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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Konstanten im Leben, von denen man sein Glück abhängig gemacht hat…
NezachWohl jeder hat solche Konstanten. Doch sind sie wirklich verlässlich? Macht man sich zu viel Gedanken, wenn man sie prüft und hinterfragt? Welche Konstanten hat man überhaupt? Ist man sich ihrer vollständig bewusst?

Seine Arbeit kann man verlieren, der Partner kann einen verlassen und schon morgen kann man mit einer lebensbedrohlichen Krankheit im Krankenhaus liegen. Unser Wohlstand kann vergehen, der Frieden ist vielleicht schon morgen einem Krieg gewichen. Liebe Menschen können einen verlassen, durch Krankheit, Unfall, Naturkatastrophe oder Krieg.

Welche Konstanten sind konstant genug? Worauf kann man sein Glück, seinen Frieden bauen? Sind wir fähig, authentisch zu lieben?

Das Glück scheint zerbrechlicher zu sein, als man glaubt, seht selbst: [url=http://www.youtube.com/watch?v=kGh6PYbXrPA]"Zur Freiheit verdammt - Kurzfilm"[/url]

Was meint Ihr dazu?
Lamydiaich denke du hast völlig recht

jeden moment könnte was mit mir oder menschen die ich liebe passieren.
wer weis wie lang ich mit meinen freund zusammen belibe und wenn es auseinander geht wann

das problem wir wissen es nicht es könnt jeden moment sein

man probiert nur möglichst viel zu ereicehn mit abreit familie usw und puff is alles vorbei

man solte schon ein gutes leben haben aber sich nciht kaputt schuften und dann kurs bevor man das große geld hat wird man überfahren

deswegen sollte man das leben geniesen vorallem mit denen die man liebst man weis nie wann es der letzte tag war
SeelenreiseIch denke die wichtigste Konstante ist man selbst.
Wie will man Sicherheit und Beständigkeit finden, wenn man sich selbst nicht treu ist und zu sich steht?!
Sicher, man wandelt sich, aber das ist doch auch notwendig um sich an die neuen Gegebenheiten an zupassen, das Leben ist ein ständiger Wandel. Dieser Wandel betrifft doch auch die "äußeren Konstanten" (Partner, Freunde, Arbeit etc.). Dann ist es vllt nicht immer undebingt falsch, wenn sich etwas verändert, auch wenn wir meinen damit würde ein Teil unserer Sicherheit, die wir Menschen zu brauchen scheinen um uns zurecht zufinden, wegbrechen.
Meiner Meinung nach, geben uns diese "Konstanten"(ich schreibe das hier in Anführungszeichen, den konstant sind diese Dinge eben doch nicht) ein Gerüst, für unser Leben, definieren unseren Platz in der Welt mit, zumindest für eine gewisse Zeit. Es ist keines wegs falsch die "Konstanten" zu prüfen, sie zu über denken, sich evtl. von der ein oder anderen los zusagen und etwas neues zu beginnen. Nur wenn wir etwas neu beginnen, sollten wir bedenken, dass das wenigste für die Ewigkeit ist.
Goat93Sarkasmus, Zynismus und Humor ist eine sicherere Konstante,
bringt in absoluter Regelmäßigkeit Ärger mit nach Hause und
verläßt einen nie in den Ungünstigsten Momenten :D
PhilonEs gibt eine Konstante, nämlich das Leben so zu akzeptieren,
wie es ist bzw. wie es kommt, dann ist man dem Glück nah. Aber wir Menschen tun es nicht sondern wir klammern uns an den Dingen, die uns glücklich machen und meiden die Dinge, die uns Schmerz bereiten. Das klingt gut würde einer sagen, dennoch bleibt dies ein Wunschdenken. Ohne diese Dualität wären wir nicht zu dem geworden, was wir sind. Deshalb finde ich die folgende Konstante viel besser, denn sie ist realistisch:

Wahres Glück besteht nicht darin, dass man bekommt, was man mag. Es kommt aus der Bemühung, Zuneigung zu gewinnen zu dem, was man nicht mag. - Mahatma Gandhi (1869 - 1948),
ThePerennialBeschäftigt mich auch seit geraumer Zeit, die Frage nach Konstanten.

Ich fürchte es stimmt, dass der Mensch letztlich ganz allein mit sich selbst ist und nichts und niemand ihm letztlich wirklich greifbaren Halt geben kann. Drei Dinge, die ich dennoch für stabilisierend (und das ist für mich der Kernbegriff einer Konstante) erachte:

1. Ein Mensch sollte zu sich selbst finden im Sinne von genau wissen, wer er ist, was ihn ausmacht und dass er "lebt um Mensch zu sein" und nicht um einen bestimmten Zweck zu erfüllen.

2. die Gewissheit des ewigen Wandels der Natur, die Konstante des Kommen und Gehens der Jahreszeiten. Sie kann tröstlich sein, da man gewiss sein kann, dass mit jeder Jahreszeit ein wenig mehr Optionen zum Leben hinzu kommen.
Sehe ich im Frühjahr das Laub an den Bäumen wachsen, ist mir bewusst, dass es im Herbst fallen wird. Es leitet mich an, bewusst zu leben. Auch macht es deutlich, dass alles, aber wirklich alles der Vergänglichkeit "unterworfen" ist und man es letztlich nicht hindern kann

3... meine " bedeutendste" Konstante ist das ewige, unverrückbare Streben nach menschlicher Vollkommenheit mit dem Bewusstsein, sie nie erreichen zu können. So wie die römischen Philosophen (und nicht nur die) nach Weisheit strebten obwohl sie wussten, dass sie diese nie erlangen würden, so strebe ich eben nach jener Vollkommenheit die ich für wünschenswert erachte. Und dieses Bedürfnis, an seinem Leben zu wachsen, aus jeder Schwierigkeit etwas zu lernen und mitzunehmen, das ist letztlich das, was mich weiterleben und existieren lässt.
Ravenheart IKonstanten gibt es meiner Meinung nach keine, Sicherheit und Beständigkeit existieren nicht, weder in zwischenmenschlichen Beziehungen noch in unserer eigenen Person, denn auch diese wandelt sich ständig. Weder unser Charakter, noch unsere Psyche, noch unsere Fähigkeit sich der sich verändernden Situation anzupassen bleiben immer gleich.

