| apaemo | [B]if your looking for it won't come your way[/B] ( The Used – Blue and Yellow ) Ich habe eben in meiner Playlist dieses Lied gefunden und angehört. Meint ihr es stimmt, dass wenn man nach etwas sucht, es niemals findet ? Sei es Liebe, Freundschaft oder was auch immer? Sollte man alles auf sich zu kommen lassen, wie es eben kommt? Ich glaube es ist Schwer zu sagen. Wenn man krampfhaft etwas sucht, kann es sein, dass man das Falsche findet oder andere Dinge, die einen auf das "Ziel" bringen würden vergisst. Jedoch glaube Ich, dass man nicht alles dem Zufall überlassen sollte und manches ein wenig lenken muss. Was meint ihr ? |
| Starfucker | [QUOTE][i]Original geschrieben von apaemo [/i] [B][B]if your looking for it won't come your way[/B] Meint ihr es stimmt, dass wenn man nach etwas sucht, es niemals findet ? [/B][/QUOTE] Grüße apaemo! Ich denke nicht! Selbst ist der Mensch. Wenn man immer nur alles auf sich zukommen lässt und nichts selbst in die Hand nimmt, wird man seine Ziele, Wünsche, etc. nicht erreichen. Klar kann es passieren, dass wenn man sich zu sehr auf eine Sache versteift, man verkrampft und nicht das erhoffte erreicht. Dann wird man unkonzentriert und vergisst das Wesentliche... ya und dann kann es womöglich passieren, dass man das falsche findet. Man muss meistens die nötige Ruhe aufbringen und dann passt's schon :) |
| herbstliebe | In Bezug auf Liebe las ich kürzlich, dass Singles, die gerne einen neuen Partner hätten, zu wenig dafür tun. Hätte ich nicht bei meinem Prinzen geklingelt, würde ich heute noch auf ihn warten. Es ist zwar richtig, alles in Ruhe auf sich zukommen zu lassen, aber manchmal kann man auch ein wenig nachhelfen. Wenn man etwas sucht ist es nicht verkehrt zu wissen, dass man etwas sucht und es im Hinterstübchen zu behalten. Womöglich sieht man es sonst gar nicht. |
| Äquivalent | Jeder hat jeden tag eine Menge Möglichkeiten sein Leben zu gestalten. ich denke am wichtigsten ist, dass man Möglichkeiten lernt zu ergreifen. Das man günstige Momente nicht ungenutzt verstreichen lässt. Man muss mit offenen Augen gelassen seinen Weg gehen um im richtigen Augenblick aktiv werden. Hab gerade ein Buch gelesen in dem die gleiche Thematik zur Sprache kommt: " Have you ever tossed a coin into a wish well? ... This is how it does work. You make a wish and toss a coin in the well as a declaration of your intention to have something in your life. Then what do you do? ... You roll up your sleeves and you work to make it happen!" |
| Doxá | Mir geht es öfter so, dass ich etwas nicht finde obwohl ich danach suche. Dabei handelt es sich aber meistens um materielle Dinge die ich verlegt hab. Wenn ich die Sucherei dann aufgebe, finde ich es meist. Aber ich denke wenn du die Augen vor allem schließt und alles nur auf dich zukommen lässt, wirst du einiges übersehen oder nicht als wichtig empfinden bzw. wahrnehmen. Nach der Liebe oder nach einer Freundschaft kann man meiner Meinung nach nicht suchen. Es passiert einfach irgendwo, irgendwann und irgendwie. Sicher hat man die Zügel in der Hand und kann in verschiedene Richtungen lenken, aber ganz in die Hand nehmen eher nicht. Manchmal werden dir Menschen im Leben begegnen, mit denen du ein Stück im Leben gehen wirst. Vllt wirst du irgendwann alleine weitergehen oder du triffst weitere Menschen die den gleichen Weg einschlagen wie du. Also ich suche nicht zwanghaft nach etwas... und bisher alles erfolgreich gefunden! |
| Silverwolf | [QUOTE][i]Original geschrieben von apnoe [/i] [B]Ich suche manchmal Stundenlang einen Schluessel, den ich bereits in der Hand halte... Mach daraus ne Metapher und du hast die Antwort.... (Oft hat der Suchende in einem gewissen Sinn schon laengst gefunden...) [/B][/QUOTE] Mir fiel spontan auch gleich so etwas in der Art ein. Nur anders rum erklärt: Wissen wir, was wir wirklich wollen? Aus tiefstem Herzen? Denn wenn wir es nicht wissen, d.h wenn wir gar nicht wissen, dass wir den Schlüssel suchen, dann erkennen wir ihn natürlich nicht, auch wenn wir ihn besitzen, weil wir eigentlich nach dem Schlüsselloch gesucht haben. |
| Killerdroge | Manchmal ist es ja wirklich so, wenn man etwas krampfhaft sucht, dann findet man es nie! Aber wenn man es gar nich erwartet passiert es! Ich denke schon das man das Meiste einfach auf sich zulassen kommen sollte, denn in vielen Fällen hat man sowieso keinen Einfluss drauf oder kann etwas daran ändern!!! |
