untermenschen" erklären? [QUOTE][B]Der Mensch benimmt sich wie ein Tier und das ist der Punkt. Aus der Sicht eines Misanthropen ist der Mensch kein Tier und darf sich deswegen nicht so verhalten. [/B][/QUOTE]Jetzt weiß ich wenigstens, daß ich kein Misanthrop bin. In meinen Augen ist der Mensch nämlich ein Tier wie alle anderen Tiere, und genauso seinen Bedürfnissen und Trieben unterworfen. Der einzige Unterschied ist, daß er es vermocht hat, sich selbst Hilfsmittel zu schaffen, um sich an seine Umwelt anzupassen und zu überleben. Hat er es verdient, dafür verachtet zu werden? [QUOTE][B]Im Gegenteil ist Misanthropie Faulheit, Dummheit oder dergleichen, mehr eine Einstellung nach dem Erkennen, die zwar Hassen miteinschließt (auch teilweise seine eigene Existenz), das Leben deswegen aber nicht schlechter macht. [/B][/QUOTE]Natürlich ist es schwierig, die komplexen Zusammenhänge des Lebens zu erfassen, die komplizierten physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse einzuordnen, die das Leben von Tieren (also auch von Menschen) ausmachen. Wer das nicht will (weil zu "faul") oder nicht kann (weil zu "dumm"), dem kommen die Kategorien "Gut" und "Böse" gerade recht.

Bisher haben die Misanthropen aller Coleur jedesmal Leichenberge hinterlassen, wenn sie an die Macht gelangten, und damit für viele Menschen das Leben schlechter (und kürzer) gemacht. :(
Disciple[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Wer maßt sich an, den Menschen eine "ihnen zugedachten Rolle" vorzuschreiben und sie dafür zu bestrafen, daß sie die "ihnen zugedachten Rolle" nicht erfüllen, weil sie eben sie selbst sind? Die "Übermenschen", die dann die anderen zu "Untermenschen" erklären?[/quote]

Wer es sich anmaßt? Der Mensch selbst und gerade DAS ist der Grund, der Mensch wird sich selbst nicht gerecht.

[quote]
Jetzt weiß ich wenigstens, daß ich kein Misanthrop bin. In meinen Augen ist der Mensch nämlich ein Tier wie alle anderen Tiere, und genauso seinen Bedürfnissen und Trieben unterworfen. Der einzige Unterschied ist, daß er es vermocht hat, sich selbst Hilfsmittel zu schaffen, um sich an seine Umwelt anzupassen und zu überleben. Hat er es verdient, dafür verachtet zu werden?
[/quote]

Der Mensch ist kein Tier. Ich mag Tiere. Tiere handeln instinktiv. Sie versuchen ihr Leben zu retten, zu erhalten und sich fortzupflanzen. Sie führen keine Kriege, stellen keine Massenvernichtungswaffen her, roden keine Wälder für ein bisschen Klopapier.
Ich finde diese Aussage, "der Mensch sei ein Tier" äusserst naiv und Tierverachtend.

[quote]
Natürlich ist es schwierig, die komplexen Zusammenhänge des Lebens zu erfassen, die komplizierten physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse einzuordnen, die das Leben von Tieren (also auch von Menschen) ausmachen. Wer das nicht will (weil zu "faul") oder nicht kann (weil zu "dumm"), dem kommen die Kategorien "Gut" und "Böse" gerade recht.
[/quote]