Wir leben von Veränderung und müssen mit Veränderung leben, diese bereichert unser Leben auch auf eine gewisse Art. Man überlege nur, wie eintönig es wohl wäre, wenn sich im Leben nie etwas verändern würde - oder wer kennt das nicht, jemand ist heute todtraurig darüber, dass eine Beziehung endet, eine Freundschaft zerbricht oder eine gewohnte Konstellation aus den Fugen läuft und erkennt schon Wochen später, dass es das beste war, was passieren konnte. Vermutlich gilt es einfach, im Wandel der Zeit die eigenen Perspektiven wahrzunehmen und subjektiv empfunden für sich selbst in diesem Moment die richtigen Entscheidungen treffen.

Das einzige was im Leben konstant ist, ist die Veränderung.
Ronin76[QUOTE]Welche Konstanten sind konstant genug? Worauf kann man sein Glück, seinen Frieden bauen? Sind wir fähig, authentisch zu lieben?[/QUOTE]
Eine Konstante welche nicht konstant genug ist, ist keine Konstante. Insofern stellt sich die Frage ob es überhaupt Konstanten gibt. Ein Vertrauen oder Glauben in eine Konstante würde also irgendwann Desillusionierung, Angst und Enttäuschung zur Folge haben. Daher ist vermutlich wichtig den Moment zu leben, denn dieser ist Realität und nicht konstant. Liebe ist immer an Interessen und Egoismus gebunden und es wird versucht durch Illusionen Sicherheit und Glück zu schaffen. Vielleicht sind es gerade Illusionen welche den Menschen kurzfristig glücklich machen denn immerhin steckt dahinter auch Kreativität. Da Glück (also ein Zustand emotionaller Zufriedenheit) wohl keine Konstante ist, kann es nicht immer währen.
vampire womanDie einzige Konstante kann nur man selbst sein, während sich alles um einen herum stetig verändert. Es ist gut, sich dann auf die eigenen inneren Stärken zurückziehen zu können, sich darauf verlassen zu können. Auch wenn man sich manchmal ganz schwach und orientierungslos fühlt. Trotzdem ständig Entscheidungen in Situationen erforderlich sind, ist es wichtig, dazu stehen zu können. Für mich ist es am Wichtigsten - jeden Tag in den Spiegel gucken zu könne.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Seelenreise [/i]
[B]Ich denke die wichtigste Konstante ist man selbst.
Wie will man Sicherheit und Beständigkeit finden, wenn man sich selbst nicht treu ist und zu sich steht?!
Sicher, man wandelt sich, aber das ist doch auch notwendig um sich an die neuen Gegebenheiten an zupassen, das Leben ist ein ständiger Wandel. Dieser Wandel betrifft doch auch die "äußeren Konstanten" (Partner, Freunde, Arbeit etc.). Dann ist es vllt nicht immer undebingt falsch, wenn sich etwas verändert, auch wenn wir meinen damit würde ein Teil unserer Sicherheit, die wir Menschen zu brauchen scheinen um uns zurecht zufinden, wegbrechen.
Meiner Meinung nach, geben uns diese "Konstanten"(ich schreibe das hier in Anführungszeichen, den konstant sind diese Dinge eben doch nicht) ein Gerüst, für unser Leben, definieren unseren Platz in der Welt mit, zumindest für eine gewisse Zeit. Es ist keines wegs falsch die "Konstanten" zu prüfen, sie zu über denken, sich evtl. von der ein oder anderen los zusagen und etwas neues zu beginnen. Nur wenn wir etwas neu beginnen, sollten wir bedenken, dass das wenigste für die Ewigkeit ist. [/B][/QUOTE]

Schöner hätte ich es nicht formulieren können. Vollste Zustimmung!
Seelenreise[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Schöner hätte ich es nicht formulieren können. Vollste Zustimmung! [/B][/QUOTE]

Danke:)
Ascaron[QUOTE][i]Original geschrieben von Seelenreise [/i]
[B]Ich denke die wichtigste Konstante ist man selbst.
Wie will man Sicherheit und Beständigkeit finden, wenn man sich selbst nicht treu ist und zu sich steht?!
Sicher, man wandelt sich, aber das ist doch auch notwendig um sich an die neuen Gegebenheiten an zupassen, das Leben ist ein ständiger Wandel. Dieser Wandel betrifft doch auch die "äußeren Konstanten" (Partner, Freunde, Arbeit etc.). Dann ist es vllt nicht immer undebingt falsch, wenn sich etwas verändert, auch wenn wir meinen damit würde ein Teil unserer Sicherheit, die wir Menschen zu brauchen scheinen um uns zurecht zufinden, wegbrechen.
Meiner Meinung nach, geben uns diese "Konstanten"(ich schreibe das hier in Anführungszeichen, den konstant sind diese Dinge eben doch nicht) ein Gerüst, für unser Leben, definieren unseren Platz in der Welt mit, zumindest für eine gewisse Zeit. Es ist keines wegs falsch die "Konstanten" zu prüfen, sie zu über denken, sich evtl. von der ein oder anderen los zusagen und etwas neues zu beginnen. Nur wenn wir etwas neu beginnen, sollten wir bedenken, dass das wenigste für die Ewigkeit ist. [/B][/QUOTE]Das hast Du wirklich schön gesagt - und mir damit eine Menge Schreibarbeit erspart. ;)
Seelenreise[QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i]
[B]Das hast Du wirklich schön gesagt - und mir damit eine Menge Schreibarbeit erspart. ;) [/B][/QUOTE]

*tz* Im Alter wird man nicht nur vergesslich, sondern auch faul und unverschämt:p
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Nezach [/i]
[B]Konstanten ... sie wirklich verlässlich? Macht man sich zu viel Gedanken, wenn man sie prüft und hinterfragt? Welche Konstanten hat man überhaupt? Ist man sich ihrer vollständig bewusst?[/QUOTE]

Es kommt wohl darauf an, welcher Art die Konstanten sind, auf was man baut. M. E. ist auch ausschlaggebend, was man selbst beiträgt, ob man investiert. Konstanten, denke ich, findet man vor allem im Innen und weniger im Außen. Und ansonsten halte ich für konstant, daß nur wenig konstant ist.
Prüfen und Hinterfragen kann man tausendfach, doch letztendlich wird sich erst im Ernstfall zeigen, ob eine Konstante konstant ist und auch erst dann wird man sich ihrer wohl vollständig bewußt werden.

