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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Tatwaffe Zunge
LunashineNach dem mich mal wieder "Wörter" verletzt haben und ich mir zum wiederholten male die Frage stelle:
"Können Menschen nicht nachdenken bevor sie leichtfertig andere verletzen?"
Fand ich diesen Text ....


[Quote]"So ist auch die Zunge nur ein kleines Körperglied. … [Doch] wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt.

Auch die Zunge ist ein Feuer, … der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt …; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt.

Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, … ist vom Menschen auch gezähmt worden;

doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel, voll von tödlichem Gift.

Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind.

Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“[/Quote]

Die Zunge ist schlimmer wie eine Pistole, den Schaden den sie anrichtet ist verherrend und oft nie wieder zu heilen!

EDIT: Ich sehe ein das das mein urspünglicher Vergleich nicht passend war.
RikaHallo Lunashine,

von wem stammt denn dieses Zitat?
Ich selbst habe mir auch schon sehr oft die Frage gestellt, warum Menschen oft einfach drauflos reden, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie sich andere dabei fühlen. Erst vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass eine gute Freundin von mir etwas ausgeplaudert hat, was sie nicht hätte weitererzählen dürfen und hat mir deshalb große Probleme bereitet. Sie hat damit noch einen Freund von mir schlecht gemacht, der sich dann ebenfalls rechtfertigen musste. Das war auch unüberlegt und rücksichtslos.
Ich bin auch sehr oft durch Wörter verletzt worden, früher wurde ich in der Schule sehr stark gemobbt. Ich fühlte mich verletzt und weinte sehr oft, aber meinen Mitschülern war das egal.
Anscheinend ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen auf den Gefühlen anderer herumtrampeln, weil ihnen das Feingefühl fehlt.

Liebe Grüße!
Harley_QuinnHallo Lunashine,

grundsätzlich kann ich dir zustimmen, dass die Zunge eine sehr scharfe Waffe sein kann. Das habe ich auch schon oft genug erlebt. Als außenstehende Person, als Opfer aber leider auch als Täter.

Deine Behauptung jedoch, dass die Zunge schlimmer als (als, nicht wie!) die Atombombe ist, finde ich allerdings sehr weit hergeholt. Die Wunden, die eine Zunge reißt, können durch diese auch wieder geschlossen, oder zumindest behandelt werden, während man bei einer Atombombe recht wenig bis gar nichts zur Milderung der Folgen tun kann, für Jahrhunderte.
RazielimFür das Thema dieses Threads passt für meine Verhältnisse eher die Metapher, dass Wörter wie Pistolenschüße seien, nämlich nichtmehr zurückzunehmen, einmal ausgesprochen. Erscheint mir auch mit dem Threadnamen kongruenter. Was auch immer..


Warum man beim Reden nicht zwingend auf die Gefühle des anderen achtet hat aber viele Gründe: Man kann erwarten dass der andere stark genug ist, die Wahrheit zu verkraften; man benutzt das Wort um seinen eigenen Gefühlen Platz zu machen; es nervt sich auf jeden Menschen einzustellen, da jeder Mensch anders fühlt; "Wer achtet denn bitte dafür auf meine Gefühle?"; es wäre ungerecht; Gesprächsqualitäten leiden darunter; ein Gefühl zu provozieren war Sinn des gesprochenen Wortes; einen mit Worten zu verletzen war subjektiv gerechtfertigt; etc pp.

[QUOTE]Die Zunge ist schlimmer wie eine Atombome, den Schaden den sie anrichtet ist verherrend und oft nie wieder zu heilen![/QUOTE]
Wenn dieses Gleichnis auf die Konsequenzen verbaler Missverständnisse auf politischer Ebene abzielt, sicher richtig. Anders herum kann man sich aber auch fragen, wie viele Leben durch das Wort gerettet, wie viele Menschen durch es erheitert oder beglückt worden. Eine stumme Welt fände ich persönlich jedenfalls zum Brechen. Was sollte ich in so einer auch nur mit meinem Telefon anstellen..?


