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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Behinderungen
thassalaHey ihrs!

Was denkt ihr über Behinderte? Über Menschen mit Behinderungen, sei es Lähmung, geistiger Behinderung, Gehörlosigkeit oder Blindheit?
Über Menschen die nicht sehen können?
Was denkt ihr über die Menschen ohne Gehör, die nicht Musik hören können, sie aber spüren?
Die Menschen die gehörlos sind, die nicht sehr gut sprechen können, da sie sich selber nicht hören?

Empfindet ihr das als 'schlimm'? Habt ihr Angst davor, mit solchen Leuten zusammen zu sein? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute Angst vor Behinderten haben... Ich arbeitete ein Jahr mit Schwerstbehinderten zusammen und diese Kinder haben mir so viel gegeben, dass mir kein 'normaler' hätte geben können.

Wie seht ihr die Thematik?
Mich interessiert das.. Da ich selber gehörlos bin....

Es grüsst euch,
thassala
LaetitiaeHallo thassala,

ich war mit sechs geistig Behinderten in einer Kooperationsklasse, damals war es die 5. und 6. Klasse einer Realschule.

Anfangs hatte ich schon scheu davor, sie sind ja doch etwas 'anders' als gesunde Menschen und trotzdem hab ich gelernt mit ihnen umzugehen, und ich habe vorallem gelernt sie nicht wie etwas Schlimmes, Schreckliches zu behandeln. Es sind genauso Menschen wie du und ich und sie haben das selbe Recht auf eine angemessene Behandlung mit anderen. Mir hat es Spaß gemacht mit ihnen in einer Klasse zusein, zumal ich viel über derren Lebensstil gelernt habe. Ich habe mich mit ihnen angefreundet und war auch bei den Kindern zu Hause.

Für mich sind solche Menschen stark. Ob Blind, Gehörlos, ob psychische oder physische Behinderung, sie sind einfach stark und haben eine Menge Kraft die sie im Leben weiterbringt, die manchem gesunden Menschen fehlt. Ich selber wüsste nicht wie ich leben könnte ohne funktionierende Sinne oder ähnliches.

Ich denke jedoch die Angst die viele gegen solche Menschen entwickeln, ist die Angst sie falsch zu behandeln. Das ist glaube ich ein sehr großer Aspekt die einige überwinden müssen. Aber jeder sollte die Chance haben die Angst überwinden zu können und das Leben solcher Menschen kennen zulernen.

Lg
Laetitiae
MorriHallo Thalassa,

Ich habe ein Problem, eine gewisse Angst, wenn ich mich allein mit Menschen auseinandersetzen, die aus irgendeinem Grund "undeutlich" reden.
Mein Gehör ist laut Tests völlig in Ordnung, aber ich habe festgestellt, daß ich mit Akzenten, Dialekten und Sprachhandicaps bei anderen Personen extreme Verständnisprobleme habe - und die meisten anderen Leute haben bei denselben Personen keinerlei Probleme, sie zu verstehen.

In der Schule hatte ich zwei Jahre eine Klassenkameradin, die unter schweren spastischen Lähmungen litt - alle Lehrer und Mitschüler haben spätestens nach einer Nachfrage verstanden, was sie gesagt hat.
Ich nicht, so sehr ich mich auch bemüht habe... auch am Ende unserer gemeinsamen Schulzeit, in der ich so viele Tage mit ihr in einem Raum verbracht hatte und sie sprechen gehört habe.

Und die Angst dabei ist/war, in eine Situation zu kommen, in der wir beide allein sind, sie Hilfe braucht und ich es nicht verstehe.
Sie hätte ja nicht einmal aufschreiben oder durch Gestik oder Mimik ausdrücken können, was los ist!

Und wie wohl es für sie war, nachdem sie ein paar Male versucht hatte mich irgendetwas zu fragen und feststellen mußte, daß sie sich mir ohne "Dolmetscher" nicht verständlich machen kann?
Ob ihr genauso zum Heulen zumute war wie mir?

Und ansonsten ist da generell das Gefühl, sich zum Narren zu machen, wenn man im Kontakt mit gehandicapten Menschen deren Behinderung vergisst und z.B. einen Blinden auffordert, sich etwas anzusehen, einen Gehörlosen auf ein Geräusch aufmerksam macht oder im Gespräch aus purer Gewohnheit den Kopf während des Redens kurz abwendet.


"Schlimm" finde ich keine Art von Behinderung... schlimm finde ich nur, wenn ich gedankelos bin oder es einfach nicht schaffe, mit einem Menschen zu kommunizieren, der sich mir gern mitteilen möchte - und daß derjenige denken könnte, daß ich etwas gegen ihn oder Behinderte generell habe und mich deshalb nicht bemühe.


Gruß

Morri
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von thassala [/i]
[B]Was denkt ihr über die Menschen ohne Gehör, die nicht Musik hören können, sie aber spüren?[/B][/QUOTE]

Ich würde den Freitod wählen.

Blindheit und Taubheit wären für mich mit unsagbaren Qualen verbunden...
RoadkillerWenn das Hanicap jetzt auftreten würde, vielleicht.
Aber ich glaube, auch dann ist der Wille zu leben, zu kämpfen stärker.
Ich zum Beispiel habe tiefsten Respekt vor Leuten, die geandicappte Kinder großziehen, da das einen unermesslichen Kraftaufwand erfordert.
Ich hatte mal ein Praktikum in einem Forschungsinstitut für Behindertenhilfe, dort kam man mit "Behinderten" näher in Kontakt und eine Sache ist mir aufgefallen.
Vor allem bei Menschen mit Down-Syndrom ist mir die "geistige Reinheit", "Ehrlichkeit" aufgefallen.
Diese Menschen haben was unergründliches, tiefgründiges, sie leben irgendwie nicht in dieser verdorbenen, maroden Welt, mir schien es auch so, alsob es ihnen keine Probleme machen würde ihre wahren Gefühle zu zeigen.
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Morri [/i]
[B]Und ansonsten ist da generell das Gefühl, sich zum Narren zu machen, wenn man im Kontakt mit gehandicapten Menschen deren Behinderung vergisst und z.B. einen Blinden auffordert, sich etwas anzusehen, einen Gehörlosen auf ein Geräusch aufmerksam macht oder im Gespräch aus purer Gewohnheit den Kopf während des Redens kurz abwendet.[/B][/QUOTE]

Also ich kann zwar nur aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen (meine Schwester ist zu 95% blind, ihr Freund 100% blind, mein Cousin gehörlos), aber ich denke, diese Sorgen brauchst du dir wirklich nicht machen. Allgemein habe ich den Eindruck, dass es das beste ist, wenn man sich einfach nicht so sehr einen Kopf darüber macht, dass der Gesprächspartner anders ist. Bei meiner Schwester und ihrem Freund ist des beispielsweise so, dass sich Redewendungen wie "das werden wir ja dann sehen" zu Running Gags entwickelt haben. Ich denke die meisten Behinderten (wie gesagt: Ich kann nur von den vereinzelten Erfahrungen, die ich gemacht habe auf andere schließen) sind weitaus weniger Empfindlich als man annimmt.

Ich glaube sowohl eine eventuelle eigene Behinderung, als auch ein behindertes Kind zur Welt zu bringen sind Tatsachen, an die man sich einfach gewöhnt. Sicherlich würde der Gedanke wehtun, nie wieder etwas sehen oder hören zu können. Aber der Gedanke, z.B. nie mehr eine kindliche Leichtigkeit im Leben zu haben tut auch weh und das Leben geht trotzdem weiter. Und von Seite der Eltern: Ein behinderter Mensch kann auch Freude empfinden und verbreiten, kann auch lächeln, LEBT auch. Ich bin dankbar für meine Schwester, sie ist ein wunderbarer Mensch. Sie kann nicht alles machen, was andere können, aber dennoch hat sie ihren Platz auf dieser Welt gefunden, lacht und weint wie jeder andere auch. Wenn man irgendwie zu dem Schluss kommt, dass es etwas lebenswertes für "gesunde" Menschen gibt, so gilt das uneingeschränkt auch für "behinderte" Menschen, da eigentlich jeder Probleme, Sorgen, Ängste - Beeinträchtigungen halt - mit sich herumschleppt.
thassala[QUOTE]Ich zum Beispiel habe tiefsten Respekt vor Leuten, die geandicappte Kinder großziehen, da das einen unermesslichen Kraftaufwand erfordert.[/QUOTE]

Ja, es ist einen Haufen Arbeit. Anfangs brach für sie eine Welt zusammen, als ihr die Ärzte eröffneten, ich sei taub. Meine Mutter zum Beispiel hatte den Willen und den Ehrgeiz, mit mir 6 Stunden pro Tag zu arbeiten, damit ich lerne, zu sprechen.
Sie nahm alle Hilfsmittel zur Hand, nur um mir das Sprechen beizubringen. Dank ihr kann ich heute sehr gut sprechen. Dank ihrer Aufopferung für mich und ich bin ihr dafür sehr dankbar. Ohne sie und die Hilfe des Audiopädagogen könnte ich heute nicht so gut sprechen und wäre nicht so in der 'hörenden' Welt integriert. Ich besuchte nie eine Sonderschule, sondern ging immer mit den 'Hörenden' in die Schule.

Ich muss aber sagen, dass die Akzeptanz gut war. Aber es gab schon Momente, wo ich nicht direkt auf die Lippen meines Gegenübers geblickt habe - und schon hiess es 'die ist blöd'! das war natürlich sehr verletzend - aber solche situationen haben mich geprägt und mich auch stark gemacht.

Ich fange im Oktober an zu studieren - ohne hilfe meiner Familie wär ich niemals so weit gekommen wie heute.

[QUOTE]Ich würde den Freitod wählen.[/QUOTE]
[QUOTE]Wenn das Handicap jetzt auftreten würde, vielleicht.
[/QUOTE]


ja, also wenn es im fortgeschrittenen Alter passiert, dann ist das unvorstellbar schlimm. Aber wenn man von Geburt an daran gewöhnt ist, dann ist das 'Normalität' und eigentlich nix besonderes. Für mich persönlich gehört das zu meiner Persönlichkeit.

Es gibt leider heute noch intolerante Leute.. Wie überall. Ich war vor zwei Jahren in Frankreich - ich verstand einen Japaner nicht, da er den Mund einfach nicht wirklich aufgemacht hatte - und dann kam so eine andere und sagte zu mir, ich sei wohl nicht ganz normal.
Andererseits gabs auch noch so eine Mutter meines Exfreundes, die sagte, Behinderte kämen ihr nicht ins Haus - dabei war ich nach 'aussen hin' normal und konnte mich immer verständigen. Das finde ich schade.

Man will ja nicht anders behandelt werden, aber im unbewussten tun es dennoch viele Leute.
Ich habe einen starken Kämpferwillen - das ist auch noch so ein Punkt, der mir mein Handicap beigebracht hat ;).
Frost_GeistIch würde sagen wenn man sowas nicht gewöhnt ist, dann geht man an solche Menschen mit einem gewissen Misstrauen ran. Aber ich denke, es ist oft nicht böse gemeint.
Man weiss nicht recht wie man mit Behinderten umgehen soll. Wie man sich ihnen geben soll und wie man auf sie reagieren soll.

Für mich war dies anfangs auch ein Problem, aber man lernt sehr schnell, dass diese Menschen keinerfalls geistig minder sind.
Auch wenn sie spastische Lähmungen oder ähnliches haben.
Ich kenne beispielsweise einen 15 jährigen Jungen mit sehr starken spastischen Lähmungen und dieser kann besser Oberstufenmathematik als ich in der 13ten Klasse.
Auch wenn man das Gefühl sie können einen garnicht wirklich wahrnehmen, ich glaube Behinderte tun dies viel stärker als "normale".
Und eine blinde Frau lief mal an der U Bahn Station vorbei und ich war sehr traurig. Ich habe nicht gewint, aber Tränen flossen trotzdem.
Diese Frau kam zu mir und hielt mir ein Taschentuch hin.
Sie hat mich dann mehr oder weniger getröstet. Nach einem Gespräch habe ich siagr angefangen diese Frau, obwohl sie BLind ist zu bewundern und sie fast zu beneiden.
Sie war aufgrund ihres Gehörs und ihres Geruchssinnes in der Lage mir zu sagen, dass :
1. ich männlich bin
2. ich nicht weinen sollte (sie hörte die Träne wie sie auf den Boden fiel)

Umso baffer war sie, als sie von meiner recht düstren Kleidung erfuhr.
Sie sagte mir, dies mache für sie kein Unterschied, da sie auch auf abstoßende Haltungen von Menschen stößt, was ihre Person angeht.
Nach meinem abi habe ich vor das Fach Pflege an der Fachhochschule zu studieren, da sollte man mit solchen Menschen besser auch schon seine Erfarhungen gemacht haben.


Kurz und bündig :

Behindert sein heisst nicht minderwertig sein.
Es heisst ein ANDERER Mensch zu sein.
Gr. Gaulichter@roddy
kann ich bestätigen. die sarkastischsten witze über behinderte hört man doch von ihnen selbst. "ey, geh mal vom tv weg, ich will das sehen", "'tschuldigung my lady, aber ich hab das übersehen" - was so kommentare von blinden leuten angeht. auch "nun gut, ich sehe durch meine blindheit keinen weg, einen weg zu finden"

oder "kannst du mir nicht wenigstens einmal zuhören" (dolmetschte man mir, als sich zwei gehörlose unterhielten).

interessant finde ich, dass ein mensch, der nicht allzu veständlich sprechen kann, viel eher als geistig behindert angesehen wird, als jemand, der blind ist.

"lesbische, schwule, behinderte
können ätzend sein" (Die Toten Hosen)
na sicher, es sind halt auch "nur" menschen. und ehrlich: als mir mal zwei e-rollis auf dem gehsteig entgegen kamen, dass gar kein platz mehr war und auf der straße tobte der verkehr, da bin ich stehen geblieben und hab gewartet, bis sich da einer der beiden bequemt hat und sein gefährt hinter das des anderen manövrieren musste.

schon mal wer über das wort "behindert" nachgedacht: von der umwelt be-hindert ... z.b. treppen für rollis ...

und ich hab also auch schon die entwicklung verfolgen können, dass es immer weniger behinderte menschen gibt, diese allerdings dann weitaus öfter, als früher, mehrfach behindert sind. das heißt, die kluft zwischen "perfekt" und "nicht perfekt" wird immer größer.

nun kann ich nichts mystisches über behinderte leute erzählen, obwohl schon eine große zahl mit mir zu tun hatte, unterschiedlichster behinderungsformen. und ich bin auch der festen meinung, dass sie innerlich genauso verletzlich sind, wie alle anderen menschen, dass sie aber, um sich nicht eine helfende hand zu verwehren, nicht so sehr abweisend sein dürfen, wie "normale". außerdem spricht man ihnen immer zu, sie könnten unerklärliche dinge - mensch, so ein blödsinn ;) . ihre fähigkeiten sind halt in bestimmten bereichen durch notwendigkeit besser geworden, weiter nichts. das könnten wir auch, brauchen aber nicht.

grüße dunkel
gg
halfbeeich denke dass diese leute oftmals mehr intellekt,mehr tiefgang als alle anderen haben.die die nicht sehen hören aus dem was andere sagen-WIE sie es sagen-sicher um 200%mehr raus als andere.
die die nicht hören,sehen die welt mit anderen augen,achten auf die details,so stell ich mir das zumindest vor.
ich hätte angst etwas falsches zu sagen oder zu tun wenn ich mit einem behinderten zu tun hätte.ich würde ihnen immer so viel zeigen wollen was sie nciht verstehn würden.ich liebe die kunst,ich liebe die musik,ich würde alles tun um einem blinden oder einem gehörlosen diese gefühle nahezubringen die ich empfinde wenn ich wunderschöne kunstwerke sehe oder zu tränen gerührt werde beim hören einiger bestimmter lieder...ich würde es ihnen so gerne begreiflich machen!damit sie das gleiche fühlen können.
wenn ich behinderten begegne ist es weniger das mitleid das die meisten ja eh nicht wollen als die verachtung die ich fühle wenn ich sehe wie viele meschen sie behandeln...wie aussätzige...starren sie an,tuscheln,ignoriern sie....was ist aus dieser welt bloß geworden?!
ParanoidCatIch hätte ebenfalls Angst, etwas falsches zu tun oder zu sagen...
Aber ich glaube, ich hätte ansonsten keine Probleme im Umgang mit in dieser Weise behinderten Menschen.
Doch - die der Kommunikation. Das, was ich an Zeichensprache konnte, kann ich auch nicht mehr :rolleyes:

Nun ja..., behinderte Menschen haben unfreiwillig Erfahrungen mit dem Anderssein gemacht.
Daher würden sie wohl nie andere benachteiligen, weil diese anders sind. So denke ich zumindest mal.
In dieser Weise sind sie uns wohl weit voraus...

Auch, dass sie meist andere besondere Stärken haben.
Es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch den Verlust eines Sinnes die anderen schärfen...


Allerdings hatte ich leider nie die Gelegenheit, wirklich mit z.B. gehörlosen oder blinden Menschen zu sprechen...
Gr. Gaulichter@ParanoidCat
ich glaube, selbst wenn du es könntest - du hast wohl gewisse erwartungen. aber in bezug auf ihre behinderung sind doch die meisten eher abgeklärt.

[QUOTE]Daher würden sie wohl nie andere benachteiligen, weil diese anders sind.[/QUOTE]hah, da bist du ganz schön idealistisch veranlagt ;) . sie tun es trotzdem. wie ich schon sagte, es sind auch "nur" menschen.

@halfbee
[QUOTE]ich denke dass diese leute oftmals mehr intellekt,mehr tiefgang als alle anderen haben.[/QUOTE]naja, auch nicht mehr, als alle anderen im durchschnitt. war gestern zu besuch ... und naja, ohne worte :(

es gibt auch einige, die hören dir aufmerksam zu, wenn du etwas beschreibst, ob nun bild oder ton. aber du musst es dir so in etwa vorstellen, als erzählte ich dir, wie es in der 4. dimension abgeht oder (falls du keine erfahrung damit hast) was OBEs sind.


übrigens: habt ihr gewusst, dass grenzbehinderte es wohl genauso schwer haben, wie vollständig behinderte? z.b. leute, die wenig sehen, aber eben zu viel, um irgendwie personellen oder finanziellen ausgleich zu bekommen. es ist schon beschissen, wenn man weiß, dass die leute regelmäßig die falsche bahn nehmen, weil nicht angesagt wird, und sich deswegen verspäten. und im schlimmsten fall zahlen sie strafe, weil die fahrkarte nicht die richtige gültigkeit hat.

grüße dunkel
gg
ParanoidCat@ Gr. Gaulichter
Idealistisch? Kann gut sein ;)
Aber nja... Ich sage das alles ja auch nur rein theoretisch, weil ich eben keine solchen Menschen gut kenne.
Und ich versuch mich einfach mal im spekulieren, also nach dem Motto...'mal rein angenommen' :rolleyes:
Also sorry für falsche Sichtweisen :)
Gr. Gaulichterbrennen sollst du lichterloh :D

grüße dunkel
gg
rainravenUnter meinen Freunden befinden/befanden sich auch welche, die z.B. verkrüppelte Finger/Zehen haben, im Rollstuhl sitzen oder Hörgeräte tragen oder andere "Behinderungen" haben. Wenn man es so sehen will, dann sind ja auch schon schwere Allergien, Epilepsie oder Asthma eine Behinderung für den betreffenden Mneschen, und man muß im Umgang mit ihnen vielleicht auf andere oder mehr Dinge achten als mit "gesunden" Menschen.

Ich empfinde mich selbst mit einer Sehschwäche auch schon als "behindert", obwohl über die Hälfte der Menschheit eine Brille trägt oder tragen sollte (oder waren es gar 80%, die nicht mindestens 100% Sehstärke haben?)

Wenn man den Anblick und die Schwächen und Bedürfnisse der jeweiligen Menschen gewohnt ist, fällt einem nicht wirklich auf, daß der oder die "anders" ist als der Rest der Leute, und man verhält sich ganz normal ihnen gegenüber. Zumindest geht es mir so. Ich habe auch keine Abneigung oder Vorurteile gegenüber Behinderten. Ich bin nur manchmal etwas unbeholfen, gerade, wenn es um fremde Behinderte geht, weil ich nicht weiß, darf ich sie bezüglich ihrer Behinderung/Krankheit fragen, weil ich mehr darüber wissen will und wie ich mit ihr umgehen soll; soll ich nun Hilfe anbieten oder sind sie dann gekränkt, weil sie etwas alleine schaffen (wollen)?
Oder ich hätte Angst, einen Fauxpas zu begehen, wenn ich z.B. einen Blinden ohne nachzudenken frage, ob er mich hübsch findet oder im Gegenwart eines Gehbehinderten in schillernden Farben von einem tollen Ausflug oder einer Discotanznacht schwärme.

