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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Kinderführerschein
LacrimulaHallo,

habe neulich gehört, dass es mal ins Gespräch kam, einen Führerschein für Kinder einzuführen. Gemeint ist, die Eltern müssen beweisen, dass sie als Eltern etwas taugen.

Habe mir so meine Gedanken dazu gemacht und das Thema etwas ausgeweitet. Nun würde es mich sehr interessieren, wie ihr darüber denkt...

Findet ihr, jeder solle ein Kind in die Welt setzen dürfen?
Meint ihr, man kann es irgendwie rechtfertigen, jemandem zu verbieten, ein Kind in die Welt zu setzen?
Glaubt ihr, dass manche Frauen nur aus Zugzwang (im Freundeskreis hat schon jeder ein Baby) ein Kind haben wollen?
Wie beurteilt ihr das?
Welche Einstellung, welcher Wunsch ist wohl in Bezug auf das Kinderkriegen für das Kind am Besten?
Denkt ihr manchmal, das sich manche Paare lieber ein Haustier anstatt einem Kind hätten "anschaffen" sollen?
Findet ihr, jeder ist als Erzieher geeignet?
Findet ihr, Eltern sollten Kurse mitmachen, in denen sie lernen, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen?
Was haltet ihr von der Idee eines Kinderführerscheins?
Was haltet ihr von der Einstellung mancher Eltern, es gehe andere gar nichts an, wie sie ihr Kind erziehen?
Findet ihr es in Ordnung, wenn jemand nicht die finanzielle Grundlage hat, einem Kind viel zu bieten und dennoch ein Kind in die Welt setzt, einfach aus dem grund, weil sich die Person so sehr eins wünscht, auch wenn das bedeutet, dass er dem Staat auf der Tasche liegt?

Das hier sollen natürlich nur ein paar Anreize sein. Es ist auf keinen Fall so gemeint, dass ihr auf jede Frage antworten müsst (dies sei nur für gewisse Spezis angemerkt). Ich bin gespannt, wie ihr über all dies denkt...;)

MFG,

Lacrimula
HoffnungSagen wir so, wenn die Umstände zur Kindererziehung besser werden, sprich es auch genügend Kindergartenplätze, Hortplätze ecetera geben würde, dann könnte man über einen "Kinderführerschein reden.
Allerdings würde mich dann Interressieren welche Bedienungen dafür herschen würde.
Ala Zuchttiere aus Freilandhaltung?

Jeder erzieht sein Kind wie er es für richtig hält.logisch können einen gewisse Umstände beeinflussen, wie zB Finanzen , Zeit , Arbeit; Beziehung.

Doch wer will sich das Recht nehmen einem der nicht soviel Geld hat ein Kind abzusprechen?
Lass jemand in einer Trennungsphase sein, willst du ihm auch das Kind entziehen?

Einen Kurs für Kindererziehung..ich weiss nicht.
Jeder hat seine eigene Art eijn Kind zu erziehen,muss man alle gleichgescherrt werden?

Meine Mutter hat mal nen netten Satz losgelassen.
Die Erziehung eines Kindes erkennt man erst in den Enkeln.
HarlekinNun ist das so ein Problem..


ein kollege sagte einmal

"wir brauchen wieder eine echte deutsche Leitkultur"..


und ich sagte "au prima.. Tattoos und Piercings für alle..und endlich wieder heidnische feiertage, Samhain, Beltane und Yul!!"

worauf er kreidebleich wurde und versuchte richtigzustellen das er eher so das "traditionell deutsche" meinte..

und ich sagte daraufhin nur "ich auch.. *?"



Wie heir gut zu sehen ist sind die geschmäcker verschieden. und was der eine meint was als vorraussetzugn für eine >Kindererziehung essentiell wichtig zu sein, das ist für den anderen ein Greuel oder zu tiefst verabscheuenswert..

Während der Kolege meint das es wichtig ist den Kidnern etwas wie Christliche abendländische Kultur beizubringen wäre ich eher der Meinung mein Kind bekommt alle Kultur die es haben will.. und einen Überblick über das was es an Kultur gibt..

Mein Kollege findet es verwerflich das Mädchen heutzutage ohne Unterhemdchen rumlaufen.. ich finde das sowas von egal..




wer macht die reglen.?

wer legt die fest?

was sind denn "gute" eltern?

müssen sie einen Job haben?

Kurze/lange Haare ?

braune/blaue/grüne/graue Augen?

Deutsche Abstammung? (Arierpass?)

wie alt dürften mammi und paai denn maximal sein? wie alt minimal?

oder sind das zuviele anforderungen? was sind denn die minimalforderungen, gelten maximale und wenn ja für wen? und wer legt min und max fest?



fragen über fragen...



*seufz*

ids *ddd*


H.
Wächterinhallo Lacrimula :)
vorweg, ich bin mama von drei kids (13m, 12w und 10m). “führerschin für kids” ??????.................
wer soll mir denn sagen, ob ich als mama was tauge, oder nicht ???? wer will sich die mühe machen und 24 std am tag, 7 tage die woche, hier zu sein, um mir meine fehler auf zu zeigen ???? (und fehler machen ALLE eltern *denkt).
-----„ Findet ihr, jeder solle ein Kind in die Welt setzen dürfen?“----- hmmmmm.......... WER kann/soll das denn verbieten ????
-----„ Meint ihr, man kann es irgendwie rechtfertigen, jemandem zu verbieten, ein Kind in die Welt zu setzen?----- naja in manchen fällen wäre es sicher ratsamer, keine kids in die welt zu setzen (hang zur brutalität, keine wohnung, keine kohle, kein lebenswillen der mutter, drogenabhängigkeit.... usw ). Aber VERBIETEN kann man zwei zeugungsfähigen menschen nicht ein kind zu zeugen !!! das ist natur.....
-----„ Glaubt ihr, dass manche Frauen nur aus Zugzwang (im Freundeskreis hat schon jeder ein Baby) ein Kind haben wollen?“ ----- ja, da bin ich mir fast sicher !!!! aber ich zweifle stark an, dass solchen mamas, automatisch „schlechte“ mamas sind *s
-----„ Welche Einstellung, welcher Wunsch ist wohl in Bezug auf das Kinderkriegen für das Kind am Besten?“----- ich höre da sowas wie „DAS kind“ heraus............ gibt es das ????? *staunt. Ich für meinen teil denke ein „kind“ ist in erster linie MENSCH, und wir menschen sind individuell = jeder is irgendwie anders, oder sieht das wer anders ????
-----„ Denkt ihr manchmal, das sich manche Paare lieber ein Haustier anstatt einem Kind hätten "anschaffen" sollen?“----- ja, durchaus hatte ich schon das ein oder andere mal soeinen gedanken *schäääm.......... obwohl ein tier ja auch individuell ist und nicht JEDER mit einem tier umgehen kann !!!!!!! für mache „eltern“ wär es am besten sie hätten ein tamagotschi !!!!!!!! *das ernst meint !!!
-----„ Findet ihr, jeder ist als Erzieher geeignet?“----- bestimmt nicht !
-----„ Findet ihr, Eltern sollten Kurse mitmachen, in denen sie lernen, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen?“----- ich weiss dass es sowas gibt, aber halten tu ich NIX davon, denn kind (mensch) ist ja noch lange nicht gleich kind (mensch) !!!!!!
-----„ Was haltet ihr von der Idee eines Kinderführerscheins?“----- naja erstens denke ich, dass es sowas nicht geben kann (die mensch ist mensch sache ;-), andererseits, wäre es nicht wirklich schlecht, menschen, die denken neues leben in die welt setzen zu wollen/müssen, ein wenig darauf vorzubereiten, WAS alles auf sie zukommen kann.......
-----„ Was haltet ihr von der Einstellung mancher Eltern, es gehe andere gar nichts an, wie sie ihr Kind erziehen?“----- *grins.......... zu dieser art von eltern gehöre ich auch !!! allerdings finde ich es gut, wenn sich wer einmischt, wenn FALSCH gehandelt wird (das kind schlagen, kinder im auto zurücklassen usw...).



-----„ Findet ihr es in Ordnung, wenn jemand nicht die finanzielle Grundlage hat, einem Kind viel zu bieten und dennoch ein Kind in die Welt setzt, einfach aus dem grund, weil sich die Person so sehr eins wünscht, auch wenn das bedeutet, dass er dem Staat auf der Tasche liegt?“----- nein, das finde ich ganz und garnicht in ordnung !!!!! wobei man einem kind nicht wirklich VIEL bieten muss (regelmäsige mahlzeiten, sauberkeit, liebe verständnis, ein offenes ohr, erziehung reichen !) . allerdings denke ich man sollte den kleinen/jungen menschen auch zeigen, WIE diese gesellschaft RICHTIG funktioniert !!!!!! und funktionieren tut sie sicher nicht, wenn ALLE soziale hilfe benötigen. Wobei ich aber auch nicht auser acht lassen will, dass sie die persönlichen verhältnisse der elten auch ändern können ;-) (wenn............... ja wenn sie das nur wollen *s)

ohhhhhhhhhhhh je, jetzt hab ich doch zu ALLEM meinen senf gegeben *fg
naja wollts halt ma gesagt haben, weil ich mich auch oft über „komische“ eltern ärgere ;-)
liebe grüsse von der Wächterin
LacrimulaHm, ab wann kann man denn von einem Kind als Menschen sprechen. Es kann anfangs noch nicht Entscheidungen treffen, auch nicht darüber, ob es leben will oder nicht. Ist nicht das, was einen Menschen auszeichnet seine Autonomie, die beim Säugling noch nicht vorhanden ist?
DrennanIch bin gegen einen Kinderführerschein. Jedem sollte es erlaubt sein, nach bestem Wissen und Gewissen ein Kind großzuziehen. Eine gute Erziehung, die das Kind zu einem eígenständigen Bestandteil der Gesellschaft macht, hängt zwar auch an finanziellen und sozialen Komponenten, aber eben auch daran, wieviel Liebe man einem Kind geben kann. Und das kann m.E. nicht mit einem Führerschein zertifiziert werden.
Im aktuellen Spiegel-Magazin ist ein Artikel über eine junge Mutter, die der Statt für zu doof hält, ihre Kinder großzuziehen. Ergo, er hat sie ihr weggenommen. Das zweite Kind hat man ihr sogar schon aberkannt, als sie noch damit schwanger war.
Da frage ich mich, in was für einem Staat leben wir denn?
Schöne neue Welt?
Klar ist es vieleicht nicht die optimale Erziehung, wenn Mama noch nicht mal das Kleineeinmaleins kann, aber werden Kinder deswegen zu schlechteren Menschen?
Das Jugendamt entwickelt in solchen Fällen eine schier unglaubliche Aktivität, aber wenn es darum geht, mißhandelten Kindern ein besseres Zuhause zu geben, dann versagt die Institution oftmals. Sicher kann nicht immer ausgeschlossen werden ,daß das Kind wirklich nur die Kellertreppe runtergefallen ist und eben nicht geschlagen wurde und daß das Amt nicht eingreifen will ohne stichhaltige Beweise zu haben, ABER einer Mutter das Kind wegzunehmen ohne richtig zu überprüfen, ob sie es denn schafft, für das Kind zu sorgen..... da könnte man in Anlehnung an die jüngere Geschichte ja gleich forden, daß alle Menschen, die einen Mindest- IQ nicht erreichen, zu sterilisieren.



