| lostsoul81 | Hi zusammen, kennt Ihr das Gefühl, wenn auf einmal alles sinnlos erscheint? Wenn man nur noch wie ein lebender Toter durchs Leben geht, alles einfach hinnimmt und völlig lustlos ist? Und dabei das Gefühl zu haben, völlig wertlos zu sein bzw. immer nur alles falsch zu machen? Mir geht es zur Zeit mal wieder so...erst von einem Menschen, der mir sehr wichtig war bitter enttäuscht (siehe eines meiner anderen Themen), Arbeit läuft auch nicht so rosig, dazu kommt noch ziemlicher Stress wegen Umzug etc. pp. Mich würde interessieren was Ihr in so einer Situation macht? Was unternehmt Ihr, um aus solchen Situationen wieder heraus zu kommen? Wie wieder lernen, das Leben zu genießen? |
| Cabal | Sich damit auseinandersetzen. |
| Fleur-de-lys | Hallo Ich setzte mich damit erstmal auseinander. Wenn ich dann merke ich hab genug gedacht und es kommt nix neues bei raus, aber ich kann damit nicht abschließen. Leg ich mich entweder zum schlafen (zu jeder Zeit). Oder Meditiere (meistens Nachts) das kann sich aber dann auch mal durch die ganze Nacht ziehen, so habe ich schon mehrere Nächte durchgemacht. Und wenn es Nacht ist und ich nix mehr davon wissen will kombiniere ich Schlaftabletten mit Alkohol und nehme mir so eine Auszeit. lg Fleur |
| Cathy-CAJL | Hallo, also um deine frage zu beantworten wie man aus sowas rauskommt? "Keine Ahnung" :confused: Kennen ja deswegen bin ich ja Computer Spielesüchtig geworden und nun ja eigentlich ist das auch der grund warum ich meinen Freundeskreis an sagen wir mal 3 Fingern abzählen kann. jedenfalls bei dem Kreis die ich mehr als 3 Tage im jahr sehe. Beruflich ist bei mir alles für den ... Ein problem was eigentlich mit meiner Geburt klar war wenn man es gewusst hätte. Und nicht einfach nur behauptet worden wäre, ich wäre nur faul. Privat hmm ich denke an meine Schulzeit und möchte ganz gerne diesen Planeten wegpusten. Sorry aber wenn man das vertrauen in seine eingene Spezies verloren hatt bleibt einem da wohl nicht viel. So bleibt mir nur die Vernuft der Vulkanier aus Startrek. Oder wie gewisse andere es behaupten ich bin Verrückt und gehöre in die Anstallt. ;) |
| Hiddn Rose | Hallo, wenn ich Stress habe hilft mir am ehesten ein Spaziergang im Wald, im Park, da wo es grün ist, einfach mal schlendern und alle Probleme in den Hintergrund rücken lassen. Liebe Grüße |
| Azraiyl | Hallo LostSoul, "kennt Ihr das Gefühl, wenn auf einmal alles sinnlos erscheint?" Obwohl ich beinahe gleich alt bin wie du, ist bei mir das Gefühl nicht plötzlich auf einmal gekommen sondern es wird seid Jahren immer stärker (ich hätte fast dazu geneigt schlimmer zu schreiben). Der einzige Grund warum ich manchmal nicht aus dem Fenster springe ist, dass ich weiss dass es eine halbe Hand voll Menschen gibt die vielleicht mehr als eine Träne um mich weinen würden. Dabei bin ich mir aber voll bewusst, dass ich selber daran schuld bin, da ich trotz vieler Mussestunden nicht fähig bin mir neue Ziele zu setzen um aus meiner Sicht meinem Leben ein Sinn zu geben. Habe deinen anderen Thread gelesen und so wie es sich liest, hast du ja eine Freundin die schon länger zu Dir hält. Du scheinst eine Arbeit zu haben. Weiterhin scheinst du die Mittel zu haben um umzuziehen. Tönt alles nicht nach Weltuntergang. Man sollte ja kein Salz in offene Wunden streuen, aber meiner Meinung sind deine Probleme alle selber gemacht. Mach dir eine Liste was zu in nächster Zeit zu tun hast und erledige eines nach dem anderen, anstatt alles miteinander. Damit hast du dann vielleich auch weniger selbstgemachter Stress. Frage dich bei jedem Punkt, ob du es so akzeptierst oder etwas ändern möchtest. Einige Menschen die ich kenne neigen zu dritten Option, sich über Dinge zu beschweren aber nichts zu ändern. Wenn das jetzt böse rüber gekommen ist, dann entschuldige. Wenn dein Leben sich komplett ändern zu scheint, sehe das aber auch als Chance dem alltäglichen Trott zu entkommen. |
| HeiligerGeist | Der Vorschlag mit dem spazieren gehn ist nicht schlecht. Du solltest in erster Linie etwas tun, dass dir wieder ein gutes Gefühl gibt, dass dir deine Laune hebt, dass dich glücklich machen kann. Und zum vorschlag des Vorredners: Es kann auch helfen mehr Freude am Leben zu haben, wenn man alles aufschreibt, was irgendwie positiv am Tag für einen war. Selbst wenn es nur kleinere Dinge sind, die man sonst immer nur übersieht, auch die aufschreiben. Dann lernt man denke ich, sich auch an kleinerem erfreuen zu können und das graue Gesamtbild etwas zu verbessern. lg |
| Evillight | Nun ja, es erscheint mir bereits seit Jahren alles sinnlos !!! Enttäuschungen ? Ja, alles durch. War n netter Spatziergang durch die Hölle! Ideale und Ziele ? Hatte ich mal. War auch mal recht sozial eingestellt und motiviert. Das gibt sich mit der Zeit. Heute bin ich ein vollwertiges Mitglied der kapitalistischen Gesellschaft. "Schmerzfreies Leben und immer noch was zu tun, was einen Spaß macht" ist das verbliebene Ideal. Erwartungen ? Keine ................................................................................................ Was tun, wenns schattig wird ? Spatzierengehen, Sporttreiben ist gut wegen den Endorphinen. I.Ü. vertagt es das Problem auch nur wie ne durchzechte Nacht. Wie gesagt, im Großen IST alles sinnlos. Die große Liebe, eine schöne Zukunft, oder zumindest Reichtum bleibt idR versagt, oder sind nicht von Dauer. Man muss ebend Erwartungen streichen und die Ziele korrigieren und wenn es ein WE am PC mit paar Bierchen und ein paar Skatrunden am Strand sind, bzw auf Arbeit die letzten 20 Tabellen fertig zu machen, oder Fenster einzubauen, um dann abends ins Kino zu gehen... dann ist dass eine gelungene Zeit. Wenn Du daneben noch ein paar langfristige optionale Projekte hast an denen Du arbeiten kannst, wie z.B. die Erfindung einer solarbetriebenen und FCKW-freien Wasserstoffbombe , dann hast Du alles, was einem noch ab und zu ein Lächelt in's Gesicht treibt. |
| Ronin76 | [QUOTE]Und wenn es Nacht ist und ich nix mehr davon wissen will kombiniere ich Schlaftabletten mit Alkohol und nehme mir so eine Auszeit.[/QUOTE] Das ist ein super Tip um Alkoholiker und Tablettenjunkie zu werden. Das Risiko einer Überdosierung ist damit auch gleich noch gegeben. @lostsoul81 Tja du scheinst eindeutig depressiv zu sein, wahrscheinlich als Folge eines Burn-Out-Syndroms. Es gibt jedoch viele Ursachen wie ADHS, Allergien, Hypersensibilität oder auch häufige Enttäuschungen. Zu Depressionen gibts ja viele Seiten im Internet. Was mir immer hilft ist Musik, Gespräche, Tageslicht, Ruhe und lange Spaziergänge. Jede Form von Bewegung hilft. Schlafentzug kann auch helfen, dh nur ca 6 Std schlafen, bzw 1-2 Std weniger. |
