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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Einstellung der Menschen zum Leben
dark-girl88Möchte einfach nur mal eine Frage stellen, die mich schon länger beschäftigt:

Warum wird von der Gesellschaft/von den meisten Menschen das Leben an sich ausschließlich positiv und der Tod negativ gesehen? Man hört in den Nachrichten Sätze wie "Es gab bei dem Unglück 10 teils schwer verletzte, aber zum Glück keine Toten" Dabei kann man ja von außen nicht beurteilen, ob jemand der beispielsweise durch einen Unfall gelähmt ist es überhaupt als positiv sieht noch zu leben.
Was ich mit dem Beispiel sagen will: Eigentlich kann doch jeder nur für sich selbst sagen wie er zum Leben steht, aber doch nicht für andere. Daher verstehe ich nicht warum die meisten Menschen pauschal das Leben an sich als gut und den Tod als schlecht ansehen. So gilt der Tod grundsätzlich als tragisch und die meisten Menschen finden den Gedanken furchtbar, dass irgendwann in ferner Zukunft auf der Erde kein (menschliches) Leben mehr möglich sein wird.
Geht man jedoch davon aus, dass das Leben an sich keinen tieferen Sinn hat, macht eine solche Bewertung des Lebens an sich aber keinen Sinn. Daher meine Frage: Warum wird anscheinend von den meisten Menschen trotzdem so gedacht? Denn mittlerweile sind wohl die meisten Menschen in Deutschland nicht mehr in dem Maß religiös, dass das Leben für sie eine tiefere Bedeutung im Sinne einer "Prüfung" für ein späteres ewiges Leben hätte. Und: Wie denkt ihr selbst darüber? Ist für euch das Leben an sich "gut", oder ist es eben je nach der jeweiligen Person und deren Schicksal gut oder eben nicht?
athara[QUOTE]Warum wird von der Gesellschaft/von den meisten Menschen das Leben an sich ausschließlich positiv und der Tod negativ gesehen?[/QUOTE]
Hmm, ich denke, das kommt daher, weil man während des Lebens lebt und im Tod mausetot ist. ;)
Sanna I.S.P.hi dark-girl,

hm, also einmal stimmt es nicht ganz, dass alle menschen den tod oder das leben stets einseitig schlecht oder gut bewerten. oft richtet sich dieses urteil ja gerade an solchen maßstäben oder kriterien, wie du schon einen anführst - ist dieses leben noch lebenswert (obwohl natürlich auch einige den wert des lebens an sich hervorheben, wie dies die christlichen religionen zeigen), wenn ich nicht mehr laufen, nicht mehr arbeiten, ja nicht mehr reden oder gar denken kann? der begriff der euthanasie ist zwar historisch recht stark belastet, aber dennoch kann ich diesem gedanken ein wenig abgewinnen, und ich kenne viele menschen (keine gruftis oder schwarz-seher, bloss kranke und oft alte menschen), die ähnlich denken, und im tod eine art erlösung sehen vor dem leid und der unruhe einer welt wie der unseren.

aber im allgemeinen ist der tod für die meisten etwas negatives. und mit tod meine ich hier den, der menschen hinrafft, die ihr gesamtes leben als relativ gesunde personen noch vor sich haben.
diese einstellung ist eigentlich verständlich - würde ich meinen - schließlich verlieren angehörige (und tatsächlich sind dies ja die einzigen, die in todesfällen wirklich noch zu rate gezogen werden können) einen (hoffentlich) geliebten menschen, oder zumindest jemanden, von dem man einen gewissen nutzen hatte. insofern ist es ein negativ getöntes ereignis, wenn jemand stirbt.

zu überlegen ist wohl, welche art von mensch sich eher erfreut darüber zeigen könnte, wenn jemand das leben verliert. einerseits natürlich feinde oder kontrahenten, nutznießer einer lebensversicherung etc. aus etwas philosophischer hinsicht wären dies wohl solche menschen, die ihrerseits nicht viel am leben finden (und darüber hinaus auch nicht über das einfühlungsvermögen verfügen, die einstellung anderer zu verstehen, oder schlichtweg ziemlich ignorant sind) und deshalb für sich selbst die "schlechte" seite am tod nicht so sehen, wie dies viele andere tun.

und zum punkt religiosität. nur weil jemand nicht religiös ist, bedeutet das nicht, dass man dem leben keinen sinn zuschreibt. viele menschen ängstigen sich sogar sehr davor, sinnlos zu leben, ja gar zu vegetieren. reine lustbefriedigung und spaß reichen für eine nicht zu unterschätzende menge an personen einfach nicht aus. und solche, die die erfüllung ihres lebens in ihrer arbeit, in ihrem engagement für einen staat, eine idee, für andere menschen erkennen, gilt es vermutlich, dass eine längere zeitspanne auch mehr erfüllung bringt ("ich habe so vielen menschen geholfen, die greuel des XY regimes zu überleben ...") ... nicht, dass sich tote darüber noch gedanken machen würden ...


ich für meinen teil schätze den wert des lebens an sich, wobei ich weniger auf das individuum achte, als auf dieses ... nun ja, wunder selbst. ich habe kein problem damit, dass ich morgen sterben kann (obwohl ich um all der verblichenen chancen trauern würde), dass die menschheit in 50 jahren vielleicht nicht mehr existiert, aber leben selbst - ich hoffe, es wird irgendwie immer einen weg finden.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Sanna I.S.P.
zu überlegen ist wohl, welche art von mensch sich eher erfreut darüber zeigen könnte, wenn jemand das leben verliert.[/QUOTE]

Die Hutterer (Urchristliche Gemeinden in den USA, so ähnlich wie die Amish nur mit Technologie und einer Reihe anderer Traditionen) freuen sich über den Tod. Die Toten werden bei diesen Menschen regelrecht beneidet. Das Leben ist für sie nur ein Jammertal bis sie zu ihrem Gott ins Jenseits steigen, um für ihren Gehorsam belohnt zu werden. Eigentlich nur konsequent aus dieser Religiösen Sichtweise heraus.
XenomorphEs gibt dennoch die in der christlich-bürgerlichen Gesellschaft tief verwurzelte "Lebensbejahung", die den meisten Menschen einen solchen uneingeschränkt-positiven Blick auf das Leben diktiert...diese bedingungslose Lebensbejahung hängt im Kapitalismus überdies eng mit dem dort vorherrschenden Leistungs/Konsumwahn zusammen: denn ein toter Mensch ist weder für die Gesellschaft produktiv noch konsumiert er deren Erzeugnisse... und selbst religiös motivierte Lebensverneinung - Askese, und extremere Formen körperlicher und mentaler Selbstkasteiung, die selbstgewählte Abkehr von der menschlichen Gesellschaft und ihrem Tun, das durchaus richtig als sinnlos und überflüssig erkannt worden ist - dient in der Regel nur dem einen tieferen Sinn - also nach wie vor einem "Sinn", von dessen Existenz man dort übezeugt ist, lediglich einem weniger "diesseitigen" als dem kapitalistischen Arbeitsfetisch, nämlich der Überzeugung, dafür "im Leben danach" von Gott eine umso fettere Belohnung einzuheimsen...eine Sekte/Religion, die von der Sinnlosigkeit jedweder menschlichen Existenz wirklich überzeugt wäre und den Tod zwar nicht als Erlösung, aber doch als das kleinere Übel erkannt hat - müsste notwendigerweise den Suizid als einzig richtige weil konsequente Lösung propagieren...
CthululuDer Tod gehört zum Leben.
Für mich als religiöser Mensch bedeutet Tod Erlösung.
Es kommt immer drauf an von welcher Seite man den Tod betrachtet.
Der Tod ist nur eine weitere Stufe des daseins des Menschen.
Organdidas leben ist für die meisten menschen positiv, weil sie nur an sich denken. so z.b. wenn ich wissen würde, dass meine schwester morgen stirbt, würde ich sehr traurig sein und daran denken, wie ICH nun ohne sie auskommen soll, mit wem ICH meine gedanken austauschen soll und dass es in MEINEM herzen ohne sie leer sein wird. dabei denke ich doch in keinster weise daran, was besser für sie wäre- zu leben oder zu sterben. und so geht es den meisten- beim verlust eines menschen wird gleich daran gedacht, wie es den lebenden menschen ohne den gestorbenen geht und nicht umgekehrt. zumindest kann ich mir die positive darstellung des lebens nur so erklären.
aber natürlich muss jeder selbst entscheiden, was er nun schöner finden- das leben oder den tod. sicherlich gibt es situationen im leben, wo es einem leichter fallen würde überhaupt nicht mehr zu leben. ich weiß aber nur, dass ich nicht sterben möchte. und so richtig bewußt, dass der tod für mich nicht schön sein kann, ist es mir erst dann geworden, wo ich kurz davor war, mich vom leben zu verabschieden (ungewollt und ganz plötzlich). deswegen entscheide ich mich fürs leben.
HellscreamNoch mal zum Religiösen:
Man bringt sich nur nicht selber um, weil es in irgendeinem mehr oder weniger beliebigen für heilig erklärtem Buch verboten wird und sie meinen das dies ein Gebot währe, welches ihr Gott bei Zuwiderhandlung mit den ewigen Qualen der Hölle (oder ein paar Jahrhunderten Fegefeuer) bestrafen würde. (Aber er liebt dich! Alles klar?) Von Lebens bejahend würde ich hier nicht sprechen, sondern von Sklaven Moral. Und das kleinere Übel ist der Tod für sie nicht, sondern die Unsterblichkeit ewige Freude und so weiter, insofern du ihren auch mehr oder weniger beliebigen Bedingungen entsprichst.