Aber das ist nur meine Meinung



D
AinaWas wird dann eigentlich mit den Kindern, deren Eltern den Fuehrerschein nicht bestanden haben? Werden die dann irgendwo "entsorgt"? Muessen sich Menschen, die den nicht bestanden haben dann sterilisieren lassen oder wie wird verhindert, dass sie Kinder bekommen? Fuer mich ist der Satz " Man sollte einen Kinderfuehrerschein einfuehren" eher etwas, was man in einer Bierlaune oder Aerger vor sich hinredet, mehr nicht...

... ausserdem glaube ich, dass Eltern erst in ihre Erzieherrolle hineinwachsen. Mit den Anforderungen werden sie immer bessere Erzieher und bewaeltigen die Probleme mit ihren Kindern.
Mal abgesehen davon, was sollte man denn bei den geforderten Kursen beibringen und im Fuehrerscheintest abfragen? Erziehung funktioniert leider nicht nach Kochrezept (man nehme etwas liebe und eine Portion Authoritaet...), denn jedes Elternteil und jedes Kind ist anders. Was fuer ein Kind gut ist, kann dem anderen schaden.

Gruss Aina
FinsternachtAb wann kann man bei einem Kind von einem Menschen sprechen? Meiner Meinung nach von Anfang an. Oder als was willst du sie dann bezeichnen?
Als unwürdig?
Ich habe gelesen das Totgeburten, die kleiner sind als ca. 32 cm nicht beerdigt werden.
Sind also auch sie unwürdig? Sind sie deswegen keine Menschen? Bloß weil sie einfach noch zu klein waren?
Vielleicht täusche ich mich, aber ich finde deine Frage zielt ungefähr in die gleiche Richtung.

Gruß
Andrea_PalladioDer "Führerschein" ist sicherlich eine Zumutung und wird in dieser Form hoffentlich auch nie kommen.
Zu wünschen wäre eine Art freundlichen "Kurses" nach oder kurz vor der Ehe, welche Formen von Druck und Zwang auf dieselbe später zukommen und die beiden Frischvermählten etwas alltagsresistenter zu machen.
Aber wenn viele Paare heutzutage unverheiratet zusammenleben, so "erwischt" man sie eben auch schlechter.
shiphrahPuh, das ist ein sehr komplexes Thema. Sicher geht es nicht um äußerliche Dinge, Geschmäcker, Ansichten, nach welchen äußeren Richtlinien, man ein Kind erziehen sollte.

Der Grundgedanke bei so einem Führerschein, den ich natürlich für Schwachsinn halte aus vielerlei Gründen, ist sicher, die Diskussion aufzubringen, inwieweit von außen (Staat usw.) Einfluss geommen werden sollte, um seine Nachkommen einen guten Start zu gewähren.

So einen Lappen wird's nie geben, bin ich sicher, zum Glück auch.
Aber: das ganze Thema basiert erstmal auf der Grundsatzfrage: hat jeder das Recht auf Nachkommen, grundsätzlich aus der Menschlichkeit, Evolution heraus oder sollte es angepasst werden an das Umfeld, in dem die Eltern leben. In Afrika oder Indien herrschen natürlich andere Vorstellungen, was passend/ausreichend ist, als hier.

Ohne jetzt bei Holz und Stock anzufangen, glaube ich, ist das wichtigste, dass es dieses Thematik zum SCHUtz der Kinder und nicht zum Wohle der Zukunft unseres Staates gibt. Wenn manche meinen "traditionelle deutsche Werte" dann klingeln bei mir sofort die Wirtschaftsglocken". DAs kann es nicht sein.

Etwas provozierend meine Einstellung vielleicht, aber in meinen Augen die realistischste: Es gibt viele und zwar sehr viele, die als Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht taugen odes es zumindest in dem Moment nicht tun, wo sie ein Kind in die Welt setzen, Aber
1. wer soll das kontrollieren und
2. die Geschichte zeigt, dass aus vielen Problemfamilien, gesunde, glüchliche, erfolgreiche Menschen hervorgehen, andere aus Familien mit scheinbar fähigen Eltern, die anderen herauswachsen.

Die Gesellschaft, das Umfeld usw tragen so viel dazu bei im Laufe des Heranwachsens eines Kindes. Sicher liegt viel Basis und "Macht" in Hand der Eltern, weil in den ersten Jahren, das Urvertrauen entwickelt wird, die ganze Psyche ihre Struktur bekommt. Aber man weiß, dass es imer wieder Phasen gibt, wo sich alles korrigieren kann.

Ich finde alles Geld und MÜhe udn GEdanken ist besser investiert, wenn man es direkt an die Kinder gibt, in Form von allen möglichen UNterstützungen, Möglichkeiten, Förderungen usw....
Dort ist es an Ort und Stelle und es ist fast etwas einfach und dumm zu glauben, dass man "nur" den Alten etwas mehr beibringen muss, um am Ende überlebensfähige Menschen zu haben.

Das Zusammenleben, der Einfluss aller möglichen Dinge auf die PSyche eines Kindes ist viel zu komplex, als dass es ein Führerschein je absegnen könnte.

Sicher, Grundpfeiler wie nicht schlagen usw. müssen sich endgültig durchsetzen, aber da kann man besser mit GEsetzen etwas tun und mit Ermutigung des Umfeldes.

Ist so viel, man könnte sich stundenlang auslassen. Aus meiner Arbeit und Erfahrung bin ich natürlich mehr der Psyche der Kinder nahe als der Geselleschaft, trotzdem glaube ich, wäre es auch objektiv gefährlich solch einen Fürherschein einzuführen. Er könnte zu leicht als Freibrief für alles und nichts und zueltzt Missbrauch verwendet werden..

Ein kurzer Diskurs:
Es ist wie bei sexual missbrauchten Kindern. Die BEvölkerung wird viel zu viel manipuliert und eingeschworen mit Gesetzen und Moral bezogen auf den Täter. Für die Kinder ist das sehr schlimm. Denn sie haben ganz andere Bedürfnisse und Lebensprobleme, dort wird auch zu sehr auf der Täterseite anstatt auf der Opferseite investiert...
Andrea_Palladio@shiprah
Stimmt, Leben ist Risiko und zwar zum Negativen und zum Positiven hin.
So wie Kinder aus armen Verhältnissen einerseits verwahrlosen können und andererseits den unerhörten Ansporn entwickeln können, eben diesen Verhältnissen zu entkommen; genauso können Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen verzogen werden oder darin eine ideale Startposition für ein erfülltes Leben finden.
Die Einflüsse und Anlagen sind eben zu komplex.
MoordishaIch denke nicht dass man es wirklich allen erlauben sollte kinder in die welt zu setzen!
Manche eltern sind absulut unfähig!
Meine Eltern sind eigentlich korrekt!
aber zu diesem Führerschein!
Auch wenn die eltern erziehungstauglich sind muss das kind immer noch nicht befähigt sein auto fahren zu können
TheTurningPoint[b]Findet ihr, jeder solle ein Kind in die Welt setzen dürfen?[/b]
Ja.
[b]Meint ihr, man kann es irgendwie rechtfertigen, jemandem zu verbieten, ein Kind in die Welt zu setzen?[/b]
Nein.
[b]Welche Einstellung, welcher Wunsch ist wohl in Bezug auf das Kinderkriegen für das Kind am Besten?[/b]
Die einigermaßen realistische Aussicht darauf, daß das Kind in Frieden und Geborgenheit aufwachsen kann.
[b]Findet ihr, Eltern sollten Kurse mitmachen, in denen sie lernen, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen?[/b]
Solche Kurse sollten Teil der allgemeinen Schulbildung sein, möglichst noch vor dem Eintritt der Geschlechtsreife.
[b]Was haltet ihr von der Idee eines Kinderführerscheins?[/b]
Nichts.
[b]Was haltet ihr von der Einstellung mancher Eltern, es gehe andere gar nichts an, wie sie ihr Kind erziehen?[/b]
Fehlverhalten gegenüber Kindern sollte genauso bewertet werden wie Fehlverhalten gegenüber Erwachsenen, egal ob Fehlverhalten durch Eltern, Lehrer oder sonstwen. Kinder sind auch vollwertige Menschen.
[b]Findet ihr es in Ordnung, wenn jemand nicht die finanzielle Grundlage hat, einem Kind viel zu bieten und dennoch ein Kind in die Welt setzt, einfach aus dem grund, weil sich die Person so sehr eins wünscht, auch wenn das bedeutet, dass er dem Staat auf der Tasche liegt?[/b]
Was ist das für ein besch... Staat, der das Recht auf Leben von Finanzen abhängig macht?
Gibt es einen schöneren Grund für die Geburt eines Kindes als Menschen, die sich darauf freuen?
NnordyIch möcht mal wissen wer sich sowas ausdenkt... Kinderführerschein... Da wird doch überhaupt nicht berücksichtigt, daß jedes Baby, jedes Kind völlig anders ist! Sollen dann alle Eltern Kurse machen und wenn die antrainierte Erziehung nicht für das Baby passt, was dann? Nee, so ein Führerschein ist absoluter Blödsinn und eine Zumutung für alle mündigen Menschen die gern Kinder haben möchten. Es gibt doch heutzutage genug Paare die sich gegen Kinder entscheiden - aus Karrieregründen oder was auch immer. Will man die dann zum Kinderkriegen zwingen, und vermeintlich "Asoziale" dieses "Privileg" absprechen? Das geht ja in Richtung chinesische Verhältnisse... Man kann und darf niemandem verbieten Kinder zu bekommen - das ist in erster Linie auch ein biologischer Vorgang und da kann sich der Staat schlecht reinhängen. Er kann mir ja auch nicht vorschreiben daß ich gefälligst aufhören soll eine Brille zu tragen (bin stark kurzsichtig), einem 14Jährigen zu pubertieren oder ähnliches...
Klar gibt es Eltern die der Situation nicht gewachsen sind, aber dafür gibt es ja bereits Beratungs- und Anlaufstellen. Und zu Moordisha: Es ist völlig normal daß Jugendliche in der Pubertät mit ihren Eltern schlecht klarkommen und sie dann als "schlechte Eltern" empfinden. Das war bei mir nicht anders. Heute weiß ich, daß ich mit meinen Eltern verdammtes Glück hatte und ich komme sehr gut mit ihnen aus, das sieht man halt meist erst mit einigen Jahren Abstand...

