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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Sich quälen um anderen zu helfen??
jet_blackIch habe mal eine allgemeine Frage an euch:
Würdet ihr viel Leid und Schmerz als Last auf euch nehmen, nur um anderen Menschen zu helfen?

Ich z.b. habe sehr häufig darüber nachgedacht wie es wohl wäre, wenn ich den Schmerz und das Leid mir nahestehender Menschen auf mich nehmen könnte, nur damit es ihnen besser geht. Trotz der schlechten Dinge dir mir widerfahren würden, würde es mich glücklich machen, die anderen Menschen fröhlich zu sehen.

Wie sieht es mit euch aus? Bin ich der einzigste der so verrückt denkt, oder seht ihr bestimmte Dinge in meiner Denkweise genauso? In einem vorrigen Thread wurde ja gemeint die leute würden heutzutage nicht mehr gerne im Mittelalter leben wollen, da es dort so trübsinnig und schlecht zuging. Ich hingegen will wegen genau diesen Sachen im Mittelalter leben. Bin ich ein Gefühlsmasochist? Lasst mich mit meinen Gedanken nicht alleine und antwortet fleißig.

Euer,

Jet_Black
black lilyhm...ich würde wohl für gewisse leute alles auf mich nehmen, würde ihnen am liebsten allen schmerz nehmen, da ich sie nicht mehr länger leiden sehen kann...dann schon lieber ich...was würde ich dafür tun, ihnen alle last zu nehmen und mir selbst aufbürden zu können?-wohl so ziemlich alles.

aber für mich ist das normal, ich hätte das immer sofort gemacht, habe es auch, so weit ich konnte, würde es jetzt auch sofort tun, jedenfalls für gewisse dinge und leute, und finde dies aus meiner sicht her auch normal. allerdings kann ich nicht sagen ob ich dann, wenn es geschehen würde auch wirklich hinter mir stehen würde und hinterher nicht selbst daran kaputtgehen würde, aber ich würde es auf jeden fall sofort tun.

allerdings wird es auch genug menschen geben, die es noch nicht einmal in betracht ziehen würden, auch nur in gewisser weise zu helfen. dies müssen noch nicht einmal egoistische oder egozentrische menschen sein, es reicht ganz einfach aus, "normal" zu sein, oh wie ich diese normalität hasse, aber das wäre jetz mal wieder offtopic...

nachdenkende und sich über gewisse dinge aufregende
schwarze lilie
@-->--->-----
Gr. Gaulichter@jet_black
ich denke, du gehst davon aus, den leuten das leid "abzunehmen".im endeffekt kommt dabei nur eine leid-umverteilung heraus. was aber wichtiger ist, ist die tatsache, dass du deinen nächsten das leid nicht abnehmen kannst, sondern ihnen nur beistehen kannst, das leid zu durchleben und zu überwinden nach dem sprichwort "geteiltes leid ist halbes leid."

gg.grüße
black lilyjep, genau darauf läuft es haeraus, ich jkann niemandem das leid abnehmen, außer in gewissen situationen, die dann doch so selten sind, dass man sie fast nicht zählen kann, man nimmt einem eine gewisse last ab, doch wird immer ein teil bleiben...deshalb sagte ich ja ich würde sofort wenn ich könnte...so kann cih dann doch wieder nur häöndchen halten und hoffenn, dass ich doch irgendwie helfern kann...wenigstens das möcht ich ja können...
Cold RainSo ehrenvoll der Gedanke auch sein mag, ich glaube nicht, dass die von Schmerz oder Leid betroffene Person möchte, dass ihr das jemand abnimmt.
Ich kann nur von mir sprechen, aber ich würde das auf keinen Fall wollen, auch wenn ich weiß, dass mein Freund mir liebend gerne meinen Schmerz abnehmen würde. Auch wenn ich ihn sehr gerne los würde, möchte ich doch nicht mir nahe Stehende dafür leiden lassen und irgendwie hat es auch mit Stolz und Würde zu tun.

Aber... was ihr tun könnt und auch wirklich tun solltet, sind die "üblichen" Sachen... zuhören, seine schlechte Laune ertragen, mit ihm reden, ihn in den Arm nehmen.. kurzum, einfach für den anderen da sein.
Das erscheint euch vielleicht viel zu wenig, ihr kommt euch trotzdem ohnmächtig und hilflos vor, aber es hilft dem, der von Schmerz und Leid betroffen ist, unglaublich viel. Und daraus resultiert für ihn ein Großteil der Kraft, weiterzumachen und nicht zu resignieren.
VampireMiyusoviel wie geht.... jederzeit....

ich hab leider ne kleine Macke als Kind abbekommen, weswegen ich nun nicht anders kann als mich bei Ungerechtigkeiten einzumischen oder es jedem recht machen zu wollen :(

Mfg Mi
Katokommt aufs leid an.
wenn kleine dinge wären würd ich das schon machen. bei großen sachen wär mir mein wohlbefinden aber wichtiger

MfG
Kato

ps: cowboy BeBoP rules ;)
DeathGirl666[QUOTE][i]Original geschrieben von Gr. Gaulichter [/i]
[B]was aber wichtiger ist, ist die tatsache, dass du deinen nächsten das leid nicht abnehmen kannst, sondern ihnen nur beistehen kannst, das leid zu durchleben und zu überwinden nach dem sprichwort "geteiltes leid ist halbes leid."

gg.grüße [/B][/QUOTE]

so in der art würde ich es auch sagen
medievalklaus[QUOTE][i]Original geschrieben von VampireMiyu [/i]
[B]soviel wie geht.... jederzeit....

ich hab leider ne kleine Macke als Kind abbekommen, weswegen ich nun nicht anders kann als mich bei Ungerechtigkeiten einzumischen oder es jedem recht machen zu wollen :(

Mfg Mi [/B][/QUOTE]

Das ist interessant ... in der Gefahr bin ich auch, es allen recht machen zu wollen. Aber die Frage ist, ob das deswegen der Fall ist, um ihnen das "Leid" abzunehmen.
Es stimmt jedoch, dass ich Menschen nicht leiden sehen kann. Ich kann es einfach nicht. Ich muss entweder helfen oder wegschauen. Beim Helfen fühle ich mich jedoch selber hilflos und unzulänglich, und beim Wegschauen quält mich mein Gewissen unendlich.
Menschen, die mir nahe stehen, denen würde ich tatsächlich, wenn es ginge, alle Schmerzen abnehmen und sie dafür auf mich nehmen, so lange ich es noch ertrage.
Lokiich für meinen teil kenne höchstens 2-3 leute dennen ich leid abnehmen würde. der rest ist mir schlicht egal. jeder ist für sein leid zu 90 % selbst verantwortlich und die restlichen 10 % sind einfach pech. zumal cih selber genug probleme habe.
vielleicht ist das ja nur bei mir so, aber ich wurde oft genug verarscht und enttäuscht, um einfach keinen bock mehr auf selbstlosigkeit zu haben. für bestimmte leute mach ich es gerne, aber auch nur weil ich denen bedingungslos vertrauen kann. bei allen anderen mach ich es entweder generell nicht oder verlang zumindest eine gegenleistung. das macht einen zwar unbeliebt und ist verdammt egoistisch aber man hat seine ruhe vor heuchlern und schmarotzern.
Cold Rain[QUOTE][i]Original geschrieben von Loki [/i]
[B] jeder ist für sein leid zu 90 % selbst verantwortlich und die restlichen 10 % sind einfach pech. [/B][/QUOTE]

