| DarkHeart | Auf dem Wege durch die ADHS, Autisten und Borderline Boards sind mir viele Menschen begegnet, die sich entweder geschlechtsneutral fuehlten oder sich dem anderen Geschlecht zugehørig empfanden und sogar einige Operationen anstreben, da aber oft ein Missbrauch die Ursache war, das diese ihren Kørper einfach hassten. Oder denen, die sich so annahmen wie sie waren, aber gleichgeschlechtlich lieben. Oder die, die sich einfach im falschen Kørper fuehlten. Sehr interessant finde ich, das beispielsweise Mænner sich weiblicher fuehlen, sich manchmal auch dahin trimmen, ohne Geschlechtsumwandlung, dann aber Frauen lieben oder Frauen, die sich mænnlich fuehlen, Mænner trotz allem lieben. Oder auch bi sind. Mir sagte man von klein auf, das ich mich wie ein Junge verhalte, nicht nur weil ich zwei linke Hænde fuer Frauentætigkeiten habe und ich habe mich mit autistischen Frauen unterhalten, denen es genauso wie mir erging und noch ergeht. Bei mir ist es wohl von geschlechtsneutral bis halb/halb und wære aus mir ein Mann geworden, wære ich wohl sturzschwul. Ich kann sagen, das ich von meinem Geschlecht wusste, es mir aber nicht wichtig war und meine Verhaltensweisen in mir eingebrannt waren/sind, war ganz erstaunt, als man mir immer sagte, das ich mich mænnl. benehme und in meiner Kindheit und Jugend auch oft als Junge verwechselt wurde. Ausser, das ich als Jugendliche ein Komplex bekam wegen der vielen Vorwuerfe, hatte ich aber nie den Wunsch mich umoperieren zu lassen, aber ich gehe mehr sportlich gekleidet. Ab und an mal mehr weiblich. Wie ist es bei Euch? Entstehen generell aus den o.g. Anderartigkeiten Homosexualitæt und æhnliche Aussergewøhnlichkeiten oder gibt es da auch Ausnahmen? Was meint Ihr? |
| rainraven | Inzwischen sehe ich eindeutig weiblich aus :) und bin "gerne eine Frau" mit all ihren Attributen, körperlichen wie psychischen, aber auch mit den Stärken eines Mannes. Ich gehe nicht automatisch nach diesem Denkschema, was ein Mann oder eine Frau denken, tun, fühlen "sollten". Sondern jeder Mensch ist anders, egal, welches Geschlecht er hat. Als Kind/Jugendliche wäre ich aber immer lieber ein Junge gewesen, verabscheute "weibliche" Eigenschaften wie artig, sauber, höflich sein, hatte raspelkurze Haare (würde ich inzwischen niemals mehr machen, da ich einen Haarfetisch habe und selbst fast 90 cm Mähne mein Eigen nenne :) ) und hab "typische" Jungenspiele gespielt wir Raufen, Fußball, Bäumeklettern, draußen Rumtoben. Ich hatte auch keine Puppen, sondern spielte bevorzugt mit Actionfiguren, Monstern, Drachen, Flugzeugen und anderen Maschinen. Im Spiel mit anderen Kindern übernahm ich immer männliche Rollen, spielte den Helden, der kleine, schwache Mädchen beschützen mußte (da ich auch größer und kräftiger gebaut war als viele meiner Freunde) oder den Bösewicht, Abenteurer, Trapper, Erfinder, jedenfalls Männerrollen. Ich sah mich auch als Kerl, fand "Mädchensachen" wie Knutschen und Schwärmen für einen Jungen peinlich und war todunglücklich, als ich mit elf Brüste und Periode bekam und wollte mich sogar einer Totaloperation unterziehen. (Zum Glück hab ich das bleiben lassen :D ) Später fand ich auch nur Gefallen an "männlicher" Musik wie Heavy Metal und hätte niemals Schminke oder Röcke getragen, fand dicke Boots und Hosen immer besser und auch heute schminke ich mich nur zum Ausgehen und trage immer noch bevorzugt Hosen und Plateaustiefel :). "Mann sein" oder "männlich sein" fand ich immer besser als das weibliche, Hingegebene, sich Anbiedernde, und auch heute noch sehe ich das Idealbild einer Frau in einer muskulösen, stiefeltragenden, dreckverschmierten, toughen Lara Croft oder Sarah Connor (die Frau in "Terminator", nicht die Sängerin gleichen Namens!) die über Männer dominiert, hart durchgreift und kein Makeup braucht, um sexy zu sein. Beides miteinander kombiniert ist ideal, finde ich, ich verabscheue so ein "püppchenhaftes" Lolita-Frauenbild. Aber ich bin dennoch durch und durch hetero und bevorzuge Männer (die durchaus gefühlvolle "Softies" sein dürfen :) ). |
| DarkHeart | ich glaub, ich hab paar unhøfliche Worte versehentlich benutzt, die hab ich gerade ausgetauscht. interessant Rainraiven ;) |
| Ronin76 | [QUOTE]Entstehen generell aus den o.g. Anderartigkeiten Homosexualitæt und æhnliche Aussergewøhnlichkeiten oder gibt es da auch Ausnahmen? Was meint Ihr?[/QUOTE] Das typisch heterosexuelle Rollenverhalten wird Kindern doch meistens von den Eltern und der Gesellschaft aufgesetzt. Wer sich nicht nach den Erwartungen dieser Personen verhält, wird ausgegrenzt und steht frei zum Abschuß. Homosexualität ist keinefalls etwas Außergewöhnliches, wenn man bedenkt daß der Großteil der "Heterosexuellen" zumindest einen Hang zur Bisexualität hat, diesen jedoch verleugnet. Es gab darüber schon viele Studien. |
| DarkHeart | Ja eine Aussergewøhnlichket ist es nicht unbedingt und ist auch weit in der Vergangenheit geschichtlich zu finden, ich meine auch nicht, das man damit eine Schraube locker haben muss, eher interessiert mich die Entstehung. inkl. der Bisexualitæt. Autismus soll beispielsweise durch eine Uebermenge an mænnlichen Hormonen entstehen, so haben AutistenFrauen mænnliche Charakterzuege und kønnen auch kørperlich etwas angehaucht sein. Vielleicht gibt es bei den anderen Møglichkeiten was vergleichbares? Und wie kommt das, das einige sich im falschen Kørper fuehlen? Dazu muss ich sagen, das Andersartigkeiten wie Bordis, ADHSler, Autisten ihren Kindern, die anders veranlagt sind, genauso das Leben zu Hølle machen deswegen durch nicht einfuehlen kønnen oder nachvollziehen oder einfach nicht ein toleranter Mensch sein kønnen. In Autisten und ADHS-Foren hab ich die Intolleranz in Person getroffen bei verschiedensten Andersartigkeiten und Verhalten, Ausnahmen waren dabei, aber weit weniger. Das hat mich erschreckt. |
