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  Forum: Tonwerk
    Thema: Musikvorlieben
talviHallöchen Freunde der Nacht!

Ich bin hier mal so durchs Tonwerk-Forum gegeistert um ein bissl Feldforschung zu betreiben und mal zu sehen was ihr so alles hört.
Schreibe gerade an einer Studiearbeit über Musikpräferenzen- höre zwar viel dunkle Musik,kann aber natürlich immer nur von mir sprechen und dass ist nicht wirklich effektiv..

Beim Stöbern ist mir aufgefallen, dass zwar über allerlei Musikrichtungen (nicht nur "tiefschwarz") gesprochen bzw. geschrieben wurde aber einige Richtungen fast völlig außen vor geblieben sind..Hip Hop,RnB und Rap.

Mich würde mal interessieren warum?
Liegt es an den Texten, dem Auftreten der Protagonisten oder wie auch immer?

Zudem würde mich interessieren, wie ihr Eure Musik auswählt (Begeisterung und Ablehnung).
Bekommt Ihr Impulse von Freunden, über die Medien oder orientiert ihr Euch vielleicht auch an Aussagen Eurer Lieblingsbands?

Wäre schön wenn sich ein paar trauen...:o)
Vielen Dank!
NnordyRein subjektiv und von der Warte eines Menschen aus, der seit 17 Jahren bewußt Musik hört, davon 13 Jahre fast ausschließlich Dark Wave und 'Gothic': Hip Hop, RnB und Rap geht nicht an mich. Ich finde diese Art von 'Musik', ebenso wie Techno, einfach nur absolut furchtbar - die Rhythmen, die 'Stimmen', die Texte, die ganze Komposition gibt mir nichts. Dazu das Auftreten der 'Künstler' - supercool, dicke Sonnenbrille, ein Haufen leicht bekleidete Mädchen an jedem Arm, dazu - beim Rap - oftmals Inszenierung einer 'ich bin ein armer schwarzer Mann mit einer schweren Kindheit und mußte Drogen verkaufen damit meine Familie nicht getötet wird', dazu dicke Goldketten und brennende Mülltonnen, Rolls-Royce und dicke Villa (ein so dermaßen dreister Beschiß ist echt selten, sollte man zumindest meinen, aber mitnichten im 'Musik-Biz'...), beim Hip Hop mützentragende Teenies die ja soooo cool sind und die mit Texten, deren Sinngehalt in etwa denen einer Dose entspricht, Kohle machen (wollen) - nein danke. Das ist an Peinlichkeit eigentlich fast nicht mehr zu überbieten - und dabei nehmen die sich alle sooooo ernst - als positive Ausnahme fallen mir hier, was die Texte angeht, gerade mal Eminem und die Fanta 4 ein, und auch die haben sich schon 'Ausrutscher' geleistet. RnB, so in Richtung Blues Brothers oder gute 'Big Bands', kann man drüber reden, ist ok, aber das macht ja heutzutage kaum noch einer.
Und, wie gesagt: Diese Art von Musik gibt mir nix. Ebensowenig wie Britney Spears, Christina Aguilera und wie der seichten Popsternchen alle mehr heißen mögen.

MIr sind an Musik v.a. die Texte wichtig, und daß bei dem Song Emotionen rüberkommen, d.h. keine glattgebügelten und studiotechnisch 'perfekten' Songs, sondern Authentizität - ein gutes Beispiel sind da Pink Turns Blue oder auch Joy Division. Da kommt was rüber, das ist m.E. 'echt'. Ich brauche darüber hinaus eine gewisse Melancholie in der Musik - Musik muß mich berühren können, reinziehen. Dazu brauche ich einen gewissen 'Tiefgang', den ich eben hauptsächlich nur in vielen Dark Wave und Gothic-Sachen finde. Mit 17 haben mich Bands wie Calling Dead Red Roses, Bauhaus, Siouxsie & The Banshees, Deine Lakaien, Joy Division, Anne Clark, Pink Turns Blue und sogar Goethes Erben absolut fasziniert und verzaubert - einigen davon bin ich bis heute treu geblieben, auch, wenn sich mein Musikgeschmack mit der Zeit in eine fast ausschließlich von Gitarren dominierte Richtung - Gothrock - verschoben hat (gar nicht an mich geht z.B. auch das heute 'gothmetal' genannte Zeug). Außerdem brauche ich auch noch einen Rest an 'Kunst' bei Musik, die mir gefällt - das ist wohl auch der Grund, warum ich mit Electro nicht viel anfangen kann, denn m.E. sind rein am Rechner produzierte Songs, für die der 'Produzent' nichtmal Ahnung von irgendeinem Instrument oder von Gesang haben muß (man kanns ja so lange abmixen bis es paßt, und wenn es vorher total schief war), einfach keine Musik.
Bands, deren Aussage sich in phrasendreschenden Klischees erschöpft (ja, schlagt mich, aber Blutengel und Lahm im Hotel gehören da m.E. mit dazu, ich nenne sowas gern 'Dark Schlager'), finde ich lächerlich und die Kompositionen meist nur seicht. Geht also gar nicht. Zu viel Pathos, wie ihn manche 'gothmetal-Bands' gern inszenieren, geht auch nicht (allerdings mochte ich auch Wagner nie).

