German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Tonwerk
    Thema: Geld regiert die Welt
majiikHallo an alle Musikfans..

Ich bin ein Mensch der seine Einstellung und seine Gefuehle durch Musik ausdruecken moechte, sozusagen ist Musik mein Leben.

Ich moechte einfach nur gute Musik hoeren mit Texten die aus Herzen kommen.. und nich einfach vom Label vorgeschrieben werden. Ja ich suche Bands denen es nicht ums Geld geht! Sondern einfach nur die leute begluecken wollen die genau die selben Gedanken haben und die durch die liebe zur Musik auch Musik machen. Ich moechte kein "Kommerzopfer" mehr sein.. Ich mag eigentlich Cradle of Filth gerne, doch stimmt es denn das Dani die Texte schreibt ?! Wieso ist auf [url]www.cradleoffilth.de[/url] bei dem Forum ein VIVA logo im oberen rechten Eck zu sehen ? Fragen, Fragen, Fragen.. Tarja gehts nur ums geld ? Mir mittlerweile egal. Ich bin auf der Suche.. nur gibt es denn ueberhaupt noch Bands wie oben beschrieben ?

Geld ist nicht alles.. dafuer ist die Welt zu "schoen".
Vielleicht geht es jemandem genau so wie mir hier und weis fuer mich einen Rat.

All die anderen die mich fuer einen Spinner halten oder aehnliche kommentare dalassen wollen, koennen das Posten gleich bleiben lassen.

Hoffe der Thread endet nicht wie all meine Threads im totalen Chaos...

LG majiik
majiikGut danke fuer deine schnelle Antwort!

Ich hab mich mit jemand unterhalten der meine Texte vielleicht singt, vielleicht sagt dir ja der name Graven etwas. Aber ist das dann nicht das selbe ? Ich weis einfach nicht weiter..

Direkte frage :

Subway to Sally, Blutengel, Eisregen, Goehtes Erben, Schandmaul : Kommerz ?

Oder denke ich einfach zu viel darueber nach ? Sollte ich doch nicht so denken und einfach die Musik hoeren ? Ich weis es nicht, vielleicht ist es nicht wichtig einfach zu denken sonder einfach tun. Nur wuerde ich mich dabei schlecht fuehlen :confused:
majiikHmm du hast recht..

Sorry fuer meine ausdrucksweise, mit komerz meine ich dieses "Nur ums Geld" scheiss.. Ich mag Blutengel nicht wobei ich StS mag und Goehtes erben auch.. genau wie Eisregen.

Sag mal warum du Schandmaul nicht magst.. nur aus neugierde
majiikVielleicht sollte ich einfach gar keine Musik mehr hoeren :D

Warum StS nicht ?
Belgarionnaja, nur weil jemand sich von VIVA sponsorn läßt bzw. evtl. soar nur ein logo von denen auf der homepage hat, weil die auch das video da spielen, muss das noch kein kommerz sein. und VIVA muss ja auch nicht zwangsweise kommerz sein, oder gibt es ein gesetz, das besagt, dass jedes video auf VIVA automatisch als kommerz zu bezeichnen ist... wenn du nun ein video drehst und das bei den VIVA-redakteuren zufällig gut ankommt und gespielt wird isses ja nicht automatisch kommerz...


nimm mal zB eine band wie schandmaul. das ist ja nicht nur eine person, nein, das sind mehrere, die brauchen instrumente, kleidung, die müssen zu konzerten fahren, dort ne crew/aufbau finanzieren, brauchen auch equipment für den sound, ggf. hotels, müssen vorher promotion machen. und für deren CDs ist auch ein gutes studio nötig, wo dich ggf. sogar teuer einmieten musst (ne professionelle CD kannst du nicht mal eben zu hause aufnehmen, schon gar nicht bei "echten" instrumenten+gesang) usw usw usw - und selbst wenn eine CD sich rel. gut verkauft verdienen die gar nicht mal so viel pro person, obwohl die rel. bekannt sind, müssen also nebenbei noch normal arbeiten gehen.

zB mal angenommen ein neues album, 50.000 verkaufte CDs (was wahnsinnig viel wäre) und 5 bandmember, 2€ gewinn pro CD für die künstler sind 100.000€, pro bandmember dann 20.000€. teil das mal durch einen normalen zeitraum, den ein neues album braucht. sagen wie mal wenn es fix geht 12 monate. sind keine 2000€ im monat, und steuern hab ich noch gar nicht eingerechnet...


neulich war ich bei nem recht erfolgreichen elektro-akt, dessen musik schon eher als "kommerziell" gilt, auf nem konzert. da "musste" die freundin des keyboarders am stand arbeiten (CDs, TShirts, Poster...), und auf/abbau machten die jungs natürlich selber, das ganze war mehr oder weniger ein nullsummen-konzert, bei dem die einahmen die kosten decken ( c.a. 150-200 leute da, eintritt 10€ inkl. anschließender party => selbst wenn es 1500-2000€ reiner gewinn wären => pro beteiligter person max. 300€ für 6-7 stunden aufwand+fahrt, was ja auch noch versteuert weren muss...). da is nix von wegen "nummer 1 der alternative charts" = reich&berühmt und die drecksarbeit machen bazahlte lakeien... ;)


und wenn du nun meinst, dass man als musiker sich so was dann halt hobbymäßig finanzieren soll oder das touren lassen soll: viel spaß, aber mehr als 2-3 auftritte pro jahr auf den dorffesten deiner umgebung werden dann nicht drin sein, und wenn du zB ausschließlich im internet hobbymäßig deine musik veröffentlchst und die auch noch gut ankommt, dann wirst du früher oder später kaum ne andere wahl haben, als irgendwann einen vertrag mit einem label zu machen... und dann ist die frage, wo "kommerz" beginnt. sicher noch nicht mal, wenn du TShirts verkaufst, bei denen du pro stück 4€ gewinn machst, damit du nach 100 verkauften stück dir ein neues micro kaufen kannst... :D


aber musik machen GANZ OHNE auch geld zu nehmen geht wirklich nur trein hobbymäßig, wenn du in deinem normalen job genug geld machst, genug freizeit hast und selbst wenn dich leute anbetteln keine konzerte gibst... ;)

und hätten Cradle of Filth ganz stur auf "wir wollen einfach nur musik machen" gesetzt, dann hättest du sie vielleicht nie kennengelernt...


und selbst wenn jemand finanziell das beste aus seiner musik rausholt heißt das noch lange nicht, dass der sich "vorschreiben" läßt, was man für texte schreibt und wie man die musik gestaltet.
deathrock1334Auf der HP von The House Of Usher bekam ich folgendes zu lesen (das ist mehr als unfair finde ich):


Eigentlich sollten hier nach wie vor Ausschnitte von Songs unseres demnächst erscheinenden Albums RADIO CORNWALL verlinkt sein.
Doch uns erreichte eine Nachricht, die wir mit Erstaunen, Wut und Erschrecken zur Kenntnis nehmen mussten. Die Nachricht enthielt folgenden Inhalt:
WARNUNG AN ALLE MUSIKER!

*****************************

Die GEMA hat arbeitslose Rechtsanwälte beauftragt, die Webseiten zu kontrollieren auf unangemeldete Hörproben. (...) Die Strafen sind unverhältnismäßig hoch und belaufen sich auf ca. 25.000.- Euro und mehr je nach dem wie lange ihr schon Demos auf der HP habt und wie viele Male diese angeklickt wurden und heruntergeladen wurden! Reine Abzocke!!! (...)

Die Titel auf der Website müssen bei der GEMA angemeldet und dürfen nicht zum runterladen sein! (rechte Maus), sondern müssen gestreamt angeboten werden und nicht länger als 45 Sek. lang!!! Auch wenn es eigene Titel sind!!! (...)
Nachdem wir diese Nachricht erhielten, haben wir uns schweren Herzens und mit grossem Bedauern dazu entschliessen müssen, die Songausschnitte vom Netz zu nehmen. Wir hoffen, Ihr könnt aufgrund dieser Nachricht unseren Entschluss nachvollziehen. Denn wir haben momentan weder die Zeit, noch die Lust und schon gar nicht genügend Geld, um uns mit der GEMA diesbezüglich auseinanderzusetzen. Die Promotion fürs neue Album und die Vorbereitungen für die anstehende Tournee lassen uns für eine entsprechende Anmeldung zur Zeit keine Luft, so dass bis auf weiteres hier keine Songausschnitte angeboten werden können.

Unser Statement dazu:
Dass wir mit dieser Regelung nicht glücklich sind, könnt Ihr hoffentlich auch nachvollziehen. Denn hier zeigt eine durch Bürokratie und Regulierungswahn geprägte Institution eine Seite von sich, die sich dem gesunden Menschenverstand entzieht. Wenn wir als Band freiwillig potentiellen Hörern Zugang zu unseren eigenen geistigen Leistungen gewähren - und hier präsentieren wir ja nur kurze "Appetithäppchen" die hoffentlich Lust auf mehr machen und zu einem Kauf der CD animieren sollten - , dann ist das ja unsere Verantwortung. Aber diese Form der eigenen Werbung wird somit torpediert.
Wir möchten hier allerdings betonen, dass wir die Institution der GEMA als solche nicht generell in Frage stellen. Illegale Musiktauschbörsen sind nach wie vor ein ernst zu nehmendes Thema und sollten auch entsprechend bekämpft werden. Aber wenn jetzt dieser Hebel auch auf Homepages von Bands angesetzt wird, dann ist das eine gewisse Form von Hysterie und blindem Übereifer. Solche Regularien kastrieren letzten Endes die Möglichkeiten des Internet.

Um diese momentane Misere zu verdeutlichen, können wir hier auf dieser mittlerweile überflüssigen und auch zweckentfremdeten Seite am Schluss nur noch die Auflistung der Songs unseres kommenden Albums RADIO CORNWALL verzeichnen.
Vielleicht würden entsprechende Mitteilungen an die GEMA von Seiten der Internetnutzer bezüglich dieser Regelung für eine künftige Gelassenheit auf Seiten der GEMA sorgen.
Azaillegale Musiktauschbörsen..
Totaler Schwachsinn...
Als ob die Damen und Herren damals keine Kassetten aufgenommen hätte.... *kopfschüttel*
Was für ein Blödsinn..
KrysHAllo

[QUOTE]Die Titel auf der Website müssen bei der GEMA angemeldet und dürfen nicht zum runterladen sein! (rechte Maus), sondern müssen gestreamt angeboten werden und nicht länger als 45 Sek. lang!!! Auch wenn es eigene Titel sind!!! (...)[/QUOTE]

Quatsch , absoluter Blödsinn...Die Gema ist ein Rechteverwerter, das heißt sie zieht Gebühren ein für Musiker/Labels von Menschen die es öffentlich aufführen möchten(disko, radio, veranstaltungen)...allerdings nur von angemeldeten Songs...z.B. will ein Sender Cradle spielen müssen Gebühren abgeführt werden die dann in die Label und Musikerkasse fließen...Niemand kann dich zwingen dein Musikstück(dein eigenes) bei der Gema anzumelden...das musst du nur wenn du Kohle machen willst.


zu House of Usher

Wie blöd muss man denn sein....Man sollte sich schon die Verträge durchlesen die man unterschreibt. Es ist doch klar das man sich wenn man Kohle machen will schon an die bestehenden Auflagen halten muss...Sich dann noch zu beschweren nur weil man offensichtlich Analphabet ist halte ich für absolut dummdreist und kann nur über solche Aussagen lachen...

Wie schon gesagt ...wer lesen kann ist klar im Vorteil...

ach so und das mit der Verklagerei....wer so etwas glaubt ist selber schuld....so etwas glauben nur die Unwissenden


krys
majiik:(
deathrock1334nunja ich weiss das rechtsanwälte ebay - angebote nach bootlegs durchstöbern um damit geld zu verdienen durch klageandrohung und anschliessendem vergleich
Krys@deathrock

ist ja auch ein ganz anderer Sachverhalt und eine andere Rechtsgrundlage

krys
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von deathrock1334 [/i]
[B]nunja ich weiss das rechtsanwälte ebay - angebote nach bootlegs durchstöbern um damit geld zu verdienen durch klageandrohung und anschliessendem vergleich [/B][/QUOTE]


das ist korrekt, und auch das mit den klagen bez. der GEMA ist auch korrekt, nur mit dem kleinen unterschied, dass

- GEMA-freie musik natürlich nicht betroffen ist
- nicht die GEMA, sondern findige (arbeitslose ;) ) anwälte im namen eines angeblich geschädigten konkurrenten klagen, der oft gar nicht existiert bzw. nur ein strohmann ist


das ist ähnlich wie bei den spongtexten, nur dass es da sogar ein paar labels gibt, die in der tat ihre bands "vertreten" - wobei das sicher nicht im sinne der bands ist...



