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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Heiden und Christen ?
Ford PrefectIst aus dem "Jesus"-Thread erwachsen und sicher einer Behandlung wert...

Heiden und Christen ?
Was ist das eine ?
Was das andere ?
Gibt es Überschneidungen ?
Kann man ins Gespräch kommen oder läuft es auf gegenseitige Polemik hinaus ?

Eure Meinung würde mich interessieren.
Xavyre WrynHiHu,

rational geantwortet sind Christen Monotheisten die an einen Gott glauben wie er im Neuen Testament beschrieben worden ist.

[COLOR=darkblue] [URL=http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/heidentum.htm]zu Heidentum fand ich das[/URL][/COLOR]

Folgloch gibt es nur Überschneidungen, wenn man die Christen von einer anderen Religion aus betrachtet. zB von den Juden oder Moslimen. Da Heide in diesem Bezug von den Christen benutzt wurde könnte man sich da sicher streiten.

Auf nächtlichem Streifzug,

[COLOR=crimson]Xavyre Wryn[/COLOR]
roddyAlso, nach meinem Wissensstand, wurden alle Nicht-Christen von den Christen als Heiden bezeichnet.

--> Aber ich meine irgendwo im Hinterkopf zu haben, dass es für das Wort 'Heiden' auch noch eine andere Bedeutung gibt, weiß da jemand mehr? *interessiertschau*

Also sind Christen Christen und Heiden Nichtchristen ;-)

Es gibt sicherlich viele Überschneidungen, aber das hängt von der "Art" des Heiden ab (nach der Def. oben, kann ein Heide ja an alles mögliche glauben).

Und es kommt auf die einzelnen Menschen an, ob ein vernünftiges Miteinander-Reden möglich ist. Ich denke es gibt Christen und Anhänger anderer Religionen, die sich stundenlang miteinander über Religion unterhalten könnten, aber sicherlich gibt es auch solche bei denen nach zwei Sätzen Schluß mit einer vernünftigen Konversation wäre.
TrauerwesenAlso Christen sind ja die, die der lehre Jesus nachkommen, welche sich aus dem Judentum entwickelte (Altes Testament sindja gleich, nur glauben Juden net an die existenz von jesus, man denke nur, sie nagelten ihn ans kreuz usw, aber der gott is eigentlich der gleiche da).

Heidentum sind Nicht-Christen klar, Buddhisten sind ja auch nicht-Christen. Aber, heiden glauben an eine Art Pantheon, kein Monotheismus, wobei dies aber mehr auf Naturreligion gestützt ist. Der germanische Glaube hat ja auch Gottheiten, Freya, odin, Loki usw, aber trotzdem steht die Natur im Mittelpunkt, quasi ne Art Pantheismus. Es gibt nicht DEN Gott. Und beim keltischen ist das ja genauso.

Jo, das wars erstmal soweit von mir.
Ford Prefectich habe gerade in einem Lexikon gelesen, daß es zwischen Heiden und Christen auch nicht die geringste Beziehung gibt.
Das finde ich ziemlich überzogen. Schon deshalb, weil christlicherseits diverse heidnische Feste "getauft" wurden.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Ford Prefect [/i]
[B]ich habe gerade in einem Lexikon gelesen, daß es zwischen Heiden und Christen auch nicht die geringste Beziehung gibt.
Das finde ich ziemlich überzogen. Schon deshalb, weil christlicherseits diverse heidnische Feste "getauft" wurden. [/B][/QUOTE]

Das stimmt allerdings, weil das heidentum hier vorher war, So stammt das Wort "Ostern" vom heidnischen Frühlingsäquinoktium (schweres wort nun^^) ab wo Osteria geehrt wurde. Diese Fest beschäftigte sich bei den Heiden mit des Wiedererwachens der natur im Frühling, symboliken der fruchtbarkeit welche wiederkam sind Eier, hasen und all jenes, was man nun mit Ostern in Verbindung bringt, also Eier sind eigentlich rein heidnischer Natur.

Weihnachten bzw Jesus Geburtstag wurde zur Wintersonnenwende gelegt, ein Fest was bei den Heiden eine grosse Bedeutung hatte bzw hat (gibt ja immernoch Heiden, ich fühle mich da auch zugehörig).
Ford Prefectnun habe ich allerdings gegoogled und raus gefunden, daß ca.
50 % der Forscher davon ausgeht, daß es nie eine Göttin "Ostara/Osteria" gegeben habe.
Da wird von einem christlichen Fest auf ein dahinter liegendes heidnisches Fest geschlossen.

Außerdem hat gerade der Ostertermin eine lange Geschichte und diese hängt vor allem von den Gegebenheiten in den Ländern ab, wo das Christentum ursprünglich herkommt (Syrien, Türkei, Nordafrika).
Hier würde ich keine Beziehung zu "heidnischen" Festen suchen. Bei Weihnachten schon - aber bei Ostern liegt die Analogie zum jüdischen Festkalender wesentlich näher.
sly_dsheiden und christen,
warum muss immer alles miteinander verglichen werden,

egal, die großzahl der heutigen heiden sind (soweit ich weiß) auf der stufe einer art naturreligion die sich in unsere lebenssituation anpasst,
und ich denke das heidentum ist nicht mehr eine randerscheinung einiger weniger, man sollte auch diese religion als das anerkennen was sie ist
Darket[QUOTE]nur glauben Juden net an die existenz von jesus[/QUOTE]
Falsch, sie glauben nur nicht dran, dass er der Sohn Gottes oder ein Messias ist und warten immernoch auf den Gesandten.