Cheers
Razielim

Edith: Wie man auf Wörter reagiert ist subjektiv. Ich beispielsweise reagiere überhaupt nicht mehr darauf wenn man mich beleidigt. Ich finde das eher amüsant.. durch soetwas verletzt werden kann man meines bescheidenen Erachtens auch nur, wenn man seinen Wert über die Wahrnehmung anderer definiert.
Lunashine@ Rika : Ja, auch ich wurde früher gemoppt und gehänselt. Die Menschen sind doch sehr gedankenlos und oft gefühllos. Dieses Zitat stammt übrigens aus der Bibel.

@ Harley Quinn: Ja du hast recht, es wirklich ein provozierender Vergleich. Aber wenn jemand das Gerücht über einen Menschen verbreitet, geschieht das auch durch die Zunge. Wenn jemand unbegründet als Kinderschänder betitelt wird, bekommt er das nie wieder 100% los. Manch einer hat sich deswegen schon das Leben genommen.

@ Razielim: Eine stumme Welt wäre mit Sicherheit ungewohnt. Jedoch würde es die Fantasie anregen, sich auf anderer Ebene zu verständigen. Ich habe vor einigen Jahren mich mit der Gebärdensprache beschäftigt. Es ist unheimlich interessant auf welche Weise man den anderen verstehen kann.
Auch der Umgang der Gehörlosen ist überwiegend zuvorkommend und nicht beleidigend oder verletzend.

Wörter sind doch einfach zu leichtfertig und gedankenlos daher gesagt! Und ich meine nicht vulgären Beleidigungen, sondern die Dinge die gezielt auf einen Wunden punkt treffen. Seis gewollt oder ungewollt.
Razielim[QUOTE][i]Original von Lunashine[/i][b]

@ Razielim: Eine stumme Welt wäre mit Sicherheit ungewohnt. Jedoch würde es die Fantasie anregen, sich auf anderer Ebene zu verständigen. Ich habe vor einigen Jahren mich mit der Gebärdensprache beschäftigt. Es ist unheimlich interessant auf welche Weise man den anderen verstehen kann.[/QUOTE] [/b]
Ach, wieviele Leute benutzen Wörter schon um mit anderen zu reden? Und wieviele schon, um den anderen durch sie zu verstehen?
Egal. Ich merke schon jetzt dass sich der Thread wohl in eine Richtung entwickeln wird in die ich nicht wirklich reinpasse. Darum: Ciao.

Cheers
Razielim
Rika@ Lunashine: Danke! Sorry, bin nicht so bibelfest:D
Harley_Quinn[QUOTE][i]Original geschrieben von Lunashine [/i]
[B]@ Harley Quinn: Ja du hast recht, es wirklich ein provozierender Vergleich. Aber wenn jemand das Gerücht über einen Menschen verbreitet, geschieht das auch durch die Zunge. Wenn jemand unbegründet als Kinderschänder betitelt wird, bekommt er das nie wieder 100% los. Manch einer hat sich deswegen schon das Leben genommen.
[/B][/QUOTE]

Der Vergleich ist nicht provozierend, er ist total daneben. Der Vergleich mit Pistolenkugeln und Messerstichen ist viel treffender (die können verletzen oder töten, je nachdem, wo sie "landen") eine Atombombe hingegen tötet, über Generationen hinweg. Und wenn du mit diesem Vergleich provozieren möchtest, würde ich vorschlagen, dass du dich mal für ein Jahr in Hiroshima oder Nagasaki aufhälst (bekommst auch einen Geigerzähler mit) und dort deinen Vergleich vorträgst.
DarkHeartIch schrieb mal als Teenie in mein Tagebuch

Du brauchst mich nicht mehr zu schlagen,
denn mit Deinen Worten hast Du mich schon lange erschlagen
(DarkHeart)

oder es gibt auch dies, nicht von mir :D

-Worte zerstøren, wo sie nicht hingehøren-


Mancher kann mich beleidigen, wie er will, es geht an mir vorbei
bei jemand anderes ist dagegen eine noch harmlosere Beleidigung
wie ein Schlag ins Gesicht.

