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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Das Sterben - das Leben
Demon17Dieser Thread ist dem Sterben gewidmet. Dem langsamen Siechtum eines geliebeten Menschen, dessen Tod unaufhaltsam ist. Den ihr zärtlich streichelt während er Stück für Stück stirbt und ihr unter Tränen fassunglos die Hand haltet, noch ein wenig Liebe gebt falls er/sie denn noch in der Lage ist es zu spüren und der Tod erin Teil eures Lebens wird. Wenn ihr merkt, dass ihr den Tod trotz aller intellektuellen Beschäftigung mit ihm doch nur verdrängt habt, mit ihm kokettiert habt und er euch jetzt auf grausame Weise einholt - und alles was ihr dagegen tun könnt ist neues Leben zu schenken.

Versteht ihr mich? Ich möchte aus Trotz Kinder zeugen, es darf so nicht zuende gehen und das Leben ist so verdammt kurz und die Tage verrinnen ...
Black MoniMeine Erfahrung ist, den Tod eines geliebten Menschen kann man erst dann wirklich begreifen, trifft einen erst dann ins Mark, wenn der Mensch die Welten gewechselt hat. Man kann sich lange "theoretisch" mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Meine damit ohne direkt, unmittelbar betroffen zu sein. Man kann sich mit dem bevorstehenden Tod eines geliebten Menschen auseinandergesetzt haben, weil man es weiß oder spürt. Das Wissen um den bevorstehenden Tod macht es nur schlimmer. Dieses Wissen und eine unrealistische Hoffnung, das es doch nicht geschieht. Der Weltenwechsel des Menschen ist dann trotzdem furchtbar, es ist brutal. Ein Einschnitt in das Leben dessen, der zurück bleibt.
Der Gedanke aus dieser Verletzheit heraus neues Leben zu zeugen ist für mich befremdlich. Aber irgendwie auch nachvollziehbar. So in der Richtung, wenn das Schicksal (oder was/wer auch immer), mir einen geliebten Menschen nimmt, dann schenke ich "mir" neues Leben, ein Kind. Aber ist das nicht auch egoistisch? Ich kann einen Menschen nicht durch einen anderen ersetzen (platt gesagt).
JohnSteedNiemand wird gezwungen an irgendetwas zu glauben.
Dennoch bin ich der Meinung, dass der Tod etwas segensreiches ist.
Der Tod gibt uns ein Gefühl davon, dass es etwas gibt, dass grösser ist als wir.
Das muss nicht zwangsläufig Gott sein.

Der Tod ist also nicht unser Feind.
Vielleicht verstehen wir-irgendwann- dass er unser Freund ist.
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Dieser Thread ist dem Sterben gewidmet. Dem langsamen Siechtum eines geliebeten Menschen, dessen Tod unaufhaltsam ist. Den ihr zärtlich streichelt während er Stück für Stück stirbt und ihr unter Tränen fassunglos die Hand haltet, noch ein wenig Liebe gebt falls er/sie denn noch in der Lage ist es zu spüren und der Tod erin Teil eures Lebens wird. Wenn ihr merkt, dass ihr den Tod trotz aller intellektuellen Beschäftigung mit ihm doch nur verdrängt habt, mit ihm kokettiert habt und er euch jetzt auf grausame Weise einholt - und alles was ihr dagegen tun könnt ist neues Leben zu schenken.

Versteht ihr mich? Ich möchte aus Trotz Kinder zeugen, es darf so nicht zuende gehen und das Leben ist so verdammt kurz und die Tage verrinnen ... [/B][/QUOTE]

Ja - nur bei mir verhält es sich mit der Reaktion auf diese gewichtige Erkenntnis - alles Leben ist ohnehin zum Sterben bestimmt, Kohlenstoff zu Kohlenstoff - dass ich aus Trotz dem Leben jenen elementaren Dienst - seine Erhaltung, bzw. Weitergabe - bewusst verweigere, um mich an ihm, bzw, dem System, das mich erschaffen hatte, zu rächen...und aus Trotz [I]keine[/I] Kinder habe...
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Versteht ihr mich? Ich möchte aus Trotz Kinder zeugen, es darf so nicht zuende gehen und das Leben ist so verdammt kurz und die Tage verrinnen ... [/B][/QUOTE]
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, ein Kind aus Trotz gegenüber dem Tod zu zeugen, denn der Tod gewinnt immer. Und wer zuletzt lacht, lacht am Besten.
Vielleicht ist es besser, ein Kind aus Liebe zu zeugen. Damit hat man dem Tod zumindest vorrübergehend ein Schnippchen geschlagen, zumal man mit dem Schenken eines Lebens doch nur wieder den Tod herausfordert und er wieder gewinnen wird.

Natürlich ist der Tod eines Menschen immer ein Einschnitt, manchmal plötzlich, immer gnadenlos – keine Frage. Aber es gibt imho eine Möglichkeit, sich beizeiten vorzubereiten, denn es ist gewiss, daß der Tod irgendwann eintritt. Man weiß nur nicht wann und wie. Aber wenn man sich vorbereitet hat und schon beizeiten in diesem Wissen lebt, hat das, wenn man es richtig angeht, nicht nur einen positiven Einfluß auf sein eigenes Leben, sondern es nimmt dem Tod auch den Überraschungsmoment.

Wie auch immer, der Tod eines geliebten Menschen ist immer ein Einschnitt, da geht wohl kein Weg daran vorbei, aber man kann auch hieraus gewinnen, denke ich, und zwar so wie du es beschreibst: dem Menschen auf dem Weg in den Tod liebevoll zu begleiten. Dann ist der Tod vielleicht auch nicht mehr so grausam und am Ende kann man sagen, daß es letztlich gut so ist und eine Erlösung.
Lucretia_27"Aber irgendwie auch nachvollziehbar. So in der Richtung, wenn das Schicksal (oder was/wer auch immer), mir einen geliebten Menschen nimmt, dann schenke ich "mir" neues Leben, ein Kind."

Das habe ich mir so ähnlich bei der Geburt meiner Tochter gedacht. Sie kam in dem Krankenhaus zur Welt, in dem meine Oma fast 3 Monate vorher gestorben ist. Am 12.3.2006 ist meine Oma gestorben, am 12.6.2006 wurde ich mit meiner, 3 Tage alten, Tochter entlassen.
Da dachte ich mir auch "Dieses Krankenhaus hat mir einen Menschen genommen, jetzt bring ich dort auch wieder einen zur Welt" Hört sich komisch an, ist aber so.

Ich habe schon Kinder. Sogar 2.

Ob und warum jemand Kinder möchte, ist jedem selbst überlassen.
Ich kann deine Gedanken verstehen, es ist auch ein interessantes Thema. Dennoch bin ich ja eigentlich außen vor, ich hab schon Kinder. Und ich bin froh dass ich sie habe, denn sie bereichern MEIN Leben.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Dennoch bin ich der Meinung, dass der Tod etwas segensreiches ist.[/B][/QUOTE]

Ich sehe es ähnlich, ihn als Erlösung und nicht als Feind.

[QUOTE] Der Tod gibt uns ein Gefühl davon, dass es etwas gibt, dass grösser ist als wir.[/QUOTE]

Und das ist m. E. absolut gut so. Er macht uns i. d. R. demütig und ist ein guter Lehrmeister.

Leben ist ein Geschenk und keine Selbstverständlichkeit. Der Tod gehört zum Leben, auch wenn wir das gerne trennen und verdrängen. Leben ist Tod und Tod ist Leben, jede Sekunde unseres sogenannten Daseins.

Es ist verdammt hart, einen geliebten Menschen dahinsiechen zu sehen und nicht mehr tun zu können, als mit anzusehen, daß er bald sterben wird. Sonst sind es die anderen, die es trifft, für die wir in der Regel wenig Mitgefühl und Verständnis aufbringen. Nun, wenn es einen selbst trifft, sieht die Sache völlig anders aus.

Vielleicht ist es unsere größte und bedeutenste Tat im Leben, jemanden auf dem Weg in den Tod zu begleiten. Es ist ein großer (Liebes-)Dienst, in den letzten Stunden für jemanden da zu sein. Der rote Faden, der einem mit diesem Menschen verbindet bleibt, weit über den Tod hinaus ... so sehe ich es.

Intellektuelle Beschäftigung ist Theorie. Man erkennt nur mit dem Herzen gut und sei es den Tod.

Sich fortzupflanzen halte ich nicht für die Lösung und schon garnicht als Trotzreaktion. Die Lösung sehe ich eher darin, in den Jahren, die einem selbst noch bleiben, daß was man aus dem Tod eines geliebten Menschen möglicherweise gelernt hat, zu leben, weiterzugeben, liebevoller und dankbarer zu werden, anderen mehr Liebe zu schenken. So wird auch der geliebte/verstorbene Mensch doch weiter leben, wenn auch in anderer Form.
Lucretia_27[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Ich sehe es ähnlich, ihn als Erlösung und nicht als Feind.



Vielleicht ist es unsere größte und bedeutenste Tat im Leben, jemanden auf dem Weg in den Tod zu begleiten. Es ist ein großer (Liebes-)Dienst, in den letzten Stunden für jemanden da zu sein. Der rote Faden, der einem mit diesem Menschen verbindet bleibt, weit über den Tod hinaus ... so sehe ich es. [/b]

[/QUOTE]

Genau so sehe ich das auch.
Schön geschrieben!
Demon17Ic finde den Tod total profan. Da gibt es nichts zu romantisieren. Ein Mensch verfällt und stirbt Stück füt Stück bis er schließlich ganz verschwindet. Ich habe momentan den Eindruck, dass wir wirklich nur Materie sind. Selbst der Tod eines Menschen erschöpft sich in Konventionen und Verwaltungsakten und dann noch eine salbungsvolle Rede des Pastors, der es im Grunde genauso sieht. Ich glaube wir verlieren unsere Menschlichkeit in einem durchorganisiertem Leben und sind längst leblose Automaten die ihre Handlungsroutinen abspulen. Ich mache mir selbst die schwersten Vorwürfe.
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B] Ich glaube wir verlieren unsere Menschlichkeit in einem durchorganisiertem Leben und sind längst leblose Automaten die ihre Handlungsroutinen abspulen.[/B][/QUOTE]
In dieser Ausschliesslichkeit würde ich das nicht so stehen lassen wollen. Es gibt momentan wohl alles irgendwie von der Verklärung bis zur Romantisierung des Todes und natürlich die, die den Tod ausschließlich als materielles Problem sehen.
Wo die Reise hingeht, mag ich nicht prophezeien, würde aber meinen, daß es darauf ankommt, wohin das Pendel ausschlägt. Zur Zeit scheint es mir so zu sein, daß die Tendenz wieder zu mehr Spiritualität geht, aber weg von der Kirche.

Wie auch immer, letztlich wird sich jeder irgendwie mit dem Tod auseinandersetzen, ob er nun religiös ist oder nicht. Man kommt nicht dran vorbei und viele merken erst ganz am Ende, daß sie sich besser damit auseinandergesetzt hätten, vielleicht nur, um besser loslassen und abschliessen zu können.
Manche brauchen das vielleicht nicht aber andere wiederum sind recht bestürzt, daß es mit ihnen zu Ende geht. Doch dann ist es ein bischen spät, und das, obwohl ja von Anfang an feststand, daß es soweit kommen wird.

Nun, letztendlich muß das jeder selbst wissen, wie er damit umgeht, aber gut ist denke ich, sich zur Not auf eventuelle Überraschungen vorzubereiten... ;)
Black MoniWenn du profan im Sinne von alltäglich meinst, hast du sicherlich recht. Der Tod ist alltäglich, allgegenwärtig. Das macht es aber für die Betroffenen nicht leichter. Für sie, meist die zurückbleibenden ist es ein einschneidendes Erlebnis.
Das die Menschlichkeit in unserer Gesllschaft nicht grad ganz oben steht ist nicht neu, Egoismus und Materialismus stehen oben. Da kann man aber im Kleinen wirken, sich kümmern um andere. Warum machst du dir Vorwürfe?
Und du hast Recht, am Tod gibt es nichts romantisieren. Allerdings sehe ich das etwas anders als du. Der Tod eines geliebten Menschens ist brutal, man kann sich nicht darauf vorbereiten (auch wenn man es voher weiß), man empfindet es in dem Moment auch nicht als Erlösung (für diese Erkenntnis braucht man lange).
Antisepticum[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Versteht ihr mich? Ich möchte aus Trotz Kinder zeugen, es darf so nicht zuende gehen und das Leben ist so verdammt kurz und die Tage verrinnen ... [/B][/QUOTE] Das Tor schließt sich langsam aber stetig und es geht die Panik einher sich im Leben nicht selbst verwirklicht zu haben. Ein immer wieder zu beobachtendes Trauerspiel in dieser säkularisierten Welt. Doch jede einzelne Minute unseres Lebens hält uns Gott sei Dank die Möglichkeit offen unser Leben sofort und grundlegend zu ändern. Der Tod mag auch noch so banal erscheinen, die göttliche Freude ein Menschenkind aus eigen Fleisch und Blut großziehen zu sehen tröstet darüber hinweg und geht sicher auch darüber hinaus! Einem Kind aus Trotz das Leben zu schenken ist nur nicht gerade zu empfehlen. Versuch es mal mit Liebe ;) Viel Glück.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ic finde den Tod total profan. Da gibt es nichts zu romantisieren. Ein Mensch verfällt und stirbt Stück füt Stück bis er schließlich ganz verschwindet. Ich habe momentan den Eindruck, dass wir wirklich nur Materie sind. Selbst der Tod eines Menschen erschöpft sich in Konventionen und Verwaltungsakten und dann noch eine salbungsvolle Rede des Pastors, der es im Grunde genauso sieht. Ich glaube wir verlieren unsere Menschlichkeit in einem durchorganisiertem Leben und sind längst leblose Automaten die ihre Handlungsroutinen abspulen. Ich mache mir selbst die schwersten Vorwürfe. [/B][/QUOTE]

Es kommt ganz darauf an, was Du daraus machst und wie Du es siehst. Es zwingt Dich niemand, Dich den Konventionen und Verwaltungsakten hinzugeben. Mach Dir selbst keine Vorwürfe, ändere es!
Demon17Ich weiß auch nicht, es ist mit Vernunft nicht zu begreifen. Ein Sarg mit roten Rosen, ein bisschen Bach und ein Pastor der sich von Gott Trost und die Hoffnung auf ein ewiges Leben verspricht. Hey man, für mich ist das nur ein kurzes Wort und es ist ein ziemlich dürftiger Damm gegen eine Welle von Schmerz, der man hilflos ausgeliefert ist. Ich hätte mir einen Nachmittag an einem Stillen Ort in einem verträumten Wald gewünscht, mit den wunderschönen Rose und dem Leben und Sterben in der Natur. Eine große Trauergemeinde, liebe Menschen, doch man ist wie betäubt ... ich saufe selten, doch manchmal geht es nicht anders.
Am Anfang dieses Threads war ich noch wütend, jetzt geht es nur noch darum durchzuhalten und die Wunden vernarben zu lassen.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich weiß auch nicht, es ist mit Vernunft nicht zu begreifen. Ein Sarg mit roten Rosen, ein bisschen Bach und ein Pastor der sich von Gott Trost und die Hoffnung auf ein ewiges Leben verspricht. Hey man, für mich ist das nur ein kurzes Wort und es ist ein ziemlich dürftiger Damm gegen eine Welle von Schmerz, der man hilflos ausgeliefert ist. Ich hätte mir einen Nachmittag an einem Stillen Ort in einem verträumten Wald gewünscht, mit den wunderschönen Rose und dem Leben und Sterben in der Natur. Eine große Trauergemeinde, liebe Menschen, doch man ist wie betäubt ... ich saufe selten, doch manchmal geht es nicht anders.
Am Anfang dieses Threads war ich noch wütend, jetzt geht es nur noch darum durchzuhalten und die Wunden vernarben zu lassen. [/B][/QUOTE]

Du mußt es mit Vernunft auch nicht begreifen. Trauere auf die Art, wie Dir danach ist und so lange, wie Du es für richtig hälst, Du mußt nicht funktionieren und gute Miene zum traurigen Anlass machen. Auch wenn die Beerdigung vielleicht nicht so abgelaufen ist, wie Du es Dir gewünscht hättest, halte ein kleines Ritual ab, genau dort, wo Du es Dir gewünscht hättest, sie vom Leben in den Tod zu begleiten. Vielleicht gibt es ja einen Ort in der Natur, wo ihr beide gerne zusammen ward. Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser für Dich traurigen Zeit!
riomarNatürlich ist es jedem Menschen selbst überlassen, aus welchem Grund er Kinder bekommt. Ich frage mich aber, ob du dieses Kind genau so stark lieben kannst als wenn es ein Wunschkind ist.

