| decay73 | [b]"Was Hahnemann geschrieben hat? Was Ron Sommer oder wer auch immer über Scientology meint? Könnte es nicht sein, dass wir uns Uferlose geraten? Wer sagt uns, was wichtig ist zu lesen? Die Kritik der reinen Vernunft? Am besten aber auch die 2. Auflage? Oder den Zauberberg? Aber mindestens zweimal?"[/b] (Interessater Beitrgag aus einem Forum) Muß man wirklich alles lesen, oder zumindest die Standardwerke? Muß man wirklich alles wissen, oder macht uns das nur verwirrt und krank? Allgemeine Systemüberlastung durch zu viel Informationen? Der Mensch ist dafür nicht gemacht. Wäre es nicht besser, mit dem Grübeln aufzuhören, nicht zu sehr in der Vergangenheit bzw. Zukunft zu leben, sondern endlich mal wieder im Jetzt? Wer weiß schon noch, wie man im Jetzt lebt? Ständig grübelt man über die Vergangenheit nach und was da schief gelaufen ist, was man hätte besser machen können und macht Planungen über eine Zukunft, die man ja noch gar nicht kennt und versucht also, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, usw. Es bleibt einem nur das Jetzt; die einzige Zeit, in der man was machen kann. Dieser kurze, fast nicht existente Moment des Jetzt. Viel Zeit zum grübeln und spekulieren bleibt einem da nicht. Also lässt man es besser gleich und fängt endlich mal wieder an, zu [b]leben![/b] Oder? |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [b]leben![/b] Oder? [/QUOTE] Tu dir keinen Zwang an. |
| Hybrid Andante | "Muß man wirklich alles lesen, oder zumindest die Standardwerke? Muß man wirklich alles wissen, oder macht uns das nur verwirrt und krank?" Ich hasse es wie die Pest, wenn jemand sagt "aber das müssten Sie doch eigentlich wissen". Nein, muss ich nicht "Arschloch" :D Zwang ist immer ganz schlecht zur Motivation, ich habe zum Beispiel überhaupt kein Interesse an alten Büchern, die in einer aus meiner Sicht total geschwollenen Sprache daher kommen und mich einfach nur langweilen oder zu sehr anstrengen als dass ich Lust hätte mich darauf einzulassen (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) sondern lese viel lieber Gegenwartsliteratur, Geschichten die das Leben spielt, fantasievolle Novellen, usw.; mit Fachliteratur habe ich jeden Tag zu tun, da muss ich das in meiner Freizeit so gar nicht haben. Dennoch finde ich, du übertreibst, bzw. überspitzt, denn "alles" kann man nicht wissen, nur sieht das leider nicht jeder so. Übertriebene Ansprüche machen natürlich krank und verwirrt, ja, es ist auch ein schlechter Führungsstil diese als Chef zu haben; ich bin gespannt wo das noch hinführt... "und macht Planungen über eine Zukunft, die man ja noch gar nicht kennt und versucht also, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, usw." Naja, das gehört zum Leben doch auch dazu, oder? Schließlich will man ja auch überleben... |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i] [B] "und macht Planungen über eine Zukunft, die man ja noch gar nicht kennt und versucht also, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, usw." Naja, das gehört zum Leben doch auch dazu, oder? Schließlich will man ja auch überleben... [/B][/QUOTE] Natürlich gehört das zum Leben dazu. Nur kann man sowas eigentlich nicht, weil man nicht weiß, wie es dann aussehen wird. Was man kann ist, sich grundsätzlich auf unvorhergesehene Situationen vorbereiten, denn du weißt ja: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. ;) |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i] [B]"Muß man wirklich alles lesen, oder zumindest die Standardwerke? Muß man wirklich alles wissen, oder macht uns das nur verwirrt und krank?" Ich hasse es wie die Pest, wenn jemand sagt "aber das müssten Sie doch eigentlich wissen". Nein, muss ich nicht "Arschloch" :D ... Naja, das gehört zum Leben doch auch dazu, oder? Schließlich will man ja auch überleben... [/B][/QUOTE] Richtiger Ansatz. Durch die Beschäftigung mit Douglas Adams habe ich mehr Brauchbares über das Leben erfahren als durch das Lesen der Bibel oder Thomas Mann oder Günti Grass. Man sollte schon Lesen, aber was das ist jedem selbst überlassen. |
| Seidenspinner | Da Texte ja auch ein Konsumgut sind, erinnert mich die Fragestellung im Eingangsbeitrag gerade an diesen Artikel: [url=http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/konsumverhalten-wenn-auswahl-ueberfordert-oder-auch-nicht/3362886.html]"Wenn Auswahl überfordert – oder auch nicht" (Link)[/url]. |
| decay73 | Ja. Meine (nicht ganz klar ausgedrückte) Inention war ja auch nicht, dies auf Bücher zu beschränken. Es ist imho ein allgemeines Problem, das eben nur zu mehr Verwirrung führt und den Menschen dadurch überfordert, daß er vor lauter zu viel nicht mehr weiß, was er eigentlich will. Er schafft es einfach nicht mehr... |
| LaChatte | ich halte es für eine gute Idee, einige wichtige Bücher im Leben zu haben, egal welche das seien. Bei mir gehören dazu die Bibel, Moby Dick, vieles von Terry Pratchett. 37° le matin von Djian, ein paar Sachen von C.G.Jung, Goethes Faust... die lohnt es sich auch mehrmals zu lesen. Wer sich mit Gedanken von andern Leuten etwas in der Tiefe beschäftigt, kann daraus wohl auch eigenes Urteilsvermögen gewinnen, und dann auch ganz locker mal eine Lektüre ablehnen. lieber Qualität als Quantität. grüsse, barbara |
| JohnSteed | @LaChatte vollkommen richtig! |
