| Ebenholz | ...dass Dunkelheit für Kleinkinder durchaus beruhigend und gut ist? Ging mir nur mal so durch den Kopf aber wer sagt, dass dieses Hätscheltätschel für die Kleinen sinnvoll ist? Warum sollte ihre Umgebung hell und bunt sein- kann es nicht sein dass das eine Reizüberflutung ist und Kinder davon wirr werden? Den Eindruck hab ich jedenfalls... vielleicht gibt es hier einen Experten, der sich damit auskennt.^^ |
| more | Vielleicht erklärst du mal in welchem Zusammenhang du das siehst? Wichtig ist zu wissen, Farben haben sehr starken Einfluss auf die Psyche und das Wohlbefinden von Menschen. Kinder können noch nicht alle Farben erkennen. |
| dicke | Ich nehme mal an, dass sich das Psychologen und Wissenschaftler schon gut überlegt haben... |
| Ebenholz | Ah ja? Hm, ich bin mir nicht sicher aber auch Psychologe und Wissenschaftler haben sich sicher schon geirrt. Ich frage mich nur… warum bekommen Kinder im Dunkeln Angst? Vielleicht nur, weil ihre Augen zu sehr von der bunten Glimmerwelt „verwöhnt“ werden…Wenn Dunkelheit im Mutterleib Schutz bedeutete, warum bleibt dann diese positive Wahrnehmung von Dunkelheit nicht im Kind verankert sondern verwandelt sich in Furcht? Ist das ein Urinstinkt oder hat sich das mit der Zeit so ergeben, weil die Menschen im Dunkeln das "Böse" und die Gefahr sahen und glaubten, ihre Kinder davor schützen zu müssen… vielleicht schreibe ich das nur, weil mich das Geschrei der Bälger fast wahnsinnig macht, das von nebenan herüberschwappt, da komm ich eben auf so komische Theorien… :confused: |
| mathea | Bin zwar weder Psychologe noch Wissenschaftler. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass insbesondere Kinder sich vor der Nacht und der Dunkelheit fürchten. Wieso sonst mögen viele Kinder nur einschlafen, wenn das Zimmer noch ein wenig beleuchtet ist oder die Tür einen spaltbreit auf steht, damit es im Raum nicht gar so dunkel ist? Und viele Eltern müssen ihre Kinder immer wieder beruhigen damit sie verinnerlichen, dass die Dunkelheit keine Bedrohung darstellt, sondern eben etwas Beruhigendes ist. Und soweit ich weiß ist es doch im Mutterleib doch nicht stockfinster, oder? |
| Ebenholz | Hm? Doch doch, im Mutterleib ist es zappenduster. |
| Tsafried | Da ist Mutter aber auch da. |
| L0ki | Also... ich find die Frage wirklich etwas... naja... Sicher brauchen Kinder Farben! Farben regen die Kreativität an, lassen viele Dinge glanzvoller und schöner erscheinen, es gibt sehr viele "warme" Farben und nichts wünscht sich ein Kind mehr als Wärme und Geborgenheit, deswegen auch der Türspalt. Da Kinder von Grund auf ein hohes Maß an Phantasie besitzen in denen auch noch "das Böse" in Form von Monstern unterm Bett etc. existiert ist es nur natürlich, dass Kinder die Dunkelheit mit negativen Emotionen verbinden, da ihre Eltern sich außer Sicht befinden, in der Regel nichts mehr zu hören ist und die Umgebung daher auch völlig anders wahrgenommen wird (Kuscheltiere verwandeln sich in scharfzähnige Echsen oder so) - zudem kommt das was die Medien an die Kinder weitergeben - ein nicht zu verachtendes Maß an Gewalteinflüssen, die sich sicherlich nicht durch die Dunkelheit oder die Farbe schwarz psychisch kompensieren lässt. Anbei: ich bin auch KEIN Psychologe, das oben geschriebene stützt sich hauptsächlich auf eigene Kindheitserfahrungen und dem was ich von anderen gehört habe. |
