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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Tränen...
AlterkelteDarf man sich selbst beweinen?

Manchmal würde ich das gerne tun, weiss aber auch dass es vielleicht etwas egozentrisch und einseitig ist....

Naja,manchmal zerdrücke ich ein Tränchen für mich, sorry...
Kampfsau[url]http://www.youtube.com/watch?v=FtPRl-5D8Go[/url]
CurlyGirlNatürlich darf man sich selbst beweinen.
Jeder hat mal schlechte Zeiten, da ist es durchaus erlaubt Tränen zu vergießen. Das ist nur menschlich.
Wenn du mich fragst, ist es auch notwendig. Sonst staut sich alles zu sehr an... Lass locker und lass die Tränen fließen bis du dich besser fühlst ;)
Und egozentrisch ist das deswegen noch lange nicht! :)
Weinen ist keine Sünde ;)
Lady AshEiner meiner besten Freunde -ein großer, starker Mann- ist auch extrem nah am Wasser gebaut und fragt sich immer, ob man sich, so als Kerl, quasi, dafür schämen sollte.
Was natürlich Quatsch ist.
Zu weinen ist mit Sicherheit gesünder als nicht zu weinen.

Und manchmal tut alles nun einmal nur weh und man sieht keinen Ausweg ... wie unnatürlich wäre es dann, all diese Gefühle stoisch zu verschließen?
AlterkelteDanke für die lieben Antworten!


Naja, über das Schämen bin ich eigentlich raus.....
Und wirklich schlecht geht es mir ja nur in dem Moment, wo mir nach Heulen zumute ist.....bin nicht depressiver als sonst, haha.
Und von übertriebenem Männlichkeitswahn bin ich auch nicht geplagt...

Es ging mir wirklich um die sagen wir moralische Frage, ob man sich selbst beweinen darf...
Diese Frage halte ich für ungelöst, da man ja sozusagen nur weinerlich ist.....


Hmm????
hagzissa13Wenn es dich beruhigt: ich bin da Meister drin! ;)

Und ganz ehrlich: Warum nicht? Ich finde auch Selbstmitleid nicht schlimm, solange man sich nicht darin suhlt, um Mitleid und Aufmerksamkeit von anderen zu bekommen und/oder es einen im Leben behindert.
Aber ganz ehrlich: Wenn ich nicht für mich da sein dürfen soll, von wem soll man es sonst erwarten/erhoffen? Es ist für mich Teil der Eigenfürsorge und -verantwortung. Meine Meinung.
KatzenschattenIm Prinzip weint man immer für sich. Egoistisch ist das nicht, das Weinen dient nun mal dazu, sich danach (meist geringfügig) besser zu fühlen. Tränen runterzuschlucken halte ich für falsch, wer dies von anderen verlangt trägt in meinen Augen Mitschuld an den ganzen Seelenkrüppeln, die ihre Gefühle nicht zeigen können.
Vielleicht ist das eine männliche Ansichtsweise...

Im übrigen schließe ich mich Hag an: Sich besser zu fühlen kommt von eigener Verarbeitung. Trost von anderen hilft auf diesem Weg.
OdessaIch fände es absolut unmenschlich und schlimm, nicht weinen zu dürfen oder können. Mir sind zwei Männer bekannt die es nicht können, noch nie taten - um Katzi zu zitieren: Seelenkrüppel, beide.

Egozentrisch: nö wieso denn? Egozentrisch ist ein Mensch, der nur sich und sein Ego sieht und für das Leid und die Gefühle Anderer blind ist. Bei Dir hab ich, ohne Dich persönlich zu kennen, bisher nie den Eindruck gehabt dass Du das bist. Selbstmitleid in Maßen und wenn es einem wirklich so dicke kommt daß man nur noch zusammenkrachen kann heulend, halte ich für legitim, solange sich diese Stimmung nach ein paar Minuten oder Stunden wieder legt und einem "So, und jetzt genug gejammert, jetzt gehts wieder weiter mit produktiver Problembewältigung, die mich aus dem Jammertal rausbringt" (sinngemäß) weicht. Sich auskotzen bei Freunden, mal ne halbe Stunde lang rumjammern, rummotzen, herzhaft über Gott und die Welt und das eigene Elend darin fluchen und sich ein "Oh Du arme Sau, heut gehts Dir aber echt dreckig und Du tust mir selbst so leid" im Spiegel zuzurufen - alles okay für mich, solange es ein Teil (von vielen) eines ansonsten mit sich selbst im reinen seienden Spektrums an Gefühlen ist, mit denen man evtl. Lebenskrisen oder auch nur "bad hair days" verarbeitet. Sagen übrigens auch die Leute, die berufsmäßig im Seelenleben Anderer rumwursteln, also die Psychoklempner und Therapeuten ;-)
Lady Ash@Odessa: Allerdings stimmt der Umkehrschluss auch nicht: Denn nicht jeder, der Selbstmitleid empfindet und weinen kann ist psychisch gesund ;-)
--
Solange man seine Tränen irgendwo fließen lässt, wo sie niemanden stören (also tunlichst NICHT zu Füßen des Partners, der/die den Koffer packt, um einen zu verlassen) finde ich das moralisch einwandfrei, weil erleichternd. Und die Chance besteht, dass man nach vorne blickt, wenn genug Tränen geflossen sind.
Katzenschatten[QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i]
[B]
Solange man seine Tränen irgendwo fließen lässt, wo sie niemanden stören (also tunlichst NICHT zu Füßen des Partners, der/die den Koffer packt, um einen zu verlassen) ... [/B][/QUOTE]

