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  Forum: Tonwerk
    Thema: mit der musik vermittelte inhalte
logic_systemwas auch ich mich seit langem frage, ist, wie die in form von texten, booklet-gestaltung und gesamtkonzept vermittelten inhalte tatsächlich beim publikum augenommen und reflektiert werden.
bzw. wie geht ihr ganz persönlich mit der musik um?

vor urzeiten hatte ich mal einen entsprechenden thread zum song "you may start" von klangstabil, der die tanzflächen füllte, ohne dass jemand wirklich den inhalt des ganzen verinnerlicht hat. man mag ja vielleicht behaupten, dass man in den club "eh nur zum tanzen geht"

- ok, aber dieses phänomen ist an sich auch symptomatisch für den verfall der (wie auch immer gearteten, in x-tausend facetten aufgesplitterten) "subkultur" zu einer "club szene" und auch die nicht-behandlung von vermittelten inhalten in foren wie diesen zeigt doch, wie oberflächlich musik als auch kunst aufgenommen wird. von verinnerlichung bzw. tieferer ausseinandersetzung kann in den meisten fällen nicht die rede sein, meist noch nichtmal von irgendeiner art des "sich mit etwas befassen".

auf einem (sehr geilen) festival in erlangen den vergangenen samstag mit militia, ordo rosarius equilibrio und genevieve pasquier wurde das problem auch von den künstlern im backstage angeschnitten, was mich rein interessehalber auch veranlasst hat diesen thread in die gegend zu müllen :D

andy

ps: bitte keine "ich höre die und die band weil die ist ja sooooo tiefgründig", das wäre total an der egtl. frage vorbei! ;)
Goat93instroemen:

An sich ist es egal, was für eine Musikalische Plattform man
für die Inhalte nimt...es gibt tiefgründigen Dancefloor oder
Pop genauso wie belanglosen Industrial oder Neofolk...


Also meine Sicht:

Kommt wirklich darauf an, inweiweit mich die Band bzw. das
Thema interessiert...
G.O oder Grey Wolves nehm ich schon gern auseinander, bei
der X. Black Metal Band schau ich nichteinmal mehr die Texte an.

Wie gehe ich aber damit um...hmmm...

Ich hör die Musik und setz diese mit den beigefügten Material
(Booklet, Handzettel usw usf) nebeneinander, dann mal getrennt
voneinander um damit mal eine Veränderung des Auffassens
zu bekommen...

Aber wirklich nur noch bei bands, bei denen ich denke, das es
sich lohnt...

Dadurch werd ich zwar eigentlich den Bands nicht gerecht,
andererseits brauch ich mir die Mühe auch bei vielen Bands
auch nicht mehr machen, da da wirklich nix ist, was man
nachschauen könnte -,-
sadogoatGrade mit den Texten von Ordo Rosarius Equilibrio hab ich mich in letzter Zeit intensiver auseinandergesetzt. Die sind mal echt interpretationswürdig, besonders da ich nicht sehr viel über die Band weiss.
Ist natürlich schwer zu erkennen wer in nem Club zu was tanzt, ob der sich auch grade Gedanken über das Lied macht oder einfach nur abgeht...ich denke mal bei den meisten wird letzteres der Fall sein.

Also ich setz mich gerne mit Liedern und deren Texten auseinander, allerdings meist nur nachdem ich interessante Textstellen innerhalb des Liedes gehört habe, sehe ich ihn mir im Booklet intensiver an...immer hat man für sowas ja auch keine Zeit.Manchmal jedoch abends wenn ich nicht müde werde, nehm ich mir eine meiner Lieblings-CDs zur hand und lese im Booklet bzw genieße die Aufmachung, während ich noch einige Titel höre.