Es kommt wohl immer darauf an, wer "zuschlægt" und in welchen
Gemuetstand man sich selbst befindet.
Lunashine[QUOTE][i]Original geschrieben von Harley_Quinn [/i]
[B]Der Vergleich ist nicht provozierend, er ist total daneben. Der Vergleich mit Pistolenkugeln und Messerstichen ist viel treffender (die können verletzen oder töten, je nachdem, wo sie "landen") eine Atombombe hingegen tötet, über Generationen hinweg. Und wenn du mit diesem Vergleich provozieren möchtest, würde ich vorschlagen, dass du dich mal für ein Jahr in Hiroshima oder Nagasaki aufhälst (bekommst auch einen Geigerzähler mit) und dort deinen Vergleich vorträgst. [/B][/QUOTE]

Danke, du hast natürlich recht. Natürlich sind die Folgen verheerender. Habe es auch im Thread korregiert.
Wobei auch manch verletzendes Wort über Generationen Schaden anrichten kann. Nicht desto trotz, hätte der Vergleich besser überdacht werden sollen.
CagliostroDer Mensch ist Fleischfresser. Damit eine Art Raubtier.
Seine Strategien beinhalten sicher die Verletzung von Konkurrenten und Nahrungsfeinden.
Darüber nachzudenken hätte den eigenen Tod bedeutet.
Komischerweise wollen die Raubtiere im Urwald nur dann töten, wenn es sein muss und wenn es der Nahrungsfindung dient.
Demütigen wollen Jaguar,Löwe oder Ozelot keineswegs.
Es interessiert sie kaum, es ist nicht wichtig.

Für den Menschen schon.
Vielleicht eine männliche Attitüde.

Ares/Mars will stets in den Krieg, weil es Spass macht und man
die Gegner hinterher so richtig schön demütigen kann, wenn sie die Schlacht verloren haben.
Pallas Athene sieht ein, dass man sich verteidigen muss, hat aber kein Interesse daran Gegner zu bestrafen, sie will einen aufgezwungenen Verteidigungskrieg gewinnen, aber nicht mehr und Spass macht es ihr auch keinen.
Razielim[QUOTE][i]Original von DarkHeart[/i][b]

Mancher kann mich beleidigen, wie er will, es geht an mir vorbei bei jemand anderes ist dagegen eine noch harmlosere Beleidigung wie ein Schlag ins Gesicht.

Es kommt wohl immer darauf an, wer "zuschlægt" und in welchen Gemuetstand man sich selbst befindet.[/QUOTE] [/b]

Hat es möglicherweise nicht vielleicht damit zu tun dass einem im Moment des ausgesprochenen Wortes des anderen von der "richtigen" Person zur "richtigen" Zeit offenbar wird, bei ihm/ihr nichtmehr den Stellenwert innezuhaben der den bisher üblich-vertrauten Umgang ermöglicht hat, und so zwar keine reele, aber zumindest gefühlte Person verloren zu haben? Und dass das Gefühl der Verletzug eigentlich eher daher rührt?


@Cagliostro: Verletzende Worte, für meine Begriffe Lästereien, Hänseleien, dumme Wortspiele, etc. pp. sind meiner bescheidenen Erfahrung nach typische Frauenmerkmale. Insbesondere ausgeprägt im Teenie-Alter aber auch später noch, wenn sich entwachsene "Damen" wöchentlich zum Teewettrinken treffen um den üblichen Klatsch auszutauschen und weiterzuverbreiten.

Ach ja und: Angriff [i]ist[/i] die beste Verteidigung.

