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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Die Natur des Geistes
decay73Mir geht es zunächst nicht um Philosophie im eigentlichen Sinne - da sind mir immer zu viele Konzepte.
Mir geht es auch nicht um das, was man in der Schule lernt - die materielle Grundlage des Geistes dürfte allgemein bekannt sein.


[quote][color=crimson]Wenn man nach außen blickt, hin auf die äußere Weite des Himmels,
und dabei keine Projektionen vom Geist ausgesandt werden,
und wenn man nach innen blickt,
hin auf den eigenen Geist, und es dabei keinen Projizierenden gibt,
der [Gedanken] projiziert, indem er sie denkt,
dann wird der eigene Geist, vollkommen frei von begrifflichen Projektionen,
auf lichte Weise klar.
[i](Padmasambhava - bar do thos grol)[/i][/quote][/color]



Mich würde interessieren, wie ihr das Phänomen eures Geistes wahrnehmt, was also ganz subjektiv in euren Augen [i]die Natur des Geistes[/i] ist und wie oder was ihr da seht, was für euch die Qualitäten des Geistes sind.

Wie könnte man das beschreiben?
ScheolFalls ich das hier nicht falsch verstanden habe, die Definition:

Ich definiere den "Geist" nicht als nicht-stoffliches Wesen, sondern im Gehirn des Menschen. Also, die langweilige Geschichte aus Synapsen, Botenstoffen und elektrischen Impulsen. Aber danach hattest du nicht gefragt.

Somit habe ich große Schwierigkeiten zu verstehen, was du jetzt genau besprechen willst. Wenn die materielle Beschaffenheit des Geistes außen vor bleiben soll, wird das für mich schon sehr dünn, praktisch, geht über meinen Horizont. Eine Einleitung von dir, wie du deinen Geist und dessen Natur wahrnimmst, würde mir vielleicht eine Inspiration geben, darauf eine threadentsprechende Antwort zu liefern. :)

Dein Zitat verstehe ich als eine Veranschaulichung des Prozesses, welcher bei Meditation stattfindet. Äh, liege ich richtig?!
Demon17Ich weiß glaub ich was du meinst Decay, zumindest was die Reise in das Innere betrifft, doch was passiert wenn ein System sich selbst beobachtet, ohne ein Bewußstsein zu gebrauchen, das eine Blaupause seiner selbst erstellt? Es löst sich auf, es zerfällt, denn nur durch die Auflösung des Bewußtseins kann die "Projektion" verhindert worden. Wie Du vielleicht bemerkst muß man mehrere Ebenen einführen um das Paradox zu vermeiden. Für mich stellte sich das in Form folgender Projektion meines Geistes dar. Ein Theatervorhang hinter dem ich hunderte von Stimmen murmeln hörte und ich habe ihn nicht geöffnet, denn ich hätte ihn nicht mehr schließen können. Keine Projektion, kein System, kein System keine Persönlichkeit nur noch ein Teil von etwas viel Größerem. Viel Spaß bei der Auflösung.;)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Somit habe ich große Schwierigkeiten zu verstehen, was du jetzt genau besprechen willst. Wenn die materielle Beschaffenheit des Geistes außen vor bleiben soll, wird das für mich schon sehr dünn, praktisch, geht über meinen Horizont. Eine Einleitung von dir, wie du deinen Geist und dessen Natur wahrnimmst, würde mir vielleicht eine Inspiration geben, darauf eine threadentsprechende Antwort zu liefern. :)

Dein Zitat verstehe ich als eine Veranschaulichung des Prozesses, welcher bei Meditation stattfindet. Äh, liege ich richtig?! [/B][/QUOTE]
Vielleicht gibt es nicht viel zu besprechen; eigentlich ging es mir darum, etwas mal die Phantasie spielen zu lassen, um dem Phänomen des Geistes mal etwas näher zu kommen.
Natürlich, die materielle Basis dürfte bekannt sein...Synapsen, feuernde Neuronen und alles, was damit zusammenhängt. Soweit, so „langweilig“, wie du es so schön sagst. :)

Aber das ist eben nicht alles. Nicht alles, was die Neuronen so feuern, gelangt ins Bewusstsein; eigentlich nur das wenigste.
Aber wessen sind wir uns gewahr? Das Gewahrsein scheint mir ein zentraler Punkt zu sein.
Und da geht der Text weiter:
[quote][color=crimson]Wenn man in dieser Wirklichkeit verweilt [die das eigene, unmittelbare Bewusstsein ist], wie könnte man da sagen, man Verstehe die Natur des Geistes nicht?[/color][/quote]
Wenn man also dem, was der Geist produziert und was davon ins Bewusstsein gelangt, gewahr ist, kommt man der Sache schon näher.
Das setzt natürlich mal eine ruhige Minute voraus, in der man versucht zu beobachten, was dabei passiert. Das muß nicht unbedingt Meditation sein, denn wenn man [color=crimson]in dieser Wirklichkeit verweilt, in der es nichts gibt, auf das man meditieren könnte[/color], ist Meditation gar nicht mehr nötig. Es ist ein unmittelbares Gewahrsein, was es einem möglich macht, die Natur des Geistes zu finden.
Aber die Natur des Geistes nicht nicht einfach zu beschreiben, und deshalb bin ich für jede Anregung dankbar, dies mal in ein paar treffende Worte zu fassen.
Diese direkte Qualität des sich dann offenbarenden Gewahrseins, das der Geist selbst ist, was ist das? Es ist m.E. schwer fassbar.
Zunächst einmal ist es ja so, daß die Gedanken spontan und unvorhersehbar kommen (zumindest wenn man sie lediglich beobachtet und nicht durch denken irgendwie fixiert). Nur woher? Man könnte die Analogie eines Flusses bemühen: Die Gedanken kommen von irgendwo weit weg, bleiben kurz im Focus des Bewusstseins und gehen einfach wieder...nur wohin?

Die Gedanken sind flüchtig, spontan und besitzen keine Substanz. Ursachen und Bedingungen kann ich da nicht finden, es sei denn ich konstruiere mir die Gedanken selbst oder mit anderen Worte ganz bewusst. Aber das mache ich ja nicht mit allen Gedanken, bei denen ich mich schon manchmal wundere, woher die nun wieder gekommen sind. Wenn man sie einfach mal lässt, wie sie sind, ohne an ihnen rumzumanipulieren und ohne sie weiterzudenken, dann weiß man, daß da Gedanken sind, aber man merkt, wie lächerlich Gedanken eigentlich sind, wie sie da wie Wolken am Himmel im Geist abhängen oder auch rumflitzen. ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich weiß glaub ich was du meinst Decay, zumindest was die Reise in das Innere betrifft, doch was passiert wenn ein System sich selbst beobachtet, ohne ein Bewußstsein zu gebrauchen, das eine Blaupause seiner selbst erstellt? Es löst sich auf, es zerfällt, denn nur durch die Auflösung des Bewußtseins kann die "Projektion" verhindert worden. [/B][/QUOTE]
Ja! Vielleicht ist es so.
Das schöne am Menschen ist doch, daß er sich seiner selbst gewahr ist. Vielleicht ist ja eben unser Bewusstsein ein Teil einer größeren Einheit, einem Sammelbecken sämtlicher Eindrücke von allen. In letzter Zeit scheint mir immer mehr ins Bewusstsein zu gelangen, daß wir doch irgendwie alle zusammenhängen müssen. Gerade im Zuge der Globalisierung merken wir doch, daß wir ohne die anderen Menschen auf der anderen Seite der Erde gar niht mehr existieren können, wie wir es gewohnt sind. Wir merken doch, daß uns das, was anderen passiert, doch irgendwie angeht.
Vielleicht ist es ja notwendig, seine Persönlichkeit aufzulösen, oder besser gesagt, aufgehen zu lassen.
Es ist interessanterweise auch so, daß durch Meditation der Sinn dafür geschärft wird, warum auch immer.

