| Jayner | Mein Beispiel handelt gerade von der aktuellen Debatte über Onlinespielsucht. Es ist wie eben erwähnt nur ein Beispiel, das kann noch alles mögliche sein, was eben von der großen Masse als krank, freakig etc. benannt wird. Ich würd' mich nicht grad als Süchtige bezeichnen, streite aber auch nicht ab das einen diese "Mmmoprgs" süchtig machen können. Mir selber fällt es nicht schwer mal 3 Wochen garnicht zu spielen, wenn mir die Lust verginge höre ich auch liebend gerne morgen auf. Aber dennoch hör ich mir hin und wieder Piano, Gitarren, etc. Versionen meiner Lieblingssoundtraks aus diversen Mmorpgs die ich gespielt habe an. An sich nix schlimmes, warum auch? Doch wenn ich diese Lieder höre denk ich immer wieder daran zurück wie schön die Zeit doch war als ich noch xxxx gespielt habe. Gardinen zu, Türen zu, weg von meiner scheiß "Familie". Manchmal red ich mir sogar ein das dies die schönste Zeit in meinem Leben war. Ich hab kA ob mein Leben vor dem Spielen wirklich soo schrecklich war. Doch ich weiß das mein Leben nach dem übermäßigen spielen, jetz mit Freund und Umzug zu ihn allemal besser ist. Trotzdem ersehn ich mir die Zeit manchmal wieder. Was ich irgendwie in meiner derzeitigen Situation nicht verstehen kann. "Bin ich so undankbar für das was ich bekommen habe?", frage ich mich dann. Dazu möchte ich sagen, ich liebe meinen Freund und will ihn auch nicht ausnutzen, ich würde morgen wieder ausziehen, würde er sich Sorgen darüber machen das ich es vll doch tue. Daher kann unglücklich sein also nicht kommen. Aber ich rede zu sehr um den heißen Brei rum. Was haltet ihr von Menschen, die von der Gesellschaft allgemein als "krank" angesehen wird? Bildet ihr euch lieber erst euer eigenes Bild über die Hintergründe ihres Verhaltens. Und wer kann bestimmen was Freakig oder Natürlich ist? Chuck Norris? Muss ich jetz gleich zum nächsten Psychologen, wie fast ständig in meiner Kindheit? (damals noch Grundlos) Wenn ich bei denen bin komm ich mir vor wie ein kaputtes Ersatzteillager... was repariert werden muss, ansonsten tick ich nicht ganz richtig. Ich muss gestehen in den meisten Foren hätte ich schon Angst davor gehabt überhaupt auch nur daran zu denken so einen Thread aufzumachen, ohne gleich überfahren worden zu sein. Sorry das ich soviel geschrieben habe, ich wollte sicher gehen das man mich nicht missversteht. |
| Böses Mädchen | Ehrlich gesagt, bilde ich mir gerne meine eigene Meinung über "kranke" Menschen. Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder... - sowas ist (meiner Meinung nach) krank - aber sonst - - - Wenn ein Mensch Angstzustände hat, ist so jemand als krank, psychisch krank anzusehen? Oder handelt es sich, wenn man näher hinsieht, vielleicht um jemand mit medivaler Begabung? Kann ich dir nicht sagen. Problematisch wirds nur, wenn dieser (ansonsten völlig normale) Mensch aufgrund seiner "Krankheit" nicht mehr ernst genommen wird. Das passiert Vielen, die sensibel auf so etwas reagieren, man hört ihnen nicht zu. Die Folge: Depressionen, Selbstzweifel - bis hin zur Persönlichkeitsspaltung. So hoffe, das konnte deine Frage beantworten. lg Dark |