[QUOTE]egal, die großzahl der heutigen heiden sind (soweit ich weiß) auf der stufe einer art naturreligion die sich in unsere lebenssituation anpasst,[/QUOTE]
Ebenfalls nicht korrekt, da das Wort "Heide" noch keine Religionszugehörigkeit definiert. Der nordische Glaube an Odin, Thor und co ist per Definition auch heidnisch, genauso wie alte keltische Glaubensrichtungen oder auch der Glaube den Römer und Griechen pflegten.
Gerade die nordischen Kulte sind in Skandinavien wieder auf dem Vormarsch, in Dänemark wurde irgend eine dieser Richtungen kürzlich soviel ich weiß wieder offiziell auf die Stufe anderer, großer Religionen erhoben.
DonnKluges etymologisches Lexikon:

Heide, althochdeutsch [i]haidano[/i], mittelhochdeutsch [i]heiden[/i], "Nicht-Christ" [...] offenbar eine Lehnsübersetzung des lateinischen [i]pagani[/i] (nach [i]pagus[/i]= "Gau, Heim")...

Grundsätzlich lässt sich sagen: der Glaubensheide ist in der alten christlichen Weltsicht wie ein wildes, unbebautes Land, eine Heide eben. Beide Bedeutungen des Wortes sind nämlich keine zufälligen Teekesselchen, sondern kommen aus dem gleichen Stamm.

Heide bezeichnet also nicht eine bestimmte Glaubensrichtung.
Ford Prefectund "Heide" kann auch als abfälliger Begriff verwendet werden. Dies deshalb, weil im jüdischen Verständnis der "Goi" (= der Nichtjude) immer kritisch zu sehen ist. Das haben Christen übernommen.
charles filth[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]
Heidentum sind Nicht-Christen klar, Buddhisten sind ja auch nicht-Christen. Aber, heiden glauben an eine Art Pantheon, kein Monotheismus, wobei dies aber mehr auf Naturreligion gestützt ist. .
[/B][/QUOTE]

ich denke im polytheismus liegt nicht das problem, denn buddhisten haben ebenfalls mehrere götter...und sie beziehen sich mehr auf die natur...feste, wie samhain (heitzutage helloween) waren für die christen, als "zivilisierte" menschen eben heidnisch...was mehr bedeute, als, dass es nur eine andere reliogion ist...es war eine verspottung des christlichen gottes...es war eine sünde...vom damaligen "bekehrungswahn" der christen kommt, meiner meinung nach, die negative bedeutung des heidentums...die heidnischen völker (z.b. germanen, kelten,...) wurden unter anderem auch als barbaren bezeichnet...

wenn man bedenkt, dass die christen sehr viele symbole aus diesen religionen übernommen haben fragt man sich ob es überhaupt berechtigt ist, sie so abwertend als heidnisch zu bezeichnen...
Ford Prefectnur eine kleine Anmerkung: Buddhisten haben nicht "mehrere Götter". Allenfalls im tibetischen Buddhismus, der seinerseits eine Verschmelzung mit tibetischen vorbuddhistischen Religionen eingegangen ist, gibt es so etwas wie transzendente Wesen. Der Buddhismus zeichnet sich gerade durch einen Verzicht auf einen "Gott" aus.
charles filthich muss gestehen, so genau weiß i das net...hab im reliunterricht nur mitgekriegt, dass sie im allgemeinen ében als polytheisten bezeichnet werden...wenns nich stimmt, zeichnet mein relilehrer dafür verantwortlich...*g*
Ford Prefectsag ihm, er hat keine Ahnung.

Der Buddhismus wird immer wieder als Beispiel genannt, daß eben nicht jede Religion ein transzendentes Gottesbild ausgebildet hat.
Wie gesagt: Der tibetische Buddhismus ist etwas anders. Und den bekommen wir meistens mit. Aber polytheistisch kann man ihn auch nicht nennen.
Trauerwesen(herkömmliche) Buddhisten sind Atheisten, ganz recht, kein Gott. Deswegen ist Buddhismus auch mehr ein Glaube und keine Religion, denn eine "eingetragende" religion ist es nicht. der Hinduismus hingegen hat ein Pantheon, und jeder daran gläubige kann sich dort seinen persönlichen Gott aussuchen.
Ford Prefectwobei dann wieder die Frage ist, was denn nun eine Religion ist.
Wenn man Fußball als Religion bezeichnen kann - warum dann nicht Buddhismus ?
CatherineIch finde es nicht richtig zu sagen, die die an Jesus etc. glauben sind die Christen, die Guten ... und die, die nicht daran glauben, sind die Heiden, die Bösen ... ? Das ist nicht ok!!
Donn[quote](herkömmliche) Buddhisten sind Atheisten, ganz recht, kein Gott. [/quote]

*möööp* falsch. Atheismus bedeutet nicht gottlosigkeit, sondern den bewussten glauben an die nichtexistenz eines göttlichen wesens. buddhisten sind also höchstens agnostiker. der buddhismus enthält sich einer aussage zu diesem thema, da die existenz höherer wesen angesichts des samsara bzw. des nirvanas unerheblich ist.