Wenn der Tod es bedeuten würde unter einem Tyrannen wie dem Gott der Christen, Moslems und Juden (Ich nehme die Unterschiede auch in denn Religionen selber durch aus zur Kenntnis) knien zu müssen, währe der Tod und das Leben (Sklaven Moral) wirklich bitter. Zum Glück gibt es für diese Thesen keine hohe sondern eine gegen Null tendierende Wahrscheinlichkeit und ich habe keine guten Gründe an solche Vorstellungen zu glauben.

Und so lange man mir keine guten Gründe für eine dieser vielen Religiösen Hypothesen gibt.
Suche mir meinen Sinn im Leben selber und das Leben ist so kostbar weil es meinen Tod bedingt.
Es ist endlich, es ist begrenzt und hier heraus ergibt sich der besondere Wert für mich.
Ronin76Weil die Menschen Angst vor dem Tod haben. Dabei ist das Leben doch viel schrecklicher. Auch ganz witzig ist die Tatsache, daß die Toten oft mehr geehrt werden als die Lebenden. So ist das halt in unserer schönen, kleinen Welt mit ihren wichtigen Menschen. :D
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Weil die Menschen Angst vor dem Tod haben.[/B][/QUOTE]Genau genommen, zumindest glaube ich ganz fest daran, haben die meisten Menschen keine Angst vor dem Tod selbst...sondern lediglich vor einer schmerzhaften Art des Ablebens.

Das wusste man schon früher und fand gefallen daran Gegner zur Demoralisierung anderer nur zu verstümmeln. Das deckt sich auch mit den Gesprächen die ich mit einigen Kameraden zur Zeit des Somalia Einsatzes 1993 hatte, an dem unsere Teileinheit mit Personal beteiligt war, und zu der sich viele mit ihrer Unterschrift im Rahmen einer Belehrung im Zugrahmen "freiwillig" anboten. Dort hörte man oft so etwas wie..."wenn mich schon erwischt, dann hoffentlich sofort, blos keine Verstümmelung oder nicht enden wollende Schmerzen".
Die Aussicht auf einen langsamen, schmerzvollen Tod hält nun mal am effektivsten vom Heldentum ab.
Ronin76Dem kann ich nur zustimmen. Ich hätte zwischen Tod und Sterben differenzieren sollen, bezog jedoch das Sterben in den Tod mit ein. Der Tod hat an sich eh keine Bedeutung, denn damit ist doch nur das Verwesen der Leiche und die Erinnerung an das verstorbene Wesen gemeint, oder eben verallgemeinert der Verfall von Dingen.

Im religiösen Zusammenhang könnten jedoch durchaus auch viele Menschen Angst vor dem Tod haben, dh vor einer möglichen Existenz nach dem Todeseintritt. Wenn sie zB schlechtes Karma auf sich geladen haben, die 7 Todsünden praktiziert haben, oder sonstige religiöse Riten nicht befolgt haben.
Terranigma*kopfkratz*

Womöglich mag es meinem völlig verqueren Weltbild liegen, aber hier wird von kapitalistischen Gesellschaften, tiefverwurzelten religiösen Überzeugungen, fanatistischen Sekten gesprochen - ... Ist der Gedanke spass am Leben zu haben so abwegig, das er kaum erwähnt wird? Wer tot ist tot. Und womöglich liegt's nur an mir, aber ich bin doch sehr darauf bedacht die Zeit in der ich leben kann dann auch tatsächlich zu leben. Tot ist man für alle Ewigkeit, da ist nichts besonderes dran.

Nun, ich habe jedenfalls angst vor'm Tod. [I]Irgendwie[/I] erscheint mir das Leben da doch wesentlich reizvoller. Das Leben [b]ist[/b] gut oder anders gesagt - Man hat die Möglichkeit es gut zu gestalten, lebenswert zu leben. Der Tod ist in seinen Variationen hingegen ziemlich monoton und öde. Genau genommen gibt's keine Variation. Find's ziemlich wirr beim Tod von Erlösung zu sprechen - Erlösung von was? Vom Leben erlöst zu werden, als wäre das Leben irgendein unliebsamer Abschnitt in seiner Existenz die man notgedrungen hinter sich bringen muss? Ich kann nicht verstehen wie man das Leben so geringschätzen kann. Was womöglich nachdem Tod sein könnte sollte doch keine Rolle spielen, denn man lebt im Jetzt und nicht im Irgendwann.
Den Tod mit'n Verwesungsprozess zu beschreiben halte ich gewagt. Wenn Leben und Tod Gegensätze sind, was ist dann der Gegensatz zum Verwesungsprozess? Die Wachstumsphase? Ich weiß nicht, aber Tod und Leben hat für mich weit aus mehr Bedeutung als die Tatsache, dass ich'n paar Jahre lang wachse um anschließend Falten zu bekommen und langsam über'n Jordan zu gehen.


Was die meisten vom Heldentum abhält ist wohl leider die Tatsache, dass erst tote Menschen zu Helden werden. Lebende Helden werden selten als Helden gefeiert.
;)
HellscreamDie Frage die sich mir aufdrängt ist, ob wenn das Leben unendlich wäre, es nicht irgendwann auch monoton und öde sein würde?
Wäre die Psyche eines Menschen überhaupt für so etwas evolutionär angepasst?
Rudy-Menth[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Die Frage die sich mir aufdrängt ist, ob wenn das Leben unendlich wäre, es nicht irgendwann auch monoton und öde sein würde?
Wäre die Psyche eines Menschen überhaupt für so etwas evolutionär angepasst? [/B][/QUOTE]
Es gab Zeiten, da wurden Menschen nur 30 bis 40 Jahre alt. Ein 50 Jähriger war bereits ein Greis. Durch meinen Beruf begegne ich immer häufiger 100 Jährige. Das wäre für die damals lebenden unvorstellbar. Genauso als würden wir uns heute vorstellen, dass wir 200 Jahre alt werden können.
Ich denke das liegt allein daran, dass wir (die Menschen) daran gewöhnt sind ''nur'' ein Alter von 100 Jahren erreichen zu können. Weil wir da hinein-gewachsen sind.
Wir würden halt nix anderes kennen, als ''unendliches'' Leben.

Lange Weile??? Kaum! Dafür vergisst der Großteil der Menschheit einfach zu viel! Oder wer kann schon genau sagen, oder sich detailliert daran erinnern, was er vor 2 Jahren am 04.06. um 17:00 h getan hat (Ohne auf Terminplaner oder ins Tagebuch zu sehen ;) )


Habe in einem Bericht gelesen, warum sich Menschen fortpflanzen. Durch das Zeugen von Kindern wird eine Frau und ein Mann ein Stück weit ''Unsterblich''. Sie können es nicht erfassen, was es heißt: selbst tot zu sein! So tragen sie dazu bei, indem sie sich fortpflanzen, dass etwas von ihnen bestehen bleibt.
Das ganze spielt sich im Unterbewusstsein ab. Es sprengt einfach die Vorstellungskraft vom Großteil der Menschen. Die meisten können eh nicht begreifen was der Tod wirklich ist, und schon gar nicht können sie ihren eigenen Tod begreifen. Sie kennen nur das Leben (so horror-like es auch oft sein mag...). Daher betrachten die meisten den Tod als etwas negatives. Ich würde sogar sagen, das es auch die Angst vor dem Unbekannten ist, warum sie sich vor dem Tod so fürchten.