Aber prinzipiell behandle ich einen behinderten Menschen wie einen nicht behinderten.
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Gr. Gaulichter [/i]
[B]übrigens: habt ihr gewusst, dass grenzbehinderte es wohl genauso schwer haben, wie vollständig behinderte? z.b. leute, die wenig sehen, aber eben zu viel, um irgendwie personellen oder finanziellen ausgleich zu bekommen. es ist schon beschissen, wenn man weiß, dass die leute regelmäßig die falsche bahn nehmen, weil nicht angesagt wird, und sich deswegen verspäten. und im schlimmsten fall zahlen sie strafe, weil die fahrkarte nicht die richtige gültigkeit hat.[/B][/QUOTE]

Mmh, da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Meine Schwester sieht genug für einen halbtägigen Bürojob (natürlich mit Sehhilfen, aber dennoch am PC), kann z.B. E-Mails lesen und schreiben usw. und hat "trotzdem" einen Schwerbehindertenausweis und soweit ich das überblicke alle Vorteile, die ein "echter" Blinder auch hat.


rainraven:

Auch wenn es vielleicht hart klingt: Wenn du in ein Fettnäpfchen trittst (und davon gibt es wohl in dem Zusammenhang nicht gerade wenige), dann kannst du eigentlich auch erwarten, dass der/die Behinderte damit verständnisvoll umgeht (und so habe ich es auch bis jetzt immer erfahren). Wenn man behindert ist, weiss man auch, dass die Situation für Fremde schwer ist und sollte dementsprechend handeln. Wer da falschen Stolz hat oder stur ist, ist in meinen Augen selbst schuld. Es ist immer richtig zu helfen, aber es ist ebenso notwendig, dass man sich helfen lässt.
thassalaich für mich habe verständnis dafür, wenn jemand in ein fettnäpfchen tritt. ich nehms mit humor :). beispielsweise vergessen viele, dass ich taub bin und dann kommt einfach 'ich ruf dich morgen an!' ich meine nur: 'ähm ich kann nicht telefonieren!'... dann werden sie immer so verlegen, muss immer grinsen. aber ich nehm so was echt locker ;)

ich muss sagen, ich hab glück im vergleich zu vielen, die in der gesellschaft nicht so integriert sind.

[QUOTE]Behindert sein heisst nicht minderwertig sein. Es heisst ein ANDERER Mensch zu sein.[/QUOTE]

da geb ich dir recht, man versucht zwar so zu sein, wie die andern, aber man ist doch anders, aber nicht minderwertig

[QUOTE]die die nicht hören,sehen die welt mit anderen augen,achten auf die details,so stell ich mir das zumindest vor.[/QUOTE]

das stimmt. man achtet viel mehr auf kleinere dinge. mimik, gestik, etc. das sagt mehr als 1000 worte! und aufgrund von diesen dingen kann man sehr viel über den charakter des anderen menschen herausfinden...

[QUOTE]ich denke dass diese leute oftmals mehr intellekt,mehr tiefgang als alle anderen haben.[/QUOTE]

weil diese leute eben 'anders' sind werden sie oft so eingeschätzt. es gibt intelligente und weniger intelligente. aber ich muss dir widersprechen, graulichter. viele von ihnen (zum beispiel geistige behinderte) sind manchmal intelligenter als wir, sie haben keine scheu und kein materielles denken wie wir. sie leben in ihrer welt, sind ehrlicher..... (war meine erfahrung). sie lieben dich, egal wie du bist, das tun aber viele behinderte.. man sieht den menschen automatisch anders. man akzeptiert leute eher..... also ich für mich akzeptiere jeden mensch, wie er ist.... und du erfahrst dinge, die die andern nie verstehen können, wenn du taub bist, ich habe ja mit den hörgeräten einen teil der 'hörenden' welt mitbekommen, aber keiner weiss, wie es ist total taub zu sein... und das wünsch ich keinem, auch wenn ich für mich die stille liebe. sie ist kein negativer begleiter für mich, sondern ein guter.

so das wars mal von mir bevor ich noch zuviel quassel.. ich würd am liebsten zu jedem beitrag nen kommentar schreiben ;)
Lord of Darknes[QUOTE][i]Original geschrieben von thassala [/i]
[B]
viele von ihnen (zum beispiel geistige behinderte) sind manchmal intelligenter als wir, sie haben keine scheu und kein materielles denken wie wir. sie leben in ihrer welt, sind ehrlicher..... (war meine erfahrung). sie lieben dich, egal wie du bist, das tun aber viele behinderte.. man sieht den menschen automatisch anders. man akzeptiert leute eher..... also ich für mich akzeptiere jeden mensch, wie er ist.... und du erfahrst dinge, die die andern nie verstehen können,
[/B][/QUOTE]

diese erfahurng habe iich für mich auch gemach und ich finde es erstaunlich das gerade solche menschen die ja eigentlich ein so schlimmes schicksal hatten, noch bedinungslos andere aktzeptieren können.....

wie du bereits geschriben hast werde ich nie dahinter kommen, wie es ist taub zu sein, was mit manchmal leid tut, ich jedoch in vielen momenten überhaupt nicht bedauer....es gibt erfahrungen die braucht man und welche die hat man, ich habe sie nicht, wäre aber mal interessiert wie sowas ist, wünsche mri ejdoch auch nicht taub zu sein.......reine neugier......
KemikaruIch hatte letztes Jahr ein Praktikum in einer Behindertenwerkstatt gemacht und ich kann nur sagen: tolle, wertvolle Menschen.
NathanaelAve

Es ist glaub ich schon ein gewaltiger Unterschied ob man mit einer Behinderung zur Welt kommt oder nicht. Manchmal ist es schwer mit anderen auszukommen, weil sie denken jemand der behindert ist, lässt sich leicht verarschen, an der nase rumführe. Zumindest sind das meine Ehrfahrungen.

Auch ich nehm die meisten fauxpässe mit Humor. Man merkt es mir kaum an aber ich höre links überhaupt nichts und rechts mit Hörgerät nur 80% bzw-30 dzb
und ohne nur ca -40 dzb bzw 70 %. Ich war von Geburt an links taub und auf 90% / -20 dzb. Zwischenzeitlich war ich auch schon mal komplett taub.

Aber man versucht als Halb-/ Tauber mehr details mit den augen aufzunehmen.

Auch ein Blinder versucht dies...allerdings halt mit hören und riechen.

Wenn du taub UND blind bist dann na gute Nacht, weil dann bist du so gewaltig im A*** in der Geselschaft, leider.


Wünsche noch einen schönen Tag/Nacht ;-)
Nath
CharnelIch gehe mit behinderten menschen genauso um wie mit "normalen" ( jetzt müsste man das böse N wort erst mal richtig deffinieren )
für mich sind sie nicht weniger wert als jeder andere, udn ich habe auch keine scheu mit ihnen umzugehen.
Blinde hingegen besitzen bei mir einen sehr "grossen" stellenwert wobei ich das mehr auf andere dinge beziehe, auf die Liebe zum beispiel ...
liobaIch kenne nur eine person, die behindert ist und das ist einer der nettesten menschen, die ich je kennen gelernt hab...
LadyDeRoseich gehe mit behinderten genauso um wie mit nichtbehinderten.
ich habe selbst seit ich 4 jahre alt bin rechts und links hörgeräte.(ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie das war ohne hörgeräte zu hören.
als ich fast nix mehr hörte und noch keine hörgeräte hatte habe ich gelernt von den lippen abzulesen und das was ich nicht verstand konnte ich deuten(zusammenhang, mimik, gesten,usw)da ich nicht richtig hörte hatte ich probleme das s und z und c auszusprechen da ich es ja nicht richtig hörte.es ist besser geworden aber manchmal rutscht da noch die falsche aussprache durch.
das mit dem lippenablesen ist bis heute gebliebn- nur lippen geht nicht da ich net alles verstehe ohne lippen und nur gehör geht fast gar net da ich so fast nix verstehe.deshalb kann ich zb auch nicht telefonieren.
und ich habe schon öfter als einmal blöde sprüche anhören müssen. ich finde das voll beknackt-entweder sie ignorieren einen, oder sie sind normal, oder sie lästern, oder sie reden übertrieben "deutloich" so dass ich erst recht nix verstehe und behandlen mich wie wenn ich kein gehirn hätte (alles wiederholen und mit mir reden wie man mit einem kleinen kind spricht).......
ich hoffe irgendjemand kapiert diese scheiße die ich hier gelabert hab!
halfbeedoch,ich habs verstanden*g*
ich denke dass das auch von vorteil sein kann oder?zumindest dachte ich das weil du geschrieben hast dass du u.a.durch die mimik "hören"kannst.heißt das nich im weitesten sinne dass du mimik deines gegenüber immer mehr beachtest als andere und dadurch auch ein bisschen mehr daraus lesen kannst als nur das was derjenige sagt?zumindest stell ich mir das halt so vor.
leute die da blöde sprüche bringen sind das allerletzte.
ich würde einfach soweit wie möglich den menschen als das behandeln was er ist:ein ganz normaler mensch.das ist doch nur logisch!*kopf schüttel über alles andere*
außerdem hab ich mal wo gelesen dass das gegenüber immer ziemlich beeindruckt ist weil man als gehörloser wohl eine ganz andre austrahlung hat.das liegt daran dass sie einen wegs lippenablesen ja direkt anschaun müssen,und wenn man darauf achtet machen das die wenigsten menschen.das kann dann verunsichern oder eben beeindrucken.
ich weiß nicht ob das wirklich so ist,aber ich finde es ergibt sinn.
elcidHallo...

Ich kann zu dem Thema auch etwas beitragen, denn ich habe meinen Zivildienst in einer Werkstatt für Behinderte geleistet. Das kuriose war eigentlich, dass ich bis zu meinem ersten Arbeitstag nicht gewusst habe, dass dort Menschen mit Behinderungen die eigentliche Arbeit machen. Die Anzeige beinhaltete nur die Information, dass man dort als "Landschaftspfleger" eingesetzt würde. Als ich dann am ersten Tag die große Halle (neben Landschaftspflege wurden auch diverse Handwerkliche Dinge gefertigt -> sogenannte Industriearbeiten) betrat, saßen mir da 20 Behinderte gegenüber und ich wusste überhaupt nicht was ich machen soll. Ich stand da und schaute in die Runde. und ich muss echt blöd gekuckt haben, denn einige der Behinderten haben schon untereinander getuschelt und breit gegrinst. Als der Chef dann kam sagte er mir, dass ich mich am besten bei jedem einzelnen erst mal vorstelle. Ich will euch hier nich mit allen Einzelheiten nerven, daher nur ne Kurzfassung meines Werdeganges in dieser Werkstatt. Wie schon gesagt war ich am anfang total unsicher, ich wusste einfach nicht wie ich mit den Menschen umgehen sollte. Aber so nach und nach hab ich dann begriffen, dass ich mich gar nicht verstellen muß. Und dank meiner Erziehung hab ich dann auch den "Dreh" rausgehabt. Dadurch, dass dort Menschen mit sehr unterschiedlichen Behinderungen arbeiteten, musste man auch jeden individuell "ansprechen". Die meisten haben mich erstmal "erzogen" ^^. Sie zeigten mir von sich aus, wie ich mit bestimmten Mitarbeitern umgehen sollte und was ich vermeiden müsste um nicht irgendeinen Konflikt heraufzubeschwören. Eigentlich sollte ich die Menschen betreuen, doch größtenteils war dies gar nicht nötig. Ich denk auch, dass zu einem Gewissen Teil meine Gutmütigkeit sich vorteilhaft auf meine Arbeit mit den behinderten Menschen in der Werkstatt ausgewirkt hat. Während meiner gesamten "Amtszeit" (10 Monate) gab es nur 2 ernsthafte Auseinandersetzungen zwischen 2 Behinderten. Bei einer war ich gar nicht da, und bei der anderen hab ich einfach zu langsam reagiert. Aber im Gegensatz zu meinen Vorgängern hab ich die "Streithähne" nicht dumm "angebrüllt", sie hätten das zu unterlassen. Ich hab mir den Verursacher "zur Seite" genommen, mich mit ihm normal unterhalten um seine Beweggründe herrauszufinden. Während dieser Unterhaltung brach mein Gesprächspartner in Tränen aus und stellte für sich selbst fest, dass er etwas falsch gemacht hat (aber nicht durch aggressives fragen!). Durch diese Arbeit habe ich sehr viel gelernt, vor Allem, dass Behinderte ebenfalls MENSCHEN sind, ebenfalls GEFÜHLE haben, ebenfalls gute Arbeit verrichten können.
Der schönste Augenblick war als ich meinen letzten Arbeitstag absolvierte. Nicht weil es der Letzte dort war, sondern weil mir wirklich alle Behinderten, die dort gearbeitet haben, auf ihre Weise gezeigt haben, wie sehr ihnen die Zeit in der ich dort war gefallen hat. Manche durch einfaches "In-Worte-Fassen", mancher durch eine herzliche Umarmung.
Ich geh auch jetz noch manchmal dorthin (das ist nun fast 2 Jahre her) um mit dem Chef ein wenig zu plaudern. Und alle, die noch dort arbeiten, erinnern sich mit Freude an mich. Ich werde herzlich begrüßt, sie erzählen mir von ihren Erlebnissen, und so weiter.

DAS ist es, was es für mich lohnenswert gemacht hat dort gearbeitet zu haben. Und ich habe für mich beschlossen, dass ich, wenn ich mein Abi hab, irgendwas in Richtung Behindertenbetreuung machen werde.
Die Arbeit dort war bisher meine beste Erfahrung in Bezug auf Umgang mit Menschen.
(Ich hoffe das is nich zu lang^^)
hagzissa13Ich bin mit behinderten Menschen aufgewachsen. Ich lernte so viel von ihnen, daß ich noch heute dankbar bin für die Erfahrungen, die ich machen durfte. Behinderte sehen das Leben häufig wesentlich positiver, als ich es je könnte.
Häufig hörte ich sogar die Aussage, daß wenn sie die Möglichkeit hätten, über Nacht ein "nicht behindertes" Leben führen zu können, sie würden es ablehnen.

Ich danke alle meinen damaligen Mitschülern für diese wunderbare Zeit. Selten habe ich solch lebensfrohe und humovolle Menschen getroffen! Ihnen zolle ich meinen Respekt!


Hagzissa

- per aspera ad astra -
SeenaAlle Behinderte, die ich kenne, sind wunderbare Menschen.
Meine Schwester hat einen Herzfehler und 16 schwere Allergien, meine Kusiene hat verkürzte Sehnen an den Beinen und meine Halbschwester ist seit ihrer Geburt blind.
Ich habe kein Probelm mit Behinderten, obwohl es natürlich, wie schon erwähnt im ersten Moment eigenartig ist, weil man keine Fehler machen will ect....allerdings habe ich auch herausgefunden, dass solche Situationen äußerst amüsant sein können.....
Wenn man zum Beispiel einem blinden Kind droht: "Wenn du jetzt nicht brav bist, drehe ich das Licht ab!" Und das Kind antwortet trotzig grinsend: "Na und, ist mir ja ganz egal!"
Das sind schon Dinge, über die man schmunzeln muss.
Oder wenn ich meine Schwester ärgern will und ihr ein Stück Roggenbrot gebe (sie ist gegen Roggen schwer allergisch) und sie es mir dann nur lachend nachschmeißt.....

Ich habe gelernt, dass es besser ist, nicht krampfhaft zu versuchen, dem Behinderten alles recht zu machen. Man sollte sich wirklich einfach natürlich verhalten und das Gegenüber wie jeden anderen auch behandeln. Und sollte es wirklich einmal zu irgendwelchen Fehltritten kommen, nehmen es die meisten Behinderten mit Humor.

Leider habe ich in letzter Zeit auch gesehen, dass Behinderte manchmal leicht zu beeinflussen sind.
Meine blinde Halbschwester hat nun seit geraumer Zeit einen Freund, der sie dazu gebracht hat die Schule abzubrechen, von Zuhause auszuziehen und sogar ihren eigenen Vater zu verklagen, weil er ihr angeblich zu wenig Unterhalt zahlt.
Daran ist ihr Freund schuld, weil er ihr einredet, von ihm abhängig zu sein und, dass er besser alle Entscheidungen für sie treffen sollte.
Hab keine Ahnung woran es liegt, dass sie ihm so verfallen ist, denn eigentlich habe ich sie immer für eine starke Persönlichkeit gehalten.

Sind Behinderte wirklich leichter zu manipulieren, weil sie ein Handicap haben?!

Lg
Seena
LaChatteMeinem Freund wurde vor zwei Jahren nach einem Unfall sein Bein amputiert... und es ist im Moment echt schwer für ihn. zB hat er immer noch Mühe, sich selbst in einem Ganzkörperspiegel anzuschauen, und er fühlt sich wortwörtlich in-valid =nichts wert. :(

Für mich ist er der Gleiche geblieben wie vorher, ich finde ihn auch nicht hässlicher, ich berühre ihn immer noch gern überall, und in gewissen Dingen hat er sogar deutlich gewonnen, er hat - logischerweise - eine ganz neue Perspektive auf die Welt und das Leben.
halfbee---------
Sind Behinderte wirklich leichter zu manipulieren, weil sie ein Handicap haben?!
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naja,also ich denke eben dass behinderte vor nichts mehr angst haben als durch die behinderung von jemandem abhängig zu werden.sie wollen so weit das möglich ist auf eigenen füßen stehen,mit der behinderung leben können,ein normales unabhängiges leben führen können.
wenn sie endlich jemanden gefunden hat der sie auch trotz der behinderung liebt(was heutzutage so kommts mit zumindest hier vor nicht leicht is)dann will sie den wohl eben nich verlieren.und wenn der ihr eben glaubhaft darstellt dass sie abhängig is dann glaubt sie dagegen mit all ihrer kraft kämpfen zu müssen.
so würde ich das erklären.
das würde allerdings heißen dass so ziemlich alle behinderten dieses problem haben könnten,es sei denn sie sind soweit gefestigt dass sie merken ER ist der der mich abhängig machen will,der muss raus aus meinem leben.
jedenfalls denke ich-auch wenn ich die situation ja ncih sehr gut kenne-dass dieser freund das allerletzte is wenn er ihr das einredet,er nutzt sie aus.
Seena[QUOTE]jedenfalls denke ich-auch wenn ich die situation ja ncih sehr gut kenne-dass dieser freund das allerletzte is wenn er ihr das einredet,er nutzt sie aus.[/QUOTE]

@halfbee
Ja, absolut. Dazu muss man die Situation nicht kennen! Er ist einfach ein Arschl***** :mad: .......
kleinepsychopatich versuche momentan zu lernen wie man mit jemanden umgeht der behindert ist...
mein kleiner bruder, fast 2 jahre alt, ist seit der geburt schwerstbehindert, auf dem stand eines 4 monate alten kindes, d.h. nicht greifen, sitzen, laufen, krabben oder sprechen. cebrale bewegungsstörung nennt sich das.
es hat mich schon sehr verändert, und ich komme bis heute noch nicht vollständig damit klar. natürlich weiss ich, er ist so ein fröhlicher kleiner knirps, er freut sich über so viel und ist eigendlich glücklich. aber, ich merke auch wie es ihn quält, er kann nicht so wie er möchte, er will ja greifen, aber er schaffts nicht so wie er möchte. wobei, solange ich bei ihm bin gehts mir eigendlich gut, ich versuche meinen vater und seine frau soweit es geht zu unterstützen und nehme den kleinen so oft ich kann, damit gerade seine frau entlastet wird. denn da er weder greifen noch sonstwas kann, muss er eigendlich den ganzen tag beschäftigt werden, ansonsten wird er sehr schnell quängelig und brüllt. doch, wenn ich von da nach hause komme, so wie heute, in der bahn kinder in seinem alter seh, die so mobil sind, die so viel spielen können, werde ich jedes mal abgrundtief traurig. mein kopf weiss zwar das ich ihn nicht mit anderen kindern vergleichen darf, er ist eben was besonderes, aber trotzdem tue ich es. ich weiss nicht ob ich es je schaffen werde es zu lernen damit zu leben, vorstellen kann ich es mir momentan zumindest nicht. es ist wie eine welle die mich jedesmal überrollt wenn ich zuhause bin. trotzdem, ich werde nie aufhören mich so intensiv um ihn zu kümmern wie ich kann, denn ich weiss wie wichtig es für ihn ist so viele bezugspersonen wie möglich zu haben, die ihm auch verschiede anregungen geben. er gibt, so wie viele andere behinderte, so viel liebe zurück, das ist tausend mal mehr wert als wenn er mir nun ein bild malen könnte : )

nuya, allgemein muss ich sagen, das ich auch, trotz so einem fall in der familie, oft berührungsängste mit behinderten habe. innerlich zumindest habe ich immer angst davor, etwas "falsch" zu machen. aber das lasse ich mir dann einfach nicht anmerken, und brauchen sie hilfe helfe ich natürlich gerne und so ergeben sich auch oft nette unterhaltungen. auch auf meiner schule sind blinde, wir haben auch eine blinde lehrerin. und da merkt man wie "normal" die meisten schüler damit umgehen. ein beispiel, man kennt das ja aus seiner schulzeit, man verlässt verbotener weise das schulgelände um eine zu rauchen. bei anderen lehrern versteckt man sich halt im gebüsch, bei ihr mussten wir halt immer leise sein : ) und bei ihr wird genauso versucht zu spicken wie bei anderen lehrern, und die wird genauso wenig gemocht wie andere lehrer. da wurde bei uns nie ein unterschied gemacht, das war nach 2 unterrichtsstunden eigendlich klar. auch hat z.b. letztes jahr eine blinde schülerin bei uns abi gemacht, ohne große probleme, ausser das sie halt ab und an im falschen raum gelandet ist. wir sind halt eine integrative schule, sodass es für uns eigendlich recht normal ist damit umzugehen.
generell bin ich eine beführworterin der integrationsschulen, den so lernen beide, das behinderte und das "normale" kind, viel. die "normalen" lernen das behinderungen ganz normal sind und das behinderte kind wir so auch gefordert und lernt den umgang mit "normalen" (irgendwie hört sich das ganze gerede von "normalen" und nicht normalen doof an...)