@topic: ich frag mich auch, wie man selber die grenze ziehen würde... WENN man erfolg hat, dann kommt irgendwann der punkt, an dem man sich entscheiden muss: entweder es nur als hobby weiterlaufen lassen mit dem nachteil, dass man nicht weiter "expandieren" kann, oder aufs ganze gehen und es hauptberufloch machen - DANN aber mach in niemandem nen vorwurf, dass man in der ggf. nur sehr kurzen zeit des erfolges auch versucht, möglichst viel rauszuholen. denn wenn man zB nach 4 jahren dann nen normalen job finden muss, dann will man ja nicht 4 jahre lang mit null ersparnis dastehen...
majiikHe halt moment, es geht nicht um verkauf der CD's oder Tshirts, ich meine diese Einstellung "Ich will nur Geld Geld Geld" von manchen Bands/Musikern...
majiikVon dieser Seite hab ichs noch gar nicht betrachtet.. wenn ich mir das so durchlese, denke ich irgentwie anders darueber :rolleyes:
Kryshi

@majik

der instoemen und der Belgarion haben recht...wie ich dir gestern schon sagte ...höre das was dir gefällt und fertig

lg krys
NnordyIch äußere mich jetzt auch mal als 'direkt Betroffene': Ich arbeite mittlerweile seit 1997 in zwei Bandprojekten (Lore of Asmoday - die es ja nicht mehr gibt - und seit 2003 Experiment Nnord). Fakt ist, daß es heutzutage als kleine, noch unbekannte Band unheimlich schwer ist, seine Musik bekannter zu machen. Labels machen ihre Jahrespläne oft im Voraus, wo festgelegt wird, was im nächsten Jahr 'aufgenommen' wird - bevorzugt werden dann Bands, die in eine best. Richtung passen. Ein Elektrolabel wird keine Gothrock-Band aufnehmen... Wenn man dann - so wie wir - sich in keine bestimmte Schublade stecken läßt, ist es doppelt schwer. LOA wurden mal von einem Label abgelehnt mit der Begründung, die Band sei 'zu schwer zu hypen'!!!!! Das läuft wohl genau auf das Eröffnungsstatement hinaus...
Fakt ist weiterhin, daß Du meist relativ geringe Chance hast, wenn Du nicht selbst über ausreichend Equipment oder Beziehungen verfügst. Wir haben das große Glück, daß unser Musiker sein eigenes kleines Studio bei sich eingerichtet hat, in dem wir aufnehmen können, aber so eine CD kostet auch (500 Stück, 4C Booklet, 4 Seiten) 900 Euro. Die wollen erstmal verdient sein. Nimm mich: Ich bin Studentin und muß nebenher jobben, damit ich mich finanzieren kann, mein Mann (Maternus, Sänger bei EN) ist Krankenpfleger und verdient auch keine Reichtümer, Marcus ist Neurologe und verdient zwar nicht schlecht, hat aber Familie die auch ernährt werden muß... Trotzdem geht es uns nicht ums Geld. Wir haben Spaß an dem, was wir machen, und solange wir Spaß daran haben, werden wir weitermachen. Für uns alle ist Musik ein Ventil, ein Ausdrucksmittel um Dinge zu thematisieren, die einen bedrücken, traurig, wütend machen oder über die man sich freut - und obendrein möchten wir gern zeigen, daß es auch geht ohne klischee-kitsch-beladene Texte, sondern mit echter Aussage. Sowas WAR im Dark Wave/Gothic-Bereich mal äußerst wichtig (in den 80ern und sogar Anfang der 90er noch), aber irgendwie ist das im Laufe der Zeit verloren gegangen (das merkt man sehr deutlich, wenn man sich die Texte gewisser einschlägig bekannter und erfolgreicher Bands anhört, ich nenne jetzt keine Namen...).
FAkt ist: Um auf die Zillo-Heft-CD draufzukommen, mußt Du 500-1000 € löhnen. Fakt ist: Um einen Bericht im Zillo oder Orkus zu bekommen, mußt Du eine Anzeige schalten (die unter 800 € - für ein kleines Format - nicht zu kriegen ist). Fakt ist: Ohne Beziehungen läuft gar nix. Und da trennt sich dann eben die Spreu vom Weizen. Vielleicht kann man erfolgreich sein und irgendwann von der Musik leben, wenn man 'Kompromisse' eingeht, sich 'hypebar' macht, und in manchen Fällen, die selten geworden sind, geht es auch mit harter Arbeit und mit Qualität.
Wie gesagt, wenn es uns um Geld ginge, hätten wir schon längst das Handtuch geworfen, denn im Moment ist es ein absolutes Verlustgeschäft. Allein das, was wir in den vergangenen zwei Jahren in Equipment investieren mußte und in die CD, übersteigt die 2000 € Grenze. Dennoch - es macht uns Spaß, und wir werden auf jeden Fall weitermachen, so lange das so bleibt.

Ich finde es eigentlich schön, wenn sich auch mal jemand Gedanken darum macht, was hinter den Kulissen abgeht, auch wenn es nicht schön ist, was man dort häufig zu sehen bekommt.

Weitere Tipps für Dich:
The Escape (haben zwar ein Label, sind aber trotzdem authentisch ;)) - [url]www.the-escape.de[/url]
Substance of Dream (Band um den Drummer von Fliehende Stürme) - [url]www.substanceofdream.de[/url]

Danke für Eure Aufmerksamkeit! :)
DarketIch kann mich Nnordy nur anschließen....und so lange ihr Nachtweltenhausband seid... :D

Zu den oben aufgeführten Schandmaul möchte ich kurz etwas beitragen: Ich habe vor anderthalb Jahren ein Konzert von ihnen gesehen und mich danach auf der Aftershowparty mit Stefan, dem Drummer unterhalten. Der erzählte mir, dass eben diese Tour von damals die erste sei, bei der sie mit Gewinn rausgegangen wären, zwar minimal, aber er war doch recht stolz. Dazu kann man erwähnen, dass die Schandmäuler schon damals ein recht großes Fanspektrum hatten, d.h. die Konzerte voll und der Merchandisestand danach ziemlich leer war. Will heißen Du kannst Konzerte mit 500 Zuschauern geben und ordentlich CDs und Fanartikel verkaufen und trotzdem nicht damit reich werden. Die Jungs und Mädels sind allesamt berufstätig und nehmen für Tourneen ihren Jahresurlaub.
Es wird nicht mehr ganz so extrem sein, ihr Erfolg ist in den letzten Jahren stetig weitergewachsen, meiner Meinung nach völlig zu Recht, da das erstmal wirklich sympathische Leute und ganz nebenbei erwähnt auch sechs erstklassige Musiker sind.
NnordyNaja, Spaß ist wichtig, aber wir machen die Musik ja nicht für's stille Kämmerlein. Und die Kosten sind eben immens. Insgeheim träumt jeder von uns noch davon, irgendwann mal von der Musik leben zu können, auch, wenn es wohl immer nur ein Traum bleiben wird. Hätte ich 10 Jahre früher mit der Gesangsausbildung angefangen, hätte das bei mir vielleicht im klassischen Bereich was werden können, aber irgendwann ist man halt für alles zu alt...
Marcus z.B. ist ein echtes musikalisches Wunderkind. Er spielt Gitarre (inkl. Twelvestring), Baß, Mandoline, Akkordeon, Keyboard und einiges mehr von dem ich noch nie gehört habe, er kann komponieren und seine Soundtüfteleien sind wirklich der Hammer. Er ist gut genug, um als Berufsmusiker durchzukommen, aber bis heute hat es halt leider nie geklappt. Natürlich verdienst Du als Berufsmusiker keine Millionen, ich denke, das ist auch jedem klar, sofern man eben nicht in einer wirklich großen kommerziellen Band spielt. Und da scheiden sich die Geister, und ich denke, es gibt durchaus Leute, die es wegen des Geldes wollen. Für die ist es 'nur ein Job'. Und das finde ich bei Musik einfach unverständlich. Musik ist oder sollte Kunst sein, Ausdruck, Herz, Seele. Wie man so etwas instrumentalisieren kann finde ich schlicht und ergreifend abstoßend.
majiikWas heisst das im endeffekt fuer mich ? Ich fuehle mich schlecht, dabei eine Band zu hoeren die es 'nur als Job' macht.. :(

Kann ich den beurteilen ob es bei Cradle so zutrifft ? Ich weis es nicht.. :confused:
Goat93Ich würde nach Einstellung und Aussagen der Bands sortieren.

Wie stehen die Bands diesen Thema selbst gegenüber, wie
Begründen sie es usw. usf...

Für mich haben sich aus dem Oben genannten Grund + Musikalischer
Veränderung so einige Bands erledigt...

Um mal ein paar Bekanntere in einem Zusammenhang zu nennen:
Samael, Tiamat, Moonspell, The Gathering

Diese Bands haben sich alle zu einer bestimmten zeit drastisch verändert.
Und zwar auf Anraten der Firma, Century Media, hin. Alle zufällig das gleiche
Studio besucht, alle ähnlichen Werdegang bekommen.

Dieses macht die Musik an sich nicht schlechter, nur nicht mehr Nachvollziehbar
anders. Zudem geht einfach die Glaubwürdigkeit der Bands drauf, eben nicht
zu dem Musik-Zirkus zu gehören sondern was eigenständiges zu machen.

Zu Cradle:

Ist es ein Fehler, Erfolg mit einer bestimmten Richtung zu haben
oder ist es der Fehler aufgrund der Vorgegeben Situation die eigene
Richtung zu ändern?
DarketWenns nach Sympathie ginge hätte ich meine Sisters-Sammlung schon lange verbrennen müssen. Joy Division sprach instroemen bereits an, Depeche Mode sieht ähnlich aus. Alles drei Bands, die ich sehr schätze. Depeche Mode machen doch auch nur noch nen Job, raufen sich, zerstritten wie sie sind immer mal für ne Tour oder wie jetzt grad ne CD zusammen und nehmen massiv überhöhte Eintrittspreise bei den Tourneen. Käme jemand auf die Idee aufzuhören sie zu hören? Garantiert nicht, denn qualitativ hochwertig ist auch das, was sie jetzt noch machen.
Cradle? Hey, sie sind bei mir schon für "No time to cry" unten durch, aber wenn Du sagst: Mir gefällt was sie machen, dann hör sie doch.
Goat93[QUOTE]Sisters-Sammlung schon lange verbrennen müssen. Joy Division sprach instroemen bereits an, Depeche Mode sieht ähnlich aus. [/QUOTE]
Sind die nciht alle eh Mainstream
*duckwegrenn :D
DarketIm Grunde ja, untermauert jedoch meine These, weil ich sie alle drei gern mag und höre ;)
majiik[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]
Cradle? Hey, sie sind bei mir schon für "No time to cry" unten durch [/B][/QUOTE]

Wieso ?
DarketWeil es ein mieses cover einer genialen Band ist...
majiikWelcher denn ? Noch nie gehoert
DarketWas noch nie gehört? "No time to cry" in Cradleversion oder davon, dass es ein Cover ist?
Das Original ist von den gottgleichen Sisters *verneig*
Goat93[QUOTE]Im Grunde ja, untermauert jedoch meine These, weil ich sie alle drei gern mag und höre[/QUOTE]
Nunja, aber bei einer Mainstream Band erwartet keiner mehr
Glaubwürdigkeit und Anti-Kommerzielle Ansichten

Der Zug ist bei den Bands wohl abgetuuutuuuutuuuuuuuuut

:D
DarketEs ging ja weniger um die Glaubwürdigkeit, als um die Frage ob man sowas denn dann hören darf (mir kommt die Frage irgendwie blöd vor, so wenn ich sie ausformuliere :D ).
Wobei ich das mit dem Mainstream im Falle Joy Division anzweifeln möchte.
TrauerwesenMöchte hier nur kurz einen Sachverhalt vertiefen.