[quote]Ich finde es nicht richtig zu sagen, die die an Jesus etc. glauben sind die Christen, die Guten ... und die, die nicht daran glauben, sind die Heiden, die Bösen ... ? Das ist nicht ok!![/quote]

und wo war hier der diskussionsbeitrag? einfach nur zu sagen "das find ich nicht gut so" ist leider ziemlich unproduktiv. abgesehen davon wirfst du hier ein paar dinge durcheinander. zum beispiel die christliche weltsicht des mittelalters mit der heutigen. im mittelalter waren für einen christen alle ungläubigen böse. das hat sich grundlegend übrigens erst mit der aufklärung geändert (und in einigen landstrichen bayerns bis heute nicht ;)). heute sehen das die christen idr. anders. trotzdem muss eine religion, wie das christentum eine ist, davon ausgehen, dass sie alleine recht hat und die anderen arme verirrte sünder sind, die bestenfalls nicht wissen, was sie tun. denn sonst wird sie unglaubwürdig.
politheisten sind, was die toleranz angeht, generell im vorteil.
dying-rose[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B](herkömmliche) Buddhisten sind Atheisten, ganz recht, kein Gott. [/B][/QUOTE]

Und was ist mit Buddha? Okay ... ich hab mal gelesen, dass er nur ein Lehrer ist, der die Gläubigen ins Nirvana führen soll ... aber warum beten ihn buddhisten trotzdem an? ich meine wenn man in ein tempel geht, sieht man sofort eine große buddha-statue ... oder man bringt ihm Gaben ... oder verneigt sich vor ihm ... ist das keine gottesverehrung???
Distel51Für uns sollte in der Frage Heidentum und Christen erstmal auch die
moderne Erscheinung in Deutschland eines neuen Heidentums
angesprochen werden.


Vielleicht ist dabei interessant zu beobachten, warum es diese
Bewegung gibt und was die Kirche verschlafen hat.

Nicht nur, denn da werden alte Fundamnete ausgehoben, die
einem Volk vernichtet worden sind. von der Kirche.

Interessant wäre nun zu wissen, welche Stärken sich gegenüber
stehen, ...zwichen den Parteien und welche Schwächen !

Die heidnischen Götter haben sich in den Bäumen ein Standbild
geschaffen und geben dem Menschen magische Orientierung
ins Leben.

Im heutigen Christentum, gibt es keine Anbindungen mehr an die
Natur, man begreift steril sich selbst und die Kirche lässt
den Gedanken an existierender Kraft, sprich anwendender Magie
durch Pflanzen ec. nicht zu, oder verteufelt es wie im Mittelalter.

Deshalb ist der Todesgraben zwischen Heiden und diesen
Kirchenchristen unüberbrückbar.


:eek:
GezaHallo Euch,

Zu Donns Definition: Heiden (haidano) nannten die christlichen Goten im 4. Jh. ihre noch naturreligiösen Stammesangehörigen, weil deren Kult im Freien (eben auf der „Heide“) ausgeübt wurde. Vielleicht spielte das lateinische Paganus (Land, Dorf) mit hinein (die ihre Religion auf dem „Land“ ausüben). Im Tarockspiel heißt der 1. Tarock (Le Batteleur-Der Magier) noch heute der „Pagat“ („Heide“), und er ist ein Magier.

@Ford Prefect: Ostara ist als Eostre bereits bei Beda bezeugt, auch der altdeutsche Monatsname Ostarun belegt diese Göttin, dazu ein uraltes Eostar-Gebet aus Corvey, zahlreiche Ortsnamen (Osterode, Osterholz, Osterquelle) und die indogermanischen Parallelen (Ushas, Eos, Aurora usw.).

Der Buddhismus ist schon ein Teil des Polytheismus, denn überall in den buddhistischen Ländern finden wir in den Tempeln neben Buddha Götterstatuen, und Buddha selbst gilt als Inkarnation Vishnus. Nur in manchen Klöstern leugnet man die andern Götter und vertritt die „reine Lehre“ des Buddha. Man muß also doch mehr den tatsächlich ausgeübten Buddhismus vergleichen, nicht die Theorie.

Der Unterschied zwischen Heidentum und Christentum (bzw. Christentümern): Heiden verehren viele Gottheiten, Christen nur einen (dreieinigen) Gott. Trotzdem finden wir in der Bibel Stellen, die von Göttern (Elohim) handeln und diese als real existent ansehen. Auch die germanischen Götter wurden anfangs von den Christen als reale Wesenheiten angesehen, später zu Dämonen herabgewürdigt. Jachveh war ursprünglich ein Gott von vielen, seine Propheten aber machten ihn zum Hauptgott, weil er die Israeliten aus Ägypten geführt hatte (für eine so kurze Reise 3000 Jahre Verpflichtung war aber ein schlechter Handel).
Das Christentum hat sämtliche seiner Zeremonien, Feste, viele Heilige und viele Lehren aus den heidnischen Religionen der Römer, Griechen, Germanen und Celten übernommen, da es nichts Eigenes hier hatte. Selbst das Vaterunsergebet (das einzige Gebet des Jesus) richtet sich indirekt in seinen 7 Bitten an die 7 Planetengötter in der damaligen Reihenfolge der Wochentage. Das letzte Abendmahl ist das jüdische Passah, das Essen von Brot und Wein ist heidnisch (Opfermahl) usw. Je mehr man die Quellen studiert, desto deutlicher wird das.

Lichtgruß, Geza

[url]www.Allsherjargode.de[/url]
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von dying-rose [/i]
[B]Und was ist mit Buddha? Okay ... ich hab mal gelesen, dass er nur ein Lehrer ist, der die Gläubigen ins Nirvana führen soll ... aber warum beten ihn buddhisten trotzdem an? ich meine wenn man in ein tempel geht, sieht man sofort eine große buddha-statue ... oder man bringt ihm Gaben ... oder verneigt sich vor ihm ... ist das keine gottesverehrung??? [/B][/QUOTE]

