| Demon17 | Ist die Melancholie ein Teil eures Lebens geworden? Habt ihr gelernt sie zu genießen? Es gibt ja meistens objektive Gründe dafür, die häufig in den äußeren Lebensumständen zu finden sind. Ich habe teilweise die Erfahrung gemacht, das wenn es keinen Grund zur Melancholie mehr gibt, auch ein Teil meiner Sensibilität und Tiefgründigkeit verloren geht. Es fehlt einfach die Romantik, die mit der Schwermut einhergeht. Die Musik geht nicht mehr so tief rein und andere, fröhlichere Musikrichtungen gefallen auch nicht. Im Sommer sehne ich den Herbst herbei, einfach weil diese Sonne zu sehr aufheitert...Langer rede kurzer Sinn: geht es mir objektiv besser verliere ich an Lebensqualität, einfach weil ich keine Möglichkeit mehr habe die Melancholie zu genießen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? [COLOR=crimson]think twice its magic[/COLOR] demon17 |
| Asmodai | Mit 3 Flaschen Sekt kannst du alles ersaufen.... also Melancholie, Heiterkeit, Fröhlichkeit und am nächsten Tag wachst auf und kannst dich an nix erinnern.... |
| Scheol | *kauft sich drei flaschen sekt* Nun, mir geht es da eher so wie dir. Ich unterscheide trotzdem noch zwischen Melancholie und Traurigkeit. Melancholie ist eine schöne Traurigkeit für mich, ich genieße es in dieser Phase traurig zu sein weil es ein wunderschönes Gefühl ist. Ausgelöst durch Melodien, Sonnenuntergängen...ich sage immer: Es ist so schön das es weh tut. Das umschreibt es ganz gut. Auch Nostalgische Gefühle spielen bei mir eine unglaubliche Rolle. Kurz gesagt: Melancholie ist etwas wunderschönes, sollte aber nicht mit der Traurigkeit verwechselt werden, die durch negative Einflüsse ensteht. bb Scheol |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai [/i] [B]Mit 3 Flaschen Sekt kannst du alles ersaufen.... also Melancholie, Heiterkeit, Fröhlichkeit und am nächsten Tag wachst auf und kannst dich an nix erinnern.... [/B][/QUOTE] Wozu haben wir wohl Silvester? ;) |
| Trauerwesen | Ich denke, wenn alles in der Waage bleibt, kann es ok sein. Meine Tiefgründigkeit muss ich unter Kontrolle haben, denn sonst macht sie mich schnell kaputt, denn wenn ich aufwache und merke dass es viele (das heisst die meisten) gibt, die das nicht so sehen wie ich....oje. Das macht mich fertig. Klar finde ich es immer wieder schön, erst letzten Samstag den Sonennuntergang zu sehen, die Wolken davor, und ich dahcte wieder an eine Art Erleuchtung. Zum einen geben mir solche Momente Kraft zum Leben, weil ich das leben in dem Moment sehr geniesse. Ich bin eh eine Art Masochist in gewissen Hinsichten (bitte net falsch verstehen ;)) und etwas Leid ist ok, aber sobald ich wieder in mein tiefes Loch falle, ist es vorbei. Soll heissen: Solange es balanciert (?) ist, kann ich gut mit leben. Manchmal ist es bei mir allerdings gefährlich. Naja, die besten gedichte schreibe ich, wenn ich depri bin ;) |
| decay73 | Ohne die Anflüge von Melancholie käme ich wohl kaum wirklich zur Ruhe. Es sind die Momente, in denen ich ganz für mich alleine bin, über viele Dinge (gerade die traurigen, schwierigen oder belastenden) nachdenken und sie aufarbeiten kann, die ansonsten in den Wirren das Alltags verloren gehen. Ob es mir besser geht, als in den objektiv besseren Momenten, würde ich aber so pauschal nicht sagen. Auch die genieße ich, sind sie doch mittlerweile seltener geworden. Ohne die melancholischen Momente in meinem Leben könnte ich sie aber gar nicht genießen. Auf der anderen Seite wäre ich ohne die glücklichen Momente nicht melancholisch, sondern eher depressiv. So gehört für mich beides zusammen - das eine geht ohne das andere nicht. ~decay~ |
| less | Also ich genieße meine Melancholie auf jeden Fall! Und sie ist auch immer irgendwie da, egal ob es mir gut oder schlecht geht. Ist halt nur unterschiedlich stark ausgeprägt... LG less |
| Sir C | Ohne Melancholie wäre das Leben irgendwie nur halb so schön. Ich setze das immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge gleich. Obwohl das bei mir auch öfter mal zu einem Balanceakt wird nicht in tiefster Traurigkeit zu versinken. Melancholie ist ja in gewisser Weise schon mit Schmerz verbunden, es ist aber ein angenehmer sehnsüchtiger Schmerz den man (den ich) gerne erträgt(ertrage). In gewissem Maße bin ich sogar von ihm abhängig.(Jeder hat so seine Drogen). Es würde mir auf jeden Fall wesentlich schlechter gehen wenn es sie nicht gebe. Was gibt es schöneres als im vollen Mondlicht seinen Gedanken Freiraum zu gewähren und in aller Ruhe Dinge zu verarbeiten die danach verlangten und noch nicht ihre Zeit bekommen haben? Für mich ist Melacholie sogar ein Teil Lebensqualität weil ich mir die Zeit nehme mich mit Themen auseinanderzusetzen die einer gewissen Umgebung und vor allem Ruhe bedürfen um sich ihnen zu stellen und die von den meisten anderen Menschen einfach( ist es das wirklich?) verdrängt werden. Mir geht es danach zwar nicht immer besser, aber vor allem nicht schlechter! Klar ist der Spalt zwischen Melacholie und Depression nicht allzugroß und manchmal ist er schneller überbrückt als es einem lieb sein kann, aber wer spielt nicht gerne mit dem Feuer? |
| Kaija | bei mir ist es irgentwie immer,nur es es schwankt hin und her. manchmal hasse ich es wenn es richtig rausbricht und manchmal mag ich es. |
| Vermaledeit | auf jeden fall ich brauche sie sogar,empfinde Melancholie als angnehmes und schönes gefühl ..... finde auch das ohne melancholie vieles verloren geht und auch viele dinge anderes wirken! stimme dir 100% zu..... grüße |
| shiphrah | ich kenne kein Leben ohne Melchancholie. Ich war schon immer so, wenn ich mir Kinderbilder ansehe, könnte ich manchmal heulen, so nachdenklich sah ich oft. Gleichzeitig bin ich ein sehr quiliger, humorvoller Mensch, aber ich brauche sehr viel Raum für mich, und das ist immer wieder melancholisch bedingt. Ich fühle mich ständig im Puls des Lebens und unter Leuten ausgesaugt. Heute kann ich das besser kompensieren, also nicht nur zwischen Alleinsein oder Verheiztwerden wechseln, sondern auch meine Stimmung und innere Haltung unter Menschen spüren und beibehalten. Trotzdem würde ich sagen, ist das Leben so schon schwieriger. Wenn man Intelligenz, Intellektualität und Melancholie in sich trägt, dann geht es gar nicht ohne Schmermut. Ich denke oft (nicht dünkelhaft!) die Dummen und Glücklichen, sind die pflegeleichtesten Menschen. Denen geht s gut, die haben keine Krisen, ich bin dagegen ein kompliziertes, sensibles Wesen. Andererseits weiß ich, dass viel meines LEbensgefühl nur so spürbar ist. Es macht mich aus, also ist es so. Ich brauuche mir die Frage nicht zu stellen, wie wäre es, wenn ich doch einfach nur heller in der Selle und dümmer im Geist wäre. |
| Thyrus | Hi ihr, so wie Sir C das ausgefrueckt hat, sehe ich es auch. Die suesse Melancholie, die mich manchmal ueberkommt ermoeglicht es mir, auch wenn nur mir selbst und keinem anderen, einblicke in meine Seele und meine Traueme. Vieles das wir im leben erfahren loesst mehrere Schichten von Gefühlen in uns aus.. Aber je nach Situation koennen (wollen) wir nur eine dieser Schichten sehen... In der Melancholie jedoch kann man sich ergiessen und vergessen... Ich finde (klingt schon bloed ich weiss und vielleicht auch zu sehr abgedroschen) das man gerade als Mann durch die Melancholie mehr seiner Gefuehle erforscht und erfährt als ohne.. In Leben wird und so viel gepredigt und wir bauen so viele mauern auf, die wir zumindest in unseren melancholischen Momenten fuer uns einreissen.. Und wenn wir ganz viel Glueck haben, finden wir einen Menschen, der diese Melancholie versteht und unsere Seele liebt, denn manchmal ist eine Melancholie zu schoen - und sollte geteilt werden.. Gruss Thyrus |
| Demon17 | Also ich bin erst mal erleichtert, das es so Viele gibt denen es auch so geht. denn ich habe die Erfahrung gemacht, das gerade dieser Hang zur melancholischen Sensibilisierung des Empfindens einen Graben zwischen mir und der üblichen Spassgesellschaft zieht. Ich habe einfach keinen Spass daran, auf Betriebsfeste zu gehen am normalen Vereinsleben teilzunehmen oder mich am üblichen Flachsinn der Spassgesellschaft, wie sie von Dieter Bohlen so zutreffend karrikiert wird zu beteiligen. Ich frage mich dann manchmal auch, ist die Mehrheit wirklich so, oder gibt eine kleine Gruppe von oberflächlich-lustigen Menschen den Ton an und die Mehrheit sagt lieber nichts, um nicht als Spielverderber da zu stehen, weil wenn man mit den Leuten einzeln spricht, kann man zu den meisten ja auch eine emotional tragfähige Verbindung aufbauen ohne sich ständig um Heiterkeit zu bemühen. Dieser "Graben" tritt eigentlich eher in Gruppen auf, in denen dann eine meist dümmliche Spaßigkeit zur Norm wird. Soll heißen ist das, was Gothic genannt wird eigentlich nur ganz normale Gesellschaft, die diesen "Zwang" zur Spaßigkeit durch Melancholie als Leitmotiv des sozialen Lebens ersetzt hat um ein höheres Maß an Lebensqualität zu erzielen? Das ist jetzt nur eine Idee, bitte lasst uns jetzt nicht wieder versuchen den Begriff "Gothic" zu definieren. [COLOR=crimson]think twice its magic[/COLOR] demon17 |
| Demon17 | Also ich habe Anfang der 80er gelernt meine Depression zu genießen und in Melancholie zu verwandeln. Für mich war das kein Luxus, weil ich vorher einige Jahre eher in sorgloser Euphorie oder einem Lebensgefühl, das man mit relaxtem Sonnenschein vergleichen könnte gelebt habe. Ich habe eher den Eindruck, dass das stabilisiert. Andererseits stellt sich bei mir dann erstmal ein Verlust an Lebensqualität ein, wenn es mir besser geht. Es ist dann so schwierig in Trance zu geraten. never surrender demon17 |
| navon | Was ist eigentlich der Unterschied zwischen melancholischer Stimmung und November-Blues ? |
| Demon17 | @neptunia, also ich hatte damals keine Wahl, aber irgendwas muss man ja geniessen...:cool: never surrender demon17 |
| Demon17 | @neptunia, da hast du allerdings recht. Es gab zu dem Zeitpunkt auf einmal unheimlich viele Bands, die es ermöglichten, dieses Lebensgefühl zu genießen und ich lernte sie durch einen Freund aus der Musikbranche alle sehr frühzeitig und umfangreich kennen. Denn mit dem alten woodstocksound oder der kommerzialisierten Rockmusik Ender der 70er ging das nicht, obwohl es im underground immer gute schräge Bands gab.aber sie waren nicht so schön Düster wie Bauhaus, Joy Division, Cure, eyeless in gaza oder Mechano [COLOR=crimson]...dein Kopf ist ein schlafendes Auto[/COLOR] demon17 |
| Kroeger | Seltsam... ich kann meiner Melancholie immer weniger positive Seiten abgewinnen. Macht mich Einsamkeit melancholisch, oder Melancholie einsam? Sie als "Lebensgefühl" (gar einer Gruppe oder einer Generation) zu bezeichnen, das irgendwie zu schätzen sein soll, kommt mir vor wie a) das Pfeifen im Walde und b) der Kommentar des Fuchses über die zu hoch hängenden Trauben: "Sie sind sowieso viel zu sauer". Ich wär gern "blauäugig" und "oberflächlich" - aber "glücklich" ohne zu trauern um all' das Vergangene, Verpaßte... |
| Demon17 | @neptunia, also bis Love Cats fand ich Cure schon ok, das was du meinst kam wahrscheinlich später, Kennst Du Pornography, oder die Live LP? Es war ja generell das tolle an dieser Musik, das sie die finsterste Frustration in ein angenehmes Lebensgefühl verwandeln konnte. ...dein Kopf ist ein schlafendes Auto ist ein LP Titel von Roman Bunka, einer der Vertreter dieser schrägen endsiebziger Jazz und Rockmusik, aber die meisten waren auf H oder hatten andere Probleme mit Drogen. Die ganze alte Szene war ziemlich fertig damals. Das hörte man auch... @Kroeger, ja schon aber wenn es keinen Grund zur Freude gibt, ist Melancholie doch die beste Alternative. Aber ich habe auch nicht das Gefühl irgendwetwas zu verpassen. Du lebst im hier und jetzt, mach das beste draus. never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]wenn es keinen Grund zur Freude gibt, ist Melancholie doch die beste Alternative.[/B][/QUOTE]Die andere Alternative ist Wut. Aber Wut macht blind und ist destruktiv. Die Traurigkeit schafft Klarheit. Wenn man sie nicht unterdrückt, kann man neben den vielen Abgründen auch mögliche Auswege erkennen. Ich glaube, wenn man die Traurigkeit nicht kennt, kennt man auch keine echte Freude. [b]"Viele versuchten umsonst das Freudigste freudig zu sagen, Hier spricht endlich es mir, hier in der Trauer sich aus."[/b] (Hölderlin) |
| Mischka | Im Winter bin ich allg. schon etwas melancholisch, v.a. jetzt. Das geht dann einher mit Langeweile. Langeweile wegen fehlender Partnerin, Abwechslung im Leben, Todesfälle im Bekanntenkreis. Eins kommt zum Anderen. Kann nicht sagen, daß ich das toll finde. Es ist manchmal schon schön, so voller Melancholie im Bett zu liegen, nur eine Kerze brennt und läßt sich vom Selbstmitleid so dahin treiben...Aber irgendwie macht einen das auf Dauer fertig und krank... |
| Black Moni | Für mich hat Melancholie nichts mit Selbstmitleid zu tun, sondern ist eher so eine bestimmte Art, nachdenklich, mit Trauigkeit als Schatten im Hintergrund. Manchmal auch eine bestimmte Art und Weise Dinge wahrzunehmen und zu interpretieren. Ein bei mir schönes und häufiges Gefühl, was aber nicht ausschließt, dass ich auch lachen und Spaß haben kann. Irgenjemand hatte hier von einer "Bilanzierung" gesprochen, dass ehe ich genauso. Melancholischlächelnde grüße Black Moni |
| caro | ...melancholi... ich würde sie bei mir so beschreiben... Ich fühle mich in solchen momenten wie abwesent.. weit weg... in meinen gedanken versunken.. aber nicht angestränkt.. ehre mit einer schwebendn leichitgkeit... machmal treibt es mich auch ins nichts. in eine vernebelte wolke... vielleicht auch manchmal eine wolke in der einzelene tropfen traurigkeit entstehn... aber bei mir war das auch schon immer so... wie vorhin.. ich kann mich auch auf konderbildern ansehen... sehe mich ins nichts starren... wie wenn ich damal schon in meiner wolke bei mir selbst war... |
| Demon17 | @neptunia, die Filme, die Du hier aus Japan siehst sind sicher nicht typisch für die Filmproduktion dort. Ich würde aus ein paar Filmen nicht auf den Charakter eines Volkes schliessen. Es gibt dort auch ziemlich flache Unterhaltungssendungen, genau wie überall. @Mischka, Melancholie ist die Schwester der Depression, verwechsele sie nicht. never surrender demon17 |
| Chimonas | Melancholie ist auch fuer mich etwas schoenes, da ich die meisste Zeit eher depressiv bin. Und Melancholie ist immer noch (so empfinde ich es jedenfalls) die schoenste Form einer eher depressiven Grundstimmung. Man nimmt dann alles viel intensiver wahr. Auch das Verstaendnis fuer andere Menschen scheint mir in einer melancholischen Stimmung groesser zu sein. Leider bin ich nur an wenigen Tagen im Jahr in einer Melancholie, den Rest ueber empfinde ich so gut wie nichts, nur eine endlose Taubheit, nichts weiter. Gruss Chimonas (welcher sich wieder in eine Melancholie wuenscht) |
| Demon17 | Hallo Chimonas, Musik kann helfen. Auch Agression ist besser als Depression.(sie muss sich ja gegen niemanden unschuldigen richten) Aber dafür braucht man Energie. Ich tanze gerne und vergesse dann alles um mich herum. Das setzt Höhepunkte, belebt den Körper und man hat keine negativen Nebenwirkungen. Versuchs mal mit Musik, es gibt so schöne traurige Lieder, die jede Depression versüßen.;) never surrender demon17 |
| just there | Was die Musik betrifft, versucht doch mal was ganz anderes! Hör seit ein Paar Jahren "Smooth Jazz"... Hab bisher noch keine Musikart kennengelernt, mit der ich mich in meine melancholischen Stimmungen so vertiefen konnte, wie mit dieser. Es ist einfach so tiefgründig und harmonisch... (z.B. Alex Bugnon, Bob James, Jeff Lorber):cool: |
| Demon17 | @neptunia, na wenn Du meinst. Ich kann mir da kein Urteil erlauben. ...und Du bist wirklich nicht verrückt, ein ganz kleines bischen vielleicht? Weil ich finde gerade das kann eine Melancholie sehr abwechslungsreich gestalten...;) never surrender demon17 |
| Demon17 | @neptunia, Dafür gibt es drei Erklärungen, nur zwei davon haben etwas mit Melancholie zu tun...die 17 kommt von 17 seconds a measure of live...eine Zeile aus einem alten Cure Text. Er macht einem so schön die Vergänlichkeit unserer Existenz bewußt. Findest Du nicht auch? Die andere wäre, ich bin der 17. Dämon der persischen Dämonologie. Der Dämon des unbefriedigt seins. Ein alter Gegenspieler der Urmutter...Das man nach ca. 8000 unbefriedigt sein ein bischen melancholisch wird ist ja auch zu verstehen.;) never surrender demon17 |
| Chimonas | @ Demon17 Habe beides schon versucht, doch Musik hat bei mir, wenn ueberhaupt, dann nur fuer kurze Zeit eine Wirkung und tanzen ist bei mir eher ein 'Schreiten' oder hin-und-her-wiegen, da mir meine Beine einfach so schwer erscheinen. :( Gruss Chimonas |
| Demon17 | @Chimonas, da hilft nur Sport. Ich rate ja nicht gerne zu solchen radikalen Massnahmen, aber physische Erschöpfung ist agr nicht so schlecht. Man erhält ein gewissen Glücksgefühl wenn es endlich aufhört...;) never surrender demon17 |
| Chimonas | Sport!? :eek: Es gibt wenig, was ich lieber hasse als dies. Ich glaube ich schau mich mal im 'FK fuer Melancholische' um. Vielleicht findet sich ja dort etwas *umschau* Gruss Chimonas |
| Demon17 | @Chimonas, [SIZE=4]*gg*[/SIZE]. Also gut ich gebe zu Melancholie ist eine Art von Luxus, die man sich leisten können muss. Wenn es erst zur Depression gerät, oder echte Zukunftsangst besteht, hat man einfach keine Muße zur Melancholie. Eine gewisse traurige Sorglosigkeit ist sicher eine der notwendigen Zutaten für diese Stimmung. [COLOR=crimson]Bonjour tristesse[/COLOR] demon17 |
| Demon17 | @neptunia, die dritte interpretation ist unromantisch und absolut trivial, ich kann mir nicht vorstellen, das Du das wissen willst. Es geht ja auch um Melancholie und Lebensqualität... das Leben ist gnadenlos, die Menschen sind falsch...what´s so funny about... |
| Demon17 | ach es ist alles so traurig neptunia.... |
| Demon17 | :D Du traust mir aber nicht viel zu, Neptunia. Dabei müsstest Du eigentlich aus "Virgo Intacta oder Sex vor der Ehe" wissen, das Jungfrauen in der Szene äusserst dünn gesät sind.;) viel Spass beim raten, da kommst Du nie drauf...nur soviel, es hat mit edv zu tun. never surrender demon17 |
| Demon17 | @neptunia, *seufz* kalt neptunia, ganz kalt. ich mache nur mein eigenen Rechner platt. der panther kommt mir allerdings bekannt vor...noch ein tipp, siebzehn ist eine Primzahl und Primzahlen haben ja für Zahlenmystiker eine besondere Bedeutung...obwohl das jetzt nicht unbedingt etwas mit Melancholie zu tun hat, aber mit Lebensqualität. Ich hoffe Du bekommst Deine Kiste bald wieder hin. Ich hab da noch einen Link für Dich. [url]http://www.johannrain-softwareentwicklung.de/pc_schutz.htm[/url] damit Du nicht all zu melancholisch wirst. never surrender demon17 |
| Morok | Ich hab mal ne ganz banale Frage zu Melankonie. WAS IST MELANKONIE??? Alle reden drüber und ich hab keinen peil. PS: bin noch neu in der Szene also nicht gleich steiniegen und apstempeln Morok |
| Demon17 | Aus Volksbrockhaus: (griechisches Wort für Schwarzgalligkeit) Schwermut, Gefühl der Leistungsunfähigkeit, Entschlussunfähigkeit besonders bei manisch-depressivem Irresein, auch in Folge eines Traurigen Erlebnisses und im höheren Alter. In Gothickreisen wird Melancholie aber auch häufig als eine Art von sensibilisierender, romantischer Schwermut gebraucht. greetz demon17 |
| bradóg | @ demon17 melancholie ist ein wichtiger teil meines lebens und ich genieße sie sehr, doch es gibt auch momente, da empfinde ich sie als qual, daß ist meistens dann der fall, wenn ich mich zu tief hineinfallen hab lassen, dann wirds schwierig, nicht bis ins endlose zu fallen und den rückweg zu finden. durchlebe ich eine fröhliche, unbeschwerte phase, fehlen mir die tiefen gefühle, dann ist mir das leben zu fahl, zu oberflächlich. in diesen unbeschwerten phasen hab ich fast ein wenig angst, daß mir dieses tiefe empfinden und die sensibilität für immer verloren gehen könnte und ich sehne mich zurück zur melancholie. mit den jahreszeiten gehts mir wie dir, sommer hat zuviel fröhlichkeit an sich, ist zu hell, zu grell, zu laut, da kommt wieder dieses fahle gefühl in mir hoch. mit tag und nacht ist es das gleiche, der tag ist wie der sommer fahl, aber der abend, die nacht und die ganz frühen morgenstunden sind wie die düsteren, verregneten, nebligen herbst- und wintertage, die mir gut tun, wo ich mich wohl fühle und in melancholie schwelgen kann. @ morok ein paar zeilen von josef zehentbauer, der ein wunderbares buch über die melancholie geschrieben hat ... traurige leichtigkeit des seins ... eine charaktereigenschaft voll von tiefgang, kreativität und stiller leidenschaft ... ein amorphes , dunkles und dennoch lichtes sein, das über die individulität hinausragt. dieses amorphe sein hat ein ernst lächelndes anlitz, zeigt eine traurige, stille freude und stellt immer wieder fundamentale und in jenseits zielende fragen, die ohne antwort bleiben. dieses schwer erfassbare, tief im herzen berührende sein ist melancholie. |
| Demon17 | @bradóg, endlich mal jemand, der mich versteht. Mir ging es letzten Sommer teilweise auch so. Obwohl ich mir extra ein altes Cabrio gekauft hatte um auch mal die positiven seiten dieser Jahreszeit zu geniessen. Aber diese Hitze, der Schweiß beim Tanzen und die ganzen Endorphine durch die intensive Sonneneinstrahlung. Also ich war echt froh als es kühler wurde. @neptunia, also gut weil Dein armer Mac die Grippe hat, demon17 war mein aol-Passwort, als ich das erste mal ein Pseudonym brauchte.;) Machst Du was mit Grafik oder so etwas? (wg. Mac) never surrender demon17 |
| Demon17 | @neptunia, tu nicht so als ob Du gewonnen hättest. Du weißt schließlich immer noch nicht warum demon17 damals mein aol-passwort war...und Du wirst es nie erfahren...niemals...bis an das ende deiner tage wirst du grübeln und darüber melancholisch werden:D ...übrigens wie gehts deinem mac? never surrender ...und schon wieder gewonnen*G* demon17 |
| Demon17 | Kommen wir doch zur Melancholie zurück, habt ihr auch manchmal das Gefühl, das ihr bewußt oder unbewußt die Einsamkeit sucht, um euere Melancholie besser genießen zu können? Oder das Menschen des anderen Geschlechts, die Melancholisch sind, weil sie von irgendwelchen furchtbaren Erfahrungen oder sonstige Schicksalsschlägen gezeichnet sind, einen wesentlich größeren Reiz auf euch ausüben, als die Superfrau oder der Supertyp? Wenn ja, hat jemand schon einmal darüber nachgedacht woran das liegt? [COLOR=crimson]think twice its magic[/COLOR] demon17 |
| bradóg | ich suche durchaus bewußt die einsamkeit. ich brauche sie, wie die luft zum atmen, muß meiner melancholie ohne ablenkung nachhängen können. während dieser einsamkeit kann ich mir allumfassend gedanken zu bestimmten dingen machen, durchleben und durchleiden, was inmitten des trubels niemals möglich wäre. am besten geht das bei stundenlangen nachtspaziergängen oder bei schmuddelwetter, wo andere nicht mal ihren hund vor die haustüre schicken würden. nur wenn ich alleine bin, bin ich bei mir, fühle mich nicht in sämtliche himmelsrichtungen zerpflückt und nicht von all dem reizüberfluß erschlagen. neulich war ich zu nem geburtstag eingeladen. ich fühlte mich - wie so oft - den menschen um mich herum nicht zugehörig, sie waren fröhlich und ausgelassen, doch deren welt war - auch wie so oft - nicht meine welt. das geht bei den gesprächsthemen los und zieht sich durch bis zum großen besäufnis, daß mir überhaupt nix gibt. irgendwann hielt ich es dann nichtmehr aus, ich sehnte mich danach alleine zu sein, ich mußte raus. ich lief ewig durch die eiskalte, sternenklare nacht und ich fühlte mich dabei richtig wohl. das andere geschlecht - in meinem falle mann - fand ich immer nur dann interessant, wenn am rande stehend und in sich gekehrt. supertypen, die sich in den mittelpunkt stellten, waren noch nie mein ding. das trifft in meinem falle aber nicht nur auf männer zu, sondern auf menschen im allgemeinen. über das "warum" hab ich schon oft nachgedacht, vielleicht liegt's daran, wenn man nachdenklich und melancholisch veranlagt, einem das allgemein übliche zu seicht ist, seien es die gesprächsthemen, das leben im allgemeinen und die werte. als melancholiker lebt man auf einer anderen ebene und sucht wahrscheinlich seinesgleichen, zumindest tue ich es. für mich ist es außerdem eine art herausforderung, menschen die schicksalsschläge oder schlechte erfahrungen gemacht haben, zur seite zu stehen. vielleicht liegt's auch an diversen erfahrungen, die man selbst gemacht hat und die man mit anderen - vom schicksal gebeutelten - teilen kann? |
| Demon17 | ja bradóg, da könnte etwas dran sein. Obwohl mir die Einsamkeit momentan ganz schön auf den Keks geht, aber es gibt halt objektive Gründe dafür. Ich glaube Menschen, die immer im Mittelpunkt stehen müssen und den/die starken Mann/Frau markieren sind häufig genau so einsam, nur sind sie sich dessen nicht bewußt. Irgendwie besteht doch ein Großteil des Lebens aus Ablenkung. Viele Menschen würden doch verzweifeln, wenn sie sich mal ein paar Tage mit sich selbst beschäftigen müssten. Ich mag dieses Wettbewerbs- oder Konkurrenzdenken nicht, es führt doch häufig zu peinlichen Formen der Protzerei. Die Gesellschaft solcher Menschen macht mir die Einsamkeit einfach unerträglich. Mir fehlt zur Zeit einfach die romantische Umgebung, um die Melancholie zu geniessen, aber auch das wird sich wieder ändern. Ich mein, man braucht ein gewisses Maß an Ausgeglichenheit... never surrender demon17 |
| bradóg | warum geht dir die einsamkeit auf den keks? manchmal gehts mir schon auch so. obwohl ich durchaus die wahl hätte, zwischen einsamkeit und gesellschaft anderer menschen, doch diese liegen größtenteils nicht auf meiner wellenlänge. bevor blödsinnig die zeit mit smalltalk totgeschlagen wird oder ich irgendwas mitmachen soll, was mir total widerstrebt, da entscheide ich mich dann doch lieber für's einsam sein, faule kompromisse sind nicht mein ding. ja, kann durchaus sein, daß menschen die im mittelpunkt stehen, oft genauso einsam sind. sie suchen action um nicht nachdenken und alleine sein zu müssen, sie können einsamkeit nicht ertragen. der melancholiker ist meist das krasse gegenteil, oft bis zur völligen einsamkeit sucht er bewußt den abstand, um bis ins hinterletzte detail alles zu durchdenken und vergißt dabei desöfteren, das leben zu leben. "Wettbewerbs- oder Konkurrenzdenken ... Die Gesellschaft solcher Menschen macht mir die Einsamkeit einfach unerträglich." erzähl mal warum. um nochmal auf die schicksalsschläge zurückzukommen, was findest du an menschen mit diversen erlebnissen interessant? |
| Patchoulia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ist die Melancholie ein Teil eures Lebens geworden? Habt ihr gelernt sie zu genießen? Es gibt ja meistens objektive Gründe dafür, die häufig in den äußeren Lebensumständen zu finden sind. Ich habe teilweise die Erfahrung gemacht, das wenn es keinen Grund zur Melancholie mehr gibt, auch ein Teil meiner Sensibilität und Tiefgründigkeit verloren geht. Es fehlt einfach die Romantik, die mit der Schwermut einhergeht. Die Musik geht nicht mehr so tief rein und andere, fröhlichere Musikrichtungen gefallen auch nicht. Im Sommer sehne ich den Herbst herbei, einfach weil diese Sonne zu sehr aufheitert...Langer rede kurzer Sinn: geht es mir objektiv besser verliere ich an Lebensqualität, einfach weil ich keine Möglichkeit mehr habe die Melancholie zu genießen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? [COLOR=crimson]think twice its magic[/COLOR] demon17 [/B][/QUOTE] ich bin sehr melancholisch. glaube fast es ist mein dauerzustand. diese unbeschreibliche melancholie stört mich aber nicht. ich will sie auch nicht loswerden, da sie mein temperamet ausmacht. ich sehne nicht den herbst herbei und schon gar nicht den winter. diese jahreszeiten lassen mich von melancholie in depression verfallen und das ist grauenhaft. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i] [B]warum geht dir die einsamkeit auf den keks? manchmal gehts mir schon auch so. obwohl ich durchaus die wahl hätte, zwischen einsamkeit und gesellschaft anderer menschen, doch diese liegen größtenteils nicht auf meiner wellenlänge. bevor blödsinnig die zeit mit smalltalk totgeschlagen wird oder ich irgendwas mitmachen soll, was mir total widerstrebt, da entscheide ich mich dann doch lieber für's einsam sein, faule kompromisse sind nicht mein ding. ja, kann durchaus sein, daß menschen die im mittelpunkt stehen, oft genauso einsam sind. sie suchen action um nicht nachdenken und alleine sein zu müssen, sie können einsamkeit nicht ertragen. der melancholiker ist meist das krasse gegenteil, oft bis zur völligen einsamkeit sucht er bewußt den abstand, um bis ins hinterletzte detail alles zu durchdenken und vergißt dabei desöfteren, das leben zu leben. "Wettbewerbs- oder Konkurrenzdenken ... Die Gesellschaft solcher Menschen macht mir die Einsamkeit einfach unerträglich." erzähl mal warum. um nochmal auf die schicksalsschläge zurückzukommen, was findest du an menschen mit diversen erlebnissen interessant? [/B][/QUOTE] Also die Einsamkeit geht mir zur Zeit auf den Keks, weil das auf Dauer langweilig wird und ich Lethargisch werde und das kann es ja nicht sein. Gesellschaft von Menschen, wie Du sie beschreibst nützt mir auch nix, deswegen bin ich ja einsam. Wettbewerbs- und Konkurrenzdenken führt ja zu einem Gegeneinander und ich bin viel zu introvertiert um mich so intensiv mit Menschen zu beschäftigen die nicht lieb zu mir sind. Außerdem führt dieses Denken immer wieder zur Anwendung fieser hinterhältiger Tricks gegen mich weil ich ja durchaus wettbewerbsfähig bin und diese fies-freundliche Art hasse ich wie die Pest. never surrender Bradóg demon17 |
| bradóg | die freiwillige einsamkeit wirkt sich sehr bereichernd aus, doch die unfreiwillige kann auf dauer echt belastend werden. bei letzterer art einsamkeit ist es schwierig - vorallem weil man anders als andere denkt, andere werte und ziele hat - sich daraus zu befreien, geschweige denn daraus befreit zu werden. schön wäre es, menschen kennenzulernen, die einen zwischenmenschlich bereichern, mit denen man sich auf bedeutsamer ebene austauschen kann, von denen man sich angenommen und verstanden fühlt. noch schwieriger wirds, wenn man wie du - ich zitier' dich jetzt mal - introvertiert ist. irgendwie bedingt das eine auch das andere. beim kennenlernen geistreicher menschen verliert sich meist ein stück weit die eigene introvertiertheit, zumindest gehts mir so und umgekehrt ist es so, daß die geistesarmut anderer - in welcher form auch immer - bewirkt, daß ich mich immer mehr zurückziehe. geistreiche menschen gibt's leider viel zu selten. wettbewerbs- und konkurrenzdenken ... das ist ein punkt, den ich für absolut überflüssig halte, der mich desöfteren auch ziemlich auf die palme bringt. die ganze welt scheint nur noch aus wettbewerbs- und konkurenzdenken zu bestehen, in jeglicher hinsicht, sei es freundschaft, partnerschaft, beruf etc., immer größer, höher, weiter, besser, schneller, reicher als die konkurenz. dabei gibt es viel wichtigere dinge im leben, als sich ständig mit anderen zu messen und zu konkurieren, es ist verplämperte energie - die man anderweitig wesentlich sinnvoller einsetzten könnte - und führt wirklich nur zu einem gegeneinander, statt zu einem miteinander, von den fiesen tricks ganz zu schweigen. es ist die art und weise, wie menschen miteinander umgehen, die mich oft melancholisch werden läßt. sorry, aber ich muß dich jetzt nochmal löchern, hast meine frage nicht beantwortet ... schicksalsschläge, was findest du an menschen mit diversen erlebnissen interessant? |
| Demon17 | @Bradóg Du löcherst mich nicht. Ich habe den Eindruck, das viele Menschen durch negative Erfahrungen erst beginnen, sich mit den bequemem vorformulierten Antworten der Gesellschaft/Medien nich zufrieden zu geben, sondern nachdenklicher teilweise weiser werden. Außerdem mag ich diese melancholische Aura, die viele von ihnen haben. Sie sind meistens ernsthafter, tiefer als andere Menschen. Natürlich gibt es auch Erfahrungen, die Menschen zerstören, weil sie über ihre Kräfte gehen. Das habe ich leider auch schon öfter feststellen müssen. Falls Du weitere fragen oder Anregungen hast, würde ich mich darüber freuen.:) never surrender demon17 |
| Sneaky | Soweit man den Begriff Melancholie definieren kann nenn ich mein Pendant dazu "gute Leere". Sie ist mal mehr und mal weniger präsent. Da wir Tiere sind, ist sie auch hormonell beeinflussbar. Ich kann das genausogut nach einer downhillfahrt mit dem Bike spüren, wie wenn ich was geschrieben habe das gelungen ist, oder wenn ich einfach so in mich reinhorche. Meine geistige Krücke sozusagen, mit der ich durch das reale Leben humple. Schwierig wirds dann dort, wenn ich mal glaube, ohne könnte ich nicht gehen. Solange ich weiß, ich kann auch ohne ist es okay. Wenn ich das mal nicht mehr glaube, dann wird aus Melancholie Depression. Und dann fällt der Hammer. |
| bradóg | @ demon17 da du mir erlaubt hast, dich weiter zu löchern, werd' ich das doch gleich mal ausgiebig tun ;) ... wie reagiert dein unmittelbares umfeld auf deine melancholie und introvertiertheit, gehen sie eher auf dich zu und fragen dich warum, wieso und weshalb oder zeigt niemand wirklich interesse an deiner art und deinem denken? |
| Demon17 | @bradóg, die Frage läßt sich leicht beantworten, gar nicht, ich bin Einzelgänger und vermeide es bewusst in den Dizzen neue Lete kennen zu lerne, da ich ja im Tanz meine Melancholie geniessen will. Irgendwie blöd und cool zugleich, nicht wahr:rolleyes: :cool: never surrender demon17 |
| Patchoulia | ich kann demon17 sehr gut verstehen. ich bin genauso. teilweise nervt es mich sogar, wenn ich einfach nur allein mit meinen gedanken wo stehe, dann kommt irgendwer daher und fragt mich was oder will mir was sagen. das nervt mich auch wenn die person nichts böses im sinn hat. meistens denken sie du willst gar nicht schweigend, alleine rumstehn und daher kommen sie auf dich zu um die hilfsbereit einzugliedern. manche sind auch neugirig. manche wollen wissen was los ist, obwohl ja gar ncihts los ist. doch das ist schlimmer als wenn sie dich einfach in ruhe lassen. die wenigsten verstehe das. |
| bradóg | @ demon17 dachte mehr an die leute, die du bereits kennst, ganz alleine wirst ja doch nicht sein?! bei dizzen, tanz und melancholie hab ich so meine probleme, tanzen tu ich echt gerne, aber tanzen heißt auch irgendwie angeglotzt zu werden und im mittelpunkt zu stehen, was ich hasse wie die pest und melancholie entwickelt sich bei mir in dieser situation in keinster weise, fühle mich höchstens eingeengt in der masse der leute und will raus. @ Patchoulia mich quatscht selten jemand an und schon garnicht um mich wo einzugliedern, liegt wohl an meiner düsteren aura oder meinem viesen gesichtsausdruck :) spaß beiseite, ist aber wirklich so, daß andere seltenst auf mich zugehen. anscheinend schau ich doch so finster drein, daß sie lieber abstand halten. wenn ich alleine sein will, dann begebe ich mich eh nicht unter die massen, dann geh ich nicht mal ans telefon oder an die türe, wenns klingelt. und wenn ich alleine in der botanik unterwegs bin, hoffe ich daß mir niemand begegnet, da will ich wirklich alleine sein und die blose anwesenheit einer anderen person - muß nicht mal was zu mir sagen - versaut mir dann meine stimmung. |
| Demon17 | @bradóg, in solchen Momenten sind andere Menschen nur Schatten für mich oder physikalische Hindernisse denen es auszuweichen gilt. Also kann es mir egal sein ob sie mich bemerken oder nicht...;) @Patchoulia, also neugierige Menschen, die einen Ausfragen sind noch schlimmer. Ich bin dann meist nicht grob genug um Was geht es Dich an...oder biitte lass mich in Ruh zu sagen. never surrender demon17 |
| bradóg | @ demon17 aber eines versteh ich nicht ganz, einerseits geht dir die einsamkeit auf den keks und du wirst davon lethargisch, aber andererseits störts dich auch, wenn du angesprochen wirst. wie willst du an deiner einsamkeit etwas ändern, wenn du den menschen die dir entgegenkommen keine chance lässt, oder hab ich da was falsch verstanden? |
| Demon17 | @bradóg, das war jetzt eine unzulässige Verallgemeinerung, es stört mich in Dizzen wenn ich ausgefragt werde. Gegen ein nettes Gespräch hab ich nichts, ausser wenn ich lieber tanzend meine Melancholie genießen will. Also ich poste ja ständig hier und anderswo z.B. aber eine gute Dizze ist mystisch für mich. Small Talk zerstört die Stimmung und zu mehr reichts ja meist nicht. never surrender demon17 |
| Patchoulia | @bradóg:ich schau nicht finster drein, sondern eher verträumt bis betrübt. melancholisch eben. in der schule bin ich werde ich durch die masse zwangsbeglückt, da gibts fasst kein entrinnen. wenn ich im raucherhof steh und 2m entfernt steht ein grüppchen, findet sich immer jemand, der auf mich zukommen muss. leider. ich will nur dastehen und meine gedanken schweifen lassen, meine tschick rauchen. nicht mehr und nicht weniger. @demon17: ich bin nicht fähig menschen verbal zu verjagen. meist beschränke ich meine antworten auf ein "ja", "nein", "mhm" meist schweigen sie dann auch oder gehen weg. ich ignoriere ihre worte und denke an was total anderes. zum glück merken es manche auch nicht. vielleicht habe ich eh kein problem damit, wenn ich sie so ignorieren kann, dass sie es gar nciht merken, ich innerlich aber meine ruhe habe. naja... |
| bradóg | @ Patchoulia was ist dabei, wenn du ihnen sagst, daß du lieber alleine sein möchtest? @ demon17 drum hab ich ja vorsichtshalber mal nachgefragt, wollte dir schließlich nix unterstellen :rolleyes: wie müßte dein umfeld bzw. mensch beschaffen sein, damit du dich nicht mehr einsam fühlst, was ist dir wichtig, auf was legst du wert? |
| Patchoulia | gar nichts, aber ich machs nicht |
| Demon17 | @Patchoulia, mir geht es nur in Dizzen so. Sonst rede ich ganz gern. Es ist halt so eine Angewohnheit. @Bradóg ich fühl mich ja nur sehr selten einsam. Normalerweise ist man ja den ganzen Tag unter Menschen. Nur da spiel ich halt eine Rolle. mein Bedarf an menschlicher Gesellschaft ist dann jedenfalls gedeckt;) . Ich denke den meisten fehlen mal Menschen, die einem persönlich nahe stehen, die so denken wie man selbst. Aber die gibt es halt nicht mehr. Man kommt halt durch Studium, Beruf und ähnliches mit vielen Fremden zusammen, während man die Leute, die man seit 10-20 Jahren kennt verloren gehen. Das lässt sich nicht ersetzen irgendwie...aber ich hab mich dran gewöhnt. never surrender dermon17 |
| Patchoulia | warum nur dort? |
| bradóg | @ demon17 da kann ich dir nur recht geben, menschen kennt man meist genug, wie kollegen, bekannte etc., aber das gibt einem nicht so sehr viel und menschen die einem nahe stehen, sind echt rar gesät. ich finds sehr schade, wenn im laufe der jahre inniges im sande verläuft, bin der meinung, daß es meist auch ewig halten könnte, müßte nur jeder den dafür nötigen beitrag leisten. man muß sich auch nicht mal so sehr ähneln, eher sensibel füreinander sein. meine erfahrung ist, je älter man wird, umso seltener lernt man menschen kennen, mit denen man solch inniges verhältnis aufbauen könnte. ein aufeinander zugehen fällt dann anscheinend schwerer, als in jungen jahren und irgendwo macht sich wohl auch ne art resignation - oder wie man es auch immer nennen mag - breit, die einen davor abhält, auf andere zuzugehen. obwohl viele das einsame leben satt haben, tut sich nix. |
| bradóg | @ Patchoulia wie sollen dann andere merken, daß du deine ruhe haben möchtest, wenn du nix sagst? |
| Patchoulia | sie gehn, weil sie merken das ich gar nix mehr sag |
| OLLI | Zitat : wettbewerbs- und konkurrenzdenken ... das ist ein punkt, den ich für absolut überflüssig halte, der mich desöfteren auch ziemlich auf die palme bringt. die ganze welt scheint nur noch aus wettbewerbs- und konkurenzdenken zu bestehen, in jeglicher hinsicht, sei es freundschaft, partnerschaft, beruf etc., immer größer, höher, weiter, besser, schneller, reicher als die konkurenz. dabei gibt es viel wichtigere dinge im leben, als sich ständig mit anderen zu messen und zu konkurieren, es ist verplämperte energie - die man anderweitig wesentlich sinnvoller einsetzten könnte - und führt wirklich nur zu einem gegeneinander, statt zu einem miteinander, von den fiesen tricks ganz zu schweigen. es ist die art und weise, wie menschen miteinander umgehen, die mich oft melancholisch werden läßt. Zitat Ende Dieser Text kommt mir irgendwie bekannt vor. Das bekomme ich jeden Tag am eigenen Leib zu spüren. Das schöne Gegenteil vorbringen. Was könnte es so schön sein Wenn..............Es interessiert aber keinen................ Aber wer gegen den Strom schwimmen will, wird automatisch zum Außenseiter. Es ist nun mal so. Aber richtig. In meiner Umgebung war auch ein 64 jähriger Mann der über 30 Jahre alleine war ohne Freund und Partnerin, geschweige denn Verwandte. Er hatte dann einen : Mich. Was der von sich gelassen, dass übertraf meine kühnsten Vorstellungen. Da bin ich sogar blass geworden. An seiner Beerdigung war ich der Einzige mit 3 Friedhofsamseln. Das war eine Lebenserfahrung, die ich mein Lebtag nie vergessen werde. Weit und breit niemand. Das kann man nicht mehr als Leben bezeichnen. Das war ein sehr sehr sehr düsteres Menschenstudium. Diese Brutalität und Härte mit der er sein Leben durchgezogen hat. Alle Achtung. Respekt. Das ist schon menschenverachtend. Klar wollte er das selbst, aber das war brutal. Aber das machte Ihn stark und gab jedes Mal neuen Auftrieb jetzt erst recht. Die Einsamkeit war ja dann zwangsläufig und das sich auflehnen gegen den Strom war sein Ziel. Wer richtig gegen den Strom schwimmt, der muss das abkönnen und brutal vorgehen. Der muss jeden Tag die Härte rüber bringen. Aber vielen halten den Druck nicht aus und gehen daran kaputt. Diese Härte und Brutalität sich gegenüber selbst, das ist schon brutal genug. Melancholie und Lebensqualität lässt sich sehr gut vereinbaren. Das aber Außenstehende dies nicht verstehen und versuchen dann dem Melancholiker einzuheizen, Ich nenne es mal so, denn als Goth fällst du auf und aus dem Rahmen, das paßt nicht ins gesellschaftliche Bild. Zwangsläufig wird sich deine Umgebung deiner annehmen und dich bekehren wollen. Also mir ging es mal eine Zeitlang so. Aber dann zu richtigen Momenten den richtigen Spruch parat und das geht ab. Das kann motivierend sein, wenn man den anderen in Ihre Heile Welt mal einen dunklen Hauch "einwehen" kann um wieder seine Ruhe zu bekommen, aber nur wenn der andere sehr aggressiv wird und mir zusetzen will mit aller Macht setze ich dieses Mittel ein. Dann ist auch Ruhe im Karton. Aber alles hat einen hohen Preis und wenn man wirklich gegen den Strom schwimmt, nicht viel Gesellschaft hat, Freunde oder Lebenspartner wird man eventuell auch nicht glücklich. Aber am End wird es sich zeigen, wenn die Stunde kommt, ob einem sein Leben gefallen hat. Darauf bin ich ja mal gespannt. Man hat nur eine Chance...................... @ Patchoulia + Demon 17 + Bradog Ich dachte schon ich bin allein auf dem Planet. Noch 3 weitere die sich so verhalten. Das ist doch mal beruhigend zu wissen ! Diese Verhaltensmuster ähneln sich sehr................................... Gruß OLLI |
| bradóg | @ OLLI ich lasse mich auf machtkämpfe nicht ein, wenn jemand meint gewinnen zu müssen, dann soll er das tun, ich werd auf jeden fall nicht sein kampfgegner sein. bin seit langem schon an dem punkt angelangt, der da ist ... man kann mir fast alles wegnehmen, z. b. gegenstände, geld etc. klar tut das im ersten moment auch irgendwie weh, wenn die gier anderer mal wieder um sich greift und einen trifft. aber ich schau da relativ tatenlos zu und mach mir eher über das primitive verhalten gedanken, als den kampf aufzunehmen. eines können sie mir aber niemals wegnehmen und zwar meine persönlichkeit und falls es jemand wagen sollte, mir da zu nahe zu treten, dem werd ich voller kampfgeist begegnen. ich denke, daß vielen die machtkämpfe zu schaffen machen, z. b. auch die im berufsleben, wo es ja manchmal knüppelhart zur sache geht. aber keiner von ihnen ist dazu bereit, den anfang zu machen und das ganze zu durchbrechen, freiwillig zu verzichten und damit ne kehrtwendung einzuleiten. es wird zwar ausgiebig darüber gejammert und gelabert, aber es folgen keinerlei taten. das auflehnen gegen den strom ist sehr kraftraubend, da kann ich ein liedchen davon singen und ich frag mich auch ab und an, ob das der richtige weg ist und wo ich die ganze kraft hernehmen soll, gibt durchaus momente, da fühl ich mich total alle. irgendwo braucht man auch mal ne tankstelle, wo man kraft tanken kann, z. b. durch einen nahestehenden menschen, doch wenn man nichtmal diese quelle hat, wirds hart. einsamkeit, weil man sich selbst treu bleibt, ist ein sehr hoher preis. aber dann stell ich mir vor, wie es wäre mit dem strom zu schwimmen, mir selbst damit untreu zu werden. spätestens dann glaub ich wieder daran, daß ich doch auf dem richtigen weg bin. freunde mach ich mir damit mit sicherheit nicht. auch meine bisherigen partnerschaften gestalteten sich schwierig, bedingt dadurch, daß ich völlig andere wertvorstellungen hab, z. b. weil mir ein gutes gespräch wichtiger ist, als 5 x im jahr im urlaub wegzufliegen, shoppen zu gehen oder vor der glotze zu sitzen. man eckt fast überall an, hat ein unbequemes leben. man muß damit leben können, nicht gemocht zu werden, nicht willkommen und außenseiter zu sein. aufbauend sind für mich die wenigen momente, in denen ich außergewöhnlichen menschen begegne, von diesen begegnungen zehre ich. was die melancholie und lebensqualität angeht, hab eher so die erfahrung gemacht, daß viele das nicht nachvollziehen können, sie betrachten melancholiker als schwarzseher, negativdenker, sie haben außerdem ein problem mit der ernsthaftigkeit, die unsereins im allgemeinen so hat und sie können nicht verstehen, daß man auch mal ruhe haben und alleine sein möchte, raus will aus der hetzjagt mit der zeit und dem trubel des alltags, um still und leise dinge zu überdenken. glaube nicht, wenn ich irgendwann mal kurz vorm ableben bin und mein leben revue passieren lasse, den eindruck zu haben, was falsch gemacht zu haben. sicher wird mir vieles nicht gefallen haben, daß tut's auch heute schon nicht, aber am meisten werd ich wohl bedauern, was ich auch heute bereits tue, daß die menschheit es einfach nicht schafft, mit achtung, respekt und herzlichkeit miteinander umzugehen. manchmal glaub ich auch, mit meiner einstellung die einzige auf diesem planeten zu sein, vor allem auch deswegen ... viele reden darüber, aber die wenigsten leben sie. |
| OLLI | @ Bradog Absatz 1 Gewalt setze ich auch nicht ein, schon prinzipiell nicht. Persönlich Nahe getreten ist mir bis jetzt noch niemand. Aber ich werde auch da entgegentreten. Ja den ersten Absatz kann ich von meiner Seite nur bestätigen, weil ich es auch so sehe. Hinzu zufügen habe ich nichts. Absatz 2 Also ich bin zum Glück bei einem Arbeitgeber beschäftigt, wo eigentlich Ruhe herrscht. Klar gibts auch dort Mobbing und so Geschichten, aber das prallt noch an mir ab. Noch betone ich, man weiß ja nie. Ich muss nichts machen, denn die "Mobber" mobben sich ja auch gegenseitig, also irgendwie beißt sich die Katz selbst. Das gibt Auftrieb. Davon abgesehen haut mein Chef schon auf den Putz, wenn einer von seinen Leuten attackiert wird. Also da is Ruh. Klar bei einer anderen Stelle kann es wieder anders aussehen. Aber wer weiß was da wieder ist. Problem ist aber auch, das Mitarbeiter private und soziale Probleme auf der Arbeit einbringen. Das kann auch zu Konflikten führen. Ach hör auf das ist schon zum Zähne zusammenbeissen............. Manchmal du.......diese Kämpferei...............wegen der Aufwandsentschädigung die man bekommt. Absatz 3 Also alles was "Menschenabweisend" ist, zieht mich an. Ich weiß nicht irgendwie habe ich ne Gabe dafür. Das ist wahrscheinlich das Resultat gegen den Strom schwimmen. Seltsamerweise ist aber, daß wenn ich irgendwo auftauche, ich eigentlich hinten rum eine gutes Feedback bekomme, aber trotzdem nie mehr dort hingehe. Viele fragen dann nach mir aber ich lehne ab. Anecken das ist gut. Die Partnerschaften bei mir gestalteten sich auch schwierig nicht nur wegen mir. Die Mädels stressten sich selbst und wunderten sich das Liebe leider flöten ging. Tanken brauch ich eigentlich nicht, denn mein Alltag ist so Zeitraubend, da merke ich höchstens im Urlaub wie es mich trifft, aber das geht auch vorüber. Momentan ist alles im grünen Bereich. Absatz 4 Nichts hinzuzufügen. Aber ich fahr den Alltag auch knallhart und ich weiß manchmal nicht mehr was für ein Wochentag ist, geschweigendenn was ich Montag auf der Arbeit gemacht habe. Weil irgendwie sich die Tage gleichen und ich nicht mehr darüber nachdenke, das einzige was mich nervt ist morgens das aufstehen. Spätestens wenn ich die U-Bahn Türen höre, hat sich mein Hirn abgeschaltet..............danach läuft Schema F Absatz 5 Es liegt glaube ich wirklich in den Genen der Menschen alles so zu gestalten, daß es schwierig wird. Ich denke nicht das sich das ändern wird. Absatz 6 Irgendwie sehe ich das genauso. Irgendwie gleichen sich unsere Gedankengänge. Das erstaunt mich. Ich konnte eigentlich nichts schreiben weil ja irgendwie...........das da schon so steht, wie ich es auch so denke...........ja so halt. Hmmm komisch ists schon. Aber das Leben kommt immer anderster als man denkt................... Ich hab Zeit und Weile. Gruß OLLI |
| bradóg | @ OLLI Also alles was "Menschenabweisend" ist, zieht mich an. Ich weiß nicht irgendwie habe ich ne Gabe dafür. ... hab's ja schon erwähnt, mir geht's genauso, da können hundert leute in einem raum stehen, die sich miteinander amüsieren, die interessieren mich alle nicht. der mensch, der schweigend in der ecke steht ist derjenige, der interesse in mir weckt. dahinterliegendes zu entdecken - was aber nix mit neugierde befriedigen zu tun hat - mich in menschen einzufühlen, versuchen, deren gedankengänge nachzuvollziehen, das ist es, was mich reizt, nicht die schöne fassade. Seltsamerweise ist aber, daß wenn ich irgendwo auftauche, ich eigentlich hinten rum eine gutes Feedback bekomme ... feedback krieg ich so gut wie nie. nicht daß ich feinde oder so hätte, aber "geliebt" werd ich sicherlich nicht, sonst würde mein umfeld anders auf mich reagieren. ich gehe halt sehr konsequent mit menschen um, das heißt, daß ich zum einen zwar ruhig, aber ziemlich deutlich meine meinung äußere, was vielen nicht paßt und zum anderen, daß ich mich von menschen, oft zu deren großer überraschung trenne, weils für mich zwischenmenschlich nicht stimmt, was aber nicht daran liegt, daß sie nicht gleicher meinung wie ich sind, sondern weil sie keine tiefgründige persönlichkeit, sondern nur oberfläche besitzen. aber trotzdem nie mehr dort hingehe. Viele fragen dann nach mir aber ich lehne ab. ... wie meinste das genau? und warum lehnst du ab? Tanken brauch ich eigentlich nicht, denn mein Alltag ist so Zeitraubend, da merke ich höchstens im Urlaub wie es mich trifft, aber das geht auch vorüber. Momentan ist alles im grünen Bereich. ... wenn alles im grünen bereich ist und das leben einigermaßen rund läuft, dann fühlt man sich aufgetankt. wenn's aber an vielen stellen unrund ist, weil der strom, gegen den man schwimmt immer heftiger wird, dann ist irgendwann die kraft alle, wenn man nicht irgendwas hat, in welcher form auch immer, was einem energie zuführt. ach übrigens, was heißt hier, du konntest nix schreiben? dafür ist dein posting aber ziemlich lang geworden :) @ all was mich mal interessieren würde ... was macht euch melancholisch und wie seid ihr zu eurer denkweise und zu eueren einstellungen gekommen? |
| OLLI | Obefläche das ists. Auf das oberflächliche habe ich keine Böcke mehr. Frau mit „Tiefgang“ das ich suche. Aber leider interessiert das irgendwie keine mehr……Das suche ich auch auf Veranstaltungen Tiefgang. *** aber trotzdem nie mehr dort hingehe. Viele fragen dann nach mir aber ich lehne ab. ... wie meinste das genau? und warum lehnst du ab? *** Mein Problem ist, eine Party Kanone bin ich nicht und ich denke immer sehr „physiologisch“ wenn ich Menschen sehe. Ich nehme die war und versuche den Geist zu „erforschen“ durch Ihre Verhaltensmuster. Ich denke zuviel. Dann das ganze Partygeschehen wird analysiert. Und dann : Ich trinke keinen Alkohol, rauche nicht, nehme keine „Hirnbeleuchtungsmittel“ zu mir, spiele keine PC Spiele, interessiere mich nicht für Sport, ja also alles was Männer so machen, mache ich nicht. Ich drücks mal so aus. Das das Verhalten nicht förderlich ist, trägt na klar zum „Nicht Party Hengst“ bei. Für ONS bin ich auch nicht zu haben. Das gibt mir nix. Seltsamerweise werde ich zwar wieder eingeladen gehe aber nicht hin, weil ich auch keine Böcke habe mich deswegen „wieder anmachen“ zu lassen. Aber ich schaffs nur durch meine Anwesenheit aufzufallen. Ich habe nur auf meinen 0,5 m² gesessen und das Mundwerk gehalten. Aber ein schwarzhemdträger quasseln wir mal an……. Mein Problem ist auch ich neige schnell zum Sarkasmus und ironisch werden über das Leben der Mitschwimmer. Ich hau dann auch auf den Putz und geig denen ein paar Realitäten, nicht meine Meinung, nur wie es ist auf dem Globus. Das da die Nerven bei einigen blank liegen ist klar, aber das zieht die an, das zieht die an und ich solle wieder kommen aber ich lehne dann ab weil es am end mir nix bringt. Es gibt mir nichts. Die fühlen sich angezogen von dem Fremden, sprich mich, weil ich dort der einzige „Schwarze“ bin, die kennen das nicht und interessieren sich brennend dafür. Sag mal dein freund, der war so still und was machten der und und Ach was warsten wieder so abwesend und so neurologisch………………………….Ich zähle dann immer die Leute auf, mit denen man sich nicht unterhalten konnte weil : der im essen rumgestochert vor frust for several hours, der besoffen, der am rumknutschen war mit ner neuen Flamme, der war alleinunterhalter, du standest unter gruppenzwang, der eine musste immer sein Hugo Boss jacket zeigen, der war nur am essen, der wenn er redete sprach von Frauen……….sie gab dann auf zu fragen und fragte mich : Sag mal bist du Partietherapeut ? Nein Realist und ich fühlte mich dort gelangweilt. Die Party gibt mir nichts. Ich verstehe nicht……… Deswegen laß ich „Normalo“ Parties links liegen, außer Goth Parties da fühle ich mich seltsamerweise sauwohl……………………………………..und finde anschluss, wenn ich abtauche dann dort…………….. Vielleicht bin ich eine schwierige Natur………………. *** ach übrigens, was heißt hier, du konntest nix schreiben? dafür ist dein posting ziemlich lang geworden *** Ja ist richtig nur, es war eigentlich nur wieder über mich und ich denke das passt nicht hierher. Davon abgesehen kann ich leider sehr schnell tippen deswegen gibt’s romane………………………………………….. |
| bradóg | ... jetzt geht's mir wie dir, was soll ich nun zu deinem beitrag schreiben, überall könnte ich ein "ja, sehe ich genauso" hinzufügen. Obefläche das ists. Auf das oberflächliche habe ich keine Böcke mehr ... ich denke immer sehr „physiologisch“ ... versuche den Geist zu „erforschen“ durch Ihre Verhaltensmuster ... Ich denke zuviel ... das ganze Partygeschehen wird analysiert ... oh je, woher kenn ich das nur :) je mehr ich mich mit verhaltensmustern beschäftige und darüber weiß, umso mehr analysiere ich, hab mich schon oft dabei ertappt und vor lauter denken vergeß ich eigentlich völlig, den augenblick zu genießen. manchmal wär's echt besser, nicht so viel zu wissen. Ich trinke keinen Alkohol ... Das das Verhalten nicht förderlich ist, trägt na klar zum „Nicht Party Hengst“ bei. Für ONS bin ich auch nicht zu haben. Das gibt mir nix. ... gute einstellung, finde ich. Ich zähle dann immer die Leute auf, mit denen man sich nicht unterhalten konnte weil: der im essen rumstochert ... Sag mal bist du Partietherapeut ? Nein Realist und ich fühlte mich dort gelangweilt. Die Party gibt mir nichts. ... das meinte ich übrigens mit der ernsthaftigkeit, die viele nicht vertragen. ist zwar nicht so, daß ich nur am nörgeln bin, oft denk ich mir einfach meinen teil, aber ich komm auch ich immer wieder zu dem ergebnis, daß mir das alles nix gibt. mich grauts jedesmal davor, wenn ich auf ne normale feier eingeladen bin, meistens lehne ich dankend ab, außer der gastgeber ist jemand, den ich schätze. es ist einfach eine völlig andere welt, zu der unsereins nicht zu passen scheint. wir denken auf ner anderen ebene, wir leben in einer anderen welt. Goth Parties da fühle ich mich seltsamerweise sauwohl ... und finde anschluss, wenn ich abtauche dann dort. ... wobei gothparty auch nicht gleich gothparty ist. aber im allgemeinen herrscht da eine völlig andere atmosphäre, die gut tut, balsam für die schwarze, melancholische seele ist. Vielleicht bin ich eine schwierige Natur ... auch das behaupte ich immer von mir. schwierig ist der falsche ausdruck, eher ne kritische natur, die sich nicht mit dem nächstbesten zufrieden gibt und auch lieber den steinigeren interessanten weg wählt, als den geraden, bequemen? es war eigentlich nur wieder über mich und ich denke das passt nicht hierher. ... aber mich interessierts. bis jetzt scheint ja niemand was dagegen zu haben, keine anschiss, kein gelöschtes posting. also gut, zurück zum thema, erzähl mal, was macht dich melancholisch? |
| OLLI | Es erschreckt mich aber schon, daß die Gedanken sich fast decken. Das bin ich nicht gewöhnt, das jemand mich versteht oder verstehen könnte. Ja den Augenblick geniessen, das mache ich viel zu wenig. Meine Güte. Aber das wäre mal ein Augenblick ! Jemand denkt genauso in dieselbe Richtung. Das hat was. Normale Feiern meide ich schon wenn es geht. Die glotzen dich an wie ein Außerirdischer. Dabei habe ich nichts getan und habe auch dort nichts gegen die Menschen. Aber die kriegens immer in den falschen Hals. Und immer die Fragen warum ich immer schwarz angezogen. Ach………Selbst wenn Du dir die Mühe machst es zu erzählen es versteht dich niemand und vor allem ich denke auch, die wollen nicht verstehen und es ist zu complicated für sie. Kritisch bin ich auf jeden Fall und den interessanteren Weg gehe ich gerne. Auch wenn es schwierig werden konnte. Was mich melancholisch macht ? Ja der ständige Trubel, Hektik, Stress, Druck halt. Das ständige hinter dem Geld herjagen. Ständig gestrandete Beziehungen, weil Dich keiner versteht oder verstehen will. Dabei habe ich schon mit einer Frau viel erlebt und gemacht und…und…..ach…… ach lassen wir das. Dann manchmal diese Unvernunft auf diesem Globus hier. Ja und die ständigen „Annerver“ von den Mitschwimmern die mich doch bitte nur in Ruhe lassen möchten, ich tue euch schon nix. Ja und generelle Lebensfragen, Weltanschauung, wieso, weshalb, warum, wann, wer, wie, wo, was, welcher, welche, welches, alle „w´s“ halt. Warum das Leben so hart sein muss, die Gier nach dem Geld. Mir kann man wirklich alles nehmen nur meine Persönlichkeit nicht, die laß ich mir nicht rauben und wer mich nicht mag, weil ich schwarz trage und sein möchte, weil ich nicht aussehe wie es internationale Standards verlangen nach Herrn Modemacher und Trendsetter XYZ oder generelles aussehen, oder mitschwimme, oder wie auch immer, da ist die Tür, du musst nicht bei mir sein und Deine Zeit vergeuden mit jemanden der vielleicht die Sache anderster sieht und einfach nicht so materiellen Werten nachgeht und den Lebensweisen anderer. Lieber ehrlich als verlogen oder etwas vorgaukeln. Lieber ein ordentliches Gespräch mit einem Gleichgesinnten, als 10 h shoppen oder 10 mal Malle. Ansprüche habe ich kaum und ich lege sehr viel wert auf Chemie. Aber das ist mittlerweile nicht mehr zu bekommen und dann brauchts auch nicht mehr zu erklären warum man absackt und melancholisch wird. Jemand der zuhört und da ist wenn man Ihn brauch. Du das sind so viele Dinge das würde den Rahmen sprengen. Ich sehe jeden Tag Gründe etwas anderster zu machen aber das Problem ist, keiner will irgendwie sich das Leben erleichtern. Aber vielleicht eines Tages steht die nette „Elfe“ vor mir und zeigt mir den Weg. Bleibt vor allem bei einem und verschwindet bitte nimmer mehr aus dem Leben, wegen banalen Kleinigkeiten. Den Weg in eine schöne Zukunft, an mir solls nicht liegen, ich kann auch was geben. Es ist schön zu zweit zu sein und wenn dann noch gleichgesinnt. Das macht gleich mehr Lebensfreud. Mein Gott welch Kitsch und Romantik................................... Netten Gruß OLLI |
| bradóg | ... dich zu erschrecken war nicht meine absicht, ich hoffe ich hab dein weltbild nicht durcheinander gebracht und du hast den augenblick ausgiebig genießen können :) oh ja, wie selten ist es doch, verstanden zu werden und genauso selten ist es, daß einem überhaupt zugehört wird. auf jeden fall freuts mich, dir hier begegnet zu sein. Ansprüche habe ich kaum und ich lege sehr viel wert auf Chemie. Aber das ist mittlerweile nicht mehr zu bekommen und dann brauchts auch nicht mehr zu erklären warum man absackt und melancholisch wird. Jemand der zuhört und da ist wenn man Ihn brauch. ... wie wahr, wie wahr. Aber vielleicht eines Tages steht die nette „Elfe“ vor mir und zeigt mir den Weg. Bleibt vor allem bei einem und verschwindet bitte nimmer mehr aus dem Leben, wegen banalen Kleinigkeiten. Den Weg in eine schöne Zukunft, an mir solls nicht liegen, ich kann auch was geben. Es ist schön zu zweit zu sein und wenn dann noch gleichgesinnt. Das macht gleich mehr Lebensfreud. Mein Gott welch Kitsch und Romantik. ... klingt vielleicht nach kitsch und romantik, ist aber trotzdem schön. jedenfalls wünsch ich dir, daß du all das findest, wo nach du suchst. |
| OLLI | Hallo, also erschreckt hast Du mich nicht ! Es war halt bewegend. Mich hat es auch gefreut, Dir hier begegnet zu sein und das Du in diesselbe Richtung "läufst". Das passierte im "Internationalen Netz". "Mann" ist erstaunt. Also ich bin beeindruckt. Mein Weltbild ist nicht beschädigt. Ob die Elfe kommt wer weiß und wenn nicht dann wenigstens in einem anderen Leben. Mal einmal der Gewinner sein. Einmal wenigstens. Ich hoffe auch, daß Deine Sorgen und Nöte Dein Wesen nicht allzu lange in Beschlag halten werden und wünsche auch für die Zukunft alles erdenklich Gute und mögen Deine Wünsche auch in Erfüllung gehen. Vielleicht trifft man sich wieder in einem anderen Beitrag oder an einer anderen Stelle im Netz................ Netter Gruß OLLI :) |
| Demon17 | hallo Olli&bradóg, ich hab mir grad mal die letzte Seite durchgelesen. Also meine Erfahrungen sind da nicht ganz so einseitig. Ich habe wenigstens 10-12 Jahre in zwei drei Cliquen die Erfahrung gemacht, das es auch anders geht, wenn es auch ziemlich geschlossene Kreise waren. Ich glaube das war notwendig, weil viele Menschen ein Konkurrenzdenken, das in der Gesellschaft weit verbreitet ist mit sich herum schleppen und dadurch Freundeskreise, die nicht so sind infizieren. Ist ja alles mehr oder weniger. Ich fand euren Meinungsaustausch sehr schön, besonders die Geschichte mit diesem 64 Jährigen Mann hat mir gefallen, obwohl ich irgendwie befürchte, das es mir auch so gehen wird. Das finde ich ehrlich gesagt nicht erstrebenswert, aber sich jetzt irgend welchen Gruppen anzuschließen ist auch nicht die Lösung. Ich kenne die Szene nicht mehr so gut, ich glaube auch nicht, das man von der Szene sprechen kann. Ich mein für mich sind ist sie weitgehend die angenehmste Umwelt, die ich kenne, aber halt nur Umwelt ohne das irgendwie abwertend zu meinen. Ich würde das mit der "knallharten Einsamkeit" nicht so romantisieren Olli. Es ist eine Entwicklung, kein Grund irgendwie stolz darauf zu sein oder sie anzustreben. @Patchoulia, falls sich deine letzte Frage auf mich bezog, "Warum nur Dort?" weil ich in Dizzen in eine düstere mytisch-melancholische Stimmung verfalle und verfallen will, in der ich weitgehend in mir selbst versinke und mich dann nicht auf andere konzentrieren kann und will. Ich glaube ich habe das schon sehr oft erklärt, aber Du kannst das ja nicht wissen. Damit müsste auch brdgs Frage, nach den Auslösern für Melancholie beantwortet sein. never surrender demon17 |
| OLLI | Der 64 Jährige. Ja der hat Spuren hinterlassen. Aber am Ende seiner letzten Tage, die er auf der Couch verbrachte, hat er eins klar gesagt : Die Hölle hatte ich mein ganzes Leben lang auf diesem Planet. Es kann nicht mehr schlimmer kommen mein Freund, es kann höchstens besser werden. Glaube mir, es kann nicht weiter abwärts gehen. Am Ende man doch angelangt ist, wo die Kehrtwendung stattfindet bzw. muss. Es gibt kein entkommen. Vielleicht hat sich das ausharren bezahlt gemacht. Ich kann es Dir aber nicht mehr erzählen. Das war auch das erste mal, wo wir beide richtig mal wieder lachen mussten. Auch Dein Los, wie du es auch gezogen hast in der Tombola. Das Ende kommt gewiss und da gehörst Du auch zum Sonnenschein. Als er wirklich dann nicht mehr da war und ich die Rolläden von seiner Wohnung hochzog, mir die Sonne ins Gesicht schien und ich mir dachte, vielleicht ein Gruß von Ihm. Jetzt scheint die Sonne auch für Ihn. Mich würde brennend interessieren wies dem geht, falls es das Jenseits überhaupt gibt. Wer weiß wer weiß. Da gebe ich Ihm Recht. Was kann noch passieren ? Nichts mehr. Rein gar nichts mehr. Wenn man dieses Stadium erreicht hat, was soll da noch gross passieren ? NICHTS ! Es hatte sich keiner um Ihm kümmern müssen. Der Bestatter war bezahlt. Die Wohnung wurde automatisch von einem Möbelspediteur leergeräumt und die Möbel verkauft. Der Rest erledigte ein Notar. Außer einem Stein am Friedhof und ein paar Blumen die ich bringe, wenn die Sonne scheint, ist nichts mehr da, was überhaupt mal andeuten lies, dass da einer mal war. Es kann jeden treffen. Vielleicht bin ich der nächste. Wenn es doch so kommt. Ich mache mich nicht verrückt, weil ich das Ende weiß von dieser Geschichte. Das Schicksal wird einem nicht herausfordern. Es wird einem begleiten. Die Einsamkeit romantisieren ? Gar stolz drauf sein und die Entwicklung ? Wie mein Los auch immer sein mag, ich weiß es ja nicht, ich such mir noch immer eine Elfe die paßt. Ich sehe das aber nicht so eng. Ich kann mit Gewalt nicht etwas erzwingen, was nicht geht : Liebe. Wenn man die nicht findet, dann ist Einsamkeit wohl oder übel das Los. Es geht hier nicht darum ob ich will oder so. Ich habe dann keine andere Alternative. Die Elfe ist da Draussen. Ich muss Sie nur suchen und finden. Weil dann ist man eine gewaltigen Schritt weiter. Freunde können auf Dauer kein Lebensbegleiter sein. Sie werden irgendwann sich von Dir abwenden. Tod, Heirat, Wegzug etc.. Die Frau kann auch weglaufen, aber die Elfe gibt mir mehr von dem ich zehren kann, auch wenn es in die Brüche geht, als je ein Freund geben kann. Auch von Erinnerungen kann man zehren. Freunde mag man. Sie liebt man nicht. Meistens sind die sowieso zur sehr mit sich selbst beschäftigt, als das Sie überhaupt zuhören. Die Melancholie kann die Lebensqualität sehr beeinflussen. Aber es liegt an einem selbst, wie man diese einsetzt, um seine Geschicke zu lenken. Gruß OLLI |
| bradóg | @ OLLI erzwingen kann man die liebe nicht, aber auch nicht danach suchen, denke ich. ein guter freund sagte mal zu mir ... es kommt wie es kommen soll und wenn es so sein soll, dann wirst du der liebe begegnen. sollte man sie nicht finden, ist einsamkeit nicht unbedingt das resultat, dennoch fehlt etwas wichtiges im leben. du hast einiges von deinem verstorbenem bekannten erzählt, es ist echt traurig, daß er so leben mußte. hätte er mehr zuneigung und liebe in seinem leben erfahren, wäre er wohl nie so einsam gewesen und nie so hart geworden. einsamkeit entwickelt sich ja meist daraus, daß man niemanden hat, von dem man sich angenommen und verstanden fühlt, niemanden der sich für einen interessiert, leider gehört das aber in der heutigen zeit zur tagesordnung und es wird immer extremer. ich denke, freunde können durchaus lebensbegleiter sein und sie können dir ein leben lang erhalten bleiben. entfernungen, heirat, etc. sind kein unüberwindbares hindernis. wenn man sich von herzen gern hat (!), dann ist einem der andere so wichtig, daß man einiges auf sich nimmt, um eine freundschaft zu pflegen und zu erhalten. eine wirklich gute freundschaft übersteht vieles. ist wie in einer guten beziehung, nur ist es eine andere art von liebe. doch wahre freunde zu finden gestaltet sich genauso schwierig, wie der wahren liebe zu begegnen, denn auch hier ist die voraussetzung, daß die chemie stimmt, die zuneigung auf gegenseitigkeit beruht. du schreibst "Freunde, meistens sind die sowieso zur sehr mit sich selbst beschäftigt, als das Sie überhaupt zuhören" ... dann sind es keine wahren freunde, wenn du ihnen am herzen liegen würdest, dann würden sie immer ein offenes ohr für dich haben, sie würden sich alle zeit der welt für dich nehmen und sich für deine gedanken interessieren, selbst zu den unmöglichsten tages- und nachtzeiten. viele deiner gedanken und zweifel, über die du hier schreibst, kenne ich nur zu gut. @ demon17 oh schön, bist wieder im lande, hatte schon befürchtungen, wir haben dich mit unseren langen postings vergrault :) ... konkurrenzdenken ... man muß sich doch aber nicht anstecken lassen. man muß auch nicht hirnlos übernehmen, was einem andere vorgaukeln, wo bleibt da der verstand? ein leben wie ollis 64-jähriger bekannter zu führen ist sicherlich nicht erstrebenswert und um dem entgegenzuwirken sich deswegen irgendwelchen Gruppen anzuschließen, ist nicht die lösung und würde auf längere sicht gesehen unzufrieden machen, da es ja auch nur eine notlösung darstellt. auch die "schwarze szene" hat ihre schattenseiten oder sagen wir besser, ihre schwarzen schafe. obwohl ich mich in dieser "szene" immer noch am wohlsten fühle. doch vor allem in letzter zeit macht sich auch hier viel oberflächlichkeit breit und es ist bei weitem nicht alles gold was glänzt. es ist wirklich schwierig menschen zu finden, mit denen man sich wohl fühlt, wo man man selbst sein und vertrauen kann und nicht benutzt wird. trotzalledem kommt es aber auch darauf an, wie offen man auf andere zugeht, stichwort introvertiertheit. offen zu sein ist aber meistens nicht so ganz einfach, vor allem dann nicht, wenn man diverse negative erfahrungen erlebt hat. |
| OLLI | @ Bradóg Irgendwann wird schon mal wieder eine Elfe auftauchen. Aber wenn ich es wüsste, wären die Gedanken ruhiger, dass wieder mal was passiert in Sachen Liebe. Wenn Du verstehst was ich meine. Dein Freund hat schon Recht. Irgendwann Irgendwo………………. Gut er war auch extremo mein 64er. Habe Ihn aber sehr gut in Erinnerung behalten. Es ist krass, dass wir uns überhaupt verstanden haben, bei dem Altersunterschied. Er hatte eine gute Gabe. Er konnte zuhören und das lange. Warum er so sterben musste, tja das ist so eine Sache. Wenn da wirklich jemand gewesen wäre, das Leben von Ihm wäre anders verlaufen. Aber in der Welt der Anonymität, wird es immer schwieriger, Kontakte zu knüpfen. Aber das ist der Lauf der Zeit und aufhalten lässt es sich kaum. Das da welche zwangsläufig ausscheiden müssen, ist das Resultat davon. Die Ansprüche sind hoch und das Menschliche wird schnell vergessen. Schnelles Leben, schnelles Geld, schnellen Sex, schnellen Urlaub, schnelle Beziehungen alles schnell eben. Hetzen und sich die Füße wund laufen. Ich vermisse schon mal die Menschlichkeit. Gut, Freunde habe ich auch. Probleme gibt’s keine. Aber die sind auch so Problembeladen, da merkst kaum einer, wenn einem es besser geht oder schlechter ! Auch „Bunte“ haben so Ihre Probleme. ***wenn man sich von herzen gern hat (!)*** Nur eines ist bei Männern das Problem, sie reden nie über Ihre Gefühle und manch einer meldet sich nicht mehr. Weil er denkt, der andere will nichts von mir wissen und hat keine Böcke auf mich. Die sind das gar nicht gewöhnt wenn ich sage : Hey, das Zwischenmenschliche ist gut und ich würde gerne haben, das es so bleibt, weil ich dich sympathisch ( das Wort gerne benutze ich nicht, weil die sonst denken ich wäre schwul bzw. es hinterlässt Irritationen ) finde. Männer sind da sehr eigen ! Man achte auch auf seine Wortwahl ! Ansonsten kann es wieder Zoff geben. Männer eben. Aber wenn man denen es mal sagt, hat es Zukunft. *** selbst zu den unmöglichsten tages- und nachtzeiten *** Das kann ich von meinen nicht behaupten, aber da sind sie schon. Man muss sich halt einen Termin geben lassen ! Man muss Kompromiss bereit sein. Ja wenn man negative Erfahrungen gemacht hat, ist man nicht mehr so schnell bereit sich zu öffnen. *** es ist wirklich schwierig menschen zu finden, mit denen man sich wohl fühlt, wo man man selbst sein und vertrauen kann und nicht benutzt wird. aber ... es kommt auch darauf an, wie offen man auf andere zugeht, stichwort introvertiertheit. offen zu sein ist aber meistens nicht so ganz einfach, vor allem dann nicht, wenn man diverse negative erfahrungen erlebt hat. *** Deine Sätze sprechen aus meinen Gedanken………………. Ähm Bradóg komm mir nicht zu Nahe ich beiß Dich ! Soll Spaß sein. :) Gruß OLLI |
| Patchoulia | @OLLI: [QUOTE]@ Patchoulia + Demon 17 + Bradog Ich dachte schon ich bin allein auf dem Planet. Noch 3 weitere die sich so verhalten. Das ist doch mal beruhigend zu wissen ! Diese Verhaltensmuster ähneln sich sehr................................... [/QUOTE] ich begrüße dich im kreise der melancholiker;) @bradóg: ich weiß nicht, ob mein Haupttemperamenttyp immer schon Melancholiker war... vor 3 jahren, als ich 16 war hat es bei mir begonnen, dass ich immer so nachdenklich war. ich hatte träume und vorstellungen über die ich dachte, dachte und dachte. ich war auch sehr interessiert an der "schwarzen szene" (um es mal generell so zu benennen) dann machte ich bekanntschaft mir meiner ex-besten freundin. sie hat mir sehr viel neues gezeigt, doch in wirklichkeit war das gar nciht mehr ich. ich wurde zu einem wannabe ausgeflippten mädchen. doch das war ich nie. ich hatte mein interesse an der nachdenklichkeit und der "schwarzen szene" verdrängt. jetzt nachdem ich diese freundschaft beendet habe, bin ich wieder ich. ich denke und denke und denke. habe meine alten träume wieder und bin auch eher wieder "schwarz"(weiß kein besseres wort dafür)... also, dass klingt jetzt alles sehr weit hergeholt, ist aber schwierig zu beschreiben. ich bin halt gehe jetzt dort weiter, wo ich vor 3 jahren geendet hatte. und daurch kam die melancholie auch wieder. weiters habe ich ein essproblem und es kann sein, das es auch daher rührt. aber das wird immer besser. je mehr ich vom essproblem wegkomm, desto mehr werde ich melancholisch. aber schön melancholisch. was auch noch ein grund sein könnte, ist das ich keinen freund habe und deshalb auch oft nachdenklich über mich werde. aber naja... es ist schon schwer das in worte zu fassen...hoffe du verstehst ein wenig wie es zu meiner melancholie kam. ich wusste auch gar nciht, dass in der "schwarzen szene" eher melancholiker rumlaufen. zufällig... @demon17: ja ich meinte dich. aber wie lässt sich die melancholie wo anders abstellen? |
| Demon17 | Ich glaube was ihr drei gemeinsam habt, ist eure Nachdenklichkeit über das Leben. Ich habe auch mal mit 16 angefangen, die Menschen zu beobachten, denke aber schon lange nicht mehr über sie nach. Auch nicht über mich und die Menschen. Aber dieses Denken schafft auch die Distanz, die euch einsam macht oder denkt ihr über die Menschen nach weil ihr einsam seit? Bei mir war es definitiv umgekehrt, es sei denn man nennt es Einsamkeit ziemlich im Mittelpunkt zu stehen und relativ vviele, enge Freunde zu haben, mit denen man dauernd zusammen ist und doch allein irgendwie...vielleicht zu anders um durch die Gesellschaft wirklich ausgefüllt zu sein. @Patchoulia, ich stell die Melancholie nicht ab, sondern an, sie stellt sich durch die Musik ein, deshalb höre ich auch zu Hause nicht so viel Gothic. Wie man sie abstellt, play the blues dear, wenn du den blues hast. @bradóg, die Beiträge sind nicht zu lang und lesen sich sehr schön. Ich habe die letzten Tage viel PN´s geschrieben. Das hat mich ausgelastet. never surrender demon17 |
| bradóg | @ Demon17 nachdenklich war ich schon immer, manchmal leider zu sehr. ist aber nicht so, daß ich ständig über menschen nachdenke, da gibt es noch viele andere mir wichtige dinge, die zwischen meines gehirnes synapsen herumspucken. es gibt viele arten und gründe von/für einsamkeit, belastend einsam fühle ich mich jedoch sehr selten. wie ja schon gesagt, suche ich oft bewußt die einsamkeit, weil mir die hektik des alltags, der streß in der arbeit etc. einfach über den kopf zu wachsen droht. außerdem möchte ich bewußt leben und auch die kleinen unscheinbaren dinge wahrnehmen können und mich nicht von allem überrollen, zumüllen und reizüberfluten lassen. distanz zu den meisten menschen baue ich bewußt auf, sie geben mir einfach nichts. ich bin und war noch nie so, daß ich viele freunde um mich brauchte, mir sind ein paar wenige intensive freundschaften wesentlich lieber, als viele lockere. ich kenne ne menge leutchen, aber bei sehr wenigen finde ich das, was mir etwas bedeutet. das ich mich in gegenwart anderer desöfteren alleine fühle, ergibt sich einfach daraus, daß wir keinen draht zueinander finden oder wie olli es formulierte, die chemie nicht stimmt. das fängt bereits bei der art und weise, wie ein gespräch miteinander geführt wird an, manches kann ich einfach nicht abhaben, z. b. wenn einem nur mit halbem ohr zugehört wird. bedingt durch meine interessen im allgemeinen, sind deren themen eben oft nicht die meinen. nicht das jetzt der eindruck entsteht, ich kann nur über absolut tiefgründiges diskutieren, nein, nein, ich kann durchaus auch albern sein. aber letztendlich ich bin wahrscheinlich auch zu anders. |
| bradóg | @ Patchoulia ich hab schon verstanden, was du sagen willst. mir gings mal ähnlich wie dir mit deiner ex-besten freundin, bei mir war's wegen einer beziehung. bereits einige jährchen schwarz angehaucht - mitsamt der dazugehörigen lebenseinstellung - lernte ich mittendrin meinen ex-freund kennen, der ein "normales", völlig anderes leben führte, in das ich mich einordnete. unser gemeinsamer bekanntenkreis bestand ebenfalls aus "normalos". das ganze hielt einige jahre. ich war während dieser zeit auch nicht mehr ich selbst und hatte immer das gefühl, das mir etwas wichtiges fehlt, war innerlich am verkümmern. das nachdenken war fast unmöglich und die damit verbundene melancholie größtenteils verschwunden. ich wurde immer unzufriedener und hatte das dringende bedürfnis, zu meiner lebensphilosophie und dem schwarzen dasein mitsamt all seinen facetten zurückzukehren, was ich dann auch in die tat umsetzte. |
| bradóg | @ OLLI allerliebster olli, bitte bitte nicht beißen, ich versprech dir auch hoch und heilig ganz lieb und brav zu sein und nichtmehr deine gedanken zu lesen *ganzverschüchtertdreinguck* ... in sachen liebe ... hört sich fast so an, als hättest du doch insgeheim ein klein bißchen angst davor, die erfüllung in sachen liebe nie zu finden? dein 64-jähriger bekannter ... das ihr euch so gut verstanden habt, zeugt davon, daß die chemie zwischen euch gestimmt haben muß, da spielt dann der altersunterschied keinerlei rolle. ist doch schön, wenn man sich trotzdem gut versteht. alter, was ist das schon, zahlen, lebensjahre, aber das sagt noch lange nichts über den menschen als solchen aus. z. b. find ich's auch relativ egal, wie groß der altersunterschied zwischen zwei sich liebenden ist, die liebe ist wichtig, nicht das alter. aber zurück zum thema, ich schweif schon wieder ab ... ja richtig, die anonymität nimmt immer mehr zu, keiner interessiert sich mehr für den anderen, traurig, traurig. viele wissen ja nicht mal, wie ihre nachbarn aussehen oder heißen. am lande ist es wenigstens noch ein bißchen besser, als in den großstädten. hier in deutschland ist es eh besonders arg, in keinem land, das ich bisher bereiste, war es so extrem wie hierzulande. jeder denkt nur noch an sich. für nichts wird sich mehr zeit genommen, alles nur noch konsumiert, mit dem düsenjäger durchs leben gejagt und alles mitgenommen, was sich so bietet, ohne rücksicht auf andere. ich muß dir ehrlich sagen, mich graut es vor dem tag, an dem auf anderer leute hilfe angewiesen bin. männer und gefühle ... das mit dem sich nichtmehr melden ist nicht unbedingt ein männerproblem, unter frauen ist es nicht wirklich besser, aufgrund von mißverständnissen, die nie geklärt werden, weil es wie so oft an der kommunikation mangelt, zerbricht so manche freundschaft. was gefühle angeht, unter frauen wird zwar öfter über gefühle geredet, aber auch nicht über die, wie man zueinander steht. ist man anders, so wie du erzählt hast und man sagt freunden, daß sie einem wichtig sind und man sie mag, gerne hat oder wie auch immer, dann kommt sowohl männlein, wie auch weiblein nicht mit diesen worten zurecht, so hab's ich erlebt. selbst zu den unmöglichsten tages- und nachtzeiten ... ich stelle diesen anspruch an eine gute freundschaft, denn ich würde genauso für den/die freund(in) da sein. einen termin geben lassen, kompromissbereit sein, das hört sich aber nicht so an, als würde deinen freunden viel an deinem wohlergehen liegen. weiß nicht, vielleicht steh ich da mit meiner einstellung wieder mal allein auf weiter flur, aber wenn mir jemand nahe steht, dann bin ich doch gerne für denjenigen da, dann sind andere dinge erstmal zweitrangig. |
| Patchoulia | @bradóg: so wie du es mit deiner beziehung verglichen hast, war es ungefair. freut mich das du es verstanden hast;) |
| OLLI | Zitat : Ich begrüße Dich im Kreise der Melancholiker. -> Gerne, die hoffentlich auch mal einen Silberstreif am Horizont sehen ! Ich habe auch so eine Geschichte hinter mir, weil "Mann" total verliebt war in die Elfe. Die Liebe war am Anfang sehr groß gewesen, aber wenn die erste Zeit rum und der Himmel sich in blau verfärbt, man merkt wo man ist. Dieses "Erwachen" kenne ich allzu gut. Die anschließende Melancholie lassen wir mal ganz weg und die anschließende Lebensqualität auch. @ Bradog In sachen liebe .. Wenn Ich mich öffnen darf : JA ! Ich schweif schon wieder ab ...Nein machst Du nicht. Ich gebe Dir Recht. Aber das erkläre mal jemanden, der nicht den Tiefgang hat. Die sehen und handeln immer Rational. Weisen alles von sich, was nicht so ist, wie es in Ihrer Umgebung ist oder wie es sich "gehört" laut alten Statuten. Was der Bauer nicht kennt, (fr)-isst er nicht im übertragenem Sinne. Früher war das aber anders......Die Jungen leute heutzutage......... ....sagen, mich graut es vor dem tag, an dem auf anderer leute hilfe angewiesen bin.....wie wahr der Text ! Die Nachbarn, tja alle haben Angst vor dem "Fremden". Aber mit dem Fernglas in die Wohnungen schauen und an dem Leben doch sich ergötzen wollen, da sind sie alle da. Tuscheln und quasseln bei dem Zeitungskiosk über die Nachbarschaft. Wehe es knallt auf der Strasse. Ich sage nur Heinz Becker. Aber mal klingeln ? Nee lieber nicht. Jaja der Düsenjäger, seit Billigflieger und Co existieren, wird ja nur noch gejettet. VOLL IM TREND ! Alles mitnehmen. Von Alicante bis Zaire. Abrasen und abhetzen. Die merken vor lauter Hetzerei nicht ob Sie Malaria haben. Wann hasten das letzte mal die Oma gesehen, ähm das war vor dem Malle Urlaub vor acht Wochen.....Hilfe angewiesen ? Hoffentlich nicht. Weil dann....ach lassen wir das. Um Gottes willen ! Ich im Altersheim. Da wirste wenn man Pech hat geschlagen und fertig gemacht und die Rente kriegste abgenommen. HILFE ! Jemand nähert sich mir mit dem Waschlappen. Mach mir keine Angst......... kommt sowohl männlein, wie auch weiblein nicht mit diesen worten zurecht, so hab's ich erlebt..........Ja da liegt der Hund begraben. Gefühle zeigen. Das ist glaube ich in dieser Welt nicht mehr erwünscht. Die verstehen das aber auch nicht. Die sind stumm wie Fische...........aber träumen alle von der großen Liebe ! Aber können nicht über Gefühle reden. Wo liegt da der Sinn. .......weiter flur, aber wenn mir jemand nahe steht, dann bin ich doch gerne für denjenigen da, dann sind andere dinge erstmal zweitrangig....Nein Du stehst nicht allein auf dem Flur. Aja meine Jungs sind halt auch irgendwie neben der Kapp. Problembeladen hoch drei. Menschen sollten immer wichtiger sein als materielle Dinge. Aber ich rede mit denen nicht über meine Empfindungen. Die fress ich lieber in mir rein und weg sind sie. Die unterhalten sich lieber über Autos mit Sportauspuff und ich träum von einer Elfe. Das paßt wunderbar zusammen !!!!!!! Ich fühle mich da immer wie ein Depp. Ich möchte übers Leben reden und dann landen wir wieder über DVD´s und KFZ. ICH MAG NICHT ! Ach... Herr, schick mir endlich die Elfe !!! Albern sein. Ja schon, aber wenn dann Ultra Albern. Ich kanns auf jeden Fall. Deinen Beträgen kann ich nichts hinzufügen, weil die Gedanken sich wieder einmal decken. Kein Kommentar mehr nötig. Wir kennen uns nicht und Du schreibst da Dinge auf, die sich mit meinen Gedanken wieder decken. Wahnsinn. Dazu kannst Du ja nichts. Sei bitte lieb ! Du wirfst mich ja aus der Bahn. Oh Manno Manno Mann. Ich hab auch noch nie Smilies benutzt......... Netten Gruß OLLI :) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i] [B]nachdenklich war ich schon immer, manchmal leider zu sehr. ist aber nicht so, daß ich ständig über menschen nachdenke, da gibt es noch viele andere mir wichtige dinge, die zwischen meines gehirnes synapsen herumspucken. [/B][/QUOTE]Ich bin auch schon immer recht nachdenklich und ... verträumt(?) ... Obwohl ich oft nicht bewußt nachdenke, sondern irgendwo in der Ferne schweife, das Unterbewußtsein arbeiten lasse, wie eine Art Tagtraum ... Es ist kein zielgerichtetes Denken, sondern ein "dem Denken freien Lauf lassen". Oft finde ich gerade dabei die besten Ideen und Lösungsansätze. Das Denken ist nicht durch scheinbare Sachzwänge begrenzt. "... Armeen aus Gummibärchen, Panzer aus Marzipan ... Kriege werden aufgegessen, einfach a Plan ..." Vielleicht ist Melancholie das Alleinsein mit sich selbst - manchmal ist das schön, manchmal nicht. |
| Mornedhel | Erst mal möchte ich den vorhergegangenen Autoren Patchoulia + Demon 17 + Bradog und OLLI für ihre Faszinierenden und Inspirierenden Worte danken. In vielen dieser Worte konnte ich mich selbst und meine Gedanken wieder finden und das erschrecket mich fast im den gleichen maßen wie es mich erfreute. Zeigte es mir doch auf der einen Seite das ich nicht so einzigartig und außergewöhnlich bin wie ich dachte ;) und auf der anderen Seite das es auf der Welt noch andere Menschen gibt die so sind wie ich bzw. meine Gedanken teilen. Auch ich kenne diese Einsamkeit die man oft als Preis dafür zahlt das man nicht einfach so sein will wie die andern. Lange Zeit habe ich es früher versucht mich der Masse anzupassen so zu sein wie die anderen doch hat es nie so richtig geklappt weil am ende da immer diese eine frage war „Bin das wirklich ich ?“. Also habe ich es irgendwann aufgegeben zu versuchen so zu sein wie die anderen und habe versucht ich selbst zu sein. Dadurch das ich jetzt einfach ich selbst war und mir nicht mehr den Kopf darüber zerbrach was ich den falsch mache und wie ich den wie die anderen sein könnte hatte ich Zeit das was ich immer sein wollte zu beobachten und auch darüber nachzudenken was mir wirklich wichtig ist bei Menschen. Auch wenn ich dadurch jetzt vielleicht noch Einsammer bin als vorher so weis ich jetzt wenigsten wofür. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben Menschen zu finden die mehr als nur die Summe irgendwelcher Oberflächlichkeiten sind, Menschen bei denen man einfach man selbst ist und doch akzeptiert und gemocht wird, bei denen man sich wohl fühlt Menschen denen man auch einmal sein innerstes seine Gefühle offenbaren kann und die ein dann nicht verraten sondern ein annehmen und ihr innerstes zeigen. Das führt zwar oft zu Enttäuschungen jedoch sind Erfolge für einen dafür um so Schöner. Bisher hab ich nur eine solche Person gefunden(die ich an dieser Stelle herzlich grüßen möchte falls er das liest) auch wenn wir jetzt aufgrund meines Studiums weiter auseinander wohnen so nutze ich doch jede Möglichkeit mal vorbei zu fahren oder einfach nur Hallo zu sagen. Ich weiß zwar nicht wo mich der von mir selbst gewählte Weg noch hinführt, was für Hindernisse mich noch erwarten mögen oder ob ich irgendwann dieses eine zauberhafte Wesen finden werde das mich auf diesen Weg begeleitet mir Kraft gibt und mich stützt so wie auch ich es bei ihr tun werde. Doch werde ich ihn weiter beschreiten. Die Geschichte von den 64 Jährigen hat mich sehr nachdenklich gestimmt, werde auch ich irgendwann so werden, oder werde ich irgendwann nachgeben und mich der Masse unterordnen. Ich weiß es nicht doch war auch der 64 Jährige nicht gänzlich einsam am Ende, stand doch 1 Person an seinem Grab... Um mal wieder auf das Topic zurück zu kommen was ist Melancholie für mich. Dieses bitter-süße Gefühl das ich nicht missen möchte. Das in meine Gedanken eintauchen, mich mit ihnen treiben lassen egal wo es mich hinführen mag, das mich manchmal mich selbst erkennen lässt. Das Gefühl das mich die wenigen Momente der Freude und des Glückes genießen lässt. Die Melancholie ist für mich wie eine art guter Freund sie ist dar wenn ich sie brauche und versucht mir zu helfen, sie ist aber auch nicht ständig da und lässt mir so auch einen gewissen Freiraum für mich selbst. Ich würde schon sagen das mir meine Melancholie ein gewisses Stück mehr Lebensqualität gibt. Es gibt vieles was mich Melancholisch werden lässt aber ich denke am meisten ist es das Gefühl von lauter Leuten umgeben zu sein aber doch irgendwie allein zu sein. |
| OLLI | @ Mornedhel stand doch 1 Person an seinem Grab...die anschließend schwer angeschlagen war, melancholisch hoch drei und sich schwer zusammen nehmen mußte. Aber das war es wert. Aber ich würde, wenn ich jemanden kennenlernen sollte wie Ihn, würde ich es wieder tun. Auch wenn am Ende der Friedhof wieder steht. Dorthin muss ich ja auch mal. Vielleicht bin ich auch mal 64 und einer begleitet mich auf dem Weg, so wie ich ihn.... Sei froh, das Du einen Gleichgesinnten gefunden hast. Andere haben aber nur 50 %ige Gleichgesinnte, oder gar keinen. Das ist bitter. Aber man merkt an den Beiträgen hier, daß viele sich irgendwie wieder erkennen zum Teil so wie Du es auch geschrieben hast. Das macht Mut. Gruß OLLI |
| Patchoulia | Zuerstmal an Mornedhel und TheTurningPoint ein HALLO! @TTPoint: [QUOTE]Es ist kein zielgerichtetes Denken[/QUOTE] ich glaube, wenn es ein zielgerichtetes denken wäre, würdest du auch zielgerichtet handeln. dann wärst du nicht melancholisch , sondern eher ein cholerisch. |
| Mornedhel | Zuerst will ich doch mal die versäumte Begrüßung nachholen also Hallo an alle @Olli *stand doch 1 Person an seinem Grab...die anschließend schwer angeschlagen war, melancholisch hoch drei und sich schwer zusammen nehmen mußte. Aber das war es wert.* Mir ist es lieber wenn am ende nur eine Person an meinen Grab steht die dann genauso denkt, von Wahrer Trauer bewegt ist und vielleicht sogar eine ehrlich gemeinte Träne aufgrund meines dahinscheiden vergießt als wenn am ende 10 Leute an meinen Grab stehen die aber alle nur weil es der Anlass gebietet ein Trauriges Gesicht machen und sobald sie im Auto sitzen wieder fröhlich vor sich hin scherzen. *Vielleicht bin ich auch mal 64 und einer begleitet mich auf dem Weg, so wie ich ihn....* Das ist ein schöner Gedanke und ich wünsche dir das es dir vergönnt sein möge. *Sei froh, das Du einen Gleichgesinnten gefunden hast. Andere haben aber nur 50 %ige Gleichgesinnte, oder gar keinen. Das ist bitter.* Ja, da hast du recht das ist hart und darum freue ich mich auch immer wieder das mir dieses Glück vergönnt war. @Patchoulia & TTPoint *Es ist kein zielgerichtetes Denken* Dadurch das man sein denken auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet begrenzt man sich schon selbst in seinen denken sowie seinen Möglichkeiten. Es wäre dann nicht mehr das suchen nach verschieden Lösungen oder Sichtweisen sondern eine Zwanghafte suche nach einer Schnellen Antwort. |
| Patchoulia | Ja, genauso handelt ein Choleriker... |
| Mornedhel | Ich wollte dir da auch nicht wiedersprechen oder so, ich wollte nur mit meinen eigenen Worten versuchen etwas dazu zu sagen. Außerdem wusste ich nicht mehr genau was noch mal ein Choleriker ist :rolleyes: |
| bradóg | @ Olli sich gut verstehen/lieben trotz großem altersunterschied ... da siehste mal wieder, wie seicht die masse der menschheit doch ist, gefühle scheinen ihre bedeutung verloren zu haben. ist wirklich sinnlos, jemandem ohne tiefgang zu erklären, was so ne außergewöhnliche freundschaft/beziehung ausmacht. die sehen nicht die gefühle, die einem mit diesem älteren/jüngeren menschen verbinden, sie sehen nur die äußerlichkeiten und verhalten sich/denken nach den gesellschaftlichen normen oder wie war das mit dem bauer?! mit dem düsenjet durchs leben jagen ... da hab ich mich wahrscheinlich mißverständlich ausgedrückt, aber deiner antwort kann ich trotzdem kopfnickend zustimmen, sehe ich auch so. ich meinte eigentlich, daß alles mitgenommen wird, im sinne von ... was sich bietet, wird konsumiert, je mehr umso besser, ohne rücksicht auf irgendwas, sei es umwelt, die gefühle anderer etc. dabei sind diese konsumorientierten individuen noch äußerst stolz auf ihr handeln und geben damit an, wo sie schon überall waren, was sie sich alles gekauft und wieviele ons sie erlebt haben ... mein haus, mein auto, meine jacht ... wie arm, wie arm. wenn man dann mal hinterfragt, was sie z. b. im urlaub so alles erlebt und ob sie land und leute kennengelernt haben, dann erzählen sie, daß sie's grad mal vom hotel bis zum strand geschafft haben um sich stundenlang in der sonne zu aalen und einmal mit dem auto um die insel gefahren sind. echt klasse, es lebe ballermann und co. Alters-/Pflegeheim ... das wär das schlimmste was mir passieren könnte, ich hoffe beizeiten friedlich diesen tristen aussichten zu entschlummern. Gefühle zeigen ... richtig, jeder hofft auf die supertolle beziehung, aber so gut wie keiner ist bereit, seinen beitrag zu leisten. das kann nicht funktionieren. die beziehung ist die pflanze, die gefühle der dünger, aber ohne dünger verkümmert früher oder später die pflanze. man muß nicht unbedingt großartig über gefühle reden, gibt auch genügend andere möglichkeiten, diesen ausdruck zu verleihen. aber wann passiert sowas schon mal. jeder unwichtige scheiß wird rauf- und runterdiskutiert, aber wie man zueinander steht, was man füreinander empfindet, ist völlige nebensache, doch eigentlich die hauptsache. mich wundert's nicht, daß so viele freundschaften/beziehungen sang- und klanglos auseinandergehen. Deine Jungs und über Gefühle reden ... du sprichst mir aus der seele. der meisten menschen geistiger horizont reicht grad mal bis zu ihren eigenen interessen, das war's dann aber auch schon. ich kann dir garnicht sagen, wie mich sowas anödet!!! mir geht's wie dir, ich hab's mir mittlerweile total abgewöhnt, mit anderen über meine empfindungen und gedanken zu reden, interessiert ja eh keinen. eigentlich ist's traurig, daß man sich hier im internet mit "fremden" eher darüber unterhalten kann, als mit eigenen bekannten. erstaunt mich auch, daß sich unsere gedanken so sehr ähneln, bin's garnicht gewöhnt, verstanden zu werden, tut richtig gut :) |
| OLLI | @ Bradóg … sich gut … dem bauer?!... Genauso war es gemeint mit dem Bauer und den äußerlichen Normen. Zwecklos, mit jemanden darüber zu reden, der nicht mag und vor allem nichts versteht. Die blockieren und jagen es weg. Gefühle zeigen, Mensch Olli, daß machen doch nur Schwächlinge. Gehörst Du dazu ? Mensch hätte gar nicht gedacht von Dir, dass Du sooo ein Sensibelchen bist ? Olli ?!?!? Ich sage niemanden eigentlich mehr, wenn ich jemanden kennen lerne oder neue Freunde habe, weil dann wird darüber debattiert : Wie alt, Status, wie sieht der / die aus und und und ……….. Schon oft gefragt und ich sag schon gar nichts mehr. Mittlerweile bin ich so abgebrüht. Leider. … mit dem düsenjet durchs leben jagen ... da hab ich mich wahrscheinlich … sonne zu aalen und einmal mit dem auto um die insel gefahren sind. echt klasse, es lebe ballermann und co. … Ich habe die Richtung verstanden, wie Du es meintest. Ich erinnere mich an die Werbung in der Glotze : Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Yacht…. Nachdem 20000 mal kann man es bald auch. Dieses Geseire habe ich jeden Tag auf der Arbeit. Diesen Druck, wer hat was, kann was, ist was. Am Ende dieser endlos Debatten sag ich immer wenn mich einer fragen sollte : Laßt mich in Ruh mit eurer Diskussion. Mehr nicht. Dann verstehen die nur noch Bahnhof und meckern rum, machst alles schlecht und überhaupt, obwohl ich gar nichts Negatives dazu sage oder mich daran beteilige. Außerdem hier und überhaupt wieso hasten immer schwarz und ……………………die verstehen nix. Ohne Rücksicht auf Verluste wird abgefahren und abgekauft. Wundern sich dann aber z.B. wenn auf der Weihnachtsfeier keiner auftaucht. Ausschnitt aus einem Gespräch : Aja bei dem Druck hier und dem Verhalten von manch einem, braucht es auch nicht mehr lang erklären, warum mit euch niemand mehr reden möchte. Wie ? Ihr redet sowieso jeden Tag dasselbe……..Hä ? Dann brauche ich das Abends auch nicht noch zusätzlich ! Hä ? JA !!!!! Im stillen ich mir denke : Bahnhof Bahnhof Bahnhof……….. Naja, das verstehen die Leute unter Urlaub machen so wie du es beschrieben hast. Es ist aber wirklich so. In gewisse Länder möchte ich gar nicht mehr hinfahren. Wenn du da als deutscher Tourist auftauchst, sind alle Klischees wieder bedient, obwohl dich keiner kennt, wird man über den Kamm geschert. Kultur Land und Leute. Ja das ist interessant. Ich könnte da Dinger erzählen….Wie du es sagst ehrlich war. Aber wer interessiert sich für Land Leute ? Man will sich doch erholen und einen braunen Taint kriegen, daß auch jeder weiß, daß man es sich LEISTEN kann. Angeben prahlen…… … Alters-/Pflegeheim ... das wär das schlimmste was mir passieren könnte, ich hoffe beizeiten friedlich diesen tristen aussichten zu entschlummern…. So eine Institution, wenn ich vorher nicht dahinraffe sollte, wird hoffentlich keine Endstation sein. Aber ich glaub vorher mach ich kurzen Prozess. Das wird Überwindung kosten........ … Gefühle zeigen ... richtig, jeder hofft auf die supertolle beziehung, aber so gut wie klanglos ………auseinandergehen….. Ja das ist der Punkt. Aber in diesen Beziehungen denken alle nur noch an sich. Es ist schwierig, sich mit jemanden zu unterhalten, der das nicht versteht. Dünger geben, sonst geht die Pflanze ein. Wie wahr ! Aber um Dünger zu geben, muß die Gegenseite auch was tun und wenn da nichts kommt, stellt man die Düngemittelzugabe irgendwann von selbst ein. Kommt schleichend. Die Gegenseite macht dasselbe und wartet.... bis es am Ende verkümmert ist und keiner tut etwas dagegen……….Die wollen Ihre Interessen erst befriedigt haben. Wehe das klappt nicht sofort. Dann heißts : Es gibt ja noch andere Mütter mit schönen Töchtern/Söhnen wenn’s in die Hose geht, diesen Spruch höre ich von meinen Freunden jeden Tag. Diesen Spruch. Grrrr. Aber Fehleranalyse und mal drüber nachdenken, dass macht keiner. Aja wird schon werden beim nächsten mal……..Dann passiert genau dasselbe wieder....... … Deine Jungs und über Gefühle reden ... du sprichst mir aus der seele. der meisten menschen geistiger horizont reicht grad mal bis zu ihren eigenen interessen, das war's dann aber auch schon. ich kann dir gar nicht sagen, wie mich sowas anödet!!! mir geht's wie dir, ich hab's mir mittlerweile total abgewöhnt, mit anderen über meine empfindungen und gedanken zu reden, interessiert ja eh keinen. eigentlich ist's traurig, daß man sich hier im internet mit "fremden" eher darüber unterhalten kann, als mit eigenen bekannten…. Tja was soll ich noch dazu sagen. Es ist so wie Du es schreibst. Ich mache es nicht mehr. Die Abende sind auch langweilig. DVD gucken, Bilder im Netz über KFZ. ICH MAG NICHT ! Wenn ich doch mal die Ehre habe, darüber reden zu „dürfen“ about feelings, dann merke ich schnell, daß auf der Gegenseite an der Strippe Funkstille ist. Ich denke mir im Stillen : Olli hör auf es bringt nichts……..rede von DVD´s und KFZ das geht besser, hast du schon Terminator 17 gesehen oder Alien 80……nix gegen meine Jungs, aber da sind sie wirklich neben der Kapp. Da taucht immer meine Geistige Elfe auf, wie in „Der Herr der Ringe“, diese weiße Zauberin (Cate Blanchett) : So eine frauliche ferne süße Stimme : Olli ! Hör auf sie zu traktieren mit Deinen Worten………….Das Licht der Weisen sie nicht trifft………….Rede von Dingen aus Ihrem materiellem Schatz…….Sie Dich dann verstehen werden……..Glaube mir…………..Olli, Du ins Land noch kommen wirst, wo dir einer seine Sinne gibt…………….Ach meine liebe Elfe, wie gern ich’s doch glauben würde……..Schau ins Wasser und folge mir……….Gerne……….. Die Elfe oben war als Gag gedacht…….Geistig gestört bin ich noch nicht. So beschränkt wird „Mann“ schon hier auf diesem elendigen Krater. Du siehst an meinem Sarkasmus, das baut mich auf. Man wird stumpf mit der Zeit. Und Bradóg, das ist etwas, was mir gar nicht gefällt. Stumpf und in sich gekehrt wird man. Melancholie daraus wird. ... mir geht's wie dir, ich hab's mir mittlerweile total abgewöhnt, mit anderen über meine empfindungen und gedanken zu reden, interessiert ja eh keinen... Ich mache es auch nicht anderster mittlerweile. Ich habe keine Alternative momentan. … erstaunt mich auch, daß sich unsere gedanken so sehr ähneln, bin's gar nicht gewöhnt, verstanden zu werden, tut richtig gut … Ich gönne es Dir ! Aber dieses Gedankengewitter ist schon überwältigend ! Schon stark. Gruß OLLI |
| cocrea | danke strangschreiberInnen für diesen fluss. geselle mich als schutzschild-losere, als melancholische, als blaue rose, dazu, tiefgängerin, grenzgängerin, die ich schon als 15-jährige bücher übers leben nach dem tod gelesen hat. und von meinen klassenkameraden zu hören bekam: ach, vergiss das! du bist jung, leb doch jetzt. mit dem tod kannst du dich doch noch im alter beschäftigen. Ich: grad, weil ich leben will, will ich wissen, was der tod bringt, will die bedienungsanleitung. (in rl mag ich keine solchen b-anleitungen). es stimmte mir keiner zu. tod im leben, leben im tod; durchgangstüre. nach meinem ersten disko-besuch (mit 15), den ich wie einen gang in die hölle empfand, wo mir meine klassenkameraden dermaßen fremd vorkamen, auch meine schwester, hatte ich 3 wochen lang eine depression und keiner merkte es, nicht in der familie, nicht in der schule. da merkte ich, dass ich anders ticke als die anderen, als die mehrheit. ich durchpflügte existentielle fragen, wie sie auch heidegger stellte, vom dem ich damals nix wusste: WAS, WENN ICH DAS GRÜN DES GRASES ganz anders wahrnehme als andere. was wenn ich mein grün nicht verständlich machen kann? was, wenn ich das grün der anderen nicht fassen kann? was, wenn ich existenziell und exemplarisch allein bin? [COLOR=blue]»Die verkannte Krankheit Depression«, Ursula Nuber, Kreuz Verlag, 1991, (Autorin ist mir pers. bekannt, Stellv. Redakteurin v. »psychologie heute«) Ursula Nuber, »Die verkannte Krankheit Depression«, Kreuz Verlag, 1991, (Autorin ist mir pers. bekannt, Stellv. Redakteurin von »psychologie heute«) weiß folgendes zu sagen: »Fast jeder kennt dieses Phänomen aus dem Alltag: Man kann besser Auto fahren als all die anderen, man hat den Durchblick, der dem Kollegen fehlt, man hat die richtige politische Einstellung – und das Unglück widerfährt sowieso nur anderen Menschen. Diese Selbstüberschätzung gelingt uns, so die Sozialpsychologin Shelley Taylor, aus drei Gründen: - Wir erliegen der ILLUSION, Kontrolle über unser Leben zu haben, und glauben, auch in Krisenzeiten noch selbst bestimmen zu können. - Gelingt uns etwas, dann schreiben wir das unserem Konto gut, ein Misserfolg hat viele Väter. - Wir erliegen einem unrealistischen Optimismus. Zum Beispiel sind wir davon überzeugt, dass uns niemals ein Autounfall passiert, dass in unserem Land niemals ein Atomkraftwerk einen schweren Störfall haben wird, dass die Zukunft nur Gutes bringt. Dieser unrealistische Optimismus hilft uns, die harte Realität zu beschönigen. [B]Depressive Menschen machen bei diesen Selbsttäuschungsmanövern nicht mit – selbst wenn sie wollten, sie können es nicht.[/B] Sie wissen ganz genau, wieviel Kontrolle sie über ihr Leben haben, sie wissen, wann sie versagt haben, [B] und sie sehen die Dinge, wie sie sind – ohne den rosaroten Filter der positiven Illusionen. Depressiven Menschen scheint ein Schutzschild zu fehlen, der die Härte der Realität von ihnen fernhält. Ob dieser Schutzschild durch biologische Faktoren, Kindheitserlebnisse oder andere widrige Lebensumstände zerstört wurde, erscheint zweitrangig, weil es fraglich ist, ob dieser Schutzschild jemals wieder völlig aufgebaut werden kann – und ob dies überhaupt erstrebenswert ist.[/B] S. 136 Die blinden Flecke in unserer Wahrnehmung helfen uns also offensichtlich, besser durchs Leben zu kommen. Henrik Ibsen, der die Fähigkeit des Menschen zur Selbsttäuschung in vielen seiner Werke thematisiert hat, schreibt ihr eine wichtige Funktion zu: »Nimm dem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, und du hast ihn auch seines Glückes beraubt.« S. 137 [/COLOR] [COLOR=firebrick]Melancholie ist die Freude an der Traurigkeit, die man empfindet, wenn man einen Sonnenuntergang betrachtet und weiß, dass dieser Moment gleich vorbei sein wird. Alexander Belicanski[/COLOR] weihnachten vor 4 jahren bekam ich eine weihnachtskarte aus usa mit ff berührenden fragen von oriah mountain dreamer (medizinfrau), den ich spontan übersetzt habe. im web kursieren auch andere üs-versionen. [COLOR=burlywood][/B]EINLADUNG – MEINE FRAGEN AN DICH[/B] Es ist ohne Belang, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich frage dich, wonach du dich schmerzlich sehnst? Wagst du es, davon zu träumen, deinen Herzenswunsch wahr werden zu lassen? Es ist ohne Belang, wie alt du bist. Ich frage dich, ob du es riskierst, auszusehen wie ein Narr, um deiner Liebe und Träume willen und für das Abenteuer, am Leben zu sein? Es ist ohne Belang, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen. Ich frage dich, ob du den Kern deines innersten Schmerzes berührt hast? Haben dich die Treuebrüche des Lebens empfänglich gemacht oder bist du vor Kummer geknickt und verweigerst dich aus Angst vor weiteren Wundheilungen? Ich frage dich, ob du meinen und deinen Schmerz aushalten kannst, ohne der Versuchung nachzugeben, ihn verbergen, herunterspielen oder beseitigen zu müssen? Ich frage dich, ob du meine und deine Freude annehmen kannst? Kannst du vor Wildheit tanzen und dich der Verzückung hingeben bis in die Finger- und Zehenspitzen, ohne uns dabei das beschränkte menschliche Dasein vorzuhalten oder uns zur Mäßigung zu ermahnen? Es ist ohne Belang, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist oder nicht. Ich frage dich, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein? Kannst du den Vorwurf ertragen, ein Verräter zu sein, weil du deine eigene Seele nicht auslieferst? Ich frage dich, ob du aus Gewissensgründen unzuverlässig und daher vertrauenswürdig sein kannst? Kannst du Schönheit würdigen, auch wenn ihr Alltagsgesicht nicht wohlgefällig erscheint? Kannst du dein Leben fortwährend neu aus Gottes Gegenwart schöpfen? Ich frage dich, ob du meine und deine Misserfolge verkraften kannst und unerschütterlich am Seeufer stehen bleibst, um dem Silbermond dein beherztes "Ja!" zuzurufen? Es ist ohne Belang, wo du wohnst oder wieviel Geld du hast. Ich frage dich, ob du dich nach einer sorgenvollen, verzweifelten Nacht - erschöpft und wund bis auf die Knochen - aufraffen kannst, um aufzustehen und die Kinder mit dem Nötigen zu versorgen? Es ist ohne Belang, wer du bist und was dich hierher geführt hat. Ich frage dich, ob du - mitten im Feuer - bereit bist, mit mir standzuhalten, ohne dich zu entziehen? Es ist ohne Belang, wo, was oder mit wem du studiert hast. Ich frage dich, was dich im Innern erhält, wenn dir alles Äußere entgleitet? Kannst du ohne Zeitvertreib mit dir allein sein? Erträgst du auch in traurigen, einsamen Zeiten deine Nähe und die der Gefährten, mit denen du dich gewöhnlich umgibst? Oriah Mountain Dreamer [/COLOR] cocrea grüßt (er kam mich neulich wieder besuchen, dieser innere schmerz, und er kann sich auflösen, wenn durchliebt, ausgedrückt, und nun fließt auch blut im urin - blasenentzündung - ich weine unten blut und wasser, weil oben die schleusen noch zu wenig durchlassen - der körper führt stellvertretend aus, was die psyche an seelischem müll noch nicht loslassen möchte) |
| bradóg | @ Mornedhel ich selbst zu sein, auch wenn ich dadurch jetzt vielleicht noch Einsammer bin als vorher so weis ich jetzt wenigsten wofür. ... weiß nicht, ob du das auch an dir beobachtet hast, aber man passt sich u. a. auch an, um von anderen gemocht und anerkannt zu werden. wenn man den mühsamen weg des selbstseins eingeschlagen hat und ihn mit allen konsequenzen beschreitet, ist es irgendwann nicht mehr wichtig, ob andere einen mögen oder nicht oder deine meinung teilen, man ist unabhängig. |
| Patchoulia | das ist bei mir genauso. wärend der freundschaft mit dieser einen freundin, hatte ich keine zeit um andere freundschaften aufzubauen. jetzt bin ich nahezu allein. ich habe andere freunde mit denen ich weggehe, aber ich kenne sie noch nicht so gut. trotzdem bin ich jetzt einsamer als vorher und die melancholie steigert sich oft in mir, doch ich bin mehr ich als vorher als ich diese melancholie unterdrückt habe. ich bin also lieber einsam als das ich falsche charakteristiken spiele. weiß nicht ob das hier zu eurem gespräch passt. ich kann mir nicht immer alles durchlesen. |
| caro | Das erinnter mich so ein wenig an meine situation... nur ist es ein bisschen anders... Ich hatte eigentlich viele freunde.. die mich aber mittlerweilt ziemlich doof und abgedreht finden.. nunja. und da gibts es aber eine einzige richtig gute freundin... mit ihr kann ich alles machen und über alles reden ... doch irgentwie hab ich deshalb angst.. wenn es vielleicht einmal zu ende geht.. warum auch immer.. auch wenn es an der trennug schulischer wege liegt... dann bin ich alleine... dieses gefühl versetz mich mehr und mehr in einen melancholischen zustand.. oder besser es spickt das eigentlich schöne gefühl der melancholie mit traurigkeit..... |
| Patchoulia | das ist dann genau umgekehrt. ich wollte nie nur EINE beste freundin. nachdem ich schule gewechselt hatte, habe ich natürlich viele neue leute kennen gelernt, dadurch haben wir uns seltener sehen können. trotzdem hat sie weiter geklammert und wollte das ich sie 2 mal in der woche mindestens besuche und jeden abend anrufe. das war stressig und anstrengend. nun habe ich eben die neuen freunde und es ist nicht stressig, nicht anstrengend und ich kann mich alleine meiner melancholie hingeben, auch wenn ich im moment der melancholie alleine bin. es aber auch sein will. ich habe das gefühl ich kann nicht richtig sagen, was nun die melancholie, oder meine melancholie wirklich ist. ich glaube nur sie war immer schon da und ich habe sie genossen. dann war ein bruch wo ich sie nicht wahrnehmen konnte, weil ich keine zeit mehr für mich selber hatte. nun habe ich wieder zeit und die melacholie kommt in allen zügen wieder hervor. warum etwas unterdrücken, was immer schon in mir war und einfach zu mir gehört wie mein herz und mein körper? melancholie ist nur eine art mit situationen umzugehen und zu denken. trotzdem kann man ein schönes, glückliches leben führen auch wenn man manchmal meint es sei bald zu ende. ich kanns nicht anders beschreiben. melancholie ist einfach melancholie. |
| bradóg | @ OLLI Gefühle zeigen, Mensch Olli, hätte gar nicht gedacht von Dir, dass Du sooo ein Sensibelchen bist? ... wie kannst du nur und das als mann, da hat man stahlhart zu sein, schäm dich!!! keine angst, war ironisch gemeint, ich schätze männer mit sensibilität und gefühl. Mittlerweile bin ich so abgebrüht. Leider ... weiß nicht wie's dir geht, eigentlich hätte man so viel zu geben, klingt jetzt vielleicht arrogant, aber perlen vor die säue werfen? nee, das wäre zu schade, pure verschwendung an die, die's nicht verdient haben. man kann seltenst sein, wie man wirklich ist, man darf nicht mit dem herzen und mit leidenschaft dabei sein, der nächste messerstich wäre einem sicher. Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Yacht. Dieses Geseire habe ich jeden Tag auf der Arbeit ... und ich teils auch in der freizeit, bogenschießen ist ein wunderbares beispiel. ich machs auschließlich aus spaß an der freude und um innerlich zur ruhe zu kommen. kann keiner verstehen, daß es mir nicht großartig ums treffen geht, nicht darum, sämtliche turniere deutschlands abzugrasen, nicht darum mein equipment zu präsentieren, daß ist mir alles sowas von schnurzpiepegal. was denkste, wie oft ich wegen meiner einstellung belächelt werde, sie halten mich für bescheuert, schließlich ist ein turnier ja dazu da, um sich mit anderen zu messen und zu beweisen, daß man besser als die anderen ist, dieses verdammte konkurrenzdenken! Interesse an Land und Leuten ... die im urlaub nichts anderes zustande bringen als sich am strand zu grillen und sich von irgend so ner hupfdohle genannt animateur bewegen zu lassen, um anschließend echten deutschen schweinebraten mit klos und als nachtisch bildzeitung zu verschlingen, sind echt zu bedauern. sie wissen garnicht, was sie alles verpassen. ist doch höchst interessant, abseits der ausgelatschten touristenpfade auf eigene faust ein land zu entdecken. vor einiger zeit war ich alleine in irland unterwegs. jeder hat mich für verrückt erklärt, was willste da alleine und dann noch als frau und dann noch ohne hotelbuchung! hatte nur flug und auto gebucht und bin quer über die insel gefahren. hatte da erlebnisse, die werd ich nie vergessen, davon zehre ich heute noch. wenn ich anderen was darüber erzähle, stosse ich nur auf unverständis, die können das in keinster weise nachvollziehen, was es einem gibt, zwei wochen lang mit sich alleine durch die einsamkeit irlands zu reisen. Alters-/Pflegeheim, wenn ich vorher nicht dahinraffe sollte, wird hoffentlich keine Endstation sein. Aber ich glaub vorher mach ich kurzen Prozess. Das wird Überwindung kosten ... wollte es nicht so krass ausdrücken, aber auch hier gleichen sich unsere gedanken. Beziehungen, Dünger geben, sonst geht die Pflanze ein ... da kannste dich noch so abstrampeln und geben bis zur völligen erschöpfung, bringt nix, wenn der partner keine notwenigkeit sieht, sich auch mal anzustrengen. wie gut habe ich da diverse gespräche in erinnerung, wo mir mein ex gegenüber sas und keinerlei wort zu diesem thema verlauten ließ, hätte mich genauso gut mit nem tischbein unterhalten können. Es gibt ja noch andere Mütter mit schönen Töchtern/Söhnen ... ist wie mit nem wegwerfartikel, bei nicht mehr gebrauch, ab in die mülltonne, typisches konsumverhalten eben. Fehleranalyse und mal drüber nachdenken, daß macht keiner ... könnte ja passieren, daß man sich an die eigene nase fassen und sich nen fehler eingestehen muß, oh wie schrecklich! im internet mit "fremden" unterhalten. Wenn ich doch mal die Ehre habe, darüber reden zu „dürfen“ about feelings, dann merke ich schnell, daß auf der Gegenseite an der Strippe Funkstille ist ... das ist auch meine erfahrung. man nimmt sich eh schon zurück und gibt nur äußerst selten diesbezüglich etwas von sich, doch wenn man dann ausnahmsweise nen versuch wagt, kehrt schweigen ein oder - was ich auch hasse wie die pest - wechselt der andere urplötzlich zu nem völlig anderen thema über. eindeutiges zeichen dafür, daß garnicht zugehört wurde. eigentlich sollte man nen tierischen brüller loslassen und auf das unmögliche verhalten knallhart aufmerksam machen. aber ob's sinn macht, ist die frage. Deine geistige Elfe ... :) schön gesagt, dachte mir schon daß es ein gag war, halte dich auch keineswegs für beschränkt, im gegenteil! finde die idee gar nicht übel, eine elfe als beschützerin. ach ja *seufz*, der herr der ringe, zwar "nur" ein film aber mit soviel wahrheit, wie ich finde. Man wird stumpf mit der Zeit, was mir gar nicht gefällt ... davor hab ich ehrlich gesagt auch angst, angst meine sensibilität zu verlieren, ich möchte sie mir aber bewahren, sie mir von anderen nicht kaputt manchen und mich nicht abstumpfen lassen. nein, sie kriegen mich nicht, niemals!!! und in sich gekehrt wird man ... willkommen im club der in sich gekehrten, dabei könnte vieles sooo schön sein. Ich habe keine Alternative momentan ... OLLI, bitte gib die hoffnung niemals auf!!! |
| OLLI | @ Bradóg Also erstmal möchte ich mich für Deine Zeit bedanken, die Du hier aufbringst, um sich mit mir zu auszutauschen. Ist nicht selbstverständlich finde ich. Ich hatte bis jetzt immer Elfen, die „Machos wollten“ und wunderten sich dann nach einer gewissen Zeit, wenn es das bei mir nicht gab. Ich habe aber mein „Konzept“ dargelegt, BEVOR es mit der Beziehungskiste losging. Aber wenn einem die Elfe nicht zuhört, brauchen Sie sich nicht mehr wundern. Tja und da wären wir wieder auch beim ZUHÖREN !!! Ich gehöre zu der Gattung Sensibelchen. Aber ich kann mich aber auch verstellen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Sozusagen Chamäleon. Muss ich fahren. Es ist schon schade, das man sich verstellen muss, um nicht angemacht zu werden, oder man sich lustig macht über mich. Grade bei Männern. Ich muss fahren wie Stahl ansonsten fällt es auf. Die merken es nicht. Aja wie auch, wenn man Gefühle nicht versteht. … Mittlerweile bin ich so abgebrüht. Leider ... der nächste messerstich wäre einem sicher… Also mir geht’s gut momentan, noch, irgendwie, ich weiß nicht was in 10 Tagen ist, aber momentan alles bestens. Ja um Gottes Willen. Ich verausgab mich nicht, wenn ich weiß, es kommt nix rüber, lasse ich die Sache auf sich beruhen. Sehe ich genauso. Bleib ich lieber weg und lasse die alleine machen. Das gibt mir am Ende sowieso nichts. … als die anderen ist, dieses verdammte konkurrenzdenken… Ich habe, während ich bei der Armee war, einen Leutnant gehabt, der hat auch den Sport gemacht wie Du. Bogenschiessen. Respekt ! Er hat mich manchmal mitgenommen, so nach Dienstschluss oder so. Gut am Ende endete das immer in Wettschiessen aus, aber allein das Equipment. Tolle Sache das Bogenschiessen, machte Spaß. Ich kann das nachvollziehen, wie Du das meinst. Ich hatte mal das Hobby Modellbau vor langer Zeit. Dort dasselbe Affentheater. Mittlerweile hab ich es eingemottet bzw. stehen gelassen, wie am jüngsten Tag. Aber dort merkte ich auch : Das Konkurrenzdenken. Irgendwie immer dasselbe, egal was Du machst. Oh Gott, wehe du hast es nicht so nachgebaut, wie in echt oder maßstabsgetreu. Oh Gott das Geseire !!! Meine eigene Schwester spinnte auch noch dann rum. Fahr doch mal mit mir und meld dich im Verein an. Lecko mio sagte ich ! Entschuldigung für den Ausdruck. Mittlerweile mache ich anderes, wo es nicht zur Sache geht. Dort tauche ich dann alleine ab. Ich im Verein ? Im Leben nicht. …Interesse an Land und Leuten ... die im urlaub nichts anderes zustande bringen als sich irlands zu reisen… So was Ähnliches habe ich mit meiner Schwester in UK gemacht. Die wohnt dort und ich war letztes Jahr drüben. Das war so toll. Die hat das organisiert, ohne Hotels und so. Ich glaube so schön hab ich London, Dublin, Wales nie gesehen. Hör mir auf mit Irland. Dieses grüne Land. Wunderschön. WALES ! Ein Traum ! Ein Traum. Die vielen Castles und die Leute sind nett ohne Ende. Auch gegenüber Ausländern. Neckermannreisen mache ich nicht mehr. Meine letzte Elfe wollte unbedingt so eine Reise mal machen. Aus Liebe hab ich es gemacht und am Ende habe ich mich schon in Frontal 21 gesehen. Deutsche Urlauber im Ausland… Junges Paar auf Touristenwegen... Nie mehr wieder ! Es ist wirklich so, wie Du es sagst, bloß nicht Curry essen. Aber zu Hause die Currywurst vom Imbiss. Du das mit dem Altersheim. In 500 m Entfernung von meiner Bude ist eins. Ich werde nie hingehen, wenn es soweit ist. Ich war mal dort mit meiner Konfirmantentruppe vor über 15 Jahren. Vortrag halten. Wenn ich die Gogo Girls ( Pflegepersonal ) schon dort gesehen habe, ists mir schlecht geworden. Oh Manno Manno Mann. Der Kittel war nicht weiß, sondern grau und deutsch konnten die auch nicht…..Mittlerweile bin ich raus aus der Kirche nicht wegen dem Vorfall, sondern ich möchte mit Reli nix zu tun haben. Die Gogo Girls tun mir auch Leid, denn die müssen es ausbaden………. Partner : Wenn es bei mir soweit war. Sagte ich immer : Da kann ich auch die Schublade aufmachen, reinreden und wieder schliessen. Das ist dasselbe. Tja wer nicht hören will muss fühlen ! Sie verstand nur Bahnhof. Make up und ob der Bauch straff genug ist very very very important. Und wehe ich hatte nicht den richtigen „Fummel“ an. Benimm Dich und bleib straff. Auto sauber ? Ach…. …typisches konsumverhalten eben… Auch bei Menschen wunderbar anwendbar. Frauen aus Thailand………mehr sag ich nicht. Mir sagte mal einer von meinen Freunden ins Gesicht : Hey Alter ! – Bitte ? – Kauf dir ne Thai wenn du nix findest……………………….No comment. …Fehleranalyse und mal drüber nachdenken, daß macht keiner ... könnte ja passieren, daß man sich an die eigene nase fassen und sich nen fehler eingestehen muß, oh wie schrecklich!... Ja, ich und Fehler ? NEIN ! Der andere weißt Du….der hat nur noch auf der Couch gelegen. Warum ? ja er hat immer gesagt, mit mir wäre nichts mehr los, dabei wollte ich immer was von Ihm aber ich hatte halt nicht Zeit weißt Du…………Bla Bla Bla. Was soll ich dazu noch sagen, es ist wirklich zum Mäuse melken. REDEN UND ZUHÖREN ! VERSTEHEN UND HANDELN ! Wenn es dann nichts wird ja dann….stimmt gar nichts. …im internet mit "fremden" unterhalten. Wenn ich doch mal die Ehre habe, darüber sinn macht, ist die frage… WIE WAHR ! Es hört keiner zu. Die hören nix. Taub. Aber über PCs, DVDs, KFZ, da geht’s ab, stundenlang, stundenlang. Da kannste 3 h an der Strippe hängen und Mist reden. Anschreien ja das wäre mal eine Idee. Dampf ablassen und denen einheizen. Aber am End für was ? Das Licht der Weisen sie abweisen, in dem sie einen Spiegel davor halten. Ich habe mal zu meinem Freund gesagt, weil es wieder tierisch nervte : „Dein Hirn blockiert - Olli ? - Ja ! Wenn Du meinst.“ Der hat nicht mal nachgedacht. Der nahm das sang und klanglos hin, dabei hatte ich gehofft auf eine rege Diskussion. Nein gab es nicht. Ich nahm das na klar zurück und alles war wieder grün. War es ja auch vorher schon, denn „Süßigkeiten“ mögen die Jungs, aber er hats nicht verstanden. BIS HEUTE NICHT ! Ich kenne den schon seit knapp 15 Jahren…………….Seit dem bin ich ein Unikat, wie er mich immer nennt. So einen wie Dich gibt’s nur einmal. Ach… …Deine geistige Elfe ... schön gesagt, dachte mir schon daß es ein gag war, halte dich auch keineswegs für beschränkt, im gegenteil! finde die idee gar nicht übel, eine elfe als beschützerin. ach ja *seufz*, der herr der ringe, zwar "nur" ein film aber mit soviel wahrheit, wie ich finde… Die Cate Blanchett oder die Liv Tyler haben das gut rübergebracht finde ich. Der Film war klasse. Wenn man tiefgründig drüber nachdenkt, ist da vieles wahres dran. Ja die Elfe hat was, was anzieht. Zauberhaft, nett, hört zu……….. …Man wird stumpf mit der Zeit, was mir gar nicht gefällt ... davor hab ich ehrlich gesagt nein, sie kriegen mich nicht, niemals!!!... Ich hoffe auch nicht, daß Sie mich kriegen. Aber wer soll mich / Dich eigentlich kriegen ? In sich gekehrt sein. Ja das bin ich. An der Ampel, auf der Strasse, auf der Arbeit, in der Pause etc.. Wenn dann meine Kollege mich anlabert, ich schon die Ohren wieder auf durchzug stelle. Den habe ich schon so analysiert, der erfährt von mir nix privates und wenn, dann nur provokantes, daß in sein Normalo Leben nicht reinpasst. Die Diskussionsrunden about me sind immer so toll, wenn dann der Abteilungsleiter noch mit macht……Lieber höre ich meiner geistigen Elfe zu…………..oder rede ein Zimmer weiter mit einer 37 Jährigen Goth. Mit der kannste auch reden. Sie findet mein Sarkasmus so toll, wenn ich dort den Laden wieder aufmische, in dem ich einfach Spaß mache, was viele ja gar nicht mehr verstehen. Schönes Kasperle Theater. Mit der hab ich auch auf der Weihnachtsfeier zusammen gesessen und geschlagene 4 h gebabbelt. Richtig tiefgründig, während die anderen wieder über den Arbeitsscheiß redeten. Das viel auf und 2 Tage später kursierten wieder bla bla bla…………..4 h geredet über was bloß und herr x haben sie nicht nachgefragt……… …Ich habe keine Alternative momentan ... OLLI, bitte gib die hoffnung niemals auf!!!... Ich habe es nicht vor ! Hoffnung. Ja die ist da. Ich krieg Besuch. Das Thema wird sein : DVD´s, KFZ und PCs......... Das Leben sich doch immer wiede gerne wiederholt. Gruß OLLI |
| bradóg | @ OLLI Für Deine Zeit bedanken ..... selbstverständlich ist es sicherlich nicht, daß ich mir soviel zeit nehme, das tue ich nicht für jeden, darfst dich geehrt fühlen :) mich interessiert, was du zu sagen hast, der gedankenaustausch mit dir ist ne echte freude, darum nehm ich mir die zeit sehr gerne. doch alltäglich ist es auch nicht, daß ich ein dankeschön dafür erhalte, ist mir bis gestern noch nie passiert *freu*. Ich habe aber mein „Konzept“ dargelegt, BEVOR es mit der Beziehungskiste losging. Tja und da wären wir wieder auch beim ZUHÖREN !!! ..... da haben wir schon wieder was gemeinsam. egal ob freundschaft oder beziehung, ich sag immer rechtzeitig und nicht nur einmal, daß ich nicht wie andere ticke. meine äußerungen werden einfach übergangen, nie ernst genommen, obwohl ich mit aller deutlichkeit zu verstehen gebe, auf was es mir ankommt, aber wie oft soll man's dem anderen sagen, damit er es kapiert. irgendwann kommt der zeitpunkt, da mag ich nicht mehr. völlig erstaunt und ungläubig werd ich dann angeguckt, wenn ich einen schlußstrich ziehe, meine sachen packe und gehe. bin da sehr konsequent und ich lasse mich auf kein zurück ein, es ist dann zu spät, da helfen alle entschuldigungen der welt nix mehr. Sensibelchen, kann mich aber auch verstellen, um keine Angriffsfläche zu bieten ..... manchmal ist es besser sich zu verstellen, besonders bei leuten, die einem weh tun würden. würden sich lustig machen über mich ..... was gibt's da zum lustig machen? ziemlich mieser charakterzug sowas, sag mal, was sind das für geistige tiefflieger? kann ich überhaupt nicht abhaben!!! Bogenschiessen, Verein ..... bogenschießen macht wirklich spaß, vor allem das traditionelle. bin in keinem verein und werde auch nie einem verein beitreten. werd zwar oft genug gelöchert mitglied zu werden, aber ich mag nicht. mir gibt das vereinsleben nix, außerdem tendiere ich, wie ja bereits erzählt, in eine andere richtung, für die ich mich ständig rechtfertigen müsste. Konkurrenzdenken, mittlerweile mache ich anderes, wo es nicht zur Sache geht. Dort tauche ich dann alleine ab ..... was oft auch besser ist, dann kann man's so gestalten, wie man's für richtig hält ohne konkurrenz, ohne druck. manchmal wär's zwar schon schön, sich diesbezüglich auszutauschen, aber es geht auch ohne. Wales, UK ..... kann mir vorstellen, daß es da auch wunderschön ist, war ich leider noch nicht dort, wollte aber immer schon mal hin. vielleicht klappt's ja irgendwann. oh ja die castles, wem sagst du das! castles und friaries, dolmen und steinkreise. das schöne in irland ist ja, daß die meisten alten gemäuer vor sich hingammeln, auf irgendeiner kuhweide oder mitten in der pampa stehen, einsam und verlassen, dazu noch düsteres, stürmisches wetter, das ist atmosphäre *schwärm* und die leute, die sind wirklich nett ohne ende und sehr sehr hilfsbereit, kann ich nur bestätigen. hab mir am dubliner flughafen zigmal überlegt, ob ich nach deutschland zurückfliegen oder lieber in irland bleiben soll, aber was blieb mir letztendlich anderes übrig, als hierher zurückzukehren, leider. das krasse gegenteil dazu sind die berühmten neckermannreisen, was tut man nicht alles für seine(n) freund(in), macht aus liebe diesen blödsinn mit, woher kenn' ich das nur?! Bin raus aus der Kirche, möchte mit Reli nix zu tun haben ..... also langsam wirst mir unheimlich, kann doch nicht sein, daß wir uns so ähnlich sind, alles was wir bisher über uns erzählt haben, war übereinstimmend, wie kann das sein *grübel*? ich versteh's nicht. hab doch wirklich abstrakte gedankengänge und leb abseits dieser welt! gibt's vielleicht doch sowas wie seelenverwandschaft? Und wehe ich hatte nicht den richtigen „Fummel“ an. Benimm Dich und bleib straff ..... hört sich so an, als brauchte sie dich nur zum repräsentieren. liebe kann's wohl nicht gewesensein, denn da ist fummel und straff bleiben zweitrangig. Typisches konsumverhalten eben. Mir sagte mal einer von meinen Freunden ins Gesicht : Hey Alter ! – Bitte ? – Kauf dir ne Thai wenn du nix findest ..... sag mal, was hast du für freunde, die solltest du eigentlich nicht freunde nennen, sondern besser in den wind schießen! "Alter", welch liebevolle bezeichnung für einen menschen, der einem eigentlich nahe steht. ich will dir nicht zu nahe treten, aber das was du bisher von deinen sogenannten "freunden" erzählt hast, klingt ja nicht so toll. was hält dich eigentlich bei ihnen, sie hören dir nicht zu, sie verstehen dich nicht, sie reden nur über themen die sie interessieren und interessieren sich nicht für deine belange?! Man wird stumpf mit der Zeit, sie kriegen mich nicht, niemals!!! Aber wer soll Dich eigentlich kriegen? ..... lies mal das grün geschriebene unter meinen beiträgen, da steht's drinnen. In sich gekehrt sein. Ja das bin ich. Die Diskussionsrunden about me sind immer so toll, wenn dann der Abteilungsleiter noch mit macht ..... sorgst du für soviel gesprächsstoff, wegen deines outfits oder deiner art? in mich gekehrt und ruhig war ich in der arbeit auch mal, aber die habens geschafft, daß ich dienstlich absolut knallhart und kompromisslos geworden bin. daran sind aber weniger meine kollegen, sondern eher die herren schlipsträger schuld. mit den kollegen versteh ich mich heute durchaus gut, aber auch erst seit dem zeitpunkt, als sie von mir nen schuß von den bug bekamen. sie akzeptieren mittlerweile, wie ich bin und kommen auch mit meinen "spinnereien" zurecht. es fliegen zwar schon ab und an mal die fetzen, aber nie wegen meiner andersartigkeit und schwärze. 37 Jährigen Goth, auf der Weihnachtsfeier zusammen gesessen und geschlagene 4 h gebabbelt. 2 Tage später kursierten wieder bla bla bla ..... steh drüber, lass dich gern haben, lass sie reden, pfeiff drauf, es sollte dir egal sein, was andere über dich denken. Ich krieg Besuch. Das Thema wird sein : DVD´s, KFZ und PCs ..... hoffe du hast den abend einigermaßen unbeschadet überstanden?! |
| OLLI | @ Bradóg Ich bin prinzipiell ein dankbarer Mensch. Wenn jemand auf mich zukommt und mit mir reden möchte bzw. es der Lauf der Zeit ergibt, oder ich mit der Person, bin ich ganz Ohr und das Gesagte bleibt auch bei mir. Danke sagen, ist für mich kein Problem. Gute Unterhaltungen vergesse ich nicht. Ich kann mich daran gut erinnern, an die Gespräche mit meiner ersten Freundin vor über 10 Jahren. Frau mit Tiefgang. Sie lebt leider nicht mehr. Auch eine lange Geschichte. Aber das wühlt zu sehr auf. ... da haben wir schon wieder was gemeinsam, es ist dann zu spät, da helfen alle entschuldigungen der welt nix mehr … Dasselbe mache ich auch. Aber wenn es wirklich soweit gekommen ist, schauen die aus der Wäsche und verstehen nur noch Bahnhof. Ich habe erst vor langer Zeit, nach der Trennung von meiner Elfe, der Ihre Freunde ziehen lassen. Das oberflächige an den Jungs und Mädels, die mir nichts gaben und sowieso eigentlich nur mich kannten, durch meine Elfe, total abgelehnt. Viele verstanden das nicht, aber ich ziehe mich zurück und die merken dann schon, das ich nicht mehr mag. Ich mag dann nicht mehr und ziehe einen Schlussstrich. Ich will einfach nicht mehr meine Zeit verschwenden, mit oberflächigen, langweiligen und immer wieder dasselbe Thema Gebabbel. Davon abgesehen, hätte man zwangsläufig auch über die gescheiterte Beziehung geredet und darauf habe ich keine Lust. Vor allem die Jungs & Mädels hätten das nicht verstanden : Wenn ich sage : „Das gibt mir nichts mehr“ und man macht eh immer dasselbe mit der Sorte Elfe : Abendessen, Kino, eventuell Sex –> ins Bett. Abendessen, Party, Alkohol, eventuell Sex und ins Bett gehen. Einkaufen, Mittagessen, Fernsehen schauen, Abendessen, weggehen in eine Bar, Alkohol trinken, eventuell Sex und ins Bett gehen. Ich mag nicht. Reden ? Zuhören ? Lieb haben ? Romantik machen ? Einsame Plätze suchen zum kuscheln ? Das gabs nich. Ach… Leute die einem weh tun wollen, ja da gibt’s genug, ich brauch da auch nicht lang suchen, nur die hab ich im Griff. Danke Chamäleon Methode bzw. ich habe da schon welche ausgemustert. … was gibt's da zum lustig machen? ziemlich mieser charakterzug sowas, sag mal, was sind das für geistige tiefflieger? kann ich überhaupt nicht abhaben!!!... Ja das sind Freundschaften die schon seit längerem Zeitrum bestehen. Die verstehen das nicht. Ich sage immer : Die sind nicht reif genug. Ich sehe die nicht oft. Gut davon abgesehen wissen die von meinem Tiefgang nichts. …Geistige Tiefflieger... Das schlimme daran ist, es werden immer mehr und die machen mit. Machen mit und wissen eigentlich nicht was sie tun. Ich sage immer Ferngesteuerte oder eine/einer zieht die Fäden für die und die tanzen dann danach. … Bogenschiessen, Verein ..... mir gibt das vereinsleben nix, außerdem tendiere ich, wie ja bereits erzählt, in eine andere richtung, für die ich mich ständig rechtfertigen müsste… So siehts aus. Vereinsleben. Auweia. Ich sehe das aus Männersicht, Mitglied werden, Beitrag zahlen, Sport tun, anschließend in die Kneipe gehen, Alkohol trinken, Bierbauch kriegen, Macho werden und das auf Lebenszeit. Nein danke. Ich soll in so eine Vereinigung eintreten. Nee. Arbeitskollege ist im Tennisverein. Dort läuft es so und mein Opa war im Turnverein. Genau dasselbe. Nee, wirklich nicht. Es mag Ausnahmen geben, die habe ich aber nicht kennengelernt. … was oft auch besser ist, dann kann man's so gestalten, wie man's für richtig hält ohne konkurrenz, ohne druck. manchmal wär's zwar schon schön, sich diesbezüglich auszutauschen, aber es geht auch ohne… Auf jeden Fall, vor allem hat man viel mehr Zeit für das eigentliche : nämlich das Hobby. Vor lauter Gequassel wie etwas zu sein hat und Konkurrenz, bleibt eigentlich das Hobby auf der Strecke. … Wales, UK ..... daß die meisten alten gemäuer vor sich hingammeln, auf irgendeiner kuhweide oder mitten in der pampa stehen, einsam und verlassen, dazu noch düsteres, stürmisches wetter, das ist atmosphäre *schwärm* … Hör auf ! Dann noch mit einer Gleichgesinnten kuscheln. Hey das hat was ! … und die leute, die sind wirklich nett ohne ende und sehr sehr hilfsbereit, kann ich nur bestätigen. hab mir am dubliner flughafen zigmal überlegt, ob ich nach deutschland zurückfliegen oder lieber in irland bleiben soll, aber was blieb mir letztendlich anderes übrig, als hierher zurückzukehren, leider… Genau dasselbe. Möchte eigentlich dieses Jahr wieder rüber. Die Ruhe dort und das Klima. Schön. Die vielen Schafe in Wales, mitten auf der Strasse und das schönste ist, die SCHWARZEN sieht man zuerst !!! … das krasse gegenteil dazu sind die berühmten neckermannreisen, was tut man nicht alles für seine(n) freund(in), macht aus liebe diesen blödsinn mit, woher kenn' ich das nur?!... Ich sage mal eine Städtereise wie NY oder so, macht Neckermann noch Sinn. Ich habe keine Böcke z.B. die Metrokarte von NYC anzuschauen, um an Miss Freiheitstatue zu kommen, oder an die Wohnung von Liv Tyler, um eine Autogramm von einer Elfe zu bekommen und dafür einen Tag zu brauchen. Aber solche Urlaube mache ich eh nicht. Aber ich sage niemals nie. Aber so Urlaube wie wir zwei es machen, denke ich, kann man auch selber organisieren. Blödsinn für die Liebe. Jaja die Liebe, wenn nur was rüber gekommen wäre in Sachen Liebe ! Nix. NIX !!! Ach… … Bin raus aus der Kirche, möchte mit Reli nix zu tun haben ..... also langsam wirst mir unheimlich, kann doch nicht sein, daß wir uns so ähnlich sind, alles was wir bisher über uns erzählt haben, war übereinstimmend, wie kann das sein *grübel*? ich versteh's nicht. hab doch wirklich abstrakte gedankengänge und leb abseits dieser welt! gibt's vielleicht doch sowas wie seelenverwandschaft?... Unheimlich ? Eigentlich nicht, weil irgendwie kennen wir uns doch, so irgendwie, dann doch oder etwa nicht….Abstrakte Gedankengänge habe ich auch. Abseits der Welt. Gut ich wohne in einer Stadt. Seelenverwandt ? Ich sage nicht nein zu diesem Thema. Vielleicht gibt es das. …Und wehe ich hatte nicht den richtigen „Fummel“ an. Benimm Dich und bleib straff ..... hört sich so an, als brauchte sie dich nur zum repräsentieren. liebe kann's wohl nicht gewesensein, denn da ist fummel und straff bleiben zweitrangig… Am Anfang war es Liebe hoch drei. Aber nach dem Zusammenzug kam die 180°C Drehung von Ihr. Ich war fix und fertig mit den Nerven. Ich habe meine Partnerin nicht wieder erkannt ! Repräsentieren ? Mich ? Hmmm, weiß nicht. Brad Pitt bin ich nicht. Ich kanns dir nicht mehr sagen warum das so laufen wollte weil am Ende habe ich auch nur noch blockiert und wollte weg. ... sag mal, was hast du für freunde… Das mit der Thai. Hmmm, tja war wohl geistige Umnachtung in dem Moment. Aber ich war schon fertig mit den Nerven. Für meine Belange interessieren ? Nein. Was mich bei denen hält ? Eine Gute Frage ! Hey Alter ? Tja, das halt so üblich, Alter, Krass, Tussy, Weißt Du und so. Ghetto Sprache. Ich kann es Dir nicht sagen. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht was mich dort hält. So halt. Wenn sie wegwären würde ich auch halt nichts vermissen. Ich drücks mal so aus. Aber ich habe keine Alternative und am End bin ich dann ganz allein. ... lies mal das grün geschriebene unter meinen beiträgen, da steht's drinnen… Habe ich. Aber ich kanns mir denken wenn Du mit Sie meinst. Ich lese die Abschlussplädoyes prinzipiell durch. Aber ich glaube das sich an uns bald keiner mehr ran traut wenn er das alles liest ! Oh Mann sind die zwei kompliziert......... sorgst du für soviel gesprächsstoff, wegen deines outfits oder deiner art? Wegen meiner Art. Schwarz ( Hemd Hose Docs ), Ruhig, höre denen nicht zu, will mit denen in der Freizeit nichts machen, Gedanken sind immer weit weg. Die wollten mal einen Abend machen unter Kollegen, zum Glück gings in die Hose. Arbeitstechnisch gibt keine Diskussion. Aber Privater Mist halt. Die raffens nicht. Sollen mich doch einfach in Ruh lassen. Aber ich mach dann Chamäleon Methode und scho paßts. Gut mein Chef wird net bös oder so. Davon abgesehen ist der auch problem beladen und wird gemobbt ,das lenkt von meiner Bahn ab…………….manchmal ist schon lustig. … 37 Jährigen Goth, auf der Weihnachtsfeier zusammen andere über dich denken… Das mache ich auch ! Am Ende sind die auch nur Angestellte eines Konzerns. ... hoffe du hast den abend einigermaßen unbeschadet überstanden?!... Habe ich. DVDs, PCs, KFZs und wir hatten das Thema : DVD Brenner. TOLL ! So wie ich es mir dachte. Ein BMW M 5 mit 400 PS und Sportauspuff und dann mit 200 in die Kurve das die Reifen rauchen......ich glaub mehr Auszüge brauchts nicht oder Hey Alter ich will im Serverschrank eine neue Platte einbauen mit mehr Gig Speicher, ich dachte mir im stillen : Elfe hörst Du mich ? Gruß OLLI |
| bradóg | @ OLLI Danke sagen, ist für mich kein Problem ..... für dich nicht, aber für viele andere. die meisten halten es nicht für nötig, ein wort des dankes verlauten zu lassen. Gute Unterhaltungen vergesse ich nicht ..... geht mir auch so, aber nicht nur mit unterhaltungen, auch mit außergewöhnlichen menschen. bin z. b. letztes jahr per zufall einer künstlerin begegnet und mit ihr ins quatschen gekommen. obwohl wir uns ja eigentlich nicht kannten, hatten wir uns soviel zu sagen. lag wohl auch daran, daß sie genauso andersartig ist, wie ich es bin. nicht mehr jung an jahren und auch nicht unbedingt ne schönheit, aber sie hat dennoch enorme ausstrahlung und persönlichkeit, werd diese begegnung und das gespräch nie vergessen, das hat mir unheimlich viel gegeben. Hab lange Zeit nach der Trennung ihre Freunde ziehen lassen ..... wenn was so dahinplätschert, das mag ich nicht, brauche klare verhältnisse. leider kann man sich die freunde des partners nicht aussuchen. wird von ihnen gezwungenermaßen akzeptiert aber nicht unbedingt ins herz geschlossen, meine erfahrung. darum halte ich es für besser, da lieber auch gleich nen schlußstrich mit darunter zu ziehen. Immer dasselbe: Abendessen, Kino, Party, Alkohol eventuell Sex, ins Bett. Ich mag nicht ..... diese einfallslosigkeit scheint ja so allgemein üblich zu sein. jeder tag, jedes wochenende läuft nach schema f ab. und dabei soll man sich dann glücklich fühlen?! auf dauer ist das absolut frustrierend. wenn man dann irgendwann mal an der einfallslosigkeit des anderen was auszumerken hat wird man dumm angeguckt: weiß garnicht was du hast, läuft doch alles, was willst du mehr? sind doch frustierende aussichten, bis ans ende seiner tage so leben zu sollen. da verkümmert man innerlich. neeee danke, lieber alleine bleiben. Reden? Zuhören? Lieb haben? Romantik machen? Einsame Plätze suchen zum kuscheln? Das gabs nich ..... genauso hab ich's auch erlebt. wenn ich dann vor lauter frust mal was in diese richtung bewegen wollte, hieß es nur: muß das sein, was willstn reden? kuscheln, was, jetzt? was willstn draußen rumlatschen? hoch lebe die mühe!!! sowas frustet mich total. manche glauben anscheinend, wenn man den partner "sicher" hat, kann man sich gehen lassen und braucht sich nichtmehr anzustrengen, irrtum. Ferngesteuerte oder eine/einer zieht die Fäden für die und die tanzen dann danach ..... irgendwie ist's ja lustig, das als außenstehender zu beobachten. die merken nicht mal, daß sie manipuliert werden, ihnen wird was vorgegauckelt und sie steigen hellauf begeistert und absolut hirnlos darauf ein, ohne einen meter weiterzudenken, ohne sich einen kritischen gedanken zu machen. nicht reif genug ja, aber viele sind mit 50 noch auf gleichen geistigen level. irland, dazu noch düsteres, stürmisches wetter, das ist atmosphäre *schwärm*. Hör auf! ..... nööö, jetz wo ich grad so richtig ins schwärmen komm :) kurvenreich schlängelt sich die regennasse straße dahin, zu deiner linken das meer, grau und vom sturm aufgepeitscht, zu deiner rechten hinter uralten, riesigen bäumen versteckt und halb von wolken verhangen, thront auf einem hügel ein uraltes, düster anmutendes gemäuer. trotzdem der himmel sämtliche schleusentore geöffnet hat, zieht es dich dorthin, ahnungslos, was dich erwartet. die straße endet im nirgendwo. du steigst aus dem auto aus und fühlst dich irgendwie verzaubert, überall hängen bis auf den boden reichend efeulianen von den knorrigen eichen und buchen. eine alte steinerne, völlig überwucherte brücke zeigt dir den richtigen weg. du glaubst zu träumen, es sieht wie im märchen aus. du überquerst vorsichtig die brücke, mit der hoffnung, daß sie unter deinen füssen nicht zusammenstürzt, suchst dir einen begehbaren weg durch das grüne dickicht und plötzlich auf einer großen lichtung - du traust deinen augen kaum - steht vor dir diese dürstere, riesengroße ruine, scheinbar völlig unberührt von menschenhand. die mauern sind bis oben hin mit efeu bewachsen, das hölzerne gitter am eingangsportal hat ewige zeiten schadlos überdauert. dunkel blicken dir die riesigen fenster entgegen, unheimlich ist es, gruselig und doch so schön. und dann spürst du sie wieder, diese bittersüße melancholie und möchtest diesen wunderbaren ort niemehr verlassen. Wales ..... sprichst du walisisch? Aber so Urlaube wie wir zwei es machen, denke ich, kann man auch selber organisieren ..... das ist ja grade das schöne, vor allen dingen kann man sich selbst aussuchen, wie lange man wo bleiben und was man anguckenmöchte und auf entdeckungstour gehen, ist wie ein kleines abenteuer, s. o. Unheimlich? Eigentlich nicht, weil irgendwie kennen wir uns doch, so irgendwie oder etwa nicht? ..... ja schon, aber ich begreif's nicht so ganz, da irrt man zig jahre auf diesem erdenrund umher, fast sämtlichen leuten, denen man dabei über den weg läuft, hat man nicht die welt zu sagen und dann sitzt man irgendwann mal wieder vor'm pc und schreibt ahnungslos einen beitrag in die nachtwelten und dann passiert sowas. kneif mich mal. Gut ich wohne in einer Stadt ..... das dürfte bisher aber so ziemlich das einzige sein, was uns unterscheidet. Tja, das halt so üblich, Alter, Krass, Tussy, Weißt Du und so. Ghetto Sprache ..... das hört sich jetzt vielleicht spießig an, aber bei so nem umgangston hört's mit dem respekt auf. Wenn sie wegwären würde ich auch halt nichts vermissen. Ich drücks mal so aus. Aber ich habe keine Alternative und am End bin ich dann ganz allein ..... es gibt immer ne alternative, du musst dich nur trauen, frankfurt ist ne riesen stadt, wo sicherlich auch nachtweltler wohnen und ganz alleine biste nie, du hast immer noch dich. Ich lese die Abschlussplädoyes prinzipiell durch. Aber ich glaube das sich an uns bald keiner mehr ran traut wenn er das alles liest ! Oh Mann sind die zwei kompliziert ..... wenn die wüssten, daß - kann da jetzt nur für mich sprechen - ich noch viel viel vieeel komplizierter bin, als es hier den anschein macht :) mit dem, daß sich bald keiner mehr rantraut, hab ich kein problem. war bisher auch so, schlimmer kann's nicht werden. Wegen meiner Art. Ruhig, höre denen nicht zu, will mit denen in der Freizeit nichts machen, Gedanken sind immer weit weg ..... wobei es durchaus auch sinn macht, privates und geschäftliches nicht allzusehr miteinander zu vermischen, ein gewissen abstand halte ich für angebracht. Wochenende, hey Alter ich will im Serverschrank eine neue Platte einbauen mit mehr Gig Speicher, ich dachte mir im stillen : Elfe hörst Du mich ? ..... hört sich nach einem absolut gelungenen samstag abend an ;) was ich noch sagen wollte, bevor uns die admins vielleicht doch irgendwann den ein oder anderen beitrag löschen, weil wir desöfteren doch ziemlich vom eigentlichen thema abweichen, sollten wir besser per pn weiterschreiben, falls du das möchtest. |
| Demon17 | Wenn ich mir die letzten Seiten so durchlese, fällt mir auf, dass Melancholie fast immer auf dem anders sein beruht. Hieraus resultiert dann das Bedürfnis sich abzukapseln. Ist es bei allen so. Sind alle Gothics anders z.B. im Bezug auf das Konkurrenzdenken und die Ellenbogenmentalität? Resultiert hieraus häufig eine Einsamkeit, die zur Melancholie führt. Oder ist es der Verlust einer engen Freundin/Freundes, der durch nichts zu ersetzen ist? Denn wenn viele Gothics aus Frustration über das Konkurrenzdenken vereinsamen, dann gibt es doch viele, die es ablehnen, also eigentlich etwas miteinander anfangen können müssten. Ich habe diese Erfahrung übrigens nicht gemacht. Ich hatte noch ziemlich viele Freunde als ich melancholisch wurde. Es war mehr das Bewußtsein des unvermeidlichen Untergangs und der Trennung, der aber erst 10 Jahre später real wurde. Wie geht es euch, seit ihr nur alleine melancholisch oder auch wenn ihr unter (netten) Leuten seid? never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | Grüße dich demon17, mit der Melancholie ist es wie mit dem Wind: er streichelt dich, wenn er die Zeit für richtig befindet. Dabei ist Melancholie etwas, was sich nicht nur in den dunklen Kreisen gebärdet. Ich kenne viele "NormalSterbliche" die sich hin und wieder mal in Seelenleid wälzen. Und der Fakt, das Gothics so anders sind ist aus vielseitiger Perspektive betrachtbar: es gibt Menschen, die sich in diese Kreise einfügen, um anders zu sein-um sich von der Masse abzuheben. Das sind dann meist auch solche, die versuchen Bewertungskriterien zu erstellen, nach denen man in die Szene gehört oder nicht... Hirnrissig-aber wahr. Solche Menschen flüchten sich aus der Gesellschaft, weil sie den Wettkampf mit andren angeblich hassen und ihn dann hierher projezieren. In jedem Gothic steckt dummerweise ein Mensch, der sich auch einfachmal den Weg nach draussen bahnt, in Form irgendwelcher Gefühle, denen sich auch ein solcher nicht erwehren kann.. wenngleich man es sich manchmal wünscht. Aber in bestimmten Punkten unterscheiden sich die Nachtgestalten(damit sind nicht solche gemeint, die "gruftie" sein wollen, weil mama mal ein Verbot aussprach) schon von dem Durchschnuittsmenschen: das Stärkere Empfinden von Extremen, das Gefühl unerklärbarer Trauer und die unerklärbare Sehnsucht, die wie manchmal selbst nicht verstehen, Das Interesse für "eigenartige" Dinge.. Das macht uns automatisch zu Aussätzigen, denn wir können uns nicht mal wirkich in die gesellschaft einfügen, weil sie mit uns überfordert wäre. Es ist aber Unsinn zu glauben, dass wir nun die Dauertrauernden sind, die grade mal wissen, wie man Lächeln und Spaß schreibt und die sich nur in eigenen Gefilden bewegen.. Ich bin ein sehr depressiver und gefühlsbetonter Mensch, aber ich habe gelernt, mein Inneres so zu beherrschen, dass ich auch mal unbeschwert Lachen und dämliche Witze machen kann.. Auch mit Leuten ausserhalb meines Millieus.. Ich muss ja nicht über Dinge mit ihnen unterhalten, von denen sie nichts kapieren- aber ich kann mal von mir selbst loslassen und luftholen von dem, was mich sonst beschäftigt.. Vielleicht ist es die Mentalität und das doch Unerreichbarsein der Gothics, die sie ständig einsam scheinen lässt. Carpe noctem and fly in the rain |
| Demon17 | @blutiges mäh, (schöner Zweitnick *g*) das das Wettbewerbsdenken in der Szene auch vorhanden ist sehe ich genau so. Wer kennt die meisten/coolsten Leute. Möglichst mit Plattenvertrag. Wer hat das tollste Outfit. etc. Genau deshalb lerne ich die Leute lieber im Internet kennen. Da scheint das weniger eine Rolle zu spielen. Ok, aber hat Deine Melancholie nun mit Einsamkeit zu tun oder nicht? Denn irgendwie ist die schwarze Szene ja nun so stark vernetzt wie kaum eine andere, z.B. im Internet. Auch die Leute in den Clubs kennen sich meist ganz gut. Also frag ich mich irgendwie, kann Einsamkeit wirklich der Hauptgrund für die vielen Melancholiker in der Szene sein? never surrender demon17 |
| shiphrah | ich verfolge diesen thread, seit ich gepostet habe, ganz lange her... und empfinde ihn als so heilsam, anregend und bereichernd, dass ich nun doch mal wieder ein paar Zeilen hier loswerde. olli, bradóg: euer austausch war mir ein vergnügen, lesend zu begleitend ebenso die von mir sehr geschätzten beiträge von cocrea, ohne hier jemanden gezielt "auszulassen". Ich selbst bin eine Einzelkämpferin von kleinauf, und ich bin mir bis heue nicht sicher, ob ich aus der Not eine Tugend gemacht habe, jedoch war der Preis meiner Melancholie und später Depression gleichzeitig auch der Gewinn: Alleinsein die ich einerseits suchte und brauchte. Was Olli schreibt über dieses Anderssein unter Menschen, auf Parties usw.: habe mch exakt wieder erkannt. Hinterher fühle ich mich allderdings oft ausgesaugt und meide sie deshalb beim nächsten Mal, Langeweile wäre weit untertrieben, denn es gibt wenige Situationen im Zusammensein mit "normalen Menschen", in denen ich mich NICHT langweile, was ich lange Zeit mit innerer Arroganz verwechselte, bis ich mir selbst ggü Milde walten ließ. Ein Wort, das hier gar nicht fällt, das ich aber immer im Zusammenhang mit Melancholie udn Depression sehe ist das Gewissen, das strenge ÜberIch. Manchmal vermute ich, das ist der eigentliche Peiniger, wenn man denn von Leiden sprechen will. Dieser devote Gehorsam einer unerkannten Macht. Ich empfinde zeitweise so, und deshalb fühle ich mich mit meiner Melancholie auch schuldig (gewissen...!), weil mich andere eben immer als besonders/anders erleben und ich es nur als egoistisch und gierig interpretiere. Denn Melancholie ist egoistisch, aber in einem sehr echten Sinne, der Luxus den kein Geld kaufen kann. Nun ja, ich glabe, jetzt wird es schwierig, meine GEdanken nachzuvollziehen, also schließe ich hier. shifra |
| BlutigesMäh | Grüße Dich demon17, Ich habe schon geschrieben bekommen, dass der nick doch albern ist *g* Natürlich ist er das.. War ja so beabsichtigt-Weil mich das " Jeder-Goth-ist-zu-Tode-betrübt"-Klischee annervt. Wenn es danach geht, dürfte ich weder melancholisch noch depressiv sein.. Denn ich erfreue mich (leider) großer Beliebtheit und Idolfunktion-woher auch immer das kommt.. :confused: Gleichgesinnte über da Netz kennenzulernen ist ein zweischneidiges Schwert: natürlich findet man viele nette Leute, mit denen man sich identifizieren kann. Es gibt aber auch viele Selbst(dar-)steller, die sich nur hervortun wollen und im Grunde von nichts eine Ahnung haben. Sie sind "melancholisch" weil sie keinen haben-und das nicht, weil sie das so wollen, auch wenn sie das so erzählen. Von solchen Menschen kenne ich jede Menge und sie treiben mich bald in den Wahnsinn... Was die Vernetzung der Szene angeht ist das scheinbar auch Gebietsbedingt.. Allerdings ist es doch so, dass man auf solchen Treffen viel eher Bekanntschaften machen kann-was gegen den absoluten Isolationsdrang des Schwarzindividuums spricht... So ist das vielleicht die falsche Fragestellung : Hat deine Melancholie nun mit Einsamkeit zu tun oder nicht. Ich verbleibe mit blutig-fröhlichen Grüßen Carpe noctem |
| Demon17 | @shiprah, Du bist für mich die typische schwarze Aussenseiterin, zu dieser Gruppe zähle ich mich auch. Was die Leute dazu macht ist für mich zweitrangig. Was mich immer wundert, ist das kaum eine Szene jedenfalls bei uns diesen Dorfcharakter hat. Ich sehe lustig schwatzende Gruppen und man muss schon hart gesotten sein um nicht integriert zu werden. Ich schaffe das natürlich.;) @BlutigesMäh, Lamm der Finsternis, die Szene ist nicht vernetzt? Was machst Du denn auf dem Board? Trübsal blasen, meditieren oder kommunizieren. Ich glaube keine Szene bietet so viel unterschiedliche und vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten, wie die Schwarze. Da muss man den lupenreinen Goten wirklich ein Kompliment machen, das haben sie schön hingekriegt. Ich bin ja in der vorinternetzeit eingestiegen, also wer da nicht an irgendwelche Insiderkreise angeschlossen war, der hat einfach vieles gar nicht mit bekommen. Ich bin eigentlich meist allein, aber ich führe ca. ein dutzend Gespräche am Tag und bin selbst wenn ich eigentlich nichts zu tun hab im Stress, weil ich die ganzen Kommunikationsangebote auf die ich eingehen möchte gar nicht wahrnehmen kann. Das fängt morgens an und geht bis tief in die Nacht. Also ich finde es gibt nirgendwo so viele Möglichkeiten, der Isolation genau auf der Art und Weise zu entkommen, wie man das will. Es fällt mir zunehmend schwer meine Melancholie zu pflegen, einfach aus Zeitmangel ;) . never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | @ BlutigesMäh, shiphrah Ihr habt wunderschön beschrieben, was Melancholie und "schwarz sein" für mich bedeuten. Danke! Ich selbst hab's noch nicht geschafft, das so gut auszudrücken. "Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen." (Annette von Droste-Hülshoff) [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Also ich finde es gibt nirgendwo so viele Möglichkeiten, der Isolation genau auf der Art und Weise zu entkommen, wie man das will. Es fällt mir zunehmend schwer meine Melancholie zu pflegen, einfach aus Zeitmangel ;) . [/B][/QUOTE]Du hast ja soooo Recht ... :rolleyes: Alle, denen ich immer noch nicht geantwortet habe, mögen geduldig mit mir sein ... |
| BlutigesMäh | Grüße dich Demon17, Du scheinst was falsch verstanden zuhaben: dass das schwarze Völkchen durchaus familiär ist habe ich nicht abgesprochen- nur dass das auch gebietsbedingt ist =) . Bei uns bewegt sich nicht viel brauchbares aus dieser Richtung und auch Menschen aus dem Internet müssen sich erstmal einer kleinen Probe meinerseits unterziehen ;) Es gibt zu viele Spacken. Dess halb kann ich ja trotzdem hier rumdüsen und meinen Bekanntenkreis erweitern, oder? Es ist schon so ne Sache, wenn man ein Herdentier ist :D Man liest sich =) @ TheTurningPoint Geschah gern und es freut, wenn man damit auch die Empfindung eines Anderen beschreibt |
| Demon17 | @ Blutiges Mäh, ( hab ich Dir schon gesagt das dein Nick klasse ist) Ist schon klar, die meisten sind ein bischen kompliziert, ich auch oder erst recht? ist ja auch egal. Aber Du musst Doch zugeben, dass die Infrastruktur ideal ist um Leute kennen zu lernen. OK im Sportverein geht es vielleicht noch besser, aber wer mag schon den ganzen Abend Bier trinken.;) never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | Grüße dich, du Schlimmer du *g* Hmm.. Also ich lernte meines gleichen vor Jahren persönlich durch Freunde kennen und mit einigen hab ich jetz noch Kontakt-schade nur, dass viele Bande rissen.. Das betrübt mich manchmal sehr und dann hocke ich stundenlang im Wald und denke über Zeiten nach, die mir niemand mehr bringen kann.. *seuftz* doch bevor ich hier wieder betrübt werde weiter im Text. Bei mir ist irgendwie nicht viel mit toller Infrastrukur-ich wohne innem Dorf, wo es grade mal eine hauptstrasse und ausgenuddelte Nebenstrassen gibt(da muss man übrigens nen Knacks wegbekommen!) Und mit Sport hab ichs dann doch nicht so 100%... *lach* Das dir mein Nick gefällt erwähntest du schon.. Freut mich doch, dass er ankommt.. Dachte schon, dass man dahinter ne durchgeknallte 14-jährige vermutet, die ausversehen die falsche Seite erwischt hat.. Obwohl das mit dem durchgeknallt so weit gar ne liegt :D dann lassen sie es sich gut gehen, Meister P.S: Ich bin begeisterte Rotweintrinkerin- da kommt man ne weit mit Bier |
| Demon17 | Nicht traurig sein BlutigesMäh, hier sind auch grad zwei Dizzen abgek... und ich kann praktisch nur noch einmal die Woche tanzen gehen. Auf dem Dorf, das kann schon nerven. Ich weiß wie es ist, wenn man die Leute aus den Augen verliert, die einem 10 jahre oder länger unheimlich wichtig waren, aber das bleibt halt nicht aus. Solche Freundeschaften findest Du auch nicht wieder, ohne Dich jetzt endgültig in Depressionen stürzen zu wollen. Aber vielleicht ziehst Du ja mal in die Nähe einer Stadt wo was los ist. Wenn man vom Lande kommt zieht man besser in die Nähe einer Stadt, die City selbst kann einen dann auch fertig machen. man schaut halt nur vor Wände und das jeden Tag. ;) Genieße die Naturromantik, ich find Wälder auch unheimlich gut um der Melancholie zu frönen. never surrender demon17:) |
| BlutigesMäh | Salve, demon17 Aaaaaaaaach, ich bin doch nicht traurig *krokoträne auspress* :D Hm.. Dizzen.. Da bekomm ich Allergie-obwohl ich einigen "Freunden" zulieb mal mit hingegangen bin-wenn mir mal ganz arg die decke auf den Kopf bröselte! Naja, und da fühlte ich mich oft fehl am Platz und häufig sank meine Stimmung unter den Gefrierpunkt ;) So ne : wackel mit dem Hinternmusik und lüfte das Röckchen-lala ist halt nicht mein Ding. Aber da gibts so ein nettes Teil in meiner Nähe, das einmal im Monat ne nette Indie-night veranstaltet. Da hab ich mich dann manchmal aufgehalten.. *lach* um Menschen nach 10 Jahren aus den Augen zu verlieren bin ich wohl noch ein bissel jung. Aber so Freundschaften von 5 Jahren tun da wohl fast genauso weh ;) Hab jetz alte Fotos gefunden und hätt mein Bett fast auf hohe See geschickt.. Ist schon so ein Drama mit den Leuten nicht wahr? Es geht nicht mit und nicht ohne. Bezüglich der Nähe zur Stadt muss ich sagen, dass ich nur 7 kilometer von einer weg wohne-aber die in dieser Richtung soviel bietet wie die Sonne Eis. Nönö, da geniess ich doch im Sommer lieber schöne Sonnenuntergänge hinterm Busch und das Brunströhren von Rehböcken-das alles kombiniert mit deftig Wein und dem Arsch voller Depri. Joooo.. Dann macht mal jut, was! Möhmöh |
| Demon17 | @BlutigesMäh. [QUOTE]ne : wackel mit dem Hinternmusik und lüfte das Röckchen-lala ist halt nicht mein Ding. [/QUOTE] das geht mir genauso. Leider verkommen die schwarzen Dizzen immer mehr zu Veranstaltungen, die Du so treffend beschreibst, *seufz*schluchz*jammer* ohhhhhh mores ohhhhh tempores. Die Gegend in der ich wohne ist ziemlich stark zersiedelt, da bleibt für Naturromantik nicht viel Raum, die paar Restwäldchen...im Sommer fahr ich manchmal an eine schöne Stelle, da gibt es einen kleinen Weher über dem eine große Buche liegt, also wenn die Mücken nicht stechen ist das wirklich ein schöner Platz zum träumen. [QUOTE]Nönö, da geniess ich doch im Sommer lieber schöne Sonnenuntergänge hinterm Busch und das Brunströhren von Rehböcken-das alles kombiniert mit deftig Wein und dem Arsch voller Depri.[/QUOTE] Also Rehböcke in nennenswertem Ausmaß gibts hier leider auch nicht, oder sie sind alle impotent, denn ich hab noch keinen Röhren hören. Da bleibt nur in schlecht gelüfteten Dizzen, der Geruch von Schweiß und Ferromonen und die Hoffnung, das eine besonders gut mit dem Hintern wackeln kann...ist ja auch Natur irgendwie...;) never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | * demon ein Taschentuch reich* Naja, beim Wetro ( also der Partyeinrichtung, die sich auch um unsereiner kümmert) lief es bisher eigentlich ganz angenehm. Zwar wurde man viel mit Dark Wave und Zeitweise Techno-ähnlichen Gehämmer zugedröhnt, aber man konnte es doch aushalten.. Und da gab es genug Damen, bei denen sich mal der Blick festklammerte- sei's weil sie wirklich gut die Hüfte schwangen oder weil sie in Lack und Leder einfach aussahen wie frischgepresste Leberwurst.. Um den kleinen Weiher beneide ich dich. Dort scheint es wirklich ideal zu sein, um seinen mehr oder wenig trübsinnigen gedanken freien Lauf zu lassen.. *hach*seuftz* Bei uns haben wir allerdings einen schönen Park mit einem kleinen Teich.. Im Rhododendron und zwischen wilden Rosen ist es da auch äusserst romantisch.. Mal sehen, vielleicht nehme ich dir die röhrenden Rehböcke auf und schicke dir ein Tape.. für echtes Wald-und Naturflair. Solltest du aber solo sein warne ich davor, das ding alleine anzuhören ;) Das kann neidisch machen :p :D Jo.. und damit es was zu gucken gibt werd ich jetzt mit meinem Lammpopo hierraus wackeln *pödömm* |
| Demon17 | @BlutigesMäh, [QUOTE]Mal sehen, vielleicht nehme ich dir die röhrenden Rehböcke auf und schicke dir ein Tape.. für echtes Wald-und Naturflair.[/QUOTE] Au ja schick mir das Röhren, der Böcke. Dann geh ich auf Hormonstau in die Dizze und das was da abläuft stürzt mich nicht mehr so in Depressionen. Es wird immer schwieriger einer kultivierten Melancholie nachzugehen, bei all den Gewummer. Irgendwie hat die Bewegung der meisten Frauen auch keine Poesie mehr bei den Plateausohlen. Aber wenn ich dann total normale Typen mit Bauch in Jeans Sweatshirt und Lackmieder sehe, dann muss ich immer so weinen...das hat mit Melancholie so gaaaaaar nichts mehr zu tun. Das Taschentuch ist schon ganz nass. *schnüff*:rolleyes: Ich mein Romantik ist halt out, das macht es schwer mit der Melancholie. Aber ob das nun "evil" ist? never surrender demon17 |
| shiphrah | eine dieser Nächte.... in denen ich mal wieder in Melancholie bade, genau die richtige Dosis um nah an der höchstmöglichen Sensibilität - seelisch und körperlich - zu sein, aber ohne zu große Traurigkeit, die diese abstumpfen könnte. Ich könnte heulen, wenn dich diese Intensität spüre. Es scheint, als sei nur Schwarz um mich und alles dürfte sein. die wenigen Momente ohne Widerstand, in denen ich mich total dem Lebensfluss hingebe, Gedanken, Gefühle kommen und gehen lasse, ein Genuss am Rande des Schmerzes. Ich bin mir meines Hanges zum Schmerz sehr bewusst und in solchen Moment dankbar und traurig-gerührt, ohne scheinbaren Grund, obwohl ich viele hätte, aber alles Weltliche ist so weit weg, als würde ich die Zeit für diese Nacht anhalten und alles sei eingefroren bis morgen....Ich würde alles tun und geschehen lassen in und mit mir, ohne zu bereuen. ....eben eine dieser Nächte... verzeiht mein bei tageslicht sicher wirr erschreinendes gekritzel... shifra |
| Demon17 | @shiphra, das ist absolut nicht wirr, da ginbt es nichts zu verzeihen. Du drückst sehr schön aus worum es bei der Melancholie geht, inwieweit sie sich von der Trauer unterscheidet und warum sie sich so gut genießen lässt. ....Ich habe gerade Deinen obigen Beitrag nochmal in lyrischer Form in Deinem Gedichthread nachvollzogen, "eine dieser Nächte" ist wirklich das schönste Gedicht zur Melancholie, das ich kenne...ich möchte deshalb allen empfehlen, das Gedicht, in shiphras Garten dazu zu lesen. Den Link "Lyrik" findet ihr ja in shiphras Fussnote. never surrender demon17 PS: Ich würde mich freuen, wenn Du das Gedicht auch in diesem Thread veröffentlichen würdest.:) Mit Shiphras Erlaubnis, ihr Gedicht zum Beitrag Eine dieser Nächte…. Schwarz und tief ist sie ich bade in Melancholie Verführt von ihrer Macht erweckt meine Sinnlichkeit Sensibilität der Seele und des Körpers an der höchstmöglichen Grenze der Erträglichkeit Unterstützt von Traurigkeit Nicht zu viel um sie abzustumpfen Heilige Sinnlichkeit, mein kostbarstes Gut Unbezahlbar, unbestechlich Ein Himmelsgeschenk seit Geburt Empfindsamkeit hat ihren Preis Er ist hoch, die Leiden groß aber diese Nächte, diese Gefühle sie wiegen alles auf Ich gebe mich hin dem Lebensfluss lasse geschehen alles mit mir Nichts wehre ich ab In dieser Nacht…. Blutendes Herz, Seelenleid Alles versinkt und löst sich auf Im Glanz dieser Nacht Mein Hang zum Schmerz wird belohnt mit Sinnlichkeit und Gefühle so tief wie die Unendlichkeit |
| BlutigesMäh | *lach* kultivierte Melancholie :D Hach klingt das geil .. Was verstehst du unter Poesie in der Bewegung der Frauen? Und seit wann tragen solche Männer Lackmieder? das grenzt ja nun doch schon an Körperverletzung...Und mit Melancholie hat das wirklich nichts mehr zu tun.. Ich kann aber nicht sagen, dass Romantik out ist.. Im Gegenteil sieht man ja am (deprimierenden) Trend, dass viele neuerdings dazu neigen-wenngleich auch viele nur auf die geilen, auffällig-provokanten Klamotten und Stylings stehen. Aber ich bin zum Beispiel ein sehr romantischer Mensch, der gerne mir Rosenblüten und Kerzen baden geht. Da kann man sich so richtig in seiner eigenen Melancholie wälzen und es hat Stil.. Ein unheimlich schönen.. Vielleicht liegt es auch daran, dass dieses düster-romantische Flair verloren geht, weil die Szene neuer Modetrend ist und somit großflächig zu vergammeln scheint.. Viele von den neuen Trendgoths wissen doch nur, wie man Melancholie schreibt- nicht wie sie sich anfühlt.. *putzt demon die Nase* Und nun verabschiedet sich blöckend das mäh @shiphrah Welch schon gewandte Worte |
| Demon17 | @BlutigesMäh, [QUOTE]Was verstehst du unter Poesie in der Bewegung der Frauen? [/QUOTE] Die Mode der Plateausohlen, läßt einfach keine Anmut mehr zu. Es ist häufig auch nicht die richtige Musik. Es geht ja nur noch von einem Bein aufs andere. Bei manchen erinnert es ein bischen an webende Tiere im Zoo. Das macht mich eher traurig, eine junge, traurige Frau einsam mit solchen Klötzen am Bein sich hin und her bewegen zu dehen. Ich vermisse die begabten, ausdrucksstarken Tänzerinnen. Die romantische Kleidung und das Gefühl in der Musik. Sag mal findest Du auch, dass Melancholie sinnlich macht, ich mein jetzt auch im sexuellen Sinne? Shiphra erwähnt es auch. Ich bin dann meist weit weg in einer anderen, eher körperlosen Welt. Obwohl ich das Bad mit den Rosenblüten schon seeehr sinnlich finde. Also da fällt es mir dann aber schwer melancholisch zu bleiben, wenn ich mir Dich in so einem Bad vorstelle.;) lieben Gruß demon17 |
| BlutigesMäh | Guten morgen demon17 :D Nun gut, wenn man das so sieht, dann hast du bezüglich der Poesie in der Bewegung der Frauen recht. Wenn es danach geht ist diese aber in jeglichen Bewegungen verloren.. Oder nicht? Vielleicht sollte ich mich mal beobachten. So von Auge zu Auge.. Mal schauen, ob ich mich noch poetisch bewege.. Ich wusste gar nicht, dass es noch Männer gibt, die auf sowas Wert legen.. Aber ich sehe, dass ich nie auslerne =) Schade ist nur, dass im Moment vieles eher fallende Tendenz hat: die Musik wird obefächlicher(Lacrimosa ist ein tolles Beispiel) und die Menschen, die sich damit angeblich identifizieren immer dünner; nur noch Schatten von dem, was sie eigentlich mal sein wollten.. Es ist deprimierend, dass die Szene momentan an eine Krankheit leidet, gegen die es wohl grade kein Mittel gibt.. Ausser Jeanette Biedermann :rolleyes: Ich glaube, dass ich mich da durchaus shiphras Meinung anschliessen kann. Melchnolie bedeutet, dass man in Gefühlen treibt, in einer unerklärlichen Schwermut, die uns ganz intensiv fühlen lässt.. Also würde ich doch sagen, dass sie sinnlicher macht. Auch auf sexueller Ebene, weil ich glaube, dass ein Mensch, der melancholisch ist, für andere attraktiv wird-weil er nicht so oberflächlich ist wie andere. Ebenso was den Sex an sich angeht:man fühlt intensiver die Nähe des anderen, weil es häufig das ist, was einem fehlt.. Zumindestens gehts es mir manchmal so.. habe ich deine Frage damit beantwortet oder war das wieder nicht genau das , was du wissen wolltest? :) *lach* ein Schaf inner Wanne ist bestimmt der neue Erotikstreifen schlechthin: " Und da schwamm das Wollknäul.." :D Mir is es aber lieber, wenn man bei dem Gedanken daran nicht mehr melancholisch sein kann als wenn man dann depressionen bekommt :p Soooooo.. Möhmöh, ich schwimm von dannen, mo luaidhe! |
| Demon17 | moin, moin BlutigesMäh,:) [QUOTE]... habe ich deine Frage damit beantwortet oder war das wieder nicht genau das , was du wissen wolltest? [/QUOTE] Ja genau das wollte ich wissen. Weil jetzt wird mir auch klar, warum ich manchmal auffordernd angesehen werde, wenn ich toootal melancholisch bin und nun absolut keine Lust habe, diese Melancholie gegen ein oberflächliches, lärmgestörtes Gespräch einzutauschen. Das ist nun wirklich ärgerlich, wenn ich spitz bin schaut mich keine an.:rolleyes: Hast als Frau eine Idee was man da machen kann? also tschüssing ich muss noch kleine Kinder erschrecken buuuuuaaaaaaahhhhhh. demon17 |
| BlutigesMäh | Moin moin, *grins* soso, auffordernd angeguggt, wenn du melancholisch bist und wenn du dir die Samenstränge um den Kopf wickeln kannst, dann schaut keine.. Vielleicht solltest du ja erst einen auf melancholisch machen und dann "knüppel aus dem Sack" :D Nein.. Also eigentlich hab ich da ja nicht so wirklich die Ahnung, was du da tun kannst.. Vielleicht probierst du es mal mit einem auffälligen Paarungstanz in der Disco?! :D Ich persönlich mag ja eh eher den spontanen Typ, der mich urplötzlich in seine ominösen Gedankengänge involviert oder mit dem ich studenlang über Thomas, die Lokomotive reden kann. Wenn er dann auch noch Verständnis dafür hat, dass ich kein Dauergrinser bin und meine Melanchloie versteht bzw. akzeptiert-Prima.. Ich bin halt wohl wie die andren-nur ganz anders :p sooooooo.. nöch? ich werde dann gleich nach Hause stiefeln können... Yehaaaaaaaaa.. Wünsch ihnen was, my Lord |
| Demon17 | Das ist es ja um den Paarungstanz wirklich gut hinzukriegen muss ich melancholisch sein und dann bin ich so in den Tanz vertieft, das mich eine nackte Elfe nicht aus der Trance reißen würde. Na gut, da muss ich wohl mit leben. Ich versuch jetzt mit Gedichten. Aber die meisten Frauen dichten ja über Liebeskummer und dann werd ich wieder ganz melancholisch. Aber ich werde in Zukunft nach melancholisch ausschaunden Frauen sehen, ich wußte ja nicht das euch das sinnlich macht.:D Ich wußte wohl schon damals Instinktiv warum ich auf Cure und Christian Death abgefahren bin. ;) never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | Grüße dich.. also dass man sich so dermaßen auf nen paarungstanz versteifen kann wusste ich noch nicht.. Sogar mir fallen teilweise die knackigen Hintern der Damen auf, wenn sie auf der Tanzfläche damit vor mir rumwedeln.. Männer eben :D :p Jaja, Gedichte sind was feines. Ich schreibe auch.. aber viele hielten mich für nen totalen Psychofall, nachdem sie mal eines oder zwei lesen durften, weil sie total depri klingen. Jetz schreib ich unter Verschluss und nun ´wollen se alle lesen.. Dumm gelaufen. :o Na hoffentlich geräts du mit deiner neuen Nummer nicht mal eine "Gottesanbeterin", die ihre Männchen täuscht und dann auffrisst :D Könnte schade werden |
| Carpia | ich denke melancholisch zu sein gehört im grunde zu meinem leben ein bisschen mit dazu...ich liebe es auf jeden fall und meist sprudelt meine kreativität in diesen augenblicken über :D lebensgefühl finde ich vor allem in musik,lyrics und in der atmosphäre auf friedhöfen,auch wenn da ja zum teil das gegenteil spiegelt. leider ist das seil zwischen melancholisch und depressiv nur sehr kurz,und ich krieg die kurve manchmal nicht. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich vermisse die begabten, ausdrucksstarken Tänzerinnen. Die romantische Kleidung und das Gefühl in der Musik. [/B][/QUOTE]Das [URL=http://www.goettertanz.de]gibt es noch,[/URL] wenn auch nur vereinzelt und selten. Nur ist es eben nicht gut für's Geschäft, wenn die Leute nur tanzen und nichts konsumieren ... |
| Gebrochener | ich denke das man zwar auch in einem objektiv glücklichen zustand momente der melancholie haben kann, doch glaube ich das diese phasen der besinnung durchaus seltener werden, wenn man eben weniger hat, über das man sich beschweren kann. ich glaube jedoch, dass ein vollblutgothic in der lage sein kann, auch in längeren phasen objektiven glücks nicht seine wurzeln zu vergessen. das gefährliche an der zerstreuung ist ja nunmal, dass sie dazu verleitet mehr von ihr zu wollen - wir dürfen darüber jedoch nicht die melancholie vergessen, denn dann hören wir das reflektieren, das nachdenken auf und verlieren die tiefe unserer persönlichkeit, werden zu glückslüsternen dienern der zerstreuung und irgendwann auch der oberflächlichkeit. wenn wir lange genug nachdenken, werden wir sehen, dass es nicht das glück der wohlstands, des erfolgs und der aktivität usw. ist, dass uns erfüllt, sondern das glück in der menlacholie. wenn ich mir das herausnehmen darf, unterscheide ich somit zwischen dem aushöhlenden glück in der zerstreuung, und dem erfüllenden glück in der kontemplation, wobei ich jedem jedoch ein gewisses maß an zerstreuung zugestehe, solange die balance gewahrt bleibt. |
| BlutigesMäh | @gebrochener Schön beschrieben. Ich glaube aber, dass sich jeder etwas nach dem Glück und der Zerstreuung danach sehnt. Das beginnt schon in der Suche nach der Nähe eines anderen. Aber ich glaube, man kann auch innerlich glücklich sein, ohne seine Identität zu verlieren oder automatisch oberflächlich zu werden. Wie die Melancholie kann auch Glück ein Empfinden sein, über das man nachdenkt, dass vorrantreibt und vielleicht gar nicht soweit von Melancholie zur Ruhe kommt. @ Demon17 Wie war dein Wochenende? Ich wünsche mir endlich Frühling um aus meiner Winterdepression rauszukommen und wieder durch die Wälder streifen zu können ohne das mir alles inner Nase festfriert. MÖhmöh |
| Demon17 | @BlutigesMäh, also sehr melancholisch, wenn Du so fragst. Leider stecken wir hier im tiefsten Winter. Ich denke deshalb über ein Gedicht mit dem Arbeitstitel "Melancholie in Weiss" nach. Deine erfrorende Nase, die Du Dir bei dem vergeblichen Versuch Deine Depris durch Naturerlebnisse in Melancholie zu verwandeln, käme mir da als Thema gerade recht. Vielleicht kannst Du mir das per PN ja mal näher schildern. @Gebrochener, ich denke auch ein paar Illusionen des Glücks werden den echten Melancholiker schon nicht zum oberflächlichen Jäger des Glücks degenerieren lassen. Zumal das Bewußtsein der Vergänglichkeit ja auch in solchen Zeiten Grund zur Melancholie bietet. never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | Grüße dich demon17. Ja.. Gedichte hab ich auch fleissig geschrieben, mal wieder total vereinsamt klingend... und dabei bin ichs doch gar ne *Schulternzuck* Wir können ja gemeinsam über den Titel des Gedichts nachdenken- immerhin dient meine Nase als Motiv :rolleyes: |
| Demon17 | Ich hab gestern Abend nochmal über das Thema nachgedacht und mir ist aufgefallen, das zu einer gepflegten Melancholie auch ein stilvolles Ambiente gehört. Ich hab mich ja schon gefragt ob ich inzwischen so depressiv bin oder überhaupt nicht mehr depressiv bin um noch melancholisch zu sein. Aber ich muss sagen, in der richtigen Umgebung stellt sie sich gleich wieder ein. Ich ziehe z.B. Diskotheken in möglichst alten Gemäuern vor oder Ruinen und romantische Landschaften. Es wundert mich nicht, dass sich in der kalten Architektur moderner Zweckbauten solche Stimmungen eher in Depressionen verwandeln. Ich schätze solche Gebäude entwickeln erst im Zustand forgeschrittenen Verfalls einen gewissen Charme, wenn überhaupt. never surrender demon17 |
| Chokmah | ....also ich steig hier ein bisschen spät ein tut aber ma keien Abbruch denk ich. Für mich ist Melancholie Lebensqualität schon seit ich denken kann habe ich diese "schöne Trauer" in mir. Ich habe früher nix darauf gegeben weil ich nicht wußte was es war aber man wurde angesprochen ob alles in ordnung sei ob was passiert ist weil ich als kind auch so durch die welt gegangen bin. Aber mir ging es gut ich hab mich wohl gefühlt mit dieser art traurigkeit, ich habe mich schon immer zu ruhigen plätzen hingezogen gefühlt wenig menschen vieleicht auch gar keine und diese ruhe die mit melancholie einhergeht ist nun mal lebensqualität die nicht jeder haben kann. |
| BlutigesMäh | .. und ist es nihct verrückt, dass man nicht mal an ruhigen, verlassenen Plätzen sein muss, um einsam zu sein?.. |
| Chokmah | ja magst recht haben aber man merkt doch das sich andere gestört fühlen und einem dann alles verderben... |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Chokmah [/i] [B]ja magst recht haben aber man merkt doch das sich andere gestört fühlen und einem dann alles verderben... [/B][/QUOTE] Wie meinst Du denn das? Ich bin ständig alone in the crowd, zumindest 2-3 mal die Woche und niemand verdirbt es mir. In schwarzen Dizzen eigentlich kein Problem. never surrender demon17:cool: |
| Chokmah | ..bei uns hier gibt es nichts für "schwarze" keine disse kein store das einzige was es bei uns gibt is ein cd store woher ich meine musik beziehe. Und da ich mit vielen zu tun habe die nichts für mein wesen übrig haben fühle ich mich gestört.... |
| BlutigesMäh | ich muss sagen, dass mich a) die andren nicht stören-selbst wenn sie sich an mir stören. Sie wissen ja nichts über mich und darum belächel ich es,wenn sie sich ein Urteil erlauben. b) an mir stört sich eigentlich keiner, da ich doch noch relativ "normal" aussehe. c) wenn ich nachdenke, dann achte ich eigentlich kaum auf das , was mich umgibt. Solange man nicht mit dem Finger auf mich zeigt und nen dummen Spruch setzt. Ich glaube auch, dass man es sich zeitweise einbildet, immer und überall der Angestarrte zu sein. |
| Demon17 | @Chokma, das kann ich schon verstehen. ich kleide mich zwar relativ schlicht, aber setze eine schwarze Umgebung natürlich voraus. Das meist feindselige Angestarrt werden von "blauen" fände ich auch störend. Das man beobachtet wird, wenn man auffällig tanzt oder kleidet halte ich für normal. Es stört mich auch nicht. Ich schau mir auch gern außergewöhnliche schwarze Leute an. never surrender demon17 |
| Chokmah | ....naja gegen angeschaut werden hab ich ja nix aber wenn man dann belagert wird "was issen los " usw da könnt ich an die decke gehen obwohl ich schon immer erklärt habe es ist alles ok .. das mein ich damit |
| Demon17 | mich haben früher auch manchmal wildfremde leute angesprochen warum ich so traurig ausschau, so etwas nevt wirklich...:mad: |
| BlutigesMäh | hui.. Sowas kenne ich gar nicht. Obwohl sich mal ein Pfaffe zu mir aufn Friedhof gesetzt hat, weil ich halt da ganz alleine war. Hat da nur gesessen und dann gesagt: Die Stille hier ist einzigartig, oder? hier kann man mit seinen Gedanken ganz allein sein. Pass nur auf, dass du darin nicht ertrinkst. Manchmal kann Trauer erdrücken. Dann isser gegangen. Aber so werde ich eigentlich nur kurz angeschaut und dann watscheln sie von dannen. Vielleihct wirke ich zu monströs-mit meinen 1,69 :D |
| Demon17 | damals liefen auch noch diese freundlich humanen alternativen in den gleichen läden rum wie wir. die waren schon etwas aufdringlich manchmal...:rolleyes: |
| BlutigesMäh | *lach* es lebe sweet ignoranz. Übrigends kam meine Mail an dich schon zweimal zurück- du magst mich ne :( :p |
| Demon17 | Jah melancholie setzt ein gewisses Maß an Ignoranz voraus in der Spassgesellschaft, natürlich mag ich Dich:) , achte bitte auf das com bei der aol-addy. Du kannst jetzt einfach auf den e-mail button drücken, ich hab die alte addy wieder eingetragen. |
| BlutigesMäh | hm.. Ignroanz für Melancholie ist wohl nicht ganz das, woran ich dachte. ICh glaube sogar , dass man da eher offen sein muss, um viel verarbeiten zu können... Jo, dann werd ich das bei gelgenheit nochmal probieren.. |
| Chokmah | ...ja ich würd a net von ignoranz sprechen sondern von verständniss das von beiden seiten ausgeht dazu gehört nun auch das wenn man einmal was gesagt hat nich immer noch jeder fragt und stört... |
| Demon17 | Es geht darum, dass es einen gewissen Druck gibt sich als erfolgreich und lebensfroh darzustellen. Dem gilt es sich zu entziehen. Dazu ist Ignoranz geeignet. Ich mein ich hab mal ein Gedicht gelesesn, da ging es um ein total trauriges Paar mitten im Karnelval, da kriegt man eher ne Depression als ne sanfte Melancholie. Obwohl es auch eine gewisse Form des Humors gibt, die adäquat ist. |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Es geht darum, dass es einen gewissen Druck gibt sich als erfolgreich und lebensfroh darzustellen. Dem gilt es sich zu entziehen. Dazu ist Ignoranz geeignet. [/B][/QUOTE] ich hatte die letzten beiden wochen beruflich mit einem ohio-ianer zu tun, der nach kalifornien umgezogen war und sich seeeehr schwer mit dem dortigen happy-go-lucky druck getan hat. "let´s do lunch" = wörtlich übersetzt: gehen wir mal zum essen - heißt dort FÜR DEN KENNER übersetzt: lass dich nie wieder blicken. "dont call us, we call you" = wörtlich übersetzt: ... wir rufen dich an - heißt dort FÜR DEN KENNER übersetzt: du wirst NIE MEHR von uns hören. die arbeitslosen schauspieler/möchtegernstars und die echten stars aus hollywood müssen - bei schwerstarbeit - aus dem ei gepellt aussehen. wer sich raushängen/anmerken lässt, dass er schuftet, gilt als sozialschwein, weil er die regeln durchbricht. der eingemeindete kalifornier (mit einer klimatisch eher deutsch geprägten mentalität) hat den fehler gemacht, über jahre die sprache FALSCH zu verstehen, nämlich wortwörtlich. es hat ihm eine verkorkste ehe eingebracht. er hat die angebote nicht ignoriert, weil er bedürftig war. gruß, cocrea |
| Demon17 | Ist eigentlich düstere Musik schon Melancholie? Ich habe manchmal den Eindruck das beides nichts mehr miteinander zu tun hat. Wenn ich in den Großraum-Dizzen, wo beides in verschiedenen Räumen läuft mir die Leute so ansehe, stelle ich außer der Kleidung keinen Unterschied mehr fest. Ich mein zur Melancholie gehört auch eine Portion Romantik und Wehmut, die leider immer seltener wird. Insofern läßt sie sich vielleicht bald nur noch in Einsamkeit geniessen. never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | Ach armer Dämon-ich frage mich, wo du wohnst?! Hier umgeben mich viele Menschen,die romantisch sind und auch eine leichte Neigung zur Melancholie haben-wenngleich sie meinen Musikgeschmack nicht teilen und meine Schwarztragerei ihnen manchmal ach barbarisch auf die Nüsse geht. Aber musiktchnisch hast du recht.. Irgendwie scheint sie immer mehr einem Ballon zu ähneln.. |
| Poisengirl | Meensch, da habe ich die ganze Zeit versucht, das Schöne an der Melancholie zu beschreiben, bzw. zu erklären und finde hier die Perfekte Antwort: Ohne Melancholie gibt es keine Romantik...Ohne Romantik keine Lebensqualität.... Seeehr schön. Das ist der Grund, warum ich gerne HIM höre, was mein Herzallerliebster auf Teufel komm raus nicht verstehen kann. Ich konnts ihm nie richtig erklären. Die Musik ist melancholisch, aber gleichzeitig auch romantisch..... |
| Demon17 | @POISENGIRL, versuchs doch mal mit Project Pitchfork vielleicht könnt ihr euch darauf einigen. @BlutigesMäh, du bist halt abgehärtet. Aber ich war lange Zeit verwöhnt. Die Gegend hier ist erst im letzten halben Jahr zur schwarzen Provinz verkommen. Oh mores, oh tempores! Dein Foto kann ich übrigens immer noch nicht betrachten, weil mein neues Bildbearbeitungsprogramm auch kein MIM Format kennt. *:( * |
| BlutigesMäh | dann bekommst du hier jetz eíne Exklusivbeschreibung: 168 cm klein, dunkelblonde Schulterlange Haare mit schwarzen Strähnen, dunkelblaue Augen und ne Brille(bloss gut, dass mir das Teil steht!) und ein kleines Bommelschwänzschen-weil, bin ja schaf und so.. :D @poison: Him hat sehr stark anchgelassen. Um nicht zu sagen, dass er vielmehr nicht mehr Him ist..Da wird man nur melancholisch, wenn man alte zeiten der Gruppe zurückdenkt |
| Demon17 | Ja so ein einsames schwarzes Schaf in den Wäldern voll mit brünstig röhrenden Rehböcken, das hat schon etwas sehr melancholisches, genau wie die Entwicklung von HiM nach Poisened Girl. *schnief* Allerdings fehlt mir jetzt der direkte tiefgründige Bezug zum Thema. Um ihn wieder herzustellen. Die Ursachen von Melancholie setzen ja erst einmal eine Minderung der Lebensqualität voraus, die dann durch den Genuss der Melancholie auf eine schwermütige Art und Weise wieder gesteigert wird. *Schwermütig* ihr beiden und *tiefgründig*, hört ihr? never surrender demon17:) |
| Poisengirl | Dass HIM nachgelassen haben stimmt schon, aber ich höre die Musik nach wie vor gerne. Am 6.4. gehe ich nach Offenbach aufs Konzert. Das erste für mich (von HIM). Mal sehen wies wird.... Was zum Teufel ist "Pitchfork"???? |
| BlutigesMäh | pItchfork ist eine Musikgruppe-und die waren sogar mal bei uns an der Schule-waren aber ne ganz so doll an dem Abend. NIch Cage hatte übelst Verspätung und dann hat PP eben eher schluss gemacht :mad: Mein lieber Dämon, wenn du mich noch einamal versuchst aufzuklären,das Melancholie was tiefgründiges und schwermtiges ist beiss ich dich und rede kein Wort mehr mit dir :mad: Nur weil man der Melancholie frönt muss man ja nicht dauerdepri sein.. Desshalb habe ich trotzem nie meine Tiefgründigkeit und Schwermut verloren-ich präsentiere sie nur nicht jedem und jeden Tag aufs neue |
| Demon17 | @PoisonGirl, siehst Du dadurch das HiM nachgelassen hat sinkt Deine Lebensqualität ein bischen. Dies führt dann im Zusammenhang mit anderen Faktoren zur Melancholie für die Du Dir wieder eine HiM Scheibe kaufst um sie zu geniessen, oder vielleicht auch eine andere Band. @BlutigesMäh, nicht beissen BlutigesMäh, (habt ihr Tollwut in der Gegend?) aber es ist doch so, Melancholie ist eine besondere Form der Schwermut, die Du durch Deine humorvollen Beiträge so angenehm vertreibst und in D&L ist Tiefgründigkeit angesagt also sind tiefgründige Beiträge voller Schwermut, das was der Leser hier erwartet. Allerdings wollen wir hier niemand davon überzeugen, das man permanent schwermütig oder tiefgründig sein muss um schwarz oder Gothic zu sein, insofern halte ich Deinen Einwand für berechtigt. ;) never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | :o Ich glaube, dass meine Beiträge trotz (Schwarzen) Humors Inhalt und Gewicht haben. Aber da ich auch des verdreht-verqueren-elegant-umschreibenden Wortes mächtig bin, werde ich mir demnächst jegliches in dieser Richtung verkneifen. :)Solange dann noch jeder versteht was ich will |
| Demon17 | @BlutigesMäh, mach mich ruhig fertig, dann werd ich wieder ganz melancholisch und produziere tiefgründige Beiträge.:cool: |
| BlutigesMäh | wollte diich doch nicht fertig machen-habe mich einfach einsichtig gezeigt-wenn gestattet :) :D |
| Demon17 | Also momentan geht es mir auch viel zu gut, ich war gestern wieder tanzen zu ganz viel düster-melancholischer schwarzer Musik und bin jetzt so relaxed, entspannt und zufrieden, da kann mich nichts erschüttern. Bleib so wie Du bist.:) |
| BlutigesMäh | ICh danke für dieses Zugeständnis *lach* Ich war am Wochenende auch mal wieder die Hüften schwingen und musst an dich denken:Frauen,die jegliche poesie in der Bewegung verloren haben en masse. Nur dieser typische taktlosee Schaukeltanz. Und ich wurde schräg angeguggt, weil ich das weder erotisch noch melancholoisch noch in sonst einer Art und Weise ansprechend fand. Wie kann man zu jedem Lied ein und den selben Rhythmus beibehalten? Das hat doch nichts mehr mit melancholisch zu tun?! Hab jetz auch ein ganz feines Stück Musik;zu dem kann man sich mit nem Glas Wein und ne Schachtel Zigaretten auf die Fensterbank knallen und stundenlang aus dem Fenster starren, während man dunklen Gedanken nachhängt. |
| Demon17 | Ja dieser Charts-EBM mit dem Einheitsrythmus macht wirklich nicht melancholisch sondern führt bestenfalls zur Langeweile. Ich mein auf 5 cm Plateausohlen können sich halt die wenigsten mit Poesie bewegen. Wie heißt dann das Stück für die dunklen Träume? never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | du wirst lachen-aber das kann ich dir gar ne sagen. Hab die unbeschriftete Cd bei meinem Schatz im Chaos gefunden und einfach mal reingehört-und bumm-gefiel mir. Mein Gedächtnisschwundpatient konnte mir da leider auch ne helfen. Aber es ist einfach schön, ergreift einen und trägt die Seele mit jedem Ton davon |
| Demon17 | Das kenn ich doch irgendwoher, aber egal ein weiterer Grund zur Melancholie. Die Vergänglichkeit alles irdischen *seufz*. Na dann trrum mal schön und ärger dich nicht. *g* |
| BlutigesMäh | hach weh, ärgern-da komm ich gar nicht mehr raus und im Moment schalte ich nur noch ab und starre fast apatisch aus dem Fenster auf die Wälder, die sich hinter der schule tummeln. Himmel, da wäre ich lieber. Endlos durch die Gegend stiefeln und fernab von nervenden Subjekten, die glauben sie kennen mich und sich mit einer meiner vielen Rollen konfrontieren... |
| Demon17 | Och irgendwann hast Du deine Ruhe, fragt sich nur ob Dir das dann besser gefällt. never surrender demon17 |
| BlutigesMäh | ich glaube nicht- immerhin brauch ich ja was zum Lachen und entfliehen. Aber im Moment möchte ich mich nur noch verbuddeln und vorläufig nicht mehr rauskommen :confused: Mein kleines, junges, dummes Hirn ist einfach überfordert. |
| Demon17 | Lass dich nicht unterkriegen BlutigesMäh, mit etwas Abstand versteht man vieles besser. Es bringt nichts sich zu sehr in den Stoff zu verbeissen...oder hast Du einfach abgeschaltet? Verdrängen bringst auch nicht, dajn kann man die Melancholie so schlecht geniessen. |
| BlutigesMäh | *lächel* das hat nur leider nichts mehr mit MElnacholie zu tun sodnern wird mal wieder eine handfeste Depression.. Abschalten und verdrängen tu ich nie-dafür bin ich nicht der Mensch. Lieber suhle ich mich tagelang im seelischen Schlamm und weiß, dass ich dann irgendwann aufstehe... Und das überfordert sein kommt weniger aus der Schule... |
| Lailah | Hallo Demon17, Melankolie ist schon längst ein Teil meines Lebens gewesen, zwar bevor ich Grufti bin. Trotzdem ich die Sonne mag, kann ich mich mein Leben ohne eine Menge Dunkelheit nicht vorstellen. Ich bin auch eine kreative Person - ich schreibe, dichte, zeichne gerne und in fast alle meine Werke geht es um die dunkle Seite des Lebens. Ich kann einfach nicht über Blumen und Freude oder sowas schaffen ! Diese Melankolie ist meine Inspirationsquelle und ohne sie hat mein Leben keinen Sinn. Mir ist sie für immer mit Schönheit, Leidenschaft, Poesie, Träume, Genuss verbunden - es kann nicht anders sein... |
| BlutigesMäh | jaja .. Die Gute alte Melancholie-Muse *träum* wer kennt die nicht? Irgendwie wird jeder kreativ, wenn er melancholisch ist. |
| Demon17 | @Lailah, Hallo Lailah, da geht es Dir so wie mir. Hast Du vielleicht einen Thread für Deine Gedichte auf den Nachtwelten? Wenn ja leg doch einfach einen Hyperlink in Deine Fussnote, dann ist er leichter zu finden. @BlutigesMäh, bekomm ich denn nun ein Gedicht von Dir? never surrender demon17:) |
| BlutigesMäh | *jarl* ich werds versuchen, wie gesagt. Muss ja auch mal schauen, was ich dir schicke.. Ich werds dir in den nächsten Tagen zukommen lassen, ja? |
| Demon17 | ja Klasse, ich hoffe Du schickst mir tolle melancholische Gedichte über einsame schwarze Schafe in weiten dunklen Wäldern mit röhrenden Rehen damit meine Lebensqualität sich etwas verbessert.;) |
| BlutigesMäh | *lach* schon passiert.Ich hoffe nur, dass du die ernster nimmst alsmich-sofern man das kann *kicher* |
| Demon17 | Aber Du weißt Doch das ich ein einsamens schwarzes Schaf in der kalten Einöde (von wo kommst Du eigentlich?) ist ja auch wurscht, also ...Einöde, umgeben von lauter weißen Schafen *schluchz* also von so einem schwarzen stern der erbarmungslos dem grellen licht der tagwelt ausgliefert ist, da nehme ich jedes wort tooooooodernst. aber im ernst jetz, also ich bin manchmal total fertig von den traurigen gedichten, die ich jeden tag lese, der echten seelischen qual der schreibenden und dann sagen sie mir, och das ding ist vier jahre alt, oder das handelt nicht von mir oder so etwas und ich war ganz umsonst in den tiefsten winkeln meiner melancholie versunken, da wo es schon nicht mehr schön ist sondern weh tut. ich hoffe deine verse machen mich nicht auch so fertig, obwohl ...besser todtraurig als als gar keine emotion. ich werde dir meine eindrücke dann als e-mail schicken. stay dark, stay bloody demon17 |
| BlutigesMäh | Grüße dich, ich kann dir vorweg sagen, dass die Gedichte von mir sind und nicht nur mal eben so aus Langweile enstanden sind. Und auch deine spitze Bemerkung vom Anfang ignoriere ich ganz gekonnt :) Es ist doch aber schön, wenn man sich noch mit Gedichten auseinandersetzt und sie nicht nur liest, sich seinen Teil denkt oder auch nicht und das Papier in die Ecke fliegt.. |
| neeChrist | Melancholie ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich brauche solche Phasen so dringend wie den Schlaf. Zu lange ohne und man kann mich zu nix mehr gebrauchen. Den Unterschied zur Traurigkeit sehe ich darin, dass einem in der Trauer zum Beispiel etwas fehlt, oder dass man enttäuscht ist. Wenn man melancholisch ist, fühlt man sich ausgeglichen, ruhig, Eins mit der Welt, man ruht in seiner Mitte oder was auch immer. Meine Lebensqualität würde erheblich leiden, ließe man mir keine Zeit, ab und zu meine Seele baumeln zu lassen. |
| cocrea | [COLOR=teal]Melancholie ist die Freude an der Traurigkeit, die man empfindet, wenn man einen Sonnenuntergang betrachtet und weiß, dass dieser Moment gleich vorbei sein wird. Alexander Belicanski[/COLOR] |
| Nell | Ich erlebe Melancholie als etwas,was für mich sehr wichtig ist und mir hilft am Boden zu bleiben und mich nicht zu verlieren!! Traurigkeit spielt da auch eine Rolle aber in diesen Momenten bin ich gerne traurig und ich brauche es auch um mal wieder meine Gefühle rauslassen zu können und über alles nachdenken zu können! Ich finde auch das man Traurigkeit nicht unbedingt der Melancholie gleichsetzen kann...denn es gibt da schon eindeutige Unterschiede! Melancholie ist für kontrollierte Traurigkeit ...und Trauer über die Dinge allgemein und nicht über bestimmte Dinge!! Ich brauche einfach manchmal die Momente wo ich ganz alleine während des Sonnenuntergangs durch den Wald streifen kann und mich dabei ein ganz bestimmtes Gefühl überkommt...in diesen Momenten weiß ich genau über mich bescheid und betrachte das Leben aus einer anderen Perspektive heraus...die Perspektive wo ich wo ich das leben vor mir sehe und aus distanziertem Abstand darüber nachdenke!! Das gehört für mich dazu wie die Luft zum atmen...denn wenn ich das nicht manchmal erleben könnte würde ich mich und meine Lebensqualität verlieren!! |
| Demon17 | @Nell, also das hast Du jetzt unheimlich schön gesagt. Es ist ja gerade diese Empfindsamkeit in einer ruhigen Stimmung, welche die Sinne für so vieles öffnet, für das im Alltag sonst kein Platz ist. Ein bischen Tiefgang in einer reiüberfluteten, oberflächlichen immer hektischer werdenden Welt. Besonders im Zusammenhang mit Natiurerlebnissen ist das besonders schön, weil sich einerseits die Aura des Ortes auf die Seele überträgt und andererseits man nicht gezwungen ist andere auszuschließen. Wenn ich in einem Club in melancholischer Stimmung vor mich hinträume, dann kann ich einfach nicht auf andere reagieren. never surrender demon17 |
| x bloodyrose x | Hi, Ich denke,die Melancholie ist ein Teil von mir... Manchmal brauche ich es z.B. einfach,einen traurigen Song zu hören und dabei zu heulen. Allerdings bin ich meistens eher fröhlich. Leider ist es in unserer Gesellschaft so,daß Melancholie und Nachdenklichkeit verpönt sind,denn es paßt nicht ins gesellschaftliche Idealbild,in dem jeder STÄNDIG gut drauf und lustig sein muß... Melancholie ist für mich ein Zustand von nachdenklich/leicht trauriger Sentimentalität. Bye,br |
| Demon17 | @bloodyrose, das seh ich genau wie Du. Bezeichnenderweise wird Melancholie laut Duden asl Sonderfall der Schwermut beschrieben und zumindest indirekt in die Ecker der psychischen Krankheiten gesdrängt. Deutlicher kann man den Zwang zum Froh-und Flachsinn ja wohl kaum zum Ausdruck bringen. Nichts ist agressiver als zwanghaft gutgelaunte Menschen...:rolleyes: . Wobei sich Melancholie und Humor ja nicht auschließt, es muss halt echt sein und darf nicht verbindlich werden.:) never surrender demon17 |
| x bloodyrose x | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]@bloodyrose, das seh ich genau wie Du. Bezeichnenderweise wird Melancholie laut Duden asl Sonderfall der Schwermut beschrieben und zumindest indirekt in die Ecker der psychischen Krankheiten gesdrängt. Deutlicher kann man den Zwang zum Froh-und Flachsinn ja wohl kaum zum Ausdruck bringen. Nichts ist agressiver als zwanghaft gutgelaunte Menschen...:rolleyes: . Wobei sich Melancholie und Humor ja nicht auschließt, es muss halt echt sein und darf nicht verbindlich werden.:) never surrender demon17 [/B][/QUOTE] Hi demon, Ich denke auch,das sich Melancholie und Humor nicht ausschließt.:D Ich finde zum Bespiel diese aufgesetzte Fröhlichkeit im Karneval total lästig. Ich habe nichts gegen fröhliche Menschen,solange die Fröhlichkeit echt und unaufdringlich ist. In Deinem ersten Beitrag hattest Du geschrieben,daß Du Dir im Sommer den Herbst herbeisehnst,weil die Sonne Dich zu sehr aufheitert. Dem kann ich teilweise auch zustimmen. Ich mag Sommer nicht,weil ich Hitze schlecht vertrage,und wenn ich mal wieder eine sehr melancholische Phase habe stört die Sonne tatsächlich. Die Sonne wirkt dann plötzlich hell und aufdringlich.:mad: Im Herbst und Winter fühle ich mich viel wohler,weil ich mich dann stimmungsmäßig mehr im Einklang mit der Natur fühle. Ich möchte einfach meine Melancholie ausleben können,ohne deswegen als irgendwie psychisch krank oder unnormal abgestempelt zu werden.[IMG]http://www.mysmilie.de/smilies/traurig/img/010.gif[/IMG] Bye,br |
| cocrea | [B]Der Melancholiker[/B] liebt die Stille und haßt die lärmende Lustigkeit. Er nimmt die Dinge etwas zu schwer und neigt auch dazu, an seine Lebensführung zu strenge Forderungen zu stellen. Er besitzt ein empfindsames Gemüt, weigert sich, stets neue Eindrücke aufzunehmen und beschränkt sich auf nur gewichtige. Er besitzt eine starke, tiefe und nachhaltige, von Gleichmütigkeit gekennzeichnete Erlebnisfähigkeit und eine herabgeminderte Reaktionsbereitschaft. Im Denken bohrt er in die Tiefe. Er will den Dingen auf den Grund gehen. Es besteht eine seelische Komplexneigung mit depressiver Tendenz. lm Leistungsbereich darf keine rasche Umstellung und Anpassung erwartet werden, dafür aber Fleiß, Ausdauer, Gründlichkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Das melancholische Temperament ist vorherrschend, wenn die Tierkreiszeichen Stier, Jungfrau und Steinbock eine starke Besetzung mit Planeten aufweisen. Das gilt auch für den Aszendenten und einen dominanten Saturn im Element Erde. quelle: [url]http://www.biggy.de/alt/astro/astro-temperament.html#Melancholiker[/url] [url]http://www.irresein.de/problema_xxx_I.html[/url] über die lehre der vier säfte / humores von aristoteles [url]http://www.diversitytraining.at/sitemap/fachart/typisch.htm#melan[/url] typisches verhalten von mellies während ich das schreibe wird grad mit einem aufgebot von über 10 riesenfeuerwehrwägen und polizei ein tiefgaragenbrand (explodierendes auto gleich nach dem parken, besitzer hat´s gemerkt und gleich gemeldet) in meiner wohnanlage gelöscht. die schwarzen rauchwolken sind vorerst unter kontrolle. die hausbewohner sind elektrisiert. mein nachbar hat sein auto noch durch eine schwarze rauchwandwolke aus der gefahrenzone herausgeholt, bevor die feuerwehr eintraf. wie reagiert ein melancholiker auf einen brand? brände lassen niemanden kalt. lg, cocrea |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i] [B][B]Der Melancholiker[/B] liebt die Stille und haßt die lärmende Lustigkeit. ... Im Denken bohrt er in die Tiefe. Er will den Dingen auf den Grund gehen. ... lm Leistungsbereich darf keine rasche Umstellung und Anpassung erwartet werden, dafür aber Fleiß, Ausdauer, Gründlichkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. [/B][/QUOTE]Dann bin ich wohl ein "Melli" ... :rolleyes: [QUOTE][B]wie reagiert ein melancholiker auf einen brand? brände lassen niemanden kalt. [/B][/QUOTE]Vor knapp vier Jahren hat in unser Haus ein Blitz eingeschlagen und den Dachstuhl in Flammen gesetzt. Was tut der "Melli"? Er verfällt nicht in Panik und überlegt erst einen kleinen Moment, was zu tun ist. Er entscheidet, daß mit dem gefüllten Wasserfaß vor dem Haus und einer Menschenkette eine größere Chance besteht als mit dem Feuerlöscher. Als die Feuerwehr eintrifft, ist der Brand unter Kontrolle und fast gelöscht. Größere Schäden im Haus durch Löscharbeiten der Feuerwehr können vermieden werden. Nach noch einigen Stunden Aufräum- und Sicherungsarbeiten fällt der "Melli" erschöpft ins Bett ... und fängt an zu heulen in Gedanken daran, was eigentlich alles hätte passieren können ... |
| Demon17 | @Turning Point, oh ist das süüüüüüüß:) . Ich weiß ja nicht ob das typisch Melancholiker ist, aber wer sich öfter mit dem Gedanken ans Ableben beschäftigt, verfällt wahrscheinlich in Gefahrenmomenten nicht so schnell in Panik. Im Grunde sind Melancholiker ja ausgeglichene Menschen, die eigentlich durch nichts zu erschüttern sind. Es sei denn durch aufdringliche Fröhlichkeit....aber da hat er ja Abwehrmechanismen entwickelt, von der Sarkastischen Bemerkung bis zur Geschichte von dem Krebskranken Kind aus´der Nachbarschaft.:D. never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | @ Demon17: Das mit "keine rasche Umstellung und Anpassung" stimmt allerdings auch :rolleyes: (aber daß man sich auch das irgendwie verzeiht, macht wohl den "TurningPoint" aus). |
| Demon17 | @x bloodyrose x [QUOTE]Ich mag Sommer nicht,weil ich Hitze schlecht vertrage,und wenn ich mal wieder eine sehr melancholische Phase habe stört die Sonne tatsächlich. Die Sonne wirkt dann plötzlich hell und aufdringlich. Im Herbst und Winter fühle ich mich viel wohler,weil ich mich dann stimmungsmäßig mehr im Einklang mit der Natur fühle. [/QUOTE] Das geht nir genauso, obwohl ich ja extra Cabrio fahre um dieser jahreszeit überhaupt etwas abgewinnen zu können. Im Auto auf der Autobahn ist es ja ganz nett, aber in überhitzten Räumen oder Clubs, in denen einen beim tanzen der Schweiß am Körper klebt ist die warme Jahreszeit wirklich unerträglich. Auch kommt die Musik nicht mehr so gut. Ich glaub das vermisse ich dann am meisten. Diese magische Stimmung, die 100erte schwarz gekleideter Menschen in Melancholie vereint. @Turning Point, also da kann ich jetzt so pauschal gar nichts zu sagen, selbst wennn sich die Umwelt verändert ist das ja erst einmal kein Grund sich selbst zu verändern. Vielleicht passt man ja so rein wie man ist. Ich muss auch nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, insofern lassich mir bei Veränderungen auch erst einmal Zeit zu beobachten wohin die Reise geht. Gerade in neuen Gruppen nutzen sich viele in den ersten Wochen ersteinmal in Rangkämpfen ab, :rolleyes: da ist es dann auch klüger erst einmal zuzuschauen. never surrender demon17 |
| Catherine | Die Melancholie ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens geworden, ich fühle mich sicher in und mit ihr und kann sie gut ausdrücken. Einerseits ist Melancholie etwas sehr bedrückendes, einsames; andererseits ist sie auch mit der Romantik und Poesie verbunden, zwei Aspekte des Lebens, die ich sehr genießen kann. |
| Demon17 | @Catherine, Poesie und Romantik, ich finde beides hatte schon immer etwas wehmütiges. Insofern kann ich es auch gar nicht verstehen, wieso die Melancholie in die Nähe der Geisteskrankheiten gerückt wird. Eine der schönsten Seiten des Lebens, ohne die ich mich gefühlsmäßig amputiert fühlen würde kann doch nicht krank sein. Ich finde eher das Menschen ohne diese Empfindungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ich tanze und dichte gerne, wie drückst Du die Melancholie denn aus? never surrender demon17 |
| cocrea | melancholie als geisteskrankheit bezeichnen - ein starkes stück. depressive wurden früher als ´gemütskrank´ bezeichnet. (gemüt = denken/fühlen) Ursula Nuber, stellv. Chefredakteurin von ´psychologie heute´ schreibt in »Die verkannte Krankheit Depression«, Kreuz Verlag, 1991 folgendes: "Depressive Menschen machen bei diesen Selbsttäuschungsmanövern nicht mit – selbst wenn sie wollten, sie können es nicht. Sie wissen ganz genau, wieviel Kontrolle sie über ihr Leben haben, sie wissen, wann sie versagt haben, und sie sehen die Dinge, wie sie sind – ohne den rosaroten Filter der positiven Illusionen. Depressiven Menschen scheint ein Schutzschild zu fehlen, der die Härte der Realität von ihnen fernhält. Ob dieser Schutzschild durch biologische Faktoren, Kindheitserlebnisse oder andere widrige Lebensumstände zerstört wurde, erscheint zweitrangig, weil es fraglich ist, ob dieser Schutzschild jemals wieder völlig aufgebaut werden kann – und ob dies überhaupt erstrebenswert ist." S. 136 "Die blinden Flecke in unserer Wahrnehmung helfen uns also offensichtlich, besser durchs Leben zu kommen. Henrik Ibsen, der die Fähigkeit des Menschen zur Selbsttäuschung in vielen seiner Werke thematisiert hat, schreibt ihr eine wichtige Funktion zu: »Nimm dem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, und du hast ihn auch seines Glückes beraubt.«" S. 137 Erika Pluhar, von depressiven phasen heimgesucht (wie ich auch), meinte in einer Talkshow sinngemäß: Man kann erst aus der Depression auftauchen, wenn man das am Grund des Moores verborgene Juwel ergriffen hat. Depressive/mellies sind - in den gelassenen Phasen - mE wahre Schätze mit der Anlage zur Weisheit. Ich nenn sie ua ´Orchideen auf dem Misthaufen´. lg, cocrea |
| Demon17 | Was mir heut Abend aufgefallen ist, das in diesem Thread ein wichtiger Aspekt zu kurz kommt. Melancholie, Romantik, das ist ja nicht alles. Ich war heut tanzen und es kamen sehr ruhige melancholische Lieder, doch richtig gut wurde es doch erst mit Dive, Skinny Puppy, Rammstein und anderen Sachen, die einerseits makaber-romantisch aber auch mächtig sind. Ich glaube das dieser düster-romantische Ausdruck von Macht doch ein wichtiger Aspekt ist der mich an der schwarzen Musik so reizt. Wenn Rammstein wehmütig seine Liebste aus dem Grabe holt und ihr zum Schluss den Kopf abhackt, dann wird einem doch erst richtig bewußt, dasWehmut nichts mit Wehleidigkeit und Schwäche und Depression zu tun haben muss, obwohl es natürlich auch damit zu tun haben kann, wie man in vielen Posting dieses Threads lesen kann. Gerade diese romantische Grausamkeit ist doch eine der schönsten Formen der Melancholie, die auch nicht Gefahr läuft in Lethargie und Schwermut zu enden. never surrender demon17 |
| bradóg | [B]liebt die Stille und haßt die lärmende Lustigkeit [/B] dem kann ich nur zustimmen, ich liebe die stille in form von schweigen und genießen und hasse die lärmende lustigkeit, vor allen dingen dann, wenn lustigkeit billig wird und auf kosten anderer stattfindet. [B]neigt auch dazu, an seine Lebensführung zu strenge Forderungen zu stellen. [/B] woher kenn ich das nur :) [B]besitzt ein empfindsames Gemüt, weigert sich, stets neue Eindrücke aufzunehmen und beschränkt sich auf nur gewichtige[/B] weigern würde ich jetzt nicht behaupten, ich denke der melancholiker als solcher läßt sich von der riesen flut an eindrücken und informationsmüll nicht zuschütten, was gut so ist. er denkt drüber nach und filtert die wichtigen, gewichtigen heraus. typisch für den melancholiker ist meiner meinung auch, er denkt nicht von jetzt auf gleich, sondern denkt bereits im vorfeld an die folgen, denkt weitreichender, langfristiger, wie demon17 sagte, beobachten, dann handeln. depression und melancholie geht teilweise ineinander über. das ist wie eine gradwanderung. depression ist ein zuviel an melancholie. was depression und das positive denken angeht, den zeilen in "psychologie heute" kann ich nur zustimmen, diese zeilen sprechen mir aus der seele, selbsttäuschungsmanöver, rosarote brille, schutzschild etc. ein großteil der menschheit macht sich doch nur was vor, sie reden sich alles schön, um der realität nicht ins auge blicken zu müssen. der depressive/melancholiker setzt sich intensiv mit den dunklen seiten des lebens auseinander, die der positiv denkende nur zu gern verdrängt. was mich an der ganzen sache ziemlich nervt ist, daß man als melancholiker mensch seltenst so angenommen wird, wie man ist, man gilt als notorischer schwarzseher. mir gehts so, daß immer wieder versucht wird, mir meine melancholie madig zu machen, sie als negativen wesenszug abzutun, der wegkuriert werden sollte. warum können einen andere nicht einfach mal so akzeptieren und annehmen wie man ist?! melancholie ist für mich eine art stille sehnsucht und zwar nach harmonie und frieden im weitesten sinne. doch beides findet seltenst erfüllung. melancholie = geisteskrankheit, sowas können nur menschen behaupten, die in keinster weise irgendetwas verstanden haben. melancholie = sensibilität, feinfühligkeit, einfühlungsvermögen usw. |
| Demon17 | Ich hab mich grad wieder eine halbe Stunde von MTV zudröhnen lassen und muss sagen, man hört selbst bei traurigen oder nachdenklichen Liedern ganz genau, wer das Zeug zum Melancholiker hat und wer nicht. Es ist wirklich eine zerstörerische Reizüberflutung, die inzwischen dramatische Formen annimmt. Diese Vielzahl unkoordinierter Dynamiken gerät immer mehr zum Geplärre. Melancholie setzt einen gewissen Tiefgang voraus und damit ein Minimum an geistigem Horizont, der in der Medienwelt immer seltener erreicht wird. Ich glaube Bradógs Bemerkung über die Harmonie ist da sehr aufschlussreich. Erst wenn man sich mit einer Sache oder auch mit einer Stimmung oder einem Zusammenhang intensiv beschäftigt, entsteht eine Form von Ordnung, die harmonie erzeugt. Deshalb sind die fröhlichen Lieder, Texte usw. auch immer so flach, weil sie sich eben nicht ernsthaft und nachhaltig mit irgendetwas beschäftigen, sondern häufig komplexe Zusammenhänge oder Harmonien zerstören. Wir alle kennen dieses Phänomen, wenn z.B. ein Thread verblödelt wird und das Gespräch in sinnlose oder flachsinnige kurze Passagen zerfällt. Deshalb setzt der Genuss der Melancholie neben der eigenen Stimmung auch ein entsprechendes Ambiente, sei es Natur oder eine Disko mit der entsprechenden Musik oder ein Konzert, irgend etwas was die Sinne in höhere Sphären führt voraus. Das kann natürlich auch ein schöner Abend zu Hause sein. never surrender demon17 never surrender demon17 |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Erst wenn man sich mit einer Sache oder auch mit einer Stimmung oder einem Zusammenhang intensiv beschäftigt, entsteht eine Form von Ordnung, die harmonie erzeugt. Deshalb sind die fröhlichen Lieder, Texte usw. auch immer so flach, weil sie sich eben nicht ernsthaft und nachhaltig mit irgendetwas beschäftigen, sondern häufig komplexe Zusammenhänge oder Harmonien zerstören. [/B][/QUOTE] gestern sah ich ein interview mit wolfgang fierek, der bis zu seinem beinah tödlichen autounfall, von dem er noch einige zeit zu genesen hat, als bruder leichtfuß luftig locker über den bildschirm schauspielerte. die todesnähe hat ihn schlagartig zum charakterfach umsiedeln lassen. ich sah in seinem gesicht nicht das lausbubenlächeln, sondern einen ernsten ausdruck. jetzt genießt er jede banale verrichtung am tag. er schätzt die zeit und das toastbrot das er sonst achtlos runtergeschlungen hat um vieles mehr. er hatte im kh mit phasen der tiefen verzweiflung (depression) zu kämpfen und hat bestanden. er meinte, die lockerleichten filmstoffe ließen sich so leicht verkaufen. jetzt möchte er gern rollen mit tiefgang spielen. die nachfrage zu tiefgang ist weitaus geringer als bei seichtstoff. es macht mühe, sich in eine komplexere harmonie einzulassen und frieden mit dem täglich möglichen tod zu schließen. gruß, cocrea |
| bradóg | @ Demon17 Man hört selbst bei traurigen oder nachdenklichen Liedern ganz genau, wer das Zeug zum Melancholiker hat und wer nicht. ... ein echter melancholiker fühlt und lebt in liedern mit und leiert sie nicht einfach nur runter. Es ist wirklich eine zerstörerische Reizüberflutung, die inzwischen dramatische Formen annimmt. Diese Vielzahl unkoordinierter Dynamiken gerät immer mehr zum Geplärre. ... geplärre an allen ecken und enden, akkustisch sowie auch visuell, tv, radio, zeitschriften, plakate, kino etc., überall wird man bombadiert, es ist terror. es ist alles so übermäßig übertrieben und schrill geworden und nur noch wenig platz für stille momente übrig geblieben, in denen man mal zur besinnung kommen und genießen kann, außer man distanziert sich bewußt von dem ganzen trubel und schafft sich seine eigene welt. Melancholie setzt einen gewissen Tiefgang voraus und damit ein Minimum an geistigem Horizont, der in der Medienwelt immer seltener erreicht wird. ... melancholie setzt neben besagtem tiefgang und geistigem horizont auch ein gewisses maß an gefühl bzw. mitgefühl voraus. doch in bezug zur medienwelt werden gefühle als spielzeug mißbraucht, um damit den konsumenten zu manipulieren, in die gewünschte richtung zu lenken. die medienwelt ist zum mittel zum zweck verkommen und dient hauptsächlich der allgemeinen volksverblödung. Ich glaube Bradógs Bemerkung über die Harmonie ist da sehr aufschlussreich. Erst wenn man sich mit einer Sache oder auch mit einer Stimmung oder einem Zusammenhang intensiv beschäftigt, entsteht eine Form von Ordnung, die harmonie erzeugt. ... sich intensiv mit etwas beschäftigen setzt aber voraus, daß man sich genügend zeit nimmt, am besten zeit als solche ganz außer acht läßt. läßt man sich von der hektik des alltags mitreißen, funktioniert es nicht. intensives beschäftigen, bewußt wahrnehmen, ganz bei sich sein, aber trotzdem atmosphäre, stimmungen auf sich wirken lassen, erspüren, eintauchen, genießen, der einklang zwischen sich und den äußeren einflüssen, dann kann harmonie entstehen. Deshalb sind die fröhlichen Lieder, Texte usw. auch immer so flach, weil sie sich eben nicht ernsthaft und nachhaltig mit irgendetwas beschäftigen, sondern häufig komplexe Zusammenhänge oder Harmonien zerstören. Wir alle kennen dieses Phänomen, wenn z.B. ein Thread verblödelt wird und das Gespräch in sinnlose oder flachsinnige kurze Passagen zerfällt. ... durchs blödeln geht die ernsthaftigkeit und somit die tiefe verloren. Deshalb setzt der Genuss der Melancholie neben der eigenen Stimmung auch ein entsprechendes Ambiente, sei es Natur oder eine Disko mit der entsprechenden Musik oder ein Konzert, irgend etwas was die Sinne in höhere Sphären führt voraus. Das kann natürlich auch ein schöner Abend zu Hause sein. ... so ist es, da kann ich dir nur zustimmen. |
| BlutigesMäh | Um mich auch mal wieder einzubringen (hast du meine Mail nun mal bekommen Demon?! :confused: ): ich habe gestern Abend einen ausgedehnten Spaziergang durch Regen und vernebelte Wälder gemacht-und ich fühlte mich nie leerer und zugleich ausgeglichener.. Dunkelschwarze Romantik mit mir alleine.. Und dazu den Kopf voller Gedanken... *träum* |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i] [B]es macht mühe, sich in eine komplexere harmonie einzulassen und frieden mit dem täglich möglichen tod zu schließen. [/B][/QUOTE]Schön gesagt, cocrea ! Das könnte fast meine neue Sigantur werden ... |
| Demon17 | Das Bewußtsein der Vergänglichkeit gehört sicher dazu, es steht jedoch nicht im Vordergrund wie ich finde. Ich hab Jahrzente lang mein Dying Hero Feeling genossen ohne ernsthaft mit dem Tod zu rechnen, obwohl wir teilweise eine hohe Mortalität hatte, Es war auch gleichgültig. Der tod war ein müder Scherz, wie es die Band Killing Joke schön zum Ausdruck bringt. Die wirkliche Melancholie sollte glaube ich nicht mit der Todessehnsucht oder ähnlichem verwechselt werden. Gerade der Genuss den sie bietet macht das Leben ja so lebenswert. ;) never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | Ich verstehe unter "komplexerer Harmonie" auch nicht das einfache Rechnen mit dem Tod, das Bewußtsein der Vergänglichkeit oder gar Todessehnsucht. Es ist mehr das Gefühl für die Endlichkeit des Lebens und das "Sich-darin-Einrichten". Ich nutze und genieße die Zeit, die mir zum Leben zur Verfügung steht, auch wenn ich gar nicht weiß, wieviel Zeit ich eigentlich habe. |
| Miika | Hallo erstmal allemann... Melancholie ist wie ein Begleiter. Bei mir ist die gedrückte Stimmungslage eigentlich die Grundstimmung. Auch wenn sie ein großer Teil von mir ist würde ich nich sagen dass sie immer schön ist. Es gibt verschiedene Sorten. Die Melancholie die ja nicht so negativ immer ist, dann auf der anderen Seite Todessehnsucht und innerer Schmerz. So hm mein erster Post :) ... warum gibts eigentlich keinen Headbang-Smilie ? |
| Shaila | ich bin der Melancholie verfallen Dieses Album kann ich euch echt empfehlen: "Melon Collie and the infinite Sadness" |
| TheTurningPoint | Einen lieben Gruß an die beiden Neukinge. Herzlich Willkommen! @ Shaila: Musik-Empfehlungen (wenn sie nicht direkten Bezug zur Diskussion haben) am besten im [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=14]Unterforum "Tonwerk"[/URL] zu einem passenden Thema posten. Dort werden sie ganz sicher dankbar aufgenommen. Hier bei den tiefgründigen Themen wird sie kaum jemand suchen. |
| Demon17 | @Miika, [QUOTE]Die Melancholie die ja nicht so negativ immer ist, dann auf der anderen Seite Todessehnsucht und innerer Schmerz. [/QUOTE] Zwischen diesen Gefühlen muss man sicher unterscheiden. Obwohl sie ja auch inneinanderfließen können. Was mich interessiert Miika ist, wie unterscheidest Du zwischen dem was Du gedrückte Stimmung nennst und Melancholie? Denn die Melancholie befreit ja aus solch einer Stimmung. Man ist zwar traurig irgendwie, fühlt sich aber doch ganz wohl dabei und hat nicht diese hemmenden Effekte, wie bei depressiven Stimmungslagen. never surrender demon17 PS: Wir haben echt zu wenig Smilies hier! |
| Miika | Hm schwierig zu sagen. Mit der Gedrückte Stimmungslage mein ich die allgemeine Tendenz zur Nachdenklichkeit, Melancholie und dem Insichgekehrtsein im Gegensatz zu guter Laune die man auf jeden sprüht. Hab mal als Definition von Melancholie grundlose Traurigkeit gelesen, ich denke das passt ganz gut zu mir. Ich kann also melancholisch sein ohne dass es mir scheiße geht. Was anderes ist dann eben die Niedergeschlagenheit wenn man mal wieder eins auf die Fresse gekriegt hat und vom Leben die Schnautze voll hat. Schwer zu erklären, die Übergänge sind fließend. |
| Demon17 | Ja das geht mir ähnlich, aber was heißt grundlos. Ich meine ich hege und pflege diese Traurigkeit ganz bewußt, z.B. durch den Genuss der entsprechenden Musik und zwar einzig und allein um meine Lebensqualität zu steigern, um meine Melancholie zu geniessen. Ich finde das ist ein sehr triftiger Grund. Meinst Du nicht?;) never surrender demon17 |
| Miika | Klar ist es ein guter Grund wenn du die Melancholie geniesst und sie dein Leben bereichert. Irgendwie ist sie ja auch schön, aber auf sie hat auch eine negative Seite für mich. Sie ist eben traurigschön, also nicht unbedingt 100% ein positives Gefühl.. hm irgendwie so, weiß es selbst net genau. |
| Demon17 | Also um die Melancholie zu vermissen, muss man diese 100% schönen Gefühle längst vergessen haben. Es gibt glaube ich immer mehr Menschen, die diese 100% schönen Gefühle lange nicht mehr empfunden haben. Insofern ist dann die Melancholie das schönste der Gefühle. never surrender demon17 |
| Midir | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Also ich habe Anfang der 80er gelernt meine Depression zu genießen und in Melancholie zu verwandeln. Für mich war das kein Luxus, weil ich vorher einige Jahre eher in sorgloser Euphorie oder einem Lebensgefühl, das man mit relaxtem Sonnenschein vergleichen könnte gelebt habe. Ich habe eher den Eindruck, dass das stabilisiert. Andererseits stellt sich bei mir dann erstmal ein Verlust an Lebensqualität ein, wenn es mir besser geht. Es ist dann so schwierig in Trance zu geraten. never surrender demon17 [/B][/QUOTE] Hi:) , wie hast du´s hingekriegt deine depression zu genießen und in melancholie zu verwandeln ? ich selbst habe depressionen und dein weg würde mich interessieren. grüße:) Midir |
| Demon17 | Tja Midir, da kann ich leider nicht offen drüber sprechen. Es gab da auch einen Ursache-Wirkungskreislauf, den ich keinem empfehlen kann. Für mich war immer die Beschäftigung mit Kunst, insbesondere Musik, Tanz und Lyrik wichtig. Es gab Ende der 70er viel osychedelisch-jazziges schräges Zeug, doch die Leute waren oft ziemlich kaputt und dieser ewige Sunshine-Sound oder das total kakophonische ging mir doch ziemlich auf den Geist. Dann hörte ich die erste Cure Scheibe One Hundred Years oder Charlotte Sometimes sind zwei Songs, die jede Depression in Melancholie verwandeln, finde ich. Es kam auf einmal eine völlig neue düstere Musik, Bauhaus, Joy Division, Mechano, Eyless in Gaza, die frühen Christian Death etc., die dem Lebensgefühl wieder Ausdruck gaben und auch das sichere Bewußtsein des eigenen Untergangs in ein Dying Hero Feeling verwandelten, welches ich mindestens 10 Jahre lang genoss. Dasd gab es vorher nur in Ansätzen bei Bamnds wie Lou Reed (Velvet Underground) oder einigen Zappa-Scheiben. Außerdem habe ich sehr viel nachgedacht über mich. Aber ich kann Dir wirklich keine ehrliche Antwort geben. Teetrinken, meditieren, die innere Ruhe ist da sehr entscheidend und unabhängig werden von externen Faktoren, die einen hinunterziehen. Das hat alllerdings den Preis der Einsamkeit, die auch nicht jeder genießen kann. Ich glaube, da muß jeder seinen eigenen Weg finden. never surrender demon17 |
| thanatos4life | seid mir gegrüßt *verneig* melancholie ist meiner meinung nach eine tugend ich weiß dass sich des komisch anhört aba ich denk einfach dass nur derjenige "zufrieden" sein kann der weiß wie es ist traurig zu sein kann denn ein friede-freude-eierkuchen-mensch jemals behaupten alles erlebt zu haben wenn er niemals absichtlich traurig war??? ich bin nicht der ansicht dass melancholie das einzig wahre lebensgefühl ist aber sie ist wichtig um an sich zu arbeiten dark greeez *verbeug* |
| Demon17 | Du verwechselst glaub ich Trauer mit Melancholie, jedenfalls unterscheide ich in meinem Sprachgebrauch nochmal dazwischen. Für mich ist Melancholie eine Form eines romantischen Gefühls mit einer traurigen Grundstimmung. Echte Trauer empfinde ich eher als unangenehm und nicht unbedingt romantisch. Durch die Romantisierung der Trauer, wird diese für mich erträglich. Man kann ja schlecht die ganze Zeit traurig sein aber man kann fast immer melancholisch sein. lieben Gruß demon17 |
| DarkHack | Ich genieße die Melancholie in vollen Zügen,... es ist einfach ein Hintergründiges "atmosphärisches" Gefühl, dass jedem Gedanken, jedem Handeln, einfach allem etwas von sich mitgibt... es ist wie Demon17 schon sagt: [QUOTE]...Eine Form eines romantischen Gefühls mit einer traurigen Grundstimmung[/QUOTE] In objektiv guten Phasen des Lebens kann man es einfach nicht ausschöpfen... irgendwas hindert dies... das Leben ist dann einfach... hmh... leerer als sonst... so hmh... unbeschreiblich,... es fehlt halt einfach an Melancholie.... sie ist ein wichtiger Bestandteil des "glücklich seins".... (finde ich) |
| thanatos4life | kann man was verwechseln das aufeinander aufbaut? was ich damit sagen will ist dass melancholie niemals ohne eine bestimmte form von trauer existiert oder bist du da anderer meinung? unter trauer versteh ich eher eine negative empfindung melancholie hingegen ist das Traurig-schöne carpe noctem |
| halfbee | ich weiß nicht,was versteht ihr unter genießen? okeh,einerseits kann ich mir nicht vorstellen einer dieser menschen zu sein die dauernd rumhüpfen und strahlen und einfach ihrem leben nachgehn mit so super viel elan und motivation.eben weil die melancholie teil meines lebens geworden ist.sie ist sehr charakteristisch für mich.aber genießen?das kann ich einfach nich so genau sagen,weil ich die grenze zwischen melancholie und depressionen auch nich so bestimmen kann.und deüressionen genießt man ja nicht. aber in gewisser weise genieße ich die melancholie schon.es gibt so abende da liegt man einfach auf dem bett herum,hört musik, zündet kerzen an,schreibt ein wenig.das sind für mcih die einzigen momente von denen ich behaupten kann dass ich irgendwie...glücklich bin.man wird plötzlich ganz ruhig und der rest der welt verblasst zu wunderbarer nichtigkeit.das ist schon genießens-wert, aber selten. und dan gibts es eben die tage und nächte in denen man keine ruhe findet und vollkommen irre wieder und wieder gedanken wälzt die einen kaputt machen und in dne wahnsinn treiben.man sucht ein ventil für all die aufgestauten gefühle aber man findet kein richtiges...und das ist auch so eine art trauer.also irgendwie verwandt mit der melancholie.aber es ist doch nicht das selbe. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von thanatos4life [/i] [B]kann man was verwechseln das aufeinander aufbaut? was ich damit sagen will ist dass melancholie niemals ohne eine bestimmte form von trauer existiert oder bist du da anderer meinung? unter trauer versteh ich eher eine negative empfindung melancholie hingegen ist das Traurig-schöne carpe noctem [/B][/QUOTE] Da hast Du völlig recht. Die Idee zu diesem Thread kam mir, weil ich als es mir eigentlich total schlecht ging, no future, scheiß jobs etc. mich total gut gefühlt hab, weil ich dreimal die Woche tanzen gegengen bin, vieles wiederentdeckte und auch ziemlich viel geschrieben gab. Ich habe diese 18 Monate sehr genossen und meine Stimmungen und Gefühle waren unheimlich intensiv. Das Ganze hat sich dann gelegt, als es mir besser ging und ich vermisse dieses Gefühl seitdem. Soll heißen, der Melancholie fehlt die permanente Trauer als Grundlage. Eigentlich verbessert sich ja dann die Lebensqualität, aber mir kam es so vor, das sich durch die Verbesserung der Lage in der Tagwelt, die Intensität und der Genuss des Lebens in der Nachtwelt verringerte.:( ;) Natürlich ist Trauer nur e i ne Voraussetzung zu einer gepflegten Melancholie, eine weitere ist ein romantisierbares/romantisches Ambiente mit der entsprechenden Musik, den entsprechenden Leuten und anderen Faktoren, wie genug Platz zum tanzen, dieses Spannungsverhältnis zwischen Interaktion oder Beobachtung der anderen und ein wenig Kommunikation und Isolation etc. never surrender demon17 |
| thanatos4life | wenn das gefühl 18 monate angedauert hat war das doch eigentlich eine lange zeit die bestimmt nicht nur leicht zu bewältigen war warum vermisst du das jetzt? ich liebe das Traurig - schöne auch sehr aber die trennung zwischen tag- und nachtwelt ist doch auch nicht einfach aufrecht zu erhalten deshalb sind melancholische zeiten auf der einen seite ziemlich anstrengend die lebensqualität ist meiner meinung nach ansichtssache du hast es genossen melancholisch zu sein und du vermisst es doch jetzt auch warum trennst du deine lebensqualität in 2 bereiche? |
| Demon17 | weil ich in zwei welten lebe nehme ich mal an. irgendwie waren die clubs aber auch besser es ging hand in hand bergab bzw. bergauf. *g* ich mein solange man noch träumen kann und abschalten ist alles halb so schlimm, die nachtwelten sind eine traumwelt, die das leben bereichert und einen guten ausgleich bei schwierigkeiten in der tagwelt liefert, solange man die parameter in beiden welten im rahmen hält eigentlich optimal.;) |
| thanatos4life | ich find diese einteilung interessant scho allein weil ich auch immer versucht hab mich zu verstecken die depri-phasen nur zu hause allein in der schule die fröhliche spieln leider hat es nicht funktioniert naja jedenfalls nicht ganz es gibt mittlerweile eine ganze menge leute die mich auch "traurig" kennen diese einteilung des lebens scheint ein wichtiger gesichtspunkt der lebenseinstellung zu sein es geht vielen menschen genauso das bringt mich etz aba zu einer anderen frage kann man sich sicher sein jemanden zu kennen? schließlich kann auch das nur fassade sein was meinst du (ich weich vom thema ab sorry :rolleyes: ) |
| Demon17 | ich finde Melancholie und bestimmte Formen des Humors schließen sich absolut nicht aus. Charly Rivel, einer der bekanntesten Clowns, war z.B. oft sehr traurig. Aber den Leuten etwas vorzuspielen bringt nun wirklich nichts. Aber man kann ja durch ein bischen Sarkasmus oder Ironie, die niemanden ernsthaft verletzen die Stimmung auch wieder heben. Wichtig ist, das man autentisch ist, die Leute merken es wenn man nicht so ist. Es gibt viele körpersprachliche Zeichen, die unbewußt geäußert und Wahrgenommen werden, und es gibt so etwas wie Vibes. Viele Leute spüren instinktiv wenn man ihnen da etwas vormacht. never surrender demon17 |
| thanatos4life | versteckst du dich denn net in deinen 2 welten? ich hab bis jetzt schon einige erfahrungen machen dürfen menschen in denen man sich grundlegend getäuscht hat oder die man selbst enttäuscht hat natürlich gibt es auch welche die genau merken dass was net stimmt aber wenn man sich die erfahrungen so betrachtet ist eigentlich klar dass man sich verstecken kann und keinen interessiert dein wahres Ich (mit ein paar ausnahmen) ich kann aber schlecht einschätzen ob ich merk dass mir jemand was vorspielt keine ahnung kannst du das von dir behaupten?? |
| Demon17 | Ich lebe sehr zurückgezogen und lasse kaum jemand an mich heran und werde hierbei immer wieder bestätigt. Insofern ist es auch nicht so schlimm wenn mir jemand etwas vormacht, weil ich da kaum Emotionen investiere. Ich kann Dein Problem verstehen, vor 20 Jahren war ich auch wesentlich stärker auf andere Menschen angewiesen als ich es heute bin. Doch das legt sich mit der Zeit. Ich hoffe Du behältst ein paar Freunde, auf die Du Dich verlassen kannst. Mit der Zeit lernt man sich sowieso so gut kennen, das es keinen Sinn macht sich gegenseitig etwas vorzumachen. dark greetz demon17 :cool: |
| halfbee | naja,ich denke dass weder depressionen noch ein melancholisches wesen humor aussschließen.ich z.b.bin da so ein parade beispiel. ich dachte bis vor kurzem immer ich würde die leute schrekclich langweilen.aber bei so ner kleinen party haben meine freunde und ich so ein komsiches psycho spiel gespielt.dabei hat soch dann rausgestellt dass sie mich für den lustigsten mensch aller zeiten halten.ich bin für sie die imemr gut gelaunte lustige kleine stimmungskanone schlechthin.ich war total baff.sie kennen teilweise auch meien andere seite ein wenig aber das ändert nichts daran dass sie sich bei jeder bemerkung von mir vor lachen auf die schenkel klopefn.ich hab mich vielleicht gewundert... naja und ich glaube nicht dass anderen etwas vorspielen unbedingt negativ ist.klaa,ehrlichkeit und offenheit sind liebenswerte eigenschaften.aber auch ich bin in der schule wie gesagt fast auffallend fröhlich und lustig(ich hab früher oder später immer so nen sonder-isolier-platz inne weil ich alle leute die neben mir sitzen zu grenzenlosem blödsinn verleite und teilweise haben wir solche lachanfälle dass man sich sorgen macht ob wir noch luft kriegen und uns die tränen übers gesicht laufen,das kommt vor...)und zu hause vergrabe ich mich in meiner musik und schreibe und heule und ritze und bin einfach nur noch grenzenlos traurig.dazu brauch ich nicht mal nen auslöser.aber kleine dinge aus dm alltag komen mir so schrecklich vor,sodass eine dumme bemerkung eines mitschülers oder eine mittelmäßige note mich endlos runterziehn...ich bin aber sehr froh dass di leute in meiner klasse zu denen ich keien besondere beziehung habe nich merken was los is,dass die lehrer nicht fragen,dass meine eltern keine ahnung haben.das würde doch alles nur noch komplizierter machen. |
| thanatos4life | jaja das kenn ich gut nur leider hab ich seit ein paar monaten die kontrolle fast vollkommen verloren das versteckspielen geht nur wenn du alles steuern kannst aba wir kennen ja unser leben (ich jedenfalls mein elendes dasein) und da is klar dass es net ewig funktionieren kann dann ist natürlich guter rat teuer eine ganze fassade geht mit einem lauten Rummmms zu boden und keiner weiß mehr was richtig oder falsch ist (falls es diesen unterschied überhaupt gibt) ich hab auch immer gedacht dass es wohl das beste is mich hinter ner maske zu verstecken und abzuwarten oder einfach ungesehen durchs leben gehen bis es einfach aufhört weh zu tun aba dieser zeitpunkt wird niemals kommen tja und zur zeit hab ich eine ganze clique die mich unterstützt und versucht aufzubaun ich bin so froh dass es sie gibt (mal von den kleineren großen probs vgl. mein thema) sei froh dass deine fassade noch steht carpe noctem |
| Demon17 | @thanatos4life sei froh das Du noc Menschen kannst die zu Dir halten. Ich hatte früher viele Cliquen aber die Melanchlolie kam eigentlich erst mit der Einsamkeit, die wiederum aus der Erkenntnis resultierte auch in Gruppen allein zu sein. Weißt Du Deibne Fassade nach der Du Dich zurück sehnst ist auch eine Art Schutz vor den Erwartungen der anderen, bzw dem, von dem Du denkst, das sie es von Dir erwarten. Da ist es wiederum ein Vorteil von sozialen Beziehungen weitgehend unahängig zu sein und sich eigentlich nur nach sich selbst zu richten. Aber es ist ein langer, schmerzhafter Prozess unabhängig bzw. einsam zu werden. never surrender demon17 |
| thanatos4life | tja nützen tuts einem doch letztendlich auch nix allein und einsam zu sein oder? ich würde dran kaputt gehen ganz ehrlich ohne meine leutz wär ich verloren ich weiß nämlich auch wie es is allein zu sein die zeit hab ich glücklicherweise hinter mich gebracht ohne vor nen zug zu springen dark greez |
| thanatos4life | hmm ich kenn des auch aba auf partys verkriech ich mich dann irgendwo anders oder geh mal kurz spazieren jeder braucht seine "freizeit" (oder zeit für sich allein) ich bin auch mal gern in meinem zimmer und hör musik hau mich auf mein bett und tu gar nix tja trotzdem wär ich ohne meine freunde total verloren |
| halfbee | ich glaube ich werde gerade dann immer besonders melanchloisch wenn viele luete um mich rum sind.dann werd ich ganz still,versinke in gedanken und wäre viel lieber alleine.was nervt is,wenn alle möglichen leute dann versuchen n gespröch anzufangen und dich fragen ob was nich stimmt und obs mir gut geht und so.das finde ich zwar lieb gemeint aber schrecklich nervig.und manchmal verfällt man dann in dieses system einen auf gut drauf zu machen damit man in ruhe gelassen wird.aber das ist sehr anstrengend. |
| cleopatra | ...Melancholie kann nur zu einem bestimmten Punkt schön sein. Da ich aber eher die Begabung habe, mich in dieser Stimmung zu verlieren, bleibt es länger da.... Dann versuch ich mich irgendwie abzulenken, wenn es zu viel wird... Wenn ablenken nichts mehr nützt, bleib ich lange bei dieser Stimmung... |
| something_evil | Wird Melancholie eigentlich als psychische Krankheit angesehen? |
| thanatos4life | das is ne verdammt gute frage... ich hab keine ahnung aba ich würde melancholie niemals zu ner krankheit machn |
| halfbee | och,ich denke nich dass es eine is.vllt ein wenig umpraktisch im alltag,das kommt dann drauf an WIE melancholisch man ist.aber das is keine gefahr für einen selber an sich.nur wenn man sich dann abschottet und so könnte es als soziale phobie oder sowas durchgehn.aber wie gesagt,der übergang zur depression is fließend. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von something_evil [/i] [B]Wird Melancholie eigentlich als psychische Krankheit angesehen? [/B][/QUOTE] Schau mal in das Eingangsposting, da steht etwas dazu. :D Was die Einsamkeit in der Menge angeht, da geht es mir ähnlich. Ich kann sehr gut Gspräche führen doch ist das doch alles nichts gegen diese düstere Schwermut die sich in der schwarzen Musik verliert und in eine ander Welt zu führen scheint. Es sind zwei Welten, darüber muß man sich klar sein und ich halte beides gern getrennt, denn die Regeln und das Verhalten der Menschen im RL beflecken die Reinheit der ästhetisierten Trauer in tranceartigen Zuständen. never surrender demon17 |
| Midir | ich bin allein ich bin allein, ich stell die aschenblume ins glas voll reifer schwärze. schwestermund, du sprichst ein wort, das fortlebt vor den fenstern, und lautlos klettert, was ich träumt, an mir empor. ich steh im flor der abgeblühten stunde und spar ein harz für einen späten vogel: er trägt die flocke schnee auf lebensroter feder; das körnchen eis im schnabel, kommt er durch den sommer. Paul Celan Grüße Midir |
| Demon17 | Wo wir schon mal bei den Gedichten sind, habe ich noch eins von mir zum Thema Melancholie und Einsamkeit und ....Lebensqualität? ~ Verloren im Meer der Einsamkeit ~ Spürst Du das Meer in Dir? Die schwarze Unendlichkeit unerfüllter Sehnsucht an den Gestaden deiner Einsamkeit Spürst du die grenzenlose Leere wie ein sanftes Feuer das Dich aus der Welt befreit Liebst Du die Melancholie in der Nacht wie ein Gott der unter den Menschen weilt Öffnet sich der Geist verschmilzt er mit dem milden Glanz der ewigen Dunkelheit Genießt Du die Stille in Dir die seltsame Ruhe des Todes der doch noch so weit Siehst du ins Jenseits erkennst du dass es dich umgibt in all seiner Ewigkeit Verstehe den Kosmos in dem Du lebst Du bist einTeil begreife die Einheit Genieße die Nacht den Tod die Angst das Leid wenn eine Seele schreit Denn sie ist doch nur ein Tropfen im stillen Meer der endlosen Zeit Hörst Du sein Rauschen die Vereinigung naht mach Dich bereit Für das Ende deines Seins deiner sterblichen Menschlichkeit In finsterer namenloser allumfassender Unvergänglichkeit Sag NEIN wenn das Schwarz Dir Deine Existenz verzeiht Und stirb wie Du gelebt hast zynisch voller Bitterkeit ~ Verloren im Meer Deiner Einsamkeit ~ |
| psychochicken | lieber vollen herzens melancholisch als halbherzig glücklich... |
| Demon17 | Da hast Du völlig recht, es gibt nichts unbefriedigenderes als weder das eine noch das andere zu sein. Allerdings beinhaltet eine ernsthafte Melancholie ja auch den Verzicht auf Liebe, die ja nicht zwangsläufig unglücklich verlaufen muß. Zumindest die oberflächlichen Formen derselben widersprechen der Melancholie total. Diese Albernheiten usw. Ich bin mir auch nicht mehr so sicher, ob Melancholie noch ein Kennzeichen der schwarzen Szene ist oder jemals war, obwohl die Musik ja schon meist düster ist. Jedoch laufen unter den Schwarzen ja nun einmal dieselben sozialpsychologischen, oberflächlich machenden Prozesse ab wie überall. Ich glaube die echte Melancholie läßt sich nur allein genießen. Obwohl es zu zweit sicher schöner wäre.:rolleyes: never surrender demon17 |
| halfbee | ich glaube wenn man mit jemandem zusammen is der die melancholie genauso liebt wie man selbst,da smuss doch wunderschön sein.wortlos dasitzen,musik hörn,nachdenken,sich in den armen liegen,einfach nichts sagen weil man sich auch so versteht.ich glaube das wäre wirklich nicht zu verachten*g* ich hoffe dass ich auch bald einen solchen menschen finden kann und einen teil meiner melancholischen momente mit ihm verbringen kann.aber wohl gemerkt nur einen teil.es ersetzt nich das alleinsein-genießen. |
| Demon17 | *seufz* Ja da stimme ich Dir zu, doch ich glaube die meisten Melancholiker sind sehr zurückhaltend und lernen sich deshalb nur selten kennen.:confused: never surrender demon17 |
| slam | Hallo, ich habe mir in den letzten paar Tagen Gedanken über "Melancholie" gemacht und bin zu keinem Ergebnis gekommen. Ich hab mir gedacht vielleicht hilft es etwas weiter wenn ich mal seh was andere darüber meinen und vielleicht neue Denkanstöße geben? Wenn ihr vielleicht mal 10 Minuten Zeit habt wäre es nett wenn ihr euch mal Gedanken drüber macht und was aufschreibt: 1. Was bedeutet für dich das Wort Melancholie und was verstehst du darunter? 2. Wird ein Mensch Gothic weil er melancholisch ist oder wird er melancholisch weil er Gothic ist? Wie verhalten sich die beiden Dinge? 3. Gibt es positive Aspekte an eine melancholischen Stimmung und wenn ja wie sehen diese aus? (Ich habe auch mal den Satz gehört: "Melancholie als Gefühlsdroge", was meint ihr wie sich das verhält?) 4. Ab wann ist ein Mensch melancholisch und wann einfach nur nachdenklich, etwas depressiv und vielleicht etwas überempfindlich? Ich weiß es hört sich an wie eine Ethik/Philosophie Klausur, aber das sind so die Impulsfragen die mir gekommen sind. Wie gesagt, wäre sehr nett wenn ihr euch vielleicht kurz Zeit dafür nehmen könntet. |
| MagnusCaudar(Bw | 1.Nun , das Wort Melancholie hat ziemlich viele Bedeutungen ... Für mich persönlich bezeichnet es geistige Tiefgründigkeit innerhalb eines "Vernünftigen/Klugen" Maße ... 2.Man sollte nicht so leichtfährtig Worte mit einer unklaren Bedeutung verknüpfen 3.Ich wüsste nicht wie Nachdenken jemals negativ sein könnte , immerhin erweitert es das Bewustsein ... Das die Folgen daraus meist etwas "trist" erscheinen ändert nichts daran . 4.Wenn man selbst glaubt es zu sein . |
| paranuit | "1. Was bedeutet für dich das Wort Melancholie und was verstehst du darunter?" traurige, wehmütige, sentimentale stimmung von vorübergehender oder anhaltender dauer. grenze stellt die depression dar. "2. Wird ein Mensch Gothic weil er melancholisch ist oder wird er melancholisch weil er Gothic ist? Wie verhalten sich die beiden Dinge?" beides möglich und unmöglich. manche menschen denken sich, dass es gut ist, sich melancholisch zu verhalten, um ihr klischee zu stabilisieren. manche melancholische menschen können mit gothic nichts anfangen und werden dann auch kein gothic. aber es gibt schon die möglichkeit in der szene inhalte zu finden, die einer melancholischen stimmung am besten gerecht werden. "3. Gibt es positive Aspekte an eine melancholischen Stimmung und wenn ja wie sehen diese aus? (Ich habe auch mal den Satz gehört: "Melancholie als Gefühlsdroge", was meint ihr wie sich das verhält?)" melancholie kann kreativ machen, unter umständen einfühlsam. "4. Ab wann ist ein Mensch melancholisch und wann einfach nur nachdenklich, etwas depressiv und vielleicht etwas überempfindlich?" realistisches denken wird manchmal mit negativem denken verwechselt. wer nachdenkt, denkt nicht automatisch depressiv, überempfindlich oder melancholisch, nur weil er die wahrheit nicht beschönigt. depressiv würde ich nennen, wenn jemand täglich leidet und in seiner antriebsstruktur deutlich gehemmt ist. kopfschmerzen hat oder nur noch schlafen will, nichts mehr gebacken bekommt. überempfindlichkeit hat erst mal gar nichts mit den beiden sachen zu tun. sie prädestiniert aber schon das negative denken. |
| LadyKe | Hi Slam, hört siche cht an wie für ne Klausur bzw. Seminararbeit - macht aber nix - ich versuchs mal in Worte zu fassen... 1. Was bedeutet für dich das Wort Melancholie und was verstehst du darunter? [1] bittersüße Erinnerungen, tiefgründige Traurigkeit, Sentimentalität 2. Wird ein Mensch Gothic weil er melancholisch ist oder wird er melancholisch weil er Gothic ist? Wie verhalten sich die beiden Dinge? [2] Da es sowohl oberflächliche konsumorientierte Gothics gibt als auch tiefgründige, in sich versunkene Gothics, ist wohl beides möglich aber nicht zwingend - ich denke, auch Anhänger anderer Subkulturen sind melancholisch, das bezieht sich nicht nur auf die Gothic-Szene - die zeigt es nur mehr nach außen. Zudem denke ich aber auf keinen Fall, dass jemand nur deswegen melancholisch wird, weil er plötzlich Gothic ist - das müsste dann doch eher andersherum sein. 3. Gibt es positive Aspekte an eine melancholischen Stimmung und wenn ja wie sehen diese aus? (Ich habe auch mal den Satz gehört: "Melancholie als Gefühlsdroge", was meint ihr wie sich das verhält?) [3] Ich finde es wichtig und schön, melancholisch zu sein und in sich zu gehen. Sich seiner selbst bewusst zu werden und auch Schlechtes wahrzunhemen, vielleicht auch um es zu verarbeiten. Melancholie hat auch viel mit Gefühl zu tun - an einem kalten Winterabend traurige Musik zu hören, die Melancholie spüren und den Moment, die Atmosphäre trotzdem genießen ist ein Lebensgefühl, dass man nicht ausklammern sollte... 4. Ab wann ist ein Mensch melancholisch und wann einfach nur nachdenklich, etwas depressiv und vielleicht etwas überempfindlich? [4] Melancholie ist eine "normale" Empfindung, etwas sehr Gefühlsbetontes. Nachdenklichkeit und Melancholie gehen so gut wie Hand in Hand, möglicherweise ist Nachdenklichkeit nicht so von der Schwere determiniert - Depression dagegen ist eine Krankheit, die sich in diversen Symptomen äußert und behandelt werden sollte. In diesem Sinne, LadyKe. |
| Lady Vampiria | Hi Slam 1. Melancholie ist für mich die Fähigkeit oder die Gabe das Gefühl einer leisen Traurigkeit zu genießen. Einfach mal dieses Gefühl zuzulassen und es nicht wegschieben weil es einen negativen Beigschmack hat. 2. Melancholie muss nicht auf "die Szene" beschränkt sein. Ich denke das viele Menschen melancholisch sind oder sein können, die nicht Gothic sind. Und das man als Gothic unbedingt melancholisch sein sollte find ich auch nicht, vielleicht hat man als Gothic nur ehr einen Hang zu solchen Dingen....(mag von der schwarzen Kleidung kommen *g*, wer weiß...) 3.Ich find Melacholie an sich ist schon was positives, da sie im Gegensatz zur Depression ihr "Opfer" jederzeit wieder loslässt... Außerdem ist Melancholie ein Gefühl, das man genießen kann...udn allein das macht sie für mich schon positiv...=) 4.Ich glaube die Grenzen, wann ein Mensch melanchoisch ist, und wann nachdenklich verwischen immer ein wenig ineinander. Ich seh allerdings keinen zusammenhang zu Überempfindlichkeit.... Und Depressionen sind ja mit melancholie an sich auch nicht zu vergleichen, weil sie dem Menschen sehr Schaden und Melancholie das nicht tut...... Liebe Grüße Lady Vampiria |
| slam | Hallo, danke erstmal für das was ihr geschrieben habt, ist sehr intressant wie ich finde! Ich habe etwas zu ungenau geschrieben, dachte eher an Personen die von sich sagen das sie Gothics sind, als an der Subkultur allgemein, sorry. Zu der Überempfindlichkeit: Ich habe gemerkt das ich an Tagen an denen Ich (für mich) melancholische Gedanken hatte, irgendwie sehr empfindlich gegenüber äußeren Reizen war und mich einfach gefragt habe ob ich melancholisch bin oder irgendwas anderes ^^ Das es wirklich so aussieht wie ne Klausur tut mir Leid, aber ich habe mich gefragt was besser ist, einfach "Sagt mal was ihr alles unter Melancholie versteht" hätte ich etwas zu banal empfunden und für wäre es mit ein paar Impulsfragen einfacher, was aber nicht abschrecken soll nicht etwas zum Thema zu schreiben das überhaubt nichts mit den Fragen zu tun hat. Auch zeigen die Fragen ungefähr meine Gedanken in jener Stunde auf, für die ich keine richtigen Antworten gefunden hab. |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von slam [/i] [B]Ich habe etwas zu ungenau geschrieben, dachte eher an Personen die von sich sagen das sie Gothics sind, als an der Subkultur allgemein, sorry. [/B][/QUOTE] das wird schwierig in einer szene in der ohnehin jeder behauptet nicht zu ihr zu gehören:D :D :D gibts eigentlich hier jemanden, der einen Menschen gefunden hat mit dem er Melancholie gemeinsam genießen kann? Alleine ist sie zwar auch wunderschön, aber um wieviel schöner ist sie wenn man dieses Gefühl teilen könnte? Würde mich mal interessieren. Ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich noch keine Beziehung mit jemandem gehabt hab, gibt wohl zu wenig die Melancholie genießen wollen;) |
| Demon17 | Vielleicht ist die Einsamkeit das Geheimnis und die Voraussetzung der Melancholie. Der Mensch ist ein soziales Wesen und es bedarf schon echter psychologischer, bzw. seelischer Defizite um wirklich melancholisch zu sein. Nichts gefriert das Gemüt so sehr, nichts gebiert die Trauer so sehr wie die Ahnung lebenslanger Einsamkeit. :) |
| Tsafried | Das klingt so negativ bei dir:) isses doch gar nicht, ich jedenfalls genieße melancholie sehr... |
| Demon17 | vielleicht hängt es ja mit dieser ideologie des glücklichseins in der gemeinschaft zusammen. |
| Tsafried | schließt melancholie glück aus? heißt glück, freudig rumzuspringen und was machen zu wollen? kann es nicht auch einfach das genießen eines augenblicks sein? ich denke schon... jedenfalls fühlt es sich so an:p |
| Demon17 | Für den Melancholiker ist Melancholie ja Glück, während der organisierte Frohsinn ihm ein Graus ist. :q |
| Tsafried | ??? ich fürchte du verwechselst da was:rolleyes: ich genieße melancholie als eine art glück, und empfinde auch 'normales' glück über alle möglichen dinge... das ich meine freunde wiedersehe oder was in der richtung. d.h. ich kann sogesehen.. doppelt so viel glück empfinden:p äh, was verstehst du unter organisiertem frohsinn?? party machen und saufen am freitag abend? stimmt, das mag ich nicht wenn du sowas meinst. dann hättest du (teilweise) recht mit deiner aussage (was nicht heißt das ich nicht hin und wieder mal abends spaß hab, aber einen abend zu starten mit dem ziel so besoffen wie möglich zu werden... nur wenn ich mal irgendwas aus dem kopf gesoffen haben will^^) |
| Demon17 | Ich bin inzwischen der Meinung, das Melancholie ein Luxus ist. Sie setzt eine gewisse Sicherheit voraus. Eine echte existenzielle Bedrohung spült sie fort und das Adrenalin übernimmt das Kommando. Angst wiederum macht kampfbereit, sie schärft die Sinne und ich muß darauf achten meine Agression zu beherrschen. Insofern ist Melancholie doch eher Ausdruck der Erkenntnis des Untergangs, jedoch eines Untergangs der sich langsam vollzieht und einem noch viele dieser herrlichen melancholisch-traurigen Nächte voller Wehmut beschert. Doch braucht es zu einer kultivierten Melancholie auch eine materielle Basis, denn es soll ja nicht in Verzweiflung ausarten. Insofern ist die Angst der Wächter und die Agression der Krieger, die darauf achten, dass die Melancholie das Leben nicht träumend verrinnen läßt. |
| Efna | Melocholie der Begriff kommt erstmal von den Vier Charakter/Tempramentarten, Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker und Sanguiniker. Melancholisch ist alsio abgeleitet von der Bezeichnung dieser Charakterart. Die Tempramentart Melancholiker wird mit bestimmten Charaktereigenschaften verbunden: -Schwarzseherisch/Pessimistisch -Einzelgängerisch/Etwas Aussenseiterisch -Mitfühlend -nach innen gekehrt -sehr talentiert -guter Theoretiker/schlechter Praktiker -depressiv -meist ein sehr emotionaler Mensch -neigt zu nichtmaterielen Dingen -neigt zu Sozialphopie und ist allgemein eher Kontaktscheu(mag allgemein auch keine Orte wie viele fremde Leute sind) -ist gerne Alleine nicht wenn ihr jetzt glaubt ich will sagen die M;enschen haben nuir vier Charactereigenschaften. Jeder Mensch hatt von allen etwas in sich bei den einen überwiegt das eine bei den anderen das andere. Und somit gibt es viele verschiedene Individuelle Züge die aber von diesen GFrundarten geprägt ist. Aber sie sind sehr prägend für viele Bereiche im Leben wie Partnerwahl, Sexualeben, Beziehung, Beruf, Einstellung zur Geselschaft etc. Ich hab da auch mal so einen Test gemacht wo man so ungefähr ermitteln kann wieviel man ungefähr die verschiedenen Charactereigenschaften hatt. |
| Beowulf | Ich will nur sagen, dass die Typisierung der vier Grundtypen die Efna beschrieben hat aus der Antike von Empedokles kommt. Er war der Meinung im menschlichen Körper gibt es vier Säfte (Blut, Gelbe Galle, Schleim, Schwarze Galle) deren Menge den relativen Anteil eines Charakterzuges bei einem Menschen bestimmt. Es ist keine Wissenschaft. |
| Efna | Es hängt nicht mit den Körpersäften zusammen. Aber diese 4 typischen Grundcharakter gehören in den Bereich der Psychologie. Es ist sicherlich eine wWillkürrliche Einteilung und ziemloich Oberflächlich doch findet Verwendung Psychologie. Sicherlich gibt es keine Säöfte die das verursachen sondern es ist die Psyche die sich im Laufe auch verändern kann. |
| Beowulf | Typologie ist soweit ich weiß, kein Bereich der Psychologie. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Typologien, es gibt die Typologie nach Empedokles, nach Fritz Riemann (der geht von vier Grundängsten aus, die den Charakter bestimmen), das Eneagramm, den M.B.T.I etc pp Ich sag nicht dass das schlecht ist. Nur ist es eben keine Wissenschaft. Ich sage dass nur weil die Aussage "Melancholie" kommt von Empedokles zwar richtig sein kann, aber der Begriff "Melancholie" in seiner Typologie wohl einen anderen Stellenwert hat, als eine allgemeingültige Definition. |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich bin inzwischen der Meinung, das Melancholie ein Luxus ist. Sie setzt eine gewisse Sicherheit voraus. Eine echte existenzielle Bedrohung spült sie fort und das Adrenalin übernimmt das Kommando. Angst wiederum macht kampfbereit, sie schärft die Sinne und ich muß darauf achten meine Agression zu beherrschen. Insofern ist Melancholie doch eher Ausdruck der Erkenntnis des Untergangs, jedoch eines Untergangs der sich langsam vollzieht und einem noch viele dieser herrlichen melancholisch-traurigen Nächte voller Wehmut beschert. Doch braucht es zu einer kultivierten Melancholie auch eine materielle Basis, denn es soll ja nicht in Verzweiflung ausarten. Insofern ist die Angst der Wächter und die Agression der Krieger, die darauf achten, dass die Melancholie das Leben nicht träumend verrinnen läßt. [/B][/QUOTE] DAS ist äußerst treffend geschrieben. Gute Definition Demon, gefällt mir:) [QUOTE]- depressiv[/QUOTE] nö. depression und melancholie sind was völlig verschiedenes (oder gings nur um die beschreibung des Melancholikers als Typ, nicht als teil der Melancholie?). Während Melancholie extrem verlockend und sanft ist, ein treiben-lassen aus dem man zwar trotzdem nicht so leicht wieder rauskommt. Die Depression aber ist nahezu das Gegenteil: Wie ein Hammer schlägt sie über einem zusammen und lässt dir keine Wahl, ob du alles schwarz (oder hier besser: grau) sehen willst oder nicht. Depression ist mit Qual verbunden, einer der tiefsten Abgründe der Seele überhaupt. Das gefährliche an Depression (an schwerer) ist nicht der depressive zustand, die suizidgefährdung tritt ein sobald man wieder kurz "draußen" ist. denn innerhalb dieses "grauen Lochs" hat man gar nicht die Kraft auch nur irgendwie zu handeln. Ich schätze viele Ärzte würden Melancholie (die mit Sicherheit viele stören würde, ich glaube dass die meisten sie als Depression bezeichnen und verdammen würden, ohne je zu wissen, was Depression wirklich heißt) auch schon als depressiv bezeichnen und mir vermutlich eine leichte bis mittelschwere diagnostizieren... mir ists egal, mir gefällts und deswegen seh ich mich auch nicht als krank. Melancholie ist Luxus, Depression der Horror. LG, Tsa |
| Efna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] [B] nö. depression und melancholie sind was völlig verschiedenes (oder gings nur um die beschreibung des Melancholikers als Typ, nicht als teil der Melancholie?). Während Melancholie extrem verlockend und sanft ist, ein treiben-lassen aus dem man zwar trotzdem nicht so leicht wieder rauskommt. Die Depression aber ist nahezu das Gegenteil: Wie ein Hammer schlägt sie über einem zusammen und lässt dir keine Wahl, ob du alles schwarz (oder hier besser: grau) sehen willst oder nicht. Depression ist mit Qual verbunden, einer der tiefsten Abgründe der Seele überhaupt. Das gefährliche an Depression (an schwerer) ist nicht der depressive zustand, die suizidgefährdung tritt ein sobald man wieder kurz "draußen" ist. denn innerhalb dieses "grauen Lochs" hat man gar nicht die Kraft auch nur irgendwie zu handeln. Ich schätze viele Ärzte würden Melancholie (die mit Sicherheit viele stören würde, ich glaube dass die meisten sie als Depression bezeichnen und verdammen würden, ohne je zu wissen, was Depression wirklich heißt) auch schon als depressiv bezeichnen und mir vermutlich eine leichte bis mittelschwere diagnostizieren... mir ists egal, mir gefällts und deswegen seh ich mich auch nicht als krank. Melancholie ist Luxus, Depression der Horror. LG, Tsa [/B][/QUOTE] Nedigt zu, Deppresiven Denken wäre vieleicht besser gewesen. Melancholiker und Melancholie sind zumindestens sehr ähnlich in ihrer zumindestens stimmung die sie hervorufen. Auch sage ich nicht das es von grund auf was negatives ist. Jeder der Vier Grundcharakterarten hatt ihre Negativen und ihre Guten seiten. Im Prinzip sind aber alle vier Arten durch die Gesellschaft Negativ bei den Laien. So bezeichnet man Choleriker meist einen Menschen der Egoistisch ist, schnell ausrastet, Kein Mitgefühl zeigt, Materiel denkt und nur Erfolge erzielen will. Ein Phlegmatiker einen Menschen der faul ist, träge, kein Intresse zeigt, Ein Sanguiniker einen Menschen der nur Spass kennt, Von 12 Uhr bis Mittag denkt, Oberflächlich ist etc. und genauso verbindet man meisten mit Melancholiker oft negative. Aber an und für sich umschreibt es bei allen vieren einen neutralen Begriff. Habe auch nicht behauptet das es krank bin selber Melancholiker. Ich habe lediglich was umschrieben in einen neutralen weise. Aber man sollte Gothic und Melancholie einfach mal trennen. sicherlich beinhaltet Gothic vor allem Melancholisches Denken und fühlen aber einige Dinge widersprechen sich auch mit der Melancholischen denkensweise(z.b. Sinn für Ästethik). Melancholiker und Melancholie sind zwar nicht das selbe aber ist der Begriff wegen dieser Grundcharakterart entstanden. Den die Melancholie drückt eben dieses Lebensgefühl des Grundcharakters aus. Aber bitte ich habe nicht behauptet das Melancholie eine Krankheit ist. |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Efna [/i] [B]Melancholisches Denken und fühlen aber einige Dinge widersprechen sich auch mit der Melancholischen denkensweise(z.b. Sinn für Ästethik). Melancholiker und Melancholie sind zwar nicht das selbe aber ist der Begriff wegen dieser Grundcharakterart entstanden. Den die Melancholie drückt eben dieses Lebensgefühl des Grundcharakters aus. Aber bitte ich habe nicht behauptet das Melancholie eine Krankheit ist. [/B][/QUOTE] ne, das meint ich auhc nicht so. wollt nur ausdrücken, dass melancholie und depression nicht zwangsläufig zusammenhängen oder gar das gleiche sind. zudem würde ich nciht sagen das sich sinn für ästhetik oder kunst etc. nicht mit melandcholie verbinden lassen. all diese dinge kann man aus melancholischer grundsicht glaub ich schon sehr gut sehen und genießen. |
| Efna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] [B]ne, das meint ich auhc nicht so. wollt nur ausdrücken, dass melancholie und depression nicht zwangsläufig zusammenhängen oder gar das gleiche sind. zudem würde ich nciht sagen das sich sinn für ästhetik oder kunst etc. nicht mit melandcholie verbinden lassen. all diese dinge kann man aus melancholischer grundsicht glaub ich schon sehr gut sehen und genießen. [/B][/QUOTE] Naja Melancholie ist eine sehr nach innen gekehrte Denkensweise Die vieleicht Ästethik sicherlich zu schätzen weiss aber kein Kriterium ist oder nur ein Kriterium von dritten Rang. Melancholie ist deswegen sehr nach innen gerichtet Denkensweise da sie vor allem einen Menschen nach Gefühlen, Verhalten und Charakter bewertet werden und weniger nach Äusserlichkeiten wie Ästhethik, Schönheit oder Austrahlung achtet. Bedeutet natürlich nicht das man es nicht zu schätzen weiss. |
| Nea | Melancholie: Weite, Weichheit, Schönheit, Traurigkeit, Schmerz, Glück, Reinheit. So viel, so schön und manchmal fast nicht zu ertragen. Hält mich Fühlend, hält mich am Leben. Und ich kann weinen und mir begegnen. |
| Demon17 | Was mich ein wenig besorgt macht, das ich bewußt das Zustandekommen sozialer Kontakte vermeide um in Ruhe in Melancholie zu schwelgen. Aber es gibt momentan einfach keine anderen Faktoren, die ich zu verarbeiten hätte. Ich finde es ja selbst ein bisschen übertrieben. |
| Raytracer | Melancholie und Depression sind eigentlich das Gleiche... |
| R@PH | Ich denke es kommt darauf an, auch auf den Betrachter. Ich zum Beispiel finde sie gerade in Liedern ganz schön, bei mir auch (manchmal) mfg. Raphael |
| Lesbia | Manchmal liebe ich meine Melancholie und tauche ganz darin ein, auch mit unterstüzender Musik, Kerzen, Räucherung und Gedanken und Erinnerungsfetzen. Allerdings andere Mal quält sie mich doch sehr. Und die dann los zu werden ist überhaupt nicht einfach... Ich denke nicht, dass Melancholie das gleiche ist wie Depression. Wenn es Depressionen sind, dann leidet man wirklich darunter. Man kann sich allein nicht mehr helfen und bedarf dringend Hilfe, um überhaupt seinen Alltag schaffen zu können und in schlimmeren Fällen sich aus dem nächsten Fenster zu schmeißen. Melancholie hingegen ist eben das Leiden ohne wirklich zu leiden. |
| noli | ich unterscheide ganz klar zwischen melancholie und depression für mich ist melancholie eines der schönsten gefühle..tieftraurig, sehnsüchtig und gleichzeit leicht, über allem schwebend-so würde ich es definieren das problem finde ich ist nur, dass zuminderst ich danach meistens depressiv werde, was ja wirklich nicht mehr viel mit genuss zu tun hat |
| Arimahn | Melancholie war früher der Oberbegriff für alle möglichen Formen der Depression und galt als "krank". Wie schon jemand sagte: Bei Depressionen leidet man, bei Melancholie nicht. Ich denke Melancholie ist jedem Menschen zueigen und es gibt auch niemanden der sie als wirklich schlecht bezeichnen würde. Vermutlich ist es eine Form der Verarbeitung von irgendwelchen schlechten -aber nicht schrecklichen- Ereignissen, etwa die Trennung von einem Partner o.ä. Melancholie ist etwas schönes, auch wenn es viele "normale" Leute gibt die sowas nicht verstehen können. |
| hiver | Was wäre ich ohne meine Melancholie, ist sie doch das außergewöhnlichste an mir? Wäre das nicht wie die Romantik ohne die schmerzende Sehnsucht, die ihre Dichter zu hochpoetischen Gedichten verleitete, und Charaktere uns hinterließ, die gebrochen, aber doch irgendwie etwas bewundernswertes an sich hatten? Menlancholie ist zum Teil quälend und treibt einen in eine Art der Verzweiflung, aber es ist auch die Gefühlsregung, die mich am meisten anzieht und bewegt. Um das klarzustellen: Depression ist die große und verzweifeltere Schwester der Melancholie. Die Melancholie ist wie eine wunderschöne Mondnacht: verzaubernd, aber man fühlt sich doch allein! |
| Varda | Melancholie rührt von dem altgriechischen Begriff 'melas' her, der 'schwarz' bedeutet. Größere Griechisch-Experten als ich wissen bestimmt, ob der restliche Wortteil von cholos abstammt, was Zorn bedeutet. Melas weiß ich aber sicher. Wenn das mit dem Zorn stimmen würde, wäre das eigentlich ganz interessant, denn Melancholie hat glaube ich für keinen von uns etwas mit Wut oder Zorn zu tun... Melancholie und Depression sind, wie hier auch schon geschrieben wurde, nicht dasselbe - Lesbia hat da sehr gut beschrieben, warum. Interessant finde ich die Idee von Siren mit dem Genuss. Man macht sich entsprechende Musik an, trinkt vielleicht ein Glas Wein und gibt sich so lange dem Gefühl hin, bis man vielleicht sogar wirklich leidet, wie Noli das geschrieben hat. Trotzdem ist es irgendwie gewollt, sonst würde man sich ja mit fröhlicher Partymusik ablenken. Und dieses 'depressive' (ich nenne es mal lieber traurige Phase) hinterher ist zwar nicht genüsslich, wohl aber erleichternd, denn wenn sie vorbei ist ist man irgendwie befreit (kenne ich jedenfalls so). Melancholie kann auch sehr grenzwertig sein. Sicherlich sind Menschen, die sich eher ihrer Melancholie hingeben als sich bei fröhlicher Partymusik abzulenken eher gefährdet depressiv zu werden. Allerdings glaube ich, dass man da nicht zuviel Angst haben muss, denn wie gesagt - es ist alles irgendwie gewollt. [QUOTE]Melancholie ist etwas schönes, auch wenn es viele "normale" Leute gibt die sowas nicht verstehen können.[/QUOTE] Das ist in der Tat so. Vielleicht ist das so ein Punkt, der 'Gothics' von 'Normalos' ein bißchen unterscheidet? |
| hiver | Melancholie ist gewollt! Dem stimme ich absolut zu. Es gibt kaum was schöneres als sich an einem ruhigen Abend seinen traurigen Gedanken hinzugeben. Es ist wie Varda das beschrieben hat: es ist wie ein Glas Wein, und der Rausch des Alkohols ist genauso Genuss, wie auch Befreiung; eben wie sich dem seelischen leichten Leiden hinzugeben! |
| Dirchi | JA! ;) |
| judgedredd | JA, als echter Grieche stimme ich zu. Melancholie ist eine Kunst für sich! Gruß [SIZE=1][COLOR=red]--------------------------------------- Ich habe den Off-Topic-Kram gelöscht. TheTurningPoint, Moderator D&L ---------------------------------------[/COLOR] [/SIZE] |
| rainraven | Unter Melancholie verstehe ich eine Art wehmütige Sehnsucht. Nach etwas, was schon lange vergangen oder einem fern ist und was damals einmal schön und lieb war oder jetzt weit weg ist. Melancholie bedeutet für mich auch nicht unbedingt eine negative Empfindung, ich kann es wie hier schon einmal erwähnt am ehesten gleichsetzen mit der wehmütig-gutmütig-romantisch-verklärten Erinnerung an einen Exfreund, den man vor langer Zeit verloren hat und über dessen Trennungsschmerz man eigentlich schon hinweg und im gegenwärtigen Leben eigentlich bereits wieder ganz glücklich ist. Aber dennoch gibt es da so Momente, wo man sich mit einem halb lächelnden, halb weinenden Herzen an ihn erinnert und ihn und die Zeit damals eigentlich nicht wirklich zurückhaben möchte, aber sich trotzdem so ein bißchen danach sehnt. Also eine sehnsüchtige Erinnerung oder ein Fernweh, geschürt durch entsprechende Stimmung, etwa ein Abendrot, einen Herbsttag, ein gemütliches Beisammensein am Feuer, wo man in Erinnerungen schwelgt. Es hat auch so den Beiklang von etwas, was man sich bewußt ins Gedächtnis ruft oder zumindest selbst wieder beenden kann. Depression dagegen ist für mich immer etwas Ungewolltes gewesen, etwas, das mich aufgrund unglücklicher oder auswegloser, verzweifelter Lebensumstände befällt, ein Gefühl der Apathie, das mich lähmt und mir jegliche Freude und Kraft an allem nimmt, das mit körperlichen Beschwerden einhergeht und mit Sicherheit etwas Negatives darstellt, was ich in diesen Momenten gerne wieder loswerden möchte, weil es mein eigentliches Ich verzerrt, verletzt und behindert. |
| Constanze | Ich bin auch der Meinung, dass Melancholie und Depression zwei verschiedene Dinge sind, allerdings befinden sich die Grenzen nah aneinander und Melancholie kann nur zu schnell in Depression umschlagen(wie hier ja auch schon gesagt wurde). Ich weiss manchmal selber nicht mehr, ob ich melancholisch bin oder depressiv, einerseits genieße ich dieses Gefühl, aber andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht vielleicht gerne in diesem Augenblick fröhlicher sein möchte, wenn ihr versteht was ich meine. Ville Valo sagte einmal, für ihn ist Melancholie eine Art von Sehnsucht, ich finde das trifft es sehr gut. Nach was liegt glaub ich bei jedem selbst. Edit:Für unsere Griechisch-Freunde und Sprachforscher: "Die historische Entwicklung der Melancholie hat ihren Ausgangspunkt in der antiken Humoralpathologie (oder Viersäftelehre), die dem griechischen Arzt Hippokrates von Kós (um 400 v.Chr.) zugeschrieben wird. Er erklärte die melancholia (griechisch: μελαγχολια) als einen Überschuss an schwarzer, verbrannter Galle, der sich ins Blut ergießt (μελας, melas, "schwarz", + χολη, cholé, "Galle")." (Zitat von de.wikipedia.org/wiki/melancholie) |
| judgedredd | Ja, als echter Grieche, kann ich es bestätigen! Ja, Melancholie passt zu dieser Art Sehnsucht. Ich meine, wenn ich mir z.B. ein melancholisches Stück anhöre, dann rege ich diese bestimmte Empfindung an. Die Empfindung ist temporär so zu sagen. Das Gleiche gilt auch entsprechend wenn eine große Freude antrifft. Der Grad der Empfindung ist am Anfang am Höchsten, später sinkt er. Und das Gleiche gilt für Melancholie - ok nicht so ganz genau natürlich. Also damit will ich sagen, langanhaltendes "Highsein" bedeutet Drogen oder Ähnliches, langanhaltende Melancholie bedeutet Depression. Also das "wie lange" ist wichtig, grob gesagt. Achsoo und der Grad der Empfindung ist natürlich relevant, denn häufige und kurze aber starke Melancholieepisoden sind auch nicht ganz ohne. Wenn ich mir alle 2Std. Gedanken darüber machen würde, wie ich am Besten ein Ende setze und diese Welt verlasse, dann ist es eindeutig keine Melancholie mehr! Gruß |
| Dyspenthes | Ich weiß nicht, ich würde das doch noch ein wenig anders sehen: Es gibt Depression, das ist eine Krankheit, die meistens vom Stoffwechsel bzw. von Traumata herrührt. Dann gibt es depressive Verstimmungen, die auch mal über mehrere Tage andauern können und ebenso schmerzhaft sein können. Melancholie überfällt einen hingegen mal für ein paar Minuten, mal für mehrere Stunden, selten für ein paar Tage, und dann gibt es noch Wehmut, mit der man an irgendwas zurückdenkt, sei es schon genannter Exfreund oder auch eine Reise, die sehr schön war. Soweit zumindest meine Definition... |
| judgedredd | ja, gute Ergänzung!Stimme ich zu! |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] "... Er erklärte die melancholia (griechisch: μελαγχολια ) als einen Überschuss an schwarzer, verbrannter Galle, der sich ins Blut ergießt (μελας, melas, "schwarz", + χολη, cholé, "Galle")." (Zitat von de.wikipedia.org/wiki/melancholie) [/QUOTE]Damit ist doch endlich geklärt, wo der Begriff des Schwarz-Seins herkommt. :) Überhaupt finden sich auf der Seite [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Melancholie[/url] viele interessante Hinweise, das Grufti-Wesen betreffend (z.B. Stichwort Saturn). Die dort genannte Kurzbeschreibung für Melancholie (die meiner Ansicht dazu ziemlch nahekommt) lautet: [COLOR=limegreen]"Melancholie bezeichnet einen Zustand der Schwermut, der Traurigkeit, evtl. der Trauer (bei vorhergegangenem Ereignis), des Trübsinns oder der Depression in Bezug auf einen Menschen, seine psychische und körperliche Disposition. Der Begriff kann auch die Wirkung oder den Charakter eines Kunstwerks, einer Landschaft oder einer Situation bezeichnen."[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] Unter Melancholie verstehe ich eine Art wehmütige Sehnsucht. Nach etwas, was schon lange vergangen oder einem fern ist und was damals einmal schön und lieb war oder jetzt weit weg ist.[/QUOTE]Für mich ist Melancholie eine Art von Trauer darüber, dass etwas (räumlich oder zeitlich oder sonstwie) weit entfernt ist (oder war oder sein wird). Manchmal ist nicht ganz klar, was mir da fern ist. Durch diese Ferne kann das Vermisste aber auch verklärt werden, und durch diese Verklärung rückt man dem Vermissten emotional wieder näher, es findet sozusagen eine Heilung statt, bei mir dann oft verbunden mit einem Ordnen der Gedanken und Gefühle und daraus resultierender enormer Kreativität und Schaffenskraft. Profan gesprochen: "Wenn ich mich ausgeheult habe, sehe ich wieder klarer." Das mit dem Verklären und der Heilung klappt aber nur, wenn man vorher loslassen und genügend Abstand gewinnen kann. Ansonsten bleibt man ausweglos in dieser Trauer stecken, was ich dann Depression nenne (vielleicht war das unbewusst mein Anstoß dazu, das ehemalige "Hospital der Traurigkeit" in "Auswege" umwandeln zu wollen?) In dem [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3442215609]Buch von Osho,[/URL] das ich in meiner Signatur verlinkt habe, schreibt dieser übrigens, dass Wut (Zorn) und Trauer aus der gleichen Energie gespeist werden und nicht gleichzeitig auftreten, sondern höchstens nacheinander. Wenn man sich dessen bewusst ist und damit umgehen lernt, kann man die Energie-Verteilung recht gut steuern, zu viel Wut in Traurigkeit umwandeln oder zu viel Traurigkeit in kreativen Zorn. Bei vielen Künstlern, die mir sehr am Herzen liegen (z.B. Faith & The Muse, Untoten, Sopor Aeternus) finde ich dieses Wechselspiel zwischen Trauer und Zorn in wunderbarer Weise wieder. |
| rainraven | genauso hätte ich es auch weiter ausführen können. :) |
| Demon17 | [QUOTE]Für mich ist Melancholie eine Art von Trauer darüber, dass etwas (räumlich oder zeitlich oder sonstwie) weit entfernt ist (oder war oder sein wird). Manchmal ist nicht ganz klar, was mir da fern ist. Durch diese Ferne kann das Vermisste aber auch verklärt werden, und durch diese Verklärung rückt man dem Vermissten emotional wieder näher, es findet sozusagen eine Heilung statt, bei mir dann oft verbunden mit einem Ordnen der Gedanken und Gefühle und daraus resultierender enormer Kreativität und Schaffenskraft.[/QUOTE] Ja das kenne ich. Es geht soweit, das einem etwas fehlt ohne Melancholie, das finde ich dann wieder bedenlich, weil wir in einer Parralelwelt leben, die nicht wirklich in der Lage ist dieses Gefühl permanent zu stabilisieren. Auch möchte man es intensiver erleben und sucht ständig nach mehr. Ist dann enttäuscht wenn das Schwarz zum grau wird usw. Kurz gesagt, man kann sich da ganz schön reinsteigern, so daß einem ohne Melancholie etwas fehlt. Deswegen hieß dieser Thread auch mal Melancholie und Lebensqualität. never surrender demon17 |
| hiver | Es ist doch wie mit allem: extremes Ausleben kann nicht gut sein. Wie kann man eine Sache noch schätzen und vergöttern, wenn man sie immer um sich hat, bzw. nicht das Gegenteil kennt oder sucht? Man kann das einfach nicht, und statt dieses Gefühl der Melancholie so zu steigern (was ich bedenklich und schade finde), wird sie abgenutzt und zu etwas alltäglichem degradiert. Ich brauche auch manchmal eine Pause von der Melancholie, da ich sonst in Traurigkeit zu versinken drohe! In dieser Zeit distanziere ich mich von der melancholischen, von mir heiß und innig geliebten, Musik und "befreie" mich mit fröhlicher Musik, um dann wieder festzustellen, dass Melancholie auch wieder wundervoll ist. Danach kann ich sie wieder in vollen Zügen, wie Wein genießen und in dieser Zeit ist mein Blick auch wieder mehr für das Geheimnisvolle geschärft! |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] Ja das kenne ich. Es geht soweit, das einem etwas fehlt ohne Melancholie, das finde ich dann wieder bedenlich, weil wir in einer Parralelwelt leben, die nicht wirklich in der Lage ist dieses Gefühl permanent zu stabilisieren.[/QUOTE]Ich weiß jetzt nicht, was du mit "Parallelwelt" meinst. Ich glaube, dass auch der glücklichste Mensch genügend Ansatzpunkte für Melancholie in seinen Erinnerungen und Träumen trägt, und halte es keineswegs für bedenklich, nicht ohne Melancholie leben zu wollen und zu können. Im Gegenteil sehe ich die Gefahr, dass die Menschen in Wut und Hass versinken, wenn sie keinen Zugang zu ihrer melancholischen Seite haben. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum die diversen Utopie-Gesellschaften nicht funktionieren: Sie wollen nur "das Gute" und "das Schöne" zulassen, aber nicht das Dunkel, aus dem das Gute und Schöne erwächst, und so wachsen auf ihrem ausgetrockneten Wüstenboden nur Disteln und undere stachlige Gewächse. Andererseits kann natürlich, wie Dyspenthes schon angedeutet hat, so ganz ohne Licht auch nichts gedeihen. Der glückliche Mensch trägt in seinen Erinnerungen und Träumen auch genügend Ansatzpunkte für Licht und Lebensfreude. Und - was oft vergessen wird - auch (insbesondere die "schwarze") Kunst bietet eine Fülle an Lebensfreude und Licht. [QUOTE]Auch möchte man es intensiver erleben und sucht ständig nach mehr. Ist dann enttäuscht wenn das Schwarz zum grau wird usw.[/QUOTE]Wenn die Melancholie vom Genuss zur Sucht (nach immer mehr) wird, dann wird es wirklich gefährlich, und man sollte beginnen sich zu fragen, ob man noch man selbst ist, oder ob man [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=63624]sein Leben an Andere abgegeben[/URL] hat. [QUOTE]Kurz gesagt, man kann sich da ganz schön reinsteigern, so daß einem ohne Melancholie etwas fehlt. Deswegen hieß dieser Thread auch mal Melancholie und Lebensqualität.[/QUOTE]Zu wenig Melancholie ist genauso schädlich für den Lebensgenuss wie zu viel davon. Ich glaube ich schaffe das in den letzten Jahren recht gut, Hektik und Langeweile des Alltags durch Melancholie und Ausgelassenheit zu kompensieren. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Ich weiß jetzt nicht, was du mit "Parallelwelt" meinst. Ich glaube, dass auch der glücklichste Mensch genügend Ansatzpunkte für Melancholie in seinen Erinnerungen und Träumen trägt, und halte es keineswegs für bedenklich, nicht ohne Melancholie leben zu wollen und zu können. Im Gegenteil sehe ich die Gefahr, dass die Menschen in Wut und Hass versinken, wenn sie keinen Zugang zu ihrer melancholischen Seite haben. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum die diversen Utopie-Gesellschaften nicht funktionieren: Sie wollen nur "das Gute" und "das Schöne" zulassen, aber nicht das Dunkel, aus dem das Gute und Schöne erwächst, und so wachsen auf ihrem ausgetrockneten Wüstenboden nur Disteln und undere stachlige Gewächse. Andererseits kann natürlich, wie Dyspenthes schon angedeutet hat, so ganz ohne Licht auch nichts gedeihen. Der glückliche Mensch trägt in seinen Erinnerungen und Träumen auch genügend Ansatzpunkte für Licht und Lebensfreude. Und - was oft vergessen wird - auch (insbesondere die "schwarze") Kunst bietet eine Fülle an Lebensfreude und Licht.[/QOUTE] Es kann wie eine Sucht sein. Sicher die Melancholie hilft negative Einflüsse zu verarbeiten. Ja sie in etwas umzuwandeln was sich genießen läßt. Ich hatte hier Jahrelang optimale Bedingungen für beides. Doch es nützt sich ab und der schwarze Rausch braucht sein Ambiente, das nicht unbedingt kommerziell optimal ist. Auch braucht man zu einer richtigen Melancholie starke Gefühle, die sich am Altagseinerlei nicht von selbst einstellen. [QUOTE]Wenn die Melancholie vom Genuss zur Sucht (nach immer mehr) wird, dann wird es wirklich gefährlich, und man sollte beginnen sich zu fragen, ob man noch man selbst ist, oder ob man [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=63624]sein Leben an Andere abgegeben[/URL] hat.[/QUOTE] Die Sucht resultiert aus der Einsamkeit und die Einsamkeit aus der Sucht, insofern ist es müßig über andere nachzudenken. Die Szene die ich vor 20 Jahren kannte, hatte andere Spielregeln als die Gesellschaft, insofern ist die Einsamkeit besser als nach femden Regeln zu spielen. [QUOTE]Zu wenig Melancholie ist genauso schädlich für den Lebensgenuss wie zu viel davon. Ich glaube ich schaffe das in den letzten Jahren recht gut, Hektik und Langeweile des Alltags durch Melancholie und Ausgelassenheit zu kompensieren. [/B][/QUOTE] Ja die Kompensation und die Verzauberung sind wesentliche Faktoren. Besonders der Zauber ist wichtig und läßt sich nicht erzwingen. Aber das weißt Du ja selbst. dark dreams demon17 |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] Sicher die Melancholie hilft negative Einflüsse zu verarbeiten. Ja sie in etwas umzuwandeln was sich genießen läßt. Ich hatte hier Jahrelang optimale Bedingungen für beides. Doch es nützt sich ab und der schwarze Rausch braucht sein Ambiente, das nicht unbedingt kommerziell optimal ist.[/QUOTE]Da hast du [URL=http://www.tranceform.de/_artikel/ende.htm]leider Recht.[/URL] :( [QUOTE]Auch braucht man zu einer richtigen Melancholie starke Gefühle, die sich am Altagseinerlei nicht von selbst einstellen.[/QUOTE]Ach, zur Zeit sammeln sich bei mir täglich mehr als genug starke Emotionen, die in nicht-destruktive Bahnen gelenkt werden wollen. [QUOTE]Die Sucht resultiert aus der Einsamkeit und die Einsamkeit aus der Sucht, insofern ist es müßig über andere nachzudenken. Die Szene die ich vor 20 Jahren kannte, hatte andere Spielregeln als die Gesellschaft, insofern ist die Einsamkeit besser als nach fremden Regeln zu spielen.[/QUOTE]Dennoch war auch diese Szene irgendwie Teil der Gesellschaft. Mit Einsamkeit und Sucht habe ich glücklicherweise wenig zu kämpfen, höchstens mit der Tatsache, dass die eigenen Kräfte und Möglichkeiten, zu helfen, Einsamkeit und Sucht aus der Welt zu schaffen, sehr begrenzt sind. [QUOTE]Ja die Kompensation und die Verzauberung sind wesentliche Faktoren. Besonders der Zauber ist wichtig und läßt sich nicht erzwingen.[/QUOTE]Es war wohl das größte Glück meines Lebens, zwischen die Gruftis und in die Nachtwelten gestolpert zu sein, und hier liebe Menschen gefunden zu haben, die mich diesen Zauber immer wieder erfahren lassen. Ihnen allen gilt mein Dank. |
| Demon17 | [QUOTE]Dennoch war auch diese Szene irgendwie Teil der Gesellschaft.[/QUOTE] Jein, viele sind mit der Konfrontation mit gesellschaftlichen Spielregeln nach Jahrzehnten der Abstinenz nicht klargekommen. Ich meine diese gelebte Heuchelei, die wirklich Devianten völlig fremd ist. [QUOTE]Mit Einsamkeit und Sucht habe ich glücklicherweise wenig zu kämpfen, [/QUOTE] Da gibt es auch nichts zu kämpfen. Entweder man genießt sie oder man schließt sich anderen Menschen an. Mir sind die sozialpsychologischen Prozesse, die es in jeder Gruppe gibt meistens nicht so lieb. Ich meine, es gibt da sehr unterschiedliche Konventionen und Charaktere. Die Sucht nach kultivierter Trauer halte ich für sehr wertvoll Turning Point. Das setzt dann auch der Gemeinschaftsfähigkeit gewisse Grenzen. never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | Ich fürchte wir reden etwas an einander vorbei. MIt "irgendwie Teil der Gesellschaft" meinte ich, dass es irgendwelche Beziehungen zum Rest der Gesellschaft gibt. Welcher Art diese Beziehungen waren und sind, steht wieder auf einem anderen Blatt. Für einen Teil der Gesellschaft ist man Außenseiter, Spinner, Sündenbock, aber möglicherweise ist man für einen gewissen Teil der Gesellschaft auch Vorbild und Orientierungspunkt. Die scheinbare Ausweglosigkeit aus Depressionen resultiert nicht selten aus der Unterschätzung der eigenen Stärken und Einflussmöglichkeiten. Unter Einsamkeit verstehe ich ein starkes Bedürfnis nach Kommunikation, das nicht befriedigt werden kann. Daran gibt es für mich nichts zu genießen. Andererseits ist es oft ein Genuss für mich, mit mir selbst allein zu sein, und nur Tiere und Pflanzen oder Dunkelheit um mich zu haben. Aber da bin ich nicht einsam. Die Trauer wird nicht zur Sucht, weil ich genug Möglichkeiten habe, sie auszuleben und zu genießen. |
| Demon17 | Gesellschaft hat immer etwas prägendes, kulturell und sozial gesehen. Sicher wir sind allean denselben Geldkreislauf angeschlossen und gehen irgendwo einkaufen. Aber das ist nicht das Entscheidende für mich. Es gibt eine ganze Menge von Verhaltenskonventionen, gesellschaftlich vermittelten Zielen, Werten und Gewohnheiten . Hier gab und gibt es teiweise heute nocj erhebliche Unterschiede. Obwohl das Ausmaß an deviamz zum kulturellen Mainstream seit den 90ern stark abgenommen hat. [QUOTE]Unter Einsamkeit verstehe ich ein starkes Bedürfnis nach Kommunikation, das nicht befriedigt werden kann. Daran gibt es für mich nichts zu genießen.[/QUOTE] Das Problem ist das das Bedürfnis nach Trance und Traum das Bedürfnis an Kommunikation übersteigen kann. Die Befriedigung beider Bedürfnisse schließt sich jedoch aus. [QUOTE]Andererseits ist es oft ein Genuss für mich, mit mir selbst allein zu sein, und nur Tiere und Pflanzen oder Dunkelheit um mich zu haben. Aber da bin ich nicht einsam. Die Trauer wird nicht zur Sucht, weil ich genug Möglichkeiten habe, sie auszuleben und zu genießen.[/QUOTE] Sicher wenn man traurig ist findet sich ein Weg, mir fehlt in denletzten Jahren einfach die Trauer und die Stätten diese in dunklen Tanzräuschen auszuleben. Ich war da echt verwöhnt. So dreimal die Woche an einzigartigen Orten mit selten guter Musik und viel Platz zum tanzen und das alles im Radius von 20KM. |
| hiver | Melancholie ist dann die in die unerbittliche Realität zurückgeholte Sehnsucht? Das wäre eigentlich eine gute Teilerklärung. |
| une copine | Die Melancholie ist etwas Schönes, finde ich; leider gibt es Menschen, die meinen, man sei selbstmordgefährdet wenn man melancholisch ist... Aber es ist doch viel besser, melancholisch/traurig zu sein als so zu tun, als ob man in einer heilen Welt lebt... |
| poison | was hier alles in der versenkung veschwunden ist ... durch diese seiten muss ich mich mal intensiv arbeiten ... deshalb also nur kurz und spontan - melancholie - (wurde sie nicht einst extra für mich erfunden?) - meine schwermut darüber, dass sich etwas von mir entfernt, ich liebgewonnenes, teures nicht für immer bei mir behalten kann ... etwas. das den schönsten momente bisweilen eine bittersüsse note verleiht ... |
| Anti87 | Ich verweise zum Thema Melancholie einfach mal auf mein gleichnamiges Gedicht...zu finden in den Gärten unter "Worte sind das Blut der Seele", relativ am Ende. Das drückt meine Haltung zur Melancholie, dieser "Tochter zweier Welten" am besten aus. :) |