Also wenn Musiker halt diesen beruf haben, sollte man dann eventuell doch schauen, dass es ihnen Spass macht. Es gibt Leute, denen macht das ganze sichtlich Spass, haben nen Haufen Kohle aber machen weiter. Trotzdem aber nach wie vor für Kohle.
Dann gibt es jene, die dann irgendwann einen Stilbruch machen, wieso auch immer, um mehr Kohle zu machen. Solche sind meiner Meinung nach sich selbst nicht treu, kann mich aber auch irren (Ich rede insbesondere von solchen Bands, die erst tolle Musik machen und dann nur noch Schrott).

Von Kommerz (furchtbares Wort in diesem Zusammenhang) = Scheiss kann man eigentlich nicht reden, wie meine ich instroemen es schon ansprach. Es gibt sicherlich ebensoviele Bands, die unbekannter sind und Mist produzieren (in meinen Augen) wie Bands, die bekannter sind und tolle Musik machen (wer kennt nicht die Sisters *g*).

Und wenn wir dann mal in die Charts kucken, haben wir sehr viele Bands (oder wie man das nennen kann), wo man wirklich denkt bzw weiss, dass da irgendein Schnösel herkam, 2 Minuten lang was einspielte und irgendwelche Hackfressen aufstellt, die da irgendeinen Blödsinn trällern - für mich der worst case. Beispiele für sowas sind diese "Sommerhits" und dieser ganze Blödsinn. Liegt aber auch daran, dass mir dort Authentizität fehlt - wenn jemand tolle Texte aus sich heraus schreibt, Musik selber macht (zum grossen Teil) usw, kann er noch soviel Geld mit machen - ich kaufe ihm den Spass daran ab. Bei dem anderen weniger, und das ist sogar weniger eine Geschmacksfrage.

Ob Chris Pohlype Spass an seiner Musik hat, sei nun einfach mal dahingestellt.

Fakt ist aber, man sollte Musik nicht nach Einnahmen beurteilen, sondern wirklich, ob es einem gefällt. Andere, moralische Dinge (wie eben diese Hackfressen da) kann man hinterfragen, je nachdem, was einem wichtig ist.
majiikIch meinte von wem Cradle das gecovert hat ;)

Habs vorher noch nie irgentwo gehoert..
Darket[URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000026HC2/qid=1132078502/sr=8-5/ref=sr_8_xs_ap_i5_xgl/302-5451098-3614420]hör mal rein[/URL]

Nunja, in meinen Augen stellt es (beinahe) immer ein Verbrechen dar die Sisters zu covern, aber das gehört wirklich zu den miesesten von allen *schüttel*
Goat93[QUOTE]Es ging ja weniger um die Glaubwürdigkeit, als um die Frage ob man sowas denn dann hören darf (mir kommt die Frage irgendwie blöd vor, so wenn ich sie ausformuliere ).[/QUOTE]

Achso...naja Hören dürfen darf man alles :D

Apropos, hat jemand schon Frank Zanders Rabenschwarz II gehört?
1:1 Rammsteinklau mit Schla(e)gercover :D

Trauerwesen:

[QUOTE]Andere, moralische Dinge (wie eben diese Hackfressen da) kann man hinterfragen, je nachdem, was einem wichtig ist[/QUOTE]
Also, man kann und sollte ALLE Hinterfragen, nicht nur diejenigen, die
man nicht mag oder nicht versteht...

Dann geht es wohl weniger um die Tatsache des reinen Geldverdienens,
sondern um die eigene Darstellung diesbezüglich.
Wenn jemand dauernt von Kommerz redet, gegen das Buisness wettert und
sich dann nach Möglichkeit den Zeitstrom anpasst, dann kann das einen schon
den Musikgenuß versauen, wie ich finde.
Das ist übrigends nicht auf Cradle bezogen, die ich eh nicht mag, was aber
mit der Musik und der Selbstdarstellung zu tun hat und nicht mit dem
Kommerzvorwurf...

Inwieweit man die Musik mag oder nicht ist relativ, man hat genügend
Ausweichmöglichkeiten und kann sich dementsprechend auf andere
Bands, deren Bild einen besser passt, umsteigen...
NnordyMir geht es so daß ich die Musik von Bands, die für mich unglaubwürdig sind, ohnehin nicht hören kann, weil für mich das Ganze dann ohnehin eine Farce ist. Wer klischeebehaftete Texte pathetisch umsetzt, weil's Geld bringt, den nehme ich ganz einfach nicht ernst - und das, was er macht, ohnehin nicht. Von daher steht in meinem Plattenschrank nichts, was meine diesbezüglichen Ansprüche nicht erfüllt, ebenso, wie ich Bands ablehne, die meinen, sie müßten ihre zweifelhaften politischen Ansichten mittels ihrer Musik verbreiten... Nicht mißverstehen: Wir machen selbst auch ab und an politische Texte oder Texte, die politisch verstanden werden sollen und müssen (die 'Todesfuge' von Paul Celan ist ein typisches Beispiel), aber es gibt ja ab und an Bands, die äußerst 'zweifelhafte' Ansichten haben, und sowas unterstütze ich prinzipiell nicht.
Ich finde, man sollte auch im Musikbereich nicht sein GEhirn und seine Prinzipien abgeben, bloß weil es eben um 'Kunst' geht (und diese für manche unpolitisch ist oder sein sollte)...
DarketMir fällt spontan nicht eine Band ein, die ich regelmäßig und gern höre, die gänzlich unpolitisch ist...
Nunja, aber zum Hintergrund politischer Aussagen muss ja erwähnt werde, dass das zweifelhafte Element verschieden definiert wird. Die Todesfuge mag von so manch einem als fragwürdig angesehen werden, auch wenn ich persönlich mich nicht mit solchen abzugeben pflege ;)
Wichtig ist im Endeffekt nur was bei der Musik rauskommt. Ein Musiker kann insgeheim gaaaaanz weit weg von seiner musikalischen Aussage stehen, wenn ich guten Gewissens an die Ehrlichkeit des ganzen glaube ist es mir wurscht (ich kanns ja nun nicht beurteilen), wichtig ist mir, was ich draus mache.
majiikOch Gottchen, das hoert sich ja schreklich an :rolleyes:
Goat93instroemen:

Ist zwar kein Boyd Rice Liephaps Tread aber:

[img]http://www.mysmilie.de/smilies/frech/img/015.gif[/img]

Herr Rice wird oftmals als Industrialpionier gehandelt, da er
nunmal einer ist.
Er war früh genug dabei und gehört zu den ersten in der damaligen
>industrial> Generation, wie Throbbing Gristle, Cazzazza , Fatrix usw. usf...

wie man nun seine ähh >Musik< empfindet ist dabei relativ, allerdings hat
er ja bei dir sein Ziel schonmal erreicht :D
Move over Kate@ Krys

Die Kritik an "The House of Usher" ist nicht gerechtfertigt - kritisieren kannst Du allenfalls, dass die Jungs auf den "Gema-Hoax" reingefallen sind, der seit Monaten im Netz kursiert. Und ich kann es den Jungs nicht verübeln, [I]dass sie aus Unwissenheit [/I]darauf reingefallen sind - gerade weil es eine der Bands ist, denen der ganze Rechtskram, Hype, Labelärger etc. immer zuwider war, und die immer nur IHRE Musik machen wollte. Gut, ich bin da nicht ganz objektiv in meiner Einschätzung, aber wer das Engagement kennt (bei den Herbstnächten 2002 hat Jörg aus eigener Tasche einen Sampler - Ligeias Death - auf die Beine gestellt, der vielversprechende, ungesignte Underground-Acts unterstützte und KOSTENLOS an die Besucher verteilt wurde), weiß, was ich meine. Gerade die darauf enthaltenen Bands lesen sich wie ein "who is who" des nicht-kommerziellen Undergrounds.

Das ist immer noch glaubwürdiger wie die Aussage eines Musikers, den ich hier nicht diskreditieren möchte, der aber bei jeder Gelegenheit seinen verlogenen Underground-Habitus rauskehren muss: Beim Chaos-WGT hat sich dieser selbsternannte "Herr Underground" nämlich bitterböse über die "Proberaum-Bands" beschwert, die als allererste ihre Bereitschaft erklärt haben, KOSTENLOS in der Agra aufzutreten, um den Fans das ganze Festival zu retten - und damit den Großen gewaltig vor den Karren pissten. Das waren nämlich nicht die Helden, die dann doch noch zum Zuge kamen, sondern "kleine Acts" wie Lore of Asmoday (heute zum Großteil Experiment Nnord), Fallen Apart oder The Escape. Bevor sich dann das Business wieder erholte und sich wenigstens die Gema-Einnahmen - wegen des Live-Auftrittes - sicherte.

Empfehlen kann ich übrigens noch den Sampler "Some kind of goth" der Greifswalder Black-Box - wo andere die üblichen Verdächtigen aus den Hochglanz-Magazinen auf ihren Club-Sampler bannen, veröffentlicht die Black-Box neben The House of Usher z. B. Reptyle, Sepulcrum Mentis, Lizard Smile oder die Golden Apes. Alles Goth-Bands, die seit Jahren nur im Untergrund tingeln, und gegen die Trends ihr Ding durchboxen. Wie auch Fallen Apart.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von majiik [/i]
Ich bin ein Mensch der seine Einstellung und seine Gefuehle durch Musik ausdruecken moechte, sozusagen ist Musik mein Leben.

Ich moechte einfach nur gute Musik hoeren mit Texten die aus Herzen kommen.. und nich einfach vom Label vorgeschrieben werden. Ja ich suche Bands denen es nicht ums Geld geht!
...
Vielleicht geht es jemandem genau so wie mir hier und weis fuer mich einen Rat.[/QUOTE]@ majiik

Mir geht es so ähnlich wie dir. Aber ich weiß auch, dass die Musiker genauso wie wir von irgendetwas leben müssen. Und wenn in einer Gesellschaft Leben nur mit Geld möglich ist, dann ist man mehr oder weniger dazu gezwungen, sich Geld zu beschaffen.

Für Musiker gibt es da 2 Alternativen:
1. Die Musik als Hobby betreiben und zum Gelderwerb etwas anderes tun, was dazu führt, dass zum Musikmachen wenig bis keine Zeit mehr bleibt.
2. Die Musik zum Beruf machen und mehr oder weniger große Kompromisse eingehen, was dazu führen kann, dass nur noch wenig Raum zum Ausdruck des Eigenen in der Musik bleibt.

Zwischen diesen 2 Alternativen mag es noch so einige Zwischenvarianten geben.

Ich sehe das bei Musikern so ähnlich wie bei Köchen oder Bäckern. Wenn sie wirklich gut sind, dann sind die Leute auch bereit, für die bessere Qualität mehr zu bezahlen. Wenn die Leute allerdings selbst nur noch wenig Geld zur Verfügung haben, dann sind sie eher geneigt (oder gezwungen), das Billige zu kaufen.