| starfish | [QUOTE]aber es ist auch offensichtlicht wenn man sich die Menschen im Umfeld etwas genauer beobachtet, ihnen zb direkt in die Augen sieht. [/QUOTE] soso. bestimmung der sexuellen präferenzen durch blickkontakt. wenigstens handauflegen oder kopfformvermessung hätte es ja schon sein können. |
| Seelenreise | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B]Als Kind/Jugendliche wäre ich aber immer lieber ein Junge gewesen, verabscheute "weibliche" Eigenschaften wie artig, sauber, höflich sein, hatte raspelkurze Haare (würde ich inzwischen niemals mehr machen, da ich einen Haarfetisch habe und selbst fast 90 cm Mähne mein Eigen nenne :) ) und hab "typische" Jungenspiele gespielt wir Raufen, Fußball, Bäumeklettern, draußen Rumtoben. Ich hatte auch keine Puppen, sondern spielte bevorzugt mit Actionfiguren, Monstern, Drachen, Flugzeugen und anderen Maschinen. Im Spiel mit anderen Kindern übernahm ich immer männliche Rollen, spielte den Helden, der kleine, schwache Mädchen beschützen mußte (da ich auch größer und kräftiger gebaut war als viele meiner Freunde) oder den Bösewicht, Abenteurer, Trapper, Erfinder, jedenfalls Männerrollen. [/B][/QUOTE] Ich erkenn mich hier gerade etwas wieder;) Als Kind wollte ich auch immer ein Junge sein. Mit 3 oder 4 habe ich mir, in einem unbeobachteten Moment, die Haare abgeschnitten und hatte dann Jahre lang eine Art Pagenschnitt. Auch ich habe lieber mit Feuerwehrautos als mit Puppen gespielt und Prinzessinen etc. fand ich sowiso bescheuert. Ich wurde früher allgemein als Junge erkannt, nur selten als Mädchen. Im Kindergarten nannte ich hauptsächlich Jungen meine Freunde und konnte mit den wenigsten Mädchen etwas anfangen. In der Grundschule musste ich dann merken, dass man als Mädchen nicht einfach mit einem Jungen befreundet sein konnte. Zudem habe ich festgestellt, dass nicht alle Mädchen doof sind. Irgendwie hat es sich dann bei mir verloren. Über die Jahre hinweg bin ich weiblicher geworden. Heute bin ich gern eine Frau, zumal ich den weiblichen Körper als ästhetischer empfinde als den männlichen. Jedoch finde ich auch heute noch zu vielen Frauen keinen richtigen Zugang, oder empfinde sie nach einiger Zeit als anstrengend oder zu zimperlich. [QUOTE]Aber ich bin dennoch durch und durch hetero und bevorzuge Männer (die durchaus gefühlvolle "Softies" sein dürfen ).[/QUOTE] ...Softies sein müssen, mit Machos kann ich nichts anfangen. Ich denke solange man sich gibt wie man ist, ist man richtig. Ob man zu der Rolle passt die die Gesellschaft für einen vorgesehen hat sollte unwesentlich sein. |
| Töggelie | Ich sah als Kind ziemlich eindeutig aus, wie ein Junge und fand das total faszinierend. Wenn ich so zurückdenke, hatte ich auch nur Jungs als Freunde. Im Kindergarten hatten wir ein "Bandenhäuschen" (gut, es war ein Boden mit 2 Wänden, die spitz zuliefen, wie zu einer Art Dach), um das wir uns wirklich täglich prügelten, da es Pflicht war einen Chef zu küren...von Demokratie wollten wir natürlich herzlich wenig wissen. Mit Mädchen...ich weiß nicht, ich kam irgendwie nicht mit ihnen klar. Ich wurde einmal eingeladen, als es regnete, mit unter einem riesen Schirm zu stehen, wurde aber gleich wieder verjagt, da ich zu viel Unruhe aufbrachte. *g* Nene, da waren Jungs schon besser, die hatten auch eindeutig die cooleren Spielsachen. BMX-Räder, Wasserspritzpistolen, Kinder-Werkbänke, etc. Coole Sache. Ich war mir sicher, dass ich kein Mädchen sein wollte, da ich eine sehr ungute Vorstellung von mir hatte, wie ich, wäre ich erstmal älter, aussehen würde. Ich fing an, mir die Haare abzurasieren (leider mit einem Nassrasierer...Löcher inklusive versteht sich) und weigerte mich, engere Klamotten zu tragen. Ich habe das Ganze so weit perfektioniert, dass ich in der Klasse saß, neue Lehrerin kam rein, ging die Namenslisten durch und sagte, als sie zu mir kam:" So und jetzt du...ahm...hier ist jetzt kein Name mehr für n Typ, also wie heißt du?!" Meine Klasse rief ihr zu:" Ahm, das ist ein Mädchen, ja? Hallo?!" Aber sie ignorierte das ganz gekonnt, bis sie irgendwann die Liste nochmal durchging. Jaaah, fand ich sehr amüsant. :D Ich weiß nicht, ich denke, das hängt viel mit der Wahrnehmung der Umgebung zusammen. Für mich waren Mädchen einfach albern, langweilig, doof. Gut, ich sah aber nur DIESE Mädchen. Ich konnte ja als kleiner Stöpsel nicht wissen, dass das keine reinen Mädcheneigenschaften waren, sondern dass ich da einfach n paar verwöhnte Gören vor mir hatte, die es vorzogen mit Lackschühchen zu kokettieren. |
| rainraven | ...und ich bin selbst noch "junger Herr" genannt worden als ich schon mit 16 eine Dauerwelle und Bon-Jovi-Frisur hatte...:rolleyes: Enge Klamotten, Röcke und Makeup oder Kleider benütze ich erst, seit ich etwa Mitte Zwanzig bin...und dann auch nur beim Ausgehen. Ich fühle mich privat immer noch am wohlsten ungeschminkt in Cargohosen, dicken Boots und T-Shirt/Sweatshirt. :) |
| Cagliostro | Ach, so unterschiedlich sind die Geschlechter auch wieder nicht. Es gibt zwar verschiedene Aufgaben durch die Biologie und vielleicht ist es auch etwas abweichend, inwieweit Menschen ihre Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erkennen, aber im Grunde werden die Geschlechter weniger durch die Biologie, als durch die Eltern bestimmt. An total liebe Mädchen glaube ich genausowenig, wie an Hulk-ähnliche Männer bzw. die Theorie, dass es der Normalfall wäre, eher wenig zu sprechen, viel Holz zu fällen und Frauen in Höhlen einzusperren. Nicht alles stimmt, was unsere eher simplen Vorfahren vor 2000 Jahren glaubten... |
