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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Es fehlt
AntaraHallo,

im moment habe ich immer häufiger das Gefühl das etwas in meinem Leben fehlt.
Von was ich rede ist extase oder etwas ähnliches was ich nicht in worte fassen kann. Einfach das gefühl das einem das herz zerspringen lässt und einem einen kalten schauer über den rücken laufen lässt. Ich weis einfach nicht wie ich es sonst beschreiben sollte.
Kennt ihr sowas?

LG

Antara
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Antara [/i]
Einfach das gefühl das einem das herz zerspringen lässt und einem einen kalten schauer über den rücken laufen lässt.[/QUOTE]

Ein Herzinfarkt?
Antara:D nein das meinte ich nicht wirklich.
belladonnaMein Rat: Krieg Kinder! Die bringen dein Gefühlsleben so in Wallung daß es oft nur einer Kleinigkeit bedarf bis auf den Grund der Seele gerührt und zutiefst glückselig oder todtraurig zu sein. Und du wirst nicht mehr das Bedürfnis haben nach "dem Sinn" zu fragen. So viel Streß und Nerven ein Kind auch kostet, und auch wenn man manchmal ernsthaft in Erwägung zieht es zum Auslandseinsatz ins nächste Krisengebiet zu schicken :D - es gibt nichts auf der Welt daß einem deutlicher zeigen kann was das "Wesentliche" ist.
Grabgefluestero.O

mein vorschlag, wenn du mit etwas unzufrieden bist, ändere es.

Versuche zu ergründen woher dieser Mangel in dir kommt, reflektiere über dich, deine Person und dein Leben. Sei ehrlich zu dir selbst und versuche Fehler an dir nicht zu ignorieren sondern diese zu erkennen und im Anschluss daran auszumerzen.

Wenn das nicht gelingt schau vielleicht ob evtl neue Hobbys oder neue Bekanntschaften diese Leere in dir füllen können. Was wolltest du schon immer mal tun? Und suche dann nicht nach gründen dies nciht zu tun sondern versuche diese Gründe eher auszumerzen.

Danach sollte es dir besser gehen

...
wenn nicht nehmen sie drei von diesen Pillen und rufen mich morgen wieder an ^^

viel glück
Tapio Bearking[QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i]
[B]Krieg Kinder[/B][/QUOTE]

Nana... so verzeifelt klang Antara nun auch wieder nicht, das sie sich selbst geißeln müsste... :D
L0kiWenn man am Bahnhof sitzt und auf einen Zug wartet, obwohl direkt vor einem ein endlos langer Zug vorbei fährt, sollte man einfach aufspringen...
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i]
[B]Nana... so verzeifelt klang Antara nun auch wieder nicht, das sie sich selbst geißeln müsste... :D [/B][/QUOTE]

:D Das war jetzt auch keine Aufforderung der Antara sofort nachkommen sollte :D

Es ist nur, mir ging es früher ganz genau so und seit ich Kinder habe ist dieses Gefühl vorbei ;) Da "fehlt" einfach nix mehr ;)

Also sollte ich vielleicht einfach besser dazu raten: Antara, Augen zu und durch, eines Tages wird das Leben dir geben was du vermisst, du mußt nur vertrauen ;)
Desengano[QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i]
[B]
Also sollte ich vielleicht einfach besser dazu raten: Antara, Augen zu und durch, eines Tages wird das Leben dir geben was du vermisst, du mußt nur vertrauen ;) [/B][/QUOTE]

ja udn wenn nicht? einfach aufs leben zu vertrauen kann auch ganz schön nach hinten losgehen. also ich würde mich auch erstmal auf die suche nach dem sinn machen als abzuwarten.
belladonnaNatürlich sollte man nicht stehen bleiben sondern seinen Weg gehen, aber in "Vertrauen"! Etwas zu erzwingen bringt nämlich gar nix ;) Es kostet einen nur unötig Kraft die man für sinnvollere Dinge braucht als ausgerechnet für "die Suche nach dem Sinn des Lebens". Diese Antwort kann nur das Leben selbst "geben", man kann sie nicht zwanghaft einfordern.
herbstliebeWie es scheint, hat Antara bereits ein Kind.