Was ich schade finde ist, dass sich einige Künstler bzw. deren Labels über den Wert ihrer eigenen Werke nicht bewusst sind und Qualitätsware wie billigen Plunder verramschen. :(

Uns als Musikliebhabern bleibt nichts anderes übrig, als in den uns vor die Nase geschütteten Müllhaufen nach den Perlen zu suchen.
Goat93[QUOTE]Außerdem, Goat93: Hatten wir die Diskussion um Boyd Rice nicht schonmal, genau wir zwei? Ich meine mich da an was erinnern zu können.[/QUOTE]

Japp, daher auch den Smilie ^^

[IMG]http://www.mysmilie.de/smilies/frech/img/015.gif[/IMG]

[QUOTE]Alles Geschmackssache. Selbst als Industrial-Liebhaber muss ich eben
nicht alle Vorreiter dieser Richtung mögen oder bewundern (zumal es auch
hervorragende Vertreter wie z.B. Merzbow oder Hafler Trio gibt).[/QUOTE]
Absolut richtig :)
majiik@ TheTurningPoint

Ich habs vielleicht etwas falsch formuliert, ich habe keineswegs etwas dagegen wie Merch oder sowas.. Aber ich meine die Musiker die das Image von den Bossen von oben vorgeschrieben bekommen genau so wie die Lieder oder Texte.. das ist doch kein Musikerleben mehr ? :rolleyes:


bin essen ;) schauii, majiik
KappabaniThema GEMA-wech
Hab diese Terror-Panik-Mache-Mail mit dem GEMA Text von einem Musiker Kollegen auch bekommen und wäre vor Lachen fast erstickt! :D :D :D :D
Aber um der Verschwörungstheorie genüge zu tun: ich hab mit den Journalisten Telephoniert die diese Nachricht tatsächlich bekommen haben und es ist durchaus denkbar das die GEMA diesen Text formuliert hat einfach um Terror zu machen um genau [B]DAS[/B] zu erreichen was bei House of Usher passiert ist, nämlich das alle die keine Ahnung haben sofort alle ihre Downloads platt machen und damit nicht mehr MARKTFÄHIG sind was mehr als im Interesse der GEMA und ihren Hauptklienten den großen Labels ist.
Meiner Meinung nach verstoßen Label, GEMA, Radios und Musik TV ohnehin gegen das KArtellgesetz aber das läßt sich natürlich nicht eindeutig beweisen.
Aber man kann sich ja einfach mal Gedanken über den Verteilungsschlüssel der GEMA machen und dem häufigen wiederholen einzelner Lieder in Radios und Musik TV sowie Preisverleihungen und gefakten Plattenkäufen um Platin ect. Scheiben einzusacken, dann wird deutlich was da läuft.
Der Grund warum Dieter Bohlen eine Gitarre in der Hand hat die er im Grunde nicht benutzt hat damit zu tun das er von der GEMA sowohl als Sänger, als auch Komponist und Gitarrist BEZAHLT wird. Tja, bei der GEMA muß man schon genau hinsehen!
Übrigends: trägt man sich im Newsletter von Cradle of Filth ein hat man gute Chancen auf SEHR viele nette E-Mails im Volksmund bekannt als Spam. Tja, SONY halt.
Was den VIVA Button bei CoF betrifft siehe Kartellgesetz und Verteilungsschlüssel der GEMA. Ihr dürft jetzt auch mal raten warum es soviele Klingeltöne von den Bands die von großen Labeln kommen gibt, die werden nämlich auch zum GEMA Verteilungsschlüsel gerechnet - Alles Klar! GEMA-Fia! :D

Zum Kernthema des Threaths:
Es ist schwer da die Grenze zu finden zwischen Kommerz und Enthausiasmus. Geld verdienen sollen die Bands ja aber wo die Abzocke anfängt muß jeden auch für sich selbst entscheiden. Das wir deutschen generell abgezockt werden ist ein anderes Thema. Achtet mal darauf: ein und dasselbe Album einer Band kostet in Amiland weniger als in Germany, weshalb ich auch viel über Ebay.Com bestelle - da bin ich mit Porto&Verpackung immer noch billiger als hier im Laden. Ich habe nie einen plausiblen Grund dafür erfahren.
Musik die mit Herz gemacht ist und Texte die ehrlich UND Kunstvoll sind findest du hier: [URL=http://www.firewater.tv]Firewater[/URL]
Ob die Musik was für dich ist weis ich nicht, gut ist sie alle mal
Move over Kate@ Kappabani

Ich stimme dir größtenteils zu - mit zwei klitzekleinen Ausnahmen: Gitarristen bekommen, soweit sie nicht auch Komponist, Arrangeur oder Texter sind, keinen Penny von der GEMA - sondern von der GVL.

Was das Bestellen in den Staaten anbelangt: Ich habe mal bei Dischord (altes Punk-Label) 3 CDs a 10 US-Dollar geordert. Bei dem Wechselkurs war das ein Geschenk. Die CDs durfte ich dann aber beim BINNENZOLLAMT abholen - was mich 80 km Weg und zwei Stunden Zeit gekostet hat. Die junge hübsche Zöllnerin meinte, nachdem sie mir 5,16 Euro Zoll und Einfuhrsteuern abgezogen hatte: "Oh, 17 Cent weniger, und sie wären unter die Kleinbetragsregelung gefallen. Dann hätt ich nix berechnen dürfen...". Fazit: Hätt ich die Platten im CD-Laden um die Ecke gekauft, hätt ich mir Ärger, Zeit, Spritgeld und Zollgebühren gespart. Ich hatte aber auch schon Glück, und die Sachen gingen unverzollt durch... :mad:
Goat93[QUOTE]OT: @Goat93: [/QUOTE]
Fan nicht, aber ich find die Klasse :D
Kennst du die Zusammenarbeit mit Hilmar Örn Hilmarsson?

Hab gerade die Psychophysicists bekommen...
irgendwie ist die alles andere wie beruhigend :confused:

[QUOTE]mal darauf: ein und dasselbe Album einer Band kostet in Amiland weniger als in Germany, [/QUOTE]
Stimmt, liegt aber immer noch am schlechten Dollar gegen+
den Stabilen Euro.
Vor ein paar Jahren war es übrigends andersherum

Move:

Komische Sache, hab gerade 3 CD's von Rozz Williams
bekommen und da ging alles glatt.
Eventuell mal folgenden Trick ausprobieren (geht mit
Japan immer gut)
Den Verkaufswert runtersetzen lassen und dafür die Versand-
kosten hoch. Dadurch kommt die Bestellung als reiner
Verkaufswert unterzollig weg :D
Move over Kate@ Goat

Das dämliche bei der Amerika-Aktion war, daß das Label gar nix drauf geklebt hat - also keine Kennzeichnung als Geschenk oder "bereits verzollt" oder so was.

Irgendjemand auf dem Flughafen hat den Umschlag aus der Post geholt, einen DEUTSCHEN Aufkleber "Zoll zahlt Empfänger" drauf geklebt und zum Binnenzollamt geschickt.

Dort durfte ICH am Rechner auf der Dischord-Seite die Kosten zusammen stellen, da keine Rechnung dabei gelegen hat - die gab's nämlich per Email. Die hübsche junge Zöllnerin meinte: "Och, suchen Sie mal die Homepage, wo Sie's bestellt haben. Ich guck dann mal drüber... " :D
Nnordy@MOK: Ja, ich kann mich noch gut erinnern... Ich weiß auch noch, wie ein gewisser anderer Herr einer gewissen Kitsch-Combo hinter der Bühne Streß machte und sich wie Mr. Obermotz persönlich aufführte... Einfach nur zum Kotzen. Ich weiß jedenfalls noch, daß wir bei unserem Auftritt zwischen 16-17 Uhr die Halle zum Schluß voll hatten und daß die Leute begeistert waren, daß Bands ohne Geld dageblieben und nur den Besuchern zuliebe aufgetreten sind, um das Festival zu retten. Und als das einige Ohren bekannter Musiker erreicht hat, haben die sich flugs überlegt, daß es eine bessere Promo ja gar nicht geben kann, und sie sind wieder zurückgefahren nach Leipzig und doch noch aufgetreten. Verlogen ohne Ende. Aber wenigstens gab es dadurch noch viele Highlights mehr für die Besucher.

@majik: Ich kann Dir nur empfehlen, Dich abseits vom Mainstream ein bißchen durch kleine Undergroundfanzines zu wühlen, um hier und da musikalische Perlen zu entdecken. Fanzines wie das englischsprachige Darklife, der Refraktor oder das französische Orpheus sind Beispiele dafür - nicht nur was den Preis angeht, sondern dort wird gerade 'kleinen' Bands eine Plattform geboten. Besuche kleine Festivals (an dieser Stelle wäre zuallererst das 'That Spring' zu nennen, das nun wirklich ein Underground-Festival par excellence ist, ins Leben gerufen von Menschen, die ihr Herzblut hineinstecken und sich darum bemühen, zwei unvergeßliche Tage in Magdeburg für Besucher und Bands zu realisieren, und deren Bestrebungen leider nach wie vor nicht so gewürdigt werden, wie sie sollten), informiere Dich über die dort auftretenden Bands, die ja fast alle eine hp haben, und höre dort in die Musik rein. Es gibt sie noch, die qualitativ hochwertige, unkommerzielle, emotionale, handgemachte Musik - man muß sie nur entdecken wollen (und daran mangelt es heute dem Otto-Normalverbraucher-Gruftie häufig...)!
Move over Kate[QUOTE]Ich weiß auch noch, wie ein gewisser anderer Herr einer gewissen Kitsch-Combo hinter der Bühne Streß machte und sich wie Mr. Obermotz persönlich aufführte... Einfach nur zum Kotzen. [/QUOTE]

War der Kerl klein, bebrillt, moppelig und hatte einen merkwürdigen "süddeutsch" anmutenden Dialekt? Wird seine Combo heute auf Viva gespielt? Spielt in eben jener Combo heute ein Gitarrist, der früher bei "The Cold" - falls es passte, und wenn er mit seiner Band zufällig vor Ort war - zum Cure-Cover "A Forest" Gitarre spielte? Trägt eben jener Gitarrist einen Frauennamen? :D Dann habe ich eine leise Ahnung, wen Du meinen könntest.
NnordyGratuliere - Sie haben gewonnen! :D
SolsticeWas für ein schöner Thread, ich weiß gar nicht mehr, was ich noch beitragen könnte. Es wurde eigentlich schon fast alles gesagt.

Nur dies noch:
Ich persönlich unterscheide schon zwischen jemandem, der beruflich Musik macht und dies auch als Massenware versteht und dem Musiker, der mit Herzblut (und ebenso erfolglos) dabei ist. Jeder von beiden hat in meinen Augen aber auch seine Berechtigung. Ich kann keiner Band vorwerfen, sie würden sich dem Kommerz unterwerfen, wenn sie davon leben müssen. The Mission haben bei ihrer Gründung 1986 gesagt, dass man vom Kultstatus nicht satt wird und haben angekündigt, in den Popbereich wechseln zu wollen. Das hat zwar nie wirklich geklappt, aber soll man sie deswegen verdammen? Vom Idealismus allein kann niemand leben. Ich selbst habe das Glück, finanziell so unabhängig zu sein, dass ich mir musikalisch von keinem Label sagen lassen muß, was ich machen soll (was auch noch nie eines versucht hat...). Ich muß mich also nicht nach Trends und Verkaufsstrategien richten. Das heißt freilich nicht, dass mir die Vermarktung unserer Musik völlig egal ist. Wenn das so wäre, dann wäre ich mit meinen Songs hinter dem Klavier sitzen geblieben und hätte sie meinen Kindern vorgesungen...:D
Jetzt kommt aber das Dilemma: ein Label investiert nicht gerade wenig in eine unbekannte Band, wenn es Studio. Pressung und Promo bezahlen muß. Das Risiko für diese Investition trägt das Label! Wenn der Act floppt, ist die Knete weg. Kann man es daher dem Label verübeln, wenn es sich mit seinen Investitionen nach dem richtet, was lukrativ erscheint? Als Käufer einer Aktie setze ich auch in der Regel auf die angesagten Papiere und nicht auf die Totgeburten. So etwas kann man sich als Zocker ein paar mal leisten, dann ist man pleite. Große Bands sind in diesem Zusammenhang genauso Unternehmen wie Label oder Vertrieb. Und sie werden auch so behandelt.
Ich habe überhaupt kein Problem mit Leuten, die sagen, dass sie sich nicht als Künstler verstehen, sondern als Geschäftsleute, die einen Markt bedienen (Stock-Aitken-Waterman haben das mal so formuliert, sie bescherten uns in den 80ern so Katastrophen wie Rick Astley, Mel & Kim oder Sinitta. Aber für diese Aussage: Respekt!). Solange der Markt so blöd ist, das zu honorieren, darf man denen, die das Ausnutzen keinen Vorwurf machen. Man muß sich ja nicht selbst daran beteiligen.
In meinen Augen stellt sich die Situation im Moment allerdings eher so dar, daß der Großteil der Szene einem durch Zillo, Orkus etc. kolportierten Mainstream (was nicht gleichbedeutend ist mit schlecht oder schlicht) folgt, weil eben der Markt das hergibt. Die Undergroundszene hat sich gewissermaßen eine Art "Binnenmainstream" geschaffen. Und solange man daran verdienen kann, wird sich das nicht ändern.
Machen wir uns nichts vor, die Zeiten wie in den 80ern, wo man nach Infos über Gothic und Wavebands suchen mußte, weil sie schlicht von der Industrie ignoriert wurden (war das ein Ereignis, wenn die Sisters mal in einer Zeitung im Kleingedruckten erwähnt wurden...), sind doch längst vorbei. Der Underground ist längst an der Oberfläche (Oberflächlichkeit?) angekommen und erstickt damit die, die noch im Untergrund geblieben sind. Das That Spring ist dafür ein gutes Beispiel. Das kann man jetzt bedauern, beweinen, verdammen; aber so ist die Realität. Die Szene hat ihre Unschuld längst in den 90ern verloren. Zillo, Orkus, X-TraX und wie sie alle heißen, haben ihr Geld gemacht (wie gesagt, als Unternehmen völlig gerechtfertigt!).
Aber bei allem Fatalismus, der mitschwingt, habe ich gerade in diesem Jahr doch einige Erfahrungen sammeln dürfen, die mich hoffen lassen, dass es abseits von Sonic, X-TraX, Mera Luna und Matrix noch eine Szene gibt, in der ich den Geist der alten Tage (ja, nennt mich ruhig sentimental, ich bin ein alter Knochen...) wieder gespürt habe. Das Nachtweltentreffen war so eine Sache, ebenso das That Spring. Bands wie Experiment Nnord, The House Of Usher, The SlimP und andere ziehen mit Energie und unter steter Mißachtung des Mainstream (ob absichtlich oder aus Versehen bleibt ihr Geheimnis...;) ) mit Idealismus ihr Ding durch.
Es ist vielleicht Zeit für einen lebendigen Underground... wär doch mal was...