So Sätze kann man sich einfach schenken :rolleyes: Vielleicht mag es auf die eine oder andere Situation zutriffen, sicher ist nicht jedes Leid fremdverschuldet. Aber so, wie du das formulierst, trifft es auf keinen Fall zu.
Lokifindest du? vielleicht ist es auch einfach nur bei mir so, allerdings ist es bei jedem den ich bisher kennen gelernt habe genau so gewesen. man kann sich ne menge ersparen, wenn man hin und wieder einfach mal über seinen schatten springt, sich anpasst oder einfach mal nichts riskiert. sind aber auch alles dinge, auf die viele nicht gern verzichten.
abgesehen davon: es ist meine meinung, und die ist logischerweise rein subjektiv
CarpenterEs gibt nur 3 oder 4 Menschen bei den ich das wirklich machen würd, aber da würds ichs auch machen wenn ich unter der Last zusammenbrechen würd. Für andere die ich so kenn bin ich dann halt in der Form da das ich ihn zuhör, sie tröste....
und bei allen anderen muss ich sagen das es mich weniger interessiert (oder wie schon gesagt ohne gegenleistung würd ich nichts machen).
Midgardich, für meinen teil, würde gerne den leuten das leid gänzlich abnehmen, die mir was bedeuten - je wichtiger sie mir sind, desto mehr würd ich ihnen am liebsten abnehmen - ich versuch diesen personen eine gute zuhörerin und freundin zu sein und dafür stell ich einfach nur all zu oft meine eigenen bedürfnisse hintan, leide sogar oft genug mit ihnen mit
allerdings muss ich leider zugeben, dass ich dabei öfters über die stränge schlage und es ihnen zwar hilft, ich aber es nur schwer schaffe, denen nicht zu helfen, die mir zwar was bedeuten/bedeutet haben, mich allerdings im stich ließen, wenn ich ihre hilfe mal bräuchte
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von Midgard [/i]
ich, für meinen teil, würde gerne den leuten das leid gänzlich abnehmen, die mir was bedeuten - je wichtiger sie mir sind, desto mehr würd ich ihnen am liebsten abnehmen[/QUOTE]

Das geht mir genauso und zu helfen ist dann auch keine Quälerei.
Quälend ist nur die eigene Hilflosigkeit oder sich irgendwann eingestehen zu müssen, dass man nicht alles getan hat, um jemandem beizustehen.
casanit banditIch selber würde anderen Menschen kein Leid "abnehmen", selbst wenn ich es könnte. Leiden gehört meiner Ansicht nach zum Reifungsprozess, den jeder Mensch für sich persönlich durchstehen muss.

Allerdings bin ich bereit, selber zu leiden, wenn ich anderen damit Leid "ersparen" kann. Also eine Art "indirekte" Leidübernahme.


gx casanit
bandit
Amy[QUOTE][i]Original geschrieben von casanit bandit [/i]
[B] Leiden gehört meiner Ansicht nach zum Reifungsprozess, den jeder Mensch für sich persönlich durchstehen muss.


gx casanit
bandit [/B][/QUOTE]

Sehe ich ganz genauso. Denn heißt das leid abnehmen auch, das Problem zu lösen? Wir müssen sie lösen, um daran zu wachsen.

Außerdem, wenn wir einem sein Leid abnehmen könnten, würde uns dann nicht auch einer das leid abnehmen wollen? Wenn wir leiden sähen wir die Last auch lieber auf den schultern anderer, denn wenn es einem gut geht, kann man immer noch davon ausgehen, alles zu verkraften, aber wenn man dann leidet sieht die welt schon ganz anders aus.
Rosielleich denke so fiktiv ist das thema gar nicht wie es hier scheint, denn wenn man leid mit anderen teilt, reduziert man das des anderen und vergrössert sein eigenes. auch wenn das nicht immer in dem maße möglich ist wie man es vieleicht möchte.
ich kannte leute die hatten es echt drauf ihr eigenes leid gleichmäßig und großzügig auf andere zu verteilen, bzw. sie daran teil haben zu lassen...
das die eigene aufopferung zur hilfe einer geliebten person keine quälerei ist oder sein kann, wie mrs.yearning sagt ist falsch. jeder der schonmal eine/n drogenabhängige/n freundin/freund gehabt hat weiss das ganz genau. es wird mit der zeit einfach unerträglich. und man muss sich eingestehen das man einfach manche dinge für den anderen nicht tun kann weil er sie selbst tun muss, ohne sich zu fragen ob man genug getan und versucht hat, manchmal wird einem auch erst im nachhinein bewusst wie sehr man sich dabei selbst zerstört hat.
LestherIch kann euch irgendwie alle verstehen - mir geht es auch oft so, dass ich andere glücklich machen möchte, weil ich es nicht ertragen kann, sie leiden zu sehen - aber im endeffekt ist das dann wieder ein egoistischer Entschluss - Weil ICH es nicht ertragen kann...
Trotzdem braucht jeder Mensch leiden, nicht nur als Reifeprozess, sondern schlicht und einfach auch, um den Schmerz vom Glück unterscheiden zu können... wenn man nicht spürt, dass es einem mies geht, spürt man auch keine Freude mehr. Man erkennt keinen Unterschied, und das muss die völlige leere sein.

Ich finde aber, dass man meistens an sich selbst denken sollte. zB eine Beziehung aufgeben, in der man sich noch liebt, um irgendwem anders nicht wehzutun, ist unsinnig und bringt am Ende niemandem wirklich etwas. In solchen Entscheidungen sollte man sich selbst an die 1. stelle stellen, finde ich! und das hat nichts mit egoismus zu tun - es gibt so einen Spruch von Antony de Mello, den ich gut finde:
"Es ist nicht Egoismus, das zu tun, was man für richtig erachtet.
Egoismus ist, von anderen zu verlangen, dass sie das tun, was man für sich als richtig erachtet."
hat doch was wahres...


lg, L.
SevenDaystoDie[QUOTE]Es stimmt jedoch, dass ich Menschen nicht leiden sehen kann. Ich kann es einfach nicht. Ich muss entweder helfen oder wegschauen. Beim Helfen fühle ich mich jedoch selber hilflos und unzulänglich, und beim Wegschauen quält mich mein Gewissen unendlich.[/QUOTE]


das hätte auch von mir sein können...
schön das es noch andere menschen giebt die so denken wie ich...

Grüße
SevenDaysToDie
Tsafried@ SevenDaysToDie

is bei mir genauso

ich kenne ein mädchen, die magersüchtig und depressiv ist und deswegen fast gestorben wäre. Sie war zweimal in der Psychiatrie und kommt jetzt bald in eine Spezialklinik
SIe ist meine beste Freundin und es tut mir unermesslich weh sie leiden zu sehen. Ich wünschte ich könnte ihr das Leid abnehmen, aber es geht nicht. Ich kann Menschen die mir nahestehen nicht seelisch leiden sehen. Damit komme ich kaum klar

Tsa
ThyrHallo erstmal,

mir ist im überfiegen aufgefallen,
dass sich eure Aussagen sehr ähneln.
Deswegen hab ich auch nicht alle gelesen
und hoffe hier niemanden zu wiederholen.