Ja, das ist respektlos.
Alterkelte[QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i]
[B]@Odessa: Allerdings stimmt der Umkehrschluss auch nicht: Denn nicht jeder, der Selbstmitleid empfindet und weinen kann ist psychisch gesund ;-)
--
Solange man seine Tränen irgendwo fließen lässt, wo sie niemanden stören (also tunlichst NICHT zu Füßen des Partners, der/die den Koffer packt, um einen zu verlassen) finde ich das moralisch einwandfrei, . [/B][/QUOTE]

Denke mal, dass das Thema "(sich) Schämen" in diesem Falle dann wirklich egal ist........

Eher müsste man den lieben langen Tag lang aus dem Motiv des Fremdschämes heraus heulen. Aber das habe ich mir abgewöhnt...

Die Frage war ihrer Art nach, kann ich es vor mir selbst verantworten aus "niedrigen Motiven" also fast der Huldigung/Schulterklopf der eigenen Person einfach zu weinen.
Mittlerweile kann ich sagen: "Ja klar!" Warum nicht....
heljadie Welt wird immer egozentrischer. Somit ist es sogar gut wenn man sich Gedanken um sich selbst machen. Wer ist schon wirklich selbstlos? Warum dann auch nicht um sich selbst weinen? Um seinen Entwicklung, um die Lebenssituation. Den immer wenn man über sich selbst nachdenkt, dann wird man auch besser. Und dazu gehört auch um sich zu weinen. Und jede ausweglose Situation macht einen stärker. Die Welt ist nicht immer gut zu einem. Und es gibt viele schwierige Situationen. Ob man in diesen Situationen dann noch gute Freunde hat, das ist wieder eine andere Seite. Somit sei dir selbst der beste Freund.
AlterkelteEine Richtung zieht immer eine Gegenrichtung nach sich.
Das heisst, dass es nicht nur mehr Egozentrik und dergleichen auf Erden gibt,
es gibt demzufolge auch mehr Kollektivismus und mehr Neigung zur Gruppenidentität.
Das kann manchmal auch schräge und putzige Dinge hervorrufen: "und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!" Genau das wiederrum begünstigt die Egozentrik.
Insofern wäre es mir natürlich am liebsten Freunde dort zu finden, wo mein eigenes Wertesystem zuhause ist, ich bin weder willens, noch fähig fremde Versatzstücke anzunehmen und sie zu predigen, das wäre mir zu blöd.
Vielleicht sollten wir Trolle,Freaks und schräge Nachtgestalten uns alle solidarisieren, dazu wäre es aber notwendig, dass wir selbst uns zugestehen, das wir das sind..
Wüsti@AK
Ja , wenn du mal so einen Club aufmachst -ich wär dabei!
Vielleicht kannst du ja irgendwann mal ein Forum oder so etwas für solche wie uns machen.
Für die abgestoßenen der Gesellschaft, Name ....Freakboard oder so.
;)
BurningPhoenixIch denke, dass generell nichts falsch daran ist, wenn man seinen Gefühlen ausdruck verleiht. Natürlich nur, solange dabei niemand physisch oder seelisch schwerwiegend verletzt wird...

Wenn dir nach Weinen zumute ist, dann wein. Wenn dir nach Lachen zumute ist, dann lach.
Es gibt bei Emotionen keine Regeln oder Gesetze an die man sich halten müsste. Man hat sie einfach. Deshalb sollte man sie auch nicht leugnen oder zur Seite schieben, sondern ihnen nachgeben und dann gegebenenfalls darüber nachdenken, warum man so fühlt und wie man damit besser umgehen kann.

Ich denke, dass das die ehrlichste Art ist mit Gefühlen umzugehen.

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