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  Forum: Tonwerk
    Thema: Elektro oder Handarbeit
Frozen HellIch will hier jetzt keinen Krieg anzetteln...und eine Aufzählung von Lieblingsbands interessiert mich auch nicht.

Das vorab!!!

Mich würde aus beiden Lagern mal interessieren, was euch die jeweilige Richtung gibt, beziehungsweise warum und vllt noch wann ihr euch dafür entschieden habt.

Wohl gemerkt für Elektro steht alles was aus der Dose/PC/reinem Synthesizer kommt, für Handarbeit alles was auf realen Instrumenten basiert.


Vielleicht fange ich einfach mal an.

Ich habs eher mit der Handarbeit, fängt bei Klassik an. Überwiegend höre ich allerdings Metal und zwar fast alles.
Da ich selbst verschiedene Instrumente spiele/ gespielt habe weiß ich was für eine Arbeit darin steckt.

Schön finde ich für mich persönlich dass derartige Musik meiner Meinung nach Emotionen am besten verpacken kann...das muss sich jetzt nicht mit euren Meinungen decken.

Aber ich kann am besten diese Welt für ein paar Minuten verlassen, wenn mich Bass, Gitarren und Drums in ihren Klangkosmos reißen.

Zugegeben, ich höre auch elektronische Musik.

Allerdings da nur ausgewählte Act und Projekte, als da wären Covenant, ein wenig Feindflug und Wumpscut.
AsmodyrianIch finde es recht traurig wie weit die Streitigkeiten zu unterschiedlichen Musikgeschmäckern manchmal gehen können.... ich selber habe meinen elektronischen Schwerpunkt.... gerade Wumpscut gibt mir eigentlich für fast jede Stimmung das passende Lied... und das ist aus meiner Sicht das entscheidende... das zu hören was man grad mag. Und wenn es eben wie bei dir Klassik ist. Hin und wieder greife ich auch zur "Handarbeit".

Was das emotionale angeht haben wir eine ähnliche Meinung... nur das ichs auf die Elektronische Schiene schubsen kann.
LogathoreDu-u ... hast du dir schon mal überlegt, durch wie viele digitale und analoge effeckte so ein gitarrensignal durchgeht bevor es aus deinen kopfhörern/boxen rauskommt?

Und da zu sagen, dass einem "elektronische" musik weniger gefällt find ich doch eher eigenartig (jaja, ich weis, du bist nicht der einzige der so denkt... )

Wenn ich elektronik musik mach, benütz ich auch meine gitarre ... die musik da man da hört kommt auch aus meiner gitarre raus, nur, dass ich über viel stärkere effeckts bzw. über synthesiser spiele ...


Im übrigen ist es auch absurd anzunehmen, dass in elektronikmusik keine arbeit steckt.

Gut. Ich bin jetz kein profimusiker oder so. Aber wenn ich an einer akustischen nummer aufnehme brauch ich meist weniger zeit, als wenn ich elektronische sachen mach ... trotzdem bin ich mit den akustischen sachen meist zufriedener, weil ich es schaffe damit mein ziel zu erreichen ... die welt der elektronikmusik is so groß und komplex, dass ich mich wie ein kleines kind in einer großen dunklen höle empfinde...

Im übrigen is gerade in den meist sachen die gemeinhin als "gothic" bezeichnet werden so viel an elektronik drinnen, dass es einfach lächerlich is, dass viele menschen die diese musik hören elektronikmusik kritisieren ...


najut. dass is hald was ich mir so dazu denk.

lg

FK
Belgarionich mag auch beides, aber die electro-schiene eher..

aber vom aufwand gibt es keinen unterschied, es sind einfach nur andere technische arten, seine gefühle und ideen umzusetzen.

elektro, bei dem man einfach mal eben ein paar fertige sounds zusammensetzt - und fertig - so was gibt's nicht. da steckt auch enorm viel arbeit hinter. allein das ganze abmischen und mit effekten versetzen benötigt mehr zeit als bei "handmade", selbst bei total kalter und im grunde melodieloser musik, da bei elektro eben die sounds selber oft extrem entscheident sind. bei "handmade" würde es keinen stören, wenn die gitarre exakt die gleiche ist bei 100 anderen liedern, bei electro aber fällt das dann schon sehr auf, vor allem wenn das instrument charakteristisch für den song ist.

