| Elementarsatz | Würdet ihr euch als Egoisten bezeichnen? Ist Egoismus in einer Welt wie der unsrigen überhaupt tadelnswert? Und was definiert Egoismus eigentlich? |
| Lazerta | Ich wehre mich gegen die Meinung, dass jegliches Handeln des Menschen unter dem Blickwinkel des Begriffes "Egoismus" betrachtet werden kann. Es ist falsch zu behaupten, dass wir alle egoistisch wären, weil es qualitativ einen Unterschied macht, ob man beispielsweise annonym an eine Hilfsorganisation spendet oder Menschen als Mittel für seine Zwecke ausbeutet. In jeder unserer Handlung erfahren wir zwar einen unmittelbaren oder mittelbaren Vorteil, welcher in einem positiven Gefühl mündet. Doch nur die blinden und herzlosen werden den Standpunkt vertreten, dass sowohl der philantroph als auch der misantroph im Grunde aus dem selben Motiv handelten und somit Egoisten wären. Denn das Motiv ist eben nicht so eindeutig wie es scheint und lässt uns, wenn man es denn durchschaut, den Schluss zu, ob jemand egoistisch handelte oder nicht. Es ist darauf zu achten was die Motivatoren sind. So ist Handeln egoistisch, wenn es von der Gier, vom Hass, der Eitelkeit und der Selbstsucht angetrieben wird. Nicht egoistisch ist dagegen meiner Überzeugung nach jedes Handeln, das von der Liebe zum Nächsten angetrieben wird, welche u.a. Fürsorge, Verständnis und Akzeptanz mit einschließt. Ein weiteres Beispiel: Ein Mensch der eine Beziehung mit einem Partner eingeht um es sexuell auszubeuten, als Statussymbol, Komplimentenspender, Mutterersatz oder als nette Ablenkung für seine Zwecke zu missbrauchen, handelt nicht liebevoll sondern egoistisch. Konträr zu diesem egoistischen Verhalten steht der liebevolle Mensch, welcher geben denn nehmen möchte, sich um die Bedürfnisse seines Partners sorgt und ein Gefühl dafür entwickelt, ob es ihm oder ihr gut geht. Egoismus ist in einer Welt wie der unsrigen nicht tadelnswert, sondern sehr bedauernswert. Nicht nur für denjenigen, welcher tagtäglich mit einer egoistischen Person zusammenlebt, sondern insbesondere auch für den Egoisten selbst! Denn jemand, der nicht liebt und demnach handelt wird auch nie wahre Erfüllung in seinem Leben finden. Er wird diese Unerfülltheit ständig durch kurzfristige Ersatzbefriedigungen wie Drogen, Sex, Konsum, Karrieresprünge und Partys auszufüllen versuchen. Jemand der bereits ein solch jämmerliches Leben führt und seelisch bereits tot ist kann ich nicht tadeln. Ich will ihm geben und aus Sorge um sein Heil erkennen helfen. EDIT: Auf die Frage, ob ich ein Egoist bin. Ja, ich bin es noch zu oft. Aber ich arbeite an mir und habe erkannt worauf es ankommt. Ich will mich darum bemühen es nicht mehr zu sein, ganz gleich wie schwer dies in unserer Welt geworden ist. |
| Wüstenblume | Ich denke ,manchmal egoistisch sein ist gut -legitim ,aber es muss sich im Rahmen bewegen. |
| kundenservice | [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus]EGOISMUS ist dann doch ein sehr vielschichtiger Begriff.[/URL] |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Würdet ihr euch als Egoisten bezeichnen? Ist Egoismus in einer Welt wie der unsrigen überhaupt tadelnswert? Und was definiert Egoismus eigentlich? [/B][/QUOTE] Nun, ich bin Individualist, Einzelgänger und Einzelkämpfer. Trotz vorgegebener ideologischer Definitionen bin ich deshalb kein Egoist, sehe mich zumindest nicht so. Ausserdem hat die Natur es so eingerichtet, dass das Handeln von Egoisten irgendwie auch immer anderen nützt, wennauch der Intervall ab dem es den anderen nützt etwas länger sein kann....... Sexueller Egoismus führt vielleicht zu neuem Leben, ist gesellschaftlich erwünscht. Definiert man Masturbation als Form von Egoismus, so wird dabei niemand getötet oder verletzt, auch wenn der Bezirkspfarrer dies anders sieht. Pornoindustrie: es entstehen Arbeitsplätze, wennauch fraglich welche.. Wirtschaftlicher Egoismus führt langfristig zu wennauch skurrilen Arbeitsplätzen, ist nicht direkt erwünscht, nützt aber irgendwann..... Fressfetisch: All you can eat, even when you are not able to.... Naja, ist von nordamerikanischen Foodkonzernen schon erwünscht. Andere Egoismen wirken nicht so