Cheers
Razielim
Harley_Quinn[QUOTE][i]Original geschrieben von Razielim [/i]
[B]

@Cagliostro: Verletzende Worte, für meine Begriffe Lästereien, Hänseleien, dumme Wortspiele, etc. pp. sind meiner bescheidenen Erfahrung nach typische Frauenmerkmale. Insbesondere ausgeprägt im Teenie-Alter aber auch später noch, wenn sich entwachsene "Damen" wöchentlich zum Teewettrinken treffen um den üblichen Klatsch auszutauschen und weiterzuverbreiten.
[/B][/QUOTE]

Einspruch, die schlimmsten verbalen Verletzungen wurden mir in meinem bisherigen Leben von vertretern des männlichen Geschlechts zugefügt. Die verstehen es ebenfalls hervorragend wunde Punkte auszunutzen. Ich behaupte nicht, dass Frauen generell unschuldig sind, aber das ganze als typisch Frau abzutun ist meiner Erfahrung nach schlichtweg falsch.
RazielimToll Harley, dann einigen wir uns darauf dass es weder generell Männlich, noch generell Weiblich ist Worte als Waffen zu missbrauchen. Das halte ich ohnehin für Allgemeinwesen. Ich konnte nur keine derart illusionierte Vorstellung der Frau als braves rechtschaffendes Schaf einfach so stehen lassen.

Cheers
Razielim
Harley_QuinnDamit kann ich leben :D
CagliostroTja, Frauen sind emotional, weil sie emotional sind.
Männer sind emotional, wenn es ihnen etwas nützt.

Ehrlich gesagt, schätze ich "Männerfreundschaften" nicht besonders.
Da ist so etwas hoffnungsloses, trostloses.
Es geht immer nur darum eine nichtvorhandene Hirarchie auszukungeln, es geht darum eine Scheinsolidarität zu schaffen, die nur den Zweck hat, den vermeintlich Stärkeren noch stärker zu machen (Regierungen funktionieren so).

Bei Frauen weiss ich - obwohl es bescheuert klingt- woran ich bin.
Sie reden entweder gar nicht erst mit mir oder interessieren sich wirklich für mich (als Person).

Ja, ich weiss jetzt welcher Einwand kommt, sexuell nützt es quasi auch nix.
Nun, inwieweit es für mich sexuell nutzbar ist, mit vollgetrunkenen Schreihälsen auf den Fussballplatz zu gehen und aus lauter Frust darüber, dass unter Garantie einer immer spinnt (Pöbeleien etc.), noch mehr zu trinken, das sei natürlich dahingestellt........

;)
CagliostroDer Austausch von Bösartikeiten war mal Teil unserer Alltagskultur und hat bewirkt, dass man irgendwann herausfand, wer die Nr.1,2,3 und 4 bis 5689 ist.
Das war durchaus wichtig und sinnvoll.

Das Zeitalter der "Aufklärung" und Pseudobefreiung, inklusive Kants Gutmenschensätze, haben bewirkt, dass wir aus Assimilationsgründen nicht mehr offen ausmachen dürfen, wer unser Alphatier ist, was eigentlich nur Verwirrung stiftet.
XenomorphWorte sind Schall und Rauch, Worte sind überflüssig, Worte sind nur leeres Geschwätz.

Nur Gedanken haben Macht...denn nur aus ihnen erwachsen Taten...manchmal große...und Gedanken lassen sich im Gegensatz zu Worten nicht kontrollieren und unterdrücken, was ihre Macht noch steigert...und Despoten fürchten diese Macht, mehr als alles andere auf der Welt...denn der Sturz eines jeden von ihnen war im Anfang nur ein Gedanke - eines einzelnen Menschen womöglich...Revolutionen beginnen im Geiste...deshalb ist eine Gedankenpolizei der - zum Glück bislang unerfüllte - Traum aller Despoten...doch schon versuchen sie, auch diese letzte Bastion des Individuums gegen Staat und "Gesellschaft", gegen die "anderen" aufzubrechen...die Gedanken sind die letzte Festung - und wenn sie nicht mehr gehalten werden kann, dann ist der Krieg des Einzigen gegen die feindliche Übermacht der "anderen" verloren...
TheLongestDayIch glaube "Worte ohne Taten sind wertlos" trifft es eher.