bei electro-"liedern", also ich sag mal zB Deine Lakeien oder auch poppigeren produktionen, meinetwegen sogar AndOne (ich nenn die mal, da die wohl die meisten kennen) ist es auch viel arbeit beim soundfinden, nur dass die sich ihre lieder meistens erstmal auch ganz "normal" mit klaivier, gitarre usw. ausdenken und erst dann klänge dazunehmen und das ganze "elektronisieren". eine "handmade" würde dann halt anstatt neue sounds zu finden und alles "clubtauglich" zu perfektonieren einfach üben üben üben und beim üben auch neue kleine ideen einbringen, mal jammen - es ist halt anders

aber von der arbeit und kreativität her ist beides genau gleich gut oder schlecht: es gibt lieblose elektro-musik, aber ebensoviele lieblose "handmach"-bands...


es kann aber sein, dass die menge an schlechterer elektromusik aus deiner beobachtung her subjektiv betrachtet zunimmt, weil a) mehr und mehr davon gespielt wird und b) in der tat: die ersten schritte sind bei electro viel einfacher. man muss nicht erst das instrument 1-2 jahre lang lernen, sondern kann mit viel weniger mitteln und vor allem mit viel viel viel weniger nerviger einmischung von anderen bandmitliedern rel. schnell viele dinge mal ausprobieren und "fertige" songs erschaffen. das hört sich dann aber meist so amtuerhaft an, dass es in clubs niemals gespielt werden würde, da die ganzen sounds mit sicherheit schlecht aufeinander abgesteimmt sind (aber am PC hat es sich halt toll angehört...)

aber auf (semi)profi-niveau tut sich beides nichts in sachen aufwand, herzblut und künstlerischem anspruch. nur sind die geschmäcker halt verschieden.

und sowieso: viele "handmade"bands spielen - wenn die idee steht - einfach ihre instrumente ein, genau wie ein electromusiker seine melodieideen einspielt, und ab dann wird in beiden fällen am mischpult/PC gearbeitet, nur macht der electromusiker noch "instrumente suche", bei handmade stehen die instrumente noch fest, da geht es dann nur um abmiscscung und effekte und ggf. gesang/text ändern...


mir isses egal, wenn einer keine elektronische musik mag, ich will niemanden bekehren, nur ist die oft zu hörende erklärung "weil: nicht handgemacht" immer wieder auf neue so dämlich, das ich fast lieber lachen als weinen würde... :D


btw: viele "electro"bands spielen live auch wirklich live, üben also auch ständig als band und lassen nicht einfach den PC laufen - manche bands - sofern es die art des tracks erlaubt, treten live sogar mit "echten" instrumenten auf, teilsweise sogar zB NUR mit klavier...


an "hartem" electro mag ich einfach die soundwand, die mich dabei einnimmt das kann mir aber genauso bei einer schönen ruhigen frauenstimme in einem romatischen lied passieren. und electro-pop ist halt so ne msichung, schöne melodien in verb. mit der soundathmosphäre.
TrauerwesenIch mag beide Lager, kommt auf die Komposition, Texte usw an, komischerweise höre ich meistens entweder einige Wochen lang gitarrenmusik, dann wieder mehr Elektro/Synthie/etc, manchmal auch beides gemischt, aber ob das mit Stimmungen zu tun hat, weiss ich nicht, mir bietet beides sowohl Depri- als auch Gute-Laune-Musik. Ich denke, wenn mir Gitarre zuviel wird, kommt wieder mehr was elektronisches und umgekehrt, aber wirkliche Motive habe ich noch nicht erkannt, ausser beim Putzen, da höre ich vorzugsweise EBM, weiss auch nicht, wieso.
Move over KateIch mag beides und mach beides... ;)
Frozen Hell[QUOTE][i]Original geschrieben von Logathore [/i]
[B]Du-u ... hast du dir schon mal überlegt, durch wie viele digitale und analoge effeckte so ein gitarrensignal durchgeht bevor es aus deinen kopfhörern/boxen rauskommt?

Und da zu sagen, dass einem "elektronische" musik weniger gefällt find ich doch eher eigenartig (jaja, ich weis, du bist nicht der einzige der so denkt... )

Wenn ich elektronik musik mach, benütz ich auch meine gitarre ... die musik da man da hört kommt auch aus meiner gitarre raus, nur, dass ich über viel stärkere effeckts bzw. über synthesiser spiele ...