dramatisch. Philosophischer Egoismus tut nicht direkt weh und führt vielleicht dazu, dass jemand Theaterkritiker wird und alle Schauspielernasen ärgert. Bitteschön muss ja niemand lesen.... Religiöser Egoismus, tritt selten direkt hervor, kann aber hinter jedem Menschen stecken, der quasi ein gewisses Sendungsbewusstsein aufweist... Einfach Menschen beeinflussen. Sich freuen, wenn andere einen gewissen Irrsinn nachbeten. Das kann aber auch politische Agitation betreffen.... Gibt es einen Egoismus, der anderen unmittelbar schadet? Und das wäre für mich der einzige "moralische" Impitus.... Tja, jeder Egoismus, der jetzt hier und heute hervortritt. Wenn Aggression eingesetzt wird, um anderen etwas wegzunehmen oder sie zu instrumentalisieren.... Egoismus ist vielleicht per definitionem die Haltung andere Ansichten nicht zu respektieren und andere Menschen wenigstens geistig auszubeuten. Führt langfristig zu selbstausbeutung und Selbstverfall, hat also keine Zukunft. Egoismus ist in seiner Wirkung also günstiger, als die Propaganda uns weismachen will. |
| Scheol | Ich würde mich schon als Egoisten bezeichnen, oder wie man das nennen mag. [QUOTE]Ist Egoismus in einer Welt wie der unsrigen überhaupt tadelnswert?[/QUOTE] Nein, es kommt darauf an wie man es definiert. [QUOTE]Und was definiert Egoismus eigentlich?[/QUOTE] Ich bin mir so wichtig, dass ich mich nicht für andere verbiege. Wenn es andere nervt wie ich bin, ist es mir egal. Wenn eine Meinung habe, äußere ich sie ohne allzu viel Rücksicht zu nehmen. Ich bin offen und direkt, weil es sich für -mich- richtig anfühlt. Wenn ich ein Bedürfnis habe, handle ich danach. Das alles bedeutet aber nicht, dass ich anderen Schaden zufügen muss. Egoismus ist für mich, zu sich selbst zu stehen. Die allgemeine Definition von Egoismus würde ich eher pathologisch nennen. Egoismus an sich ist eine gute Sache. |
| hera | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B] Ich bin mir so wichtig, dass ich mich nicht für andere verbiege. Wenn es andere nervt wie ich bin, ist es mir egal. Wenn eine Meinung habe, äußere ich sie ohne allzu viel Rücksicht zu nehmen. Ich bin offen und direkt, weil es sich für -mich- richtig anfühlt. Wenn ich ein Bedürfnis habe, handle ich danach. [/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B] Das alles bedeutet aber nicht, dass ich anderen Schaden zufügen muss. [/B][/QUOTE] Und genau so würde ich das auch abgrenzen - sich selbst nicht immer und überall unterordnen, solange man niemanden damit verletzt oder Schaden verursacht. |
| JohnSteed | @Hera Naja....manchmal macht es ja auch Spass jemand zu verletzen, vor allem, wenn er es verdient hat.:cool: |
| Lady Ash | Ein bisschen aktuell dazu, Rousseaus Aufruf, sich selber zu lieben und die Unterscheidung zwischen der "Selbstliebe" in der man sich selber annimmt und der "Eigenliebe" in der man sich selbst anderen gegenüber den Vorzug gibt. Vielleicht gibt es heute im Allgemeinen zu wenig "Selbstliebe" und zuviel "Eigenliebe"? Ich weiß es nicht. Selbst bin ich in guter abendländischer Tradition zur Frauenpower erzogen worden, Familie, Beruf, Freizeitstress ... aber klar doch, ich bin immer für alle da. Bis mir mein Leben um die Ohren knallte. Seither versuche ich, etwas mehr Selbstliebe walte zu lassen. |
| Elementarsatz | Also ich würde eine Art "epikureischen Egoismus" empfehlen. Das heißt: Man sieht zu, dass man niemandem Schaden zufügt, niemanden ausbeutet oder absichtlich verletzt. Aber zugleich kümmert man sich nicht großartig um die Menschheit. Man lässt sich mit einer Handvoll (oder zwei Handvoll) Menschen ein, um seinen Bedarf an Freunden oder einem Liebchen zu decken, und geht an der restlichen Welt nach Möglichkeit einfach vorüber. Das entspricht Epikurs Motto: Lebe im Verborgenen. |
| Waldemar | [QUOTE]Das entspricht Epikurs Motto: Lebe im Verborgenen.[/QUOTE] Das ist ein gutes Motto. Mir als Misanthrop fällt es überhaupt nicht schwer bestimmten Menschen alturistisch entgegenzukommen...Ich bin generell höflich, respektvoll und trete Menschen gegenüber meist freundlich auf. Aber meine Geisteshaltung gegenüber der Menschheit verlief dem immer konträr. Vielleicht ein Grund warum ich als Emphat realtiv schnell gelangweilt bin.. von wirklichen Intressen der Menschen. Egal was für sie auch für Standpunkte vertreten, bleibt mir bei vielen Nappsülzen nur die Dissoziation. Es gibt sehr wenige Menschen die mich noch begeistern.. zum Glück ist eine davon meine Freundin :) |
