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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Den Tod kommen spüren..?
~white soul~Ich stelle mir die Frage, ob Menschen fühlen können, dass sich ihre Zeit auf Erden dem Ende neigt.
Das erste mal machte ich diese Erfahrung bei meiner Großmutter. Sie hatte Krebs und wusste..fühlte, dass sie sterben würde. Ich glaube, dass Menschen dies wirklich können und es keine Einbildung oder schlichtweg Zufall ist.
Der Mensch, der mir am nächsten steht, sagte gestern etwas, dass mich sehr beunruhigt (was heist beunruhigt - es macht mich fertig wenn ich darüber nachdenke): "...vielleicht geht es mit mir zu Ende...allerdings, warum sollte ich jetzt gehen?". Aber wann ist schon der richtige Zeitpunkt zum Gehen? Ich habe Angst, dass auch er den Tod kommen fühlt... solche Angst, auch wenn ich weis, dass zum Leben auch der Tod gehört...
Aber vor allem weis ich nicht, wie ich damit umgehen soll... Er hat die außergewöhnliche Gabe bei vielen Dingen schon vorher zu ahnen, wie sie sich entwickeln... Doch ich kann doch nicht mit dem Gedanken leben, dass er jeden Moment geht?

Ich bitte um eure Meinung dazu.. Vielen Dank.
decay73Ich denke es ist schwer zu bestimmen, was man davon halten soll. Natürlich gibt es immer mal wieder Berichte darüber, daß jemand, vor allem, wenn es ältere Menschen sind, die eines natürlichen Todes sterben, sagen, daß es ‘nun zuende geht’. Ich stelle mir das in etwa so vor, wie ich manchmal auch weiß, daß ich wohl krank werde. Und meist stimmt das dann ja auch, weil man aus Erfahrung die ersten Anzeichen deuten kann. Natürlich hat ein Mensch in der Regel keine Erfahrung mit dem Sterben, aber vielleicht merkt man da auch irgendwelche komischen Anzeichen und deutet sie dann richtig.

Daß jemand aber generell irgenwie und einfach so solche Aussagen treffen kann, halte ich dann doch für etwas unwahrscheinlich. Also entweder hat da wirklich jemand ein unheimlich feines Gespür (soll es ja geben) oder man redet so lange davon, bis es stimmt. ;)

Aber ich möchte da nichts ins Lächerliche ziehen. Es ist nur für ‘normale Menschen’ wie uns wohl kaum möglich das zu überprüfen oder zu bewerten, bevor es nicht passiert ist.

Wenn so jemand allerdings schon oft mit seinen Vermutungen richtig lag liegt es ja nahe, dem etwas mehr Beachtung zu schenken als üblich.

Ich denke aber wichtiger für denjenigen und für einen selbst ist, wie man dann darauf reagiert, wenn es eintritt.
Anaximander[quote]Ich stelle mir die Frage, ob Menschen fühlen können, dass sich ihre Zeit auf Erden dem Ende neigt.[/quote]

Nun, die vernünftige Antwort auf diese Frage liegt wohl auf der Hand: Nein, einen solchen "Todessinn" gibt es mit astronomischer Wahrscheinlichkeit selbstverständlich nicht. Denn wie sollte das auch funktionieren? Der genaue Todeszeitpunkt ist durch eine Vielzahl von biologischen Gründen und Zufällen bestimmt, die man bestenfalls mit medizinischen Intstrumenten halbwegs feststellen, aber sicherlich nicht von außen sehen oder kann.

[quote]Das erste mal machte ich diese Erfahrung bei meiner Großmutter. Sie hatte Krebs und wusste..fühlte, dass sie sterben würde. [/quote]
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber: Wenn ein Mensch sowieso schon die schreckliche Diagnose Krebs hat und sich vermutlich auch dementsprechend schlecht fühlt, dann ist es kein gewaltiger Zufall und auch kein Wunder, wenn er Vorahnungen seines baldigen Todes hat. So etwas ist psychologisch leicht zu erklären und bedarf daher keiner paranormalen Phantasie-Erklärungen.