[QUOTE]Worauf kann man sein Glück, seinen Frieden bauen?[/QUOTE]

Letztendlich auf sich selbst. Wer inneren Frieden gefunden hat, wird glücklich sein und denjenigen wird auch nichts so schnell aus der Bahn werfen. Dieser innere Friede trägt auch dazu bei, mögliche äußere Konstanten konstant(er) werden zu lassen.

[QUOTE]Sind wir fähig, authentisch zu lieben? [/QUOTE]

Ich denke schon, daß wir dazu fähig sind, wir sind zu vielem fähig. Doch ob wir die Fähigkeit des authentischen Liebens in die Tat umsetzen, liegt in unserer eigenen Verantwortung. Ist echte Liebe nicht eh grundsätzlich authentisch?
thanatos4lifeich schließe mich ravenheart I an... die einzige wahre konstante im leben ist der niemals endende prozess der veränderung.

sich selbst treu zu sein kann meiner meinung nach insofern nicht konstant sein als dass man in vielen situationen erst merkt wer oder welche rolle man spielt. es ist an eine selbsterkenntnis gebunden. der prozess der veränderung bleibt stetig darüber und ist nur bedingt beeinflussbar. das ist wohl auch gut so.

allerdings bewundere ich menschen die sich selbst eine konstante sein können. in allen lebenslagen mag das unmöglich sein aber ich denke es ist durchaus ein großer pluspunkt im leben wenn man sich auf sich selbst und seine prinzipien wertvorstellungen eigenschaften oder was auch immer bedingungslos verlassen kann.
Ravenheart I[QUOTE][i]Original geschrieben von thanatos4life [/i]
[B]ich schließe mich ravenheart I an... die einzige wahre konstante im leben ist der niemals endende prozess der veränderung.

sich selbst treu zu sein kann meiner meinung nach insofern nicht konstant sein als dass man in vielen situationen erst merkt wer oder welche rolle man spielt. es ist an eine selbsterkenntnis gebunden. der prozess der veränderung bleibt stetig darüber und ist nur bedingt beeinflussbar. das ist wohl auch gut so.

allerdings bewundere ich menschen die sich selbst eine konstante sein können. in allen lebenslagen mag das unmöglich sein aber ich denke es ist durchaus ein großer pluspunkt im leben wenn man sich auf sich selbst und seine prinzipien wertvorstellungen eigenschaften oder was auch immer bedingungslos verlassen kann. [/B][/QUOTE]
Wer eine konstante Größe für sich selbst bleibt, der verschließt sich nur leider oft auch jeder Veränderung und damit auch der persönlichen Weiterentwicklung, die im Leben einfach nötig ist, sofern man den eigenen Horizont erweitern und nicht auf der Stelle treten möchte. Diese Menschen sind häufig nichts anderes, als die Konservativen von morgen. Wie heißt es so schön, wer denkt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. Wann immer jemand sagt, konstant zu sein, dann hat er wohlmöglich letztendlich nur aufgehört sich zu bewegen. Die Vorstellung, keinem Menschen etwas zu leide tun zu wollen würde zum Beispiel spätestens dann aufhören, wenn mich jemand tätlich angreift. So ist es mit allem, ungewöhnliche Situationen erfordern oft ungewöhnliche Methoden, die über das bekannte Bild hinausgehen.

Es gibt wenige Menschen, die sich wirklich immer treu blieben oder die konkrete Vorstellungen haben, die auch im Extremfall vertreten werden. Meistens schaut doch jeder auch nur, wo er selbst bleibt und was sich aus der aktuellen Situation herausholen lässt.

(Grüße um die Ecke übrigens)
Seelenreise[QUOTE][i]Original geschrieben von Ravenheart I [/i]
[B]Wer eine konstante Größe für sich selbst bleibt, der verschließt sich nur leider oft auch jeder Veränderung und damit auch der persönlichen Weiterentwicklung, die im Leben einfach nötig ist, sofern man den eigenen Horizont erweitern und nicht auf der Stelle treten möchte. Diese Menschen sind häufig nichts anderes, als die Konservativen von morgen. Wie heißt es so schön, wer denkt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. Wann immer jemand sagt, konstant zu sein, dann hat er wohlmöglich letztendlich nur aufgehört sich zu bewegen.[/B][/QUOTE]

Da hast du Recht.
Es wird wohl eine Frage der Fähigkeit der Selbstreflekion und -erkenntniss sein, in wie weit es jemand möglich ist, zu erkennen, dass er, verharrt er auf seinen Grundsätzen, auf der Stelle tritt. Man muss hier differenzieren zwischen, innerlich gänzlich starr sein und bestimmten, selbst auferlegten Richtlinien (z.B etwas tun weilman es immer schon so getan hat) zu folgen, oder eine Art "Basis"zu haben. Bestimmte Charaktereigenschaften, Persönlichkeitsattribute, Einstellungen, eine Linie die man verfolgt. Wenn man sich diesen Kern bewahren kann, immer sagen kann, dass man voll und ganz hinter seinen Entscheidungen steht, mit sich zufrieden ist. Dann kann man sich wohl selbst eine Konstante sein, aber sich auch entsprechend wandeln oder verändern. Eben den Gegenheiten entsprechend anpassen und sich dabei selbst nicht verlieren.
Nezach[quote]Seelenreise: Ich denke die wichtigste Konstante ist man selbst.[/quote][quote]vampire woman: Die einzige Konstante kann nur man selbst sein…[/quote][quote]hagzissa: Vollste Zustimmung![/quote][quote]Ascaron: Das hast Du wirklich schön gesagt…[/quote][quote]ÂmeNoir: Konstanten, denke ich, findet man vor allem im Innen…[/quote][quote]Seelenreise: … eine Art "Basis"zu haben. Bestimmte Charaktereigenschaften, Persönlichkeitsattribute, Einstellungen, eine Linie die man verfolgt. Wenn man sich diesen Kern bewahren kann, immer sagen kann, dass man voll und ganz hinter seinen Entscheidungen steht, mit sich zufrieden ist. Dann kann man sich wohl selbst eine Konstante sein … sich dabei selbst nicht verlieren.[/quote]Wahrscheinlich ist der Selbsterhaltungstrieb die zuverlässigste Konstante. Menschen versuchen im allgemeinen, alles für ihr eigenes Wohl zu tun. Ein gesunder Egoismus ist vielen eigen. Wer kann es sich leisten, gerecht oder gar liebevoll zu anderen zu sein, wenn er keinen persönlichen Vorteil davon hat? Wenn man solche Eigenschaften konstant pflegt, ruiniert man sich und u.U. auch seine Angehörigen. Man ist also gezwungen, ökonomisch zu denken, etwa so, wie [url=http://www.youtube.com/watch?v=q43Grs6Am8I&feature=related]dieser junge Mann[/url].
Seelenreise[QUOTE][i]Original geschrieben von Nezach [/i]
[B]Wahrscheinlich ist der Selbsterhaltungstrieb die zuverlässigste Konstante. Menschen versuchen im allgemeinen, alles für ihr eigenes Wohl zu tun. Ein gesunder Egoismus ist vielen eigen.[/B][/QUOTE]