Impulse? Meistens nur noch über Freunde, die irgendwas empfehlen, oder wenn ich mal irgendwo eine Rezi lese, die interessant klingt. Von 'meinen' Bands, die ich eh zum Teil schon seit über 10 Jahren höre, kaufe ich mir natürlich fast jedes Werk - dazu gehören die Lakaien, aber auch PTB, Bauhaus, die Fields und dergleichen mehr. Musikmags lese ich kaum noch, da wird z.T. auch noch der letzte Mist hochgejubelt... Von daher sind mir Empfehlungen direkter Art eigentlich am wichtigsten.

Ich hoffe, Du kannst mit meiner Antwort etwas anfangen - bei Fragen einfach melden. ;)

Gruß, Nnordy
iluminaBei uns ist das mit der Musik sehr locker.;)

Es muß uns ansprechen und sich uns "ins Ohr reinbohren" und dann kann da auch schon mal RnB, Rap oder gar HipHop mit dabei sein.*grinzzz*

Mein härtester Ohrwurm ist gerade "Ding" von Seeed - einfach suuuuupiiii!!!:D

Der Text ist so richtig aus dem Leben gegriffen, das Video einfach nur genial animiert und der Beat geht direkt ins Blut!;)

Seeed hat übrigens noch ein paar mehr Sachen, die mir und meinem Mann wirklich extreeem gut gefallen.......;)


Vor ein paar Tagen hatten wir dann "youtube" entdeckt und seit dem sind wir jetzt im "80er-Rausch"!!!*lach*

Neeeeiiin, was man da alles für Schätzchen finden kann!!! Einfach unglaublich!!!!

Pia Zadora, Cindy Lauper, Pink Floyd, The Cure (Wie endlos geil!!! "Close to me" - wo die süßen Buben alle im Schrank hocken!!!*lach* ....und was war das Schmidtchen da noch soooo jung!!!*grinzzz*), Shannon, Pointers Sisters, Phill Collins und viele, viele mehr! Wir saßen zusammen vor dem Rechner und haben "Lieder-Folter" gespielt!*lach*

Mal durfte er sich ein Lied aussuchen, dann war ich wieder dran und glaubt mir, es kamen da ganz, ganz gruselige Sachen zu Tage und wir hatten dabei ungeheuerlichen Spaß!!!!*lach*


Ooooh, und letztes WE waren wir bei "Mittelalter rockt die Burg" und haben dort einen unbeschreiblich schönen Nachmittag/Abend verbracht - ganz ohne Kinder - und haben ganz hemmungslos rumgeknuuuutscht!;)

.... wie frisch verliebte Teenies!*kicher*

O.k., Potentia Animi war nicht ganz so unser Fall, aber Saltatio Mortis, Tanzwut und vor allem Schandmaul (...oooh, wie wunderschöööön!!!! Eine Gruppe die LIVE noch tausendmal besser ist, als aus der Konserve!!! Leider auch inzwischen eine Seltenheit, denn ohne Studio & Play Back geht bei vielen wirklich nichts mehr!) waren soooooo genial und gerade bei Schandmaul sitzt jeder Ton einfach perfekt und sie verwandeln jedes Publikum in nullkommanixx zu einem brodelnden Hexenkessel!;)

Ferner denke ich, daß es bei jeder Musikrichtung "schwarze Schafe" gibt, die einfach nur lieblos ein paar Töne auf dem Rechner zusammen stoppeln und einen vollkommen sinnbefreiten Tex dazu verbocken und daruf hoffen, daß der Schrott sich trotzdem prima verkaufen läßt - und manchmal klappt es ja denn sogar auch.;)

Aber ebenso kann man auch hin und wieder kleine Schätzchen finden - sogar bei Musikrichtungen, die man sonst nicht ganz so gerne mag......;)
KaworuEs liegt am Image der Rapper, an den Texten... an der Musik an sich eher weniger...
Deswegen beschränkt sich mein HipHop-Musik-Konsum auf einige wenige Künstler... 2 um genau zu sein! ^^
MC Torch & Blumentopf...
Die Texte sind mE sehr gut, vor allem bei Torch... und auch Blumentopf haben gute und auch lustige Texte. Und das wichtigste is, die versuchen nich einen auf Gangsta zu machen.
Die Texte und das Auftreten sind ehrlich und glaubhaft.
Deswegen höre ich mir diese Art von HipHop gerne mal ab und zu an...