Ich muss sagen mir geht es genauso wie den meisten von euch.
Ich würde liebend gerne die Schmerzen und das Leid von den
Menschen die mir sehr nahe stehen übernehmen
und/oder für sie leiden.
Nun stelle ich mir aber die Frage WARUM ist das so.
Ist es vielleicht deswegen so,
weil man es nicht erträgt die Person leiden zu sehen
und lieber die Schmerzen zu ertragen,
damit es der anderen Person besser geht.
Ob es ihr dabei wirklich besser geht bleibt die Frage
(Stichwort Schuldgefühle)
Vielleicht weil man denkt dass man die Schmerzen selbst aushalten will/kann,
(masochismus?)oder weil man selbst Schmerzen schon gewöhnt ist.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich bei dem Vergleich zwischen
derjenigen Person und mir selbst, sagen muss dass die entsprechende Person mehr wert ist wie ich. (für mich selbst)
Und aus dem eifnachen Grund der Erhaltung des Wertvolleren
würde ich die Schmerzen und das Leid übernehmen.


Tut mir leid dass ich euch diesen Gedankenknoten,
in welchem ich mich verrannt habe nun vorsetze.
Thyr
SevenDaystoDie@Thyr

wofür entschudigst du dich hier...!?!

-------------------------------------------------------------

@Tsafried
das klink grausam... warum sind wir zumeist so hilflos einigen dingen gegenüber...

ein vorredner hat glaube ich gesagt das wir nicht viel tun können auser immer da zu sein mit der person zu reden sie einfach nicht allein zu lassen.

das ist ja sicher richtig, doch ich habe immer das gefühl egal wieviel man tut das es am ende wenn sie nicht mehr da ist NIE gereicht hat, das tut weh!!! und egal wieviel zeit man mit jemandem verbracht hat am ende macht man sich immer vorwürfe nicht genug getan zu haben. ist bei mir jedenfalls so...

@jet_black

du bist nicht verrückt, wenn man sich hier mal umsieht giebt es doch sehr viele die änlich wie du denken. mir scheint das nur unsere eigene hilflosikkeit die grenze ist.

Grüße
SevenDaysToDie
Tsafried@ SevenDays

Ja, das kenne ich
sie liegt zwar seit vier wochen oder so in dem Krankenhaus das ca. 30 Minuten von mir entfernt ist, aber ich kann sie trotzdem nicht besuchen, weil ich schlichtweg Angst vor diesem Krankenhaus habe (war selbst fünf Monate da)
da besuch ich sie lieber danach in Lüneburg und fahr länger

Tsa
Cold Rain@ SevenDaystoDie:

Ja, natürlich beschleicht einen das Gefühl, etwas nicht getan, nicht gesagt zu haben, in allem zu wenig getan zu haben... aber man muss sich klarmachen, dass das, WAS man getan hat, unglaublich hilfreich ist/war für die betroffene Person. Und es hilft niemandem, in Selbstzweifeln zu versinken und die Hilflosigkeit hochkommen zu lassen. Das wiederum hilft dann der anderen Person nämlich überhaupt nicht.
Sagt euch einfach, es war gut, was ihr gemacht habt und besser als nichts, das ist nämlich genau das, was die meisten machen - nichts. Sie gehen der Situation aus dem Weg, können es nicht ertragen, dem anderen in seinem Leid zur Seite zu stehen.
SevenDaystoDie@Tsafried

tu mir eingefallen, das klinkt sicher etwas merkwürdig aber wenn du sie das näste mal besuchst leg eine blume mit hinzu und sag ihr das sie nicht allein in dieser kalten welt ist...
es ist verrückt ich kenne sie nicht einmal aber darum geht es ja auch nicht!

@Cold Rain
Danke, ich weiß das du recht hast mit dem was du sagst, dennoch es fällt/viel mir immer schwer den blick nach vorn zu richten, und hänge dabei nicht minder oft in der vergangenheit fest. jemand sagte mal: "Geschichte ist Zukumpft" wie na doch die paralelen sind bekomme ich oft zu spühren.

wir sind gerade dabei meiner großmutter einen platz im altenheim zu verschaffen, ich wolte sie eigentlich nie in soetwas geben, doch bei uns ist sie tag für tag alein, meist bis 17:00uhr abens.
sie leidet etwas an alsheimer und wenn dan hin und wieder die frage kommt wo meine freundin sei (die behzieung ist schon lang vorbei 5j) oder wo ihr man ist (seid 7j tod) was soll man den sagen, sicher du kanst ihr die wahrheit sagen und sehen wie es ihr jedes mal das herz bircht oder sie anlügen, doch das konnte ich noch nie besonders gut. mitlerweile glaube auch ich das sie in einem altenheim besser aufgehoben währ, weil sie da wenigstens nich so allein ist.

alldas und die summe der errinerung macht es mir und sicher auch anderen nicht leicht mit dem getanen zufirden zu sein...

aber wer hat auch gesagt das es leicht sein würde nicht war...

Grüße
SevenDaysToDie
Tsafried@ SevenDays
he, das is ne gute Idee
Danke, werd ich machen

meine großmutter ist auch im altersheim, und ich glaube da geht es ihr allemal besser als wenn sie zuhause wäre, obwohl das haus schon verkauft ist. die brüder von meinem vater jedoch sind absolut unfähig sich um sie zu kümmern, obwohl sie im gleichen ort wohnen. deswegen musste mein vater alles mache und jedesmal ne stunde fahren...
naja, ihr mann ist auch vor ein paar jahren gestorben und sie meinte sie würde stimmen hören und denken jemand wäre im haus...

so ist wohl besser, auch wenn ich altersheime nicht mag

tsa
femmedenoirAnderen Menschen Leid abnehmen...
Es gibt in meinem Leben ein Menschen, dem ich gerne all das Leid abnehmen würde, all die Traurigkeit. Doch abnehmen wie eine Last lässt sich das alles ja nicht. Aber dennoch, ich kann ihm helfen, für ihn da sein. Und jedesmal wenn ich die Traurigkeit in seinen Augen sehe schwöre ich mir immer wieder aufs neue alles zu tun, um ihn glücklich zu machen...

Das ist die eine Seite.
In meiner Jugend jedoch, hab ich es einmal getan, ich hab Leid von meiner Familie abgewendet. Zugegeben, ich war auch teilweise selber Schuld. Jedoch hat meine Familie einige Dinge nie erfahren, die ihr großes Leid zugefügt hätten, sie vielleicht zerstört hätten. Stattdessen hab ich sie mit mir herumgetragen... und ich wäre fast daran untergegangen, ständig hat es mich eingeholt, mein Leben immer unlebenswerter gemacht. Meine Familie war glücklich, nichtsahnend.... ich hab das Leid auf mich genommen... und es war gut so, obwohl es Momente gab wo ich mich selbst dafür gehasst habe... oder Abneigung gegenüber meiner Familie verspürt habe.
Nun hab ich es auf sich beruhen lassen, das alte Leid abgelegt und ein neues Leben ohne Leid begonnen...
SevenDaystoDie[QUOTE]Anderen Menschen Leid abnehmen...
Es gibt in meinem Leben ein Menschen, dem ich gerne all das Leid abnehmen würde, all die Traurigkeit. Doch abnehmen wie eine Last lässt sich das alles ja nicht. Aber dennoch, ich kann ihm helfen, für ihn da sein. Und jedesmal wenn ich die Traurigkeit in seinen Augen sehe schwöre ich mir immer wieder aufs neue alles zu tun, um ihn glücklich zu machen... [/QUOTE]

