| overdose | Elektronische Fußfesseln hier, überflüssige Staubfänger da - wie viel braucht man davon? Dach über dem Kopf oder ein Heim voller Luxus, satt werden oder nur vom Feinsten speisen - welcher wäre der minimale Standard, um euch zu genügen? Und bitte ehrlich sein, Lügen kommen immer raus ;) |
| Hrefnadis | Ich war immer stolz drauf, dass alles, was ich wirklich existentiell zum Leben brauchte, die Ladung eines Kleinwagens ausmachte. Alle Klamotten, alle mir wichtigen Gegenstände und alle meine Haustiere passten in einen Golf/Opel/Fiat. Umzugshäufigkeit: alle 10 Monate etwa. Ich lebte über Jahre aus Reisetaschen. Da muss man Minimalist sein. Heute ist das etwas anders. Teilweise gezwungenermaßen - denn mit Familie geht das alles nicht mehr so wie früher - teilweise aber auch durchaus gewollt. Denn ab nem gewissen Alter möchte man nicht mehr so herumvagabundieren, da will man seine gewohnten Möbel um sich, sein Geschirr im Schrank und seine hauseigene Bibliothek, und seit ich Aquarien habe, ist das mit "Haustier im Transportbox" auch gegessen. Ehrlich? Mir graut vorm nächsten Umzug, denn trotz Aussortierens werden wir mit unserer 3-Zimmer-Wohnung einen dicken Lkw vollkriegen. Dabei ist unser Haushalt trotzdem immer noch am untersten Standard. War letztens in einer 160qm-Wohnung, die einem Pärchen ohne Kinder gehört. Die war voll! Mehrere Musikanlagen, zwei Riesenfernseher, mehrere Spielekonsolen, zwei Küchenzeilen (!), mehrere Sitzecken, Arbeitsplätze, Essecken .... jeden Tag der Woche konnte man in einem anderen Raum verbringen. Das wird doch niemals wirklich gebraucht/genutzt bei zwei Hanseln?! Nunja, so unterschiedlich können dann Definitionen sein "Was der Mensch so braucht." |
| Captain Cute | Also ich brauche Netz, Bücher (müssen nicht meine eignen sein) und eine nicht gesundheitsschädliche bleibe. Also 10 Quadratmeter in halbwegs warm ohne Schimmel und erträgliche sanitäre Anlagen, außerdem wäre fließend warm Wasser und Strom wünschenswert, sowie Essen bei dem ich keine Mangelerscheinungen bekomme und satt werde. ^^ |
| Seneca | Ich nehme schlicht alles was ich kriegen kann, egal auf welche Weise. Man kann nie genug von allem haben, ich habe in der Regel daher alles relevante doppelt oder dreifach. Das scheitn eine nachwirkung meiner Kindheit zu sein die ich in regelrechter Armut verbracht hatte die sich z.b. darin äusserte das mein Kinderzimmer mangels Heizung ganzjährig unbeheizt war und wir weder ein Bad noch Toiletten in der Wohnung hatten. Ich erinnere mich gut an Hunger, Durst und Kälte. Irgendwie hatte ich mich damals auch schon daran gewöhnt dass es nur einmal am Tag was zu essen gab...so halte ich das auch heute noch. Einen weiteren Impuls zum anlegen von versteckten Depots und Notfallgepäckt bekam ich durch meine acht Jahre als Internatsschüler...ich horte auch heute noch gerne Nahrung, Brennstoffe und Munition. Daher: Ich hab nie genug, ich bunkere alles was ich kriegen kann, ganz egal ob ich es wirklich brauche oder nicht. Ich bin übrigens auch ein Fan von Endzeitfilmen und betreibe Survivaltrekking und Wintercamping ;) |