| Jagdwolf | Ich kann mich da L0ki (Tag, Herr Nachbar!) nur anschließen. Kinder brauchen Farben. Ob es in das gotische Weltbild passt, oder nicht. Himmel, wenn ich so an meine Kindheit zurückdenke... Dunkelheit flößt einem Kind einen heiden Respekt, wenn nicht sogar Angst ein. Wenn Dunkelheit und Schwärze nicht schlecht oder zumindest nicht suboptimal für die Entwicklung der Kinder wären, hätten findige Marketingmenschen das schon längst vermarktet. Glaubt mir. :) Mit Kindern lässt sich ein Haufen Geld verdienen. Darum werden entsprechende Erkenntnisse oder vermeintliche Erkenntnisse immer sehr zeitnah in ein entsprechendes Produkt gepackt. Ausserdem kann doch jeder den Selbstversuch machen. Einfach mal schauen, welches Spielzeug ein Kind anziehender findet: Das schwarze, oder das quietschbunte? Ich nehme an, dass es entsprechender Versuche schon gab. Gerade große Spielzeugkonzerne unterhalten Forschungsabteilungen. Die finden schon raus, was die Kinder mögen. Gegen Kindergeschrei aus Nachbars' Wohnung helfen übrigens eine Stereoanlage und Kopfhörer. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ebenholz [/i] [B] warum bekommen Kinder im Dunkeln Angst? Vielleicht nur, weil ihre Augen zu sehr von der bunten Glimmerwelt „verwöhnt“ werden…[/B][/QUOTE] Schonmal dran gedacht, dass Kinder auch früher, bevor es eine bunte Glimmerwelt gab, Angst hatten? Oder, dass auch Kinder in armen Regionen, im dunkeln ängstlich sind? |
| more | Im Mutterleib ist es zumindest gegen Ende der Schwangerschaft nicht mehr zappenduster. Aber es geht ja nicht um Säuglinge sondern um Kinder. Ein Kind kommt ja nicht mit drei Jahren auf die Welt. Kinder brauen Farben, eindeutig. Vor allem brauchen Kinder kräftige Farben, denn ihr Farbempfinden ist noch nicht so fein abgestimmt wie das der Erwachsenen. Farben haben meiner Ansicht nach nicht viel mit Reizüberflutung zu tun. Vielmehr sind es Geräusche. Die Welt ist nicht zu bunt, sondern zu laut. Und dass es nicht gut ist, Kinder stundenlang vor der Glotze sitzen zu lassen ist ja wohl auch jedem klar. Ich persönlich hatte auch starke Angst im Dunkeln. Ich denke das kam auch daher, dass ich große Verlußtängste hatte. Kinder haben auch eine große Fantasie, da kann Nachts aus einem Schatten oder einem Geräusch gleich ein fürchterliches Monster werden. In dem Kinderheim in dem ich letzte Woche war ist ein 16Jähriger der noch heute nicht ohne Licht schlafen kann. Die Psychologen führen das ganz eindeutig darauf zurück, dass mit ihm schon als Kind lieblos umgegangen wurde. |
| Moh | Wenn man nichts sieht weiß man ja auch nicht, was da sein könnte, wenn es ganz dunkel ist. Und das ist bestimmt nicht gut für Kinder, weil sie - wie schon oft oben gesagt wurde - eine sehr rege Fantasie haben. Ich selbst hatte im Dunkeln fast immer Angst. Als kleines Kind glaubt man ja auch noch an alle möglichen Grußesgeschichten/Monster. Ich würde meine Kinder niemals ohne Farben erziehen, das hat einfach etwas fröhliches. Als Kind beschäftigt man sich ja auch nicht mit solchen Fragen über das Leben bzw. interessiert sich für die Schattenseiten. Wenn es jemanden interessiert, wird er sich früher oder später auch damit auseinandersetzen! Aber erstmal hat das Dunkle eben einfach nur etwas mit "ungewiss/düster/gefährlich" zu tun, so war jedenfalls meine Wahrnehmung dafür, als ich klein war. |
| Demira | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] [B]Da ist Mutter aber auch da. [/B][/QUOTE] Eben, der Herzschlag, das Rauschen des Blutes, die Stimme, das alles bekommt ein Kind im Mutterleib ja schon mit. Was ich festgestellt habe ist, je älter Kinder werden, desto größer die Angst vor der Dunkelheit. Hab selber zwei kleine "Ratten" im Haus (meine Nichte und mein Neffe). Die Große wird jetzt bald zwei Jahre alt und es muss immer ein Nachtlicht brennen bzw die Tür einen Spaltbreit offen stehen, damit es nicht ganz so finster in ihrem Zimmer ist. Das war vor gut einem Jahr noch nicht so. Besonders schlimm ist es für Kleinkinder, wenn sie Nachts aufwachen. Sie sind dann erstmal orientierungslos, wissen nicht genau wo sie sich befinden, Mama und Papa sind nicht da und noch dazu ein dunkles Zimmer, in dem nichts zu erkennen ist. Mal ehrlich, wer würde bei einem solchen Horrorszenario nicht einen Schreikrampf bekommen? Es hat also nichts damit zu tun, dass Kinder mit Farbfluten "überreizt" sind, sondern liegt einfach in der Natur der Dinge, dass Kinder Angst vor der Dunkelheit haben *meine Meinung ist* LG Demira |