| Organdi | als ich klein war (2-4 jahren alt), hat meine ma ständig zu hören bekommen " ach, sie haben ja einen hübschen sohn!". auch, wenn ich mir die bilder angucke, denke ich mir, dass ich echt wie ein "sohn" aussah, und bestimmt nicht wie eine tochter. das hat sich dann aber geändert, nach der pubertät bekam ich wohl die weiblichste figur aller zeiten und kurzes haar steht mir nicht. was geblieben ist, sind die charakterzüge, denn eben charakterlich kann ich mich mit den frauen meist gar nicht identifizieren, ich bin in meinen ansichten eher männlich und handle genau so. aber das war's auch schon. ich könnte weder homo noch bi werden, meine zuneigung ist eindeutig. daher will ich auch nicht in einem männlichen körper stecken. ich finde meine mischung ganz ok :) |
| Heathcliff-WH | Bis jetzt haben glaube ich fast nur (biologische) Frauen hier rein geschrieben. So, jetzt mal ein biologischer Mann: Ich war als Kind ein typischer Junge, hatte aber auch Mädchen im Freundeskreis, wir sind aber immer gut miteinander klar gekommen, unsere Grundschulklasse war nie in Mädchen und Jungs getrennt. Mit 10 ging es dann los, dass ich öfter mal als Mädchen verwechselt wurde, was mir sogar heute mit 22 manchmal noch passiert. Muss mich der Meinung anschließen, dass man das biologische vom sozialen Geschlecht trennen sollte. Ich geh gerne als Transe weg und genieße es Frau zu sein, genau so gern bin ich aber auch Mann und und auch im Alltag wirke ich meist recht androgyn (vielleicht weil ich das Püppchengesicht von meiner Mutti habe), habe aber festgestellt, dass ich männliche und weibliche Rollen auf mich vereine, fühle mich also als Mann und als Frau, beziehungsweise als keins der beiden. Habe auch überlegt ob ich glücklicher wäre wenn ich mich zur Frau umoperieren lassen würde, aber das wäre ich glaub ich nicht. Ich bin zwar stockschwul, aber ich finde das hat nur bedingt was mit meiner geschlechtlichen Identifikation zu tun. Ich habe hauptsächlich weibliche Freunde, und viele davon sehen aber in mir nicht unbedingt den typisch schwulen Kumpel mit dem man shoppen geht (da hab ich auch viele) sondern weil sie mit Männern einfach gut können. Ich habe aber auch den Eindruck, dass viele (heterosexuelle) Männer mit Schwulen und aus der männlichen Norm fallenden Männern zunächst nur schwer oder gar nicht klar kommen (Lieblingsbeleidigung vieler Männer für alles mögliche: "das ist doch schwul"). Mein Mitbewohner ist zum Beispiel stockhetero, hat ne wunderhübsche Freundin, stylt sich aber gerne androgyn und scheut nicht manchmal ein bisschen rumzuschwulen, als er einmal geschminkt auf Arbeit gegangen ist, waren einige seiner männlichen Kollegen, die sonst mit ihm rauchen waren und Witze gemacht haben ein bisschen verstört. |
| Elementarsatz | Ich bin als ausgesprochener MANN auf die Welt gekommen und werde auch so sterben. |
| Heathcliff-WH | Mmm, das wünsche ich mir auch manchmal, hätte es vielleicht manchmal einfacher gemacht, aber so wie ich bin, bin ich glücklich. |
| hagzissa13 | <= weiblich als Kind habe ich nicht nur mit Puppen gespielt, sondern durchaus auch mit der Autogarage. Typisches Mädchen-Playmobil und Mädchen-Lego gabs nicht, die Wildwestteile und die Polizeistation fand ich auch viel spannender. Nichts desto Trotz habe ich auch meine Barbies geliebt und war total enttäuscht, daß Kens Unterhose aus Plastik war und man nix sehen konnte, wenn man ihn auszog.... :D Ich habe es geliebt, draußen zu spielen, durch die Felder zu streifen und mich im Matsch zu suhlen. Meine Hobbies waren durchwachsen männlich und weiblich. Mein Engagement bei HiOrgs war geschlechtsneutral, Tanzen wohl eher weiblich, Sportschießen damals noch eher männlich. Mein Beruf als Arzt ist wohl eher auch geschlechtsneutral, meine Arbeit bei der BW wohl eher nicht. Da muß man gerade in der Truppe sehr hart teilweise sein, um sich in diesem Männerhaufen zu behaupten. Ich finde es immer witzig, wie sehr die Kleidung einen verändert. In Flecktarn und Kampfstiefeln sieht es so aus, wenn ich gehe, als wäre ich ein Mann, in kurzen Röcken hingegen ganz im Gegenteil. ;) Männliche Attribute helfen mir im Leben durchaus weiter, doch meine weiblichen ergänzen das perfekt. Ich bin zufrieden, kann nicht klagen, wäre nie gerne ein Mann gewesen (auch wenn ich sie beneide, da sie weder ihre Tage bekommen noch schwanger werden und eine Geburt ertragen müssen....), fühle mich wohl in meinem weiblichen Körper und lebe aus beiden Rollen das, was mir richtig erscheint. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Ich bin als ausgesprochener MANN auf die Welt gekommen und werde auch so sterben. [/B][/QUOTE] Wenn du damit John Wayne meinst, naja... Dieser hatte den schönen Namen "Marion" als middle-name, wie der Amerikaner sagt. Vermutlich hat ihn dies in den Männlichkeitswahn getrieben. Nun, wer von hause aus keine Persönlichkeit ist, der wird es auch nimmer, wenn er sich hinter einer Rolle versteckt. |
| Heathcliff-WH | Ich finde, dass viele der Beispiele zeigen, dass Geschlechterrollen konstruiert werden und dass jeder seine Geschlechtlichkeit auf Stereotype bezogen selbst erschaffen kann/darf/tut. |
| atras|X lilium | [QUOTE]Ich finde, dass viele der Beispiele zeigen, dass Geschlechterrollen konstruiert werden und dass jeder seine Geschlechtlichkeit auf Stereotype bezogen selbst erschaffen kann/darf/tut.[/QUOTE] Ich stimme dir da total zu! Ich denke das kommt aber eben auch, dass es inzwischen meist nicht nicht mehr so leicht ist zu sagen was "weiblich" und was "männlich" ist. Ok was mich angeht... ich bin biologisch weiblich (ok glaub bei mir is es ziemlich eindeutig). Ich hab mich als ganz ganz kleines Kind total wie ein Mädchen angezogen bzw meine Mutter. Ich sah immer eindeutig weiblich aus. Als ich dann in die Grundschule kam fing es bei mir so wirklich an, dass ich mich wie ein Junge aufführte (was aber nicht heißt, dass ich jemals als Junge gesehn wurde... war immer das aaach so supersüße Mädchen >.