| Kampfsau | Das kommt darauf an welche Ansprüche man an das "Auskommen" hat. Wenn es um das reine Überleben geht denke ich, ich brauche nicht viel. Eine intakte Natur die genug Nahrung und Unterschlupf bietet vorausgesetzt, würde ich sagen, man kann mit entsprechend widerstandsfähiger vielschichtiger Kleidung und etwas Werkzeug auskommen. Bei der Bundeswehr habe ich etwas experimentiert und am wichtigsten erscheint mir ein Messer und auch der scharfkantige Klappspaten war extrem praktisch. Mit dem konnte man zur Not auch Bäume fällen, Erdlöcher ausheben und sich damit auch wunderbar selbstverteidigen. Sinnvoll wäre auch eine etwas größere, wasserdichte Plane und reissfeste Schnüre oder Riemen wären auch hilfreich. Ich denke damit würde ich wenn es hart auf hart kommt auskommen.Erst weiß man ja nicht, was man so essen soll , wenn es nicht abgepackt ist oder im Supermarktregal liegt. Irgendwann merkt man aber, dass es eine Menge gibt, was man in sich reinstopfen kann, Pflanzen, Blumen, Baumrinde, Insekten,Früchte, Nüsse, Kastanien Aber ein Mensch der überleben will verbringt wahrscheinlich den Großteil seiner Zeit damit, Umstände zu schaffen, die sein Überleben sichern. Feuerholz suchen, Unterschlupf suchen, Fallen aufstellen, das Nachtlager sichern. Der Mensch ist ist nunmal mehr als die Summe seiner einzelnen Bestandteile, denn die einzelnen Bestandteile sind nicht gerade beeindruckend. Völlig nackt würde ein Mensch nichtmal bei 8 Grad Celsius Aussentemperatur dauerhaft überleben können. Zumindest die allermeisten. Ein Wolf hat ja sein Winterfell. Er ist nicht schnell, nicht stark obwohl er vergleichsweise ziemlich ausdauernd und geschickt sein kann. Trotzdem sind wir darauf angewiesen, unsere Umwelt anzupassen, denn mal ehrlich, die ungefilterte Natur meint es nicht gut mit uns Menschen.Sich deshalb viele Dinge anzueignen um sich das Leben zu erleichtern ist verständlich. Ich mag es nicht, mich an zuviele Dinge zu binden. Das ist für mich der erste Schritt zum Messie. Ich finde es ist schön, seine Habseeligkeiten überschauen zu können. Vorauf ich aber wert lege ist, ist ein abschließbares,warmes, trockenes Zimmer, ein bequemes Bett, eine Unterlage oder ein Stuhl, ein Tisch , Musik und etwas Unterhaltung. das ist mir nach Essen und waschen noch sehr wichtig. |
| Evillight | Man umgebe mich mit Luxus, auf das Nötigste kann ich verzichten! :D Wie schon ausgeführt kommt es auf die Situation an. Es ist ja nicht unwahrscheinlich, dass man seinen 911er Porsche gegen n Eimer Wasser tauscht, nachdem man 3 Tage beim Herumirren in der Sahara darüber nachgedacht hat, aber hier ist es wohl auch wieder eher eine Variation zu umschreiben, was man zu seinem Glück, oder zumindest für eine adäquate Zufriedenheit benötigt. Das sind bei mir auch nur die üblichen Parameter. Witterungsfeste und warme Wohnung mit INet und einen nicht sinnlosen Kühlschrank, jemand der mich auf Gegenseitigkeit ganz ganz doll lieb hat und nicht grad schon zur Familie gehört nach Möglichkeit einen Job, dass ich mir o.a. Höhle leisten kann. Wenn dann alles Gut läuft und ich noch Lust und Laune habe, kämpfe ich für den Weltfrieden. |