so insgesamt finde ich, es hat sich zwar schon viel getan in diesem bereich, man vergleiche mal die möglichkeiten für einen rollstuhlfahrer, bei uns sind inzwischen alle busse mit rampen ausgestattet und jeder grössere bahnhof hat einen aufzug, im gegensatz zu früher wo es als rollstuhlfahrer kaum eine möglichkeit hatte sich ohne auto fortzubewegen. natürlich reicht es noch lange nicht, es gibt noch viel zu tun, gerade in einigen köpfen, aber es ist schon um einiges besser geworden.
Schwarzer HaseIch denke für die meisten nicht Behinderten ist es ein komisches Gefühl mit Behinderten zu reden. Man wird an die eigene Verletzlichkeit erinnert. Wenn man aber Leute ohne B. fragt sagen sie, sie hätten kein Problem damit, das glauben Sie wirklich selber. Man grenzt beehinderte Leute eher unterbewusst aus, also man merkt es selber nicht. Mal ehrlich wieviel Leute habt Ihr in Eurem Leben bewusst angesprochen, weil Sie Euch gefallen haben oder Ihr gefragt habt wie spät es ist oder wo es zum was auch immer geht. Bestimmt sehr viele. Und wieviele davon waren behindert. Sehen wir ein Supermodel, verrenken wir uns gleich den Hals, würde dieselbe Person z.B. im Rollstuhl sitzen, wäre sie für uns nicht eines Blickes wert. Kommt daher weil es früher (Urzeit) wichtig war einen starken Partner für die Fortpflanzung zu haben.
rainravenAls Kind hatte ich eine Spielfreundin, deren Finger nicht richtig gewachsen waren, und sie hatte ein etwas "plattes" Gesicht und eine Sehbehinderung, vielleicht waren das äußerliche Anzeichen von einer Behinderung (bin kein Mediziner, deswegen kenne ich mich icht so mit Symptomen aus), aber ich sah sie nie als "anders" oder "behindert" an. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Mitmenschen, die eine Behinderung haben, ich bin nur vielleicht unbeholfen, weil ich nicht weiß, ob und wie ich Hilfe anbieten soll oder wie man sich in bestimmten Situationen verhält.
Unter meinen Freunden befindet sich auch jemand mit Gehbehinderung, aber ich würde auch diese Person nicht als behindert ansehen. Man muß halt in bestimmten Situationen Rücksicht nehmen oder sie kann anstrengende Unternehmungen mit viel Fußweg nicht mitmachen, aber dann muß man halt Alternativen suchen oder sie teilweise woanders lassen. Jeder hat doch irgendein Manko, ob das nun Asthma oder eine Allergie ist, die die Person behindert, bestimmte Dinge so auszukosten oder mitzumachen, oder ein kaputtes Knie/Rücken oder einen Tinnitus (alles in eminem Freundeskreis) oder letzendlich eine Brille. So gesehen, ist doch keiner ganz "unbehindert".

Ich selber zähle die Angst vor einem Unfall oder einer Krankheit mit Behinderungsfolge zu meinen schlimmsten Ängsten, wobei ich zuallererst daran denke, nicht mehr gehen oder sehen zu können oder entstellt zu sein. Gehörlosigkeit ist im Leben vielleicht nicht so gravierend oder auffällig wie Blindheit oder Gelähmtheit, doch wenn ich mir persönlich vorstelle, meine geliebten Vögel oder die Musik nicht mehr zu hören, würde es mir unfaßbar schrecklich vorkommen.
Wenn man so zur Welt kommt, lernt man sicher , damit zu leben und weiß nicht, was man vermißt. Ich selber bin Brillen-bzw. Linsenträger (-6 dpt, also Maulwurf ohne Sehhilfe) und sehe mich gewissermaßen auch als (seh-)behindert an, auch wenn eine Brille heutzutage nicht mehr als Behinderung im eigentlichen Sinne aufgefaßt wird.
halfbeezur vorstellung selbst behindert zu sein:
sicher,ich denke wenn man es nich anders kennt is es einfachER, aber natürlich nicht einfach.
aber wenn ich blind wäre...dann könnte ich nicht mehr all die schönen filme sehn die ich so mag und ich könnte nicht mehr die verrücktesten sachen anziehn weil ichs ja nicht sehn kann.genausowenig wie ich meine freunde bewundern kann wenn sie sich neue sachen zugelegt haben.oder überhaupt,die emotionen in den gesichtern der menschen die ich mag zu sehn,das würde ich so vermissen!oder bücher lesen!jaja ich weiß,blindenschrift gibts ja auch.aber das is doch einfach nich das gleiche!oder wudnerschönes halbdunkel mit kerzen und so,das könnte ich auch nich mehr sehn...usw.
wäre ich taub,ichglaube das wäre das schlimmste für mich.musik ist mein leben.ich spiele selbst instrumente und es gibt einfach künstler ohne deren musik ich nicht mehr sein möchte!onkelz!nirvana!und gothic rauf und runter!wirklich,da würd eich mich umbringen.
wenn ich nich mehr laufen könnte...das wäre auch mein tod.ständig ist man auf die hilfe andrer angewiesen,man sieht die welt nur vom rollstuhl aus,nicht mehr tanzen und joggen und springen können...

ich bewundere wirklich behinderte aller art,die trotz erheblichen handicaps die lebensfreude nicht verlieren,ein leben führen wie alle anderen auch und sich einfach mit ihrer situation arrangieren.ich könnte das nicht.
DarkangelHm intresantes Thema den will ich auch mal nen Teil aus meiner Erfahrung zu posten.

Ich hatte seit Schulbegin mit Behinderten zu tun und hab es immernoch da paar meiner Besten Freunde irgendeine Behinderung haben.
Falls wer fragt wie des kommt bzw kahm ich, wurde aufgrund meiner eignen Krankheit (Epilepsi) auf ne Sonderschule geschickt (wäre lieber auf na normalen gewesen aber egal), das meine Ausbildung in einer Stäte war wo sowohl normale wie auch Behinderte waren, war eher zufall da der einzige freie Platz damals dort war.

Was den Umgang mit körperlich eingeschränkten angeht hab ich selbstverständlich kein Problem mit, aber man kann teilweise bei andern leuten beobachten das die so ihre Probleme manchmal mit haben, das geht von Unerfahrenheit bis Abneigung.

Ich persönlich glaube das man die Leute generell in 2 grobe sparten teiln kann, einmal diejenigen die sich Behinderten Menschen fernhalten oder den Kontakt meiden weil sie einfach nicht wissen wie sie mit solchen Menschen richtig umgehn solln.
Das andre sind diejenigen die körperlich eingeschränkte komplet ablehnt aus diversten Gründen, unverständnis, für minderwertig halten und so um mal 2 Bsps. zu nenn.

Ich persönlich glaube das der regelmässige Umgang mit körperlich eingeschränkten ein selbst etwas menschlicher werden läst. Warum kann ich leider schlecht beschreiben da ich nicht weis wie ich es in Worte fassen soll, hat unter andern was mit Erfahrungszuwachs zu tun.
Vlad Tepes IIIdurch die arbeit meiner mutter, habe ich sehr viele blinde kennengelernt. als künstlerin wäre es für mich ein sehr schweres schicksal mein augenlicht zu verlieren. however, wie gesagt, kenne ich viele blinde und ihr leid, aber auch ihre freude. es ist faszinierend, wie zum teil ihren lebensmut wiederhaben. es macht spass mit ihnen zu reden, sie sind meistens fröhlich und erzählen gerne und viel. natürlich kenne ich auch welche, die es sehr schwer getroffen hat und nur mühsam wieder aus dem tief kraxeln.

behinderungen schrecken jedoch noch immer viele menschen ab. das finde ich widerlich. man muss jedoch zwischen leichter und schwerer behinderung unterscheiden. manch menschen mit behinderungen sind ein leben lang auf hilfe und unterstützung angewiesen. ich denke, die sollte man auch geben. behinderungen sind auch für mitmenschen, insbes. familienmitglieder und enge freunde kein leichtes unterfangen.

mit geistig behinderten hatte ich aber nch nicht viel zu tun. deshalb kann ich auch keine erfahrungen schildern.
halfbeehmm,ich finde geistig behinderte sind irgendwie ne "andere" sache.
meine erfahrungen habe ich v.a.durch die sonderschüler die in meinem bus mitfahren.klaa,die sind nur bedingt geistig behindert aber auch wenn die das vllt nich so ganz checken,ich finde deren verhalten manchmal echt unmöglich.die "mobben"auch immer voll rum,scheren sich nen dreck um die andren und führen sich auf wie die größten.ein bisschen benehmen muss auch sein.sicher sind nicht alle so aber unangenehm find ichs trotzdem.
und einmal waren wir mal auf nem campingplatz und da war auch ne größere gruppe geistig behinderter mit ihrern betreuern.da war ich noch jünger aber trotzdem weiß ich das noch sehr gut^^jedenfalls haben die jedesmal wenn ich vorbei gegangen bin anzügliche widerliche bemerkungen gemacht und das hat mir halt auch angst gemacht eben weil ich da vllt 10 oder 11 war.jedenfalls finde ich das verhalten geistig behidnerter oft alles andre als okeh aber da ich mich mit den speziellen syndromen usw.nicht auskenne und diese leute ja auch für die krankeit an sich nichts können is das wohl zu entschuldigen.nur eben manchmal echt befrendlich und unangenehm.
KaijaIch war in einer Integrationsklasse, wo behinderte und nicht behinderte kinder zusammen in die klasse gingen. auch wenn man unterschiedlichen lernstoff gehabt hat.

ich bin sehr froh darüber und ich hatte als ich in die klasse kam,üerhaupt keinen scheu.

ich denke sowieso das integrationsklassen die zukunft sind und zur gemeinsamen toleranz aufrufen.

mir tun geistig behinderte nicht leid,wieso auch? die führen genau so ihr leben ,wie wir alle es tun.

das schlimme daran ist nur, dass es ihnen meistens verboten ist einen partner zu haben.

bei körperlich behinderten ist es wieder was anderes. sie merken das andere etwas können,was sie nicht können, aber auch können wollen.
DeusExMachinaDas sie keinen Partner haben dürfen hat einen einfachen biologischen Hintergrund.
Die meisten Behinderungen sind vererbbar ,aber so weit ich weiss wird Behinderten (nur) abgeraten ein Kind mit einem Partner mit derselben Krankheit zu bekommen, da für die Kinder ein sehr hohes Risiko besteht die Krankheit verebt zu kriegen.
Pandora150[QUOTE][i]Original geschrieben von Kaija [/i]
[B]Ich war in einer Integrationsklasse, wo behinderte und nicht behinderte kinder zusammen in die klasse gingen. auch wenn man unterschiedlichen lernstoff gehabt hat.
[/B][/QUOTE]

so was ähnliches hatten wir mal in der Schule, aber das war eher ein Projekt für einige Zeit.
Ich fand das gut, das wir daran teilgenommen haben, denn so wussten nachher alle sich angemessen zu verhalten und sparten sich dumme Kommentare.
Ich kenne das nicht anders, ich bin seit kleinauf an Menschen mit Behinderungen gewöhnt. Meine Mutter ist hat eine leichte Hüftbehinderung, für mich war das nie komisch und ich konnte es einfach nicht ab, wenn irgendwelche Leute Witze gerissen haben. Heute sage ich dazu nichts mehr und überlasse diejenigen ihrer eigenen Intoleranz und Dummheit.
Mein Cousin starb, als er ungefähr 13 war an seiner Behinderung, was er genau hatte weiß ich nicht, ich war zu dem Zeitpunkt noch sehr jung. Aber für ihn war es schon eine Erlösung, er konnte sich nicht verstädnigen und sich nicht bewegen, aber dennoch war er glücklich, wenn viele um ihn herum waren, das merkte man einfach.
halfbee[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]Das sie keinen Partner haben dürfen hat einen einfachen biologischen Hintergrund.
Die meisten Behinderungen sind vererbbar ,aber so weit ich weiss wird Behinderten (nur) abgeraten ein Kind mit einem Partner mit derselben Krankheit zu bekommen, da für die Kinder ein sehr hohes Risiko besteht die Krankheit verebt zu kriegen. [/B][/QUOTE]

und von mir noch eine kleine anmerkung:das is ja dann nich weiter schlimm weil ich schätze wer absichtlich ein kind zeugt das ein leben mit behinderung führen muss,das kommt dann natürlich auch auf die schwere der behinderung an,is denk ich nich wirklich als mutter/vater geeignet.was ich damit sagen will:kaum ein mensch dem davon abgeraten wird kinder zu zeugen will sich dem widersetzen weil ich denke das sieht man doch ein.und ich hab schon oft von paaren gehört die dann kinder adoptieren.das is finde ich ist ein guter kompromiss.
DarkinIch glaube ich kann sagen ich kann ganz gut mit solchen Mensche zurechtkommen, arbeite zwar nicht mit ihnen, aber, letztes jahr ist ein bekannter von mir so schwer vom dach gestürzt, dass er seitdem im Rollstuhl sitz.
Ich hatte Angast davor ihm das erstemal wiederzubegenen, weil es eine ganz veränderte Situation war, das erstemal besuchte ich ihn im Krankenhaus und da hat man glaube ich schon ein mulmiges gefühl, weil man, wenn man sehr sensibel ist, denke was wäre wenn ich jetzt hier wäre.
Na ja das nächstemal traf ich ihn dann wieder zuhause an, dass war dann schon ganz anders, ich ging mit ihm ganz normal um, wie vor seinem Unfall, es gab gar keine verlegenheitssituationen, es war alles ganz normal.
Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm und seiner Frau, obwohl wir im selben winzig kleinen ort wohnen, aber nicht weil ich probleme mit der behinderung hätten nein ich musste leider feststellen das seine Frau meine freundschaft ausgenutzt hat, damit ich helfe, zb. um die Pferde kümmern usw.
Na ja seit er dann wieder zuhause ist und sie natürlich extrem vom Staat bezuschusst werden und sich ne menge Luxus leisten können, hat sie sich nicht mehr bei mir gemeldet.
Tja manchmal kann es auch andersrum sein. ;)
SchattenfederIch habe schon einige Erfahrungen mit Behinderten gemacht, zum einen weil meine Tante seit ihrer Geburt geistig behindert ist und zum anderen, weil ich direkt neben einem Heim für Autisten wohne, von denen sehr viele auch schwere andere Behinderungen haben.
Diese Heimbewohner tun mir eigentlich nicht leid.
Sie wohnen in einem wunderschönen großen Haus mit Garten, Töpferwerkstatt, einem Gemüse Garten und sogar Fitness Geräten und scheinen mit ihrem Leben glücklich zu sein, weil sie nicht abgeschoben sondern gefördert und beschäftigt werden.
Meine Tante allerdings schon, sie ist nicht besonders schwer behindert, aber meine Großeltern tun so als könne sie nichts alleine.
Ich glaube nicht das ich scheu davor hab mit Behinderten zu reden, weil ich es einfach gewohnt bin, dennoch fällt mir auf, dass ich sie natürlich anders behandel als andere Leute.
Ihre Reaktionen sind oftmals nicht vorhersehbar und sie können ganz plötzlich furchtbar schlecht gelaunt oder agressiv werden.
FlughEine Tante von mir hat seit ihrer Kindheit eine gelähmte Hand(sie ist beim spielen hingefallen und seit dem kann sie die nicht mehr bewegen.)

Dann hab ich in der 9. Klasse für 3 Wochen ein Betriebspraktiukum in einem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) gemacht.
Die Kinder dort waren zwischen 8 und 10 jahren und unterschieldich schwer behindert. Einige waren nur geistig etwas verwirrt, haben nicht alles komplett verstanden oder waren halt mit ihrer eigenen Welt beschäftgt. Andere saßen im Rollstuhl und einer war schwerstbehindert und das Sorgenkind der ganzen Schule, da er weder essen noch trinken und auch nicht sprechen konnte.

Es hat mich zwar sehr deprimiert, aber ich habe gesehen, das die Kinder untereinander alle sehr gut zurecht kamen.
Am schwersten ist es zu sehen, wenn jemand nur körperlich behindert ist, geisitg aber voll da, da man da immer mit den anderen konfrontiert wird.

Ich sehe Behinderte genauso an wie "Normale" obwohl der Ausdruck "normal" falsch ist, da ich gesehen habe, das sie die 8 - 10 jährigen genauso verhalten haben wie die 15 jährigen aus meiner Klasse (wie das wohl kommt? :rolleyes: )

Viele bekommen auch gar nicht mit, das sie behindert sind und leben ihr ganzes Leben in ihrer eigenen Welt.

Eigentlich sind Behinderte nur abweichungen vom "normalen" Dasein, aber ich finde das nicht schlimm, da es sowieso kein wirkliches "normal" gibt. :)


LG

Flugh
LaceratedHeartAlso, an dieser Stelle würd ich dann auch gern mal über meine Erfahrungen mit Behinderungen und Behinderten berichten...

Zuerst zu meiner eigenen... Ich bin Epileptiker und habe eine Sehschwäche, die sich aber durch Kontaktlinsen recht gut überspielen lässt...

Zum Thema Epilepsie: Also es ist mir bisher zwei mal passiert, dass ich auf einer großen Veranstaltung auf einmal einen Anfall bekam - d.h. Krampfen am gesamten Körper, Augen verdrehen bis nur noch weiß zu sehen ist, Ohnmachtserscheinungen und völlig erledigt sein wenn man wieder klarkommt, dann meißtens am Boden liegender Weise... Beim ersten mal ist alles eigentlich "ganz gut" verlaufen, d.h. die Leute um mich herum haben Platz gemacht und darauf geachtet, dass ich mir nicht den Kopf irgendwwo anschlage ( wie ich hinterher erfahren habe, war da noch ein anderer Besucher, der ebenfalls unter schwerer Epilepsie litt und sich daher auskannte...) Haben mir sofort ein Glas Wasser besorgt als ich wieder Klarkam und waren generell eher besorgt... Gut, unangenehm war es so oder so, aber zumindest haben sie mir das Gefühl gegeben, dass es schon in Ordnung sei, dass ich mich zumindest nicht dafür schämen brauche... Es kamen sogar hinterher noch Leute, die fragten, was das denn gewesen sei und was man ineiner solchen Situation denn am besten machen könne... Fand ich persönlich echt klasse...
Ganz anders hingegen dann beim zweiten mal... Gleiches Szenario, anderer Ort und der nächste Anfall inmitten einer Menschenmenge... Das gute war, dass sie zumindest alle schön Platz gemacht haben, immerhin... Es muss für die meißten wohl auch lustig ausgesehen haben, wie ich da erst am Treppenansatz zu zucken anfing und dann im nächsten Moment auch schon die Treppe runterkugelte... Glücklicherweise aber im Nachhinein ohne weitere schwere Blessuren... Das schlimme war nur das hinterher... Ich habe mich gefühlt wie ein Aussätziger... Wenn man langsam wieder klarkommt inmitten einer Menschenmenge, dei jedoch einen ungefähr drei Meter breiten Kreis gebildet hat und man dennoch alleine ist, niemand, der kommt und Hilfe anbietet, niemand der auch nur nachfragt, was denn passiert sei, niemand der einen auch nur irgendwie anspricht, dafür aber von allen Seiten Getuschel und Mutmaßungen, jedoch so leise vorgetragen, dass sogar ich sie hören konnte... Lustige Dinge wie "Scheiß-Junkie" oder "wer den Alkohol nicht verträgt sollte ihn weglassen" habe ich sinngemäß aufgeschnappt... Ist wirklich eine komische Situation...
Ach ja, als Info noch hinterhergeschoben, das ist passiert, bevor man bei mir Epilepsie festgestellt hatte, das waren 2 meiner ersten Anfälle... Jedoch ohne Einfluss von Drogen und Alkohol...
Gut, inzwischen bin ich medikamentös so gut eingestellt, dass ich seit bereis nunmehr fast zwei Jahren keinen Anfall mehr hatte...