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?threadid=71704[/url]

Was nun?
belladonnaTja, dann war es das für Antara wohl nicht. Aber bei meinem Rat etwas mehr Vertrauen ins Leben zu haben bleibe ich ;)
Hiddn Rosees ist die LIEBE :)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Antara [/i]
[B]
Von was ich rede ist extase oder etwas ähnliches was ich nicht in worte fassen kann. Einfach das gefühl das einem das herz zerspringen lässt und einem einen kalten schauer über den rücken laufen lässt. Ich weis einfach nicht wie ich es sonst beschreiben sollte.
Kennt ihr sowas?
[/B][/QUOTE]
belladonna@Hiddn Rose

Wie Recht du hast :)
L0kidavon nehm ich auch gern ein wenig...
davon wird man auf jeden fall nicht dick
Antara:) Ja ein Kind hab ich. Aber sie raubt mir eher im moment den Nerv.
rainravenIch weiß, was gemeint ist.
Ich bin in meinem Leben nun an einem Punkt angelangt, wo ich zum ersten Mal keine akute Angst haben muß, kein Geld, keinen Job zu haben, häßlich oder krank zu sein, alleine oder obdachlos zu sein, und ich könnte so glücklich sein mit meinem Partner, meinen geliebten Freunden, meinen Tieren, meinem Sport, der meinen Körper schöner gemacht hat, meinem guten Job und den netten Kollegen und dem Zuhause, das ich habe. Und eigentlich sollte ich froh und glücklich sein.

Aber irgendwie habe ich auch oft das Gefühl, einsam zu sein, daß etwas fehlt und daß ich Trost oder Geborgenheit suche. Kinder können es sicher nicht sein, da bin ich 100% sicher, daß ich keine will, ich wüßte auch gar nicht, was ich mit sowas anfangen soll und habe kein besonderes Herz für Kinder, nur für Tiere.

Natürlich ist mein Leben nicht mehr so aufregend wie es als Teenie oder als Student war, aber das wird es vermutlich auch nicht mehr werden, denn irgendwann kennt man eben schon alles, was damals noch neu oder irgendwie "Erwachsenensache" war. Und alles, was mal einen "Kick" verursacht hat, kann man sich später leisten, hat man jeden Tag oder ist selbstverständlich geworden oder einfach nicht mehr wichtig, da es anderen Interessen und den Alltagsproblemen und -anforderungen weichen muß. Ich muß gestehen, Ereignisse der Enttäuschung, des Verlustes und der Verzweiflung haben mich auch abgebrühter und abgehärmter werden lassen als ich es früher war und vieles kann ich einfach nicht mehr durch die unbeschwerte Brille der Jugend sehen.

Sicher gibt es dann auch wieder so kleine oder größere Sachen wie ein Liebesbeweis, einen lang erwarteten Anruf, den ersten Schnee, den Gesang meiner Vögel, das Aufstylen und Ausgehen und Spaß auf (zwar nun "ganz normalen" und nicht halblegalen "Underground"-)Parties haben, ein Hubschrauberflug, eine Filmrolle oder die Schönheit eines fremden Landes, was mir einen anderen "Kick" gibt, aber das Leben ist einfach nicht mehr so wie früher.

Ich habe mich aber damit abgefunden, daß ich auf einem Grat zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Alt und Jung, zwischen Angepaßtsein und Anderssein wandle, den ich selbst gewählt habe und damit bin ich eigentlich zufrieden. Zufrieden, ja. Aber irgendwie denke ich, kann ich auch nicht mehr erwarten, daß das Leben für mich jeden Tag eine "Ekstase" bereithält. Ich habe schon soviel verloren, Menschen, Tiere, Orte, Erinnerungen, da weiß ich nun, was mir wichtig ist und halte umso fester daran, und ich bin froh, wenn ich das, was ich liebe, behalten darf. Das ist mir Ekstase genug. Und es ist ja nicht so, daß ich nicht immer noch für Abwegiges und Abgefahrenes zu begeistern bin...man muß die Gelegenheiten nur sehen und ergreifen. ;)
Das kann ein neues Hobby sein, Yoga oder Kampfsport, ein Jochen-Schweizer-Event, das Bewerben bei einer Komparsen-oder Statistenvermittlung, ein Buch oder Gedichte zu schreiben, sich an einem Projekt zu beteiligen, auf dem Flohmarkt mit Freunden etwas zu verkaufen, eine Lagerfeuerparty, als DJ oder Go Go aufzutreten, ein Flirt, ein Bild zu malen, sich Tiere anzuschaffen, eine neue Sprache oder das Töpfern zu lernen, sein Zimmer/die Wohnung umzuräumen und neu zu streichen, was weiß ich. Einfach aktiv werden und was Neues machen, etwas, was einen interessiert. Aber man kann nicht erwarten, daß einem alles in den Schoß fällt und einen aus seiner Lethargie herausholt.
ThalesKästner schreibt:

[quote]Einmal werden sie sich schon noch fügen.
Wenn ihr Schicksal die Geduld verliert.
Ach, sie glauben, daß man zum Vergnügen
(noch dazu zum eignen) existiert![/quote]

Wir leben aber nun mal nicht zum eigenen Vergnügen und zum Leben gibt es kein Garantieschreiben, in dem steht, dass das Leben Ekstase, kalte Schauer oder poetische Erfüllung bieten müsste ;)

Bei den meisten Menschen ist es unvermeidbar, dass die aufgeregten und überhöhten Ansprüche an das Leben, angestachelt durch Literatur und jugendliche Träume, letztlich enttäuscht werden. Die Menschen werden 30, die Menschen werden 40, und irgendwann begreifen sie, dass diese relativ gleichförmige Abfolge von Alltagsgeschehen und Arbeit eben ihr Leben ist und etwas besseres oder höheres nicht kommen wird. Manche opponieren dagegen oder bekommen Midlife-Krisen, aber letztlich sind wir wie die Lasttiere, die nach einigem Bocken und Sträuben doch bereitwillig der vorgesehenen Spur folgen. ;)

Eine der großartigsten Stellen im Werk von Schopenhauer lautet:

[quote]Keiner ist glücklich, sondern strebt sein Leben lang nach einem vermeintlichen Glück, welches er selten erreicht, und auch dann nur, um enttäuscht zu werden. In der Regel aber läuft zuletzt jeder schiffbrüchig und entmastet in den Hafen ein. Dann aber ist es auch einerlei, ob er glücklich oder unglücklich gewesen, in einem Leben, welches bloß aus dauerloser Gegenwart bestanden hat und jetzt zu Ende ist.[/quote]
fragmentIch wollte gerade schreiben, dass du mal versuchen sollst deinen Bedürfnissen [b]bedingungslos[/b] zu folgen. Da kommt man in Wallung.
Aber das ist natürlich schwierig mit einem Kind...außer dein tiefstes Bedürfnis ist es eine Briefmarkensammlung anzulegen. Das wäre möglich, schätze ich.

@Thales

Schriftsteller sind durchweg Menschen, die einen gewissen Hang zu Realitätsflucht haben. Von solch einem Menschenschlag würde ich mir nur bedingt Ansichten über das Leben zu Herzen nehmen.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Antara [/i]
Ja ein Kind hab ich. Aber sie raubt mir eher im moment den Nerv.[/QUOTE]Dann ergründe doch mal, was ihr Herz höher schlagen lässt, was sie "in Extase bringt". Lass dich überraschen!
Eigentlich bin ich kein Grönemeyer-Fan, aber in einer Beziehung muss ich ihm zustimmen:
"Gebt den Kindern das Kommando,
sie berechnen nicht, was sie tun."

[QUOTE][i]Original geschrieben von Schopenhauer [/i]
In der Regel aber läuft zuletzt jeder schiffbrüchig und entmastet in den Hafen ein. Dann aber ist es auch einerlei, ob er glücklich oder unglücklich gewesen, in einem Leben, welches bloß aus dauerloser Gegenwart bestanden hat und jetzt zu Ende ist.[/QUOTE]Es scheint so, als hätte ich Herrn Schopenhauer die Erfahrung eines zünftigen Segelturns voraus. :cool:
Mondsilbertaufe[QUOTE]Dann ergründe doch mal, was ihr Herz höher schlagen lässt, was sie "in Extase bringt". [/QUOTE]
Ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass Mutti mal was für sich tut.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Thales [/i]
Wir leben aber nun mal nicht zum eigenen Vergnügen[/quote]

Doch, ganz genau dazu leben wir...ich jedenfalls...alles andere ist irrelevant. Jedoch versteht unter "Vergnügen" womöglich jeder etwas anderes, und sollte es ihm unerreichbar sein, so wird das eigene Leben stets als sinnlos und leer wahrgenommen - was es ja dann auch ist...

