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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: De tenebrae (über die Dunkelheit)
MephistoXHeyho,
das folgende Gedankenmodell soll einfach nur mal zum nachdenken anregen.
Ich habe einige Punkte (siehe Vordenker) zu neuen Zusammenhängen verknüpft und daraus eine kleine Geschichte gebastelt, die vielleicht ganz lesenswert ist. Des weiteren distanziere ich mich von sämlichen Aussagen, ich würde den kram glauben geschweige denn praktizieren. Das ist jedem selbst überlassen, genauso wie man bei der Bibel sagen kann, dass man ein paar Aspekte für sich persönlich ernst nimmt, aber wiederum dutzende andere nicht.




1) Am Anfang war die Dunkelheit
Am Anfang war die Dunkelheit, ein ewig großes, in alle Richtungen und Dimensionen unendliches Nichts. Die Konsistenz dieser geballten, schwarzen Finsterniss entsprach dem (inoffiziellen) 4. Aggregatszustand (fest/flüssig/gaßförmig/[U]plasma[/U]).
Eine schwarz schimmernde, ewig bestehende Weite, Höhe und Breite, angefüllt mit Dunkelheit.
Die Dunkelheit selbst entsprach einem ewigen Meer, in welchem alles viele Individuuen und ein Wesen gleichzeitig waren.
Ewige Ewigkeiten lang wurde die Ruhe der Finsterniss nicht gestört und jene war gleichzeitig Alles und Nichts.


2) Entstehung des Universums
Doch an einem nicht definierten Zeitpunkt (kann nicht definiert werden, da Zeit in der Ewigkeit keine Bedeutung hat und außerhalb der Ewigkeit auch nur relativ ist), der nach menschlicher Rechnung etwa 14 Milliarden Jahre zurückliegt kam irgendein Hanswurscht auf die Idee, etwas in die ewige Leere zu setzen. Und so entstand das Licht. Denn die Dunkelheit ist nicht, wie viele sagen, das Fehlen von Licht, sondern es verhält sich genau umgekehrt. Da die endlosen weiten der Dunkelheit nur die Dunkelheit selbst verfügten konnte nichts entstehen, das war gut so und alle waren zufrieden ung glücklich. Also kam der Hanswurscht (Gott/Allah/jhwh/ein Puddingmonster etc.) darauf, der Finsterniss die Dunkelheit zu entziehen und dadurch, wie wenn man ein Vakuum erzeugt, das Licht zu erschaffen.
Und das Licht schien in der Finsterniss, und die Finsterniss hat's nicht ergriffen. Zum einen, weil es das aufgregenste Ereigniss seit diversen ewigen Ewigkeiten war, zum anderen weil es scheiß hell war. Eigentlich mochte niemand das Licht, da es die ewige Ruhe und das Nicht-sein unterbrochen hat. Doch Hanswurscht steigerte sich in das Licht so sehr hinein, dass er immer mehr wollte, und gegen den Willen aller das Universum erschuf, das sicht in einem mächtigen 'Urknall' entfaltete und beständige Materie in das sonst so leere Nichts schleuderte. Und so wurde die große Finsterniss verdrängt, was viele nunmehr einzelne Individuen sehr unglücklich machte. Die Finsterniss wurde separiert und musste sich zwischen die Materie fügen.


3) Schöpfulution
Nicht das Hanswurscht damit zufrieden gewesen wäre, so musste er auch noch auf einem ziemlich minderwertigen Planeten eines Sonnensystems im westlichen Spiralarm einer total aus der Mode gekommen Galaxis Leben erzeugen, indem er das Leben vorher plante, und es sich dann, wie ein Computerprogramm, entwickeln ließ.
Und so entstand neben dem Licht und dem Universum noch Gottes größter Fehler: die Menschen! Dazu nam jener sich den Körper eines Affen, peppelte die motorischen und geistigen Fähigkeiten desselben ein wenig auf und nannte es 'Mensch'. Doch fügte er etwas hinzu, das die nunmehr erwachten Individuen teilhaben lassen konnte. Und so begannen einige Seelen sich mit den geistlosen Körpern zu verbinden, sodass die Menschen nun außer Grunzlaute von sich geben und anderen Leuten mit Keulen auf die Birne hauen auch noch Gedichte schreiben konnten. So ist in jedem Menschen heutzutage ein Fragment der einstigen ewigen Dunkelheit, das sich nach dem Verschleiß des Körpers einfach einen neuen Körper sucht, um nicht allein in der Langeweile des Universums sein zu müssen.
Daher ist die Nacht die beste Zeit des Erdentages, denn sie ist mit Dunkelheit durchtränkt. Die Dunkelheit stärkt euch wenn ihr ruht, Mittagsschlaf ermüded nur umso mehr. Die Dunkelheit ist das Element der Seele.


Vordenker:
- ''Wisst Ihr denn nicht, dass Ihr Götter seid?!''
- ''Prope est a te deus, tecum est, intus est.''
- ''Körper sind vergänglich, nur der Geist währt ewig!''
- ''Die Dunkelheit ist nicht das Fehlen von Licht; das Licht ist das Fehlen der Dunkelheit!''
- ''Sehnen wir uns nicht manchmal danach, uns aufzulösen und in die große Leere einzugehen?''