Erläuter mal, entweder hab ich dich nicht, oder du mich nicht verstanden.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Disciple [/i]
[B]Der Mensch ist kein Tier. Ich mag Tiere. Tiere handeln instinktiv. Sie versuchen ihr Leben zu retten, zu erhalten und sich fortzupflanzen. [/B][/QUOTE]Ist das bei den Menschen anders? Auch sie wollen ihr Leben retten und erhalten und sich fortpflanzen. Nur sind viele eben von einer Krankheit erfaßt und glauben sie wären keine Tiere und könnten ohne die Natur leben. [QUOTE][B]Sie führen keine Kriege, stellen keine Massenvernichtungswaffen her, roden keine Wälder für ein bisschen Klopapier. [/B][/QUOTE]Auch Tiere können von Krankheiten und Psychosen befallen werden. Man denke nur an die Lemminge, die irgendwann einen Rappel kriegen und zu Tausenden in den Tod rennen. "Kriege" und "Vernichtungsfeldzüge" gibt es auch bei Tieren, z.B. Insektenschwärme, die über andere Tiere herfallen oder sich gegenseitig bekämpfen. Nicht zu vergessen Kämpfe um die Gunst von Weibchen oder Machtkämpfe um die Führung eines Rudels. Zu den meisten (zu allen?) Verhaltensweisen der Menschen gibt es Parallelen im Tierreich. Mag sein, daß die Auswirkungen der Handlungen von Menschen oft katastrophal sind. Aber auch Tiere können große Schäden anrichten, z.B. Biber durch das Anlegen von Dämmen große Flächen überschwemmen. [QUOTE][B]Ich finde diese Aussage, "der Mensch sei ein Tier" äusserst naiv und Tierverachtend. [/B][/QUOTE]Ich liebe Tiere und die Menschen genauso. Wenn du die kranken Menschen verachtest, wird die Welt auch nicht besser davon. Die Menschen werden nur überleben können, wenn sie (wieder) begreifen, daß sie auch Tiere sind und die Natur genauso zum Leben brauchen wie die anderen Tiere. Wenn die Menschen in ihrem Krankheitswahn sich selbst und die Erde vernichten, dann werden die anderen Tiere genauso mit sterben. Aus dieser Perspektive ist es tierverachtend, darauf zu warten, daß sich die Menschen gegenseitig ausrotten, weil es dann auch die meisten Tiere treffen wird.
Die Menschen von ihrem Wahn zu heilen sehe ich als Alternative, über die man zumindest einmal nachdenken könnte.
Chimonas@ TheTurningPoint

Das ist (fast) meine Meinung, ausgenommen vielleicht, das ich Tiere (nichtmenschlicher Art) trotzdem netter finde als Menschen, da diese es nicht noetig haben sich ueber andere Tiere zu stellen.


Gruss
Chimonas
MisericordiaIch würde jedoch auch eher der Definition von Disciple zustimmen. Denn was hier im Thread meist nur angeklungen ist, ist eine Art von "Misanthropie", die sich nicht auf die Menschen selbst, sondern ihr Handeln, oder auch nur auf einzelne Gruppen bezieht. Das wäre meiner Meinung nach nur eine Art von konstruktiver Kritik oder einer berechtigten Ablehnung, aber keine wirkliche Misanthropie. Wenn ich beispielsweise feststelle, dass ich die ganzen Amis blöd finde, weil sie mit ihren dicken Mercedes &Co. die Luft verpesten und damit ordentlich zur Zerstörung des Planeten beitragen, oder dass ich meinen Nachbarn nicht mehr ausstehen kann, weil er mir meinen Briefkasten abgefahren hat, ohne sich zu entschuldigen, muss ich nicht zwangsläufig [B]alle[/B] Menschen verabscheungswürdig finden. Misanthropie beginnt erst mit dem Hass oder der Ablehnung aller Menschen, meist sogar einschließlich sich selbst, da man selbst ja auch dazu verdammt ist, der selben Spezies anzugehören, wie diese Wesen, von denen man über alle maßen angewidert ist.

Daher denke ich auch, dass die meisten Menschen, die sich für misanthropisch halten, eigentlich vielmehr nachdenkliche Personen sind, die kritischer gegenüber ihrem Handeln und dem Anderer sind, aber nicht zwangsläufig die gesamte Menschheit verteufeln und sie kategorisch ablehnen.

Ich selbst würde mich daher auch nicht mehr als misanthropisch bezeichnen, schließlich habe ich auch einen kleinen Freundeskreis und muss mich auch nicht ekeln, wenn ich mich in Gesellschaft befinde. Ich fürchte jedoch, dass es echte Misanthropen gibt, bzw. nach meiner Defintion und da bin ich heute über das hier gestolpert:

[url]http://www.sandammeer.at/misanthrop/dermisanthrop.htm[/url]

Das ist glaube ich mal einen Blick wert, ebenso wie Jean-Paul Sartres "Der Ekel", wo auch der Ekel des misanthropischen Protagonisten vor sich selbst deutlich wird.