Er ist nicht der allmächtige; Buddha ist nur der Begründer, wie in etwa Mohammed (heisst der so?) aber kein Gott. Er wird verehrt, weil er den weg ging, den die Buddhisten nachgehen wollen. Also Erleuchtung usw, denn er hat diesen weg ja begründet ausserhalb der mehr hinduistischen Askese und dieser Weg ist ja quasi der Buddhismus. Und deswegen wird er verehrt, aber nicht weil er als Gott gesehen wird, Buddha hatte keine übernatürlichen Kräfte, und ein Gott ist mehr oder weniger allmächtig. Buddha war ein Mensch. Er wird halt nur verehrt wie beispielsweise ein Fan seine band verehrt, nur halt in extremerer Form, oder das Christentum in etwa Jesus, er war ja auch ein mensch, nur halt mit dem zusatz dass er sohn gottes war und übernatürliche kräfte hat (laut christentum). Es mag wie gottesverehrung sein, aber ein Gott war Buddha keinesfalls.
Ford Prefect@Geza...
Die Bezeugung Eostres bei Beda ist mir durchaus bekannt. Allerdings ist es m.E. so, daß diese Stelle insofern umstritten ist, als nicht klar ist, ob Beda nicht als christlicher Theologe über Dinge schreibt, die er nur vom Hören her kennt.
Und in jedem Fall ist es so, daß die Festlegung des Ostertermins nicht von germanischen oder keltischen Vorgaben, sondern schlicht vom jüdischen Passahfest abhängig ist. An diesem Punkt haben die Christen mal nicht bei den Germanen "geklaut".

Meine Meinung zu Heiden und Christen ist, daß in der Theorie wohl ein unüberbrückbarer Graben zwischen Polytheismus und trinitarischem Monotheismus besteht und daß auch hinsichtlich der Erlösungslehre erhebliche Unterschiede bestehen. Die Einzigartigkeit Christi mal ganz außen vorgelassen...

Trotzdem denke ich, daß es Punkte gibt, an denen man zusammen kommen und auch zusammenarbeiten kann.

Ein Christ, der seinen Glauben ernst nimmt, sollte mit allen Menschen, die konstruktiv an der Verbesserung der Welt bzw. des Lebens der Menschen arbeitet, zusammenarbeiten können. Stelle ich jetzt mal als These in den Raum...
demelza@charles filth: dein reli-lehrer sprach sicher vom hinduismus, der in indien vorherrschend ist - gut, in indien gibt es auch muslime (aber ich glaube, die leben vorwiegend im norden)
GezaHallo Ford Prefect,

Es ist mir bekannt, daß der christliche Ostetermin durch den Mönch Dionysos Exiguus eingeführt wurde mit der Absicht, daß es niemals mit dem jüdischen Passahfest zusammenfallen sollte (was nicht aufging). Der gleiche Mönch, der sich schon bei der Aufstellung der Jahreszählung „nach Christus“ um 6 oder 7 Jahre verrechnet hatte. Der heidnische Ostertermin war und ist die Frühlingsgleiche, das Fest hieß im Norden auch Várblót. Beda war Mönch und hatte keinen Grund, eine heidnische Göttin eigens zu erfinden. Wie gesagt, die Parallelen und das uralte Eostargebet („Eostar, Eostar, eordhan modor...“) wiedersprechen der These, Ostara hätte es nicht gegeben. Ostara entspricht übrigens der nordischen Freyja, und Sie ist sehr gut bezeugt.
Die Dreieinigkeit ist aus dem Heidentum in das Christentum gekommen. Dem Schwedenkönig Gylfi offenbarte Sich Odinn in drei Personen, die sämtlich Seine Namen trugen.
Ich denke, das Christentum und das Heidentum wären dann kompatibel, wenn sich die Christen wieder daran erinnern würden, daß es neben Jachveh noch weitere Götter gibt (wie es ja auch im Alten Testament immer wieder zu lesen ist). Jachveh bzw. Gott als höchsten Gott mit andern Göttern die diesem Allvater untergeordnet sind (und daher im Christentum keine Rolle mehr spielen). Das wäre ähnlich wie Wodan als Göttervater und die anderen Gottheiten als Seine Kinder, jedenfalls untergeordnet.
Also muß der Ansatz darin bestehen, die Christen selbst auf ihre Überlieferungen von den Göttern hinzuweisen, z. B. Exodus 22, 27 (zwei Kapitel nach den 10 Geboten):
>Den Göttern sollst du nicht fluchen...<. Hier (wie im ersten Gebot) steht eben nicht, es gäbe keine Götter. Und im 1. Gebot steht, die Israeliten sollten keine andern Götter neben Jachveh haben. „Neben“ ist etwas anderes, als „unter“, d. h. die Götter sind zwar real, aber sie sollen nur unter Jachveh gedacht werden bzw. sie sind real, sollen aber speziell von den Israeliten (aus Dankbarkeit für die Rettung durch Jachveh) nicht verehrt werden, sondern nur Jachveh. Schließlich haben diese Götter ja auch die Menschen geschaffen (Gen. 1, 26):
>Und Götter sprach (ursprünglich: sprachen): Laßt uns Menschen machen...<

Ich hatte einmal dem evangelischen Pfarrer in Horn vorgeschlagen, eine gemeinsame Zeremonie (christlich-heidnisch) an den Externsteinen abzuhalten, auch um den dortigen ewigen Streit zwischen Christen und Heiden zu beenden. Antwort: >...dass wir uns angesichts der antiheidnischen Ausrichtung biblischen Glaubens eine Zusammenarbeit nicht vorstellen können<. Auf Nachfrage bekam ich die Antwort: >Sie werden verstehen, dass ich was die biblische Einstellung zu andern Göttern [betrifft], grundsätzlich anderer Meinung bin wie Sie<.
Es ist wohl noch ein langer Weg nötig.