das finde ich schön, ich glaub nur so geht´s auch gut.
Alegra17Also wenn ich jemanden leid abnehmen könnte würde ich das tun. da gibt es eine person das ist meine beste freundin sie hat schon versucht sich mehrmals umzubringen sie wurde immer wieder gerettet und ja ich hab ihr schon so oft gesagt ich bin immer für sie da höre ihr zu sie kann zu mir kommen wann immer sie will. ne zeitlang ging das alles gut sie hat ihr leben ein wenig wieder in den griff bekommen bis irgendwann alles bei ihr wieder hochkam ich kann sie ja verstehn aber es gibt immer eine lösung als selbstmord. sie hatte mich angerufen und mir für alles gedankt das ich immer für sie da war und meinte dann sie würde jetzt den letzten schritt gehn. ich wusste was sie meinte ich war hilflos wusste net was ich tun sollte war ich zu der zeit net zuhause war sondern weiter weg ich hab mir schreckliche vorwürde gemacht weil ich glaubte ich sei net genug für sie da. aber sie hat dran gedacht das ich immer zu ihr halte und sie hat mich dann nochma angerufen und meinte sie tuts net sie will mir das net antun ich bin ihre einzige stütze. naja es kann schon sehr belastent sein wenn man menschen das ledi net abnehmen kann vorallem wenn man sich da so reinsteigert macht es einem irgendwann selber kaputt wie mich fast. wie meinte mein freund ich kann nicht immer für jemanden da sein wo ich selber probleme habe und alles. aber wenn ich erlich bin sind mir meine probleme scheiß egal wies mir geht ist net so wichtig hauptsache den leuten die mir viel bedeuten geht es gut.

tut mir leid das ich jetzt vieleicht jemanden mit dieser geschichte oder sonst was genervt habe.

mfg Alegra
SevenDaystoDie@Alegra17 und allen anderen die sich hier für derart geschichten entschuldigen wollen, last es. es ist sicher lieb gemeind aber ich sehe den grund nicht weshalb ihr euch rechtfertigen müßt.
was mich angeht, ich freu mich eure geschichten zu hören, sie lassen die hoffnung nicht sterben die wir in genau dieser zeit bitter nötig haben. ich sehe das die ansätze in die richtige richtung laufen, jene richtung nimanden allein zu lassen. all das was wir tun können solten wir tun, es sind geschenke für verzweifelte die vieleicht nicht´s anderes mehr haben könnten...

denke mal drüber nach, eure blosen worte könnten leben retten...

Grüße
SevenDaysToDie
femmedenoir[QUOTE]aber wenn ich erlich bin sind mir meine probleme scheiß egal wies mir geht ist net so wichtig hauptsache den leuten die mir viel bedeuten geht es gut.[/QUOTE]

Das kann ich durchaus nachvollziehen und finde diese Einstellung wirklich gut... wichtig ist aber auch, sich nicht zu sehr reinzusteigern bzw. sich nciht ausnutzen zu lassen, was das betrifft. Man sollte darauf achten, ob diese Menschen auch da sind, wenn sie keine Probleme haben, auch dich ernst nehmen...
Vielleicht ist das ungeschickt ausgedrückt, aber ich denke man kann verstehen, was ich meine... denn sonst kann es sein, dass die Quelle der Hilfe irgendwann versiegt.
Alegra17Tja für meine sogenannte beste freundin bin ich immer da wie gesagt ich unterstütze sie wo ich kann ich bin mir auch bewusst das sie nie so für mich da sein würd oder würde wenn sie keine probleme mehr hat. jetzt dankt sie mir aber wenn ich probleme hab ist sie nicht für mich da. aber ich muss sagen das geht vieleicht vielen so sie sind für andere da aber haben sie probleme sind die personen für die sie da sind nicht für einen selbt dann da.aber ich glaube so ist das leben es ist halt so.
BlackcrownedUm zum Anfangspost zurückzukehren: Ich bin das genaue Gegenteil davon, was der Autor als "Gefühlsmasochismus" bezeichnet. Ich würde niemals das Leid eines anderen Menschen auf mich nehmen, damit es den anderen besser geht. Das würde ich vielleicht bei meiner Mutter tun, aber selbst da bin ich mir nicht sicher. Ich bin von Natur aus ein äußerst egoistischer Mensch und damit lebe ich sehr gut!
Natürlich helfe ich Nahestehenden (und hier liegt auch die Betonung) Menschen, wenn sie ein Problem haben, aber wenn ich IHR Leid auf MICH nehme, wird das Leid nur weitergegeben, jedoch nicht beseitigt.
Midgard@alegra: das is bei mir genauso - nur ging meine "beste" freundin soweit, mich regelrecht auszunutzen und zu zerstören - aber zum glück hab ich meinen freund und meine freundin, die mir helfen, von ihr loszukommen
und wenn deine freundin das mit dir macht, pass auf, dass es nicht so endet wie bei mir - ok? :)
Alegra17Ja na das sich nicht ausnutzen zu lassen ist ziehmlich schwer weil ich möcht ma so sagen ich bekomme das net immer somit es gab einen moment da war ich ja total am boden zerstört wegen meiner besten freundin weil sie wieder kam mit ihrer umbringsache und so und da hatte ich ja mit meinen freund telefoniert er musste mich erstma wieder richtig aufbauen und ich kann foh sein das ich ihn habe weil er passt wirklich schon auf das ich mich nicht ausnutzen lasse und alles sowas.
Morag of NimesZur Urfrage:
Für Menschen, die mir wirklich wichtig sind, ja - für den Rest nicht, bin schließlich kein Märtyrer...

Aber wie hängt diese Frage mit dem Mittelalter zusammen?!

Zum Thema Ausgenutz werden:
Wer einen ausnutzt, verdient es nicht, dass man sich für ihn aufopfert - nur merken das oft eher andere als man selbst. schwierig also...;)
MagnusCaudar(BwDurch übertriebenes Mitleid schwächt man andere . "Lehrnen kann einen auch noch so guter lehrer abnehmen ".
MondsilbertaufeSchmerz und Leid für andere auf sich nehmen...
Das ist eine Frage, die viele hier klar beantworten, dabei ist das nicht möglich, weil das Problem nicht überschaubar ist.
Einerseits ist es ganz natürlich, dass die werdende Mutter Schmerz und Leid empfindet, wenn sie ihr Kind auf die Welt bringt - andererseits ist es oftmals unmöglich Leid und Schmerz umzustapeln.
Ich bin mir sicher, dass viele von euch einem Familienmitglied oder einem Freund eine Niere spenden würde. Doch seid ihr auch bereit, euren Eltern das Altersheim zu ersparen?
EorlIch glaube nicht, das es üerhaupt möglich ist anderen Leid abzunehmen.
Und es ist wohl auch besser so, denn wäre es möglich, würde der Versuch Menschen die man liebt vor Leid zu bewahren, nicht wichtige Lektionen des Lebens von ihnen fernhalen, sodass sie später noch mehr zu leiden haben?

Nur dadurch, das man für diese Menschen da ist, ihnen zuhört, sich mit ihnen durch ihr Leid kämpft, kann man ihnen wirklich helfen.
Nicht indem man ihnen ihr Leid abnimmt, aber indem man ihnen Stecken und Stab ist, in den Abgründen die sie durchwandern.