Zur Auswahl meiner Musik: Da werde ich zum einen durch Medien beeinflusst (Anzeigen in Musikmagazinen, Artikel in E-Zines) und zum anderen durch Empfehlungen von Freunden.
ThranduilHip Hop oder ähnliche Musik höre ich nicht, aufgrund des Auftretesns der Rapper, wie du schon gesagt hast. Außerdem halte ich die Musik für wenig geistreich, ich meine, was sind denn das für Texte? Und Musik, die so im Massengeschmack liegt höre ich auch grundsätzlich nicht.

Ich wähle meine Musik nach folgenden Kriterien aus:

- Gefällt mir die Musik?
- Welche Aussage hat die Musik?
- Welches Können (Begabung/Talent) hat der Künstler?
- Welche Einstellung hat der Künstler?
- Wer hört die Musik sonst noch? (hiermit meine ich keine einzelnen Personen, sondern Personengruppen)
- Ist die Thematik, mit der sich die Band beschäftigt interessant?
- Welche kommerziellen Ziele hat sich die Band gesetzt? (bitte nicht zu kommerziell)

Das dürfte mal das wichtigste gewesen sein...

An den Medien orientiere ich mich in keiner Weise.

Ich hoffe, dir für deine Studienarbeit geholfen zu haben und wünsche dir noch viel Erfolg!
KappabaniDas hier nicht über RnB, Hip-Hop, RAP ect. gesprochen wir, oder nicht viel, könnte daran liegen das es sich um ein "Gothic" Board handelt es also keinen Grund gibt darüber explizit zu schreiben.
Darüberhinaus will man stilistisch für sich sein.

Mir persönlich sagt 90% aller RnB ect. Sachen nicht zu weil ich darin nichts finde was mich anspricht - ich bin einfach ein anderer Mensch. Ich trage keine Goldketten, fahre teure Autos ect. dazu ist mir die Selbstdarstellung/Verherrlichung der meisten Bands zuwieder - was aber auch für einige Gothic Bands gilt, dass ist eine Mentalitätsfrage.
Musikalisch sprechen die erwähnten Musikstile einfach nicht an, da gibt es nur wenige Ausnahmen: Cypress Hill, Beasty Boys, Wu-Tang Clan, Fort Minor, Public Enemy. RnB z.B hab ich bis jetzt noch nichts gehört das ich ernst nehmen konnte das mir diese Musik mehr als aufgesetzt klingt also in meinen Ohren nicht ehrlich ist und das ist für mich die Kernkomponente bei Musik; sobald ich das Gefühl habe die Musik ist nicht mehr ehrlich sondern besteht nur aus Klischees kann man sich noch soviel bemühen - keine Chance.

Informieren tu ich mich überall. Ich hör mir Tipps von Freunden an, geh in den Laden und probier einfach CD's aus die interessant aussehen, blättern mal in einem Musikmagazin um mich davon zu überzeugen das sie immer noch keine eigene Meinung haben, ja oder hör mir an was meine Lieblingsbands so für Sachen hören - womit ich aber meistens nichts anfangen konnte. :>

Ich denke für mich sind Qualität(Melodieführung, Originalität - das meint nicht Experimentel oder ausgefallen sondern: keine 08/15 Melodien, heute werden einafch keine Melodien mehr geschrieben), Inhalt und Stimmung die wichtigsten Komponennte wobei nicht immer alle erfülllt sein müssen.
Black Crow- 87@Talvi

Lässt sich bei mir kurz und knapp ausdrücken, ich höre die Musik, die mir gefällt, dafür brauch ich keine seitenlangen Erklärungen und Fachwörter.

Musik sollte von Herzen kommen und Herzen berühren, ich stehe auf Musik, in der ich mich in den Klängen und Songtexten wiederfinde, das ist bei z.B Rap definitiv nicht der Fall und wird es auch nie sein.

Dein Nickname gefällt mir übrigens... (bin wohl auch so ein Hobby möchtergern Finne)
Black ReaperIn erster Linie höre ich natürlich das was mir gefällt und dann schaue ich natürlich nach den Vorbildern meiner "musikalischen Helden"... Die einfachste Methode, um weiter den eigenen Horizont zu erweitern, wenn auch meist nur recht langsam...
Und natürlich lasse ich mich auch von einigen Freunden überzeugen, bestimmten Bands mal eine Chance zu geben, in meine Gehörgänge zu kriechen... Kommt zwar seltener was bei rum, aber doch zeitweilig...