Lichtgruß, Geza

[url]www.Allsherjargode.de[/url]
Ford Prefect@Geza
Um den Osterstermin hat es immerhin einen lagen Streit gegeben. Muß man fürs Examen lernen und es ist echt nicht so spannend. Nur ist mir deutlich geworden, daß die Festlegung dieses Termines in einem Kontext erfolgte, der mit nordischem Glauben erstmal keine Berührung hatte bzw. haben konnte.

Das mit dem polytheistischen Hintergrund speziell des ATs stimmt natürlich. Auch wenn sich das kaum jemand traut, es offen zu sagen, so ist es doch common sense der Forschung. Allerdings gibt es auch einen deutlich und heftigen Trend im AT hin zu einem kämpferischen und auch gewalttätigen Monotheismus (etwa bei Elia). Durchgesetzt hat sich der Monotheismus und es ist sehr schwer und langwierig, das Rad da zurückdrehen zu wollen.
Aber in Anbetracht der Genese des JHWH-Glaubens ist es doch sinnvoll, auf harte Grenzziehungen zu verzichten. Denke ich.
Trinity GothNach oben schieb,im Bezug auf die Heiden - Christen Thematik im Symbole Thread!

Gruß
Trin
Trinity GothIch denke das Heiden (in Bezug auf Neo Heiden) und Christen heute nebeneinander existieren können. Konflikte zwischen Religionen wird es immer geben und solange es ohne Waffengewalt geschieht ist das sogar förderlich für die gegenseitige Entwicklung.
Ich bin als Neo Heidin mit einem Christen verheiratet und unsere religösen Diskusionen sind immer wieder recht interessant, aber trotzdem führen wir ein recht harmonische Ehe :)

Gruß
Trin
Trinity Goth@apnoe: Interessante Kombination.

Heide ist nicht gleich Nicht-Gläubige, sondern jemand der den organisierten Religionsformen nicht entspricht. Das ist meine Definition.

Gruß
Trin
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von apnoe [/i]
[B]Denke auch, es gibt gar keine Heiden, beziehungsweise keine Atheisten, denn an irgendetwas glaubt man ja immer... selbst wenn es nur das sichtbare ist.
[/B][/QUOTE]

Atheist ist man aber, wenn man an keine Gottheit glaubt. Daher ja auch der Begriff. Er kommt vom griechischen "átheos" und das heißt übersetzt "gottlos", und das ist ja durchaus möglich... :)
Hellsunnadas Wort Heide wurde/wird abwertend benutzt und in den Augen beider Kirchen waren/sind alles Heiden die entweder an mehrere Götter glauben, die Wildsau (das ursprünglich weibliche) verehrten etc. und eben auch jene die keine Götter und auch keinen Gott anbeten.


EDIT Meier:

Trotzdem nennt man sich gern mal als Heide oder Neoheiden - tu ich ab und an auch wenn ich nicht nachdenke. Früher hätte sich bestimmt kein Germane selbst Heide genannt *g*
Trinity GothIch geb zu ich provoziere gerne mit dem Wort Heide. Ausserdem ist eine Notlösung,weil es für meinen Glauben keine Bezeichnung gibt. Ich glaube ich sollte mal eine kreieren.

Gruß
Trin
Darket[QUOTE]Heide ist nicht gleich Nicht-Gläubige, sondern jemand der den organisierten Religionsformen nicht entspricht. Das ist meine Definition.[/QUOTE]
Wenn ich nicht vollständig irre, ist "Heide" doch die Bezeichnung für Anhänger einer nicht-abrahamitischen Religion, will heißen: Alle außer Christen, Juden und Moslems.
ApexAlso ich habe mal den Brockhaus bemüht:

Heide,

Kreisstadt des Kreises Dithmarschen. Schleswig-Holstein. Heiden kommen also alle aus dem selben Ort. ;)

Okay ernsthaft:

Heiden ist die im christlichen Sprachgebrauch ursprünglich Bezeichnung für alle Menschen, die nicht die Taufe empfangen haben.
Seit Beginn der Neuzeit nur noch für Bekenner nichtmonotheistischer Religionen gebraucht (also nicht für Juden und Muslime) und heute fast durchgängig durch den Begriff »Nichtchristen« ersetzt.
Trinity Goth@Darket: Die Definition kenne ich nur vom Islam. Die Christen und Juden scheinen da anderer Auffassung zu sein und sagen auch von den anderen Buchreligionen, dass sie Heiden wären.

Gruß
Trin
Trinity Goth@Apex: Ich glaube die katholische Kirche lebt noch nicht in der Neuzeit ;) Also ich hab die Bezeichung noch im Religionsunterricht hören dürfen und ich denke auch das sie bei Konservativen noch verbreitet ist.
decay73Sieht so aus, als ob ich ziemlich eindeutig Heide und gleichzeitig Atheist mit seit einiger Zeit einer gewissen Affinität zum Zen- Buddhismus bin. ;)
Distel51Ich denke dass Christus-Jesus, so er historisch ist auch ein Heide war,
die nun an ihn glaubten waren dann Christen...u.s.w. und dann erst gab
es das Christen - tum.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Distel51 [/i]
[B]Ich denke dass Christus-Jesus, so er historisch ist auch ein Heide war,
[/B][/QUOTE]

Nein, der war ursprünglich Jude.
Distel51Christus war ein Chaldäer, sprach aramäisch...

Kommt nicht aus dem Stamm Juda, denn Juden sind die, die aus dem
Stamm Juda kommen.

Die Chaldäer haben eine ganz andere Religion wie die Judäer.

Der Gedanke ist sehr neu,...fast könnte man glauben, dass die kathol. Kirche
Jesus zu einem Juden gemacht hat.

