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  Forum: Lyrikarchiv
    Thema: Irgendwann einmal...
NamidaIrgendwann einmal,
warst du der,
mit dem ich reden konnte,
warst du der,
der mir zuhörte,
mir dinge anvertraute,
die ich zuvor,
nicht einmal ahnen konnte.

Irgendwann einmal,
war ich dem leben so nahe,
dem tod so fern,
dass es schien,
niemand könne mich ihm mehr entreißen.
Ich nannte dich "Freund"
konnte auf dich bauen,
du warst da,
wann immer ich dich brauchte.

Irgendwann einmal,
zeigtest du mir einen Weg,
halfst mir auf die Füsse
um die ersten Schritte
tun zu können,
gabst mir Schutz,
vor den ersten Gefahren,
und die Hoffnung,
dass ich ankommen würde.

Irgendwann einmal
war alles vorbei
so plötzlich,
wie es gekommen war,
du sagtest noch,
unsere wege werden sich trennen,
du sagtest,
es sei nicht für immer,
wir würden uns wiedersehen.

Irgendwann einmal,
warst du dann weg,
ich blieb auf dem Weg,
kam Schritt um Schritt weiter,
doch mir fehlte ein Freund,
der ihm kannte,
ihn vor mir gegangen war,
und mir Rat gab,
wenn ich ihn brauchte.

Little DevilBoah....... das is der Hammer. Genauso hab ich es erlebt, schon oft...... Aber ich frage mich immer wieder, warum das so ist? Nur wird mir diese Frage nie beantwortet werden.

Liebe Grüße
Crysania
Zitat:
Original erstellt von Namida:
[b]
du sagtest noch,
unsere wege werden sich trennen,
[/b][/quote]

... noch schmerzhafter ist wenn es einem nicht gesagt wird, sondern man es nur spüren MUSS ... wunderschön liebe namida .. wirklich .. aber wahnsinnig traurig ..

Cry

Namida@Little Devil: Ja, es ist wahrhaft unglaublich, wie schnell sich Wege, trennen, von denen man dachte, dass sie ewig paralell laufen. Nichts bleibt für immer ... irgendwie. Noch nicht einmal die Freundschaft.

@Cry: Du hast recht! Es ist auch eher das Wehtun, sondern eher das nicht verstehen können. Die Welt ändert sich so schnell und mit ihr ändert sich alles ...

Nami(da)
Namida[b]Ein Freund[/b]

Du sagtest mal,
es gebe nicht viele,
die du einen Freund nennst,
und du gabst mir das Gefühl,
ich sei einer davon,
tief drinnen.

Du halfst mir mal,
als ich dringend
jemanden brauchte.
Du warst einfach da,
reichtest mir eine Hand,
und zogst mich raus.

Du konntest mir mal
Fragen beantworten,
die ich nie zuvor gestellt hatte,
hattest mein Vertrauen,
egal worum es ging
ich zählte auf dich.

Du warst einmal,
ein Freund für mich,
ich dachte,
ich würde dich verstehen,
doch ich musste sehen,
wie sehr ich mich irrte...
Little DevilAuch ein sehr schönes, für mich bewegendes Gedicht, das wieder einige alte Erinnerungen schmerzlich hervorbringt. Oft frage ich mich, ob es überhaupt wahre Freunde im Leben gibt. Die Antwort darauf wird wohl NEIN sein.

Liebe Grüße
NamidaIch weiß nicht, Little Devil, ich gebe die Hoffnung nicht auf. Auch wenn ich bisher auch noch keinen "echten" und "ewigen" Freund gefunden habe. Vielleicht gibt es da draußen ja noch jemanden... Wenn, dann lohnt sich das Warten!

Alles Liebe
Nami(da)

P.S.: *anmerk* beide Gedichte handeln übrigens von derselben Person...
Little DevilHi Namida

Ich habe die Hoffnung aufgegeben. Leider. Da ich schon oft sehr tief verletzt worden bin. Freunde sind meist nur "echte" Freunde, solange sie ebenfalls alleine sind.....

Meine Erfahrungen sind wie in Deinen Gedichten, vielleicht sollte ich diese Gedichte mal verschicken.

Ich hoffe, daß sich bei Dir das Warten lohnt und Du einen "echten" Freund findest.

Liebe Grüße
Black WidowBlick

In Deinen Blicken ich erstarre,
Endlos scheint mir der Moment.
Durch Deine Augen blickt ganz klare,
Blaue Sehnsucht mir empor.
Meine Nerven wie Zement,
Ich in meiner Gestalt verharre,
Kamst du plötzlich mir zuvor.
Deine Hand die meine nahm,
So die Starre meiner bricht,
Deine Liebe allzu warm,
So nie die Herzensglut erlischt.
Denn lange Zeit war ich wie Eis,
Kalt und starr und leblos matt.
Lange Zeit war mir mein Geist,
Eine tote Geisterstadt.
Deren Leben bloß erwachte,
Als Dein Blick den meinen traf.
Deren Liebe sich entfachte
Aus dem kalten, dunklen Schlaf.


ich wollte dieses gedicht erst garnicht schicken, da es für einen sehr lieben menschen ist... aber die letzten zeilen trafen euer gespräch ganz gut... sie handeln von langwieriger hoffnung...

Gruss BW
Crysania.. ich kann mich auch hier mal wieder wiederholen ... ein guter Freund sagte zu mir vor einiger Zeit .. ab einem gewissen Alter (und Alter hat hier nichts mit körperlichem Alter zu tun) sucht man sich seine Freunde aus ..

Ich denke im ganzen Leben findet man kaum echte Freunde .. und ewige Freunde gibt es nicht ..

Ich war auch am überlegen ob ich deine beiden Texte an eine "Freundin" schicken soll um sie vllt ein letztes Mal wachzurütteln, aber ich hab es aufgegeben, denn nützen würde es nicht wirklich etwas ..

Woher kann man eigentlich wissen, wer ein echter Freund ist und wer nicht ? Müssen echte Freunde greifbar sein ? Im Haus um die Ecke wohnen .. oder kann es auf Dauer reichen das ein echter Freund hunderte von Kilometern weg wohnt .. ?

Mit diesen Fragen
Cry

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