@Kate und Nnordy: jaja, damals Backstage... dabei fällt mir wieder das Video ein, muß doch mal suchen....
Move over Kate[QUOTE]jaja, damals Backstage... dabei fällt mir wieder das Video ein, muß doch mal suchen....[/QUOTE]

Stimmt, ich erinnere mich, dass jemand eine Videokamera dabei hatte - warst Du das?! Aber man sieht doch darauf nicht etwa, wie der Sänger einer Band, die ich nicht nennen möchte, seinem Unmut über seinen gecancelten Gig (weil die Mainstream-Bands wieder auftreten wollten/sollten) mit einem herzhaften Tritt in das Gemächt eines Tontechnikers Luft verschafft? Und das beim Sturz den Bühneaufgang hinab... Dann will ich es sehen. Unbedingst! :D

Aber ich muss sagen - die kurze Zeit, zwischen der "Katastrophe in der Lobby des Renaissance-Hotels", der "Wiederinbetriebnahme der Agra-Bühne durch das Volk" und "der Rückkehr des Establishments" hatte etwas elementares - Revolution und Konterrevolution. :D
Darket[QUOTE]Aber man sieht doch darauf nicht etwa, wie der Sänger einer Band, die ich nicht nennen möchte, seinem Unmut über seinen gecancelten Gig (weil die Mainstream-Bands wieder auftreten wollten/sollten) mit einem herzhaften Tritt in das Gemächt eines Tontechnikers Luft verschafft? Und das beim Sturz den Bühneaufgang hinab... Dann will ich es sehen. Unbedingst![/QUOTE]
Äh ganz unabhängig davon wer da beteiligt war: Ich auch! :D
Die lustigsten Homevideos der Gothic-Szene part 1 :p
Goat93Solstice:

[QUOTE]Ich kann keiner Band vorwerfen, sie würden sich dem Kommerz unterwerfen, wenn sie davon leben müssen[/QUOTE]
Müßen sie denn unbedingt davon Leben?
Es gibt genügend die nicht von der Musik leben müssen...

Aber wichtiger noch, muß man deswegen denn alles
wegwerfen?
Viele Bands haben ihre Aussagen, Werte usw usf. über Bord
geworfen, sich Musikalisch und Inhaltlich ~weiterentwickelt~
und begonnen, ihre Vergangenheit als schlecht und unüberlegt
darzustellen.

Warum muß sich denn so oft die Musik wie auch die Aussagen
Schlagartig ändern?

[QUOTE]ein Label investiert nicht gerade wenig in eine unbekannte Band, wenn es Studio. Pressung und Promo bezahlen muß.[/QUOTE]
Kommt auf das Label an. Ich kenne einige Labels, die
diese Ausgaben oder zumindest den größeren Teil erstmal der
Band unterschieben...

Pressung sowie Promo sind zudem Saubillig...

[QUOTE]noch eine Szene gibt, in der ich den Geist der alten Tage (ja, nennt mich ruhig sentimental, ich bin ein alter Knochen...) wieder gespürt habe[/QUOTE]
Diese Szene(n) gibt es, sogar massig.
Allerdings sind selbst diese von der Preispolitik eingeholt.
Solstice@Move Over Kate: Nee, ich glaube, das ist nicht mit drauf, aber ich kann mich gut daran erinnern, da waren wir gerade auf der Bühne...:D

@Goat93: Ich habe nicht gesagt, dass ich es billige, wenn die Bands, die von ihrer Musik leben müssen, plötzlich ihre Orientierung an den Mainstream als Sinneswandel in musikalischer Hinsicht verkaufen. Ich habe eher Respekt vor denen, die sich offen dazu bekennen, dass sie so mehr Geld verdienen. Das ist wenigstens ehrlich. Ich muß mir die CD dann ja nicht selber kaufen...
Kurzum: ich billige es jedem zu, mit Musik viel Geld zu verdienen, wenn sich genug Leute finden, die das Zeug kaufen. Aber dann bitte sich auch klar zum Geschäftsgebahren bekennen und nicht so tun, als ob einem das irgendwie unangenehm wäre. Das ist Heuchlerei.
DarketIch behaupte, dass das Geldverdienen mit der Musik nicht bedeutet, dass die Musik schlechter wird, nur ist die Gefahr recht hoch.
Ich komme nochmal auf die eingangs erwähnten Schandmaul zurück. Auf der Tour vor anderthalb Jahren bedankten diese sich nach dem Konzert bei den Fans für ihre Unterstützung und dafür, dass sie bewirkt hätten, dass ihr damals neues Album Platz 13 der Media Control charts erreichte. Im selben Atemzug verkündeten sie, dass sie dennoch (trotz Nachfrage!) nicht beabsichtigten "irgendwelche dümmlichen Musikvideos" zu drehen. Das Publikum quittierte diese Aussage mit tosendem Applaus, hatte es doch schon einige ZEit zuvor am Beispiel In Extremo (gleiche Zielgruppe) schon bemerkt, dass die Gefahr recht groß ist, dass ab diesem Zeitpunkt nur noch Müll dabei rumkommt.
Dennoch ist derartiges nicht zu verallgemeinern, auch wenn es in den letzten Jahren manch eine in schwarzen Kreisen recht populäre Band getroffen hat (bei Nightwish mal angefangen). Von daher kann ich die Sorge von Fans durchaus nachvollziehen, dass eine Band zu groß wird, weniger wegen irgendwelcher lächerlichen Undergroundgelüste, sondern einfach, weil das Risiko groß ist, dass die Qualität leidet.
Goat93solstice:

[QUOTE]ich billige es jedem zu, mit Musik viel Geld zu verdienen, wenn sich genug Leute finden, die das Zeug kaufen. Aber dann bitte sich auch klar zum Geschäftsgebahren bekennen und nicht so tun, als ob einem das irgendwie unangenehm wäre. Das ist Heuchlerei.[/QUOTE]
An sich geb ich dir recht, aber die Frage dabei ist auch
muß man denn unbedingt von der Musik leben?

Es ist sicherlich Traum vielzahliger Musiker von der Musik
leben zu können, aber ich finde schon, das dieses davon Leben
bei sehr vielen die Qualität sehr vermindert.

Wenn ich mir z.B Jack or Jive oder Ataraxia anschaue, die
es beide schon sehr lange gibt, dort erkenne ich z.B keinerlei
Qualitätsminderung obwohl sie lange existieren (Ataraxia
seit 1985 oder so) und es nicht gerade unkommerzielle
Vertriebe (Cold Meat bei Ataraxia) oder Anleihen am Pop
(Jack or Jive - light) gibt.

Mir sind die Verkaufszahlen in dem Sinne egal, solange die
Musiker auch eine Aussage haben und nicht zu reinen
Berufsmusikern geworden sind, die Musik machen wie andere
Maurern oder Klempnern

Johnny Cash konnte z.B Klasse Musik fabrizieren obwohl
er "oben" war, Nick Cave ebenso und die leb(t) en von der
Musik...


Hmm, irgendwie Darkets Aussage in anderen Worten... 0o
Kappabani@ Move over Kate
Wegen dem Zoll: Oki, das kann passieren. Hab ich auch schon gehabt - zum Glück ist mein Zuständiges Zollamt nur 30Km weg.
Bei regulären Bestellungen über eine Firma ist oft der Zoll drin. Ein freund von mir hat mal DVD Mad Max aus Amiland geordert - gibts auch hier in Germany ungekürzt - aber hat der Zoll einkassiert und eingestampft weil - darf man ja nicht - keiner weis warum. :mad:

Wegen GEMA
Ja, sorry, manchmal würfel ich die zusammen aber irgendwann ist die Sache auch so unübersichtlich geworden das alles doppelt und dreifach einkassiert wird. GVL kassiert ja sogar bei CD Playern eine Gebühr ein oder wars die GEMA? Einer von denen. Ich warte ja auch darauf das GEMA u./o. GVL endlich ihre Anliegen durchkriegen auf CD-Rohlinge eine Gebühr zu nehmen.
Goat93[QUOTE]Ein freund von mir hat mal DVD Mad Max aus Amiland geordert - gibts auch hier in Germany ungekürzt - aber hat der Zoll einkassiert und eingestampft weil - darf man ja nicht - keiner weis warum. [/QUOTE]

Ganz einfach zu erklären, ganz schwierig zu verstehen :D

Amerika hat RC 1, sprich regionalcode 1
Alle DVD'S in Ammiland haben diesen Schutz drüber und nur
DVD-Spieler mit diesem Regionalcode können die
abspielen.

Deutschland hat Regionalcode 2, Japan auch aber eine
andere 2 :D

es gibt insgesamt 10 Regionalcodes, 0-9

0 ist Code-Frei, läuft überall z.B die meisten Pornos *gg
(ich sach ja immer, Sex ist Völkerverständigung :D)

Diese Codes sind eine rein Rechtliche Angelegenheit, damit
jedes Gebiet seine eigenen Filme, Preise und Filmrechte
ordnen kann.
So sind z.B viele Ami-Filme ungeschnittener wie die Europäischen
da die Richtlinien dort eben andere siend wie z.B hier FSK

Wenn man die DVD's nicht als Import markiert, darf man die
hier nich einführen. Ist Rechtlich verboten.

Die meisten DVD-Spieler kann man z.B nur 5 mal umstellen,
danach behält er den letzten Code drin (durft mir
deswegen nen neues DVD-Laufwerk kaufen -___-)

überflüssig und Schwachsinnig, aber man kommt
da nicht gegen an ...

Eventuell mal bei Xjuggler schauen, da bekommt man eigentlich
sehr gut Filme, die man länger sucht =)

[QUOTE]GVL kassiert ja sogar bei CD Playern eine Gebühr ein oder wars die GEMA?[/QUOTE]
Die GEMA kann keine Gebühren für DVD-Player kassieren, da
sich die GEMA rein um die Musik kümmert. Zudem ist die GEMA
ein Schutz FÜR die Musiker, zur erhaltung deren Rechte.
Sprich, die GEMA sorgt dafür, das die Musiker auch ihr Geld für
das spielen ihrer Musik bekommen. Ohne die GEMA könnte
jeder einfach die Musik kopieren und als seine eigene
Verkaufen oder billige Bootlegs machen und diese verkaufen.

Zum angesprochenen Fall:
Die Gema schützt nur die bei ihnen Registrierten Lieder vor
Weiterverbreitung.
Das heißt im Einzelfall:
1. Jede Musik, die nicht bei der Gema angemeldet ist, wird nicht
nachgeprüft.
2. Wenn jemand Gema-Relevante Musik verbreitet, muß er an
den Künstler Abgaben machen.
Kappabani@ Goat93
Wegen der Mad Max DVD: mit dem R Code hat das nix zu tun, sowohl er als auch ich haben von Haus aus R-Code freie Player - nix mit begrezter Umschaltung. Einer der Gründe weswegen ich keine Player hole bei denen man über Fernbedienung freischalten kann, da ist das öfter so das die nur begrenzt umschaltbar sind.
Media Markt z.B. hat einen Deal der ihnen Untersagt Code frei Player zu verkaufen - nur mal so wegen Kartell und Industrie.
Der Grund weswegen der Zoll Mad Max einkassiert hat ist das der auf dem Index steht und Index Filme darf man sich als Privatperson nicht schicken lassen - nur im Laden kaufen. Ist totaler Quatsch aber ist eben so.