| rainraven | ...ich bin vermutlich eher der Typ, den Hrefnadis beschreibt mit "ein kinderloses Pärchen, das auf 160 qm lebt und alles doppelt hat..." Ich meine, ja, wir haben ja auch zwei Single-Haushalte zusammengelegt. Bloß daß die Fläche eher der Hälfte der Wohnung des obigen Pärchens entspricht. :) Alles doppelt haben wie auch nicht, aber jeder hat sein voll eingerichtetes Zimmer, meine Vögel haben auch eines. Soviel auch zum Thema "meine Haustiere passen nicht in einen Kleinwagen". Ich denke von mir eigentlich auch, daß ich genügsam und anspruchslos bin verglichen mit anderen Leuten, aber vielleicht ist das auch nur Definitionssache, was ich als "Leben" und als "Minimalstandard" ansehe und was als "Luxus". Dinge, die ich zwar gerne hätte, mir aber nicht leisten könnte und ohne die ich leben kann, ohne daß es mir schlecht geht, sind Luxus. Ohne Badewanne, Balkon, E-Herd, Heizung, Handy, Internet und Stereo-Anlage komme ich nicht aus, ohne Fernseher, Spielekonsole und Auto vermutlich schon (kann eh keines fahren). Ich hab auch noch nie einen Dampfkochtopf oder eine Mikrowelle besessen, auch brauch ich keine Kaffeemaschine (...solange es in der Arbeit eine hat ;) ) und kein Handy, das ein halbes Büro ist, auch wenn das für andere Leute schwer vorstellbar ist. Ich bin leider ein Mensch, der zum Festhalten und Besitzen neigt (...leider auch bei Menschen) und dem materielle Güter, die man behalten kann, wichtiger sind als Vergängliches wie Urlaubsreisen oder Essengehen. Für mich ist vieles mit bestimmten Erinnerungen oder Empfindungen verknüpft, weshalb ich mich von diesen Gegenständen nicht trennen will, da sie das Einzige sind, was ich von einer bestimmten Situation oder Person behalten konnte. Anderes will ich einfach nur besitzen, weil es schön ist. Ich sammle auch eine Menge Dinge und kann mich von kaum etwas trennen. Allerdings bin ich auch sehr ortsgebunden und würde nicht nochmal umziehen oder mich oft nach einer neuen Bleibe umsehen. Ich rede jetzt nur von materiellen Dingen. Auf einer emotionalen Ebene brauche ich noch viel wichtiger meinen Partner und meine Freunde, auf die ich mich verlassen und ohne die ich nicht leben will. Und natürlich nicht zuletzt meine Tiere. :) |
| nönix | [QUOTE]Musik und etwas Unterhaltung. das ist mir nach Essen und waschen noch sehr wichtig.[/QUOTE] Muss gerade an den Homo faber denken, der seinen Bart sekündlich wachsen fühlt. Und die Unterhaltung mit seiner - wie heißt das Ding: Hermes Baby?- Schreibmaschine braucht :D Da ist doch jeder gleich, nämlich sehr individuell, was die Selbstbespaßung angeht. |
| Töggelie | Mir kommt es nicht auf die Menge an, aber Qualität muss es unbedingt haben. Mein Perfektionismus mischt da extrem mit. Ich lege ausserdem sehr viel Wert auf ein gemütliches und sicheres Zuhause, da ich aufgrund bestimmter Umstände, die schon einige Zeit hinter mir liegen, so viel Geborgenheit und Sicherheit "bunkern" möchte, wie ich nur kriegen kann. Da das anderweitig nicht möglich ist, muss ein gut ausgestattetes Nest dafür herhalten. Würde das aufgrund bestimmter Umstände flach fallen, hätte ich definitiv ein Problem. Daher, minimaler Standard...hm, zumindest ein ansprechender Rückzugsort und Internet (wegen sozialer Kontakte und Lernmaterial unerlässlich) müssten vorhanden sein. Das würde ich dann für paar Wochen vielleeeeicht aushalten, aber nur im Hinblick darauf, dass ich mein gewohntes Umfeld wiederbekomme. Edit: Unter mir gelesen: viel Platz. Dito, ich brauche auch ganz viel Platz und Freiraum. Ein verhuschtes Zimmerchen mit möglichst viel Kram (Figürchen, dicke Vorhänge, verstaubte Pflanzen, etc.) würde mich in den Wahnsinn treiben. Klar strukturiert, übersichtlich, aber dennoch bequem, so sollte es sein. |