Das mag sein. Allerdings ist selbst diese "Konstante" nicht konstant, immerhin gibt es Menschen, welche sich selbst völlig aufgeben und vernächlässigen, oder sich sogar das Leben nehmen (Womit sie ja entgegengesetz zu diesem Trieb handeln). Bzw. muss der Trieb doch auch in den Hintergrund rücken, wenn sich jemand für einen Menschen den er liebt in (Lebens-) Gefahr begibt oder sich sogar opfert.
Wenn es den ein gesunder Egoismus wäre, der vielen eigen ist. Ich habe den Eindruck es gibt zunehmend mehr Menschen die einen [B]zu[/B] ausgeprägten Egoismus aufweisen. Der schadet dann nicht nur ihren Mitmenschen, sondern auch ihnen selbst. Ich meine, wer umgibt sich schon freiwillig mit einem, gefühlskalten, knallharte, total Ich-bezogenen Arschloch? Wer will solch einem Menschen Liebe, Wärme, Geborgenheit, Vertrauen und Freundschaft geben? Und das ist im Grunde etwas nachdem sich jeder Mensch sehnt (zumindest kenne ich keinen der das tatsächlich nicht tut). Was nütz es einem schon für sich alles materialle zu erreichen (Job, Geld, Haus, Auto etc.) wenn man einsam ist?

[QUOTE]Wer kann es sich leisten, gerecht oder gar liebevoll zu anderen zu sein, wenn er keinen persönlichen Vorteil davon hat? Wenn man solche Eigenschaften konstant pflegt, ruiniert man sich und u.U. auch seine Angehörigen. Man ist also gezwungen, ökonomisch zu denken, etwa so, wie [url=http://www.youtube.com/watch?v=q43Grs6Am8I&feature=related]dieser junge Mann[/url].[/QUOTE]

Man vllt keinen (materiellen) Vorteil daraus. Aber man bekommt unter Umständen, investiert man in die richtigen Leute, das oben genannte (Liebe etc.) zurück. Man ist ein stückweit "angekommen" und kann sich zu Hause fühlen. Emotionale Unterstützung zu haben macht selbstbewusster und zufriedener, und so lassen sich die Schwierigkeiten des Lebens leichter meistern.
Ich kann nicht erkenne wie man sich und seine Angehörigen damit ruiniert, vllt kannst du dich da noch etwas deutlicher ausdrücken. Ich meine, es ist die Frage in wen man investiert. Nicht jeder "verdient" positive Gefühle und gerechtes Handeln (z. B. der Kollege der einem ständig Steine in den Weg legt und sich schlicht assozial verhält, der muss wohl so behandelt werden wie er die anderen auch behandelt, mal eins drauf bekommen) von einem, es gibt eben Menschen die muss man mit ihren eigenen Waffen schlagen, auch wenn man das nicht gerne tut. Das könnte man unter gesunden (!) Egoismus fassen.
Zu dem "jungen Mann" er hat in keinster Weise einen Anspruch von der Dame, die er begehrt, geliebt zu werden, nur weil er sie liebt. Ich sehe es so, dass jeder das Recht hat zu lieben wen er möchte und geliebt zu werden, jedoch ist das nichts was man von einem anderen Menschen einfordern kann.
environmentDie Liebe selbst bleibt uns, egal wer von uns geht wir sind uns sicher das wir ihn lieben!!!

Der Hass beibt uns, für den der uns verlässt!
Die Wut die Trauer usw. !!!

das Leben ist vergänglich jedoch Leben wir im hier und jetzt und sollten uns nicht soviele sorgen darüber machen was wir jeden tag verlieren könnten die Angst schränkt unser Leben ein!

Krieg, leiden das alles selbst wurde vom Menschen erschaffen!

So sehr ich meine Familie auch Liebe und ich traurig wär sie zu verlieren aber auf der anderen seite lebt es sich sicher schöner aber solange sie noch bei mir sind geniese ich je´de sekunde mit ihnen!!!