Zur GEMA:
Das stimmt so nicht ganz.
Zitat: "Ohne die GEMA könnte jeder einfach die Musik kopieren und als seine eigene Verkaufen oder billige Bootlegs machen und diese verkaufen."

Das ist völliger Humbug!!!!!
Als Urheber einer Sache wohnen dir sämtliche Verwertungsrechte inne die es gibte, verstößt jemand dagegen gibts Schadensersatz.
Die einfachste und vor jedem Gericht der Welt anerkannte Methode seine Musik zu schützen ist vom Master (CD/Tape ect.) eine Kopie zu machen diese in einen Umschlag stopfen, zur Post gehen, die klebe Linie stempeln lassen und fertig. Kein Anwalt, keine GEMA kein gar nichts - aber 100% geschützte Musik!
Die GEMA hat einzig und allein den Vorteil eine riesige und allgegenwärtige Organisation zu sein - Schützen tut die gar nichts. Lies mal die GEMA Statuten, da steht extra drin das die Anmeldung bei der GEMA keine Gewährleistung dafür gibt das man vor Gericht einen Prozess gewinnt wegen Urheber ect. Rechten und das die GEMA auch keine Prozesse führt oder sonst wie für die Rechte der Musiker einsteht. Die GEMA macht nur eine einzige Sache: Sie kassiert Geld! Mehr nicht. Sie kassiert nur Geld.
Die GEMA prüft ja nicht mal ob einer wirklich der Urheber eines Musikstückes ist oder nicht, weil die das nicht interessiert.
Man siehe zum Beispiel Dead Kennedy's: Yellow Biafra war der einzige der sich bei der GEMA entsprechenden Stelle in Amiland angemeldet hat - ergo hat auch NUR ER Geld gekriegt. Seine Kollegen haben keinen Cent gesehen und die Firma scheist drauf ob die mitkomponiert haben oder nicht. Und so ist es auch bei der GEMA. Nix mit Rechtsschutz!
Die GEMA ist ein Dienstleister mehr nicht.
Die Rechte eines Musikers sind IMMER geschützt - dafür brauch man keine GEMA - und wer gegen diese Rechte verstößt wird zur Kasse gebeten. Ob man das privat macht oder die GEMA regelt das für einen spielt überhaupt keine Rolle - das ist lediglich eine Frage der Dimension. Und davon ab sollte man sich mal den Verteilungsschlüssel der GEMA ansehen - wie ich schon erwähnte.
Goat93Kappabani

[QUOTE]Wegen der Mad Max DVD: mit dem R Code hat das nix zu tun, sowohl er als auch ich haben von Haus aus R-Code freie Player - nix mit begrezter Umschaltung[/QUOTE]
Doch, es geht dabei um das Rechtliche, nicht was dein Player
kann ;)

[QUOTE]Der Grund weswegen der Zoll Mad Max einkassiert hat ist das der auf dem Index steht und Index Filme darf man sich als Privatperson nicht schicken lassen [/QUOTE]
Sorry, DAS ist Quatsch

Du kannst dir auch Index Filme senden lassen, mußt nur
sichergehen, das der Empfänger auhc das entsprechende
Alter hat, also über 18 ist
Xjugger hat dafür diesen Paketversand, der NUR über
Einschreiben funktioniert, also du mußt deinen Perso
vorzeigen...
Dadurch darfst du auch Indizierte oder Pornos versenden.

[QUOTE]Als Urheber einer Sache wohnen dir sämtliche Verwertungsrechte inne die es gibte, verstößt jemand dagegen gibts Schadensersatz.
Die einfachste und vor jedem Gericht der Welt anerkannte Methode seine Musik zu schützen ist vom Master (CD/Tape ect.) eine Kopie zu machen diese in einen Umschlag stopfen, zur Post gehen, die klebe Linie stempeln lassen und fertig. Kein Anwalt, keine GEMA kein gar nichts - aber 100% geschützte Musik!
.[/QUOTE]
Sorry ich versteh da nur Bahnhof o0
Wenn du deine Musik dichtklebst wird sie wohl kaum
verbreitet.
Und als Urheber..juhuuu jez rate mal wo du Urheber wirst...

[QUOTE]Yellow Biafra war der einzige der sich bei der GEMA entsprechenden Stelle in Amiland angemeldet hat - ergo hat auch NUR ER Geld gekriegt[/QUOTE]
Jello nicht Geb ^^
Naja, wie soll die Gema Leute ausbezahlen, die da nicht
angemeldet sind?

[QUOTE]Seine Kollegen haben keinen Cent gesehen und die Firma scheist drauf ob die mitkomponiert haben oder nicht. Und so ist es auch bei der GEMA. Nix mit Rechtsschutz![/QUOTE]
Nenn mir bitte jetzt EINE Versicherung die Rechtschutz
für NICHT-Mitglieder gewährt?

[QUOTE]Die Rechte eines Musikers sind IMMER geschützt - dafür brauch man keine GEMA - und wer gegen diese Rechte verstößt wird zur Kasse gebeten[/QUOTE]
Wie und wodurch?

Fall: Ich hab ein Projekt und hab Musik komponiert...
Brenn mir das auf CD, nenn mich zufällig Sisters of Mercy
Wie kann ich jetzt meine Musikohne der GEMA schützen?

[QUOTE]Ob man das privat macht oder die GEMA regelt das für einen spielt überhaupt keine Rolle [/QUOTE]
Doch, spielt eine Große Rolle sogar, da du irgendwie
einen beleg und irgendwelche Argumente vor Gericht
haben mußt, das du wirklich Recht hast...

Übrigends war es z.B noch vor 15 Jahren erlaubt, Liveaufnahmen
zu pressen und wild zu verkaufen, frag mal bei den
Dödelhaien nach ;)

Alles in allem kümmert sich die GEMA um die bei ihr angemeldete
Musik, mehr nicht.
Sie kann sich wohl kaum um Rechtslagebn von verstrittenen
Musikern kümmern, die sich selbst nirgends angemeldet haben,
noch kann sie solche ausbezahlen.
SolsticeNochmal zur Klarstellung:
Die GEMA hat nicht die Aufgabe, Urheberrechte sicherzustellen. Das Urheberrecht ist ein bundesweites Recht, das in dem Moment in Kraft tritt, in dem jemand einen Song (oder ein anderes geistiges Eigentum) schafft. Nur muß man es im Falle eines Plagiats eben durchsetzen können. Hierfür eignet sich, irgendwie einen Nachweis zu erbringen, dass man den Song (ich bleib jetzt mal dabei) zu genau diesem Zeitpunkt erschaffen hat (z.B. mit dem datierten Umschlag und einer Kopie (!) drin). Der Rest ist dann Sache der Rechtsanwälte (und immer noch nicht der GEMA).
Die GEMA hat die Aufgabe, den verwaltungstechnischen Akt der Tantiemeneintreibung zu übernehmen (und zwar nur für Mitglieder!). Da die Mitgliedschaft in der GEMA Geld kostet und der völlig träge Verwaltungsapparat dieses Bürokratiemonsters extrem langsam und nur bei größeren Summen reagiert, macht es für kleinere Bands keinen Sinn, der GEMA beizutreten. Man zahlt nur drauf. Für die "Großen" ist die GEMA eine feste Einnahmequelle, da der Verteilungsschlüssel nicht linear erfolgt, sondern die Anteile der Tantiemen mit zunehmenden Verkaufszahlen und Berühmtheitsgrad erhöht werden. Kurzum: es bleibt für die "Kleinen" noch weniger im Topf.

Also: Die GEMA hat nicht die Aufgabe, das Urheberrecht zu sichern. Das steht jedem zu. Sie ist auch keine Anwaltskanzlei bei Urheberrechtsfragen. Sie ist nur ein Verwaltungsapparat zur Verteilung der Tantiemen.
Goat93[QUOTE]Das Urheberrecht ist ein bundesweites Recht, das in dem Moment in Kraft tritt, in dem jemand einen Song (oder ein anderes geistiges Eigentum) schafft[/QUOTE]
Eben nicht.
Sobald man es registrieren läßt ist es Urheberrechtlich
geschützt, vorher eben nicht.
Wie gesagt, eine Zeit lang durfte man frei Live-Bootlegs
veröffentlichen, diese Dinger hat wohl jeder schonmal
gesehen. War aber rechtlich einwandfrei.
Zudem gibt es viele Produkte mit Gema und Urheberrechtlich
freie Musik, steht dort sogar extra drauf ;)

[QUOTE] Hierfür eignet sich, irgendwie einen Nachweis zu erbringen, dass man den Song (ich bleib jetzt mal dabei) zu genau diesem Zeitpunkt erschaffen hat (z.B. mit dem datierten Umschlag und einer Kopie (!) drin).[/QUOTE]
Hilft dir leider auch nicht wirklich weiter, wenn sich der andere
dass schon Urheberrechtlich hat sichern lassen...

[QUOTE]Die GEMA hat nicht die Aufgabe, das Urheberrecht zu sichern. Das steht jedem zu. Sie ist auch keine Anwaltskanzlei bei Urheberrechtsfragen[/QUOTE]
Wer ist dann dafür Verantwortlich?
SolsticeIch bleibe dabei. Das Urheberrecht hängt nicht von irgendeiner Registrierung ab. Definitiv! Und Live-Bootlegs waren selbst in den 70ern schon verboten (was allerdings vom jeweiligen Land abhängt, das mag früher im Ausland anders gewesen sein!).
GEMA-freie Musik sagt lediglich aus, dass der Urheber auf seine Tantiemen verzichtet. Auf ein Urheberrecht kann man nicht verzichten. Man kann aber auf die Ausübung desselben verzichten.

Ich habe diese Diskussion mit einem Fachanwalt für Musikrecht wegen unserer Band geführt. Glaub mir, das ist schon wirklich so.

Und verantwortlich für die Sicherung des Urheberrechts ist jeder selbst (bzw. ein eingeschalteter Anwalt oder ein Musikverlag). Die GEMA wird juristisch aktiv, wenn es um das Eintreiben der Gelder für urheberrechtlich geschützte Werke (so nennen die die Tantiemenpflichtigkeit) geht. Hier geht´s aber wirklich nur ums Geld!
SolsticeDer Musikverlag hat die Aufgabe, die GEMA-Einnahmen einzutreiben und wendet hierfür durchaus auch rechtliche Mittel an. Dafür bekommt er einen Teil der Tantiemen. Der Urheber muß sich also nicht mehr um die Kommunikation mit der GEMA oder evtl. Urheberrechtsverstöße kümmern, sondern überläßt das dem Musikverlag.
deathrock1334[QUOTE][i]Original geschrieben von Solstice [/i]
[B] Und Live-Bootlegs waren selbst in den 70ern schon verboten (was allerdings vom jeweiligen Land abhängt, das mag früher im Ausland anders gewesen sein!). [/B][/QUOTE]

es gab aber auch immer schon 'halboffizielle' (d.h. von den bands geduldete oder sogar unterstützte) live - bootlegs, zum beispiel 'the sisters of mercy - floorshow' , 'kirlian camera - elysian fields' oder 'ikon - black radio'
Goat93Also ersteinmal, es war eine Zeitlang vollkommen legal
Liveaufnahmen zu verkaufen, wurde auch voll ausgenutzt.
Übrigends in Deutschland...