Ich höre nicht allzuoft Electro aber wenn Beispielsweise Renascence von PP kommt und ich mal dazu tanzen sollte (passiert nicht oft), ergreift mich das immer wieder.
Ist doch schade wenn man ein LIed gut findet und keine Ahnung hat wovon eigentlich gesungen wird.
logic_systemjip, ordo haben sehr interessante texte, vor allem die songs von dem neuen album, die sie am samstag vorgestellt haben waren sehr eindringlich ohne dabei jedoch allzu plakativ zu wirken.
KappabaniGute Frage - wie gehe ich mit Artwork und Inhalt von Musikalben um?
Ich denke in erster Linie ist mir originalität wichtig. 08/15 Artwork und wenn es noch so gut ist fndet bei mir keine große Beachtung - siehe Manowar.
Es ist angenehm wenn die hübschen, bunten Bilder gut gemacht sind, wie eben die von Ken Kelly der für Manowar pinselt aber das wars auch.
Immer spannend sind Cover von Voivod oder Foetus die definitiv ihren eigenen Stil haben.
Ob da nun viel Inhalt dahinter ist läßt sich schwer sagen. Gemessen an der sonstigen Künstlerischen Arbeit der Bands darf man davon ausgehen das auch die Bilder Inhalt transpotiren. Das gleiche gilt für Neurosis.
Da ich selber texte achte ich auch verstärkt auf Texte wobei mir nicht wichtig ist das die Texte hoch intellektuell, politisch oder sozialkritisch sind. Eine gut erzählte Geschichte ohne Moral birgt oft mehr Inhalt als hunderte von philosophischen Zeilen.
Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann sind Texte die so tun als wären sich hoch philosophisch weil etliche Fremdwörter oder andere seltsame Worte darin vorkommen oder abnervender Kitsch.
Was mich mehr fasziniert sind neue Sichtweisen.
Meine Haltung birgt also schnell die Gefahr das ich eine Band nicht mag weil mir Artwork und Texte zu abgedroschen sind.
Ein schönes Beispiel dafür sind die "Gedichte" in der Orkus in denen die verschiedenen Schreiber nicht nur alle die gleichen Worte benutzen sonder auch noch genau das gleiche sagen - langweilig!
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
[B]jip, ordo haben sehr interessante texte, vor allem die songs von dem neuen album, die sie am samstag vorgestellt haben waren sehr eindringlich ohne dabei jedoch allzu plakativ zu wirken. [/B][/QUOTE]

was wäre denn für Dich plakativ und inwiefern siehst Du einen Unterschied zu früheren Werken?
Letztlich ziehen sich die "Hauptthemen" immer wie ein roter Faden durch sein Schaffen.
Wie man damit umgeht, hängt auch immer individuell von der Person ab. Mich berühren Tomas' Texte mehr, insbesondere in Verbindung mit seiner visuellen Umsetzung, als es andere Bands versuchen. Insbesondere, was den Bereich der Erotik betrifft.
Aber Du hast ja schon lesen können, der eine findet es langweilig, der andere beschwert sich über einen vermeintlichen Soft-Porno...

Du müsstest u.U. zwischen Bands unterscheiden, die Auseinandersetzung geradezu herausfordern und jene, die eher Unterhaltungsmusik vorlegen.
FayveIch glaube wenige beschäftigen mit den Inhalten die Musik eventuell versucht zu vermitteln. Es ist ähnlich der Belletristik, Literatur die als Unterhaltung dient und mehr nicht. Auch bei Bildern allgemein beliebten Arbeiten von Illustratoren wie Royo, Produkte die der Unterhaltung dienen.
Musik ist dann ebenfalls teilweise ein Produkt das der Unterhaltung dient und gar nicht den Anspruch hat mehr zu sein.
Ebenso ist es beim Menschen, manche sind nur auf der Suche nach Unterhaltung und sind gar nicht interesiert an mehr.
Aber wenn es das eine gibt gibt es auch das andere. Es gibt genauso auch Musik und Menschen die an Inhalten interesiert sind.

Das Beschäftigen mit Inhalten wäre ähnlich der Literaturkritik.
Etwas aktives und kein passiver Konsum.
Auf passiven Konsum trifft man oft, man siehe nur den Konsum von Medien wie Fernsehen der nicht reflektiert wird.
Belgarionmir geht es zuallererst um die musik und deren sound. die aussage oder der text ist mir erstmal schnuppe, zumal ich rein akkustisch oft eh nicht direkt alles verstehe und es ein wenig bescheuert finde, wenn man dann NICHT wenigstens mitwippt, obwohl man die musik gut findet, nur weil man den eventuellen tieferen sinn des songs noch nicht kennt... :rolleyes:

wenn ich dann später das lied beseitze und mich mit ihm beschäftige, dann kann es sein, dass ich mich dann noch mehr damit identifiziere oder so. was aber ganz sichr nicht der fall sein wird: dass ich ein lied plötzlich nicht mehr gut finde, nur weil der text NICHT besonders anspruchsvoll oder aussagekräftig ist...