Ich denke, das wichtigste ist, dem Kind zu vermitteln, daß es geliebt und gewollt ist. Und DAS kann man in keinem Kurs lernen. Wohl aber kann man - im fortgeschrittenen Alter - einen angemessenen Umgang miteinander lernen, wenn die Bereitschaft dazu da ist...

jedenfalls - so ein Kinderführerschein ist Müll und wird hoffentlich niemals auch nur im entferntesten realistisch angedacht werden!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Ich möcht mal wissen wer sich sowas ausdenkt... Kinderführerschein...
jedenfalls - so ein Kinderführerschein ist Müll und wird hoffentlich niemals auch nur im entferntesten realistisch angedacht werden! [/B][/QUOTE]Unseren derzeitigen Politikern traue ich fast alles zu. :(
By the way, müssen eigentlich Schwangere, die zur Entbindung ins Krankenhaus kommen, nun auch einen Zehn-Euro-Schein parat haben, damit sie nicht weggeschickt werden?
MoordishaDas wär ja wohl wirklich die härte... wozu gibt es krankenkassen?!
Naja die bezahlen auch recht wenig aber trotzdem!

Aber dierer Führerschein...
IRGENDWO wäre er ja auch recht praktisch für mich ;-)
NnordyBestimmt muß man das für die Entbindung!
Ich mein, wo inzwischen eine große Pflege (d.h. den Patienten von Kopf bis Fuß waschen, eincremen, anziehen) mit 8 Minuten veranschlagt wird von den Krankenkassen... Schon mal versucht einen bettlägerigen Menschen in 8 Minuten komplett ausgeh- bzw. besuchsfein zu machen? Auch wenn das natürlich bald schon ot geht, aber so siehts derzeit in Deutschland aus, deshalb denke ich schon, daß es in Zukunft schlangestehende Schwangere vor den Krankenhäusern geben wird, die verzweifelt mit 10 Euro-Scheinen winken... *grusel*
MoordishaVorstellen kann ich mir das wirklich gut bei unseren Kassen!
Aber hoffen wir mal besser gar nicht dass es soweit kommt... falls ich irgendwann dochmal schwanger werde!
Aber ein Führerschein für mich wäre doch wirklich Traumhaft!
gartenjuwelWie immer wenn es um Einschränkungen in der persönlichen Freiheit der Bevölkerung geht, werden Schreie laut die dies verhindern wollen, die streiten und diskutieren über Recht und Unrecht,Ethik und Macht.
Wer aber hinderte den Vater meines Freundes als ihn morgens missbrauchte. Er war sieben...Wer aber hindert das Mädchen ihr Kind auf dem Klo zu bekommen und es dann in einer Reisetasche abgestellt,erfrieren oder ersticken zu lassen. Wer hinderte meine Mutter sich den Verstand weg z6u saufen und mich und meine Schwestern allein zu lassen mit allem was geschehen ist. Und das war sicher manchmal zuviel.
Wer hinderte den Türken die kleine Carolin zu töten,ihr den Kopf kahlzuscheren um sie dann auf nem Klo sterben zu lassen?Das Jugendamt? Sicherlich in vielen Fällen überfordert oder ausgelastet oder einfach Beamtenstatus genießend?

All das sind Grund genug Menschen die Kinder wollen, wenigstens zu testen auf ihre sozialen Fähigkeiten. Auf ihren Umgang miteinander und ihrem Umfeld. Sie sollen nicht lernen wie man ein Kind erzieht, sie sollen lernen sich dabei der Tragweite einer solchen Entscheidung absolut bewusst zu sein, ihre Motive zu beleuchten und sich rechenschaft abzulegen für das Leben das sie selbst führen und aus welchem Grund sie so leben.Es sollte sicher kein schriftlicher sondern ein wirklicher psychologischer Test stattfinden.Ich bin sicher, auch mir hätte das nicht geschadet,denn eine gute Mutter wurde ich erst als mein Sohn sich den Schädel an einer Heizung SELBST verletzte. Er hat um Hilfe geschrien und ich habe ihn nicht gehört.


Vielleicht habe ich auch nur diejenigen gesehen die schlechte Menschen wurden weil ihre Eltern schlechte Menschen waren.


Warum bin ich dafür?
Aus eigenen Erfahrungen, als Mutter zweier Kinder, als Ex-Erzieherin in einem Heim für schwer erziehbare Kinder,als freiwillige Helferin bei Kinder in Not, Amnesty International; Hilfe für Missbrauchsopfer.

Durch den Missbrauch des Vaters meiner Kinder musste mein Sohn (acht) auf seine Vaterliebe verzichten, wurde mit zunehmendem Alter verhaltensauffällig. Keine Zärtlichkeiten zwischen Vater und Sohn, denn für meinen Freund ist das nicht normal,er hat es als Kind als schmerzhaft und beängstigend empfunden, sein Sohn hasst ihn dafür.Denn andere Väter küssen ihre Söhne wenn sie sie zur Schule gebracht haben und sie dann verabschieden.Seiner winkt aus sicherer Entfernung.
Und es ist wirklich so, daß er seinen Vater bestraft indem er über ihn lacht, indem er ihn tritt und immer wieder provoziert.Gerade weil seine kleine Schwester(zwei) all das von ihrem Vater bekommt, was er sich wirklich aus tiefstem Herzen wünscht.BIshin zur Selbstverletzung habe ich nichts geahnt, dann erst kam ich zur Besinnung und ging mit ihm UND seinem Vater in eine Therapie. Mittlerweile ist es wärmer, dennoch, der Schatten bleibt.

Als Erzieherin im Heim für geschädigte Kinderseelen, habe ich mehr boshafte Kinder erlebt als ich glaubte,daß es sie gibt. Viele Kinder aus Alkoholikerfamilien, zerissen zwischen Vater und Mutter, beide trotz der Gewalt die sie ausübten abgöttisch geliebt.Einige Kinder mit Münchhausensyndrom-Müttern,die ihnen weitehin treue Kinder waren. Fast 60% aller unter achtjährigen sind Bettnässer...sicher mehr als ein zu tiefer Schlaf.
Jugendämter und Sozialarbeiter urteilen nach Massenabwicklung und sortieren aus, bevor sie alles gesehen und gehört haben oder schreiten nicht ein,schließlich hat das Kind zu essen!

Ich bitte euch!

Jede Träne all dieser Kinder war zuviel, jedes tote,erfrorenen,erschlagene,erstickte und weggeworfene Kind ist zuviel!Jedes Missbrauchte Kind ist gezeichnet für den Rest seines Lebens.
Mit Sicherheit gibt es genug Gegenargumente,von wohlerzogenen und gut behüteten Kindern, sicherlich gibt es solche die aus heftigst zerütteten Familien,als wirklich emotional starke Menschen hervorgehen; aber darf das allein Rechtfertigung sein für das Schweigen? Warum zur Hölle geht kein Aufschrei durch jeden einzelnen von uns wenn wieder einmal ein Kind blutig geschlagen vor den nächsten Zug springt?
Dann ist es tragisch, aber nicht uns passiert! So ist das mit den Menschen die sich niemals freiwillig oder ohne Lohn für jeden anderen ausziehen würden.

So wie heute Kinder nicht wählen können wie und wo hinein sie geboren werden würde lediglich beim Elternführerschein einige Eltern nicht dazu werden. Auch hier ist die Umsetzung ausschlaggebend. Die Politik. Aber eins ist doch klar: Kein Kind soll leiden oder sterben weil Erwachsene sich nicht im Griff haben.:mad:
versprengterManchmal heisst es eben "learning by doing",
ausserdem können sich Menschen bei Tests verstellen....
Es ist relativ, was so ein "Führerschein" bringen soll...
RavenheartAuf freiwilliger Basis fände ich so einen "Kinderführerschein" nicht schlecht.

Ich denke er sollte Grundwissen vermitteln alá "wie wickele / stille" ich mein Kind am besten, wie geht man mit dem Säugling gut um.
Grundwissen eben ... etwas das man eben wissen sollte und nicht jede Frau hat eine Schwieger/Mutter die das erklärt.

Insofern wäre ich schon für einen Kinderführerschein, ja.

Grüssle

Ravenheart
Atha[QUOTE][i]Original geschrieben von Ravenheart [/i]
[B]Auf freiwilliger Basis fände ich so einen "Kinderführerschein" nicht schlecht.

Ich denke er sollte Grundwissen vermitteln alá "wie wickele / stille" ich mein Kind am besten, wie geht man mit dem Säugling gut um.
Grundwissen eben ... etwas das man eben wissen sollte und nicht jede Frau hat eine Schwieger/Mutter die das erklärt.

Insofern wäre ich schon für einen Kinderführerschein, ja.

Grüssle

Ravenheart [/B][/QUOTE]

Das gibt es doch schon in den Geburtsvorbereitungskursen. Alles, was man da lernt, lernt man an einer Puppe bzw. theoretisch. Aber letztlich bleibt immernoch die Frage, was passiert, wenn die Theorie zur Praxis werden muss...
Ich bin selbst nicht zu so einem Kurs gegangen, habe mir dafür viele "Expertenratschläge" zusammengesucht, und das mir plausibelste rausgepickt.
Ich bin gegen einen "Kinderführerschein", denn aufgrund mehrerer Argumente wäre ich dann wohl eine derjenigen, denen eben dieser verweigert würde. Kriterien wie festen Job kann ich nicht erfüllen, da Studentin. Ich lebe nicht in einer Ehe, was aber als Kriterium sicher auf der Liste stünde. Ich erfülle nicht das Durchschnittsgebäralter von 27. Und so weiter...
Woran macht man denn die Tauglichkeit eines Elternteils oder -Paares fest? Am Einkommen? Am Bildungsstand? An der Vergangenheit? Oder wie? Jeder, der Mutter oder Vater wird, WIRD das erst mit der Geburt bzw. mit der Schwangerschaft. Und man wird auch nicht prompt zur/m Mutter/ Vater des Jahres. Die Eltern wachsen am Kind, wie das Kind an den Eltern wachsen sollte. Elternsein ist nun mal etwas Neues, das man mit der Zeit immer besser zu tun versteht ;). Grundsätzlich sollte man die Chance haben, ein Kind zu bekommen. Wichtig ist, was man daraus macht...

@ravenheart: Und selbst (Schwieger-) Mütter sind nicht allwissend...
Mercuryhm, finde ich eigentlich ne recht gute idee.
denn nicht jeder ist sich bewußt was es heißt ein kind zu bekommen und zu erziehen. es bedeutet eine grosse verantwortung leben in die welt zu setzen und noch eine grössere dieses leben auch zu erziehn. vor allem recht junge eltern oder mütter sind sich dem wohl echt nicht bewußt wenn ich das manchmal so sehe und schnell überfordert mit der sitaution. kinder sollten in die welt gesetzt werden wenn alles stimmt, das einkommen gesichert ist und man es auch wirklich will. viele junge mütter brechen ihre ausbildung ab und leben dann auf kosten des staates was ich persönlich nicht in ordnung finde. also übergangshilfe okay, aber nicht auf dauer.

ich denke für manche wäre das echt ein erfahrungspunkt mehr und sie würden sich dann überlegen was es heißt ein kind in die welt zu setzen.