Das gilt aber auch eher für die Politik.

Für zwischenmenschliche Beziehungen reichen die falschen Worte zum falschen Zeitpunkt, um jemanden schlichtweg aus der Bahn zu werfen, ich habe das sowohl als Objekt als auch als Subjekt erlebt.
LunashineHm... sollen wir alle Wortkarg werden, damit wir nur noch das sagen was von Bedeutung ist?
Das Problem ist doch eher, das wir uns nur zu gerne mit Wörtern verletzen. Ist es doch eine sehr gewaltlose Methode andere schmerzen zu zu fügen.

Gerade hab ich wieder erlebt, das Menschen aus ihrer Hilflosigkeit andere, in dem Fall mich, verbal verletzen möchten.

Da wird tief in die Schmerzkiste gegriffen und einem Sachen aus der Vergangenheit um die Ohren geschmissen, die einfach nur weh tun sollen. Und das schlimme ist, wenn man in dem Gespräch noch zu hören bekommt, man sei der Mensch den man liebt.

Warum verletzen Menschen den Menschen den Sie lieben?

Was ich hier gelernt habe, ist das man nicht alles an sich heranlassen darf.

Tatsächlich, habe ich nur ein müdes lächeln übrig, den dieser Mensch steht mir nicht mehr nahe...

Jedoch ... denke ich Worte sind wichtig, ohne oder wortkarg wäre das Leben zu leise...
free minds-/-
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i]
[B]Durch Worte kann gezielt manipuliert werden, durch Worte können Gerüchte in die Welt gesetzt werden, die keinen Funken Wahrheit beinhalten.
[/B][/QUOTE]

Das ist sicher richtig...Politik und Werbung - um nur zwei Beispiele zu geben - "funktionieren" schließlich so und nicht anders: Menschen werden durch Worte dazu gebracht, Dinge zu tun, die sie andernfalls nicht tun würden, ein Waschmittel zu kaufen, das sie sonst im Regal stehenlassen würden, weil es angeblich weißer wäscht, eine andere Partei zu wählen als bisher, die genauso grosser Müll ist wie restlichen, usw...aber die "Handelnden" bleiben dennoch die Menschen selber, auch wenn man aufgrund der Manipulation durch Politpropaganda oder ähnliches dann nicht mehr von "freier Entscheidung" als Grundlage ihres Handelns sprechen kann...die mir aber ohnehin fragwürdig erscheint...es ist schon so, dass Gedanken, durch Worte in die Welt gesetzt, gewollt oder ungewollt zu "Viren" werden können, die das Verhalten der Menschen ändern...die Frage bleibt jedoch, ob unausgesprochene Gedanken das ebenfalls können...
HellscreamWenn man davon ausgeht, das du nicht nicht kommunizieren kannst. Beeinflusst du immer andere Menschen, ob du es willst oder nicht. Abgesehen davon das schon die Reine Existenz die Umwelt beeinflusst, in der diese Existenz angesiedelt ist. Sprache bietet hier natürlich Wirkungsvolle Manipulationsformen, diese lassen sich in anderen Formen der Kommunikation aber auch finden.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Worte sind Schall und Rauch, Worte sind überflüssig, Worte sind nur leeres Geschwätz.
[/B][/QUOTE]

Aber genau deswegen eignet sich die Zunge doch optimal, andere zu verletzen. Es benötigt wenig Aufwand. Taten können ebenso verletzen, benötigen aber die Aktion von einem, während man leichter mal eben was böses sagt. Es muss ja nicht mal stimmen, und schon wirft es einen aus der Bahn.
Kommunikation mag zwar Handlung sein (wenn ich mal wieder an meine lustigen Sozialpsychologiekurse denke), geht aber verbal schneller von statten.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Worte sind Schall und Rauch, Worte sind überflüssig, Worte sind nur leeres Geschwätz.[/QUOTE]
Allerdings.
Der Ton macht die Musik. Und die Körpersprache.
Es ist ein Unterschied, ob man einen Freund lachend einen Penner nennt oder jemand anderen den "Penner" vor die Füße spuckt.
schattenlichterIch denke, dass das Problem weniger mangelndes Feingefühl oder Undurchdachtheit ist, sondern dass manche Menschen sich toll fühlen, wenn sie andere runtermachen.