In der Tat ist solch eine Einstellung auch alles andere als human ( wie sollte es auch anders sein, wenn man über Menschenhass spricht?). Ich denke aber auch, dass es unsinnig ist, sich die Berechtigung für eine misanthropische Weltsicht logisch herleiten zu wollen, denn das ist eine Gesinnungsfrage und nichts anderes.
Regulus[QUOTE][i]Original geschrieben von Curzon [/i]
[B]Misanthropie ist einfach nur Schwachsinn!
Es soll mir auch nur einer erzählen, es würde sich besser anfühlen, zu hassen als zu lieben und daß er freiwillig und mit bestem Gewissen lieber jemanden verachten würde, anstatt in zu mögen und ich steck ihn umgehend in die Klappse! :q [/B][/QUOTE]

Find ich auch, aber es ist möglicherweise bequemer...
"Es ist einfacher, ein Kind zu schlagen als es zu erziehen... Liebe ist anstrengend, sie macht Arbeit..."

@IFO:
ist aber auch was dran,- den TV einzuschalten kann einem oft echt den Rest geben... ;)
WaldemarSo ähnlich sehe ich das auch, Misericordia.

Ich vermute, dass sich keiner von uns ausschließen kann, sich mal abwertende Gedanken über die Menschheit allgemein gemacht zu haben. In meine Augen ist das vollkommen normal.

Ein Misanthrop, hasst sich aufjedenfall ein Stück selber, vielleicht deshalb, weil er eine Vollkommenheit anstrebt, die nicht zu erreichen ist. Weil er im Handeln der Menschen das Unvollkommende immer und immer wieder reflektiert. Oft schließt der Misanthrop von dem Ideal eines Menschen, wie er seiner Meinung nach sein sollte, auf alle Menschen und bemerkt dabei eine starke Abweichung. Das lässt ihn zu der Überzeugung gelangen, dass alle Menschen von Grund auf schlecht sind.. höchst intolerant, nicht wahr?

Deshalb bin ich der Meinung, dass ist alles nur eine Perspektive von sich auf andere schließen. Ist mir viel zu trivial, genauso wie die "Gesellschaft ist an allem Schuld-Schreier". Ich mache mir lieber persönlich ein individuelles Bild von Menschen, bevor ich sie vorschnell aburteile. Menschen sind nicht vollkommen und das ist gut so..

Dazu fällt mir Kafka ein:

Wenn du vor mir stehst
und mich ansiehst
was weisst du von den Schmerzen
die in mir sind
und was weiss ich von deinen?

Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde
und weinen und erzählen
was wüsstest du von mir mehr
als von der Hölle wenn dir jemand erzählt
sie ist heiss und fürchterlich?

Schon darum
sollten wir Menschen voreinander
so ehrfürchtig
so nachdenklich stehen
wie vor dem Eingang zur Hölle..
Misericordia[QUOTE] Oft schließt der Misanthrop von dem Ideal eines Menschen, wie er seiner Meinung nach sein sollte, auf alle Menschen und bemerkt dabei eine starke Abweichung. Das lässt ihn zu der Überzeugung gelangen, dass alle Menschen von Grund auf schlecht sind.. höchst intolerant, nicht wahr?[/QUOTE]

Ich glaube sogar, dass das nicht nur intolerant, sondern wirklich menschenverachtend ist. Wie du aber schon sagtest, sieht der Misanthrop vor allen Dingen das ideale Menschenbild als erstrebenswert an, und ordnet dabei andere Dinge wie Humanismus unter, verneint sie sogar. Damit ist der Misanthrop aber paradoxerweiser nicht nur Verfechter einer moralischen Vorstellung, sondern gleichzeitig Rebell gegen diese. Schließlich ist Misanthropie wohl das krasse Gegenteil zum Humanismus, den der Misanthrop auch nur durch seine Mitmenschen gefährdet sieht und deswegen selbst zu inhumanen Denken und Handeln tendiert.
Zumindest ergibt Misanthropie so auf logischem Wege keinen Sinn. Deswegen kann sich der Misanthrop wohl auch nur auf seine Überzeugung stützen, der Mensch sei schlecht, aber dabei begründet er meiner Meinung nach auch keine wirkliche Moral, bspw. im Sinne Kants.

