| fragment | Vor ein paar Wochen bekam ich einen Anruf. Er war von einem alten Freund...einer meiner Besten, damals. Wir haben uns etwas aus den Augen verloren...ich bin umgezogen und der Kontakt wurde seltener, brach letztlich ab. Er hat in den letzten 3 Jahren Dinge getan, für die andere bestraft werden...hat leichtes Geld verdient und ein komfortables Leben gehabt. Dann der Anruf...er ist raus aus der Sache. Er will das nicht mehr, will die alten Freunde wieder sehen und eine Ausbildung machen. Er sagt, dass ich es richtig mache...studiere und mal ein gutes Leben haben werde...mit einem ordentlichen Beruf und all diesen Dingen. Die Wahrheit ist, dass er etwas geschafft hat, dass ich in 23 Jahren nicht ein einziges Mal auf die Reihe bekommen habe...er hat einen Schnitt gemacht und ist nicht den leichten Weg weitergegangen. Er legt sich ins Zeug und streicht die ersten Erfolge ein, ein Praktikum mit der anschließenden Chance auf einen Ausbildungsplatz. Ich komme mir so lächerlich vor...mein Abitur ohne großen Aufwand gemacht - mit durchschnittlichem Ergebnis - , den Studienplatz bekommen und auch hier mit dem Bruchteil des Aufwands, den andere betreiben noch im Rennen, jedoch mit vergleichsweise schlechten Ergebnissen. Immer nur das Nötigste getan...immer den bequemen Weg gegangen und unfähig, die großen Töne, die ich so gern spucke umzusetzen. Ich bin ein Lahmarsch. Von dem Bild, dass ich gern von mir male ist nicht mehr viel übrig. Ich bin kein Blender, aber ich vergeude meine Zeit immernoch mit Unsinn. Wie ein 15-jähriger. Die Wahrheit ist: Ich mag den fragment, wie er jetzt ist nicht besonders. Denn der Weg, den ich gehe führt ins Versagen. Scheitern liegt in der Luft. Es ist an der Zeit einen Schnitt zu machen...den Hintern hochzubekommen...um der zu werden, der ich sein will. Hattet ihr Situationen in eurem Leben, in denen ihr euch radikal verändert habt? Wie habt ihr sie gemeistert und wie seht ihr die Zeit vor und während dieses Bruchs rückblickend? Wahrscheinlich erscheint einigen von euch das alles belanglos...mir nicht. Würde mich über ein paar Erzählungen, vielleicht auch Anregungen freuen. |
| Bloodyangel-eve | Diese Situation, jedenfalls in der Art, kenn ich auch. Bei mir ging es auch immer so, ich hab nur das nötigste getan um in der Schule und im Privatleben weiterzukommen, aber niemals mehr... Dann zog mein Bruder aus, er hatte einen Platz in der Bundeswehr bekommen... Nach einiger Zeit beging er Fahnenflucht und hat sich auch bei uns nicht mehr gemeldet und das drei Monate lang... Damit hat er sich seine beruflichen Chancen bei der BW verbaut, obwohl dies seine letzte Chance war, denn er hatte vorher schon drei Lehren geschmissen, weil er einfach keine Lust mehr hatte. An seinem Beispiel habe ich gemerkt, wie es mit mir enden könnte, wenn ich so weitermache wie bisher... Da ich nicht so enden wollte, habe ich mich ziemlich ins Zeug gelegt... Meinen Realschulabschluss hab ich dann schließlich mit 2,3 bestanden und mache jetzt mein Fachabitur... Ich denke mit dem richtigen Anstoß schafft man es aus solchen "Löchern" herauszukommen und noch einmal neu anzufangen. Ich wünsche dir, dass du das auch schaffst!!! Lg Eve |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] Ich komme mir so lächerlich vor ... Immer nur das Nötigste getan...immer den bequemen Weg gegangen und unfähig, die großen Töne, die ich so gern spucke umzusetzen. [/QUOTE]Meine Entwicklung verlief - oberflächlich betrachtet - ähnlich. Genauer betrachtet, verläuft sie genau umgekehrt: Ich habe mich immer bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden, war "pflegeleicht", funktionierte wie eine Maschine: Schule - Abitur - Studium - Doktorarbeit ... Problematisch wurde die Sache, als die wechselseitigen Anforderungen begannen, sich zu widersprechen und damit meine physischen und psychischen Kräfte überfordert wurden. Nun gut, man hat etwas kürzer getreten, mit dem Doktor wurde es dann doch nichts (so gesehen [b]bin[/b] ich ein Versager :rolleyes: ), dennoch hatte ich für die damaligen Verhältnisse (DDR) auf ehrliche Weise einigen Wohlstand erreicht. Allerdings waren damit auch so ziemlich die Grenzen des Erreichbaren erreicht. Fortan waren meine Anstrengungen stärker darauf gerichtet, diese Grenzen zu überwinden - was ironischerweise durch das Öffnen von Mauern und Grenzen verhindert wurde. Nach dieser "Wende" waren gewisse Anstrengungen nötig, um unter den neuen Gegebenheiten nicht zu "scheitern" und zu "versagen". Am "Scheitern" und "Versagen" (und einem erlösenden "Ausweg" von der Autobahnbrücke hinab) haarscharf vorbeigeglitten, hatte ich dann doch noch einen Glücksgriff und lernte die andere Seite der Medaille kennen. Der erreichte materielle "Wohlstand" war ungleich höher als damals in der DDR - die Entfremdung allerdings auch, und so gab es niemanden, dem ich mit meinem Geld eine Freude hätte machen konnen. Geldgierige gab es freilich genug, allerdings fühlte ich mich in deren Gesellschaft nicht wohl, und so schrumpfte auch der materielle Wohlstand schnell wieder zusammen. Und so bemühte ich mich immer und immer wieder, "den Hintern hochzubekommen", um in dem immer und immer gleichen Spiel, dessen Regeln ich nicht gemacht habe, nicht zu scheitern und zu versagen ... Ein Erlebnis, das sehr zu meinem späteren "Schnitt" beigetragen hat, war der Jahreswechsel von 1999 auf 2000. Mein Kumpel und ich hatten Karten für ein Silvesterkonzert mit "The Inchtabokatables", "Lacrimosa" und "Atrocity". Davon kannten wir damals nur die erste Band, und so waren wir ziemlich überrascht, uns in dem Saal als die einzigen 2 Leute wiederzufinden, die nicht von Kopf bis Fuß in schwarze Klamotten gehüllt waren (abgesehen von einem hübschen blonden Mädchen in einem rosa Engelskostüm). Noch erstaunlicher war, dass wir beiden Fremdlinge von niemandem dumm angemacht wurden, sondern im Gegenteil mit einigen netten Mädels ins Gespräch kamen. Das war eigentlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich in einer größeren Menschenmenge wohl und geborgen fühlte, diese strahlte irgendwie Ruhe und Gelassenheit aus. In der folgenden Zeit befasste ich mich viel mit den Liedern und Texten von Lacrimosa, und eines dieser Lieder öffnete mir schlagartig die Augen: [COLOR=limegreen]Till I'd found out that I only loved your half in me So much time I'd spent - not knowing myself Too much love I'd given for everyone but nothing for me My light was burning till the end[/COLOR] [URL=http://www.stolzesherz.de/content_lofi.php?sec=disco&sub=lyrics&album=Elodia](Lacrimosa - "The Turning Point")[/URL] Genauso war es all die Jahre gewesen. Ich tat das, was die Anderen für gut hielten. Ich ließ in mir nur das zu, was die Anderen gut fanden. Ich versuchte, Anderen Gutes zu tun, und brannte selbst aus dabei ... Zufällig fand ich zur gleichen Zeit in einem Trödelmarkt [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3442215609]ein Buch[/URL] (siehe auch meine Signatur), das Wege zeigt, wie man an diesem Dilemma etwas ändern kann. Und dazu kam noch der Zufall, zur gleichen Zeit auf das Nachtwelten-Forum zu stoßen (woher mein Nick kommt, dürfte nun klar sein). [QUOTE]Ich bin ein Lahmarsch. Von dem Bild, dass ich gern von mir male ist nicht mehr viel übrig. Ich bin kein Blender, aber ich vergeude meine Zeit immernoch mit Unsinn. Wie ein 15-jähriger. [/QUOTE]Von dem Bild, das ich einst von mir malte, ist auch nicht mehr viel übrig. Ich nehme mir ganz bewusst die Zeit, Unsinn zu tun, jenen Unsinn, der [b]MIR[/b] gut tut, und ich verschwende weniger Zeit damit, den Unsinn zu tun, den Andere von mir erwarten und als "das Vernünftige" bezeichnen. Wie ein kleines Kind spreche ich mit Tieren und Pflanzen und entdecke Märchenfeen wo Andere nur hässliche Nebelschwaden sehen ... Ich trag's mit Fassung, ein Lahmarsch zu sein, und bin mir sicher, dem Sensenmann auch dann noch früh genug zu begegnen, wenn ich nicht ständig eile und renne. [QUOTE]Denn der Weg, den ich gehe führt ins Versagen. Scheitern liegt in der Luft. [/QUOTE]Ebenso liegt die Frage in der Luft, [b]nach wessen Regeln[/b] man scheitert und versagt. Ich muss nicht Sieger und Gewinner sein. Ich bin zufrieden, wenn ich Mensch bleibe(n darf) und nicht zum Unmenschen werde. [QUOTE]Es ist an der Zeit einen Schnitt zu machen...den Hintern hochzubekommen...um der zu werden, der ich sein will. [/QUOTE]Ich habe mich auf den Weg gemacht, zu entdecken, wer und wie [b]ICH[/b] eigentlich bin, und je mehr ich mich entdecke, um so primitiver und klobiger erscheint das Bild von mir, dem ich einst entgegenstrebte. Und je mehr ich mich entdecke, um so mehr entdecke und liebe ich andere Menschen, ohne an ihnen herum-ändern zu wollen ... |
| Biohazard | Zuerstmal unsinig ist das ganz und gar nicht. Ich habe auch so einen Schnitt in meinem Leben durchgemacht. Ich möchte es nicht groß beitretten, irgendwie verarbeite ich das immernoch, aber ich kann dir erzählen das es echt hart war. Ich war am Boden und konnte nichtmehr. Stillstand. Nun heute ist das anders, dank lieber Menschen die mir damals geholfen haben. ok, geholfen *g* schon manchmal mehr als das. Werd dir mal darüber klar was du wirklich willst. Was willst du später mal von dir behaupten wollen. Was willst du später mal deinen Kindern erzählen, sofern du welche haben willst. So fragen sind schwer zu beantworten, aber als ich die Antworten fand, half es mir unglaublich. Es ist vielleicht auch dieses Langfristige Ziel für das es sich zu kämpfen lohnt, das mir geholfen hat. Bischen wirr vielleicht, ist ja auch spät. Aber vielleicht hilft es dir ja ein wenig. Beschreib dochmal, was dir durch den Kopf geht, wenn du denkst das du wieder glaubst Versagt hast oder Angst davor hast |
| TheCrow_81 | Hi... also ich finde Deinen Beitrag auch nicht "belanglos", ich denke dieser Punkt kommt bei jedem Mal, das ist ein naürlicher Prozess beim Älterwerden. Nur bei manchen verändert sich eben mehr, bei manchen weniger. Ich habe mich, was Leistung angeht, sehr geändert. Während meiner Schulzeit habe ich auch nur das Nötigste getan, mein Abi mit 3 gemacht und letztendlich mehr gefeiert als gelernt. An der Uni war das anders, keine Anhung warum - habe wohl gemerkt, dass ich das ja letztendlich für mich mache. Also habe ich immer extrem viel getan und habe mein Studium ziemlich gut abgeschlossen, mittlerweile macht es mir nichts mehr aus, viel zu arbeiten. Der Punkt, an dem ich mich verändert hab - tja. Also früher, so mit 16 war ich eigntlich nur besoffen. Das war so mein Einstieg in die Szene, ich war depressiv, fühlte mich ungeliebt, aussgestossen, war zu dem Zeitpunkt der Klassenarsch ( ok, war ich eigentlich schon immer ) und mein Selbstbewusstsein war gleich 0. Eines Abends lag ich auf dem Bett und habe Musik gehört, Böhse Onkelz. Eine Textzeile lautete " Beginne dich zu lieben und du findest was du suchst". Hört sich blöd an ich weiss, aber irgendwie merkte ich auf einmal, dass ich nur in Selbstmitleid verharrte, nichts an meiner damaligen Situation geändert hab und mich immer nur beschwert habe. Ich stand mir selbst im Weg. Ich habe im Laufe der Zeit eine ziemliche "Leck mich" Attitüde manchen Menschen gegenüber entwickelt, wer mich nicht mag, muss es ja nicht. Warum soll ich so sein, wie andere mich haben wollen. An der Uni war ich bereits extrem offen und kontaktfreudig, ich hab extrem viele Leute kennen gelernt, mein Freundeskreis ist gewachsen und auf einmal kam ich bei Frauen an wie nix, das war vorher nie so. Ich denke, eine gewissen Portion Egoismus ist nötig um sich zu verändern, auch mal an sich selber denken und was für sich selbst tun. [QUOTE]Und je mehr ich mich entdecke, um so mehr entdecke und liebe ich andere Menschen, ohne an ihnen herum-ändern zu wollen ...[/QUOTE] Genau das ist der Punkt. Ich bin froh, dass ich damals aufgestanden bin, das Bier weggeschüttet hab und mir endlich mal in den Arsch getreten habe. Es hat 2 Jahre gedauert, aber in denen habe ich so viel über mich gelernt und verändert, dass ich heute recht zufrieden mit mir bin. Gruss... |
| Katzenschatten | Radikale Veränderungen... die kommen meist mit der Einsicht, dass das Leben nicht so ist wie man es gern hätte. Anfangs ist es wie ein kleiner Tod, da der der man war nun nicht mehr ist. Man fühlt sich allein und sucht etwas, will etwas, was man weder weiß noch erkennt. Als mich meine Welt, meine langjährige Lebensgefährtin, verließ, saß ich nur da, Tage vergingen, Wochen... ich habe nichts gegessen, den Fernseher verschenkt und sehr seltsame Musik gehört. Metal war bis dato mein Leben gewesen und jetzt gab mir "meine" Musik nichts mehr, "meine" Tarnhosen widerten mich an, der Patronengurt, die Nieten, die Poster, alles war nichts mehr wert. Und so saß ich da, umgeben von Relikten eines Toten, Insignien einer gestorbenen Zeit. Irgendwann reichte es mir. Mit einem Ruck stand ich auf und entledigte mich meiner "Umgebung". So schaffte ich mir Freiraum, Freiraum für mich. Ich brauchte neues, etwas was zu mir passte, etwas das keiner ausser mir verstehen musste/sollte. Ich fand es. Am Anfang waren es kleine Dinge aus denen sich langsam etwas formte, was ich in dieser Zeit noch nicht absehen konnte. Es war irgendwie schon bewusst geplant, aber ich wollte keinem festen Weg folgen, mir kein Dogma aufzwingen, sondern einfach nur mal frei sein, nur für mich verantwortlich sein, einfach nur tun was für mich richtig war. Das änderte sich von Zeit zu Zeit und so ist es immer noch. Ich will mich nie wieder festfahren, ich kann mir nicht mehr sagen: Ich darf das nicht, weil ich bin..... Ich mache was ICH will und kann dieses vertreten, genauso wie ich nur Kompromisse eingehe, die für mich in Ordnung sind. Aber das alles war vor langer Zeit... Heute mache ich einfach mal irgendwas verrücktes, weil ich dann hinterher sagen kann: Ich habe es gemacht. Möglichkeiten etwas zu tun finden sich immer, an jedem Ort. Man muss einfach nur aufstehen und dafür reicht der Gedanke: Ich mach das jetzt (irgendetwas anderes)! Und dann steht man auf, macht etwas und siehe da: Man hat etwas neues gemacht. Das mag am Anfang nichts spektakuläres sein, aber man ist schon mal aufgestanden, das nächste Mal fällt es einem schon leichter und so mehr man macht umso interessanter wird das leben, weil man endlich aus seinen Normen, aus dem Gefängnis des tristen Seins ausgebrochen ist. |
| Katzenschatten | Ausserdem ist es irgendwie doof rumzusitzen und sich zu ärgern dass man nicht aufsteht. |
| CrumblingMirth | Ich bin wohl noch etwas jünger als die meisten von euch (mache nächstes Jahr Abi), aber in letzter Zeit habe ich mir doch viele Gedanken zu diesem Thema gemacht... Vor kurzem habe ich ein gutes Buch darüber gelesen. Es ist zwar etwas sehr esoterisch angehaucht, aber was darin über die Sinnsuche im Leben steht, hat mir sehr gefallen und mir auch etwas Angst davor genommen, was nach der Zeit kommt, wenn ich die Schule abgeschlossen habe. Die Autorin spricht von Synchronizitäten (also davon, dass Dinge zu dieser Zeit geschehen, zu der wir sie brauchen und damit sie zu unserer persönlichen Entwicklung beitragen) Was mir persönlich daran gut gefällt, ist eben der Gedanke vom Vertrauen darauf, dass einem immer das zufällt, was man gerade braucht. Man kann so also, oder vielleicht fällt es einem leichter, persönliche Rückschläge, Niederlagen, Krankheiten, ... als Reifeprozess anzusehen. Was ich interessant finde ist, dass TheTurningPoint von vielen Zufällen spricht... Genau das kommt in diesem Buch vor, und dass man aufmerksamer auf diese "Zufälle" schauen soll und einem so immer mehr Sachen auffallen die scheinbar zufällig geschehen... Was noch darin vorkommt ist dass wir Menschen zu sehr darauf schauen was der Sinn unseres Lebens ist. Sie schreibt, dass es wichtiger ist, sich klar zu werden, was man im Moment gut kann und was man im Moment machen will. Dann sollte man darauf schauen dass man diese Sache im Moment gut macht, und nur wer Risiken eingeht, weiß ob es am Ende richtig war. Und wenn man einen neuen Sinn im Leben sieht, weil man sich persönlich verändert hat oder wieso auch immer, dann macht man in Zukunft eben etwas anderes. Der endgültige Sinn unseres Lebens ist nach diesem Buch nicht so wichtig, solange wir Freude daran haben, was wir im Moment machen. Naja hoffe habe euch ein paar gute Gedanken aus diesem Buch rüberbringen können, würde mich freuen... |
| Katzenschatten | Ja, Zufälle passieren immer wieder, man muss sich nur trauen, diese Möglichkeiten zu nutzen. |
| Schwarze Traene | Ich habe in letzter Zeit auch einen Schlussstrich gezogen, was sehr positiv war! Ich trauerte so sehr um meinen Vater, dass ich nicht mitbekam, dass meine Noten schlechter wurden und ich viel mich verkroch. Jetzt verändere ich mein Leben grad von Grundauf. Ich bin oft bei meinem Pferd, auch wenn ich nur mit den Leuten da rede. Versuche, wenn die Schule wieder anfängt einen Nebenjob zu finden und gucke mich grad nach einem 2. Stall um, wo ich Springreiten kann. Außerdem lerne ich für die Schule jetzt, damit ich meinen Traumberug ausüben kann später. ch genieße im Moment mein Leben und hoffe dadurch noch mehr neue Leute kennen zu lernen mit denen ich mal weg gehen kann oder sonstiges... |
| fragment | Dankeschön für eure Antworten und Erzählungen. Sie helfen mir etwas klarer zu sehen. So einfach sich die Situation nach außen hin vielleicht darstellt ist sie in mir drin ganz und gar nicht. Ich war immer stolz darauf "meinen" Weg zu gehen, wenigstens ein Stück weit...hab mir immer gesagt, dass ich keiner von dem Zombies da draußen bin. Ich war immer so zuversichtlich, dass alles sich finden wird...hab die Gelegenheiten ergriffen, die sich gerade boten und dachte lange Zeit auf diese Weise ganz gut zu fahren. Jetzt verursacht mir alles, was ich lange Zeit als richtig angesehen habe Schmerzen. Ich glaube soviel falsch gemacht zu haben, obwohl ich sehr genau weiß, dass das von außen betrachtet erstmal nicht so aussieht. Katzenschatten...deine Worte hätte ich vor gar nicht so langer Zeit unterschrieben...bedingungslos. Aber momentan habe ich das dringende Gefühl, dass [i]mein Weg[/i] falsch ist. Ich frage mich, ob ich einfach eine banale, faule Sau bin...die der bei der Vorstellung mal richtig ranzuklotzen die große Depression kriegt. Ich danke dir, TurningPoint, für deine Worte. Ich kann deine Schilderungen ein wenig nachempfinden...und ich gönne dir [b]Deinen[/b] [i]TurningPoint[/i]. Ich wünsche mir, dass ich irgendwann mal das Gleiche von mir sagen kann. Das ich es geschafft habe...etwas erreicht habe um im nächsten Schritt nach meinen Bedürfnissen zu schauen. Ich sehe abends manchmal Reportagen in denen einst wohlhabende Menschen ganz unten angekommen sind. Sehe ihre resignierten Gesichter und kann danach nicht schlafen. Wie treffend [i]- ein Spiel dessen Regeln ich nicht gemacht habe - [/i] Ich werde es spielen müssen. Alles andere macht Kummer. Vielleicht ist es richtig so. Vielleicht muß man beides erlebt haben, um zu wissen wer man ist. Um diesen Beitrag mit etwas positivem zu beenden...ich habe einige Ideen, wie es weitergehen soll. Vielleicht wird das Spiel doch noch mein Spiel. Es wird Zeit Ballast über Board zu werfen! |
| VivaMoz! | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B] Immer nur das Nötigste getan...immer den bequemen Weg gegangen und unfähig, die großen Töne, die ich so gern spucke umzusetzen. Ich bin ein Lahmarsch. Von dem Bild, dass ich gern von mir male ist nicht mehr viel übrig. Ich bin kein Blender, aber ich vergeude meine Zeit immernoch mit Unsinn. Wie ein 15-jähriger. [/B][/QUOTE] Dito, mir geht es ähnlich. Ich hatte Großes vor, erreicht habe ich Mittelmäßiges... was sicher nicht schlecht ist, es gibt viele Menschen, die gern das erreicht hätten, was ich erreicht habe. Aber wie heisst´s in einem Song von De/Vision so schön: "I´m called to higher things (...) I´m flying on the wings of mediocrity, I´m my own worst enemy". Und warum habe ich nicht mehr aus meinem Leben gemacht? Weil ich stinkend faul bin. Ich habe mich für eine Ausbildung entschieden, für dich ich kaum was tun musste... die Inhalte liegen mir einfach im Blut, lernen musste ich nicht mehr wirklich viel. Gern hätte ich den ausbildungsnahen Studiengang belegt, dann wäre ich nun kein Heilerzieher, sondern diplomierter Heilpädagoge. Aber nein, das ist ja mit zu viel Aufwand verbunden. Ich fauler, träger Sack, ich! Und was habe ich nun? Eine Arbeit, die zwar Spaß macht, mich aber kaum fordert, viel Zeit zum Lesen und philosophieren, betrunkene Abende, Frust... Das Schlimmste ist, daß ich mich selbst gut genug kenne um zu wissen, daß ich mich auch in Zukunft zu nichts "Größerem" aufraffen kann. Aber nunja, man lebt so vor sich hin, hat Geld, Freunde, Hobbies, genügend Interessen... was will ich eigentlich mehr? |
| Katzenschatten | Das Gefühl leben zu können, frei zu sein; das fehlt meistens und scheint auch irgendwie nicht mehr so wichtig sein, weil man hat ja das im vorherigen Beitrag genannte... Ausserdem ist es meist schwer einen "vernünftigen" Schnitt zu machen, wenn noch jemand anderes mit dran hängt. |
| wookie | [QUOTE][i]Original geschrieben von Katzenschatten [/i] [B]Das Gefühl leben zu können, frei zu sein; das fehlt meistens und scheint auch irgendwie nicht mehr so wichtig sein, weil man hat ja das im vorherigen Beitrag genannte... Ausserdem ist es meist schwer einen "vernünftigen" Schnitt zu machen, wenn noch jemand anderes mit dran hängt. [/B][/QUOTE] Ja, dem ist wirklich so, einen vernünftigen Schritt zu gehen, wenn jamand anderes mit dran hängt.... |
| wookie | Okay, auch wenn fragment sich schon für die tollen Beiträge bedankt hat, möchte ich auch kurz etwas über meine kurzen Schritte erzählen… Also ich war früher sehr faul, hatte keine Freunde und wurde von meinen Klassenkameraden in der Hauptschule (-1985) regelrecht fertig gemacht. Das hatte zur folge das ich öfters die Schule schwänzte, in eine Parkanlage ging und dort irgendwas gezeichnet habe… Zuhause konnte ich mit niemanden darüber sprechen, obwohl meine Eltern mit Sicherheit sehr gute Eltern waren und es auch noch heute sind. Ich war wohl auch zu sehr in mich versunken und in der Welt von John Sinclair… Den ersten Schritt machte ich während meiner Ausbildung zum Bäcker, dort lernte ich nette Leute kennen, die allerdings anders waren als alle anderen, es waren Metallfans. Nun gut, es kam das ich mich ihnen Anschluss, meine Eltern und meine beiden Schwestern waren sehr entsetzt gewesen. Es wurde damals sogar darüber diskutiert ob ich solche Platten geschenkt bekommen dürfte. Also der erste große Schritt -> Hin zur Metallszene. Ich fing an mit einer Kutte rumzulaufen, Nietengürtel, Armbänder und all das. Mit der Zeit ging ich dann in das Grünspan (Heavy Disco) und hier wäre eigentlich der zweite große Schritt passiert: Ein nettes Mädchen ansprechen. Aber, ich war einfach zu feige um sie damals anzusprechen. Ich fuhr mit ihr immer Harburg Rathaus, obwohl ich dort gar nicht wohnte. Naja, ich konnte das irgendwann nicht mehr aushalten und zog mich komplett zurück. Keine Freund, keine Partys, keine Veranstaltungen. Ein großer Schritt war dann das kennen lernen meiner Frau, und die anschließende Hochzeit. Sie ist mit Sicherheit eine der liebsten Frauen der Welt. Der ich nie im Leben wehtun möchte… Ein sehr große Schritt war dann meine zweite Ausbildung, mit über 30 Jahren…. Tja, und dann hatte auch ich endlich einen Realschulabschluss….. Und jetzt? Bin ich wohl oder übel wieder an einem Zeitpunkt gekommen wo es an der Zeit ist wieder einen großen Schritt zu machen. |
| Exitus | Einen Schnitt zu machen, wirklich abzuschliessen und neu anzufangen gehört wohl zu den schwierigsten Dingen, die man im Leben als Aufgabe haben kann. Ich kann mich an einen Schnitt erinnern, und so viele mehr hätten es sein müssen, jederzeit, in der Vergangenheit und in der Gegenwart! Ich war jung, und noch mehr als das war ich dumm, und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, war ich auch noch verliebt, eine gefährliche Mischung, aus der, da die Liebe einseitig war, schwere Depressionen hervorgingen, die mich nach und nach zersetzt haben, bis fast nichts mehr von mir übrig war, als meine Hülle. Die Geschichte ist zu lang und vor allem zu kompliziert, um sie kurz widerzugeben, es hat mich auf jeden Fall mehr als 3 Jahre gekostet, bis ich den Schnitt geschafft und meine Gefühle überwunden habe! Ich habe einiges von meiner Selbst wieder bekommen, vieles fehlt noch immer, und einiges werde ich nie wieder bekommen, aber ich wäre jetzt nicht, wo ich bin, wenn ich diesen Schnitt nicht geschafft hätte, denn die Depressionen und der Schmerz hätten mich wie Ballast am Boden gehalten! Es bedrückt mich noch immer, darüber zu reden, aber es wird besser, mit den Jahren... Aber es sind so viele Schnitte, die nötig wären, doch die tradierten Gewohnheiten, die Sturheit und Bequemlichkeit ist ebenso fatal wie die Dummheit und blinde Liebe. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! |
| -eclipse16- | bei mir wars so ähnlich...obwohl ich erst 17 bin XD XD XD ich war der meinung in meinem abschlussjahr nur noch party zu machen, nur noch mit den "coolen" leuten abzuhängen...usw... nya...hab da ab und zu ne tüte gerraucht...war zwar nie so heftig wie bei anderen leuten mit denen ich zutun hab, aber scheiße wars trotzdem... ich hatte zu der zeit ziemlich stress (ich drücks jetzt mal so aus) und hab auch ziemlich viel scheiße mitgemacht (ritzen...etc) kurz vor den prüfungen hab ich dann mal geblickt, was ich eigentlich für eine scheiße mach... ich hab mich dazu entschlossen, freiwillig zu wiederholen und bin auch ganz glücklich darüber... jetzt kommt halt alles nochmal von vorne...neue schule, neue lehrer, neue leute... diesmal mach ichs anders, ich werd zwar nie jemand sein, der sich die ganze zeit hinstetzt und lernt, aber auf jeden fall mehr als sonst... außerdem hab ich mich um nen therapieplatz gekümmert und bin jetzt seid gut 2,5 monaten ohne ritzen oder sonst was in der art ausgekommen... ich hab einfach für mich selbst beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann und hab mich eigenständig um alles gekümmert... und jetzt ist alles zwar ein bisschen stressig, aber ich bin verdammt froh es so gemacht zu haben... ich musste erst selber einsehen, dass ich mir mein späteres leben versaue und das hab ich jetzt eingesehen...also werde ichs auch ändern... |
| Aza | mit geringstem Widerstand zum ziel.. ist doch nix schlimmes... geniess dein leichtes Leben.. Das Diplom wird noch hart genug |
| black pearl | es war ein mal ein mädchen,zarte 21 jahre jung,die eigentlich ein ganz zufriedenes leben führte,zwar hier und da aneckte,aber im großen und ganzen ganz glücklich war...bis zu diesem einem tag,an dem ihr nichts ahnend offenbart wurde,dass sich in ihr eine eventuelle lebensverändere krankheit befände...von den untersuchungen,kontrollen und krankenhausbesuchen flüchtend sich ein ein ticket nach griechenland besorgte...sie löste einen großen teil der versicherungen auf um an etwas geld zu kommen und plante ihre flucht vor der zukunft...sie verabschiedete sich innerlich von allen lieben leuten ohne ihnen auch nur ein wort von ihren plänen zu offenbaren...nicht ohne tränen setzte sie sich in den flieger mit den gedanken nie wieder zurrück zu kommen...angekommen auf kos,noch im hotel verweilend,sich aber schon bereits nach einer anderen unterkunft umschauend,war sie noch unsicher was die zukunft ihr bringen wird,hauptsache weit weg von der stirilen krankenhaus welt! sie verbrachte einige tage in einer einsamen gegend um ihre gedanken zu sortieren,sie wollte niemanden weh tun...aber ihr war klar,dass wenigsten ein paar leute sie vermissen würden...so verbrachte sie einige tage nachdenklich die glücklichen sorglosen touristen zu beobachten,die mit ihren familien in einer scheinbar zufriedenen welt lebten...sie gingen lächelnd an ihr vorbei,ohne das irgentwer ihre einsamkeit war nahm...eines nachts ...ja nachts,weil sie wenigstens da keine glücklichen sorglosen leute sehen musste wanderte sie zur therme,stieg ins wasser,dass durch die quellen angenehm warm war und lehnte sich an die stein abtrennung zum meer und schaute in den himmel...nicht wissend wie ihr geschah,waren ihre haare auf einmal in einem sog gefangen,sie versuchte verzweifelt sie loszubekommen,ihr kopf war unter wasser und bekam nur luft,wenn grad keine wellen kamen,ihr kopf schmerzte unter den erfolglosen befreiungs versuchen,bei denen sie sich am liebsten die haare ausgerissen hätte,sie hatte das gefühl ihre lungen würden platzen,wenn sie nicht bald luft bekäme...das letzte was sie sah,waren scheinwerfer,das letzte was sie wusste war dass sie versuchte um hilfe zu schreien... dann wurde es schwarz... sie wurde wach in einer kleinen wohnung...es war dunkel,sie hatte nur noch ihre unterwäsche an,sie nahm war das dort mehrere betten standen,holzbetten,ihr kopf schmerzte und sie versuchte sich zu erinnern...es raschelte,sie war nicht allein...von panik ergriffen flüchtete sie zur tür,die abgeschlossen war...gottseidank,der schlüssel steckte und so floh sie hinaus...ohne orientierung drauflos rennend,mit dreckigen klamotten(die sie auf einem stuhl wieder fand)und zerzausten haaren,die zwar noch dran waren,aber durch die befreihungsversuche sich schmerzhaft am kopf bemerkbar machten...sie weiß nicht wie,aber sie fand zurrück zu ihrer unterkunft,sie konnte keinen klaren gedanken fassen... tage später stand dann der mann vor ihr ,der ihr quasi das leben rettete,gefunden hatte er sie dank des schlüssels...die geschichte würde wahrscheinlich unendlich werden,wenn ich sie jetzt komplett erzählen würde...zum schluss möcht ich nur noch sagen,dass das mädchen neuen lebensmut und eine andere ansicht des lebens bekam,sie wusste wie es sich anfühlte todesängste zu durchstehen,ihre pläne ihr lebensende in griechenland zu fristen warf sie über den haufen und kehrte nach deutschland zurrück...die ganze geschichte traute sie sich nicht ihrer familie zuerzählen,die davon ausging,es handele sich nur um einen spontan urlaub...es gab etwas chaos zu beseitigen,schließlich waren die versicherungen aufgelöst und mussten neu abgeschlossen werden,einige arztbesuche standen ihr bevor,die sie auf sich nahm und dann die nachricht bekam,das der befund negativ war! nennt es schicksal oder einfach nur glück im unglück... es war zumindest für sie ein abschnitt in ihrem leben,der sie zum nachdenken brachte.... zu guter letzt muss ich noch anmerken,dass ihr lebensretter nach deutschland kam und bei ihr einzog,aber das ist eine andere geschichte.... ...es gibt viele arten von schnitten in einem leben,diese geschichte hat mich berührt,deswegen wollte ich sie an dieser stelle mal loswerden... |
| Seena | Gott, wie oft geht es mir so....ständig. Wenn ich meine Freunde ansehe.....besonders die aus der Schulzeit. Alle schon maturiert - sogar Leute, von denen ICH früher immer dachte, die werdens mal schwer haben, im Gegensatz zu mir.....pöh......heute ist es genau umgekehrt. Hab letztens einer sehr lieben Freundin geholfen, ihre Kurse rauszusuchen und sich anzumelden - sie fängt an der Uni an. Und ich maturier erst in zwei jahren und hab jetzt schon die Nase voll. Ich weiß nicht.....bei mir wäre es längst an der Zeit einen Schnitt zu machen....aber ich kanns nicht....noch nicht.... |
| DrowElfe | Den Schritt zu machen, sein Leben völlig zu ändern und sich um 180° zu drehen, ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, vor die wir gestellt werden. Nicht jeder hat die Kraft dazu, dass alles von Anfang bis zum Ende durchzuziehen, aber wenn man fest an sich glaubt, ist fast alles möglich. Ich selbst habe mein Leben schon 2x völlig umkrempeln müssen und oft war ich am Verzweifeln, weil ich nicht wusste, wie es weiter gehen sollte und weil mir alles manchmal so sinnlos erschien, aber ich habe nicht aufgegeben, sondern meine Gedanken ganz daraufkonzentriert, dass es sein muss, damit ich mit meinem Leben wieder klar komme. Und nun stehe ich hier und kann von mir behaupten, dass ich es geschafft habe und ich nun zufriedener mit meinem Leben bin als vorher. Aber ich wünsche jedem, der diesen Schritt wagt, genug Kraft und den Glauben an sich selbst. Finsterliebe Grüße, DrowElfe |
| dabih | [QUOTE][i]Original geschrieben von Katzenschatten [/i] [B]Ausserdem ist es meist schwer einen "vernünftigen" Schnitt zu machen, wenn noch jemand anderes mit dran hängt. [/B][/QUOTE] Ich glaube, dass ist fast unmöglich. Wenn man einen vernünftigen Schnitt machen möchte, dann muss man sich nur auf sich konzentrieren können. Ich denke, sonst scheitert man dabei. [QUOTE][i]Original geschrieben von DrowElfe [/i] [B]Den Schritt zu machen, sein Leben völlig zu ändern und sich um 180° zu drehen, ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, vor die wir gestellt werden. Nicht jeder hat die Kraft dazu, dass alles von Anfang bis zum Ende durchzuziehen, aber wenn man fest an sich glaubt, ist fast alles möglich. [/B][/QUOTE] Ich bin jetzt auch gerade dabei, mein Leben 'auf den Kopf' zu stellen und komplett zu ändern. Ich werde es auch nur schaffen, weil ich mich auf mich alleine konzentrieren kann und ich fest daran glaube, dass ich es schaffe. Es ist immer nur wieder schade, dass die Umwelt einem vieles ausreden will. Ich muss mich da drüber hinwegsetzen, denn nur ICH selber bin wichtig, denn kein anderer lebt mein Leben. |
| DrowElfe | [QUOTE][i]Original geschrieben von dabih [/i] [B] Es ist immer nur wieder schade, dass die Umwelt einem vieles ausreden will. Ich muss mich da drüber hinwegsetzen, denn nur ICH selber bin wichtig, denn kein anderer lebt mein Leben. [/B][/QUOTE] Für die Umwelt und Gesellschaft ist eben vieles nicht nachvollziehbar, deswegen verurteilen sie es. Doch wenn es für dich wichtig ist und die Zeit dafür da ist, diesen Schritt zu wagen, zieh es durch, egal was andere sagen oder denken. Ich wünsche dir viel Glück dabei, dabih.:) |
| dabih | [QUOTE][i]Original geschrieben von DrowElfe [/i] [B]Für die Umwelt und Gesellschaft ist eben vieles nicht nachvollziehbar, deswegen verurteilen sie es. Doch wenn es für dich wichtig ist und die Zeit dafür da ist, diesen Schritt zu wagen, zieh es durch, egal was andere sagen oder denken. Ich wünsche dir viel Glück dabei, dabih.:) [/B][/QUOTE] Danke dir, DrowElfe. :) Wenn man nicht mit dem Strom schwimmt, ist es für die Gesellschaft immer ein Grund, dagegen zu sprechen. Vieles soll man nicht machen, weil 'man es halt nicht macht' lt. Gesellschaft. Und man macht es trotzdem! Na und! Deswegen bleibt man der gleiche Mensch, der nur eine andere Sichtweise hat und immer schon gehabt hat. |
| Helldog | wenn man sich um 180° drehen will sollte man das aus überzeugung tun und sich wirklich sicher sein dass verstehen es die anderen vtll auch |
| dabih | [QUOTE][i]Original geschrieben von Helldog [/i] [B]wenn man sich um 180° drehen will sollte man das aus überzeugung tun und sich wirklich sicher sein dass verstehen es die anderen vtll auch [/B][/QUOTE] Aber auch die eigene Überzeugung handelt manchmal gegen den Widerstand der anderen. |
| Lemuria | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B]Immer nur das Nötigste getan...immer den bequemen Weg gegangen und unfähig, die großen Töne, die ich so gern spucke umzusetzen. Ich bin ein Lahmarsch. Hattet ihr Situationen in eurem Leben, in denen ihr euch radikal verändert habt? Wie habt ihr sie gemeistert und wie seht ihr die Zeit vor und während dieses Bruchs rückblickend? Wahrscheinlich erscheint einigen von euch das alles belanglos...mir nicht. Würde mich über ein paar Erzählungen, vielleicht auch Anregungen freuen. [/B][/QUOTE] Ich glaube, [I]niemand[/I] wird von sich aus behaupten, er habe alles richtig gemacht in seinem Leben und alles ausgeschöpft, was ging. Ich bin momentan in der 13, und habe eine sehr guten Freund, dessen schlechteste Note in diesem Quartal eine 2+ war. Und selbst er gibt zum Besten, wie abgesackt er doch ist. Ich muss sagen, dass ich so zur 12 hin gemerkt habe, dass ich mich langsam aber sicher in Bewegung setzen muss, damit ich den Schulabschluss bekomme, womit ich mir keine großen Sorgen um ein Studium machen brauche. Ich bin bis jetzt auch eher mit Glück als Verstand durch die Schule gekommen, hatte regelmäßig blaue Briefe, bin aber nicht ein mal sitzen geblieben, und mit durchschnittlich 9 Punkten aufm letzten Zeugnis bin ich doch recht zufrieden. Ich weiß, dass ich locker besser stehen könnte, aber ich bin ein Typ, dr sich seine Ziele nicht allzu hoch setzt. Mein Ziel ist es, in keinem Fach schlechter als 3- zu stehen. In Biologie habe ich gestern eine 4+ wiederbekommen, was aufgrund dessen, dass Bio mein 3. Abifach ist, keine allzu berauschende Aussicht ist. Aber ich habe mir fest vorgenommen, für die nächste Klausur noch mehr zu tun, und eine gute Klausur zu schreiben, denn eigentlich ist das Thema, das wir gerade durchgehen, lächerlich. Ja, ich habe mich radikal verändert. Ich gebe mich nicht mehr so schnell mit Situationen zufrieden, gebe nicht mehr so schnell auf. Früher war mir alles egal, heute kämpfe ich. Ich finde, das ist eine Veränderung. |
| DrowElfe | [QUOTE][i]Original geschrieben von dabih [/i] [B] Wenn man nicht mit dem Strom schwimmt, ist es für die Gesellschaft immer ein Grund, dagegen zu sprechen. Vieles soll man nicht machen, weil 'man es halt nicht macht' lt. Gesellschaft. Und man macht es trotzdem! Na und! Deswegen bleibt man der gleiche Mensch, der nur eine andere Sichtweise hat und immer schon gehabt hat. [/B][/QUOTE] Bitte, dabih. :) Genauso ist es. Naja, die Gesellschaft wird sich wohl in dieser Richtung auch nicht ändern. Aber solang man sich selbst treu bleibt und seine Schritte aus eigenem Willen tätigt, sollte man es auch tun. Denn man tut es ja für sich und nicht für die anderen und gerade deshalb sollte man auf die Meinung der anderen diesbezüglich verzichten. |
| halfbee | was ich mich frage...kann man wissen, dass jemand nicht immer so bleiben wird? ich hab mal wo gelesen dass man mit 14 charakterlich voll ausgeprägt ist, d.h.die eiegnschaften wie man sie zu diesem zeitpunkt hat werden nicht mehr viel anders.ich bin 17. da müsste ja schon alles klar sein. natürlich kann sich der weg ändern, den man geht.aber ich kenne so viele leute, die garantiert nicht weit kommen,so wie sie sind. wie sie immer alles von anderen erledigen lassen, sich einen scheißdreck um andre kümmern, immer nur das nötigste tun,sich nur immer irgendwie durchmogeln. oder is es gerade so, wie man durchkommt? aber schon jetzt, wo wir alle abitur machen, zeigt es sich ja, dass sie nich begreifen wollen und dadurch bekomemn sie probleme. und auch auf der sozialen ebene sind sie nicht gerade erfolgreich.ich rede immer auf sie ein.aber ich werde ja nur ausgelacht. ka, warum ich das überhaupt erzähle. aber ich würde so gern hören, dass sie ganz sicher noch anders werden. überlebensfähig. |
| Letum | Wer in seinem Leben etwas erreichen will, muss sich bewusst sein, dass man nichts auf der Welt geschenkt bekommt. Es muss hart gearbeitet werden, man wird vieles versäumen in viellerlei Hinsicht, jedoch besteht eine Karriere nun mal aus Stress, Druck, Kummer und unzählige Stunden voller unerschöpflicher Arbeit. Jedoch stellt sich die Frage, ob bspw. Geld und Ruhm es wirklich wert sind, alles wie bspw. Freunde aufzugeben. Oftmals kann man sich nur für einen Weg entscheiden...der eine wird es bereuen ein anderer wiederrum nicht, aufgrund der Tatsache, dass er für sein "Erarbeitetes" lebt. Mir stellt sich die Frage, ob Erfolg wirklich so wichtig ist....und warum es so schlimm für manche ist, wenn man nur durchschnittlich ist....denn immerhin lebt man nur einmal und diese Zeit sollte man mit den Menschen verbringen die man liebt und nicht mit unzähligen Stunden einsamer Arbeit.... |
| Celticgirl | Ich bin gerade neu zu euch gelangt und würde zu diesem Thema hier auch gerne etwas beitragen. Im moment bin auch ich dabei mich in die Richtung zu drehen welche ich gerne möchte. Leider machte ich die Erfahrung bis jetzt das es mit meinen Mitmenschen gar nicht so einfach ist . Ich bin nun 44 (steh dazu :) ) und möchte nun endlich gerne mein Leben so gestalten wie ich es immer wollte , aber immer auf Rückicht meiner Familie und anderen Menschen , nie tat. Vor allen Dingen seit ich weiss wie schnell man manchmal zu vielem nicht mehr imstande ist (gesundheit) Ich möchte die Musik hören welche ich will, mich anziehen wie ich möchte , das tun was mit gefällt, das essen was ich mag. Wieso fehlt bei vielen Menschen die Toleranz , andere Menschen so anzunehmen wie sie sind. Mir will nicht mal mein Friseur meine Haare dunkel färben , weil ich angeblich zu alt dazu bin . Weil ich kein Fleisch mehr essen will , lacht man über mich , weil ich nun mehrheitlich schwarz trage und mit meinem Sohn an Metal Konzerte und Gothicpartys gehe , werde ich als durchgeknallt beschimpft. Dabei mache ich nun nur das was ich all die Jahre unterdrückte . Es ist egal , ich habe keine Lust mehr in den Schienen zu fahren , welche andere mir legen. ;) |
| melpomene | hey celticgirl :) das klingt doch nach einer erfreulichen entwicklung die du da machst. lass dich nicht entmutigen wegen des alters oder sonst was. wie man für haare färben zu alt sein kann frag ich mich sowieso... bei mir hieß es früher ich sei noch zu jung *g* mit dem vegetarier sein, glaub ich wird immer wer was zu meckern haben. ist zumindest bei mir so. aber alles in allem denke ich lohnt es sich, auch für dich, seine eigenen wege zu gehn. macht einen doch zufriedenenr und bei den leuten die einen so akzeptieren fühlt man sich auch gut aufgehoben :) klingt für mich gut, wenn du gemeinsam mit deinem sohn was unternimmst, dass euch beiden spaß macht. also wünsch dir alles gute auf deinem weg, dass du nicht stolperst etc. zum thema schnitte im leben: mein erster "schnitt" war spätestens mit neun jahren und dem schwur niemandem mehr zu vertrauen gefasst. den hielt ich auch bis ich ca. 13 war. da fing an alles in mir auf zu brechen. zwischen 13 und 17 jahren dementsprechend eine schwierige zeit, in der ich aber auch einiges bewältigt habe. mit 17 kam dann die einweisung. durch die klinikerfahrung hab ich mich ein weiteres mal sehr verändert. mein vater verstand das nicht, wie man sich um 180° drehen konnte. danach ging meine damalige beziehung aufgrund der veränderung, meiner persönlichen entwicklung, in die brüche. seit dem habe ich aber angefangen auf mein inneres zu achten, meine bedürfnisse usw. :) mit dem abschließen der therapie, hab ich auch einen großen teil vergangener probleme hinter mir lassen können. danach war erstmal zwei jahre nix zu machen (krankenkasse wegen). in dieser zeit hab ich gelernt, dass ich auch auf eigenen füßen stehen kann und das ganz gut. im letzten jahr war ich nocheinmal bei der therapeutin und das war mein letzter besuch und mir gehts gut damit. es normalisiert sich alles mehr oder weniger. die zeiten sind nicht mehr so turbulent. jetzt mache ich mein abitur (morgen mündliche prüfung :S) und wage den sprung ins leben. also euch allen noch glück und mut, wenn ihr einen schritt in eine neue richtung geht. hoffe eure erwartungen und wünsche erfüllen sich damit :) liebe grüße, mel. ps: an halbfee, ich weiß nicht ob man mit 14 schon charakterlich so gefestigt ist. ich kann nur von mir sprechen, dass sich bis heute noch einiges getan hat. und wenn du meine eltern fragst, voraussehn konnten die das nicht. die fragen sich immer noch wie ich das mit dem abitur hinbekommen hab *g* ok hoffe das war nicht zu persönlich, aber wie sonst soll man zu dem thema antworten? *mich langsam aber sicher wieder in meine vorbereitungen stürz* |
| gunslinger | Sei froh, dass du diese Anregung und Erkenntnis so gekriegt hast. einerseits undramatisch, aber doch eindringlich genug. Sei froh, dass du diese milde Chance erhälst und nicht stattdessen welche mit dem Holzhammer übergebraten kriegst. Also, mach was draus und viel Erfolg dabei wünscht gunslinger Andreas |
| melpomene | @gunslinger: bin ich angesprochen? hm na ich geh mal von aus :) naja ich bin auch froh darüber, so wie es jetzt ist, im großen und ganzen. was sind das für holzhammer methoden, die du ansprichst? ich bin manchmal noch genauso stur wie früher und wünsch mir sachen, die an sich nicht wünschenswert erscheinen. vllt. ist da der charakter mit 14 doch größtenteils schon "fertig". ich weiß es nicht. fragment, dir würd ich auch sagen, dass es keine schande ist, momentan nicht den größten widerstand entgegengebracht zu bekommen. denke den kriegt man im leben genug, brauch sich keiner zu sorgen ;) also meine erkentniss ringt manchmal noch mit alten idealen, aber wenigstens darin bin ich mir ziemlich sicher. [QUOTE]Also, mach was draus und viel Erfolg dabei wünscht gunslinger Andreas [/QUOTE] tante grazie :) |
| morrigaine | ich stehe zurzeit auch an einem punkt, wo ich mich sicher verändern muss.bisher habe ich kaum etwas für die schule gemacht,immer knapp bis gut durchgekommen. doch jetzt gehe ich an die uni, und zwar eine der anspruchsvollsten..vielleicht habe ich mir da etwas viel vorgenommen,aber wenn ich mich WIRKLICH anstrenge, bin ich sicher dass ich es schaffen werde.aber dafür muss ich mein lernverhalten radikal ändern. |
| gunslinger | Hi, Melpomene, ja, das war für dich. sorry, aber mein kaputtes Hirn sorgt nicht nur bei mir manchmal für Verwirrung. saluti .gunslinger |
| gunslinger | Hi, Melpomene, ja, das war für dich. sorry, aber mein kaputtes Hirn sorgt nicht nur bei mir manchmal für Verwirrung. mit den Holzhammermethoden meinte ich, dass dir das Schicksal auch auf die harte Tour Lektionen erteilen könnte. saluti gunslinger |
| -eclipse16- | Ein erneuter Post in diesem Board von meiner Seite aus. Vor gut drei Monaten hatte ich mich zu einer stationären Behandlung entschieden, freiwillig. Meine Diagnose? Depressionen, Autoaggressionen, Suizidgefahr, familiäre Probleme 9 1/2 Wochen Therapie, rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag. Ungewohnte Umgebung, neue Leute....etc. Ich war so oft kurz davor aufzugeben, aber ich habs durchgezogen. Am 23.03.07 wurde ich entlassen und alles hat sich verändert. Es ist nicht alles toll oder "perfekt", aber ich kann jetzt damit umgehen. Ich bin extrem froh diesen Schritt gemacht zu haben und bereue es nicht. |
| SEIROMEM | [QUOTE][i]Original geschrieben von Exitus [/i] Einen Schnitt zu machen, wirklich abzuschliessen und neu anzufangen gehört wohl zu den schwierigsten Dingen, die man im Leben als Aufgabe haben kann. Ich kann mich an einen Schnitt erinnern, und so viele mehr hätten es sein müssen, jederzeit, in der Vergangenheit und in der Gegenwart! Ich war jung, und noch mehr als das war ich dumm, und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, war ich auch noch verliebt, eine gefährliche Mischung, aus der, da die Liebe einseitig war, schwere Depressionen hervorgingen, die mich nach und nach zersetzt haben, bis fast nichts mehr von mir übrig war, als meine Hülle. Die Geschichte ist zu lang und vor allem zu kompliziert, um sie kurz widerzugeben, es hat mich auf jeden Fall mehr als 3 Jahre gekostet, bis ich den Schnitt geschafft und meine Gefühle überwunden habe! Ich habe einiges von meiner Selbst wieder bekommen, vieles fehlt noch immer, und einiges werde ich nie wieder bekommen, aber ich wäre jetzt nicht, wo ich bin, wenn ich diesen Schnitt nicht geschafft hätte, denn die Depressionen und der Schmerz hätten mich wie Ballast am Boden gehalten! Es bedrückt mich noch immer, darüber zu reden, aber es wird besser, mit den Jahren... Aber es sind so viele Schnitte, die nötig wären, doch die tradierten Gewohnheiten, die Sturheit und Bequemlichkeit ist ebenso fatal wie die Dummheit und blinde Liebe. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! [/QUOTE] Einen Schnitt machen, ja.. ich stimme Dir zu Exitus - es ist nicht einfach. Wendepunkte in meinem Leben hinterlassen den Eindruck, diese Schnitte nicht unbedingt selbst und freiwillig lanciert zu haben. Unabdingbare und manchmal auch vorhersehbare Vorahnungen ließen in dem einen oder anderen Fall den Schnitt herbeieilen sehen. Meist jedoch wurde ich unerwartet und in überraschender Weise vor vollendete Tatsachen gestellt, die eine Änderung des Alltäglichen und Gewohntem notwendig werden ließen. Als Metapher lässt sich das Bildnis anführen, in einen dunklen Moortümpel gestoßen worden zu sein, aus dem es schwerlich, wenngleich aber auch möglich gelingen würde, den Kopf über den Wasserrand zu heben. Gedanken jedoch an das Vergangene ziehen einen immer wieder hinab in den dunklen Morast des Seebodens. |
| Lamydia | In meinem noch jungen Leben hab ich ganz viel Scheiße erlebt durch diese Belastungen auch gemacht DRogen ritzen usw...ich war schwach lies mich immer wieder in SCheise ziehen alles in mich reingefressen. Erinnerungen bleiben klar bis da was weg is dauert aber ich bin wieder auf gestanden und habe gekämpft besser kämpfe in meinem Leben immer noch weiter. ich bin clean ich ritze nicht mehr ja hab mich auchso stark verändert das ich mein leben leibe und mein Charakter hat sich auch ganz geändert das einzige was schon immer war is meine nette und verständnissvolel art so hat sich im Charakter viel verändert und auc gut verändert. ich finde irgendwann im Leben kommt man an einen Punktan andem man sich selber am Kragen packen muss und sage muss: mein lieber freund jetzt steh endlich auf und heul nich sondern ändere es. |
| Terranigma | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] [B]mit geringstem Widerstand zum ziel.. ist doch nix schlimmes... geniess dein leichtes Leben.. Das Diplom wird noch hart genug [/B][/QUOTE] Dem mag ich zustimmen. Ich habe nun auch mein Abitur in der Tasche und bin stolz drauf - Stolz auf das Ergebnis, und das ich für dieses Ergebnis sowenig Leistung bringen musste. Wenn andere Leute sich schwer in Sachen reinhängen, die Besten sein wollen und es dann tatsächlich auch sind, gute Noten und gute Ergebnisse, dann ist das deren Lebensweg. Ich würde aber nicht unbedingt sagen, dass es der bessere gibt. Ich bin gerne der Durchschnitt. Gehe studieren, aber weil's mir spass macht, nicht weil ich scharf auf'n Dr. Titel bin. Durchschnittlich sein ist keine Schande. Wer oben mitspielen will der muss sich dafür reinknien aber ganz ernsthaft - Hier im Mittelteil ist's ganz gemütlich. Tolle Leistungen machen's Leben nicht toller. :) Schonmal'n Schnitt gemacht? Ja. Oder genauer gesagt, führ ich's Messer just die letzte Zeit noch immer langsam. Veränderungen müssen her, weil ich nicht mehr die Person sein will, die ich all' die Zeit zuvor war. Das schwerste an so'n Schnitt ist's wohl, sich selber zu ändern. Veränderungen an anderen Menschen, die bemerkt man schnell aber Veränderungen an sich selber, die bekommt man kaum mit. Das wenige Feedback is' wohl auch der Grund weshalb man sich so oft fragt [i]"Trete ich nicht eigentlich bloß auf der Stelle?"[/i]. Halt's aber für richtig, mal mit sich selber hart ins Gericht zu gehen wenn man das Gefühl hat, dass die eigene Welt nicht so tickt wie man's gerne will. Das eigene Leben lebt man ja schließlich selber, ken' anderer. Das Ärgerliche, ja das eigene Problem wohl, ist nur die andere Seite des Schnitts. Das frühere Leben, oder die Person welche man damals war und tief im Inneren noch irgendwo ist. Man kann sich ja noch so sehr verändern, ich glaube manche Charakterzüge sind einem aufgebrannt, die holen einen immer wieder von Zeit zu Zeit ein und da muss man dann stark sein. Is' mir jedenfalls immer ne' recht unangenehme Sache wenn ich Abends alleine im Bett liege und die Gedanken wieder auf Wanderschaft gehen an Orte, die ich eigentlich hinter mir lassen wollt'. Dieses, über Vergangenes nachdenken, ist wohl die schlimmste Unart, aber schwer abzugewöhnen. Ehe sich etwas ändert, muss man erst sich selber ändern. Wohl das Schwerste. |
| Lamydia | wie gesagt einen Schnitt machen ist wichtig, jeodch kann man niemals die Vergangenheit hinter sich lassen. Wie du gesagt hast es ist/war ein Teil von dir und bringt halt auch wunden mit sich die vllt zu Narben werden aber vergessen tut man sowas nie man muss lernen damit um zu gehn und nicht deswegen einzugehen. |
| solipsismus | [SIZE=1]@Terranigma Nur was tut man, wenn der Studiengang, den man am liebsten wählen würde, weil man am Thema wirklich Freude hat (...und nicht an der Prestige des Doktortitels), einen hohen NC hat? ;)[/SIZE] |
| Terranigma | [QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i] [B][SIZE=1]@Terranigma Nur was tut man, wenn der Studiengang, den man am liebsten wählen würde, weil man am Thema wirklich Freude hat (...und nicht an der Prestige des Doktortitels), einen hohen NC hat? ;)[/SIZE] [/B][/QUOTE] Es geht ja darum glücklich zu sein. :) Wenns' dieses Fach studieren willst, dann tu was dafür nötig is'. Ich meine bloß, dass ich nichts davon halte Leistungen zu bringen weil man Geld oder Prestige will. Wenn jemand in n' durchschnittlichen Beruf seine Erfüllung findet, so ist's do' genausoviel wert wie jemand, der erst an der Uni wirklich glücklich wird. Am Ende geht's ja darum selber glücklich sein zu wollen. Halt's bloß für falsch sich'n Leistungsdruck auszusetzen weil man auf Geld, Macht oder Prestige im späteren Leben hofft. Aber wenn man n' konkretes Ziel vor Augen hat, dann denke ich, leistet man auch bereitwillig alles was dafür nötig is'. Nur den Grundtenor, Noten hätten irgend'n Wert, den teile ich nich' so ganz. Hauptsache man ist mit dem zufrieden was man tut, und wenn man mit'n Abischnitt von 4,xx glücklich ist, dann wird's schon richtig sein so. Die Note an sich ist do' bedeutungslos, solange man damit seinen Weg geh'n kann. Denke es spielt keine Rolle als Wievielter man durch's Ziel kommt, ob man nun ganz Oben oder ganz Unten ist. Hauptsache man erreicht's Ziel. Halt von diesem Leistungsdenken nichts. |
| Desengano | ich teile generell die meinung, dass jeder machen sollte, was ihn glücklich macht. aber deswegen sollte man generell geld- udn prestigestreben nicht verurteilen, denn das kann gewisse menschen auch glücklich machen. ich persönlchi bin mit meinem studiengang schon sehr zufrieden, aber der alleine macht mich nicht glücklich, weil er von sich aus kein ziel bietet. also musste ich mir selbst ein ziel suchen, auf das ich momentan hinarbeite. und irgenwann im leben hat man vllt mal verantwortung für einen anderen menschen. kinder z.b. und dann kann man nicht nur tun, was einen glücklich macht sondern muss auch daran denken, was die kinder glücklcih macht. udn dann stehen plötzlich ganz andere dinge als selbstverwirklichung im vordergrund. geld z.b. udn wie sollen sich die menschen fühlen, die überhaupt froh sind, arbeit zu haben? sollen sie sich minderwertig fühlen oder gar dafür rechtfertigen müssen, dass sie nichts tun, was sie glücklich macht? und soltle man es ihnen vorwerfen, dass sie ihre kinder einem leistungsdruck aussetzen, auch wenn diese den im moment überhaupt nicht verstehen, damit die kinder später mal mehr auswahl haben und vllt glücklicher als die eltern werden? in meiner familie ging es immer darum, dass jeder einen möglichst guten abschluss macht um dann eine möglichst große auswahl zu haben. auch wenn man während des abschlusses noch gar nicht wusste, was man überhaupt machen wollte. es hat halt jeder eine andere vorstellung davon, was glücklich macht. und im endeffekt geht es einfach um geld, weil man vielleicht eine schöne wohnung will, nicht mit dem fahrrad zum job gurken und mal in den urlaub fahren möchte. weil man nicht will, dass die kinder gehänselt werden, weil sie wegen geld nicht mit auf klassenfahrt fahren können und man möchte, dass sie neben der schule noch sport treiben oder ein instrument lernen. udn ja, dabei geht es in erster linie um geld und prestige, und damit einhergehend, den kindern eine möglichst gute starthilfe zu geben. ich weiß, mein post geht ein bisschen am eingangspost und dem thema vorbei, aber dieses ewige gerede davon, dass einjeder tun solle, was ihn glücklich macht, funktioniert im wirklichen leben meistens nur bedingt. |
| Antaress | In meinem Leben wurden die Schnitte vom Schicksal bestimmt, selten das ich es wirklich in der Hand hatte das zu beeinflussen. Höchstens ob ich das jetzt gut mache oder nicht, das war auch schon alles. Ich habe so oft ganz neu angefangen, aber immer nur ganz schnell und ohne darüber nachzudenken. Nun bin ich wieder an so einem Punkt, mein Leben hat sich radikal verändert, völlig unerwartet, ich sitz in einem tiefen Loch. Nun hab ich aber die Chance alles komplett umzukrempeln, zu leben wie es mir gefällt, die Freiheit Entscheidungen zu treffen nur noch über das was mir gut tut. ABER..., nicht immer sind Entscheidungen die man will auch die Richtigen. Und so läuft es wieder auf einen Kompromiss hinaus, so ist es immer. Nie kann ich Plan A umsetzen, weil immer ein Nachteil dabei rausspringt. Seinen eigenen Arsch hochzukriegen, das ist so sauschwer, auch wenn man das Ziel vor Augen hat, es bleibt der innere Schweinehund zu überwinden. Man sollte schon glücklich sein im Leben, aber man sollte auch andere glücklich machen, und das definiert jeder anders. Dem einen ist sein Porsche das Highlight im Leben, der andere ist glücklich wenn er Armen in der Suppenküche Essen ausgeben darf. Ich werd sehen wohin es mich treibt, im Moment hab ich immer nur kurz Kraft um zu kämpfen, dafür das ich ein Leben leben kann wie ich es will. |
| sozialgrufti | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B] Die Wahrheit ist: Ich mag den fragment, wie er jetzt ist nicht besonders. Denn der Weg, den ich gehe führt ins Versagen. Scheitern liegt in der Luft. Es ist an der Zeit einen Schnitt zu machen...den Hintern hochzubekommen...um der zu werden, der ich sein will. [/B][/QUOTE] ist es dir gelungen?? ich selbst bin ein extremer typ in sachen veränderung. ich kann ein paar jahhre immer in derselben zelle sitzen und dann schwuppdiwupp springe ich durch die wand in die nächste, die sich von der vorherigen formell total unterscheidet, beseelt von dem fanatischen gedanken, dass es das ist, was ich will bzw. dass die nächste zelle eine notwendige und bereichernde entwicklung darstellen würde. aber ich selbst bleibe doch immer gleich, außer dass ich im lauf der zeit an elan & enthusiasmus verloren habe. der werden wollen, der ich bin, war auch meine motivation. jetzt geht es darum, der [I]sein[/I] zu können, der ich bin. glaube ich zumindest. aber wer bin ich?? ich kann höchstens feststellen, [I]so[/I] bin ich! und zu meinem so-sein gehört wohl die extreme veränderung von zeit zu zeit. ideen verändern sich, lebensstil verändert sich, das denken, das empfinden, die bilder an den wänden. alles oberflächlichkeiten. aber wieviel gewicht habe ich dem beigemessen? gestern war csd und ich habe mich erinnert gefühlt an eine zeit, in der ich noch zur musik der wagenkolonnen mitgezuckt habe wie elektrisiert. gestern konnte ich mein einstiges elektrisiertsein absolut nicht mehr nachvollziehen, weder emotional noch gedanklich. das war eine völlig andere welt, die mich nichts mehr anging. und das erlebe ich in den letzten jahren immer mehr, dass die formellen dinge, die mich in der vergangenheit begeistert haben, mich nichts mehr angehen. aber es die welt, die meine gegenwart ausmacht. ich meine das formelle generell, egal in welchem gewand es daherkommt. sicher gibt es noch 1000 weitere gestaltungsmöglichkeiten, in die hinein ich mich verändern könnte, aber der stoff, den ich unter meinen händen mir zurechtformen kann, reizt mich nicht mehr, weil irgendwann fühlst du dich wie ein wurm, der sich einfach nur durch sein leben frißt, und das ist kein erhebendes gefühl. so bin ich nach all den einschneidenden veränderungen: desillusioniert und ohne bestimmte richtung als kleinerer strom in einem größeren strom dahintreibend. hilflos, machtlos, leer. selbst die ultimative liebe, für die ich zuletzt gelebt habe (und ich hatte großes vor!), ist wie ein kasperletheater ohne spieler in sich zusammengebrochen. aber immerhin ich lebe noch, auch wenn ich gerade mal gar nicht weiß, was ich davon halten soll. ich habe in hinsicht "mag ich - mag ich nicht" kein gefühl zu mir selbst. |