dass ich ein musikalisch gutes lied nur wegen der texte oder hintergründe nicht mehr gut finde müßte schon sehr krasse textliche gründe haben, die im absoluten gegensatz zu dem stehen, was ich denke, UND sofern die ernstgemeint sind. zB ein song in dem der sänger im text singt, dass er mordet und die herzen seiner opfer ißt, würde ich nicht ablehen, weil ich weiß, dass es reine fantasie und eine art musikalisches rollenspiel ist. was ich ablehen würde wären zB ausländerfeindliche texte.

aber selbst bei nem song, den ich gut finde und bei dem sich erst später rausstellt, dass es zB ein nazi-text ist, würde ich dann das lied zwar boykottieren, die musik an sich trotzdem noch schätzen. es wäre IMHO ja auch mehr als heuchlerisch, wenn man bei nem lied zB über eine liebesbeziehung sagt "sehr schöne melodie und super instrumente", und beim gleichen lied nur mit ausländerfeindlichen texten dann plötzlich meint "grausame melodie, und amatuerhafte instrumente!" :D

ach ja: und ich werde auch sicher niemals ein lied, das mich musikalisch nicht anspricht, plötzlich gut finden, nur weil der text mir aus der seele spricht. zudem höre ich auch viel txtlose musik, da is also eh nix von wegen tieferer sinn, außer der atmosphäre des tracks selber...



ich geh das ganze eh locker an, da man in 90% der fälle eh über/fehlinterpretiert, auch was das booklet angeht (oft haben die bands ja gar keinen oder kaum einfluss darauf oder lassen dem designer freie hand)
fragmentIch lasse mich sehr von meinem Gefühl bzw. meiner Intuition bei Musik leiten.
Manchmal ist es nur ein Satzfetzen, den ich zufällig aufschnappe und der mich irgendwie berührt, oder eine Melodie in einem kurzen Abschnitt des Liedes...und manchmal ist es auch das Gesamtbild eines Albums, dass mich irgendwie fesselt.
Mein persönliches Befinden spielt in diesem Moment eine große Rolle.

Ein Lied, dass mir wahrscheinlich nie wieder aus dem Kopf gehen wird ist "Afterlife" von State of the Union. Für viele wahrscheinlich nur ein weiterer Song von den vielen Weichspül-Electro-Kombos.
Aber für mich passt da alles zusammen...Text, Melodie und Gesang...ich kann nicht sagen wieso, aber das gibt mir irgendwas.

Mit unzugänglicher und sehr komplexer Musik tue ich mich oft schwer. Nicht, dass ich nicht in der Lage wäre den Inhalt zu verstehen...es ist halt so, dass in komplexen Songs viele Melodien und Elemente nebeneinander oder nacheinander laufen. Oft wird mir der Song dann einfach zu untransparent und überladen. Meißtens bleiben solche komplexen Soundgebilde in ihrer (rein musikalischen) Aussage zu verworren und unnachvollziehbar und haben irgendwie eine künstliche Wirkung auf mich.
Vemutlich versuchen entsprechende Musiker ihr ganzes Elend und ihre widersprüchlichen Empfindungen in so ein Konstrukt zu packen. Aber versucht mal alles Emotionen, die ihr in der letzten Woche so erlebt habt gleichzeitig zu nachzufühlen...das geht doch nicht.

Ich lass mir auch gern unterstellen, dass ich mich nur unterhalten lassen möchte, wenn damit gemeint ist, dass es mir gefällt, wenn ein Song mich von Anfang an mitreißt.
Zu 90% befasse ich mich erst näher mit einem Song bzw. einer Band, wenn er/sie mich musikalisch anspricht. Für mich steht das Hörerlebnis und die vermittelte Atmophäre im Vordergrund...der Text steht an zweiter Stelle.

Mal abgesehen davon, ob es mir gefällt oder nich weiß ich aber, dass Musiker mit komplexeren Liedern einiges aufm Kasten haben müssen um sowas zu machen.
Ein paar Synthielinien/Gitarrenriffs und ne Bassline mit paar Drums, die auch nach was klingen kriegt man nach (in musikalischen Dimensionen) relativ kurzer Zeit schon hin.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Ich hör die Musik und setz diese mit den beigefügten Material
(Booklet, Handzettel usw usf) nebeneinander, dann mal getrennt
voneinander um damit mal eine Veränderung des Auffassens
zu bekommen...
Aber wirklich nur noch bei bands, bei denen ich denke, das es
sich lohnt... [/QUOTE]Für mich ist in erster Linie die Musik entscheidend. Wenn die Musik uninteressant ist, interesssiert mich der Rest auch nicht.