| Lady Ash | hmm ... also, ich gestehe dann mal, dass ich sie habe, die großen Standardwerke und viele davon gelesen habe und das sogar mehrmals :o Übrigens auch die Bibel ... weil ich die ersten Quelle über Engel und Dämonen kennenlernen wollte - da war ich aber noch verdammt jung. Seither hab ich viel in den gängigen Bildungsmühlen gelesen, die man so durchschreitet, viel unter Anleitung, viel drüber diskutiert, auch geschrieben. Und es bringt was. Die großen Autoren haben einfach klarere Gedanken als dieses irre Wirrwarr in meinem Schädel und es kann eine Wohltat und Erleichterung sein, treffende Worte und schillernde Stilistik zu den wesentlichen Themen der Welt zu lesen. |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]hmm ... also, ich gestehe dann mal, dass ich sie habe, die großen Standardwerke ... [/B][/QUOTE] Spielt Grösse also eine Rolle für Dich oder hast Du auch die kleinen Standardwerke (gelesen)? |
| Lady Ash | Ich bin ganze 153 cm groß ... also ist Größe, bzw das Fehlen derselben, durchaus ein Thema in meinem Leben ;) Und was meinst du nun mit kleinen Standardwerken? Ich kenne einige ... in die Kategorie würde ich vielleicht Camus packen, was meinst du?, den ich sehr mag und durchaus kontrovers zu diskutieren finde. Aber, hey, wer von sich behauptet, er kennt alle, der hat wohl ernsthaft einen an der Waffel. Es ist nur so, ich wollte sagen, dass mir die großen (und kleinen :rolleyes: ) Bücher der Weltliteratur persönlich etwas bringen. Ich lese sie nicht, um andere damit in Grund und Boden zu zitieren. Wer andere beeindrucken möchte, sollte vielleicht ... was weiß ich ... bodybuilding machen oder so, aber nicht lesen. Lesen tut man für sich selbst. |
| Nix | Es ist ganz egal was jemand liest. Hauptsache er liest und redet nicht nur darüber. |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]... Und was meinst du nun mit kleinen Standardwerken? ... [/B][/QUOTE] Ich meine eigentlich gar nichts, da ich nur eine bescheidene Ahnung von Literatur habe. Aber ich habe trotzdem gehofft, dass Du mich das fragen würdest. Denn Du selbst redest von [i]den grossen Standardwerken[/i], als ob diese von einer angesehenen Instanz definiert worden seien. Mich würde also interessieren, was Du mit "die grossen Standardwerke" meinst. ;-) |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Es ist ganz egal was jemand liest. Hauptsache er liest und redet nicht nur darüber. [/B][/QUOTE] Naja. Ob man Rosamunde Pilcher oder gar nichts liest, macht vermutlich keinen großen Unterschied. Höchstens einen kleinen Unterschied zugunsten von gar nichts. Ansonsten würde ich Lady Ash zustimmen. Lesen sollte man nicht, um andere zu beeindrucken. Da ist Literatur eh nicht das Mittel der Wahl. "Süße, willst du zu mir kommen? Ich les dir stundenlang die Kritik der reinen Vernunft vor" gehört jedenfalls nicht zu den erfolgreichsten Anmachsprüchen. |
| Lady Ash | @ elementarsatz hmm :) Wer weiß? Also ganz von der Hand weisen würde ich es nicht :D ist auf jeden Fall erfolgversprechender als Süße, ich zeig dir meine Muckis ... nur von mir ausgehend, selbstverständlich :o ---- @seidenspinner die grossen standardwerke? oh my god, ich hab da auch mehr an meinen persönlichen Geschmack gedacht, aber ich denke schon, dass Dostojewski und Thomas Mann ganz sicher dazu gehören. Und die Gesellschaftsautoren aus Frankreich, also Zola, Flaubert, Balzac und in England Dickens, die Brontes, villeicht noch Hardy, ich mag den sehr ... ebenso wie Jane Austen ... Nein, ich kann dir keine allgemeingültige Liste geben, aber es gibt so eine 150, 200 Jahre währende Hochzeit in der europäischen Literatur, vom späten 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. So viele, viele großartige Romane sind in dieser Zeit geschrieben worden, Kafka, fällt mir ein, der gehört auch dazu ... Für mich hat das etwas mit Ausdruckskraft und Stilsicherheit zu tun und es ist eine Freude, diese Bücher zu lesen. Thomas Mann selber sagte mal, "Ein gutes Buch ist eins das dir gefällt." |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Naja. Ob man Rosamunde Pilcher oder gar nichts liest, macht vermutlich keinen großen Unterschied. Höchstens einen kleinen Unterschied zugunsten von gar nichts. [/B][/QUOTE] Falls es in diesem Thread um literarische Vorlieben ginge, hätte ich das Threadthema verfehlt, stimmt. Wenn die Lektüre von Rosamunde-Pilcher-Büchern die Ausdrucks-, Verständnis- und Lesefähigkeit fördert, machte es aber schon einen Unterschied. Nicht umsonst finden sich in der Bild-Zeitung soviele Bilder (aber gut: heißt ja auch so). Das Lesen schlechter Bücher fördert immerhin die Herausbildung eigener Vorlieben (Negativauswahl) und kann letzten Endes sogar die Herausbildung eines (eigenen) Geschmacks befördern. Und wenn der Geschmack am Ende in Rosamunde-Pilcher-Bücher mündet, ist das aus Sicht des gebildeten, feinsinnigen Roger-Willemsen-Fans sicher bedauerlich, aber aus meiner Sicht nicht zu bemängeln. |
| Lady Ash | "Schlechte" Literatur bedient einfach nur ein Genre; die Leser erwarten, dass der Vampir blass und schön daherkommt und das tut er auch. Das Schema der Handlung ist vorgeschrieben und wird erfüllt. Solche Bücher sind wie eine Tüte Kartoffelchips, man weiß, was einen erwartet und es gibt beliebig viel davon. Was soll ich sagen - ich mag manchmal Chips *grins* und ich hab' letzte Woche in so einem Kartoffelchips-Buch gelesen (naja, geblättert) Aber man sollte diese Art der beliebig reproduzierbaren Bücher nicht mit Literatur verwechseln, finde ich. |
