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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: The Turning Point
NezachMenschen verändern sich. Es gibt Phasen, in deren Verlauf ein Mensch (zumindest teilweise) zu einem anderen, neuen Menschen wird. War jemand zu etwas nicht in der Lage, so kann er es nach dieser Phase der Metamorphose. Was genau geschieht in einem solchen Wendepunkt?
HellscreamDu erkennst mich als deinen Gott!
NezachMan könnte meinen, Menschen befinden sich in abgeschlossenen Räumen, aus denen sie jahre- und jahrzehntelang nicht ausbrechen wollen oder können. Oft ist ihnen nicht einmal ein Blick nach draußen möglich oder sie sind so zufrieden mit ihrer Situation, dass sie nicht das Bedürfnis fühlen, aus einem evtl. vorhandenen Fenster zu blicken.

Doch das kann sich ändern. Menschen erleben von Zeit zu Zeit Krisen und Katastrophen, die sie mit Gewalt aus dem gewohnten äußeren wie inneren Umfeld reißen. Ab und zu kommt es jedoch auch vor, dass sie von etwas Neuartigem derart in Erstaunen oder Begeisterung versetzt werden, dass sie freiwillig neue Ansichten annehmen. Mitunter wird ein Mensch auch in seine neue (innere und äußere) Lage sowohl gedrückt als auch gezogen.

Menschen beharren oft auf ihrem Standpunkt, vielleicht nach einer Art geistigem Trägheitsgesetz. Doch in Zeiten des persönlichen Umbruchs, wenn der Wendepunkt (Turning Point) gekommen ist, wird der Mensch von mächtigen Kräften ergriffen und – verrückt. Es dauert dann einige Zeit, bis man sich mit seiner neuen Lage angefreundet hat und man spürt erfreulicherweise, dass man sich auch als "Verrückter" recht normal fühlt.

Vieles ist in Veränderung. Über kurz oder lang stehen uns alle Wendepunkte im Leben bevor. Unvorbereitet brechen nicht selten zwischenmenschliche oder sonstige Katastrophen gewaltsam über uns herein. Je verschlossener, sturer und selbstzufriedener wir sind, um so härter werden sie uns treffen. Ansonsten können wir jedoch gar nichts dafür und können uns getrost als Opfer fühlen, das berechtigt ist, andere für den selbst erlittenen Schmerz zu treten und zugleich alle Hilfe von anderen zu fordern.

Was geschieht in Wendepunkten? Welcher Wendepunkt mag uns (auch hier) bevorstehen? Wie stellen wir uns zu ihm? Wie selbstzufrieden und verschlossen gegenüber anderen ("verrückten") Standpunkten sind wir? Wieviel Genuss bzw. Leid benötigen wir, um für den nächsten Schritt motiviert zu sein?
NezachSchmerzliche Zustände scheinen uns mit unmissverständlicher Stimme fortlaufend die Worte "Du bist selbst schuld! Kehre um!" zuzurufen. Wir werden dazu aufgefordert, unseren Standpunkt zu verlassen. Was kein Mensch mit gutgemeinten Ratschlägen erreicht, schafft das Leid! Es überzeugt uns, unsere innere Einstellung zu ändern. Es zwingt uns dazu, unseren Blick dem Fremden und scheinbar Widerwärtigen zuzuwenden.

Schmerzliche Zustände machen uns bewusst, dass andere Menschen schon seit langer, langer Zeit ein elendes, peinvolles Dasein fristen. Uns wird bewusst, dass wir im Leben Fehler begangen haben. Das Leid schneidet, hämmert und brennt uns unsere Schuld in's Bewusstsein. Es gibt kein Entrinnen! Wir suchen, erflehen einen Ausweg. Das Leid holt uns vom hohen Ross und stürzt uns in den Schlamm – oder, wie in dem folgenden Video, in den Treibsand:

[url=http://www.youtube.com/watch?v=WwkkfJwOl2s&annotation_id=annotation_761118&feature=iv]Click![/url]

[url=http://www.youtube.com/watch?v=Eqrx1hLI5rs]Click![/url]
TrauerwesenIch glaube nicht, dass es diesen genauen Wendepunkt gibt bzw dass man diesen eingrenzen könnte. Ich selbst verstehe mich als nicht-perfektes Wesen, das stets bemüht ist, immer irgendwie besser zu werden, da ich vom Stillstand wenig halte. Klar, ich kann auch so mit mir zufrieden sein, aber ich denke, es geht immer irgendwie besser.
Natürlich gibt es dann die angesprochenen Phasen von Katastrophen, aus denen man lernt. Aber lernt man wirklich genau zu dem Zeitpunkt? Ich glaube eher nicht. Vielmehr reflektiert man im Nachhinein darüber und wird sich bestimmten Fehlern, die man getan hat, bewusst. So ist es z.b., dass man, während man viel durchmacht, nicht in dem Moment eine Veränderung durchläuft, sondern eher danach, wenn man aus der Phase des Leidens u.ä. raus ist. Man wächst stetig, durch gewisse Umstände kann man einen Schub bekommen, dass es schneller bzw intensiver geschieht, aber das Wachsen selbst sollte eigentlich immer irgendwie vorhanden sein.
Aber ich gehe nun auch von der positiven Seite aus. Bei allzu tragischen Fällen setzt eine Veränderung in Angstzustände, Depression o.ä. durchaus schneller ein.
Diaderminenezach... ich denke auch so.. es fliesst alles .
Man könnte auch sagen - wir sind nie allein. Es gibt ne andere dimension, der eine kriegt das früher - der andere später zu spüren. Aber ich glaub das eben.
Diadermineansonsten glaub ich nicht das ein mensch ein anderer wird als er immer schon war. metamorphosen -klar sind entwicklungssprünge. Man kann sich kennenlernen, Sprünge machen. meine meinung ist dass wir nix anderes werden als wir sind. die frage ist eher: kennen wir unsere bandbreite? das ist nämlich nicht so..klar somit ist wieder alles drin wischiwaschi. schon - aber auch hoffnung.
Diaderminebei dieser gelegenheit hätt ich mal ne frage.
glaubt ihr an wiedergeburt?
wäre doch energieverschendung die ganzen erfahrungen und so. würde echt gern eure meinung hören.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Diadermine [/i]
[B]nezach... ich denke auch so.. es fliesst alles .
Man könnte auch sagen - wir sind nie allein. Es gibt ne andere dimension, der eine kriegt das früher - der andere später zu spüren. Aber ich glaub das eben. [/B][/QUOTE]

...klar - "Alle Dinge sind im Fluss" - sagt Konfuzius - der Spruch gehört ja zum Standardrepertoire jedweden neumodernen Esogewäsches...natürlich "fliessen" bestimmte Dinge immer...Atome, Molekülgruppen, Elektronen - werden nicht nur in einem Menschen - sondern immer und überall ausgetauscht, zu neuen Strukturen zusammengefügt, und diese wiederum zu Makrostrukturen bis hin zu Galaxienhaufen...aber was hab ich davon..? gar nix... meine Meinung, mein Weltbild werden davon nicht tangiert...natürlich gewinnt ein Mensch immer neue Erkenntnisse hinzu - doch ist das mehr ein additiver Prozess, bei dem sich das Neue auf das Alte, schon zuvor dagewesene schichtet - und dieses stückweise ergänzt...doch die Basis des Denkens, das Fundament, auf dem sich dieses auftürmt, bleibt davon zumeist unberührt...
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...klar - "Alle Dinge sind im Fluss" - sagt Konfuzius - der Spruch gehört ja zum Standardrepertoire jedweden neumodernen Esogewäsches...natürlich "fliessen" bestimmte Dinge immer...Atome, Molekülgruppen, Elektronen - werden nicht nur in einem Menschen - sondern immer und überall ausgetauscht, zu neuen Strukturen zusammengefügt, und diese wiederum zu Makrostrukturen bis hin zu Galaxienhaufen...aber was hab ich davon..? gar nix... meine Meinung, mein Weltbild werden davon nicht tangiert...natürlich gewinnt ein Mensch immer neue Erkenntnisse hinzu - doch ist das mehr ein additiver Prozess, bei dem sich das Neue auf das Alte, schon zuvor dagewesene schichtet - und dieses stückweise ergänzt...doch die Basis des Denkens, das Fundament, auf dem sich dieses auftürmt, bleibt davon zumeist unberührt... [/B][/QUOTE]

Na ja ... oder änderst Du nie Deine Grundeinstellung, ist die tatsächlich starr bis ans Ende Deiner Tage?
Was Du davon hast? Vielleicht wenn Du bei Atomen, Molekülgruppen, Elektronen den Fluß erkennst, ihn auch dann erkennst, wenn es um Dein Leben geht, im Sinne von Werden und Vergehen, eben Veränderung, Verwandlung. Es gibt nichts immer Starres und wenn jemand oder etwas starr zu sein versucht, ist das ein ewiger Kampf und selbst dabei verändert sich etwas. Auch der im Fluß stehende massive, stählerne oder steinerne Brückenpfeiler wird von dem an ihm vorbeirauschenden Wasser bearbeitet und verändert sich dadurch.
Diadermineich freu mich über jede antwort, ehrlich.
Diaderminedoch die Basis des Denkens, das Fundament, auf dem sich dieses auftürmt, bleibt davon zumeist unberührt...

Irgendwie bestätigst du mich. Ich glaub schon dass kaum wer seine bandbreite wirklich kennt. und ich glaub auch das vieles möglich ist.
Das mit dem wasser fand ich auch sehr schön. ein bild sagt mehr....
Diadermineok ich bin letztes jahr ziemlich krank gewesen und da denkt man verstärkt über den tod nach. elektronen, neutronen und wie das alles heisst auch egal. verpufft das nu oder nicht? Oder hat das alles Sinn. Bin tiefsinnig, war ich vorher schon. hab auch genug erlebt. fühl mich wohl bei menschen, die auch nachdenken. Kenne die stark wissenschaftliche variante, die kein gefühl gelten lässt.
aber stimmt das? glaube da nicht dran.

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