Im übrigen ist es auch absurd anzunehmen, dass in elektronikmusik keine arbeit steckt.

Gut. Ich bin jetz kein profimusiker oder so. Aber wenn ich an einer akustischen nummer aufnehme brauch ich meist weniger zeit, als wenn ich elektronische sachen mach ... trotzdem bin ich mit den akustischen sachen meist zufriedener, weil ich es schaffe damit mein ziel zu erreichen ... die welt der elektronikmusik is so groß und komplex, dass ich mich wie ein kleines kind in einer großen dunklen höle empfinde...

Im übrigen is gerade in den meist sachen die gemeinhin als "gothic" bezeichnet werden so viel an elektronik drinnen, dass es einfach lächerlich is, dass viele menschen die diese musik hören elektronikmusik kritisieren ...


najut. dass is hald was ich mir so dazu denk.

lg

FK [/B][/QUOTE]

Ich habe nicht gesagt dass ich a) keine Elektromusik mag, b) in E-Musik keine Arbeit drin steckt.

Und das bsp. Metal ohne Strom und Effekte nicht funktioniert ist mir auch klar.

Wenn ich von E-Musik spreche, dann meine Musik, die sich größtenteils mit Loops und Samples versorgt...keine wirklichen Instrumente in dem Sinne verwendet, außer vllt E-Drumset, Keyboards und gut is.

[SIZE=1]Ach und was das von dir angesprochene Gothic angeht....so sei dir gesagt, ich bin keiner.
Und um diverse Fragen vorweg zu nehmen, ich bin deshalb noch hier an diesem Board, weil ich mich hier mit vielen Leuten nett unterhaltne habe und das auch noch tue, warum ich mich von der Gothicszene distanziert habe kann ich gerne in einem anderen Thread beantworten.
Hier soll es um die Musik gehen.[/SIZE]

Rostige Grüße
Frozen
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von Frozen Hell [/i]
[B]
Wenn ich von E-Musik spreche, dann meine Musik, die sich größtenteils mit Loops und Samples versorgt...keine wirklichen Instrumente in dem Sinne verwendet, außer vllt E-Drumset, Keyboards und gut is.
[/B][/QUOTE] also, wenn du SOLCHE musik meinst: die find ich mist.

nur: ich kenne jetzt außer ganz billiger dancemusik und rap/hiphop produktionen eigentlich nix, das auf fertige loops zurückgreift... aber samples, das ist aber ja wohl klar, denn logischerweise kann sich ja nicht jeder zB nen echten drumcomputer leisten (und selbst die beruhen meist auf samples), oder wenn man zB einen glocken/xylophonartigen ton benutzen will kann man ja auch nicht sich direkt ein xylophon kaufen, da greift man dann logischerweise auf einen synthie zurück, der (als sample) einen xylophon/glockensound anbietet. wenn man die zeit, das geld und/oder die beziehungen hat, dann kann man natürlich auch hingehen und jemand bitten, einem das mit nem echten xylophon einzuspielen. nur seh ich da keinen besonderen sinn drin... das hört man dann später eh nicht, wenn man den sound (weil es ja electro ist) sowieso nachbearbeitet und effektiert... und wenn du ne gitarrenmelodie für die CD einmal aufnimmst und danach dann weiterbearbeitest, dann ist das ja auch nur noch ein "sample" ;)


natürlich haben viele auf ihrem PC schon fertige "standard"-rhytmen oder basslines im MIDI-format (d.h. die abfolge der noten steht fest, aber nicht der klang/sound), die sie dann im laufe der produktion passend" besetzen", also basedrum-sound aussuchen, diese bearbeiten, das gleiche mit hihat, snare usw - nur sehe ich da im kreativen ablauf keinen unterschied im vergleich zu "der schlagzeuger ruft einen seiner standardrhytmen aus seinem hirn ab, spielt diesen rhytmus von hand und sucht sich die passenden einstellungen und effekte für sein schlagzeug" - oder soll man die musik nur besser finden und höher schätzen, nur weil da ein kerl sich körperlich mehr mühe gib als der mensch vor dem PC mit seiner maus... :D


und zur emotion: wie gesagt... ich kann mit beidem so was erleben. es gibt gefühllose und unaufregende handmademusik ebenso wie elektronische... die art des musikmachens hat IMHO nichts damit zu tun, ob sie nun mehr oder weniger emotionen erzeugen oder rüberbringen kann.