Er wurde ja auch von den Juden verachtet, eben weil er ein Fremdling
unter ihnen war.
Distel51...noch weiter, er als Galiläer lebte unter vielen Heiden, war verachtet von
den stolzen Judäern ( Juden ), als Galiläer...er ist für mich kein Jude...das ist sehr umstritten, dieser Gedanke, sehr neu,

...aber es forscht sich hin zu meiner Theorie .

[url]http://www.libanon-info.de/lib/reli/relich.html[/url]
decay73Vielleicht war er ja auch Buddhist...
GezaHallo Euch,

aus Thailand weiß ich, daß da innerhalb des Buddhismus verschiedene Götter verehrt werden. Ich fragte im Berliner Buddha-Tempel nach (wo man einen Buddhismus ohne Götter lehrt), und man sagte mir, das seien vorbuddhistische Gottheiten, die zun "reinen" Buddhismus nicht dazugehörten. Solche Götter gibt es aber in allen buddhistischen Ländern und real sind sie Theil der Religion dieser Menschen. Deswegen kann man diese Götterkulte nicht vom Buddhismus trennen. Es sind Buddhatempel, in denen sich die Götterstatuen befinden, in denen diese Götter verehrt werden. Auch wenn sie in der "reinen Lehre" nicht vorkommen sollten. Die "reine Lehre" existiert ja immer nur in der Theorie und bei einigen wenigen Mönchen, sie hat in der Realität wenig Bedeutung.

Bei einem Tempel in Thailand gab es daneben einen Laden, wo man Bausätze aus Wellpappe zum zusammenstecken kaufen konnte. Auf die Weise konnte man Papp-Videorecorder usw. herstellen. Diese wurden dann im Tempel verbrannt, damit der Tote, für den man das macht, im Jenseits auch einen Videorecorder bekäme. Da glaubt keiner an ein unpersönliches "Nirvana". In einem andern Tempel entzündete man Sylvesterknaller für den Gott der Freude, ein dritter Tempel hatte Symbolbilder der Tierkreiszeichen. Hier wurde auch im Tempel Akupunktur betrieben. Woanders steht wiederum eine dicke Sigur, der "Puntschen Lama", der für das Wohlleben angerufen wird.
Deswegen: Buddhimus kennt auch Götter, und nach indischer Lehre ist Buddha eine Inkarnation Vishnus und damit selbst eine Gottheit.

Lichtgruß, Geza
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Geza [/i]
[B]Deswegen: Buddhimus kennt auch Götter, und nach indischer Lehre ist Buddha eine Inkarnation Vishnus und damit selbst eine Gottheit.
[/B][/QUOTE]

Natürlich kennt man im Buddhismus Götter, aber man braucht nicht zwingend an einen Gott glauben, um Buddhist zu sein, das ist der Unterschied.
Man kann auch Buddhist und Christ zugleich sein - das spielt keine Rolle.

Zudem darf man auch nicht vergessen, daß es im Buddhismus verschiedene Schulen gibt., also nicht nur den indischen oder den tibetischen, sondern z.B. auch den Zen- Buddhismus.
In der Soto-Schule des Zen sagt man: „Töte den Buddha!“.
Könnte z.B. ein Christ sagen: „Töte Gott!“?

[quote][b]Die Behauptung, dass es einen Gott außer dir gebe, ist eine häretische Lehre, die Gott und Selbst trennt. Du selbst musst Gott sein. Wenn es den Schöpfer der Welt irgendwo außerhalb geben soll, hat das mit Buddhalehre nichts zu tun.[/b][/quote]

[quote][b]Die phänomenale Welt ist nichts, was Gott fabriziert hat. Sie besteht durch kausale Wechselwirkung. Buddha bedeutet, dass aus einem unermesslichen Grund eine unermessliche Wirkung folgt. Auf dem Grund des Undenkens denken: So verwirklicht sich Buddha. Oft wird gesagt, dass Zen Ungeist bedeute. Doch Ungeist bedeutet Unermesslichkeit, und Unermesslichkeit bedeutet nicht die Nicht-Messbarkeit im Gegensatz zur Messbarkeit.[/b][/quote]
(Zitate: Kodo Sawaki Roshi)


Nachtrag: Wenn gesagt wird, daß Buddha die Reinkarnation Vishnus sei, so ist das eine Idee, die dem Hinduismus entspungen ist, nicht dem Buddhismus. :)
Trinity GothWenn Jesus Buddhist gewesen wäre...interessante Theorie.

Thema Götter im Buddhismus:
Ich denke mal die Götter gibt es deshalb noch, weil der Buddhismus mit den vorhandenen Religionen verschmolzen ist, deswegen ist die Religionsausübung in jedem asiatischen Land etwas anders.
Der Buddha (Siddhattha) kam doch aus Indien und war Hinduist.

Gruß
Trin
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i]
[B]Wenn Jesus Buddhist gewesen wäre...interessante Theorie.
[/B][/QUOTE]

Finde ich auch. Man geht davor aus und es gibt wohl Hinweise (aber keine Beweise) darauf, daß Jesus zu der Zeit, in der nicht viel über ihn in der Bibel geschrieben steht, in Indien war und dem Buddhismus begegnet ist.
Damit erklärt man sich auch den Wandel Gottes von dem bösen, rachsüchtigen Gott des alten Testaments zum liebenden Gott des neuen Testaments.
Der Rosenkranz z.B. stammt letztlich aus dem Buddhismus.

Aber um diese Frage ranken sich einige Legenden und (wie sollte es anders sein) einig ist man sich bei der Bewertung mangels handfester Beweise auch noch nicht. Manche behaupten sogar umgekehret, Jesus hätte den Buddhismus christianisiert (was ich persönlich für recht unwahrscheinlich halte. Immerhin hört man bis zu einem gewissen Alter nichts von Jesus und nichts von irgendwelchen Wundertaten oder von "seiner Philosophie".).
Cristal DawnWarum sollte man die Menschen,die nicht gerade an Christus glauben,einen Heiden nennen???