[quote]Bei den meisten Menschen ist es unvermeidbar, dass die aufgeregten und überhöhten Ansprüche an das Leben, angestachelt durch Literatur und jugendliche Träume, letztlich enttäuscht werden. Die Menschen werden 30, die Menschen werden 40, und irgendwann begreifen sie, dass diese relativ gleichförmige Abfolge von Alltagsgeschehen und Arbeit eben ihr Leben ist und etwas besseres oder höheres nicht kommen wird. Manche opponieren dagegen oder bekommen Midlife-Krisen, aber letztlich sind wir wie die Lasttiere, die nach einigem Bocken und Sträuben doch bereitwillig der vorgesehenen Spur folgen. ;)
[/B][/QUOTE]

Und was lernen wir nun aus dieser enorm tiefgreifenden Erkenntnis...? Anpassung an diese Art von fremdbestimmtem "Leben" ist der Pfad der Schwachen...doch es gibt auch noch den Weg des Mutigen...und dieser besteht darin, es entweder nach seinen Vorstellungen zu ändern - oder sich von seinem Leben als einem wertlosen Stück Giftmüll zu trennen, wenn es ihm nur noch grenzenlosen Verdruss anstelle von grenzenlosem Vergnügen bereitet...
L0kiaußerdem gibt es auch noch diejenigen unter uns, die einfach in den wald gehen, sich auf das erdreich legen und dort ein kleines universum entdecken, dass sie beobachten können, oder anders: im unbedeutenden das wunderbare entdecken. Es ist die sicht wie menschen ihr leben und ihre umgebung sehen, alles eine reine Einstellungssache. Wer den ganzen Tag nur fern sieht und den mund verzieht, weil er seinen lieblingspromi wieder gott spielen sieht und es selbst nicht kann, ja richtig, auf dieses einfältige wesen wird wohl das Gefühl der nichterfüllung und die gleichgültigkeit des lebens gnadenlos einschlagen.
Ich nehme mich an dieser stelle mit verlaub aus dieser bemitleidenswerten gruppe von menschen heraus. Ich liebe mein Leben, ich liebe das Leben um mich herum und entdecke jeden Tag neue Wunder. DAS ist es was mich erfüllt und meinem leben einen ganz unvergleichbaren sinn verleiht.
Allquantor[QUOTE][i]Original geschrieben von Thales [/i]
[B]Kästner schreibt:



Wir leben aber nun mal nicht zum eigenen Vergnügen und zum Leben gibt es kein Garantieschreiben, in dem steht, dass das Leben Ekstase, kalte Schauer oder poetische Erfüllung bieten müsste ;)

Bei den meisten Menschen ist es unvermeidbar, dass die aufgeregten und überhöhten Ansprüche an das Leben, angestachelt durch Literatur und jugendliche Träume, letztlich enttäuscht werden. Die Menschen werden 30, die Menschen werden 40, und irgendwann begreifen sie, dass diese relativ gleichförmige Abfolge von Alltagsgeschehen und Arbeit eben ihr Leben ist und etwas besseres oder höheres nicht kommen wird. Manche opponieren dagegen oder bekommen Midlife-Krisen, aber letztlich sind wir wie die Lasttiere, die nach einigem Bocken und Sträuben doch bereitwillig der vorgesehenen Spur folgen. ;)

Eine der großartigsten Stellen im Werk von Schopenhauer lautet: [/B][/QUOTE]

Thales, ich kenne dich zwar nicht und möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich habe den Eindruck, dass du zu den Menschen gehörst, die Schopenhauer nur lesen, um ihren Zynismus zu rechtfertigen ;)

