| Elementarsatz | Während hier, in den Nachtwelten, andauernd über die Mißstände unserer Gesellschaft vom Leder gezogen wird, und überhaupt, wie schrecklich alles sei (ist es ja vielleicht auch, aber das lasse ich mal dahingestellt), bleiben die Gegenentwürfe meistens eher schemenhaft und im Ungefähren. Darum starte ich diesen Thrad, in dem jeder eimal frisch von der Leber weg seine Vision von der idealen Gesellschaft skizzieren darf. Kann losgehen. |
| Sumpfbold | Nun ja, für mich gibt es und kann es nie eine perfekte Gesellschaft geben. In der Fantasie würde ich sagen, dass die perfekte Gesellschaft ohne Krieg und Armeen besteht und das die Menschen sich gegenseitig bei jeder Situation helfen. |
| Ronin76 | Gemeinsame Nenner wie "keine Kriege" höre und lese ich oft, ist mir aber zu oberflächlich, da es nicht die Ursachen benennt. Daher meine subjektive Definition einer idealen Gesellschaft: Die ideale Gesellschaft ist die, in welcher jedes Individuum ohne Herrschaft und damit verbundene Zwänge leben und entscheiden kann. |
| Changeling II | OK,.. wenn schon, dann wollen wir auch nicht lange kleckern sondern klotzen: Die Lösung aller Probleme wäre eine Welt der unerschöpflichen Ressourcen und mit so großer Oberfläche, dass für alle Menschen - selbst wen es extrem viele sein sollten -genügend Raum zum leben und atmen vorhanden ist...das ist auf unserer mickrigen Erde der -fast -erschöpften Ressourcen und des schwindenden Lebensraumes leider nicht (mehr) der Fall... ...die Lösung wäre eine Dyson-Sphäre oder eine Ringwelt wie die bei Larry Niven beschriebene, wo die Energie eines ganzen Sonnensystems genutzt werden kann - und eine bewohnbare Landfläche vorhanden ist, die die der Erde um das millionen- oder milliardenfache übersteigt... |
| Lady Ash | problematisch in solchen Szenarien ist der inhärente Drang, Mitmenschen missionieren zu wollen. Die Sachen, an die wir glauben sind genauso gefährlich, wie die, wir besitzen (wollen) ... Ist die ideale Welt zum Beispiel atheistisch? |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i] [B]OK,.. wenn schon, dann wollen wir auch nicht lange kleckern sondern klotzen: Die Lösung aller Probleme wäre eine Welt der unerschöpflichen Ressourcen und mit so großer Oberfläche, dass für alle Menschen - selbst wen es extrem viele sein sollten -genügend Raum zum leben und atmen vorhanden ist...das ist auf unserer mickrigen Erde der -fast -erschöpften Ressourcen und des schwindenden Lebensraumes leider nicht (mehr) der Fall... ...die Lösung wäre eine Dyson-Sphäre oder eine Ringwelt wie die bei Larry Niven beschriebene, wo die Energie eines ganzen Sonnensystems genutzt werden kann - und eine bewohnbare Landfläche vorhanden ist, die die der Erde um das millionen- oder milliardenfache übersteigt... [/B][/QUOTE] Nun ja, ich wollte eigentlich im Rahmen des technisch möglichen und absehbaren bleiben. Außerdem: Warum braucht man denn so viel Platz? Geburtenkontrolle könnte doch alle Platzprobleme lösen. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]problematisch in solchen Szenarien ist der inhärente Drang, Mitmenschen missionieren zu wollen. Die Sachen, an die wir glauben sind genauso gefährlich, wie die, wir besitzen (wollen) ... Ist die ideale Welt zum Beispiel atheistisch? [/B][/QUOTE] Was meine Nachbarn glauben, ist mir grundsätzlich latte, solange sie mir damit nicht auf den Zeiger gehen und sich an vernünftige Gesetze (Verbot von Körperverletzung..) halten. Allerdings stelle ich fest, dass zumindest in Europa der religiöse Glaub auch ohne atheistische Mission zunehmend verschwindet. Es gibt zwar noch etliche, die sich als Christen bezeichnen, aber das sind meistens eher "Kulturchristen" und Taufscheinchristen, also harmlos. |
| Catweazle | Krieg vielleicht nicht, aber Konflikte überstehen gehört ja schon zum Leben. Auch innere. [QUOTE]Allerdings stelle ich fest, dass zumindest in Europa der religiöse Glaub auch ohne atheistische Mission zunehmend verschwindet. Es gibt zwar noch etliche, die sich als Christen bezeichnen, aber das sind meistens eher "Kulturchristen" und Taufscheinchristen, also harmlos.[/QUOTE] Im Grunde ist es mir fast egal, ob jemand die alten Götter anbetet, Christ ist oder Buddhist oder was weiss ich. Einen Menschen, der medial begabt ist und vielleicht der "Liebling der Götter" ist, ok- ich nenne das halt so, also jemand der höher begabt ist, als wir Bankbeamten uns dies von 9 to 5 vorstellen können.....so einen Menschen kenne ich vielleicht unter 100 heraus! Als Polytheist suche ich Gott quasi in einem Baum, in einem schönen See und glaube mir mein Freund, ich bin öfter fündig geworden, als ich es erwartete.... Und die Organisationsfrage, also mit welchem Auto und mit welcher diplomatischen Fahne am Auto Gott herum fährt, naja.....das ist mir persönlich ziemlich egal. Vielleicht ist ein Schaf als solches, weil es so ist, wie es ist, Gott. Und der dazugehörige Bordercollie ist auch Gott. Ist Gott Drei, wie bei den Christen? Keine Ahnung, vielleicht ist Gott auch 789.654.987.000.000. und mehr. Wissen wir es denn? Atheistische Programme finde ich etwas schade, weil sie dem ganzen Bereich die Fragen wegnehmen und damit auch die Unterhaltung und den Gesprächsstoff, der sich daraus ergibt. Menschen, die beim Bier streiten, ob es Gott gibt. Es kann doch nichts schöneres geben.... Atheisten sind für mich Menschen,die solche Gespräche im Grunde verhindern, damit verbinde ich nicht unbedingt etwas positives damit. Sorry, sehe ich halt so. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i] Menschen, die beim Bier streiten, ob es Gott gibt. Es kann doch nichts schöneres geben....[/quote] Nicht? Ich wüsste da so einiges. [quote]Atheisten sind für mich Menschen,die solche Gespräche im Grunde verhindern, damit verbinde ich nicht unbedingt etwas positives damit. Sorry, sehe ich halt so. [/QUOTE] Kapier ich nicht. Für einen Streit über die Frage, ob es Gott gibt, braucht man doch mindestens einen Atheisten. Aber bitte on-topic bleiben. Es gibt genug Threads über religiösen Firlefanz. |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Nun ja, ich wollte eigentlich im Rahmen des technisch möglichen und absehbaren bleiben. Außerdem: Warum braucht man denn so viel Platz? Geburtenkontrolle könnte doch alle Platzprobleme lösen. [/B][/QUOTE] ..ja, nur wäre das wiederum ein repressiver Eingriff in den natürlichen Fortpflanzungsdrang, der eben auch dem Menschen zu eigen ist...wird ja heute teilweise bereits praktiziert, so z.b. in China - ist also längst Realität - und weder besonders wirksam noch dazu angetan, die Lebensqualität insgesamt zu verbessern... ...eine staatlich verordnete Geburtenkontrolle wäre daher eher der Dystopie als der Utopie zuzuordnen - wo sie in der einen oder anderen Form ja fast immer vorkommt, so z.B. auch bei Orwell... ... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i] [B]..ja, nur wäre das wiederum ein repressiver Eingriff in den natürlichen Fortpflanzungsdrang, der eben auch dem Menschen zu eigen ist...wird ja heute teilweise bereits praktiziert, so z.b. in China - ist also längst Realität - und weder besonders wirksam noch dazu angetan, die Lebensqualität insgesamt zu verbessern... [/B][/QUOTE] Och, die 1-Kind-Politik in China wirkt schon. Zwar nicht lückenlos, aber ohne würden in China inzwischen vielleicht 1,7 Milliarden Menschen leben. Und was die Lebensqualität betrifft: Die würde durch ein ungehemmtes Bevölkerungswachstum langfristig sehr viel stärker beeinträchtigt werden. Glücklicherweise nimmt die Geschwindigkeit des Bevölkerungswachstums der Menschheit allmählich ab. Vermutlich wird die Menschheit nicht weit über 10 Milliarden hinauskommen, jedenfalls nicht in den nächsten 100 Jahren. Aber schon für 10 Milliarden Menschen einen leidlichen Wohlstand zu schaffen, ohne dass der Planet über den Jordan geht, könnte schwierig werden. Am schönsten wäre es, wenn die Erde ungefähr so stark bevölkert wäre wie in der frühen Eisenzeit: 100 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. |
| blacklilacow | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]... Am schönsten wäre es, wenn die Erde ungefähr so stark bevölkert wäre wie in der frühen Eisenzeit: 100 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. [/B][/QUOTE] Kann ich nur unterschreiben. Im ehem.Jugoslawien hat diese Politik der sexuellen Aufklärung/gesetzl.Abtreibung usw. also Geburtenplanung funktioniert. Nur im Kosovo nicht, dort hatten die albanischen Bauern immer fünf oder mehr Kinder. Auch so kann man Staaten erobern. |
| JohnSteed | Hmm, ich wünsche mir, dass bei der WM2014 ein Nordteam, also Dänemark oder Norwegen die Brasis rauswirft, einfach so! Meingott, wär das geil! |
| Elementarsatz | Mit der visionären Kraft der Nachtwelten-Benutzer ist es offenbar nicht weit her. |
| Lady Ash | Die Vision des Herrn Steed würde wahrscheinlich sogar aus mir einen Fußballfan machen. DAS ist ganz schön weit her, believe you me ;) |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von blacklilacow [/i] [B] Nur im Kosovo nicht, dort hatten die albanischen Bauern immer fünf oder mehr Kinder. Auch so kann man Staaten erobern. [/B][/QUOTE] Klingt nach Sarrazin. |