Menschen müssten die Erfahrung machen, dass es für sie selbst in erster Linie Nachteile bringt, wenn sie mit Worten verletzen. Ich habe mich einmal so negativ über jemanden geäußert, dass es nah an der Grenze zum Lästern war- und mir wurde das von ihm mehrmals vorgehalten. Da ich selber gelegentlich Zielobjekt bin, was mich aber nicht großartig angeht, war und ist es mir sehr wichtig, in dem Zusammenhang so unangreifbar wie möglich zu sein. Und deshalb achte ich inzwischen sehr genau darauf, was und wie ich etwas negatives sage. Außerdem ist Lästerei in der Regel unfair, weshalb der Verzicht darauf schon von der rein moralischen Seite her für mich einfach war.

Ich verletze trotzdem manchmal - aber ich weiß dann, was ich tue, und ich verletze niemanden, bei dem ich es nicht als gerechtfertigt empfinde.
Ich weiß, dass das nach einer sehr subjektiven, nahezu selbstgerechten Einstellung klingt. Aber wenn man ein richtiges Arschloch vor sich hat, das lügt, hetzt, heuchelt - würdet ihr da nicht auch in den Gegenangriff übergehen? Würdet ihr ihm nicht auch das ins Gesicht sagen, was ihr von ihm denkt? Würdet ihr bei einem Angriff nicht genauso heftig zurückschlagen?[SIZE=1]1[/SIZE]

Es gibt manchmal auch Menschen, mit denen man aus persönlicher Abneigung nichts zu tun haben möchte. Wenn diese sich aber aufdrängen, was macht ihr dann? Ich versuche dann immer durch indirekte Signale denjenigen auf Abstand zu halten. Aber mir ist es schon passiert, dass derjenige das nicht akzeptieren konnte, sodass ich angefangen habe, durch starke Distanz und zT auch Beleidigungen, denjenigen loszuwerden. Das ist nicht gerade der schönste Weg, er kann verdammt böse sein. Aber wölltet ihr über lange Zeiträume die Gegenwart oder sogar die Annäherungsversuche von jemanden tolerieren, der euch einfach nur stört? Ich glaube kaum. (Die Betonung leigt hier übrigens auf "längerer Zeitraum"). Deshalb denke ich, dass verletzende Worte manchmal gerechtfertigt sind.

Grüße Sarah




[SIZE=1]1 Ein solches Arschloch hat zB mal, als ich mit ein paar anderen Leuten, darunter seine Ex, bei ihm vorbeigegangen bin gesagt: "boah, hier stinkts!" Dummerweise hatte ich den Eindruck, dass das eine indirekte Beleidigung an seine Ex sein sollte und habe ihn daraufhin etwas böse beleidigt...("Kein Wunder wenn du hier bist") Er schien ziemlich verletzt zu sein, ich weiß aber nicht, ob das nicht auch nur geheuchelt war, jedenfalls in dem Moment habe ich das ganz sicher nicht als schlecht empfunden...[/SIZE]
domi1607Mir geht es jetzt noch so dass ich tagtäglich in der Schule gemobbt werde,weil ich Individualist bin.Die anderen machen sich über mich lustig nur weil ich kein Hopper bin.Mittlerweile höre ich nicht mehr hin aber es kann schon sehr verletzend sein.Erst letztens habe ich mich mit meinem besten Freund Streit angefangen,weil er mich ,durch das Ausplappern von Meinungen über andere Leute, in sehr große Schwierigkeiten brachte.Ich bin immer wieder froh wenn ich Freitags in der Fabrik unter ''normalen'' Leuten bin.
MfG Domi
AstarteAm schmerzhaftesten sind Worte, welche von Menschen ausgehen, denen man am tiefsten vertraut hat, welche scheinbar endlos verknüpft mit der eigenen Seele waren ...