Lieb grüße
Hiddn Rose"die einzige wahre konstante im leben ist der niemals endende prozess der veränderung."

es ist jetzt zwar nicht formgemäß zitiert, dennoch tut es nichts an der, auch meiner Meinung nach, Richtigkeit des Inhalts.
Nezach[COLOR=RGB(255,255,255)][B]Hier der Wortlaut zu dem YouTube-Kurzfilm "Zur Freiheit verdammt" (Quelle: siehe Eröffnungsbeitrag dieses Threads):[/B][/COLOR]


Sie: Ich hab' einfach Angst, dass irgendwann plötzlich alles in sich zusammenfällt. Bum! Aus! Ende!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Ja was denn genau?[/COLOR]

Sie: Na alles! Alle Konstanten im Leben, von denen man sein Glück abhängig gemacht hat, wo man sein ganzes Leben drauf aufgebaut hat!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Ja, aber wieso sollte denn das passieren? Ich meine, Du hast Dir Deine Konstanten ja auch nicht völlig willkürlich ausgesucht. Das hat doch alles seinen Sinn![/COLOR]

Sie: Ich hab' einfach Angst, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem man merkt, dass … dass all die Dinge, von denen man dachte, dass sie einen irgendwann mal zum durch und durch glücklichen Menschen machen, dass es riesengroße Irrtümer waren! Und dann ist auf einmal Dein ganzes Leben im Arsch, der ganze große Masterplan zur Glückseligkeit – einfach dahin!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Du machst Dir viel zu viele Gedanken![/COLOR]

Sie: Ja, man ist auch viel zu überfordert mit den ganzen Optionen heute! Mann, Kind, Karriere! Wir sind so frei, dass es schon weh tut!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Zur Freiheit verurteilt! Das ist Hardcore, oder?[/COLOR]

Sie: Man setzt sich die ganze Zeit irgendwelche Prioritäten und konzentriert sich auf irgendwelche pseudorelevanten Dinge, weil man glaubt, irgendwann mal damit glücklich zu werden! Gewinnmaximierung! Diese karrieregeilen Menschen, diese…

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Solche kapitalistischen Ziele hast Du doch sowieso nicht![/COLOR]

Sie: Hhh, darum geht's doch nicht! Das können doch ganz andere Dinge sein! Liebe, Familie, was weiß ich!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Ja, aber ich bin doch da! Ich bin doch eine von Deinen Konstanten. Und ich werd' schon nicht in mir zusammenfallen.[/COLOR]

Sie: Diese ständige Angst, die falschen Prioritäten zu setzen! Ich mein', stell Dir doch mal vor, was wäre, wenn Du … wenn Du weg wärst! Man könnte das hier alles … abfackeln! Alles! Absolute Sinnentleerung von … allem!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Das hast Du aber lieb gesagt![/COLOR]

Sie: Das wär', als wärst Du nie dagewesen, als wär' das alles irgend'ne große Inszenierung … khe …, auf die ich 'reingefallen bin! 'ne Verschwörung! Und Du, ein engagierter Schauspieler, in den ich mich verlieben sollte, mit dem ich mich identifizieren sollte, mit dem ich mein ganzes Leben verbringen wollen sollte – und wofür? Um mir mein Herz brechen zu lassen! Hola, ein gebrochenes Herz! Gebrochene Herzen bringen Einschaltquoten! Und ohne Einschaltquoten geht ja heutzutage eh nichts mehr!

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: Jetzt beruhig' Dich mal wieder![/COLOR]

Sie: Und dann ist die Show zu Ende! Eine Liebesgeschichte dauert neunzig Minuten, genau wie so'n gottverdammtes scheiß Fußballspiel! Und am Ende verliert immer einer! Aber bis Du das mal begriffen hast, dann ist es doch schon viel zu spät! Dann ist Dein ganzes Leben doch schon vorbei! Das war's dann! Man hatte seine Chance … man hat sie versaut! … … Versprichst Du mir, dass Du für immer bei mir bleibst?

[COLOR=RGB(130,123,121)]Er: … kann … ich hab …[/COLOR]

Sie: Siehst Du, das ist genau das, was ich meinte! Du hast gar nichts verstanden! … Nichts!
NezachIn diesem Kurzfilm geht es offensichtlich um Alles oder Nichts, Sein oder Nichtsein, Himmel oder Hölle. Emotionen schlagen hohe Wellen. Sie hat Furcht vor der Zukunft, hegt einen Rochus auf die Menschen und versinkt am Ende in tiefe Traurigkeit und Resignation.


[b]Folgende Themen werden angesprochen:[/b]

[list][*]Liebe

[*]Glück - Unglück, Freude - Leid, Sieg - Niederlage

[*]Ende (Vergänglichkeit)

[*]Wahrheit (und Irrtum)

[*]Glaube (Konstanten)

[*]Gesellschaft (Kapitalismus)

[*]Emotionen: Angst, Wut, Traurigkeit

[*]Freiheit (Optionen)

[*]Überforderung

[*]Ich, du, man

[*]Ziele, Pläne, Prioritäten

[*]Sinn

[*]Authentizität oder Show

[*]Feindschaft

[*]Verständnis[/list]
NezachSie bangt um ihr persönliches Glück, glaubt, es hinge von der Richtigkeit ihrer Entscheidungen ab. Sie sieht ihr persönliches Glück vermutlich in einer liebevollen festen Beziehung mit ihm (evtl. mit Kindern) und in einer erfolgreichen beruflichen Karriere.

Sie sieht ihr Glück gefährdet, da es offenbar von Entscheidungen bzw. gesetzten Prioritäten abhängt, die sich irgendwann als "riesengroße Irrtümer" herausstellen können. Ihr ist bewusst geworden, dass Menschen unzuverlässig sind, d.h. dass ihren schönen Worten (z.B. Versprechungen) oft keine entsprechenden Taten folgen.

Sie sucht in ihm Halt, bittet ihn darum, ihr ewige Treue zu schwören. Zunächst hält er sich auch für "eine ihrer Konstanten", doch am Ende, nachdem sie alle ihre Befürchtungen vor ihm ausgebreitet hat, stammelt er nur noch unverständliches Zeug, anstatt ihrer Bitte nachzukommen. Womöglich sah er in ihr zunächst auch eine Konstante, wurde jedoch in wenigen Minuten mit ihrer Verunsicherung und Haltlosigkeit konfrontiert, der er sich nicht gewachsen fühlt.

Sie erblickt in ihrer Umwelt, insbesondere in den Menschen, mit denen sie beruflich und privat zu tun hat, einen beängstigenden Unsicherheitsfaktor für ihr persönliches Glück. Was, wenn die Menschen in ihrer eigenen Show nicht wunschgemäß mitspielen? Was, wenn sich Glück gar nicht planen lässt, weil der Zufall jederzeit einen dicken Strich durch die Rechnung machen kann? Ist es nicht angsteinflößend, wenn das wichtigste im Leben so sehr am seidenen Faden hängt?