beim musikMACHEN hat handmade natürlich zumindest EINEN vorteil, und zwar kann man sich natürlich nicht an nem lauen sommerabend bei ein paar bier mit seinens synhties unter einen baum setzen und drauflosspielen, mit ner gitarre aber geht das... ;)
Logathorehm. @frozen

... ich arbeite wenn ich elektronikmusik mach fast ausschließlich mit samples. Aber das sind samples, die ich mir selber mach. Wo ich ewig herumspiel bis mir irgend ein knarren gefällt oder wo ich einen ganzen tag lang mit einem mikro durch die stadt renn und ubahnen, autos vögel etc. aufnehme.

... ich benutze keine fremden samples.

... wenn dich dieser ansatz stört, dann haben wir da hald einfach getrennte meinungen. wenn nicht (was ich mal vermute) können wir uns eigentlich nur darauf einigen, dass wir schlechte musik schlecht finden.

... billige elektronikmusik verkauft sich hald leider bei den leuten die sich wenig gedanken um musik machen gut... desshalb werden wir mit ihr überflutet.

Aber pauschal eines als besser als das andere darzustellen is ziemlich absurd.

Das einzige wo ich dir recht geb, wo elektronik immer schlechter ist als echte instrumente ist dort, wo versucht wird echte instrumente zu immitieren. (z.b. samsas traum ....)

[SIZE=1][Im übrigen lehne ich alle szehnen die ein modediktat haben ab. was es leider auch im goth bereich gibt... aber ja. das is ein andres thema][/SIZE]

lg

FK
Frozen HellVersteht ihr mich alle falsch???

Ich habe bereits eingangs gesagt, dass ich hier nicht lesen, will dass man sich hier die Köpfe einschlägt, von Wegen "Wumpscut sind besser als Slayer" etc.!

Ich wollte nur wissen, welche von beiden Richtungen ihr bevorzugt und warum.
Was diese Musik jeweils für euch bedeutet.

Wer mit Wertungen anfängt kann mir gestohlen bleiben, dass war nicht beabsichtigt!

Klar soweit?
Belgarionweiß jetzt nicht, wer hier irgendwleche bands oder lager "angegriffen" hat oder so, aber mal nur auf das hören bezogen:

ich höre beides, bevorzuge aber electro, weil mir da einfach mehr produktionen gefallen. einen grund dafür kann ich nicht nennen... wahrsch. weil mir die zahlreichen soundspielereien und möglichkeiten besser gefallen als der millionste gleiche rocklied nur mit etwas anderer stimme, melodie und gitarreneffekten... mit kommt elektronische musik viel vielfältiger vor als immer und immer wieder gitarre+schlagzeug+bass und mal ne geige dazu oder so, ich find es interessanter und höre es daher auch mehr... . trotdzem kann mich auch einfach ne schöne stimme plus streicher wiederum total feseln....

naja, und beim tanzen geht ein harter electrotrack halt mehr ab als "handgemachtes", bzw. DAS handgemachte, das abgeht, ist mir zum tanzen zu blöde... mal fear factory oder slyer oder so was ist ja auch mal was nettes, aber ich versteh zB nicht die metaller, die einfach nur in die knie gehen, hände auf die knie, oberkörper leicht gebeugt und dann die haare rumschleudern und sonst 4-min nichts, rein gar nichts anderes machen... :D deswegen vergeht mir schon beim zusehen die lus, mit dazuzustellen...


wenn du aber unter electro das verstehst, was du oben nachgereicht hast, also einfach aus samples und loops zusammengesetztes, dann bevorzuge ich handgemachtes wie auch zB u.a. wumpscut, suicide commando, vnv nation... :D
Logathorehey ... alles is gut.

ich will hier keinen schädel einschlagen. auch hab ich kein einziges mal irgend eine band hervorgehoben oder eine andere schlecht gemacht.

gut, vielleicht wolltest du nicht hören, wieso ich der meinung bin, dass es absurd ist auf diese art zu differenzieren. ich höre die musik die ich für gut empfinde ohne dabei zu beachten ob das jetz elektronisch is oder nicht.

aber um konkret zu beantworten ... momentan läuft wwiii von kmfdm live grad ziemlich nonstopp bei mir am p.c. ... einfach weil ich deren mischung von elektronik und metal super geil find.

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