| JohnSteed | Es kommt immer auf den Blickwinkel an.... Unter Historikern gilt Sir Isaak Newton als älteste lebende männliche Jungfrau, er wurde nur 84, aber es hat ihn nicht daran gehindert schöne "Utopien" zu entwickeln, die tatsächlich auch ihren realen Niederschlag fanden. |
| Wüstenblume | Schön wäre es wenn es keine Autos mehr gäbe besser gesagt das Auto fahren verboten wird. (Wo dann die alten Autos bleiben weiss ich auch nicht). Statt dessen ist man wieder zu Pferd unterwegs und mit Kutschen. Jeder darf nur noch drei Mal im Leben eine Flugreise machen ,ausser er muss es beruflich öfter. Im Radio auf gängigen Sendern darf nichts was öfter als 20mal gespielt wurde gespielt werden. Statt dessen werden immer neue Musik vorgestellt. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i] [B]Schön wäre es wenn es keine Autos mehr gäbe besser gesagt das Auto fahren verboten wird nur ganz wenige nur die die mit Sonnenenergie fahren.(Wo dann die alten Autos bleiben weiss ich auch nicht). Statt dessen ist man wieder zu Pferd unterwegs und mit Kutschen. Fleisch essen würde verboten,statt Beefburger gäbe es nur noch Tofuburger bei Mc Donalds aus biologischem Anbau und Plastikbecher -Einwegpackungen sind verboten. Jeder darf nur noch drei Mal im Leben eine flugreise machen ,ausser er muss es beruflich öfter. Im Radio darf nichts was öfter als 20mal gespielt wurde gespielt weden. Statt dessen werden immer neue Musiker vorgestellt. [/B][/QUOTE] Geht das nicht alles etwas zu weit? |
| Scheol | Als erstes sollten sich mal demokratische Regierungen nicht immer am niedrigsten Maßstab messen. Argumente wie "aber in Afrika/Asien/Nimmerland ist es noch viel, viel schlimmer" zählen einfach nicht wenn man behauptet zu den Guten zu gehören. Grundgesetz und Menschenrechte achten wäre ein Anfang. Dann auf Rüstungsexporte verzichten. Dritte Welt Länder nicht an der Entwicklung behindern. Man muss sie auch nicht mit Milliarden fördern sondern sie einfach in Ruhe lassen. Geburtenkontrolle lehne ich ab, da ich keine Lust habe morgens Babys in der Mülltonne zu finden wie es in China üblich ist. Das Bevölkerungsproblem wird man nicht aktiv beherrschen können, das ist eben so. Des Weiteren sollte sich jeder selbst gegen den eigenen, von der Gesellschaft anerzogenen Neid wehren. Kein Neid gegen den H4-Empfänger, kein Neid gegen den Porschefahrer. Integrität versuchen. Und zwar jeder Einzelne. Es bringt nichts auf "die da Oben" zu schimpfen aber selbst den Schalk im Nacken sitzen zu haben. Die ganze Debatte um gestohlene Gelder der Elite schreit doch nur ein Prinzip in den Himmel: "Die hinterziehen die Steuern, welche ich gerne hinterziehen würde wenn ich könnte". Bringt uns das unser Utopia? Bei Weitem nicht. Aber diese kleinen Schritte sind schon so unvorstellbar, dass wir erst einmal damit anfangen sollten. Spricht: Vor der eigenen Tür kehren, dann klappt's auch mit dem Nachbarn. Und wenn wir damit fertig sind, also in geschätzten 100k Jahren, dann können wir uns Gedanken machen wie wir die archaische Xenophobie loswerden. Ein Problem überall auf dem Erdball. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] Geburtenkontrolle lehne ich ab, da ich keine Lust habe morgens Babys in der Mülltonne zu finden wie es in China üblich ist. Das Bevölkerungsproblem wird man nicht aktiv beherrschen können, das ist eben so.[/quote] Bevor sich ein Land demographisch völlig in die Scheiße reitet, halte ich Geburtenkontrolle für das kleinere Übel. Abermillionen Kinder in die Welt zu setzen, damit sie ein Leben in bitterer Armut führen, hat für meine Begriffe nichts mit Humanität zu tun. In Afrika werden 2050 rund 2 Milliarden Menschen leben. Mehr als doppelt so viel wie heute. Wie der Kontinent unter diesen Bedingungen jemals seine Probleme lösen will, ist mir schleierhaft. In einer Demokratie ist eine staatlich diktierte Geburtenkontrolle nicht möglich. Das ist klar. Allerdings tragen gerade die westlichen Demokratien auch fast nichts mehr zum Wachstum der Weltbevölkerung bei. [quote]Des Weiteren sollte sich jeder selbst gegen den eigenen, von der Gesellschaft anerzogenen Neid wehren. Kein Neid gegen den H4-Empfänger, kein Neid gegen den Porschefahrer. Integrität versuchen. Und zwar jeder Einzelne. Es bringt nichts auf "die da Oben" zu schimpfen aber selbst den Schalk im Nacken sitzen zu haben. Die ganze Debatte um gestohlene Gelder der Elite schreit doch nur ein Prinzip in den Himmel: "Die hinterziehen die Steuern, welche ich gerne hinterziehen würde wenn ich könnte". Bringt uns das unser Utopia? Bei Weitem nicht. Aber diese kleinen Schritte sind schon so unvorstellbar, dass wir erst einmal damit anfangen sollten. Spricht: Vor der eigenen Tür kehren, dann klappt's auch mit dem Nachbarn. Und wenn wir damit fertig sind, also in geschätzten 100k Jahren, dann können wir uns Gedanken machen wie wir die archaische Xenophobie loswerden. Ein Problem überall auf dem Erdball.[/quote] Klingt ganz nett, aber am Charakter der Menschen wird sich nichts ändern. Man kann die Menschen eben nicht durch Gutzureden und gute Vorsätze ändern. Auch nicht durch politische Reformen. Darum halte ich diejenigen für Traumtänzer, die immer noch glauben, es könne alles gut werden mit der Menschheit, wenn nur endlich die große, wahre sozialistische Revolution käme. Ich halte es vielmehr mit Kant: Aus einem so krummen Holz wie der Mensch ist, kann nichts gerades gezimmert werden. Man kann keine herrliche Kathedrale errichten, wenn Sperrholz das einzige Baumaterial ist, und man kann keine gute Gesellschaft aufbauen, wenn das heutige Homo sapiens-Geschmeiß die Ausgangsbasis ist. Historisch überblicken wir ungefähr 50 Jahrhunderte Menschheitsgeschichte, und davon war jedes Jahrhundert so beschissen wie alle anderen. Seit der Entstehung der Menschheit gab es vermutlich keine tausend Jahre, die glücksökonomisch kein Verlustgeschäft waren. Die einzige Chance auf eine radikale Wendung zum Besseren verspricht - wie schon mal in einem anderen Thread ausgeführt - der Transhumanismus. Die Überwindung der heutigen Menschheit zugunsten von etwas besserem. Das ist natürlich einstweilen Science Fiction, aber warten wir mal ab. |
| Scheol | [QUOTE]Bevor sich ein Land demographisch völlig in die Scheiße reitet, halte ich Geburtenkontrolle für das kleinere Übel. Abermillionen Kinder in die Welt zu setzen, damit sie ein Leben in bitterer Armut führen, hat für meine Begriffe nichts mit Humanität zu tun. In Afrika werden 2050 rund 2 Milliarden Menschen leben. Mehr als doppelt so viel wie heute. Wie der Kontinent unter diesen Bedingungen jemals seine Probleme lösen will, ist mir schleierhaft. In einer Demokratie ist eine staatlich diktierte Geburtenkontrolle nicht möglich. Das ist klar. Allerdings tragen gerade die westlichen Demokratien auch fast nichts mehr zum Wachstum der Weltbevölkerung bei.[/QUOTE] Es ist wahr, dass Wohlstand automatisch für weniger Geburten sorgt. Ich denke, mit dieser Erkenntnis könnte man anfangen einen Plan zu schmieden. Schon aus Eigeninteresse. Wohlstand ist auf einem bestimmten Level auf dem gesamten Globus möglich. Dafür braucht man nicht einmal Kommunismus. [QUOTE]Klingt ganz nett, aber am Charakter der Menschen wird sich nichts ändern. Man kann die Menschen eben nicht durch Gutzureden und gute Vorsätze ändern. Auch nicht durch politische Reformen. Darum halte ich diejenigen für Traumtänzer, die immer noch glauben, es könne alles gut werden mit der Menschheit, wenn nur endlich die große, wahre sozialistische Revolution käme.[/QUOTE] Ich gebe Dir da vollkommen Recht. Sozialistische Revolutionen haben bisher auch nicht ins Paradies geführt. Obwohl man fairerweise sagen muss, dass sie auch immer von Außen daran behindert wurden. (Kuba - USA) Dennoch; ja, der Mensch wird sich so schnell nicht ändern und unter Zwang erwachsen auch nur Übel. [QUOTE]Ich halte es vielmehr mit Kant: Aus einem so krummen Holz wie der Mensch ist, kann nichts gerades gezimmert werden. Man kann keine herrliche Kathedrale errichten, wenn Sperrholz das einzige Baumaterial ist, und man kann keine gute Gesellschaft aufbauen, wenn das heutige Homo sapiens-Geschmeiß die Ausgangsbasis ist.[/QUOTE] Das halte ich für zu pessimistisch. Schließlich werden heute für's Apfelstehlen keine Kinder mehr auf dem Marktplatz erhängt. Es gibt Fortschritte. Man muss sie nur sehen wollen. [QUOTE]Historisch überblicken wir ungefähr 50 Jahrhunderte Menschheitsgeschichte, und davon war jedes Jahrhundert so beschissen wie alle anderen. Seit der Entstehung der Menschheit gab es vermutlich keine tausend Jahre, die glücksökonomisch kein Verlustgeschäft waren.[/QUOTE] Ich halte den Gedanken einer Glücksökonomie für unsinnig. Es gibt auch die Möglichkeit in Frieden zu leben ohne das alles ohne Makel ist. Es reicht wenn alle satt sind und Medikation erhalten wenn sie sie brauchen. Das ist möglich wenn man will. Ohne das es allzu viel Kraft kostet. Den Schlamm im Menschen wird man aber nie los. Darin stimme ich überein. Dieses Problem korreliert mit der Vielfalt. Dies ändern zu wollen ist ungefähr so absurd wie die Natur kontrollieren zu wollen. Der Abschaum der Menschheit war immer der Tsunami der uns überschwemmte. Aber es gab zu jeder Zeit Menschen die dagegenhielten. Alles was man tun kann ist sich für eine Seite zu entscheiden. Es wird aber immer beide geben. [QUOTE]Die einzige Chance auf eine radikale Wendung zum Besseren verspricht - wie schon mal in einem anderen Thread ausgeführt - der Transhumanismus. Die Überwindung der heutigen Menschheit zugunsten von etwas besserem. Das ist natürlich einstweilen Science Fiction, aber warten wir mal ab.[/QUOTE] Nun, hätte Hitler gesiegt bräuchten wir dafür nicht einmal Technologie was weniger Ressourcen verschwendet und allgemein umweltfreundlicher wäre. Nein. Der Mensch ist genauso schlecht wie er gut ist. Wir werden die Welt nicht verändern. Aber das gilt nicht für uns selbst. |