Mercury
Blutrotich finds auch eigentlich ne gute idee... heißt ja dann nicht das man vorbeschrieben bekommen muss das nie kinder haben kann. vielleicht auch einfach um die rahmenbedingungen zu ändern. es wäre eine gute möglichkeit mütter darauf vorzubereiten und sich auch umzustimmen.
und vielleicht würde das auch etwas die mode" kinder kriegen kinder" senken.

eltern die kinder adoptieren müssen auch gewisse vorraussetzungen erfüllen... aber selbst gezeugte kinder nicht.... das finde ich schon ziemlich fragwürdig.

ein beispiel was mich heute total geschockt hat, ist das einem vierjähriger jungen alle milchzähne gezogen werden mußten, weil die liebe mutter nur zuckerhaltige babynahrung im fläschchen gegeben hat. sie hat es erst bemerkt als dann alle zähne total verfault waren.... der arme junge muss mit seinen 4 jahren schon eine komplette zahnprothese tragen!!!
also bei sowas bleibt mir echt die sprache weg! sowas nennt sich mutter??? das einem das nicht auffällt wenn das kind lächelt....
die person hätte sowas echt verdient!!!!

Blutrot
Sirikithkönnte man diesen thread vielleicht mit dem anderen zusammenlegen?
Solistinmhhh, sehr schwierig, meinen Eltern hätte man es verbieten sollen, und der Pflegefamilie, in der ich dann mit meinen leiblichen Schwestern aufgewachsen bin erst recht, nur leider wird es so nie sein, wenn wir uns die Frage stellen einen Führerschein für Kinder zu machen, in welche Richtung denken wir dann?Kinder sind doch kein Gegenstand, wie ein Auto,oder? Es gibt ja auch Gebrauchsanweisungen für Gegenstände, soll es sowas dann auch für Kinder geben? Wie würde sich ein Kind fühlen, wenn es weiss, das die Mutter einen Test bestehen musste um zu lernen, wie man ein Kind liebt? Klar, wenn ich so drüber nachdenke, hätte ich mir gewünscht, das meine Eltern geprüft wurden bevor sie mich und meine Geschwister auf die Welt gesetzt haben, aber mal ehrlich, auch ein Test, kann jeder bestehen, das kennen wir doch alle, spicken usw.

Führerschein für Kinder, das ist das schlimmste Wort, was ich je gelesen und gehört habe
rainravenIch selbst kann Kindern nichts abgewinnen, werde auch keine haben, wenn ich dies verhindern kann. Es ist mir auch unverständlich, was andere an Kindern so toll finden, aber nun gut. Muß ich nicht verstehen. Mir erschließt sich lediglich die Notwendigkeit von Nachwuchs in der Bevölkerung, um dieses Generationsgleichgewicht oder-verteilung oder wie das heißt, aufrecht zu erhalten.

Ich bin der Meinung, daß ein "Elternführerschein"(was es deutlicher macht als "Kinderführerschein", denn es geht je nicht darum, daß das KIND irgendwas fahren soll, sondern die ELTERN sollen sich als fähig erweisen, ein Kind zu einem gesellschaftsfähigen Menschen heranzuziehen) nicht primär bezeugen soll, ob die Mutter das Kind gut wickeln oder füttern kann, oder was man sonst mit so einem Panz macht, sondern, ob die sozialen, familiären und psychisch-moralischen Voraussetzungen bei beiden Eltern ggfs. dem Familienhintergrund gegeben sind, aus einem Kind keinen skrupellosen Verbrecher oder antriebslosen Tagedieb zu machen. Sicherlich hat der Umgang mit einem Kind auch was damit zu tun, wie sich dieses entwickelt, aber ich denke halt, wer seinem Kind Menschen-und andere Lebewesen-verachtende Werte, Gewalt als Lösung für Probleme, Machismo oder dieses beschissene Täter-Opfer-Weltbild vermittelt, der soll am besten keine Kinder bekommen. Wer für sich selbst keine Zukunft und kein Ziel sieht, wer im Kinderkriegen nur eine Einnahmequelle sieht oder selbst unfähig ist, sein Leben auf die Reihe zu bekommen, braucht keine Kinder, die er diesem Elend aussetzt.

Ich hab zwar keine Ahnung, wie man das testen sollte und vor allem, wie man es diesen Leuten in der Praxis verbieten könnte, Panzen zu werfen, aber gerade, wenn ich mir den Beitrag von "gartenjuwel" lese, fühle ich mich in meiner Meinung nur bestätigt.
Man tut Kindern keinen Gefallen, wenn man sie zu aus Frust oder Langweile tumben Verbrechern mit absurd verdrehtem oder völlig weltfremdem Moralkodex heranwachsen läßt, die sich ohne jeglichen Zweifel für die Größten halten, Anderen Leid zufügen, aber in der Gesellschaft in Wirklichkeit die Allerletzen sind und später kaum eine Chance haben. Die vielleicht selbst wieder solche Generationen von haltlosen Problempersonen heranwachsen lassen, denen wir nicht mehr Herr werden. Ich würde meine Eltern hassen, hätten sie mich in so ein Milieu hineingeboren, und vielleicht würde ich auch wünschen, sie hätten diese "Führerscheinprüfung" nicht bestanden, wünschte ich mir doch selbst in meinem "behüteten" und "normalen" Leben angesichts vieler Probleme oft, gar nicht erst auf diese Welt gekommen zu sein. Ich bin noch mit einem gesunden Verständnis von Anstand, Gerechtigkeit, Moral, Gewissen und auch einem Quentchen Nächstenliebe ;) erzogen worden und kann einfach nicht verstehen, aus welchen Motiven und mit welcher Selbstverständlichkeit dieses heutzutage offenbar vielen abhanden gekommen ist. :(
rainravenNachtrag: Dann passiert vielleicht auch sowas nicht...

[url]http://de.news.yahoo.com/1/20100730/twl-vierjhriger-erschiet-dreijhrige-13c1e7b.html[/url]
ArabidopsisAlso, obwohl hier im Thread die Meinung überwiegt, ein Kinderführerschein wäre sinnlos oder irgendwie moralisch nicht vertretbar, schließe ich mich den Vorrednern an, die diesen Führerschein für sinnvoll halten.

Gerade in dem Fall, dass Eltern ihre Kinder misshandeln, wäre es nützlich zu überlegen, was für ein Leid man zulässt, wenn man jede/n Kinder in die Welt setzen lässt, anstatt sich Gedanken darüber machen, was für eine Qual es für unqualifizierte Eltern sein muss, ihrem Fortpflanzungsdrang nicht nachkommen zu dürfen.
Ich finde eher die bisherige Praktik, dass jeder X-beliebige Kinder zeugen und sie dann auch noch selbst "aufziehen" darf, ganz so wie es ihm/ihr passt, nahezu verbrecherisch. Kinder sind ihren Eltern und ihrer Willkür hilflos ausgeliefert und bräuchten, im Vergleich zu volljährigen Personen, besonderen Schutz durch den Staat. Natürlich ist genau das bereits Aufgabe des Jugendamtes. Aber bis das eingreift, kann in manchen Familien schon
einiges schiefgegangen sein.

Ich weiß auch nicht, wie sich so ein Kinderführerschein auch nur annähernd adäquat umsetzen ließe. Das Problem mit der Ausführung ändert aber nichts daran, dass die Idee an sich gut ist.
Unheilige[QUOTE][i]Original geschrieben von Arabidopsis [/i]
[B]Also, obwohl hier im Thread die Meinung überwiegt, ein Kinderführerschein wäre sinnlos oder irgendwie moralisch nicht vertretbar, schließe ich mich den Vorrednern an, die diesen Führerschein für sinnvoll halten.

Gerade in dem Fall, dass Eltern ihre Kinder misshandeln, wäre es nützlich zu überlegen, was für ein Leid man zulässt, wenn man jede/n Kinder in die Welt setzen lässt, anstatt sich Gedanken darüber machen, was für eine Qual es für unqualifizierte Eltern sein muss, ihrem Fortpflanzungsdrang nicht nachkommen zu dürfen.
Ich finde eher die bisherige Praktik, dass jeder X-beliebige Kinder zeugen und sie dann auch noch selbst "aufziehen" darf, ganz so wie es ihm/ihr passt, nahezu verbrecherisch. Kinder sind ihren Eltern und ihrer Willkür hilflos ausgeliefert und bräuchten, im Vergleich zu volljährigen Personen, besonderen Schutz durch den Staat. Natürlich ist genau das bereits Aufgabe des Jugendamtes. Aber bis das eingreift, kann in manchen Familien schon
einiges schiefgegangen sein.

Ich weiß auch nicht, wie sich so ein Kinderführerschein auch nur annähernd adäquat umsetzen ließe. Das Problem mit der Ausführung ändert aber nichts daran, dass die Idee an sich gut ist. [/B][/QUOTE]

Dem kann ich mich nur anschliessen
Anti87Ich persönlich kümmere mich zur Zeit sehr gerne um eine schwangere Freundin, die allein dasteht...es ist schon...naja, schön, so ein Kind (und auch die Mutter) sich entwickeln zu sehen.
Wie sie sich trotz eines oft beschissenen Lebens über das unfreiwillige Kind freut, wenn ich sehe, wie es ihr Kraft gibt, einen Grund, stärker zu werden und weiter zu machen.

Andererseits vertrete ich immer noch die Meinung, dass man sich nicht fortpflanzen sollte. Nein, ich bin keiner dieser klischeehaften Kinderhasser.
Ich sehe die Menschheit äußerst kritisch und sehe ständig so unsagbar störende Platzverschwender in ihrer Pubertät und auch im Erwachsenenalter, dass mir jede Lust vergeht.
Diejenigen, die ihre Kinder zu intelligenten, selbstbewussten und rücksichtsvollen Menschen heranwachsen lassen könnten, sind in der Unterzahl, das behaupte ich ohne eine Feldstudie in der Hand.

Somit finde ich den Kinderführerschein sehr gut.
Aber der ändert wohl nichts daran, dass sich die Gleichgültigen vermehren und die etwas nachdenklicheren Menschen einsehen, wie unfair es dem Kind gegenüber wäre, es in diese Welt zu setzen.
Das Jugendamt kann längst nicht so viel tun, wie es gern würde, da so unsagbar viel Schlechtes ihnen gar nicht erst bewusst gemacht wird.
Und einen Kinderführerschein zu haben, gäbe vielleicht schlechten Eltern, die gute Schauspieler sind, nach außen hin eine Legitimation zur Erziehung, die sie nicht verdient haben...

Es ist nichts, worauf ich Einfluss habe, und meine Meinung ist sehr eigenwillig...aber die Idee ist eine gute.
Die oben erwähnte adäquate Umsetzung hingegen...hm, ich würde sie ein Wunschdenken nennen.
HrefnadisIch halte einen solchen Kinderführerschein für absoluten Schwachsinn. Erstens könnte man sich genauso wie beim Psychotest für den Autoführerschein coachen lassen, um ihn zu bestehen. Was sagt das aus? Nichts.