Der Autor des Textes, denn ich in einem vorigen Post verlinkt habe, bezeichnete sich auch als "frustrierten Moralisten". Das lässt die Frage aufkommen, ob Misanthropen nichtsdestotrotz hoffnungslose Idealisten sind, die bloß einen merkwürdigen Weg gewählt haben, um ihre Ideale zu erreichen.
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von Misericordia [/i]
[B]Der Autor des Textes, denn ich in einem vorigen Post verlinkt habe, bezeichnete sich auch als "frustrierten Moralisten". Das lässt die Frage aufkommen, ob Misanthropen nichtsdestotrotz hoffnungslose Idealisten sind, die bloß einen merkwürdigen Weg gewählt haben, um ihre Ideale zu erreichen. [/B][/QUOTE]

Ja, Misericodia. Ich habe die Texte gelesen, und erkenne in seinen Zeilen, genau jene Frustation, die wohl auch einen Zyniker ausmachen, nicht nach unserer Definition unbedingt einen Misanthropen. Ein frustrierter Moralist, der Ideale hat und genau weiß, dass sie nicht realisierbar sind, oder jemals waren? Vielleicht eine paradoxe Antwort auf den Sinn seiner Existenz? Und wirklich, wie du sagst, diesen merkwürdigen Weg einschlägt, um das Leben zu "ertragen" ?

Zumal sie mich manchmal sehr belustigen, schließlich baut Satire und schwarzer Humor auf solche Sichtweisen auf :) und eine kleine zynische Ader, haben wir vielleicht doch alle..
MisericordiaDie Entwicklung einer zynischen Ader ist wohl auch unsausweichlich, wenn man sich tatasächlich wie eine lebendes und denkendes Wesen mit seiner Umwelt auseinandersetzt; wahrscheinlich ist Zynismus auch der einzige ( nunja, vielleicht auch nder Wahn) Weg um mit den schrecklichen Dingen der Welt fertig zu werden.
Ich sehe in dem Autor auch einen Zyniker, aber eben auch eine Person, die meiner Definition von Misanthropie ziemlich nahe käme. Schließlich schreibt er auch in einem seiner ersten Texte, dass er, nach einem mehr oder weniger logischen Schluss aufgrund der Moralethik von Kant, Suizid als allgemeingültiges Gesetz anstrebe. Und das geht dann, wie ich finde, schon weit über die Mentalität eines Zynikers hinaus.
Onissa[QUOTE][i]Original geschrieben von Sirius [/i]
[B]jeder Mensch neigt dazu, die Schuld bei anderen zu suchen[/B][/QUOTE]

Da leg ich ein Veto ein!
Beweis es mir. Ich z.B. suche sie immer bei mir.
Ergo net so allgemein fassen plx


Carpe Diem
Onissa
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Onissa [/i]
Beweis es mir. Ich z.B. suche sie immer bei mir.[/QUOTE]

Da: [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1475683#post1475683]Klich mich[/URL]
q.e.d.
OnissaAlter verfolgst du mich? -.-
Man such dir Freunde oder sonstwas *augenroll*

Und bevor du wieder fragst oder jedes Wort einzeln zitierst.... bei dir war eindeutig, dass du nur streiten willst und wunder was denkst was deine Meinung wert ist.

Also hör auf mich zu verfolgen, ich weiß das ich toll bin <.< *kaputtlach*
KampfsauEs gibt so viele Menschengruppen und Menschentypen die ich nicht leiden kann und die mich abstoßen.Trotzdem bin ich kein Misantroph.

Es gibt soviele Hirnlose und Zombies die den Lügen irgendwelcher Leute folgen, die es verstehen, die Dummheit der Masse auszunutzen.

Trotzdem gucke ich nicht mit Verarchtung aus dem Fenster oder auf die Straße.

Ich kann Sie nicht beurteilen, selbst wenn ich mit meiner schlechten Meinung bei 90% der Leute Recht habe, sobald ich darin automatisch auch die 10% halbwegs Anständigen und Intelligenten mit abfertige, ist diese Sichtweise schon nichtmehr gerecht.

Darum hasse ich Menschen auch nicht. Zu sagen man kann die menschliche Rasse verachten, weil Sie Tiere ausrottet,Resourcen plündern und sich gegenseitig abschlachten.

Nun, ich denke mal, nicht jeder Mensch ist so und nicht jeder handelt einfach nur um des Böse-seins-Willen.

Sind Menschenrechtler,Veganer, Humanisten, sozial engagierte usw keine Menschen mehr.

Die Menschen haben auch eine gute Seite ansich und solange es Leute gibt, die jene verkörpern, egal wie wenige ist, kann ich einen Menschen nicht prinzipiell hassen.