| Nnordy | Ich kann Hrefnadis beipflichten: Je älter man wird, umso mehr möchte man gewisse Fixpunkte in seinem Leben haben. Ging mir nicht anders. Ich habe jahrelang ein Zimmer in verschiedenen WGs bewohnt, das reichte mir völlig aus. Hatte einen alten Mini-TV, meinen Videorekorder, eine Anlage, einen PC, einen Kleiderschrank und Schreibtisch, ein paar Regale, einen Sessel und meine Chindame - und das reichte völlig aus. Was mir allerdings immer wichtig war, war und ist ein Auto - ich habe jahrelang regelrecht im Auto gelebt, weil ich durch Studium, Beziehung und Job viel unterwegs war. Mit den Öffis wären viele Sachen schlicht nicht machbar gewesen. Und heute? Tja, mittlerweile habe ich das, was man einen eigenen Haushalt nennt, nix mehr mit WG, sondern man lebt mit dem Gefährten und so wurden auch bei uns zwei Haushalte zusammengelegt. Aber wirklich brauchen? Da bin ich doch recht anspruchslos. Platz für meine Chins, Glotze muß nicht sein, es sei denn, als Spielgerät für meine alte X-Box. Ein PC - aber nicht mit allem Schnickschnack. Klar, Internet ist toll - aber brauchen tu ich's nicht. Geht auch ohne. Einkaufen geh ich bei real oder toom, und was das Essen angeht bin ich auch mehr der schlichte Typ - Nudeln mit Sauce, Kartoffelauflauf oder auch mal eine Fertigpizza reichen mir. Und obwohl ich Vegetarier bin geh ich maximal zweimal pro Jahr ins Reformhaus und "gönne" mir dann mal eine vegetarische Wurst für 3 Euro. Mir ist es aber wichtig, Platz zu haben. In einer kleinen 10qm Bude würde ich heute die Krise kriegen. Zu Beginn war ich in meiner 75 qm Wohnung ganz allein mit meinen Viechern, da stand im Wohnzimmer nur ein Chesterfieldsessel, ein Expedit, ein Bücherregal und ein kleiner runder Marmortisch mit zwei Stühlen. Der Raum war ziemlich leer - und genau das fand ich extrem geil. Heißt: Ich brauch keinen technischen Schnickschnack und keinen Möbel-Schnickschnack, auch wenn ich meine Regale nicht gern volllade. Aber wenn ich drüber nachdenke, ist es echt wenig... :) |
| SoulReaper696 | Ich komme ohne freundin aus, ohne job, ohne freunde, ohne geld, ohne zärtlichkeiten, ohne wahre freude empfinden zu können oder das gefühl von glück. Ob das ein lebenswertes leben ist, steht auf einem anderen blatt. |
| Ronin76 | Der minimale Standard: - Wohnung (ab 20 qm) mit Stromanschluß - Bett - Drehsessel - Tisch mit PC, Monitor und Lautsprechern - Zwischennetz - Wasserkocher - Kochplatte - Kochtopf - Kühlschrank - Schrank mit Lebensmitteln - Besteck - Unzerbrechlicher Teller - Trinkbecher - Schrank mit Kleidung - Schuhe - Waschbecken und Toilette mit Wasseranschluß - Zahnbürste - Nagelknipser - Taschentücher - Klopapier Es geht aber auch ohne all die elektrischen Geräte, nur benötigt es dazu die passenden Leute für Unterhaltung, Logistik, usw. Wurde auf einem spanischen Campingplatz schon für 3 Wochen erprobt und ich hatte nichts vermisst. Wir waren den ganzen Tag und auch Nachts im Freien. Das Klima ist da aber auch deutlich angenehmer. |
| Ronin76 | [QUOTE] ein unzerbrechlicher Teller ... wie furchtbar, der geht ja gar nicht kaputt wenn man sich aufregt wie süß ... Du besitzt einen Nagelknipser :-) ... aber weißt du was du vergessen hast ... die Seife! [/QUOTE] Das ist ja das Gute an einem unzerbrechlichen Teller. Er hält viele Jahrzehnte, vielleicht sogar ein ganzes Leben. Das verringert zB den Arbeitsaufwand der Produktion und schont die Umwelt. Die Seife wurde nicht vergessen... (iiiiiih :p) Seife zerstört nur unnötig den Säureschutzmantel der Haut. Es dauert dann mehr als 6 Stunden bis dieser wieder aufgebaut ist. Die meisten Menschen in unserer Zivilisation waschen sich eh zuviel und werden dadurch krank. Kein Säureschutzmantel = offene Tür für Keime. |