Weiterhin, sollte ein Paar bestehen, heisst das auch wiederum nichts, denn ein solcher Test ist eine Momentaufnahme zweier Individuen, die sich selbst permanent weiterentwickeln. Ein ausgeglichener Mann kann durch eine plötzliche Änderung der Lebenssituation zum Säufer werden. Eine "schlampige" junge Frau kann durch ein Kind ihren Lebenssinn finden und sich radikal zum Besseren ändern. Wie will man sowas voraussagen? Kristallkugel? Zudem: Auch die Beziehung wandelt sich. Wie will man vorhersagen, dass sich das so hoffnungsvolle Paar in 5 Jahren auf übelste Weise scheiden lässt und dabei die Seele des heiss und innig geliebten Kindes zerbricht? Auch Krankheit und Tod können sich einmischen. Vor Schicksalsschlägen ist auch ein Kind einer "lizensierten" Familie nicht gefeit. Und was, wenn sich die Parameter geändert haben? Nimmt man dann das Kind den nicht mehr den Vorschriften entsprechenden Eltern ab? Vielleicht weil die Mutter in eine Depression gefallen ist oder der Vater arbeitslos wurde? Und was macht man dann mit den Kindern? Sie in eine neue - normierte - Familie geben? H A L L O ???

Klar, auch ich bin nicht glücklich darüber, wie manche Dinge laufen. Ich selbst war ein kalkuliertes Risiko. Meine Mutter bekam mich, um meinen Vater in Ketten zu legen. Hat 6 Monate lang funktioniert, danach war ich "übrig". Dennoch ist dieser "Führerschein" aus den genannten Gründen eine völlige Nonsens-Geschichte. Ob jemand eine gute Mutter oder ein guter Vater ist, kann das Kind beurteilen, wenn es selbst erwachsen ist. Eine vorherige Begutachtung von einem Psychologen kann keinesfalls so weit in die Zukunft sehen. Und selbst wenn die Startbedingungen nicht stimmen, muss dass noch gar nichts heissen. Wie schon gesagt, Menschen ändern sich, zum Guten wie zum Schlechten. Und Umstände auch, wie eben z.B. Arbeitslosigkeit.
AryaIch find einen Kinderführerschein ziemlich unsinnig. Was ist zum Beispiel wenn das Kind garnicht "geplant" war? Wird es dann der Mutter nach der Geburt weggenommen? Ich denke das man als gute Eltern vor der Geburt von selbst Kurse besucht Bücher ließt oder einfach andere Eltern befragt. Das mit dem finanziellen finde ich komisch. Warum sollte man Eltern die vieleicht nicht das große Geld haben sich aber liebevoll um ein Kind kümmern würden, den Kinderwunsch verwehren? Ist es denn besser wenn das Kind reiche Eltern hat und dafür immer alleine (oder bei einem Kindermädchen) ist?
SeenaViel erstrebenswerter wäre eine Namenskontrolle.

"Virginia Huber" und "Justin Müller" - wenn ich sowas schon höre, kommt mir
das große Kotzen.
Außergewöhnliche Namen (alt, historisch etc.) ja gerne, aber man muss doch bitte ein BISSCHEN
Gespür im Blut haben, was idiotisch klingt und was nicht.
Ich würde mein Kind auch NIEMALS Madeleine nennen, obwohl ich den Namen
wahnsinnig schön finde.

Jaqueline Monique Swoboda. *urgs*


Kinderführerschein an sich halte ich für eine großartige Idee, wenn ich mir so
ansehe, was für Leute Nachwuchs in die Welt setzen und ihn genauso assozial,
hirnverbrannt und idiotisch werden lassen wie sie selbst sind. Wie sollten die Kinder
auch anders werden. In den wenigsten Fällen spalten sich die Kinder ab und
werden anders. Aber wie schon sehr oft erwähnt wurde...es ist eine Utopie,
daher nicht umsetzbar. Es wäre unmöglich dafür Kriterien festzulegen, geschweige
denn diese auch noch zu kontrollieren.
Ich finde aber z.B. sehr wohl, dass es bei gewissen Leuten eine "Geburtenkontrolle"
geben sollte, so blöd das klingt.
Es muss doch nicht sein, dass Familien mit bereits 3 Kindern, die diese schon kaum ernähren
können, arbeitslos sind etc. noch 2 in die Welt setzen. Das sagt MIR der gesunde
Menschenverstand, aber denen offensichtlich nicht. Gibt da ja regelrechte
Legebatterien, die 11 Kinder bekommen, damit das Geld vom Staat mehr wird,
denn anders kann ich mir das nicht erklären.
Heutzutage ist es wirklich nicht mehr notwendig ein Kind zu bekommen, wenn
man keines möchte oder WEISS, dass man selbst am Hungertuch nagt und sich durchs
Leben kämpft.
Das ist doch keine Basis für ein Kind. Und auch wenn Geld nicht glücklich macht,
es beruhigt die Nerven und ist einfach eine Notwendigkeit wenn man ein Kind bekommt,
das ist eine Tatsache.

Sorry, für die Themenverfehlung anfangs, aber ich fand es passt dazu.

Lg Seena
Ronin76Da hat jemand eindeutig zuviel BILD gelesen. Ich kann den Duft von brennenden Büchern schon riechen. Erst Bücher, dann Menschen.
SeenaFalls du mich meinst: Bild lese ich nicht, da ich aus dem kleinen Ösiland komme,
was für euch die Bild ist bei uns die "Kronen Zeitung", aber nein, die lese ich
auch nicht ;)
HrefnadisSeena, Du kennst nicht zufällig jemanden mit 11 Kindern persönlich? Oder sagen wir 8? Ich rede von modernen Familien und nicht die Großelterngeneration. Ich steuere auf etwa die Hälfte meiner Lebenszeit zu und die kinderreichste Familie, die ich je wirklich kennenlernte, brachte es auf 6. Eltern beide berufstätig im Übrigen. Und Akademiker. Vielleicht mache ich irgend etwas falsch?
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Vielleicht mache ich irgend etwas falsch? [/B][/QUOTE]

Vielleicht solltest Du Seenas Post auch nicht unbedingt auf Deine eigene Familienplanung beziehen. Das erweckt in meinen Augen den Anschein von Polemik. So selten sind solche modernen Großfamilien gar nicht. Möglicherweise bewegst Du Dich auch in einem anderen sozialen Umfeld.
Ronin76Seena, Verbote sind ein Ausdruck von Gewaltherrschaft. Gewalt erzeugt noch mehr Gewalt. Die Menschheit befindet sich inzwischen seit Jahrtausenden in diesem Kreislauf der Gewalt. Von daher sind noch mehr Verbote keine Lösung und destruktiv. Im Prinzip ist jedes Verbot eine Perversion der Natur. Der Mensch ist ein Teil der Natur.

Einen "gesunden Menschenverstand" gibt es nicht, da die meisten Menschen aufgrund der vielen gesellschaftlichen Perversionen, weder gesund sind noch Verstand haben. Ein gesunder Menschenverstand würde voraussetzen, daß alle Menschen gleich sind und gleich denken, was nicht der Fall ist. Das wäre eine verallgemeinernde Anmaßung.

Es gibt jedoch elitäres Denken und selbsternannte Eliten. Menschen die meinen zu wissen, was gut für andere Menschen ist und diese nach ihren aufgestellten Maßstäben verurteilen und bestrafen. Es stellt sich die Frage in was für einer Welt du leben willst.

Eine Welt der totalen Kontrolle, voller Verbote und Gewalt, die von einer Elite gesteuert wird, oder in einer gewaltlosen, herrschaftslosen und sozialen Gesellschaft, die selbstverantwortlich handelt, ohne Andere zu veruteilen. Das setzt Toleranz und Respekt gegenüber anderen Menschen und Lebensweisen voraus. Kinder lernen von den Eltern.

Wenn ein heterosexuelles Paar 10 Kinder hat oder zeugen möche, ist das allein ihre Sache. Oder möchtest du anderen Tieren nun auch vorschreiben, wieviel Nachwuchs sie zeugen dürfen ? Oder dem Baum vorschreiben, wie hoch er wachsen darf. Da kommt man dann schnell vom Hundertsten ins Tausendste und in so einer Welt möchte ich nicht leben. Es ist Alles schon schlimm genug.
rainravenIch sehe das nicht so.
Wenn-wie Du schon sagst, den Leuten ihr Menschenverstand und ihre gesunde (Selbst-)Kontrolle abhanden gekommen ist, braucht es Regeln und Gesetze, um nicht total im Chaos zu versinken und die Schwachen zu schützen. Gewiß muß man es nicht übertreiben und das Aufstellen von Gesetzen bringt auch Risiken wie deren Mißbrauch mit sich, doch völlig ohne solche herrscht Kriminalität, Anarchie und ebenfalls Gewalt, weil der Mensch sich eben NICHT alleine im Griff hat. Ich lebe lang genug in dieser Gesellschaft, um die Änderungen zum Negativen und ihren "Verfall" auch ganz ohne die ach so gerne zitierten Boulevardmedien mitzubekommen und mir ein eigenes Urteil bilden zu können. Und wenn es nach mir ginge, gehörte in einigen Bereichen wesentlich härter durchgegriffen und besser organisiert, damit Unschuldige nicht länger zu "Opfern" würden und "Täter" in jeglicher Hinsicht nicht auch noch belohnt werden würden.
(Wobei ich mich auch nicht zum Maß aller Dinge aufspielen möchte und lediglich meine Meinung kund tue.)
Dies ließe sich auf viele Gebiete anwenden und auch auf den Kinderführerschein übertragen, aber wir sind uns ja ohnehin einig, daß das ganze Konzept Utopie und nicht realistisch durchzuführen ist, also warum die Aufregung? :)
HrefnadisNix, ich rede nicht von MEINER Familienplanung, die ich auch nirgendwo erwähnte, ich rede davon, dass solche Totschlagargumente des Öfteren kommen. "Irgendwo gibt es sie, DIESE Familien." Wenn man jedoch mal nachfragt, wer wirklich "solche" Familien leibhaftig kennt, stoße ich zumindest immer auf Sprachlosigkeit, was meines Erachtens damit zusammenhängt, dass rein statistisch gesehen (das Bundesamt bietet die nötigen Zahlen) tatsächlich "solche" Familien Seltenheitswert haben, somit als Totschlagsargument für ALLE Familien wegfallen. Und gerade mir, die ich seit 7 Jahren in den Ghettos Berlins lebe, müsste doch der eine oder andere Fall schon untergekommen sein, finde ich. (Wegen sozialem Umfeld.) Wenn Du mir mit Zahlen belegen könntest, wie häufig solch beschriebene Großfamilien mit - sagen wir - 8 Kindern und mehr sind, würde ich meine Meinung, die auf meiner persönlichen Lebenserfahrung von ü35 beruht, gerne revidieren.
HrefnadisNachtrag: Ich weiss ja nicht, wer von Euch noch bewusst in der DDR aufgewachsen ist und das System der rigiden Überwachung von Familien dort noch mitbekam, wer in Kita und Schule zu Eltern, deren Verhältnis zueinander und dem Verhaltnis zu ihren Kindern ausgequetscht wurde, wo man sich als Kind wiederholt gut getanten Überprüfungen des politischen Meinungsbildes zu Hause ausgesetzt sah und wo - ich habs echt nachgeprüft - durchaus die Kitatante und der Grundschullehrer zur Stasi gehörten und das Ganze protokollarisch auch weitergaben. Es kam vor, dass Kinder, deren linientreue Erziehung als nicht gesichert galt, den leiblichen Eltern entzogen wurden. Zu IHREM EIGENEN WOHL, versteht sich. Diese "Kinderführerscheingeschichte" geht mir eindeutig viel zu sehr in die gleiche Richtung. Der geregelte Eingriff von Staatsgewalt in alle Familien und Familienbelange birgt Gefahren in sich, die ich als überholt angesehen habe. Denkt man sich das weiter, landet man automatisch beim "Vermehrungsverbot" des dritten Reiches für unerwünschte Personenkreise.