Jedenfalls halte ich es in diesem Zusammenhang für wichtig zu erkennen, wie das mit dem Geist funktioniert...er scheint grundlegend zu sein... :)
MephistoXGibt ja anscheinend immer öfter solche Schreibsuchtis, die ihre tägliche Dosis an geschriebenen Zeilen brauchen. :D
Für meine Auffassung von 'Geist' brauch ich hier keine 1000 Zeilen zu schreiben:

mein Geist = Ich

Ich = alles, was [U]mich[/U] in allen Ewigkeiten definiert hat, definiert und definieren wird
(selbst dann noch wenn wir den Himmel bis auf die Grundmauern niedergebrannt haben)

mein Körper = Medium, mit dem ich auf der Erde rumlaufe, nichts was mich selbst wirklich definiert und von daher ersetzlich.



Oder um Goethe zu zitieren:

Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Besser hätte ich dass auch nicht ausdrücken können. ;)
Demon17[QUOTE]Vielleicht ist ja eben unser Bewusstsein ein Teil einer größeren Einheit, einem Sammelbecken sämtlicher Eindrücke von allen.[/QUOTE] Die Momente, die mir eine Ahnung davon vermittelten zählen für mich immer noch zu den spirituellen Hochgenüssen. Selbst Gothic konnte mal eine Ahnung davon vermitteln, aber es gibt viele Wege auf der ganzen Welt ... Damals als ich alles mögliche hörte, fand ich es auf Zen-Buddhistischen Meditationsscheiben und in traditionellen marokanischen Gesängen, bei Edgar Froese und Tangerine Dream, einem Orchester für Papiertrompeten eines Wiener Irrenhauses und in mir selbst. Nur schade das die Welt uns immer wieder abstumpft. (Mich jedenfalls.)
JohnSteedAha!

Und wir, die Menschen,also die Bewohner von Ballungsräumen, Kloaken und Smogzonen sind von selber drauf gekommen?

Auf den Geist?

Es ist alles nur geliehen.
ScheolDa ich vermutlich wenig Hilfreiches schreiben kann, da ich, anders als früher, keine spirituelle Ader mehr besitze, so habe ich einen Gedankenstrom der vielleicht den ein oder anderen Hook hat. Wenn nicht, auch nicht schlimm. :)

Geist. Also, das betrachten des ungefilterten Ichs. Ohne Gedankenkontrolle, der Urzustand des Seins. Wenn wir das in einen visuellen Rahmen packen wollen, nur, um es irgendwie greifbar zu machen, dann kämen wir auf den eigenen Urzustand zu. Das ist aber nicht das kleine, innere Kind, welches gerne als Metapher in Trick- oder Realfilmen genommen wird. Es müsste weiter zurück gehen. Da der Urzustand das Chaos ist, müsste auch der eigene Urzustand ein Teil des Chaos' sein. Sozusagen, ist das eigene Ich, welches später ein Bewusstsein erlangt, extrahiert aus dem Chaos und verselbstständigt sich, ohne die Verbindung zum größeren Ganzen zu verlieren. Das Chaos ist in seinem Urzustand das Nichts. Sollten wir uns also ungefiltert betrachten, in unserem Urzustand, sähen wir das Nichts. Nirwana.

Denkfehler sind meiner Kreativität geschuldet. :D

[QUOTE]Es löst sich auf, es zerfällt, denn nur durch die Auflösung des Bewußtseins kann die "Projektion" verhindert worden.[/QUOTE]

Das klingt ja schon fast nach Heißenberg. ;)

Eine Beobachtung ohne Projektion wäre dann möglich, wenn man keine Informationen dabei verarbeitet. D.h. weder hört, sieht, schmeckt oder sich erinnert/gesehenes speichert. Dementsprechend wäre man nicht bei Bewusstsein. Ja, man bräuchte mehrere Ebenen. Eine unabhängige Dimension, die keinerlei Verbindung zu derjenigen hätte, welche man beobachten möchte. Damit man sie aber beobachten kann, braucht man zumindest eine visuelle oder emotionale Verbindung weil sonst die "Leitung tot ist". Also, eine Empfänger-Dimension die nicht "sendet". Wäre sowas möglich?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]...dann kämen wir auf den eigenen Urzustand zu. Das ist aber nicht das kleine, innere Kind, welches gerne als Metapher in Trick- oder Realfilmen genommen wird. Es müsste weiter zurück gehen. Da der Urzustand das Chaos ist, müsste auch der eigene Urzustand ein Teil des Chaos' sein. Sozusagen, ist das eigene Ich, welches später ein Bewusstsein erlangt, extrahiert aus dem Chaos und verselbstständigt sich, ohne die Verbindung zum größeren Ganzen zu verlieren. Das Chaos ist in seinem Urzustand das Nichts. Sollten wir uns also ungefiltert betrachten, in unserem Urzustand, sähen wir das Nichts. Nirwana.[/b][/quote]
Das ist ein sehr guter Gedanke!
Aus dem Chaos macht das Bewusstsein etwas brauchbares. Es kondensiert sozusagen eine Existenz aus dem Chaos. Wir treten aus dem Meer des ungeordneten Chaos ein in das Leben als bewusstes Wesen.

Abgesehen davon: was heißt denn Nichts? Nichts in dem Sinne, wie du es gebraucht hast, ist nicht nichts. Das Nichts ist eben auch Alles. Es ist die Grundlage, aus der alles entsteht. Es ist die gesamte Potentialität und alles was daraus entsteht ist im ständigen Wandel. Man sagt auch, es ist "frei von Dauerhaftigkeit und Nicht-Existenz".

[b][quote]Eine Beobachtung ohne Projektion wäre dann möglich, wenn man keine Informationen dabei verarbeitet. D.h. weder hört, sieht, schmeckt oder sich erinnert/gesehenes speichert. Dementsprechend wäre man nicht bei Bewusstsein. Ja, man bräuchte mehrere Ebenen. Eine unabhängige Dimension, die keinerlei Verbindung zu derjenigen hätte, welche man beobachten möchte.[/b][/quote]
...und da kommen dann die Theorien (z.B. die von Burkhard Heim) einer mehrdimensionalen Wirklichkeit ins Spiel. Hier könnte ich mir das also vorstellen, daß es dort auch Dimensionen gibt, die dies ermöglichen würden.
Demon17[Quote]...und da kommen dann die Theorien (z.B. die von Burkhard Heim) einer mehrdimensionalen Wirklichkeit ins Spiel. Hier könnte ich mir das also vorstellen, daß es dort auch Dimensionen gibt, die dies ermöglichen würden.[/QUOTE]

Das wiederum ist paradox, eine Beobachtung kann nur anhand der internen Strukturen eines Systems stattfinden. Sie ist in erster Linie Informationsverarbeitung. Eine komplexe Beobachtung, wie zum Beispiel das Betrachten eines Bildes ist ein längerer aktiver Vorgang, bei dem die Informationen die internen Strukuren des Beobachters verändern und es Aufgrund dieser Veränderung zu einer Veränderung der Beobachtung kommt. Das System kann also nur durch die Ausdifferenzierung neuer Strukturen seine Wahrnehmung verändern, insofern ist der Versuch Strukturen auszudifferenzieren um zu einer undifferenzierten Beobachtung zu gelangen paradox.

Ich denke der typisch westliche Weg den Buddhismus und ähnliche meditativ religiöse Ansätze mit dem Verstand zu begreifen ist insofern fehlgeleitet. Es geht bei diesen Ansätzen meistens um eine Veränderung der Person durch eine Reorganisation interner Strukturen durch nonverbale Selbstreflexion. Die Erkenntnis, das Worte nur unzureichende Hilfsmittel für die zwischenmenschliche Informationsvermittlung sind, das sie immer eine verzerrte Sichtweise implizieren, da die Darstellung der Realität nowendigerweise selektiv bleibt beschäftigt nun seit Jahrhunderten den deutschen Idealismus (Kant, Hegel et. al.) und wird sich mit noch so vielen Worte nicht ändern lassen. Die Erkenntnis, das diese notwendigerweise verzerrten Darstellungen der Realität die Menschen prägen und eine intuitive, wortlose Selbstreflexion eine Möglichkeit zur Emanzipation vom Lärm der Welt darstellt, ist vermutlich ebenso alt, wie die Entwicklung der Sprache. Sie relativiert, beruhigt und fördert die Toleranz, allerdings auch die Apathie.
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Mich würde interessieren, wie ihr das Phänomen eures Geistes wahrnehmt, was also ganz subjektiv in euren Augen [i]die Natur des Geistes[/i] ist und wie oder was ihr da seht, was für euch die Qualitäten des Geistes sind. [/B][/QUOTE]

Ich versuch's mal in Ebenen zu erklären ...