Es verleiht eine besondere Befriedigung, wenn man sich einredet, man würde das Leben für eine missliche Sache halten, von der man sich nicht viel erwartet. Komischerweise trifft man so eine Einstellung gerade bei solchen Menschen an, die das Leben in Wirklichkeit nicht weniger, sondern mehr als andere Menschen lieben.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
Ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass Mutti mal was für sich tut. [/QUOTE]Aber wenn ihr die Ideen fehlen, [b]wie[/b] sie das am besten anstellt, da kann sie sich doch mal von ihrer Tochter inspirieren lassen. Sie muss ja nicht alle Ideen ihrer Tochter gut finden. Aber einige brauchbare sind vielleicht dabei.
DeaderÄhnlich bei mir auch ich habe das Gefühl das mir etwas fehlt aber es ist keine Liebe und ich hasse Kinder.:q
MagothaMein Tipp: Mach Bungeejumping!
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Magotha [/i]
[B]Mein Tipp: Mach Bungeejumping! [/B][/QUOTE]

Sicherlich ganz nett, aber ich glaube nicht, dass das sehr lange vorhält ;)
DeaderDas mit dem Bungejumping ist nicht schlecht. Leider ist es so das ich sowohl unter Akro- und Soziophobie leide. Im moment hilft es das ich in der Kirche alleine sitze und Orgel spiele. (An Gott glaube ich dennoch nicht.)
Young-Gothicein kind hast du hast du einen mann oder freund? wenn nein dann geh am besten mal wieder aus und hab spaß. und wenn doch dann schnapp dir ne freundin oder nen kumpel und geh mit denen etwas unternehmen. das lenkt ab.
und der spaß den du dabei hast gibt wieder etwas mut.
SloadIch verstehe dich Antara...ich habe gerade erfahren, dass die Person die ich über alles geliebt habe jmd anderes liebt...Im Grunde kann ich ihr dafür nicht böse sein...So ist das nunmal! Doch sie verhält sich mir gegenüber immer so als würde sie das gleiche empfinden...Die Erkenntnis das es nicht so ist trifft mich jetzt doppelt so hart!
Ich zittere am gesamten Leib und fühle mich so kalt, so leer....Ich bin ein Mensch der sich nach Zärtlichkeit sehnt....Doch es ist so hart, so schwer...Ich weiß nicht mehr weiter!

Wieso bekommen die die sich nach wahrer Liebe sehnen nicht was sie wollen? Wieso tut es zwischendurch immer so weh? Wieso all diese Qual?
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Sload [/i]
[B]Ich verstehe dich Antara...ich habe gerade erfahren, dass die Person die ich über alles geliebt habe jmd anderes liebt...Im Grunde kann ich ihr dafür nicht böse sein...So ist das nunmal! Doch sie verhält sich mir gegenüber immer so als würde sie das gleiche empfinden...Die Erkenntnis das es nicht so ist trifft mich jetzt doppelt so hart!
Ich zittere am gesamten Leib und fühle mich so kalt, so leer....Ich bin ein Mensch der sich nach Zärtlichkeit sehnt....Doch es ist so hart, so schwer...Ich weiß nicht mehr weiter!

Wieso bekommen die die sich nach wahrer Liebe sehnen nicht was sie wollen? Wieso tut es zwischendurch immer so weh? Wieso all diese Qual? [/B][/QUOTE]

Weil wir hier nicht bei "Wünsch dir was" sind. Das menschliche Leben hat leider nicht den Zweck, denjenigen, der es führt, glücklich zu machen. Unser Glück ist für den Rest der Welt und die Natur sogar ausgesprochen egal, und deshalb kann sich eigentlich niemand wundern oder beschweren, wenn er nicht andauernd glücklich ist.

Außerdem würde ich angesichts von ein bisschen jugendlichem Liebeskummer nicht in eine Klage über das Ausmaß der menschlichen Qual verfallen. Qual ist etwas anderes.
SenecaDie gefühlte "Qualität" einer Qual ist kaum diskutierbar. Was der eine wegsteckt schlägt die andere völlig nieder. Selbst wenn man im nachhinein selbst sagen kann dass es ja nicht so schlimm war, ändert das nichts am erlebten Moment.
Bei Liebe und Hass, bei Wut und Trauer, versagt die Logik.
Elementarsatz[quote]Die gefühlte "Qualität" einer Qual ist kaum diskutierbar. Was der eine wegsteckt schlägt die andere völlig nieder. [/quote]

Ich weiß nicht Recht, Seneca. Einerseits ist es sicherlich richtig, dass letztlich nur der Betroffene um das genaue Ausmaß seines Leidens weiß, andererseits bin ich doch ziemlich sicher, dass der durchschnittliche pubertäre Liebeskummer auf der Skala menschenmöglicher Qualen nicht sonderlich weit oben steht.