< Mich hat das immer aufgeregt wenn das jemand gesagt hat weil ich einerseits denke die meisten sagten es nur so weil es sich gehört und die andren einfach unter geschmacksirrung leiden XD) . Kurze Haare also so richtig kurz, Jungenkleidung aber bei uns war das etwas anders... in der Pause hieß es immer Jungen gegen Mädchen XD wir haben uns jede Pause geprügelt. Ich war aber immer bei den Mädchen und war sozusagen der Chef. Weil ich die stärkste war und gut im Strategieren (also ich hab es damals bestimmt mit drei Jungs gleichzeitig aufgenommen. Bzw ich hatte auch Übung mit den Hauptschülern die dort auch waren, weil ich immer dazwischen gegangen bin wenn die Hauptschüler jemanden geschlagen haben). Auf der anderen Seite war ich aber auch immer das Mädchen zu dem alle gekommen sind wenn sie Probleme hatten. Sowohl Jungs als auch Mädchen. Ich konnte sehr gut verstehen aber war auch sehr praktisch veranlagt und hab versucht was zu tun. Wahrscheinlich war es so, dass ich unbedingt wie ein Junge sein wollte und sie gleichzeitig gehasst hab wie nichts (also das hab ich immer noch nicht so ganz abgelegt... mich regt es auf wenn man sagt Jungs sind einfach stärker als Mädchen) In der Realschule kann davon gar nicht mehr die Rede gewesen sein da war ich immer die "graue Maus" (ich war in ner Mädchenschule was auch etwas extrem ist). Ab da (bis heute) denke ich, dass nur reden etwas hilft und Prügel alles nur komplizierter machen. Ich hab immer versucht zu reden aber weniger so wie viele Mädchen reden sondern ich bin immer ruhig und versuche zu agumentieren und Kompromisse zu finden. Was die Kleidung angeht war ich damals weder wirklich weiblich noch männlich. Geschminkt hab ich mich bis vor... 3 Jahren nicht. Inzwischen gehe ich ungeschminkt nicht mehr vor die Tür :rolleyes: leider bin ich inzwischen mit einer absolut weiblichen Figur bestraft und sehe auch sonst überhaupt nicht wie ein Junge aus aber das würd ich auch nicht wollen... (etwas neutraler wär aber schon schön ;) ) Ich hab immer noch einige absolut männliche Charakterzüge an mir aber auch eindeutig weibliche wenn man das so sagen kann. (Ich mag diese Einteilung nicht...) Aber so, dass selbst wenn ich anders aussehe mich niemand für einen Junge halten würde. Bzw wenn schon für einen stillen, übertrieben höflichen und absolut ohne Selbstbewusstsein bzw ein Mensch der überhaupt nicht nein sagen kann :rolleyes: Was Liebesdinge angeht... würd ich sagen... stehe ich auf "weiblichere" Männer (muss aber dazu sagen, dass ich noch nie einen Freund hatte. Jaaa sagt nichts). Also definitiv männlich aber Machos gehen gar nicht (bzw die ganzen Typen die mich auf der Straße anreden :mad:) Aber ich möchte auch keinen Freund sondern nur nen Geliebten... (ja damit bin ich wohl unten durch? Bin halt schon in jemanden verliebt und außerdem kenn ich nur Mädchen die absolute PRobleme mit ihren Beziehungen haben...) und warum Freund wenn man genauso bloß unvebindlich mit einem Geliebten was machen kann (also auch ins Kino gehn oder so!) Ich hab mir aber auch schon mal eingebildet auf ein Mädchen zu stehen (die zwar eher männlich war aber ok) später hat sich aber rausgestellt, dass es eher Bewunderung war. Aber allgemein wird das wohl eher später was, da mich die meisten die mich anreden einfach nur total aufregen und ich dann schnellstens versuche mich höflich zu verabschieden. |
| Vampirinchen | Ich war da früher, ähnlich wechselhaft wie meine sonstigen Launen. Mal wollt ich ein Kerl sein, mal ne Frau, mal garnix, mal ein Zwitter. Irgendwann hab ich mich damit abgefunden, dass mich meine Wünsche da eh nicht weiterbringen und ich halt das bin, was ich bin. Inzwischen, denk ich, kann ich aber mit Fug und Recht behaupten, eine Frau zu sein, auch wenn ich nach wie vor Physik spannender finde als Nagellackfarben. Was die Ablehnung des Körpers angeht, das tu ich, eindeutig. Allerdings bleibt mein Körper ja im Prinzip der gleiche, auf wenn ich da plötzlich ein Würstchen zwischen den Beinen wedeln hab. Wahrscheinlich lehne ich auch einfach das Körper-haben generell ab, von daher ist´s eh wurscht... Hmm, meine sexuellen Präferenzen, sind im Bezug auf das Geschlecht nicht vorhanden. Ich bin bi, aber ob das irgendwas damit zu tun hat, dass ich früher nicht wusste, was ich will, das sei mal dahingestellt. |
| SchlafenderMond | Ich hasse es abgrundtief männlich zu sein. Ich HASSE es so verflucht, dass all mein Verlangen nach Nähe und Wärme in einem männlichen Körper wüten muss. Ich hasse es, weil ich als Mann gescheitert bin Zuneigung zu finden und keine Kraft mehr habe zu buhlen und zu umschwärmen, währenddem es mich verdriesst und innerlich so martert zu beobachten, wie Frauen reihenweise verführt, umschwärmt und begehrt werden. Dieser Blickwinkel scheint sehr eingeschränkt zu sein, aber ist man durch Einsamkeit an der äussersten Schwelle der noch erträglichen Verzweiflung angelangt, wird es so grausam bewusst, dass nichts Wert hat, ausser der zärtlichen, aufrichtigen Berührung, aus der die gesamte Zuneigung eines anderen Menschen fühlbar wird. (Alles andere, jegliche nur erdenkliche Tätigkeit des Menschen dient genauso der Flucht vor der nüchternen Wirklichkeit, jedoch in einer seichteren Form der Versenkung und als Ersatz für die fernbleibende Wärme eines anderen Herzens.) Wenn ich nun spüre, dass ich mein Leben in einer schwerelosen Verzauberung, dem Säuseln der Sinne vergessen will und keinen Ersatz dafür in der Besessenheit für irgendeine Tätigkeit finden kann (sei es Musizieren, Philosohpieren, im Altruismus oder Malen, etc..), dann wird mir der Fluch, als Mann geborenen zu sein, so erschüternd klar. Es ist diese Aussichtslosigkeit und das Machtlose, nicht einfach so in den Arm genommen werden zu können, sondern für jede Berührung bis zur Selbstaufgabe kämpfen zu müssen. Im ewigen Wettstreit um Überlegenheit, sei es nun auf primitiver oder intellektueller Ebene. Im Gegensatz zu einer Frau, die im Anblick ihrer formschönen