| Nelle | ...schwarz abeist die farbe der geborgenheit, schwarz ist die farbe in der das samenkorn wächst dunkel ist es im mutterlaib, der das ungeborene schützt alles gute wächst im dunkel, bevor es stark genug ist ins licht zu treten... seit jahren philosophiere ich für mich selbst, finde ein thema, erarbeite die komponenten, fasse alles zu sammen, -meine lebensphilosophien sind durchdacht und begründet... ich liebe das "..." der szene. ebenso brauchte ich lange zeit, bis ich mich der szene angehörig erklärte, -ich musste viel hintergrundwissen zusammentragen. grundgedanken und ursprünge, bis ich mit sicherheit sagen konnte das ich mich hiermit identifizieren kann. wie ist es denn nun möglich das ein aggressiver punk innerhalb von 2 tagen zum überzeugten gothic wird? woher kommen veralberungen, wie "ich bin so goth, ich lächle niemals"? so viele jugendliche suchen die geborgenheit unserer gemeinschaft, die antworten auf die melancholischen fragen und gefühle. doch auch viele, viele, suchen bei uns auch die entschuldigung für sexuelle abweichungen, depressionen, abweisender haltung der menscheit gegenüber usw.... ich wünsche mir nicht antworten von euch hierfür, dies kann jeder sich selbst beantworten. doch ich kehre zurück in dieses forum, weil ich bei einer grundsatz frage angelangt bin, die ich mir nicht selbst beantworten kann. die zeit in der ich melancholie ausleben, alleine genießen konnte ist vorbei. ich bin mir der panikattacken bewusst die mich quälen. auch ist die viele zeit, die ich durch die schulzeit hatte nicht mehr da. mich quält heute das alleinsein. nicht das ich keine freunde hätte, nicht das ich nicht reden könnte. aber das gefühl der verständnislosigkeit der anderen, denn ihnen fehlt die grundeistellung zum leben. es kommt mir vor als leben sie alle einfach in den tag hinein. nachdem ich nun auch eine zeit dementsprechend gelebt habe und jeden gegenüber "plattgeredet" habe, falle ich in ein loch des alleinseins. der abgeschiedenheit, doch diesmal kann ich dies nicht genießen, ich wünsche mir geborgenheit des verständnisses. geborgenheit eines mannes, der nicht nur stärke und halt zeigt, sondern auch geborgenheit des verschmelzens, der einvernehmlichkeit. denn seit ich damals den mann der meinem character sowie des verstandes entsprach, verlohr, bin ich nicht mehr vollständig. zusätzlich zu diesem gefühl des mangels kommt dann noch der mangel an freunden und ich fühle mich so allein, so allein das ich nichtmal mehr meine lebensphilosophien, lebensgründe, lebensziele als halt verwenden kann. ich kann nicht leer und ziellos umherwandern. eine von den verlohrenen |
| der dunkle | Genial |
| DesmodusDracule | [QUOTE]mich quält heute das alleinsein. nicht das ich keine freunde hätte, nicht das ich nicht reden könnte. aber das gefühl der verständnislosigkeit der anderen, denn ihnen fehlt die grundeistellung zum leben. es kommt mir vor als leben sie alle einfach in den tag hinein.[/QUOTE] Das stimmt alle male... Genau an diesem Punkt bin ich auch im Moment angelangt...aber mehr um die grundfrage meines alleinseins: Sollts du froh sein deinen Weg alleine zu gehen oder würdest du lieber(einfacherhalts halber) mit dem Strom schwimmen.... Der Weg gegen den Strom zu schwimmen...und damit auch allein zu schwimmen, ist der meinige. Und alles in allem ist er ein Fluch...einer der nicht zu bannen ist. Er kann dich weit bringen...die meisten interlektuellen waren Einzelgänger...aber du kannst auch an ihm zerbrechen und fallen. Mit den Jahren schmerzt das Alleinsein und schon fast eine Soziophobie zerfrisst die Seele... Jedoch bin ich an einem Punkt an dem ich sagen kann das es gut so ist.... Ich überblicke die menschen die mit dem Strom schwimmen und sehe sie wie sie blindlinks vonjemandem geführt werden der selbst keine Ahnung hat , wohin er diese MAsse lenkt. Mein Weg ist der schwerere...ich habe niemanden der mich führt oder mir sagt in welche richtung ich zu gehen habe, oder mir warnschilder aufstellt.... jedoch heb ich mich dadurch von den Massen ab und erschaffe einen neuen persönlichen Weg ohne auf einem plattgetrampelten Pfad wandern zu müssen. Alles in allem bin ich froh individuell und dadurch auch alleine zu sein, die melancholie zu leben und frei zu sein. |