| Wüstenblume | [QUOTE]Also ich würde eine Art "epikureischen Egoismus" empfehlen. von Elementarsatz[/QUOTE] Danke also so wie du das beschrieben hast lebe ich auch,wusste garnicht das es dafür einen Begriff gab. |
| Elementarsatz | Ich habe den Begriff selbst konstruiert, aber er kommt der Lebensphilosophie von Epikur ziemlich nahe. |
| Gothic_Blondie | Ich würde über mich sagen - Nein. Ich helfe eigentlich jedem gerne, also meinen Freunden und ich weiß auch, dass diese mich nicht ausnutzen, sondern nur kommen, wenn Sie mich wirklich auch brauchen. |
| Sumpfbold | Egoismus ist immer auf die Situation bezogen und kommt drauf an! Wenn es um das eigene Überleben geht, darf man egoistisch sein, wenn es um das überleben anderer geht, sollte man eingreifen. |
| GrahamBell | (Fast) jeder Mensch ist ein Egoist, denn selbst wenn Menschen sich für andere einsetzen, so tun sie dies doch auch zu dem Zweck, sich selbst gut zu fühlen. Das wäre guter Egoismus. Schlechter Egoismus wäre dann meiner Meinung nach Egoismus unter dem andere leiden müssen. |
| Catweazle | Blaise Pascal, war seines Zeichens ein Aquitanier, glaube ich (heute würde man sagen Franzose). Er hat seine Wissenschaft sehr konsequent betrieben, aber auch Zeit gefunden schlaue Dinge zu sagen, die mir sehr gefallen.... Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen. Wir suchen niemals die Dinge, sondern das Suchen nach ihnen. gefällt mir irgendwie.... Die Welt würd nicht funktionieren, hätten die Menschen keine Motivation etwas zu tun. |
| rinaleis | Egoismus ist in begrenztem Maß sicher nichts Schlechtes, da es zu unseren Urinstinkten gehört und zum Überleben gehört. Ein gesunder Egoismus ist förderlich für die Weiterentwicklung - sei es körperlich oder geistig!!! |
| Nachtaktiver | Wahrscheinlich kommt es wirklich darauf an, wie man das Wort Egoismus definiert. Doch egal ob dieses bei einer Person in starkem Maße oder auch zu wenig zum Vorschein kommt - Extreme sind nie gut. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtaktiver [/i] [B]Wahrscheinlich kommt es wirklich darauf an, wie man das Wort Egoismus definiert. [/B][/QUOTE] Gut erkannt. |
| Kassandra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]Ein bisschen aktuell dazu, Rousseaus Aufruf, sich selber zu lieben und die Unterscheidung zwischen der "Selbstliebe" in der man sich selber annimmt und der "Eigenliebe" in der man sich selbst anderen gegenüber den Vorzug gibt.[/B][/QUOTE] Oder, um es mit Oscar Wilde zu sagen: "Selbstsucht bedeutet nicht, zu leben wie man wünscht, sondern von anderen zu verlangen, dass sie so leben, wie man es wünscht." In diesem Sinne euch allen eine große Portion Selbstliebe statt Egoismus. Macht was draus. |
| JohnSteed | Du kannst 2000 Jahre Kirche und 100 Jahre Kirchenersatz, genannt Arbeiterbewegung nicht aus den Köpfen unserer Schafe prügeln. Das halten die nicht aus. Sie brauchen jemand, der ihnen sagt, wo es langgeht.......a Das Tool machwasdraus.exe ist wegprogrammiert worden.. Wir haben auf die Ankunft einer Erlöserin gehofft und jetzt wirfst du uns einfach ein paar Hundefutterbrocken hin und sagst "Macht was draus!" Das ist schon arg sparsam, oh Messiasa |
| Scheol | @JohnSteed [URL=https://www.youtube.com/watch?v=kVKyRFTMZUw&feature=related]Da hat jemand 'nen Narren gefressen[/URL] :D [QUOTE]In diesem Sinne euch allen eine große Portion Selbstliebe statt Egoismus.[/QUOTE] Ich finde mich einfach knorke. ^^ |
| JohnSteed | Aha....(?) Um meinen "Egoismus" zu befriedigen bedarf es keiner grossen Installationen..... Es genügt mir, wenn ich sehe, wie die Polizei aus einer Hausecke hervortretend den einen oder anderen Fahrradterroristen zur Räson bringt. Und es kostet noch nichtmal Eintritt. (die rotgrüne Stadtregierung hatte Zweiradfahrer zur bedrohten Spezies erklärt und ihnen viele schöne Funktionärsspuren gebaut, die aber selten genutzt werden, weil dir als Fussgänger immer noch Fahrradfahrer entgegenkommen). Ja, so etwas macht Spass. Eigentlich bin ich mit wenig zufrieden. Wenn mein Hang zur Schadenfreude beliefert wird........ |