1. Körper (das Äußere, Außenwelt)
2. Geist (Innenwelt, Kreuzpunkt von Außenwelt und dem Wesen, Gedanken)
3. Seele (allumfassendes und eigenes Wesen, das Grundsätzliche)

Ich finde, das läßt sich nicht voneinander trennen. Geist ... ist für mich in gewisser Weise der innere Kreuzpunkt der Welten, an dem sich Außenwelt und Wesen begegnen, die Gedankenwelt ist das Ergebnis dieser Begegnung. Mein Geist/meine Gedanken sind jedoch mit der Beschaffenheit meines Wesens eng verbandelt und dementsprechend nehme ich auch die Außenwelt wahr. Geist hat meinem Empfinden nach keine Form, Geist ist zunächst wie Äther. Jedoch kann Geist (Theorie) Formen annehmen, indem ich praktiziere. Was ich da sehe? Sehen mehr oder weniger, meist eher emfpinde ... oft sehe ich Bilder, empfinde aber auch Klarheit, Unruhe, Verwirrung, Chaos, Erkenntnis, Beurteilung, Logik, Vernunft usw. Geistige Erschöpfungszustände fallen mir noch ein. Dann strömt mehr auf mich ein, als ich geistig/gedanklich verarbeiten kann.

Doch gibt es auch den Zustand, wo mein Geist zur Ruhe kommt, nämlich in der Meditation. Dabei findet die Rückkehr zum Wesentlichen statt. Dann schwindet die Gedankenwelt, löst sich regelrecht auf, es hört zu quasseln auf, Bilder verschwinden.

Meinen Geist kann ich belauschen, wie Du Decay schon sagtest, das ist Gewahrsein ... ein interessiertes, jedoch gedankenloses, bewertungsfreies Beobachten und Hinhören, reine Hingabe.

Gute Frage ... was ist Nichts? Unter nichts verstehe ich die Abwesenheit von allem.
ScheolIch möchte mir noch ein bisschen Zeit nehmen darüber nachzudenken. Eines möchte ich aber mal in den Raum werfen:

[QUOTE]Gute Frage ... was ist Nichts? Unter nichts verstehe ich die Abwesenheit von allem.[/QUOTE]

Das Wort "Nichts" ist deswegen falsch assoziiert, weil es mehrere Ebenen hat, welche meist vermischt werden.
Auf der einen Seite ist es die Abwesenheit von Allem.
Auf der anderen Seite, im theoretischen, ist es ein Urquell aus einem Stoff, den wir in seiner Beschaffenheit nicht beschreiben können.
Ich denke, worauf Decay73 vllt. auch hinauswollte, dass das Nichts wie eine Art Gebärmutter fungiert. Das Weltall muß laut Berechnungen aus mindestens 72% dunkler Materie bestehen, damit die Körper sich so verhalten, wie sie es momentan tun.
Der Begriff ist deswegen gewählt, weil wir die Beschaffenheit dieser Materie nicht messen können. Wir wissen also "nichts" darüber. Nur, dass es sie geben muß (sollte), da sonst unsere Theorie über Schwerkraft etc. fehlerhaft wäre.

Demnach gibt es ein Material, welches in Hinblick auf unsere momentane Messtechnik, nicht-stofflich ist. Das wäre das Nichts.
Der Inhalt der gesamten Informationen, das Chaos in dem irgendwann eine Reaktion stattfindet, die es Molekülen und Atomen ermöglicht, sich zu extrahieren und eine Materie bilden zu können, welche uns bekannt ist. Alles nur Theorie. Aber äußerst wahrscheinlich, natürlich nur im Rahmen der heutigen Kenntnisse.
MephistoXWas dann wieder auf die Komplikationen der Sprache zurückzuführen ist.

Statt 'nichts' könnte man auch 'keins' sagen, und statt 'das Nichts' einfach 'die Leere'. (was die Abwesenheit von stofflicher, aber nicht geistiger, Materie ebensogut beschreibt.)
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Was dann wieder auf die Komplikationen der Sprache zurückzuführen ist.

Statt 'nichts' könnte man auch 'keins' sagen, und statt 'das Nichts' einfach 'die Leere'. (was die Abwesenheit von stofflicher, aber nicht geistiger, Materie ebensogut beschreibt.) [/B][/QUOTE]
Gibt es Geist ohne Materie? Schließlich ist der menschliche Geist naturwissenschaftlich gesehen nichts anderes als biochemische Prozesse eines Organs mit einer durchnittlichen Lebensdauer von 80 Jahren.
MephistoX*Wrrp* Leider falsch, aber verleugnet ruhig euer wahres Wesen.
Und den Geist auch noch 'menschlich' zu nennen ist die größte Beleidigung von allen. Der Mensch ist der Körper ohne Seele, so wie er von Gott erschaffen wurde. Eine Fehlproduktion der mir suspekten und verhassten Marke 'Gott & Co.' !
Gemessen an sämtlichen Ewigkeiten werden stoffliche Medien, wie auch der menschliche Körper, belanglos.
Scheol[QUOTE]*Wrrp* Leider falsch, aber verleugnet ruhig euer wahres Wesen.[/QUOTE]

Beweise!

[QUOTE] Eine Fehlproduktion der mir suspekten und verhassten Marke 'Gott & Co.' ![/QUOTE]

eieieieiei

[QUOTE]Gibt es Geist ohne Materie? Schließlich ist der menschliche Geist naturwissenschaftlich gesehen nichts anderes als biochemische Prozesse eines Organs mit einer durchnittlichen Lebensdauer von 80 Jahren.[/QUOTE]

Nun ja, wenn wir von der Theorie ausgehen, dass wir alle aus der selben Ursuppe entstanden sind, und es ein "Bewusstsein" gibt, das enger mit jener in Verbindung steht als dein fleischlicher Körper, dann gäbe es Geist der nicht aus Materie besteht, wie wir sie kennen. Ohne Materie, an die er sich binden kann, wäre er jedoch aufgelöst und wieder der Ursuppe zugeführt.

Ach je, das klingt alles so hoch theoretisch. Aber alle mal besser als:

[QUOTE]Gemessen an sämtlichen Ewigkeiten werden stoffliche Medien, wie auch der menschliche Körper, belanglos.[/QUOTE]

Und wir fliegen alle als Geistwesen durch das weite All und verfluchen Gott für seine Missetaten und Naivität. Joa mei, dann isses halt soooo....
Demon17[QUOTE]Nun ja, wenn wir von der Theorie ausgehen, dass wir alle aus der selben Ursuppe entstanden sind, und es ein "Bewusstsein" gibt, das enger mit jener in Verbindung steht als dein fleischlicher Körper, dann gäbe es Geist der nicht aus Materie besteht, wie wir sie kennen. Ohne Materie, an die er sich binden kann, wäre er jedoch aufgelöst und wieder der Ursuppe zugeführt.

[/QUOTE] Das Problem dabei ist ja, dass nach unserem Wissen der Geist nur in hochkomplexen spezialisierten Strukturen entsteht, die aus der Ursuppe ausdifferenziert wurden. Merkst Du worauf ich hnaus will? In Decays Ansatz geht es ja um Entdifferenzierung. Im Grunde ist diese Entdifferenzierung ja das nichts. Denn wo keine Wahrnehmung existiert kann auch kein Sein wahrgenommen werden.
ScheolDu redest von Biochemie. Das ist auch mein Gedankenmodell dazu. Ich wollte mich auf das Spiel der Entdifferenzierung einlassen, da es spannend ist, auch mal gedanklich Wege zu gehen, die einem selbst in der eigenen Haltung widersprechen.

Decay hat ja im Eingangspost die biochemischen Ursachen ausgeklammert und sucht einen Weg, einen nicht greifbaren Gedanken greifbar zu machen. Erscheint unmöglich, aber man kann es doch versuchen. :)
bradógDunkle Materie ist nicht nichts, denn da ist dunkle Materie. Mit nichts meinte ich wirklich nichts. Von nichts kommt nichts ...
Auch Leere bedeutet nicht unbedingt nichts, denn was leer zu sein scheint, muß nicht leer sein. Ein leeres Glas ist gefüllt mit Sauerstoff.