| Thales | Also ich kann nur sagen, dass ich schon als Kind den typischen kindischen Kunterbund-Stil grässlich gefunden habe und auf möglichst schlichte, häufig blaue oder schwarze Kleidung bestand ;) Überhaupt hatte ich als Kind oft das Gefühl, ich würde durch die für Kinder bestimmten Dinge eigentlich nur verarscht werden. Lächerliche Kinder-TV-Programme oder Erwachsene, die einen als Kind nicht ernst nehmen wollten, konnten mich damals zur Weißglut treiben. Die eigenen Kinder von klein auf mit einer Grufti-Mentalität (ich bin kein Gothic, beiläufig bemerkt) zu tangieren, halte ich trotzdem für keine gute Idee. |
| mathea | Dem Argument, dass Farben für Kinder recht wichtig sind kann ich eigentlich auch nur zustimmen. Ich habe in diversen Zeitschriften gelesen, dass man zum Beispiel bei der Auswahl der Wandfarben und Tapeten im Kinderzimmer auf besonders "unruhige" Muster und Akzente verzichten sollte, wie zum Beispiel viele Figuren oder Streifen. Das macht gerade Kleinkiner augenscheinlich nervös. Und das Kinder insbesondere des nachts oder im Dunkeln ängstlich sind könnte auch neben ihrer Phantasie daran liegen, dass ihre Sehfähigkeit und Warnehmung noch nicht so entwickelt ist wie bei Erwachsenen. Und was man nicht genau erkennen kann, aber möglicherweise größer ist als man selbst ist im Dunkeln eben sehr angsteinflößend. |
| Thartor | hm...Also ich kann jetzt nur von mir selbst ausgehen und ich bin (schon) 15^^ also ich persönlich halte Dunkelheit für etwas beruhigendes, mich stört es eher, wenn es überall laut ist und mir die Augen schmerzen, weil ein wahnsinniger sämtliche Farben dieser Erde auf eine Wand gepinselt hat... aber die meisten Kinder dürften wohl schlichtweg Angst haben, weil es eben das unbekannte ist und mit einem klecks Phantasie wird aus einem Stoffbären ein kaltblütiger Kinderräuber :D |
| NachtKaetzchen | Ich muss sagen, dass ich früher auch angst im dunkel hatte. Ich brauchte nie eine offene tür, da unten und durchs schlüsselloch licht drang. Ich hätte auch gerne so eine orangene lampe haben. Das alles hat sich jedoch schnell gelegt. Ich gehe davon aus dass das mit der Lampe eher eine art ausdruck dafür war, so sein zu wollen, wie die kinder damals in meinem alter. NAch dieser Phase habe ich nurnoch im stockfinsteren geshclafen. Ich kann mich daran erinnern, da ich wenn ich bei ner freundin übernachtet habe nie einschalfen konnte und das licht durch den türspallt mich sehr gestört hat. Außerdem musste alles still sein!... keine uhr durfte ticken! Das hat mich nervös gemacht und noch heute nervt es mich, wenn ich wo übernachten muss wo uhren sind, was aber nichtmehr an meiner nervosität liegt. das war jedoch immernoch in der grundschule. Ich hatte ein sehr kleines und ich meine ein WIRKLICH kleines zimmer... es lag in einem alten haus und war direkt hinter dem zimmer meiner mutter. Wenn ich ehrlich bin, und es fällt mir nciht gerade leicht, das zu sagen... hatte ich auch oft angst vor meiner Mutter... sie hatte oft wutanfälle, hat auchmal alle meine sachen auf den boden geschmissen und ist darauf rumgetrampelt. Ich kann mich daran noch wie gestern erinnern... es ist grausig... abends dann war alles ruhig, still und dunckel... Und genau das war es wohl, was mir diesen Hang zum schwarz gebracht hat. (auch wenn ich erst seit letztem