Plötzlich sind Worte, welche einst Mitgefühl ausdrückten, nur noch Hohn, Galle , Gift, schlimmer als zehntausend Nadeln. Sie verletzen nicht nur in dem Moment, sie zerstören ganze Teile im Selbst, die sich nur schwer wieder regenerieren ...
felisSilvestris[QUOTE][i]Original geschrieben von domi1607 [/i]
[B]Mir geht es jetzt noch so dass ich tagtäglich in der Schule gemobbt werde,weil ich Individualist bin.[/B][/QUOTE]

ich fürchte, dass das auch nicht aufhört, wenn du mit der schule fertig bist. überall wirst du auf leute treffen, die menschen verurteilen, weil sie anders sind. teilweise meinen sie es nicht mal böse, sondern einfach nur witzig- weil sie nicht reflektieren, wie es bei dem anderen ankommt. die erfahrung habe ich zumindest gemacht...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Astarte [/i]
Am schmerzhaftesten sind Worte, welche von Menschen ausgehen, denen man am tiefsten vertraut hat, welche scheinbar endlos verknüpft mit der eigenen Seele waren ...[/QUOTE]

ich rede leider selber immer drauf los, bevor ich drüber nachdenke, was meine worte für eine wirkung haben. das ist eine ganz schlechte angewohnheit, vor allem, wenn man eigentlich niemanden verletzten will....
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von domi1607 [/i]
[B]Mir geht es jetzt noch so dass ich tagtäglich in der Schule gemobbt werde,weil ich Individualist bin.Die anderen machen sich über mich lustig nur weil ich kein Hopper bin.Mittlerweile höre ich nicht mehr hin aber es kann schon sehr verletzend sein.Erst letztens habe ich mich mit meinem besten Freund Streit angefangen,weil er mich ,durch das Ausplappern von Meinungen über andere Leute, in sehr große Schwierigkeiten brachte.Ich bin immer wieder froh wenn ich Freitags in der Fabrik unter ''normalen'' Leuten bin.
MfG Domi [/B][/QUOTE]

Voll krass ey! Isch kann disch vastehn, alder, weiss du?

naja in nichts manifestiert sich die totale Blödheit des Mainstreams wie in **********(darf man aus pol.korrekten Gründen nicht sagen).
Hm, musikalisch unterbegabte?
Hose bis zum Arsch, weisst du voll krasses Erkennungszeichen von der Hood.
Einsame_Elfeich sag oft dinge zu menschen die ich später bereuen tue auch wenn ich sie nicht laut aussprechen kann manch vieles bereue ich es das ich es im passenden moment es nicht gesagt habe aber wenn ich seh wie die leute drunter leiden was ich sag dann bereu ich es auch wieder
MephistoXAlso hier die Lösung für eure Probleme:
Einfach die Zunge Abschneiden. :D
SheishinIch glaube Worte sind die mächtigste Waffe auf unserer Erde. Man muss nur bedenken, was man mit ihnen alles tun kann:

Man kann helfen, indem man Mut zuspricht.
Man kann versprechen.
Man kann mir ihnen seine Liebe oder Zuneigung ausdrücken.
Überhaupt sind sie Ausdruck der Gefühle.

Auch ausdruck der "schlechten" Gefühle. Man kann Unendliches Leid mit ihnen zufügen. Nur durch 1 Wort. Sie können voll Hass, Verachtung, Beleidigung sein. Alles. Ein einziges Wort kann einen Menschen für immer brechen. Wenn ich da zB an meine Schulzeit denke, was ich mir alles anhören musste...

Man kann auch strafen indem man ihm keine Worte sagt. Ihn nicht beachtet. Absichtlich nicht mit ihnen spricht.

Was ist nun verletzender - negative Worte oder gar keine Worte?
Sheishin[QUOTE][i]Original geschrieben von domi1607 [/i]
[B]Mir geht es jetzt noch so dass ich tagtäglich in der Schule gemobbt werde,weil ich Individualist bin.Die anderen machen sich über mich lustig nur weil ich kein Hopper bin.Mittlerweile höre ich nicht mehr hin aber es kann schon sehr verletzend sein.
MfG Domi [/B][/QUOTE]

Ging mir genauso. Leider... aber ich stand drüber, ich war eben Goth/Emo, seit ich denken kann. Der mainstream ist nichts für mich und wird es auch nie sein. Die mobbereien gingen von verletzenden worten bis zu nichtbeachtung. Das kam so weit, dass ich im (langweiligen) Hauswirtschaftsunterricht immer allein am tisch saß, da sich nie einer zu mir setzen wollte.

Irgendwann habe ich es einfach nicht mehr beachtet. Alles in mich reingefressen, daher habe ich auch noch ein paar Narben auf meinen Armen... bildnerische kunst hat mir auch geholfen, meinen frust irgendwie ausdruck zu verleihen.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von Sheishin [/i]
[B]Man kann versprechen.[/B][/QUOTE]

Ein Versprechen hat nur einen bedingten Wert. Nicht selten wären eher Taten denn Worte angebracht. Sagen kann man viel, auch versprechen.
Sicher baut das auf, verspricht einem jemand etwas und bei Menschen die einem nahe stehen, sollte man auch wissen können, dass sie ihr Versprechen halten. Trotzdem, Taten sind da mehr wert. Zumal z.B. Zuneigung sich auch besser anfühlt, wird diese nicht nur bekundet sondern auch gezeigt.

Man sollte die Macht der Worte nicht unterschätzen, ja. Durchaus kann da einiges angerichtet werden. Manche Menschen werden mitunter garnicht wissen, was sie da gerade gesagt haben und welchen wunden Punkt es erwischt hat. Anderen wird wohl einfach das Feingefühl fehlen, oder es ist ihnen egal, wenn sie es nicht sogar gerne tuen.
Natürlich können Worte auch sehr gut tun und hilfreich sein. Ich bin jedoch der Meinung Taten vollbringen da doch mehr. Positives wie Negatives. Denn s.o. sagen kann man alles. Man sollte bedacht mit seinen Worten umgehen, vorallem mit bestimmten Aussagen, sie verlieren sonst an Bedeutung.
Allerdings, auch wenn Ehrlichkeit oft verletztend ist, ist sie durchaus angebracht. Manchmal muss es auch erstmal weh tuen bevor man etwas begreift.
Scheol[QUOTE]Ich glaube Worte sind die mächtigste Waffe auf unserer Erde.[/QUOTE]

Ob sie die mächtigste Waffe sind wage ich zu bezweifeln. Dennoch können sie eine Waffe sein,
da sie auch töten können.
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Also hier die Lösung für eure Probleme:
Einfach die Zunge Abschneiden. :D [/B][/QUOTE]

Stellt Euch mal vor, es wäre so. Man wär' das herrlich ruhig auf diesem Planeten, kein sinnloses sinnloses Gequatsche mehr. Oder alle Menschen würden nur für einen Tag einfach mal nichts sagen, stattdessen lieber in sich gehen ... ich denke, viele würden es mit sich selbst nicht aushalten.

Den Worten liegen Gedanken zugrunde. Von daher sehe ich es schon auch so, daß sie eine sehr mächtige Waffe sind. Denn das was da zum Ausdruck gebracht wird, auch wenn es oft indirekt ist, ist Ausdruck des Charakters der Menschen. Und so wie die Charaktere beschaffen sind, so sind auch die Handlungen.
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Nóirín [/i]
[B]Ein Versprechen hat nur einen bedingten Wert. [/B][/QUOTE]

... wenn der der verspricht, nicht einhält was er verspricht. Denn dann nimmt derjenige selbst nicht ernst, was er da sagt. Wenn der der verspricht sich an sein Versprechen hält, sind die Worte Taten und damit gehaltvoll und keine inhaltlosen Wortehülsen.

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