| blacklilacow | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Klingt nach Sarrazin. [/B][/QUOTE] Nunja, ihm ging es ja um die ideologische Darstellung der angeblichen Dummheit bestimmter Bevölkerungskreise. Das stimmt ja so nicht, es handelt sich ja um eine gewisse zielgerichtete,gewollte Form von Intelligenz. Auch wenn uns so etwas nicht gefällt. Die Christen in Jugoslawien wurden irgendwann zu Atheisten, die Muslime waren immer Muslime und staatstreu? Naja..... Man kann schon von der Tendenz der "fünften Kolonne" sprechen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Bevor sich ein Land demographisch völlig in die Scheiße reitet, halte ich Geburtenkontrolle für das kleinere Übel. Abermillionen Kinder in die Welt zu setzen, damit sie ein Leben in bitterer Armut führen, hat für meine Begriffe nichts mit Humanität zu tun. In Afrika werden 2050 rund 2 Milliarden Menschen leben. Mehr als doppelt so viel wie heute.[/QUOTE]Die "Zivilisierten" im Westen sind doch schon kräftig am Schüren von Bürgerkriegen und Heranzüchten von Kindersoldaten, damit wir diesbezüglich keine Angst haben müssen. Außerdem wird eine ausreichende Menge an [URL="http://www.youtube.com/watch?v=T7HCB4FwE2I"]Coltan-Gräbern[/URL] gebraucht, damit auch in Zukunft alle Erdbewohner jedes Jahr ein neues Handy kaufen können. [QUOTE]In einer Demokratie ist eine staatlich diktierte Geburtenkontrolle nicht möglich. Das ist klar. Allerdings tragen gerade die westlichen Demokratien auch fast nichts mehr zum Wachstum der Weltbevölkerung bei.[/QUOTE]Das ist noch ein Grund, warum weiter massenhaft Arme in der "Dritten Welt" gebraucht werden: als billige Arbeitskräfte und Störfaktor im Westen, damit der Absatz der Waffenindustrie weiterhin gesichert ist ... [QUOTE]Klingt ganz nett, aber am Charakter der Menschen wird sich nichts ändern. Man kann die Menschen eben nicht durch Gutzureden und gute Vorsätze ändern. Auch nicht durch politische Reformen.[/QUOTE]Es ist meines Erachtens gar nicht nötig, die Menschen zu ändern. Was nötig ist, und mit etwas gutem Willen auch möglich ist, sind wirtschaftliche Reformen, die auf die Lebensbedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind, statt auf irgendwelche idiotischen Zahlenkolonnen. [QUOTE]Darum halte ich diejenigen für Traumtänzer, die immer noch glauben, es könne alles gut werden mit der Menschheit, wenn nur endlich die große, wahre sozialistische Revolution käme.[/QUOTE]Die Zeiten für große, sozialistische Revolutionen sind vorbei. Was nicht heißt, dass die Arbeiten von Marx und Engels unnütz wären. Heute sind kleine, kommunistische Revolutionen angesagt. Stichwort [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns"]"Transition Towns": [/URL] [url]http://www.youtube.com/watch?v=BsKq08gUf04[/url] [url]http://www.youtube.com/watch?v=todAmw0nuLM[/url] [url]http://www.youtube.com/watch?v=Y2pBKuH3wj4[/url] [QUOTE]Ich halte es vielmehr mit Kant: Aus einem so krummen Holz wie der Mensch ist, kann nichts gerades gezimmert werden. Man kann keine herrliche Kathedrale errichten, wenn Sperrholz das einzige Baumaterial ist, und man kann keine gute Gesellschaft aufbauen, wenn das heutige Homo sapiens-Geschmeiß die Ausgangsbasis ist.[/QUOTE]Ebenso, wie man Menschen zu schädlichen Taten anstiften kann, kann man sie zu nützlichen Taten "verführen". Man kann auch herrliche Häuser aus Strohballen oder alten Autoreifen bauen. [QUOTE]Seit der Entstehung der Menschheit gab es vermutlich keine tausend Jahre, die glücksökonomisch kein Verlustgeschäft waren.[/QUOTE]Dieses Denken in "idiotischen Zahlenkolonnen" und an "Tausendjährige Reiche" hat immer wieder den wissenschaftlich-technischen Fortschritt zum Schaden der Menschheit missbraucht. [QUOTE]Die Überwindung der heutigen Menschheit zugunsten von etwas besserem. Das ist natürlich einstweilen Science Fiction, aber warten wir mal ab.[/QUOTE]Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, mit den Füßen auf dem Boden und im Hier und Jetzt zu verweilen, statt ständig irgendwelchen Hirngespinsten nachzujagen? Zu den Bausteinen meines "Utopie-Baukastens" habe ich schon viel in den Philosophen-Threads [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=81877"]"Warum ich nicht aufgeben will"[/URL] und [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=81750"]"Wie man die Welt zusammenrücken lässt"[/URL] geschrieben - falls es Jemanden interessiert ... |
| Elementarsatz | [i]Scheol schrub:[/i] [quote] Es ist wahr, dass Wohlstand automatisch für weniger Geburten sorgt.[/quote] Automatisch nicht. Siehe Saudi Arabien. Es ist eher eine Kombination aus Wohlstand und der Beseitigung von religiösen und sozialen Zwängen. [quote]Ich denke, mit dieser Erkenntnis könnte man anfangen einen Plan zu schmieden. Schon aus Eigeninteresse. Wohlstand ist auf einem bestimmten Level auf dem gesamten Globus möglich.[/quote] Ich bin mir nicht sicher, wie viel Wohlstand für sieben, und auf jeden Fall irgendwann neun bis zehn Milliarden Menschen möglich ist. Außerdem ist einem Mangel an Wohlstand von außen schwer beizukommen. Die zig Milliarden Entwicklungshilfe, die jährlich nach Afrika fließen, bewirken sehr wenig oder sind, wie manche Kritiker behaupten, sogar schädlich. Man könnte natürlich damit aufhören und gucken, was dann passiert. Aber ich fürchte, auch das würde an der Armut in Afrika und anderen Teilen der Welt wenig ändern. [quote] Schließlich werden heute für's Apfelstehlen keine Kinder mehr auf dem Marktplatz erhängt. Es gibt Fortschritte. Man muss sie nur sehen wollen.[/quote] Wann genau wurden Kinder wegen Apfelstehlen gehängt, und dann auch noch auf dem Marktplatz? ;) Natürlich gibt es gewisse rechtliche Fortschritte, die das Zusammenleben ein wenig erträglicher machen. Nur sind das erstens sehr fragile Errungenschaften, die mit der nächsten großen Katastrophe wieder weggespült werden könnten (und die Menschheitsgeschichte ist eine einzige Krisen- und Katastrophengeschichte), zweitens ist auch das Quantum an Leid, Grausamkeit, Ungerechtigkeit, das inmitten eines Rechtsstaates möglich ist, nicht von schlechten Eltern. Wenn ich mir die meisten Leute auf der Straße ansehe, dann habe ich den Eindruck, dass der typische menschliche Zustand sich zwischen unglücklich und "ganz nett, ganz ok, muss ja, ne?" bewegt. Und ich denke mir: Soll das denn ewig auf so einem mickrigen Niveau weitergehen? [quote]Ich halte den Gedanken einer Glücksökonomie für unsinnig.[/quote] Ich nicht. In meinen Augen ist ein Leben genau dann lebenswert, wenn die Freuden, die darin stattfinden, die Schmerzen und Nöte deutlich überwiegen. Und in diesem Sinne fürchte ich, dass die bisherige Existenz der Menschheit ein krasses Verlustgeschäft war und ist. [quote] Es reicht wenn alle satt sind und Medikation erhalten wenn sie sie brauchen.[/quote] Erstens ist das nicht der Fall und wird auf absehbare Zeit nicht der Fall sein, und ja, auch das hat in meinen Augen mit der schlechten jetzigen menschlichen Natur zu tun. Zweitens müsste nach deiner Logik in unserer Gesellschaft sozusagen jeder definitionsgemäß glücklich sein. Davon kann aber keine Rede sein. Ich selbst würde mich als verhältnismäßig glücklich bezeichnen. Bis jetzt jedenfalls. Aber wenn ich mich umsehe, dann finde ich auch in unserer Gesellschaft überall schlimmste Jammergeschichten. [quote] Den Schlamm im Menschen wird man aber nie los. Darin stimme ich überein.[/quote] Nicht mit konventionellen Methoden. Kant wusste ja noch nichts von Gentechnik, hehe. Natürlich wird auch eine genetisch "enhancete" Menschheit niemals perfekt sein. Aber einem Ideal kann man sich zumindest annähern. So wie der Mund nach dem Zähneputzen immer noch viele Bakterien enthält, aber die Bakterienmenge dennoch erheblich reduziert worden ist, könnte man den menschlichen Leidensdruck stark reduzieren und das Glück auf Erden deutlich steigern. [quote] Nun, hätte Hitler gesiegt bräuchten wir dafür nicht einmal Technologie was weniger Ressourcen verschwendet und allgemein umweltfreundlicher wäre.[/quote] Wieso das denn? Hitler war doch kein Transhumanist. Der wollte die "arische" Rasse reinhalten und ihr auf Kosten von Millionen Menschen zur Vorherrschaft verhelfen. Ich dagegen glaube nicht, dass "Arier" oder Deutsche besser sind als andere Menschen. [quote] Nein. Der Mensch ist genauso schlecht wie er gut ist. Wir werden die Welt nicht verändern.[/quote] Abwarten. Wir haben ja noch viel Zeit. Wir befinden uns erst im Jahr 370 nach Newton oder im Jahr 61 nach der Entdeckung der Doppelhelix. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Die "Zivilisierten" im Westen sind doch schon kräftig am Schüren von Bürgerkriegen und Heranzüchten von Kindersoldaten, damit wir diesbezüglich keine Angst haben müssen. Außerdem wird eine ausreichende Menge an [URL="http://www.youtube.com/watch?v=T7HCB4FwE2I"]Coltan-Gräbern[/URL] gebraucht, damit auch in Zukunft alle Erdbewohner jedes Jahr ein neues Handy kaufen können.][/QUOTE] Das hier ist keine "der Westen ist scheiße/der Westen ist toll"-Diskussion. Man muss den Westen nicht verklären, um einzusehen, dass die Demographie in Afrika und anderen armen Ländern nicht geradezu dazu beiträgt, dem Traum von einer Welt ohne Armut näher zu kommen. [quote]Es ist meines Erachtens gar nicht nötig, die Menschen zu ändern. Was nötig ist, und mit etwas gutem Willen auch möglich ist, sind wirtschaftliche Reformen, die auf die Lebensbedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind, statt auf irgendwelche idiotischen Zahlenkolonnen.[/quote] Tja, ich sehe das anders. In meinen Augen ist die Schlechtigkeit des "Systems" nur die Manifestation der Schlechtigkeit des Menschen selbst. Die Menschen sind nun mal gierig, egoistisch, kurzsichtig, grausam. Was auch leicht erklärbar ist. Schließlich ist unsere Natur auf das Leben in steinzeitlichen Kleingruppen ausgelegt, mit der Weitergabe der eigenen Gene als Endzweck. Von einem "natural point of view" ist der Mensch überhaupt nicht dazu da, glücklich zu sein, oder in einer modernen Zivilisation ein vernünftiges und nachhaltiges Leben zu führen [quote]Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, mit den Füßen auf dem Boden und im Hier und Jetzt zu verweilen, statt ständig irgendwelchen Hirngespinsten nachzujagen?[/quote] Ich denke halt in großen Maßstäben ;) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] Es ist wahr, dass Wohlstand automatisch für weniger Geburten sorgt.[/QUOTE][QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Automatisch nicht. Siehe Saudi Arabien. Es ist eher eine Kombination aus Wohlstand und der Beseitigung von religiösen und sozialen Zwängen.[/QUOTE]Das würde nicht nur zu weniger Geburten führen. [b]"Eine Kombination aus Wohlstand und der Beseitigung von religiösen und sozialen Zwängen"[/b] - das könnte als Überschrift über meiner (angestrebten) Zukunfts-Vision stehen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Ich bin mir nicht sicher, wie viel Wohlstand für sieben, und auf jeden Fall irgendwann neun bis zehn Milliarden Menschen möglich ist.[/QUOTE]Das ist gerade mal eine Verdopplung. Da reicht m.E. das gegenwärtig Verfügbare problemlos aus, wenn es einigermaßen fair verteilt wird. [QUOTE]Die zig Milliarden Entwicklungshilfe, die jährlich nach Afrika fließen, bewirken sehr wenig oder sind, wie manche Kritiker behaupten, sogar schädlich. Man könnte natürlich damit aufhören und gucken, was dann passiert. Aber ich fürchte, auch das würde an der Armut in Afrika und anderen Teilen der Welt wenig ändern.[/QUOTE]Man könnte den Blick von den "zig Milliarden" darauf lenken, was da eigentlich nach Afrika fließt. Es ist ein Unterschied, ob man Technologie und Know-How zur Sicherung der Grundversorgung bereitstellt, oder Waffen und anderen Müll in diesem Umfang exportiert. [QUOTE]Natürlich gibt es gewisse rechtliche Fortschritte, die das Zusammenleben ein wenig erträglicher machen. Nur sind das erstens sehr fragile Errungenschaften, die mit der nächsten großen Katastrophe wieder weggespült werden könnten (und die Menschheitsgeschichte ist eine einzige Krisen- und Katastrophengeschichte), zweitens ist auch das Quantum an Leid, Grausamkeit, Ungerechtigkeit, das inmitten eines Rechtsstaates möglich ist, nicht von schlechten Eltern.[/QUOTE]Darum reicht es nicht, Rechte und Gesetze auf dem Papier zu formulieren. Das geht durch geschürte Ängste viel zu schnell verloren. Gebraucht werden "religiöse" und soziale Rituale und Traditionen für ein offenherziges Miteinander, die im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen und ohne Zwänge gelebt werden können. Das klingt jetzt ziemlich hochtrabend, aber mir fällt gerade keine bessere Formulierug ein. [QUOTE]Wenn ich mir die meisten Leute auf der Straße ansehe, dann habe ich den Eindruck, dass der typische menschliche Zustand sich zwischen unglücklich und "ganz nett, ganz ok, muss ja, ne?" bewegt. Und ich denke mir: Soll das denn ewig auf so einem mickrigen Niveau weitergehen?[/QUOTE]Ich glaube nicht, dass das ein typisch menschlicher Zustand ist. Bei mir hat sich dieser Zustand erst in den letzten 15 Jahren breitgemacht. Ich glaube, das ist eine Krankheit, die durch religiöse und soziale Zwänge entsteht. [QUOTE]In meinen Augen ist ein Leben genau dann lebenswert, wenn die Freuden, die darin stattfinden, die Schmerzen und Nöte deutlich überwiegen. Und in diesem Sinne fürchte ich, dass die bisherige Existenz der Menschheit ein krasses Verlustgeschäft war und ist.[/QUOTE]Das "Aufrechnen" ist ein Teil der Krankheit. Wenn es echte Freude im Leben gibt, dann sind Schmerzen und Nöte schnell vergessen. Aber ohne echte Freude ist aller angehäufter Wohlstand und Besitz nutzlos. [QUOTE][QUOTE]Es reicht wenn alle satt sind und Medikation erhalten wenn sie sie brauchen.[/QUOTE]Erstens ist das nicht der Fall und wird auf absehbare Zeit nicht der Fall sein, und ja, auch das hat in meinen Augen mit der schlechten jetzigen menschlichen Natur zu tun. Zweitens müsste nach deiner Logik in unserer Gesellschaft sozusagen jeder definitionsgemäß glücklich sein. Davon kann aber keine Rede sein.[/QUOTE]Etwas sehr Wichtiges hat Scheol vergessen: das Bedürfnis der Menschen, an der Welt teilzuhaben, mitzuwirken, zu geben und nicht nur zu nehmen. Wenn die Menschen nicht auf nützliche Weise wirken können, dann werden sie auf schädliche Weise wirken. In diesem Sinne ist "Arbeitnehmer" eines der hässlichsten Worte im heutigen Sprachgebrauch. [QUOTE]Natürlich wird auch eine genetisch "enhancete" Menschheit niemals perfekt sein. Aber einem Ideal kann man sich zumindest annähern.[/QUOTE]Ich kann nichts dafür, aber solche Gedanken erinnern mich immer wieder an Josef Mengele ... [QUOTE]Das hier ist keine "der Westen ist scheiße/der Westen ist toll"-Diskussion.[/QUOTE]Ich will das auch nicht weiter beurteilen. Bestimmte Weltsichten und Weltentwürfe kann ich aber beim besten Willen nicht nachvollziehen, z.B. [url]http://www.youtube.com/watch?v=FE7GBZgbjpk[/url] [url]http://www.youtube.com/watch?v=ND2HAYyxWbU[/url] [QUOTE]Man muss den Westen nicht verklären, um einzusehen, dass die Demographie in Afrika und anderen armen Ländern nicht geradezu dazu beiträgt, dem Traum von einer Welt ohne Armut näher zu kommen.[/QUOTE]Alles nur Sexualneid! :D Bevor man einseitig Schuld zuweist, sollte man die Welt im Zusammenhang betrachten. Und wenn wir schon auf Zahlen herumreiten, dann sollten wir erst mal vor der eigenen Haustüre kehren: :) [u][b]Bevölkerungsdichte[/b][/u] Niederlande 402 Einwohner pro km² Belgien 359 Einwohner pro km² Japan 337 Einwohner pro km² Deutschland 229 Einwohner pro km² ... China 140 Einwohner pro km² ... Somalia 13,9 Einwohner pro km² Saudi-Arabien 11,8 Einwohner pro km² Libyen 3,3 Einwohner pro km² [QUOTE]In meinen Augen ist die Schlechtigkeit des "Systems" nur die Manifestation der Schlechtigkeit des Menschen selbst. Die Menschen sind nun mal gierig, egoistisch, kurzsichtig, grausam. Was auch leicht erklärbar ist. Schließlich ist unsere Natur auf das Leben in steinzeitlichen Kleingruppen ausgelegt, mit der Weitergabe der eigenen Gene als Endzweck.[/QUOTE]Das sind auch alles nur von Menschen zusammengebastelte Theorien. [QUOTE]Von einem "natural point of view" ist der Mensch überhaupt nicht dazu da, glücklich zu sein, oder in einer modernen Zivilisation ein vernünftiges und nachhaltiges Leben zu führen[/QUOTE]Ein vernünftiges und nachhaltiges Leben zu führen, das könnten sie durchaus als Gabe der Natur mitbekommen haben. Inwieweit sie dazu eine "moderne Zivilisation" brauchen, sei dahingestellt. Und was das Glücklichsein betrifft, da habe ich auch schon oft bei anderen Tieren Situationen miterlebt, in denen sie sehr glücklich und unbeschwert zu sein schienen. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B][i].... Wieso das denn? Hitler war doch kein Transhumanist. Der wollte die "arische" Rasse reinhalten und ihr auf Kosten von Millionen Menschen zur Vorherrschaft verhelfen. Ich dagegen glaube nicht, dass "Arier" oder Deutsche besser sind als andere Menschen. ...[/B][/QUOTE] Und ich glaube, dass weder Hitler noch "die Deutschen" arisch waren/sind und oder überhaupt eine homogene "Rasse" darstellen. Abgesehen davon, dass das ja im Grunde Hundeabstammungslehre ist, aber egal. |