| dicke | Nun ja. Also wenn ich Ostern meine Geschenke suche, finde ich sie immer!? |
| Nitroglycerin | [quote]Meint ihr es stimmt, dass wenn man nach etwas sucht, es niemals findet ? [/quote] Es ist doch deprimierend, anstrengend und nervenaufreibend immer etwas/jemandem hinterherzujagen. Das was kommen soll kommt schon und meistens aus Ecken, aus denen man es am wenigsten erwartet. Ich glaube das Finden oder Erkennen ist auch nicht das Problem. Aber es wird schwierig, wenn man nach dem Suchen all seine gesammelten Wünsche und Hoffnungen in die Person hineinprojeziert. Das kann dann schon überfordern und kaputt machen. |
| JohnSteed | Du hast quasi einen angelsächsischen Text zitiert und die Angelsachsen sind nunmal wenig rückbezüglich und durchaus fatalistisch. Das macht sie mir ja teilweise so angenehm. Mitunter ist es in der Tat schwierig mit deutschen Tugenden an Dinge heranzugehen, die etwas komplexere Ideen verlangen und einen ungewissen Ausgang haben. Man muss oft auch mit einer Niederlage rechnen. So ist das Leben. |
| Ronin76 | [QUOTE]Sollte man alles auf sich zu kommen lassen, wie es eben kommt?[/QUOTE] Im Prinzip schon. Das bedeutet aber nicht, völlig passiv sein zu müssen. Manchmal materialisieren sich Wünsche anderst als man denkt. Oft aber auch gar nicht. Das kann daran liegen, daß man diese Dinge nicht genug oder eigentlich gar nicht will. Selbsttäuschung funktioniert also nicht. Die Schwierigkeit ist, mit dem zufrieden zu sein, was bereits ist. Wer Zufriedenheit ausstrahlt, strahlt auch Sicherheit aus und wird attraktiv. |
| Scheol | Passivität führt zu nichts. Wenn man aktiv ist, sind die Chancen größer das man versagt. Deswegen bleiben sie dann als negative Erinnerung haften. Und so enstehen derartige Märchen. Aktiv sein bedeutet nicht nur, dass die Chancen größer sind zu versagen, es bedeutet auch, dass die Chancen größer sind NICHT zu versagen. Wenn man passiv ist hat man keine Chancen. |
| decay73 | Ich würde sagen, aktive Passivität ist auch mal ganz gut: Die Dinge kommen lassen, dabei aber immer aufmerksam bleiben, um im richtigen Moment zuzugreifen... Die Dinge, die kommen sollen, kommen auch. Nur können sie auch etwas anders kommen, als gewünscht. Aber meist kommen sie dann besser, als gedacht. :) |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von apaemo [/i] Meint ihr es stimmt, dass wenn man nach etwas sucht, es niemals findet ? Sei es Liebe, Freundschaft oder was auch immer? [/QUOTE] Ich kann zuverlässig berichten, dass ich erst gestern meinen Schlüsselbund gesucht und 3 Minuten später gefunden habe :) Also, nein. Und das gilt auch für Liebe, Freundschaft etc. Ich glaube, das ist so eine Aussage, die aus der puren Lust an der Übertreibung entstanden ist. Es macht eben Spaß, die Welt Schwarz in Schwarz zu sehen, so wie es Spaß macht, sie sich Rosarot auszumalen. Die Einsicht, dass Leben und Welt sich meistens zwischen diesen Extremen bewegen, verlangt schon mehr Charakterstärke. Richtig ist natürlich, dass das Leben oft unter unseren Erwartungen bleibt und wir nicht genau das kriegen, was wir uns wünschen. Das hat schon Tucholsky in Verse gesetzt: "Wir dachten unter kaiserlichem Zwange an eine Republik ... und nun ists die! Man möchte immer eine große Lange, und dann bekommt man eine kleine Dicke – Ssälawih –!" [url]http://www.textlog.de/tucholsky-ideal-gedichte.html[/url] |
| Odessa | Die Dinge, die kommen sollen, kommen auch. --- :) Genau das. Aktive Passivität, das hat was. Manche "Dinge" kommen auf einen zu, oder wie ich neulich wieder meiner besten Freundin sagte: "Manche Tiere finden mich". Sie finden mich wirklich, sogar wenn ich nur 2 Minuten an einem Postschalter stehe, mitten in der Stadt, mitten unter 100en Menschen - und hinter mir dann ein Hase sitzt. Wie es ja tatsächlich war, und ich dann dieses Häschen auch zu mir nahm. Man wird gefunden, manchmal, ob von Hasen oder Freunden oder Ehemännern/frauen :D (die Reihenfolge ist natürlich willkürlich). |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] Die Dinge, die kommen sollen, kommen auch. [/B][/QUOTE] Ich denke, dass "kommen sollen" in diesem Satz ein gehaltloser Begriff ist. Was soll das bedeuten? Die Dinge, die ich mir wünsche? Die Dinge, die gut für mich sind? In keiner dieser Verwendungen wäre der Satz wahr. Denn viele Dinge, die gut für die Betreffenden wären, kommen eben nicht. Menschen verrecken, weil die Heilung nicht kommt, Menschen führen 80 Jahre lang ein banales Leben, weil nie etwas erfüllendes für sie kommt usw. Ich würde sagen, dass "von selbst" relativ wenig kommt. Meist sind es nur die Probleme, die von selbst kommen, während man sich für die guten Sachen ins Zeug legen muss.... und dabei trotzdem noch Glück und vorteilhafte Eigenschaften braucht. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Ich denke, dass "kommen sollen" in diesem Satz ein gehaltloser Begriff ist. Was soll das bedeuten? Die Dinge, die ich mir wünsche? Die Dinge, die gut für mich sind? ---- Nein, sondern das was decay damit aussagte: Dinge, die kommen sollen, ohne eine gut-schlecht-Wertung dabei. [/QUOTE] Ich verstehe trotzdem nicht, was "kommen sollen" bedeutet. "Sollen" ist ein normativer Begriff, der in diesem Zusammenhang einfach keinen Sinn hat. Am Ende bleibt nur "Es kommt, wie es kommt" übrig. Das ist zweifellos richtig, aber nicht immer gut. [quote] Mag ein bisschen hinken, aber ich hoffe es kommt rüber, was ich damit meine - manches, was erstmal als "schlecht" empfunden wird, erweist sich hinterher oft als wahrer Segen.[/quote] Jo, aber es gibt genauso viele umgekehrte Beispiele. Ich kann keine positive Tendenz im menschlichen "Schicksal" erkennen. Das positive erarbeitet man sich meistens. Sozusagen der blödsinnigen Trägheit des Universums abgetrotzt ;) |
| Ronin76 | Es gibt also verschiedene Theorien und Glaubensansätze: 1. Realismus: Man muß für Ziele und Wünsche aktiv sein, und darum kämpfen. Realismus ist die These daß es eine denkunabhängige Wirklichkeit gibt. 2. Monotheismus: Gott wird es schon richten, man muß nur viel beten und Gutes tun. Wenn etwas nicht funktioniert, sind die Wege Gottes unergründlich. 3. Schicksal: Alles ist vorherbestimmt. Es geschieht, wie es kommen muß, der Mensch hat darauf keinen Einfluß. Das würde auch zur Passivität passen. 4. Glück und Aberglauben: Alles unterliegt einem Zufallsfaktor. Der Eine hat Pech, der Andere Glück.Talismane können Schutz verleihen und das Glück zu einem Wenden. 5. Magisches Denken: Durch die Kraft der Gedanken lässt sich das Umfeld und die Zukunft beeinflussen, Wünsche realisieren, Gedanken materialisieren. Interessant ist die Parallele zwischen Beten und magischem Denken. Beides hat mit Wünschen zu tun. |
| Odessa | :) Ein Gebet ist für mich auch nichts, was ich mit "Religion" oder "Gott" in Verbindung bringe. Ich betrachte es eher als Meditation, als Zwiegespräch mit der "Energie" die mich umgibt. Sich wirklich bewußt machen was man möchte, sich darauf mit all seinem Geist konzentrieren, und es dann loslassen... ich glaube Du verstehst was ich meine :-). |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]:) Ein Gebet ist für mich auch nichts, was ich mit "Religion" oder "Gott" in Verbindung bringe. Ich betrachte es eher als Meditation, als Zwiegespräch mit der "Energie" die mich umgibt. Sich wirklich bewußt machen was man möchte, sich darauf mit all seinem Geist konzentrieren, und es dann loslassen... ich glaube Du verstehst was ich meine :-). [/B][/QUOTE] Also so, wie wenn andere Menschen bei großer Wut auf Möbel schlagen, ohne zu glauben, dass die Möbel Schmerz empfinden? ;) |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Passivität führt zu nichts. Wenn man aktiv ist, sind die Chancen größer das man versagt. Deswegen bleiben sie dann als negative Erinnerung haften. Und so enstehen derartige Märchen. Aktiv sein bedeutet nicht nur, dass die Chancen größer sind zu versagen, es bedeutet auch, dass die Chancen größer sind NICHT zu versagen. Wenn man passiv ist hat man keine Chancen. [/B][/QUOTE] Hast du denn Angst vor dem Versagen? Jedenfalls ist alles was zwanghaft ist und/oder von Angst regiert, sowieso ein Anschlag auf die eigene Welt. Somit kann dein Aktionismus dich nicht retten. Schon gar nicht vor dir selbst und deinem strengen Urteil. Manche Menschen übernehmen oft in Ermangelung eines guten Feindes diese Rolle für sich/in sich. Nicht immer zielführend. Man muss auch mal auf etwas warten können. |
| Ewig | Wenn man sucht findet man nicht. Ist eine Weisheit. Allerdings heist es auch "Wer sucht der findet". Es stimmt einfach beides. Es gibt immer 2 Wahrheiten. Ich würde auf den Glauben/die Intuition hören. Manchmal ist suchen schlecht, manchmal ist es gut. |