"Geteiltes Leid ist halbes Leid."

In diesem alten Spruch steckt viel Wahres, wenn Leid teilen heißt, zusammen mit der betroffenen Person durch ihr dunkles Tal zu schreiten. Begleiten kann an sie, den Weg für sie gehen ist unmöglich.
Morag of NimesDie Frage ist ja nicht, welche Auswirkungen das Leidabnehmen hat, sondern ob man es tun würde - wenn es möglich wäre...:D
Man kann nunmal keinem Leid abnehmen... Und die Frage ist auch, ob leid nicht manchmal ungerecht verteilt ist, sodass es als ganzes der Person mehr Schaden als Erfahrung und Weisheit bringt...;)
EorlIch denke, das diese Frage niemand beantworten kann. Nicht einmal für sich selbst, weil es eben nicht möglich ist. Es ist einfach zu sagen man würde es tun oder nicht tun, aus diesem oder jenem Grund. Aber letztendlich kann niemand mit Sicherheit sagn, das er im Angesicht des Leids sich nicht doch abwenden würde, oder doch Mitleid bekäme, egal wie er dazu generell steht.

Ich [I]denke[/I] das ich es nicht tu würde, weil ich glaube das man den Anderen dadurch eher schwächt als ihm letztendlich etwas gutes zu tun. Ihm helfen, ja, ihm seine schwierigkeiten abnehmen, nein.
Ob ich aber wenn eine solche Situation einträte, nicht doch aus Mitleid handeln würde, kann ich nicht sagen. Vielleicht würde ich es nicht fertigbringen, nichts zu tun
demonoidich würd am liebsten etlichen leuten leid und schmerz abnehmen zur zeit z.b. meinem exfreund da unsre bez grad in brüche gegangen is und i des ne ertrag sein leid zu sehen aber man muss andren auch wieder selbst weh tun um glücklich zu werden
Morag of Nimes@Eorl:
Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen, bis er nicht mehr daran wächst sondern daran zerbricht?
EorlDas kommt ganz auf die Charakter an, schäte ich. Aber aus der Erfahrung herraus mag ich sagen, das niemand daran zerbricht solange er jemanden hat, der ihm hilft, und solange er auch das Gefühl hat, das da jemand ist der ihm beisteht.
Cold Rain@ Morag of Nimes:

Man kann mehr ertragen als man glaubt. Ich bin zwar auch davon überzeugt, dass der Mensch irgendwann am Leid zerbrechen kann, aber bis dahin geschieht mehr als man sich vorher vorstellen konnte. Im Rückblick denkt man dann, wie konnte ich das durchstehen, aber wenn man mitten drin steckt, macht man einfach weiter. Wenn das Leid aber zu groß wird, zu lange dauert oder immer wieder kehrt, wird der Mensch über kurz oder lang daran zugrunde gehen.
AnaximanderIch denke, niemand hier kann glaubwürdig behaupten, dass er das Leid von fremden Menschen auf sich nehmen würde. Denn wir alle leben, als Bewohner eines reichen Industrielandes, in relativem Wohlstand, während anderswo Menschen an Unterernährung oder leicht heilbaren Krankheiten krepieren. Solange man sich selbst so etwas unnötiges wie einen teuren Urlaub oder ein neues Auto kauft, anstatt mit dem gleichen Geld vielleicht eine Handvoll Menschenleben zu retten, solange kann man sich auf keinen Fall als edler, selbstloser Mensch fühlen.

Bei Menschen, die einem nahestehen, ist die Lage natürlich anders. Bei Freunden oder Familienmitgliedern wären vermutlich viele bereit, ein gewisses Maß an Leid zu übernehmen. Aber auch in solchen Fällen sollte man die eigene Wohltätigkeit nicht überschätzen, solange man selbst nicht in einer solchen Lage gewesen ist. Jeder kennt die Geschichten über Menschen, die in einer Hungersnot ihrer eigenen Familie das Essen weggegessen haben, oder Menschen, die schwierige Angehörige über einen langen Zeitraum pflegten, und am Ende nur noch Hass für sie empfunden haben.

Solange man nicht in eine solche Situation kommt, ist es leicht, sich selbst als noblen Helden oder Märthyrer vorzustellen. Aber wenn das Leiden dann da ist - wer weiß, wie schnell dann alle edlen, selbstlosen Züge einem existenziellen, triebhaften Egoismus Platz machen würden. Vielleicht würde jeder von uns, der das Leiden eines schwerkranken Familienmitgliedes auf sich nehmen könnte, den Schmerz nach einer Sekunde wieder an den Betroffenen zurückgeben....
KildareProblematisch erscheint mir, ob der Nutznießer der "Leidensabnahme" dies überhaupt möchte.
Sicher würde ich für mir Nahestehende gern etwas tun und wahrscheinlich so gar mehr, als sie von mir verlangen. Aber tut ihnen das gut? Wenn man Leiden auf sich nimmt, möchte man ja eigentlich errreichen, dass der Begünstige ncht mehr so leidet. Mit etwas Pech löst man allerdinsg damit andere Leiden aus oder hemmt diesen in seiner Entwicklung.
Für die theorethische direkte Übernahme von Leiden ist diese Erwägung natürlich bedeutungslos, da diese nicht möglich ist. Im täglichen Leben ist es meiner Meinung nach allerdings sinnvoll darüber nachzudenken, was man durch sein Tun verändert.
Woran erkenne ich also, wann eine solche Leidensumverteilung sinnvoll ist?
Angel_of_Dreams[QUOTE]Ich denke, niemand hier kann glaubwürdig behaupten, dass er das Leid von fremden Menschen auf sich nehmen würde. Denn wir alle leben, als Bewohner eines reichen Industrielandes, in relativem Wohlstand, während anderswo Menschen an Unterernährung oder leicht heilbaren Krankheiten krepieren. [/QUOTE]

diese aussage ist hinterwälterisch. natürlich kann man sagen dass man das leid von fremden auf sich nehmen würde. Hast du schonmal mitleid empfunden?? mit jemandem getrauert obwohl du nicht betroffen warst?? wenn nicht dann tust du mir leid denn das gehört zu den dingen die einen mensch menschlich machen. Du warst noch nie besorgt um einen mitmenschen?? ist eine anteinahme nicht auch schon der erste schritt das leid eines anderen auf sich zu nehmen?? warst du jemals traurig?? in einer position in der du gelitten hast sei es weil dich deine freundin/dein freund verlassen hat oder weil dein haustier überfahren hat?? warst du in dieser situation nicht dankbar für all die menschen die mit die gefühlt haben?? ist es dir nicht leichter geworden das zu verkraften?? Anteilnahme kann mehr bewirken als wir uns vorstellen, viele menschen würden sich dafür schämen denn das ist ein zeichen von schwöche, doch der mensch ist schwach. das ist eine tatsache die jeder bejahen wird. die frage ist nur ob wir jedes leid der welt auf uns nehmen würden: das würde ich jklar mit neiun beantworten, es geht vielmehr um vertraute und nicht um fremde obwohl man auch für fremde dieses gefühl spühren kann, woran denkst du wenn du eine dokumentation über das leben von kinder in der 3.welt siehst, du kannst ihnen helfen, überall kannst du spenden und ihnen somit einen teil von ihrem leid nehmen, möglich ist alles und glücklicherweise sind auch viel andere menschen meiner meinung und versuchenzu helfen wo sie nur können, diese menschen sind die helden unserer zeit, nicht irgendwelche irrealen comic-figuren oder computerhelden, das wahre leben spielt sich draußen auf den straßen ab, nicht der wille zählt, allein die tat. jeder kann etwas für andere menschen tun, ein lob an alle die selbst leiden um anderen zu helfen, ein lob an alle helden der modernen zeit.
AnaximanderVerträumter Engel -

Erstens: Ich habe in dem Satz, den du zitierst, bewusst von "fremden Menschen" gesprochen und erklärt, dass die Situation bei nahestehenden Menschen durchaus anders aussehen könnte. Deine Hinweise auf das Mitleid mit Freunden oder Haustieren greifen daher nicht und eigentlich zeigen sie mir nur, dass du mein Posting nicht richtig gelesen hast.

Zweitens: Ich habe meine Behauptung mit einem Beispiel begründet. Aber darauf bist du leider nicht eingangen, sondern bombadierst mich stattdessem mit lauter gehaltlosen Phrasen.
Angel_of_Dreamsoh, du sprichst also von den menschen die ihre taten bereuen?? pflegen und hassen?? nein, soetwas kenne ich nicht, das bedeutet, dass niemand für seine familie da sein möchte?? willst du etwa das sagen?? ich kann jetzt nur für mich sprchen, ich würde alles opfern um einen nahen verwandten zu pflegen, gleich was ich vorher für ihn empfunden habe und daraus wird bestimmt kein hass, dem sei dir versichert. ich bombardiere dich auch nicht mit gehaltlosen phrasen auch wenn dir das so scheinen mag, vielleicht solltest du dir mein kommentar mal richtig durchlesen und nicht mir das vorwerfen?? ich weiß wovon ich rede und ja, du sprichst tatsächlich davon, das es bei nahen verwandten annders ausehen kann, aber bei deinen beispielen endet es immer in einem negativen ausgang, davon abgesehen sprche ich nicht über nahe verwandte, nicht nur, das waren beispiele um meine stellung kundzutun. aber gut dann gehn wir mal auf deine beispiele ein: die person die aus hungersnot ihrer familie alles wegißt. nun natürlich gibt es soetwas, was hat das mit leid auf sich nehmen zu tun, man besoiegelt damit das schicksal anderer und zeigt lediglich, dass man nicht immer das leid anderer auf sich nehmen kann wenn man am rande des todes steht, da stellt sich dann die frage wessen leben einem mehr bedeutet, daseigene oder das von anderen, das ist keine leidensfrage sondern der selbstwerhaltungstrieb bzw nächstenlieb. das zweite beispiel, der pflegefall, wie kannst du behaupten jemanden zu hasen, den du pflegen willst??? wenn du etwas freiwillig für jemanden tust hasst du ihn doch auch nicht, tut mir leid aber ich kann das wirklich nicht nachvollziehen, wenn man das nicht tun möchte, dann lässt man es halt, ich sprehce in meinem beitrag aj auch nciht über irgendwelche personen sondern in erster linie über mich und alles andere was ich sage sind fiktive dinge, möglichkeiten um anderen zu helfen, die frage war ja nicht, ob das die gesellschaft tut, sondern ob es möglich ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ima llgemeinen denke ich und das uist ganz allein meine meinung, das jeder das leid von anderen tragen kann.
Aluca[QUOTE][i]Original geschrieben von jet_black [/i]
[B]Ich habe mal eine allgemeine Frage an euch:
Würdet ihr viel Leid und Schmerz als Last auf euch nehmen, nur um anderen Menschen zu helfen?

Ich z.b. habe sehr häufig darüber nachgedacht wie es wohl wäre, wenn ich den Schmerz und das Leid mir nahestehender Menschen auf mich nehmen könnte, nur damit es ihnen besser geht. Trotz der schlechten Dinge dir mir widerfahren würden, würde es mich glücklich machen, die anderen Menschen fröhlich zu sehen.

Wie sieht es mit euch aus? Bin ich der einzigste der so verrückt denkt, oder seht ihr bestimmte Dinge in meiner Denkweise genauso? In einem vorrigen Thread wurde ja gemeint die leute würden heutzutage nicht mehr gerne im Mittelalter leben wollen, da es dort so trübsinnig und schlecht zuging. Ich hingegen will wegen genau diesen Sachen im Mittelalter leben. Bin ich ein Gefühlsmasochist? Lasst mich mit meinen Gedanken nicht alleine und antwortet fleißig.

Euer,

Jet_Black [/B][/QUOTE]


Letztlich wird es dann von der Gesellschaft als Helfersyndrom abgetan, und skeptisch betrachtet. Es heißt, man reflektiert dann nur sein eigenes kleines Ich auf die anderen, und versucht somit sich selbst zu helfen, was im eigentlichen nichts mit den anderen zu tun hat, und nicht selbstlos ist...
Wenn, sollte es jedoch selbstlos geschehen. Wenn du damit glücklich bist, freu dich, kenne das gleiche Problem auch, dass man helfen will, egal wie es einen selbst dann geht, egal was es ist. Freunde sind mir das wichtigste überhaupt, nur leider bringe ich mich dabei zu oft selbst in Gefahr... *denk*
Consciously[QUOTE][i]Original geschrieben von Blackcrowned [/i]
[B]... aber wenn ich IHR Leid auf MICH nehme, wird das Leid nur weitergegeben, jedoch nicht beseitigt.

sehe ich genauso. Wichtiger als das leid zu nehmen ist es zu beseitigen. Beseitigen in der Form, dass man mit Ihm/Ihr darüber spricht und sie bei seinen/ihren Qualen zu helfen. Ich finde ein wohltuendes Gespräch oder nur eine nette und kleine Umarmung bewirken mehr als eine Last auf sich zu nehmen. nur man muss auch dabei aufpassen, dass man wie eine vorrednerin beschrieben hat nicht ausgenutzt wird.
[/B][/QUOTE]
Mondsilbertaufe[QUOTE]Woran erkenne ich also, wann eine solche Leidensumverteilung sinnvoll ist?[/QUOTE]
Sinnvoll wäre es, wenn die Beendigung des Leids des Leidenden Teil eines Wunsches wäre, den der Leidende in irgendeiner Form äußert. Sinnvoll wäre die Verteilung auch, ohne den Leidübernehmer sonderlich zu überfordern, wenn es dem Leidenden hinterher besser geht - abhängig vom Urteilsvermögen den Leidenden liegt die Entscheidung darüber oftmals auf den Schultern verschieden verteilt. Weiterhin sinnvoll wäre es auch, wenn das Leid des Leidenden durch den potentiellen Leidübernehmer bedingt ist.
Als Beispiel nehme ich wieder die Oma, die ins Altersheim soll.
Das Problem der alten Menschen, die diesen Weg vor sich haben erstreckt sich in dem Leid, dass sie gar nicht ins Altersheim, dem unwürdigen Siechtum am liebsten aus dem Weg gehen wollen, andererseits aber auch die Angehörigen nicht mit der Pflege auf der Tasche liegen möchten. Das Leid ist somit repräsentativ vielschichtig geartet. Der Leidende neigt dazu, sich für das geringere Übel zu entscheiden, das er nur selbst zu tragen hat - das Siechtum.
Nun neigt der potentielle Leidübernehmer dazu, der Annahme nachzugehen, es sei doch ein unterschwelliger Wunsch des Leidenden zu Hause sterben zu dürfen. Allein die Bedenken den Leidübernehmer für egoistische Zwecke zu nutzen, würde den Rentner daran hindern, diesen Wunsch zu äußern.
Der Leidübernahme-Vorgang wäre demnach leicht einzuleiten, indem man der Oma die Bedenken glaubwürdig abnimmt und sie somit in die Lage versetzt, ihren Herzenswunsch bedenkenfrei zu äußern. In dem Fall wäre die Leidübernahme sinnvoll. Vorraussetzung ist, dass der Leidübernehmer seine Absicht ernst meint.
Sinnvoll wäre es auch, wenn der Leidende aus irgendeinem Grund zwar keine Wünsche mehr äußern kann, das Bedürfnis dennoch in einer Verfügung steht.
Nicht sinnvoll wäre die Übernahme, wenn die Oma schon seit Jahren in einer WG gelebt hat, sie das Leid des Siechtums demnach nicht als solches empfindet und bereitwillig in das Altersheim einzieht.

Der Schwachpunkt der Leidübernahme und damit das Problem einen solchen Vorgang durchzuführen, sehe ich somit allein in der Ernsthaftigkeit der Absichten des Leidübernehmers. Er stellt die treibende Kraft dar und Egoismus müsste weitestgehend abgelegt werden. Das ist wohl die schwierigste Aufgabe in dem Parcours.
Die Frage des Sinns sollte sich erst stellen, wenn Leidübernahme tatsächlich in Frage kommt.
Slothum es einfach zu sagen: JA

Ich bin auch ein Gefühlsmasochist und auch ein normaler masoch.

für Leute die mir mein Leben bedeuten würd ich so ziehmlich alles tun - um ihnen zu helfen. und ja, ich würde auch sterben. - alle Last und Leiden auf mich nehmen. Weil die Leute mit denen ich zusammen bin (meine beste und fast einzige Freundin [und auch für ein paar aus meiner Familie]) habe ich schon viel durchgemacht.
Ich bin zwar erst 15 aber ich würde in Ehrlicher antwort für sie mein Leben lassen; damit sie überleben kann.
*lach* wie Hamlet: Du sollst meine Zunge sein.

und ich denke immer: tu´s einfach - du kannst in einer Stunde vom Auto totgefahren werden oder dich irgendwo aufspießen und dein Herz durchtrennen - und dann wärste warscheinlich sauer wenn de´s nicht gemacht hättest.

...in diesem Sinne...
greets by Sloth
Blutengel1994Wenn ein mir nahestehender Leidet, dann bin ich bereit es zu übernehmen. Auchg wenn es mich zerdrückt. Doch dies gilt nur für bestimmte Menschen in meinem Freundes- und Familienkreis. Ich halte diesen Gedanken auf keinen Fall für verrückt oder Krank. Es ist zwar nicht natürlich menschöich. Doch für Freunde kann man auf diese Art und Weise Loyalität beweisen. Was man alles für sie gibt.

Allerdings bin ich bei einer Sache unentschieden. Würde ich auch für besagte Personen sterben? Ich weiß es nicht. Denn diese Frage ist trotz, dass sie eine hypotetische ist, eine wirklich prekäre (schwierige) Sache für mich.
atras|X liliumIch werde ganz sicher nichts mehr für andre Menschen machen! ich hab gerade eben einiges erlebt und vor allem eins... hat meinen Glauben kaputt gemacht!

Ich hab immer mich selber aufgeopfert (ja das war nicht gut) hätte für die ganze Menschheit meine Hand ins Feuer gelegt und hab es oft genug getan. Und ja ich hab es verstanden konnte mich super reinversetzen und hab auch immer gedacht was wäre wenn das mir passiert wäre (oder mich dran erinnert habe wie es mir passiert ist) wie würde ich mich fühlen und ich finde das nicht egoistisch weil es darum geht, dass du was für die Person tust. Und man könnte auch sagen du bist egoistisch weil du glücklich bist wenn der andre glücklich ist. Aber es bedeutet meiner Meinung nach, dass du zulässt, dass ein andrer ein Teil deines Lebens wird.

Aber ich werde definitiv nichts mehr für andre machen! Sie sind es meiner Meinung nach nicht wert! (mit wenigen Ausnahmen) Ich hab immer in die Menschheit geglaubt und gedacht die Menschen haben einen guten Kern haben sich nur verschlossen durch das Leben das echt für jeden genug bereit hält, wollen nicht mehr denken und sehen... weil sie auch nicht weiterwissen... aber dann hab ich an dem Tag... ich hab noch nie solche Abgründe in Menschen gesehen. ich bin total ausgetickt. Vor allem wer mich kennt... weiß, dass ich nie absolut nie austicke. ich bleib immer ruhig versuche zu verstehen. ich werd echt nie sauer. Und ich konnte nur Verachtung für sie empfinden (für Menschen für die ich früher meine Hand ins Feuer gelegt hätte).

Auf jeden Fall denke ich, dass die Menschen egoistisch (auf ungute Weise) sind. Jeder sollte stark genug sein selber zu leben... durchzukommen... sonst ist er nicht bereit für das wirkliche Leben. Und es geht immer nur um einen selbst und die meisten schieben ihre Probleme auf andre. die andren haben Schuld und sei es weil sie einem nicht helfen oder nicht erkennen wie schlecht es einem geht. Und bei den meisten ist es echt so, dass sie andren helfen weil sie wollen, dass er bei einem bleibt man gut klarkommt (damit man selber keine Probleme hat)

Tut mir leid wenn mich niemand versteht ich bin nur wieder so sauer weil ich mich einfach sowas auf den Arm genommen fühle. Was hab ich mein ganzes Leben gemacht?! T.T Ich komm mir echt wie ein Idiot vor.

auf jeden Fall möchte ich noch sagen... bist du ein schlechterer Mensch... bist du weniger wert als die andren, dass du alles für oder durch sie ertragen sollst?
SchwarzesEis286ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es nicht immer gut ist, sich komplett für jemanden "aufzuopfern" und sein eigenes Leben zu vergessen!

ich habe mich jahre lang um meine Mutter gekümmert, alleine, obwohl ich noch geschwister habe! ok wir wohnten im selben haus, da ist es ja recht logisch^^

ich habe aber leider, mein eigenes leben vergessen, ich wurde depressiv und bekam schließlich eine Sozialphobie, Angst Panik störung und habe fast ein Jahr lang Antidepressiva geschluckt.
ich habe meine kleine Familie, nämlich mich und meinen Sohn, vergessen...sehr vernachlässigt...ich war nur für andere da, was mir ansich nicht mal was ausgemacht hätte, wäre denn auch mal jemand für mich dagewesen,,,und das war definitiv KEINER!

ich war seit der Schwangerschaft (mein sohn wurde im okt 4) nur 2 Mal weg!!!! 2MAL,,,,Weil sich mal keiner in der lage sah, auf meinen Sohn aufzupassen...ich konnte nicht einfach weg, weil meine mutter im rollstuhl saß, sich NICHT selber versorgen konnte...nicht alleine raus konnte etc pp
Ich lebte quasi das leben meiner Mutter! sie konnte nichts dafür, um himmels willen, aber ich muss sagen ICH blieb vollkommen auf der Strecke...

wenn man ein schönes Mittelmaß findet, ist es ja ok, aber nicht zu 100%!