| beyla | Mir gehts auch ziemlich gleich wie Azraiyl, ich dürfte auch so ziemlich in deiner Altersklasse sein. Prinzipiell hab ich ja alles, Wohnung, Job, Studium, und trotzdem wird alles schlechter, alles dünkler, alles wird so schwer. Und es wird immer schlimmer, diese Aussichtslosigkeit, diese Sinnlosigkeit. Mit tips wie "mehr sonne" "Bewegung" "weniger Schlaf" kann ich allesamt nichts anfangen. Ich hasse meinen Job, ich schaffs einfach nimmer. Ich fang alleine zum Weinen an wenn ich schon daran denke morgen in die Arbeit zu gehen. Und ich komm regelmäßig mit Tränen in den Augen heim. Job wechseln? Was sollt ich denn schon großartiges machen? Ich hab nichts, ich bin nichts, ich kann nichts. Das alles mach ich um mein Studium zu finanzieren, ein Studium welches so verdammt aussichtslos und endlos lang erscheint. Und welches ich nicht schneller abschließen kann weils Geld fehlt, drum hab ich ja meinen super Job. Und es wird nicht besser, nicht durch Sport, nicht durch Spaziergänge, am Ehesten durch Alkohol und durchgezechte Nächte, weil dann liegt man nicht stundenlang schlaflos im Bett und denkt an die ganze Scheisse. Also definitiv: ja, ich kenn das Gefühl Ach ja, Ziele verwirklichen?? Was wenn man keine hat?? Wenn man zwar weiß, irgendwann mal studium beenden blablabla, aber alles aussichtslos erscheint? Welche Ziele setzen wenn alles aussichtslos ist?? Und Sport uns Spazierengehen zum Laune heben, hilft ja kurzzeitig, aber langfristig hat das keinen Erfolg. |
| Cabal | [QUOTE]Ich hasse meinen Job, ich schaffs einfach nimmer. Ich fang alleine zum Weinen an wenn ich schon daran denke morgen in die Arbeit zu gehen. Und ich komm regelmäßig mit Tränen in den Augen heim. Job wechseln? Was sollt ich denn schon großartiges machen? Ich hab nichts, ich bin nichts, ich kann nichts.[/QUOTE] Dann kannst du stattdessen vielleicht ganz ungehemmt das erzählen, was du wirklich willst? Cheers |
| Ronin76 | [QUOTE]Und Sport uns Spazierengehen zum Laune heben, hilft ja kurzzeitig, aber langfristig hat das keinen Erfolg.[/QUOTE] Das kann natürlich die anderen Probleme nicht beseitigen aber es wird deine Stimmung aufhellen und du kannst Energie tanken. Hast du das überhaupt schon mal ausprobiert ? Ich würde mir auch ganz kleine Ziele setzen, die realistisch sind. Wenn man die dann bewältigen kann, schafft das Selbstvertrauen. Wenn man davon überzeugt ist ein Nichts und ein Niemand zu sein, bleibt man das auch. Man ist was man denkt zu sein. Die Menschen sind alle Schauspieler, ein Firmenchef wird nicht Chef weil er besonders clever und leistungsfähig ist, sondern weil er denkt daß er der Chef ist, und so agiert wie es von einem Chef erwartet wird. Er ist also ein guter Schauspieler. |
| Evillight | [QUOTE][i]Original geschrieben von beyla [/i] [B]... Ach ja, Ziele verwirklichen?? Was wenn man keine hat?? ... Welche Ziele setzen wenn alles aussichtslos ist??... [/B][/QUOTE] ... das meinte ich mit Erwartungen korrigieren und kleinere Maßstäbe in der Zufriedenheit setzen! Jeder hat Ziele und wenn's nur ne Runde Mau Mau am Nachmittag ist. Ein Kranker freut sich über 5 Schritte am Stück ohne Krücken. Du definierst Dein Problem dahingehend, dass Du nicht den Weltfrieden vor Augen hast, oder eine steile Karierre. Aber manchmal hilft auch ne Runde Selbstmitleid, Beachtung zu finden, es hilfft nur nie im eigentlichen Sinne. Alles steht und fällt mit Deinen Erwartungen. Ich habe kaum noch welche. Mich kann man kaum enttäuschen, nerven oder beeeindrucken. Es hat gedauert, das zu verinnerlichen, aber es funktioniert ganz gut. Man freut sich nur noch über Lichtblicke undd ärgert sich fast nie. |
| Nachtschicht79 | also ich setze meine erwartungen grundsätzlich bei 0 an. umso mehr freue ich mich wenn dann doch etwas positives raus kommt. |
| Hyperstigma | erwartungen auf null? nunja, es gibt auch menschen, die nichts erwarten, und trotzdem enttäuscht sind ^^" was mich angeht, ich sehe eigentlich jeden tag und alles was ich tue als sinnlos an, und mich selbst eigentlich als wertlos. nichtsdestoweniger lebe ich mein leben, und bin sogar glücklich (liegt wohl an meiner einstellung zum tod Oo). es ist von mensch zu mensch unterschiedlich, aber ich kann vielen nur recht geben, aufgeben ist das letzte, dass man tun sollte! das leben so wie ich es kenne besteht nunmal aus solchen zeiten der wehmut und des verdrusses, man kann meist garnicht entscheiden, ob oder ob soetwas nicht passiert, aber man kann entscheiden, ob man sich davon fertigmachen lässt, oder nicht. mal davon abgesehen, dass es unzählige menschen gibt, denen es um einiges schlechter geht, und das weltweit. es klingt zwar etwas gemein, aber zu wissen, dass es menschen gibt, denen es noch mieser geht, hebt irgendwie die stimmung, bei mir zumindest... wenn ich bedenke, was ich alles hab durchmachen müssen, und stehe immernoch, und das werd ich auch noch bis zu meinem tod :-) ich kanns nur immer wieder wiederholen: wer bis zum hals in extkrementen steckt, sollte den kopf nich hängen lassen ^^ |
| Nachtschicht79 | hey, nichts erwarten und trotzdem enttäuscht? du warst nicht zufällig bei der bundeswehr. soviel sinnlosigkeit auf einmal, hab ich noch nicht erlebt. die haben es geschafft meine erwartungen weit unter 0 zu bringen. und ich wurde nicht enttäuscht! :D naja, vielleicht bekommen wir ja mal eine richtige armee...(aber das ist ja ein anderes thema) du hast immerhin festgestellt, das es anderen menschen schlechter geht als dir. warum versuchst du nicht was daran zu ändern? ich würde das nicht als sinnlos bezeichen, sonst hätte ich nicht den beruf den ich jetzt habe. man soll ja kein weltverbesserer sein, auch kleine schritte machen erfolg. |
| Hyperstigma | oh, ich versuchs schon, aber im kleinen maße. ich freunde mich gerne mit menschen an, denen es schlecht geht, psychisch vor allen dingen, irgendwie sehe ich mich selbst in solchen menschen. und ich versuche denen auch so gut ich kann zu helfen. warum? ganz einfach: ich habe selbst genug probleme, und ich denke mir immer, wenn ich anderen helfen kann, dann helfe ich mir selbst. meine neue beste freundin hat ne leichte essstörung, und ritzt sich...das soll nicht heisen dass ich das super finde, aber ich liebe es mit ihr zu reden, und meine zeit mit ihr zu verbringen. aber wie gesagt, nur im kleinen maße. nur im freundeskreis. ich kann der breiten masse der menscheit nicht helfen, denn im grunde wünsche ich mir ihren tot. ich hasse die menschheit, und ich habe meine gründe dafür. nicht falsch verstehen, ich hasse keinen von euch oder so, keine einzellnen personen, sonder den homosapiens an sich, aber falsches thema ^^" |
| Lady Ligeia | ich werf und kick sachen durch die Gegend, gehe auf die Wiese und schrei ne Runde oder wenn es mal gar net mehr geht, werde ich leider Handgreiflich gegen mich selber (bin nur ehrlich und will kein mitleid haben, es gibt genug Leute die sich das mit anschauen müssen :( ) |
| gunslinger | Ich würde versuchen, den Zustand einfach so hinzunehmen, so gut es eben geht, denn wahrscheinlich würde man es eh nicht allumfassend verstehen. Und vielleicht haben manche Dinge ja tatsächlich einen Sinn, auch wenn es zunächst nicht so aussieht. Gruß, Geduld, Kraft und Leidensfähigkeit.... gunslinger |
| sozialgrufti | [QUOTE][i]Original geschrieben von Azraiyl [/i] [B]...ist bei mir das Gefühl nicht plötzlich auf einmal gekommen sondern es wird seid Jahren immer stärker (ich hätte fast dazu geneigt schlimmer zu schreiben). [/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von beyla[/i] [B] Und es wird immer schlimmer, diese Aussichtslosigkeit, diese Sinnlosigkeit. Mit tips wie "mehr sonne" "Bewegung" "weniger Schlaf" kann ich allesamt nichts anfangen.[/B][/QUOTE] geht mir genauso. ich bin mit ende 30 wahrscheinlich der ältere, aber aus meiner sicht scheint es ein "licht am ende des dunklen tunnels" tatsächlich nicht zu geben, zumindest in meinem leben nicht. und mit dieser erfahrung wird es irgendwann immer unmöglicher, mit menschen in kontakt zu bleiben oder zu kommen, die das selber nicht kennen, und das sind fast alle. ebenso wie umgekehrt, dass die menschen die das nicht kennen, mit einem selbst nichts (mehr) anfangen können. auch die idee, in örtlichen selbsthilfegruppen gleichgesinnte zu finden bzw. menschen, die das verstehen, hat sich als vergeblicher hoffnungswunsch herausgestellt. überall schlägt einem systemtauglicher, die situation komplett ignorierender optimismus und positives denken entgegen und tut einfach nur weh, angesichts der ewigen katastrophe, in der man selber steckt. ich denke nicht mehrdarüber nach warum ich so bin, und ich diskutier auch nicht mehr darüber. ich habe das viele jahre lang getan, es hat nichts geändert, egal wie sehr ich mich angestrengt habe, etwas "anders" zu machen. der einzige grund warum ich noch lebe ist, dass ich noch nicht wirklich damit einverstanden bin, mir die kugel zu geben. denn trotz der dauertalfahrt gibt es noch momente in meinem leben, die ich empfinden möchte, und dafür brauche ich meinen körper. erst wenn es die nicht mehr gibt, dann. oft ist mir danach, meine letzte kohle zusammenzukratzen, mir ein flugticket in irgendein abglegenes gebiet auf diesem erdball zu besorgen und so wie ich bin in die wüste zu gehen. ich weiß dass die, mit denen ich in vertrauensvoller beziehung stehe, das traurig machen würde, und der gedanke an ihre trauer würde mich dann wahrscheinlich doch wieder umkehren lassen, um sie in den arm zu nehmen. der gang in die wüste fällt für mich also unter die kategorie "erst wenn es die nicht mehr gibt, dann". wenn [I]wirklich[/I] alles sinnlos erscheint - - - dann [i]ist[/I] alles sinnlos und dann stellen sich neue fragen an das eigene leben und ein neues leben beginnt, das nichts mit gzsz gemein hat, und das nicht wenige in den suizid treibt. |
| vom-andree-hof | Liebe Sozialgrufti, dieser Name würde eher zu mir passen, aber ich liebe diesen 300 Jahre alten "Andree-Hof", der so für die alteingesessenen Dorfbewohner heißt. Wie kommen Sie/Du auf "Sozialgrufti"? Mich berührt diese Aussichtslosigkeit: "Am Ende des Tunnels ist kein Licht" - obwohl dies in unserer materiellen Welt so ist. (Und mit dem Übergang soll es ebenso sein.) Ich habe das Bild des Tunnels vor Augen: diese Dunkelheit! Und doch gibt es einen Ausgang, wenn es einer ist. Ich kenne nur eine Lösung: Akzeptanz, egal was es ist. Widerstände verschließen ja den Durchbruch am Ende - das ist dann das Ende. Ich habe meine Krebsdiagnose von vor mehr als 2 Jahren akzeptiert und ebenfalls die Brustampution von vor 3 Monaten und die der Gebärmutter vor 1 1/2 -. Es hat nichts mit mir zu tun. - Ich lebe mein Leben wie "gehabt". Ich akzeptiere, im Vorhinein, das sichere Ende dieses Körpers. Nur wann - und wie dies sein wird weiß ich nicht. Muß ich das wissen? Für mich ist alles schon auf der "Filmrolle", jeder Augenblick meines Lebens seit dem Beginn meines Erdendaseins, unabänderlich. Ich werde in das "Loch" fallen, das mir bestimmt ist nur .... wie ich darin sein werde - lachend oder weinend - das ist meine Freiheit. Oder ist diese am Ende auch bestimmt? Sei es wie es sei .... ich muß meine Rolle spielen auf dieser Weltenbühne. Ich identifiziere mich noch mit dieser Person, dieser "Schauspielerin" und hoffe, daß dies bald nicht mehr der Fall sein wird, ich arbeite daran. Was kann ich machen? - Loslassen, was das Allerschwerste für mich ist: Mein Haus, meinen Besitz, meine Beziehungen, mein dickes Ego, um ganz und gar "Ich" zu sein. Davon bin ich aber noch weit entfernt, sonst hätte ich mich nicht mit diesen "Nachtwelten" befaßt und - wie jetzt geschrieben. Ich denke, es kommt auf dieses Jetzt an und nicht auf die Querelen des Verstandes. "Jetzt" bin ich ganz da - gegenwärtig -. Vielleicht ist dies der Ausgang des Tunnels, auch der Schmerz. Dies von: Elfriede [SIZE=1][ EDIT: Doppelten Beitrag gelöscht und eMail-Adresse entfernt, um vor unerwünschten Massen-eMails zu schützen. eMails an "vom-andree-hof" können mit dem eMail-Button oberhalb des Beitrages gesendet werden. nächtliche Grüße, TheTurningPoint ] [/SIZE] |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von lostsoul81 [/i] Was unternehmt Ihr, um aus solchen Situationen wieder heraus zu kommen? Wie wieder lernen, das Leben zu genießen?[/QUOTE]Kurz gesagt versuche ich, mein Leben mit allen Sinnen zu leben. Ich versuche, nicht von vornherein all das zu verdrängen, was allgemein als negativ, schlecht oder böse gilt. Vielleicht ist gerade der Versuch, nur das Positive und Gute erleben zu wollen, Ursache dafür, dass man Alles als öde, langweilig und sinnlos empfindet? Viele Menschen wünschen und erwarten, dass immer nur die Sonne scheint. Aber ist es nicht gerade die Nacht und die Dunkelheit, die uns immer wieder neue Kraft gibt? [QUOTE][i]Original geschrieben von Azraiyl [/i] Der einzige Grund warum ich manchmal nicht aus dem Fenster springe ist, dass ich weiss dass es eine halbe Hand voll Menschen gibt die vielleicht mehr als eine Träne um mich weinen würden.[/QUOTE]Obwohl ich mit Ende 40 auch nicht mehr der Jüngste bin, bin viel zu oft ich derjenige, der um Andere weint. [QUOTE]Dabei bin ich mir aber voll bewusst, dass ich selber daran schuld bin, da ich trotz vieler Mussestunden nicht fähig bin mir neue Ziele zu setzen um aus meiner Sicht meinem Leben ein Sinn zu geben.[/QUOTE]Mein Leben wird gerade dadurch lebenswerter, dass ich mir weniger Ziele setze und mir viel mehr Zeit dafür nehme, neugierig zu sein und die Gegenwart mit allen Sinnen zu genießen. [QUOTE]Frage dich bei jedem Punkt, ob du es so akzeptierst oder etwas ändern möchtest.[/QUOTE]Dazu muss man sich zuerst die Zeit nehmen, ihn genauer kennenzulernen. Oft fällen wir vorschnell unsere Entscheidungen, etwas zu akzeptieren oder ändern zu wollen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Evillight [/i] Spatzierengehen, Sporttreiben ist gut wegen den Endorphinen. ... Wie gesagt, im Großen IST alles sinnlos. Die große Liebe, eine schöne Zukunft, oder zumindest Reichtum bleibt idR versagt, oder sind nicht von Dauer.[/QUOTE]Vielleicht, weil wir zu oft daran vorbeispazieren oder -rennen? Vielleicht, weil wir zu selten "zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön"? [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Was mir immer hilft ist Musik, Gespräche, Tageslicht, Ruhe und lange Spaziergänge. Jede Form von Bewegung hilft. Schlafentzug kann auch helfen, dh nur ca 6 Std schlafen, bzw 1-2 Std weniger.[/QUOTE]Schlafentzug macht nur zusätzlich zu Geist und Seele auch noch den Körper kaputt. Musik hilft mir allerdings auch fast immer, je nach Gemütszustand die passende Musik. Beim [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1316847#post1316847"]Tanzen[/URL] hat man gleichzeitig Bewegung und Entspannung, kann sich in Wohlgefallen wiegen oder seinen Frust von der Seele schütteln, und wenn man lange genug getanzt hat, dann ist man müde genug, um friedlich schlafen zu können. [QUOTE][i]Original geschrieben von beyla [/i] Job wechseln? Was sollt ich denn schon großartiges machen? Ich hab nichts, ich bin nichts, ich kann nichts.[/QUOTE]Wer sagt das? Mir scheint, du gibst zu viel auf das Urteil anderer Leute. [QUOTE][i]Original geschrieben von Evillight [/i] Alles steht und fällt mit Deinen Erwartungen. Ich habe kaum noch welche. Mich kann man kaum enttäuschen, nerven oder beeeindrucken. Es hat gedauert, das zu verinnerlichen, aber es funktioniert ganz gut.[/QUOTE]Das sehe ich so ähnlich. Ich erwarte nichts Gutes oder Schlechtes, und ich erwarte auch nicht, dass gar nichts passiert. Ich bin einfach neugierig, neugierig wie ein Kind. [QUOTE][i]Original geschrieben von Hyperstigma [/i] mal davon abgesehen, dass es unzählige menschen gibt, denen es um einiges schlechter geht, und das weltweit. es klingt zwar etwas gemein, aber zu wissen, dass es menschen gibt, denen es noch mieser geht, hebt irgendwie die stimmung, bei mir zumindest...[/QUOTE]Woher weißt du denn so genau, ob es ihnen wirklich schlechter geht? Im Dunklen zu sitzen und ins Licht zu schauen ist meist angenehmer, als im Licht zu stehen und einen dunklen Abgrund vor sich zu haben. Als ich Kind war, riefen oft Leute "die armen Kinder", wenn sie uns in Gummistiefeln und alten Klamotten herumlaufen sahen. Dabei machte es einen Heidenspaß, in "Räuberklamotten" in Wald und Flur herumzutollen und nicht auf Flecken oder Löcher in teurer Kleidung Acht geben zu müssen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von sozialgrufti [/i] denn trotz der dauertalfahrt gibt es noch momente in meinem leben, die ich empfinden möchte, und dafür brauche ich meinen körper. erst wenn es die nicht mehr gibt, dann.[/QUOTE]Solche Momente kann es immer wieder geben, solange man noch Sinne hat, um sie wahrzunehmen. Jetzt da ich das schreibe, kommt mir die Idee, die Phrase "dem Leben Sinn geben" einfach wortwörtlich zu nehmen ... [QUOTE]oft ist mir danach, meine letzte kohle zusammenzukratzen, mir ein flugticket in irgendein abglegenes gebiet auf diesem erdball zu besorgen und so wie ich bin in die wüste zu gehen. ich weiß dass die, mit denen ich in vertrauensvoller beziehung stehe, das traurig machen würde, und der gedanke an ihre trauer würde mich dann wahrscheinlich doch wieder umkehren lassen, um sie in den arm zu nehmen.[/QUOTE]Wahrscheinlich würde die Ungewissheit sie traurig machen. Ich glaube nicht, dass sie dich davon abhalten würden, wenn sie wüßten, dass es dir dort in der Wüste gut geht. [QUOTE]wenn wirklich alles sinnlos erscheint - - - dann ist alles sinnlos und dann stellen sich neue fragen an das eigene leben und ein neues leben beginnt, das nichts mit gzsz gemein hat, und das nicht wenige in den suizid treibt.[/QUOTE]Vielleicht wird es erst dadurch sinnvoll, dass wir ihm unsere Sinne geben, dass wir es sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten ... Ich bin ganz froh, dass mein Leben nichts mit der Leere von GZSZ gemein hat. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von vom-andree-hof [/i] Liebe Sozialgrufti, dieser Name würde eher zu mir passen, aber ich liebe diesen 300 Jahre alten "Andree-Hof", der so für die alteingesessenen Dorfbewohner heißt.[/QUOTE]Zuerst einmal [b]Herzlich Willkommen[/b] im Nachtwelten-Forum, Elfriede! Und ich bewundere deinen Mut, dich auf die Auseinandersetzung mit einem Haufen schwarzer Gestalten einzulassen! (ich bin einfach mal so frech und benutze das "Du", weil es die meisten Leute hier im Forum verwenden) [QUOTE]Mich berührt diese Aussichtslosigkeit: "Am Ende des Tunnels ist kein Licht" - obwohl dies in unserer materiellen Welt so ist. (Und mit dem Übergang soll es ebenso sein.)[/QUOTE]Ich glaube, solange man das Licht am Ende des Tunnels noch nicht sieht, hat man noch die Möglichkeit zur Umkehr. [QUOTE]Ich habe das Bild des Tunnels vor Augen: diese Dunkelheit! Und doch gibt es einen Ausgang, wenn es einer ist. Ich kenne nur eine Lösung: Akzeptanz, egal was es ist. Widerstände verschließen ja den Durchbruch am Ende - das ist dann das Ende.[/QUOTE]Ich glaube, solange ich noch Sinne habe für "Momente in meinem Leben, die ich empfinden möchte" (wie es sozialgrufti ausdrückte), hat der Tunnel noch zwei Ausgänge. [QUOTE]Ich akzeptiere, im Vorhinein, das sichere Ende dieses Körpers. Nur wann - und wie dies sein wird weiß ich nicht. Muß ich das wissen? Für mich ist alles schon auf der "Filmrolle", jeder Augenblick meines Lebens seit dem Beginn meines Erdendaseins, unabänderlich.[/QUOTE]Auf der "Filmrolle" ist das, was [b]DU[/b] im Laufe deines Lebens aufgenommen hast, aus deiner ganz einzigartigen Perspektive. In meiner Vorstellung ist diese "Filmrolle" das, was viele Menschen "Seele" nennen. Und wenn man [URL="http://www.amazon.de/dp/3833437391"]diesem Buch[/URL] Glauben schenkt, dann ist die "Filmrolle" das Einzige, was man auf dem letzten Weg mitnehmen kann. Also lohnt es sich, so viel wie möglich mit den Sinnen zu erfassen und auf den Film zu bannen ... [QUOTE]Ich identifiziere mich noch mit dieser Person, dieser "Schauspielerin" und hoffe, daß dies bald nicht mehr der Fall sein wird, ich arbeite daran. Was kann ich machen? - Loslassen, was das Allerschwerste für mich ist: Mein Haus, meinen Besitz, meine Beziehungen, mein dickes Ego, um ganz und gar "Ich" zu sein. Davon bin ich aber noch weit entfernt, sonst hätte ich mich nicht mit diesen "Nachtwelten" befaßt und - wie jetzt geschrieben.[/QUOTE]Für mich waren und sind diese "Nachtwelten" ein Weg aus dem Tunnel, und ich habe unter den Nachtweltlern wirklich gute Freunde gefunden. [QUOTE]Ich denke, es kommt auf dieses Jetzt an und nicht auf die Querelen des Verstandes. "Jetzt" bin ich ganz da - gegenwärtig -. Vielleicht ist dies der Ausgang des Tunnels, auch der Schmerz.[/QUOTE]Ja, und es ist der Ausgang zurück ins Leben. |
| HeiligerGeist | Sagt euch Albert Camus etwas? Ich finde, er hat eine gute philosophische Lösung parat für den Fall "wenn alles sinnlos" erscheint. Er hat ein Essay über den Sisyphos Mythos geschrieben indem ja besagter Sisyphos von den Göttern wegen einer Art Vertragsbruch in die Unterwelt kommt und dazu gezwungen ist einen Stein immer und immer wieder den Berg raufzurollen, der, wenn er oben ist, wieder herunterrollt und er ihn erneut hochrollen muss. Das ist eine höchst sinnlose Tätigkeit. Jetzt kommt die Frage auf, wie geht man mit dieser Sinnlosigkeit um? Man geht damit um in dem man das Problem, also die Strafe von den Göttern, verachtet. Was hat das mit uns zu tun? Im Prinzip will Albert Camus im Allgemeinen sagen, dass der sinnsuchende Mensch in einer sinnlosen Welt einen Sinn sucht. Dies stellt eine Absurdität dar und der Mensch, der diese Sache erkannt hat, wird zum "absurden Menschen". Man kann die gegebene Sinnlosigkeit nur überleben indem man sie, wie gesagt erkennt, dann anerkennt und anschließend dagegen revoltiert und sich auflehnt. Man könnte Selbstmord jetzt natürlich als eine Art des Widerstandes anführen. Da man es der sinnlosen Welt so "richtig gezeigt hat". Aber das ist falsch, wenn wir uns aufgrund dieser Erkenntnis töten, hat die sinnleere Welt gegen uns gewonnen. Das selbe gilt für den Stein bzw. die Götter würde es Sisyphos tun. Nur in der Revolte gegen die Sinnlosigkeit kann der Mensch wirkliche Freiheit und Glück finden. Mit anderen Worten: Wenn man alles sinnlos findet, sollte man mit einem höhnischen "Trotzdem!" morgens aus dem Bett hüpfen wobei der Tod nach Camus schlicht und ergreifend ein krönender und endgültiger Abschluss eines absurden Lebens ist. |
| ANOXIE | also ich sehe das so: wenn einem alles sinnlos erscheint, dann sollte man versuchen sich selbst wieder mut zu machen und seinem leben einen sinn zu geben. ich weiß, das klingt blöd wenn man das so leichtfertig dahersagt... ich stecke seit ein paar jahren in einer einzigen großen kriese und da bleibt es nicht aus, dass man sich fragt, warum man morgens eigentlich noch aufsteht. sicher wird dieses gefühl nicht von heute auf morgen verschwinden, aber wenn man sich estwas sucht was für einen selbst "sinn" macht, dann kommt man aus so einem tief auch wieder raus. bei mir war dieser sinn das schreiben und zeichnen. klingt dumm, aber wenn man etwas selbst "schafft" gibt einem das ein besseres gefühl und man kann den rest der welt auch wieder ein bisschen anders sehen, also nicht mehr ganz so dunkel. und das hat mir am ende den anstoß gegeben wieder.. naja, spaß ist übertrieben, aber mehr freude am leben zu haben. |
| HeiligerGeist | [QUOTE][i]Original geschrieben von ANOXIE [/i] [B]also ich sehe das so: wenn einem alles sinnlos erscheint, dann sollte man versuchen sich selbst wieder mut zu machen und seinem leben einen sinn zu geben. ich weiß, das klingt blöd wenn man das so leichtfertig dahersagt... ich stecke seit ein paar jahren in einer einzigen großen kriese und da bleibt es nicht aus, dass man sich fragt, warum man morgens eigentlich noch aufsteht. sicher wird dieses gefühl nicht von heute auf morgen verschwinden, aber wenn man sich estwas sucht was für einen selbst "sinn" macht, dann kommt man aus so einem tief auch wieder raus. bei mir war dieser sinn das schreiben und zeichnen. klingt dumm, aber wenn man etwas selbst "schafft" gibt einem das ein besseres gefühl und man kann den rest der welt auch wieder ein bisschen anders sehen, also nicht mehr ganz so dunkel. und das hat mir am ende den anstoß gegeben wieder.. naja, spaß ist übertrieben, aber mehr freude am leben zu haben. [/B][/QUOTE] Find ich prinzipiell gut :) Ich möchte jetzt nicht wie so en verlogener Motivationstrainer daher reden, aber im gewissen Sinne ist es auch Einstellungssache wie schnell man sich bis ins dunkelste hinunterziehen lässt. Ich persönlich würde sagen, es ist auch wichtig, sich auch an kleineren Dingen zu erfreuen die angenehm waren und für einen funktioniert haben. Selbst, wenn es z.B. nur der abendliche Spaziergang bei schönem Sonnenuntergang war :) lg |
| D. letzte Träne | Unter mir tun sich hin und wieder auch immer mal wieder fiese kleine Löcher auf. Ich erlaube mir dann mich ein wenig in meinem Selbstmitleid zu wälzen, über das zu meckern und mäckeln was der Grund für dieses Loch ist. Spätestens jedoch nach ein paar Stunden Schlaf, zwinge ich mich, mich wieder aus diesem Loch heraus zu hiefen. Manchmal oder eher meist dauert dies eine Weile. Der Gedanke, dass sich von alleine nichts ändert und man selbst etwas dagegen tun muss, gegen das was diese Löcher verursacht hat... verlangt Ausdauer von einem, weil vieles sich eben nicht einfach von Heute auf Morgen ändert. Einiges braucht Wochen, Monate oder Jahre bis man eine positive Veränderung sieht. Anderes kann man eventuell garnicht ändern, aber man kann lernen damit umzugehen, es zu akzeptieren und den Blick woanders hin zu richten. Hierzu vielleicht... „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Bertolt Brecht |
| trigger | ich kenne dein Problem. Man fühlt sich, als ob man sich ganz langsam auf einen Abgrund zu bewegt... ich kann dir nur eines raten : NIMM DEIN LEBEN IN DIE HAND ! mach eine Zusatzausbildung, such dirn Job welcher dir wirklich gefällt. Änder was, such dir ein neues Hobby etc. etc. Mach was aus deinem Leben |
| Loner | [quote][i]Original geschrieben von trigger[/i] ich kann dir nur eines raten : NIMM DEIN LEBEN IN DIE HAND ![/quote][url=http://www.imdb.com/title/tt0118971/quotes#qt0207784]The worst vice is advice.[/url] Für all jene, denen der rote Faden in ihrem Leben entglitten ist, sind derartige Sprüche mehr Schlag denn Rat. |
| trigger | mir selber ist der Faden entglitten vor ein paar Jahren. Vegetierte Tag ein Tag aus vor mich hin, hatte kein Job, nur noch besoffen und erkannte keinen Sinn im Leben. Manchmal braucht es einen "Arschtritt" damit man die Augen aufmacht und die Probleme anpackt und etwas verändert, dami es sich schlussendlih "zum guten" wendet. Jeder sieht dies anders... |
| Loner | [QUOTE][i]Original geschrieben von trigger[/i] Manchmal braucht es einen "Arschtritt" [...][/QUOTE] Das mag funktionieren, wenn man sich näher kennt oder in einem direkten Gespräch. Bei der Umwandlung eines Gedanken in Bits und Bytes geht jedoch zuviel von der eigentlichen Intention verloren. Der Unterschied zwischen einem virtuellen Arschtritt (wie deinem) und einem neunmalklugen Spruch ist dann entschieden kleiner als der Interpretationsspielraum des Lesers (je nach aktueller Gemütslage).* [size=1]* Man möge mir verzeihen, aber Heute bekomm' ich keinen einfachen und verständlichen Satz mehr hin. Zuviel Hirn im Knoten. :-\[/size] |
| trigger | und dieses Interpretationsspielraumes ist es jedem selber überlassen ob und wie er den "Arschtritt" ernst nimmt. |
| Cabal | Die zwischenmenschlichen Interaktionsmöglichkeiten des Internets lassen bei diplomatisch besonders ausweglosen Fällen schlicht zu wünschen übrig. Das ist alles. MfG Cabal |
| sozialgrufti | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Vielleicht wird es (das leben) erst dadurch sinnvoll, dass wir ihm unsere Sinne geben, dass wir es sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten ...[/B][/QUOTE] wo stehst du selbst? stehst du [i]vor[/i] dem "vielleicht" oder liegt es bereits hinter dir? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von sozialgrufti [/i] wo stehst du selbst? stehst du [i]vor[/i] dem "vielleicht" oder liegt es bereits hinter dir? [/QUOTE]Aus heutiger Sicht werte ich die Zeitabschnitte meines Lebens, die ich bewusst mit meinen Sinnen erfasst habe, auch als sinnvoll. Genaugenommen sind es die Zeitabschnitte, an die ich mich heute noch (in den meisten Fällen sogar gern) erinnere. Nach meinem Empfinden verbringe ich aber noch viel zu viel Zeit mit (mehr oder weniger sinnvoller) Lohnarbeit, um unter den gegenwärtigen Bedingungen mein Überleben zu sichern. |
| sozialgrufti | danke für die antwort. also könnte man das "vielleicht" auch beherzt streichen und stattdessen von einer persönlichen "überzeugung" sprechen? im grunde nehme ich die sinnhaftigkeit meines lebens in gleicher weise wahr - der "sinn des lebens" wäre dann nicht mehr alleinige sache des verstehens, sondern vollzöge sich mit meinem komplexen dasein von augenblick zu augenblick. wie nehme ich dann die lohnarbeit wahr? ich arbeite ca 45h/woche, was nur die reine lohnarbeit betrifft; arbeit, die ich zudem noch leiste, nicht mit inbegriffen. mich auf die lohnarbveit einzulassen, die aktuell den größten teil meiner lebenszeit ausmacht, beruht von vornherein auf freier entscheidung - ich habe mich einst für die idee der "notwendigkeit der lohnarbeit" entschieden (es gibt ja immer auch die option "brücke"). dass mich die lohnarbeit ab und zu derbe ankotzt, ist ebenfalls ein zustand, den ich mit meinen sinnen wahrnehme, von daher betrachte ich auch diese arbeit als 100% sinn-voll. wenn ich sage, dass der sinn meines lebens sich von augenblick zu augenblick vollzieht (als ein permanentes geschehen), dann kann ich die einzelnen bereiche, in die ich die komplexität meines daseins splitten kann, nicht mehr trennen in sinn-voll und sinn-leer, oder den sinn partiell in frage stellen. entweder ganz oder gar nicht. der sinn meines lebens endet mit meinem physischen tod, behaupte ich. bis dahin ist alles sinn-voll. die oft empfundene "innere leere", das "negative" etc, all das ist darin inbegriffen, weil ich es mit meinen sinnen wahrnehmen kann. darum kann ich mit menschen nichts anfangen, die besagte trennung vollziehen, und die von einem "sinnvollen leben" als einem "erreichbaren zustand" ausgehen, für den man, um ihn zu erreichen, dies und das und jenes machen müsse, denn diese rechnung geht nicht auf, ohne dass man mit sich selbst uneins wird und neurosen und andere krankheiten entwickelt. na ja, vortrag wollte ich jetzt nicht halten, nur eben [i]meinen[/i] standpunkt im gegenzug kurz erläutern. und ich kann gemeinsamkeiten entdecken. schönes wochenende wünsch ich :). |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von sozialgrufti [/i] also könnte man das "vielleicht" auch beherzt streichen und stattdessen von einer persönlichen "überzeugung" sprechen?[/QUOTE]Für mich selbst trifft das zu, wobei es auch sinnvolle Zeitabschnitte gab, die ich nicht bewusst mit meinen Sinnen wahrnahm. Das "vielleicht" sollte im Zusammenhang mit dem "wir" die Leser meines Beitrags dazu einladen, über meine Sichtweise nachzudenken und dadurch vielleicht :) mehr Sinn in ihrem eigenen Leben zu finden. [QUOTE]mich auf die lohnarbeit einzulassen ... beruht von vornherein auf freier entscheidung - ich habe mich einst für die idee der "notwendigkeit der lohnarbeit" entschieden (es gibt ja immer auch die option "brücke").[/QUOTE]Daneben gibt es aber auch noch Optionen wie "Selbständigkeit", "freischaffender Künstler", Berufssoldat und andere. [QUOTE]wenn ich sage, dass der sinn meines lebens sich von augenblick zu augenblick vollzieht (als ein permanentes geschehen), dann kann ich ... nicht mehr trennen in sinn-voll und sinn-leer, oder den sinn partiell in frage stellen.[/QUOTE]So gesehen dürfte es den Thread "Wenn alles sinnlos erscheint" gar nicht geben. Ich hatte aber in meinem Leben auch schon Momente, in denen mir alles sinnlos erschien. Man könnte sich auch fragen, ob die Lebenszeit, die man verschläft, sinnvoll ist (ich meine, Ja). Was die Arbeit betrifft, da ist man meist sehr stark auf nur einen seiner Sinne fixiert, und dessen Wahrnehmungsfeld ist noch dazu stark eingeengt, zum Beispiel nur auf einen Bildschirm schauen, oder nur einen bestimmten Handgriff machen. Alle anderen Sinne erhalten keine neue Nahrung, weil sich ansonsten im Umfeld kaum etwas verändert. Das sind Situationen, die ich als "nicht bewusst mit den Sinnen erfasst" betrachte. Diese werden für mich erst durch ihr Ergebnis sinnvoll (oder eben nicht). Wenn ich mit meiner Tätigkeit etwas Sinnvolles geschaffen habe, dann erhält auch ein "nicht sinnlich erfasster" Zeitabschnitt einen Sinn. Wenn ich nun als Lohnarbeit etwas auszuführen habe, das mir als nutzlos oder sogar schädlich erscheint, dann ist das in meinen Augen sinnlos vertane Zeit. [QUOTE]der sinn meines lebens endet mit meinem physischen tod, behaupte ich.[/QUOTE]Ich halte es durchaus für möglich, dass nach dem physischen Tod noch [URL="http://www.amazon.de/dp/3426274205"]"Irgendetwas" kommt,[/URL] auch wenn es wahrscheinlich kein Leben ist. [QUOTE]bis dahin ist alles sinn-voll. die oft empfundene "innere leere", das "negative" etc, all das ist darin inbegriffen, weil ich es mit meinen sinnen wahrnehmen kann.[/QUOTE]Für mich sind das keine Sinneswahrnehmungen in Echtzeit, sondern etwas "aus Vergangenem Zusammengebasteltes". Wenn es aber über längere Zeit keine echten Sinneswahrnehmungen gab, dann fehlt das "Bastelmaterial", und es entsteht diese "innere Leere". [QUOTE]darum kann ich mit menschen nichts anfangen, die besagte trennung vollziehen, und die von einem "sinnvollen leben" als einem "erreichbaren zustand" ausgehen, für den man, um ihn zu erreichen, dies und das und jenes machen müsse, denn diese rechnung geht nicht auf, ohne dass man mit sich selbst uneins wird und neurosen und andere krankheiten entwickelt.[/QUOTE]Ich schrieb weiter vorn im Thread von einer "Filmrolle", auf die man im Laufe seines Lebens Bilder aufnimmt. Diese Bilder können bewusste Sinneswahrnehmungen sein oder auch "Zusammengebasteltes". Aber ich glaube, wenigstens eines von beiden braucht man, damit das Leben überhaupt ein Leben ist. Und meine Empfehlung ist, möglichst Vieles bewusst mit den Sinnen wahrzunehmen: betrachten, lauschen, schnüffeln, auf der Zunge zergehen lassen, berühren, streicheln, ... |
| sozialgrufti | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Für mich sind das keine Sinneswahrnehmungen in Echtzeit, sondern etwas "aus Vergangenem Zusammengebasteltes". Wenn es aber über längere Zeit keine echten Sinneswahrnehmungen gab, dann fehlt das "Bastelmaterial", und es entsteht diese "innere Leere".[/B][/QUOTE] wenn man von dem eigenen dasein als einem komplexen gebilde augeht (das manche in "körper, geist, seele etc" aufteilen) und die komplexität, wie in der klammer beispielhaft beschrieben, auseinanderfriemelt, dann stellt man im prinzip so eine art baukasten dar. aus den einzelnen komponenten ergibt sich das aktuelle ich-gebilde. stellt sich die frage, ob die einzelnen teile jeweils eigene existenzen (ich-gebilde) darstellen. kennst du das: du fühlst dich supergut und ausgefüllt und weisst nicht, warum? oder das: du fühlst dich einfach nur beschissen, und weisst ebenfalls nicht, warum? ich setze voraus, dass du über dich so viel weisst, dass du dann auch tatsächlich sagen kannst: [i]ich weiss nicht, warum[/i]. genau das ist, das, was ich meine. ich habe festgestellt, dass meine emotionen nicht immer "bedingt" sind, nicht immer eine "ursache" haben - oder dass zumindest die ursache nicht unter die kategorie "bewusst" fällt und dementsprechend von mir nicht benannt werden kann. ich habe weiterhin festgestellt, dass es menschen gibt, die das in ihrem dasein genauso wahrnehmen. und das sind keine un-reflektierten menschen, sondern menschen, die sich über lange zeiträume immer wieder kompromisslos selbst auf den grund gegangen sind und die einzelnen teile ihres ich-konstruktes in den unterschiedlichsten anwendungsmöglichkeiten kennen und damit arbeiten. und irgendwann wurde festgestellt: die verbindung zwischen den einzelnen teilen ist aus einem anderen stoff, als jener, der die einzelnen teile selber bildet. dann stellt sich die frage: wie sind die teile, die uns ausmachen, miteinander verbunden? die schwierigkeit beim suchen nach einer antwort ergibt sich aus dem tool, mittels dessen wir in der regel "verstehen" bzw. eine antwort zu formulieren in der lage sind - denn der verstand ist ebenfalls nur ein teil unseres ganzen, und (möglicherweise) ebenfalls "ursachenlos". wir reden von 2 unterschiedlichen "leeren"! [QUOTE] [B]Wenn ich nun als Lohnarbeit etwas auszuführen habe, das mir als nutzlos oder sogar schädlich erscheint, dann ist das in meinen Augen sinnlos vertane Zeit.[/B][/QUOTE] und wir reden von zwei unterschiedlichen sinnhaftigkeiten bzw. du bist in deinem denken nicht konsequent. denn einerseits sagst du, dass auch der schlaf sinnvoll ist, andererseits aber negierst du diese behauptung dadurch, dass du bei bestimmter art von hier: "lohnarbeit" von "sinnlos vertaner zeit" sprichst. denn auch der schlaf kann unter bestimmten gesichtspunkten "schädlich" und "destruktiv" sein und damit, in deinem sinne, "sinnlos vertane zeit". [QUOTE] [B]Und meine Empfehlung ist, möglichst Vieles bewusst mit den Sinnen wahrzunehmen: betrachten, lauschen, schnüffeln, auf der Zunge zergehen lassen, berühren, streicheln, ... [/B][/QUOTE] und was, wenn du genau das tust, und [i]dennoch[/i] leere empfindest? aufgrund solcher und vom prinzip her gleichartiger empfehlungen sind wir in der gesellschaftlichen situation der (nicht nur) verbalen inflation. die "oberflächen" verkrusten unter diesen moralischen pflastern, die sich menschen ausgedacht haben, die sich damit bloß ihre pfründe/autorität sichern wollen. aber in den ganz persönlichen wunden jedes einzelnen, tief unter diesen "erwachsenensprüchen", schwärt es. und es sind ja auch nur darum wunden geworden, weil man diese stellen, aus denen sich der fluss des gemeinschaftlichen lebens letztlich entwickelt, aus genanntem grund unter verschluss hält. daher rührt, so meine ich, der eindruck, den viele haben: in dieser gesellschaft nur funktionieren zu müssen. und nochmals zurück zu [QUOTE] [B]Wenn es aber über längere Zeit keine echten Sinneswahrnehmungen gab, dann fehlt das "Bastelmaterial", und es entsteht diese "innere Leere".[/B][/QUOTE] es gibt genügend beispiele für menschen, die zeit ihres lebens (oder zumindest über sehr lange zeit) gewissermaßen eine "knastexistenz" führen bzw. geführt haben, und die dennoch keine "inneren leere" kennen. in diesem sinne noch ein sinnvolles restwochenende. :) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Ich halte es durchaus für möglich, dass nach dem physischen Tod noch [URL="http://www.amazon.de/dp/3426274205"]"Irgendetwas" kommt,[/URL] auch wenn es wahrscheinlich kein Leben ist.[/B][/QUOTE] Ich halte derartige Bücher für ausgemachten Unfug - ich habe früher selbst einmal die Bücher von Raymond A. Moody zu diesen "Nahtoderfahrungen" gelesen und fand die Schlussfolgerungen auf die Existenz eines "Jenseits", die der Autor daraus ableitete, schon damals höchst unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen- Nahtoderfahrungen lassen sich heute lückenlos medizinisch-physiologisch erklären, der berühmte "Tunnel" des Hieroymus Bosch entsteht durch die unterbundene Sauerstoffversorgung des Gehirns, etc...alles weitere an sogenannten "Beweisen" gehört ins Reich der Esoterik...ich denke deshalb auch, dass Bücher wie diese eher Schaden anrichten als nützen können, da hier falsche Hoffnungen auf ein "Leben nach dem Tod" anhand herbeifantasierter esoterischer Pseudobeweise geweckt werden soll...hier soll diesem schmutzigen und völlig sinnlosen Dasein wieder einmal irgendein transzendenter "Sinn" untergejubelt werden, wo keiner ist und auch und erst recht nach dem Tod - nie einer sein wird...was dort geschrieben wird, das sind doch alles Hirnfürze irgendwelcher Gelehrter, die dringend Geld benötigen, weil immer mehr Stellen für Dozenten und Professoren an den staatlichen Unis gestrichen werden und die vorhandenen so schlecht bezahlt sind...nein Leute, legt euer Geld in "sinnvollere" Bücher an, lest stattdessen besser Cioran, Amery, Nietzsche, Kafka, Camus, Sartre, Freud oder den frühen Schopenhauer - auch wenn ich gerade Schopenhauer und Camus hier nur noch sehr bedingt empfehlen möchte, verrannten sie sich doch alle beide schliesslich in ganz ähnlichen Unfug, konstatierten einen "Sinn" des Lebens wo keiner ist, der bei Schopenhauer in der "Verneinung des Lebenswillens", bei Camus in der permanenten Revolte gegen dessen Absurdität besteht ("Mythos des Sisyphos") - der bei beiden aber trotz allem seltsamerweise nur im Leben und nicht im - selbstgewählten - Tod sich zu erfüllen habe - selbst große Geister sind eben nicht gänzlich immun gegen das "Esoterikvirus"... |
| Einsame_Elfe | oft erscheint mir vieles sinnlos aber dann passiert was was mich darab hintert über solche dinge nach zudenken ich lenk mich ab weill es macht mich innerlich krank und kapput wenn ich zu lange an sowas denken tue |
| MephistoX | Mich machen nicht die Dinge, die in Welt so ablaufen krank (sondern nur zornig), mich macht krank dass wir absolut hilflos dagegen sind, gefangen in einer Welt der Demokratie und Volksunterdrückung. Seit der Erfindung des Goldes/Geldes/Monetärer Zwischenhandelsmittel kann der Mensch nicht mehr frei entscheiden, ohne durch irgendwelche Barrieren geblockt oder in seiner Entscheidung umgelenkt zu werden. Und zurück auf die Bäume geht jetzt, wo wir verweichlicht und abhängig, und dazu so hilflos sind, auch nicht mehr. Deshalb rege ich mich über die meisten Dinge auch garnichtmehr auf, es sei denn, es ist was, was mich in direkter Linie betrifft. Aber selbst dann weiß ich, dass es sinnlos ist, dagegen zu protestieren, weil man eh nichts machen kann. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i] [B]Mich machen nicht die Dinge, die in Welt so ablaufen krank (sondern nur zornig), mich macht krank dass wir absolut hilflos dagegen sind, gefangen in einer Welt der Demokratie und Volksunterdrückung. Seit der Erfindung des Goldes/Geldes/Monetärer Zwischenhandelsmittel kann der Mensch nicht mehr frei entscheiden, ohne durch irgendwelche Barrieren geblockt oder in seiner Entscheidung umgelenkt zu werden. Und zurück auf die Bäume geht jetzt, wo wir verweichlicht und abhängig, und dazu so hilflos sind, auch nicht mehr. Deshalb rege ich mich über die meisten Dinge auch garnichtmehr auf, es sei denn, es ist was, was mich in direkter Linie betrifft. Aber selbst dann weiß ich, dass es sinnlos ist, dagegen zu protestieren, weil man eh nichts machen kann. [/B][/QUOTE] Rummaulen ist leicht. Alternativen beschreiben ist schwer. |
| MephistoX | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Rummaulen ist leicht. Alternativen beschreiben ist schwer. [/B][/QUOTE] Schwer, aber es ist nicht so, dass ich das nicht in Erwägung gezogen hätte, bloß erscheint mir sogar das ziemlich sinnlos in anbetracht der ganzen Soap Opera die hier abläuft. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i] [B]Schwer, aber es ist nicht so, dass ich das nicht in Erwägung gezogen hätte, bloß erscheint mir sogar das ziemlich sinnlos in anbetracht der ganzen Soap Opera die hier abläuft. [/B][/QUOTE] Du willst eben die Welt, in der jeder ausschlafen kann, weil niemand arbeiten muss und alles erlaubt ist. Nette Idee, aber es gibt gewisse praktische Hürden. |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Rummaulen ist leicht. Alternativen beschreiben ist schwer. [/B][/QUOTE] Es ist allerdings fraglich, ob Letzteres aussichtsreicher ist. ;) Klugscheißen für den Weltfrieden! |
| MephistoX | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Du willst eben die Welt, in der jeder ausschlafen kann, weil niemand arbeiten muss und alles erlaubt ist. Nette Idee, aber es gibt gewisse praktische Hürden. [/B][/QUOTE] Äh, ne. Da hast mich falsch verstanden. Mit der Realität kenn ich mich aus. Du spielst mit deinen 'alternativen' auf Lösungswege aus der 'Krise' an, die ich aber allesamt in die Tonne kloppe, weil sie nichts taugen. Du kannst nen Protestbürgerkrieg machen, die Regierungsmitglieder erschießen und stehst am Ende doch nicht als Held da, sondern als SChwerverbrecher der mehrmals täglich in den... Oder du kannst dich an Bürgerinitiativen beteiligen und bei den Freien Wählern einsteigen, und dann bleibst du lebenslänglich in der Partei, die an der 5% Hürde scheitert. Du kannst zu Hippe werden und Weltfrieden forden, aber man wird dich nur schief angucken. Du kannst zum Punk/Anarcho werden, regelmäßig von Wasserwerfern eine Luxusdusche + Trockenklopfung durch die Polizeibeamten erhalten und dann im Krankenhaus an Alkoholvergiftung krepieren. Du kannst auch ne eigene Sekte des großen grünen Arkelanfalls gründen. Du als Bürger hast keine Macht über garnichts, und 99% deiner Mitbürger checken es nicht und gucken dich schief an, wenn die sie wachrütteln willst. Es gibt nur eine wahre Alternative, aber die kann noch ein bischen auf sich warten. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i] [B]Es ist allerdings fraglich, ob Letzteres aussichtsreicher ist. ;) Klugscheißen für den Weltfrieden! [/B][/QUOTE] Jop. Während unsere Regierung im Auftrag des Weltfriedens 200 Panzer nach Arabien liefert. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i] [B]Es gibt nur eine wahre Alternative, aber die kann noch ein bischen auf sich warten. [/B][/QUOTE] Und die wäre? |
| MephistoX | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Und die wäre? [/B][/QUOTE] Das ist objektiv nicht spezifizierbar, da die objektive Wahrheit an sich nicht zu erfassen ist, sondern nur durch eine pseudo-objektive Wahrheit nachgeahmt wird, die sich aus den Subjektivitäten Aller zusammensetzt. Auf gut deutsch: Das muss jeder für sich selbst wissen. Du hast da wahrscheinlich andere Gedanken als ein Seidenspinner, eine (?) einsame_elfe oder als ich. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i] Du kannst nen Protestbürgerkrieg machen, ... Oder du kannst dich an Bürgerinitiativen beteiligen ... Du kannst zu Hippe werden und Weltfrieden forden, aber man wird dich nur schief angucken. Du kannst zum Punk/Anarcho werden ... Du kannst auch ne eigene Sekte des großen grünen Arkelanfalls gründen. Du als Bürger hast keine Macht über garnichts, und 99% deiner Mitbürger checken es nicht und gucken dich schief an, wenn die sie wachrütteln willst ... [/QUOTE]Du kannst auch zum Grufti werden und versuchen, das Beste aus Allem zu machen ... [QUOTE]Es gibt nur eine wahre Alternative, aber die kann noch ein bischen auf sich warten. [/QUOTE]Bei Sätzen mit "nur eine" oder "die wahre" werde ich immer sehr skeptisch, und erst recht dann, wenn beide Parolen enthalten sind ... |
| MephistoX | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Du kannst auch zum Grufti werden und versuchen, das Beste aus Allem zu machen ...[/B][/QUOTE] Ist er ja schon, denke ich. [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Bei Sätzen mit "nur eine" oder "die wahre" werde ich immer sehr skeptisch, und erst recht dann, wenn beide Parolen enthalten sind ...[/B][/QUOTE] Deswegen hab ichs oben nochmal erläutert, damit keiner denkt, damit wäre eine einzig richtige Ideologie verbunden oder sowas in der Art. 'Wahr' ist hier subjektiv gemeint. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i] [B]... Du hast da wahrscheinlich andere Gedanken als ein Seidenspinner, eine (?) einsame_elfe oder als ich. [/B][/QUOTE] UNZULÄSSIGE EINGABE: ICH BIN NOMAD. DU BIST KEINE PERFEKTE LEBENSFORM, ICH WIEDERHOLE KEINE PERFEKTE LEBENSFORM,ICH BIN NOMAD. FEHLER FEHLER FEHLER.AHHHH ICH BIN NICHT PERFEKT,ICH BIN NOMAD. AHHHHHHHHHHHH |
| MephistoX | Äh, hä? Jetzt hast du es tatsächlich geschafft, mich zu verwirren... o_0 |
| JohnSteed | Trekkies würden sich jetzt auskennen... Sagen wir es so, es gibt bei manchen usern eine eigenwillige Selbstwahrnehmung. Entweder ist es Teil ihres Verarschungssystems, was legitim ist, ich hatte in fast zehn Jahren durchaus oft meinen Spass hier... Oder aber sie glauben wirklich in strikter, streng monotoner Form an 1+1=2. Was ich nicht glauben kann, denn so etwas ist unrealistisch. Insofern habe ich meinen "Freund" @Elementarsatz nie richtig durchschaut, ich hoffe immer noch, dass er den Weg einer kranken und zynischen, aber immerhin Intelligenz gewählt hat, statt dem Zusammenzählen von Wahrscheinlichkeiten, das kann nämlich auch ein Halbaffe im Zoo. Das ist keine Kompetenz. Mein Bild war also auf @Eli gemünzt, der meine gelegentlich etwas ironischen Einlassungen immer noch nicht kapiert hat oder sie einfach ignoriert, was sein gutes Recht ist...... |