| Diabolix | Es ist schön allein zu sein, ohne irgendjemand der einen stört. Man kann flexiebel sein, und kann machen was man will. Man muss sich nach keinem richten, doch ist es nach einiger zeit auch ein fluch. Man beginnt sich nach zärtlickeit zu sehnen und das herz schreit auf! Ergo man braucht beides ^.^ |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nelle [/i] ich liebe das "..." der szene. [/QUOTE] Ach, die haben Methode? Man lernt doch immer wieder Neues, und Erstaunliches. Ich dachte immer, das wäre nur ein Zeichen des Unvermögens zusammenhängend zu formulieren. Man möchte immer das was man gerade nicht hat. Ich denke, dass ist ein Grundpfeiler menschlicher Motivation. Ich habe auch nie nachvollziehen können, wie man mit einem Ist-Zustand zufrieden sein kann. Denn im Grunde ist doch nichts so befriedigend wie man es sich vorstellt. Eine plötzliche Zweisamkeit wird, nehme ich an ohne dich zu kennen, auch nicht das gesamte Leben so ausfüllend durchdringen, dass man behaupten könnte endlich eine permanente Quelle der Zufriedenheit gefunden zu haben. Zusammengefasst meine ich, der einzig intelligente Umgang mit dem Leben ist es, sich der Vorstellungen darüber zu entledigen wie das Leben sein könnte. [QUOTE][i]Original geschrieben von DesmodusDracule [/i] Ich überblicke die menschen die mit dem Strom schwimmen und sehe sie wie sie blindlinks vonjemandem geführt werden der selbst keine Ahnung hat , wohin er diese MAsse lenkt. [/QUOTE] Hui, da ist aber einer erleuchtet. Führe mich! |
| Waldemar | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i] [B]Ach, die haben Methode? Man lernt doch immer wieder Neues, und Erstaunliches.[/B][/QUOTE] Stimmt..weil auch Wissen verdummt, wenn es das Lernen verhindert. Somit ist derjenige gesegnet, der immer eine Neusortierung seines Wissenstandes über sich ergehen läßt, sprich drüber nachdenkt |
| Normalus | Ich sehe mich ja persönlich an der Spitze der menschlichen Evolution; fortgeschrittener als die restlichen, zur Zeit existierenden Exemplare, in jeglicher Hinsicht wegweisend, wie die Menschheit irgendwann einmal sein wird. Ansich eine schöne Sache, daß ich diese Vorreiterrolle einnehmen darf, nur bedeutet das für mich entsprechend leider auch, daß ich ein recht einsames Dasein friste. Es gibt da ein, zwei Meschen, denen ich noch halbwegs den nötigen Respekt entgegenbringen kann, um sie als "Freunde" bezeichnen zu können, aber das war es dann auch schon mit meinen Beziehungen zu anderen Menschen. Nicht, daß ich nicht versucht hätte, deren Anzahl zu erhöhen, nur merke ich eben bei jeder neuen Person, die ich kennenlerne, daß sie mir weder ebenbürdig ist, noch kann ich sie zumindest in den durchaus großen Toleranzbereich darunter einordnen. Und schon blocke ich eine weitere Vertiefung dieser Beziehung ab, denn ich kann nicht mit jemanden befreundet (oder gar liiert) sein, den ich nicht respektiere. Also bleibe ich allein, und werde es auch immer sein. Einsam an der Spitze der Welt. Warum ich das alles schreibe ? Nun, um all den Menschen hier, die sich vielleicht ähnlich fühlen, da auch sie eine gewisse Qualität besitzen, die sie von den ihnen näherstehenden Personen ebenfalls erwarten, und sich dann allein fühlen, weil sie in der nahezu unüberblickbaren Masse des Pöbels niemanden entdecken können, der diese Voraussetzung mit sich bringt - daß diese Menschen wieder Hoffnung schöpfen, denn sie sind nicht allein. Die Anzahl Ihresgleichen ist zwar weitaus geringer, als es für die weniger entwickelten Leutchen der Fall ist, sodaß man eben etwas suchen muß, aber die Suche wird zumindest früher oder später Erfolg haben, denn, meine lieben Leidensgenossen, Ihr steht nicht allein über allem. Das tue nur ich. Und, als gut gemeinter Ratschlag, findet möglichst schnell einen Weg aus der Einsamkeit, denn wenn man sich zu lange im Zustand des Alleinseins befindet, wird man verdammt wunderlich und meint irgendwann, man wäre das Maß aller Dinge. |