seit Anfang Juli 2009, ist meine Mutter nun verstorben,,,es war schrecklich! es war der beschissenste Tag meines Lebens, und natürlich denke ich, lieber keine richtiges Leben, als ein Leben ohne meine Mutter!!
Aber es viel mir, ganz ehrlich gesagt, eine RIESEN LAST von den schultern,,,es war schrecklich, furchtbar, schlimm, traurig und befreiend zugleich:(
es ist nicht schön wenn man anfängst sowas zu denken, aber es ist viel wahres dran...

ich würde es heute nicht nocheinmal so weit kommen lassen! ich habe immer geschriehen (und das meine ich wörtlich) das ich nicht mehr kann, das ich hilfe brauche bei allem...es interessierte nur keinen, egal wie oft ich es sagte!

ich denke heute würde ich gehen, um meiner Aussage, so lange nachdruck zu verleihen, bis es endlich mal verstanden wird!

aber was soll man machen, wenn man seine weinende Mutter dort im Rollstuhl sitzen sah, die ihr eigenes leben so wie es war selber beschissen fand...und sich denkt, man kann sie doch nicht einfach im stich lassen, dann ist sie verraten und verkauft:(

es ist nicht einfach...aber nochmal tun, in dieseer form, würde ich es nicht mehr
DestyniStände es in meiner Macht, ich würde das Leid, den Schmerz jener, die mir mehr am Herzen liegen als alles andere, auf mich nehmen.
Das die sich irgendwann abwenden können, das weiß ich sehr gut, habe es ja schon selbst erlebt. Aber ich bereue nicht, für sie dagewesen zu sein - denn was mich nicht vernichtet, macht mich nur stärker.
ÂmeNoirManche Hilfe geht sehr an die eigene Substanz und da stellt sich schon die Frage, ob es sinnvoll ist, bis ans Ende der eigenen Kräfte zu helfen, denn dann ist man für den Hilfesuchenden auch keine echte Hilfe mehr.

Obwohl mir selbst in harten Zeiten nicht geholfen wurde, ich stattdessen eher das Gegenteil erfahren habe, bin ich doch jemand, der gerne hilft und für manchen auch sein letztes Hemdlein hergibt, allerdings nicht (mehr) für jeden, der mich um Hilfe bittet. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß viele derer, die Hilfe suchten, sich "bedienen" ließen und wenig bis keine Eigeninitiative entwickelten bzw. zeigten, um ihr Elend zu meistern. Und so helfe ich nur noch denen, die sich mit darum bemühen, ihre Schwierigkeiten auf die Reihe zu kriegen.
DestyniJa natürlich geht manche Hilfe an die Substanz, zieht runter, macht so krank (egal ob körperlich oder ob der Geiste eine Zeitlang leidet) das man selbst Hilfe braucht, egal in welcher Form - deshalb schrieb ich ja das ich jenen den Schmerz nehmen würde, die mir amherzen liegen - also nicht irgend wem sondern wirklich denen, die es wert sind. Und das sind nicht viele.
sportygirlAlso zur Frage, ob ich jemandem Leid abnehmen würde: Ganz klar nein, denn nur durch ertragen von Leid kann der Mensch wachsen, sich selbst entwickeln zudem würde ich zugrunde gehen, nähme ich den Menschen ihr Leid ab. Ich finde es viel wichtiger den Menschen zu zeigen, wie sie mit ihrem Leid umgehen können.
Jemandem Leid abnehmen zu wollen, hat sehr viel damit zu tun, was man selbst ertragen kann, was genau ist der Gedanke hinter dem Leid abnehmen wollen? Ist es nicht das eigene Unvermögen die andern leiden zu sehen? Ist es schlussendlich nicht mein eigenes Problem, wenn ich es nicht ertrage den Schmerz der andern mitanzusehen? Leid ertragen zu können hat nichts mit Saddismus zu tun, ich geniesse es nicht andere leiden zu sehen aber ich weiss, dass wenn ich ihnen dieses leiden abnehme, ihnen auch eine Chance entgeht zu lernen.
Was wäre denn, wenn wir nicht leiden würden, wenn sich Menschen/Tiere/Dinge von uns trennen? Was wäre wenn wir nicht leiden könnten, wenn jemand geliebtes (dabei meine ich nicht nur Menschen) stirbt? Hätten diese Dinge wirklich noch eine Bedeutung?
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von sportygirl [/i]Ich finde es viel wichtiger den Menschen zu zeigen, wie sie mit ihrem Leid umgehen können.[/QUOTE]

Im Sinne von Unterstützung finde ich das gut. Allerdings ist das von Fall zu Fall auch ein wenig verschieden, denke ich. Jemand der totkrank ist, wird vermutlich wenig bis keine Kräfte mehr haben, um sich selbst zu helfen.

[QUOTE]Jemandem Leid abnehmen zu wollen, hat sehr viel damit zu tun, was man selbst ertragen kann, was genau ist der Gedanke hinter dem Leid abnehmen wollen? Ist es nicht das eigene Unvermögen die andern leiden zu sehen? Ist es schlussendlich nicht mein eigenes Problem, wenn ich es nicht ertrage den Schmerz der andern mitanzusehen?[/QUOTE]

Da ist schon was dran. Man wünscht sich, daß die anderen wieder heil werden, weil man selbst natürlich auch gerne heil ist und Leid nur bis zu einem gewissen Punkt ertragen kann. Andererseits kann man auch fragen ... ist es nicht das eigene Unvermögen, andere leiden sehen zu können, gleichgültig zu sein, da man sich selbst gegenüber hart (geworden) ist. Leid nicht an sich heranlassen mag, weil es sich unangenehm anfühlt, schmerzt und man deshalb das Leid von sich weißt?
Wo bleibt die Empathie? Ich halte diese Eigenschaft für wichtig. Ohne Empathie wären Gewalttätigkeiten dann wohl weit mehr verbreitet, da uns das Leid anderer egal wäre. Wir könnten dann jemanden verblutend im Straßengraben liegen lassen, ohne einen Anlaß zu sehen, demjenigen zu helfen.

[QUOTE]Leid ertragen zu können hat nichts mit Saddismus zu tun, ich geniesse es nicht andere leiden zu sehen aber ich weiss, dass wenn ich ihnen dieses leiden abnehme, ihnen auch eine Chance entgeht zu lernen.[/QUOTE]

Da ist auch was dran, darum schrieb ich auch von "bedienen" und "Eigeninitiative". Es ist in mancherlei Hinsicht - doch sehe ich auch da Ausnahmen - keine echte Hilfe, wenn man jemandem alles abnimmt, Motivation und "Selbstheilungskräfte" kommen so halt schlecht in Gang, eher kehrt Bequemlichkeit ein, weil der andere ja macht und tut. Das erinnert mich auch irgendwie an Entwicklungshilfe. Wie nach Jahren festgestellt wurde, war es nicht der optimale Weg, mittels der damaligen Art von Entwicklungshilfe in Entwicklungsländern alles mundgerecht darzubieten. Deren eigentliche Probleme wurden dadurch nicht gelöst, sondern verschlimmerten sich sogar teilweise noch. Die Erkenntnis daraus war dann, daß es wesentlich hilfreicher ist, das "Werkzeug" zu liefern, so daß die Betroffenen auch was dafür tun mußten, um sich aus dem Dilemma zu befreien.

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