Und damit auf zum zweiten Teil meiner Erfahrungen...
Mein Bruder (25) ist schwerstmehrfachbehindert. Das bedeutet, er kann quasi gar nichts alleine... Sprechen, laufen, essen, Toilette oder andere Dinge, die wir als selbstverständlich erachten sind für ihn unmöglich... Hinzu kommt neben diesen körperlichen Einschränkungen auch noch eine schwere geistige Behinderung, die ich später noch ausführen möchte... Die erste Reaktion der meißten Unbeteiligten Menschen ist: "Oh wie schlimm" oder "der arme Junge", Dinge in dieser Richtung auf jeden Fall... Doch diesen Leuten muss ich meißtens wiedersprechen... 1. Er kennt es nicht anders. 2. So krass es sich auch anhört, aber er hat Glück, wie ich finde, dass er so behindert ist, dass er sein eigenes Handicap nicht bemerkt, es nicht versteht. und abschließend 3. Er ist glücklich in seiner kleinen Welt... Diese Welt setzt sich ausschließlich zusammen aus dem Wohnzimmer meiner Eltern, bem Badezimmer, seinem Schlafzimmer, der Wohnung meiner Großeltern, dem Wagen, der ihn morgens zur Behindertenwerkstatt abholt und die Werkstatt selber... Hinzu kommt nur noch das, was mein Grosvater oder ich am Wochenende mit ihm an Spaziergänge mache...
Jedoch, wie gesagt, er ist glücklich in dieser kleinen Welt und das merkt man ihm täglich an... Man sieht ihn eigentlich nur lachen oder zumindest lächeln... Auch wenn er halt den ganzen Tag nur in seinem Rollstuhl sitzt oder auf seinem Spezialkeil liegt... Er kann das was ich íhm sage nicht verstehen, nur das, wie ich es ihm sage kann er dafür um so besser deuten... Das kann man auch sehr gut aus seinen Reaktionen erkennen... Bin ich fröhlich, wird er auch fröhlich, bin ich ruhig, wird er auch ruhig, bin ich sauer oder böse, spürt man seine Reaktion genauso... Ich habe teilweise sogar das Gefühl, dass er das einfach besser spürt als die meißten nicht behinderten...
Doch all das stößt so oft auf Unverständniss bei Menschen, die sich einfach noch nie mit diesem Thema auseinandergesetzt haben oder sich nicht damit auseinandersetzen wollen... Ich sehe eigentlich noch nicht mal wirklich einen Grund meinen Bruder zu bemitleiden, wieso auch, er ist doch glücklich mit seinem Leben... Klar, man kann sagen, er verpasst vieles, lernt vieles nicht kennen etc. aber was soll es denn? Die Hauptsache ist doch, er ist glücklich... Und wir sorgen nun mal auch den ganzen Tag für ihn... Morgens wecken, wickeln, füttern, dann ab in die Werkstatt, Nachmittags nach Hause, da wieder füttern, sich mit ihm beschäftigen, abends die gleiche Prozedur und dann ins Bett bringen. Nachts wenn er schreit oder wieder wach wird, vielleicht noch mal wickeln oder einfach nur einmal im Bett umdrehen... Am Wochenende noch mal mit ihm spazieren gehen, sofern das Wetter es zulässt... Es ist oft nicht einfach, aber es ist wirklich so, ein Lächeln entschädigt für so vieles, auch wenn das eigentlich so ein abgedroschener Elternspruch ist, es stimmt einfach...

Meine letzte Erfahrung mit Menschen mit Behinderungen setzt sich aus einem einmonatigen Praktikum in der Behindertenwerkstatt meines Bruders zusammen... Dort habe ich noch mehr mit nicht so schweren Fällen von Beihinderungen mehr Kontakt gehabt als bisher und was ich dort erlebt habe, hat mich wirklich nachdenklich gemacht... Denn eine solche geballte Sozialkompetenz, ein solch feines Gespür für andere Menschen in der Umwelt wie dort seitens der Behinderten habe ich sonst noch nirgendwo erlebt... Es war kaum eine Woche vergangen, als ich nach einem absolut schlechten Tag am nächsten morgen in die Werkstatt kam. Es hat keine Viertelstunde gedauert, dass ich die ersten male angesprochen wurde, was denn mit mir los sein, obwohl ich mir eingebildet habe, ich würde mich ganz normal verhalten... Man stelle sich das einmal vor, diese Kinder und Erwachsenen (Altersspanne zwischen16 und 40) kannten mich grade einmal ein paar Tage und haben bemerkt, was nicht mal meine besten Freunde auf anhib aufgefallen wäre... Auch der Zusammenhalt und der soziale Kontakt zwischen diesen Menschen war ein total anderer als ich ihn bisher kannte... Was mich aber am meißten beeindruckt hat, war die Art wie siese Menschen mit ihren Behinderungen umgegangen sind... Völlig natürlich und locker, teilweise sogar scherzhaft... Klar gab es auch die Ausnahmen, die wieder aus der Reihe gesprungen sind, aber das sind halt auch nur Menschen und natürlich gibt es da auch welche, die man nicht leiden kann, bzw. die sich einfach Sch*** verhalten... Das ist nur natürlich...

Doch zum Abschluss noch ein paar Worte zu meinem Empfinden, wie sich andere Menschen of im Bezug auf Behinderte verhalten. Oftmals spürt man einfach nur die Unsicherheit, die meißtens zu überspielen versucht wird... Das Überspielen wiederum hat ganz unterschiedliche Formen, sei es dieses gewisse nervöse Lachen, sei es ein sich abwenden oder sei es gar, was ich persönlich auch schon erlebt habe, und immernoch am schlimmsten finde, Aggressivität und Gewalt... Dabei kann es eigentlich so einfach sein sich nmit Behinderten Mitmenschen zu beschäftigen: Einfach ganz normal sein, ihnen auch das Gefühl geben, sie seien ganz normal, natürlich nur bis zu einem bestimmten Grad, danach kommen sie sich vielleicht auch ein wenig veralbert vor... Und eigentlich am wichtisten, seine eigene Unsicherheit nicht versuchen zu verstecken, wenn sie nun mal da ist... Und nicht zuviel nachdenken, sondern einfach mal dem eigenen Gefühl vertrauen... Am wichtigsten finde ich persönlich aber, dass man nicht mit dieser Standart-Mitleidstour anfängt...
drainDurch die Tätigkeit meiner Mutter als Heilpädagogin bin ich schon in frühen
Jahren (Kindergarten) mit behinderten Menschen in Kontakt gekommen.

Ich muß sagen, daß es für mein Bruder und mich nie ein Problem war mit ihnen
zu spielen, da unsere Mutter uns oft mit zur Arbeit genommen hat und wir so
viele Freunde dort hatten.

Wenn ich heute(bin jetzt 23) bei ihr auf Arbeit erscheine, freu ich mich
immer, weil ich dort ab und zu alte Freunde wiedersehe die dort ihre
ehemaligen Erzieher besuchen... besonders schätze ich deren Emotionalität
und Offenheit mit der sie mir auch nach Jahren des Nichtsehens
noch begegnen und einen nicht vergessen haben.

Was ich jedoch gemerkt habe ist, daß ich trotz der frühen Erfahrung,
Ängste habe etwas falsch zu machen, wenn ich gleichaltrige gehandicapte
Leute kennenlerne. Das muss nicht der ausschließliche Grund sein,
da ich von Natur aus eher "ängstlich" bzw. vorsichtig an Menschen
herantrete ...als eine Berührungsangst im eigentlichen Sinne kann
man es aber somit nicht bezeichnen.
hakushiIch arbeite seit 3 Jahren in einem Heilpädagogischen Zentrum(HPZ). Meine Behinderung ist psychischer Natur; daher nehme ich regelmäßig Antidepressiva. Inzwischen kann ich ohne Übertreibung sagen, daß das HPZ das Beste ist, was mir passieren konnte. Behinderte Menschen sind unglaublich ehrlich bei allem, was sie tun. Wenn mich jemand nicht mag, sagt er oder sie es frei heraus, ohne mir groß etwas vorzumachen. Das schätze ich sehr, da ich selbst sehr auf Ehrlichkeit bedacht bin. [COLOR=crimson]Eine Lüge wird immer eine Lüge bleiben, auch wenn sie noch so schön ist![/COLOR]
Jedenfalls fühle ich mich hier um einiges wohler als unter den sogenannten 'Normalen' Menschen (was eigentlich Quatsch ist, da es keinen normalen Menschen gibt; jeder ist auf seine Weise 'anders')

Zum Thema Gehörlosigkeit kann ich nur sagen, das bei uns 2 Gehörlose arbeiten(Eine Frau und ein Mann; sind jetzt zusammen ^_^). Es sind die fröhlichsten Menschen im ganzen HPZ.

Sollte ich vor die Wahl gestellt werden, zwischen Blindheit und Taubheit entscheiden zu müssen...würde ich immer die Blindheit wählen. Das Rauschen der Blätter im Wind oder das morgendliche Konzert der Vögel nicht mehr hören zu können...wäre für mich unerträglich!
Pandora150[QUOTE][i]Original geschrieben von hakushi [/i]
[B]Sollte ich vor die Wahl gestellt werden, zwischen Blindheit und Taubheit entscheiden zu müssen...würde ich immer die Blindheit wählen. Das Rauschen der Blätter im Wind oder das morgendliche Konzert der Vögel nicht mehr hören zu können...wäre für mich unerträglich! [/B][/QUOTE]

ich glaube ich könnte mich da nicht entscheiden, denn das was du sagst sehe ich auch so, aber würdest du es nicht schlimm finden, den sternenhimmel nicht mehr zu sehen, die wunderbaren Farben, wenn die Sonne untergeht oder einfach eine schöne Umgebung, wo die Natur durch keine Autos oder sonstigem verschandelt wird?
drainKönnte mich auch nicht entscheiden, weil wir das alles ja kennen
Schon alleine der Geruch von Wiesen kurz nach einem Regen würde
mir fehlen. Aber das währe ein anderes Thema.
DarketOhhhh ein wirklich schöner Thread, wollte schon lange mal einen ähnlichen aufmachen.
Zu mir: Ich bin Zivi und arbeite seit Anfang September in der Fördergruppe einer Behindertenwerkstatt, d.h. ich arbeite mit Menschen, die sowohl körperlich wie auch geistig schwerst behindert sind.
Ich bin gerade zwei Monate da und glaube einiges gelernt zu haben. Zu meiner eigenen Verwunderung hatte ich irgendwie nie Berührungsängste, ok ich wasche mir die Hände, nachdem ich mal wieder vollgesabbert wurde, klar, aber die Tatsache, dass man mich vollsabbert macht mir nichts aus, genauso wenig wie der generelle soziale Umgang.
Insgesamt gewöhnt man sich ne ganze Menge Dinge an, das wichtigste ist diese Menschen zu 100% ernst zu nehmen. Klar sie erzählen meist viel und gern und dabei ne ganze Menge Blödsinn, aber hey, wer tut das nicht? ;)
Das heißt nicht jemanden mit Samthandschuhen anzufassen, ganz im Gegenteil, das erste, was ich gelernt habe war nein zu sagen und eine ziemlich deutliche Sprache mit denjenigen zu sprechen, die sich dachten: Hey der ist neu, den können wir verarschen, aber es ist wichtig und in der täglichen Arbeit völlig selbstverständlich diese Leute als Erwachsene zu behandeln. Sämtliche Behinderte mit denen ich arbeite sind älter als ich, die meisten sogar deutlich älter. Die lassen sich nichts von jemandem sagen, der 30 Jahre jünger ist als sie und sie dabei nichtmal ernst nimmt.
Ich mache Pflegearbeiten und inzwischen ist es fast selbstverständlich, wenn ich sowas höre wie das sich Leute zu fein sind irgendwelchen Leuten den Hintern abzuwischen könnte ich inzwischen echt kotzen, was glauben die eigentlich für wen sowas unangenehmer ist? ICH jedenfalls liege nicht auf ner beknackten Bahre und lasse mich von Leuten wickeln, die ich mir nicht ausgesucht habe und mit denen ich oft nichtmal reden kann!
Den wenigen Jahrgängen, die noch dazu verpflichtet sind, empfehle ich ganz stark so einen Job zu machen und dreckiger als wenn man beim Bund durch Schlammlöcher kriecht macht man sich auch nicht, dafür ist es wenigstens sinnvoll-für ALLE Beteiligten.
Black RatIch bin früher mit körperbehinderten Menschen in die Grundschule (auch in die selbe Klasse) gegangen. Hab selbst physische Besonderheiten, diese sind jedoch nicht als Behinderung anerkannt. Es gibt ja solche und solche Behinderungen. Die Leutz von meiner alten Schule (an ihr waren 1. - 10. Klassen vertreten)die körperbehindert sind, sind jedoch geistig völlig normal entwickelt, so das ein gemeinsamer Unterricht möglich war. Wir hatten auch einige geistig Behinderte und Schwerstbehinderte an der Schule, sie wurden jedoch in eigenen Klassen, mit eigenem Lehrplan unterrichtet. Jedenfalls versteh ich mich mit vielen wenn ich sie sehe heute noch gut. Habe unter anderem meine beste Freundin in der Grundschulzeit kennengelernt und sie ist es bis heut geblieben (haben die Schule abgeschlossen, bin 18 Jahre alt und zur Zeit in Ausbildung). Selbst unter meinen "Mit-Azubis" ist ein Schwerbehinderter mit Abitur (er ist auf beiden Ohren hörgeschädigt).

Jedenfalls ist für mich der Umgang mit behinderten Menschen was ganz natürliches. Es ist nicht nötig diesen Leuten mit Mitleid zu begegnen. Zumal man manchen ihr Handicap gar nicht ansieht. Mit Verständnis und Respekt kommt man viel weiter und findet so besseren Zugang zu den Menschen. Obwohl mir durchaus bewusst ist, wie schön und wertvoll es ist z.B. zwei gesunde Beine zu haben, kenn ich es eher so, das viele trotz ihrer Behinderung das Leben sehr schätzen. Auch bei den Schwerstbehinderten, diejenigen die gar nichts alleine machen konnten, quasi im Rollstuhl saßen und auch geistig behindert waren, war das zu sehen. Da schließ ich mich vorallem den Darlegungen von Lacerated Heart an. Das diese Menschen meist über eine hohe "emotionale Intelligenz" verfügen. Viele sehen ihr Handicap als Teil von sich an. So sind sie nun mal, keiner sucht sich das ja aus. Es ist etwas völlig normales und nichts wofür man sich schämen muss. Das ist ein sehr schlimmes Gefühl, wegen seiner Selbst Scham zu empfinden, weil einige *gesunde* Menschen im Umgang sehr unbeholfen sind. Da ist es vorgekommen das eine Freundin von mir (Rollstuhlfahrerin), herabwürdigend angeschaut wurde und hinter unserem Rücken getuschelt wurde als wir durch die Stadt tingelten. Man kann auch mit Handicap ein glücklicher und zufriedener Mensch sein und im Leben stehen. Kommt mir so vor, als ob sich das manche Leute gar nicht vorstellen können.

Diese Zeit (Grundschule) hat meine Ansicht von Normalität und Mensch sein geprägt und ich erinnere mich gern an sie zurück. Es war egal was du hattest, du wurdest angenommen wie du bist. Diese Einstellung schaffte eine sehr familiäre Atmosphere, die ich in der heutigen Gesellschaft teilweise eher vermisse.

MfG Black Rat
hakushi[QUOTE][i]Original geschrieben von Pandora150 [/i]
[B]ich glaube ich könnte mich da nicht entscheiden, denn das was du sagst sehe ich auch so, aber würdest du es nicht schlimm finden, den sternenhimmel nicht mehr zu sehen, die wunderbaren Farben, wenn die Sonne untergeht oder einfach eine schöne Umgebung, wo die Natur durch keine Autos oder sonstigem verschandelt wird? [/B][/QUOTE]



Nun...um es mit den Worten von Björk auszudrücken: "I've seen it all...". Ich bin als Kind schon lieber mit geschlossenen Augen durch den Wald gegangen und habe alles mögliche mit dem Geruchs- oder Tastsinn entdeckt.

Und ein Leben ohne Musik...nein...unvorstellbar!
Pandora150@ hakushi

hmm da muss ich dir auch wieder Recht geben.
Es ist auch einfach schön, seine Umgebung durchs Tasten zu entdecken. Daran habe ich nicht so gedacht. Ich schließe auch oft die Augen und gehe durch den Wald, man wird auf die Weise auf vieles aufmerksam. vielleicht ist es wirklich schlimmer, wenn man nichts hören kann.
Nein ohne Musik würde ich auch nicht ausgeben ganz klar nicht ;)
ShortBriniso, jetzt habe ich alles mal überflogen und möchte aber selbst auchmal etwas dazu schreiben.

1. Thema Integrative Schulen/Klassen: Ich denke das ist auch nur in soweit sinnvoll, wie es sich lohnt und es machbar ist. Es bringt ja nichts, wenn es heißt "oh ja wir sind eine Integrative Schule" aber die behidnerten Kinder im endeffekt nichts lernen ( so wäre es gewesen, wenn wir meinen Bruder in eine "normale" Grundschule gesteckt hätten)

2. hier schreiben einige, dass sie wohl keine Probleme mit behinderten Menschen haben, aber ich denke, dass ist leichter gesagt, als getan, denn sogar ich habe, trotz meines behidnerten bruders, oft schwierigkeiten mit anderen behinderten menschen umzugehen. für mich ist das nicht immer einfach.

So, nun möchte ich mal was zu meinem Bruder erzählen.
Mein Bruder ist inzwischen fast 15 Jahre alt und hat Down Syndrom (geistige Behinderung). Er ist somit jünger als ich und ich kenne es also nicht anders. Für mich ist er eigentlich ganz normal. Er verhält sich genauso wie jeder andere 15-jährige Junge. So empfinde ich es jedenfalls. Er kann auch inzwischen lesen und rechnen ( das hat er durch Förderung zuhause bzw. durch Therapien gelernt- von der Schule kommt da gar nichts). Inzwischen ist er soweit, dass er Bücher für Leseanfänger lesen kann und auch einigermaßen versteht. Er kann Plus und Minus rechnen. Für uns sind dies sehr große Dinge und er ist also echt "gut drauf". Meine Mutter hofft auch, dass er nicht in eine behidnerten Werkstatt muss, sondern, dass er in der "normalen" Arbeitswelt untergebracht wird. Er sagt zum Beispiel, dass er gerne Bäcker oder Zeitungsjumge werden möchte. Ich denke, dass das mit dem Bäcker auch realisierbar ist. Zwar nicht als Ausbildung, aber als Aushilfe denke ich schon, dass es machbar ist, vorrausgesetzt die Gesellschaft akzeptiert es.
Durch meinen Bruder habe ich sehr viel gelernt. Ich habe gelernt, Dinge, die so alltäglich sind nicht als Selbstverständlich hinzunehmen. ZUm Beispiel ist es für uns normal,d ass wenn wir irgendwo langlaufen wir die PLkate und Schilder lesen, doch so selbstverständlich ist dies gar nicht und wir sollten froh darüber sein, dass wir dies dürfen und können.
Was mich besonders freut ist zum Beispiel auch, dass in unserem Karateverein mein bruder und noch ein weiterer behinderter Junge Mitglied sind und dort ganz normal trainieren. ich habe sogar schon vom trainer gehört, dass er sich besser benimmt, als die anderen in der gruppe.
Er hat auch in den Herbstferien sein Bronzeabzeichen gemacht. Es hat uns zwar viel Kraft Zeit und auch Geld gekostet, dass er schwimmen lernt, doch er hat es geschafft. Genauso wie er Fahrradfahren kann. Dazu vielleicht noch eine eschichte, dass sogar Ärzte behinderte Menschen unterschätzen.
Letztens war mein Bruder zur KOntrolle beim Herzspezialisten und da hat mein bruder gesat, dass er Fahrrad fahren kann. Daraufhin hat der arzt gesagt "Aber bestimmt nicht ohne Stützräder" woraufhin mein bruder gesagt hat "Doch, ich kann ohne Stützräder fahren". Der Arzt guckste daraufhin völlig verdutzt zu meinen Eltern und die sagten "Ja, das stimmt.". Der Arzt konnte das gar nicht fassen. Und sowas finde ich echt traurig.
Ich habe deshlab auch den entschull gefasse Lehramt für Sonderpädagogik zu studieren, weil ich weiß, dass in den Kindern mehr steckt, als man denkt. Man muss ise nur früh genug fördern und an sie denken.
Ich muss allerdings auch sagen, wenn ich wüsste, dass ich ein behindertes Kind bekommen würde, ob ich es austragen würde oder ich mich für einen abbruch entscheiden würde, denn ein behindertes Kind braucht viel Zeitaufwand. Und nicht nur das Kind. Das schlimmste ist der ganze Papierkram. Eltern mit behinderten Kinder werden nicht durch die behinderung ihres kindes bestraft sondern einzig und allein durch den Staat. Der stellt einen ganz schöne berge in den Weg.
So, ich hoffe es hat hier jemanden interessiert, wenn nicht ist auch egal, hauptsache ich bin es mal losgeworden *gg*

Brini
belladonnaIch finde es schade, daß Behinderte immer noch zu wenig integriert werden. Es gibt ja schon ein paar integrative Kitas und Schulen, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder betreut werden. Das sollte man eigentlich generell so halten. Denn so kann man von kleinauf vermeiden, daß die sogenannten Berührungsängste entstehen. Ich bin in der DDR großgeworden und da war das Thema Behinderte nahezu ein Tabu. Man weiß einfach nicht wie man sich diesen Menschen gegenüber verhalten soll, weil man immer eingetrichtert bekam: Die sind anders, die sind zu bedauern, die armen Behinderten, sei nett zu ihnen, denn sie sind ja so viel schlechter dran als du. Das ist natürlich alles totaler Quatsch. Eine Behinderung bedeutet doch nicht gleich, daß diese Menschen deshalb ihr ganzes Leben lang todunglücklich sind. Aber wie schon gesagt, wenn man Kinder ohne Behinderungen mit behinderten Kindern aufwachsen läßt, dann gehen die damit ganz natürlich um. Es ist ja nichts Unnormales. Das gehört alles ganz normal zum Leben dazu und darum sollte man da keine Grenze ziehen, die zur Ausgrenzung führt. Schon wenn man so durch die Straßen und Geschäfte geht, da sieht man doch schon daß die Gesellschaft so tut, als gäbe es Behinderte nicht. Die paar rollstuhlfahrergerechten Rampen und Toiletten die man so ab und zu entdeckt, machens auch nicht wett. Da sollte man wirklich langsam mal umdenken! Sowas macht mich echt wütend.
Darket[QUOTE]Meine Mutter hofft auch, dass er nicht in eine behidnerten Werkstatt muss, sondern, dass er in der "normalen" Arbeitswelt untergebracht wird[/QUOTE]
Ich kenne Deinen Bruder natürlich nicht, aber ich möchte generell die Institution der Behindertenwerkstatt etwas in Schutz nehmen. Das sind in aller Regel Einrichtungen, die es schaffen behinderten Menschen den Eindruck zu vermitteln sie wären garnicht so viel anders als ihre Mitmenschen (sind sie oft auch nicht). Sie haben beinahe den selben Tagesablauf, sie stehen früh auf, gehen zur Arbeit (ich fand es an meinem ersten Tag dort klasse, dass alle, die ich traf wirklich davon sprachen sie gingen arbeiten) und haben einen Job wie andere auch. Es gibt Tage an denen sie müde und nicht gut drauf sind, an denen sie keinen Bock haben zu arbeiten, genau wie ich. Meine Werkstatt produziert teilweise echt prima Sachen, bei mir an der Wand hängt ein wunderschöner Traumfänger, die eine der schwerst Behinderten aus meiner Fördergruppe gemacht hat, ich beziehe fast meine sämtlichen Kerzen (und ich hab jetzt im Winter einige davon) von dort, usw.
Andere Abteilungen arbeiten für die Industrie, schrauben u.a. Rauchmelder für Siemens zusammen, etc.
Die Betreuer sind zum Großteil sehr kompetent und haben in teilweise jahrzehntelanger Arbeit gelernt wie man mit diesen Menschen am besten umgeht.
Hey, klar, soweit jemand in der Lage dazu ist, sollte er/sie am besten einen regulären Job machen, aber die Alternative Werkstatt ist nicht die schlechteste.