| schattenlichter | [QUOTE][i]Original geschrieben von Normalus [/i] [B] denn wenn man sich zu lange im Zustand des Alleinseins befindet, wird man verdammt wunderlich und meint irgendwann, man wäre das Maß aller Dinge. [/B][/QUOTE] Oh ja, das merkt man...:p :D |
| bradóg | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nelle [/i] [B)denn seit ich damals den mann der meinem character sowie des verstandes entsprach, verlohr, bin ich nicht mehr vollständig. zusätzlich zu diesem gefühl des mangels kommt dann noch der mangel an freunden und ich fühle mich so allein, so allein das ich nichtmal mehr meine lebensphilosophien, lebensgründe, lebensziele als halt verwenden kann. ich kann nicht leer und ziellos umherwandern.[/B][/QUOTE] Je mehr man über das Leben, das Sterben, den Sinn dieses Daseins nachdenkt und je mehr Erkenntnisse man für sich daraus gewinnt, umso schwieriger wird es, Menschen zu finden, mit denen man diese Erkenntnisse teilen bzw. sich austauschen kann und ohne sich ständig erklären zu müssen, verstanden wird. Es ist eine ganz besondere Form des Miteinanders. Fehlt die Möglichkeit zu dieser Symbiose, dieser Resonanz oder wie man auch immer jenes Miteinander bezeichnen mag, macht dies verdammt einsam. So man einen Menschen "verliert", mit dem dies möglich war, verliert man einen Teil von sich ... jaaaaa ... Bei sich zu bleiben ist sehr wichtig, so man SEIN Leben leben möchte, doch denke ich, ist ein mit dem Strom schwimmen, nach einem gewissen Maß an Lebenserkenntnis eh nicht mehr so leicht möglich. |
| der dunkle | Als ich zum ersten Mal den Text gelesen habe, wusste ich schon das er gut war. Aber jetzt weiss ich das er noch viel besser ist! Weiter so! Gruss der dunkle |
| bradóg | @ der dunkle Wie denkst Du darüber? Schreib' doch Deine Gedanken auch dazu. |
| zeraphima | Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom... Allerdings ist eben dieses permanente "gegen den strom schwimmen" etwas, das mich zum Teil stolz macht, zum anderen kreuzunglücklich. Es kostet viel Energie in einem ablehnenden Umfeld wie dem meinen seinen gegensätzlichen weg zu gehen...allein...ohne unterstützung... Ist es nicht, neben der persönlichen entwicklung die Zweisamkeit nach der der Mensch strebt? Ist es nicht die Suche nach dem Seelenverwandeten, der uns blind und ohne worte versteht, die uns jeden Tag erneut auf die Beine hilft? Gemeinsam gegen den Strom...oder den rest der Welt... wäre doch schön... Gruß Zera |
| bradóg | [QUOTE][i]Original geschrieben von zeraphima [/i] [B]Allerdings ist eben dieses permanente "gegen den strom schwimmen" etwas, das mich zum Teil stolz macht, zum anderen kreuzunglücklich. ...[/B][/QUOTE] Kommt mir irgendwie verdammt bekannt vor ... [QUOTE]Es kostet viel Energie in einem ablehnenden Umfeld wie dem meinen seinen gegensätzlichen weg zu gehen...allein...ohne unterstützung... Ist es nicht die Suche nach dem Seelenverwandeten, der uns blind und ohne worte versteht, die uns jeden Tag erneut auf die Beine hilft?[/QUOTE] Ich kann Dir nur zustimmen, es kostet sehr viel Energie, gegen den Strom zu schwimmen! Dennoch möchte ich meinen Weg gehen und nicht der Bequemlichkeit halber mich der Herde anschließen. Seelenverwandtschaft, das ist was ganz besonderes, jedoch äußerst selten zu finden. Es ist einfach schön, sich zu verstehen, ohne großartig erklären zu müssen. [QUOTE]Gemeinsam gegen den Strom...oder den rest der Welt... wäre doch schön[/QUOTE] Oh jaaaa, so ist es! |