Allerdings hat die visuelle Gestaltung der CD-Verpackung einen gewissen Einfluss darauf, in welche CDs ich überhaupt reinhöre. In diesem Zusammenhang finde ich es schade, wenn z.B. die Neuauflagen der CDs von Samsas Traum zwar "im extrem aufwändig gestalteten A5-Digibook mit geprägter Siberschrift und Glanz auf Matt und Schnick und Schnack und Tralala" erscheinen, aber trotzdem jedes davon in diesem 08/15 Einheitsdesign mit den selben langweiligen Titelbildern erscheint, während bei den Original-Ausgaben jedes Album seinen ganz eigenen Charakter hatte (ganz abgesehen davon, dass die A5-Dinger unnötig viel Platz wegnehmen und nicht an die Stelle in der CD-Sammlung passen, wo sie eigentlich hingehören).
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von Kappabani [/i]
[B]
Meine Haltung birgt also schnell die Gefahr das ich eine Band nicht mag weil mir Artwork und Texte zu abgedroschen sind.
Ein schönes Beispiel dafür sind die "Gedichte" in der Orkus in denen die verschiedenen Schreiber nicht nur alle die gleichen Worte benutzen sonder auch noch genau das gleiche sagen - langweilig! [/B][/QUOTE] naja, wenn die sich halt ale eing sind, was willst du dann machen...? o_O ;)


im ernst: würdest du ein lied dann wirklich schlechter finden, wenn du es zB in nem club oder im radio hörst und dann besorgst und dir dann textaussage und artwork zu 0815 sind...? bei mir wäe es nur so: ich würd's dann evtl. besser finden, aber sicher nicht schlechter... ;)
NeurasthenioAus meiner Sicht ist Musik zuerst einmal eine Sache des Klangs, weil er die Gefühlsebene anspricht. Der anspruchsvollste Text in einem schlecht klingenden Lied bringt nichts, sollte dann vielleicht eher als Gedicht abgedruckt werden. Umgekehrt lassen sich auch sehr gut Lieder hören, deren Gesangssprache man nicht beherrscht. Ein emotional ansprechender Klang+Text, mit dem man etwas anfangen kann, ist natürlich ideal, aber erst einmal nicht das, was ich sofort erwarte.
Und was eine Band vermitteln kann, will (oder auch nicht) liegt m.E. immer auch sehr daran, welchen "Film" im Kopf man persönlich damit verbindet.
OdessaHöre ich Musik, unterscheide ich durchaus - dahingehend, daß ich, will ich z. B. einfach Aggression abbauen und mich müde tanzen, eine Rammstein-CD einlege oder die alten Sachen von DAF, wo es mir hauptsächlich auf den "treibenden" Rhythmus ankommt. Die Texte nehme ich natürlich wahr, aber sie sind hierbei für mich nicht im Vordergrund.

Höre ich Klassik, ist das natürlich ein anderes Empfinden, eine andere Stimmung. So etwas erschließt sich mir nur in Ruhe, im abgedunkelten Raum, und ich muss auch - zu einer Oper oder zu einem Requiem - etwas gelesen haben, über den Inhalt, über die Geschichte hierzu... dann habe ich bereits ein "Grundgerüst" vor Augen und bilde mir meine eigene Geschichte dazu, projeziere etwas hinein, was mir bei den gehörten Klängen "vor dem geistigen Auge" schwebt, oder aber ich mache dann das Gegenteil: lasse mich tragen nur von den Melodien und schalte bewußt das Denken aus, mache meinen Kopf (wieder) frei von jeglichem zuvor gelesenem Inhalt über das Werk und lasse den so entstandenen "geistigen Freiraum" dann - ähnlich eines Malers, der mit Pinselstrichen eine Leinwand füllt - füllen mit den Klängen.

Die Musik, die mich in jeder Beziehung berührt und die mir meine Medizin, mein Trost, mein Segen, meine ewige Quelle der Harmonie und Spiritualität ist, ist die Musik von Carl McCoy. Es gibt nichts, wirklich nichts auf diesem Planeten, was mich mehr erschüttern, aber auch beruhigen, was mich mehr in Ekstase, aber auch in nahezu komatösen Stillstand und Meditation versetzen kann wie seine Werke.

Und dabei ist mir das Konzept, der Inhalt, das Wichtigste. Ich kann mich damit voll identifizieren, sowohl mit der sich durch die Werke ziehenden brennend-begeisterten Thematik als auch mit den quälenden, herz-zerreissenden Melodien, die so meisterlich zu jeder Zeile, zu jedem Wort, zu jedem "gesungenen Gedanken" passen, als hätte der Himmel selbst Kleider angepaßt für seine Engel...