Vernünftige Kommentare erwünsch! Vielleicht habt ihr noch Anregungen oder andere Ideen, oder wollt einfach nur mal erzählen, was Dunkelheit für euch ist. :cool:
Kritiker, Spaßbremsen und gelangweilte Hobbyköche können mir gestohlen bleiben. Danke! :p
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]
Am Anfang war die Dunkelheit, ein ewig großes, in alle Richtungen und Dimensionen unendliches Nichts. Die Konsistenz dieser geballten, schwarzen Finsterniss entsprach dem (inoffiziellen) 4. Aggregatszustand (fest/flüssig/gaßförmig/[U]plasma[/U])... [/B][/QUOTE]

Hm. Es gibt da schon ein paar Punkte, die Du noch etwas ausarbeiten solltest.

Plasma ist zum Beispiel kein Nichts, sondern ein Etwas. Weiß jeder, der einen solchen Fernseher hat. Wenn es nichts wäre, würde es ja auch nichts kosten.
Und was schimmert, ist auch keine schwarze Finsternis. Weil schwarze Finsternis nicht schimmert. Sie ist nur schwarz oder jedenfalls finster. Ob sie schwarz ist, würde man sehen, wenn man sie anleuchtete. Es sei denn, jemand hätte die Gardine nicht ganz zugezogen und durch einen Spalt... aber dann wäre da ein Fenster gewesen, oder?
Und wenn die Dunkelheit schließlich einem Meer entsprach - wo waren dann dessen Küsten? Und wenn es Küsten gehabt hätte, wäre es nicht unendlich gewesen, oder?
- Wieso muss die Finsternis übrigens ruhig gewesen sein? Vielleicht war sie ja auch laut. Vielleicht war gerade ein Volksfest? Karneval im Dunkeln?

Denk nochmal drüber nach. Post tenebras lux.
ArrogantNickIch mag die Dunkelheit, auch wenn ja bekanntlich Trolle in dunklen Erdlöchern leben. Aber es gibt ja auch viele hübsche Geschichten, die sich um sie ranken.

[QUOTE](...) oder wollt einfach nur mal erzählen, was Dunkelheit für euch ist.[/QUOTE]

Au ja! Schlafenszeit - jedenfalls meistens. Aber jetzt bin ich ehrlich gesagt auch froh, dass die dunkle Jahreszeit sich ihrem Ende neigt, denn ich begann schon einen leichten Winterblues zu schieben und das ist gar nicht gut für mein Befinden.

Daher: Dunkelheit ist was nettes, aber Sonnenschein macht auch viel Spaß. Außer den Trollen natürlich. Die freuen sich eher, wenn sie gefüttert werden. Btw. gern geschehen.

Beste Grüße!

:)
NixMöge das Melatonin mit Dir sein, Mischa.
JohnSteedJeder lebt in seiner eigenen Dunkelheit.


Wie soll das "grosse Nichts" gewesen sein, denn es existierte ja scheinbar nicht.
Oder es war ein schwarzes Loch, aber dann wäre es mathematisch auch fragwürdig, denn wie kamen dann die ersten störenden Menschen ins Schwarze.

1) Am Anfang war die Dunkelheit
--->Wir kennen den Aggregatszustand dieser Zeit nicht, wir wissen nicht, ob es eine Vorzeit war oder eben Nichts.
Dann ist die Zeit danach der Beginn des Universums, nicht schon die Zeit der grossen Leere.

Fürs Protokoll: Soweit ich als anti(natur)wissenschaftler dies noch erinnere.....die Physik ist die Lehre der Körper.
Sie kann im Nichts so ncoh nicht eingesetzt haben.
Ergo ist die Zeit vor dem Nichts auch nur wieder Nichts.
NixZeiten haben keinen Aggregatzustand.
Aus Nichts geht kein Universum hervor. Es sei denn, dass Nichts zaubert.
Zeit ist eine physikalische Größe.
MephistoXHm hom, es ging eigentlich mehr um den Inhalt als um die Wissenschaftlichen Daten. Aber im Sinne der Poesie und der Steigerung des Leseflusses werdet ihr mir ja wohl die ein oder andere unwissenschafliche Formulierung verzeihen, oder?^^
Und hier stellt Zeit auch keine physikalische Größe dar, denn irgendwie geht es immer weiter... egal ob es jetzt ein Universum gibt oder ob dasselbe kollabiert und wieder Ruhe herrscht.
Vorher war alles unendlich ewig und hinterher wird es das auch noch sein. Soll heißen: man kann vielleicht Zeitleisten irgendwo anlegen, aber weiß nie welche realen Werte man hat.
Daher ist Zeit eigentlich nur eine Erfindung der Menschheit um es sich ein bischen einfacher zu machen. Die unendliche Ewigkeit widerlegt somit die Zeit als physikalische Größe.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Zeiten haben keinen Aggregatzustand.
Aus Nichts geht kein Universum hervor. Es sei denn, dass Nichts zaubert.
...[/B][/QUOTE]

Das sei dahingestellt.
Wir arbeiten mit Regeln, die das urgeknallte Universum wohl aufgestellt haben muss, jedoch können wir nicht sagen, ob es vorher einfach nur Nichts gab oder eben ein Nichtsuniversum.
Letzteres bedeutet, dass es schon irgendwie strukturiert gewesen sein muss und eben Platzhalter enthielt für das spätere Sein.
Vielleicht war der Begriff Aggregatszustand verwirrend, da ausserhalb eines Physiksaales gebraucht.

Wir können somit also das physikalische Verhalten des Nichts nicht kontrollieren oder bestimmen.

Und...gehört ein Wurmloch zum grossen Nichts oder ist es "nur" verdichtete Materie?

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