| private_idaho | Mir geht es da ähnlich wie Seneca. Auch ich habe in meiner Kindheit harte ,ärmliche Zeiten hinter mich gebracht und bei uns gab es nie viel Geld oder irgendwelche Besitztümer im Überfluss. Aus diesem Grund trenne ich mich auch sehr ungern von manchen Sachen und ziehe eine solide Vorratshaltung vor. Dazu kommt,das ich ein sehr gefühlvoller Mensch bin,und aus sentimentalen Gründen auch an viele Gegenständen hänge..... . Was ich überhaupt nicht brauche ist unnötiger Luxus,den 2.Fernseher z.B. oder ein neues Gerät während das Alte noch völlig in Ordnung ist,nur weil der Nachbar o. ein Freund das jetzt auch hat.. . Allerdings hat mich meine Kindheit gelehrt,mit wenig auszukommen und in manchen Situationen zu improvisieren und das scheint mir auch nicht das Schlechteste zu sein. Solange mein Kind und ich ein Dach über dem Kopf haben,genügend zum Essen haben und hin und wieder mal ein kleines Extra drin ist bin ich ansich ganz zufrieden,denn mein Lebensmotto "Lieber zusammen Schwarzbrot,als Alleine Kaviar" kommt nicht von ungefähr,sondern wird tatsächlich gelebt... |
| noire désir | Ja, weniger ist mehr. Auch das ist eine alte Weisheit. Ich weiß nun, daß ich mit einem Halbtagsjob gut auskomme, auch wenn alles so aussieht, als sei es doppelt so teuer geworden. Ohne Auto hat man auch mit einem Halbtagsjob noch Kapazitäten frei. Ich gebe ja zu, mittlerweile bekomme ich noch etwas Rente hinzu, aber den Großteil dessen investiere ich irgendwo hin, wo das Geld besser aufgehoben ist, als auf meinem Konto. Man kann durchaus mit weniger ein glückliches Leben führen, denn ob das Leben ein glückliches ist oder nicht, hat in erster Linie nicht mit dem Geld zu tun, sondern damit, ob man das Glück, welches in jedem Leben zu jeder Zeit vorhanden ist, auch findet. Man braucht dafür auch gar nicht weit suchen: es ist in einem selbst vorhanden. Zu jeder Zeit, in jeder Situation. |
| Demon17 | Es kommt darauf an wie lange. Als Fahrer brauchte ich eigentlich nur Schlafsack, Kaffee, Futter und zwei drei Bier die Woche. Sonst braucht man schon ein Auto, eine kleine Wohnung, PC, Fernseher, Anlage, Möbel und ein paar Bücher. Kühlschrank brauche ich nicht, aber ein Tiefkühlteil und genug Kleidung zum wechseln. Also eine 5kg Waschmaschine voll pro Woche. Das wäre es dann. |
| ÂmeNoir | Ich mag Klasse statt Masse. Weniger ist mehr, finde auch ich. Durch Masse fühle ich mich eingeengt und zugeschüttet, wirkt auf mich erstickend. Viel lieber sind mir einige wenige Dinge, die mir gut gefallen. Mir genügt schlichtes Essen, ich könnte gut und gerne auf Zentralheizung, Elektroherd, eigentlich alle Elektrogeräte verzichten. Mir würde ein Ofen reichen, genügend Holz, ein dichtes Dach über dem Kopf und ein kuscheliges Bett. Jedoch muß ich mich in der Umgebung wohlfühlen, am liebsten naturnah, sonst krieg' ich die Krise. Werkzeug und 'ne Möglichkeit mich kreativ auszutoben sind wichtig, damit kann ich Dinge selbst herstellen, so wie sie mir gefallen, ich mag kein 0815-Zeug, das es an jeder Straßenecke zu kaufen gibt. Bin absolut ohne Luxus aufgewachsen, konnte mir jedoch eine zeitlang Luxus leisten, stellte aber fest, daß ich auf Luxus gut und gerne verzichten kann und Luxus eher als störend empfinde, mir das nix gibt. Momentan sieht es so aus, daß sich für meinen Geschmack im Laufe der letzten Jahre viel zu viel Kriemskrams angesammelt hat, diesen würde ich am liebsten auf einmal loswerden, um wieder frei durchatmen zu können. |