| Catweazle | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Nicht? Ich wüsste da so einiges. Kapier ich nicht. Für einen Streit über die Frage, ob es Gott gibt, braucht man doch mindestens einen Atheisten. Aber bitte on-topic bleiben. Es gibt genug Threads über religiösen Firlefanz. [/B][/QUOTE] Da meinte ich keine Andersfahrer,Agnostiker oder Unschlüssige, aber mit Statements, die dies und jenes theoretisch ablehnen verbinde ich schon ein schnelles Ende. Insofern wird bei Diskussionen mit Atheisten über Gott sehr wenig Bier konsumiert. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i] [B] Menschen, die beim Bier streiten, ob es Gott gibt. Es kann doch nichts schöneres geben.... [/B][/QUOTE] Was ist mit Menschen, die mit einer Kalaschnikow in der Hand streiten, ob es Gott gibt? [QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i] [B] Insofern wird bei Diskussionen mit Atheisten über Gott sehr wenig Bier konsumiert. [/B][/QUOTE] Ja, Bier ist schon sehr wichtig beim Diskutieren. Am schönsten sollen die Diskussionen ja am Ballermann sein. :rolleyes: |
| JohnSteed | Das ist relativ. Länder, in denen die AK47 Standardwaffe war, hatten ohnehin ein ambivaltentes Verhältnis zu Gott. Nur sind diese Länder nach und nach zerbröselt und die Waffen wurden an Freaks verkauft, die das Geld hatten, aber nicht die Reife, die Waffen zu benutzen. Was aber auch auf ca.30 US-Bundesstaaten zutrifft......:eek: |
| Lazerta | Die christliche Urgemeinde lebte das was ich für utopisch halte. Man teilte sein Einkommen, maß dem Gelde kaum Bedeutung zu, man liebte und verließ seinen Partner nicht, begehrte nicht des Nächsten Frau oder Mann, vergab seinen Freunden und Feinden bedingungslos, empfand nicht neid und war nicht gierig, stand füreinander ein, beschenkte sich mit Freude, mied das Fressen und Saufen und legte seinen Zorn ab und suchte stattdessen die Liebe. Von Gott geliebt zu werden war den Christen der Urgemeinde Ehre genug, so dass niemand eitel war und weder Ehre von Menschen suchte noch einforderte. In Gott aufzugehen war ihnen reinste Erfüllung, so dass niemand schädliche leidenschaften suchte. Niemand bestand auf sein Recht, sondern war im Gegenteil bereit einzustecken. Man gab dem Dieb noch freiwillig seinen Mantel, betete für jene welche einen selbst verspotteten und schlug niemals zurück, sondern hielt noch selbstbewusst dem Gegner seine andere Wange hin. |
| Elementarsatz | Ich wäre etwas misstrauisch, wenn es um die Selbstdarstellung von Sekten geht. Stell dir einfach vor, die Menschen im Jahr 4000 finden eine selbstdarstellerische Chronik von Scientology und haben so gut wie keine anderen Quellen ;) |
| Lazerta | Naja, auch die Urgemeinde war nicht perfekt wie man aus den Briefen des Paulus an die Urgemeinde herauslesen kann: "Ich habe es euch schon oft gesagt, und jetzt beschwöre ich euch unter Tränen: Hütet euch vor allen, die sich Christen nennen, aber durch ihr Leben erkennen lassen, dass sie Feinde des Kreuzes Jesu Christi sind." - Philliper 3 Das christliche Utopia ist nun einmal nicht gesamtgesellschaftlich umzusetzen, weil Menschen ihre Sünden zu sehr lieben. Die Urgemeinde kam ihr nur am nähesten heran, wie ich finde. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] Naja, auch die Urgemeinde war nicht perfekt wie man aus den Briefen des Paulus an die Urgemeinde herauslesen kann: "Ich habe es euch schon oft gesagt, und jetzt beschwöre ich euch unter Tränen: Hütet euch vor allen, die sich Christen nennen, aber durch ihr Leben erkennen lassen, dass sie Feinde des Kreuzes Jesu Christi sind." - Philliper 3 [/QUOTE]Ich hüte mich lieber vor denen, die seinen Kreuzestod zelebrieren, statt sich intensiver mit seinen Lehren zu befassen. [QUOTE]Das christliche Utopia ist nun einmal nicht gesamtgesellschaftlich umzusetzen, weil Menschen ihre Sünden zu sehr lieben. [/QUOTE]Das Problem liegt meines Erachtens eher darin, dass den Menschen von Geburt an die Liebe - egel wozu - ausgetrieben wird. Was immer irgendein Mensch liebt, das wird als Sünde verteufelt. :( |
| Scheol | [QUOTE]Ich hüte mich lieber vor denen, die seinen Kreuzestod zelebrieren, statt sich intensiver mit seinen Lehren zu befassen.[/QUOTE] Da steckt viel Wahres drin. [QUOTE]Das Problem liegt meines Erachtens eher darin, dass den Menschen von Geburt an die Liebe - egel wozu - ausgetrieben wird. Was immer irgendein Mensch liebt, das wird als Sünde verteufelt.[/QUOTE] Ausgetrieben...hmm...es wird eher das Menschliche (alles Irdische) verteufelt. Der Mensch als Wesen wird verleugnet und man trachtet ständig danach ein Gott zu werden. Was in der Praxis niemals funktionierte. Nie. Und daraus resultieren dann widerliche Dinge, die sich innerhalb stark-religiöser Familien abspielen. Das gilt für alle Religionen. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B] Das christliche Utopia ist nun einmal nicht gesamtgesellschaftlich umzusetzen, weil [/B][/QUOTE] Wenn die oben zu Beginn Deines Posts angeführten Merkmale der christlichen Urgemeinde das christliche Utopia charakterisieren sollen, wird es dieses auch schon gegeben haben, bevor es überhaupt Christen oder eine Religion gab: [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]Man teilte sein Einkommen, maß dem Gelde kaum Bedeutung zu, man liebte und verließ seinen Partner nicht, begehrte nicht des Nächsten Frau oder Mann, vergab seinen Freunden und Feinden bedingungslos, empfand nicht neid und war nicht gierig, stand füreinander ein, beschenkte sich mit Freude, mied das Fressen und Saufen und legte seinen Zorn ab und suchte stattdessen die Liebe.[/B][/QUOTE] Ich denke nicht, dass die Christen darauf das Copyright haben. Sie vermarkten sich lediglich seit 2000 Jahren gut. Dass ein christliches Utopia nicht umgesetzt wird, erfreut mich persönlich sehr. Ich möchte nämlich gern selbst entscheiden, ob ich einem angeblich existenten höheren Wesen huldige oder nicht, ohne Gefahr zu laufen, als Ketzer verbrannt und gefoltert zu werden. Auch an der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und -gläubigen muss ich ein christliches Utopia messen lassen. Ist die einzige Quelle dieses Utopia jedoch die Bibel, sieht es da eher düster aus. Das christliche Utopia findet daher auch nicht Eingang in meine "Utopia-TopTen". |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Ich hüte mich lieber vor denen, die seinen Kreuzestod zelebrieren, statt sich intensiver mit seinen Lehren zu befassen.[/QUOTE]Der Tod wird von Paulus nicht zelebriert, sondern die Wahrheit und das Leben, das erst durch Jesus Tod und Auferstehung möglich geworden ist. Daran hat Paulus gelaubt. Der Kreuzestod und die Lehre Jesu sind nicht voneinander zu trennen. [QUOTE]Das Problem liegt meines Erachtens eher darin, dass den Menschen von Geburt an die Liebe - egel wozu - ausgetrieben wird. Was immer irgendein Mensch liebt, das wird als Sünde verteufelt. :( [/QUOTE] Ich bedauere es ebenso, dass es hierbei oft Missverständnisse und falsche Lehren gibt. Es ist nicht falsch etwas zu lieben. Nur alles was von Gott wegführt ist für einen Christen tabu. Es ist nicht falsch Geld zu besitzen. Doch wenn Christen daran hängen und es sie nach mehr verlangt ist es besser für sie alles wegzugeben. Es ist nicht falsch guten Wein zu lieben. Doch wenn es zur Sucht führt, ist es besser es wegzulassen. Es ist nicht falsch den Sex zu lieben. Doch erst wenn es zu Ehebruch, Missbrauch und Prostitution führt ist es Sünde. Dieses Prinzip lässt sich auf alles Weitere übertragen. Das Leben und weltliche Genüße werden nicht verneint. Nur der richtige Umgang mit ihr wird gelehrt. |
| Wüstenblume | Also eine späte Antwort an Elementarsatz ob es nicht ein wenig übertrieben ist mit meiner Traumvorstellung von der Welt. Einige Dinge waren übertrieben.Z:B das man nur noch Tofuburger bei Mc Donalds kriegt. Oder ein Song nur noch höchstens 20 mal gespielt werden darf im Radio.:) Das war etwas dumm. Ich habe heute eine Reportage über Warschau gesehen. Ich habe nicht so richtig zugehört dieses Schwärmen von dem Fortschritt hat mich abgeturnt. Ich habe nur gesehen das Wolkenkratzer umgeben von der schönen Natur (Wälder) dort stehen. Dazu gibt es dort auch noch viele alte Gebäude ,die hundert Mal schöner sind. Ich wäre dafür diese Wolkenkratzer abzureißen ,und der Mensch wie im Mittelalter lebt ,ohne Autos ,ohne Strom. Wie nennt man Leute die sich soetwas wünschen aber wirklich auch dafür einsetzen? Idealisten ? Es ist doch traurig wenn die Welt irgendwann nur noch so aussieht ,es fast kein Grün mehr gibt. Dann könnten wir nicht auch mehr leben. Kann sein ,dass ich das Morgem wieder anders sehe. |
| Ronin76 | [QUOTE]Es ist doch traurig wenn die Welt irgendwann nur noch so aussieht ,es fast kein Grün mehr gibt. Dann könnten wir nicht auch mehr leben.[/QUOTE] In der Konsequenz stimmt das schon. Eine Population ist immer nur so groß wie das Nahrungsangebot, von daher wird sich das ausgleichen, es sei denn das Nahrungsangebot wird andersweitig, zb durch Gentechnik, Atomwaffen und Atommüll für Jahrtausende zerstört, dann kann auch die Menschheit aussterben. Ich halte die urbanen Betonwüsten, die auch schon in Dörfern Einzug gehalten haben, auch für eine Sackgasse, welche die Menschen von der Natur entfremdet und krank macht. |
| Wüstenblume | [QUOTE]Eine Population ist immer nur so groß wie das Nahrungsangebot, von daher wird sich das ausgleichen, es sei denn das Nahrungsangebot wird andersweitig, zb durch Gentechnik........[/QUOTE] Das wäre ja schön ,wenn sich das ausgleicht ,es also nicht so krass wird ,dass nur noch Betonwüsten überall auf der Welt stehen. Danke für die beruhigende Antwort. Wollen wir mal hoffen dass wir uns nicht trotzdem ausrotten. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B] Ich halte die urbanen Betonwüsten, die auch schon in Dörfern Einzug gehalten haben, auch für eine Sackgasse, welche die Menschen von der Natur entfremdet und krank macht. [/B][/QUOTE] Sehe ich genauso. Hat aber auch mit der generellen Hässlichkeit der modernen Architektur zu tun. Man könnte Großstädte ja auch einfach schön bauen. Guck dir Prenzlauer Berg an.... das war im 19. Jahrhundert ein Arbeiterviertel, trotzdem hat man sich die Mühe mit Stuckverzierungen gemacht, und heute ist es eine begehrte Wohngegend. Aber für Ornamente und architektonische Schönheit ist heute eben keine Zeit mehr. :( Hinzu kommt noch die Hässlichkeit der modernen Mode und Kunst, und voilà: Fertig ist unsere abgefuckte Gegenwart. @Wüstenblume: [quote] Ich wäre dafür diese Wolkenkratzer abzureißen ,und der Mensch wie im Mittelalter lebt ,ohne Autos ,ohne Strom. Wie nennt man Leute die sich soetwas wünschen aber wirklich auch dafür einsetzen? Idealisten ?[/quote] Realitätsfern? ;) Ich glaube, ein Leben wie im Mittelalter wünscht sich niemand zurück, der sich darüber informiert, was das bedeutet. Aber man könnte auch mit einem maßvollen Einsatz der modernen Technik ein gutes Leben führen. |
| WhiteRabbit | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i] [B]... Ich habe heute eine Reportage über Warschau gesehen. Ich habe nicht so richtig zugehört dieses Schwärmen von dem Fortschritt hat mich abgeturnt. Ich habe nur gesehen das Wolkenkratzer umgeben von der schönen Natur (Wälder) dort stehen. ... [/B][/QUOTE] Nun, ich war noch nie in Warschau, was ich eigentlich als Makel sehe. Es gibt aber mehr als einen Bericht über diese Stadt und Szenen von Menschen, die sich nicht alles gefallen lassen. Es gibt eine Szene in Warschau: "Streetart Kunst an den Wänden Beim Spaziergang durch die City sollte man die Augen offen halten, denn junge Künstler nutzen alte Mauern als Leinwände. An immer mehr Orten darf legal gesprayt werden. In Tarchomin, einem Teil von Praga, stehen gleich mehrere Wände zur freien Verfügung, die auch Twożywo für ihre knallig-bunten Malereien nutzt. Die Künstlergruppe verwandelt trostlose Mauern in bunte Flächenmit Botschaft ([url]www.twozywo.art.pl[/url]). Die neuesten und verrücktesten Kunstwerke gibt's jedes Jahr während dem Streetart Jam zu sehen. Wer sich hier anmeldet, darf auf extra ausgesuchten Flächen sprayen und malen (Anmelden unter [url]www.vlepvnet.bzzz.net/saj[/url]). Noch mehr Festivalflair bietet das International Street Art Festival: Die Installationen und Performances finden in den Tunneln, Shopping Malls, Metrostationen und an Tram- und Bushaltestellen statt (Info bei: Stowarzyszenie Scena 96, ul. Raszyńska 32/44 lok 140 m | [url]www.sztukaulicy.pl[/url])." Quelle: Süddeutsche Zeitung... Finde ich doch recht abgefahren. In der Hintergrundberichterstattung zur WM gab es Berichte über die kleine, feine (subventionierte) "Milchläden", in denen es ganze Menüs zu bewundern gibt. Wir sollten uns vielleicht von überkommenen Klischees lösen. Möglicherweis wird Warschau in fünf bis zehn Jahren eine Art Paris oder London des Ostens werden.......... |
| Wüstenblume | @Graf Hasenfuß:) Die Künstlergruppe verwandelt trostlose Mauern in bunte Flächenmit Botschaft ([url]www.twozywo.art.pl[/url]). Die neuesten und verrücktesten Kunstwerke.... Das ist schon besser als trostlose graue Mauern.Sollte man hier auch mehr erlauben in Doitschland,auch wenn bunt ja eher das ist was die Goths doch nicht mögen sollten. Welche Klischees in Bezug auf Warschau meinst du denn ? @Elementarsatz stimmt so ganz wie im Mttelalter leben wäre wohl doch zu schwierig ,und ich könnte dann ja kein Metal mehr hören ,denn dafür braucht man Strom und kein Internet mehr,wäre auch langweilig. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i] Das ist schon besser als trostlose graue Mauern. Sollte man hier auch mehr erlauben in Doitschland, auch wenn bunt ja eher das ist was die Goths doch nicht mögen sollten.[/QUOTE]Hier in Jena wurde vor einigen Jahren eine etwa 2 km lange Mauer am Krankenhaus für einen Graffiti-Wettbewerb freigegeben. Da waren einige wirklich schöne Bilder dabei, darunter auch einige in Schwarzweiß - für die Grufties. :) [QUOTE]stimmt so ganz wie im Mttelalter leben wäre wohl doch zu schwierig ,und ich könnte dann ja kein Metal mehr hören ,denn dafür braucht man Strom[/QUOTE]Ach, wozu? Man muss nur genügend Leute in der Band sammeln, dann ist das auch für's Wacken Open Air laut genug: [URL="http://www.youtube.com/watch?v=LM2BDiIOE0w"]Corvus corax Fortuna (wacken 2008)[/URL] [QUOTE]und kein Internet mehr, wäre auch langweilig.[/QUOTE]Internet geht auch, nur etwas langsamer, siehe [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Taubenpost#Taubenpost_im_Internetzeitalter[/url] "[b]Taubenpost im Internetzeitalter[/b] Mit RFC 1149 und RFC 2549 liegt zumindest in der Theorie ein (als Aprilscherz gedachter) Standard vor, wie das im Internet gebräuchliche Internet Protocol mithilfe von Brieftauben übertragen werden kann. Es blieb nicht nur bei der Theorie: Am 28. April 2001 wurde in Bergen ein Versuch durchgeführt, bei dem tatsächlich IP-Pakete übertragen wurden. Insgesamt wurden dabei vier Pakete übertragen, bei einer Laufzeit von ca. 1,5 Stunden. (Ping-Zeiten liegen normalerweise in Größenordnungen von Milli- bis Zehntelsekunden.)" ( [URL="http://www.blug.linux.no/rfc1149/"]Hier[/URL] gibt es Dokumente und Fotos zum Versuch ) |
| poison | wahrscheinlich schweife ich etwas vom thema ab, da ich keine vision der idealen gesellschaft bieten möchte - sondern mich eher im ganz kleinen stil bewege ... vor kurzem im urlaub auf lanzarote lernten wir einen interessanten mann kennen ... er erzählte, er sei in deutschland einfach nicht mehr glücklich gewesen, trotz bestens bezahltem, allerdings sehr stressigem job ... dieses gefühl von "das kann nicht alles sein" stellte sich ein- deshalb wanderte er auf die insel aus, fing ganz unten an und arbeitet nun für ein kleines hotel - der verdienst ist gering, genügt halt zum überleben - ihm bleibt aber nun ausreichend zeit für sein hobby als surfer, zum geniessen der natur (lanzarote ist traumhaft und immer noch - obwohl touristenziel - sehr ursprünglich) - einfach zum leben - bescheiden, aber wesentlich befriedigender ... die quintessenz des ganzen : was braucht der mensch wirklich für sein seelenfrieden, für sein glück ... schon sehr imponierend, dass es noch menschen gibt, für die reichtum, luxus, macht etc. nicht alles im leben bedeuten ... |
| Hybrid Andante | In der Tat beeindruckend und genau das richtige. Wenn ich da an die Worte unseres Institutsleiters denke: "Es ist mir immer rätselhaft geblieben, wie mein Vorgänge eine Führungsposition hat aufgeben können" :rolleyes: Naja, jetzt wurde ihm wohl vom Arzt Sport verschrieben; 7 x 18 Stunden arbeiten tut halt niemandem gut :p |
| Elementarsatz | Wie sagte schon Sokrates: Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut. |
| Waldemar | Und wie sagte Till schon. Ich brauche vieles und viel davon. Und nur für mich. Von allem was man haben will..brauche ich zehnmal so viel. Ich werde nie satt, ich werde nie satt! Es ist besser, wenn man mehr hat! |
| poison | auf gefühlsbezeugungen gemünzt würde ich dem "till" glatt zustimmen (und das ist für die gebenden schon mehr als schwer genug) ... in materieller hinsicht ... eine äusserst traurige einstellung ... |
| Elementarsatz | Wer ist eigentlich Till? |
| poison | ah ... ein rammstein-song .... (auf der langen leitung stand ...) |
| Waldemar | Ja und seine Aussage ist natürlich nur ein "ironischer" Spiegel dessen, was die menschliche Seele zum größten Teil ausmacht. Was man nicht haben kann brauch man um so mehr, was man bekommt ist einem schnell langweilig usw. :) Wir sind halt "Mangelwesen" |
| Wüstenblume | [QUOTE]Was man nicht haben kann brauch man um so mehr, was man bekommt ist einem schnell langweilig usw. Wir sind halt "Mangelwesen"[/QUOTE] Das hast du schön gesagt,ich glaube auch das es so ist. @Elementarsatz aber es gibt ja auch noch einige schöne Orte in Deutschland und anderswo.So schlimm ist es momentan noch nicht. @White Rabbit bist du Pole?Die Seiten die du verlinkt hattest waren ja alle auf polnisch,ich finde gut ,dass du so vielseitig interessiert bist. Also über den Tellerrand hinaus guckst.Das war ja jetzt auch kein typisches Graffiti sondern was ganz anderes (Im 1.Link).Ich mag bunte Bilder ,so Schriftzüge finde ich nicht so interessant,wie sie bei Hoppern üblich sind oder waren viele können aber auch gut schöne Bilder mit Aussage sprühen. @TTP Das mit den Brieftauben wäre romantisch ,eine Alternative zum Internet wäre es nicht,war wohl eher aus Spaß gemeint. (Den Artikel wollte ich mir nochmal in aller ruhe morgen zu ende durchlesen). Zum Thema bunt: Das war ein klischeehafter Gedanke von mir ,ich meine man kann sich ja schwarz fühlen und trotzdem buntes mögen. Ich mag ja zum Beispiel bunte Ponys. Alles schwarz,grau ist doch trostlos . Scwarze sind oft sehr humorvoll ,warum also nicht auch buntes mögen?In den kalten Gefilden ist es einfach schon zu grau ,vor allem im Winter. |