| Zyoxin | Ich bin der Meinung, dass es kein Lebensumfeld gibt, dass mehr oder weniger einsam macht, dass mehr oder weniger ablendend ist. Jeder Mensch sucht sich Bekannte /Freunde, die seinen Intelligenzgrad und Weltanschauungen teilen oder zumindest kennen und respektieren. Die in rosa genau wie die in schwarz oder was auch immer man trägt. Es ist ja so, dass auch die anderen gegen "uns" schwimmen. Auch sie lernen andere Sichtweisen kennen und distanzieren sich davon- was sollte daran einsam machen? Denn wenn ich mal ehrlich bin : wenn ich anders wäre, mir weniger Gedanken machen würde, würde ich meine Freunde nicht mögen. Das hängt nicht davon ab, wie viele Menschen es gibt die mir ähnlich sind. Wäre es nicht in irgendeiner weise arrogant zu behaupten, dass niemals ein anderer Meine ideen haben wird? hofftenlich nicht am Thema vorbeigeschrieben hab... LG ich |
| bradóg | *g* ... ich kenn' jemanden, der die gleiche Art auf Lager hat. Als wir uns kennenlernten, hatte er sämtliche Unarten und andere krasse Dinge auf Lager und ausgetestet, ob ich mich davon beeindrucken bzw. abschrecken lasse. Nein, hab ich nicht und es ist was besonderes daraus entstanden. @ Zyoxin Ich behaupte mal, man VERSUCHT Menschen zu finden, mit denen man auf einer Wellenlänge liegt. Diese tatsächlich zu FINDEN ist ein anderes Kapitel. Je ausgefallener die Weltanschauung ist, desto schwieriger ist es, auf Gleichgesinnte und Verständnis zu treffen. |
| engelstraene | Wenn man nun aber auf zu viele Personen trifft, die einen nicht verstehen wollen oder von denen man nicht verstanden werden will, schwimmt man immer weiter gegen den Strom und distanziert sich immer mehr von denen die man einst seine freunde nannte. doch neue freunde zu finden ist bedeutend schwieriger als alte zu verlieren... und letzendlich wird man allein gegen ein Meer von Gegenstimmen reden. |
| Zyoxin | @ bradóg Nuja nich ganz... wenn man eine zu einfache Weltanschauung hat findet man auch keine "Verbündeten" Warum kann man sich eigendlich nicht vorstellen Freunde zu haben, die nur so in etwa die gleiche Weltvorstellung haben? Was genau sind Freunde für euch? Reicht es wenn man mit ihnen reden kann oder müssen sie auch die gleiche Meinung vertreten? Es gibt überall Tolerante Menschen. Ein gewissen Prozentsatz müsste ja gleich intelligent sein (wenn man jetzt nicht grade zu intelligent ist :) ) und damit ein Kandidat für eine Freundschaft. teoretisch... fühlt sich trotzdem oft anders an |
| Gabriel Bell | Ich muss zugeben so ganz klar ist mir das ebengenannte Problem auch nicht. Ich KANN nachempfinden, dass es immer schwieriger wird, Freunde zu finden, die noch haargenau auf der gleichen Wellenlänge sind...Freunde, die in genau der gleichen Weltanschauung leben - gerade bei der Suche nach einem Lebenspartner kommt dieses Problem ganz besonders zum Tragen. Aber muss man alte Freunde deswegen verlieren? Ich tausche mich mit vielen meiner Prä-schwarz-Freunde noch gerne aus...nicht über alles - bei manchen Themen lässt mans einfach, weil man halt in mancher Hinsicht verschiedene Weltanschauungen hat - aber nicht automatisch in jeder, oder? Man muss doch nicht alles an seinen Freunden verstehen, um sich noch zu mögen... |
| bradóg | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zyoxin [/i] [B]Reicht es wenn man mit ihnen reden kann oder müssen sie auch die gleiche Meinung vertreten?[/B][/QUOTE] Gleiche Wellenlänge bedeutet für mich nicht automatisch gleiche Meinung. Die Wellenlänge ist für mich das WIE und nicht das WAS. Das Grundsätzliche sollte passen, z. B. die Art des gemeinsamen Umgangs. Die Meinungen können/sollten durchaus differieren, das macht's ja auch irgendwo interessant. |
| Cagliostro | @Normalus Deine Selbsteinschätzung ist richtig. Glückwunsch. Nun, damit meine ich nicht deinen Beitrag. "Langweiliger Ungoth" ist eine gute Formulierung, muss ich mir merken. |
| Konkalit_4 | Irgendwie verkommt doch auch das Gegen den Strom Schwimmen-Langsam zu einem eigenen Strom =/ |