Wenn man diese gute Seite der Menschen selber natürlich nicht erlebt hat, der kann das natürlich auch nicht wirklich aus der Sichtweise heraus sehen.

Misantrophen die tendenziell alle unbeharrten, zweibeinigen,aufrecht stehenden Säugetiere verachten, scheinen mir persönlich immer auch recht enttäuschte Existenzen mit schlechten Erfahrungen zu sein, natürlich ist es so.

Und manchmal denke ich, es gibt viele Menschen, die heben sich und ihr Ego höher, indem Sie alle Menschen in ihrer Gegenwart abwerten.
Silverfallich bin im kern meiner seele ein gänseblümchen...SOLANGE MAN MICH LÄSST...
ich habe den thread mit grossem interesse gelesen, und kann mich nun vielleicht als "gezwungenen" misantrophen einstufen...ich kann die leute hier gut verstehen, denn ich hab seid längeren so ne phase, wo ich etwas, ...sagen wir "ruppiger" mit meinen mitassis umgehe, einfach weil ich auch ds gefühl habe, ich ziehe die scheisse schon magisch an, wieso soll ich dann noch nett guten tag sagen:schönes beispiel!!ich hab nix gegen türken, solange sie sich normal, und damit mein ich normal, verhalten.ich hab was gegen prollos und asis.jetzt mag mancher behaupten, junge migranten sein vermehrt aggressiv, und ich kann mich aufgrund meiner erfahrung auch nur bedingt damit identifizieren, aber ich nehme es TROTZDEM leider auch so wahr, aber ich schefe ab...
...köln, mühlheim, wienerplatz, für alle dies nicht wissen: hier nur mit freunden drüberlaufen, und besser nicht im dunkeln..., meinereiner sitzt im bus...an der haltestelle schon auf jungen türken etc. aufmerksam geworden, spakte laut rum , rappte, und war allgemein prollo...ich setz mich in bus...och nee, die pissnelke(ca 20, erl. kräftig) setzt sic h neben mich...
...hey, im white and nerdy, der hatte seine crowd mit, so 2 type, 3 schminkschabraken...
...oh, normalerweise scheiss ich mir bei sowat, auch mit 27 noch in die butze, und sie hatten auch noch iihre weibchen mit, von wegen profilierungsgehabe und so, heisse situation, ich selbst in der unterzahl, ...konnte sie nicht einkesseln, mist...
...UND DER MURUK rappt mich an, guckt, un dwill terz...
...mormalreaktion:schwanz einziehen, schlauer, peinlicher und lebendiger sein...

...ABER...


...ich hatte weder gekifft morgens, noch meine antidepressiva genommen(mutter, ming droppe...

..ich : geh mir net aufn sack...
...er: wat?? willsu stress oda wat...
..ichj: ne ich will meine ruhe, un ddu spacken nervst...(hatte ich das echt gesagt...ich will LEBEN...)
...ey, was bistu stress oda wat...
...ich: ich hab schlecht gekackt, und du blöder wichser gehst mir auf sack.laber wen anders an, oder ich fress dich...BÖSE GUCKIN DIE RUNDE ich fress dich , echt, du halbe portion...
...(halts maul, alter, was geht ab, die töten dich gleich, spinnst du...fress deine medis...wenn du nachher noch kannst...)

...der muruk...klar ich bin türke ich bin asi...
...ich : das hast du geasgt, alter halts maul, lass mich in ruhe un dwir sind freunde, letzte warnung...
...er:ah, nganz harter wa, voll der aggressive(rückzieher mach...)
......ich: echt junge, schlecht geschissen wa...
...ich schweige, er labbert mit seine crowd über mich...
...jetzt hatte ich feuer gefangen....vorsicht dachte ich, du weisst nicht was passiert, wenn du ausflippst, ruhig, brauner...ich kam runter, immer noch verwundert über meine kamikazenummer...
...haltestellee kommt, der muruk grinst mich an, macht kein platz...
...ich: ey, junge, entweder du sprinngst jetzt auf, oder ich tret dich durch die scheibe...WAHNSINNIG GUCK, mittlerweile war ich so weit...eine falsche bewegung, und ich laufe mitten durch...
...er guck mir in die augen, erschrickt un dmacht platz...
...ich steig aus, voll berauscht, gut drauf und mit der sich eren gewissheit, soo wahnsinnig zu sein, das ich keine angst mehr haben muss...