| TheTurningPoint | @Wüstenblume Wie geschrieben, war das mit den Brieftauben zuerst ein Aprilscherz. Aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als es das Internet in der heutigen Form noch nicht gab. Als Kind/Jugendlicher hatte ich über mehrere Jahre eine Brieffreundschaft mit einem Mädchen aus der [URL="http://www.altairegion22.ru/de/tourismus/"]Altai-Region.[/URL] Da benötigte ein Brief in der Regel 3 Wochen vom Sender zum Empfänger. Die Antwort kam also frühestens in 6 Wochen. Trotzdem habe ich mehr als 80 Briefe und 240 Postkarten bekommen, und umgekehrt waren es mindestens genauso viele. Das mit den Farben sehe ich eigentlich auch nicht so verbissen, zumal wenn Kinder mit im Spiel sind. Die haben ein Recht darauf, auch andere Farben außer Schwarz kennenzulernen. [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_von_Aster"]Christian von Aster[/URL] hat es sogar geschafft, dass Grufties auf dem WGT mit rosa Plüsch-Hasenohren rumgelaufen sind. ... Aber als Smilies waren die Pferdchen wirklich etwas groß geraten für meine alten Augen ... |
| Maraiku | Eine perfekte Gesellschaft? Für mich ist diese Gesellschaft perfekt, mit ihren Fehlern und Menschen. Es wäre schrecklich für mich wenn wir in einer perfekten Gesellschaft leben würden, wo alles schön und toll ist, da verliert man den Reiz im leben... Glaube ohne die Gewalt und den Hass auf dieser welt, gäbe es diese Menschen nicht die anders sind, die sich gegen den Hass lehnen da sie ihn schon in den Augen blicken mussten. Ne perfekte Gesellschaft kann es daher nicht geben, so seh ich das. |
| Alterkelte | @Maraiku Besser hätte ich es auch nicht sagen können! :cool: |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mrs. Spock [/i] [B]Die ideale Gesellschaft wird es nicht geben. Aber es wird immer wieder interessante und revolutionäre Ideen geben. So wie vor ein paar Jahrzehnten, als die Computerneerds die Informationstechnik revolutioniert haben und der CCC für Informationsfreiheit gegründet wurde. Nun brodelt es in den Garagen und ehemalige Kinderzimmer werden zum Gentechniklabor umgerüstet. Hier entwickelte sich ein neuer kreativer Raum für Biomoleküle. DIY-Gentechnik begeistert Bioneerds in der ganzen Welt. Mittlerweile finden sogar Wettbewerbe statt und DNA-Extraktions-Straßenpartys. Biohacker bringen Mikroben zum Leuchten, just for fun. Aber Mikroben können auch als nutzvolle Indikatoren umgeformt und eingesetzt werden. Das ist superkreativ und oberneerdig cool. Soweit natürlich verantwortungsvoll und ausschließlich zum positiven Nutzen oder just for fun damit umgegangen wird! [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bio-Hacker-organisieren-sich-weltweit-835870.html]klick[/URL] [URL=http://www.zeit.de/2010/22/N-Biologie-Studentenwettbewerb]Klick[/URL] [URL=http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/06/Synthetische-Biologie-Biohacker]Klick[/URL] [/B][/QUOTE] ...und wofür soll das alles gut sein...? oder vielleicht verständlicher gefragt: wem soll das nützen...? ...sofern du nicht völlig naiv bist, kennst du die Antwort bereits: das bestehende repressive, geldfaschistische System hat sich bislang noch jede noch so abseitige Erfindung zunutze gemacht und in die Waren-, d.H. Geldform transformiert -sofern daraus in irgendeiner Weise Profit zu schlagen war... von Mikroben erleuchtete "Bio"-Lampen beispielsweise mögen theoretisch gesehen eine nette Idee sein: Licht ohne Strom zu erzeugen, d.H. das faschistische Monopol der Energiekonzerne zu zerschlagen - ist im Grunde eine tolle Idee - nur wird jede neue Technologie sogleich ein neues Monopol schaffen, solange die kapitalistischen Besitz- und Machtverhältnisse zuvor nicht ebenfalls zerschlagen worden sind... und so wird es im Endeffekt wieder nur denen etwas bringen, die jetzt schon das Geld - und damit auch die Macht über alle anderen haben: nämlich noch mehr Geld - und noch mehr Macht..der Marktfaschismus ist ein totalitäres Gesellschaftssystem, das alles, womit sich Profit machen lässt, begierig aufgreift und assimilert - resistance is futile... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Maraiku [/i] [B]Eine perfekte Gesellschaft? Für mich ist diese Gesellschaft perfekt, mit ihren Fehlern und Menschen. Es wäre schrecklich für mich wenn wir in einer perfekten Gesellschaft leben würden, wo alles schön und toll ist, da verliert man den Reiz im leben... Glaube ohne die Gewalt und den Hass auf dieser welt, gäbe es diese Menschen nicht die anders sind, die sich gegen den Hass lehnen da sie ihn schon in den Augen blicken mussten.[/B][/QUOTE] Ja sicher. Solange man wie die Made im Speck lebt, ist es leicht, das menschliche Elend für ein Gewürz zu halten, das die Welt erst richtig interessant macht. Ein Obdachloser in Kalkutta oder eine Mutter von fünf Kindern in der Sahelzone, oder jemand, der gerade seine Beine im syrischen Bürgerkrieg verloren hat, denkt vermutlich anders darüber. Sorry, aber diese Auffassung "Die Welt ist schon in Ordnung wie sie ist, denn ohne Hass, Gewalt, Ungerechtigkeit wäre sie langweilig" habe ich kein Verständnis. |
| poison | sehe ich genauso ... einmal nachrichten schauen, ohne berichte von irgendwelchen greul-taten ... allerdings - wenn ich den post richtig interpretiere - "ohne gewalt würde es die menschen, nicht geben, die sich dagegen auflehnen" (frei zitiert) ... ist wohl irgendwie kein verkehrter ansatz ... andererseits, denke ich aber - selbst menschen, die nie hass und gewalt erfahren mussten, können mitgefühl empfinden, das böse/schlechte darin sehen - lehnen sich genauso dagegen auf ... "schön und toll" schmälert - für mich - keineswegs den reiz am leben, keineswegs ... zumal, wenn die menschen nicht mehr damit beschäftigt sind, sich gegenseitig leid und elend zuzufügen und sich gegenseitig die köpfe einzuschlagen, wenn eben nicht mehr jeder nur an sich denkt, wäre viel mehr raum, viel mehr möglichkeiten für kreative ideen, die dann allen (!) zugute kommen ... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von poison [/i] [B]sehe ich genauso ... einmal nachrichten schauen, ohne berichte von irgendwelchen greul-taten ... allerdings - wenn ich den post richtig interpretiere - "ohne gewalt würde es die menschen, nicht geben, die sich dagegen auflehnen" (frei zitiert) ... ist wohl irgendwie kein verkehrter ansatz ...[/B][/QUOTE] Doch, sicher ist das ein verkehrter Ansatz. Das ist ungefähr so, als würde man sagen: "Wie schön, dass es Armut gibt, denn sonst könnte ich niemandem Almosen geben und mich als nobler Mensch fühlen." Kennst du das Münchhausen-Stellvertretersyndrom? Mütter, die darunter leiden, machen ihre eigenen Kinder krank oder vergiften sie, damit die Kinder umso mehr auf sie angewiesen sind. Die Einstellung von Maraiku ist nicht ganz so extrem, geht aber in diese Richtung: Wie schön, dass es Armut, Hass, Gewalt gibt, damit andere sich als moralische Wohltäter profilieren können. |
| poison | interpretiere ich anders ... (der nachteil bei geschriebenen texten - lässt einfach zu viel spielraum) dahinter sehe ich eher die menschen, die gewalt erfahren müssen/mussten und nun anfangen, gegen die ursachen anzukämpfen ... mag uns die oder der schreibende doch einmal darüber aufklären, wie genau es gemeint war ... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von poison [/i] [B] dahinter sehe ich eher die menschen, die gewalt erfahren müssen/mussten und nun anfangen, gegen die ursachen anzukämpfen ... [/B][/QUOTE] Ja und? In einer Welt ohne Gewalt hätten diese Menschen logischerweise auch keine Gewalt erfahren und ihr Einsatz wäre unnötig. |