Es gibt wesentlich schlimmeres als den jugendlichen Liebesfrust, den wir wohl alle durchmachen bzw. durchgemacht haben. Und da gerade Menschen mit Liebeskummer eine starke Neigung zu ungesundem Selbstmitleid und Theatralik haben, finde ich es nicht verkehrt, so jemanden auch mal darauf aufmerksam zu machen, dass es viele Menschen gibt, die unter "Qualen" etwas ganz anderes verstehen.
Darket[QUOTE]Es gibt wesentlich schlimmeres als den jugendlichen Liebesfrust, den wir wohl alle durchmachen bzw. durchgemacht haben. Und da gerade Menschen mit Liebeskummer eine starke Neigung zu ungesundem Selbstmitleid und Theatralik haben, finde ich es nicht verkehrt, so jemanden auch mal darauf aufmerksam zu machen, dass es viele Menschen gibt, die unter "Qualen" etwas ganz anderes verstehen.[/QUOTE]
Ich denke Seneca hat Recht. Leid ist ein sehr subjektives Empfinden und die Tatsache, dass es anderen schlechter geht (das dürfte in den meisten Fällen bei dem, was wir so empfinden der Fall sein), nimmt niemandem das Recht sich ebenfalls schlecht zu fühlen, selbst wenn die Gründe dafür qualitativ Welten trennen. Ich persönlich neige insbesondere bei Liebeskummer zu großem Selbstmitleid und ich möchte das auch so. Ist Teil meiner Bewältigungsstrategie, also genau genommen der Schritt bevor ich anfange zu hassen (sehr angenehmes Gefühl vergleichsweise, nicht unbedingt die erwachsenste Lösung, aber ist mir wurscht).
Wenn wir uns das Recht absprechen uns subjektiv schlecht zu fühlen und das dann auch zu leben, führt das u.U. zu sehr seltsamen psychologischen Auffälligkeiten, von daher hat auch Selbstmitleid einen gewissen Nutzen, wobei Du natürlich damit recht hast, dass man dies auch im eigenen Interesse nicht übertreiben darf.
Tosh666Ich denke auch das Leid eine sehr subjektive Sache ist. Ich zähle zwar noch nicht zu den alten Hasen bin aber auch schon längst über den jugendlichen Kummer hinweg ;)

Ich persönlich habe große Probleme damit für mich einen passenden Mann zu finden. Mir gelingt wirklich äußerst selten so ein Glücksgriff. Ich kann euch nicht mal sagen woran das liegt. Um so tragischer ist es dann diesen Menschen wieder zu verlieren. Momentan bin ich in so einer Situation und kann kaum noch atmen. Ich versuche zwar nicht in Selbstmitleid zu zerfließen aber meist klappt das nicht so ganz. Es stimmt schon, das Leben ist kein Wunschkonzert und es zieht einfach weiter, ohne sich um dich zu kümmern. Was bleibt uns also anderes übrig als mitzuziehen und den Kummer und die Qual runterzuschlucken?
DokuroEs ist unwahrscheinlich das dir auf einmal etwas fehlt. Solange du nichts verloren hast kann es eigentlich nicht sein das auf einmal eine Lücke ensteht.

Wahrscheinlicher ist es das sich deine Umstände geändert haben und das dieses Gefühl eine ausdruck dessen ist das du dich anpassen sollst.

Stress? Umzug? Wasserhahn tropft? Neuer Toaster?
Es muss Garnichts großartiges sein, es muss nicht mal ein erkennbarer Zusammenhang bestehen.

Du brauchst etwas neues in deinem Leben.

Es kommt gar nicht so sehr darauf an was, im Gegenteil: Je mehr du dich auf eine bestimmte Lösung für dein Problem konzentrierst desto schlimmer wird es solange du nicht GENAU das bekommst was du dir vorgestellt hast. Was eigentlich nie passiert.

Ich würde dir empfehlen mehrere neue Dinge auszuprobieren, immer mal wieder, dann findest du schon etwas was dein Herz davon abhält zu zerspringen.


[Kann aber auch sein das ich völlig daneben liege und es um irgend ein Kindheitstrauma geht... l:rolleyes: ]

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