| Wüstenblume | [QUOTE]Muß man wirklich alles lesen, oder zumindest die Standardwerke? Muß man wirklich alles wissen, oder macht uns das nur verwirrt und krank?[/QUOTE] [QUOTE]Wäre es nicht besser, mit dem Grübeln aufzuhören, nicht zu sehr in der Vergangenheit bzw. Zukunft zu leben, sondern endlich mal wieder im Jetzt?[/QUOTE] @Decay Wissen anreichern und in seiner Vergengenheit wühlen oder grübeln ist doch was ganz unterschiedliches. Das Lesen und dadurch Verstehen von komplizierten Zusammenhängen macht mich glücklich. Und das was Lady Ash meinte finde ich auch: [QUOTE]Die großen Autoren haben einfach klarere Gedanken als dieses irre Wirrwarr in meinem Schädel und es kann eine Wohltat und Erleichterung sein, treffende Worte und schillernde Stilistik zu den wesentlichen Themen der Welt zu lesen.[/QUOTE] |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i] mich interessieren auch mehr so Themen die im hier und Jetzt spielen :Politik ,Wirtschaft,Gesellschaft. Ich habe mal gehört manhce flüchten sich durch Bücher aus der Realität -ich nicht. [/B][/QUOTE] Man kann komplexe Themen wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft besser verstehen, wenn man gewisse Fundamente darüber hat. Eine Gesellschaft fällt nämlich nicht plötzlich vom Himmel und ist da, damit darüber geredet werden kann. Wer z.B. über emanzipatorische Strömungen sprechen möchte, der sollte das Werk und Leben von Simone de Beauvoir angucken. Du wirst sonst nämlich viel von ihr in deiner "ureigenen" Meinung ausdrücken, ohne zu wissen, warum und von wem geprägt dies deine Meinung ist. Hm ... ich hab schon mal kohärenter geschrieben, sorry, guys. |
| kundenservice | Interessant auch, wenn das, im Idealfall selbst reflektierte, Angelesene bis zu den ersten Schriftquellen zurückreicht bzw. auf Literatur, die sich direkt mit diesen ersten Schriftquellen beschäftigt oder darüber hinaus (Archäologie/Anthropologie), und man schon, wie im obigen Fall, bei [I]der[/I] Zeit ansetzen kann, als nicht allein im mittel- und nordeuropäischen Raum noch das Matriarchat herrschte; und im Weiteren dann nachvollziehen kann, weshalb sich überhaupt ein Wechsel hin zum Patriarchat vollzogen hat und welche Verkrustungen dann wiederum daraus in der Folge, bis zur Zeit Simon de Beauvoirs und darüber hinaus bis heute, entstanden sind und diese und jene Blüten getrieben haben. Viele Impulse zu Revolution und Neuerung basieren zTl auf uralten Sozialisationsformen, die uns, auch noch nach Jahrtausenden, in den Genen hängen bzw. noch immer im kollektiven Unterbewusstsein fest verankert sind. Insofern zahlt sich das Auseinandersetzen mit bestimmter Literatur auf jeden Fall aus, denn im oben schon angedeuteten Idealfall bedeutet das zugleich auch die nach der psychoanalytischen Nabelschauphase erweiterte Auseinandersetzung mit sich selbst – [I]"Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wo er steht, noch weniger, wohin er geht…"[/I] |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B] Hm ... ich hab schon mal kohärenter geschrieben, sorry, guys. [/B][/QUOTE] Zweifellos. Ich empfehle zur weiteren Vertiefung die Promotionsschrift Gert Postels [i]"Über die Pseudologia phantastica am literarischen Beispiel der Figur des Hochstaplers Felix Krull nach dem Roman von Thomas Mann und die kognitiv induzierten Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung".[/i] Muss man einfach gelesen haben. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] Ich empfehle zur weiteren Vertiefung die Promotionsschrift Gert Postels [i]"Über die Pseudologia phantastica am literarischen Beispiel der Figur des Hochstaplers Felix Krull nach dem Roman von Thomas Mann und die kognitiv induzierten Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung".[/i] Muss man einfach gelesen haben. [/B][/QUOTE] Hast du einen link dazu? *liebguck* Und was sind "Pseudologia phantastica"? Herrgott, die Titel der Promotionsschriften werden auch immer seltsamer. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] @ elementarsatz hmm :) Wer weiß? Also ganz von der Hand weisen würde ich es nicht :D ist auf jeden Fall erfolgversprechender als Süße, ich zeig dir meine Muckis ... nur von mir ausgehend, selbstverständlich :o [/quote] Du klingst nach einer interessanten Zeitgenossin ;) [quote] "Schlechte" Literatur bedient einfach nur ein Genre; die Leser erwarten, dass der Vampir blass und schön daherkommt und das tut er auch. Das Schema der Handlung ist vorgeschrieben und wird erfüllt. Solche Bücher sind wie eine Tüte Kartoffelchips, man weiß, was einen erwartet und es gibt beliebig viel davon. Was soll ich sagen - ich mag manchmal Chips *grins* und ich hab' letzte Woche in so einem Kartoffelchips-Buch gelesen (naja, geblättert)[/quote] Allerdings gibt es schon einiges, was zwischen trashigen Groschenromanen und der hohen Literatur angesiedelt ist. So wie es auch einiges gibt, was zwischen McDonalds und Haute Cuisine liegt. Wobei ich Haute Cuisine oft für ziemlichen Müll halte ;) |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Wobei ich Haute Cuisine oft für ziemlichen Müll halte ;) [/B][/QUOTE] Darf ich einmal furchtbar off topic sein? Haute cuisine ist zur Zeit, sagt mein Gourmet Bruder, Tortilla mit einer Füllung aus geschredderten Kuhaugen. *überlegt gerade was sie heut abend essen soll* |
| Nix | [Quote][i]Original geschrieben von Nix[/i] [B]Ich empfehle zur weiteren Vertiefung die Promotionsschrift Gert Postels "Über die Pseudologia phantastica am literarischen Beispiel der Figur des Hochstaplers Felix Krull nach dem Roman von Thomas Mann und die kognitiv induzierten Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung". [/B][/Quote] [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]Hast du einen link dazu? *liebguck* [/B][/QUOTE] Äh... Nein. Das war Ironie. |
| Lady Ash | ach ... da wär ich nu nie drauf gekommen :D |
| Nix | [url=http://www.amazon.de/Drecksau-Roman-Irvine-Welsh/dp/3423204931] Drecksau. [/url] (Tipp) Lassen wir das Vorspiel einfach mal weg, Susanne. |
| Wüstenblume | [QUOTE]Man kann komplexe Themen wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft besser verstehen, wenn man gewisse Fundamente darüber hat. Eine Gesellschaft fällt nämlich nicht plötzlich vom Himmel und ist da, damit darüber geredet werden kann. [/QUOTE] @Lady Ash Du hast völlig Recht. Ich habe das im Nachhinein selber erkannt. War also ein wenig unüberlegt gesagt. [QUOTE]auf Literatur, die sich direkt mit diesen ersten Schriftquellen beschäftigt oder darüber hinaus (Archäologie/Anthropologie), und man schon, wie im obigen Fall, bei der Zeit ansetzen kann, als nicht allein im mittel- und nordeuropäischen Raum noch das Matriarchat herrschte; und im Weiteren dann nachvollziehen kann, weshalb sich überhaupt ein Wechsel hin zum Patriarchat vollzogen hat und welche Verkrustungen dann wiederum daraus in der Folge, bis zur Zeit Simon de Beauvoirs und ........[/QUOTE] von Kundenservice @Kundenservice [SIZE=3]Du bist ein kluges Köpfchen (Dir eine Blume reich).[/SIZE] Ich kann hier bei vielen Büchern (besser gesagt allen :D) garnicht mitreden. Ich verneige mich vor eurem Bücherwissen. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B][url=http://www.amazon.de/Drecksau-Roman-Irvine-Welsh/dp/3423204931] Drecksau. [/url] (Tipp) Lassen wir das Vorspiel einfach mal weg, Susanne. [/B][/QUOTE] Im ersten Moment etwas befremdlich, so adressiert zu werden :p Überraschungsmoment voll auf Ihrer Seite (Herr?) Nix. Auf den zweiten Blick eine äußerst vielversprechende Buchempfehlung. Merci bien :) Ich mag euer Forum. |
| Lady Ash | @Wüstenblume Hold on, es ist schon okay :) Niemand sagt, dass man ein Universitätsstudium abgeschlossen haben muss, um sich über die Welt Gedanken zu machen. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von kundenservice [/i] [B]Interessant auch, wenn das, im Idealfall selbst reflektierte, Angelesene bis zu den ersten Schriftquellen zurückreicht bzw. auf Literatur, die sich direkt mit diesen ersten Schriftquellen beschäftigt oder darüber hinaus (Archäologie/Anthropologie), und man schon, wie im obigen Fall, bei [I]der[/I] Zeit ansetzen kann, als nicht allein im mittel- und nordeuropäischen Raum noch das Matriarchat herrschte; und im Weiteren dann nachvollziehen kann, weshalb sich überhaupt ein Wechsel hin zum Patriarchat vollzogen hat und welche Verkrustungen dann wiederum daraus in der Folge, bis zur Zeit Simon de Beauvoirs und darüber hinaus bis heute, entstanden sind und diese und jene Blüten getrieben haben. Viele Impulse zu Revolution und Neuerung basieren zTl auf uralten Sozialisationsformen, die uns, auch noch nach Jahrtausenden, in den Genen hängen bzw. noch immer im kollektiven Unterbewusstsein fest verankert sind. Insofern zahlt sich das Auseinandersetzen mit bestimmter Literatur auf jeden Fall aus, denn im oben schon angedeuteten Idealfall bedeutet das zugleich auch die nach der psychoanalytischen Nabelschauphase erweiterte Auseinandersetzung mit sich selbst – [I]"Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wo er steht, noch weniger, wohin er geht…"[/I] [/B][/QUOTE] Hey,wow. Erst mal danke für eine sehr authentisch anmutende Beschreibung von flow-Erlebnissen. Diese selbst reflektierte Erkenntnis in der Literatur gehört für mich in der Tat zu den schönsten Momente des Lesens und Lernens. Zwar mag auch ich alte Theorien über die Absetzung des Matriarchats zugunsten des Patriarchats (aber, let's face it, die Kelten u. Germanen waren auch schon patriarchale Gesellschaften) - nur sehe ich nicht soviel Bezugnahme auf solche Theorien bei Simone de Beauvoir. Kannst du mir da helfen? |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von kundenservice [/i] [B]Interessant auch, wenn das, im Idealfall selbst reflektierte, Angelesene bis zu den ersten Schriftquellen zurückreicht bzw. auf Literatur, die sich direkt mit diesen ersten Schriftquellen beschäftigt oder darüber hinaus (Archäologie/Anthropologie), und man schon, wie im obigen Fall, bei [I]der[/I] Zeit ansetzen kann, als nicht allein im mittel- und nordeuropäischen Raum noch das Matriarchat herrschte; und im Weiteren dann nachvollziehen kann, weshalb sich überhaupt ein Wechsel hin zum Patriarchat vollzogen hat und welche Verkrustungen dann wiederum daraus in der Folge, bis zur Zeit Simon de Beauvoirs und darüber hinaus bis heute, entstanden sind und diese und jene Blüten getrieben haben. Viele Impulse zu Revolution und Neuerung basieren zTl auf uralten Sozialisationsformen, die uns, auch noch nach Jahrtausenden, in den Genen hängen bzw. noch immer im kollektiven Unterbewusstsein fest verankert sind. Insofern zahlt sich das Auseinandersetzen mit bestimmter Literatur auf jeden Fall aus, denn im oben schon angedeuteten Idealfall bedeutet das zugleich auch die nach der psychoanalytischen Nabelschauphase erweiterte Auseinandersetzung mit sich selbst – [I]"Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wo er steht, noch weniger, wohin er geht…"[/I] [/B][/QUOTE] Ich hatte auch das für Ironie gehalten. Ups. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Ich hatte auch das für Ironie gehalten. Ups. [/B][/QUOTE] Ich nicht. *humorlose Norddeutsche bin* @kundenservice: klär uns auf!!! |
| Seidenspinner | Dazu trage ich mal ein elaboriertes LOL bei. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]... Thomas Mann selber sagte mal, "Ein gutes Buch ist eins das dir gefällt." [/B][/QUOTE] Mir gefällt zwar die Offenheit dieser Aussage, aber wenn jemandem Dieter Bohlens Autobiographie [i]gefällt[/i], dann fände ich das schon sehr befremdlich. Ich hab die hier sogar als Hörbuch auf meiner externen Festplatte - allerdings nicht aus Gefallen, sondern aus allgemeinem Interesse. Mehr als die ersten paar Kapitel habe ich bislang leider noch nicht verkraftet. |
| Lady Ash | Ja, ich habe auch das Gefühl, dass sich der Herr Mann wohl eher nicht vorstellen konnte, was in den Augen der Allgemeinheit so alles Gefallen finden würde :D |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i] Mir gefällt zwar die Offenheit dieser Aussage, aber wenn jemandem Dieter Bohlens Autobiographie [i]gefällt[/i], dann fände ich das schon sehr befremdlich. Ich hab die hier sogar als Hörbuch auf meiner externen Festplatte - allerdings nicht aus Gefallen, sondern aus allgemeinem Interesse. [/QUOTE]Vielleicht gibt das Buch Aufschluss darüber, wie bestimmte Personengruppen ticken und warum und könnte ein guter Wegweiser für das eigene Verhalten in heutiger Zeit sein. Ich gebe aber zu, dass ich manchen Menschen gegenüber Vorurteile habe und mir darum nicht die Zeit nehme, mich ihren Werken zu widmen. :) |
| kundenservice | Ironisch war das ganz und gar nicht gemeint. Das sind ja auch nur die ganz großen Linien. Die Position/Funktion einer Simon de Beauvoir ist nur ein Detail darin, eine Reflexion unter vielen. Die Verquickung muß jeder für sich selbst herleiten, sofern er/sie Verquickungen erkennt. Selbstverständlich existierte vor dem Patriarchat das Matriarchat. Die Menschen konnten Geschlechtsakt -> Kindeszeugung nicht miteinander in Verbindung bringen, nahmen lediglich wahr, dass die Frau gebiert (der Reflex, der Frau auf den Po zu schlagen, rührt daher, dass wir vor Zeiten zB annahmen, es reiche eine Berührung - der Geschlechtsakt an sich war dann lediglich eine innigere Form der Berührung -, um zu empfangen, so nach der Art 'Vom Küssen wird man schwanger'; das bedeutete zugleich, dass auch das Berühren von Verstorbenen denselben Effekt haben konnte -> Wiedergeburtsglaube). Daher kam der Frau ein besonderer Stellenwert als Lebensspenderin und Arterhalterin zu und damit Macht (im weitesten und auch engeren Sinn). Mit dem besonderen Status einher gingen auch besondere Verpflichtungen und Verantwortungen der Gemeinschaft gegenüber; die Frau konnte damit auch entsprechend belangt werden, wenn sie als Lebensspenderin oder in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen als Sippenoberhaupt versagte oder im Zuge des immerwährenden Konkurrenzkampfes mit anderen Geschlechtsgenossinnen ihre Autorität verspielte. Erst als Mann dahinter kam, dass zum Zeugen mehr als nur Berührung nötig ist, Geschlechtsakt mehr als nur eine innigere Form der Berührung ist, verstieg er sich dazu, selbst Macht zu beanspruchen. So kam es dann im Weiteren zum Wechsel hin zum Patriarchat. Die Zusammenhänge sind sehr komplex und umfassen viel, viel mehr, zB den Wechsel vom magischen zum religiösen Weltbild, die damit einhergehende religiöse Verbrämung magisch-kultischer Praktiken, das Vergessen der Ursachen (-> Weltanschauung) dann [I]tradierter[/I] Verhaltensweisen, die eigentlich gewohnte Verhaltensweisen waren (und zB noch heute in Märchenerzählungen oder Kinder-Gruppenspielen ihren Ausdruck finden). Usw. Der Rattenschwanz reicht noch bis zur Auseinandersetzung mit der Frage, warum Geschichte sich nach Ansicht vieler zu 'wiederholen' scheint. Ich bin über die Jahre zu bestimmten Ergebnissen beim Eintauchen in die Thematik gekommen, finde die auch immer wieder bestätigt, kann sehr wohl unterscheiden, wo Behauptungen eher im Bereich des Spekulativen anzusiedeln sind, wo sie womöglich haltbar sind, wo nicht, kann aber aus Zeitmangel unmöglich alle meine Gedanken hier niederschreiben und - will das auch gar nicht. Ich tausche mich da gerne im Privaten aus, bin auch weiterhin für mein Verständnis ergänzende Informationen offen, bevorzuge für den Austausch aber das Zwiegespräch mit mir bereits bekannten Personen bzw. mit Personen, von denen ich weiß oder bei denen ich merke, dass ihnen die Sache ebenso Herzensangelegenheit ist wie mir und nicht bloß dem Zeitvertreib oder der Aufwertung des Egos dient. Zurück auf Simon de Beauvoir, mit der ich mich noch nicht beschäftigt habe: Was wollte diese Frau, von welcher Vision war sie beseelt, welche Energien / welcher Wille trieb sie an? In welchen historischen Kontexten wäre sie [I]nicht[/I] revolutionär, sondern durchaus allgemeinüblich gewesen? Ich kann mich nur wiederholen: Viele Impulse zu Revolution und Neuerung basieren zTl auf uralten Sozialisationsformen. Schönes WE. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i] [B]Dazu trage ich mal ein elaboriertes LOL bei. Mir gefällt zwar die Offenheit dieser Aussage, aber wenn jemandem Dieter Bohlens Autobiographie [i]gefällt[/i], dann fände ich das schon sehr befremdlich. Ich hab die hier sogar als Hörbuch auf meiner externen Festplatte - allerdings nicht aus Gefallen, sondern aus allgemeinem Interesse. Mehr als die ersten paar Kapitel habe ich bislang leider noch nicht verkraftet. [/B][/QUOTE] Es erklärt sich von selbst, dass ein gewisser Herr Bohlen vermutlich kein Qualitätsbuch wird schreiben können. Die Angst, dass er dir restlos gefällt ist also unbegründet und solltest du mal Besuch von deinem Deutschprofessor bekommen, dann kannst du ja sagen, du hättest ein Zweitstudium begonnen: "Psychologie der Untheraphierbaren" und das Buch wäre gut für Fallstudien........ |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B]und solltest du mal Besuch von deinem Deutschprofessor bekommen, dann kannst du ja sagen, du hättest ein Zweitstudium begonnen: "Psychologie der Untheraphierbaren" und das Buch wäre gut für Fallstudien........ [/B][/QUOTE] Du glaubst gar nicht, wie recht du in deiner Annahme über die Rolle von Fallstudien in akademischer Literatur hast :D. An einem Punkt musste ich die Unterhaltungen von Studenten im Treppenhaus des Seminargebäudes aufnehmen ... sie waren leider nicht so eloquent wie der Herr Bohlen angeblich ist. Es war ein extrem langweiliger Job aber die Aufzeichnungen erschienen dennoch in einem linguistischen Fachjournal. |
| JohnSteed | In seinem Text "9to5 Hardcore" hat Thomas Klupp den letztjährigen Bachmannpreis gerockt (und geschockt), es ging um einen Assistenten dessen Aufgabe darin Bestand Pornos zu sichten und gewisse Charakteristika herauszuarbeiten, warum auch immer.... Damit nahm der den Universitätsbetrieb aufs Korn und die Juroren waren sehr, sehr indigniert......jedenfalls hat er dennoch den Publikumspreis abgeräumt... ....:cool: |
| blacklilacow | Muss diese Woche Rechtskunde pauken. Das ist anspruchsvoll genug. |
| KilmansMutti | Ich hab noch Bildungsdienstleistungen in Bibliothek vor mir, sollte man gelesen haben. Gar nicht so übel, auch wenn trocken |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von blacklilacow [/i] [B]Muss diese Woche Rechtskunde pauken. Das ist anspruchsvoll genug. [/B][/QUOTE] Was ist denn daran so anspruchsvoll? |
| Seidenspinner | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B]Es erklärt sich von selbst, dass ein gewisser Herr Bohlen vermutlich kein Qualitätsbuch wird schreiben können. ... [/B][/QUOTE] Ja, wobei ich mir die normale Lektüre angenehmer vorstelle als das Hörbuch. Letzteres wird vom Autor nämlich persönlich gesprochen. |
| Nix | Die Stelle, an der sein Penisbruch beschrieben wird, fand ich recht unterhaltsam ("Peitschenknall"), weil ungewollt komisch. Lustig war auch, wie er beschreibt, wo überall im Garten Naddel ihre Alkoholverstecke hatte. - Meine Mutter hatte sich das Buch gewünscht. Ich habe es ihr geschenkt, konnte aber nicht widerstehen, es auch zu lesen. Es war immerhin spannender als "Buddenbrooks" oder "Tonio Kröger", aber das will nichts heißen. Ich mochte Thomas Mann nie. Als "Literatur" würde ich Bohlens frühzeitigen Worterguss aber auch nicht bezeichnen. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B] Es war immerhin spannender als "Buddenbrooks" oder "Tonio Kröger", aber das will nichts heißen. [/B][/QUOTE] An manchen Stellen würde ich mir in diesem überaus ironischen Forum vielleicht noch mehr Ironie wünschen. Du meinst das so, oder? Nun ja, Geschmäcker sind eben das ... Geschmackssache. |
| Nix | Mein Vater schenkte mir einst Thomas Manns gesammelte Werke. Das sorgte lange für Spannung zwischen uns. Inzwischen vertragen wir uns aber wieder. |
| Elementarsatz | Lady, ich fürchte... da ist nix mit Ironie. Aber natürlich soll auch auf literarischem Gebiet jeder nach seiner Façon selig werden. |
| Nix | Ich habe nichts gegen Thomas Mann. Ich halte seine Bücher eben nur nicht für besonders spannend. Aber das ist tatsächlich Geschmacksache, da habt Ihr schon Recht. - Als ich in "Buddenbrooks" an der Stelle anlangte, an der Mann über mehrere Seiten beschreibt, wie eine Pappel wächst und sich im Wind wiegt, musste ich mir ein Glas kaltes Wasser über den Kopf gießen, um weiterlesen zu können. Ich wäre ansonsten vor Langeweile bewusstlos geworden und möglicherweise an meinem eigenen Erbrochenen erstickt. Nun ja, apropos Geschmacksache... Für unvorbereitete Leser sollte man an Manns Bücher wirklich einen entsprechenden Warnhinweis anbringen (Gleiches gilt übrigens auch für Strittmatters "Der Laden" und zuletzt Brussigs "Wie es leuchtet"). Immerhin weiß ich jetzt - als Quasi-Überlebender - was es mit den "kognitiv induzierten Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung" auf sich hat. Und DAS war Ironie. ;) |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]An manchen Stellen würde ich mir in diesem überaus ironischen Forum vielleicht noch mehr Ironie wünschen. Du meinst das so, oder? Nun ja, Geschmäcker sind eben das ... Geschmackssache. [/B][/QUOTE] Schlage einen vierten Schiedrichter, sprich einen vierten Moderator vor, der jeweils den Überschuss oder den Mangel an Ironie aufzeigt und rügt. Dann wäre es hier vermutlich aber ein sehr,sehr moderiertes Forum. *Vorsicht Irronie oder wie das heisst* |
| Seidenspinner | Nix, Du Banause, findest wahrscheinlich nicht mal Mommsens Römische Geschichte spannend. Dabei hat der doch den Literaturnobelpreis dafür erhalten! Mann ist auch nicht so mein Lieblingsautor, todlangweilig in Venedig, sozusagen. :p Gefallen finde ich zum Beispiel, passend zum nahenden Zusammenbruch unserer Gesellschaft, an [i][url=http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_anarchistischer_Bankier]Fernando Pessoa: Ein anarchistischer Bankier[/url][/i]. Die Geschichte ist zwar kurz, das Buch schnell gelesen, aber sehr unterhaltsam. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i] [B]Nix, Du Banause, findest wahrscheinlich nicht mal Mommsens Römische Geschichte spannend. Dabei hat der doch den Literaturnobelpreis dafür erhalten! [/B][/QUOTE] Ja, da hast Du wohl recht. Einen Roman wie den "Untertan" hätte Thomas nie zu Wege gebracht. Ich hielt ihn immer für den unbegabtesten Mann. Das Outing als Banause ist damit perfekt. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Ja, da hast Du wohl recht. Einen Roman wie den "Untertan" hätte Thomas nie zu Wege gebracht. Ich hielt ihn immer für den unbegabtesten Mann. Das Outing als Banause ist damit perfekt. [/B][/QUOTE] Das muss man relativieren. Den Zauberberg finde ich wunderschön. Wobei ich zugebe, dass ich den Film(lustigerweise von Geissendörfer, dessen Lindenstrasse mich heute noch aggressiv macht...) vorher gesehen habe. |
| Lady Ash | Aaalso, ich muss allerdings gestehen, dass ich den Untertan für eins der genialsten Bücher überhaupt halte ... (warum kommt heutzutage eigentlich niemand auf die Idee, die Sprüche des Herrn Bohlen auf Klopapier zu drucken ... ) Und ich mag auch die Henri IV Bücher sehr. Ja, es hat eine Zeit gegeben, wo ich Heinrich für den begabteren der beiden hielt... heute denke ich, dass er vor allem wilder und unkonventioneller war als sein kühler, disziplinierter Bruder. Aber es stimmt, ich mochte Heinrich Mann sehr gerne. Werde gleich mal gucken, wo die Bücher von ihm so rumstehen. |
| Seidenspinner | Nur für John zum Mitgruseln: Das [url=http://www.listraforum.de/smf/index.php]Forum[/url] unter den Foren. Da wird sogar der Inhalt einzelner Folgen besprochen. :D |
| JohnSteed | Dann noch lieber 4 Wochen in Davos. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B]Dann noch lieber 4 Wochen in Davos. [/B][/QUOTE] Quatsch :D Die Lindenstraße gab es schon als ich noch jünger war .... die muss einfach gut sein (*nie, niemals je eine Folge gesehen hab* :confused:) |
| JohnSteed | Richtig! Die Lindenstrasse stammt aus dem letzten Jahrhundert! Gut Ok, ich auch......aber ich weiss es! |
| Wüstenblume | [QUOTE]"Süße, willst du zu mir kommen? Ich les dir stundenlang die Kritik der reinen Vernunft vor" gehört jedenfalls nicht zu den erfolgreichsten Anmachsprüchen.[/QUOTE] Zitat Seidenspinner Das kommt bestimmt auf die Menschen an,so eine richtige Bücherratte würde es bestimmt beeindrucken ,wenn das Thema des Buches ihr gefällt. Oder mich. (Das Buch was du meinst mit der Kritik an der reinen Vernunft finde ich interessant). Ist doch praktisch wenn ich das dann nicht selber lesen müsste sondern vorgelesen bekomme:). [QUOTE]Du wirst sonst nämlich viel von ihr in deiner "ureigenen" Meinung ausdrücken, ohne zu wissen, warum und von wem geprägt dies deine Meinung ist. [/QUOTE] Lady Ash Ich denke es kann vorkommen ,das zwei oder mehr Menschen dieselbe Meinung haben. Frau Beauvoir hat meine Meinung nicht geprägt weil ich sie nie gelesen habe.Aber ich weiß wie du es meintest. Finde das sollte ich mir mal anschauen ihr Leben und Werk ,steht auf meiner Projekteliste ganz oben. Ich danke Dir sehr für den Tip.:) |
| Lady Ash | Wüstenblume, danke schön :) Simone de Beauvoir ist eine faszinierende Frau und ihre Lebensgeschichte sehr interessant. In einem anderen Forum habe ich leidenschaftliche Diskussionen über ihre Dreiecksbeziehung mit Satre und Camus geführt, und auch darüber, ob letzterer die "Liebe ihres Lebens" war, die sie aus ... ja, aus was für einem Gefühl heraus? Pflichtgefühl ? ... Satre gegenüber auf Sparflamme hielt. Lies' mal ihre Briefe, die sind wirklich sehr schön. |
| Elementarsatz | Ich hab mal den 3. Teil der Autobiographie gelesen. Ganz nett, aber auch ein bisschen ausufernd. |
| Lady Ash | ... ausufernd, ein bisschen, ja. Gestehe, dass ich so etwas leicht quer lese. Aber doch interessant und ... illuminierend. Ich mag Beauvoir einfach weil sie einen über althergebrachte Werte nachdenken läßt. ------ Wer übrigens Briefe mag, die nicht ausaufufernd sondern einfach nur pure Romantik und gute Literatur sind, sollte mal Kafkas Briefe an Milena lesen. |
| Elementarsatz | Oder den Brief an den Vater. Zwar weniger romantisch, aber dafür aufschlussreich, und... kafkaesk ;) |
| Wüstenblume | @Lady Ash ich habe es gestern geschafft kurz mal bei Wiki zu lesen wer sie war.Romantische Briefe ,Dreiecksbeziehung ,das hört sich interressant an.Sobald ich wieder in der Lage bin werde ich mal weiter lesen bei Wiki über sie. |
| tantyyo | Naja, es gibt wirklich eine Menge Werke, die man lesen kann, alles wird man wohl schwer schaffen. Ich denke, man sollte das lesen, was einem gefällt und interessiert. Es gibt viele tolle Werke, aber man kann eben nicht alles wissen. |
| tantyyo | Hallo, da bin ich nochmal, hab mir gedacht ich zeig Euch das, Hab´s heute gefunden und das ist für mich der [url=http://www.wiesoweshalbwarum.org/wie-fragen-und-antworten]Beweis[/url], dass man nicht alles lesen muss, sondern dass man nur wissen muss, wo man effektive und kompetente Antworten auf seine Fragen bekommt. Besonders spannend finde ich die Frage, wie geht ein Zungenkuss. Die Antwort.....probiert es einfach mal mit Eurem Partner aus ;) ;) |