[QUOTE]Die sind anders, die sind zu bedauern, die armen Behinderten, sei nett zu ihnen, denn sie sind ja so viel schlechter dran als du. Das ist natürlich alles totaler Quatsch[/QUOTE]
Jep, ist es. Für jemanden, der von Geburt an behindert ist, ist das garkein Thema, er ist halt so, wieso auch nicht? Mitleid ist unangebracht, sie können ihr Leben genießen wie andere auch und sie tun es.


[QUOTE]hier schreiben einige, dass sie wohl keine Probleme mit behinderten Menschen haben, aber ich denke, dass ist leichter gesagt, als getan, denn sogar ich habe, trotz meines behidnerten bruders, oft schwierigkeiten mit anderen behinderten menschen umzugehen. für mich ist das nicht immer einfach[/QUOTE]
Ein Tip von mir: Tu es, es ist viel einfacher als man gemeinhin denkt. Ich hatte diese Berührungsängste auch, aber am ersten Tag, an dem ich engeren Kontakt mit diesen Leuten hatte, haben sie sich verzogen. Einfach offensiv auf sie zugehen, für die meisten ist es völlig unverständlich, dass jemand Probleme mit ihrer Nähe hat, wiegesagt ist ihre Behinderung für sie normal, wieso also sollte sich jemand vor ihnen fürchten?
Wenn man einmal mehrere Stunden am Stück in der Gesellschaft behinderter Menschen verbringt, vefliegt jede Berührungsangst von selbst. Ich jedenfalls habe in den bisher zwei Monaten Arbeit mit Schwerbehinderten für mich selbst sehr viel gelernt.

Zu den Schulen möchte ich etwas sagen, das ich so nur aus zweiter Hand weiß: Die Behinderten werden vielfach entweder unter- oder überfordert, so dass kaum ein Lernprozess Erfolg haben kann, aber fairer Weise muss man sagen, dass sie dennoch einiges leisten.
Ich habe in meiner Fördergruppe mehrere Behinderte, die inzwischen über 60 sind. Die hatten das Glück gegen Ende des Krieges geboren zu sein, als Adolf keine Zeit mehr hatte sich u seine Euthanasie-Projekte zu kümmern. Nach dem krieg hat man sie einfach in die nächst beste Klapse gesteckt, Deutschland hatte "besseres" zu tun. Diese Leute sind eigentlich garnicht sooo schwer behindert, dass sie nicht in den normalen Werkstattbetrieb integriert werden könnten, dort arbeiten Menschen, die theoretisch weit schwerer behindert sind. Doch 10 oder 20 Jahre geschlossene Psychatrie hinterlassen ihre Spuren.
Die Jüngeren, die besser gefördert wurden sind zu weit mehr in der Lage, sicherlich auch ein Verdienst von Förderungen in der Schule.
vleermuishm. ich hatte ganz unterschiedliche erfahrungen mit behinderte menschen.

meine eltern haben versucht uns kinder dahingehend zu erziehen das wir alle menschen als menschen ansehen und nicht als behinderter und nicht behinderter. zum größten teil haben sie das auch hinbekommen.

das intensivste erlebnis war, als ich mich in jemanden verliebt habe und nicht merkte das er taubstum ist. als ichs dann gemerkt habe wars um mich schon längst geschehen... und um ihn auch :D
sein bruder, hörend, fragte mich dann seit wann wir uns kennen würden und woher. er war sehr erschrocken als er erfuhr das wir uns erst am selben abend kennengelernt haben. mein freund und ich haben uns sehr gut verstanden, ohne das wir die sprache des anderen konnten. nun ich habe dann eine neue sprache gelernt. aus liebe macht man so einiges. und ich bin froh das ich mich darauf eingelassen habe.

das andere mal wechselt ich auf eine andere schule: integrierte gesammt schule. das anmeldeformular, werd ich nie vergessen, so habe ich mich darüber aufgeregt! anzukreuzen war: sind sie damit einverstanden das ihr kind mit einem körperlich behinderten kind eine gemeinsame klasse besucht?
wie kann man den sowas machen? wenn man das nicht will dann hat das kind auf keine intergrierte schule zu gehen.
ich kam mit zwei behinderten in eine klasse.
einer hatte von geburt an verkümerte sehnen und muskeln, die dadurch verschieden lang waren. meine erfahrung mit ihm: er hat oft seine behinderung als ausrede benutzt. zum beispiel behauptete er gegenüber lehreren, er könne kein referat im stehen halten, aber komischerweise konnte er jede pause, und sei sie auch noch so lang, mit uns in der raucherecke stehen.
der ander junge war seit seinem 9ten lebensjahr durch einen genickbruch halsabwärts gelähmt. dieser junge, der keine minute seines lebens mehr alleine ist, alles 2 jahre ins krankehaus muss damit seine batterien gewechselt werden, hat so viel lebensenergie wie nur wenige menschen die ich kenne. er probiert alles erst einmal alleine aus, bevor er hilfe in anspruch nimmt.
sicher es war komisch wenn man im unterricht sitzt und plötzlich wird dem typ der gegnüber sitzt die lunge abgesaugt. aber man gewöhnt sich sehr schnell an den anblick und an das geräusch.
keiner von den menschen war anders als irgendjemand sonst. aber natürlich ist man immer ein bischen unsicher, doch ist man das nicht immer bei fremden?
TheShadowDancerhmmm ein Heisses Thema...


Als erstes mal zu [B]Brini[/B] :

Ich stimme dir zu... Find das was du sagst gut *daumen hoch*


hm... also...
Menschen sind Angst Gesteuerte Wesen... Und sie fürchten sich vor allem und jedem.... darum raufen sie sich in Gruppen zusammen die ihm gleichen..
Und alles was anders ist....wird mit Misstrauen und Angst betrachtet...und aus Angst... wird so manches mal Abwehrverhalten..

Es ist keine Entschuldigung aber eine gut zu beobachtende Verhaltensweise

Aber zurück zu meinem Ursprungsgedanken....

Ich habe in meinem direkten Umfeld keine Menschen mit Körperlichen oder Geistigen Einschränkungen... jedoch arbeite ich seid einigen Jahren in der Pflege...
Erst in einer Altenpflege und Betreuungseinrichtung..
Nun im Krankenhaus.. bestreite eine Ausbildung zum Gesundheits und Krankenpfleger
In den letzten 2 Jahren habe ich vermehrt mit Menschen gearbeitet die sowohl als auch Behindert waren,....
Es ist jedes mal aufs Neue eine Unsicherheit... an der ich jedoch Kontinuierlich zu Arbeiten versuche....
Gerade in Kombination mit pathologischen Veränderungen... also Zusatzerkrankungen weiss man im Ersten Moment nicht so recht wie man was machen soll... Egal ob Grundpflege , Interaktionen oder Individuelle Bedürfbnisse...
Dabei ist es.. meistens gar kein Problem.... Wenn man entsprechend Geduld hat.. und Einfallsreichtum besitzt


Grundsätzlich: Kein Behinderter Mensch ist ein Problem..
Sondern wir die das Glück hatten... nehmen uns einfach zu oft die Frechheit raus es zu einem Problem zu machen...

Wie Brini schon sagte,... Der Staar ist ein gutes Beispiel dafür... wobei...wie soll man erwarten das solche Dinge geregelt werdren..wenn Vater Staat nichtmal schafft für Alltägliche Dinge eine Lösung zu finden....
WadenbeinHallo,

ich bin selber Schwer behindert. Dass verdanke ich einem schweren Verkehrsunfall vor über 2,5 Jahren. Leider habe ich auch innerhalb der Familie Erfahrungen mit körperbehinderten Menschen. Mein Vater hat MS, dass ist eine Nervenkrankheit und mein Opa wurde im Krieg schwer am Arm verletzt. Und ich habe 15 Jahre lang neben einem behinderten Zentrum gelebt, wo mein Vater damals gearbeitet hat. Also wie man sieht habe ich Erfahrungen mit behinderten Menschen.

Aber trotzdem muss ich sagen, dass ich mich manchmal etwas unbehaglich fühle, wenn ich mit behinderten Menschen zu tun habe. Das soll jetzt nicht heiße, dass ich sie nicht mag oder so was, nein mein Problem liegt eher darin, wie ICH mit der Situation umgehen soll. Ich muss sagen mir sieht man es nicht wirklich an, dass ich behindert bin, wenn man nicht exakt ihn schaut. Also wenn der gegenüber eine Behinderung hat, weiß er nicht automatisch das ich eine habe. Ich war 10 Wochen nach dem Unfall in der Reha. Da wurden mir viele dumme Kommentare an die Stirn geworfen wie, z.B. jugendlicher, der kann nur wie ein verrückter gefahren sein, der ist doch selber daran schuld. Ich bin außerdem ein schüchterner Mensch, ich weiß nicht immer was ich sagen soll, und will es auf jeden fall vermeiden, dass ich vielleicht auch unabsichtlich so was in der Art äußere. Und wo noch mein zweites Problem liegt, ich habe irgendwie ein schlechtes Gehör, nein nicht was ihr jetzt denkt. Ich höre gut aber ich weiß nicht wie ich es sagen soll? Ich verstehe Menschen die undeutlich sprechen irgendwie schlecht, ich weiß auch nicht woran es liegt. So geht’s mir auch bei Liedern (auch mit deutschen Texten). Wenn ich mir da meinen Vater anschaue wie er Menschen versteht, die auch starke Sprachproblemen haben, wunder ich mich immer wie wer es das macht?

Ich denke am Ende liegt es an beiden Parteien wie sie mit der Situation umgehen. Ich meine ich geh mit meiner Behinderung relativ offen um. Das heißt jetzt nicht, dass ich es jedem auf die Nase binde, nein aber wenn mich einer höfflich darauf anspricht was passiert ist, Antworte ich dementsprechend freundlich. Aber wenn mir einer blöd bekommt, bekommt er die entsprechende Antwort.

Ich denke beide Seiten müssen mehr Verständnis aufbringen. Der Mensch ist halt ein neugieriges Tier, alles was es nicht kennt will er erforschen und kennen lernen. Dabei stellt er sich manchmal etwas seltsam.
Auf der anderen Seite müssen auch die Menschen die eine Behinderung haben dementsprechend umgehen, wenn es auch manchmal einem wirklich schwer fällt, wie es ja selber erlebt habe. Und zu Not wirklich mal das Maul aufmachen.

Aber sich bloß nicht unterkriegen lassen, eine Behinderung ist kein Grund seine Ziele und Träume nicht zu verwirklichen!!!

Gruß Wadenbein

PS.: Muss ich noch erklären wie ich auf den Nick gekommen bin? Wenn ja einfach ne PN schreiben, dann mach ich es.
Schattenwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von thassala [/i]
[B]
Empfindet ihr das als 'schlimm'? Habt ihr Angst davor, mit solchen Leuten zusammen zu sein? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute Angst vor Behinderten haben... Ich arbeitete ein Jahr mit Schwerstbehinderten zusammen und diese Kinder haben mir so viel gegeben, dass mir kein 'normaler' hätte geben können.
[/B][/QUOTE]

Also... so ein Mist, dass ich diesen thread erst jetzt entdeckt habe.
Ich studiere in Köln Sonderpädagogik --> Sonderschullehramt mit den Fachrichtungen Körper- und Geistigbehindertenpädagogik, um mich später auf den Bereich Schwerstmehrfachbehinderung zu spezialieren.
Mein eigener Bruder hat eine geistige Behinderung, so dass ich quasi mit der hier angesprochenen Thematik aufgewachsen bin; seine Freunde gingen bei uns ein und aus. Für mich ist das Leben und der Umgang mit behinderten Menschen so vollkommen normal wie für andere das tägliche Waschen. Vor wenigen Wochen habe ich mein 3. Schulpraktikum in einer Schule für Geistigbehinderte beendet, schon mit 17 habe ich in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung des LKH Dortmund- Aplerbeck mit erwachsenen Menschen mit Behinderung gearbeitet. [[I]Es heißt übrigens nicht: Der Behinderte, sondern der "MENSCH MIT EINER Behinderung"... das stellt den Menschen in den Vordergrund und stigmatisiert nicht so sehr, beschänkt den Menschen weniger auf seine Behinderung und sieht vielmehr den Menschen in ihm, ist daher weniger defizitär!- Basiswissen des Sonderpädagogikstudiums[/I]]...
Ich persönlich denke, dass die meisten Menschen (leider) so selten mit MmB in Kontakt kommen, dass eine gewisse Distanz und vielleicht Angst verständlich ist. Das liegt v. a. an sämtlichen spezialisierten Einrichtungen wie z. B. Sonderschulen, -kindergärten und Frühförderzentren. Hat ja auch sicher viele, viele Vorteile: Man kann die Menschen so individuell wie möglich fördern! Dennoch befürworte ich den Trend zu Integration/ Inclusion (behinderte Kinder in Regelschulen stecken; Klassen werden dort von 2 LehrerInnen unterrichtet: einer Sonderpädagogin und einer "normalen" Lehrerin)- dies ermöglicht Kontakt und verhindert Berührungsängste... Mir ist klar, dass dieses Thema konträre Ansichten hervorruft- die von mir skizzierte ist nur eine Einstellung unter vielen.
Was thassala schreibt bzgl. dem, was behinderte Menschen einem geben können... das sehe und erlebe ich genau so. Größtenteils wohnt in diesen Menschen eine Wärme und "Echtheit", wie sie bei den meisten anderen menschlichen Zeitgenossen zu wünschen wäre.
wolfpLeider ist es heutzutage so das sich viele,
wenn sie einem Behinderten begegnen so
sehr aus ihrer Realität gerissen fühlen das sie
Agressiv oder ängstlich reagieren.

Behinderte Menschen werden, meiner Meinung nach
immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrückt.

Das mag vielleicht daran liegen das sie nicht die Norm
einhalten die viele Leute verlangen.
IsuamHmm, hab den Thread nicht vollständig gelesen. Aber ehrlich gesagt, mich packt bei dem Thema ziemlicher Haß. Ich mußte jahrelang meine schwerbehinderte Mutter und ihren tyrannischen Mann bedienen, wobei alle den (erzwungenen) vollständigen Verzicht auf mein eigenes Leben "völlig selbstverständlich" fanden, weil die Arme ja schließlich behindert ist und ihre Bequemlichkeit, ihre opulenten Mahlzeiten und ihre Sozialkontakte braucht. Jedes zaghafte "ich würde auch gerne mal abends weggehen/ Besuch haben/Ruhe haben/nicht über das Befinden meiner Mutter reden" meinerseits wurde mit völlig Empörung (von ihrem Mann/Freundinnen/Ärzten...) beantwortet. Erst als ich selber schwer depressiv und auch körperlich krank war, habe ich (fast durch Zufall) Hilfe von außen bekommen und konnte endlich von dort buchstäblich fliehen. Bloß liegt mein eigenes Leben in Trümmern und läßt sich nicht mehr reparieren... Nee, also von armen bedauernswerten hilfsbedürftigen Behinderten und Leuten, die Mitleid für sie einfordern habe ich supergründlich die Schnauze voll, aber wirklich. Habe für mein Teil mehr mitgelitten, als ich je verkraften kann.
Politisch unkorrekte Grüße Isuam
DarketWie schonmal geschrieben: KEIN Mitleid mit Behinderten! Man muss diese Menschen annehmen wie alle anderen auch! In der Einrichtung, in der ich arbeite gibt es etwa 200 Behinderte, ihr glaubt doch nicht, dass ich die alle leiden könnte? Scheiße, nein, es gibt einige, die ich wirklich nicht leiden kann (glücklicher Weise keine in meiner eigenen Gruppe). Sympathien sind genauso natülich wie Antipathien, ich glaube auch nicht, dass mich alle von denen leiden können (allein die Tatsache, dass ich als Mann Röcke trage macht mich bei einigen ziemlich unbeliebt). Die Tatsache, dass jemand behindert ist schließt die Tatsahe nicht aus, dass er ein Arschloch ist und die gibts doch bekanntlich überall.
IsuamAlso, was für mich im Alltag/ in der Öffentlichkeit selbstverständlich ist, sind kleine Rücksichten/Hilfestellungen für Leute die behindert sind (ob nun dauerhaft durch körperliche Probleme und grad mal in diesem Moment durch Berge von Einkaufstüten o.ä.) Das hat für mich aber nichts mit Mitleid zu tun. Eher so mit dem gemeinsamen Kampf aller Menschen gegen die Tücke des Objekts, da sollte man zusammenhalten... Sauer bin ich aufgrund meiner Erfahrung einfach nur, wenn in Gesprächen, sobald erwähnt wird, daß jemand behindert ist, meistens sofort ein Schwall von "ach Gott, ach Gott, da braucht er/sie aber... da müssen die Angehörigen sich aber kümmern, da ist aber wichtig, daß sie ds und das tun.. usw. - weil sich eben JEDER in die Rolle des Kranken versetzt und niemand in die Rolle der Angehörigen. Naja, Schluß mit dem Thema, das versteht außer anderen betroffenen Töchtern wahrscheinlich eh keiner. Was meine Erfahrungen außerhalb der Familie mit (v.a.geistig) Behinderten angeht, gab's da nie große Probleme. Eine Freundin, die mit Behinderten arbeitet, brachte manchmal jemanden bei mir zu Besuch (weil die Leute viel Freude an meinen Haustieren hatten) Anfangs war ich meist ein bißchen beklommen, weil ich den sprachlichen Level, auf dem Verständigung gut möglich war, erst ausloten mußte. Einmal hat mir eine junge Frau mit Down-Syndrom nach einigen Minuten Unterhaltung ein bißchen besorgt erklärt: "Ich bin dumm", vielleicht befürchtete sie, daß ich nichts von ihrer Behinderung weiß und anfange, sie irgendwie zu überfordern. Sehr schwer finde ich es, wenn keine Verständigung möglich ist (z.B. wegen einer schweren spastischen Lähmung). Da weiß ich überhaupt nicht, wie ich mich verhalten soll.
Viele Grüße Isuam
silentravenich hab eben gerade erst wieder mitgekriegt wie sich so möchte-gern-türken uber einen behinderten lustig gemacht haben.
an meiner schule sind einige behinderte. sowohl körperlich und geistig.
ich sitz also in der pause in bücherrei (bin immer noch hier) und hinter mir ditzt ein geistig behinderter.
dann kommen so n paar gaaaanz tolle 7-9 klässler rein und "schieben n dicken"
einer meint dann zu dem jungen:"bist du dumm??"
so absolut anbrundtief böse und mit verachtung.

ich meine, hallo?
wie weit kann denn die jugend gesunken sein?!

:mad:
DarketHehe zu dem Thema fällt mir ne schöne Geschichte ein. Auf meinem jahrelangen Schulweg lag eine Schule für Behinderte und dort ging auch ein seeeeeehr wuchtig gebauter (um das Wort "fett" zu vermeiden") Junge zur Schule, der etwa ein oder zwei Jahre älter war als ich. Irgendwann fanden es einige Kinder im Grundschulalter komisch sich über ihn lustig zu machen und ihn zu beschimpfen. Er war immer eine echte Seele von Mensch und hier in der Gegend regelrecht prominent, wenn ich ihn getroffen habe, hat er sich immer gefreut, mir die Hand gegeben und irgendwas unverständliches vor sich hin gebrabbelt, aber da ist er richtig ausgetickt, hat wild rumgebrüllt und noch wilder gestikuliert. Die kleinen Rotzgören hatten so viel Angst wie ich nie vorher bei Kindern gesehen hatte und ich hab am Boden gelegen vor lachen....er fands im nachhinein übrigens genauso komisch wie ich und hat laut mitgelacht als die Kinderchen am Rennen waren :)

[QUOTE]Sehr schwer finde ich es, wenn keine Verständigung möglich ist (z.B. wegen einer schweren spastischen Lähmung). Da weiß ich überhaupt nicht, wie ich mich verhalten soll.[/QUOTE]

Das ist garnicht so schwer wie man denkt. Ich habe in meiner Gruppe einen jüngeren Mann (er ist 32 sieht aber aus wie 15), der sehr schwere spastische Lähmungen hat, der kann nicht sprechen, sitzt im Rollstuhl muss gefüttert und gewickelt werden und sabbert nebenbei an manchen Tagen ohne Ende. Den hab ich total gern und er mich glaub ich auch, wir verstehen uns meist auch ohne zu reden, bzw. wenn ich rede, verstehen tut der nämlich eigentlich alles....wenn er will :D Nee, aber der kapiert auch meinen bisweilen etwas hintergründigen Humor und lacht sich krank, das is total genial....ok wenn ich den mal knuddel muss ich nen Ersatz T-Shirt dabei haben, aber generell kann man sich auch mit Leuten verstehen, die auf Fragen nicht antworten können, man muss wie generell im Umgang mit Menschen nur auf sie zugehen können. Wobei ich verstehen kann was Du sagst, ich mag es insgesamt sehr viel lieber mit Menschen zu arbeiten, die mir irgendwie signalisieren können, dass sie mich verstanden haben....ob sie dann tun was ich möchte ist ne andere Frage ;)
DamagedRoses[B][I][COLOR=blue]Dazu kann ich auch etwas schreiben.
Ich gebe zu,als ich noch kleiner war,hab ich hinter hervorgehaltener Hand gelächelt,als ich einen Menschen mit Behinderung sah.
Doch als ich in meine Lehre ging,änderte sich alles.
Mein Chef hatte selber eine sehr schwerst behinderte Tochter.
Sie konnte sich nur durch zeigen oder Töne verständigen.
Eines Tages baht er mich,mich mal zwei Stunden um Sie zu kümmern,da er etwas zu erledigen hatte.
Ich ging mit Ihr in ein Hotel-Zimmer und spielte mit Ihr.
Wir hopsten auf dem Bett rum,so weit Sie halt konnte.
Und ich fand es so faszinierend,wieviel Spaß ich mit Ihr hatte.
Wir haben sehr viel gelacht und gealbert.
Und seit dem Tag denke ich völlig anders darüber.
Ich kümmerste mich mehrmals die Woche um Sie.
Und finde weiterhin,daß die Dankbarkeit,die von solch eingeschränkten Menschen rüber kommt,ist mehr Wert,als alles Geld der Welt!
Ich hatte in diesem Hotel auch mit anderen Menschen zu tun,die eine Behinderung hatten.
Sei es Gehörlosigkeit oder anderes gewesen.
Wobei ich zugeben muß,daß es zum Anfang sehr schwierig war,mich mit diesem Menschen zu verständigen.
Doch Sie waren mir keines Wegs böse.
Ich habe nun kein Problem mehr,mich mit solchen Menschen zu verständigen oder auch zu zeigen.
Sollen doch die anderen denken,was Sie wollen!!!![/COLOR][/I][/B]
R@PHHallo,

ich bin selbst Behindert (Herzkrank) und ich bin auch auf einer Körperbehindertenschule (SHS Neckargemünd) und meine Mutter hat auch mit Schwerstbehinderten gearbeitet, daher habe ich keine "Angst" vor Kontakt mit leuten die irgendwie Behindert sind (egal in welcher Form) da ich eben auch schon im Kindergarten und seit der ersten Klasse mit Behinderten zusammen bin, was mich aber "ankotzt" sind ein paar Jugendliche in meinem Dorf.
Die haben mich schon immer niedergemacht weil ich behindert bin und auch deswegen auf eine andere Schule ging als sie und mich einfach wegen so sachen niedergemacht haben das find ich SO kleinkarriert was die Dorfjugend hier wirklich ist und auch heute noch!
Aber ich selbst habe nichts gegen Behinderte

mfg. Raph
nebeltaucherAlso Behinderte Menschen sind für mich besonders interessante Leute, weil sie meist alles ganz anders wahrnehmen oder empfinden. An der Bushaltestelle unterhalte ich mich manchmal mit einem blinden Mann. Der steht da jeden Tag um die gleiche Uhrzeit an der selben Stelle. Das finde ich sehr beachtlich, da er immer alleine ca. 1km morgens wenns noch dunkel ist und er selbst von den anderen Verkehrsteilnern schlecht gesehen werden kann. Ich habe großen Respekt vor solchen Leuten.
R@PHIch finde die Warnehmung auch beachtlich, mein bsp. hat jetzt zwar nix mit menschen zu tun; aber wir haben selbst auch 3 hunde und einer ist blind, der kennt sich auch gut aus bei uns und stösst normal nie gegen etwas also das finde ich auch beachtlich denn man kann einen ball nur rollen udn er findet ihn norml immer.
ChokmahHallo

ich habe kein Problem mit Behinderten Menschen,mein Cousin ist Taubstumm und quasi bin ich mit ihm aufgewachsen...dazu kommt das meine Mutter früher Krankenschwester in einem Heim für Behinderte war, wenn ich krank war oder nicht in den Kindergarten brauchte, war ich immer mit dort, ich hatte dort viele Freunde...
XenobiaHi ihr!

Mich beschäftigt die Frage wie andere menschen über gehbehinderte denken!
Ich selbst bin gehbehindert von geburt an!
bis ich 13war war mir die Behinderung egal!ich kenne es ja nicht anders und bin super damit zurecht gekommen!ich kann zwar laufen aber nur mit krücken!
seit 3jahren aber bin ich mit mir selbst unzufrieden!ich fühle mich einfach hässlich und wäre gerne so wie alle anderen!ich würde alles dafür tun um normal laufen zu können!Außerdem habe ich Eine Fehlstellung beider Füße!das belastet mich auch sehr!ich schäme mich für meine Füße und gehe seit 3jahren nicht mehr ins freibad!außerdem habe ich angst mich vor meinem freund zu zeigen weil ich angst habe er würde mich dann verlassen!
Ich bin sehr verzweifelt weil ich einfach nicht mehr mit mir selbst zurecht komme!
DarketBehinderung ist kein gesellschaftlicher Makel! Ich glaube es wäre dieser Gesellschaft sehr hilfreich, wenn weit mehr, gerade jüngere Menschen mal die Arbeit und den Umgang mit und unter gerade geistig behinderten kennenlernen würden. Gehbehinderung? Na und? Ist vielleicht teilweise ziemlich lästig, aber Du hast keinen Grund Dich vor irgendetwas zu verstecken. Rein körperlich behinderte Menschen haben oftmals den Nachteil, dass sie sich durch gesellschaftliche Normen als unnormal betrachten, frag mal einen geistig schwerbehinderten Menschen ob er normal ist. Die allermeisten werden mit "ja" antworten. Sind sie auch, sie haben Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen, wie wir alle, warum sollte man sich dafür schämen müssen?
annetta-----
Als kleines Kind entwickelte ich eine besondere methode in Tuerrahmen hochzulaufen, evt. dieses Verhalten und allgemeine Sorglosigkeit verstaerkten eine angeborene Fehlstellung der Knochen in meinen Fuessen. Leicht schief nach aussen verkruemmt, ein wenig verkrallt. Man sieht falsch zu den Seiten gebildete Knochen unter der haut.
Meinen Eltern fiel dies erst sehr spaet auf da ich nie klagte.
Die naechsten Jahre wurde ich dreimal die Woche durch langatmiges Gymnastikprogramm gezwungen, zum Tragen graesslicher orthophaedischer gummischuhe(gibt es by the way nur in knallrot ++ sie verursachen unangenehme geraeusche bei jeder schnelleren bewegung).
Bevor meine Eltern sich aus gewissensbissen heraus in ihre aengste steigerten und mich diesem programm unterzogen habe ich nie unter meiner behinderung gelitten. Sie ist mir nie aufgefallen.
Von sportlichen betaetigungen wurde ich beurlaubt. ging so weit, dass sie sich lieber bereit erklaerten mich ueberall hinzufahren als mich nur fuenf minuten zu fuss der gefahr auszusetzten die missbildung zu verstaerken.
Ich habe meine Fuesse in diesen zwei jahren so gut wie nicht gebraucht. Die uebertriebene Sorgsamkeit brachte mir das Gefuehl von Schwaeche und Isolation, ploetzlich fuehlte ich schmerz in kleinen bewegungen. Natuerlich folgten Reaktionen meines Umfeldes, ich war anders als der rest, es musste ruecksicht genommen werden.
Meinem 16ten Geburstag folgte die Frage nach einer Operation, die entscheidung lag bei mir. Fuer meine Eltern stand fest auf diesem wege mein Leid lindern zu muessen.
Dennoch gab es diesen Gespraech zwischen mir und einem neuen chirugen der mich mit der theorie ueberraschte, es laege keinerlei nachweisbare Einschraenkung vor. Die fehlstellung wirke sich nicht auf meine bewegungen aus und wuerde warscheinlich niemals schmerzen verursachen. Es handle sich um einen rein optischen Makel und es sei an mir zu entscheiden sich dafuer unters messer zu legen.
Ich habe mich gegen den Rat meiner Eltern, sie hatten schon einen rollstuhl angeschafft,und die operation entschieden.
Mir andere Schuhe gekauft und am Sportunterricht teilgenommen. Seit zwei jahren laufe ich nun problemlos.
Die wirkliche Behinderung entstand in meinem Falle aus der Angst heraus.
StreunerinHi!

Menschen mit Behinderung faszinieren mich!
Ich habe den ersten Kontakt mit einem gesitig und körperlich behinderten Mädchen mit 20 Jahren gehabt.
Am Anfang hatte ich angst vor ihr, das geb ich ehrlich zu, weil ich angst hatte ihr während der Krankengymnastik weh zu tun, aber ich hab ganz schnell feststellen können, dass sie ihre eigene Art hatte mir klar zu machen, was ihr gefällt und was nicht.
Ein halbes Jahr später, hatten wir im Sportverein besuch von zwei kleinen Jungen, der eine körperlich behindert (starke Spastik) und der andere eine geistige Behinderung, wir holten den Jungen mit der Spastik alleine aufs Trampolin, wir legten ihn in die Mitte und federten ihn leicht.
Leute ich kann euch sagen, dieses Leuchten und die Freude die der kleine dabei zeigte werd ich nie vergessen.
Der Andere lachte und quitschte als er springen durfte, einfach unvergesslich was sie plötzlich für eine Freude zeigten.
Nach diesem Tag stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall später mal mit diesen Menschen arbeiten will, denn sie zeigen wirklich was in ihnen vorgeht.
Taubstumm und Blinde sind ebenso faszinierend, wie sie sich im Alltag zurecht finden. Wir haben im Sinne unserer Ausbildung mal ausprobiert, wie es ist wenn man plötzlich nicht merh hört oder der helle Tag plötzlich ewig dunkel ist und ganz ehrlich: Hut ab vor diesen Menschen!!!!

Und ich finde es ganz wichtig diese Menschen nicht zu bemitleiden, sondern ihnen zu zeigen wie sie so gut wie möglich selbständig sein können!!!

@Xenobia: Du mußt dich nicht schämen!!
Wenn dein Freund es wirklich ehrlich mit dir meint, dann wird er dich nicht verlassen wenn du ihm zeigst wie du aussiehst!
Wenn er dich liebt, liebt er dich so wie du bist!
Genieß deine Leben und versteck dich nicht!!!

Gruß Streunerin!
TodestraumBehinderungen....es kommt immer darauf an wie die Behinderung aussieht und ob sie k�rperlich oder geistig ist. Ich bin selber von klein an stark gebehindert und brauche zwar nicht immer einen Rollstuhl aber immer �fter.:p

K�rperliche Behinderungen stellen f�r mich im Umgang mit anderen Menschen kein Problem dar, bis auf die Tatsache dass ich ihnen nicht helfen kann, weil ich selber Hilfe brauche. Mein Verlobter hat auch keine Probleme mit meinem K�rper obwohl meine Beine auch verformt und schief sind, gesauso meine H�fte.
Probleme scheinen immer nur die anderen zu haben, man wird schon �fters beleidigt oder schlecht behandelt. Mittlerweile zeige ich Leute ,die es zu schlimm treiben, einfach an, vor allem wenn mein Verlobter als Zeuge dabei ist.
Eben bei solchen Bemerkungen wie "vergasen" und "bei Hitler h�tte es sowas nicht gegeben".

Geistigbehinderte Menschen sind f�r mich in Ordnung, aber ich kann nicht mit ihnen umgehen. Und ich frage mich ob sie wirklich R�cksicht auf mich nehmen k�nnten.

:confused:
DarketHmmmm, hatte gestern grad wieder so ein Erlebnis...
Mein Zivi ist inzwischen zu Ende, ich arbeite dort aber bis zum Beginn meiner Ausbildung ehrenamtlich an zwei Tagen in der Woche weiter.
Gestern haben wir einen Ausflug gemacht, 8 Behinderte und effektiv 5 Betreuer, in den Zoo. War auch echt schön und hat viel Spaß gemacht, v.a. wil ich das i meinen 9 Monaten Zivi noch nicht mitgemacht hatte.
Wir spazieren also munter durch den Zoo und wie das so ist, einige sind schneller, andere langsamer und die Gruppe zieht sich ziemlich weit auseinander. Ich laufe ganz hinten und schiebe einen Rollstuhl, wobei ich darauf achte, dass niemand irgendwo hängen bleibt. Als ich als Nachzügler an einer Gruppe Jugendlicher (vielleicht 14 oder 15) vorbeigehe, höre ich halt blöde Sprüche "Scheiß Mongos", etc.
Ich bleibe also demonstrativ mit dem Rollie vor ihnen stehen und gucke sie einfach nur an (man glaubt nicht wie schnell sich solche Gruppen vergrößern, plötzlich warens 8). Ich gehe also ganz ruhig auf den offensichtlichen Wortführer zu, schaue ihn an und frage ob er bitte nocheinmal wiederholen könnte, was er gesagt hat, ich hätte es nicht richtig verstanden. In dem Moment war ich echt bereit dem Kerl eine reinzuhauen, ich bin ein ausgesprochen friedfertiger Mensch, aber ich hab diesen liebenswerten Haufen inzwischen so gern, dass ich sowas nicht einfach hinnehme.
Der Kerl war glücklicher Weise eine ziemliche Pfeife und stammelte nur irgendwas davon er hätte nichts gesagt UND es täte ihm leid (hihihi, toller Satz, gelle? :D ). Ich hab ihn mit den Worten stehen gelassen, dass jeder von meinen 8 Behinderten mehr menschlichen Wert besitzen würde als er und ich mir bein manchen Leuten wünschte ihre Eltern hätten damals das Kondom nicht vergessen.

Ich frage mich manchmal ob ich echt ein Außenseiter damit bin, dass meine Eltern miur als Kind beigebracht haben, dass behinderte Menschen genauso Menschen sind wie alle anderen auch...

[QUOTE]Geistigbehinderte Menschen sind f�r mich in Ordnung, aber ich kann nicht mit ihnen umgehen. Und ich frage mich ob sie wirklich R�cksicht auf mich nehmen k�nnten.[/QUOTE]
Könnten sie wie jeder andere auch. Es mag einige geben, die das nicht können, aber die wirste überall finden.
MetadronKrass, das mit der Story im Zoo... Kompliment!!

Nun zur Anfangsfrage, wie ich zu Behinderten stehe.
Ich bin ja selber "mies" dran. Meine Sehkraft beträgt seit meinem 18. Lebensjahr, sagen die Ärzte, 10 %. Was heissen würde, ich sehe nur noch hell und dunkel.
Und da fängt es an, niemand kann verstehen, was und wie viel man sieht. Meine Erfahrungen sind vor allem, dass man Angst hat, man könnte der Person was tun, in ein Fettnäpfchen treten oder so. Was mir ebenfalls noch aufgefallen ist, dass man dumm angemacht wird, weil man die Behinderung von aussen nicht sehen kann. Ich denke das wird dasselbe bei Gehörlosigkeit sein.

Ich selber habe mit geistig Behinderten eigentlich kein Problem, solange sie mich in Ruhe lassen. Ich sage mir immer, es hätte auch dich treffen können, aber du hast das Glück gehabt, dass du noch für dich selber sorgen kannst. Im Übrigen führe ich (mehr oder weniger) ein Leben wie jeder andere und werde ein Studium in Psychologie machen.

Servus servorum dei Metadron
Darket[QUOTE]Ich selber habe mit geistig Behinderten eigentlich kein Problem, solange sie mich in Ruhe lassen.[/QUOTE]
Wie definierst Du "In Ruhe lassen"?
MetadronIch kann mit Ihnen reden, aber sie nerven mich, weil sie mich mit Zeug vollquatschen, das mich überhaupt nicht interessiert.

Natürlich gibt es auch noch andere Formen der geistigen Behinderungen, die sich anders ausdrücken. ich beschränke mich jetzt aber mal auf den Mongoloismus, weil der im Zoo erwähnt wurde. Und im Gegensatz zu denen im Zoo , weiss ich von was ich rede und würde es nicht zulassen, dass einer meiner Kollegen/Freunde so n Sch**ss rauslässt.

Servus servorum dei Metadron
Darket[QUOTE]Ich kann mit Ihnen reden, aber sie nerven mich, weil sie mich mit Zeug vollquatschen, das mich überhaupt nicht interessiert.[/QUOTE]
Hihihi das kenn ich, is aber kein generelles Problem von Downies, machen viele ;)
Nungut, ist aber ein Punkt, den ich akzeptieren kann.
MetadronIch fühle mich doch noch besser, wenn du meine Meinung akzeptieren kannst.:D :p

Im Ernst. Bin n Morgenmuffel. und immer wieder morgens kommen unsere geistig Behinderten auf den gleichen Bus wie ich. Hab ja nix dagegen, ist gut, dass die Leute auch was unternehmen. Aber eben, bin muffig und die können das nicht verstehen:(
Lacrima obscura.
MetadronAls Behinderter lebt man sowieso bewusster, glaube ich.
Bewusst ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, aber es drückt in etwa aus was ich meine.

@ Lacrima obscura
Schönen Namen haste.

Servus servorum dei Metadron
Lacrima obscura@Metadron
Vielen Dank
Darket[QUOTE]Im Ernst. Bin n Morgenmuffel. und immer wieder morgens kommen unsere geistig Behinderten auf den gleichen Bus wie ich. Hab ja nix dagegen, ist gut, dass die Leute auch was unternehmen. Aber eben, bin muffig und die können das nicht verstehen[/QUOTE]
Ich tippe mal drauf, dass die zur Arbeit fahren, was irgendwie auch viele nicht richtig wahrgenommen haben ist, dass die meisten Behinderten wie der (immernoch) überwiegende Teil der Bevölkerung einem geregelten Tagewerk nachgehen. Ich treffe angesichts der Tatsache, dass ich ja auch dort arbeite morgens im Bus auch viele. Ich hab mir auch gesagt: Ok, ich arbeite noch nicht, ergo: Quatscht mich nicht an! Meine Taktik besteht aus Kopfhörern und dem totalen Ignorieren (bis auf ein "guten Morgen", wenn ich sie kenne) genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Gebäude betrete.