Was für mich gute Musik ausmacht?

Zu allererst: Dass sie in irgendeiner Weise berührt... Wenn Musik nicht beim ersten Mal ein winziges bisschen begeistert, dann ist es nichts für mich... Wobei natürlich vieles auch gewisse Zeit braucht, bis man es in voller Schönheit genießen kann, bis man es halt "durchschaut" hat...

Wichtig sind dann auch noch die Ansichten der Musiker: Satanisten, die irgendwelche Kirchen anzünden, gegen jeden Glauben wettern oder ähnliche Fanatiker können noch so gute Musik machen, von mir kriegen diese Leute kein Geld für ihre Kunst...

Mindestens genauso wichtig ist allerdings auch das musikalische Vermögen der jeweiligen Musiker/Sänger bzw. wie sehr sie es einbringen: Mir gefallen nur sehr wenige Lieder, die mit 3 Akkorden auf 8 Minuten auskommen... Da können die absoluten Pro's an den Instrumenten sein, wenn sie auf einem Niveau sind, dass ich nach einem Jahr Unterricht an diesem Instrument erlangen könnte bzw. erlangt hatte, dann ist das nix für mich... (Ein Grund, warum ich beispielsweise AC/DC für relativ langweilig halte... Ein absoluter Profi an der Gitarre und ansonsten nur Langeweile bringt mir nichts...)

Komplexität: Wenn ich ein Stück, sei es ein Lied oder ein instrumentales Machwerk, sofort durchschauen kann, ist es für mich nur wenige Tage interessant... Wenn ich jedoch Schostakowitschs Elfte höre, so voller innerer Spannung, bei der man, egal wie müde man ist, eher sterben als einschlafen würde, dann ist das für mich Musik in höchster Liga... Ein solches Werk kann in wirklich genießen, auch wenn ich danach mehr als fertig bin... Wenn die Kinnlade runterklappt, weil man fast heillos überfordert ist mit der Vielfalt und Komplexität, dann ist Musik für mich wirklich gut und spielt dann in einer absoluten Top-Liga... Was natürlich relativ selten ist... Aber diese Machwerke kann ich dann auch durchaus 3 Monate ausschließlich hören, ohne dass sie langweilig werden...

Interessante Texte sind bei mir weniger im Vordergrund (ich konzentriere mich sehr auf die "Musik im engeren Sinne"), allerdings auch noch ein Kriterium... Der hier viel zitierte Standard-Gansta-Rapper-Text ist zum einen ausgelutscht, zum anderen kann ich mich mit einer solchen Selbstdarstellung nicht identifizieren...

Ehrlichkeit und Spaß an der Sache von Seiten der Künstler ist für mich genauso noch ein wichtiges Merkmal... Ein Grund, warum ich meinetwegen Fanta 4, Seed, Eminem oder auch Blumentopf (was waren das für herrliche Spieltags-Zusammenfassungen von ihnen während der WM :D) ab und an gern höre... Nicht viel, aber ab und zu ist auch das mal erfrischend... Bei diesen Stilrichtungen ist zwar die eben schon erwähnte "Musik im engeren Sinn" wenig bis gar nicht vertreten, aber die Kreativität, diese Ehrlichkeit und die genaue Beobachtung der Umwelt lassen schon fast Kabarett anmuten... Was manchmal richtiggehend genial ist...



Weitere Stilrichtungen, die ich sehr gern höre sind noch der Folk-Bereich aus Irland/Schottland oder auch Finnland, also die eigentliche Volksmusik dieser Völker und nicht das, was hier von Herrn Hinterseer oder ähnlichen Verbrechern als solche bezeichnet wird... Darüberhinaus gefällt mir finnischer Tango noch sehr sehr gut, Jazz (vor allem der Fusion- bzw. auch Doom-Jazz-Bereich) und klassische Musik vorwiegend neueren Datums, also Brahms, Sibelius, Holst, Williams, Rachmaninoff, Schostakowitsch etc...
Auch ab und zu 12-Ton-Musik, aber doch eher weniger... Als so schön empfinde ich die Atonalität dann doch nicht...

So, damit habe ich erstmal fertig... Bei Fragen: Nur zu... :)

Gruß,

Black Reaper

P.S.:@Black Crow: Möchtegern-Finne? Schauen sie doch mal in meine Signatur... *g*

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