| Corona | Im engeren Sinn handelt doch jeder Mensch fast den ganzen Tag über egoistisch: Was mach ich mir als nächstes zu essen? Wie kommen ich schneller von Arbeit los? Was schau ich im TV an? Aber gesellschaftlich gibt es schon große Unterschiede. Da würde ich mich eher als sozial und nicht als egoistisch beschreiben. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Corona [/i] [B]Im engeren Sinn handelt doch jeder Mensch fast den ganzen Tag über egoistisch: Was mach ich mir als nächstes zu essen? Wie kommen ich schneller von Arbeit los? Was schau ich im TV an? [/B][/QUOTE] Das hat ja auch einen gewissen Sinn. Schon beim Essen ist es effizienter, wenn jeder seine Gabel zum eigenen Mund fuehrt, als wenn jeder seinen Nachbarn fuettert. Insgesamt funktioniert die Gesellschaft tatsaechlich am besten, wenn jeder sich zu 95% um seine eigenen Angelegenheiten und Beduerfnisse kuemert. Eine Welt, in der jeder seine Beduerfnisse systematisch vernachlaessigen wuerde, weil er sich andauernd um andere kuemmert, waere unter dem Strich sehr viel ungluecklicher als unsere Welt. |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Das hat ja auch einen gewissen Sinn. Schon beim Essen ist es effizienter, wenn jeder seine Gabel zum eigenen Mund fuehrt, als wenn jeder seinen Nachbarn fuettert. Insgesamt funktioniert die Gesellschaft tatsaechlich am besten, wenn jeder sich zu 95% um seine eigenen Angelegenheiten und Beduerfnisse kuemert. Eine Welt, in der jeder seine Beduerfnisse systematisch vernachlaessigen wuerde, weil er sich andauernd um andere kuemmert, waere unter dem Strich sehr viel ungluecklicher als unsere Welt. [/B][/QUOTE] Ist es dann nicht altruistisch, seinen Nachbarn mit dieser bewussten Überlegung alleine essen zu lassen? Oftmals ist es Auslegungssache, ob man eine Handlung als egoistisch oder altrustisch bezeichnet. Ausserdem zeichnet sich der Mensch doch gerade durch seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit aus: [url=http://www.news4teachers.de/2011/10/verhaltensforschung-schon-dreijahrige-sind-kooperativ/]Link![/url] |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i] [B]Ist es dann nicht altruistisch, seinen Nachbarn mit dieser bewussten Überlegung alleine essen zu lassen? [/B][/QUOTE] Wenn ich ihn nur deshalb alleine essen lassen würde, weil ich ihm das beste wünsche, dann wäre das Altruismus. Aber ich habe noch andere, egoistische Gründe, weshalb ich nicht mit meinem Nachbarn esse ;) [quote]Ausserdem zeichnet sich der Mensch doch gerade durch seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit aus[/quote] Zusammenarbeit ist noch kein Altruismus. Zusammenarbeit kann auch dadurch motiviert sein, dass jeder durch eine Kooperation seine egoistischen Wünsche am besten befriedigen kann. |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Wenn ich ihn nur deshalb alleine essen lassen würde, weil ich ihm das beste wünsche, dann wäre das Altruismus. Aber ich habe noch andere, egoistische Gründe, weshalb ich nicht mit meinem Nachbarn esse ;)[/quote] Jo, war ein schlechtes Beispiel. Zum Glück war es nicht von mir. :p ;) [quote]Zusammenarbeit ist noch kein Altruismus. Zusammenarbeit kann auch dadurch motiviert sein, dass jeder durch eine Kooperation seine egoistischen Wünsche am besten befriedigen kann. [/QUOTE] So ausgelegt ist alles egoistisch, sogar Altruismus ist Egoismus, wenn man es so auslegt, dass der Altruist einfach nur auf's gute Ansehen aus. Ein so urteilender Philosoph wäre dann allerdings vielleicht nur an Neid und/oder Missgunst erkrankt und würde dann möglicherweise auch an Verfolgungswahn leiden, weil er in jedem selbstlosen Akt eine bewusste Täuschung annehmen müsste. Kooperation ist halt mit Teilen verbunden: Zunächst teilt man seine Arbeitskraft. Am Ende teilt man in der Regel auch den Ertrag aus dieser Arbeitskraft. Finde Kooperation nun also nicht gerade super-egoistisch, um ehrlich zu sein. |