Dass mit den Werken von McCoy eigentlich NICHTS für die Hörer vermittelt werden soll und keine Meinungsbildung, religiös-schamanistische oder sonstige "Beeinflussung" damit erzielt werden will, sondern McCoy seine Kunst als nur für mich selbst daseiend, als Luft zum Atmen, als Ausdruck und Ausbruch seiner Seele versteht, und sich niemals danach richtete, was "gefällig, gängig, gefragt" war, sondern unberührt von anderen Musikern und ihrem Einfluß sein "Sein" in jeden Ton legte... das ist für mich etwas Heiliges. Etwas zutiefst Intimes und Persönliches, woran ich aber in Form von Klängen, Worten, Variationen der Atemtechnik beim Singen (die wenigsten Sänger sind sich bewußt, wie sich ein Wort verändert, wenn sie nur etwas anders atmen "dabei") und auch anhand der mitgelieferten Bilder (booklet) teilhaben darf. Die von McCoy selbst gezeichnet oder fotografiert wurden und die sich in ihrem Symbolgehalt (Schmetterlinge, Schleier, gewisse Zahlen, Blickrichtungen von Objekten etc.) auch jedem anders erschliessen, die aber trotzdem "allumfassend" verstanden werden können und die eine Einheit mit dem Inhalt des jeweiligen Werkes bilden...

Ich erlebe also diese Musik mit und in jeder Faser meines Körpers, meiner Seele, meines Geistes... und das eigentlich nur dadurch, daß dieser Zauberer absolut NICHTS vorgibt, nichts erklärt, sondern einfach nur sich selbst "anbietet", wie ein Buch, in dem man lesen darf...

ich hoffe ich habe das Thema nicht verfehlt...manchmal kann ich all diese Emotionen einfach nicht richtig in "kalte" Worte fassen...

Gruss am Morgen,
o.
Tizianordo rosarius equilibrio würde ich jetzt nicht gerade als Projekt bezeichnen wollen, wo der Text mit Inhaltstiefe sehr im Vordergrund steht.

Eine Band, wo man sich unbedingt mit den Texten befassen muss ist Current 93. Die Alben sind sehr textlastig, sinnbildlich und oft mit schwarzem Humor versehen.
medievalklaus[QUOTE][i]Original geschrieben von Tizian [/i]
[B]ordo rosarius equilibrio würde ich jetzt nicht gerade als Projekt bezeichnen wollen, wo der Text mit Inhaltstiefe sehr im Vordergrund steht.

[/B][/QUOTE]

Na gut, aber musikalisch ist da ja nicht viel ...
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von Tizian [/i]
[B]ordo rosarius equilibrio würde ich jetzt nicht gerade als Projekt bezeichnen wollen, wo der Text mit Inhaltstiefe sehr im Vordergrund steht.
[/B][/QUOTE]

ich vermute, Tomas springt im Dreieck, wenn er das lesen würde.

@ logic_system
so langsam fragt sich der geneigte Leser, ob der Thread an sich Deine Backstage-Anwesenheit hervorheben sollte, anstatt dieser Diskussion beiwohnen zu wollen....
logic_system*g* ne nicht wirklich, nur hat mir die letzte woche die zeit gefehlt was halbwegs vernünftiges zu posten.

um den inhalt abschätzen zu können, muss man sich (oha logik! *g*) natürlich auch mit selbiger beschäftigen, die sich eben das zum ziel setzt, also eine "message" jenseits des "kunst um der kunst willen"-prinzips vermitteln will. dass dieses auf jedenfall ebenfalls seine daseinsberechtigung hat, steht ausser frage.

wenn ich zuhause selber musik höre, dann nehme ich das booklet etc. zur hand, lese die texte, höre die musik und lasse sie auf mich wirken. mir gehts persönlich dabei darum, dass das ganze ein gewisses konzept aufweist, textlich bzw. von den samples her nicht zu banal und abgedroschen ist, interessante (wort)bilder verwendet werden und dass das ganze obendrein mit der musik harmoniert bzw. durch die stimme des/ der sängers/sängerin glaubhaft umgesetzt wird.

ob ich eine cd (mal von der "clubtauglichkeit" einzelner stücke abgesehen) dann auch wirklich anspricht, hängt davon ab, ob das "gewisse etwas" hängen bleibt, gut "komponierte" songs mit interessanten aussagen.

ich hoffe das is halbwegs zufriedenstellend

;)

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