| Goat93 | Ethik und Moral der herrschenden bestimmt was "normal2 und "unnormal" ist. Hmm, die Diskussion ging ja fix zu ende, Tread kann geschlossen werden |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jayner [/i] [B]Mein Beispiel handelt gerade von der aktuellen Debatte über Onlinespielsucht. [/B][/QUOTE] Deinen kompletten Text beziehend: Naja, "normal" ist es jedenfalls nicht, wenn die Familie anscheinend so scheiße ist, daß man das virtuelle Leben dem realen vorzieht. Wie Goat schon richtig bemerkte, bestimmen Ethik und Moral das, was wir als "Norm" bezeichnen. Und meine Ethik und meine Moral suggerieren mir, daß da was nicht "normal" laufen kann, wenn Du ein so schlechtes Verhältnis zu Deiner Familie hast. Was Internetsucht und/oder Spielesucht an sich angeht, ist es immer eine Frage, ob man sein Leben nebenher noch auf die Reihe bekommt (meiner Meinung nach). Wenn man anfängt, reale soziale Konakte zu vernachlässigen, um online zu sein oder zu spielen und das nicht nur "mal", sondern ständig, dann gibt das zu denken. Wenn Menschen anfangen, ihre Kinder zu vernachlässigen, nicht mehr arbeiten gehen, das Essen zu vernachlässigen (auch sowas gibt es!), nur noch schlafen oder eben vor dem Bildschirm hocken, ist das Maß des normalen überschritten. Logisch ist, wenn wir berücksichtigen, daß wir aufgrund von Moral und Ethik bestimmen, was wir als normal empfinden, die Schlußfolgerung, daß in einem Kulturkreis die "allgemeinen" Normen von den meisten als solche akzeptiert und anerkannt werden, während andere Kulturkreise vielleicht ganz andere Normen vertreten. Nun befindet sich unsere Gesellschaft in einem schnellen Wandel. Viele Dinge wie das Internet gab es früher überhaupt nicht. Wer weiß, vielleicht wird es in einigen Gesellschaften in 100 Jahren üblich sein, nicht mehr aus dem Haus zu gehen und alles vom Rechner aus zu machen? Zur Zeit ist es jedoch nicht "normal". Die Grenze zur Sucht ist schwammig. Du sagst, Du könntest auch 3 Wochen "ohne" auskommen - das kann ein Quartalsäufer auch... ;) Du verstehst? Nicht stoffgebundene Süchte sind schwer vom "Spleen" abzugrenzen. Heftige Fälle, wo Menschen ihre Nahrungsaufnahme vernachlässigen, nicht mehr zur Arbeit/ Schule gehen, sind einfach zu identifizieren, aber darüber hinaus wird es echt schwer.... |
| G'stadtindianer | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Wie Goat schon richtig bemerkte, bestimmen Ethik und Moral das, was wir als "Norm" bezeichnen. Und meine Ethik und meine Moral suggerieren mir, daß da was nicht "normal" laufen kann, wenn Du ein so schlechtes Verhältnis zu Deiner Familie hast.[/QUOTE] Wobei, ein schlechtes Verhältnis zur Familie muss in keinem direkten Zusammenhang zu einer Onlinesucht sein, sondern kann aus irgendwelchen Gründen schlecht sein. Eine solche virtuelle Realität kann in dem Fall auch Flucht vor der realen Realität sein. Verglichen mit Drogen ist das in meinen Augen der gefährliche Punkt. Solange Mass bewahrt wird, und auch mal verzichtet werden kann, sehe ich kein Problem. Dann ist es ein Spass, eine Leidenschaft und was weiss ich. Wenn aber die Realität nicht mehr ausgehalten wird und die Schmerzen non-stop betäubt werden, ist es nicht mehr lustig. |
| die nuss | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B] Hmm, die Diskussion ging ja fix zu ende, Tread kann geschlossen werden [/B][/QUOTE] ist das jetzt ernst gemeint? wenn alle fragen beantwortet sind, wir dicht gemacht? ist mir ohnehin sehr schleierhaft, wieso hier soviel geschlossen wird. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von G'stadtindianer [/i] [B]Wobei, ein schlechtes Verhältnis zur Familie muss in keinem direkten Zusammenhang zu einer Onlinesucht sein, sondern kann aus irgendwelchen Gründen schlecht sein. Eine solche virtuelle Realität kann in dem Fall auch Flucht vor der realen Realität sein. [/B][/QUOTE] Aber genauso meinte ich das doch: Schlimme Familienverhältnisse => Flucht in die Netzwelt ;) |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von die nuss [/i] [B]ist das jetzt ernst gemeint? wenn alle fragen beantwortet sind, wir dicht gemacht? ist mir ohnehin sehr schleierhaft, wieso hier soviel geschlossen wird. [/B][/QUOTE] Generell wird eher dichtgemacht, bevor die Interessanten Fragen überhaupt gestellt werden, allerdings ist hier überhaupt keinerlei Diskussionsgrundlage zur Frage des Treads, ergo es gibt keinerlei Auseinandersetzung. Ist also alles Quasi Spam dann :D |