Was den Geist und die sogenannten Biochemie angeht ... das halte ich lediglich für Vermutungen. Nur weil man Gehirnströme auf irgendeine Art messen kann, Gehirnareale, Synapsen usw. gefunden haben soll, heißt das noch lange nicht, daß dies der Weisheit letzter Schluß ist. Es kann auch nur der absolute Anfang der Fahnenstange sein.

Da ist einerseits die Wissenschaft und der Verstand, mit beidem wird das Unerklärliche zu erklären versucht. Wir nehmen als Menschen jedoch das wahr, was unserem Wesen entspricht und unsere Sinne ermöglichen. Wären wir anders gestrickt, würden wir möglicherweise alles anders, viel mehr oder viel weniger sehen.

Die Frage ist, ob der Geist ein rein menschlicher Geist ist oder Bestandteil eines universellen Geistes. Wir wissen es definitiv nicht und können auch hier nur erahnen.

Der typisch westliche Weg des Buddhismus zeigt, daß die westliche Welt auf ihre spezielle Art an die Thematik herangeht, nämlich - wie Demon es schrieb - hauptsächlich verstandesmäßig. Um den östlichen Weg nachvollziehen zu können, ist es notwendig, sich mit Haut und Haar auf diesen Weg zu begeben und da spielt Verstand keine Rolle, sondern stellt eher ein Hindernis dar. Es gibt Dinge, die sind mit Worten nicht erklär- bzw. vermittelbar.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Statt 'nichts' könnte man auch 'keins' sagen, und statt 'das Nichts' einfach 'die Leere'. (was die Abwesenheit von stofflicher, aber nicht geistiger, Materie ebensogut beschreibt.) [/B][/QUOTE]

Das finde ich ja auch interessant. Leere, auf Sanskrit "shunya", bezeichnet auch die Null. Die Null ist auch substanzlos, hat keinen Eigenwert, aber wenn man eine Null hinter eine eins schreibt, kann das große Unterschiede machen. Es ist ja nicht egal, ob man 10 Euro oder 10.000 Euro im Lotto gewonnen hat. Von der Zahl her sind aber nur drei Nullen (drei mal nichts) hinzugekommen.

Also: Man fügt Nichts hinzu, erhält aber viel mehr. Das ist das Wesen von Nichts.

@Demon:

"Unserem Wissen" nach mag das so sein. Aber was wissen wir schon?
Wenn unser Bewusstsein nur ein Teil einer größeren Einheit ist, die sich außerhalb von uns befindet, ist vielleicht auch unser Geist nur ein Teil dieser größeren Einheit, die wir aber nicht direkt wahrnehmen können. Oder man kann auch sagen, daß das Universum bewusst ist, weil bewusste Wesen darin leben und damit ein Teil des Universums und auch des Bewusstseins sind.
Wenn Heim sagt, daß es mehrere Dimensionen gibt (und das hat er mathematisch hergeleitet), dann ist da auch eine Dimension, die "einfach nur" Information ist. Die Dimensionen X1-6 sind materiell, die höheren Dimensionen sind nichtmateriell. Und es gibt da eben noch höhere Dimensionen (bezeichnet mit G), die das "göttliche" beschreibt. Gott allerdings nicht in dem bekannten Sinne, daß da etwas oder jemand wäre, sondern Gott als Prinzip einer höheren, nichtmateriellen Ordnung...und diese Ordnung nimmt wahr und damit kann auch das Sein existieren. ;)

Was wäre also, wenn man das Universum als Gesamtorganismus betrachtet?

Nachtrag zu Burkhard Heim (sein Modell mehrerer Dimensionen):
[IMG]http://www.mental-ray.de/Mental-Ray/Energie/bioinfo1.gif[/IMG]
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]

Das finde ich ja auch interessant. Leere, auf Sanskrit "shunya", bezeichnet auch die Null. Die Null ist auch substanzlos, hat keinen Eigenwert, aber wenn man eine Null hinter eine eins schreibt, kann das große Unterschiede machen. Es ist ja nicht egal, ob man 10 Euro oder 10.000 Euro im Lotto gewonnen hat. Von der Zahl her sind aber nur drei Nullen (drei mal nichts) hinzugekommen.[/QUOTE]

Ja, ja, die Menschen kann man in 10 Gruppen einteilen: die, die den Binärcode verstehen und die, die ihn nicht verstehen.
(Auch wenn du diese Phrase jetzt doof finden magst, löst sie denke ich das Rätsel ;))
Eigentlich müsstest du es auch anders herum betrachten, da ist drei mal nichts und nun ist "ein mal tausend" hinzugekommen :)

@Heim-Theorie: Mag sein, dass es viele Dimensionen in Rechnungen gibt, nur nehmen wir nur vier davon wahr. In der Stringtheorie z.B. leben die Strings mathematisch in 10 bzw. 11 Dimensionen, wohlgemerkt, mathematisch, da wir unserem jetzigen Kenntnisstand aber in vier Raumzeitdimensionen leben, müssen die übrigen Dimensionen auf vier reduziert werden, das nennt man Kompaktifizierung und ist eine streng mathematische Vorgehensweise.
Heim rechnet also in 12 Dimensionen und gibt diesen willkürlich Bedeutungen, die er nicht empirisch nachweisen kann. Na herzlichen Glückwünsch.
Demon17@ Decay,

[Quote]Wenn Heim sagt, daß es mehrere Dimensionen gibt (und das hat er mathematisch hergeleitet), dann ist da auch eine Dimension, die "einfach nur" Information ist. Die Dimensionen X1-6 sind materiell, die höheren Dimensionen sind nichtmateriell. Und es gibt da eben noch höhere Dimensionen (bezeichnet mit G), die das "göttliche" beschreibt. Gott allerdings nicht in dem bekannten Sinne, daß da etwas oder jemand wäre, sondern Gott als Prinzip einer höheren, nichtmateriellen Ordnung...und diese Ordnung nimmt wahr und damit kann auch das Sein existieren. [/Quote]

Dimensionen sind doch nur ein Konstrukt um die menschliche Wahrnehmung zu differenzieren bzw. zu erweitern. Die Physiker haben 19 und mehr. Alles Krücken, weil wir nur Differenzen wahrnehmen, Unterschiede, die den Blick auf die Einheit verstellen, dessen Teil wir sind. Ich habe das mal in einigen Momenten gespürt. Es gab mir das Gefühl von Geborgenheit und die Ahnung, das das Ende der irdischen Existenz keine Katastrophe ist, nur ein Übergang. Aber das kann natürlich auch alles nur Illusion sein. Ich weiß nur eines, das Göttliche werden wir nie zutreffend beschreiben können. Ich finde manchnal einen Hauch davon in der Kunst, aber nie in den Religionen. Jedenfalls nicht in ihren Prosatexten.
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17[/i]

Dimensionen sind doch nur ein Konstrukt um die menschliche Wahrnehmung zu differenzieren bzw. zu erweitern.[/QUOTE]

Im Grunde nur ein Begriff um Dinge verschiedener Art zu unterscheiden: Farben, Größen, Gerüche und so weiter. Aber der Begriff hört sich so schön abgehoben an, so dass da gerne abstruse Dinge rein interpretiert werden.


[QUOTE]Die Physiker haben 19 und mehr. [/QUOTE]

Wieso 19?

[QUOTE]Alles Krücken, weil wir nur Differenzen wahrnehmen, Unterschiede, die den Blick auf die Einheit verstellen, dessen Teil wir sind.[/QUOTE]

Wie meinst du das genau?
Demon17[Quote]Wieso 19?[/Quote]

Das hängt von der jeweiligen Theorie ab, mit der versucht wird sämtliche bekannte physikalische Phänomene zu erklären.



[QUOTE]Wie meinst du das genau?[/QUOTE] Unsere gesamte Wahrnehmung und unser gesamtes Denken beruht auf Differenzen. Wir erkennen Dinge aufgrund von Unterschieden, unsere Sprache ist geprägt von Dichotomien. Es reicht bestenfalls zu komplexen Konstrukten hunderter ja tausender Differenzen. Was ist ein Buch? Eine Ansammlung von 26 Buchstaben in tausenden verschiedenen Kombinationen. Wie sollen wir die Einheit des Kosmos verstehen, wenn wir alles differenzieren? Wenn wir differenzieren müssen um zu erkennen?
MephistoX@Scheol:
Dann träum halt weiter deinen Traum von einer heilen Welt.
:rolleyes:


@decay73:
Ohne Differenzierung von Subjektivität und Objektivität wird sowas das was.