winter bewusst schwarz trage und musik höre :) musik war zuerst da) (ich hatte in der fünftenklasse so eine "pentagram-mysticphase" ich hab mir die wikipedia und alle möglichen seiten durchgelsen...) (nach dem schulwechsel in die sechste klasse hatte ich keine interesse mehr an irgendetwas... naja... ich kann meine klasse und die shcule bis heute nicht leiden. aber ja, ich hab jetzt langsam wieder ien paar interessen) EInfach diese gewisse art von sicherheit... sicherheit vor der welt die draußen lag. Wenn ich jedoch früher in der nacht aufgewacht bin und mein vorhang zur seite geschoben habe und mir einen stern angeschaut hab, hab ich mir vorgestellt dass es ein tor ist, ein tor zu einer anderen welt, aber ich hab mich nicht getraut hinzugehen (zum fenster) auch wenn ich es irgendwann getan hab und leicht enttäuscht war (jaja, die kindliche fantasie :D ) Ich bin mir bei dieser sache unsicher... Es ist ein hin und her. was ich sagen kann ist: 1. ich fühle michnicht wohl, wenn ich kein schwarz trage. es ist wie als würde ich alleine auf er großen bühne stehen... alle anderen erwartungsvoll und skeptishc zumirblickend. 2. ich habe auch heute noch manchmal ein mummriges gefühl, wenn ich nachts runter gehe und imr zb eine flasche wasser aus dem kühlschrank hohle. 3. Mein zimmer ist nichtmehr klein, wir sind umgezogen in das haus daneben, was wir selber gebaut haben. außerdem hab ich es in den letzten sommerferien neu gestrichen... nach meinen wünschen :) es ist nun dunkelrot/schwarz/und weiß mit gelbstich x3 damit es nicht so kalt wirkt und keinen zu hohen kontrast zum dunkelrot bildet!. leider ist die weiße seite genau die, die ich nicht mit postern oder ähnlichen behängen kann. es ist eine dachschräge... Was die muster angeht: ich hab immer gerne figuren in meinem holzregal oder an der wand oder decke gesehen... :p LG! NachtKAetzchen |
| NachtKaetzchen | Ich bin übrigens jetzt 14^^ |
| L0ki | Was zeigt, dass dunkelheit auch ein Segen sein kann, allerdings liegen in deinem Fall keine gerade normalen Umstände vor. Nach dem was du hier so erzählst hoffe ich, dass du irgendwie in der Lage bist dich gelegentlich noch glücklich zu fühlen und falls nicht, dass dich irgendwann einmal auch wieder bessere Zeiten erwarten. Das kann u.U. noch lange dauern, aber normal härten solche Erfahrungen soweit ab, dass viele mit ähnlichen Erlebnissen früh ein eigenes und vor allem starkes Bewusstsein entwickeln. |
| Desengano | ich denke auch, dass kinder farben brauchen. bunte farben bedeutet ja nicht gleich reizüberflutung. naja udn dass kinder mit 2 mehr angst haben als mit 1 is ja klar, weil da natürlich die phantasie größer ist. und für mich mit 23 ist es sogar besser mit bissl licht zu schlafen, einfach weil ich meine träume gerne mit in den wachzustand nehme. dass die pflanze zum monster und der lichtschalter zur riesenspinne wird, kenne ihc sehr gut. außerdem brauche ich auch immer bunte farben um mich herum.. man schlafzimmer ist z.b. komplett grün. *g* von daher: ich würde meinem kind niemals licht oder farben verweigern. :) ich denke auh nicht, dass viel farben schuld sind an der angst im dunkeln. man sieht im dunkeln einfach zu wenig und der rest ergänzt die phantasie. das kann ganz schön stressen, sag ich euch. *lach* udn auch wenn man seine kinder vom fernseher komplett fern hält. gruselphantasien kommen immer auf. udn sei es nur wenn kinder was von anderen kindern aufschnappen oder sie sich eine stubenfliege mal genauer angeschaut haben. *g* also lasst den kindern die farben! ;) |
| Letum | nun ja, jeder mensch (kinder sind natürlich miteinbezogen) reagieren verschieden auf farben...man sollte einfach von anfang an austesten, welche farbe das kind anspricht. |