| Nigthmare | [QUOTE]Irgendwie verkommt doch auch das Gegen den Strom Schwimmen-Langsam zu einem eigenen Strom =/[/QUOTE] Alles inflationär benutzte verliert an Bedeutung. "Gegen den Stron zu schwimmen" ist nunmal keine Entscheidungssache. Aus "Mode" gemachtes wertet sich selbst ab. MfG Nigthmare |
| Ciana Dolderan | Hallo Nelle, ich teile deine Einsamkeit. Sie ist ein Fluch, aber dennoch das Einzige was Sicherheit zu bieten scheint. Ich habe ebenfalls den schwereren Weg gewählt weil ich keine Wahl hatte. Scheinbar habe ich sie immer noch nicht. Trauerst du noch immer weil du den Richtigen verloren hast? Immerhin hattest du ihn schon gefunden und weisst so, dass es ihn gibt. Und wo du das geschafft hast, findest du vielleicht auch einen Zweiten? |
| Xenomorph | Einsamkeit mag zwar ein Fluch sein...aber letztendlich ist es doch das beste, allein zu bleiben, da man es ja ohnehin immer ist...denn Freundschaft und Gemeinsamkeit ist eine Illusion...je eher man sich von ihr befreit, auch diesen letzten großen Irrglauben der Menschheit zu Grabe trägt und sämtliche Kontakte zu vermeintlichen Freunden beendet - sofern es die anderen nicht schon vorher von sich aus tun - desto besser für einen selbst.. |
| Tjorven | Also, vielleicht bin ich ja unnormal oer so, aber ich persönlich habe seit ich mich offen zum 'schwarz-sein' bekenne mehr Freunde als je zuvor - und zwar Freune unterschiedlichsten Alters, Glaubens, politischer Überzeugung usw. Vielleicht liegt es daran dass ich endlich das Gefühl habe bei mir selbst angekommen zu sein, in mir zu ruhen. Vertrete endlich offen und ehrlich meine Meinung ohne mir ständig Gedanken darüber zu machen was die anderen jetzt wohl von mir denken. Lasse mich auf Diskussionen ein - und akzeptiere dass die anderen andere Meinungen haben. Der Freundschaft tut das keinen Abbruch - im Gegenteil!! Ich finde es immer wieder sehr bereichernd mit Menschen zusammen zu sein die andere Ansichten haben als ich. Definitiv besser als ewig im eigenen Saft zu schmoren!! Denn nur in der Begegnung mit anderen entwickelt man sich weiter, lernt dazu, erweitert seinen Horizont. Daher: Es lebe die Uneinigkeit!! ;) |
| Wintermage | Tjorven, du hast etwas erkannt, was meiner Meinung nach essentiell ist. Du musst du selbst sein und mit dem was du bist wenigstens einigermaßer glücklich sein. Dann kommt alles weitere von alleine. Dann schaffst du es Zeiten in denen du alleine bist genauso zu schätzen wie die in denen du es nicht bist. Dann erkennst du auch was für dich persönlich besser ist. Ob du eher eine Art Einzelgänger bist oder jemand der mit wenigen Freunden und/oder Vertrauten auskommt oder ob du die Massen um dich scharen musst. Jeder wie er/sie am besten klar kommt. @Nelle Ich glaube zu wissen, wie es ist wenn man eine Person verliert und sich dann nicht mehr vollständig fühlt. Das Gefühl kennen vermutlich einige. Ich kenne auch das Gefühl nicht viele Freunde zu haben, die es einem erleichtern damit umzugehen und klar zu kommen. Kann dir aber leider auch kein Patentrezept dafür geben. Aber vielleicht versuchst du mal dich selbst zu finden und wieder Kraft aus dir selbst zu schöpfen. Wenn du das erreichen kannst, kommst du dir nicht mehr verloren vor und du kannst weitere Schritte nach deinem Belieben gehen. |
| Cata | Ich denke es sollte das "gesunde" mittel ding sein... Also ich z.B. kann nicht wirklich 24 Stunden am Tag einen um mich haben, selbst bei meiner Freundin war es immer so, dass ich dort mal eine Auszeit brauche, denn ab und an hat die ruhe und besonders dass alleine sein etwas tolles :) |
| Lady Lafar | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cata [/i] [B]Ich denke es sollte das "gesunde" mittel ding sein... Also ich z.B. kann nicht wirklich 24 Stunden am Tag einen um mich haben, selbst bei meiner Freundin war es immer so, dass ich dort mal eine Auszeit brauche, denn ab und an hat die ruhe und besonders dass alleine sein etwas tolles :) [/B][/QUOTE] Das sehe ich genauso. Man sollte sich Möglichkeiten zum Rückzug schaffen, dort, wo man allein sein kann. Einfach blöd in die Ecke starren, Tee trinken, Sudoku spielen oder sowas... das lässt einen zu sich selbst zurückfinden... schon oft probiert und es stimmt... :) Allein sein muss manchmal einfach sein, damit man seinen Kopf wieder unter Kontrolle bekommt. Aber bei mir persönlich ist irgendwann ein Punkt erreicht, an dem ich unter die Leute muss, um nicht durchzudrehen und wieder Leben in mir zu spüren. |
| Cata | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord_Fallerton [/i] [B]Unbestreitbar richtig, aber schön ist es auch zu zweit einfach auf dem Sofa zu sitzen, in die Gegend zu starren, Kaffee/Tee zu trinken, die Gedanken schweifen zu lassen und nach einer wahnsinnig langen Zeit des Schweigens zu wissen, dass man sich gut unterhalten hat. [SIZE=1]Andrea, ich danke dir.[/SIZE] [/B][/QUOTE] [COLOR=darkred]Ja das ist total richtig, jedoch ist es toll zu wissen o. die Sicherheit zu haben, dass man sich doch mal zurück ziehen kann.[/COLOR] |
| Hiddn Rose | Alleine-schön oder Fluch? meiner meinung immer abhängig vom context. warum bist du allein? wolltest du abstand? wollten die anderen von dir abstand? |
| Junipa | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord_Fallerton [/i] [B]Ist bei einer Fernbeziehung nicht schwer. [/B][/QUOTE] Doch, ist bei einer Fernbeziehung sogar schwerer. Da zieht man sich am Ende des Wochenendes nicht zurück weil man will, sondern weil man muss, kann man also nicht als Auszeit zählen. Und sich in der kurzen gemeinsamen Zeit noch einen Freiraum zu schaffen ist, nun ja, merkwürdig, man weiß ja schließlich wie wenig Zeit man miteinander hat. |
| Sayorée | [QUOTE][i]Original geschrieben von Junipa [/i] [B] Und sich in der kurzen gemeinsamen Zeit noch einen Freiraum zu schaffen ist, nun ja, merkwürdig, man weiß ja schließlich wie wenig Zeit man miteinander hat. [/B][/QUOTE] Ja, das denke ich auch und das ist ja nicht nur bei einer Partnerschaft so sondern auch wenn man Freunde oder Familienmitglieder nur sehr selten sieht...und ich denke auch nicht dass ich jemandem sagen würde dass ich Zeit alleine brauche ohne dass er gleich denken würde, ich will mit ihm den Kontakt ganz abbrechen. |
| Anaximander II | [quote]Alleine -schön oder ein fluch? [/quote] Weder noch! Einsamkeit hat ihre Vor- und Nachteile (oder als harmlosere Variante: Single-Dasein) und eine Beziehung hat ihre Vor- und Nachteile. Ob die Vor- oder die Nachteile überwiegen und zu was man stärker neigt, muss jeder selbst entscheiden. Da gibt es keine Wahrheiten und eigentlich auch keine großartige Diskussionsgrundlage. |
| Darklove | Ich glaube fast das ich in punkte Beziehung..immer nur pech habe..weil ich jetzt nach einer 5 jährigen Beziehung gemerkt habe..das es nicht mehr passt..naja muß dazu sagen das mein Partner sich innerhalb eines jahres um 180 grad gedreht hat..und sich total zum schlechteren geändert hat.."leider2..davor die beziehung war die hölle..und jetzt ist die nächste beziehung karputt..ich fang jetzt komplett von vorne an..mit neuer arbeit wohnung..usw..und deshalb denke ich bin ich was beziehungen angeht..eher verflucht..als wie ich sagen könnte sie können schön sein..leider....:confused: |
| Trauerwesen | Ich denke, das ist alles Gewöhnungssache. Ich fühle mich in frischen beziehungen immer erst unwohl, wenn sie vorbei ist bin ich natürlich auch am Boden zerstört und wie oft denkt man sich "wäre er nun hier". Aber wenn man sich dann irgendwann gefangen hat und wieder gelernt hat, alleine zu sein, kann man auch wieder diese Vorteile sehen und geniessen. Ich könnte mich auf nichts konkretes festlegen, eben weil - wie anaximander schon schrieb - alles seine Vor- und Nachteile hat, man sich nur halt selbst damit arrangieren muss und man sich bei einer Veränderung auch erstmal daran gewöhnen muss. |
| der dunkle | Es trifft halt, das was ich denke und fühle. Irgenwie gibt es auch Kraft um so weiterzufahren wie jetzt |
| der dunkle | Es trifft halt, das was ich denke und fühle. Irgenwie gibt es auch Kraft um so weiterzufahren wie jetzt |
| DunklerEngel77 | Für mich ist das Alleinsein ein klarer Fluch. Das heißt nicht, daß ich es nicht genießen kann, mal ein paar Stunden oder auch Tage allein zu sein. Es bezieht sich auf den generellen Lebensweg. Ich war bislang nie "allein" unterwegs, sondern war ein Beziehungsmensch. Erst seit 8 Monaten bin ich nun auf mich allein gestellt... es ist total merkwürdig. Ich bin jemand, der gerne seine Gedanken teilt... der auch mal sein Schweigen teilt... aber alles macht allein nur halb so viel Spaß. Mir fehlt was in meinem Leben... |
| Neanna | hm, ich denke ebenfalls, dass beides seine Vor-und auch Nachteile hat... ich brauche durchaus auch meine Zeit für mich und könnte es mir nicht vorstellen, ständig mit einer Person zusammen zu sein... so eine Stunde am Tag brauche ich schon, um einfach in mich zu kehren, über Dinge nachzudenken und auch zu meiner inneren Ruhe zu finden, so blöd sich das auch anhört:D Dabei ist das natürlich auch abhängig von meiner Stimmungslage... wenn ich mich schlecht fühle, möchte ich manchmal einfach nur alleine sein und brauche diese Zeit für mich, sodass diese Einsamkeit für den Zeitraum von mir gewünscht ist... :) Andererseits kann ich es mir aber auch nicht vorstellen, ständig alleine zu sein... der Mensch ist nun mal ein soziokulturelles Lebewesen und kann ohne die Gesellschaft nicht überleben. Außerdem muss man auch einfach seine Gedanken und Gefühle mitteilen können...ich denke, vollkommen alleine zu sein hält niemand auf die Dauer aus, wobei das jetzt nicht unbedingt auf Beziehungen bezogen ist, sondern auch auf Freundschaften allgemein sowie auf die Familie, die mir beide sehr wichtig sind. :) joa, soweit von mir....*lächel* viele liebe Grüße Neanna |
| Onissa | Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das Goth-Dasein mit Einsamkeit oder allein sein zu tun hat. Oder Philosophie Oder Ritzen Oder die Natur fotografieren oder Gedichte schreiben Bilder malen. Usw. Viel nachdenken tun die Menschen meist, wenn sie viel Zeit haben. Philosophieren tun auch Fussballer (nur über andere Themen) Viel und gern fotografieren tun auch Biologen oder (hey!) Fotografen. Die Liste kann man unendlich weiterführen. Aber komischerweise sagen immer alle die irgendwas dergleichen machen sie seien Goths o.ä. Weiß nicht, für mich hat das nur mit der Musik zu tun und der Kleidung. Genau wie beim Hip Hop, Techno, Schlage usw. Denn um tiefgründig zu sein muss man kein Gothic sein, und nur weil man sagt man sei ein Gothic muss man nicht tiefgründig sein. Das Gleiche mit der Einsamkeit. Ich denk immo auch jeder ist doof außer mir, hat aber weniger mit Erleuchtung zu tun, als mehr mit der Tatsache das ich einiges mitgemacht habe. Aber das jemand einsam/allein glücklich ist auf Dauer kann mir niemand erzählen. Dann belügt dieser Mensch sich selbst. Kommunikation und soziales Verhalten gehören zum Menschen wie der Drang zum essen, pinkeln...naja und vieles mehr ;) Ansonsten kriegen sie nämlich sone Psychose alles seien doof außer man selbst...aber dann ist man ja .....gothic-like..... oder? :rolleyes: |
| lost and broken | Also erst einmal muss ich sagen, das ich das was du geschrieben hast Nelle, einfach nur wundervoll finde. Aber für mich war allein sein schon immer was Gutes und was Schönes. Ich bin gerne allein. Dann kann ich mich auf das konzentrieren was ich will. Ich denke so viel nach, das es nur stören würde, wenn die ganze Zeit was los wäre um mich herum. Trotzdem, manchmal ist es schön in Gesellschaft zu sein. Aber ich glaube, ich bin und bleibe eine Einzelgängerin.. |
| Jen.seits7 | Hmm.. Wenn ich so darüber nachdenke, stelle ich fest, dass ich in meinen "einsamsten" Momenten selten "allein" war.. Ich bin gerne allein. Nein, nicht ausschliesslich. Aber manchmal ist mir meine Gesellschaft tatsächlich die liebste :) |