Wie ist es denn z.B wenn das Label die Urheberrechte hat
Wie ist denn dann sowas möglich?
NnordySoweit ich weiß gibt es Verträge in denen Bands die Rechte (auch die Urheberrechte) an ihr Label abtreten können. Falls das wirklich geht, finde ich das allerdings vom Label sehr unseriös...
Wir sind auch nicht in der GEMA, weil es eben viel zu teuer ist. Es hätte uns für unsere CD um die 500 Euro gekostet, und, wie Solstice schon sagte, als kleine Band bringt Dir die GEMA nix, da Deine Musik eben viel zu wenig gespielt wird.
belladonna@Nnordy

So ganz verkehrt ist das mit der Gema aber auch als kleine Band nicht. Charitona war ja nun auch nicht gerde ein großes Licht, aber wir haben schon einiges an Geld eingenommen, weil ab und zu eben doch mal ein Song im (Internet)-radio gespielt wird. Ich wunder mich da selbst immer drüber, daß wir da tatsächlich was bekommen. Ich dachte auch immer die Gema kostet bloß. Also ich würde es an eurer Stelle machen. Vielleicht legt ihr alle zusammen. 500 Euro müßten doch irgendwie zusammenzukriegen sein? Naja, ich kenn das Geldproblem selbst zur Genüge und kann euch gut verstehen. Wir haben das damals mit einer Bandkasse gelöst auf die monatlich jedes Bandmitglied einen bestimmten Betrag überwiesen hat und im Laufe der Zeit läppert das sich.
Nnordy@belladonna: Zusammen mit der CD wären das 1400 Euro gewesen, die wir allesamt nicht haben. Ich bin Studentin und habe für mich selbst im Monat gerade mal 100 €, mein Mann ist Krankenpfleger und kommt im Monat auf 0 (wer mal in der Pflege gearbeitet hat dürfte wissen wie mies das bezahlt wird), und Marcus ist zwar Neurologe, aber gerade im Moment durch die doppelte Haushaltsführung (Auslandsaufenthalt in Australien) muß er sogar Instrumente verkaufen weil es sonst nicht reicht. Nee, also mit im Monat mal eben zusätzlich 50 € rüberwachsen lassen oder so ist nicht. Zumal wir ja schon allein dadurch Kosten haben daß wir jedesmal ges. 600 km ins Studio und zurück fahren müssen, das Live-Equipment hat einiges an Kohle gekostet... DAs ist ja eben das Problem - alles kostet Geld, und die GEMA ist halt schon ein ziemlicher Batzen, und ich bezweifle halt ehrlich gesagt ob uns das zum jetzigen Zeitpunkt was bringen würde. Irgendwann vielleicht, aber jetzt sicher nicht.
Naja, vielleicht gewinnen wir ja mal im Lotto, dann können wir uns auch die GEMA leisten.

@instroemen: Ich würde sagen, es handelt sich dabei um 'Verwertungsrechte', d.h. er darf höchstwahrscheinlich - wenn er denn möchte - Beatles-Songs covern ohne Höchstsummen dafür abdrücken zu müssen?
belladonna@Nnordy

Ja, das ist natürlich eine ganz andere Lage bei euch. Da habt ihr es echt nicht leicht und diesem Fall kommt es bei einer Gema-Anmeldung nicht wirklich zu einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Songs zu covern kostest doch nix. Nach meinem persönlichen neuesten Stand ist es so, daß man einen Song, so denn man ihn orignalgetreu (was Melodie und Text angeht - es muß nicht zwangsläufig identisch instrumentiert sein) covern möchte, bei der Gema lizensieren lassen kann. Da gibt es ein Formular, daß man sich auf deren Homepage runterladen und ausfüllen kann. Kosten soll einen der ganze Spaß nichts. So wurde es mir jedenfalls gesagt. (Will nämlich auch was covern;) ) Aber bestimmt gibt es da auch wieder Sonderfälle - keine Ahnung. Da steigt ein Normalsterblicher auch kaum noch durch. :rolleyes: Fakt ist, wenn die nicht mehr an dir verdienen würden, als du an ihnen, würden sie wohl kaum so einen Verein gegründet haben.:D
h3artl3ss[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Sorry, DAS ist Quatsch

Du kannst dir auch Index Filme senden lassen, mußt nur
sichergehen, das der Empfänger auhc das entsprechende
Alter hat, also über 18 ist
Xjugger hat dafür diesen Paketversand, der NUR über
Einschreiben funktioniert, also du mußt deinen Perso
vorzeigen...
Dadurch darfst du auch Indizierte oder Pornos versenden.[/B][/QUOTE]


Es ist tatsächlich so, dass die Sicherstellung der DVD nicht mit dem Regionalcode zusammenhängt, sondern mit der Tatsache, dass der Film indiziert ist. Der Regionalcode ist wichtig, wenn es um den Verkauf [i]in[/i] Deutschland geht. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen (Filme erscheinen in den USA früher als in Deutschland etc.) dürfen Code-1-DVDs innerhalb Deutschlands nur unter bestimmten Voraussetzungen verkauft werden. Als Privatperson kannst du dir aber Code-1-DVDs aus den USA zusenden lassen, bis du schwarz wirst. So lang du keinen Handel damit treiben willst, sondern die Scheiben eben nur für den Privatgebrauch haben willst, kann dir keiner aus der Tatsache, dass die DVDs eben den Regionalcode 1 haben, einen Strick drehen.

Sollte sich jedoch jemand eine indizierte DVD aus dem Ausland bestellen - egal, welchen Regionalcode sie besitzt - ist der deutsche Zoll berechtigt, diese DVD einzubehalten und zu vernichten. Geregelt ist dies im § 15 (1) Nr. 5 des Jugendschutzgesetzes, der besagt, dass Trägermedien, die indiziert sind, nicht im Wege des Versandhandels eingeführt werden dürfen. Wie du, Goat93, bereits richtig ausgeführt hast, ist es zulässig, indiziertes Material unter bestimmten Voraussetzungen (eigenhändige Übergabe an die volljährige Person etc.) innerhalb Deutschlands zu versenden. Deswegen funktioniert der Marktplatz Xjuggler auch. Versand aus dem Ausland ist jedoch eine ganz andere Sache.
SolsticeZu Michael Jackson: ein Urheberrecht kann man nicht verkaufen. Das Recht zur Verwertung hingegen schon.
Zu den Coverversionen: Man darf auch ohne explizites Einverständnis des Urhebers Songs covern (wie es Tanzbands ja tun) und live darbieten. Nur muß dann eben der Veranstalter an die GEMA zahlen (wie auch bei jeder Discoveranstaltung). Coverversionen auf CD veröffentlichen darf man auch, wenn man nichts verändert und an die GEMA gezahlt wird. Verändert man aber den Song in erheblichem Maße (wieviel das ist, ist juristisch zu ermitteln), so muß der Urheber um Erlaubnis gefragt werden. Der sog. "Bearbeiter" bekommt dann ein Zwölftel der GEMA-Einnahmen für den Song. Im Indie-Bereich wird aber gecovert ohne Ende und kaum einer hält es nach, weil der Streitwert zu gering ist. Würde aber eine nicht vom Urheber lizensierte Coverversion plötzlich zum Hit werden, dann gehen bei der GEMA (und sicher auch beim Urheber) ganz schnell die Alarmlampen an.
Kappabani@ Goat93
Ich versuchs nochmal....
Wie Solstice schon sagte, das URHEBERRECHT ist ein physikalisches Gesetzt. Du kommponierst eine Melodie und bist automatisch der URHEBER dieser Melodie!!!!!!! Daraus folgt das dir als URHEBER verschiedene ANDERE Rechte innewohnen - das sind die mit denen du Geld verdienst.
VERWERTUNGS/NUTZUNGSRECHTE
Das URHEBERRECHT ist absolut unverkäuflich - da kannst nicht ändern oder verkaufen das du eine Melodie geschrieben hast, physikalische tatsachen lassen sich nicht verkaufen - da könntest du auch eine Vaterschaft verkaufen!!!!!!!! Totaler Bullshit. Du hast es gemacht oder nicht - basta! Du kannst aber die Rechte verkaufen mit dieser Melodie Geld zu verdienen, die VERWERTUNGS/NUTZUNGSRECHTE.
Was Bootlegs betrifft ist das immer noch eine zweischneidige Sache, ähnlich wie mit der Panoramafreiheit bei Photos - da man nicht direkt die Musik aufnimmt sondern eben einfach in die leere Luft ein Mikrofon hält und da wirds rechtlich eben komisch.
Sobald du eine Melodie geschrieben hast ist diese Rechtlich durch das URHEBERRECHT geschützt. Wie du gegebennenfalls vor Gericht beweist das du der Urheber bist ist ein absolut ANDERES Problem - dafür gibt es die Methode mit der Post die ich schon beschrieb.
Bei Streitfällen wird dann noch ein Fachmann zugezogen der Prüft in wie weit z.B. eine Melodie geklaut wurde - Musikfachpupsies.
So ist es und nicht anders!
Das die Theorie nicht immer Konform geht mit der Praxis ist auch ein anderes Problem. Praktisch verstößt die Musikindustrie gegen das Kartellgesetzt und so mancher Plattenvertrag ist Verfassungswiedrieg aber der Gesetzeslücke sei dank kommt die große Industrie natürlich damit durch. :mad:

Ich muß ja auch ein bischen lachen da ich diesen ganzen Humbug schon mal in einem Threath erzählt habe der geschlossen wurde mit der Begründung: Nicht mehr aktuell bzw. alles gesagt. :rolleyes:
Der Threat hies irgendwie "Musikindustrie-Mafia-Bykott" oder so.
Move over KateEin Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung... :D

§ 1 UrhG:

Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes.

§ 2 UrhG

1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
2. Werke der Musik;
3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;
5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

(2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.

§ 31 UrhG regelt darüber hinaus, dass der Urheber Dritten ein Nutzungsrecht am Werk einräumen kann - und hier kommt das Label ins Spiel, bzw. die Gema, welche die Nutzung tatsächlich abwickelt.

Von daher haben Solstice und Kappabani vollkommen Recht. Das "geistige Eigentum" besteht losgelöst von irgendwelchen Gema- oder GVL-Mitgliedschaften - nur bekommt eben ein Nichtmitglied keinen Penny der Tantiemen, wenn seine Songs von dritten gecovert oder sonstwie ausgeschlachtet werden. Das Nichtmitglied kann sich allerdings jederzeit zur Wehr setzen, wenn ein anderer behauptet, Urheber des Werkes zu sein.

Übrigens gab es Anfang der Neunziger den Fall, dass Tankard (damals eine angesagte Metal-Band) den Spermbirds-Song "Try Again" gecovert und bekannt gemacht haben. Die Spermbirds waren aber kein Gema-Mitglied und guckten finanziell in die Röhre... Das Urheberrecht an sich stand bei dem Fall aber NIE zur Debatte.
Kappabani@ instroemen
Wegen Micheal Jackson und den Beatles: Jop, der Jacksen hat die Verwertungs/Nutzungsrecht - also die die das Geld bringen und die man verkaufen kann bzw. wird sowas teils schon in Plattenverträgen geregelt: die band kriegt ein Festgehalt und das Label behält die N/V-Rechte.

Sehr schöner Fall von Rechten auch gerade bei "Scheiße sucht den SuperscheißeStar". Da hat eine Firme das rumgekreische einer Teilnehmerin als Klingelton rausgebracht - da das rumgekreische aber Urherrechtlich geschützt ist und das Mädel nichts unterschreiben hat nachdem sie ihr dort produziertes geitiges Eigentum abgetrit muß die Firma jetzt an sie blechen und ich glaube sie kassiert ganz gut.

Dieser Fall führt mich zu
@ Move over Kate.
Auch wenn du nicht irgendwo Mitglied bist kriegst du Geld wenn einer Songs von dir Covert oder irgendwie verwertet. Wenn die Spermbirds kein Geld gesehen haben haben sie was falsch gemacht oder das Gericht hat gesagt: "Naja, das der Song Geld bringt ist nicht euer Verdienst." keine Ahnung.
Aber ich geh davon aus das die was falsch gemacht haben.
Wenn jetzt einer einen Song von mir covert kann ich ihm das entweder Untersagen sonst muß er Konventionalstrafe zahlen oder ich kassier eine Gebühr von ihm - das wäre rechtlich die Lage.
Ist aber bei so kleinen Lichtern wie mir immer schwer durchzusetzen weil die Gerichte oft einfach kein Bock haben sich um so kleine Sachen zu kümmern! Ist leider so. Oder der entsprechende Anwalt sagt gleich: "Ach, ne das lohnt sich nicht. da kann ich ja gar nicht richtig abkassieren weil der Streitwert so klein ist!" Betrüblich aber die Realität!
Goat93[QUOTE]Es ist tatsächlich so, dass die Sicherstellung der DVD nicht mit dem Regionalcode zusammenhängt, sondern mit der Tatsache, dass der Film indiziert ist.[/QUOTE]
Das würde bedeuten, ich hatte nur Glück?