Erscheinung, selbst über ihren sinnlichen Anblick erstaunt und erfreut und vor verheissungsvoller Aufregung oder zumindest in Zuversicht, weiss, dass sie stets einen Arm zum ausruhen finden wird. Ich aber, weiss nur, dass jede unerfüllte Sehnsucht eine verpasste Gelegenheit fürs Leben ist. Es fühlt sich an, als ob dieser uendliche Mangel an wärmender Zuneigung dem Mann vorbehalten wäre. Dieses Bedürfnis ist zwar geschlechtslos und die unerfüllte Sehnsucht nach Zuwendung ist weder weiblich noch männlich, aber wenigstens zu einer vorübergehnden Sehnsuchtstille gelangen Frauen eher. Es gibt keinen Vorteil für die Männlichkeit, dem Anblick eines Kartoffelsackes im Spiegel. Man erkennt vielleicht für einen Augenblick körperliche Agilität oder eine muskulöse Statur, die den Dümmsten vielleicht einen Eindruck von eitlem Stolz und irgendeiner Art von Überlegenheit einflössen mag, die aber für das Glück wertlos ist. Sich als Mann im Leben zu befinden ist unerträglich grausam. [SIZE=1](Ich wage es mal - trotz des Wissens, dass Frauen nur sehr spät den Zugang zu Hochschulen erhalten haben - einen Zusammenhang anzudeuten, zwischen diesem elenden Fluch des Mannes und der Ausserordentlichkeit seiner schöpferischen Tätigkeit. Nicht, dass Frau die Fähigkeiten zu grossem (aber für das Glück wertlose) Schaffen nicht hätten, sie hatten es nur seltener Nötig als der Mann.)[/SIZE] |
| Kampfsau | Nun, mit Verlaub aber diese Sicht der Dinge scheint mir nach wie vor sehr eingeschränkt. Sich die Weiblichkeit zu ersehnen, weil man meint, Frauen haben es leichter jemanden in der Liebe zu finden. Von seinem eigenen, persönlichen Erfahrungshorizont sollte man nicht auf den kompletten Geschlechteralltag schließen. Sie haben es wahrscheinlich leichter einen Mann zu finden,der sie für seine persönliche Triebbefriedigung missbraucht . Mit wahrer Liebe hat dies jedoch äußerst wenig zu tun. Wahre Liebe, falls es sowas geben sollte, erschöpft sich nicht allein in körperlicher Nähe. Vielleicht haben sie es leichter als Männer jemanden kennen zu lernen aber es gibt da draußen seeehr viele seltsame Männer. Da relativiert sich das oft sehr schnell. Und selbst die Wahrscheinlichkeit, einem anderen Menschen auf jener Ebene zur Auslebung hedonistischer Bedürfnisse zu finden, ist weniger vom Geschlecht selber als von der eigenen Attraktivität abhängig. So gibt es natürlich auch die Frauen der Schöpfung, welchen eine solche persönliche Nähe noch nie oder seit Jahren nicht mehr vergönnt war und Männer, denen die Herzen der Frauen scheinbar ohne große Mühen zu Füßen liegen. [QUOTE]Im Gegensatz zu einer Frau, die im Anblick ihrer formschönen Erscheinung, selbst über ihren sinnlichen Anblick erstaunt und erfreut und vor verheissungsvoller Aufregung oder zumindest in Zuversicht, weiss, dass sie stets einen Arm zum ausruhen finden wird.[/QUOTE] Scheint das Gras nicht immer dort grüner, wo man sich nicht gerade aufhält? Wer sag die formschöne Erscheinung einer Frau ist etwas, dass ohne jegliches Zutun entsteht, der scheint doch einer Naivität zu fröhnen, die jeglichem Sinn für Realität entbehrt. Als ob Frauen nicht auch kämpfen um die Gunst der Männlichkeit?Eine schlanke, elfengleiche Figur, der liebreizende Blick, die seidigen Haare die so zu verzaubern wissen, sind oftmal die Früchte harter Arbeit und eiserner Disziplin, welche nicht jede Frau zu leisten vermag. Wieso sollte es nicht möglich sein, alls Mann, jenes Maß an Zuneigung bei einem anderen Manne zu finden? Gerade das geradlinige, ehrliche deswegen wohl oft auch als taktlos angesehende Wesen der meisten Männer im Gegensatz zu dem der Frauen, ermöglicht eine recht schnelle und ehrliche Kontaktaufnahme, die nicht wie so oft, durch viele Missverständnisse gestört wird. [QUOTE]Es gibt keinen Vorteil für die Männlichkeit, dem Anblick eines Kartoffelsackes im Spiegel. Man erkennt vielleicht für einen Augenblick körperliche Agilität oder eine muskulöse Statur, die den Dümmsten vielleicht einen Eindruck von eitlem Stolz und irgendeiner Art von Überlegenheit einflössen mag, die aber für das Glück wertlos ist.[/QUOTE] Was steht zwischen einem Menschen und dem Glück? Einerseits der Drang geliebt zu werden, menschliche Nähe die unerfüllt bleibt. Der andere Punkt ist ein Leben frei von Angst. Was ist körperliche Überlegenheit? Sie ist eine Form der Macht, eine Form der Macht die sich den Frauen oftmals entzieht. Man erwartet Härte, Stärke und Widerstandskraft, den entschlossenen Willen, die Eigenschaften eines Kriegers von der Männlichkeit. Selbst wenn man als Mann diesen Erwartungen nicht wirklich gerecht wird, sehen einen Menschen eher als eine derart starke Persönlichkeit an. Dafür zahlt man mit einer gewissen Einsamkeit und geringerer Rücksicht auf die eigenen Schwächen. Frauen können eher mit einer helfenden Hand rechnen, doch wird ihr Drang nach Selbstständigkeit und persönlicher Stärke seltener ernst genommen, was in sich auch eine starke Kränkung sein kann. Den Druck den ein Mann verspührt, aufgrund der Leistungen die von ihm erwartet werden, sind diese so anders als der Druck, der sich durch die angebliche Macht der Frauen äußert?!?! Kann es nicht auch eine Befreiung sein, nicht immer nur als Objekt sexueller oder emotionaler Bedürfnisse gesehen zu werden? Macht es Spaß, einem guten Mann das Herz brechen zu müssen?Und das obwohl man derlei Begehrlichkeiten gar nicht zu wecken ersehnte? Dass sich solche Gefühle in anderen entflammen, ohne dass man Anstrengungen unternehmen wollte, die dieses Ziel zur Folge hatten? Ich kann nur sagen, es gibt keine Entbehrungen und Anstrengungen, die nicht vollbracht werden müssen. Es ist einfach, von der Kraft anderer zu zehren doch was ist wertvoller, als das, was man sich selber errungen hat? Ist die Liebe soviel anders, als all die anderen Dinge, die man im Leben bekommt oder werden sie nicht erst dadurch kostbar, dass man für sie Entbehrungen in Kauf nehmen musste und sie nicht auf alle Ewigkeit bestand haben werden? Wird man ein Herz nicht viel sanfter und rücksichtsvoller behandeln,dass sich einem nur durch viel Rücksicht, Gefühl und Geduld öffnen konnte? Zumindest würden mir in dieser Hinsicht die wenigsten Menschen, außer vielleicht beziehungsgestörte Bindungsphobiker mit Jagdkomplex, widersprechen. [QUOTE]Sich als Mann im Leben zu befinden ist unerträglich grausam.[/QUOTE] Das Leben als Mann ist verglichen mit dem Leben der Frau das wahre Paradies, sofern man sich von unserer emanzipierten Gesellschaft der Gegenwart oder auch vereinzelter, matriachaischer Gesellschaftsstrukturen entfernt. Denn erst dann wird einem bewusst,was Macht und Ohnmacht zu bedeuten hat. Und es wird bewusst, was ich meine, wenn ich von den Ängsten der Frauen spreche. Ein Mann, jung, stark,intelligent und dynamisch, dem steht eine viel größere Welt offen, als einer Frau. Die Tatsache alleine, dass er männlich ist, wird kaum Grund dafür sein,dass er benachteiligt wird. Egal ob er einen Job sucht,alleine durchs Land zieht oder studieren will. Niemand wird ihn deswegen schief ansehen. Jetzt soll man doch mal in Syrien als Frau auf dem Land versuchen, selber etwas im Laden einzukaufen. Frauen werden behandelt wie Vieh. Sie werden verheiratet, ihnen wird der freie Wille aberzogen und sie werden abgerichtet wie Hunde. Sie sollen fremden, oftmals 20-30 Jahre älteren Männer, die sie nicht lieben, geschweige denn, die sie attraktiv finden, wann immer diese es begehren, sexuell gefügig sein und ihnen als Gebärmaschinen dienen. Sie werden bei 40 Grad im Schatten in stickige,heiße Burkas gesteckt. Sie werden ins Haus eingesperrt und dürfen dieses niemals verlassen. Und nicht nur dort,auch in Europa, kleine Mädchen werden verschachert, junge Frauen an Bordelle verkauft und dort gefangen gehalten, dienen als Agressionsventile für erfolglose Männer. In einigen Stämmen werden junge Mädchen beschnitten, sie werden für ihr Leben verstümmelt, zugenäht und ihnen wird auf ewig ein erfülltes Sexualleben versagt bleiben. Männer tragen das Blut der Hochzeitsnacht auf den Laken wie eine Trophäe am nächsten Morgen umher. Oder auch in Deutschland, wenn man als Frau alleine in der falschen Gegend unterwegs ist. Das sollte man als Mann natürlich auch nicht aber man wird sich eher wehren oder fliehen können, gerade wegen dieser fürs Glück wertlosen Muskeln. Dann wird man als Frau wahrscheinlich auch schnell mal in den Arm genommen, nur ob man das dann immer noch will ? Ein Mann sein, ist nicht immer leicht aber Frauen haben es genauso wenig leichter. Man ist doch nur unzufrieden, weil man die Vorteile nicht entsprechend würdigt. Ich glaube ich bin ganz gerne ein Mann aber die Tatsache alleine,dass ich eine Frau wäre, könnte mich nicht davon abhalten, doch glücklich zu werden. Ich glaube das wäre von mir relativ unabhängig vom Geschlecht. |
| IvyS | Ui... genau mein Thema... ;-) Nun ja... Frauen mögen es schwer haben... in manchen Gegenden der Welt. Ja, sicher. Nur... hier... in diesem deutschen Lande dürfte das großenteils anders aussehen. Mag ein Männerkörper für eine Vergewaltigung bestens ausgestattet sein, so ist dies dennoch durch unsere Gesetze verboten. Mag anderswo anders sein, ja. Nur, hier... hier, steht meines Erachtens eine Frau gesellschaftlich weit besser da, als ein Mann. Ich möchte da besonders den Freiheitsgrad zur persönlichen Selbstentfaltung ansprechen. Eigentlich kann Mädel machen, was es will... maskulin wirken, oder feminin, Bitch sein oder Prinzessin. Ist eigentlich alles ein anerkannter gesellschaftlicher Stereotyp der Gesellschaft. Was aber passiert, wenn ein Kerl nun sich weiblich kleidet... schminkt... etc... Der Widerstand wächst erstmal dramatisch. Ich kenne Frauen, die sehr maskulin leben... und das geht durchweg in Ordnung, nichtmal ein eigentlich pingeliger Arbeitgeber sagt irgendetwas. Das geht alles in Ordnung. So. Info dazu, die Zahl der FzM-Transsexuellen ist ziemlich gering, verglichen mit der Zahl der MzFs... ich kann das schon verstehen... hat ein Mensch mit männlichem Körper und weiblichen Ambitionen doch letztlich nur zwei Möglichkeiten: a) Als transsexuelle Frau möglichst unerkannt (stealth) zu leben, oder aber b), als ewiger Freak zu leben. Und, wenn die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, braucht es starke Nerven... Im Transenlager wird das ganze dann erst recht ad absurdum geführt. Irgendwelche Glanzlichter machen im Schnelldurchgang dann alles medizinische, was geht, und kämpfen dann mit aller Macht gegen jene, die für sich in Anspruch nehmen, eine Frau zu sein, und keine oder weniger medizinische Maßnahmen wollen. Gründe sind dann völlig wurscht. Nun ja... also... jemand wie ich steht dann letztlich zwischen allen Stühlen. Irgendwie will sowas dann niemand haben. Etwas, wie ich, gehört nirgends hin. Starke Nerven sind relativ... irgendwie muss ich sie dann ja doch haben, auch, wenn sich das anders anfühlt... jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass eine Frau mit weiblichem Körper eindeutig besser dasteht, was die persönliche Entfaltung angeht. So... bla... ;-) |
| Kampfsau | [QUOTE]Ich möchte da besonders den Freiheitsgrad zur persönlichen Selbstentfaltung ansprechen. Eigentlich kann Mädel machen, was es will... maskulin wirken, oder feminin, Bitch sein oder Prinzessin. Ist eigentlich alles ein anerkannter gesellschaftlicher Stereotyp der Gesellschaft. [/QUOTE] Kann sie das? Egal was man macht, es wird immer Leute geben, die einen blöde anmachen werden. Die Frauen müssen sich genauso wie die Männer immer irgendwie was Blödes anhören. [QUOTE]Was aber passiert, wenn ein Kerl nun sich weiblich kleidet... schminkt... etc... Der Widerstand wächst erstmal dramatisch. Ich kenne Frauen, die sehr maskulin leben... und das geht durchweg in Ordnung, nichtmal ein eigentlich pingeliger Arbeitgeber sagt irgendetwas.[/QUOTE] Das kann man nicht vergleichen. Genauso kann eine Frau Probleme haben, die einen wild gewachsenen Damenbart hat oder sich einen Schnäuzer anklebt. Es kommt nunmal auf den Arbeitgeber an. Bestimmte Diskotheken und oder gastronomische Betriebe sehen einen knappen Rock oder einen etwas großzügigen Ausschnitt vielleicht ganz gern. Anderswo sieht es dann wieder ganz anders aus. Oder was ist mit einer schwarzhaarigen Bankkauffrau, die einen Rock trägt und sich trotzdem nicht die Beine rasiert? [QUOTE] hat ein Mensch mit männlichem Körper und weiblichen Ambitionen doch letztlich nur zwei Möglichkeiten: a) Als transsexuelle Frau möglichst unerkannt (stealth) zu leben, oder aber b), als ewiger Freak zu leben.[/QUOTE] Freak ist nur das Urteil was sich andere Menschen bilden. Wenn man nicht damit Leben kann,dass andere so über einen denken und leben, dann passt man sich eben an. [QUOTE]jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass eine Frau mit weiblichem Körper eindeutig besser dasteht, was die persönliche Entfaltung angeht.[/QUOTE] Das ist kurz gedacht. Es stört mich halt,dass sich alle nur die Rosinen rauspicken oder sagen, derjenige hat es immer so leicht und macht immer soo wenig, nur weil man sich nicht die Mühe macht, etwas genauer darüber nachzudenken. Vielleicht kann man eben doch nicht all das was ein Mann macht,genau so auf die gleiche Weise tun, wenn man eine Frau ist. Ich meine man solle doch mal versuchen, als Frau eine Kommandosoldatin oder eine Feuerwehrfrau zu werden. Das ist vielleicht rein rechtlich gesehen möglich aber praktisch gesehen, schaffen das eben die wenigsten. Die wenigsten Frauen schaffen die 3 km in unter 12 Minuten und das ist nur die Leistung für das Sportabzeichen für Männer. Da setzen einfach die biologischen Schranken ein. Viele scheitern auch schon an der Mindestgröße, was bei Männern eher seltener das Problem ist. Und Kraft und Ausdauer kann man auch nur bedingt durch Willenskraft und Arbeit ausgleichen. Die leisten Männer nämlich genauso, nur das sie darüber hinaus eben auch genetisch auch bevorteilt sind. Wir hatten bei den Fallschirmjägern schon bei Frauen Respekt, die einfach nur gerade so durchgehalten haben. Wir hatten auch Fallschirmjägerinnen, die haben locker 50 Liegestütze gepumpt aber die waren EXTREM selten und dem gegenüber standen dann auch wieder die Kerle, die dann mit einem Arm Liegestütze und Klimmzüge vollbracht haben. Oder wenn man seine Tage hat, während man draußen im Felde oder am Besten noch in einem Hinterhalt ist, mit Unterleibsschmerzen und Migräne. Ich finde es halt nur vermessen darüber urteilen zu wollen, wie es sich als Mann oder Frau lebt. Ich kann auch nicht sagen, wie das Leben als Arzt oder Sozialarbeiter oder Seemann ist. |
| seraphita | < also vorab finde ich vieles, was hier jetzt geschrieben wurde sehr interessant und manche Dinge doch wirklich recht kurzsichtig gedacht... Ich persönlich kann sehr gut mit den letzten beiden Posts von Kampfsau übereinstimmen und schließe mich vielen Aussagen davon an. Gerade nachdem ich den Post von SchlafenderMond gelesen habe hat es mich schon in den Fingern gejuckt darauf zu reagieren aber da war jemand schneller :) Ich weiß überhaupt nicht, was daran denn bitteschön so wahnsinnig einfach daran sein soll als Frau einfacher an Zuneigung zu gelangen oder Glück und Liebe im Leben zu finden. Sowieso ist diese Meinung und die meisten Aussagen, die darauf abzielen aus einem sehr eingeschränkten Blickfeld gegriffen. Immerhin gibt es auch genug Frauen, die es überhaupt nicht leicht haben, die für sich auch niemanden finden, allein sind und sich nach der Nähe eines anderen Menschen sehnen...und warum? Manchmal ist es Pech, da muss man noch weiter suchen aber oft hängt es dann auch mit dem Aussehen zusammen... Viele gehen doch nach dem Äußeren und suchen sich lieber eine schlanke, in der Öffentlichkeit eher als "hübsch" angesehene Frau als vielleicht so ein kleines Mauerblümchen, jemanden der etwas mehr auf den Rippen hat oder auch zu der Sparte der eher männlichen Frauen gehört. >>>> Genau das ist auch aus den bisherigen Posts zu erkennen - es wird immer davon ausgegangen, dass "Frau" = "gut aussieht" Vielleicht sollte ich nebenbei auch noch einmal zum Thema erwähnen, dass ich selbst früher schon immer gern ein Junge gewesen wäre... Das Spielzeug der Jungs hat mich auch immer viel mehr interessiert als das was ich immer bekommen habe <.< und Klettern, Raufen oder im Dreck spielen war auch schon immer was Tolles für mich. Mittlerweile bin ich wohl weiblicher, mir irgendwie immer noch nicht ganz sicher ob ich bi bin, aber ich würde immer noch gerne wissen wie es ist ein Mann zu sein... Männer gehen miteinander doch ganz anders um als zum Beispiel Frauen unter sich, das andere Geschlecht ist eine ganz andere Welt und beides hat wohl manchmal seine Vor- und Nachteile. Ich wünschte wirklich, ich hätte die Möglichkeit beides kennen zu lernen, beide Seiten "sehen" zu können... Zur Zeit sind die meisten meiner Freunde, mit denen ich auch mehr unternehme, mit denen ich rumhänge und mit denen ich auch über Probleme spreche männlicher Natur und ehrlich gesagt empfinde ich es als immer schwieriger... Ja, es ist ganz toll, wenn man als Frau schneller mal umarmt wird, Berührungen anderer erfährt und dann plötzlich merken muss, dass es so nicht funktioniert...wenn der bisher gute Freund dann meint mehr zu wollen...mehr für einen empfindet...und man sich natürlich entscheiden muss, was man tut...wenn man ihn dann zurückweist, einfach weil man Freundschaft und nicht mehr empfindet...wenn man aber genau dadurch dann einen guten Freund verliert...ich finde das einfach schmerzhaft... Den Großteil meines Lebens war ich Außenseiter, hatte vll mal eine gute Freundin, die beim nächsten Schul- bzw. Klassenwechsel wieder weg war...da war ich auch die ganze Zeit einsam, habe mich nach jemanden gesehnt...da wollte mich auch niemand haben... So, jetzt sehe ich anders aus, habe mich entwickelt, kleide mich im ganz anderen Stil (recht auffällig. teilweise mit Mundschutz oder oft mit Halsband und Ketten), habe mehr Selbstbewusstsein und plötzlich auch mehr Reaktionen von Männern... < Dennoch führe ich zur Zeit keine feste Beziehung, bin eher Geliebte, will das aber eigentlich gar nicht... Zwischendurch habe ich fast eine Beziehung mit einer Frau geführt, doch ich denke, dass es mich dann eben doch eher zum Mann hinzieht, wenigstens für etwas dauerhaftes... Im Alltag habe ich schon noch ein paar männliche Züge, würde unter meinen Freunden auch viel lieber als Mann behandelt werden aber wenn es um Beziehungen geht, dann brauche ich schon einen "großen starken Mann" der eben auch dominant sein kann... Dieses "Männer habens leichter" oder "Frauen habens leichter" sagt man doch auch nur solange, bis man es wirklich mal erlebt hat... (das gilt auch für Deutschland ;) ) |
| Demon17 | [Center][Size=3][COLOR=crimson][FONT=century gothic][b]E[/COLOR][/b][COLOR=darkblue]lectronic [/COLOR][b][COLOR=crimson]B[/COLOR][/b][COLOR=darkblue]ody[/COLOR] [b][COLOR=crimson]M[/COLOR][/b][COLOR=darkblue]usic[/Size][/COLOR][/FONT] [Size=3][b]W[/Size][/b]ie ein Gott in Stahl gehüllt, Panzermensch in tiefer Nacht. Kaltes Herz von Eis erfüllt. Männlichkeit in geiler Pracht! [Size=3][b]D[/Size][/b]er Verächter aus der Hölle, tritt mit hartem Stiefelschritt ganz brutal auf seiner Stelle. Nie gerät er aus dem Tritt. [Size=3][b]U[/Size][/b]nd ein scharfer Todesengel im gelackten Minirock … , „ach herrjee es ist ein Bengel“ und ich habe einen Schock. [Size=3][b]N[/Size][/b]eonbunte Plastikstrümpfe, fleischig farben die Plateaus ... Traurig ich die Nase rümpfe. Dieser Club ist hoffnungslos … verloren.[/Center] |
| Efna | Ich muss ganz ehrlich mir ist mein Geschlecht relativ egal von daher würde ich mich als Geschlechtsneutral/Pansexuel verstehen. Letztendlich ist es mir wichtig das ich "ich" bin und ich lasse mich nicht in irgendwelchen Sozialen Geschlechterollen drängen. |
| Bartimäus | also ich bin Mann(biologisch) jedoch als kleiner junge habe ich eigentlich nur mit mädchen was zu tun gehabt und auch immer spiele falls möglich als mädchen gespielt bis zu einem schulwechsel während der 4ten anschließend konnte ich nicht mit mädchen weil die nicht wollten und nur wenig mit jungs weil ich schon immer einfach anders war (meine grade nicht sexuell sondern hobbys etc.) dann ein paar jahren später hat es angefangen das ich mich gerne als mädchen verkleidet habe... füllt sich gut an... inzwischen bin ich erst 18 und verkleide mich immernoch gerne hinundwieder (bis grade diesen moment habe ich noch niemanden davon erzählt) obwohl ich nicht den körper dafür habe...(groß kräftig maskulin) bei mir sind es phasen manchmal will ich mich ständig verkleiden manchmal überhaupt nicht... fast wie ne frauenperiode kommt es mir vor kommen diese phasen... ich liebe frauen IMMER jedoch in diesen phasen will ich einfach auch eine frau sein... ich denke mit fast schon ich bin eine bisexuelle/lesbische frau im körper eines mannes... ich suche auch eine beziehung mit einer frau nicht mit einem mann, ich fühle mich überhaupt nicht hingezogen zu männern... ansonsten von der persöhnlichkeit her bin ich ein schweigsamer, vieldenkender, freiheitliebender, höfflicher junger mann/"frau" |
| Lamydia | ich bin froh eine frau zu sein aber klar stellt man sich mal vor wie das wäre so als mann, aber das hat wohl mal jede Frau getan oder? und ich stimme einer antwort zu: beide Geschlechter haben es gleich schwer und zur entfaltung..ja klar sie haben mehr rechte aber ein beispiel:frauen bekommen in jobs 20 prozent weniger als die männer im GLEICHEN job.... |
| Tiandear | Also bei mir ist es so. ersteinmal, ich bin lesbisch. (Als Kind / 16-18 jahre war die schwerste zeit) war ich so hin und her gerissen. Ich wusste mit meinen weiblichen Körper nichts anzufangen ich HASSTE es wenn die Kerle mich anguckten oder auch berührten. Und ich bin jetzt, also zumindest fühle ich mich nicht hässlich. Zu anfang hasste ich meine weiblichen rundungen, welches aber nur daran lag das die männer das anziehend fanden, ich wollte sogar lieber ein Junge sein..habe mir die Brust abgebunden. ( sehjr schmerzhaft mit der Zeit, der rücken leidet erheblich.) Dann..habe ich meine Freundin kennegelernt, ich bin jetzt 20. Immer noch jung, aber ich habe begriffen das ich so wie ich bin, okay bin. Die Zeit war echt hart und ich habe viel geweint. Es ist schwer herrauszufinden was einen so bedrückt...so fertig macht. Erst als ich merkte das mich jemand so leibt wie ich bin..war ich ja glücklich. |
| Cagliostro | Nun, als Pragmatiker hab ich mich mit der sozialen Rolle: Mann abgefunden. Mich mit meinen männlichen Anteilen quasi versöhnt, bin deshalb kein Eisenhans. Als Mensch, nicht nur als (sozialer Rollen-)Mann bin ich durchaus von mir überzeugt, glaube an mich und ich denke, dass es Menschen gibt, die mir ebenbürtig sind und mit denen man auf kongeniale Weise die Dinge des Lebens besprechen kann. Welches Geschlecht ist dabei nicht sonderlich wichtig, ich habe irgendwann festgestellt, dass man mit (sozialenRollen-) Frauen auch ganz gut einen Trinken gehen kann, vielleicht sogar ins Stadion usw., man muss sie quasi nur mal lassen. |
| Kamijo | Ich fühle mit geschlechtsneutral. Ich habe keine Lust, mich als rein männlich ODER weiblich einzuordnen, obwohl ich es körperlich wohl könnte. Es macht mir Spaß, nach außen hin für andere Menschen androgyn zu wirken, deshalb versuche ich auch so weit es geht optische Merkmale von beiden Geschlechtern zu vereinen. |