Ich persönlich (beur)teile weder das Leben noch den Tod in negativ oder positiv. Das Ying-Yang verkörpert, von dem was ich kenne, meine Sicht am besten.
Das einzige was ich am Tod eines Menschen schade (traurig) finde, dass man/frau ihn nicht mehr spontan anrufen kann, um mit demjenigen zu quatschen...........
ÂmeNoirGrundsätzlich sollte jeder nur für sich selbst sprechen, denn Menschen denken und empfinden zumeist völlig unterschiedlich und vielen fehlt schlichtweg Einfühlungsvermögen.

Im Allgemeinen wird wohl deshalb das Leben als positiv und der Tod als negativ beurteilt, weil vielen nicht tatsächlich bewußt ist, was es bedeutet, lediglich zu überleben oder halbtot zu sein und bis ans Ende der Tage mit schweren oder schwersten Beeinträchtigungen leben zu müssen.

So jemand die Aussage getroffen hat, daß ein Verunglückter Gott sei Dank überlebt hat, hab' ich mir im Stillen schon oft gedacht, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn die Person gestorben wäre. Außenstehende urteilen oder treffen Maßnahmen, Außenstehende, die nicht wirklich nachvollziehen können, was in dem Betroffenen abgeht, sie sind aber diejenigen, die auch dafür sorgen und verantwortlich sind, daß der Betroffene evtl. bis ans Ende seiner Tage dahinvegetiert. Manchmal ist der Tod mit Sicherheit die bessere Lösung, um nicht zu sagen die Erlösung.

Die Schwierigkeit bei der ganzen Sache ist halt die, daß verdammt schlecht einzuschätzen ist, in wie weit der Betroffene wieder heilen wird und ob sein Leben für ihn dann noch Lebensqualität besitzt.

Ansonsten kann ich mich Ronin76 anschließen, denke auch, daß die Menschen nicht Angst vor dem Tod an sich haben, sondern davor, wie sie sterben werden.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Grundsätzlich sollte jeder nur für sich selbst sprechen, denn Menschen denken und empfinden zumeist völlig unterschiedlich und vielen fehlt schlichtweg Einfühlungsvermögen.

... [/B][/QUOTE]

Habs mal gekürzt,weil man es weiter oben eh lesen kann, bitte nicht als unhöflich verstehen.

Im Grunde hast du Recht, der Mensch muss immer alles vergeistigen, auch Dinge, die sich dazu nicht eignen.
Also wird er manchmal scheinrational.
Dies äussert sich z.b. eben in der Frage des Todes.
Genau, wie du es beschrieben hast.
Ronin76@Terrangima
[QUOTE]Wenn Leben und Tod Gegensätze sind, was ist dann der Gegensatz zum Verwesungsprozess? Die Wachstumsphase?[/QUOTE]
Für mich sind das keine Gegensätze, sondern verschiedene Energiezustände. Laut der Physik kann Energie nicht verschwinden sondern sich nur transformieren, und genau das sind Leben und Tod. Vielleicht wechselt dort auch das Bewußtsein seinen Zustand.


@ÂmeNoir

Sehe ich auch so, und zwar aufgrund von Erfahrung und Selbsterfahrung. Viele alte und kranke Menschen wünschen sich den Tod, weil sie leiden.

Interessant finde ich auch die Tatsache, daß Leben automatisch auch Töten bedeutet. Wer hat nicht schon mal ausversehen, mit Absicht, oder unbewußt ein Insekt oder anderes Getier zertreten. Dies hat jedoch nicht unbedingt Schaden verursacht, sondern evtl anderen Lebewesen die Existenz gesichert, und seien es nur Bakterien.
CagliostroIn unserer Alltagskultur wird der Tod verachtet, ja ignoriert.
Ärzte haben Angst vor dem Tod, warum auch immer.
Als skurrile Folge dieser Angst hängen sie Menschen an Maschinen und zwingen sie quasi zum Leben, wie Zombies.
Sie zeigen der Welt: "aber er lebt noch!".
Die Frage des Wie, ist dabei scheinbar nebensächlich.
Es ist würdelos, ohne das Wie.
Ein Leben ohne Würde ist nichts wert.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Ärzte haben Angst vor dem Tod, warum auch immer.
Als skurrile Folge dieser Angst hängen sie Menschen an Maschinen und zwingen sie quasi zum Leben, wie Zombies.
[/QUOTE]
Ärzte fürchten nicht den Tod, sondern Schadensersatzansprüche und den Verlust ihrer Zulassung durch unterlassene Hilfeleistung, Kunstfehler, Fahrlässigkeit oder Sterbehilfe.
Diese Angst kann man ihnen ganz einfach durch eine Patienenverfügung nehmen.
Rudy-MenthEs gibt jedoch leider auch zu viele Ärzte, die ihren Hippokratische Eid viel zu wörtlich nehmen. So nach dem Motto: 'Das Leben zu erhalten - koste es was es wolle'. Und verlieren sie (zu viele) Menschen an den Tod, dann reden sie sich auch noch ein ''unfähig'' zu sein, nur weil sie nicht mehr in der Lage sind >Leben zu erhalten/zu retten<.

Es ist doch sehr verwunderlich. An an einem Fleck der Erde werden hirntote Menschen jahrelang mit Maschinen am Leben erhalten und an einem anderen Ort ein hirntoter Mensch einfach als tot erklärt. Weil sie der Ansicht sind, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist sich selbst am Leben zu halten? Und beide glauben ''richtig'' zu handeln...........!?



Hmmm.....grübel, denk, denk........ Vielleicht ist es ja wirklich so, dass die meisten nicht Angst vor dem Tod haben, sondern von der Art zu sterben?!?
Vielleicht sind aber Aussage wie jene: ''...aber zum Glück keine Toten'' einfach [B]nur[/B] Worte, welche man/frau im Sprachlichen-Gebrauch nutzt, ohne sich wirklich der (eigentlichen) Bedeutung des Wortes bewusst zu sein?! Genauso wie jene Aussage: Bin gestern voll abgestürzt.....! ''Abgestürzt''???? Ich dachte, dass können nur Flugzeuge.......;)
Versteht ihr meinen Vergleich?? Möglich das es einfach nur eine Floskel ist, wenn die Leute sagen: ''...zum Glück keine Toten!''...........
ShakamaIst es nicht ein wenig ironisch das sich hier in diversen Posts die Vorstellung, dass der Tod auch Erlösung bedeuten kann, eingeschlichen hat?
Das impliziert dann doch eine gewisse Vorstellung von dem, was nach dem Ableben halt kommt, da man es als bessere Alternative zu einem "qualvollen Leben" sieht. Man weiß zwar nicht so recht was nach dem sterben passiert, aber es wird schon irgendwie besser sein ^^.

Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt (wie in dem was ich grad geschrieben hab), dass die Meisten zumindest grobe Vorstellungen vom Tode haben, ob nun religiös oder durch sonstige Anschauungen motiviert. Und eben die (wie hier schon anderweitig behauptet) bestimmt dann die Einstellung zum Leben und zum Tode.

Ich denke das diese Vorstellungen ein Schritt in die Richtung sind, den Tod zu entmystifizieren, ihm ein Gesicht zu geben. So wirkt man wohl bewusst oder unbewusst der Angst von dem Unbekannten entgegen. Denn die ist es, was die Meisten wohl so sehr am Tode fürchten. Und da erscheint ihnen wohl das Leben im Kontrast als etwas positives.

Für mich selbst ist der Tod bisher (soweit ich das jetzt grad überblicken kann), die einzige Sache die ich ohne Außnahme hab bis jetzt beobachten können. Jedes Leben endet darin.

Ich werde mich also überraschen lassen müssen, sollte dannach noch etwas kommen und ich die Möglichkeit haben euch zu kontaktieren, berichte ich je nach Lust und Laune davon ;).
Impermanence[b]Im Laufe des Lebens verliert alles seine Reize und seine Schrecken;
nur eine hören wir nie auf zu fürchten: Das Unbekannte.[/b]
[i](Marie von Ebner-Eschenbach)[/i]

Das ist doch das eigentliche Problem Tod bzw. am Sterben. Man hat überhaupt keine Vorstellung, was da nun mit einem passiert, denn man hat nur eine Chance das zu erlebe.
Dass man es erleben muss, ist wohl die einzige unabänderliche Tatsache im Leben. Noch niemand ist da verschont geblieben; noch jeder ist irgendwann erfolgreich gestorben.