An wen haben wir Germanen denn vor hunderten von Jahren denn geglaubt???
War das dann nicht auch ein Heidentum???
Nur weil auch die Germanen nicht immer an Christus gelaubt haben???

Ich denke nein.
Denn auch wenn man nicht unbedingt an gott glaubt,so gibt es genug andere Glaubensrichtungen,die einen dennoch nicht zu einem Heiden macht.

einen atheisten aber,der an nichts und niemangen glaubt,den,so denke ich,sollte man eher einen Heiden nennen,da er an nichts glauben vermag.

Lg CristalDawn
Distel51Ich denke, dass ist eine innerkirchliche, wie politische Sprachregelung...die man schon bald als antiquiert betrachten kann.
Die Völker rutschen heute so zusammen und auch eben die Religionen,
dass wir die Zuordnungen wohin Du in Deinem Glauben gehörst, das "wie und was" bald vergessen können.

:eek:
ApexAlso ich habs ja schonmal irgendwo gepostet, aber Heiden ist im ursprünglich, christlichen Sprachgebrauch die Bezeichnung für Ungetaufte gewesen. Ab der Neuzeit hat man dann alle Anhänger nichtmonotheistischer Religionen so bezeichner und heute sagt man politisch korrekt "Nichtchristen" ;)

[QUOTE]An wen haben wir Germanen denn vor hunderten von Jahren denn geglaubt???
War das dann nicht auch ein Heidentum???[/QUOTE]

Mal von der Tatsache abgesehen, dass ich kein Germane bin...per Definition des Begriffes "Heide" kannich darauf ganz klar mit "JO" antworten ;)
Distel51@Apex


...was Du sagst stimmt,
zu der Fage gibt es auch ein Buch, das heisst " Der Heiden Heiland ",

was meinst Du dazu ?:cool:
ApexDer Buchtitel sagt mir nix, ich finds auch nirgendwo. Aber ich kenne ein kirchliches Weihnachtslied das so heißt, soll ichs mal singen? :D
Donn[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Der Buchtitel sagt mir nix, ich finds auch nirgendwo. Aber ich kenne ein kirchliches Weihnachtslied das so heißt, soll ichs mal singen? :D [/B][/QUOTE]

Wart mal, ich singe auch noch mit ;-)
Distel51...ja das Weihnachtslied kenne ich auch...nur wie waren die Strophen ???

Also der Autor : Tom Harpur : "Der Heidnische Heiland "

1. Auflage 2005

Ansata Verlag

ISBN 3 - 7787 - 7284 - 8

Ein grossartiges Buch, es weist nach, dass die ganze Jesusgeschichte schon
im alten Ägypten in einer Hieroglyphenschrift zu finden ist.
Also ist die Jesusgeschichte schon seit Adam und Eva bekannt,
besser prophezeit worden.

Im Internet kann man die Diskussion nachlesen darüber unter :

[url]www.jesuspuzzle.com[/url]

da ist nur leider alles auf englisch, gibt noch was :


[url]www.tomharpur.com[/url]

Der Autor ist leider Amerikaner und seine Bücher sind alle englisch,
das ist das erste Buch was in deutsch übersetzt wurde.

Schaut mal....

Gruss
GezaDas Lied beginnt:

>Nun komm, der Heiden Heiland, der Jungfrauen Kind erkannt, daß sich wunder alle Welt, Gott solch Geburt ihm bestellt<

Der Text ist von Luther (1524) nach dem Hymnus "veni redemptor gentium" des Ambrosius von Mailand um 386, der wohl auf heidnische Hymnen zurückgeht. Die Melodie ist aus dem 12. Jh.

Lichtgruß, Geza
Distel51...ist ja allerhand, dass ein Heide den Christen das Christentum wieder beibringt.

Kirchen ade.:)
triggerDie Christen haben ja auch sehr viele Riten aus den heidnischen Kulten in ihre Religion eingebaut.. spontan fällt mir der Weihnachtsbaum ein. Germanische Tradition Äpfel an einen Tannenbaum zu hängen..heute sinds Weihnachtskugeln und ein fester Bestandteil der christlichen Kultur
Katzenfreund@apnoe
Bist Du der Gründer der "Satanisten für Jesus ?"
:)
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TheTurningPoint
Dunkle GräfinWie schon einige sagten, nannten die Christen alle Menschen, die nicht an Gott glaubten Heiden...ich bin selber Heidin und glaube an den alten Weg, die alten Götter.

Die Christen haben fast alle Feste der alten Zeiten in ihre Religion übernommen. Anzuführen wäre da als erstes Jul, also das Weihnachtsfest, aber auch Ostara, Lichtmess, etc. inkl. der alten Symbole wie die Eier an Ostara, den Weihnachtsbaum an Yul und oft genug gibt es ja an den Ostertagen die Feuerräder, ein altes Sonnensymbol.

Ich denke immer, als das Christentum aufkam, haben die alten Götter und Wesen nicht gesagt, dass sie nun gehen und das ja kein Platz mehr für sie sei. Sie waren immer da und sind es immer nur und nur weil die christliche Religion so gross und mächtig wurde sind sie nicht vertrieben worden, man hat nur vergessen an sie zu glauben.
MontroseIm Donautal gibt es noch alte Sagen vom Mueti (ich hab extra nochmals nachgeschlagen). So wird dort Wotan mit seiner wilden Horde genannt. Und natürlich fegt er noch über die Landschaft, die Hochflächen.