| overdose | Ich danke euch für die vielen Antworten! Es ist doch schön zu sehen, dass es mehr Menschen gibt, die mit weitaus weniger zurechtkommen würden als es das Leben bereitstellt. Es sind aber auch die Gegenstimmen eingeladen, ihre Punkte darzulegen. |
| D. letzte Träne | Wenn "ich" müsste? Huh. Wenn ich muss oder will bin ich anspruchslos. Wasser und Stromanschluss, Telefonanschluss Tolette, Waschbecken, Steckdose, Telefon Wasserkocher, Kochfeld/Herdplatte, Kochtopf oder Pfanne Tasse, Teller, Löffel/Kochlöffel Zwei Decken zum Schlafen oder ein Schlafsack Kleidung (Jacke, 2 Hosen, 4 Oberteile, Socken und Unterwäsche für 7 Tage) Kerzenhalter + Kerzen + Feuerzeug oder Streichhölzern, Bücher Hygeneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Haarshampoo, Seife, Deo) Waschmittel, zwei Handtücher, Klopapier und Taschentücher, ein Putzlappen Das würde mir reichen, vielleicht nicht auf dauer, aber ich würde eine ziemlich lange Weile klar kommen. Aber ich wohne nicht alleine, ich habe Haustiere, die ich zwar nicht "brauche", aber auch bestimmt nicht weggeben würde, wo sie schon einmal da sind. Diese Tiere wollen mehr als eine Ecke zum schlafen, die Vögel brauchen ein Zimmer in welches die Katze nicht hinein kommt, in dem sie fliegen können und einen erhöhten Standort. Die Katze braucht ein Katzenklo, einen Kratzbaum, Spielzeug damit sie sich nicht langweilt, Futter und Wassernapf. Und wenn ich ehrlich zu mir bin, mag ich zumindest dauerhaft auf vieles nicht verzichten. Ich will nicht die Welt, aber eine gemütliche Wohnung ist mir mittlerweile schon wichtig. Ein Ort an den man gerne zurück kommt. Und dazu gehören dann eben eine Zweizimmer+Küche+Badwohnung, eine Stereoanlage, mein Bett, meine Tiere, mein Computer mit Internetanschluss, meine Bücher, eine Dusche und mehr Kleidung wie dort oben. Ich bin kein Fan von großen Kleiderschränken, aber auch nicht davon jeden Woche die selben Sachen zu tragen. Auch ein Auto ist mit mittlerweile wichtig und sei es nur um den vogelkundigen Tierarzt zu erreichen. |
| nekrom | interessant ich brauche zum leben nicht sonderlich viel meinen ledermantel , meine protectoren, meine seitentasche die gefüllt ist mit ner tashcnlampe schreib und mal gram wäsche zum wechseln dusch sachn 2messern nem zippo streichhölzer ner sonnenbrille nem kleinen handtuch ner kleinen liegedecke und nen verbandset dazu sind noch meine kristalkugel mein buch der schatten meine athame mein pendel meine landkarten meine tarots mein mörser und ein paar trankfläschchen drin damit komm ich eig sehr lange aus wen ich im wald unterwegs bin mein rekort liegt da bei knap 2monatn ner art wildes-campen mit freunden ^^ und mehr brauhc ich eig auhc nich wen man seine sachn regelmässigwäscht |