Da stellt sich die Frage nach Wahrheit und Irrtum … … … die sich aber wohl gar nicht beantworten lässt, zumindest nicht, wenn es um Menschen und das Leben geht, denn: "unverhofft kommt oft". Was nützt uns eine Freiheit, mit der wir nichts anfangen können, weil wir dem unvorhersehbaren Zufall nahezu hilflos ausgeliefert sind? Eine Freiheit, die uns so viele Möglichkeiten bietet, dass uns die Wahl zur Qual wird?

Am Ende gibt es gar keine richtige Entscheidung? Weil es keine Konstanten gibt. Weil Menschen zwar Konstanten wollen, aber nicht sein wollen. Und eben diese Diskrepanz sehen wir auch in dem Kurzfilm. Sie wünscht sich, von ihm bedingungslos geliebt zu werden, macht aber vermutlich ihre eigene Liebe von seiner Treue abhängig. Und bei ihm scheint es sich ähnlich zu verhalten. Das führt zu der Thematik "Verantwortungsbewusstsein" bzw. "Authentizität".

Sie schafft es, in wenigen Minuten eine Beziehung zu zerstören, indem sie sich in eine Katastrophe hineinphantasiert und ihn davon überzeugt, dass nichts geht. Sie selbst zerstört alles, doch dies ist ihr nicht bewusst. Sie glaubt, die anderen täten es.
eisregen999Vorwort: Diese Thema beschäftigt mich schon sehr lang und egal welche vorsätze oder regeln ich mir einbleue es ist nur kurze zeit wo es funktioniert letz entlich bin ich wieder die, die dann wieder den selben "fehler" macht.

also ganz klar es gibt die unterschiedlichsten auffassungen von empfinden des glücks, ob sozialekontakte reichtum körper eigenes empfinden.
Und in jedem falle ist der Schmerz (bei verlust betrug unverstandenheit ect.)
der dann ensteh unterschiedlich.

Fehler:
Im falle einer Beziehung, die wohl bei verlust am schmerzlichsten ist,
(da man mit konsumgüter ja doch nicht so innig verbunden ist wie mit Menschlichen wesen)
kann ich von meinem wissen und handeln nur sagen jeder verfolgt ja eigen interressen und nur nicht selten wirft sich da die frage auf nach was hält mich über wasser und wie lass ich mich nicht völlig aus dem fluß des leben schmeißen, ich glaube wenn man selbst viel erreicht und erschaffen hat im leben und selber das ziel in sich nicht aufgibt und weiter verfolgt läßt einem das nicht in luft zergehn.
Ja ganz sicher bin ich mir!
[COLOR=blue]Denn ich bin genau das gegenteil[/COLOR]
, ich habe bis her alles aufgegeben und zwei mal von null angefangen von der straße bis zum 1200 euro verdiener ich hatte alles und doch nichts, ich habe mein leben 2 mal schon wegwerfen wollen und nun habe ich ein kind hab nen job einen freund und trotzdem frage ich ´mich und habe angst davor alles zuverlieren, ich werde kämpfen (müssen) aber es geht nicht immer!
Dadurch spüre ich die angst es ist ein ewiger kampf um das zuhalten was man hat und erreichen will.
Nur ich weiß auch das ich wieder an dem punkt komme wo alles kraftlos erscheint und die welt ohne mich weiter dreht, ich bleibe dann stehn und baue dann wieder eine neue welt auf die aber eigentlcih die selbe ist(Nach dem vorsatz diesmal mach ich alles anders) es gibt keine vollendung es gibt doch nur ein weiter und weiter daher ist ewigkeit - unentlichkeit auch vergänglich. Irgendwann ist alles nicht mehr und kehrt in sein urrsprung zurück du wirst singel stirbst oder wirst zu dem was du vor der beziehung warst ein kreislauf, nur der unterschied ist du weißt es und nun kommt die frage die ich auch nicht bentworten kann.
Wenn glück also vergänglich ist und nur durch konstant behagliches arbeiten an uns um uns inn uns erhalten beleibt welchen sinn machts dann noch darüber überahupt nach zudenken? macht man sich nicht selbst schon kaputt bevor es eigentlcih schön war? Ich brauch den Schmerz irgendwie und ein grund mehr mich an alles fest zuhalten was wichtig ist.




Ich entschuldige mich für meine koimsche schreib weise ich weiß nicht ob das jemand versteht wenn ja freu ich mich denn dieses forum ist das einzige das bisher dieses thema aufgegriffen hatt und ich mich so sehr darüber freue
Evillight[QUOTE][i]Original geschrieben von Hiddn Rose [/i]
[B]"die einzige wahre konstante im leben ist der niemals endende prozess der veränderung. [/B][/QUOTE]
Ja, dass ist die einzige Konstante, dass ebend nichts konstant ist.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass nach Konstanten gefragt, wo der Sinn des Lebens gemeint ist.

Wovon macht man sein Glück abhängig ?
Kommt darauf an.
Der Gefangene hält es schon für einen Traum, frei zu sein.
Der Hungrige lächelt ein Brot eher an als Freiheit und den Weltfrieden,
der Kranke denkt sich, auch nur hungrig zu sein, wäre schon phantastisch.

So baut sich jeder seine Vision des Glücks nach seinen Möglichkeiten.
MisericordiaEs gibt zwar nichts, was 100%ig konstant bleibt, allerdings hat jeder Mensch seine mehr oder weniger beständigen Konstanten: Freunde, Familie, Partnerschaft, Gesundheit, Beruf, was auch immer. Nur weil man morgen seinen Job verlieren könnte, heißt das noch lange nicht, dass das auch tatsächlich passiert oder dass man in diesem Falle nie wieder einen bekäme. In gewisser Hinsicht hat man schon so einige Konstanten im Leben, vielleicht keine idealen, aber man hat welche.