| Moh | [QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i] [B]nun ja, jeder mensch (kinder sind natürlich miteinbezogen) reagieren verschieden auf farben...man sollte einfach von anfang an austesten, welche farbe das kind anspricht. [/B][/QUOTE] ^^Aber das kann man bei kleinen Kindern auch schlecht feststellen, ich bin der Meinung, dass das Kind sich schon bemerkbar machen wird, wenn es von zu vielen Farben genervt ist. Solange man es nicht überteibt kann es kaum schaden. Ich finde es wichtig, nicht Dunkel erzogen zu werden, sondern irgenwann selbst herauszufinden, ob es einem gefällt oder nicht. Das ist nicht die Entscheidung der Eltern. Nebenbei bin ich auch noch 14 und habe kein bisschen Angst vor dem Dunklen. Es kommt ganz auf die Person an, jeder empfindet das anders. |
| mathea | Klar kann man bei kleinen Kinder feststellen welche Farben sie mögen, auch bei Säuglingen. Und dass gerade Säuglinge es lieber mögen alles sehen zu können merkt man irgendwie auch wenn man ihnen ein Tuch über das Gesicht legt, das wird sofort weg gerupft. Ich denke, bei den Farben ist es genau so wie bei allen Dingen, man sollte sie den Kindern anbieten und ihnen selbst überlassen was sie gern machen und haben möchten. Ok, man sollte ihnen keinen Fernseher ins Zimmer stellen um sie den ganzen Tag Spongebob schauen zu lassen. Aber es zeigt sich ja, dass Kinder sich nicht richtig entwickeln wenn man zwanghaft veruscht sie in eine bestimmte Richtung zu zwängen bzw. ihnen elementare Dinge strikt verweigert. Wenn man den Kindern z.B. ständig Süßigkeiten verbietet obwohl sie sie liebend gern mögen, dann holen sie es sich entweder heimlich woanders oder werden unzufrieden. So ist das bestimmt auch bei Farben, oder der Angst vor Dunkelheit. |
| Ebenholz | Ich habe nie gemeint, man solle Kindern Farbe und Licht entziehen, im Gegenteil, Farben sind was schönes, ich weiß wovon ich spreche. Die Rede war von Kleinkindern- solchen die noch nicht viel mehr tun als schreien, plärren und schlafen. Ich könnte mir vorstellen, dass Dunkelheit auf sie beruhigend wirkt. Und dass man Kindern die Angst vor der Dunkelheit somit nimmt- auch wenn sie älter werden und Phantasie entwickeln. Ich meine, wenn sie von Anfang an die Dunkelheit gewohnt sind, werden sie auch keine Angst mehr entwickeln können. Manche Eltern meinen es eben zu gut, denke ich, dort ein Licht und eine Spieluhrmusik aber warum es nicht einfach mal ruhig und dunkel sein lassen- möglich, dass das auch ganz gut und erholsam wäre. "Dunkler Nachtschlaf ist weitaus wirkungsvoller als lichter Tagschlaf." wenn Kinder aufgrund ihrer Phantasie Angst im Dunkeln haben dann sind wir Alten wohl nur deswegen ohne Angst im Dunkeln weil wir in der Lage sind, unsere Phantasie zu zügeln. Und ich weiß nicht was besser ist… |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ebenholz [/i] Ich meine, wenn sie von Anfang an die Dunkelheit gewohnt sind, werden sie auch keine Angst mehr entwickeln können.[/QUOTE]Das ist mit der Dunkelheit wie mit anderen Dingen: Man hat vor dem Angst, was man (noch) nicht kennt. Darum sehe ich das auch so, dass Kinder keine Angst mehr vor der Dunkelheit haben, wenn sie von vornherein an das Alleinsein im Dunklen gewöhnt werden. Wichtig ist dabei, dass sie dabei die Gewissheit haben, dass sie nach der Zeit des Alleinseins im Dunklen wieder bei ihrer Mutter/ihren Eltern sind. Das Gewöhnen kann aber schon mal ein paar Wochen dauern, das werden dir junge Eltern bestätigen. Wie alt sind denn die Kinder deiner Nachbarn? Irgendwie habe ich aber auch den Eindruck, dass heute die Kinder die Schönheit der Dunkelheit kaum noch kennenlernen. Wie viele Eltern nehmen sich heute noch die Zeit, mit den Kindern den Sternenhimmel zu betrachten oder ihnen Schlaflieder zu singen? Für mich war als Kind auch die Adventszeit immer sehr schön, wenn alles dunkel war, außer 1, 2 3 oder 4 Kerzen. Heute ist es mit dem ganzen Weihnachtstrubel meist in der Adventszeit heller als im Oktober und November. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Wie viele Eltern nehmen sich heute noch die Zeit, mit den Kindern den Sternenhimmel zu betrachten oder ihnen Schlaflieder zu singen? Für mich war als Kind auch die Adventszeit immer sehr schön, wenn alles dunkel war, außer 1, 2 3 oder 4 Kerzen. Heute ist es mit dem ganzen Weihnachtstrubel meist in der Adventszeit heller als im Oktober und November. [/B][/QUOTE] Da hast du recht. Daran kann ich mich auch noch erinnern. Ein paar Kerzen, die knisternde Vorweihnachtsstimmung, die leuchtenden Kinderaugen...das alles ist zu ekelhaftem Konsumterror pervertiert. Oder man sieht es mit erwachsenen Augen einfach nüchterner... Ansonsten hatte ich als kleines Kind auch eher Angst im Dunkeln. Dass ich mal bewusst das Licht lösche und es gneieße, von Dunkelheit umschlossen zu sein, stellte sich erst im Jugend- bis jungen Erwachsenenalter ein. |
| Pooka | Die Angst vor der Dunkelheit kommt wohl eher mit der Zeit, denn je mehr man sich der Dunkelheit um sich herum bewusst wird, desto dunkler kann sie einem auch erscheinen. Ausserdem werden Kleinkinder ja stark durch andere Menschen beeinflusst, nicht zuletzt durch die Eltern, die immer ein Licht zum Einschlafen anlassen und dann, wenn die Kinder eingeschlafen sind, den Türspalt ein wenig offen lassen. Somit merken sie mit der Zeit, dass die Dunkelheit irgendetwas ist, dem man auszuweichen versucht. Ich hoffe, man hat einigermassen verstanden, was ich sagen wollte... |
| Thales | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkEMYR [/i] [B]Da hast du recht. Daran kann ich mich auch noch erinnern. Ein paar Kerzen, die knisternde Vorweihnachtsstimmung, die leuchtenden Kinderaugen...das alles ist zu ekelhaftem Konsumterror pervertiert. Oder man sieht es mit erwachsenen Augen einfach nüchterner... [/B][/QUOTE] Ach Gottchen - wie lange ist eure Kindheit denn bitteschön her? Und meint ihr wirklich, damals wäre Weihnachten noch nicht das Fest der Liebe zum Konsum gewesen? Da müsstet ihr aber schon ziemlich alt sein ;) Ich finde es immer recht albern, wenn Leute, die selbst erst 20 - 30 sind, über die heutige Zeit oder die heutige Jugend schimpfen, und sich nach der guten alten Zeit ihrer eigenen Jugend zurücksehnen ;) Übrigens bin ich ziemlich sicher, dass es auch heute noch genug Menschen gibt, die Advent und Weihnachtszeit stilvoll, und ohne unnötigen Kitsch und Konsum angehen. |
| rosenkind | [QUOTE]Überhaupt hatte ich als Kind oft das Gefühl, ich würde durch die für Kinder bestimmten Dinge eigentlich nur verarscht werden. Lächerliche Kinder-TV-Programme oder Erwachsene, die einen als Kind nicht ernst nehmen wollten, konnten mich damals zur Weißglut treiben.[/QUOTE] in welchem Alter warst du da? Kind ist nicht gleich Kind, drei Jahre Unterschied - zwei völlig andere Welten. Ein/e 8-Jährige/r steht ganz woanders als ein/e Dreijährige/r insofern finde ich es sehr schwer, bei solchen Themen einfach nur von Kind zu reden. Kleinkind? Schulkin? Prä-Pubertät? Säuglingsalter? die Entwicklung ist anders und so auch die Bedürfnisse |
| Pooka | [QUOTE][i]Original geschrieben von Thales [/i] [B]Ich finde es immer recht albern, wenn Leute, die selbst erst 20 - 30 sind, über die heutige Zeit oder die heutige Jugend schimpfen, und sich nach der guten alten Zeit ihrer eigenen Jugend zurücksehnen ;) [/B][/QUOTE] *gg*, wie gut dass ich nicht die einzige bin, die das komisch findet. Das ist fast schon so schlimm wie bei meinen Eltern^^ |