[QUOTE]Meiner Meinung sind die meisten Behinderten ungemein herzlich. Sie haben eine ganz besondere Ausstrahlung...[/QUOTE]
Man findet auch echte Arschlöcher. Ich arbeite wie gesagt in einer Wekrstatt, wir haben über 200 behinderte Beschäftigte und ich arbeite selbst mit den 14 schwächsten von ihnen, da kommts schonmal (allerdings selten, die meisten im Haus lieben unsere Leute) vor, dass diese Schwäche asugenutzt wird um sie zu triezen. Leute, die sowas tun mag ich auch nicht, ist aber nur menschlich, dass es auch da Idioten gibt. Und es stimmt, Herzlichkeit ist etwas, das viele mitbringen.
MagicPowerMein Exfreund ist schwerbehindert.
Er hatte durch einen schweren Autounfall starke gehirnblutungen etc erlitten und kann seither seine rechte körperhelfe kaum bewegen. sprechen geht sehr schlecht, laufen fast unmöglich.
die chancen auf Heilung sind sehr gering.
Ich war trotzdem mit ihm zusammen, weil er immernoch der selbe Mensch ist.

Aber wie ich feststellen musste, stützen sich Behinderte entweder komplett auf ihrer Krankheit und verlangen, dass ihnen geholfen wird und reißen einem den ganzen Arm aus, wenn man ihnen nur den kleinen Finger reicht,

oder sie akzeptieren ihre Behinderung nicht und wollen als normaler mensch behandelt werden - das zum einen - wollen aber auch genau das gleiche tun, was gesunde menschen tun -_-

es ist anstrengend. ich komme zwar mit behinderten klar,
aber .. auf dauer nicht. Ich habe nicht immer die Zeit mich um alles zu kümmern und auch nicht die kraft jemanden zu stützen, was mir irgendwo sehr leid tut. ich bemühe mich.. aber.. wenn man es mir zum vorwurf macht sehe ich rot. -_-
DarketIch muss gestehen ich finde es auch ungemein schwer mit Menschen umzugehen, die nicht von Geburt an behindert sind und die es anders noch kennen. Jemand für den sein geistiger wie körperlicher Zustand einfach normal ist, wird nicht so handeln wie Du gerade beschreibst. Die meisten geistig Behinderten fühlen sich so normal wie Du und ich und können mit sich selbst ebenso im Reinen oder Unreinen sein wie wir.
MagicPower[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Ich muss gestehen ich finde es auch ungemein schwer mit Menschen umzugehen, die nicht von Geburt an behindert sind und die es anders noch kennen. Jemand für den sein geistiger wie körperlicher Zustand einfach normal ist, wird nicht so handeln wie Du gerade beschreibst. Die meisten geistig Behinderten fühlen sich so normal wie Du und ich und können mit sich selbst ebenso im Reinen oder Unreinen sein wie wir. [/B][/QUOTE]

genau. weil sie von geburt an damit leben und nichts anderes kennen. sie sind es gewöhnt...

der unterschied ist nur, dass menschen ohne behinderung teilweise nicht mit solchen situationen umgehen können und die behinderten dies natürlich sofort spüren und daraus ihre folgerungen ziehen.
DarketRichtig, es ist z.B. schlicht nicht vorstellbar wie es ist, wenn der Geist plötzlich nicht mehr so mitspielt, wie man es kennt und sich daran erinnern zu können mal vollständig "klar" gewesen zu sein, gleichzeitig jedoch zu wissen, dass es nicht mehr so ist, stelle ich mir extrem hart vor.
MagicPowerehrlich gesagt möchte ich mir das gar nicht vorstellen.
ich hätte und habe wahnsinnig angst davor, dass soetwas mir einmal wiederfahren könnte! es ist schon schlimm genug, dass es das gibt. ich bin dankbar dafür, dass ich einen gesunden körper und einen gesunden geist habe.

mich fragte mal jemand, wie man solche betroffenen Leute behandeln soll. Viele verfallen in hyterisches mitleid etc...

ich behandle sie wie jeden anderen Menschen auch.
ich respektiere und berücksichtige ihre behinderungen,
versuche aber so normal wie es geht damit umzugehen.
auch wenn es schwer ist..
LionheartIch habe so eine Angst auch... ich habe so viele Pläne für mein Leben und wenn ich mir vorstelle, einen Autounfall zu haben oder so etwas und danach behindert zu sein, läuft mir ein schauder über den Rücken...
vor allem geistig behindert zu werden wäre schlimm, allein die Vorstellung macht mich krank... ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, plötzlich mit einem IQ von sagen wir 60 aufzuwachen... vor allem wenn man sich noch erinnern kann wie gut das Hirn früher funktioniert hat...
DarkangelHm also ich hab eigentlich kein Problem mit Behinderung anderer was auch daran liegen mag das ich während meiner schulzeit viel mit Behinderten Menschen zusamm war.

Ich selbst hab auch eine Behinderung "Epilepsi" wobei die aber nicht weiter schlimm ist solang man seine Pilln schluckt eine Behinderung zu haben die Körperlich sichtbar ist oder mich beeinträchtigen ob geistig oder körperlich würd ich nicht aushalten.
Ich glaub ich würd mich sogar umbring bei sowas aber das is wieder nen andres thema. ;)
Darket*Mal ein bisserl Werbung mach*
Falls es hier nette junge Herren aus Berlin gibt, die noch nicht wissen wo sie, so sie denn KDVler sind, ihren Zivi machen wollen:
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=49299]Guckt ihr[/URL] :)
AsphodeleAlso ich hab mal ein Praktikum bei einer Logopädiin (Sprachtherapeutin) gemacht. Sie hatte verschiedene Patienten. Einerseits war es ein unheimlich netter Mann, der nach einem Herzschlag die Sprache neu lernen musste, dann eine Frau mit einer geistigen Behinderung, ein junger Mann, der nach einem Autounfall halbseitig gelähmt war und natürlich Kinder. Sie ist jede Woche einmal in den Kindergarten für geistig behinderte Kinder gegangen und hat mit ihnen gearbeitet, da sie die Sprache nicht so schnell erfassen konnten wie normale Kinder in ihrem Alter. Am Anfang war mehr sehr mulmig zu Mute, weil ich auch nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen soll, aber sie waren einfach zu liebenswert. Sie haben ihre Freude über unser Spiel und darüber, mich kennenzulernenen so deutlich ausgedrückt, dass ich überwältigt war. Als ich in der nächsten Woche wiederkam, sind sie um mich rumgesprungen und haben die ganze Zeit meinen Namen gerufen (den sie in der Vorstunde gelernt und geübt hatten) und sich einfach gefreut. Ich denke, dieses Erlebnis hat meine Sichtweise dieser Dinge verändert. Nach dem Praktikum habe ich noch einen Gebärdensprachenkurs gemacht und auch viel gelernt. Jetzt "freue" ich mich immer, wenn ich Gehörlose sehe, die sich mit Gebärdensprache verständigen.

Würde ich allerdings selbst gehörlos werden, würde ich wahrscheinlich auch den Freitod wählen, denn nichts ist mir so wichtig in meinem Leben als die Musik.
DrudenfussIch bin in einer sozial-ag. mit dieser gehen wir jede woche in ein behindertenheim oder in ein altersheim,...
hab daher kein problem mit behinderung, sind ja auch total liebe menschen... außerdem wäre es ja auch ein armutszeugnis, wenn man menschen mit behinderungen verurteilen würde...
doch selbst könnte ich nie in irgendeiner weise behindert sein, würd mich wahrscheinlich auch umbringen, wenn ich nicht mehr musik hören oder schreiben könnte...
LothenEine meiner besten Freundinnen hat eine Muskelkrankheit und ist auf den Rollstuhl angewiesen.

Aber das ist überhaupt kein Hindernis für uns, wir können auch so wahnsinnig viel Spaß miteinander haben, ins Kino gehen, wie auch immer. Behinderung heißt doch nicht gleich, dass jemand anders ist!
The Last OneIch bin das "kleinste" von 3 Kindern... Mein nächstgrößerer Bruder, ist seit der Geburt schwerbehindert.... zu wenig Sauerstoff... Daher habe ich eigentlich kein Problem im Umgang mit Behinderten... Und die Sorte von behinderten Menschen, mit denen man reden kann sind nach meinen Erfahrungen auch die herzlichsten dies gibt.. und viele freuen sich an den kleinsten Sachen... Ich finde es auch oftmals bewundernswert, wie viel Lebenskraft Leute mit Trisomie 21 ausstrahlen...

Grüße

The last One
dying-roseIch behandle Behinderte nicht wie "normale" Menschen. Das kann und will ich nicht. Und wenn ein "Normaler" dies behauptet, dann versucht er sich nur etwas einzureden.

Stehe ich einem Schwerhörigen gegenüber, bewege ich meine Lippen langsamer und artikuliere mit meinem Körper. Bei einen Blinden, rede ich deutlicher. Begegne ich einem Rollstuhlfahrer in Bussen/Bahnen, bitte ich meine Hilfe an. So verhalte ich mich nicht bei "normalen" Menschen.
Man ist automatisch rücksichtsvoller und hilfsbereiter (ich jedenfalls).

Außerdem ist noch zu beachten, dass sich körperliche Behinderungen doch sehr stark von geistigen unterscheiden. Erstere sind weniger auf fremde Hilfe angewiesen (und die meisten wollen es auch gar nicht) als letztere. Durch meinen 100% autistisch kranken Bruder, der seit seinem 4. Lebensjahr erkrankt ist, habe ich ab und an mit Behinderten zu tun. Natürlich macht es Spass, wenn man mit einem Behinderten für ein paar Stunden zusammen ist. Man hat das Gefühl eine besonders gute Tat getan zu haben, ist stolz auf sich, dass man so tolerant ist. Aber wer kann von sich aus behaupten, dass es Spass macht, jemanden rund um die Uhr zu pflegen und sich dabei noch "normal" zu verhalten?

Auch unter Behinderten gibt es freundliche und unfreundliche Menschen. In meiner Stufe war ein körperlich behindertes Mädchen (sie hatte weder Arme noch Beine). Sie war sowas von arrogant und wollte überall Vorteile aus ihrer Behinderung ziehen. Für Klausuren bekam sie immer 1/2 Stunde mehr, als die anderen und dass, obwohl sie schneller schreiben konnte als der Rest der Stufe. Was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht. Sie hatte vor Psychologie zu studieren und eine Praxis zu eröffnen. Ein für mich immer noch lächerlicher Gedanke. Ich für meinen Teil würde mich nicht auf das Sofa setzen, wenn mein Therapeut keine Extremitäten hat (und dadurch höchstwahrscheinlich selber mit psychologischen Problemen zu kämpfen hat).
The ArcherGar nicht so einfach sind geistig Behinderte aus der Perspektive des Handels.
So sind beispielsweise Kinder überhaupt nicht geschäftsfähig, Jugendliche beschränkt geschäftsfähig. Bei geistig Behinderten verhält es sich im Prinzip ähnlich, aber es ist ja nicht gleich zu erkennen, auf welchem Niveau sich der Behinderte befindet bzw. man kann einen Kunden wohl kaum fragen, ob er denn überhaupt geschäftsfähig sei, wenn derjenige noch nicht einmal die Frage versteht.
Tjaaaa, darf ich dem überhaupt was verkaufen, wo sind die Eltern/Betreuer, etc.? Den Kauf im Zweifelsfall rückgängig zu machen, wäre kein Problem, allerdings stellt sich mir erst einmal die Frage, ob ich von demjenigen überhaupt Geld annehmen darf oder soll? Viele Behinderte sollen ja gerade zu einer gewissen Selbstständigkeit erzogen werden, z.B. eigenständig etwas zu kaufen, aber auf den ersten Blick ist die Situation oft nicht gleich einzuschätzen.

Gerade am Wochenende hatte ich wieder den Fall, ich war als Händler auf einem Mittelaltermarkt und ein offensichtlich geistig stark behinderter Kunde wollte etwas kaufen. Geld hatte er, aber sein Kauf war völliger Unsinn, so dass ich natürlich erstmal gezögert habe. Er wiederum verstand überhaupt nicht, wo mein Problem war. Ich war dann sehr froh, dass sein Begleiter (offenbar der Vater) dazu kam und den Kauf abgenickt hatte.
Auf einem anderen Markt habe ich regelmäßig einen ebenfalls geistig behinderten Kunden, der sich schwer für's Mittelalter begeistert. Inzwischen kennen wir uns aber gut genug und seine Mutter erlaubt, dass er seine Käufe bei mir alleine abwickelt - sie kommt aber meistens hinterher trotzdem noch mal vorbei und fragt, ob alles klar ging.
AmadeoWarum spricht man meistens nur von körperlichen oder geisteigen Behinderungen, und was ist mit den seelischen Behinderungen, wie schwere Depressionen, Suchtkrankheiten, die einen Menschen ebenfalls daran hindern können, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden?
bettyboop@amadeo

vielleicht weil es keine "offensichtlichen" behinderungen sind bzw sich die gesellschaft mit dem umgang von psychischen erkrankungen nach wie vor schwer tut. ich denke, die unwissenheit ist einfach größer als bei beispielsweise bei körperlichen behinderungen und nach wie vor wird vieles nicht so ernst genommen. oder eben erst dann, wenn es für außenstehende offensichtliche ist, dass ein mensch schwierigkeiten hat, mit seiner umwelt zurecht zu kommen. massive ängst zb können einen ja auch sehr einschränken und unter umständen dazu führen, dass man ebenfalls kein "normales" leben mehr führen kann oder auch auf die hilfe von außenstehenden angewiesen ist.
allerdings haben, soweit ich weiß, auch schwer psychisch erkrankte menschen die möglichkeit, einen schwer behinderten ausweis zu bekommen...
ich denke wirklich, die größte rolle dabei spielt, dass es einfach ein tabu-thema ist und sich erst sehr langsam zu etwas "normalem" oder "menschlichem" entwickelt.
DarketDer Haken bei Menschen mit psychischen Erkrankungen ist, dass diese meist nicht beim ersten Kontakt vom Laien erkannt werden können. Das ist im übrigen bei vielen geistig Behinderten Menschen auch so, eine leichtere Behinderung bemerkt man oft nichteinmal und hält die jeweilige Person einfach für nicht besonders helle.

Bei psychisch Kranken (da liegt übrigens der Hauptunterschied, meines Wissens nach werden psychische Erkrankungen, wie der NAme schon sagt als Krankheit definiert, während behinderte eben behindert und nicht ktank sind) bemerkt Ottonormalverbraucher doch meist nichteinmal etwas.
Gr. Gaulichteres sind die umstände, die verteilungen, die einen menschen zum behinderten (menschen) machen. wenn ein rolli nicht ins kino kommt, dann deswegen, weil die meisten menschen keine rollis sind...

gg.grüße
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B] während behinderte eben behindert und nicht ktank sind [/B][/QUOTE]

Oder halt beides. Das geht auch.
DarketDurchaus, was ich sagen wollte, war: Behinderte sind nicht per se krank.
FrostwyrmIch gestehe ganz offen, dass es mir nicht leicht fällt, mit Menschen mit Behinderungen umzugehen. Das beruht vermutlich auch stark auf der Tatsache, dass ich, bis auf einen Rollstuhlfahrer und unseren ehemaligen Pastor (der eine Hand gelähmt hatte) eigentlich niemanden kenne, der eine Behinderung hat.

Dabei würden mich vermutlich auch schon einige als "behindert" einstufen, obwohl ich mich wehement dagegen wehren würde.
Ich bin kurzsichtig, leide an Epilepsie, Asthma und diversen Allergien, die bei mir eine Neurodermitis auslösen, außerdem habe ich extrem empfindliche Gelenke und aus diesem Grund auch zur Zeit eine Langzeitbefreiung vom Sport.
Diese Punkte sehe ich zwar als Krankheiten, abner eine Epilepsie zum Beispiel ist doch nicht gleich eine Behinderung...
DarketBei Epilepsie kommt es, denke ich auf die Stärke an. Es gibt Epileptiker, die auf Grund der Epilepsie als behindert gelten.
Gazelle@Thassala

Wie lebst Du denn mit Deiner Gehörlosigkeit, kannst Du Lippenlesen?
Hast Du trotzdem ein Gefühl für Musik?
Mich beeindruckt seit langem die schottische Perkussionistin Evelyn Glennie, die auch gehörlos ist und zu den musikalischsten Menschen in der Musikszene gehört.

BG

Gazelle
MihaAls ich noch zur Schule gegangen bin hatten wir dort auch zwei Jungen die am down syndrom litten... und diese beiden Jungen waren die fröhlichsten an der ganzen Schule! Ich fand es immer sehr angenehm wenn sie in der Nähe waren! Sie waren immer freundlich, haben immer Spaß gehabt und sind auf die Menschen zugegangen! Und ich muss sagen, dass ihnen gegenüber wirklich alle sehr freundlich waren. Klar gab es auch Schüler die nicht wussten wie sie damit umgehen sollen, aber wenn man sich ein bisschen mit den beiden beschäftigt hat verflogen die Angst und die Bedenken ganz schnell!

Und später hatte der Vater meines Cousins einen schweren Autounfall und war danach geistig und körperlich behindert... dass war ziemlich schwierig, da er oft launisch und depressiv war, aber ich habe schnell gelernt wie damit umzugehen ist und dann war es eigentlich ganz normal für mich....

Außerdem war während meiner Ausbildung ein Mitauszubildender in meiner Gruppe (wir waren 20 Azubis im selben lehrjahr... großer Betrieb *g*) blind und schwehörig. Das "Problem" war, dass ihm oft "zu viel" geholfen wurde *g* Es ist halt schwer sich vorzustellen dass man ohne zu sehen doch recht gut zurechkommen kann! Deswegen wurde er von vielen sehr "bemuttert" (waren zu viele Weiber *gg*). Aber nach einiger Zeit hat sich das ganz gut eigependelt. Wir haben dafür gesorgt dass immer jemand am Bahnhof auf ihn wartet um mit ihm zum Betrieb zu fahren, da es doch recht gefährlich aussah, wenn er alleine zur Straßenbahn wollte.... und dafür war er auch sehr dankbar... oder so Dinge wie Tee kochen! Wenn er seinen Finger in die Tasse gehalten hat um zu merken wie voll sie schon ist endete das teilweise doch recht schmerzhaft! Also hat man ihm bei solchen Dingen doch geholfen! Aber sonst wurde er behandelt wie jeder andere auch! Ich denke es ist nur eine Frage der Gewöhnung... und ich finde es war immer sehr interessant sich mit behinderten Menschen zu unterhalten... zu erfahren wie sie die Welt wahrnehmen und so weiter!
*~Dead-Rose~*mein bild hat zu behinterten (in egal welcher form) hat sich vor 2 jahren radikal geändert.
ich hatte zwar nie etwas gegen sie, habe sie auch nicht als minderwertig etc. betrachtet, doch irgendetwas in meinem inneren hat mich einfach abgeschreckt, eine angst, irgendetwas falsch machen zu können.
ich hatte im fitnesstudio nen unfall, durch viel glück bin ich einer lämung ab der hüfte entkommen, war allerdings eine woche lang auch nicht in der lage zu gehen.
es hat mir gezeigt, dass es jeden treffen kann und dass es auch verflucht schnell gehen kann.
ich war auch der meinung "mir passiert sowas nicht" ja und wie ist es dann passiert? durch nen blöden sturz der bei einer blödelei mit einer freundin an einer spitzen kannte.
das gefühl, irgendwie anderen ausgeliefert zu sein, sich nicht uneingeschränkt selbst bewegen zu können, anderen mehr vertrauen zu müssen als es dir lieb ist, hat viel in mir bewegt.
was mir nur ganz persönlich aufgefallen ist, viele verhalten sich anders menschen gegenüber die eine behinderung haben.
in meiner berufsschulklasse ist ein mädchen das wegen muskelschwund im rollstuhl sitzt. wir saßen im klassenzimmer, ein lehrer kam rein, behandelte sie wie kleines kind, vorallem schon bei der tonart wie er mit ihr sprach.
ich habe vor allen respekt, die ihr leben mit einer behinderung, egal ob körperlich oder geistiger art, fest im griff haben und sich nicht selbst hängen lassen.
es gibt sehr viele schöne momente, die man trotz behinderung auskosten kann.
als ich im krankenhaus war, lagen zwei frauen bei mir im zimmer, schockierend fand ich die, die sich total hat hängen lassen, ihr leben hat mit behinterung doch keinen sinn, sie wünschte sich die wäre tod etc. . ich hoffe, dass diese einstellung vorübergehend war. es ist bestimmt schwerer, als gesunder mensch geboren zu werden und erst hinterher an einer behinderung zu leiden, als wenn man es von klein auf kennt.
aber dennoch darf man sich nicht unterkriegen lassen.

viele behinterte sind für mich die helden des alltags, weil sie einfach zeigen, hey du kannst auch gut leben, wenn du nicht so bist wie alle anderen.
Sirikithbehinderte? einerseits tun sie mir leid, weil ihnen meist etwas fehlt, womit sie diese welt erleben könnten-andererseits bewundere ich sie, wie gut sie meistens damit umgehen können, welche freude am und welchen willen zum leben sie mitunter entwickeln.
je nach behinderung bieten sie leider einen mehr oder weniger irritierenden, oftmals beinahe unangenehmen anblick, so dass auch bei mir berührungsängste da sind, muss ich zugeben.
Dirtydevil1981Ich habe leider noch keine großen erfahrungen mit Behinderten machen können. Nur einer meiner Kollegen hat eine leichte geistige Behinderung. Dieser Mann tut mir sehr leid, denn er lebt alleine seitdem seine Mutter verstorben ist und bekommt sein leben gar nicht in den griff, was natürlich verständlich ist. Jetzt versuche ich über die Firma ihm hilfe zukommen zu las-sen. Eine Pflege bzw. haushaltskraft die ihm beim Einkaufen hilft und die Wohnung mit rei-nigt. Aber wenn man ehrlich ist, ist das nur ein tropfen auf den heißen stein, denn er bräuchte eigentlich jemanden der 24 Std. am Tag da ist. Ich glaube nämlich nicht das es jemanden gut tut immer allein zu sein. Das schlimme ist eigentlich das jetzt auch noch sein Job auf der Kippe steht und leute versuchen wollen ihn los zu werden, da er sich nicht richtig wäscht und ungepflegt rumläuft. Das kommt natürlich in einem öffentlichen Garten nicht gut, wenn da jemand so rumläuft. Ich stelle mich gegen die Chef - Etage zur Zeit um diesen Mann zu schützen und suche nach einer anderen Lösung. Aber so langsam fällt mir nix mehr ein. Ich weiß zwar das das Arbeitsgesetz so einen Menschen schützen kann, aber wenn sie ihn Betriebsbedingt kündigen ist er weg vom Fenster, da finden die dann ganz schnell einen Weg. Es ist schon traurig, das keiner Verständnis hat.
gothic-sabbyIch finde es schlimm das manche menschen sie verachten neulich war ich in der city, dort war eine frau die mit einem behinderten rum lief. sie hatte keintaschentich dabei, der behinderte musste die nase putzen, ihm lief schon alles raus. da hat sie EINEN Mann gefragt er meinte nur: nein für so einen krüpel hab ich nichts übrig.

Ich fand sehr schlimm was er gesagt hat.

die behinderten menschen können doch nichts dafür sie sind so geboren oder durch einen unfall so geworden, aber es sind lebe wesen und sie haben auch gefühle.

Ich habe auch einen guten freund der im rollstuhl sitzt, er kann irgendwie nich verstehen das ich etwa mit ihm zu tun haben will, er denk nur daran wie es aussieht für andere wenn ich mit ihm auf der straße bin.

Behinderte sind ein til unseres leben desween sollten wir sie nicht verachten sondern zu ihnen halten
TerranigmaWas mir da bei dem Thema immer saurer aufstößt ist, wie's dann in Zukunft bezüglich den Vorsorgeuntersuchungen aussieht, wenn schon vor der Geburt abzusehen ist ob ein Kind mit diversen Behinderungen geboren wird oder nicht - ... Mh. Würde mich interessieren was Menschen, welche mit einer Behinderung geboren wurden, von diesen neuen [i]Möglichkeiten[/i] halten und sie sie reagieren würden täten sie eines Tages ein Kind bekommen und der Arzt bereits Krebs, Blindheit, Taubheit, Querschnittslähmung oder etwas derartiges diagnostiziert.
Mich würde mal speziell die Meinung von Leuten interessieren, welche selber in irgendeiner Form behindert sind, sei's auch bloß eine [i]Kleinigkeit[/i].
Samsa209hmm also ich finde es nicht schlimm.. ich bewundere die menschen, die trotzdem nicht den Lebensmut verlieren und leben.. für mich wäre es sehr schlimm nciht hören zu können bzw blind zu sein (okay, ich habe ne leichte taubheit(nein, nicht in den dingen die andere mir sagen ;) ) sondern aufgrund 2 hörstürze, aber okay 90 % sind vollkommen oaky, von daher.. okay nen bildfuchs bin ich auch, 9 und 6 dioptrin und gelähmtes äuglein) aber sonst bin ich okay :cool: und kann leben wie ich will.. nicht richtig lesen zu können oder musik zu genießen, wäre sehr schlimm für mich.


ich persönlich habe absolut kein problem mit geistig und oder körperlich behinderten menschen um zugehen, für mich sind es dennoch menschen. diese einsicht hat mir mein großvater ermöglicht, der an alzheimer dahin vegetierte.. damals konnte ich damit nicht umgehen, ich war zu klein, aber ich habe heute deshalb noch ein schlechtes gewissen deshalb, und versuche dieses gewissen im umgang mit anderen menschen auszugleichen..

liebe grüße

samsa

p.s. eine frage, durch diese ganzen vorsorge untersuchungen und bestimmter verboter bezüglich paarungen (wie es in dem einen inzestfall der fall war, mit den 4 kindern).. also dadurch soll ja behindertes leben vermieden werden, heißt das also, dass behinderte(s) menschen bzw leben kein recht auf leben hat? (nur zur anmerkung, ich bin selber der meinung, diese untersuchungen seien wichtig und inzest.. naja, ich denke nicht, dass man dazu viel sagen muss) der gedanke kam mir nur gerade eben so
environmentAlso ich selber versuch immer so normal wie möglich mit solchen Menschen umzugehen....den eigentlich sind sie ja nicht anders nur etwas eingeschrenkter und somit versuche ich auch zu helfen so weit es zu gelassen bzw. erwünscht wird!Weil es gibt ja auch welche die Hilfe jeglicher Art ablehen!
Ich helf öfter ma älteren bzw. behinderte Menschen über die Strasse, hört sich zwar blöd an aber irgendwie sprechen mich ganz oft welche an oder auch wenn ich bemerke das es nich so gut geht!
Ich tu es gerne und Angst davor hab ich eigentlich nicht!

by by
environmentach zu Samsa nochma....
ich glaube nicht das durch die vorsorge bzw. verbote ausgedrückt werden sollte das behinderte kein recht zu leben hätten!
Aber sein mer ma erhlich...es ist nicht unbedingt einfach in der Welt klar zu kommen mit ,obwohl das ist nicht richtig ausgedrückt...es erschwert ein das leben ein bisschen (je nach schwere grad der Behinderung) ich glaube das durch solche verbote und vorsorge untersuchungen solche pflege patienten verhindert werden sollen...man kann es sich nicht richtig vorstellen aber wie gesagt dem Menschen denn es betrifft fühlt sich auch nicht immer wohl und abhänig für das ganze Leben zu sein ist sicher kein gutes Gefühl!
Vorsorge untersuchungen sind ja auch nur dazu da um rechtzeitig etwas dagegen unternehmen zu können!
Naja ich hoffe du verstehst was ich damit sagen wollte...!

by by mit lieben grüßen ....
Samsa209ja klar!

ich finde es ja auch gut, dass esw solche untersuchungen gibt, nur ich hab da vorhinals ich das postig geschrieben habe auch drüber nachgedacht, wieso es überhaupt solche verbote gibt, und das naheligendste war eben, die verhinderung von behindertem leben.. und das ist.. naja.. milde gesagt, ja auch ein trauriges ziel..

lg

samsa

p.s. schwer zu erklären, was ich meine, weil ich ja auch nicht wirklich dagegen bin, sondern naja..

bis dennen
Terranigma[QUOTE][i]Original geschrieben von environment [/i]
[B]Vorsorge untersuchungen sind ja auch nur dazu da um rechtzeitig etwas dagegen unternehmen zu können!
Naja ich hoffe du verstehst was ich damit sagen wollte...!

by by mit lieben grüßen .... [/B][/QUOTE]

Leider sind diese Art von Vorsorgeuntersuchungen auch indirekt dafür da, direkt etwas gegen ihr Leben unternehmen zu können, nämlich indem sich Eltern nunmehr bewusst gegen ihr Kind entscheiden können, weil'se dieses Leben für ihr Kind nicht als angemessen oder lebenswert erachten. ... Das ist der Krux an der Sache, weshalb ich's in diesem Fall doch manchmal für einen Segen halte, wäre die Medizin nicht soweit gekommen, solche Behinderungen bereits vor der Geburt abschätzen zu können.

Denke doch die größte Belastung setzen sich dabei die Eltern aus, die behinderten Menschen sind, sofern mit dieser Behinderung geboren, doch oftmals charakterstärker als man es vermuten mag.
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Samsa209 [/i]
[B]p.s. eine frage, durch diese ganzen vorsorge untersuchungen und bestimmter verboter bezüglich paarungen (wie es in dem einen inzestfall der fall war, mit den 4 kindern).. also dadurch soll ja behindertes leben vermieden werden, heißt das also, dass behinderte(s) menschen bzw leben kein recht auf leben hat? (nur zur anmerkung, ich bin selber der meinung, diese untersuchungen seien wichtig und inzest.. naja, ich denke nicht, dass man dazu viel sagen muss) der gedanke kam mir nur gerade eben so [/B][/QUOTE]


...ich finde, dass "vermeiden" bzw. nicht bewusst drauf anlegen (Inzest) und "kein Recht auf Leben haben als Behinderter" zwei Paar Schuhe sind...muss für ein Kind doch noch viel härter sein, wenn es erfährt, dass es nicht einfach so behindert auf die Welt gekommen ist sondern dass die Eltern miteinander verwandt sind und es bewusst in Kauf genommen haben...hab es hier in meinem Ort selbst erlebt zwischen Cousin und Cousine (nur...) und das waren definitiv keine leichten Behinderungen, die dabei immer wieder heraus kamen (die Kinder sind erst nach außen hin gesund geboren und haben im Kindergartenalter immer mehr abgebaut bis sie irgendwann stocksteif gestorben sind, weil der Körper dann gar nichts mehr konnte)...auch wenn ich generell nichts gegen Behinderte habe, frage ich mich dennoch wie man so einen siechenden Tod seinen Kindern bewusst antun kann und finde es von daher eigentlich ganz in Ordnung, wenn nicht jeder mit jedem Kinder zeugt...schicker würde es allerdings aussehen, wenn man das ganze nicht per Gesetze regeln würde sondern durch ausreichende Aufklärung...wie man in der Vergangenheit an diesem Geschwisterpaar in den Medien mit was weiß ich wie vielen Kindern gesehen hat, bringen so ein paar Paragraphen auch nicht wirklich was, da ich dir - Samsa209 - schon insofern Recht geben muss, dass das Ziel dieser Paragraphen je nach Sichtweise schon unterschiedlich ausgelegt werden kann...

...wenn ich gleich zur Arbeit fahre, ist es für mich normal, dass der eine exakt so begrüßt wie jeden Tag, sich nur fürs Essen interessesiert und auch sonst einen den gleichen für Außenstehende langweiligen gleichen Tagesablauf wie jeden Tag haben will, dass andere reden, dass sie nur sehr schwer zu verstehen sind, man wiederum einen anderen nahezu anschreien muss, dass man überhaupt verstanden wird, dass ein einstiger Unternehmensführer fast gar nicht spricht und beim Pinkeln die Toilettentür auflässt, dass einer andauernd mit sich selbst spricht, dass man einer helfen muss das Bein zu lagern, wenn sie sich hinlegen muss, dass man mit manchen gemeinsam zur Toilette gehen muss, dass eine aus heiterem Himmel anfängt Geräusche von sich zu geben wie ein Tier...dass die Mensch-ärger-dich-nicht-Partie etwa dreimal so lange dauert, weil manche nicht viel Ahnung von Farben und Zahlen haben...dass man einer für den Betreuer aufschreiben muss, was sie am Tag alles gegessen und getrunken hat, weil sie selbst nicht schreiben kann...dass manch einer schnell aggressiv wird...dass vor einem keine Schlüssel sicher sind...dass eine lieber "Blau" möchte, wenn sie die Auswahl zwischen "Rot" und "Grün" hat...dass auf die Frage, wo Bananen wachsen auch mal eine Antwort wie "Apfelbaum" kommen kann...

...und so normal wie ich den Umgang mit diesen Menschen empfinde, so vorsichtig ist er auch, wenn jemand Neues bei uns ist, weil es ein gegenseitiges "Abtasten" und kennenlernen ist am Anfang...wie weit braucht dieser Mensch Hilfe, was kann ich ihm an die Hand geben, was er selbst machen soll...ich denke gewisse Unsicherheiten sind normal im Umgang mit Behinderten, da braucht man sich auf keinen Fall verrückt zu machen...lieber die Unsicherheiten gleich zulassen als total zu verkrampfen, weil man eben nicht unsicher sein möchte...

...im übrigen hab ich jeden einzelnen "meiner" Leute ins Herz geschlossen so unterschiedlich wie sie auch alle sind und es stimmt, was mir ganz am Anfang in dieser Einrichtung schon gesagt wurde: Mir wird so viel Liebe und Zuneigung entgegen gebracht wie sonst nicht in meinem Alltag und zwar bei Weitem nicht nur von den Leuten mit Down-Syndrom, die ja allgemein dafür bekannt sind...

...mir ist klar, dass ich gerade nur eine Facette von der Arbeit mit Behinderten erlebe, aber ich hab ja auch gerade erst angefangen und bin mal gespannt, was die Zukunft noch so alles bringt...;)
Terranigma[QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i]
[B]Man soll bei einem behinderten Kind nicht mit einem normalen Kind vergleichen, da behinderte Kinder langsamer entwickeln. [/B][/QUOTE]

Wobei das ja erstmal von der schwere der Behinderung abhängt, es muss ja nicht gleich so ein Extremfall wie völlige Blindheit oder völlige Taubheit sein, jemand der beispielsweise auf einem Ohr taub oder auf einem Auge blind ist, ist ja ebenso behindert. Sicherlich ist so'n Kind nicht wie jedes andere, aber welches ist das schon - Kinder die in der Schule schlecht sind nennt man auch gerne lern[i]behindert[/i], es wird ja schon teils alles mögliche als Behinderung dargestellt sobald es von der Norm abweicht was doch aber an sich jedes Kind tut.
Mehr Zeit brauchen sie anfangs sicherlich, aber spielt das doch eigentliche keine Rolle für's Kind - Wenn alles glatt läuft führt es später ebenso einen eigenen, geregelten Tagesablauf der sich womöglich von anderen unterscheiden mag, jedoch weder besser noch schlechter ist. Nur anders.

Glaube es drum nicht so recht, dass sich behinderte Kinder langsamer entwickeln, sich entwickeln sich anders - Wer von Geburt an schlecht sieht, der wird seine Umwelt wohl wesentlich stärker mit den anderen Sinnen wahrnehmen und wenn n' Kind drum in manchen Bereichen schlechter ausfällt, so würd ich's nicht zwangsläufig negativ sehen. Kenne von meiner Sportzeit Menschen welche mit einer Beinprothese auf'n Fahhrad weitaus besser waren als ich es mit zwei Beinen je sein würde, ... Es ist gewiss'n anderes Leben, aber nicht zwangsläufig n' schlechteres. Langsamer, schneller, was juckt das schon - Wichtig ist doch nur, wie glücklich der Einzelne mit seinem Leben ist.
Ist wohl eine Frage der Charakterstärke, mh.
gunslingerErst einmal denke ich: Der/Die Arme... was für ein schreckliches Schicksal, warum lässt Gott sowas zu, falls es einen geben sollte bzw. Was ist das bloß für ein Gott.

Ich bin ja nun selbst betroffen: Hatte 2004 einen Schlaganfall mit Gehirnblutung und bin seitdem halbseitig gelähmt imRollstuhl. Immerhin kann ich noch essen, sprechen und am Computer tippen.Ich habe in den Reha-Kliniken viele Schicksale gesehen, die wesentlich schlimmer waren alsmeins. Vor allem: Wie die Ärzte sagten, kann es bei mir sein, dass ich eines Tages wieder selbständig und allein leben kann.

Gruß gunslinger
NeumondHey,
also ich kann nur sagen das ich gar nichts Schlimmes daran finde, da ich selbst eine Freundin habe die im Rollstuhl sitzt und zwar von Geburt an. Sie kann zwar nicht alles machen was andere Menschen können, wie zum Beispiel schwimmen gehen, aber dafür ist sie ein totaler Musikfreak und kennt sich wirklich da aus. Sie macht was aus sich und ist total nett! Von daher.. Es gibt zwar Leute, die dann denken sie müssen sie verarschen und so, aber die ignoriert man entweder so wie sie oder scheißt man zusammen so wie ich ^^..
Darket[QUOTE]..mir ist klar, dass ich gerade nur eine Facette von der Arbeit mit Behinderten erlebe, aber ich hab ja auch gerade erst angefangen und bin mal gespannt, was die Zukunft noch so alles bringt...[/QUOTE]
Nach dreieinhalb Jahren in verschiedenen Einrichtungen und Settings kann ich sagen, dass Du noch sehr viel Spaß haben wirst ;)

[QUOTE]Frühgeborene Babys sind meistens behindert. Wenige Frühgeborene sind gesund (keine Behinderung). Wenn sie auf die Welt kommen, werden sie krank. Bei zu wenig Sauerstoff wird das Baby blind, bei zu viel Antibiotika wird es taub, andere haben einen künstlichen Darmausgang, andere müssen ihr Leben lang künstlich lang beatmet werden.[/QUOTE]
Eine grobe Vereinfachung unter Auslassung jeder Menge verschiedener Möglichkeiten wie geistiger oder Lernbehinderung, Kleinwüchsigkeit oder, o Wunder, garkeiner Behinderung. Sauerstoffmangel bei der Geburt hat übrigens noch lange nichts mit einer zu frühen Geburt zu tun, das kann auch so passieren. Shit happens, um es zynisch zu formulieren. Ist übrigens neben Drogen- oder Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft eine der häufigsten Ursachen für nicht-genetisch bedingte geistige Behinderungen.

[QUOTE]Kinder die in der Schule schlecht sind nennt man auch gerne lernbehindert, es wird ja schon teils alles mögliche als Behinderung dargestellt sobald es von der Norm abweicht was doch aber an sich jedes Kind tut.[/QUOTE]
Falsch, Lernbehinderung lässt sich zwar schwer definieren, praktisch geschieht dies jedoch über den IQ-Wert. Ich habe den genauen Wert nicht im Kopf, aber ich glaube mich zu erinnern, dass es irgendwas um die 70 war. Ergo ist die Grenze zwar recht willkürlich festgelegt, aber doch klar genug, um nicht jedes Kind, das Probleme in der Schule hat, über diesen Kamm zu scheren. Dies passiert in der Praxis auch eher weniger. Was dagegen sehr häufig passiert ist, dass Kinder fälschlicher Weise mit ADS/ADHS diagnostiziert und mit Ritalin vollgepumpt werden.

[QUOTE]Glaube es drum nicht so recht, dass sich behinderte Kinder langsamer entwickeln[/QUOTE]
Kommt natürlich stark auf die Art der Beeinträchtigung an. Allerdings entwickelt sich ein Kind mit geistiger Behinderung selbstverständlich in den meisten Bereichen langsamer als andere, auch körperlich zum Großteil. Allerdings kommt dennoch natürlich viel auf Frühförderung, die heute Gott sei Dank ziemlich gut ist, an. Ich betreue u.a. eine ältere Frau von inzwischen 70 Jahren. Jahrgang 1937. Abgesehen davon, dass sie natürlich richtig Glück hatte, dass Adolfs Ganovenbande sie damals nicht in die Finger gekriegt hat, war die Frühförderung für geistig behinderte Kinder in den 40er Jahren, sagen wir mal suboptimal, um den Begriff "nicht existent" zu vermeiden. Daran hat sich auch während der 50er, 60er und 70er Jahre relativ wenig geändert. Damals machte man zwischen geistigen und seelischen Beeinträchtigungen relativ wenig Unterschied und wer nicht das Glück hatte Eltern zu haben, die sich kümmerten, landete in der Psychiatrie. So auch die besagte ältere Dame mit der ich arbeite. Das hat dazu geführt, dass sie z.B. nie lesen und schreiben gelernt hat, obwohl sie intellektuell absolut in der Lage gewesen wäre. In der selben Einrichtung leben andere, jüngere, die auf vergleichbarem Niveau intellektuell eingeschränkt sind und gerne Agatha Christie Krimis lesen. Was natürlich die Wichtigkeit für eine Förderung im richtigen Alter unterstreicht, mit 70 ist es etwas spät.
Es ist allerdings vollkommen richtig, dass die Entwicklung auf einer anderen Ebene natürlich voranschreitet, egal wie gut oder schlecht die Förderung ist. Wer 70 Jahre alt ist, hat immer eine Geschichte zu erzählen, auch wenn diese manchmal anders aussieht als man erwartet.
DarketNatürlich, so Du meinen obigen Beitrag genau liest, wirst Du auch keine gegenteilige Behauptung lesen. Ich habe nur gesagt, dass es, so wie Du es formuliert hast, grob vereinfacht ist. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass eine zu frühe Geburt mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch zusammenhängt, ich schrieb:

[i]Ist übrigens [b]neben[/b] Drogen- oder Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft eine der häufigsten Ursachen für nicht-genetisch bedingte geistige Behinderungen. [/i]

Die Vereinfachung ist schlicht und ergreifend die, dass sich nicht mit Absolutheit sagen lässt welche Bedingungen welche Folgen zeitigen oder ob sie es überhaupt tun.

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