Die Frage ist doch: Wollen wir als Gesellschaft in diese dikatatorischen Restriktionen tatsächlich wieder hin?

Jeder dazu befähigte Mensch hat per se das Recht, sich fortpflanzen zu dürfen. Die Aufgabe der Gesellschaft sehe ich eher darin, behutsam (!!!) zu überwachen, dass das Wohl des Kindes den Eltern nie aus den Augen gerät. Und selbst da versagt meines Erachtens der Staat schon in voller Linie.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Seena, Verbote sind ein Ausdruck von Gewaltherrschaft. Gewalt erzeugt noch mehr Gewalt. Die Menschheit befindet sich inzwischen seit Jahrtausenden in diesem Kreislauf der Gewalt. Von daher sind noch mehr Verbote keine Lösung und destruktiv. Im Prinzip ist jedes Verbot eine Perversion der Natur. Der Mensch ist ein Teil der Natur.[/QUOTE]

dann informier dich doch mal über sozialstrukturen bei schimpansen. da findest du genau das: rangordnung und eine "herrschende elite". das [I]ist[/I] natur, du stadtkind :)

"natürliche verhältnisse" kann man nicht 1:1 auf menschliche gesellschaften übertragen.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
Jeder dazu befähigte Mensch hat per se das Recht, sich fortpflanzen zu dürfen. Die Aufgabe der Gesellschaft sehe ich eher darin, behutsam (!!!) zu überwachen, dass das Wohl des Kindes den Eltern nie aus den Augen gerät. Und selbst da versagt meines Erachtens der Staat schon in voller Linie. [/QUOTE]
"unterstützung" wäre wohl das richtige wort. vllt den werdenden eltern in kursen das nötige wissen und handwerkszeug mitzugeben, ihre kinder adäquat großzuziehen. es ist ja wohl "das wohl von kindern" vs. "dem wunsch nach nachwuchs".
rainraven[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]

Schnöselhaftes geblubber von Menschen die sich selbst natürlich als kindertauglich sehen.

[/B][/QUOTE]


Nein. Natürlich nicht! Zumindest in meinem Fall. :D


Ich glaube auch nicht, daß "Kindertauglichkeit" am Einkommen gemessen werden sollte, sondern eher mit psychiatrischen Gutachten, ob Gewalt oder Kriminalität in der Familie vorkommt oder sowas. Zwar hängen Armut und Kriminalität unter Umständen zusammen, aber der verwöhnte, arrogante Sproß einer neureichen "Schnöselfamilie", wie Du so schön sagst, der sich selbst überlassen wird und aus Langweile nur rumhängt und Leute überfällt oder verprügelt, ist ebenso ein Problem, obwohl es sicher nicht am Einkommen der Familie liegt.
HrefnadisCreobotra, ich will ja mal nicht nur DEGEGEN sein :) Dewegen hier ein - aus meiner eigenen Erfahrung geschöpfter - Vorschlag zur Verbesserung des Systems. In der DDR war ja nicht alles schlecht - Bespitzelung der Familien, ob sie ihre politische Erziehung auch im Sinne des Staates tätigten - Merde, klar. ABER: Mütterberatung: tolle Sache das! Sofort wieder her damit! Zur Erklärung: Ab dem 3. Schwangerschaftsmonat bis zum vollendeten 1. Lebensjahr des Kindes gab es in gewissen Zeitabständen Rudelberatungen für werdende und gewordene Mütter, die von Krankenschwestern, Hebammen, Kinderärzten abgehalten wurden. Die Teilnahme war letztlich obligatorisch, aber nützlich. Hier wurden Fragen der Entwicklung, der Säuglingspflege, der Gesundheit von Mutter und Kind, Behördenprobleme aber auch partnerschaftliche und soziale Probleme erörtert. Probleme grundlegender finanzieller Art gab es wohl weniger, was am System lag. *hüstel* Zudem sah man sich Mutter und Kind genau an. Diese Einrichtung sorgte dafür, dass tickende Zeitbomben doch zu einem ganzen Teil früher erkannt worden sind, außerdem wurden die frisch gebackenen Mütter mit ihrer neuen Verantwortung nicht so allein gelassen, wie man das heutzutage erlebt. Man hatte jederzeit eine Anlaufstelle für Fragen und Nöte, noch dazu eine, mit der man persönlich vertraut war (!). Und man bekam schnell Kontakt zu anderen Frauen in ähnlicher Lage, die helfen konnten.

Das heutige Netz der Us (Standarduntersuchungen bei Kindern) gab es in viel umfänglicheren Rahmen bereits in der DDR. Grundsätzlich kann man sagen, dass jedes Kind bis ca. 16 Jahren einmal im Jahr einem Arzt unter die Augen trat. Die Ärzte kamen zu Reihenuntersuchungen in Schulen und Kitas. Böse Entwicklungstörungen, gesundheitliche Fehlentwicklungen, auch Mißhandlungen konnten daher nur bis zu einem gewissen Grade verheimlicht werden. (Allerdings sage ich nichts davon, dass es auch dort zumindest teilweise eine Mentalität des Wegsehens gab.)

Ein solches System der engen medizinischen Überwachung und der Beratung wird es aber in diesem Deutschland nicht geben, denn das ist teuer, wenn es auch effektiv wäre. Wer behauptet, auf freiwilliger Basis gäbe es das alles ja schon, der soll sich bitte fragen, wer davon alles weiss (ohne Beratung), bzw. soll sich als Hochschwangere mal 4 Stunden in einen Warteraum setzen, um dann geschlagene 15 Min beraten zu werden oder soll sich - vor allem auf dem Lande - einmal auf die Suche nach einer Beleghebamme begeben, die nicht schon ausgebucht ist. Natürlich gibt es Kurse von Kliniken, Geburtshäusern usw. Nicht alles davon trägt die Kasse, das zum Ersten, zum Zweiten darf man häufig - um an den Terminen teilnehmen zu können - keiner weiteren Beschäftigung nachgehen. Denn frei bekommt man dafür nicht.

Achja, wie "gut" die zweifelhafte Kontrolle allein des Gesundheitszustandes eines Kindes ist, hat mir der heutige Tag wieder belegt. Um einen neuen Kindergartenplatz zu bekommen, benötigt ein Kind eine Eingangsuntersuchung mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Doc bezüglich vor allem ansteckender Krankheiten. Vernünftige Sache das. Nur leider nicht kostenfrei. Vom Staat verordnet, sinnvoll, aber nicht kostenfrei. So weit ich weiss, wird sie auch nicht von H4 getragen.

Letztlich machen solche Kleinigkeiten den Eindruck, dem Staat liegt nur was an Kindern, so lange sie nichts kosten.
MormoTja ich bin ganz neu jz hier und muss gleich meinen Senf zu diesem Thema geben.

Also meiner Meinung nach kann jeder ein gutes Elternteil sein, solange er/sie genügend angespornt werden, sich auch gut um sein/ihr Kind zu kümmern. Aber wie?
Ich würde keinen Führerschein, sondern sowas wie einen Stempelpass, vorschlagen, und der funktioniert dann so:

Sobald die Eltern wissen, dass ein Kind unterwegs ist, bekommen sie gleich vom Frauenarzt (der dies ja feststellt) einen Pass, in dem der Name der Mutter, und in weiterer Folge auch der des Kindes, drinnen steht. Dann muss die Mutter in regelmäßigen Perioden diesen gesundheitlichen Plan beim jeweiligen Arzt abstempeln lassen (natürlich die Untersuchung auch machen ;)).

Das geht dann eben von den Untersuchungen während der Schwangerschaft, über die Untersuchungen des Babys, Impfungen, Zahnarzt, Orthopäde, Psychologe, etc., bis zur Entscheidung der Schulausbildung, wo vor allem Psychologen auch Hilfe leisten können.

Doch wo bleibt der erwähnte Ansporn?
Ich würde einfach das Kindergeld daran binden, ob die Mutter diese Untersuchungen mit ihrem Kind auch macht. Wenn die Mutter jedoch mit ihrem Kind [U]nicht[/U] zum Arzt geht, kommt eine Mahnung, und wenn sich dann an ihrem Verhalten nichts ändert, wird einfach das Kindergeld zugedreht, weil warum soll der Staat einer Mutter Geld geben, dass sie sich um das Kind kümmert, wenn sie dies dann nachweislich nicht tut.

Der große Vorteil an dem Ganze ist, dass eine sehr gesunde Jugend heranwächst, weil sich, vor allem sozial Minderbemittelte, es nicht leisten können auf das Kindergeld zu verzichten. Durch die often Arztbesuche kann man auch Misshandlung kaum verstecken.

Das hätte ich mir zu diesem Thema überlegt, und ich hoffe ich bekomme feedback von euch (auch schlechtes feedback ist ein feedback)



Gruß aus dem sonnigen *aaaaaarrrggghhh*:eek: Wien

Mormo
Ronin76@Mormo

Das ist Käse, denn gerade für die sozial- und finanziell Unterdrückten wären das Zwangsmaßnahmen und ein Kind wird dadurch in keinster Weise unterstützt. Denn nach deinem Modell wird einfach der Geldhahn zugedreht, was dann im Extremfall bedeuten würde, daß Mutter und Kind nach einer langen Leidensgeschichte verhungern. Ich hatte erst gestern von einem Fall gelesen, wo ein behinderter Hartz-IV Empfänger verhungert ist, nachdem ihm alle Leistungen gestrichen wurden. Seine Mutter, auch Hartz-IV Empfängerin, hatte es beinahe auch erwischt gehabt.

Diese Zwangsbehandlungen würden auserdem medizinischen Mißhandlungen noch weiter Tür und Tor öffnen. Denn wieso streiken Ärzte nie länger als 1 Tag ? Weil die Bevölkerung sonst merken würde, wie gesund sie ohne die Behandlungen und die systematische Vergiftung durch "Medikamente" der Pharmakonzerne wären. zB ist Impfen ein ganz umstrittenes Thema, denn es schädigt vermutlich gerade bei kleinen Kindern das Imunsystem gravierend. Die Folge sind dann Allergien, andere Imunschwächen und ihre Folgen.

Die wichtigsten und auch sinnvollen Untersuchungen werden heute bereits gleich in den ersten Woche nach der Geburt im Krankenhaus vorgenommen und der Rest sollte besser freiwillig sein. Ein Angebot könnte im Idealfall vorhanden sein, wie zB bei der freiwilligen Altersvorsorge, es sollte aber nie zur Pflicht werden. Denn was nützlich ist, wird sich bewähren und in Anspruch genommen werden, falls es finanzierbar ist. Heute sind jedoch die meisten medizinischen Leistungen für den gewöhnlichen Lohnsklaven und Transfergeldempfänger nicht mehr finanzierbar.
rainraven[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[BzB ist Impfen ein ganz umstrittenes Thema, denn es schädigt vermutlich gerade bei kleinen Kindern das Imunsystem gravierend. Die Folge sind dann Allergien, andere Imunschwächen und ihre Folgen.

[/B][/QUOTE]


Das kann ich auch nicht so stehenlassen, denn meine und ältere Generationen wurden auch noch automatisch gegen viele Krankheiten geimpft, die wir dann gottlob nie zu haben brauchten und die Impfungen haben uns auch nicht geschadet. Ich kenn jetzt nicht so viele Allergiker und Leute, die Probleme wegen ihrer Kinderimpfungen hatten. Zudem sind heutige Impfstoffe viel weiterentwickelt und teils unschädlicher und niedriger dosiert als früher. Ich hatte das Thema gerade mit einer Freundin, deren Kind bald ein Jahr alt wird.
MormoNaja also da hast du schon recht mit dem, dass eine große Gefahr ist das die Kinder bzw. Eltern dann verhungern aber da werden sie dann hoffentlich gscheit genug sein zum GRATIS! (das hab ich zuerst vergessen zu erwähnen) Arzt zu gehen. Und wenn sie das dann nicht tun kann man ihnen auch nicht helfen.

Bezüglich den fraglichen Arztbesuchen würde ich es auch gut finden wenn man, wenn man einen bestimmten Grund hat (ethnischer, religiöser, etc. Natur), diese Untersuchungen entfallen lassen kann.
Ronin76@Regenrabe

Laut offiziellen Quellen ist inzwischen mehr als jeder dritte Bundesbürger Allergiker, mit steigender Tendenz. Es ist quasi schon die Volkskrankheit Nr. 1. Schimmelpilzallergien, Pollenallergien, Lebensmittelallergien, Milbenallergien, etc. Ambrosia (Ragweed) hat zB ein sehr starkes Allergiepotential, da es tief in die Lunge eindringen kann. Ich kenne viele Bekannte, die davon betroffen sind, die meisten jedoch nur leicht. Was sich auch immer mehr herausstellt ist, daß die Allergien jetzt auch in deutlich späteren Lebensabschnitten erstmalig auftreten. 30 oder 40 Jahre ohne Beschwerden in dieser Richtung und dann plötzlich eine Pollenallergie. Ich erwähne absichtlich nicht das Wort "Heuschnupfen" da es diese schwerwiegende Imunreaktion trivialisiert.

Es ist auch möglich, daß sich Impfschäden erst durch die Genetik und hier besonders durch die Epigenetk vererbt haben. Impfen ist ein unnatürlicher Eingriff in die menschliche Natur, die über Millionen von Jahren entstanden ist und sich bewährt hatte. Durch Maßnahmen wie das Impfen sollen krankmachende Faktoren der Außenwelt verschleiert und ausgeglichen werden... oder die Menschen noch mehr geschädigt werden, denn da hängt eine riesige Branche dran, die mit Krankheiten Geld verdient und meistens nur Symptompfuscherei betreibt (Ärzte, Pflege, Pharma). Dann wird auch immer das Argument genannt, daß in der DDR noch mehr geimpft wurde, aber die Menschen dort weniger Allergien und Krankheiten hatten. Dabei werden jedoch viele Faktoren nicht beachtet, denn die Impfstoffe können sehr unterschiedlich und damit nicht vergleichbar gewesen sein. Für Allergien kommen noch viele andere Faktoren als Ursachen in Betracht, das ist klar.
rainravenImpfen ist nicht "unnatürlich". Wenn sich der Organismus mit dem unabgeschwächten Krankheitserreger ansteckt und womöglich eine schwere Krankheit mit Nach-und Nebenwirkungen (Narben, Unfruchtbarkeit, Hinrnschaden etc., kommt ja auf die Krankheit an) durchmachen muß, um hinterher gegen diesen Erreger bis auf weiteres immun zu sein, dann ziehe ich eindeutig die abgeschwächte Form der Immunisierung ohne Krankheitsverlauf vor...
Ich habe beruflich mit infektiösem Material zu tun und bin froh, daß ich gegen einiges schon in meiner Kindheit geimpft wurde, da es als Erwachsener nicht mehr so einfach ist und evtl. nicht ohne Folgen abgeht.


Allergien werden auch durch die Konfrontation des Organismus mit immer neuen Umwelteinflüssen und -giften oder (evtl. auch veränderten) Bestandteilen von Nahrungsmitteln ausgelöst und diesem kann man sich nicht weitgehend entziehen. Da spielt das Impfen wahrscheinlich eine geringe Rolle.
HrefnadisKurz dazwischen gefunkt: Einen Mutterpass gibt es bereits, in dem alle während der Schwangerschaft notwendigen Untersuchungen geführt werden und auch jene eingetragen, die Frau zusätzlich hat machen lassen. Ich erwähnte ja schon woanders, dass bei weitem nicht mehr alle - vor allem diejenigen, die Missbildungen ausschließen - umsonst sind. Des weiteren gibt es hier in Berlin ein sogenanntes gelbes Heft für das schon geborene Kind, in dem alle Impfungen und alle Us (also die Standarduntersuchungen) sowie ansteckende Krankheiten usw. eingetragen werden. Die Bezirksämter halten hier zumindest diese Untersuchungen tatsächlich nach. Wird ein Kind innerhalb einer bestimmten Frist nicht beim Arzt vorstellig, werden die Eltern angeschrieben. Tut sich dann weiterhin nichts, wird das Jugendamt eingeschaltet. Halte ich für eine sinnvolle Reaktion darauf, dass erst in den letzten Jahren wieder einige Kinder vor Schuleintritt "verschwunden" sind, deren Fehlen aber dann erst bei der versuchten Einschulung aufgefallen ist, als die Eltern das Kind nicht mehr vorweisen konnten.

Von daher Ronin, ich finde, ein bisschen über die Schulter gucken lassen sollten sich die Eltern schon. Im Interesse ihrer eigenen Kinder übrigens auch. Fehlentwicklungen (sprachlich, motorisch, was auch immer) lassen sich so viel frühzeitiger erkennen und meist leicht noch behandeln. Man muss ja nicht immer gleich den Teufel der Misshandlung oder Vernachlässigung an die Wand malen. Für mich persönlich war es immer eine enorme Beruhigung, nach der betreffenden U gesagt zu bekommen: "Alles okay, ihr Kind ist völlig unauffällig in seiner Entwicklung." Das ist doch eher ein Statement: "Hey, irgendwas machst Du richtig!" Genauso können aber auch eigene Fehler bei Pflege und/oder Erziehung bei diesen Us erst auftauchen - und abgestellt werden. Ich finde, dieses System gibt den Eltern deutlich mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Nachwuchs.

In Deutschland sind Impfungen übrigens keine Pflichtveranstaltung. Allerdings sind für den Kita-Besuch z.B. einige Prophylaxen vorgeschrieben, Masern, Mumps oder Wundstarrkrampf z.B. In Anbetracht der Ansteckungs- und Verletzungsgefahren in Kitas halte ich solche Impfungen durchaus für sinnvoll. Allergieauslöser gibt es unendlich viele ... mein Mann ist so gut wie mit keinen davon je in Berührung gekommen (er wuchs ja mitten im Wald auf, fernab der Zivilisation *hüstel*), er ist dennoch hochgradiger Pollenallergiker, wie etliche andere Familienmitglieder auch. Ich bezweifle, dass sich ein Grund dafür jemals finden wird. Dagegen weiss ich, dass Wundstarrkrampf u.U. tödlich endet. Die Wahl fiel mir folglich nicht schwer, als es um die Impfung ging.
rainraven@ Hrefna: wie meinst Du das, "verschwunden"? :(
Hrefnadisrainraven: Erschlagen und Leiche versteckt. Es gab sogar einen Fall, wo ein jüngeres Geschwister für das getötete Kind ausgegeben worden ist.
rainravenaber warum "verschwindet" ein Kind erst vor der Einschulung und nicht gleich nach der Geburt, wenn Eltern es loshaben wollen? :eek:
Hrefnadis"Verschwinden" für die Behörden. In der Regel hast Du ja eine Geburtsurkunde, die dem Staat/der Gemeinde meldet: Da ist ein Kind. Hält das Bundesland (das machen die meisten) die Standarduntersuchungen nicht nach und gibt es sonst keine Auffälligkeiten, wird der Staat/die Gemeinde erst wieder zur Einschulung tätig, da ja Schulpflicht besteht. Da bekommt man dann ein Schreiben, dass man doch bitte die Einschulungsuntersuchung machen soll und sich bei Schule XY vorstellen muss. Sollte einem Kind in diesem Zeitraum etwas zugestoßen sein, ohne dass es seinem Umfeld auffiel, wird es erst in diesem Augenblick bemerkt: das Kind ist nicht mehr da. Irgendwann zwischen Geburt und 5. oder 6. Lebensjahr wurde es - wie auch immer - zum Opfer. In dem Beispiel, an das ich gerade denke, wurde das Kind im Alter von etwa 2 Jahren bei einer der üblichen Mißhandlungsattacken so schwer verletzt, dass es daran verstarb. Kein Arzt, das Fehlen wurde durch Umzüge und Abbruch aller Kontakte zur weiteren Familie vertuscht. So gab es bis zur erfolglosen Einschulung keinen Hinweis darauf, dass dem Kind was passiert ist. Sowas darf m.E. einfach nicht geschehen.
l'ange obscurkinderführerschein auf freiwilliger basis würde wenig bringen. dann nehmen die eltern daran teil, die es eigentlich nicht bräuchten - wie jetzt mit vielen angeboten wie familienhebamme, krabbelgruppen, beratungsstellen. verpflichten geht auf grund der gesetzte nicht.
vielleicht müsste man angebote wie familinhebamme,etc einfach ein bischen mehr ausbauen und bekannter machen und diese den eltern ein bischen "auf's auge drücken".
und klar gibt es das jugendamt als kontroll- und unterstützungsbedarf - notorisch unterbesetzt. angewiesen sind die mitarbeiter jedoch auf hinweise ( kh, kita, ärzte,nachbarn)
und meistens, wenn das jugendamt kommt, wird es nicht als hilfe angesehen, sondern als der "feind". eigentlich schade.

gute eltern sein hat meiner meinung nach wenig mit geld zu tun. sondern viel eher mit verantwortung übernehmen, sich gedanken machen, auf das kind eingehen,etc. ich kenne eltern, die bekommen harzIV und denn kindern geht es sehr gut.

l'ange
Hrefnadisl'ange, Du nennst das Problem beim Namen: Als engagiertes Elternpaar hat man eine Menge Rumlauferei, um sich die notwendigen Informationen zu beschaffen, was die Möglichkeiten zur Unterstützung betrifft z.B. mal stundenweise Kinderbetreuung bei Arztbesuchen der Mama oder Zuschüsse von caritativen Einrichtungen zur Erstausstattung oder auch eine Haushaltshilfe bei Kaiserschnitt oder Wochenbettdeppressionen usw usw. Gibts ja alles, aber wenn beide berufstätig sind, ist es schwer, sich all die Informationen noch während der Schwangerschaft zu besorgen, da gibt es zig Stellen, wo man Klinken putzen muss. Erst gestern saßen wir bis halb 10 Uhr abends noch in einer Info-Veranstaltung der Geburtsklinik, was mich heute zu mehreren Telefonaten veranlasst zwecks empfohlener Hebamme, Termin für Kreißsaalbesichtigung und persönlichem Geburtsvorbereitungsgespräch in der Klinik. Glücklicherweise schafft es diese Klinik, die Termine abends zu legen. Das geht nicht bei jeder. Ich verwies im Hinblick auf solche Sachen ja schon auf die obligatorische Mütterberatung in der DDR - Termine immer gleich, Frau bekam frei und i.d.R. fanden die Beratungen in einem Gemeinschaftsraum im eigenen Ort statt. Zu meiner Entbindungsklinik fahre ich eine dreiviertel Stunde mit den Öffentlichen (für eine Strecke) und das im 8./9. Monat. Das bedeutet schon viel Engagement. *hmpf* Die Infrastruktur für die Betreuung junger Mütter lässt schon stark zu wünschen übrig. Und hallo, ich lebe am Rand einer Großsstadt! Von Kolleginnen auf dem Lande habe ich da noch ganz andere Geschichten gehört. Da fühlt frau sich doch sehr allein gelassen in ihrer Situation. Ich mag gar nicht dran denken, wie es Alleinerziehenden gehen muss, die nicht mal einen Partner zu Unterstützung haben ...

Vielleicht sollte man den Spieß umdrehen - der Staat bräuchte möglicherweise eher einen Führerschein für Kinder. Betreuung, Bildung, was auch immer, da klaffen eine ganze Menge Lücken. Und zwar flächendeckend.
l'ange obscurschade finde ich, dass das jugendamt meist einen sehr schlechten ruf genießt und nur als "kontrollorgan" wahrgenommen wird. "das sind die, die bei der kleinsten sache kommen und sofort die kinder rausnehmen." das das jugendamt eigentlich auch die aufgabe der beratung hat, wird meistens nicht gesehen,d.h. man könnte auch bei kleineren fragen ( welche möglichkeiten gibt es an unterstützung, wenn ich schwanger bin) zum jugendamt gehen und dort alle notwendigen infos bekommen. dabei ist eine kindsherausnahme nie eine leichtfertige und schnelle entscheidung.

das problem bei allen verpflichtenden maßnahmen ist, dass man nicht nur die eltern trifft, die unterstützung dringend notwendig haben, sondern eben auch die, die sich sowieso bemühen. wenn ich beispielsweise immer zu den u-untersuchungen gehe / gehen würde, finde ich es nervig, wenn ich dauernd post vom gesundheitsamt bekomme und dann auch noch diese karte ausfülen lassen muss. schwierig.

l'ange
HrefnadisNatürlich "nerven" solche Dinge wie die Us, Elternabende von Kita oder Schule oder die beliebten *hüstel* Entwicklungsgespräche, die zwischen Erziehern und Eltern im kleinen Rahmen einmal im Jahr geführt werden sollten. Zudem sind hier in Berlin auch Entwicklungbücher vorgeschrieben, die von Erziehern, Eltern und Kindern regelmäßig bestückt werden. Aber jetzt mal ehrlich, wer sich Kinder anschafft, dem sollte klar sein, dass sie Arbeit machen. Man halst sich da eine enorme Menge an Verantwortung auf und der sollte man doch so weit möglich auch gerecht werden. So viel Zeit muss einfach sein. Und wenn das manchmal ein paar Augenringe mehr bedeutet, such is life. Ich finde, man sollte Eltern durchaus unterstützen, denn Hilfe brauchen sie in einigen Situationen schon - jedoch sollte man sie eben nicht so einfach aus ihrer Verantwortung heraus nehmen. Kinder sind kein Selbstzweck, aus ihnen sollen lebensfähige, anständige Menschen werden. Ein bisschen persönliches Engagement darf man da doch erwarten, finde ich.
rainravenWenn alle Eltern so dächten und dies alles für selbstverständlich hielten (so wie meine z.B.; O-Ton einer Lehrkraft, als meine Mutter auf die schulische Einladung hin zum Elternsprechabend ging, um sich zu informieren, wie ihre Kinder, also mein Bruder und ich, so in der Schule wären: "Was wollen denn SIE hier? Mit ihren Kindern gibt es doch gar keine Probleme!"), bräuchten wir keine so "dämlichen" Überlegungen, ob ein Elternführerschein Sinn mache...
poisoneinen führerschein machen und den am besten jährlich erneuern müssen, oder gar mit jeder entwicklungsphase des kindes ...
angefangen,von "wie überzeuge ich einen zappelnden säugling von der notwendikeit einer windel", über "wie bekomme ich einen sich sträubenden teen möglichst freiwillig in die schule" bis ...
das könnte was werden ...
ist ja so schon schwierig genug, hilfe zu finden, wenn man darum ersucht - bis man auf den wartelisten der familienberatungen oben anlangt, erledigt sich manches problem von allein
diese u-untersuchungen sind an sich recht sinnvoll - man sollte dann nur das glück haben, an einen kompetenten arzt zu geraten und nicht an jemanden, der einer unerfahrenen, noch naiven mutter erzählt "das verwächst sich" ...
aufgrund solches fehlers durfte ich meine grosse dann einige jahre zur kg und ergo begleiten, dabei hätte eine behandlung bereits im babyalter wesentlich schneller erfolge gezeigt
um eine therapie bei der logopädin müsste ich auch energisch kämpfen, weil die ärztin meinte, lieber noch abwarten zu wollen
HrefnadisGenau da liegen die Probleme Poison, selbst bei den Us ist es Einschätzungssache des betreffenden Arztes, ob alles okay ist ... und der ist genauso menschlich, sprich mit Irrtümern behaftet, wie wir alle anderen auch. Dabei ist sein "Arbeitsfeld" noch relativ fest umrissen. Bei einem Psychologen, der die Eignung von Menschen zur Elternschaft überprüfen sollte, wäre weit mehr Freiraum zur Entscheidung zu erwarten - damit auch weit mehr Freiraum für Fehler oder auch Willkür.
*nick* das mit der chronischen Überlastung von Beratungsstellen scheint ein weit verbreitetes Problem zu sein. Und das jetzt schon, wo nur freiwillig beraten wird.

rainraven, würde man ALLE Eltern ein wenig mehr in die Pflicht nehmen, würde sich für die engagierteren - wie Deine Mutter - eh nichts ändern, aber man könnte die weniger tätigen mit solchen Programmen erreichen. In Berlin hat das Ganze durchaus positive Folgen gehabt. Zudem spricht sich das rum. Als werdende bzw. Wunscheltern weiss man dann eben, was auf einen zukommt. Man ist in der Lage, den Zusatzaufwand auch einzukalkulieren. Innerhalb weniger Jahre wurden bspw. diese Entwicklungsbücher absoluter Standard. Auch Eltern und Erzieher müssen erzogen werden. Zumindest manchmal. ;) In solchen Büchern werden z.B. auch die Sprachfortschritte genau dokumentiert - so etwas hätte z.B. in Poisons Fall (Logopädin) zur Entscheidungsfindung mit herangezogen werden können. Das sind ja Langzeitbeobachtungen, nicht nur punktuelle wie bei der U.

Ergo:

Kinderführerschein = Blödsinn

Unterstützungprogramme (durchaus auch obligatorisch) für Eltern, Erzieher und Kinder = viel zu wenige
Seena@Scheol:

Richtig, es geht mich nichts an, ich kann aber trotzdem sagen, dass ich es
furchtbar finde.

Wie immer wird alles, was man hier sagt verallgemeinert - ich habe NIEMALS
behauptet, dass es KEINE Möglichkeit gibt, mit vielen Kindern gut zu leben, bzw.
diese zu "anständigen" (was auch immer das sein mag) Menschen zu erziehen.
Aber ich bin der Meinung, dass es ein Großteil nicht kann. Punkt.
Und nein, es ist keine Unverschämtheit, es ist einfach nur meine Meinung.
Meine eigene Großmutter hat nur 4 Kinder in die Welt gesetzt - sie sind alle verkorkst,
(auch meine Mutter), weil sie mit 18 bereits dreifache Mutter war, mein Großvater
nur zwei Jahre älter und die beiden simpel und ergreifend weder die finanziellen
Mittel, noch die geringste Ahnung hatten, was sie mit den Kindern machen sollten.
Also wurden die Kleinen bei jeder Gelegenheit abgeschoben wo es ging.
Ich LIEBE meine Großeltern - sie sind wunderbare Menschen, aber sie hätten in
dem Alter, mit dem Leben das sie führten, nie Kinder bekommen sollen (auch wenn
ich dann wahrscheinlich nicht da wäre).

Die Welt ist überbevölkert, das ist eine Tatsache, einige Leute sollten einfach keine
Kinder in die Welt setzen. Einige wissen das und tun es schlauerweise auch
nicht, andere eben nicht.

Wie ich bereits in meinem Beitrag erwähnte, weiß ich selbst, dass man das Grundrecht
der Vermehrung niemandem absprechen kann. Es gibt einfach keine Möglichkeit
das zu verwirklichen. Bei manchen Leuten hätte es meiner Meinung nach aber
durchaus Sinn.

Es geht ja nicht nur um Leute, die ich vielleicht als "Gesindel" bezeichnen würde...
was ich im übrigen nicht habe, einfach Menschen, von denen ich nicht annehme,
dass sie geistig dazu in der Lage sind ein Kondom auf den richtigen Körperteil zu setzen -
nein, in meinen Augen geht es auch um Väter, die ihre Töchter sexuell missbrauchen,
um Mütter, die daneben stehen und wegschauen (und das gibt es immer noch oft
genug), um Eltern, die ihre Kinder prügeln, weil die mal ein bisschen lauter sind
usw.
Oder ist es dann auch eine Unverschämtheit vom Jugendamt solchen Menschen
die Kinder wegzunehmen, weil sie sie ja schließlich und endlich auch gezeugt haben?!

Und noch etwas: nein, ich halte mich selbst momentan nicht für "Kindertauglich".
Ich habe finanzielle Probleme und bin psychisch einfach nicht gefestigt genug. Bevor ich das alles nicht in
den Griff bekommen habe, setze ich garantiert keinen Knirps in die Welt, auch
wenn ich mir manchmal wirklich einen wünschen würde.
Aber hier spielt eben der gesunde Menschenverstand mit....ich kann nicht
neues Leben in die Welt setzen, bevor mein eigenes nicht in Ordnung ist.

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