| Tod | Alleinsein ist vor allem dann ein Fluch, wenn man nicht allein sein möchte. Es ist stets die Diskrepanz zwischen Wollen und Können, die schmerzt. Ich denke, kaum ein Mensch kann immer nur allein sein. Da fehlt dann vor allem die Liebe. |
| Carzinom | Sagen wir mal an dieser Stelle, dass man "Allein sein" nicht mit "Einsamkeit" verwechseln sollte. |
| ThePerennial | ...denn das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, wie man wissen sollte. "allein sein" kann positiv sein. "einsam" hingegen nicht. "einsam" hat den Beigeschmack des Wortes "verlassen" dessen Bitterheit nicht von der Hand zu weisen ist. gruß an die Allgemeinheit |
| Carzinom | Ich meine auch nur, dass hier viele vom Allein sein schwärmen, wo andere es als verdammt schlimm ansehen, weil sie es eben damit verwechseln. Nur ein kleiner Einwand. |
| Kaia | Schwieriges Thema. Ich würde fragen "Bin ich allein oder bin ich einsam?" Und das muss nun jeder für sich beantworten, wobei ich dazusagen muss, dass ich denke, dass die Antwort auf diese Frage je nach derzeitiger Gefühlslage und/ oder Situation anders ausfallen kann. Für mich ist das so. Ich würde die Gemeinschaft dem Alleinsein vorziehen, wenn ich mich von Menschen umgeben wüsste, die mich verstehen, meine Ansichten teilen - wenn auch nicht vollkommen - und denen ich mich anvertrauen kann bzw. ihnen vertrauen kann. Wie man's nimmt. Da ich aber kaum Menschen kenne, auf die diese Punkte zutreffen, ziehe ich das Alleinsein vor, da Gemeinschaft nur mit Enttäuschung und Schmerz oder Selbstbetrug verbunden wäre. |
| Herr van Rees | Alleinsein empfinde ich dann als etwas nervig, wenn ich innerlich mit nichts beschäftigt bin; wenn ich aber irgendwas zu tun habe, Gedanken wälze, kreativ-produktive Schübe habe, n guten Film sehe usw, dann fällt mir "Alleinsein" gar nicht auf - und da kann ich manchmal tagelang "allein" sein und durchaus große Befriedigung dabei empfinden. Einsamkeit ~ man nehme die menschliche Existenz .... |
| L0ki | Allein sein kann sehr schön sein... allerdings wenn man gerne Dinge entdeckt und sich über solche auch freut, tut man es doch lieber mit jemand anderes zusammen. Schöne Erinnerungen mit niemanden zu teilen sorgt auf Dauer für Vereinsamung. |
| Herr van Rees | Schön, wenn man so jemanden [i]hat[/i] ;) .... |
| L0ki | Da gabs doch auch mal was schönes von Schiller in diesem Stil... Wenn dich alles verlassen hat, kommt das alleinsein. Wenn DU alles verlassen hast, kommt die Einsamkeit." - Schiller ist seit jeher fast in jedem meiner profile nachzulesen, glaub aber nicht, dass ich der einzige hier bin, der den Inhalt dieser Weisheit kennengelernt hat. |
| Herr van Rees | "Verlassner werde ich mit jedem Jahr, und nun verlor ich auch mein bestes Lied. - Ich saß bei einem Kognak an der Bar so düster, daß mich jedes Mädchen mied ....." |
| Pooka | [QUOTE][i]Original geschrieben von lost and broken [/i] [B] Ich bin gerne allein. Dann kann ich mich auf das konzentrieren was ich will. [/B][/QUOTE] Bei mir ist es genau so. Ich bin nicht "einsam", ich bin allein. Zudem gibt es in meinem Dorf keine Personen, die sich für dieselben Dinge interessieren wie ich. Mit den meisten Gleichaltrigen kann ich nicht viel anfangen. Sie halten mich für kindisch und zurückgeblieben, weil ich gerne meine Gedanken schweifen lasse und mich für "abnormales Zeugs" interessiere. Generell habe ich keine Probleme mit dem Alleinsein, nur meine Eltern und die Verwandte stört es, oder es verwirrt zumindest, dass ich mich in meinen jungen Jahren so von anderen distanziere. Das war für mich früher ein ein grosses Problem, weil ich mich immer verzweifelt bemüht habe, ihre Erwartungen zu erfüllen. Ich muss ehrlich sagen, dass das die einzige Zeit war, in der ich mich einsam fühlte. |
| Herr van Rees | apropos Schiller: "Das ist nicht des Deutschen Größe, obzusiegen mit dem Schwert; in das Geisterreich zu dringen, Vorurteile zu besiegen, männlich mit dem Wahn zu kriegen, [i]das[/i] ist seines Eifers wert." Und OT ist dies Schillerwort [i]auch[/i] nicht ..... |