[quote]Der Mensch, der mir am nächsten steht, sagte gestern etwas, dass mich sehr beunruhigt (was heist beunruhigt - es macht mich fertig wenn ich darüber nachdenke): "...vielleicht geht es mit mir zu Ende...allerdings, warum sollte ich jetzt gehen?". [/quote]

Ich gehe mal davon aus, dass diese Person jung und gesund ist, und stimme dir daher zu: Wenn jemand einen solchen Satz von sich gibt, dann sollte das einen beunruhigen. Aber man sollte diesen Satz [i]nicht[/i] als hellseherische Prognose eines baldigen (fremdbestimmten) Todes auffassen, sondern als ein bedrohliches Symptom einer Depression oder einer anderen psychischen Krankheit.

Falls es das ist, dann wäre es nicht das schlechteste, wenn du der Person nahelegen solltest, Hilfe zu suchen. Du solltest sie auf keinen Fall in ihrer pseudo-prophetischen Überzeugung, bald sterben zu müssen, bekräftigen.
~white soul~Ich kann dir versichern, dass diese Person nicht psychisch krank ist. Es geht darum, dass sein Herz manchmal eine Vollbremsung macht, so beschreibt er es.. Natürlich wird es sich ärztlich untersuchen lassen. Aber als ich ihn fragte, was er wirklich fühlen würde sagte er "es wäre leichter loszulassen"... Ich möchte hier ganz sicher nicht sein Leben darbieten als würde ich über eine Akte sprechen..aber er hat mehr als genug Erfahrung, um sich der Konfrontation mit dem Tod auszusetzen... Aber vielleicht stimmt es, dass es in diesem Fall körperlich (Herzrhythmusstörungen) UND psychisch bedingt ist.. zumindest habe ich den Glauben daran, manche Dinge fühle Ich einfach und auch wenn ich mir deshalb schmerzende Sorgen mache, bin ich dennoch irgendwie zuversichtlich, aus reiner Gefühlssache...

(Ihr müsst mich ja schon für irre halten, wenn ich immer so etwas undeutliches schreibe; aber ich bin der Überzeugung, dass es viel zu wenig Worte gibt, vor allem für Gedanken und Emotionen, deshalb wirken meine Worte so gequält und meine Sätze vielleicht unwirklich)

Ich habe jedoch trotz bilogische Aspekte (und da hab ich zumindest als Bio-Leistungskursler ein bisschen Ahnung von) die Meinung, den Tod kann man fühlen, selbst wenn man nicht krank ist. Natürlich konnte meine Großmutter ihr Ende ahnen, doch schon lange bevor sie von ihrer Krankheit wusste kamen von ihr seltsame Aussagen, die ich allerdings verdrängte, da ich glaubte alte Menschen sorgten sich immer wegen dem Tod. (Schon sehr lange her, heute könnte ich anders damit umgehen)

Auf jeden Fall nehme ich es ernst, wenn jemand solche Aussagen macht, vor allem wenn sie glaubwürdig sind. Doch es ist sicher keine Lösung in Panik zu verfallen, sondern das ärztlich untersuchen zu lassen und vor allem davon auszugehen, dass es ein Trugschluss war.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von ~white soul~ [/i]
[B]Ihr müsst mich ja schon für irre halten[/b][/quote]
Nö, nicht die Bohne... ;)

[b][quote]Ich habe jedoch trotz bilogische Aspekte (und da hab ich zumindest als Bio-Leistungskursler ein bisschen Ahnung von) die Meinung, den Tod kann man fühlen, selbst wenn man nicht krank ist.[/b][/quote]
Unter bestimmten Umständen gehe ich davon aus, daß das so ist. Ich denke allerdings, daß man dazu einigermaßen natürlich und friedlich sterben muß. Also bei einem Autounfall ist es eher unwahrscheinlich oder wenn ein Mensch an fortgeschrittener Demenz leidet. Inwieweit sich das bereits im Vorfeld sagen läßt, weiß ich nicht. Mit zunehmendem Abstand wird die Wahrscheinichkeit sicher größer, daß es eher eine allgemeine Aussage ist, die auf jeden Fall nicht falsch sein kann, denn was den Tod (und das Leben) angeht, gibt es nur die Gewissheit, daß man irgenwann sterben wird, aber nicht weiß, wann und unter welchen Umständen. ;)
Aber diese Beschreibung, daß ein alter Mensch manchmal ahnt, wann er stirbt, ist ja nichts neues.

[b][quote]Auf jeden Fall nehme ich es ernst, wenn jemand solche Aussagen macht, vor allem wenn sie glaubwürdig sind. Doch es ist sicher keine Lösung in Panik zu verfallen, sondern das ärztlich untersuchen zu lassen und vor allem davon auszugehen, dass es ein Trugschluss war. [/B][/QUOTE]
Die Sache / Situation ernst zu nehmen und vor allem den anderen ernst zu nehmen, ist generell sehr wichtig...und Panik immer die falsche Reaktion, wenn es gilt, etwas für jemand anderes zu tun...mit Bedacht überlegen, was in einer Situation das Beste ist, ist sicher immer sinnvoll... :)
Anaximander[quote]Ich kann dir versichern, dass diese Person nicht psychisch krank ist. Es geht darum, dass sein Herz manchmal eine Vollbremsung macht, so beschreibt er es.. Natürlich wird es sich ärztlich untersuchen lassen. Aber als ich ihn fragte, was er wirklich fühlen würde sagte er "es wäre leichter loszulassen"... Ich möchte hier ganz sicher nicht sein Leben darbieten als würde ich über eine Akte sprechen..aber er hat mehr als genug Erfahrung, um sich der Konfrontation mit dem Tod auszusetzen...[/quote]

Aber dann ist doch ganz klar was los ist: Der Junge hat eine Krankheit, bei der in einem sehr unwahrscheinlichen Fall vielleicht etwas Ernsthaftes passieren könnte, und das macht ihm natürlich psychisch zu schaffen, sorgt für Panik und verursacht so unsinnige Sprüche wie "Vielleicht geht es mit mir zu Ende".

Das hat keine übernatürlichen Gründe, sondern ganz simple psychologische Gründe. Und du solltest reagieren, indem du versuchst, ihn zu beruhigen, zu trösten und von dieser Todes-Thematik wegzuführen. Auf keinen Fall solltest du ihn auf die Idee bringen (oder seine Idee verstärken), dass seine Vorstellungen Prophezeiungen seines baldigen Todes sind. Es gibt keine Hellseherei; die Zukunft ist uns allen verborgen, und ich bin sicher, dein Freund hat gute Chancen auf ein langes Leben.

[quote]Ich habe jedoch trotz bilogische Aspekte (und da hab ich zumindest als Bio-Leistungskursler ein bisschen Ahnung von) die Meinung, den Tod kann man fühlen, selbst wenn man nicht krank ist. Natürlich konnte meine Großmutter ihr Ende ahnen, doch schon lange bevor sie von ihrer Krankheit wusste kamen von ihr seltsame Aussagen, die ich allerdings verdrängte, da ich glaubte alte Menschen sorgten sich immer wegen dem Tod. [/quote]
Wie du selbst sagst: Dass alte Menschen über ihren Tod nachdenken, ist nicht so ungewöhnlich. Und dass alte Menschen irgendwann sterben, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich.

Ist es da wirklich ein so staunenswertes Wunder, wenn Aussagen eines alten Menschen über den eigenen bevorstehenden Tod damit zusammenfallen, dass er tatsächlich eine Zeit danach stirbt? Ist es wirklich nötig, hier irgendwelche okkulten Erklärungsansätze zu konstruieren, die aus naturwissenschaftlicher Sicht sowieso nicht haltbar sind?

Ich glaube, es wäre auch im Interesse deiner eigenen seelischen Gesundheit und Zufriedenheit besser, wenn du dir diesen esoterischen Quatsch abschminken würdest und die Tatsachen nüchtern und vernünftig betrachten würdest: Dein Freund hat eine Krankheit und ist momentan anscheinend ziemlich von der Rolle. Deshalb braucht er deine Hilfe, um wieder Land zu sehen, aber keine verqueren esoterischen Spinnereien.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von ~white soul~ [/i]
Ich kann dir versichern, dass diese Person nicht psychisch krank ist. Es geht darum, dass sein Herz manchmal eine Vollbremsung macht, so beschreibt er es.. Natürlich wird es sich ärztlich untersuchen lassen. Aber als ich ihn fragte, was er wirklich fühlen würde sagte er "es wäre leichter loszulassen"...d vor allem davon auszugehen, dass es ein Trugschluss war. [/QUOTE]

Ich hatte einen Kollegen ( Feuerwehrmann ), bei dem während einer Routineuntersuchung plötzlich eine Herzschwäche festgestellt wurde .
Er dachte damals auch, dass es jetzt bald zu Ende wäre, er hatte auch irgendwie den Lebensmut verloren.
Verständlich, wenn man mit Ende 20 so eine Diagnose bekommt.

Heute lebt er glücklich und mit nur geringen Einschränkungen, hat eine Familie und sieht zuversichtlich in die Zukunft, nur seinen alten Beruf kann er nicht mehr ausüben.

Wichtig ist, dass Du deinem Bekannten jetzt beistehst seine Sorgen Ernst nimmst und ihm vor allem Mut zusprichst. Je nachdem was die ärztlich Untersuchung ergibt, wird er ( hoffentlich ) bald selbst über seine Worte schmunzeln.

Ob es Todesahnungen gibt? Wie hier schon geschrieben, kann ich mir das nur bei sehr kranken Menschen vorstellen und bei denen muss man für so eine Vorhersage kein Hellseher sein ( sorry, wenn sich das etwas flapsig anhört ), wie hier schon geschrieben wurde.
bradógIch glaub schon, daß es Menschen gibt, die soviel Feingefühl besitzen und erspüren, wann der Tod sie holen wird. Nur weil dies für Manchen gedanklich nicht nachvollziehbar ist, heißt das noch lange nicht, daß es nicht möglich ist. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß ich den Tod meiner Großeltern ahnte. Ich wachte als Kind eines Morgens auf und wußte, daß sie bald sterben werden, fragt mich bitte nicht warum, es war einfach so - geglaubt hat mir niemand - und beide sind kurz danach innerhalb von 2 Wochen gestorben.

~white soul~, ich halte Dich keineswegs für irre, es ist wirklich schwierig, bestimmte Gedanken und Emotionen in Worte zu fassen.
Ich kann Dir nur den Rat geben, versuche jeden Augenblick mit diesem Dir nahe stehenden Menschen zu genießen, als wenn es der Letzte wäre, ganz egal ob er es tatsächlich ist. Ganz Genaues weißt Du nicht und von daher kann es auch sein, daß Du Dir umsonst Sorgen machst und die Angst Euch kostbare Zeit stiehlt. Daß Du Angst hast, ist ganz natürlich, wer verliert schon gerne einen Menschen, der einem sehr nah steht, doch Panik bringt Euch keinen Schritt weiter. Ne ärztliche Untersuchung zeigt zumindest, ob Anlaß zur Sorge besteht. Doch absolute Garantie gibt's eh nie.

HG bradóg
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i]
[B]Ich kann Dir nur den Rat geben, versuche jeden Augenblick mit diesem Dir nahe stehenden Menschen zu genießen, als wenn es der Letzte wäre, ganz egal ob er es tatsächlich ist. [/B][/QUOTE]
Das ist eigentlich die einzig vernünftige Schlußfolgerund aus dem Wissen, wie vergänglich alles ist... :)
PatriziaHi white soul,

ich kann dir leider nicht mit bestimmtheit sagen, ob Menschen es fühlen können oder nicht, wenn es mit ihnen zu Ende geht, auch wenn ich das schon öfter gehört habe. Aber ich kann dir erzählen, dass meine Urgroßmutter die letzten 25 Jahre ihres Leben jeden zweiten Tag gesagt hat, dass sie nun bald sterben würde. Sie wurde 98. Sie sagte das wahrscheinlich beiläufig und machte mir aber damit immer schreckliche Angst, weil ich sie so liebte und das immer noch tue. Und jetzt erlebe ich dasselbe mit meiner Oma. Also ich kann mich gut in dich hinein versetzen. Habe auch schon junge Menschen einfach so verloren, ohne Ankündigung. Genieße einfach jeden Tag mit deinen Lieben, ob sie alt snd oder jung, denn selbst, wenn der oder die Betroffene es nicht fühlt, es kann nun mal immer zu Ende gehen. So ist halt leider das Leben. Doch die Liebe und die guten Erinnerungen werden bleiben und dich ein leben lang begleiten.
ZatuNun... es wurde wirklich schon viel gesagt von den vorherigen leuten, wo natürlich das meiste gut durchdacht war....nur vielleicht will white soul so viele meinungen wies geht...

ich denke... manche menschen können es vielleicht fühlen, wie es ihnen schlechter geht, in verlaufenden krebsstadien, klar, merkt man ja auch wenn man nen schnupfen und dann grippe bekommt! Doch dein freund, white soul, ich kenne ihn natürlich nicht - doch meinst du er hat es gefühlt weil er wirklich selbst gehen will? ihn hier nichts mehr hält? Oder ist er selbst darüber so in panik das er dieses gefühl hatte, weil er so oft richtig gelegen hat? ich finde, falls er wirklich diesen lebensmut verloren hat, wirklich versuchen daraus zu holen... viel ablenkung und ihn wenn du ihn wirklich magst auch ruhig mal in den arm nehmen, nähe, wenn er sie annimt. Ich halte nicht allzuviel von den meisten Therapien ...mehr gehirnwäsche, wo man schon stark genervt wird in den meisten fällen. man muss etwas finden was einen selbst überzeugt da zu bleiben, im leben.

Zuletzt kann ich nur noch bradog bekräftigen, genieß die zeit mit ihm wenn er dir nahe steht, noch besser versuch es zu bewerkstelligen das er auch jede zeit, vielleicht auch die mit dir verbrachte, genießt!

Wünsche dir nur gutes, Zatu!
matheaIch kann von meiner Erkenntnis her nur sagen, dass ich glaube, dass alte und kranke Menschen einfach spüren dass ihr Ende naht.

Ich meine nicht dieses Gejammere einiger älterer Menschen nach dem Motto "Ich hab ja eh nicht mehr lang. Meinen nächsten Geburtstag erlebe ich nicht mehr...usw", wie Patrizia es beschreibt.

Vielmehr meine ich, dass ihnen plötzlich ernsthaft ihr nahender Tod bewusst wird. Sie sind ganz ruhig und warten nur noch darauf dass er kommt. Das hysterische "mein-Ende-naht"-Gerede hat damit nichts zu tun.

Aber als jemand der alte und kranke Menschen pflegt bzw. ihnen nahe steht und sie täglich sieht merkt man irgendwie auch, dass es mit demjenigen Menschen zu Ende geht. Irgendwie verändert sich der Körper bereits. Ich habe den Eindruck, als beginne der Körper, insbesondere die Haut bereits zu sterben, bevor der Mensch wirklich stirbt. Ihr haltet mich bestimmt für verrückt, aber ein Freund von mir ist Krankenpfleger und beobachtet dieses Phänomen ebenso wie mein Schwiegervater, der als Student bei einem Bestatter gearbeitet hat und mir ebenfalls mit dieser Beobachtung zustimmt.

Das hat nichts mit Hellseherei zu tun. Es ist eine Art Anwandlung oder Ahnung die man hat.

Inwieweit man sich natürlich seinen nahenden Tod einredet und ihn damit quasi herausbeschwört (selbsterfüllende Prophezeiung o.ä.) ist die Frage. Gerade wenn man schlechte Nachrichten erfährt neigen viele Menschen zu irrationalen Übertreibungen.

Ich hoffe auch, dein Freund macht keine Dummheiten @soul.
Lady LafarAlso ich denke auch, wenn jemand erfährt, dass der Krebs ausgebrochen ist oder eine andere, in den meisten Fällen tödliche Krankheit, dann neigt man zu Reaktionen, die übertrieben sind.

Jedoch gibt es Menschen, die bemerken, dass es fortschreitet ohne einen Arzt zu fragen, die beobachten einfach nur gut ihren Körper und die Veränderung.

Scary ist sowas, wie es mir passiert ist.
Ich machte im Herbst 2005 ziemlich viele Fotos (so ca. 100) von meinem Großvater. Ich wusste damals nicht warum, denn er war weder krank noch irgendwie alt oder gebrechlich. Ich fand es einfach schön, sein Gesicht lächeln zu sehen, wenn er wieder einen seiner Späße machte...

Im Mai 2006 wurde dann ein Krebsgeschwür im Haupthirn bei ihm festgestellt. Es wurde vollständig entfernt sagte man uns, er war nicht schwach und fühlte sich auch überhaupt nicht krank, selbst nach der "Vorsorge-Chemo". Im Oktober brachten wir ihn wieder ins Krankenhaus. Der Krebs war wieder da, man hatte eine mikroskopisch kleine Menge des Gewebes nicht entfernt. Nun war der Tumor so groß wie ein Tennisball. Wieder eine Operation, wieder ging es ihm besser. Aber zwei Wochen später die Ernüchterung: Man konnte nicht alles entfernen, das Gehirn war angegriffen. Wir nahmen ihn wieder mit nach Hause, ein Hospiz hatte er abgelehnt. Am 4. November kam er erneut ins Krankenhaus. Wieder machte ich Fotos, ich wusste nicht warum. Von da an war er nicht mehr ansprechbar. Voll mit Schmerzmitteln, damit er friedlich sterben konnte. Wir wussten aber nicht wann. Am 7. November hatte ich meine theoretische Fahrprüfung. Er war den ganzen Tag wohl unruhig, aber nicht WACH... und ich hatte das dumme Gefühl, zu ihm fahren zu müssen, egal wie ich das auch anstellen sollte. Ich war mit meiner Mutter bis um ca. halb sieben abends bei ihm. als ich erzählte, ich hätte bestanden, fühlte ich druck auf meiner hand, auch wenn das theoretisch nicht sein konnte.
keine halbe stunde später hörte sein Herz auf zu schlagen. Er war tot. Friedlich eingeschlafen, wissend, dass alles gut war, alle wohlauf waren. Obwohl er das eigentlich gar nicht mitbekommen haben kann.

heute weiß ich, warum ich die Fotos damals machte. Ich hatte damals schon Angst ihn zu verlieren, obwohl er nicht wirklich alt, schwach oder gebrechlich war. Sowas ist scary.

Aber ich denke, dass dein Freund ziemlich fertig ist und auch n bisschen überfordert mit seiner Situation. Hilf ihm, sei da, wenn er dich braucht, hör ihm zu, zeig ihm, dass er dir wichtig ist. Mehr kannst du gar nicht tun. Denn fest steht ja, das wir vergänglich sind. Nur wann, ist immer unbekannt, egal ob Vorahnung oder nicht. Aber mach dich nicht verrückt. Das hilft weder ihm noch dir.

LG
Lady
~white soul~Hallo ihr Lieben..

Erst einmal danke ich euch herzlich für eure Antworten, die mir wirklich sehr geholfen haben.
Natürlich werde ich für meinen Freund so gut wie möglich da sein, das ist selbstverständlich. Was mir nur etwas Sorge macht, ist, dass ich nicht immer DA sein kann, da wir 230km auseinander wohnen. Es tut weh zu wissen, dass man gebraucht wird, aber von der Person, die man liebt, getrennt ist. Dennoch weis er natürlich, wie sehr ich ihn liebe und brauche, weshalb er mir versprochen hat, mich nicht alleine zu lassen. Dieses Versprechen lies ich mir geben, damit er selbst nach vorne sieht und nicht in den Gedanken verfällt, er habe keine Kraft mehr zu leben.. Auch wenn ich natürlich immer eine leise innere Angst habe, ihn plötzlich zu verlieren, spüre ich so eine..Hoffnung, Zuversicht, als würde man mir sagen, alles wird gut, ich solle mir keine Sorgen machen. Ich denke, es hat keinen Sinn in Panik zu verfallen und den festen Glauben zu haben, dass er gehen wird. Diese Angst hält einen lediglich vom Leben ab, und ich möchte natürlich jeden Moment mit ihm zusammen genießen, immer in dem Wissen, dass er nicht endlich ist. Wir sind alle sterblich und unser aller Tag wird kommen, ob morgen, in einer Woche oder in vielen Jahren wenn wir alt sind und auf die wunderschönen Jahre unserer Jugend zurückblicken können. Aber ich habe verstanden, dass es keinen Sinn hat, Angst vor diesem Tag zu haben – Angst hält vom Leben ab.
Ich danke euch noch mal für eure Meinungen, Zusprüche, Ratschläge.. Es tat gut die Zuversicht in euren Worten zu hören.

Liebe Grüße,
~white soul~
Weltenbummler_SHallo White Soul!

Ich halte es ganzund gar nicht für ausgeschlossen, daß jemand ahnt, daß es mit ihm Ende geht. Dies beudetet ja bei weitem nicht, daß er die genaue Stunde kennt. Es ist auch durchaus möglich, daß er mit so einem Gefühl daneben liegt. Es fußt ja letztlich auf mehr oder minder starken Signales desKörpers, die ihm sagen, daß da was ganz und gar net in Ordnung ist.

Wenn ich mir das so durchlese, was Du da schreibst, so geht es meines Erachtens bei Deinem Freund nicht darum, daß er eine biologische Tatsache vermitteln will. Mir scheint da eher so ne Art Hilfeschrei zu stecken. Schließlich ist es in dem Alter alles andere als einfach sich mit so einer Tatsache abzufinden. Egal ob es nun der baldigen Tod bedeutet oder net. Fakt ist auf jeden Fall, daß das Leben einen serh tiefen Einschnitt erfährt und man sich in sehr jungen Jahren mit dem Tod auseinander setzten muß. Und zwar uin einer Art und Weise, die nun mal sehr real ist. So etwas belastet einen Menschen sehr schwer udn ich vermute mal, daß diese Aussagen auch ein Ausdruck von Hilflosigkeit der ganzen Situation gegenüber sind.

In dem Falle eine Patantantwort zu geben halte ich für sehr schwer. Aber ich würde Euch beiden den Vorschlag machen so gut es geht miteinander in Kontakt zu bleiben udn dabei dan auch wegen der Entfernung alle möglichen Mittel zu nützen udn das dan auch auf der ganzen möglichen Bandbreite (Telefon, Brief, e-mail, Messenger ...). Ich denke diese Form von Kontakt und Nähe ist gerade in dem Falle echt super wichtig
TjorvenIch kann Weltenbummler nur recht geben:
Man kann einander durchaus nahe sein, auch wenn man räumlich voneinander getrennt ist.
Zwischen mir und meinen besten Freunden bzw. meinen Geschwistern liegen mehrere hundert Kliometer, trotzdem stehen wir einander sehr nahe. Man kann auch über Telefon, Mail und Chat seine Gedanken und Gefühle miteinander teilen und füreinander da sein.
@white soul: Ich denke das wichtigste ist dass du deinem Bekannten vermitelst dass du an ihn denkst, auch wenn ich voneinander getrennt seid, und dass du für ihn dasein willst wenn er Hilfe braucht.
Sir PilzelotEin bekannter von mir, hat mal bei [URL=https://www.bestattungen.de]bestattungen.de[/URL] gearbeitet. Da kann man Angebote für Bestattungen einholen, auch wenn der Tod noch nicht eingetroffen ist....Aber interessanterweise, so sagt er, wurden immer wieder anfragen bearbeitet, die von Menschen kamen, die für ihren eigenen Tod vorsorgen wollten.
Dabei wussten viele von denen schon, dass es nicht mehr lange dauern wird. Wie krass ist das denn?????
Also es scheint so zu sein, als ob es menschen gibt, die den bevorstehenden tod erahnen oder fühlen können!!!!!!
NixJa. Krass!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von ~white soul~ [/i]
Ich stelle mir die Frage, ob Menschen fühlen können, dass sich ihre Zeit auf Erden dem Ende neigt.[/QUOTE]

Wenn jemand eh schon krank ist und es ihm immer schlechter geht, dann ist es durchaus möglich, dass er durch die innere Wahrnehmung seines Zustandes eine begründete Vermutung über den baldigen Tod anstellt.

In allen anderen Fällen, wenn also jemand durch eine unvorhersehbare Ursache zu Tode kommt, z.B. durch einen Unfall, halte ich so etwas für unmöglich. Denn ich stelle die prosaische Frage: Welcher kausale Mechanismus sollte ein solches Todes-Wissen ermöglichen? Und ich glaube, darauf gibt es keine Antwort.
NixSchwindender lebenswille könnte einen Erklärungsansatz bieten.
Einsame_Elfeich glaub schon das viele wissen wann sie sterben es ist wie eine innere uhr die langsamer und langsamer wird und irgendwann weisst du wann sie stehen bleiben wird ich hab keine angst vom tot wieso auch ich mach mir nicht so viele gedanken drüber
SeidenspinnerIm Unterforum sieht's ja heute aus. Ich erlebe gerade eine "Nahtoderfahrung", sozusagen. :D
MephistoXIch kann andere Menschen/Tiere/Pflanzen sterben spüren, also denke ich, dass ich das auch bei mir selbst merken werde, wenn es soweit ist.

Und ja, ich kann z.B. auf das Forum sterben spüren, wobei ich heute positiv überrascht über soviel Aktivität war.
SeidenspinnerKonntest Du auch die Kopfnuss spüren, die ich Dir gerade in Gedanken verpasst habe?
MephistoX[QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i]
[B]Konntest Du auch die Kopfnuss spüren, die ich Dir gerade in Gedanken verpasst habe? [/B][/QUOTE]

Ja, hat ziemlich wehgetan, du Assi. :D
Aber mal Spaß beiseite und Kopfnuss zurück.
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Ja, hat ziemlich wehgetan, du Assi. :D
Aber mal Spaß beiseite und Kopfnuss zurück. [/B][/QUOTE]
Ich wollte noch anmerken, dass es eine feste Kopfnuss gewesen sei, aber anscheinend ist das auch ohne diese Zusatzinformation so angekommen. :D Aua!
FeuerglutSeid gegrüsst :-)

Aus Erfahrung weiss ich das jeder Mensch ausser denen die durch Verkehrsunfall/Mord
oder andere Unfällen ums Leben kommmen,spüren das die Stunde des Todes nahe ist,
und auch ab dem Zeitpunkt wo das sterben anfängt bis hin zum letzten Atemzug,den Tod spüren.
Ich bin Sterbebegleiter und habe in den letzten 10 Jahren sehr viele Menschen bis zum Tod hin
begleitet.
Wenn Menschen eine Diagnose bekommen,wissen sie das sie sterben müssen aber sie "fühlen"
das Sterben nicht.
Selbst wenn sich der köperliche Zustand verschlechtert,
"fühlen" und "spüren" sie das Sterben oft in diesem Zeitraum auch noch nicht.
Aber irgendwann,wenn die Sterbephase beginnt,kommt auch das "spüren" was oftmals auch ein paar
Tage vor Eintritt des Todes anfängt.
Menschen die sich in der Sterbephase befinden,wissen für sich das der Tag nun bald kommt.
Die,die sich verbal noch äussern können,können es sogar beschreiben was sie empfinden.
Bei Menschen die sich nicht mehr verbal äussern können,merkt man an dessen Verhalten,
bei Beobachtung des Körpers der verschiedene "Signale" sendet und letztendlich an
den Augen und den Blicken das der Tod sehr nahe ist.
Ich für mich finde,dass Sterbende auch eine gewisse Aura haben und wenn man selbst
sensibel,feine Antennen und Gespür hat andere Menschen zu erleben mit ihren ganzen
Sinnen,dann "spürt" man es auch selber das der andere bald stirbt.

Es grüsst Euch
Feuerglut
EvillightIch gehe auch mal davon aus, dass die Leute merrken, dass irgendetwas nicht mehr so will wie früher, das die Kraft schwindet und dass dies möglicherweise mit altersbedingten Organversagen zu tun hat. Aber visionär ist dies nicht unbedingt. Ich hatte eine ältere Frau in der entfernten Verwandschaft, die "spürte" die letzten 20 Jahre, dass Sie quasi im sterben liegt und eines Tages hatte sie tatsächlich Recht.

Solange Du also nicht in die örtliche Rockerkneipe gehst und fragst, ob nicht einer der "1%er Rollertunten Dir grad mal einen blasen könnte", sollten die Todesahnungen eigentlich unbegründet sein.
hagzissa13aus meiner Erfahrung aus Sterbebegleitungen im dreistelligen Bereich kann ich sagen, daß die Menschen mit schweren Erkrankungen ihren Tod kommen spüren (jedenfalls weiß ich das von denen, die noch zur Kommunikation fähig waren). Man kann bei solchen schwer kranken auch sehr häufig die klassischen Sterbephasen beobachten. Oft sagen die Patienten dann auch irgendwann, daß sie wissen, daß es bald soweit ist, aber ganz ehrlich, man bekommt das Gespür dafür auch als Außenstehender irgendwann. Ich kann auch häufig bei unseren Intensivpatienten intuitiv sagen, ob sie es schaffen werden, oder nicht. Klar, bei denen, die keine tödliche Erkrankung haben wir Krebs, wo es keine Umkehr gibt (sensationelle Spontanheilungen mal ausgenommen, von denen ich in meiner ganzen Laufbahn, davon allein 9 Jahre auf der Onkologie keine einzige erlebte), da gibt es schon eher mal eine Überraschung, aber so alles in allem hat man irgendwann ein Empfinden dafür, wer gehen wird, und wer nicht.

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