...das war ganz schön knapp, in letzter zeit spüre ich diesen hass öfters, und ich bete, das ich mich immer unter kontrolle haben werde...ich bin n spargeltarzan, aber ich bin schon so ausgerastet, das echt hartgesottene leute platz machten...nicht das ich noch mal wen verletze, ich glaube das geht schneller als man denkt. aber

aber oft habe ich das gefühl, so von der "blödheit/Dreistigkjeit " dser leute gereizt zu werden, das ich fast unter zugzwang stehe(ja, ich hab n therapeuthen)

dabei spüre ich , das ich im grunde blossn luieber junge sein will, der sein rock hört, und nett sein will, aber man lässt mich nicht....puh, das tat jetzt gut, ersma einen rauchen, muhahahahahya<
Misericordia[QUOTE]Nun, ich denke mal, nicht jeder Mensch ist so und nicht jeder handelt einfach nur um des Böse-seins-Willen.[/QUOTE]

Das glaube ich auch nicht. Ich glaube sogar, dass gar kein Mensch nur um des Bösen willens falsch handelt. Stattdessen hasst er und verletzt andere, beutet die Natur aus zu seinem Eigennutz, das aber eben auch nicht aus dem einen Beweggrund, der Umwelt oder seinen Mitmenschen Schaden zu zufügen, sondern um vor allem seine egoistischen Bedürfnissen wie Wohlstand oder Genugtuung zu befriedigen. Dies geht dann noch mit einer gewissen Selbstverblendung einher, die dazu führt, dass das Ergebnis dieser Handlung nicht gesehen wird oder auch nicht gesehen werden will.

@Silverfall

Aber ich muss schon sagen, dass sich die Situation, die du schilderst, ziemlich provokant klingt. Von daher scheint mir deine Reaktion auch nicht unverständlich.
TjorvenIch würde mich selbst nicht als Misanthropen bezeichnen.

Aber ich glaube nicht (mehr) an das Gute im Menschen. Ich traue der Menschheit an sich nicht allzu viel Gutes zu - wir Menschen sind unsere eignenen schlimmsten Feinde und werden uns am Ende selbst zugrunde richten.

Aber ich hasse nicht. Ich liebe. Ich liebe dieses Leben, ich liebe diese Welt und die Menschen die in ihr leben!! Doch gerade deswegen verzweifle ich an der Menscheit - und allen voran an mir selbst, "denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. " (Paulus' Brief an die Römer, Kap. 7)
nachtfalke81Hallo,

habe gerade nach "Misanthropie" gegoogelt und bin hier gelandet.

Interessante Leute hier dachte ich mir beim durchlesen... also hab ich mich mal registriert ;)

Nun, laut Definition würde ich mich dann auch als Misanthrop bezeichnen.

Ich schreibe mal meine Gedanken nieder:

Täglich begegne ich hunderten von Menschen. Jeder will seine Individualität mit
lächerlichen symbolen zum Ausdruck bringen:

Handys, Klingeltöne, Autos, kitschige Kleidung, häßliche Sonnenbrillen mit D&G(Dumm und geil)-Schriftzug... etc. etc.

Mir kommt die Ansammlung von Homo Sapiens dort draussen in der Welt
vor, wie das Ergebnis eines riesigen Clon-Experiments.

Ich sehe einen dieser Schema-F Menschen, wie er seinen Mund öffnet und
weiß genau, was er gleich von sich geben wird.

Alle sind Selbstbewusst, reden schnell und undeutlich, fühlen sich ständig
gut und sind voller Tatendrang.

Tiersendung im TV:
der Gorilla rennt schreiend durch sein Gehege und klopft sich auf die Brust
um seinen Status zu markieren.

Menschensendung im TV (alias BigBrother):
die Sippe versammelt sich um das Alfa-Männchen im Garten.
Es wird entlaust, rumgealbert, gestreichelt und Intrigen werden eingefädelt.


Fällt das eigentlich nur mir auf?

Finde das eigentlich nur ich so maßlos primitiv?

Warum werde ich in Gesellschaft vieler Menschen immer so traurig?
MisericordiaDass unsere Gesellschaft zunehmend verblödet, oder besser, immer bereitwilliger verblödet, ist wohl leider mehr als offensichtlich. Davon überzeugt uns tagtäglich das Fernsehen, das Titelblatt der Boulevard-zeitung am Kiosk mit der allerneuesten, bahnbrechenden Neuigkeit, die sich vor allem auf das Privatleben irgendwelcher B-Promis bezieht, oder eben einfach der Blick in die Fußgängerzone, wie du schilderst, nachtfalke81.
Und ja, man muss schon sagen, dass sich ein Großteil der Menschen, gemessen an den geistigen Fähigkeiten, die ja der Gattung Homo sapiens sapiens zugesprochen wird, recht dümmlich verhält. Anstatt etwas "Sinnvolles" zu tun, begnügt sich der normale Bürger damit, sich tagtäglich Sorgen über sein Gehalt zu machen, um sich weiterhin ein genüsslisches Leben in unserer Erlebnis- und Spaßgesellschaft leisten zu können. Ergo: 5-6Tage in der Woche arbeiten, an den restlichen tagen besaufen, sich die Zeit in irgendwelcher Gesellschaft vertreiben und dann kann man auch wieder in den Alltagstrott starten.

Ich finde es auch immer wieder erschreckend, den Menschen gar nicht allzu verschieden vom Tier zu sehen. Einige mag es auch nicht mehr stören, andere nehmen es vielleicht auch nicht mehr wahr. Aber gemessen an dem Menschenbild, das heraufbeschworen wird, wenn es einmal wieder darum geht, das menschliche Eingreifen in die Natur u.Ä. zu rechtfertigen, ist das reale Bild des Homo sapiens einfach verstörend.

Es mag dann auch nicht verwundern, wenn einige, ich sage mal wenige, sich für eine misanthropische Sicht der Dinge entscheiden.
pechblondMan muss ja Misantrop nicht unbedingt mit Menschenhass/Menschenhasser übersetzen - Menschenfeind wäre eher ein treffenderer Begriff und einige würden sich mit dieser Bezeichnung sehr wohl angesprochen fühlen.
apnoe[quote]
Ich muss zugeben, dass ich zumindest eine misanthropische Ader besitze. Aber das ist auch kein Wunder, man braucht ja nur den Fernseher anzuschalten oder mal raus vor die Tür gehen, überall sieht man nur minderbemittelte, konforme und oberflächliche Menschen. Aber das Problem mit den lieben Mitmenschen kennen wir ja zu genüge, es ist also keine weitere Beschreibung nötig.
[/quote]

Damit sprichst du mir aus der Seele, IFO!

Bei mir is die Misanthropie, zumindest meinen Landsleuten gegenueber wieder einmal ein ganzes Stueck gewachsen, als ich gestern bei Spiegel TV den Bericht darueber sah, was damals im Sonnenblumenhaus in Rostock abging.....
...Selbst die deutsche Polizei _muss_ ja derart Korrupt sein....
..Widerlich, wie Menschen mit Menschen umgehen, nur weil diese anderer Herkunft sind.

:(
apnoeMan braucht wirklich nur den Fernseher einschalten, oder vor die Tuer gehen!

Gestern habe ich kurz auf Pro7 den Fernseher an gehabt... da lief diese komische Talkshowdenunziantin, diese blonde Schnepfe die sich so cool vorkommt..... und ich hab mir das auch allen ernstes 10min lang reingezogen. Dann bekam ich Angst, eventuell an Hirnfrost zu sterben, sollte ich mir das weiter angucken,... also hab ich auf irgendeinen oeffentlich rechtlichen Sender gezappt und mir ne Doku ueber Voegel angeguckt...

Ausserdem hatte ich gestern ne Begegnung mit Schlachtpferden :(

Gemeine Menschen!
Schwarzer PrinzEine mit Recht vorzüglich geachtete Familie ist während der schrecklichen Kanonande versammelt, der Vater,die Mutter, die Kinder. Eines von diesen wird von der Mutter auf dem Schoße gehalten. Da fällt eine Granate ins Haus....ins Zimmer. Sie zerspringt, ein Stück reisst der Kleinen an der Mutterbrust ein Ärmchen ab. Die Mutter schreiet und jammert, "Gute Mutter", sagt der kleine Engel, "weine nicht, es wächst mir sicher ein anderes, nicht wahr, Vater?"
apnoeSicher waechst ihr ein andereRS!

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