Ich finde den Gedanken, dass wirklich gar nichts beständig sei, wie es hier schon öfters behauptet wurde, auch sehr beängstigend. Wenn ich jeden Tag damit rechnen müsste, dass man mir meine Familie, meine Gesundheit und meinen Besitz nehmen würde, würde ich verrückt werden. Wir gehen schon davon aus, dass manche Dinge beständig sind - in einem bestimmten Maß.
Seelenreise[QUOTE][i]Original geschrieben von Misericordia [/i]
[B]Es gibt zwar nichts, was 100%ig konstant bleibt, allerdings hat jeder Mensch seine mehr oder weniger beständigen Konstanten: Freunde, Familie, Partnerschaft, Gesundheit, Beruf, was auch immer. Nur weil man morgen seinen Job verlieren könnte, heißt das noch lange nicht, dass das auch tatsächlich passiert oder dass man in diesem Falle nie wieder einen bekäme. In gewisser Hinsicht hat man schon so einige Konstanten im Leben, vielleicht keine idealen, aber man hat welche.

Ich finde den Gedanken, dass wirklich gar nichts beständig sei, wie es hier schon öfters behauptet wurde, auch sehr beängstigend. Wenn ich jeden Tag damit rechnen müsste, dass man mir meine Familie, meine Gesundheit und meinen Besitz nehmen würde, würde ich verrückt werden. Wir gehen schon davon aus, dass manche Dinge beständig sind - in einem bestimmten Maß. [/B][/QUOTE]

Natürlich ist der Gedanke, dass nichts wirklich konstant ist beängstigend, ich meine, es ist schwer sein Leben um etwas aufbauen und darauf vertrauen, wenn man permanent in der panischen Angst leben, dass es uns morgen schon wieder genommen wird.
Aber es ist nun mal eine Tatsache, welche man nicht einfach ausblenden sollte, dass nichts für die Ewigkeit ist (auf Engstirnigkeit, Dummheit, Uneinsichtigkeit und vieles mehr kann man alledings immer zählen -.-) woran wir uns festhalten und worum wir unser Leben aufbauen könnten. Das Haus der eigenen Familie kann morgen in Flammen stehen und alle Bewohner dahinraffen, genauso wie der Chef angesichts der Wirtschaftskrise Mitarbeiter entlassen muss/kann und einen eine Krankheit einen ins Aus befördern kann.
Man sollte nicht daraufhin leben, dass man nur noch denk morgen ist alles vorbei, dann kann man das Leben nicht geniessen und macht sich selbst total fertig. Es ist schon wichtig sich irgendwo etwas Halt suchen zukönnen, jedoch sollte man dies in dem Bewusstsein tun, dass es auch eines Tages weg sein kann. Sonst wacht man eines weniger schönen Tages auf uns steht vor dem nichts. Man muss selbst konstant genug sein um sich neu orientieren zu können und sein Leben auch weiterhin am laufen zu halten.
Misericordia[QUOTE][i]Original geschrieben von Seelenreise [/i]
[B] [...]
Man sollte nicht daraufhin leben, dass man nur noch denk morgen ist alles vorbei, dann kann man das Leben nicht geniessen und macht sich selbst total fertig. Es ist schon wichtig sich irgendwo etwas Halt suchen zukönnen, jedoch sollte man dies in dem Bewusstsein tun, dass es auch eines Tages weg sein kann. [...] [/B][/QUOTE]

Da stimme ich dir auch wieder zu. Allerdings ist für mich das schon eine Konstante, sich gedanklich irgendwo Halt zu suchen. Man nimmt zumindest an, dass gewisse Dinge im Leben konstant sind. Und kann erst so seinen Alltag leben.
SeperaudeMeine Konstanten sind Musik und Lachen, die einzigen Dinge, die nicht an irgendwelche Vorstellung und Bedingungen gekoppelt sind, nichts bedeuten müssen und immer Freude machen können. Sogar im KZ kann man noch auf ne Tonne trommeln und lächeln. Oder man spielt sich das Lied im Kopf ab - egal wie hässlich die Gegend ist, wie zerbrochen jeder Gedanke, wie verlassen und verwahrlost man ist. Man sieht die Schizos dauernd in der Birne was trällern. Musik ist wunderbar. Vielleicht ein wenig Poesie. Nichts sonst überlebt einen Holocaust (und an dem extremen Beispiel müsste ja klar werden, was wirklich konstant ist)

Selbst der taube Beethoven lebte noch von Musik. Egal wie zerstört mein Körper ist, ich kann immernoch Musik anschalten - und wenn selbst das nicht geht, kann ich sie in meinem Kopf laufen lassen. Und wenn selbst das nicht geht: Ja dann bin ich komatös, was kümmerts mich dann also noch.

Weder auf mich selbst noch auf andere kann ich mich je vollständig verlassen. auch nicht auf meinen Reichtum - naja, Essen braucht man dann doch, Freude am Essen ist vielleicht auch so eine Konstante, ohne die nichts geht.
Die Musik bleibt aber immer da, berührt mich, erinnert mich, gibt mir Freude oder wenigstens Gefühl, das magische "Ich bin", ohne irgendwas Konkretes bedeuten zu müssen.

Ah, und Lachen: Solange man das Leben in sich nicht total verraten hat, kann man immer noch irgendwie lachen, findet Mut und Freude, ja Größe darin. Selbes gilt ja für die Musik. Sicher ist die Treue zu sich selbst etwas wichtiges, aber nichts konkretes, nichts, worauf man sich in schweren Momenten verlassen kann, deshalb kann ichs kaum Konstante nennen - womit einem Selbstmörder antworten? Doch nicht damit, dass es immernoch die Treue zum Selbst gibt, sondern eher damit, wie schön die Welt ist, was es alles wunderbares zu entdecken und erfahren gibt - wenn man nur die Augen aufmacht und wegkommt von den falschen Konstanten, die einen zum Selbstmörder machten. Es ist eher ein Weg, sich das Innere für die Empfängnis von diesen Konstanten Dingen offen zu halten. Seis die Empfängnis von Musik, Lachen oder überhaupt dieses Hier-und-Jetzt-Lebensgefühl, diese religiöse Verbundenheit mit allen Dingen, die man auch mal Liebe nennt - und die irgendwo auch nichts anderes mehr als Musik ist, wenn dann alles zusammenkommt.