| Nix | OMG. Ich hoffe, das ist nicht die Zukunft des Boards. :rolleyes: |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von tantyyo [/i] [B] Besonders spannend finde ich die Frage, wie geht ein Zungenkuss. Die Antwort.....probiert es einfach mal mit Eurem Partner aus ;) ;) [/B][/QUOTE] Als weiterführende Lektüre empfehle ich dann mal Shades of Grey. Um ehrlich zu sein, kannst du mein Exemplar davon auch kaufen wenn du magst ;) |
| Waldemar | [QUOTE]OMG. Ich hoffe, das ist nicht die Zukunft des Boards.[/QUOTE] Zungenkuss mit weisskreutz? :D |
| Catweazle | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ash [/i] [B]Als weiterführende Lektüre empfehle ich dann mal Shades of Grey. Um ehrlich zu sein, kannst du mein Exemplar davon auch kaufen wenn du magst ;) [/B][/QUOTE] Meins vorsorglich auch (habs noch gar nicht gekauft...) Inwieweit man überhaupt etwas durch Bücher lernt, sei dahingestellt.......obwohl? Wenn ein Buch "Kein Kampf" hiesse würde ich es lesen.... |
| Wüstenblume | [QUOTE]Shades of Grey. [/QUOTE] ist das denn ein Buch was man kennen muss? Oder eins was man eurer Meinnung nach nicht gelesen haben muss? |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i] [B]ist das denn ein Buch was man kennen muss? Oder eins was man eurer Meinnung nach nicht gelesen haben muss? [/B][/QUOTE] Schau doch einfach in den Buchsalon. Du meine Güte. :rolleyes: |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i] [B] Inwieweit man überhaupt etwas durch Bücher lernt, sei dahingestellt.......obwohl? [/B][/QUOTE] Frag ich mich auch. Schließlich hatte ich nie einen Freund, der Christian hieß :D Ansonsten ... hm, ansonsten denke ich, dass du aus einem unter zehn Büchern etwas lernst, was bedeutet, Schnell- und Vielleser sind im Vorteil ;) |
| sternenschnuppe | Das Wort müssen sollte in unserer Freizeit nicht existieren und man sollte das lesen, was man gerne liest. Weiterbilden sollte man sich auch so, dass es Spaß macht und dann fruchtet es auch. Man ist selbst das Maß aller Dinge und nicht die Menschen, die vielleicht was anderes gelesen oder gelernt haben. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von sternenschnuppe [/i] [B]Das Wort müssen sollte in unserer Freizeit nicht existieren und man sollte das lesen, was man gerne liest. [/quote][/b] Deshalb verwendete der Threadersteller vermutlich auch bewusst den Konjunktiv indem er [b]nicht[/b] etwa schrieb: "Was muss man alles lesen/wissen?" [QUOTE][i]Original geschrieben von sternenschnuppe [/i] [B]Man ist selbst das Maß aller Dinge [/quote][/b] Das ist Unsinn. |
| Wüstenblume | [QUOTE]Von Mrs. Spock: Und ich finde gerade diese Auseinandersetzung mit den gesammelten Werken von Menschen vermindert „das Grübeln“, indem man ständig selbstbezogen die Gedanken um sich kreisen lässt … wenn man sich der Welt/ dem Leben öffnet, dann können sich die Gedanken freier bewegen.[/QUOTE] Zitat Mrs Spock: ich muss nicht alles lesen oder wissen … aber es gibt viele Sachen die möchte ich wissen oder etwas davon mitnehmen … ein kleines Stück menschlichen Ausdrucks in Büchern, Musik, Theater etc.Der Mensch besteht aus all diesen zusammengetragenen Teilen … man findet sich selbst darin, als Mensch und gleichzeitig verliert man sich darin … Gedanken sind wie Sauerstoff, wir „atmen diese ein“, weil sie in unsere Welt getragen wurden. Menschen schrieben Bücher, schrieben Gedanken auf … Geschichten … schufen Musik … tragen Wissen zusammen … wir spielen mit Gefühlen und erschaffen Phantasiegebilde … und als Mensch nehme ich diese auf, sie sind der „Sauerstoff des Lebens“ … was wäre die Welt ohne diese menschlich geschaffene Vielfalt? (mal abgesehen neben der Natur/Biodiversität). Da stimme ich Dir zu. Hast du schön ausgedrückt. (Heute mal wieder mit meinem alten Nick ich mag den anderen nicht mehr). |
| Wüstenblume | Also das Lied gefiel mir nicht so.:D |
| Alterkelte | @Wüsti hattest du schon einen Kaffee zum Frühstück? In der eile den "falschen" Avatar erwischt???? Was hat dir dein alter Avatar getan? |
| Wüstenblume | @Mrs.Spock Das finde ich aber jetzt traurig wegen "kurz vor seinem Tod geschrieben".:confused: Doch dann finde ich den Text auch gut. |
| DarkHeart | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B][b]"Was Hahnemann geschrieben hat? Was Ron Sommer oder wer auch immer über Scientology meint? Könnte es nicht sein, dass wir uns Uferlose geraten? Wer sagt uns, was wichtig ist zu lesen? Die Kritik der reinen Vernunft? Am besten aber auch die 2. Auflage? Oder den Zauberberg? Aber mindestens zweimal?"[/b] [/B][/QUOTE] Psychiatrie tötet, Scientology tötet. Bevor ich beidem begegnete, war ich schon tot! |
| Wüsti | Hat mit den eigenen Ansprüchen sowie mit dem Ziel dahinter-wenn man etwas bestimmtes wissen will - zu tun. Manches ist nicht so sehr wichtig für mein Überleben- wenn doch auch wichtig. Die Auswahl an dem was ich lernen könnte ist so groooß, da muß man sich entscheiden. Ich denke dann ist einem schon viel geholfen wenn man unwichtig von wichtig unterscheiden kann. Heute habe ich erst mal wieder zwei angefangene Zeitungen in den Papierkorb geworfen, sie waren schon vergilbt solange lagen sie schon auf der Fensterbank. Ich habe mir gedacht , da gibt es ja noch an die 4 -6 Themen die du im Net lesen willst. Habe auch schon angefangen damit. 3 Themen davon finden sich hier. Das reicht dann auch als Vorhaben. |
| Joey1900 | Am Besten sollte man nicht zuviel wissen. Im Alter vergisst man dann auch weniger :D |