Letztlich ist das Sterben nichts anderes als ein Teil des Lebens, wie Geburt, Heranwachsen und Altern auch. Nur wird es gerne ausgeblendet, denn man ist verunsichert und keiner kann einem sagen, was dann passiert., denn es ist ja noch niemand zurückgekehrt. Es gibt lediglich einige Berichte von Menschen, die nur fast tot waren und noch gerettet werden konnten. Die Beschreibungen dessen finden sich in dokumentierten Nahtoderlebnissen. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Hier geht es darum, wie und ob man sich während des Lebens vielleicht doch mal auf seinen Tod vorbereiten könnte. Zumindest sich mal ein paar Gedanken darum macht. Ich persönlich halte das für eine gute Idee, denn ein wenig Vorbereitung auf das (mehr oder weniger) Unbekannte hilft, ihm den Schrecken ein Stück weit zu nehmen, sollte man denn bei dem Gedanken an den Tod doch eher von Schrecken, Angst oder Gleichgültigkeit usw. erfüllt sein. Die Gleichgültigkeit verschwindet spätestens wenn der Tod vor der Tür steht und man selbst doch eigentlich noch gar nicht so weit ist.

WAS ALSO TUN?
Leben lernen, denn Leben lernen heisst sterben lernen. Mit offenen Augen durchs Leben zu gehen gewöhnt einen schon mal an die überall erkennbare Vergänglichkeit und man lernt dabei auch, dass Vergänglichkeit nicht nur schlechtes bedeutet. Vergänglichkeit bedeutet auch, das 'blöde' Situationen nicht dauerhaft sind und sich wieder von schönen Situationen abgelöst werden.

Ich finde es schade, dass heute alles mögliche dafür getan wird, den Tod zu verdrängen, in der trügerischen Hoffnung, dass er dann nicht eintritt. Dabei kann er schon morgen kommen. Ist man dafür bereit? Kann man schon morgen ohne Groll 'gehen'?
Wenn man das im Leben gelernt hat, wird es einem in dem letzten Lebensabschnitt sehr helfen, weil man das loslassen gelernt hat. Wenn man nicht gelernt hat loszulassen, werden die letzten Momente bestimmt grausam werden, weil man dann erkennt, was man eigentlich noch alles tun müsste, es aber nicht mehr tun kann. Das endet dann in unnötiger Verzweiflung, anstatt diesen einmaligen Moment geniessen und entdecken zu können.

Das fände ich wirklich traurig, denn wer weiss schon, was danach kommt und was einem vielleicht noch erwartet? :)

Viele alte Weisheitstraditionen haben Vorstellungen davon entwickelt, die sich in manchen Dingen doch ähneln, nur je nach Kulturtradition unterschiedlich ausformuliert wurden. Ich [i]glaube[/i] aber, dass da durchaus ein Stück Wahrheit steckt... ;)
Jodefaszinierender weise gab es über eine lange zeit hier in deutschland (wie das mit anderen ländern aussieht, weiß ich nicht) eine ''ars moriendi'' - die kunst zu sterben
für die einfache bevölkerung waren die wesentliche punkte in schautafeln zusammengefasst, zum teil in buchform - dass das ganze natürlich stark religiös geprägt war, ist verständlich - man ging davon aus, dass der teufel gerade in der todesstunde noch einmal versuchen würde, der seele habhaft zu werden - die ars moriendi sollte also darauf vorbereiten dem sterben und den aufkommenden ängsten/ gedanken dann gelassen entgegenzutreten
allerdings war der tod auch insgesamt ganz anders ins leben integriert - es war nicht unnormal, dass man während der kindheit erlebte, wie geschwister, andere verwandte oder auch ein elternteil starb - in der hinsicht können wir uns vor der direkten konfrontation mit dem tod/ dem sterben heute viel besser verstecken (oder unsere ängste davor vor uns)
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Jode [/i]
[B]allerdings war der tod auch insgesamt ganz anders ins leben integriert - es war nicht unnormal, dass man während der kindheit erlebte, wie geschwister, andere verwandte oder auch ein elternteil starb - in der hinsicht können wir uns vor der direkten konfrontation mit dem tod/ dem sterben heute viel besser verstecken (oder unsere ängste davor vor uns) [/B][/QUOTE]
Ja, wobei das auch eine trügerische Sicherheit ist. Also in meiner Schulzeit ab der Grundschule sind schon einige Mitschüler gestorben (Unfälle, Krankheiten, oder einfach vom Auto überfahren... plötzlich waren sie halt weg...) und natürlich auch ältere Menschen wie z.B. meine Großeltern.

Allem gemeinsam ist, dass man weder weiss, wann der Tod eintritt oder unter welchen Umständen. Sicher ist nur: [i]irgendwann[/i] passiert es...
Organdi[QUOTE][i]Original geschrieben von Rudy-Menth [/i]
Hmmm.....grübel, denk, denk........ Vielleicht ist es ja wirklich so, dass die meisten nicht Angst vor dem Tod haben, sondern von der Art zu sterben?!?
Vielleicht sind aber Aussage wie jene: ''...aber zum Glück keine Toten'' einfach [B]nur[/B] Worte, welche man/frau im Sprachlichen-Gebrauch nutzt, ohne sich wirklich der (eigentlichen) Bedeutung des Wortes bewusst zu sein?! Genauso wie jene Aussage: Bin gestern voll abgestürzt.....! ''Abgestürzt''???? Ich dachte, dass können nur Flugzeuge.......;)
Versteht ihr meinen Vergleich?? Möglich das es einfach nur eine Floskel ist, wenn die Leute sagen: ''...zum Glück keine Toten!''........... [/B][/QUOTE]

ich glaube nicht, dass es nur worte sind. dies bezieht sich immer wieder auf die verwandschaft, freunde und co.
stell dir mal vor, ein flugzeug ist abgestürzt. in diesem flugzeug befand sich dein kind, was von A nach B fliegen wollte. sicherlich möchtest du jetzt wissen, woran du bist. und was ist, wenn das kind tot ist? schlimm, oder? deswegen sagt man dann auch "zum glück keine toten." für dich als elternteil ist es doch sicherlich toll, dass dein kind erstmal am leben geblieben ist. alles weitere ist nebensächlich (erstmal zumindest). was aber das kind im flugzeug erlebt hat und ob es nach diesen erlebnissen noch am leben bleiben möchte- das ist bei so einer aussage nicht relevant. wichtig ist, dass die verwandschaft erst einmal durchatmen kann- ihr kind lebt!
Jode@impermanence
- freilich ist dieses gefühl der sicherheit trügerisch - dennoch sind die berührungsflächen kleiner geworden - wieviele alte menschen sterben im kreis der familie und werden danach noch zu hause aufgebahrt? in der großstadt kann ich mir das kaum vorstellen.
um beim beispiel der geschwister zu bleiben - die kinder bekamen direkt mit wie zb eine schwester/ ein bruder an lungenentzündung, schwindsucht oder anderen hässlichen sachen starb (wobei die sterblichkeit besonders in den ersten lebensjahren hoch war - deshalb haben die leute ja auch so viele kinder bekommen - natürlich abgesehen von den fehlenden verhütungsmitteln)

meine erste persönliche konfrontation mit dem tod hatte ich erst nach dem grundschulalter - als mein opa ganz unerwartet starb
- der tod macht mir seitdem keine angst mehr (wobei ich nicht recht einschätzen kann, wie es mir vorher damit ging) - da ist bei mir einfach stille neugier, wobei es mir vollkommen ausreicht, wenn diese zum gegebenen zeitpunkt gestillt wird...
was jedoch das sterben anbetrifft, habe ich angesichts des heutigen stands der technik so meine ganz persönliche befürchtung - jahre und jahre als handlungsunfähige hülle herumzuliegen und im schlimmsten falle auch noch geistig alles mitzubekommen.
wenn hier ein mediziner dabei ist, würde mich mal interessieren, wie das mit den patientenverfügungen ausschaut - ist wirklich sicher, dass nach diesen gehandelt wird, wenn die von dem patienten festgelegten umstände (koma, nur noch von maschinen am leben erhalten...) eingetreten sind?
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Jode [/i]
[B]meine erste persönliche konfrontation mit dem tod hatte ich erst nach dem grundschulalter - als mein opa ganz unerwartet starb
- der tod macht mir seitdem keine angst mehr (wobei ich nicht recht einschätzen kann, wie es mir vorher damit ging) - da ist bei mir einfach stille neugier, wobei es mir vollkommen ausreicht, wenn diese zum gegebenen zeitpunkt gestillt wird...[/quote][/b]
das war bei mir ähnlich. allerdings wurde bei mir in der grundschule eine mitschülerin überfahren und starb dabei.
bei der beerdigung wollte ich zum erstaunen meiner eltern alles ganz genau wissen und sie auch noch mal sehen, wie sie dort aufgebahrt lag. das hat mir dann wohl letztlich die angst vor dem tod genommen, sie da so friedlich zu sehen.

[quote][b]was jedoch das sterben anbetrifft, habe ich angesichts des heutigen stands der technik so meine ganz persönliche befürchtung - jahre und jahre als handlungsunfähige hülle herumzuliegen und im schlimmsten falle auch noch geistig alles mitzubekommen. [/B][/QUOTE]
also was den heutigen umgang mit dem tod angeht, bin ich auch nicht sehr glücklich (patientenverfügung ist fast fertig).
allerdings möchte ich das schon gerne alles bewusst miterleben. als schmerzmittel ja, aber nichts, was mein bewusstsein zu sehr trübt. für mich persönlich ist das ein wichtiger moment, der anfang einer neuen reise. aber das ist eine persönliche ansicht, eine innere überzeugung, die niemand mit mir teilen braucht... :)
Jodedaran hatte ich noch gar nicht gedacht - ja, auch mir wäre es lieber zum zeitpunkt meines todes selber ''anwesend'' zu sein - in einem medikamentennebel hinüber zu dämmern, erscheint mir so unpassend
- in dem sinne kann ich sagen, dass mein opa gut gestorben ist (wobei ich natürlich nicht weiß, wie seine persönliche verfassung in dem moment war) - er hat immer sehr gesund gelebt, viel sport gemacht usw. - sein tod kam unerwartet und schnell

aber eine andere überlegung - mein eindruck ist, dass so manche menschen gar nicht bis zum ende ihres lebens wirklich leben - das ist nur eine ganz persönliche einschätzung und misslicherweise will er mir gerade nicht gelingen, die richtige formulierung zu finden
vielleicht folgt noch ein weiterer versuch - wer mag, kann gern versuchen, diesen punkt auszuweiten.

@impermanence
wenn du selber schon eine patientenverfügung anfertigst - wie ging das vonstatten? hast du dich von einem arzt/ einer sonstigen fachkundigen person beraten lassen, wie diese verfügung zu formulieren ist?
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Jode [/i]
[B]aber eine andere überlegung - mein eindruck ist, dass so manche menschen gar nicht bis zum ende ihres lebens wirklich leben - das ist nur eine ganz persönliche einschätzung und misslicherweise will er mir gerade nicht gelingen, die richtige formulierung zu finden
vielleicht folgt noch ein weiterer versuch - wer mag, kann gern versuchen, diesen punkt auszuweiten.[/quote][/b]
ich denke, dass viele viel zu sehr mit alltäglichen überflüssigkeiten und ablenkungen beschäftigt sind, um sich um soetwas zu kümmern oder sich um das wichtigste zu kümmern: sich selbst. ;)
keine ahnung, warum das so ist. vielleicht einfach aus angst, etwas bei sich zu entdecken, was sie gar nicht entdecken wollen ohne zu wissen, was das sein könnte.
so leben sie in ihren projektionen und verpassen das beste.
ob ich da besser bin, will ich mal gar nicht wagen zu behaupten. ;)

[quote][b]@impermanence
wenn du selber schon eine patientenverfügung anfertigst - wie ging das vonstatten? hast du dich von einem arzt/ einer sonstigen fachkundigen person beraten lassen, wie diese verfügung zu formulieren ist? [/B][/QUOTE]
nee, ich habe mich im internet infos geholt. beim justizministerium gibt es z.b. eine gute [url=http://www.bmj.bund.de/enid/Publikationen/Patientenverfuegung_oe.html]broschüre[/url] zum download, wo alles wichtige drinsteht.
ÂmeNoirUnser Sterben beginnt eigentlich schon mit der Geburt. Mit jeder vergangenen Sekunde unseres Daseins sind wir unserem Tod ein Stückchen näher und eigentlich ist es völlig absurd, gegen diese unabänderliche Tatsache anzukämpfen zu wollen. Darum versteh' ich nicht, warum oft mit aller Gewalt versucht wird, jemanden am Leben erhalten zu wollen und schon erstrecht dann nicht, wenn der Rest dessen Daseins aus dahinvegetieren besteht. Diverse Schönheits-OPs und solche Geschichten zeugen m. E. auch davon, daß Tatsachen nicht akzeptiert werden wollen. Der Alterungsprozeß gehört zum Leben und bringt den Tod.

Marie von Ebner Eschenbach kann ich nur zustimmen. Das Unbekannte macht zumeist angst und unsicher. Das wirksamste Mittel gegen Angst ist, den Tatsachen ins Auge zu blicken und sich mit der Materie intensiv auseinanderzusetzen.

Ich persönlich finde es eher äußerst interessant, was während des unmittelbaren Sterbeprozesses bzw. nach dem Tod passiert. Allerdings fürchte ich mich davor, daß ich irgendwelchen Medizinern ausgeliefert sein könnte und in irgendeinem Pflegeheim oder Krankenhaus dahinvegetieren könnte. Lieber setz' ich meinem Leben vorher selbst ein Ende.

Impermanence, Deinem letzten Beitrag stimme ich absolut zu!

Das mit der Patientenverfügung ist allerdings so ne Sache. Hab' nämlich auch schon gehört, daß diese im Falle eines Falles nicht immer den gewünschten "Erfolg" bringt.

Eigentlich ist ja laut Grundgesetz §1, die Würde des Menschen unantastbar. Der Tod scheint dabei allerdings außer Acht gelassen worden zu sein. Sterbehilfe ist eh ein Kapitel für sich. Ich denke, daß eine Lockerung der Gesetze durchaus ein menschenwürdigeres Ableben ermöglichen würde, doch gibt es auch genügend schwarze Schafe, die allein aus Profitgier oder was auch immer ein Ableben gezielt beschleunigen könnten.
Jodeich würde nicht sagen, dass unser sterben mit der geburt beginnt - altern vielleicht, aber nicht sterben...
mit sterben assoziere ich ein abnehmen der lebensfunktionen, oder auch ein geistiges abschalten/ stagnieren
gerade zu beginn des lebens baut sich doch vieles auf - trocken gesprochen 'biomasse', verknüpfungen im gehirn, nach und nach ein neuer charakter - und es ist möglich sein leben produktiv (ich meine das jetzt nicht im rein arbeitstechnischen sinne) zu leben - gegen das altern hilft das alles nichts, aber gegen das vorzeitige geistige sterben....
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Jode [/i]
[B]ich würde nicht sagen, dass unser sterben mit der geburt beginnt - altern vielleicht, aber nicht sterben...
mit sterben assoziere ich ein abnehmen der lebensfunktionen, oder auch ein geistiges abschalten/ stagnieren
gerade zu beginn des lebens baut sich doch vieles auf - trocken gesprochen 'biomasse', verknüpfungen im gehirn, nach und nach ein neuer charakter - und es ist möglich sein leben produktiv (ich meine das jetzt nicht im rein arbeitstechnischen sinne) zu leben - gegen das altern hilft das alles nichts, aber gegen das vorzeitige geistige sterben.... [/B][/QUOte]

hmm, ich glaube es ist eine frage der definition.

ÂmeNoir hat schon recht, denn ab dem zeitpunkt der geburt kann das leben nur noch kürzer, niemals aber länger werden. so gesehen beginnt das sterben tatsächlich mit der geburt und es gibt ja auch babys, die bei der geburt schon sterben. haben sie dann gar nie gelebt, weil sich noch gar nichts aufbauen konnte?
das so zu definieren scheint mir schwierig zu sein, weil es sich um einen grenzbereich handelt. ÂmeNoirs definition ist da vielleicht etwas brauchbarer. allerdings auch etwas "kälter", weil sie sich ausschliesslich auf eine logische tatsache zurückführen lässt, aber mit dem leben selbst nur bedingt was zu tun hat.
definitionsfragen halt. ;)

wäre es nicht wirklich besser, sich während seines lebens um sein tatsächliches leben [i]und[/i] um den unvermeidlichen tod zu kümmern, um schlussendlich nicht ganz dumm und verwirrt dazustehen (und vielleicht noch darum, was danach kommt, ganz nach voltaire, der mal sagte: "alles in allem wäre es auch nicht überraschender, zweimal geboren zu werden, als es das eine mal schon ist.")?
;)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von dark-girl88 [/i]
[B]Warum wird von der Gesellschaft/von den meisten Menschen das Leben an sich ausschließlich positiv und der Tod negativ gesehen? Man hört in den Nachrichten Sätze wie "Es gab bei dem Unglück 10 teils schwer verletzte, aber zum Glück keine Toten" Dabei kann man ja von außen nicht beurteilen, ob jemand der beispielsweise durch einen Unfall gelähmt ist es überhaupt als positiv sieht noch zu leben.
Was ich mit dem Beispiel sagen will: Eigentlich kann doch jeder nur für sich selbst sagen wie er zum Leben steht, aber doch nicht für andere. [/b][/quote]


Ich denke, durch den Tod anderer Menschen, werden wir uns gewahr, wie endlich - im wahrsten Sinne des Wortes - auch unser Leben ist. Die Absehbarkeit unseres eigenen Todes wird uns - ohne das wir danach gefragt hätten - durch die Kenntnisnahme solcher Ereignisse vor Augen geführt. Dies löst in den allermeisten Mnschen unbewußte Ängste aus - Angst vor dem Tod und vor dem Sterben.
Diese Ängste sind nicht zuletzt geprägt durch religiöse Vorstellungen, z.B. der Frage :"Komme ich in den Himmel oder in die Hölle?" "Als was werde ich wiedergeboren?" etc.. Andere Menschen, die z.B. an kein Leben nach dem Tod glauben, haben weniger Angst vor dem Tod an sich, sondern eher Angst vor dem Vorgang des Sterbens. Ein Gang, den jeder alleine durchleben muß und von dem es - abgesehen von Nahtoderfahrungen - keine Erfahrungsberichte gibt. Letztendlich ist es ein Weg ins ungewisse, den jeder antreten muß, ob arm oder reich, schön oder häßlich, Moralapostel oder Hedonist, Menschen mit gutem Charakter, wie auch Charakterschweine.

Es macht einfach Angst, nicht zu wissen, was passieren wird und - abhängig eventuell vom Glauben - die Angst haben zu müssen, daß das "danach" schlimmer wird als das, was man hier im jetzigen irdischen Dasein durchlebt.


[quote][b]Geht man jedoch davon aus, dass das Leben an sich keinen tieferen Sinn hat, macht eine solche Bewertung des Lebens an sich aber keinen Sinn. Daher meine Frage: Warum wird anscheinend von den meisten Menschen trotzdem so gedacht? Denn mittlerweile sind wohl die meisten Menschen in Deutschland nicht mehr in dem Maß religiös, dass das Leben für sie eine tiefere Bedeutung im Sinne einer "Prüfung" für ein späteres ewiges Leben hätte.[/B][/QUOTE]

Ich denke, viele Gedanken diesbezüglich entstehen aufgrund der Tatsache, daß wir uns hier in den Industrieländern auf der Maslowschen Bedürfnispyramide relativ weit oben befinden ("soziale Anerkennung" und "Selbstverwirklichung"), da wir einfach nicht gezwungen sind, uns tagtäglich damit zu beschäftigen, wo wir z.B. die nächste Mahlzeit herbekommen.
Vor solchem Hintergrund wird - zumindest mir - recht schnell klar, wo unseren heutigen Probleme (Zunahme psychischer Erkrankungen/ psychischer Probleme, Identifikationsprobleme etc.) herkommen. Das hat - meiner Meinung nach - weniger mit Religiosität, als mit der grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Leben zu tun, weil die grundsätzlichen Bedürfnisse (Nahrung, Schlafstatt etc.) befriedigt sind.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Impermanence [/i]
[B]Wäre es nicht wirklich besser, sich während seines lebens um sein tatsächliches leben [i]und[/i] um den unvermeidlichen tod zu kümmern ... [/B][/QUOTE]

Sehe ich genauso, vor allen Dingen hat diese Art zu leben etwas sehr erfüllendes.
In anbetracht dessen, daß es Menschen gibt, die ihre Daseinsfrist eher dazu nutzen, sie unbelebt abzusitzen, um dann auf dem Sterbebett feststellen zu müssen, daß es nun zu spät ist, mit dem Leben zu beginnen, zieh ich persönlich die erste Variante gerne vor :D

Wie gesagt ... es ist sehr interessant sein, sich mit der Thematik "Tod" auseinanderzusetzen. Tod hat schließlich nicht nur mit Trauer, Verlust, Abschied, Schmerz/Leid und Vergehen zu tun, sondern auch mit Werden, Neubeginn, Erlösung und Geheimnissen.

Wer gelernt hat loszulassen und nicht gegen das Unvermeidbare ankämpft, wird mit der Zeit auch erkennen, was es heißt, wirklich zu leben und wie viele irrelevante - vom Menschen kreierte - Dinge es auf diesem Planeten gibt, die uns zwar als wichtig eingeredet werden, doch uns eigentlich nur vom leben abhalten, vergeudete Lebenszeit sozusagen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Impermanence [/i]
[B] so gesehen beginnt das sterben tatsächlich mit der geburt und es gibt ja auch babys, die bei der geburt schon sterben. haben sie dann gar nie gelebt, weil sich noch gar nichts aufbauen konnte?
[/B][/QUOTE]

Haben die denn wirklich etwas versäumt...? Oder sind all diese namenlosen "zu früh Gestorbenen" nicht die einzig glücklichen Menschen...? "glücklicher" als sie sind allenfalls noch die Nichtgeborenen, die das Licht der Welt überhaupt nicht erst erblickten...denn sie sind in gewisser Weise unsterblich, weil sie ja nie geboren wurden oder starben, bevor sie ein Bewusstsein ihrer Endlichkeit entwickeln konnten...bedauerlich ist so etwas allein für die Eltern, die doch in jedem Fall wollen, dass ihr Kind weiterlebt, um jeden Preis und unter allen Umständen, ganz gleich, ob als strahlender "Sieger" oder als "Versager" im späteren Leben...liegt hierin aber nicht ein viel höheres Mass an Grausamkeit, seinen Kindern die Erbärmlichkeit und Grausamkeit des Lebens zuzumuten, das unweigerlich das Sterben und den Tod beeinhaltet...?

Glücklich sind allein jene, die den Tod niemals kennenlernen durften - ebensowenig wie das Leben, das im Grunde nur ein langer und schmerzhafter Sterbeprozess ist, der dem Tod vorrausgeht...der Mensch kommt aus dem Nichts und wird wieder zu nichts...ob die dazwischenliegende Zeitspanne nach unserem Ermessen nun "kurz" oder "lang" ist, ist irrelevant und ohne Bedeutung...denn sie ist in jedem Falle kurz...vor mir gab es eine unabsehbar lange Zeitspanne, wo "ich" nicht war - und nach den lächerlichen paar Jahrzehnten, die mir hier bestenfalls beschieden sind, werde "ich" bis zum Tod der letzten Galaxie in diesem Universum ebenso wenig existieren - es sei denn, man wäre bereit, der Reinkarnationslehre eine gewisse Chance einzuräumen, dass sie der Wahrheit entspricht - was ich aber kaum für möglich halte...
Jode@ impermanence
ich weiß nicht, ob sich der letzte absatz deines beitrags noch auf den meinigen bezog - eben dies wollte ich mit dem 'produktiv' sein zum ausdruck bringen
...sein leben zu leben, zu agieren statt nur zu reagieren...siehe âmenoir (auf dem sterbebett)

der andere punkt bleibt wohl definitionssache...
Demon17Ich denke der Tod wird verlockend, wenn sich die Lebensaussichten verändern, wenn der Wohlstand abnimmt, wenn man alles schon gehabt hat und das was kommt eigentlich mehr Leid als Freud erwarten läßt. Der Selbstmord war mal im Urchristentum ein beliebter Ausweg aus dem "Jammertal". Die Sklaven iin Rom hatten ja wirklich viel zu leiden, doch verbot die Kirche diesen dann, damit sih nicht zu viele umbrachten. Selbstmörder wurden nicht mehr auf dem Friedhof begraben und kamen nicht ins Paradies usw. Ich denke der Tod anderer ihnen unbekannter Menschen ist für viele Menschen so schrecklich, weil er sie an die eigene Sterblichkeit erinnert. Wir leben teilweise wie Gott in Frankreich, ohne großes Leid und ohne existentielle Not. Die meisten Menschen möchten, das dieser Zustand andauert, bis sie selbst entscheiden aus dem Leben zu gehen. Ich denke irgendwann ensteht dann der Wunsch nach dem Ende des Lebens bei vielen ganz von allein. Das schreckliche am Tod ist dessen Endgültigkeit, man kann ihn nicht ausprobieren, oder ist der Schlaf ein kleiner Tod? Das Ende des Bewußtseins wird wohl ausschlaggebend sein. Die Antwort nach dem Schrecken des Todes liegt wohl in der Lust zu leben begründet. Dort wo diese Lust fehlt, ist der Tod nicht mehr grausam. Aber geht es wirklich nur um Hedonismus, um das reine Vergnügen, oder Leben wir nicht auch um uns Ziele zu setzen und diese anzusteuern? Zum Beispiel das Leben weiter zu geben? Ich denke, da wo es nur um Party geht, gibt es irgendwann keinen Gund mehr zu leben. Ich hatte diesen Punkt schon Anfang dreissig erreicht und dann noch ein bisschen interessantes Nightlife gefunden nach ein paar Jahren, aber irgendwann halten dich die Ziele aufrecht, irgendwann ist es auch nur noch die Verantwortung für andere. Denn Menschen die anderen viel Bedeuten sind ein Teil ihres Lebens, mit ihnen stirbt auch ein Teil derer, die sie lieben. Das ist wohl einer der wesentlichen Gründe für den Schrecken des Todes.
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Haben die denn wirklich etwas versäumt...? Oder sind all diese namenlosen "zu früh Gestorbenen" nicht die einzig glücklichen Menschen...? [/quote][/b]
das weiss ich nicht.
aus meiner persönlichen perspektive haben sie etwas versäumt, nämich die einmalige chance, das leben zu geniessen, wo es was zu geniessen gibt, mit schwierigkeiten fertig zu werden, wo es mal nicht so lustig ist, etwas aus ihrem leben zu machen, wo es was zu tun gibt und daran zu wachsen, wenn es ihnen gerade mal wieder zu eng wird. gerade sass ich auf meinem balkon, genoss die frische luft, sah dem lustigen amsel-pärchen zu und da wurde mir klar: das ganze mühen hat sich am ende doch wieder gelohnt. :)
aber das müssen sie letztlich selbst entscheiden. das [i]kann[/i] nur jeder für sich selbst entscheiden.

[quote][b]Glücklich sind allein jene, die den Tod niemals kennenlernen durften - ebensowenig wie das Leben, das im Grunde nur ein langer und schmerzhafter Sterbeprozess ist, der dem Tod vorrausgeht...[/quote][/b]
...sie [i]können[/i] ja gar nicht glücklich sein, denn das könnten sie nur, wenn sie gelebt hätten (es sei denn, du postulierst eine unsterbliche, ewige seele, die irgendwo im nichts umherschwirrt...

[quote][b]der Mensch kommt aus dem Nichts und wird wieder zu nichts...[/quote][/b]
aus nichts kann nichts entstehen, genauso wenig, wie etwas aus sich selbst heraus entstehen kann.

[quote][b]es sei denn, man wäre bereit, der Reinkarnationslehre eine gewisse Chance einzuräumen[/B][/QUOTE]
genau (aber das ist hier nicht das thema) ;)
WhiteRabbit[QUOTE][i]Original geschrieben von Impermanence [/i]
[B][


...sie [i]können[/i] ja gar nicht glücklich sein, denn das könnten sie nur, wenn sie gelebt hätten (es sei denn, du postulierst eine unsterbliche, ewige seele, die irgendwo im nichts umherschwirrt...

[[/B][/QUOTE]

Ist es denn anstrebbar das zu sein, was du "glücklich" nennst, vor allem, wer definiert Glück?
Das klingt alles sehr billig, wie ein 1EUR-Laden.
Kann sicher seinen eigenen Flair haben, aber ist es massgeblich?
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von WhiteRabbit [/i]
[B]Ist es denn anstrebbar das zu sein, was du "glücklich" nennst, vor allem, wer definiert Glück?
Das klingt alles sehr billig, wie ein 1EUR-Laden.
Kann sicher seinen eigenen Flair haben, aber ist es massgeblich? [/B][/QUOTE]
was nenne ich denn glücklich?
WhiteRabbit...sie können ja gar nicht glücklich sein, denn das könnten sie nur, wenn sie gelebt hätten (es sei denn, du postulierst eine unsterbliche, ewige seele, die irgendwo im nichts umherschwirrt...


Du machst das glücklichsein vom Leben abhängig.
Damit stellst du zunächst ein Axiom auf, spezifizierst es zwar nicht, dennoch.
Leben - nicht Leben.
Weisst du so genau, dass die verstorbenen Menschen ergo unglücklich sind?
Können wir das mit unseren Mitteln so genau sagen?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Impermanence [/i]
aus nichts kann nichts entstehen, genauso wenig, wie etwas aus sich selbst heraus entstehen kann.
[/B][/QUOTE]

Wirklich nicht...?

Wie konnte das Universum dann überhaupt entstehen - falls es "davor" wirklich nichts gegeben haben sollte...? wie kam es dann überhaupt zum Urknall und dazu, dass aus diesem "Nichts" ein "Etwas" hervorging...?
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von WhiteRabbit [/i]
[B]...sie können ja gar nicht glücklich sein, denn das könnten sie nur, wenn sie gelebt hätten (es sei denn, du postulierst eine unsterbliche, ewige seele, die irgendwo im nichts umherschwirrt...


Du machst das glücklichsein vom Leben abhängig.
Damit stellst du zunächst ein Axiom auf, spezifizierst es zwar nicht, dennoch.
Leben - nicht Leben.
Weisst du so genau, dass die verstorbenen Menschen ergo unglücklich sind?
Können wir das mit unseren Mitteln so genau sagen? [/B][/QUOTE]
oh herr schmeiss hirn vom himmel.
ich hab keine ahnung, was du mir sagen willst.
eigentlich habe ich nur etwas gesagt, was ich für selbstverständlich halte.

wo liegt, bitte, das problem?

ich weiss nicht, ob verstorbene menschen glücklich oder unglücklich sind...
Impermanence[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Wirklich nicht...?

Wie konnte das Universum dann überhaupt entstehen - falls es "davor" wirklich nichts gegeben haben sollte...? wie kam es dann überhaupt zum Urknall und dazu, dass aus diesem "Nichts" ein "Etwas" hervorging...? [/B][/QUOTE]
das kann ich nicht wissen, aber vielleicht hat ja jemand die möglichkeit, "nichts" herzustellen und kann dann sehen, was passiert.
irgendwo hab ich mal gehört, dass auf ganz tiefer ebene partikel oder teilchen oder was auch immer auftauchen und wieder verschwinden. aber ob das mit "nichts" zu tu hat?

der mensch selbst ist jedenfalls nicht aus nichts entstanden, sonders aus einem konglomerat aus vielerlei ursachen und bedingungen...aber ich komme wieder vom thema ab...
LamydiaHI

Also aus wir bestehen oder wie wir hier auf diesen Planete gekommen sind. Das Leben ist schon seltsam. Man wird geboren, wird älter das Ziel des Lebens: eine Familie aufzubauen und gut Geld verdienen damit man Familie ernähren kann und um dann wiederum zu altern die Kinder bekommen Kinder und der Kreislauf des Lebesn geht weiter bis man irgendwan selbst dahinrafft und was weis ich wohin kommt. irgendwie hm..komisch naja lächerlich nicht aber man lebt nur nurum das sozu tun ohne Geld ist ein Mensch fast nichts in der heutigen GEsellschaft. Hinzukommt das wir innerhalb dieses Lebens viele Schicksalscläge erleiden die eine nicht so schlimme andere wiederum viele grausamen und fallen von der Scheise in dei TRaufe wenn ich das mal so ausdrücken darf da fragt man sich üb das Leben gut oder fair ist. Ich qweis es nicht es bringt schönes mit sich aber auch serh viel Leid gut würde ich es nicht nennen und viel sinn hat das nicht. Manchmal fühle ich mich wie ein Spielfigur auf einen riesen Spielbrett und irgendwas lacht sch wo auch immer über mich kaputt.

GRuß Lamydia
Fleur-de-lysHallo Schwestern und Brüder

Vor ca. einem Jahr hatte ich ein sehr einschneidendes Erlebnis:
Ein Bekannter (er war wie ein zweiter Vater für mich) von mir ist nach langer Krankheit gestorben. Und ich war dabei.

Mich durchflutete dabei eine sehr Interessante Gefühlswelle aber davon möchte ich in diesem Thema nicht reden.

Ich habe den Tod darmals als Erlösung erlebt. Man hat richtig gesehen wie seine Seele den Körper verlassen hat und seine schmerzen nachließen.

Seit diesem Tag habe ich eine sehr eigentümliche Einstellung zum Tod. Ich habe keine Angst mehr vor ihm. Wir man daraus lesen kann hatte ich davor angst vor ihm. Ich habe ihn als notwendige übel gesehen als Krankheit. Als etwas unnötiges das mir dich Leute die ich Liebe wegnimmt. Ich spüre wenn jemand in meinem Engen Kreis stirbt. Das habe ich mit 10 gemerkt. Trotzdem konnte ich bis vor kurzem den Tod nicht verstehen oder akzeptieren.
Jetzt ist die Einstellung ganz anders:

Egal was nach dem Tod kommt es ist gut.

Ich habe keine Angst was nicht Heist das ich mich jetzt gleich in den Selbstmord stürze. Es ist so weit wenn es soweit ist.

Was haltet ihr von meiner Einstellung???

Welche Einstellung habt ihr???

lg

Fleur
Cathy-CAJLHallo Fleur-de-lys,
deine Einstellung ist praktisch gesehen genau wie meine.
Ich fürchte den Tod nicht ich verehre ihn, genauso wie das Leben.
Ich Persöhnlich sage bei Beerdigungen immer: "Mögest du das im Tode finden was du zu Lebzeiten vermist hast."
Muss alledings zugeben das ich nicht an Himmel und Hölle usw. glaube. Zudem habe ich mich nicht wie viele andere für Geld konformieren lassen, sondern bin und bleibe Religionslos bis in alle Ewigkeit.
Und zum rest des Threads:
Man kann Generell nur für sich selbst sagen ob man Leben oder Sterben will, ob der Tod besser ist als das Leben.
Den nicht jeder Mensch erlebt das gleiche im Leben manche kommen mit Behinderungen zur welt manche kriegen sie durch ein Unfall. Das zweite ist warschinlich das schlimmere den jemand der von anfang an etwas nicht kann, der vermist das andere auch nicht so stark.
Ich denke auch nicht das jemand Geisteskrank ist nur weil er nicht so sein will wie die Person geboren wurden ist.
Und mal im ernst wenn sich ein Mann Viagra nehmen muss um ein besseres sexleben zu haben oder eine Frau Brustimplantate haben zu müssen nur weil ihr bei der tollen biologischen verteilung zuwenig gegeben wurden ist.
Göhnt es ihnen doch, wir sind Medizintechnisch weit genug um aus Männern Frauen und aus Frauen Männern machen zu können, jedenfals vom äusseren.

Life your Dream!!!!!

den was danach kommt weiss keiner, und das ist auch gut so. :D
Fleur-de-lysHallo

Ich bin durchaus auch religiös. Ich habe mich auch Konvermieren lassen aus dem Glauben heraus. Ich habe auch nicht groß gefeiert sonder. Hab den Segen der Herren genossen.

Meine Auffassung kommt bestimmt auch teilweiße aus meinem Glauben. Aber an Himmel und Hölle glaube ich nicht. Das ist nur eine in die Welt gesetzte lüge um den Menschen Angst zu machen.

lg

Fleur
Jodekonfirmieren^^
Fleur-de-lysSorry ich habe sehr starke Legasthenie und tu mir deswegen sehr schwer fehlerfrei zuschreiben, trotz Rechtschreibkontrolle.
Jodedas war net bös gemeint - es war ja nur das eine wort und ich musste etwas schmunzeln, als ich es las *mich selbst an kreative verschreiber erinner*
Nachtschicht79da ich ja beruflich damit zu tun habe, habe ich leben und tot von verschiedenen blickwinkeln/situationen erlebt.

ich denke das leben nicht immer gut oder positiv ist. aber es ist mit sicherheit sehr sehr viel wert. deshalb kann ich nicht verstehen wie manche es einfach fallen lassen, ja ihr leben/ihre gesundheit geradezu wegwerfen.

der mensch lernt gutes leider oft erst zu schätzen, wenn er es vermisst.

mit dem tot ist es ähnlich. er ist für machen der schwer krank ist/leidet eine erlösung. für einen jungen gesunden menschen der plötzlich verstirbt ist er natürlich oft sinnlos/schlecht.

ich persönlich habe keine angst vor dem tot, sondern was mit dem wird was ich war, wofür ich mich eingesetzt und gearbeitet habe. wird man es vergessen? wird es jemanden geben der sich dessen annimmt und es weiterführt?
Hyperstigmaalso ich finde dieses thema ufert leicht in haarspalterei aus.

[QUOTE]Warum wird von der Gesellschaft/von den meisten Menschen das Leben an sich ausschließlich positiv und der Tod negativ gesehen?[/QUOTE]

weil der tod für die meisten lebenden nunmal etwas schlechtes ist. auch wenn ich denke, dass der tod nichts schlimmes ist, und ich auch keine angst davor habe, aber würde jemand aus meiner familie sterben, ich würde um diese person trauern, sie vermissen. ist nachvollziehbar denke ich, ja? aber in diesem fall erzeugt der tod auch egoismus (ICH vermisse, ICH trauere, warum wurde ICH verlassen...etc.)

[QUOTE]Man hört in den Nachrichten Sätze wie "Es gab bei dem Unglück 10 teils schwer verletzte, aber zum Glück keine Toten" Dabei kann man ja von außen nicht beurteilen, ob jemand der beispielsweise durch einen Unfall gelähmt ist es überhaupt als positiv sieht noch zu leben. [/QUOTE]

an diesem punkt fängt die haarspalterei an. ich hatte mal ein praktikum in der lebenshilfe gemacht (ein horror im nachhinein -.-") aaaaber, ich habe keinen gesehen, der unglücklich war. auch gelähmte menschen haben etwas wofür es sich zu leben lohnt, nämlich familie. wenn er keine hätte, und in nem heim leben würde, wäre er wohl auch nicht in ein unglück verwickelt, also scheidet dieser fall erstmal aus :D außer das heim stürzt ein...wird von nem flugzeug....äh, ich schweife ab...

[QUOTE]So gilt der Tod grundsätzlich als tragisch und die meisten Menschen finden den Gedanken furchtbar, dass irgendwann in ferner Zukunft auf der Erde kein (menschliches) Leben mehr möglich sein wird. [/QUOTE]

also ich kenne keinen, der sowas denkt ^^ außerdem, solange die sonne da ist, was sicher noch en paar mille jährchen der fall sein wird...und mit unserer technologie. bis dato ham wir neue planeten erobert....aber ich schweife ab...(hachja, ich liebe physik :D)

[QUOTE]Geht man jedoch davon aus, dass das Leben an sich keinen tieferen Sinn hat, macht eine solche Bewertung des Lebens an sich aber keinen Sinn.[/QUOTE]

Sehr subjektiv. ich sehe das leben als komplett sinnlos an. dennoch bin ich nich depressiv oder unglücklich. im gegenteil, würd ich heut vor ein ultimatum gestellt: weiterleben oder sterben, würd ich natürlich leben wählen. immerhin habe ich hier meine freunde und so, ne. in meinem nächsten leben muss ich mir eh neue freunde suchen -.-" ist also noch genug zeit.

[QUOTE]Und: Wie denkt ihr selbst darüber? Ist für euch das Leben an sich "gut", oder ist es eben je nach der jeweiligen Person und deren Schicksal gut oder eben nicht?[/QUOTE]

also ich denke das leben ist wie ein computerspiel, bei dem man nicht abspeichern kann, dafür aber unendlich viele leben hat XD wie bei den NES klassikern ^^
desweiteren finde ich, der, die oder das, was das leben erschaffen, oder ermöglicht hat (da leg ich mich nicht fest), muss nen extrem geilen sinn für humor haben XD

vllt en bissel lang geworden...aber hatt einfach mal bock zu schreiben...dann noch mit guter musik im ohr ^^"

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