| Phrixus | Ich persönlich sehe durchaus Diskussionsgrundlage. Wo fehlt sie denn, Goat93? Wenn deiner Ansicht nach zu wenig Grudlage für eine Diskussion gegeben ist, dann gibt uns doch die Grundlage anstatt uns im Regen stehen zu lassen. Für mich ist die Diskussionsgrundlage hier nicht die Allgemeinheit aller Fälle, sondern ein individuelles Schicksal. Jayner schreibt: [QUOTE]Muss ich jetz gleich zum nächsten Psychologen, wie fast ständig in meiner Kindheit? (damals noch Grundlos) Wenn ich bei denen bin komm ich mir vor wie ein kaputtes Ersatzteillager... was repariert werden muss, ansonsten tick ich nicht ganz richtig. Ich muss gestehen in den meisten Foren hätte ich schon Angst davor gehabt überhaupt auch nur daran zu denken so einen Thread aufzumachen, ohne gleich überfahren worden zu sein.[/QUOTE] Das sehe ich als die wichtigste Aussage, hier möchte nämlich jemand Hilfe haben und andere Perspektiven aufgezeigt bekommen, um die eigene Situation besser bewerten zu können. Wenn wir uns darauf konzentrieren, ist das kein Spam. Jayner hat die Befürchtung geäußert, gleich überfahren zu werden, und traut diesem Forum mehr zu als anderen Foren. Da sollten wir uns Mühe geben, Jayner ernst zu nehmen und eben nicht gleich zu überfahren, sprich: die Diskussion für beendet erklären. Herzliche Grüße Phrixus |
| Goat93 | [QUOTE]Wo fehlt sie denn, Goat93? Wenn deiner Ansicht nach zu wenig Grudlage für eine Diskussion gegeben ist, dann gibt uns doch die Grundlage anstatt uns im Regen stehen zu lassen.[/QUOTE] Und woher soll ich die nehmen? |
| Phrixus | Ich würde am liebsten sagen "aus deinem Gehirn". Stattdessen formuliere ich gern meine Frage für dich um: Welche Grundlage müsste für dich gegeben sein, um über das Thema zu diskutieren? In Jayners Eröffnung stecken einige Ansätze. Ich habe meinen Ausgangspunkt vorgestellt, wenn du auch einen beisteuerst, kommen wir vielleicht gemeinsam irgendwo hin. So fängt man fruchtbare Diskussionen an. |
| Goat93 | [QUOTE]Welche Grundlage müsste für dich gegeben sein, um über das Thema zu diskutieren? [/QUOTE] Verschiedene Aspekte oder Standpunkte [QUOTE]Wer bestimmt was normal ist? [/QUOTE] [QUOTE]Ethik und Moral der herrschenden bestimmt was "normal2 und "unnormal" ist.[/QUOTE] Alles andere ergibt sich aus diesen Aussagen. |
| Phrixus | Und wie wendest du das auf diesen speziellen Fall an? Was antwortest du Jayner auf das oben angesprochene Problem? Ich verstehe das hier - wie gesagt - nicht als Grundsatzdiskussion, sondern als Diskussion über einen Einzelfall. Jemand möchte Ratschlag und Hilfe, da bringt ein vages "Ethik und Moral der Herrschenden" niemanden weiter, sondern bestätigt Jayner nur in der Erwartung, mit niemandem über das Problem reden zu können. @Jayner: Ich sehe kein Problem damit, einfach mal testweise einen Psychologen oder Therapeuten aufzusuchen. Das ist kein Eingestehen eines Scheiterns, sondern im Grunde dasselbe, was d hier machst: Du fragst einfach mal nach, ob dein Verhalten noch im normalen Rahmen ist. Dabei geht es in erster Linie um dein Empfinden und ob du unter deinem eigenen Verhalten und deinen Zweifeln leidest. Ein Psychologe wird sich ausreichend Zeit nehmen, um sich deine Pobleme anzuhören und dir einfach nur Wege aufzeigen, wie du mit deinem Verhalten umgehen sollst. Es geht nicht darum "normal" zu