Für meine Großmutter war der Tod sicherlich eine Erlösung, nachdem sie wegen eines Hüftschadens kaum noch laufen konnte und die letzten vier Tage ihres Lebens im Koma gelegen hat. Jedesmal, wenn ich an ihrem Grab stehe, bin ich den Tränen nahe. Irgendwie ist es, als würde ich immer wieder Abschied nehmen. Es ist wirklich so, dass etwas von einem geliebten Menschen bleibt. Trotzdem ist der Tod nicht mehr als das Ergebnis des Alterungsprozesses der Zellen. Ich verbinde den geliebten Menschen, der nicht mehr da ist, weniger mit seinem Tod oder dem Begräbnis, sondern viel mehr mit seinem Leben vorher. Ich glaube, dass das Leben dieses Menschen umsonst wäre, wenn man sich nur an seinen Tod erinnert.

[QUOTE]Er macht uns i. d. R. demütig und ist ein guter Lehrmeister.[/QUOTE]

Leider häufig zu spät.
Black Moni@Demon
Wie schon ÂmeNoir sagte, trauere auf deine Art. Und was sie/er dann noch schreibt ist richtig. Jeder Mensch trauert anders, auch wenn es darüber längst wissentschaftliche Untersuchungen gibt die Gemeinsamkeiten und alles mögliche feststellen. Diese sind im Grunde richtig, aber jeder trauert anders und entwickelt im Laufe der Zeit eigene Strategien mit seiner ganz persönlichen Trauer umzugehen. Zum Gefühl der Trauer kommen noch andere hinzu, Wut, das Gefühl des Verlassenseins, Vorwürfe... und viele andere. Das Gefühl, dass jemand erlöst wurde kommt vielleicht auch dazu, aber meiner Erfahrung nach dauert das lange. Zu groß ist der Schmerz, zu wütend im Innern. Nimm dir Zeit für deine Trauer und horche in dich hinein. Dann findest du den Weg um loslassen zu können. Ich würde dir gern sagen, es sei einfach, aber das ist es nicht. Aber es ist ein gangbarer Weg. Ich wünsche dir viel Kraft!

[QUOTE]Riomar schrieb: Trotzdem ist der Tod nicht mehr als das Ergebnis des Alterungsprozesses der Zellen. [/QUOTE]
Da stimmt so nicht und ich kann das so auch nicht stehen lassen. Der Tod betrifft nicht nur alte Menschen. Das sollte dir eigentlich auch klar sein. Der Tod kann Menschen jeden Alters betreffen! Hast du mal darüber nachgedacht, das auch Kinder sterben? Wir in der Gesellschaft gern vedrängt, passiert aber täglich.
riomarDa hast du natürlich völlig recht. Zum Glück musste ich das noch nicht im Familienumfeld durchmachen. Ich habe jetzt zwei kleine Nichten und natürlich ist immer der Gedanke da, dass irgendetwas passieren kann.

Vielleicht hat der unerwartete oder zu frühe Tod eines Menschen Demon zu dem Drang gebracht, aus Trotz Kinder zu zeugen.
Demon17Tja, also bis jetzt habe ich meines Wissens noch keine gezeugt, aber nach 20-30 Pattnerinnen bin ich mir auch nicht wirklich sicher. Ist ja auch egal. Es muss sich was änderm, im Grunde sind wir doch alle nur ein Stück vom Leben einer langen Ahnenreihe. Insofern geht es nicht nur um unser Leben. Es geht um auc um den Sinn des Lebens unserer Vorfahren bis auf 10 000 Jahre und länger zurück. Kann mich irgendwer verstehen?

Ach ja und für mich ist das Leben Kampf und wer aufhört zu kämpfen hat verloren. Ich meine das jetzt nicht im brutalen Sinne. Nichts ist sinnloser als Millionen Leben im Krieg zu verschwenden. Es geht un die Einstellung. Um das Setzen von Zielen, das Leben weiter zu geben, was heutzutage bedeutet hunderttausende von Euronen bereit zu stellen.
Demon17Hallo Replique,

ja inzwischen geht es wieder etwas besser. Also Wut ist wirklich kein guter Grund Kinder in die Welt zu setzen, aber sie ist auch eine Energie. Man muss ja nicht gleich über seine Umwelt herrfallen, sondern kann sie kanalisieren und produktiv umsetzen. Lieber eine stille Wut als gar keine Motivation. ;)

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