Die Sachen, die er aufgrund seiner Wahrnehmung zuordnen kann, wie Zeit und Raum, würde jemand anderes, der andere Wahrnehmungsfilter oder Denksweisen hat auch anders zuordnen.

Die 'geometrischen Dimensionen' sollten nicht mit den Dimensionen verwechselt werden, von denen wir hier Sprechen.
Ein gewaltiger Fehler bei der Namensgebung. X#Y#Z würde ich eher 'Räumlichkeiten' nennen, als 'Dimensionen'.

Es gibt Tiere, die zB. nicht dreiräumlich sehen, sondern nur zweiräumlich. Versuch mal ein solches Tier von der Existenz der dreiräumlichen Wahrnehmung zu überzeugen. Es wird dir nicht glauben, dass seine Welt nicht so ist, wie es sie kennt.

Die Zeit als vierte Dimension? Abgelehnt.
Grund: Nichtexistenz der Zeit als physikalische oder sonstwelche Größe. Die Zeit ist nur ein Produkt der menschlichen Fantasie. Guckt euch die Tiere an: Kümmern die sich nen feuchten Dreck darum, welches Jahr wir haben, oder wie spät es ist?
Tiere brauchen keine Uhren, weil sie die Zeit als solche garnicht kennen. Die Zeit ist eine Lüge, genau so wie die 'Gnade' des Christentums und wie die Erfindung des vierfachen XXL-Sandwiches mit Tomaten und Zimtguss.


@Demon17:
19 Dimensionen? Abgeleht.
Grund:
Es kann nur eine geben, und die nennt sich 'von-paranormalen-Wissenschaftsfutzis-im-Ghostbuster-Kostüm-,die-von-19-Dimensionen-reden,-gefürchtete REALITÄT!

Hier noch schnell ein Kochrezept:
Zutaten für 4 Portionen:
400 g Fischfilet, (Limandes)
1 Bund Basilikum, frisch
Salz und Pfeffer
1 Zitrone, Saft davon
6 EL Olivenöl
40 g Pinienkerne
500 g Spargel, weiß
500 g Spargel, grün
etwas Gemüsefond
2 Lauchzwiebeln
etwas Butter

Zubereitung:
Limandesfilets abbrausen und trocken tupfen.
Basilikum, waschen, trocken schütteln und bis auf ein paar Blättchen, die zur Deko übrigbleiben sollen, in Streifen schneiden.
Einen Teller (oder Gratinform) mit Basilikum auslegen, Fischfilets leicht mit Salz u. Pfeffer würzen und drauf legen.
Zitronensaft mit 5 EL Öl vermischen, über die Filets gießen und ca. 1 Stunde im Kühlschrank marinieren.
Inzwischen weißen Spargel schälen, grünen nur im unteren Drittel schälen, Enden abschneiden und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.
Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
Ofen auf ca. 190° (Umluft) vorheizen.
Spargel in Öl-Butter-Mischung anbraten - erst den grünen, dann entnehmen, dann den weißen. Mit etwas Gemüsefond angießen, leicht salzen und ca. 10 - 15 min garen - der Spargel soll noch Biss haben. Etwa 5 min vor Ende der Garzeit den grünen Spargel zugeben. Die Garzeit des Spargels hängt von persönlichem Geschmack ab.
Mit den Lauchzwiebelringen bestreuen.
Eine ofenfeste Form mit dem restlichen Öl einfetten, die Filets aus der Marinade nehmen, Basilikum abstreifen und die Filets ohne Marinade ca. 5 min im Ofen garen.
Marinade samt Basilikum auf den Filets verteilen und weitere 2 bis 3 min garen.
Inzwischen die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten.
Filets auf vorgewärmte Teller verteilen, Marinade drübergeben und mit Pinienkernen bestreuen.
Den gebratenen Spargel dazu anrichten und mit den übrigen Basilikumblättchen garnieren.

Als Zwischengang im Menü reicht die halbe Menge.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Mir geht es zunächst nicht um Philosophie im eigentlichen Sinne - da sind mir immer zu viele Konzepte.
Mir geht es auch nicht um das, was man in der Schule lernt - die materielle Grundlage des Geistes dürfte allgemein bekannt sein.


[/color]



Mich würde interessieren, wie ihr das Phänomen eures Geistes wahrnehmt, was also ganz subjektiv in euren Augen [i]die Natur des Geistes[/i] ist und wie oder was ihr da seht, was für euch die Qualitäten des Geistes sind.

Wie könnte man das beschreiben? [/B][/QUOTE]

Der menschliche Geist steckt zwischen den Ohren, wiegt rund 1200 bis 1400 Gramm und quittiert (spätestens) mit dem Tod seinen Dienst.

Für alles weitere konsultieren Sie ein neurowissenschaftliches Lehrbuch und keine esoterische Volksverarschung.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]@decay73:
Ohne Differenzierung von Subjektivität und Objektivität wird sowas das was.[/b][/quote]
Hmm?
Also die Trennung von Subjekt und Objekt ist ein grundsätzliches Problem. Kann Mensch eigentlich nicht machen. Mensch ist immer der Beobachter und die Beobachtung beeinflusst das Ergebnis, auch, wenn die Beobachtung indirekt geschieht. Wie war das noch mit Schrödingers Katze? ;)

[b][quote]Die Sachen, die er aufgrund seiner Wahrnehmung zuordnen kann, wie Zeit und Raum, würde jemand anderes, der andere Wahrnehmungsfilter oder Denksweisen hat auch anders zuordnen.[/b][/quote]
Genau. Deshalb kann man auch sagen: Alles ist Geist. Und um die Natur dieses Geistes geht es hier ja. :)

[b][quote]Die 'geometrischen Dimensionen' sollten nicht mit den Dimensionen verwechselt werden, von denen wir hier Sprechen.
Ein gewaltiger Fehler bei der Namensgebung. X#Y#Z würde ich eher 'Räumlichkeiten' nennen, als 'Dimensionen'. [/b][/quote]
Aber die Raumkoordinaten [i]sind[/i] Dimensionen. Wie auch immer, bin ja kein Physiker, aber wer mag, kann mal [url=http://www.youtube.com/watch?v=VblEmaYrsf0&NR=1]hier[/url] schauen bzw. hören. ;)

[b][quote]Es gibt Tiere, die zB. nicht dreiräumlich sehen, sondern nur zweiräumlich. Versuch mal ein solches Tier von der Existenz der dreiräumlichen Wahrnehmung zu überzeugen. Es wird dir nicht glauben, dass seine Welt nicht so ist, wie es sie kennt.[/b][/quote]
Zum Glück sind wir Mensch, also ein besonderes, erkenntnisfähiges und phantasiebegabtes Tier.
Wir können uns Theorien zu weiteren Dimensionen auf Basis der abstrakten Mathematik basteln und sie vielleicht so interpretieren, daß man sich was drunter vorstellen kann.

[b][quote]Die Zeit als vierte Dimension? Abgelehnt.
Grund: Nichtexistenz der Zeit als physikalische oder sonstwelche Größe. Die Zeit ist nur ein Produkt der menschlichen Fantasie. Guckt euch die Tiere an: Kümmern die sich nen feuchten Dreck darum, welches Jahr wir haben, oder wie spät es ist?[/b][/quote]
Mann kann durchaus so argumentieren, daß "unsere" Zeiten wie Vergangenheit und Zukunft alle in genau diesem Moment existieren. Alles ist im Hier und Jetzt bereits vorhanden.

:)
MephistoX@decay73:
Mer kann sich auch en Loch in die Kniescheibe bohren, mit Blei auffüllen und solange drehen bis man Radioempfang hat.
Dannach kann man sich als Radio bezeichnen und sich selbst über Ebay verkaufen.

Koordnaten sind Räumlichkeiten, keine Dimensionen.
Oh, Übel der menschlichen Sprachen! Eine andere Bezeichnung ,die so dringend benötigt wird, ist noch nicht gefunden worden. (bzw. das schon, bloß sind alle zu blöd dafür, es 'Räumlichkeit' zu nennen!)

Es mag der Tag kommen, an dem ich eure arithmetische und schein-logische Mathematik in die Tonne kloppen werde.
Man kann soviel ansetzten wie es will, doch keiner dieser Ansätze führt zum Ziel. Wenn demnächst ein ungewöhnlicher Mensch zu dir kommt und dir sagt, dass er vierräumlich sieht (oder nenn es halt vierdimensional) und behauptet, dass alle Gebäude deiner Stadt Diagonal stehen und rose Punkte haben, während sie das aus deiner Sicht nicht tun, wem würdest du dann mehr glauben?

Und 'Zeit' gibt es nicht. Irgendwann muss doch jeder Mensch sehen, wo er bleibt. Solange die Menschheit existiert gibt es nur die Vorstellung von 'Zeit', aber sie existiert nicht wirklich!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Wenn demnächst ein ungewöhnlicher Mensch zu dir kommt und dir sagt, dass er vierräumlich sieht (oder nenn es halt vierdimensional) und behauptet, dass alle Gebäude deiner Stadt Diagonal stehen und rose Punkte haben, während sie das aus deiner Sicht nicht tun, wem würdest du dann mehr glauben? [/B][/QUOTE]
Das fände ich durchaus interessant! Da ich eh davon ausgehe, daß andere Menschen anders wahrnehmen, wäre es spannend, mal davon zu hören. Und streiten, wer Recht hat, würde ich dann prinzipiell eh nicht, wenn er es einigermaßen glaubwürdig rüberbringt. ;)
decay73Zu dem Problem der Dimensionen:
Es ist natürlich zunchst zu klären, was man darunter versteht. Man kann Dimensionen als „Freiheitsgrade“ definieren. Der Raum besteht aus 3 Dimensionen X, Y, und Z. Es sind eben die drei Freiheitsgrade, die Mensch tagtäglich erfahren kann. Soweit so bekannt.
Die vierte Dimension ist die Zeit. Hier gibt es das Problem, was Zeit überhaupt ist? Gibt es überhaupt Zeit, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? So könnte man die Zeit alleine auch als dreidimensional betrachten. Üblicherweise wird die Zeit, egal was Zeit nun genau ist, als [i]eine[/i] Dimension angenommen.

Burkhard Heim hat zunächst mathematisch eine sechsdimensionale Welt angenommen.
Er bezog sich dabei auf Einsteins Theorie, wobei Einsteins Theorie für den Makrobereich gilt. Heim bezog sich auf den mikroskopischen Bereich der Elementarteilchen.

Er erhielt 36 Gleichungen, die in einem 6-reihigen Tensor darstellbar sind. Eine Welt, in der ein solcher Tensor existiert, muß entsprechend seiner 6 Spalten 6-dimensional sein.

Fragt mich nun nicht nach den mathematischen Hintergründen dieser Tensoren (ich bin nämlich weder Mathematiker noch Physiker), doch ich glaube dem mal, da Heim sicher ein besserer Mathematiker ist als ich. ;)

Nun ist die Frage, welcher Natur diese Dimensionen sind.

Schon andere haben Dimensionen als reine Rechengröße eingeführt (als Mathematischen Trick sozusagen).
In der Stringtheorie werden 7 weitere räumliche Dimensionen [i]als Hilfsgröße[/i] eingeführt.
Heims zwei zusätzliche Dimensionen sind aber im Gegensatz dazu „echte ausgebreitete Weltdimensionen“ („Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim“, Verlag KOMPLETT-MEDIA GmbH).

„Diesen 6-dimensionalen Raum bezeichnet er als „Welt“, da ein „man [die Raumzeit-Geometrie] in eine 12-dimensionale Geometrie [erweitern kann], wobei herauskommt, daß ein 6-dimensionaler Raum energetisch definiert ist.“
[...]
Die weiteren Dimensionen des Hyperraums, nämlich x7 bis x12, definieren Räume, in denen der Energiebegriff nicht mehr existiert, doch können Volumina gebildet werden.“
(Burkhard Heim, a.a.O.)

Er sagt, daß man mit 6 Dimensionen die dynamische Struktur der Elementarteilchen beschreiben kann, mit 8 Dimensionen auch die Wechselwirkungen zwischen den Teilchen und „in 12 Dimensionen erscheint die Quantentheorie als eine Hyperraumdynamik.“

So weit, so theoretisch.

Demon17‘s Einwand ist natürlich berechtigt. Man kann auf theoretischer Ebene alles klein-klein machen, verliert aber den Überblick über das Ganze. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile und für den alltäglichen Gebrauch ist es wenig hilfreich.
Ich habe in der Elektrotechnik auch nie das Rechnen mit imaginären Zahlen begriffen. Das überstieg meine Vorstellungskraft, auch wenn man keine Vorstellung zum rechnen mit diesen Zahlen braucht.

Und wenn es ums göttliche geht, gibt es auch nichts zu beschreiben. Eventuell schafft man es, die göttliche zu erfahren. In der Kunst oder in der Meditation, aber es fallen einem nunmal kaum treffenden Worte dafür ein und wenn, klingt es schnell nach irgendwelchem verrückten Kauderwelsch.
Ich tue mich auch schwer, meditative Erfahrungen zu beschreiben. Natürlich würde ich es gern, aber eigentlich ist es auch nicht notwendig. Die Erfahrung kann jeder mit etwas Übung und Geduld machen.

Oder wie es auf tibetisch heißt:
„chu ma nyok na dank
sem ma chö na de“

(Wasser, wenn man es nicht aufrührt, wird klar werden;
der Geist, läßt man ihn unverändert, wird seinen eigenen natürlichen Frieden finden.)
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]

Also die Trennung von Subjekt und Objekt ist ein grundsätzliches Problem. Kann Mensch eigentlich nicht machen. Mensch ist immer der Beobachter und die Beobachtung beeinflusst das Ergebnis, auch, wenn die Beobachtung indirekt geschieht. Wie war das noch mit Schrödingers Katze?[/QUOTE]

Es ist durchaus schon gelungen indirekt eine Messung wechselwirkungsfrei durchzuführen, so dass die Beobachtung nicht das System beinflusst. Sehr elegant.
Schrödingers Katze ist im übrigen auch nur ein Gedankenspiel die Quantenmechanik ins Makroskopische zu übertragen und damit vorstellbar zu machen. Letztendlich ist die Katze natürlich entweder tot oder lebendig, und die BlackBox in der sich das ganze abspielt ist nur eine Wahrscheinlichkeitssache im klassischen Sinne.

[QUOTE]Zum Glück sind wir Mensch, also ein besonderes, erkenntnisfähiges und phantasiebegabtes Tier.[/QUOTE]

Jetzt muss ich doch herzlich lachen :D

[QUOTE]Da ich eh davon ausgehe, daß andere Menschen anders wahrnehmen, wäre es spannend, mal davon zu hören. Und streiten, wer Recht hat, würde ich dann prinzipiell eh nicht, wenn er es einigermaßen glaubwürdig rüberbringt.[/QUOTE]

Ich gehe auch davon aus, dass jeder die Welt anders wahrnimmt, aber letztendlich dieselben Begriffe verwendet.
Es gab da mal eine coole Simulation, wie die Welt aussieht, wenn man sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegt und Längenkontraktionen an Gewicht gewinnen. Also schon jemand, der sich wesentlich schneller bewegt sieht die Welt anders.


[QUOTE]Fragt mich nun nicht nach den mathematischen Hintergründen dieser Tensoren (ich bin nämlich weder Mathematiker noch Physiker), doch ich glaube dem mal, da Heim sicher ein besserer Mathematiker ist als ich.[/QUOTE]

Und genau da liegt das Problem. Heim bewegt sich in Dimensionen, in die manch Physiker mit guter Ausbildung nicht mal vordringen kann, da Quantenfeldtheorie schon sehr fortgeschritten ist. Ein mittelmäßiger Physikstudent lernt die Grundlagen der Quantenmechanik und nur einem interessierten Physikstudenten gelingt es in diese Sphären vorzudringen. Zum Pflichtprogramm gehört es also nicht.
Ich glaube da mehr den Publikationen weltweiter wissenschaftlicher Datenbanken, als jemandem der nicht mal in der Lage war (oder keine Lust hatte) seine Theorie einem größeren Publikum vorzustellen, immerhin ist sein Werk nur in Deutsch verfasst worden und musste erst von anderen mühselig übersetzt werden.
Schon beim reinlesen stieß mir sauer auf, dass Photonen eine Masse haben sollen. Nein, Photonen haben keine Masse (auch keine Ruhemasse!), sonst könnten sie keine Lichtgeschwindigkeit haben. Vielleicht haben sie eine winzige momentan noch nicht mehr messbare Masse, und die Abweichung von der Lichtgeschwindigkeit ist ebenfalls noch nicht messbar, aber zu dem Zeitpunkt, wo Heim seine Theorie aufstellte, gab es einfach keinen Grund soetwas zu behaupten.


[QUOTE]„Diesen 6-dimensionalen Raum bezeichnet er als „Welt“, da ein „man [die Raumzeit-Geometrie] in eine 12-dimensionale Geometrie [erweitern kann], wobei herauskommt, daß ein 6-dimensionaler Raum energetisch definiert ist.“[/QUOTE]

Versteh ich nicht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX[/i]

Es mag der Tag kommen, an dem ich eure arithmetische und schein-logische Mathematik in die Tonne kloppen werde.[/QUOTE]

Na dann wünsche ich dir doch gutes Gelingen :)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i]
[B]Es ist durchaus schon gelungen indirekt eine Messung wechselwirkungsfrei durchzuführen, so dass die Beobachtung nicht das System beinflusst. Sehr elegant.[/b][/quote]
Ja, daß die Messung nicht das Ergebnis beeinflusst, kann ich mir schon vorstellen, aber es geht ja um den Einfluss der Beobachtung. Und da wird es schwierig, diesen Einfluss auszuschließen, solange man das Ergebnis bewusst beobachtet.

[b][quote]Schrödingers Katze ist im übrigen auch nur ein Gedankenspiel die Quantenmechanik ins Makroskopische zu übertragen und damit vorstellbar zu machen. Letztendlich ist die Katze natürlich entweder tot oder lebendig, und die BlackBox in der sich das ganze abspielt ist nur eine Wahrscheinlichkeitssache im klassischen Sinne.[/b][/quote]
Solange die Box zu ist, ist die Katze irgendwas zwischenen tot und lebendig. Eine Antwort bekommt man erst, wenn man reinschaut, also Beobachter spielt. Erst wenn das passiert, ist die Katze entweder tot oder lebendig.

Die Quantenmechanik geht mit Wahrscheinlichkeiten etwas anders um. Sie sagt, daß die Katze bis zur Beobachtung halb tot und halb am leben ist. Man hat also eine kohärente Überlagerung einer halb lebenden und halt toten Katze.

[quote]Da unsere Beobachtung die Dichotomie der Katze wunderbarerweise auflöst, müssen wir es selbst sein, die die Wellenfunktion der Katze zum Zusammenbruch bringen; genauer gesagt unser Bewusstsein.
[i](Amit Goswami - "Das bewusste Universum")[/i][/quote]


[quote][b]Und genau da liegt das Problem. Heim bewegt sich in Dimensionen, in die manch Physiker mit guter Ausbildung nicht mal vordringen kann, da Quantenfeldtheorie schon sehr fortgeschritten ist. Ein mittelmäßiger Physikstudent lernt die Grundlagen der Quantenmechanik und nur einem interessierten Physikstudenten gelingt es in diese Sphären vorzudringen. Zum Pflichtprogramm gehört es also nicht.[/b][/quote]
Klar. Heim war auch nicht jemand, der sich da im Wissenschaftsbetrieb groß produziert hat, schon allein wegen seiner Handicaps.
Jemand hat mal gesagt, es gibt die, die sich nicht mit seinen Theorien beschäftigt haben, und die halten ihn für einen Spinner, und dann gibt es die, die sich mit seinen Theorien beschäftigt haben, und die sagen er sei der größte Physiker seit Einstein oder sogar besser als er. :)

[b][quote]Schon beim reinlesen stieß mir sauer auf, dass Photonen eine Masse haben sollen. Nein, Photonen haben keine Masse (auch keine Ruhemasse!), sonst könnten sie keine Lichtgeschwindigkeit haben. Vielleicht haben sie eine winzige momentan noch nicht mehr messbare Masse, und die Abweichung von der Lichtgeschwindigkeit ist ebenfalls noch nicht messbar, aber zu dem Zeitpunkt, wo Heim seine Theorie aufstellte, gab es einfach keinen Grund soetwas zu behaupten.[/b][/quote]
Mir scheit, heim hat an alten Überzeugungen einfach mal zunächst ein Fragezeichen gemacht. Z.b. hat er Dinge, die Einstein für vernachlässigbar hielt, in seine Theorie mit einbezogen und schon gab es andere Ergebnisse.

Nunja, aber hier geht es in Tiefen der Physik, die ich nunmal nicht mehr verstehen oder nachvollziehen kann... ;)
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]

Ja, daß die Messung nicht das Ergebnis beeinflusst, kann ich mir schon vorstellen, aber es geht ja um den Einfluss der Beobachtung. Und da wird es schwierig, diesen Einfluss auszuschließen, solange man das Ergebnis bewusst beobachtet.[/QUOTE]

Das Ergebnis wird eben nicht beobachtet, sondern geschlussfolgert.
[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Wechselwirkungsfreie_Quantenmessung]Wechselwirkungsfreie Quantenmessung[/URL]

[QUOTE]Solange die Box zu ist, ist die Katze irgendwas zwischenen tot und lebendig. Eine Antwort bekommt man erst, wenn man reinschaut, also Beobachter spielt. Erst wenn das passiert, ist die Katze entweder tot oder lebendig. Die Quantenmechanik geht mit Wahrscheinlichkeiten etwas anders um. Sie sagt, daß die Katze bis zur Beobachtung halb tot und halb am leben ist. Man hat also eine kohärente Überlagerung einer halb lebenden und halt toten Katze.[/QUOTE]

Nein, die Katze ist ein makroskopisches Objekt und hat mit Quanten im engeren Sinne nichts zu tun. Der einzige QM-Effekt bei dieser Sache ist der radioaktive Zerfall des Isotops. Die Katze ist quasi ein ganz normaler klassischer Messapparat.
Wenn du eine Münze wirfst, dann gibt es auch entweder Kopf oder Zahl.
Und das weißt du erst, wenn du nachgeschaut hast. Das sind rein klassische Wahrscheinlichkeiten.



[QUOTE]Mir scheit, heim hat an alten Überzeugungen einfach mal zunächst ein Fragezeichen gemacht. Z.b. hat er Dinge, die Einstein für vernachlässigbar hielt, in seine Theorie mit einbezogen und schon gab es andere Ergebnisse.[/QUOTE]

Fragezeichen an alten Überzeugungen sind gut, nur muss man diese auch nachweisen. Eine Theorie ohne experimentelle Evidenz ist nutzlos. Deswegen halte ich auch von der String-Theorie nicht allzuviel, da diese nicht als verifizierbar gilt.
Zum Beispiel finde ich die "varying speed of light" Theorie ziemlich interessant. Ich bin von Einsteins Postulat, die Lichtgeschwindigkeit sei eine Konstante, nicht sonderlich überzeugt. Da finde ich es plausibler, dass im Laufe der Zeit (z.B. bei Expansion des Universums) die Naturkonstanten geringfügig ihren Wert ändern, aber ein gewisser Quotient konstant bliebt, z.B. die dimensionslose Feinstrukturkonstante.

[QUOTE]Nunja, aber hier geht es in Tiefen der Physik, die ich nunmal nicht mehr verstehen oder nachvollziehen kann...[/QUOTE]

Verzeih mir die Frage: Und da glaubst du einfach etwas, was irgendjemand behauptet?
Genau darauf beruht doch diese ganze Verarschung in der Esoterik. Irgend ein angeblich renomierter Wissenschaftler behauptet irgendwas, und weil er einen Titel trägt, ist das etwas wert, was er behauptet. Was meinst du warum sich Dieter Broers seinen falschen Doktortitel erschummelt hat. Weil er so Autorität bekommt und die ganze Esoterikgemeinschaft an seinen Lippen hängt, "oooh, der Biophysiker Dr. Broers sagt ..., da muss wohl etwas dran sein", ohne die Hintergründe zu verstehen.
Das ist übrigens der Sinn von peer-reviewed Artikeln, so etwas zu unterbinden.
Ich meine, ich kann auch behaupten, dass eine Kaffeetasse, die um den Andromedanebel kreist, unser aller Leben bestimmt.
decay73Ich glaube wir sollen uns wieder aufs Thema konzentrieren, bevor es hier noch ungemütlich wird.
Ich habe nämlich keine Lust mich ständig mit Wissenschaftsfanatikern rumzuärgern und darum geht es hier ja auch gar nicht.