| poison | das wäre das ideal ... genauso mein wunsch, wie anscheinend der deine ... sorry, aber in den posts lese ich nichts von "ich finde wohltätigkeit toll" ... sondern eher "diejenigen können kämpfen, die wissen wofür" ... (vielleicht verbirgt sich dahinter auch ein "warum soll ich für andere kämpfen, solange es mir gut geht" - aber das ist spekulation ... - wenn auch generell eine höchst traurige grundeinstellung ....) |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mrs. Spock [/i] [B]Heute lief eine interessante Sendung auf 3sat. Konsumenten werden zu Prosumern. In Wien gibt es zum Beispiel einen Modeladen, dort kann man selbst designte Stücke in Auftrag geben, die dort verkauft werden. Beim Verkauf erhält der Designer (das kann -jeder- sein, der einen Entwurf einreicht) einen Anteil vom Verkaufspreis. Wenn man also keine Nähmaschine zu Hause hat oder einfach keine Lust vorher auch noch den Stoff zu weben und zu färben und anschließend zu schneidern, hat man dort die Möglichkeit individuelle Stücke auf den Markt zu bringen. Und der Konsument wird zum Produzent. Eine weitere großartige Idee die sich Umsetzt, unter anderem auch in Wien, ist ein hochmodernes technisches Hobbylabor/Werkstatt, ein sogenanntes Fabrikationslabor. Dort kann -jeder- mit comutergesteuerten Maschinen alle Produkte selbst herstellen. Alles learning by doing. Ich finde die Idee mit den offenen Laboren und Werkstätten fantastisch! [URL=http://www.happylab.at/labor/ausstattung/]klick[/URL] Was will man mit irgendwelchen Luftschloss-Utopien? [/B][/QUOTE] ...das wäre jedenfalls ein durchaus barauchbarer Ansatz: eigenverantwortliches Mitgestalten/Mitentscheiden über ein - auf individuelle Bedürfnisse hin zugeschnittenes - Produkt... ...es ist auch wieder einmal bezeichnend, dass derartige Projekte zumeist in Ländern wie Österreich oder der Schweiz entstehen, wo ich zumindest den Eindruck habe, dass die Menschen dort für neue Ideen sehr viel offener sind als der typische angepasste, GEld- und konsumhörige Bunzel-Michel...in der Bunzelrepube wäre derartiges kaum zu erwarten, da es ja Kreativität, Mitdenken und Eigenverantwortung erfordert - alles Eigenschaften, die dem typischen BRDling abgehen, da sie ihm seit mindestens zwei Generationen schon vom autoritären System konsequent aberzogen wurden ...denn hier muss alles unbedingt weiter nach Schema F ablaufen, der kapitalistische Normalzustand darf um keinen Preis gefährdet werden - oder, wie es bereits im ersten Artikel der BRD-"Verfassung" heisst: "Die Würde des Marktes ist unantastbar"... |
| Wüstenblume | Und nochmal da ich finde daß das wirklich ein großer Schritt für die Menschen in Schleswig-Holstein oder in ganz Deutschland wäre. Lieder aus den 80-ern , 90-ern , 2000-ern und ganz ganz üble neue Popsongs dürften auf gängigen Radiosendern nicht mehr gespielt werden. Außer Underground oder Independent Zeugs aus dieser Zeit. :) |
| Hybrid Andante | Das waere dann mindestens genauso langweilig. |
| Scheol | Spooky Ist dir mal aufgefallen, dass sich deine Konzentration verändert, wenn im Hintergrund Radio läuft? Mach mal den Test. Lass eine CD auf der Arbeit laufen und dann mal etwas später Radio. Was fällt dir auf? Man wird dumm-gelallt. Das ist leider so. Ich bin gerne überheblich wenn ich sage, dass im Radio scheiß Songs für Idioten laufen. Mit dieser Form der Überheblichkeit habe ich keinen Schmerz. |
| Wüsti | Das iste cht kindergartenniveau: [QUOTE]Und ja ... ich bekenne mich dazu ganz normale Radiosender zu hören ... und ja ... ich finde die Musik gar nicht schlimm ... oh Gott ... und ja, ich höre auch sehr alternative Musik ... weil beides schließt sich nicht aus ... [/QUOTE] Du Mr.Spock und evt. andere hast/habt mich anscheinend falsch verstanden. Okay ich habe das auch nicht ganz deutlich gesagt, wie ich es meine. Die ollen Kamellen meine ich die man hier bei uns auf allen gängigen Sendern ,seit ca . 20 -25 Jahren spielt, das sind circa 30 Songs. Was für eine Abwechslung, genauso ist es mit den Oldie Sendern, genauso. Und das verblödet die Menschen wirklich. Viele sind es schon , sonst würden sie sich das nicht freiwillig antun, die werden vielleicht auch nicht mehr blöder. Und manche werden es langsam dadurch. [SIZE=4]Und manche müssen sich den Shit antun, wenn so ein Sender im Supermarkt läuft wo sie arbeiten.[/SIZE] Man könnte mit dem Manager reden - klar - aber das ist vermutlich oft aussichtslos. Oder kündigen. Natürlich gibt es schlimmere Probleme auf der Welt. Es war ausnahmsweise auch ein wenig ironisch gemeint. Deine Songs sind garnisch schlecht außer die beiden letzten fand ich,mr.Spock. @Scheol, danke daß du mich verstehst. :) |
| Wüsti | @Spock ach weißt du, ich hatte dazu extra mal einen Faden eröffnet, und dort wurde viel drüber geredet. Manche Lieda werden halt auch nicht besser wenn man sie oft anhört. Mir entging es auch daß du dies alles ironisch meintest. Mich nervte es eine Zeitlang wirklich, inzwischen denke ich soo schlimm ist es wohl nicht, und die die ich kenne die gerne solche Sender hören , sind zwar bekloppt, doch wären sie so wohl auch. Ich weiß nicht. Klar höre ich kein Radio freiwillig, außer natürlich gute Sender, sprich Internetstationen. So dann hoffe ich alles ist gut, kein Gezicke mehr. Gegenseitig. Das wäre wirklich schön. Amen |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüsti [/i] [B] Manche Lieda werden halt auch nicht besser wenn man sie oft anhört. [/B][/QUOTE] ... aber Geschmäcker sind ja zum Glück sehr unterschiedlich. Und wenn das en gros der Menschen gerne das hören, was "normale" Sender eben spielen, so what? Das ist eben mainstream und den wird man nicht verändern, in dem man ihn verteufelt und ihn herablassend betrachtet. |
| Wüsti | @Hag Jo, hast Recht, ich verteufel auch nicht alle Mainstream Lieda , es gibt da halt ein paar , doch klar , das ist ja auch Geschmackssache. Stimmt schon. Doch die wieder zu hören (ca zum 150 Mal) muß ich mir nicht geben und darum meide ich die Mainstreamsender. @ Hybrid , du magst also so olle Kamellen die du schon 200 mal gehört hast. Es gibt ja sicherlich auch bei dir (und auch bei den anderen) , ein Lied oder mehrere die du nicht - oder nicht mehr magst. Ich fand deinen Satz auch ein wenig angreifend was denn los ? LG |
| Waldemar | [QUOTE]Das ist eben mainstream und den wird man nicht verändern, in dem man ihn verteufelt und ihn herablassend betrachtet.[/QUOTE] Wieso denn nicht... Gothics sind doch böse und ebil!! :confused: |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] [B]Wieso denn nicht... Gothics sind doch böse und ebil!! :confused: [/B][/QUOTE] sich auf die gleiche niveaulose Stufe zu begeben, wie der andere, zeugt nicht wirklich von intellektueller Überlegenheit. |
| Hybrid Andante | "Hybrid , du magst also so olle Kamellen die du schon 200 mal gehört hast." Irgendwie schon, sonst wuerde ich die ja nicht 200 mal (aber mindestens!!!) hoeren :cool: "Ich fand deinen Satz auch ein wenig angreifend" Warum, weil ich nicht deiner Meinung bin? |
| Scheol | @Spocky Sorry, aber musikalisch läuft da einfach nichts mit Niveau. Wenn die dann mal einen Klassiker bringen, ist es meistens dieses unsägliche "Purple Rain". Oder REM. Die haben tolle Songs und was läuft? "Everybody hurts". Das Katzengejammer hält doch keiner aus. Es gab mal einen Trend zu handgemachter Musik. Das ist ungefähr ein Jahr her. Seitdem läuft einfach nur noch Schrott. Von dem verkoksten Naidoo angefangen, bis hin zu so was: [URL=http://www.youtube.com/watch?v=EEsewJaRdLM]http://www.youtube.com/watch?v=EEsewJaRdLM[/URL] Das läuft da rauf und runter. 10x in einer Arbeitsschicht. Da kann man froh sein, wenn wenigstens mal Ich+Ich (oder wie die geschrieben werden) läuft. Das ist wenigstens noch hausgemacht, auch wenn ich es kaum ertrage. Bei so was ist es tatsächlich eine Geschmacksfrage. Aber Katy Perry? Die ist das heutige Scooter. In ihrem Genre zu schlecht um ein Klassiker zu werden, also geht man in die Charts. Das ist Musik für die Bravo Hits. Aber nichts, was man ernstnehmen könnte. Und dies lässt sich auch musikalisch begründen. Wenn man sich das Songwriting mal anschaut, merkt man, dass man sich auf das markttechnische Kalkül verlässt, das Niveau möglichst niedrig zu halten, damit eine möglichst breite Masse Zugang dazu findet. Und die Texte sind mit trivial noch nett umschrieben. Dann doch lieber so was hier: [URL=http://www.youtube.com/watch?v=DDqHnqklBQM]http://www.youtube.com/watch?v=DDqHnqklBQM[/URL] |
| Wüsti | [COLOR=royalblue]Danke TTP für deine (älteren) Beiträge hier , ich habe gerade was angesehen[/COLOR] [COLOR=royalblue]über die Ökodorfer dank der links dazu von dir. [/COLOR] [COLOR=orangered]Was du , Ele, und Scheol die ersten beiden Seiten schriebt war schon hoch anspruchsvoll, sehr weit gedacht. Dein Wissen ist nur zum niederknien. ( Das muß mal gesagt werden).[/COLOR] [COLOR=royalblue] "Vedische Lebensweise", will ich morgen früh mal nachschlagen.Und den Begriff autark.[/COLOR] |
| Waldemar | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]sich auf die gleiche niveaulose Stufe zu begeben, wie der andere, zeugt nicht wirklich von intellektueller Überlegenheit. [/B][/QUOTE] Na so intellektuell wie Du ist ja auch keiner hier. Ich habe mir auch gleich einen Screenshot gemacht, damit ich von Dir immer was lernen kann. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] [B]Na so intellektuell wie Du ist ja auch keiner hier. Ich habe mir auch gleich einen Screenshot gemacht, damit ich von Dir immer was lernen kann. [/B][/QUOTE] Das hättest du dir sparen können, denn ich habe mich nie als intellektuell oder in irgend einer Weise überlegen bezeichnet oder empfunden. Aber wenn Dich der Screenshot anscheinend so dermaßen glücklich macht, kannst du ihn Dir gerne übers Bett hängen.... |
| Waldemar | Lieber ins Klo, da habe ich die beste Verwendung... :) |
| hagzissa13 | Wo auch immer, es freut mich sehr, daß Du glücklich damit bist. Helfen ist mein Beruf. :) |