werden, denn psychisch "normale" Menschen gibt es nicht, genau wie es keine vollständig "gesunden" Menschen gibt. Das sind Ideale, an denen gemessen wird, denen aber kein Individuum zu 100% entsprechen kann. Jeder Mensch ist per se eine Abweichung von der (willkürlich aufgestellten) Norm. Wenn du wirklich an dir selbst zweifelst, dann rede mit anderen Menschen darüber - ob das nun gute Freunde, Psychologen, Suchtexperten oder anderweitige Seelsorger sind. Normalität ensteht durch sozialen Vergleich mit anderen, in deinem Fall geht das nur über offenen Umgang mit deinen Zweifeln. Ich weiß zwar nicht, wie alt du bist, aber möglicherweise hat sich die Psychotherapie ein bisschen weiterentwickelt - bzw. als erwachsener Mensch kannst du ja zu verschiedenen Therapeuten gehen, bis du einen findest, dem du vertraust und von dem du das Gefühl hast, er kann dir weiterhelfen. Und in der Psychotherapie geht es in erster Linie darum, dir Strategien zu zeigen, wie du mit deinen Problemen besser umgehen kannst - nicht darum, dich auf Teufel komm raus anzupassen und "normal" zu machen oder dir irgendwelche Störungen einzureden; jedenfalls wird das ein verantwortungsvoller Therapeut nicht tun. Du bist jedenfalls kein Verlierer, Nichtskönner oder eine gescheiterte Existenz, nur weil du ein Problem hast und wenn du mal bei einem Fachmann in einer psychologischen Beratungsstunde über dein Problem redest. Es kostet ein bisschen Überwindung, das aus eigenem Antrieb zu machen, aber hinterher fühlt man sich möglicherweise tatsächlich besser. Jeder zweifelt ab und zu an seinem Verstand (oder sollte es tun). Ich halte es für ein gutes Zeichen, wenn man sich gelegentlich selbst in Frage stellt. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Phrixus [/i] [B]Und wie wendest du das auf diesen speziellen Fall an? Was antwortest du Jayner auf das oben angesprochene Problem? [/B][/QUOTE] [QUOTE]Ethik und Moral der herrschenden bestimmt was "normal2 und "unnormal" ist. Hmm, die Diskussion ging ja fix zu ende, Tread kann geschlossen werden[/QUOTE] Das ist der Zweite Beitrag in diesem Tread, falls du ihn nochmal nachlesen möchtest. |
| crinroja | was für ein problem hast du Goat93? warum würgst du das ganze hier so ab? wenn Jayner wirklich ein problem damit hat, dann sollte man das auch ernsthaft behandeln und nicht so mir nichts dir nichts beenden...nur weil das thema einen selber vielleicht nicht interessiert....kannst du dir vorstellen was das für auswirkungen haben kann? es ist nicht einfach, wenn man sich jemanden anvertraut oder in einer diskusion steckt und nicht ernst genommen wird. du solltest gerade bei solchen sachen ein bisschen mehr einfühlungsvermögen haben @Jayner: du solltest den rat einer phsychotherapie ernsthaft annehmen |
| Goat93 | Kannst du mir mal verraten wieso du mich so vollblubbst? Was kann ich für deine Psychischen Probleme? o.0 Ich hab eine Frage beantwortet, wenn es dich stört, das man Fragen beantwortet geh doch lieber woandershin.... |
| LadyMakoChan | Zumindest das mit der Musik ist, denk ich, ganz normal... ich verknüpf bei mir auch viele verschiedene Erinnerungen und Gefühle an viele verschiedene Lieder. Und wenn ich dann halt die Lieder wieder hör, kommen auch die Gefühle wieder auf bzw. ich fühl mich genauso wie damals, als ich dieses Lied gehört hab. Drum sind übrigens auch manche Lieder für mich absolute Winterlieder und manche absolute Sommerlieder ;) Und Spielesoundtracks hör ich auch gern... ich find sogar die Tetrismusik gut, kann mir ohne Ende gewisse Hintergrundmusiken aus WoW anhören und hab einige Musikalische Stücke von Morrowind aus den Morrowind-Ordnern