| Hrefnadis | Beim Lesen der Beiträge ist mir aber eine kleine Marotte von mir aufgefallen, die so gar nicht zu meinem sonst so minimalistischen Wesen passen will: Mein Hang zu kleinen Kostbarkeiten. Ich schrieb ja schon, dass früher alles Wesentliche in ein Auto gehen musste, weil ich damit permanent irgendwie auf Achse war. Nach einer - ebenfalls sehr ärmlichen - Kindheit jedoch blieb der Wunsch nach etwas Überflüssigem, das ganz allein mir gehören sollte, haften. Nun, in ein Auto passt nicht viel und so fing ich an, kleine Kostbarkeiten zu sammeln, die ich überall mit hin nehmen konnte: Schmuck, meine heiss geliebten Miniaturrennmodelle (Autos, bin ja auch selber Rennen gefahren), meine Edelstein- und Halbedelsteinsammlung, einige kostbare Kristallfiguren. Inzwischen füllt das Ganze eine große, blinkende Vitrine (so viel zum Thema KLEIN). Und letztens ertappte ich mich doch glatt dabei, wie ich säuselte, dass doch edle Porzelane eine hervorragende Anlagemöglichkeit darstellen würden und dass ich gerne einer noch nicht vorhandenen Tochter doch ein Tafelservice einer namhhaften Porzelanmanufaktur vererben würde - weil ich selbst von meiner Familie Null Startgeld ins Leben bekam, nur das, was ich auf dem Leibe trug damals. Ich denke mal, zu meinem nächsten Geburtstag werde ich die erste Kaffeetasse geschenkt bekommen. :D Und 'ne neue Vitrine anfangen .... Möglicherweise werden Kinder aus ärmlicheren Verhältnisse eher Jäger und Sammler als andere. ;) |
| SchwarzePest | Zu dem Thema gibt es was nettes auf youtube. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=IOKO19BMPKk]the colony experiment[/URL] Ingesamt 40 Teile der Sendung auf youtube. Leider nur auf Englisch aber sehr sehenswert. |
| ArrogantNick | Threadtitel: [I]Mit wie wenig kommt ihr aus?[/I] Gegenfrage: Warum sollte ich mit wenig auskommen, wenn ich viel/alles haben kann? Im Ürigen: Viel oder wenig WOVON? Ich brauche viel Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit. Ich brauche wenig Lärm, Berieselung oder Mobilität. Ergo: Ich könnte nicht auf emotionale Zuwendung verzichten. Auf TV, Stereoanlage, Handy oder Auto jedoch durchaus. Allerdings muss ich es nicht und somit übe ich mich in Dankbarkeit, dass ich alles haben kann (und was ich nicht habe, WILL ich nicht haben und habe es deshalb auch nicht, was auf Auto und Handy zutrifft). Übe mich nicht in Verzicht und Askese, sondern in Dankbarkeit für die Fülle. Ich mag grundsätzlich positive Standpunkte einfach lieber. ;-) .... |
| ExiledArchangel | Ich verzichte nur gerne auf etwas, wenn ich es nicht muss - doch erzwungener Verzicht in jeder nur erdenklichen Form speit mich an, ist wider meinen Geist und ein Affront gegen meine Person - seitens dessen, der eine derartige Forderung an mich stellt. Freiwillig könnte ich auf vieles verzichten und tue es auch. Ich habe weder ein Auto noch einen Führerschein oder ein Handy...weil ich sie nicht benötige oder es sich um etwas handelt, gegen das ich eine ethisch begründete Ablehnung hege...doch ich lasse mir deswegen nicht von Menschen, die selber zumeist in Saus und Braus leben, mindestens zweimal im Jahr Urlaub auf irgendeiner Karibikinsel machen und einen ganzen Wagenpark von Bonzenschlitten samt Chauffeur vor ihrer Luxusvilla stehen haben, sagen, ich solle gefälligst "den Gürtel enger schnallen", lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu einem mir zuträglichen, mir genehmen Leben benötige und was nicht... |
| atras|X lilium | Im Gegensatz zu einigen hier glaub ich grad bin ich in einem Riesenhaus aufgewachsen (mit 42 Zimmern da kommt schon was zusammen... wenn man schon den Platz hat.) Kleidung, Fernseher, PC oder so hatte ich nicht (ich hab in der 10 noch die Sachen aus der 5 Klasse getragen) Ich hab aber eine (zumindest für die heutige Zeit bei Jugendlichen) riesige Büchersammlung. Was ich brauche (also dort wo ich später war hab ich gelernt mit wenig auszukommen und ich geh mal nicht von ner Situation aus wo man in der Wildniss überleben muss sondern wie ich mir vorstellen könnte Rest des Lebens zu verbringen) mindestens Einzimmerwohnung besser Zwei Zimmer mein Laptop! (ok Luxusgut aber ohne Musik u. Bildbearbeitungsprogramme... und Serien... würd ichs nicht aushalten) am besten Internetzugang 4 T- shirts, 1 Weste, 1 Jacke, 1-2 Hosen (Jeans), 2 Paar Schuhe, Unterwäsche für 7 Tage Bett mit Decke Sanitäranlagen (WC, Dusche, Waschbecken) fließend Wasser und Strom, Schminkzeug, Duschzeug usw. Kühlschrank (am besten mit nem Fach für Gefrierzeug) Essen (also ich komm gut mit 4 € am Tag aus... auch notfalls weniger) einen Tisch, 2 Stühle wenns geht meine bzw einige Bücher ne Lampe oder Kerzen also damit würd ich sehr gut auskommen. für Sondersituationen geht auch einiges weniger da komm ich mit fast nichts aus. vielleicht sollt ich aber noch sagen, dass ich leider nahezu gar nichts wegwerfen kann... ich sammel alles. Hauptsächlich hab ich keine Lust mal auszumisten, ok... Aber ich hab selbst Schulsachen aus der 3... (zumindest nicht aus der 1 u. 2!) Wo ich jetzt zumindest einige Zeit wieder bei meinen Eltern bin... kann ich mal versuchen auszumisten bevor die Sachen eingeräumt sind. |
| APBT | hmm also ich bin oft und viel in almhütten. kein strom, fließend wasser gibt's draußen vor der tür in form eines brunnens und des bachs, ein plumpsklo, geschlafen wird auf stroh, eingeheizt und gekocht wird auf einem holzofen. es ist nicht viel, aber dort verbringe ich die glücklichste zeit. wo sonst kann man noch einfach frei herumstreifen und sich selbst udnd ie natur so frei und unberührt genießen? Das kalte wasser holen, das feuermachen, die einfachheit gibt so viel "sinn" und ruhe. andererseits: ich liebe warme duschen, ein heißes bad. ich genieße alle vorzüge meines zivilisiertes leben mit strom, pc, kühlschrank usw. nicht zu vergessen den sammeltick den ich (wie der rest der familie) besitze. man könnte es ja noch brauchen... :rolleyes: und alte dinge wegwerfen geht gar nicht :D |
| SchwarzesEis286 | Also ich komme mit recht wenig aus, ich lebe auch jetzt nicht im Luxus. Hauptsache es ist alles da was ich/wir so brauche/n. für mich ist das mindeste: -eine Wohnung mit großen Räumen^^ das kommt daher, dass ich als kind schon ein wirklich großes Zimmer hatte ca 22m², danach in ein Apartement gezogen bin, was ich echt geliebt habe, aber jetzt mit Kind, möchte ich auf große Räume nicht mehr verzichten und meinem Sohn ebenfalls ein Großes Zimmer bieten können (jetzt 19m²). -eine küche und Bad -internetanschluss, ohne will ich nicht sein^^ brauch auch nicht unbedingt den Pc, hauptsache ich kann mit dem ipod ins netz :D -genug zu Essen und zu trinken -ein schönes Bett und etwas stauraum. den luxus mit dickem, riesigen tv und was weis ich nicht alles, brauche ich nicht, da bin ich auch so glücklich! wenn ich aber auf diese paar sachen noch verzichten müsste würde ich einfach nur ein 2 Personen Zelt, einige Decken,Kleidung, Nahrung, meinen Ipod^^ vorrausgesetzt ich käme an eine Steckdose *gg* und meine beiden Ratzen mitnehmen, das wärs, ich wäre zufrieden:) |