Hesse hat das schön beschrieben (grob aus dem Gedächtnis): Musik ist die dünne Haut zwischen uns und dem Geist der Welt. Sicher ist es besser diese dünne Haut zu haben als einen Panzer, aber irgendwann braucht es auch keine Musik mehr

Ja, der Weltgeist, das Absolute, Gott, Tao, Atman, Weltformel, was auch immer: Danach suchen die Menschen seit je in Religion, Philosophie, Wissenschaft usw.. Wenn man in diesen Urrhythmus einmal eintaucht, all die falschen Ideen, die Illusionen und hindernden Götzen, diese grässlichen Konstanten mal abgestreift hat, dann kann nichts mehr einem was anhaben, dann lebt man "ewig", wenn auch nur in einem Augenblick. Wer da ist, hat keine Angst mehr und muss sich auch keine Gedanken mehr machen um irgendwelche Konstanten im Leben. Alles ist real und absolut, und man braucht auch nicht den Verstand verlieren, weil man morgen sterben könnte oder die Pest die halbe Familie wegrafft - oder man das Examen verhaut, einem der Partner fremd geht oder, was für viele tatsächlich das schlimmste scheint, man kein Geld mehr hat. Wahnsinn ist nichts als das Wegbrechen illusionärer Konstanten auf aprupte, chaotische Art - also ohne Musik, ohne Ordnung, Harmonie. Wie bei einem Verdurstenden, der zu schnell trinkt. Deshalb auch die kaputten Kriegsveteranen, die entweder total durchdrehen oder, weil sie zuviel gesehen haben, sich nicht mehr mit den willkürlichen Konstanten der kleinen Welt ihrer Heimat anfreunden können. Richtig gute Musik macht Kriegsveteranen aus uns allen. Der eigentlich Wahnsinn hingegen ist, sich an die Dinge zu haften. Wenn ich irgendwas vom Buddhismus gelernt habe, dann, die Anhaftungen an solche Sachen wie Beruf, Familie, Freunde und dergleichen zu vermeiden. Einer, der seiner Liebsten sagt, ohne sie könne er nicht leben, ist nicht romantisch, er ist wahnsinnig. Da doch lieber: Ich liebe dich wie ein Stück Musik, wie ein Meer, das sich vor mir ausstreckt. Du kannst mir nicht genommen werden, egal was geschieht, kannst nicht austrocknen oder verstummen - denn du hast immer einen Platz in meinem Herz, auch wenn uns das Schicksal auseinander reißt oder du mich verlässt. Unabhängig lieben, lieben, ohne besitzen zu wollen, ohne Auszunutzen, das ist die große Möglichkeit, das Ideal, nach dem ich immer suche. Sobald man keine Liebe mehr braucht, kann man so lieben. Dazu muss man zunächst sich selbst lieben. Und dazu zunächst das Leben überhaupt. Und dabei hilft Musik und Lachen doch erheblich, womit sich der Kreis schließt.

Das Eingangspostvideo ist schon ein kleiner Schritt Richtung Wahnsinn. Die Olle soll sich mal nicht so aufregen - immer eins nach dem Anderen.
Obwohl ja auch solche Verzweiflung ihre guten Seiten hat: Sie verleidet das Relative und stützt die Sehnsucht nach dem Absoluten. Vielleicht macht das auf Dauer den Musikgeschmack der Menschen ja besser.

Jedenfalls wärs mir doch lieber, die Leute würden sich solche Konstanten wählen. Dann müsste auch niemand aus dem Fenster springen, wenn die Börse zusammenbricht.

Was noch? Vielleicht, dass Morgen die Sonne aufgeht. Das wurde sprichwörtlich: Morgen ist auch noch ein Tag. Herrlich. Oder der Text im Actus Tragicus Bachs: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht die Welt. Hehe. Herrlich. Sowas lässt mich strahlen. Kein "Nach uns die Sintflut" mehr, was entstehen kann, wenn man selbst das Einzige ist, woran man sich orientiert (furchtbarer Irrtum, da man ja Teil des Ganzen ist und nur als solcher existieren kann).

Naja. Von schönen Worten wird der Kohl nicht fett. Ich hau mir mal was nettes zum Hören rein und sorge dafür, morgen noch was zu Futtern zu haben.

Hoffentlich leuchtet das irgendwem ein. Mir hats jedenfalls Spaß gemacht, diesen langweiligen Post zu herunterzuspammen.

P.S.: Gerade las ich nochmal den Beitrag von eisregen999, da kamen mir just die paar Zeilen aus Rimbaud "Eine Zeit in der Hölle" wieder hoch, die das Dilemma treffend umreisen:

"...Sie ist wiedergewonnen!
- Wer? - die Ewigkeit.
Sie, das Meer, mit der Sonne
Vereint.

…Ich wurde eine Märchenoper: ich sah, dass alle Wesen in verhängnisvoller Beziehung stehen zum Glück: die Tat ist nicht das Leben, sondern eine Art von Kraftvergeudung, ein Aufreiben der Nerven. Moral ist Gehirnwäsche."

Mit den Vorstellungen, an die wir unser Glück binden, den Abhängigkeiten, den Zielen, den Glauben, den wir der Wirklichkeit überstülpen, um sie nur noch in der Perspektive irgendeines Glücksmasterplans zu betrachten etc. - mit all dem machen wir uns unser direktes, empfängliches Leben kaputt. Wir leben in Sorgen über einer verlorenen Kindschaft. Es ist ein langer harter Weg da raus und auf die andere Seite des Lebens, wo die Glückskonzepte und Moralkonzepte keine Rolle mehr spielen. Am Ende ist der Geist wieder der eines Kindes, bloß eben bewusster, weiser. Was zu tun ist kommt von selbst, die Chinesen nennen es "Nicht-tun" - also planloses Leben, das aus der Seele kommt und nicht aus dem Geist, der es höchstens regelt (sonst könnte man ja kaum irgendeiner sinnvollen Arbeit nachgehen).

PS: Ich fing idealistische Worte des wahnsinnige Don Quijchote auf :)

"Nichts nenne dein, es sei denn deine Seele
Lieb nicht, wie du dich kennst.
Nein, wie du werden möchtest.
Verfolge niemals das Vergnügen,
auf das du es durch Missgeschick
nicht überholst am Ende
Schau immer vorwärts
In den Nestern des vergangenen Jahres
sind keine Vögel dieses Jahr"

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