Es ist ein schwieriges Thema, von dem ich bislang die Finger wegließ.

Das Thema lautet: war Gott schon in Regionen da, wo er noch nicht da war?

Oder anders: Ist Wotan Jahwe? Sind es dieselben?


Der "Heide", der aber kein Atheist ist, muss sich allerdings auch fragen lassen müssen, wie sein Gottesbild oder sein Götterbild aussieht.

Was machen diese Götter?


Der christliche Glaube ist im Grunde sehr verkopft, dogmatisch. Der Ursprung von Religion ist jedoch eher eine sinnliche Faszination. Bei den Germanen und Kelten waren es anscheinend oft Naturerscheinungen: Baumgruppen, Quellen, Felsen usw., wo sie sagten: da ist ein Wesen drin.

Die altisraelitische Religion war übrigens nicht anders. Die Eiche zu Mamre, der Sinai als Gottessitz. Man kann davon ausgehen, dass die Entwicklung verschiedener Religionen ähnlich war.


An mehrere Götter zu glauben hat den Vorteil, die Widersprüchlichkeiten einfach auflösen zu können. Wenn etwas schief läuft, muss man Gott nicht rechtfertigen, sondern man kann sich sagen: Gott war gut, aber ein böser, anderer Gott war stärker. Auch lassen sich Dinge, die sich widersprechen könnten, wie Moral und Lust, einfach auf zwei verschiedene Götter verteilen.

Es hat aber auch den Nachteil, dass kein Gott mehr alleiniger Herr dieser Welt ist, und somit die Götter an Kraft verlieren. Ebenso ist es eine Frage der Treue ...was ja das Hauptthema der Israeliten immer war ..... kann man in Fragen der Religion fremdgehen, untreu werden?

Der alte (römische) Weg ging zumindest bei Kaiser Julian Apostata ziemlich in die Hose (361-363 n. Chr.). Der römische Glaube war nicht mehr lebendig, so dass Julians Kampagne, die alten Götter wieder einzusetzen, von den "Heiden" selbst nicht
mehr mitgetragen wurde.




Der "alte Weg". Ich hoffe, Du hast darüber profunde Kenntnisse und fällst nicht auf irgendwelche modernen Erfindungen rein.
Ich kenne mich da nicht so aus. Wenn man "den alten Weg" sucht oder gar zelebriert, dürften ein paar speziellere Kenntnisse zu Orten und Völkern, die diesen Weg gingen angemessen sein.

Unter meiner Unkenntnis dieser Dinge habe ich zumindest eines vernommen. Menschenopfer kamen in Deutschland anscheinend bis ins 400 Jahrhundert n. Chr. vor.

Hm, vielleicht würde mich das sogar interessieren, Dunkle Gräfin, was Du für Material hast. Was weißt Du über den "Alten Weg"?
Odins Erbenalso ...
ich denke mal das thema heide ist n ziemlich schweres thema, das man nicht so einfach mit paar sätzen definieren kann.

ich bin zwar zur zeit (!!!) noch Katholisch (auf dem papier) aber mein eigentlicher glaube galt schon seit einiger zeit dem Asatru ...
ich glaube irgendwo gelesen zu haben, das als Heide menschen gesehen werden, die sich dem Glauben der germanischen Völker angeschlossen haben.

so zum beispiel Odin als Gott ...
es ist mir egal, ob man Heide als beleidung sieht oder mich jemand so beschimpfen will (was net passen würde Oo)
ich stehe zu meinem Glauben, und auch dazu, Odin als Gott zu sehen ...

=)
WistaireWurde das schon geschrieben? - in der Bibel sind die Christen auch Heiden - nämlich die Heidenchristen und nur die Juden Gottes Volk.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Wistaire [/i]
[B]Wurde das schon geschrieben? - in der Bibel sind die Christen auch Heiden - nämlich die Heidenchristen und nur die Juden Gottes Volk. [/B][/QUOTE]

Das stimmt so nicht ganz...das alttestamentarische Volk sind die Juden - die erste der monotheistischen Religionen - und diese sehen sich tatsächlich von alters her als "Gottes Volk", soweit stimmt es schon...doch diese kann bereits nicht mehr als "Heiden" bezeichnen - da sie ja bereits an das Konzept des "einen Gottes" glaubten...aus der Sicht des Christentums ist nämlich ansonsten jeder, der nicht getauft ist, automatisch "Heide" - allerdings wird der Begriff auch von ihnen zumeist nicht auf Juden und Muslime angewendet, die ja bereits den monotheistischen Glauben kennen...zu der Zeit des AT gab es aber noch kein Christentum, und auch das NT der Bibel ist so gesehen nicht wirklich "christlich"...Jesus war ein Jude, und das, was sich in den Jahrhunderten nach seinem Tod als völlig neue Religion - zunächst von Rom ausgehend unter Konstantins Herrschaft - herausstellte - war in seiner Entstehungszeit nicht viel mehr als eine Sekte, eine Splittergruppe von - man könnte auch sagen "Ketzern" - innerhalb des Judentums...
CagliostroNaja das Christentum findet ja auch ausserhalb der Bibel statt (gottseidank).
Jedenfalls hat man sehr viel bei Stoikern abgekupfert und die waren als Griechen/Kleinasier/Römer in der Tat Heiden.

@Monty
dein Beitrag hat mich positiv überrascht.

Das was du über das Christentum sagst, könnte wahrscheinlich über alle Buchreligionen gesagt werden.
Die Behauptung, die Wahrheit läge nur in einem Buch, statt in der Welt ist nach wie vor sehr kühn und nicht immer nachvollziehbar.

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