Mir geht es hier um persönliche Erfahrungen zur Natur des Geistes. Dazu kann man aber natzürlich nur was sagen, wenn man sich mal darauf eigelassen hat.

Ich gebe ja auch zu, daß das nicht jedermanns Sache ist, ist diese Frage doch eben eine esotherische. Aber es muß ja auch nicht jeder was dazu sagen bzw. sagen können.

Hab halt nur gedacht es wäre mal wieder Zeit für ein Thema abseits plattgetretener wissenschaftlicher Pfade. Für Grundsatzdiskussionen ist es hier der falsche Ort.

U.a. Heim mag ich deswegen, weil er mal was anderes sagt, als die selbsternannte wissenschaftliche Elite.
Ob das alles richtig ist, was er sagt, darf bezweifelt werden. Aber ich mag es, wenn mir jemand mal einen anderen Blickwinkel eröffnet.

Deshalb lese ich Heim, Broers, Goswami, etc.

Und natürlich zum Thema selbst das tibetrische Totenbuch, von dem ich viel habe, denn alles, was darin steht, kann und soll man selbst überprüfen, ob es so ist. Endlich mal was dogmenfreies... ;)
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]

Wissenschaftsfanatikern [...] plattgetretener wissenschaftlicher Pfade [...] selbsternannte wissenschaftliche Elite

[/QUOTE]

Hauptsache mit Schlagworten um sich werfen :rolleyes:
Aber gut

[QUOTE]Ich glaube wir sollen uns wieder aufs Thema konzentrieren, bevor es hier noch ungemütlich wird.[/QUOTE]

Einverstanden :)
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Und natürlich zum Thema selbst das tibetrische Totenbuch, von dem ich viel habe, denn alles, was darin steht, kann und soll man selbst überprüfen, ob es so ist. Endlich mal was dogmenfreies... ;) [/B][/QUOTE]

Der Inhalt dieses Buches ist sehr interessant, vor allem, wenn man sich darauf mit Hingabe einläßt, also nicht nur liest und sich ein paar Gedanken dazu macht, sondern mit Leib und Seele darauf eingeht. Dies ermöglicht, sich selbst zu beobachten und auch den eigenen Geist zu belauschen und dem Mysterium näher zu kommen. Auf wen ich mich allerdings noch lieber einlasse, ist John O'Donohue (Echo der Seele) und Jiddu Krishnamurti (Einbruch in die Freiheit). Beide zeigen außergewöhnliche Wege auf und äußern sich auf eine außergewöhnliche Art und Weise. so daß geistiges und seelisches Neuland betreten werden kann.

Allerdings finde ich es schwierig, themenbezügliche Erkenntnisse in Worte zu fassen. Ich würde wirklich gerne mehr dazu schreiben, doch stelle ich - wie häufig bei solchen Thematiken fest - daß keine tatsächlich zutreffenden Worte zu finden sind, ja das Wesentliche mit Worten wenn dann nur ganz am Rande erklärt werden kann. Wie Du schon sagst, man muß es wohl selbst erlebt haben.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i]
[B] Dies ermöglicht, sich selbst zu beobachten und auch den eigenen Geist zu belauschen und dem Mysterium näher zu kommen. Auf wen ich mich allerdings noch lieber einlasse, ist John O'Donohue (Echo der Seele) und Jiddu Krishnamurti (Einbruch in die Freiheit). Beide zeigen außergewöhnliche Wege auf und äußern sich auf eine außergewöhnliche Art und Weise. so daß geistiges und seelisches Neuland betreten werden kann.[/b][/quote]
Keine Frage. Kishnamurti ist auch gut (den anderen kenne ich (noch) nicht). Das Tibetische Totenbuch ist halt die Grundlage meiner Religion. Von daher shon grundsätzlich außerordentlich wichtig für mich. Unsere grundlegende Praxis beruht auf diesem Buch, wie ich bei der neuen Auflage, die zum ersten Mal vollständig ist, gemerkt habe. :)
Ein ganzes Kapitel befasst sich mit eben der Natur des Geistes und wie man es beschreiben kann. Immer mit dem Hinweis, "den eigenen Geist [zu betrachten], um herauszufinden, ob dem so ist oder nicht".

Meine Güte, da liest man dann den Text wieder und wieder und meditiert wieder und wieder darüber und dann heißt es, daß es gar nichts zu meditieren und auch den Meditierenden nicht gibt. ;)

[b][quote]Allerdings finde ich es schwierig, themenbezügliche Erkenntnisse in Worte zu fassen. Ich würde wirklich gerne mehr dazu schreiben, doch stelle ich - wie häufig bei solchen Thematiken fest - daß keine tatsächlich zutreffenden Worte zu finden sind, ja das Wesentliche mit Worten wenn dann nur ganz am Rande erklärt werden kann. Wie Du schon sagst, man muß es wohl selbst erlebt haben. [/B][/QUOTE]
Ja, es ist kaum möglich. Also es geht schon, wie in dem Buch, aber selbst die Texte sind nicht einfach und wollen verstanden werden... ohne Hintergrundwissen geht da gar nichts... :cool:
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
Meine Güte, da liest man dann den Text wieder und wieder und meditiert wieder und wieder darüber und dann heißt es, daß es gar nichts zu meditieren und auch den Meditierenden nicht gibt. ;)[/QUOTE]

Erst das ist dann Meditation. Den Text kenne ich und habe noch kein anderes Mal die Sache so gut beschrieben gefunden. Das ist ja das ulkige ... erst wenn Du zum Geist wirst, vollkommen darin aufgehst und gerade nicht darüber nachdenkst, kommste gedankenlos zur Erkenntnis (sie steigt befreit in einem auf, wie etwas, das vom Grund eines Sees an die Oberfläche steigt). Dann kannste sowohl Beobachter und gleichzeitig Erlebender sein und selbst das Beobachten erlebste mit.

[QUOTE]Also es geht schon, wie in dem Buch, aber selbst die Texte sind nicht einfach und wollen verstanden werden... ohne Hintergrundwissen geht da gar nichts... :cool:[/QUOTE]

Eigentlich kann man es auch nicht wirklich Hintergrundwissen nennen. Denn mit Wissen hat es nicht viel zu tun, meine ich, sondern mit leibhaftiger eigener Erfahrung. Selbst das ist nicht so einfach zu beschreiben. Um die Texte zu verstehen, halte ich es für enorm wichtig, einen inneren Dialog zu pflegen, die Fähigkeit des beurteilungsfreien in sich Hineinhörens und der Hingabe zu fördern, um sich selbst möglichst gut zu kennen und sich noch besser kennenzulernen, sämtliche täuschenden Filter abzulegen und bis zum eigenen Grund abzutauchen.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i]
[B]Eigentlich kann man es auch nicht wirklich Hintergrundwissen nennen. Denn mit Wissen hat es nicht viel zu tun, meine ich, sondern mit leibhaftiger eigener Erfahrung. Selbst das ist nicht so einfach zu beschreiben. Um die Texte zu verstehen, halte ich es für enorm wichtig, einen inneren Dialog zu pflegen, die Fähigkeit des beurteilungsfreien in sich Hineinhörens und der Hingabe zu fördern, um sich selbst möglichst gut zu kennen und sich noch besser kennenzulernen, sämtliche täuschenden Filter abzulegen und bis zum eigenen Grund abzutauchen. [/B][/QUOTE]

Haste Recht. "Hintergrundwissen" beschreibt es nicht richtig.
Es ist tatsächlich sowas wie vorurteilsfreie, leibhaftige, tiefgehende Erfahrung und dafür ist eine aufrichtige Hingabe enorm wichtig. Hat was von einem Kind, das sich ganz in sein Spiel vertieft hat, finde ich. Kinder können sich noch in dem was sie tun vergessen. An ihnen erkennt man manchmal, daß sie nicht spielen, sonder das Spiel [i]sind[/i]. :)

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