rausgemopst und auf meinen mp3 player gemacht. Aber ich muss auch sagen, mmorpgs können definitiv süchtig machen ;) ich darf mir heut noch keine WoW-Reportage angucken, ohne dass es mich dann hin- und wieder in den Fingern juckt, das ganze wieder selbst spielen zu wollen *g* Andererseits bin ich da vielleicht auch nicht so die perfekte Ansprechpartnerin, weil ich unter "den normalen Menschen" doch auch als "Nerd" oder "Computerfreak" abgestempelt werde. Ansonsten muss ich aber Phrixus zustimmen - einen Psychologen oder Therapeuten aufzusuchen ist nichts, was man irgendwie als "schwäche" ansehen soll - ganz im Gegenteil. [QUOTE][i]Original geschrieben von Jayner [/i] [B] Und wer kann bestimmen was Freakig oder Natürlich ist? Chuck Norris?[/B][/QUOTE] Chuck Norris weiß nur, warum da Stroh liegt. ;) |
| sozialgrufti | die familie scheiße zu finden ist ebenfalls durchaus normal. und chuck norris kann da auch nichts dafür. |
| noire désir | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jayner [/i] [B]Muss ich jetz gleich zum nächsten Psychologen, wie fast ständig in meiner Kindheit? (damals noch Grundlos) Wenn ich bei denen bin komm ich mir vor wie ein kaputtes Ersatzteillager... was repariert werden muss, ansonsten tick ich nicht ganz richtig.[/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von crinroja [/i] [B]was für ein problem hast du Goat93? warum würgst du das ganze hier so ab? wenn Jayner wirklich ein problem damit hat, dann sollte man das auch ernsthaft behandeln und nicht so mir nichts dir nichts beenden...nur weil das thema einen selber vielleicht nicht interessiert....kannst du dir vorstellen was das für auswirkungen haben kann? es ist nicht einfach, wenn man sich jemanden anvertraut oder in einer diskusion steckt und nicht ernst genommen wird. du solltest gerade bei solchen sachen ein bisschen mehr einfühlungsvermögen haben[/B][/QUOTE] Ehrlich gesagt halte ich nichts von der aktuellen Tendenz zur ‚Über-Medikalisierung‘ und ‚Über-Psychologisierung‘, was ja wohl in Jayners Jugend so war, wie sie ja selbst schreibt („damals noch grundlos“). Und was ist das Problem dabei? Man lernt gar nicht erst, mit Problemen umzugehen, sie ein Stück weit auch mal auszuhalten und am Ende selbst Lösungen zu finden. Wie soll ein Heranwachsender lernen mit dem Leben umzugehen, zu erkennen, dass es im Leben eigentlich [i]immer[/I] Probleme gibt, die man aber in den meisten Fällen selbständig lösen kann. Ich würde mal sagen, dass es sich wie eine Pyramide verhält. Ganz oben sind einige wenige und gravierende Probleme, die man ohne Psychologen und Psychopharmaka nicht in den Griff bekommen kann. Eine Ebene tiefer gibt es etwas mehr Probleme, für die man fachmännische Unterstützung (z.B. im Sinne einer Gesprächstherapie) aber keine Medikamente benötigt und auf der tiefsten Ebene gibt es die grosse Masse an Problemen, die man mithilfe der Familie, guten Freunden, etc.) lösen kann, also mit einem nahestehenden Gegenüber / Gesprächspartner / Zuhörer. Man braucht aber nicht für alles und immer einen Therapeuten. Ich bin meine Nikotinsucht auch ohne einen Therapeuten los geworden, andere brauchen halt einen Psychologen oder ein Medikament, weil sie es sonst nicht schaffen würden. Für die bessere Methode halte ich aber die, bei der man es selbst schafft, eine hilfreiche (und unschädliche) Strategie zu entwickeln, um das Problem zu lösen, denn damit hat man auch gezeigt, dass man generell in der Lage ist, selbst Probleme zu lösen. Und so wie sich Jayners Fall anhört, hat sie einen guten Weg gefunden...meine Hochachtung! :) |
| Hiddn Rose | Wer bestimmt, wasnormal ist? - Die Masse. |