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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Eure Gründe sich von der Gesellschaft zu distanzieren.
ChoroHallo,

sich von der Gesellschaft zu distanzieren und ab zu grenzen (als Goth oder auch anders) hat ja meist Gründe. Mich würde eure Motivation dazu interessieren. Meist beginnt der Prozess ja schon in der frühen Kindheit und erst im lauf des Lebens wird der Drang sich abzugrenzen größer.

Hier meine "Beweggründe":
[list][*]Ausgrenzung schon im Vorschulalter, die sich dann fortgesetzt hat.
[*]Mobbing schon ab Kindergarten, das großteils in Gewalt gegen mich endete.
[*]Viele "Freundschaften" wurden geschlossen um mich aus zu nutzen oder zu "verletzen".
[*]Gesellschaftliche Normen und Gruppenzwänge, mit denen ich nichts anfangen konnte oder die ich nicht leben wollte.
[*]Ablehnen der falschen Moral vieler in der Gesellschaft. (Sonntags zur Messe gehen aber ansonsten ihre Frauen schlagen ...)
[*]Die Gleichgültigkeit der Gesellschaft. (Wegsehen, Ignoranz ...)
[/list]

Die Liste ließe sich noch erweitern. Ich denke aber das sind die ausschlaggebendsten Punkte gewesen.

LG

Choro
Creobotraich für meinen teil distanzier mich gar nicht von der gesellschaft.
ich leb nur mehr mit meiner persönlichen art und weise und die "gesellschaft" kann da gern vorbeikommen und mitmachen. wenn nicht ist auch gut. :)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]ich für meinen teil distanzier mich gar nicht von der gesellschaft.
ich leb nur mehr mit meiner persönlichen art und weise und die "gesellschaft" kann da gern vorbeikommen und mitmachen. wenn nicht ist auch gut. :) [/B][/QUOTE]


YEPP! Das sehe ich absolut genauso.

Es ist für mich keine "Distanzierung", einfach das eigene Ding durchzuziehen. Und es ist für mich auch keine Distanzierung, am ein oder anderen "Event" der Gesellschaft nicht teil zu nehmen. Jeder sucht sich das aus, was ihm zusagt und läßt die anderen Dinge eben aus.
Nicht jeder, auch wenn er anders ist als ich, würde gerne zum Ballermann fahren, oder zum Oktoberfest, oder hört gerne Schlager, oder richtet seinen Kleiderschrank strng nach der Mode, oder ist oberflächlich oder, oder, oder....
ChoroIst das nicht auch eine Form der "Distanzierung". Ich für meinen Teil lebe auch ohne mich direkt zu distanzieren, aber das bedeutet für mich auch, nicht so zu leben wie die Gesellschaft es erwartet. -> Man ist doch von den normalen gesellschaftlichen "Normen" und Verhaltensweisen, distanziert, weil man ja so lebt wie man es selbst für Richtig erachtet.

LG

Choro
Tapio BearkingWenn du aber "einfach nur dein Ding durchziehst" weil du es für richtig erachtest, ist es dann nicht vielmehr so, dass sich, wenn überhaupt, die Gesellschaft von Dir distanziert?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]Ist das nicht auch eine Form der "Distanzierung". Ich für meinen Teil lebe auch ohne mich direkt zu distanzieren, aber das bedeutet für mich auch, nicht so zu leben wie die Gesellschaft es erwartet. -> Man ist doch von den normalen gesellschaftlichen "Normen" und Verhaltensweisen, distanziert, weil man ja so lebt wie man es selbst für Richtig erachtet.[/B][/QUOTE]


Aber jeder Mensch tut das doch. Zugegeben, der eine mehr und der andere weniger, aber letztendlich gibt es kaum Leute, die das typische Klischee erfüllen, von wegen Ballermann, Karneval, Sex im dunkeln (außer Karneval und Ballermann), Oberflächlichkeit de luxe, Leben nach dem (bunten) Modekatalog, etc.

Von solchen Leuten sehe ich mich auch distanziert, klar, aber sie sind in meinen Augen Auswüchse der Gesellschaft.
ChoroJa schon, dennoch bist du dann der Auslöser dazu, weil du dein Ding durchziehst und die Gesellschaft darauf reagiert.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i]
[B]Wenn du aber "einfach nur dein Ding durchziehst" weil du es für richtig erachtest, ist es dann nicht vielmehr so, dass sich, wenn überhaupt, die Gesellschaft von Dir distanziert? [/B][/QUOTE]


Eben. Die distanzieren sich wenn von mir, weil sie meine Lebenseinstellung, mein Äußeres oder was auch immer sie stört nicht ertragen.
Choro[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Von solchen Leuten sehe ich mich auch distanziert, klar, aber sie sind in meinen Augen Auswüchse der Gesellschaft. [/B][/QUOTE]

Mein Fehler, man kann Gesellschaft nicht mit einem Prozentsatz derer gleichsetzen, die als Auswüchse der Gesellschaft bezeichnet werden könnten.

Ich hab auch das Gegenteil erlebt und das meist von Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte. Die liegen durchaus auf "meiner Linie". Aber davon gibt es (zu mindestens im meinem Umfeld) nicht all zu viele.

Ich müsste also fragen, warum distanziert (grenzt man sich) man sich von den Auswüchsen der Gesellschaft ab?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]Ich hab auch das Gegenteil erlebt und das meist von Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte. Die liegen durchaus auf "meiner Linie". Aber davon gibt es (zu mindestens im meinem Umfeld) nicht all zu viele.[/b][/quote]

Ich bin der festen Überzeugung, daß man im Leben und in seinem Umfeld die Menschen anzieht, die man sich UNTERbewußt wünscht, meint, die zu den inneren Überzeugungen passen.
Früher hatte ich auch das Problem - da wenig angepaßt - daß ich Menschen in meinem Umfeld hatte, die meine unterbewußten Meinungen über mich (Du bist anders, Du bist nicht gut genug etc.) durch ihre Art mir gegenüber bestärkten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Ich umgebe mich nur noch mir Menschen, die mir und meinen Überzeugungen gut tun (beruflich klappt das noch nicht ganz (was sicherlich auch an meinem hohen Anspruch liegt), aber 1000x besser als früher!).


[b][quote]Ich müsste also fragen, warum distanziert (grenzt man sich) man sich von den Auswüchsen der Gesellschaft ab? [/B][/QUOTE]


Indem man diese Menschen nicht in sein Leben läßt. Ganz einfach. ;)
ChoroDas wie ist hier eigentlich nicht die Fragestellung, sondern das warum.

Wie: Viele derer die Probleme bereiten werden sich eh distanzieren, da sie mit dem eigenen geführten "Lebensstiel" nichts anfangen können. Anfänglich versuchen sie zwar noch dich davon zu überzeugen, das es besser wäre so zu leben wie "sie es für gut" erachten. Wenn diese Versuche scheitern, lässt man dich in Ruhe oder distanziert man sich von dir.

In der Arbeit ist es schwer, unliebsamen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen, da gebe ich dir Recht.

Warum: Dennoch, etwas hat euch doch dazu bewegt euer Ding zu leben. Was für Beweggründe gab/gibt es dazu?
SenecaIch distanziere mich für gewöhnlich nicht von "der Gesellschaft", denn das ist praktisch nicht möglich, bestenfalls distanziert man sich von bestimmten Menschen, in der Praxis von jenen mit denen man wiederholt Konflikte erlebt.
Choro[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich distanziere kjich für gewöhnlich nicht von "der Gesellschaft", denn das ist praktisch nicht möglich, bestenfalls distanziert man sich von bestimmten Menschen, in der Praxis von jenen mit denen man wiederholt Konflikte erlebt. [/B][/QUOTE]

Möglich wäre es schon siehe Aussteigertum. Wenn auch sehr schwer wirklich 100% um zu setzen. Wie schon gesagt, distanzieren von der gesamten Gesellschaft war nicht korrekt ausgedrückt, das ist auch nicht mein Weg.

Aber zu dem Punkt zu kommen, wie es viele hier ausdrücken, "sein eigenes Ding leben", auch dazu liegen meist Gründe oder Erlebnisse zu Grunde. Diese sind es auf die meine Frage abzielt.
SenecaIch finde das putzig das immer das Aussteigertum bemüht wird...erzähl doch mal wie Du Dir das vorstellst, dann erzähle ich Dir wie ich damit gescheitert bin...denn auch der Aussteiger hängt von der Gesellschaft ab...maßgeblich.

Die erste ordentliche Magen-Darm Grippe kann ansonste nämlich Deine Letzte sein, jedenfalls bewog mich das zur Aufgabe.

Und sieh es doch mal realistisch...Dein Ding kannst du nur im Rahmen des Prinzips der Dich umgebenden Gesellschaft leben...also konform.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]Warum: Dennoch, etwas hat euch doch dazu bewegt euer Ding zu leben. Was für Beweggründe gab/gibt es dazu? [/B][/QUOTE]

Ich mach mein Ding, weil ich nicht an Reinkarnation glaube und darum nur diese eine Chance besitze, es durch zu ziehen. Ein weiterer Grund ist, daß ich nicht einsehe, warum ich es nicht tun sollte? Für mich gibt es keinen relevanten Grund, es nicht zu tun.
ChoroDu scheint mich missverstanden zu haben. Ich habe nicht vor aus zu steigen. Ich habe nur auf deine Aussage reagiert.

[QUOTE]Ich distanziere mich für gewöhnlich nicht von "der Gesellschaft", denn das ist praktisch nicht möglich....[/QUOTE]

Mir ist klar dass man nicht wirklich aussteigen kann. Bekannte sind bei dem Versuch in Kanada aus zu steigen, kläglich an einer Blinddarmentzündung und der Weigerung der Ärzte dort, einen Deutschen zu behandeln, gescheitert.

Viele würden wie du schon geschrieben hast, dieses Argument (aus zu steigen) bringen, weil sie keine entsprechenden Erlebnisse hatten.
Du kannst schon zu einem gewissen Maße aus steigen, indem du z.B. in ein Kloster gehst. Dann müsstest du dich aber wieder deren Regeln und Lebensauffassungen unterordnen. Wenn diese für dich lebbar sind, kommt es einem Ausstieg am nächsten. Für mich wäre es keine Option.
kosmik[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
Warum: Dennoch, etwas hat euch doch dazu bewegt euer Ding zu leben. Was für Beweggründe gab/gibt es dazu?[/QUOTE]

Weil ich einfach ich selber sein will bzw. bin. Ich bin eine eigene Persönlichkeit und muß nicht gut finden was alle gut finden. Ich bilde mir eine eigene Meinung und versuche,mich von den Medien nicht zu sehr beeinflussen zu lassen,was nicht immer klappt,aber meistens.

LG,
kosmik
Choro[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Ich mach mein Ding, weil ich nicht an Reinkarnation glaube... Für mich gibt es keinen relevanten Grund, es nicht zu tun. [/B][/QUOTE]

Das ist doch ein recht relevanter Grund.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]Das ist doch ein recht relevanter Grund. [/B][/QUOTE]


aber selbst, wenn ich wiedergeboren werden würde: Wie viele Leben lang soll man sich denn verbiegen, bis man sein Ding endlich macht. Bei genauerer Überlegung ist selbst das keine Rechtfertigung, es NICHT zu tun... ;)
Choro[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]aber selbst, wenn ich wiedergeboren werden würde: Wie viele Leben lang soll man sich denn verbiegen, bis man sein Ding endlich macht. Bei genauerer Überlegung ist selbst das keine Rechtfertigung, es NICHT zu tun... ;) [/B][/QUOTE]

Selbst wenn man wiedergeboren würde, wer sagt, das du nicht schon immer das getan hast was du wolltest? Vielleicht war genau das der richtige Weg. Wozu dann überhaupt wiedergeboren werden, wenn man eh alles richtig gemacht hat? Tja, das Thema ist eines, auf das man nicht wirklich eine Antwort geben kann. (Aufgrund des Mangels an Beweisen zu dem Thema. Interessant ist vielleicht, das die Wiedergeburt vor dem 2ten vatikanischen Konzil noch Lehrinhalt der Kirche war.) Letztlich bleibt es ein metaphysisches Thema und hängt stark von der eigenen "Erfahrung" oder dem Glauben ab.

Ich denke es ist egal ob man daran glaubt oder nicht. Entscheidend ist was man aus seinem Leben machen will. Ob man lieber fremdbestimmt oder lieber sein eigenes Leben leben will.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]Selbst wenn man wiedergeboren würde, wer sagt, das du nicht schon immer das getan hast was du wolltest? Vielleicht war genau das der richtige Weg. Wozu dann überhaupt wiedergeboren werden, wenn man eh alles richtig gemacht hat?

Ich denke es ist egal ob man daran glaubt oder nicht. Entscheidend ist was man aus seinem Leben machen will. Ob man lieber fremdbestimmt oder lieber sein eigenes Leben leben will.[/B][/QUOTE]

Ich denke man lebt immer jenes Leben, welches einem selbst entspricht. Daß, was man tut und wie man das Leben empfindet, ist Ausdruck des eigenen Selbst. Verhaltensweisen und Weltanschauungen sind wesenstypisch, darum könnte man tatsächlich sagen, daß man immer schon das getan hat, was man tun wollte.
Entscheidend ist m. E. nicht nur, was man aus seinem Leben machen WILL, sondern ob man es auch TUT. Nur dann wird sich was ändern. Aussteigen ist nicht gleich Aussteigen, was heißen soll, daß man auch ohne auszuwandern aussteigen kann, indem man eben bestimmte Dinge nicht mitmacht, die z. B. zur allgemeinen Volksverblödung beitragen, dem Konsumismus bzw. Materialismus. Niemand zwingt mich dazu, ein Handy mit mir herumzutragen, einen Computer, ein Fernsehgerät, Telefon, Berge von Klamotten, CDs, ein Auto etc. zu besitzen oder Geld anzuhäufen. Und niemand zwingt mich dazu, Smalltalk zu führen, mich mit seichten Themen zu beschäftigen, geistig zu verarmen oder mich berieseln zu lassen. Man äugt oft auf die sogenannte Gesellschaft, die sich möglichst ändern soll, weil dieses oder jenes nicht passt, also auf's Außen, doch das Potential zur Veränderung liegt alleine in einem selbst, im Innen. Wenn mir danach ist, als Goth rumzulaufen, dann tue ich das nicht, weil ich mich von anderen abgrenzen will, sondern weil es meinem Geschmack und meiner Lebenseinstellung entspricht, z. B. ... verstehste was ich damit meine?

Indem Du mit dem sogenannten Außen, dem was Dir nicht passt, abgleichst, führst Du letztendlich ein Marionettendasein, daß Dich im Griff hat. Wenn Du stattdessen in Dich hineinhörst, um ausfindig zu machen, was da drinnen schlummert, dann tust Du Dinge nicht aus Protest, sondern weil es Deinem Geschmack entspricht. Wobei das Marionettendasein auch Dein Wunsch sein kann.
Demon17Die menschliche Gesellschaft stellt Regeln auf. Wer jedoch nur nach den eigenen Regeln lebt hält sich besser fern davon. Das ergibt sich für Anarchisten, die keine allgemeinverbindlichen Regeln akzeptieren eigentlich von selbst.
MisericordiaIch kann mich den bisherigen Vorrednern anschließen, dass Ausstieg aus der Gesellschaft mit einem bestimmten Verhalten einhergeht. Dass man bestimmt, was man tut, auch wenn das gegen bestimmte Normen verstößt.

In gewissem Maße kann man immer aus der Gesellschaft aussteigen, aber eben nicht vollständig, solange man vorhat, ein freies Leben außerhalb des Gefängnisses zu führen. Denn manche Regeln, wie bspw. gesetzlich festgelegte, werden dem Einzelnen durch Sanktionen nahezu aufgezwungen - zumindest in einem Rechtsstaat.

Gründe, irgendwie "auszusteigen" oder ich abzugrenzen, gibts genug. Ich finde, es macht vor allem Bock.
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
[B]...der Weigerung der Ärzte dort, einen Deutschen zu behandeln, gescheitert.[/B][/QUOTE]


Und das darf man?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i]
[B]Und das darf man? [/B][/QUOTE]

in Deutschland dürfte man es nicht, aber andere Länder - andere Sitten....
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]in Deutschland dürfte man es nicht, aber andere Länder - andere Sitten.... [/B][/QUOTE]



Poah...das ist aber schon irgendwie heftig. Also, die dürften knallhart jemanden sterben lassen, weil er z.B. Deutscher ist? Geht das so weit?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i]
[B]Poah...das ist aber schon irgendwie heftig. Also, die dürften knallhart jemanden sterben lassen, weil er z.B. Deutscher ist? Geht das so weit? [/B][/QUOTE]

ich kann es Dir nicht genau sagen, wie es in den einzelnen Ländern geregelt ist, aber schau Dir nur mal das Gesundheitssystem in den USA an: Keine Kohle - Keine Behandlung. Unabhängig von der Staatszugehörigkeit. Selbst Amis werden dort so behandelt.
Ronin76Privatisierung ist einfach was Schönes.

[QUOTE]
Privat (von lat. privatus, PPP von privare, „abgesondert, beraubt, getrennt“, privatum, „das Eigene“ und privus, „für sich bestehend“) bezeichnet Gegenstände, Bereiche und Angelegenheiten, die nicht mehr der Allgemeinheit gehören bzw. offenstehen, sondern nur einer einzelnen Person oder einer eingegrenzten Gruppe von Personen, die untereinander in einem intimen bzw. einem Vertrauensverhältnis stehen.
[/QUOTE]


Geschrieben von Demon17:
[QUOTE]Die menschliche Gesellschaft stellt Regeln auf. Wer jedoch nur nach den eigenen Regeln lebt hält sich besser fern davon. Das ergibt sich für Anarchisten, die keine allgemeinverbindlichen Regeln akzeptieren eigentlich von selbst.[/QUOTE]
Das ist plumpe Polemik, aber ist man von dir ja schon gewohnt. So etwas gilt für alle Menschen die keine allgemeinen Regeln akzeptieren wollen.
Choro[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Aussteigen ist nicht gleich Aussteigen, was heißen soll, daß man auch ohne auszuwandern aussteigen kann, indem man eben bestimmte Dinge nicht mitmacht, die z. B. zur allgemeinen Volksverblödung beitragen, dem Konsumismus bzw. Materialismus. Niemand zwingt mich dazu, ein Handy mit mir herumzutragen, einen Computer, ein Fernsehgerät, Telefon, Berge von Klamotten, CDs, ein Auto etc. zu besitzen oder Geld anzuhäufen. Und niemand zwingt mich dazu, Smalltalk zu führen, mich mit seichten Themen zu beschäftigen, geistig zu verarmen oder mich berieseln zu lassen. Man äugt oft auf die sogenannte Gesellschaft, die sich möglichst ändern soll, weil dieses oder jenes nicht passt, also auf's Außen, doch das Potential zur Veränderung liegt alleine in einem selbst, im Innen. Wenn mir danach ist, als Goth rumzulaufen, dann tue ich das nicht, weil ich mich von anderen abgrenzen will, sondern weil es meinem Geschmack und meiner Lebenseinstellung entspricht, z. B. ... verstehste was ich damit meine?
[/B][/QUOTE]

Ja sehr gut, so in etwa lebe ich inzwischen. Ich sehe das sehr ähnlich. Solange ich gegen kein Gesetzt verstoße, kann ich mein Leben durchziehen wie ich es will, ohne mich gesellschaftlcher Zwänge wie z.B. dem Fernseher (Volksverdummungsmaschiene Nummer 1) aus zu setzen. Nur weil viele in der Gesellschaft vor mir ne Klippe runter springen (bildlich gesprochen) muss ich das ja nicht auch tun. Wenn manmich deshalb schief anschaut oder über mich lacht (weil ich nicht springe) dann ist mir das egal.


[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Indem Du mit dem sogenannten Außen, dem was Dir nicht passt, abgleichst, führst Du letztendlich ein Marionettendasein, daß Dich im Griff hat. Wenn Du stattdessen in Dich hineinhörst, um ausfindig zu machen, was da drinnen schlummert, dann tust Du Dinge nicht aus Protest, sondern weil es Deinem Geschmack entspricht. Wobei das Marionettendasein auch Dein Wunsch sein kann. [/B][/QUOTE]

In sich hineinhören das ist treffend gesagt.

Ein gutes Beispiel für diese "These" sind Einsiedler, die sich (auch nur Zeitweise) von der Gesellschaft zurückziehen und einfach leben. Von der Gesellschft nicht verstoßen, dennoch komisch beäugt.
Goat93Wenn du wirklich eine Distanzierung von der Gesellschaft
überlegst, solltest du ersteinmal eine andere Form der
Gesellschaft leben lernen :)

Viele Außsteiger gehen z.B in Tibetanischen Klöstern oder
auch anderen Klöstern oder machen sich als Rucksack-
touristen auf.
Ich denke, es ist etwas unfair ein paar Sachen herauszupicken
und dann so zu tun als ob es das nur wäre. Stattdessen sind
es gerade die Profanen, Alltäglichen Dinge dieser Gesellschaft,
die uns in Ihr behält. Wer möchte z.B gerne die Toilette 20m
vom Haus noch stehen haben oder nach 3 Wochen überhaupt
mal eine sehen? Fernsehen ist da echt das kleinste System-
programm, Medikamente, Sozialsystem, Auffangsystem,
Versorgung, Sicherheit, Hygene und und und sind alles Facetten,
die man erst zu schätzen weiß, wenn man sie nicht mehr hat
JohnSteedMich hat immer der Anspruch gestört, alleinseligmachendes Spielfeld für mein Leben zu sein.
Qualitativ konnten die grössten Gesellschaftsfans nie halten, was angeblich versprochen wurde.
Die Gesellschaft ist mir zu spiessig und zu langweilig, sodass ich deswegen nicht permanent strammstehen werde, wenn eine soziale Kontrolle des Wegs daherkommt.
Goat93Verstehe ich nicht so ganz, wo muß man denn für die Gesellschaft
oder durch die Gesellschaft strammstehen? Oder wo wird
wirklich heute noch verlangt, sich 100% an etwas anzupassen,
weil es einfach so ist?
JohnSteedNaja, falsch verstandene Demokratie und die angeblichen Erfordernisse des Arbeitslebens lassen einen manchmal seine Meinung über andere Menschen ein wenig hintanstellen...
Aber manche Menschen kann man einfach nicht leidern, nur ist diese Haltung gesellschaftlich nicht wirklich erwünscht...
Demon17[QUOTE]Das ist plumpe Polemik, aber ist man von dir ja schon gewohnt. So etwas gilt für alle Menschen die keine allgemeinen Regeln akzeptieren wollen.[/QUOTE] Na wer im Glashaus sitzt ... Ronin. Aber seis drum; offenbar fehlt Dir das sozialpsychologische Grundlagenwissen, oder du weißt nicht, das Anarchie regellose Gersellschaft heißt. Jedenfalls stellt j e d e Gruppen Regeln auf. Der wahrhaft Freie durschaut das Spiel natürlich, bleibt allein und richtet sich nur nach den eigenen Regeln. (Wenn überhaupt) Du aber wirst ewig Sklave deiner Peer Group sein. Aber was soll man auch von Twens erwarten, die keine intenisve geisteswissenschaftliche Ausbildung genosssen. :rolleyes:
Ronin76Demon17, deine offensichtliche Bildungslücke ist entsetzlich. Wo hast du bitte deine fehlgeleitete, geisteswissenschaftliche Lehre genossen ??

[QUOTE]
Der Begriff [COLOR=orange]Anarchie[/COLOR] (altgr. ἀναρχία anarchía ‚[COLOR=orange]Herrschaftslosigkeit[/COLOR]‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘ ) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche [COLOR=orange]soziale Ordnung[/COLOR] wirbt. Demgegenüber beschreibt der Begriff in den Internationalen Beziehungen, vorwiegend in den realistischen Theorien, den Zustand des internationalen Staatensystems.
[/QUOTE]
Quelle: Wikipedia


Ich empfehle dir auch dringend mal die Anarchopedia zu studieren. Dort gibt es auch eigene, ähnliche Definitionen rund um Anarchie:

[url]http://deu.anarchopedia.org/Anarchie[/url]

[QUOTE]
Das ist Anarchie von David Edelstadt

Eine Welt in der keiner regieren soll,
über die Arbeit und Mühe eines anderen,
Frei wird sein jedes Herz und Gehirn,
Das ist Anarchie
Eine Welt in der Freiheit jeden beglückt,
den Schwachen den Starken „ihn“ und „sie“
wo „deins“ und „meins“ keinen unterdrücken wird
Das ist Anarchie
[/QUOTE]
Creobotrabeantwortet aber auch nicht die frage, wie anarchie letzendlich in der praxis funktionieren sollte.
Ronin76In der Anarchopedia finden sich einige Beispiele. Anarchie beschreibt nur einen Zustand. Demokratie funktioniert auch überall anderst oder sogar wie häufig überhaupt nicht. Das Ergebnis liegt immer an den Menschen und dem Umfeld.

PS: Wo finde ich die Frage nach der Praxisfunktion auf welche du dich berufst ?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
PS: Wo finde ich die Frage nach der Praxisfunktion auf welche du dich berufst ? [/QUOTE]

auf deiner verlinkten seite:
"Die verschiedenen Strömungen versuchen die Fragen zu beantworten:

* Wie man diesen Zustand erreichen kann? und
* Wie die gesellschaftliche Organisierung in einer herrschaftslosen Gesellschaft funktionieren könnte.

Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. (usw)"

[QUOTE]Anarchie beschreibt nur einen Zustand[/QUOTE]
ahso, also ohne realitätsbezug. na gut, ich les dann mal die beispiele.

[QUOTE]Demokratie funktioniert auch überall anderst oder sogar wie häufig überhaupt nicht.[/QUOTE]
hat ich irgendwo letzhin gelesen, von irgendeinem Paradox, dass reine demokratie überhaupt funktionieren kann. müsst ich aber auch noch mal nachschlagen.
Nebelland[QUOTE]Hallo, sich von der Gesellschaft zu distanzieren und ab zu grenzen (als Goth oder auch anders) hat ja meist Gründe. Mich würde eure Motivation dazu interessieren. Meist beginnt der Prozess ja schon in der frühen Kindheit und erst im lauf des Lebens wird der Drang sich abzugrenzen größer.

Hier meine "Beweggründe":

Ausgrenzung schon im Vorschulalter, die sich dann fortgesetzt hat.
Mobbing schon ab Kindergarten, das großteils in Gewalt gegen mich endete.
Viele "Freundschaften" wurden geschlossen um mich aus zu nutzen oder zu "verletzen".
Gesellschaftliche Normen und Gruppenzwänge, mit denen ich nichts anfangen konnte oder die ich nicht leben wollte.
Ablehnen der falschen Moral vieler in der Gesellschaft. (Sonntags zur Messe gehen aber ansonsten ihre Frauen schlagen ...)
Die Gleichgültigkeit der Gesellschaft. (Wegsehen, Ignoranz ...

) Die Liste ließe sich noch erweitern. Ich denke aber das sind die ausschlaggebendsten Punkte gewesen. LG[/QUOTE]

Aus irgendeinem Grund kann ich deine "Beweggründe" dich zu distanzieren sehr gut nachvollziehen. Es kann einfach nicht jeder Mensch komplett mit dem Leben hier zufrieden sein. Bei mir ists nicht anders und deswegen betracht ich mich selber auch als "distanziert". Meine Beweggründe ähneln deinen eigentlich fast zu hundert prozent, obwohl bei mir noch eine art...Angst vor der Gesellschaft vorliegt. Deswegen ist meine Distanz dann größten Teils auch nicht beabsichtigt sondern meistens von mir selber aus Angst erzwungen.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]...Aber was soll man auch von Twens erwarten, die keine intenisve geisteswissenschaftliche Ausbildung genosssen. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Bitte um Aufklärung.
Verstehe diese Äusserung nicht ganz.

Denn wie viele Möglichkeiten hat jemand in den Zwanzigern genaue Kenntnisse theoretischer
geisteswissenschaftlicher Art aufzunehmen? Bzw. diese zu interpretieren. Bzw. auch diese im Regelstudium
zu ende zu bringen.

Andererseits meine ich, dass abseits von einem Regelstudium z.B. der Tod eines nahestehenden Menschen oder irgendein einschneidendes Erlebsnis durchaus der Beginn des "Nachdenkens" sein kann,
des Philosophierens. Eine Art Wildcard quasi.

Ist das Monopol des Denkens bei Geisteswissenschaftlern zu suchen und auch zu finden?
Kann nicht auch ein Volkswirtschaftler oder ein Komm.Wiss. einen Geistesblitz haben?
Ronin76Erwarte als Antwort nicht allzu viel, das war nur ein gewöhnlicher Diffamierungsversuch. Er meint mit der intensiven geisteswissenschaftlichen Ausbildung wohl so etwas wie Gehirnwäsche. Und ich bin auch schon lange kein Twen mehr. Laut Demon17 sind natürlich alle die jünger sind als er und nicht studiert haben doof.
cat_of_darknessalso ich bin 23 Jahre und in meinem Leben hatte ich noch nie wirklich das Gefühl so akzeptiert so werden wie ich bin, nämlich etwas schüchtern, sehr zurückhaltend und ich würd mal sagen auch ein zu gutmütiger und gutgläubiger Mensch.

Man hat mich seit der OS immer nur gemobbt, verarscht, gedisst etc. was wohl viele kennen dürften...meine Lehrer haben mich nie wirklich unterstützt damals und steckte mich sogar mit einer meiner Feindininnen auf der Klassenfahrt in ein Zimmer (weil sonst keiner mit mir in ein Zimmer wollte)...

noch während der Schulzeit hab ich dann das erste mal zufällig Lieder von Nightwish und Evanescence gehört und war begeistert, wusste zu der Zeit noch nix über die Szene und deren Musik und wusste deshalb auch nicht wozu die beiden Bands gehören...naja hab dann immer öfter Leute ganz in Schwarz und mit dem ganzen Nietenzeug und auffälligkeiten rumrennen sehen und begann mich dafür zu interessieren und mich zu informieren...

tja und dann vor bestimmt jetzt 4 oder 5 jahren begann ich mich zu wandeln, fühlte mich der Szene immer zugehöriger und hab über diesen Weg auch meinen jetztigen Freund kennengelernt. Ich will mich dadurch von diesen Modepüpchen abheben die voll im Markenwahn sind (ich war noch nie der Typ für Markenzeug, was wohl auch der Grund war, warum ich gemobbt wurde, ich war halt nicht hip) von solchen Chicksen halt ich gar nix und distanziert mich gerne von solchen Mädchen und will so nicht sein...genau wie ich es hasse spiezig rumzurennen, so in Kostüm etc. das geht gar nicht...ich will mich abheben nicht so sein wie andere, ich war es wohl auch nie, weil sonst wäre ich ja beliebt gewesen...ich bin wie ich bin...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von cat_of_darkness [/i]
[B]...tja und dann vor bestimmt jetzt 4 oder 5 jahren begann ich mich zu wandeln, fühlte mich der Szene immer zugehöriger und hab über diesen Weg auch meinen jetztigen Freund kennengelernt. Ich will mich dadurch von diesen Modepüpchen abheben die voll im Markenwahn sind (ich war noch nie der Typ für Markenzeug, was wohl auch der Grund war, warum ich gemobbt wurde, ich war halt nicht hip) von solchen Chicksen halt ich gar nix und distanziert mich gerne von solchen Mädchen und will so nicht sein...genau wie ich es hasse spiezig rumzurennen, so in Kostüm etc. das geht gar nicht...ich will mich abheben nicht so sein wie andere, ich war es wohl auch nie, weil sonst wäre ich ja beliebt gewesen...ich bin wie ich bin... [/B][/QUOTE]Entschuldige, aber jetzt musste ich gerade schmunzeln. Wo ist denn da der Unterschied zu den Chicks?
Sinister, Aderlass, Queen of Darkness, New Rock, Hard Leather Stuff, Alchemy Gothic...sind das keine Marken?

Aufwachen Madame, auch die schwarzen Chicks sind blos Modepüppchen...sie sind sogar oftmals noch schlimmer weil sie sich für was ganz, ganz besonderes halten....so wie die mitlerweile hunderttausende Andere auch die sich darüber das Maul zerrerissen wer zum Amphi, M'era oder WGT welches Stück anhatte...und wehe zwei laufen sich im gleichen Teil vom Vampiria Stand über den Weg...da wird dann gemobbts was das Zeug hält.

Zickenkrieg live erlebe ich nun schon seit Jahren in der Szene...und die Damen und Herren sind da sehr ausdauernd.
Mondenkind79[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
auch die schwarzen Chicks sind blos Modepüppchen...sie sind sogar oftmals noch schlimmer weil sie sich für was ganz, ganz besonderes halten....[/QUOTE]

Oh ja, da gebe ich dir vollkommen recht, erlebe ich auch so (na ja, nur am Rande, weil ich mit solchen Leuten nicht direkt zu tun habe)... Die Modenschauen, die teilweise in den Clubs so abgehalten werden, sind immer recht amüsant. Von wegen "Individualität". Es ist eben das Gleiche in schwarz.

Allerdings hat cat_of_darkness ja nun nirgends geschrieben, dass sie derartige Marken trägt. Man kann sich ja auch schwarz kleiden, ohne sich eine Ausstattung im Gothic-Modekatalog zusammen zu stellen. ;)
Chromdioxyde[QUOTE][i]Original geschrieben von cat_of_darkness [/i]
noch während der Schulzeit hab ich dann das erste mal zufällig Lieder von Nightwish und Evanescence gehört und war begeistert, wusste zu der Zeit noch nix über die Szene und deren Musik und wusste deshalb auch nicht wozu die beiden Bands gehören...und begann mich dafür zu interessieren und mich zu informieren...[/QUOTE]

Bitte richtig informieren ... denn Nightwish und Evanescence haben mit Gothic nix am Hut.

Das ist übrigens auch ein Grund sich von dieser Gesellschaft zu distanzieren :rolleyes:

[QUOTE]...ich will mich abheben nicht so sein wie andere, ich war es wohl auch nie, weil sonst wäre ich ja beliebt gewesen...ich bin wie ich bin... [/QUOTE]

[i]Interests: Musik hören, lesen, TV, im Netz surfen, shoppen, WoW zocken[/i]

nunja ... das klingt jetzt nicht soooo unkonventionell ...
NebellandChromdioxyde und Seneca:

Findet ihr es nicht etwas unfair cat_of_darkness gegenüber, wenn ihr sie aufgrund solcher...ich nenns mal Äußerlichkeiten...beurteilt? Sie sollte ja wohl das gute Recht haben DAS anzuhören und anzuziehen was SIE will. Ich denke, das sich von der Gesellschaft "distanzieren" ist wohl sowieso eher auf den Charakter einer Person bezogen, als auf gewisse Äußerlichkeiten. Äußerlichkeiten können wirklich täuschen.

@cat_of_darkness:

Ich finds super, dass du bist wie du bist ^^ Nimm dir bitte die vorurteilhaften Kommentare hier nicht so zu Herzen. Ich find es kommt auf die Person an sich an und WESHALB man welche Dinge macht. Und bei dir klingt es, find ich, nicht als ob du nur irgendwelchen Vorbildern hinterherlaufen willst. :)


[*sich gleich mal verkriecht weil er jetzt bestimmt von allen Seiten angegriffen wird*]
Chromdioxyde[QUOTE]Findet ihr es nicht etwas unfair cat_of_darkness gegenüber, wenn ihr sie aufgrund solcher...ich nenns mal Äußerlichkeiten...beurteilt?[/QUOTE]

Ich beurteile ausschließlich das, was oben schwarz auf weiß steht.

Wer lesen kann ist übrigens klar im Vorteil.

[QUOTE]Sie sollte ja wohl das gute Recht haben DAS anzuhören und anzuziehen was SIE will.[/QUOTE]

Wer hat ihr das denn verboten ? :eek:

Blubb.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Chromdioxyde [/i]
[B]Ich beurteile ausschließlich das, was oben schwarz auf weiß steht.

:eek:

Blubb. [/B][/QUOTE]

So wird es nie etwas mit der heimlichen proletarischen Revolution, wenn es ihrem Personal an Subversivität mangelt.
Schwarz-weiss-denken ist halt mal das Kennzeichen
humorloser Kader.
Bei der Bereichsleitung der PARTEI wird in 15Jahren ein Platz für dich frei und wenn du brav bist, kriegst du in 2oJahren ein Pappmache´auto...dazu. Einfach so.
Chromdioxyde[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
Schwarz-weiss-denken ist halt mal das Kennzeichen humorloser Kader.[/QUOTE]

Well played.

[img]http://www.foninfo.eu/grafics/applaus.gif[/img]
cat_of_darknessweißt du chrom...das die beiden Bands nicht unbedingt was mit Gothic zu tun haben, tja das konnte ich zu der Zeit noch nicht wissen aber es ging mir mehr um die Stimmung der Lieder, das war halt mein Einstieg außerdem bin ich nicht durch die Bands sofort dazu geworden, was ich jetzt bin, sondern wie gesagt erst nach dem ich mich mit dem Thema der Szene auseinander gesetzt habe...man kann jetzt auch nicht sagen das sie zur Mainstreammusik zählen also...und von Mainstreammusik nehm ich auch sehr großen Abstand und oben genannte Bands höre ich auch nicht mehr...

so und was ist an meinen interessen jetzt so falsch? Nur weil ich nicht auf Friedhöfen rumhänge, darf ich mich nicht zu der Szene dazugehörig fühlen oder wie? Hast du so außergewöhnliche Hobbys? Und jetzt nenn mir bitte mal jemand aus der Szene der nicht mal nen Buch liest, sich vor die Couch gammelt um nen Film oder so zu schauen oder mal shoppen geht (irgend woher muss man ja seine klamotten bekommen und wenn ich so mal leute auf WGT oder ähnliches angucke, das zeug ist ihnen bestimmt nicht vom Himmel in die Hände gefallen, was sie so tragen...)

Außerdem sagen meine Interessen ja wohl nix über mein Seelenleben aus und wie gut ich zu den "Mainstream" leuten passen...meine Gründe warum ich mich distanziere hab ich genannt, weil man sich auch von mir distanziert hat...warum sollte ich solchen Leuten hinterherlaufen, Leute die mich nicht verstehen oder meine Ansichten nicht teilen, was meinst du warum meine alten Freundschaften auseinander gebrochen sind, richtig...nicht die gleichen interessen und ansichten, lediglich eine Freudin passt noch super zu mir aber die geht auch schon mehr in die Alternative Richtung...

also bilde dir nicht vorschnell ein urteil von mir, denn du kennst mich ja nicht mal...
ChromdioxydeIch habe mich doch zu dir und deinem mir gänzlich unbekannten Seelenleben gar nicht geäußerst.

Mir ist lediglich aufgefallen, dass deine Beschreibung der "Szene" - die nichts anderes darstellt als meine Signatur - mehr einem Glashaus gleicht.

Und ich möchte dir ja - neben dem Markenwahn - keine weitere Illusion rauben, aber natürlich sind Nightwish und Evanesence "Mainstream", frag mal einen richtigen Metaller was der so hört.

Warum ist es so schwer anzuerkennen, dass man selber auch nur einem "Mainstream" hinterherläuft ? Denn diese Szene ist nichts anderes.

Verstehe ich nicht ...
JohnSteedNun, man sollte sich nicht denen anlegen, die den Begriff "gothic" erfunden haben.
Wobei ungeklärt bleibt, dass gerade sie es waren, die überhaupt etwas erfunden haben....:D
NebellandIch glaub langsam, dass ich mich nicht nur von der richtigen Gesellschaft distanzier, sondern auch vor solch Leute die nichts sehen außer das was SIE für das einzig Wahre halten. :rolleyes:
Chromdioxyde[QUOTE][i]Original geschrieben von Nebelland [/i]
[B]Ich glaub langsam, dass ich mich nicht nur von der richtigen Gesellschaft distanzier, sondern auch vor solch Leute die nichts sehen außer das was SIE für das einzig Wahre halten. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Korrektur: [i]Ihr[/i] seid die richtige Gesellschaft.
Nebelland[QUOTE][i]Original geschrieben von Chromdioxyde [/i]
[B]Korrektur: [i]Ihr[/i] seid die richtige Gesellschaft. [/B][/QUOTE]

Da sieht mans mal wieder. Ich kanns keinem Recht machen. Ist wohl Grund genug nicht weiter meine Meinung zu dem Thema zu äußern.:rolleyes: :q
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]ich für meinen teil distanzier mich gar nicht von der gesellschaft.
ich leb nur mehr mit meiner persönlichen art und weise und die "gesellschaft" kann da gern vorbeikommen und mitmachen. wenn nicht ist auch gut. :) [/B][/QUOTE]

Richtig. Habe die Gesellschaft neulich in Ägypten an einer Bar getroffen. Sie machte Urlaub, sah aber nicht gut aus. Hatte Sonnenbrand. Hab mich da lieber von ihr distanziert.
;)
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Nebelland [/i]
[B]Da sieht mans mal wieder. Ich kanns keinem Recht machen. Ist wohl Grund genug nicht weiter meine Meinung zu dem Thema zu äußern.:rolleyes: :q [/B][/QUOTE]

Du willst es echt anderen mit Deiner Meinung Recht machen? Wow. Altruismus pur.
ArrogantNickManchmal liiiiiiieeeeebe ich dieses Forum!

Leute - DANKE (für den Fisch und das Gekicher und so).

Kennt ihr [URL=http://www.youtube.com/watch?v=U08qbw_LnGQ]das[/URL] schon? Das ist für mich ein Grund, mich zu distanzieren - wovon sag ich nicht. :p

Weitermachen - Ihr macht das toll! :D

Beste Grüßlies

....
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von Chromdioxyde [/i]


Und ich möchte dir ja - neben dem Markenwahn - keine weitere Illusion rauben, aber natürlich sind Nightwish und Evanesence "Mainstream", frag mal einen richtigen Metaller was der so hört.
[/B][/QUOTE]

...du kennst offensichlich keine "richtigen" Metaller - denn weisst du, wie die das nennen - Evanescence, Nigthtwish, Within Temptation, Samsas Traum und all so Zeugs: Goffick. Genauso wird es dort - in zumeist eher abschätzigem Tonfall - genannt...:D
Chromdioxyde[QUOTE]
Kennt ihr [URL=http://www.youtube.com/watch?v=U08qbw_LnGQ]das[/URL] schon?
[/QUOTE]

Geilomat - der Abend ist gerettet! :eek:

Der Mallorca-Remix ist auch derbe fett

[url]http://www.youtube.com/watch?v=ifrivUKc6eM[/url]


[QUOTE][i]Original geschrieben von ExiledArchangel [/i]
[B]...du kennst offensichlich keine "richtigen" Metaller - denn weisst du, wie die das nennen - Evanescence, Nigthtwish, Within Temptation, Samsas Traum und all so Zeugs: Goffick. Genauso wird es dort - in zumeist eher abschätzigem Tonfall - genannt...:D [/B][/QUOTE]

Wie konnte ich das vergessen, Goffick ist ja all der Abfall, den sonst keine Szene haben will :D
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]
Kennt ihr [URL=http://www.youtube.com/watch?v=U08qbw_LnGQ]das[/URL] schon? Das ist für mich ein Grund, mich zu distanzieren - wovon sag ich nicht. :p
[/B][/QUOTE]

Das ist die Champions League des Fremdschämens.
Das beste ist einer der Kommentare auf YouTube:

[i]MrMS86 (vor 2 Monaten):
"ich freu mich schon auf die Folge mit den Hools aus Pirna"[/i]

Haha. Hab mich gerade an einer Erdnuss verschluckt...
Klangschalen-Experten. Hahahahaha! :D
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nebelland [/i]
[B]Da sieht mans mal wieder. Ich kanns keinem Recht machen. Ist wohl Grund genug nicht weiter meine Meinung zu dem Thema zu äußern.:rolleyes: :q [/B][/QUOTE]

Du bewegst dich hier, also kann man dich anprechen, muss man aber nicht usw.
Einige finden dich symphatisch, andere reden nicht mit dir...
Wie im echten Leben.
Welche Bands du hörst, ist wohl sowas von egal.
Hmm, naja, wenns nicht grade die Atzen sind.:D
WaldemarIch distanziere mich nicht von der Gesellschaft, sondern von gewissen Menschen.. Ok, dann und wann spiele ich auch mal den Philanthropen, aber bei soviel Dummheit, die mir immer entgegenschlägt, glaube ich fast, dass viele Dummologie im Endstadium studiert haben. Da bin ich lieber alleine mit meinen geliebten geschätzen Menschen.. :)
NixIn einer englischen Tageszeitung gelesen: "Dichter Nebel über dem Kanal. Festland abgeschnitten." So ähnlich würden es auch Leute formulieren, die sich von der Gesellschaft distanzieren wollen, denke ich. Es hätte auch ähnlich tiefgreifende Auswirkungen auf das Fest... - äh - die Gesellschaft.
Blutengel1994Ich persönlich habe einen einfachen Grund gewählt für meine Distanz der Gesellschaft gegenüber. Diese gilt eigentlich der "Coolen-Szene" gegenüber, wobei ich mich entschieden habe, nicht direkt die Hip Hopper dafür verantwortlich zu machen, sondern vielmehr, wie ich sie nenne die "Hip Hop-Möchtegern-Gangster. Aber das ist nicht das Thema. Jedenfalls, der Grund, den auch so manch andere gewählt haben ist der, dass ich Leid durch diese Gesellschaft erfahren habe. Leid im Sinne von peinigung durch diese Menschen oder Mobbing, wenn der Begriff etwas verständlicher klingt. Außerdem wird man, meiner Erfahrung nach, wenn man Menschen zu schnell zu nah an sich heran lässt, oftmals verletzt. Das war jedenfalls bei mir immer so, und hatz sich bis gheute nicht geändert. Es geschieht mir immer wieder. Möglicherweise vermag ich menschen einfach schlecht einzuschätzen.
Chromdioxyde[QUOTE][i]Original geschrieben von Blutengel1994 [/i]
[B]Ich persönlich habe einen einfachen Grund gewählt für meine Distanz der Gesellschaft gegenüber. Diese gilt eigentlich der "Coolen-Szene" gegenüber, wobei ich mich entschieden habe, nicht direkt die Hip Hopper dafür verantwortlich zu machen, sondern vielmehr, wie ich sie nenne die "Hip Hop-Möchtegern-Gangster.[/QUOTE]

Goffickz sind doch viel cooler

[img]http://www4.pic-upload.de/22.03.10/qejos1sdjbd8.jpg[/img]
JohnSteedNun, eigentlich mag ich das Klischee vom freundlichen Sonderschulmigranten um die Ecke, der so einen IQ um 5-7 hat nicht besonders, es ist rassistisch.
Aber wenn Vollstrunzdeppen wie Bushido solche Bilder einem auch noch freihaus liefern, was soll man dann tun?
ChromdioxydeBushido hat Abitur (kein Witz) :q

EDIT: Nee doch nicht, Abbruch nach Klasse 11 - weil der Drogenverkauf eine größere Perspektive bot als Abitur. Kluger Junge, jetzt ist er Millionär.
JohnSteedEs gib auch Vollprolls mit viel, sehr viel Geld.
Chromdioxyde[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Es gib auch Vollprolls mit viel, sehr viel Geld. [/B][/QUOTE]

Ja, aber die meisten haben sich das nicht [i]"vom Bordstein bis zur Skyline"[/i] erarbeitet ;)
solipsismusIch sehe keinen Grund, mich von "der Gesellschaft" zu distanzieren, weil ich nicht glaube, dass sie als homogene Masse existiert. Ich bin einfach nur wählerisch, mit wem ich meine Zeit verbringe.
SenecaSinguläritäten aller Multituden vereinigt Euch!
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]Ich sehe keinen Grund, mich von "der Gesellschaft" zu distanzieren, weil ich nicht glaube, dass sie als homogene Masse existiert. Ich bin einfach nur wählerisch, mit wem ich meine Zeit verbringe. [/B][/QUOTE]

So gesehen................:

Gut gesagt!
sanguis lunaealo, bei mir hat das ganze mit schwarzer musik und schwarzer kleidung und so erst vor 2-3 jahren richtig angefangen. bis vor ein paar monaten ging ich noch auf eine christliche mädchenschule und von toleranz und freiem denken war da nicht viel zu spüren. diese umstände haben mich sensibilisiert und mir bewusst gemacht,dass es nicht nur in der schule, sondern auch in der welt außerhalb viel oberflächlichkeit und heuchelei gibt. das war der zeitpunkt, als ich mir gesagt hab: nein, das ist nicht das,was ich will! ich war schon immer anders,das hat mich auch schon oft zum außenseiter gemacht und nun hab ich meine richtung gefunden und denk nicht mal daran, dieses,was mir gehört und mein recht ist wieder aufzugeben.
leute haben oft versucht,mich zu ändern,aber ich bin stolz auf das,was ich bin!
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von sanguis lunae [/i]
[B]alo, bei mir hat das ganze mit schwarzer musik und schwarzer kleidung und so erst vor 2-3 jahren richtig angefangen. bis vor ein paar monaten ging ich noch auf eine christliche mädchenschule ...! [/B][/QUOTE]

Nun, ich kenne ein paar Privatschulen und die Bundeswehr.
Es ist ambivalent.
Ohne eine solche Erfahrung hätte man nie rausgefunden, wie "cool" man eigentlich sein kann und wie stark man ist.
Andererseits hätte man irgendwie auf so eine Erfahrung verzichten können....

So long, warum sollst du auf dich selbst nicht stolz sein?
BlackAuraIch will mich von der Gesellschaft distanzieren, weil ich mich immer wie ne Aussetzige gefüllt hab. Schon bevor ich die "dunkle Seite" für mich entdeckt hab. Mich regt so einiges an der heutigen Gesellschaft auf. Du wirst immer in eine Rolle gepresst. Bist du in der Gothicszene, heist es gleich du bist Satanist und trinkst Menschenblut. O.k. einige trinken ja wirklich Blut oder sind Satanisten, aber was ich sagen will ist einfach, dass alle immer über einen Kamm gescherrt werden. Jeder muss gleich sein und Induviallisten sind unerwünscht....Find ich echt traurig, weil gerade Induvialissten Farbe in das Meer dieser Gesellschaftszombies bringen.
Blutengel1994[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackAura [/i]
[B]Ich will mich von der Gesellschaft distanzieren, weil ich mich immer wie ne Aussetzige gefüllt hab. Schon bevor ich die "dunkle Seite" für mich entdeckt hab. Mich regt so einiges an der heutigen Gesellschaft auf. Du wirst immer in eine Rolle gepresst. Bist du in der Gothicszene, heist es gleich du bist Satanist und trinkst Menschenblut. O.k. einige trinken ja wirklich Blut oder sind Satanisten, aber was ich sagen will ist einfach, dass alle immer über einen Kamm gescherrt werden. Jeder muss gleich sein und Induviallisten sind unerwünscht....Find ich echt traurig, weil gerade Induvialissten Farbe in das Meer dieser Gesellschaftszombies bringen. [/B][/QUOTE]

Ich dir da völlig recht. Die Vorurteile von der übrigen Gesellschaft aus, wenn man der "Gothic-Szene" angehört sind wirklich eine Sauerei. Ich bin der ansicht, dass die Gesellschaft, von der wir sprechen so vieleys schlimmer sein kann. Was nicht auf jeden Einzelnen zutrifft, es gibt auch Ausnahmen. Ich wage auch nicht zu behaupten, es seien die Meisten, sondern Viele davon, die vorurteilhaft sprechen und handeln.
HellscreamDas was man heute als Gothic auffasst ist doch größtenteils Mitten im Gesellschaftlichen Mainstream angesiedelt. Da müsst ihr euch schon andere Gründe suchen euch zu distanzieren. Das Gothik Ausseinseiter geblubber ist dazu recht ungenügend.
FederwolkeDa muss ich Hellscream recht geben.
Ich meine, habt ihr in letzter Zeit einmal VIVA oder MTV gesehen oder euch bei H&M umgeschaut. Unheilig läuft auf RNB-Hörer Handys, Subway to Sally wird als Vertreter Deutschlands beim Eurovision Songkontest gefeiert, Gothics im Alltagslook sind von Mainstram- Kiddis kaum zu unterscheiden . Gothic ist zum populären Modetrend geworden und schafft im Alltag keine Distanz mehr von der Gesellschaft (höchstens noch auf den Festivals und in den Clubs). Und das ist auch gut so.
Ich für meinen Teil finde es nämlich ideotisch sich freiwillig auf Distanz zu begeben. Was hat man denn davon, sich mit ein paar ähnlichen Charakteren zusammen von der Außenwelt abzuschotten und alles, was jenseits dieses "exclusiv Grüppchens" liegt zu verurteilen? Das ist doch genau dasselbe Augrenzungsverfahren, dass die meisten am Mainstream bemängeln nur das es diesmal die Minderheit ist, die mit ihren festgefahrenen "Ich-will-nichts-mit-dir-zu-tun-haben-Vorstellungen" die Mehrheit ausgrenzt.
Über den Tellerrand schauen lohnt sich für jeden, warum also stolz darauf sein dass man es nicht tut? :rolleyes: :rolleyes:
JohnSteed@Replique

Gut formuliert, dem gibt es nichts hinzuzufügen!:cool:
HrefnadisFinde ich auch, Replique *JohnSteed zustimm*. Ich persönlich treibe mich tagsüber äußerlich ziemlich angepasst herum, allerdings halte ich mir unerwünschtes Menschenpack einfach mit meiner naturgegebenen aggressiven Ader vom Leib. Mein Mundwerk ist gefürchtet. :D

Man kann sich von der Gesellschaft auch einiges abgucken, z.B. genau ihre sonst so kristikwürdige Oberflächlichkeit. Die kann man dann getrost auch gegen sie verwenden, alles, was ich nicht brauch, prallt an mir ab. Man muss sich nur seine innere Persönlichkeit bewahren, den Kern seiner Selbst. Der Rest - mein Gott, ist doch alles nur Theater.

Ein schwarzbunter Freund meinte letztens sehr treffend: "Alles mosert, dass man sich für die Arbeit 'verkleiden' müsse mit Anzug oder Kostüm, aber keiner hat sich je beschwert über den Aufwand, den man für die schwarzen Clubs betreiben 'muss'." Theater halt, wenn auch lieb gewordenes. :D
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von Choro [/i]
Mich würde eure Motivation dazu interessieren. [/QUOTE]

Passt in drei wörter: 'Die' haben angefangen.
Mit der Zeit ist dann das daraus entstanden, was bereits Creo und hagzissa angemerkt haben.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]ich für meinen teil distanzier mich gar nicht von der gesellschaft.
ich leb nur mehr mit meiner persönlichen art und weise und die "gesellschaft" kann da gern vorbeikommen und mitmachen. wenn nicht ist auch gut. :) [/B][/QUOTE]
FeuerEngel666Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, möchte aber auch meinen Senf dazugeben:

Ich bin (und war) schon immer irgendwie anders. Mir gefällt es einfach nicht, zu allem "ja" und "amen" zusagen (so wie es viele Leute tun).
Ich weiß nicht, ob ich es "distanzieren" nennen würde, aber ich bin einfach so, wie ich eben bin. Ich versuche immer das zu tun, was andere [COLOR=red]nicht[/COLOR] tun. Ich möchte irgendwie noch mehr anders sein als ich es schon bin. Ich möchte keinem Trend hinterher rennen, ob es jetzt in der Mode oder der Musik ist (es seidenn, die Mode oder die Musik gefällt mir persönlich und nicht, weil sie grade alle tragen/hören).
Ein Beispiel:
Letztens war ich beim Friseur. Ich sagte der Frau, welchen Schnitt ich haben wollte (ich habe kurzes schwarzes Haar und trage meistens ausgeflippte Frisuren). Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Das sagte die Frau: "Also das ist aber gar nicht mehr aktuell". Ich wäre fast an die Decke gegangen (natürlich habe ich mir die Haare genau so schneiden lassen wie ich es mir vorgestellt habe).
iPods, Flachbildschirme usw. Wer braucht denn sowas? Ich würde mir nie soetwas zulegen.
Ich weiß nicht, woran es liegt, dass ich so anders sein will. Vielleicht liegt es daran, dass ich früher meine Meinung nicht äußern konnte/durfte oder mich nicht getraut habe, offen meine Meinung zu sagen und auch dazu zu stehen, wenn keiner dafür war. Aber ich glaube trotzdem auch, dass in unserer Gesellschaft etwas schief läuft. Ich finde viel zu viele Menchen schauen immer noch weg:
Ein kleiner Junge-etwa in der dritten oder vieten Klasse- wurde am Tag in Nürnberg auf der Staße von zwei anderen Schülern- etwa dasselbe Alter- geschupst und geärgert. Ich habe gleich gesehen, dass der Junge total eingeschüchert war. Alle sind vorbei gelaufen und haben weggeguckt.
Ich habe dem armen dann geholfen und die beiden Jungs weggeschickt.
Ich könnte tausende solcher Beispiele nennen.
Ich finde einfach JEDER kann etwas dazu beitragen, unsere Welt etwas zu verbessern (und damit meine ich nicht NOCH bessere Handys und NOCH schnellere Autos, sondern in der Gesellschaft und unter den Menschen.
DaRkNiGhTWalKeRIch distanziere mich von "der Gesellschaft", d.h. für mich einen Großteil der Menschen in unserem Kulturkreis, da sie ihre Gefühle mit Kaufrausch ersetzt haben. Weil sie die Liebe zu einer käuflichen Ware und die Schönheit zu einem alle paar Monate von ein paar Konzernen neu deifinierten Mode degradiert haben. Da sie lieber Fernsehen als zu denken.
Das sind übrigens die selben Gründe warum ich mich von Schwarzen Szene distanziert habe ;)

Oh, und weil sie Gewalt propagieren, ihr System auf dem Elend dritter aufgebaut haben und es einfach wegleugnen, weil sie sich jeden Tag einer Gehinrwäsche unterziehen und unterziehn lassen, etc. pp.

Ich habe damit angefangen weil ich niemals als einer der ihren akzeptiert wurde, nicht als Kind und nicht als Jugendlicher. Damals habe ich für mich entschieden das ich, wenn schon nicht normal, doch zumindest möglichst abnormal sein möchte.


Mit den Jahren ist mir immer bewusster geworden, das es schwer ist sich von der Gesellschaft fern zu halten. Wenn man keien Scheuklappen aufsetzten möchte, wird einem irgendwan bewusst das es halt Menschen sind, die diese Gesellscahft bilden, und dass sie nicht alle gleichgeschaltet sind. Nur ziemlich verpropagandiert. Und verkaufhaust. Aber eben Menschen. Und das manche von ihnen, obwohl Teil der Gesellschaft, das denken noch nicht vollkommen verlernt haben.

Deswegen sehe ich mich heute eher als Teil der Gesellschaft. Ich lebe nun mal in ihr, also kann ich, solange ich das Leben in diesem Menschenfeindlichen Zombisystem noch aushalte, genauso gut versuchen ein paar Menschen etwas die Augen zu öffnen. Und meine Werte weitergeben an solche, die noch nich vollendets verloren sind.

Aber ich mag keine Kompromisse machen. Ich bin ich. Ich sage was ich denke, und wenn das bedeutet von Kollegen schief angesehen zu werden, dann ist das eben so. Ich würde mich auch niemals verkleiden- wenn mir nach Nietenhalsband und schwarzen Lippen zumute ist, dann gehe ich auch genau so auf die Arbeit. Und ob man es glaubt oder nicht: aber nach einer kurzen Gewohnheitsphase interessiert das auch keinen Menschen mehr. Anpassung fände ich grauenvoll. Und es liegt mir sehr daran mich innerlich und optisch abzugrenzen. Das heißt nur eben noch lange nicht das ich kein Teil der Masse bin. Es heißt nur das die Werte und Normen nicht als die meinen akzeptiere. Und dazu brauche ich keine Szene oder Subkultur, nur etwas Selbstvertrauen und die bereitschaft zu kämpfen und auch dabei zerschmettert zu werden.

@ FeuerEngel666

Als ich deinen Betrag gelesen habe ich mich an einen Satz erinnert, den ich in irgendeinem Dünnschissfilm mal gehört habe:

"Es ist viel leichter sich über das zu definieren was man nicht ist, als sich über das zu definieren was man ist."

Das soll kein Angriff sein, es ist mir einfach eingefallen, und ich finde da steckt etwas Wahrheit dahinter.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Caranaldion [/i]
[B]Passt in drei wörter: 'Die' haben angefangen.
Mit der Zeit ist dann das daraus entstanden, was bereits Creo und hagzissa angemerkt haben. [/B][/QUOTE]

Ja, stimmt wohl.

Gerade als introvertierter Mensch, der ich bin, kann ich kaum 3meter gehen, ohne dass aus einem Busch irgendein Besserwisser herausspringt oder Jmd. mir das Licht bringen will, das ich nicht bestellt hatte.
Es gibt Menschen, die sind so neurotisch bemüht, der Welt zu zeigen, dass sie extrovertiert sind, dass es schon wieder weh tut, ausser ihnen selbst. Scheinbar. Im Moment.
Organdiinteressant, wenn man sich von der gesellschaft distanziert und zu den gothics zuordnet, ist man da nicht automatisch in einer gesellschaft?

ich wurde weder gemobbt, noch habe ich irgendwelche psychische schäden, auch habe ich keine freunde, die mich je ausgenutzt haben. ich wurde ab und an beneidet, aber dies ist für mich keineswegs ein grund, sich von irgendwas zu distanzieren.

ich mache mir einfach keine gedanken darüber... über die gesellschaft und mich. noch zähle ich mich zu irgendwelchen kleinen "gesellschaften". ich befinde mich mittendrin und entscheide selbst, was ich annehme und was nicht.
Seneca"At the time I felt very rebellious, but I now realise there's no point in it. The 'urban guerrilla' was essentially what we were after, but I don't believe there is a crusade to be waged by wearing clothes.

"You just become the token rebel who persuades everyone they are living in a free society. Society tolerates its rebels because it absorbs them into its consumer society. You become part of the marketing. Everything comes with a label."

[i]Vivian Westwood[/i]
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Organdi [/i]
[B]interessant, wenn man sich von der gesellschaft distanziert und zu den gothics zuordnet, ist man da nicht automatisch in einer gesellschaft?

... [/B][/QUOTE]

JEIN!

Ein bisschen nette Gesellschaft kann doch jeder ertragen.
Und mit Gothics scheint es am günstigsten zu sein.
Ganz einfach, die wollen irgendwann auch ihre Ruhe und die tragen meistens keine hochheilige schuldgefühlsbelastete Emphatie vor sich her........
In einer Gesellschaft zu sein ist weder gut noch böse, es ist halt Fakt, dass man das manchmal muss, auch in der Kunstwelt Arbeit, wo sehr viele Leute einem den Weg kreuzen, die man in der "freien Wildbahn" keineswegs angesprochen hätte.
Was manchmal stört ist der Versuch am untauglichen Objekt.
Manche Menschen glauben in dem Wort Kollegialität steckt automatisch der Begriff Freundschaft drin.
Das ist falsch, ich selbst entscheide, mit wem ich befreundet sein will, selbst um den Preiss am Ende gar keine Freunde zu haben.
Jini.natureSehe ich genauso !
Ich bin nur mir Menschen befreundet, die mich verstehen und sich auch wirklich für mich interessieren.
Das Resultat: 2 Freunde
Aber ich meine das ich auch nicht mehr haben muss. Wozu brauche ich "ABF´s", die mit mir über Schminke und die neuesten Klamotten reden wollen. Die über andere lästern, nur weil sie nicht ihrem ideal entsprechen.
Die Menschheit ist zu oberflächlich geworden.
Klar, ich rede noch mit solchen Leuten, aber auch nur, wenn ich muss.
mystica26Ich persönlich distanziere mich nicht von der Gesellschaft, da so etwas nicht wirklich möglich ist!
Ich habe viele Freunde die keine Gothics sind und mit denen verstehe ich mich wirklich gut. Jeder Mensch hat seine Einstellungen und wenn man bereit ist gegenseitige Toleranz und Akzeptanz aufzubringen, dann bewegt man sich auf dem richtigen Weg.
Menschen die mich nur wegen meines Aussehens in eine Schublade stecken können mir gestohlen bleiben. Wenn man nämlich jemanden nur wegen der Kleidung bewertet ist das für mich oberflächlich und dumm....... Kleidung ist eine Hülle der Charakter macht einen Menschen aus. Aber in unserer Gesellschaft werden Klamotten mehr bewertet als der Mensch selbst und das ist schade. Klar kommen dann immer die üblichen Sprüche:" Der erste Eindruck zählt" aber Menschen die eine gewisse Intelligenz besitzen schauen unter die Oberfläche und genau mit diesen gebe ich mich ab.
mystica26Klar da gebe ich Dir recht aber es ist doch leider so, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft sich nicht einmal mehr die Zeit nehmen, einen Menschen genauer anzuschauen. Es interessiert sie nicht welche Mimik oder Gestik Du zeigst. Sie sehen nur schwarze auffällige Kleidung und schon bist Du in einer bestimmten Kategorie......... Leider bin ich der Meinung, dass sehr viele nicht in der Lage dazu sind über ihren Tellerrand zu schauen, sie haben ihr fertiges Menschenbild und wenn man da nicht hinein passt......tschüß!!!!
Ich kehre nicht alle über einen Kamm. Ich möchte Dir ein Beispiel nennen. Eine Freundin von mir (wir studieren zusammen) glaubt an Gott und geht auch regelmäßig in die Kirche, sie weiß das ich damit nichts am Hut habe und eher eine negative Meinung zur Kirche habe, aber trotzdem verstehen wir uns super weil wir uns als Menschen schätzen und genau wissen, dass nicht alle gleich sind, was gut ist!!!!!
Aber häufig ist es doch so, dass wenn man etwas anders ist, seine Meinung sagt, zu dem steht was man ist und nicht versucht in der Masse unter zu gehen um bloß nicht aufzufallen, dann hat man es schwer.
Ich bin kein Mensch der andere provoziert oder schlecht behandelt, ich laufe auch nicht mit verzogener schlecht gelaunter Mimik herum, aber trotzdem werde ich manchmal angegriffen und das nur aufgrund meines Äußeren. Das ist alles was ich damit sagen möchte.
Es ist wichtig ein Teil der Gesellschaft zu sein aber nicht um jeden Preis, nämlich dann nicht mehr wenn man sich selbst verkauft!
PunkreasStimmt. Viele sehen wirklich nur die schwarze Kleidung und man ist unten durch. Ich hörte mal ein Mädchen bei einer Diskussion sagen "Also ich würde nicht mit jemandem reden, der nur schwarz trägt." Das nenne ich Oberflächlichkeit pur. Und davon distanziere ich mich gerne. Ich gehe nicht hin wenn ich Leute kennengelernt habe und sage "Hey ich finde euch alle Oberflächlich und distanziere mich jetzt." Oft passiert es einfach. Um sich zu distanzieren hat man meistens ungewollt eine Außenseiterrolle eingenommen und wenn man dann anders als andere behandelt wird, so tut man ganz automatisch nach einiger Zeit das seine dazu und denkt "Ich gehöre auch nicht dazu. Zu recht." Und so distanziert man sich dann letztendlich irgendwie. Oft auch unbewusst. Meistens sind es auch die Menschen "schuld" die sich am lautesten über die Distanz beklagen. So nach dem Motto "du wolltest nie etwas mit uns zu tun haben." obwohl sie einen zuerst ausgegrenzt haben.

Liebe Grüße,
Punkreas
JanelleIch würde auch nicht umbedingt behaupten,dass ich mich von der Gesellschaft distanziere. Ich sortiere aus und versuche Kontakt zu Menschen zu haben, die mir gut tun.
Es ist sinnlos sich in irgeneiner Form mit Müh und Not irgendwo anpassen zu wollen oder in ein bestimmtes Schema zu drücken und dann irgendwann zu merken, dass man sich selbst gar nicht mehr wiedererkennt. Mir ist Ehrlichkeit zu mir selbst und zu anderen ziemlich wichtig.

Also um es auf den Punkt zu bringen: Ich kapsel mich nicht ab und ich bin sogar ziemlich aufgeschlossen und unvoreingenommen, würde ich zumindest jetzt mal ganz banal behaupten. Doch bestimmte Teile meiner Selbst teile ich einfach nur mit einem bestimmen Personenkreis und damit bin ich bis jetzt auch ganz gut gefahren.
mystica26@Replique

Also mit dieser Überlegung kann ich mich anfreunden. Wenn ich so darüber nachdenke, hast Du vollkommen recht.
Wie oft passiert es, dass Menschen einem ausweichen nur durch Deinen Anblick.
Was sie in diesem Moment denken ist auch klar- sie verbinden schwarze automatisch mit Satanismus und dem Bösen. Solche Leute hören einmal irgendwo irgendwas und bilden sich dann eine Meinung ohne zu überlegen oder sich mit dem Thema mehr zu beschäftigen.
Sie sehen dich dann fällt ihnen ein was sie ja mal gehört haben und schon steckst du in ihrer Schublade.

Aber damit muss man sich abfinden. Es wäre zu viel verlangt, alle Menschen dazu zu bringen sich erst einmal mehr mit einer Thematik zu beschäftigen um sich dann eine Meinung bilden zu können (besser gesagt das Recht dazu zu haben sich eine Meinung bilden zu dürfen). Tja aber viele gehen lieber den einfacheren Weg- vorschnell zu Urteilen. Entweder fehlt es vielen in unserer Gesellschaft an Intelligenz oder ihr konservatives Denken ist so stark ausgeprägt, das andere Einstellungen nicht akzeptiert werden.

So beschäftige ich mich lieber mit Menschen, die einen offenen Horizont haben und erst einmal über Dinge nachdenken bevor sie urteilen. Es kommt nicht auf die Kleidung an sondern auf den Menschen selbst;wie er denkt, fühlt und handelt.

Menschen die daran interessiert sind wie ich als Mensch bin, also die sich die Mühe machen hinter die Fassade (Kleidung) zu schauen, genau mit denen gebe ich mich ab. Dumme mit Vorurteilen beladene Leute interessieren mich nicht und haben auch keinen Platz in meinem Leben.
poisonwenn sich menschen aufgrund von äusserlichkeiten und vorurteilen abschrecken lassen kann ich dass sogar - mit viel gutem willen - noch irgendwie nachvollziehen
warum sich aber bekannte plötzlich entsetzt abwenden, nur weil sie einen dann mal in etwas "extremerer" aufmachung sehen, dies übersteigt meinen horizont
mir war es egal, wer mich nicht nimmt, wie ich bin, auf den verzichte ich gern, doch für meine tochter tat es mir leid, die so eine freundin verlor
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Janelle [/i]
[B]...

Also um es auf den Punkt zu bringen: Ich kapsel mich nicht ab und ich bin sogar ziemlich aufgeschlossen und unvoreingenommen, würde ich zumindest jetzt mal ganz banal behaupten. Doch bestimmte Teile meiner Selbst teile ich einfach nur mit einem bestimmen Personenkreis und damit bin ich bis jetzt auch ganz gut gefahren. [/B][/QUOTE]

Also vergleichsweise "normal".
Nun, manche Menschen (Stinos) können es nicht verstehen, dass man sich nicht für sie interessiert.
Dann kommt es oft zu Konflikten, die eigentlich keine sind.
Muss man immer begründen, warum man jemand nicht wirklich zu seinem Freundeskreis hinzufügen will?
Meiner Meinung nach nicht.
Janelle[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Also vergleichsweise "normal".
Nun, manche Menschen (Stinos) können es nicht verstehen, dass man sich nicht für sie interessiert.
Dann kommt es oft zu Konflikten, die eigentlich keine sind.
Muss man immer begründen, warum man jemand nicht wirklich zu seinem Freundeskreis hinzufügen will?
Meiner Meinung nach nicht. [/B][/QUOTE]

Ja, Konflikte gibts leider immer wieder, egal wie die Einstellung dazu ist und wie weit sie reicht. Und vor ein paar Jahren durfte ich mich, meine Handlungsweisen und meine Lebensart ständig erklären bzw. wurde zu einer Erklärung aufgefordert und ich dacht sogar, "stoß sie mal nicht vor den Kopf, eventuell kann man ja zu einer relativen Einigung kommen oder deren Horizont ein wenig erweitern".
Irgendwann sah ich aber, dass es A) nichts bewirkt und bringt und B) ich selbst durch meine Genervtheit immer gehässiger,sarkastischer und ungenießbarer wurde und das muss in der Form,find ich, nicht sein. Man lebt ja schließlich nicht für die Meinung anderer.

Mittlerweile stehe ich dem ganzen gesellschaftlichen Aspekt sehr gealssen gegenüer und wie Du bereits sagtest , quasi "normal", aber der Weg zu dieser "Erkenntnis" war ein wenig holprig.
JohnSteed...wenn man bedenkt, dass per se die Meinung anderer oft keine originäre Meinung ist, sondern eine Mainstreamveranstaltung.
Wie Wölfe die Heulen, um sich zu bestätigen, dass sie noch da sind.

Die meisten von uns sind irgendwo Individuen, somit entscheidet jeder selbst, wen er mag, wen nicht.
Problematisch, wenn der eine oder andere eine gewisse Höflichkeit für sowas wie Freundschaft hält.

Nun, ich sehe nicht die Notwendigkeit manchen Zeitgenossen gleich ins Gesicht zu sagen, dass ich sie nicht mag.
Vor allem in der Firma kann man das schlecht.
Aber wenn man jemand aus dem Weg geht, halten sie einen für Schüchtern...
Das führt oft zu Missverständnissen.
Dennoch wäre es einen neg.Eintrag in meine Personalakte wert, wenn ich die Meinung über einen Arbeitskollegen ehrlich, aber unhöflich äussern würde.
Das ist natürlich ein Konflikt.
decay73Hab in letzter Zeit einige Gedanken daran verschwendet und bin zu dem einfachen Schluß gekommen, daß es letztlich die überall (auch hier) vorherrschenden Normopathen sind, die mich stören.
JohnSteedSo gesehen würde ich mich als "normophob" bezeichnen.
Odessadecay: oh ja, über diese "Dauernd in Beschäftigung sein müssenden" Zeitgenossen mit ihrer Unfähigkeit, ihren normalen Alltag ertragen zu können, habe ich neulich auch was gelesen. Die Sorte Mensch ist die meine auch nicht unbedingt. Ich bin wohl zu langweilig dafür;-)
Ilana NúmenMein Grund dazu war die feststellung das es ohne die bandbreite der gesellschaft zwar einsamer aber besser leben lässt. einsam ist vllt das falsche wort denn mit einem haufen simpler menschen die für ienem d sin so lange es gut läuft und solange es schlecht läuft, weg rennen, ist man nicht noch einsamer als ohne sie?
poisonvielleicht so ? - allein sein kann ich sehr gut, aber wirkliche einsamkeit verursacht doch einen gewissen schmerz ...
JohnSteedManche Menschen versuchen sich radikal aktiv in dein Leben zu spielen, sich sozusagen unentbehrlich zu machen, sodass du schon so etwas wie "Einsamkeit" entstehen kann, wenn diese Person irgendwann nicht mehr da ist.
Da dies aber so etwas wie manipulative Absicht sein könnte, wird deine "Einsamkeit" oder deren sichtbare Zeichen nur dazu verwendet, dir so etwas wie eine Niederlage beizubringen oder zumindest nachzuweisen....

Insgesamt kann man Freunde einfach nicht kaufen, egal was ist.
poisonfreunde kann man nicht kaufen - meine vollste zustimmung - und den ansatzweise wahren freund erkennst du erst in schwierigen zeiten ...
mit der bezeichnung "freund" gehe ich ohnehin äussert sparsam um
negative erfahrungen mit menschen, die sich manipulativ in mein leben drängten, machte ich so bisher nicht - vielleicht glück, vielleicht genügend vorsicht, vielleicht bin ich für diese spezies einfach nicht interessant genug -
die wirkliche einsamkeit, wenn eine person plötzlich nicht mehr da ist ...das bewegt sich für mich in gänzlich anderen gefühlslagen, als den rein freundschaftlichen
atras|X liliumNaja davon reden, dass man sich ganz von der Gesellschaft distanziert find ich schwierig...
ich sag einfach mal ich komm mit bestimmten Personenkreisen nicht zurecht (tut mir leid egal wie ich drauf bin oder egal wie viel ich trinke, ich kann einfach nicht nur Schwachsinn reden (bzw überhaupt nicht) wenn ich reden will, dann will ich kontrovers diskutieren) und ja ich bin keine Person mit der man einfach Schwachsinn machen kann. Bin absolut humorlos und denke zu viel nach ;)
dazu kommt, dass ich niemanden zu nah an mich ranlassen will weil ich den Menschen immer nur weh tu... und ich das nie mehr will wenn die Person mir viel bedeutet.
Oberflächliche Bekanntschaften sind sehr schwierig weil ich immer so lang überlege ob ich etwas sagen kann oder nicht, dass ich immer verpasse zu reden, die andren sind immer schon weiter.
Ich hab verschiedene... außergewöhnliche Eigenschaften z.B. hab ich eindeutig zu lange BWR gelernt, sodass ich inzwischen wenn ich irgendwas über ein Angebot lese mir sofort überlege ob die damit überhaupt Gewinn machen (z.B. da war eine Werbung für Mc Donald, dass jede Größe Cola 1 € kostet... und ich hab ne Viertelstunde überlegt ob die da Gewinn erzielen... ich bin übrigens zu keinem Ergebnis gekommen weil ich bei vielen der Kosten natürlich nicht weiß wie hoch sie sind)

Im Gegensatz zu einigen tu ich mich aber nicht von andren abgrenzen weil ich so viel Mist erlebt hab. ich wurde nicht direkt gemobbt also sie haben mich nicht angefasst aber sagen wir mal es war verbales Mobbing.
Ich wurde schlimm ausgenutzt bin aber äußerst unsanft inzwischen in der Realität gelandet. Ich komme mit Sätzen wie "das ist einfach so" gar nicht klar. Aber egal was alles war. Auf jeden Fall hab ich trotzdem eine gefunden die immer für mich da war (auch wenn ich keinen Kontakt mehr mit ihr habe weil ich sie zu sehr verletzt hab und deswegen den Kontakt abgebrochen habe ;) ) ok mist sowas steckt wohl zu tief in mir drin... ich würd die Menschen am liebsten einfach hassen.
Also ich sollt vielleicht dazu sagen, dass ich für die meisten Menschen wirklich nur reinste Verachtung übrig habe weil ich einfach vor kurzem hab erkennen müssen, dass Menschen vom Kern schlecht und egoistisch sind. Wir werden nur so erzogen, dass wir "gut" sind (auch wenn das auch nur für einen selber ist) Ich will nicht verallgemeinern aber das ist bei fast allen so die ich bis heute kennengelernt hab (bzw von denen ich gelesen hab) Früher hab ich noch gedacht die Menschen sind gut verschließen aber die Augen und Ohren vor allem. sie wollen nicht sehen oder hören... weil sie damit nicht klar kämen. Aber so ist es leider nicht. Aber das nur ganz kurz das ist ein ewiges Thema und mein Post wird zu lang.

Ich hab auf jeden Fall gemerkt, dass ich mit bestimmten Personengruppen besser zurechtkomme als mit anderen die ich aber natürlich nicht von vornherein ausschließe.

Noch zur Einsamkeit... ja ich bin einsam so einsam, dass mir alles weh tut und ich am dauerschlafen bin. Aber irgendwie muss ich ja weitermachen. aufdrängen tu ich mich niemandem aber ich hoffe, dass ich mal mit Leuten rauskomme. es gibt ja zumindest eine mit der ich regelmäßig Kontakt habe.

So das wars erst mal... wahrscheinlich ist es immer noch nur ein Bruchteil aber so grob ;)
AryaSo erstmal ein freundliches Hallo an alle bevor ich meinen ersten Beitrag auf diesem Board hier zu schreiben beginne.

Ich distanziere mich nicht von der gesamten Gesellschaft, aber doch von einem großen Teil (vorallem in meiner Wohngegend).

Früher im Kindergarten hatte ich zwei gute Freunde. Allerdings sind beide weggezogen so das ich als Außenseiterin in die erste Klasse kam. In der zweiten Klasse hatte ich dann eine Freundin, die mich aber wegen einer kleinen Sache zusammenschnauzte, wesswegen ich mich von ihr abwendete. In der dritten Klasse hatte ich
zwei gute Kumpels, mit denen ich mich gut verstand weil sie auch beide eher Außenseiter waren. Nach der vierten Klasse trennten sich unsere Wege, da meine Eltern mich wegen der drei in Mathe nicht ans Gymnasium schicken wollten. In der Mittelschule waren viele der zehnjährigen Mädchen geschminkt und redeten nur über Fernsehserien die ich nicht kannte. Zwar war ich keine direkte Außenseiterin aber ich hatte auch keine (echten) Freunde. In der sechsten Klasse wurde es ganz schlimm: ich hatte zwar eine einzige Freundin (mit der ich mich trotz großer Verschiedenheiten immer noch gut verstehe), doch der Rest meiner und der Paralelklasse suchten immer wieder neue Fehler an mir um mir das Leben schwer zu machen (oder sie sahen einfach weg). Als die ganz "Obercoolen" dann die Schule wechselten wurde es besser. Um akzeptiert zu werden begann ich bunte, modische Kleidung zu tragen. Aber als ich in der achten Klasse in einen Sport Neigungskurs (den ich nie selbst gewählt hätte) eingeteilt wurde war es mit dem in Ruhe lassen meiner Person auch vorbei. Sport war schon immer das (einzige) Fach indem ich das Looser Image in hatte, was mich auch nicht grade zum aktiven mitmachen bewegte. Ich hielt den Kurs für sinnlos (was er auch war denn das einzige was wir machten war Merkball spielen und Kalorien berechnen). Im Rahmen des Kurses sollten wir zum Fitnessstudio, was ich zweimal verseumte. Die Lehrerin hetzte die anderen Schüler regelrecht gegen mich auf. In den zwei Stunden des Kurses (und auch danach) schaften sie es das ich mich vollkommen verlassen fühlte. Da meine Freundin nicht in diesem Kurs war und die Anderen mich trizen konnten wie sie wollten (die Lehrein sah einfach weg, später behauptete sie dann nichts davon mitgekriegt zu haben) wurde ich an diesen Freitagen immer öffter krank. In dieser Zeit stritt ich mich außerm noch mit meiner Freundin und meiner Familie sodas mein Zwergkaninchen mein einziger Freund war. Meine Freundin erzählte dann ohne mein Wissen unserer Klassenlehrerin davon. Die Situation besserte sich, aber ich wollte nun endgültig nichtmehr zu dieser Art von egoistischen Menschen gehören wesswegen ich begann mich erneut äußerlich abzugrenzen. Ich wurde einfach geduldet und so ist es dann auch geblieben.

Von den meisten anderen Manschen werde ich als egoistisch,arogant, langweilig, besserwisserisch und "Party hassend" (die Art von "Party" die die meißten damit meinen hasse ich wirklich) eingestuft wesswegen es mir auch schon immer schwer fiel richtige Freunde zu finden. Ich rede zwar ziemlich gerne mit anderen Leuten, aber spreche sie selbst nicht an, wesswegen ich auch keine neuen Leute kennen lerene. Weil ich aber keine neuen Leute kennen lerne gehe ich auch nicht zu Konzerten, Festivals ect. und weil ich nicht hinngehe lerne ich auch niemanden kennen... ein Teufelskreis (Ihr fragt ech jetzt vieleicht warum ich nicht mit der des öffteren erwähnten Freundin hinngehe. Es ist ganz einfach so das wir (fast) komplett unterschiedliche Intressen haben und sie ihre Leute kennt mit denen sie auf Cons geht.)

Ist etwas lang geworden, weil ich meine halbe Lebensgeschichte erzählt habe =)

LG Arya
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von poison [/i]
[B]freunde kann man nicht kaufen - meine vollste zustimmung - und den ansatzweise wahren freund erkennst du erst in schwierigen zeiten ...
mit der bezeichnung "freund" gehe ich ohnehin äussert sparsam um
...
die wirkliche einsamkeit, wenn eine person plötzlich nicht mehr da ist ...das bewegt sich für mich in gänzlich anderen gefühlslagen, als den rein freundschaftlichen [/B][/QUOTE]

Auch wahr.
So habe ich per se eben viele Bekannte, aber einen, vielleicht zwei wirklich gute Freunde.
Wenn ich sozusagen Qualitätsunterschiede in kauf nehmen müsste, um die Zahl meiner Freunde zu erhöhen, dann muss ich nicht weiter in das Thema "investieren".

Einsamkeit ist manchmal unvermeidlich und aushaltbar.
Man kann sie kaum durch einen schuldgefühlsbetonten Akt unterbrechen.
Es ist ein Prozess. Welche Vorgeschichte damit zu tun hat und ob blosse Freundschaft damit zu tun haben mag oder eben mehr...sei im Einzelfall dahingestellt.
Vor allem. wenn die gleichen Begriffe für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen haben können.

Jedenfalls muss man in verschiedenen Zeiten des Lebens Einsamkeit erdulden und durchleben.
Es wird selten durch (faule)Kompromisse viel besser....

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