Move over Kate,Kappabani, Solstice: Danke :)
Kappabani@ Goat93
Kein Problem, dafür gibt es ja solche Foren. :)

Wegen der DVD: wenn du eine auf dem Index dir hast schicken lassen und die wurde nicht eingesackt ohne das der Versender voher eine Kopie vom Ausweis von dir bekommen hat - dann hattest du tatsächlich Glück.
Der Zoll kann hald nicht jedes Päckchen kontrollieren. :D
majiik[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Äh ganz unabhängig davon wer da beteiligt war: Ich auch! :D
Die lustigsten Homevideos der Gothic-Szene part 1 :p [/B][/QUOTE]

he leute um was gehts denn bei euch ? :eek: sagt mir mal was da los war :p
DarketUm das sogenannte Chaos-WGT von 2000.
majiikChaos WGT 00 ? mehr mehr mehr :D
DarketFrag die Genossen MoK, Solstice und Nnordy, die waren mittendrin statt nur dabei (und nichtmal das war ich mit meinen läppischen 16 damals ;) )
majiikna denn :D

wer mich aufklaeren will, nur zu..
Goat93WGT 2000 wurde Halb abgesagt kittendrin und Laut Presse sind
die beiden Hauptverantwortlichen mit ne Menge Geld verloren gegangen,
viele Bands konnten gar nicht spielen, viele wollten nicht spielen, Gage gab es
kaum oder gar nicht, viel Chaos und hätte eigentlich das aus des WGT bedeutet.

Allgemeine, Nicht-näher-drauf-eingegangene Übersicht :D
majiikmuss ja ne wahre Enttaeuschung gewesen sein.. :rolleyes:
Move over KateIch erzähls mal aus meiner Sicht:

Beim WGT 2000 war der Veranstalter plötzlich zahlungsunfähig - es war auch wirklich überdimensioniert. Als wir nach durchgefeierter Nacht morgens in die Lobby des Renaiscance-Hotels kamen, wo auch das Produktionsbüro war, hieß es, das die Security wegen nicht beglichener Rechnungen abgezogen sei. In der Folge haben dann die P.A.-Verleiher ihre unbewachten Systeme abgebaut, so dass von den ganzen angekündigten Bühnen (Völkerschlachtdenkmal, Agra, Werk II, Moritzbastei...) nur noch die Agra über eine funktionsfähige Anlage verfügte. Dort sammelte sich eine Art Notstandsorganisation aus Teilen der Veranstalter und der mehr oder weniger kleinen Bands - die waren zum Teil ohnehin nur für die Übernachtungs- und Spritkosten angereist. Die haben sich gesagt: "Wenn wir hier sind, spielen wir auch für die Leute". So kam es, dass The Escape, Fallen Apart oder Lore of Asmoday in der proppenvollen Agra aufgetreten sind. Irgendwann haben sich dann die "großen" Acts auch bereit erklärt, aufzutreten. Warum das so war - keine Ahnung. Vielleicht hat die Glaubwürdigkeit eine Rolle gespielt - gerade bei den Bands, die ihre Szeneverbundenheit regelmäßig rauskehren. Andere haben klar gesagt: "Wenn wir hier umsonst auftreten, ziehen uns die Veranstalter immer über den Tisch" - was auch nachzuvollziehen ist.

Na ja, und als dann die großen Bands in die Agra zogen, sind halt kleine Acts aus dem Billing geschossen worden, da plötzlich mehr spielen wollten, als zeitlich zu bewältigen war. Was die kleinen Acts erzürnte, die als erste die Sache wieder ins Rollen gebracht hatten. Und ein Sänger dieser kleinen Bands hat dann die Bühne betreten und wollte über das Mikro seinem Unmut Luft machen. Der Mischer hat ihn weggezogen und die Rampe runtergeschubbst. Im Rückwärtsfallen hat ihm der Sänger dann im Gegenzug heftigst in die Kronjuwelen getreten - weshalb der Techniker röchelnd auf der Bühne zusammen sackte. Eigentlich hatte er es nicht verdient - wahrscheinlich ist er nämlich genauso auf seinen Unkosten sitzen geblieben wie die Bands, die dann noch auftraten...

Ein Teil der Veranstalter hat übrigens später die Herbstnächte aufgezogen - und das waren für mich immer die schönsten Open-Airs der Saison...

Solstice und Nnordy - bitte ergänzen, wenn ich Details vergessen habe.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]WGT 2000 wurde Halb abgesagt kittendrin und Laut Presse sind
die beiden Hauptverantwortlichen mit ne Menge Geld verloren gegangen,
viele Bands konnten gar nicht spielen, viele wollten nicht spielen, Gage gab es
kaum oder gar nicht, viel Chaos und hätte eigentlich das aus des WGT bedeutet.

Allgemeine, Nicht-näher-drauf-eingegangene Übersicht :D [/B][/QUOTE]
Es hat das Ende bedeutete. Die Veranstaltung wird seitdem nämlich von Profis (Festspielgesellschaft Mitteldeutschland m.b.H) gemanagt, denen der Inhalt relativ egal ist, solage sich die Karten verkaufen.
majiikfuer mich klingt das mehr oder weniger nach einem lustigen Erlebniss :D
Move over Kate[QUOTE]Es hat das Ende bedeutete. Die Veranstaltung wird seitdem nämlich von Profis (Festspielgesellschaft Mitteldeutschland m.b.H) gemanagt, denen der Inhalt relativ egal ist, solage sich die Karten verkaufen.[/QUOTE]

Na ja - der Herr Brunner, der bis 2000 der Hauptorganisator war (hatte übrigens schon mit dem Extratours-Festival Mitte der 1990er auf der Burg Querfurt eine Bruchlandung hingelegt) war in jedem Fall ein absoluter und liebenswerter Idealist - zulasten der betriebswirtschaftlichen Abgebrühtheit. Dafür haben (hatten? nach dem versauten Zillo?) die "großen" Organisationen wie Scorpio oder Contour (steckt hinter dem WGT nicht In Move?) immer die Möglichkeit, ein defizitäres Festival durchzustehen und im Zweifelsfall z. B. ein Reggae-Event "gegenzurechnen"...

Das Zillo hat sich übrigens auch extrem verändert. Nach dem Tode des Gründers Easy Ettler hat das Zillo-Festival gigantische Dimensionen angenommen - und aus nem Underground-Mag mit billigem Layout wurde ein Hochglanz-Magazin, das mit einem kurzfristigen Abstecher in den Alternative-Markt (so in Richtung Visions...) fett auf die Schnauze gefallen ist...
Goat93[QUOTE]denen der Inhalt relativ egal ist, solage sich die Karten verkaufen.[/QUOTE]
Was sie aber anscheinend nciht davon abhält, immer wieder den kampf
mit den gruftis gegen Intelligenz aufzunehmen :D
SolsticeNun ja, viel ist diesen Ausführungen nicht hinzuzufügen. Drei Dinge möchte ich noch ergänzend nennen:

- trotz des Abbruchs des Festivals haben die Leute selbst das Heft in die Hand genommen und haben sich ihr eigenes Festival zelebriert. Wäre dieses Chaos bei einem Metal-Festival passiert - Leipzig stünde nicht mehr! Aber hier blieb alles friedlich und irgendwie liebenswert chaotisch selbstlaufend.

- Es war schon ziemlich dreist, wie sich die größeren Bands schließlich doch noch auf die Bühne gedrängt haben, nachdem alles von den "Kleinen" bereitet war. Nnordy (Lore Of Asmoday) und ich (The Escape) haben noch Glück gehabt, wir haben gespielt, bevor der Andrang der "Großen" zu stark war. Andere Bands wie House Of Usher hatten da weniger Glück. Ihr Gig wurde kurzerhand zugunsten irgendwelcher Bands wie Das Ich (die dann groß den Zusammenhalt der Szene beschworen), Tanzwut, Untoten oder Dreadful Shadows gestrichen.

- Alle auftretenden Bands hatten nur recht spärliches Licht, keine Scanner oder Moving Heads. Es hieß, die seien schon halb abgebaut und stünden nicht zur Verfügung. Nur bei den Dreadful Shadows ging plötzlich alles und die volle Lightshow war im Einsatz. Lt. dem Stage-Manager war da eine nicht unerhebliche Summe im Spiel... Gerüchte eben!
NnordyDem kann ich mich nur anschließen.
Allerdings war es mitnichten so, daß M. Brunner mit einem Haufen Kohle nach Hawai gefahren ist - er hat allerdings nicht unerhebliche Drohungen bekommen und sich deswegen einfach nicht mehr aufs Gelände getraut... Das Ganze wurde von langer Hand vorbereitet mit dem Ziel, M. Brunner aus der ganzen Sache rauszudrängen - diejenigen Mitarbeiter von damals, die mit an der Ausbootung mitgewirkt haben, sind beim heutigen Veranstalter auf verantwortungsvollen und gut bezahlten Posten, aber das nur nebenbei.

Es hatte ein wenig anarchischen Flair, das Ganze, und war wohl eines der letzten großen Ereignisse 'von der Szene für die Szene' zumindest zu Beginn. Wir kleinen Acts haben alle ohne Gage gespielt, darum gings uns ja sowieso nicht. Allerdings war es wirklich, wie Solstice auch sagte, der Hammer, wie dann die bekannten Acts zurückdrängten. Gewisse Leute einer gewissen bekannten Mittelalter-Metal-Combo haben sich im Backstage aufgeführt wie die Wurzelsau im Unterholz, andere haben gemeckert 'wer hat denn die unbekannten auf die Bühne gelassen' - Fakt ist: Hätten die Bands das nicht selber in die Hand genommen und einfach angefangen zu spielen, wäre das Festival tatsächlich zu Ende gewesen. So war es trotz der Pleite noch ein absolut tolles Ding, mit einem begeisterungsfähigen Publikum und mit einer Menge Herzblut... Seitdem ist das WGT irgendwie - nicht mehr das WGT... Schade.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Wir kleinen Acts haben alle ohne Gage gespielt...[/B][/QUOTE]

Das war auch 2005 nicht sehr viel anders...!
Die meisten kleinen Band (z.B. Desert & Fortune) spielen eher auf Spesen, anstatt auf Gage.
NnordySoweit ich weiß bekommt man vom heutigen Veranstalter genau eine Übernachtung bezahlt und einen Tag freien Eintritt auf das Gelände - aber auch nur dort, wo man selber spielt, sonst käme man ja nicht rein. Alles andere mußt Du selber löhnen. Früher hat man wenigstens noch für das komplette WGT eine Freikarte gekriegt als Musiker... Das paßt zum Titel des Threads: Geld regiert die Welt. Ich will gar nicht wissen, wie viel Kohle die 'Festspielgesellschaft' inzwischen mit dem WGT scheffelt... :rolleyes:
Goat93[QUOTE]Wäre dieses Chaos bei einem Metal-Festival passiert - Leipzig stünde nicht mehr![/QUOTE]

Ach wad, die Zeiten sich lange vorbei..die Metaller gehen auch liep brav nach
Hause wenn nen Konzi ausfällt...
SolsticeIch habe zuletzt 2004 auf dem WGT gespielt (als Gastkeyboarder bei Neon Dream). Bands bekommen die eine Übernachtung und das Backstagebändchen für die jeweilige Bühne des jeweiligen Tages (das gilt für alle Bands). Außerdem ein "normales" Gästebändchen, d.h. der Eintritt für den Rest des WGT ist immer noch umsonst.
KappabaniIch weis gar nicht was ich habt.
Für mich war WGT immer Chaos, da hat noch nie was wirklich geklapt, ich sag bloß Gardinenkordeln! :D
In ganz Leipzig gabs keine Gardinenkordeln mehr und sämtliche Grufties rannten mit den lächerlichsten Bändern am Handgelenk rum.
2000 war allerdings das Woodstock der Grufties - ich stand eines Morgens auf und die Nazi-Security war weg - ooooooohhhhh.
Meine Erfahrung sagt auch das da was mit den Banken nicht stimmte denn solche Geschichten zahlt man nicht aus dem Portemonnaie und vielleicht hat da auch jemand ein Gespräch geführt mit entsprechenden Bänkern - wie Nnordy schon sagte.
Da mir die Konzerte eh nicht wichtig sind und ich wegen der Menschen hinfahre, hat mich das auch nicht weiter getroffen. Als Alternative hab ich eben die Klampfe ausgepackt und selbst Konzert gegeben.
Dieses Jahr wäre mein 10 WGT gewesen, '99 war ich nicht da, aber ich konnte mich nicht motivieren bei dem Kirmis mitzumachen - ich sattel wohl um auf's [URL=http://www.that-spring.de]That Spring[/URL] in Magdeburg das sowohl Underground ist als auch die alte Idee des WGT wieder aufnimmt! :p
Goat93[QUOTE]die Nazi-Security [/QUOTE]

Auch richtig fesch mit Hakenkreuz Armbinden und Reitstiefeln?
Kappabani@ Goat93
Naa, aber mit Nazi-Oi Mucke am Auto.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur