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  Forum: Tonwerk
    Thema: Dornenreich-Hexenwind
ThalmosDie Diskussion ist eröffnet...ich habe gemerkt es gibt zwei Meinungen dazu, entweder man liebt dieses Album abgöttisch oder man ist sehr enttäuscht davon. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. Von einer meiner absoluten Favoriten-Bands hätt ich am wenigsten mit so einem imho schlechten Album gerechnet. Ich habs mir ein paar mal durchgehört, und wo sich auf früheren Werken die Gänsehaut schon bei den ersten Tönen meldete, regt sich hier nicht mal ein Häärchen. Die Sache ist nicht, dass es überhaupt nichts mehr mit Metal zu tun hat oder zu ruhig ist, es gibt ja auch auf den anderen Alben ruhige Stücke die funktionieren. Aber von vorne bis hinten über 11min dasselbe durchzuziehen...und: ich habe nichts gegen simples Drumming, aber SO simpel, dass es einfach wie ein Drumcomputer klingt regt auf.
Mein Fazit: Würde auf diesem Album nicht Dornenreich sondern ein anderer, unbekannter Bandname prangern, man würde dieses Album auslachen. Ich bin sehr enttäuscht. Schade.
LestherHm, das klingt doch sehr unanregend ... Ich hab nur eine LP von Dornenreich ("Nicht um zu sterben"), die ich sehr gerne mag - und ich habe viel gutes über das neue Album gelesen, es allerdings noch nicht gehört. Kaufen wollte ich es mir eigentlich schon, aber deine negative Kritik macht mich jetzt ein bisschen stutzig. :( Ich werds mir auf jeden Fall vorher anhören ...
ThalmosWie gesagt, das ist nur meine Meinung. Die musikalische Entwicklung von "Nicht um zu sterben" bis "Hexenwind" ist zwar durchaus nachvollziehbar, wenn du aber nur das erste Album besitzt, wirst du dich ob der musikalischen Wandlung wahrscheinlich etwas wundern. Ist schon ein ziemlich grosser Schritt.
Lestherhabe es jetzt angehört, ich finde es ganz großartig (: Anhörn, Leute! Allerdings... Black Metal ist es in der Tat keiner mehr.
DornenfeldDornenreich ist ne großartige Band, und bisher fand ich jedes Album auf seine Art und Weise einfach genial!
Her von Welken Nächten ist imo eines der schönsten und berührendsten Alben die die Musikwelt so je hervorgebracht hat (gut meine meinung eben ;) )
Hexenwind ist eben ein recht starker Kontrast zu den anderen Alben, und ein ausschliesslich ruhiges Album.
Auch wenn ich es nicht so wahnsinnig wie die anderen finde, so ist doch allein das letzte Stück ( Zu Träumen Wecke Sich Wer Kann ) schon die CD wert...
deGraaf[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
[B]Die Diskussion ist eröffnet...ich habe gemerkt es gibt zwei Meinungen dazu, entweder man liebt dieses Album abgöttisch oder man ist sehr enttäuscht davon. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. [/B][/QUOTE]
Ja, da kann ich Dir nur zustimmen. Ich hab's auch ungehört gekauft und war dan schon ziemlich erschüttert.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
[B]Von einer meiner absoluten Favoriten-Bands hätt ich am wenigsten mit so einem imho schlechten Album gerechnet. Ich habs mir ein paar mal durchgehört, und wo sich auf früheren Werken die Gänsehaut schon bei den ersten Tönen meldete, regt sich hier nicht mal ein Häärchen.[/B][/QUOTE]
Naja, soo schlecht find ich's nun auch nicht, aber ich hatte doch ein wenig Abwechslung erwartet. Atmosphärisch ist es schon irgendwie, aber leider allzu sehr an EMPYRIUM's Album "Weiland" angelehnt.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
[B]Die Sache ist nicht, dass es überhaupt nichts mehr mit Metal zu tun hat oder zu ruhig ist, es gibt ja auch auf den anderen Alben ruhige Stücke die funktionieren.[/B][/QUOTE]
Doch, ich persönlich sehe gerade hier das Hauptproblem. Denn wenn man auf FINNTROLL's Akkustik-Album "Visor Om Slutet" eindeutig merkt, daß man es hier mit einer Metalband zu tun hat kommt da bei "Hexenwind" nichts als ein wenig Liedermacher-Feeling auf, von Rock- oder gar Metal-Strukturen keine Spur. Dadurch fehlt für mich irgendwie die Spannung. Wer das nicht braucht, für den ist es sicher eine gute Platte, ich finde jedoch, man kann es allenfalls hören während man an trüben Winternachmittagen aus dem Fenster start und depressiven Gedanken nachgeht.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
[B]Aber von vorne bis hinten über 11min dasselbe durchzuziehen...und: ich habe nichts gegen simples Drumming, aber SO simpel, dass es einfach wie ein Drumcomputer klingt regt auf.
Mein Fazit: Würde auf diesem Album nicht Dornenreich sondern ein anderer, unbekannter Bandname prangern, man würde dieses Album auslachen. Ich bin sehr enttäuscht. Schade. [/B][/QUOTE]
Jo, Zustimmung. Wie ich schon sagte, es fehlt die Abwechslung. Hab eindeutig mehr erwartet. Aber [B]die[/B] Entäuschung 2005 waren für mich trotzdem TRISTANIA.
Thalmos[QUOTE][i]Original geschrieben von deGraaf [/i]
[B]Naja, soo schlecht find ich's nun auch nicht, aber ich hatte doch ein wenig Abwechslung erwartet. Atmosphärisch ist es schon irgendwie, aber leider allzu sehr an EMPYRIUM's Album "Weiland" angelehnt.[/B][/QUOTE]
Das Album kenn ich leider nicht. Die mangelende Abwechslung soll ja gerade das sein, was Hexenwind hypnotisch wirken lässt, für mich stellt sich diese Wirkung allerdings nicht ein und ich finde es nur langweilig.

[B]Doch, ich persönlich sehe gerade hier das Hauptproblem. Denn wenn man auf FINNTROLL's Akkustik-Album "Visor Om Slutet" eindeutig merkt, daß man es hier mit einer Metalband zu tun hat kommt da bei "Hexenwind" nichts als ein wenig Liedermacher-Feeling auf, von Rock- oder gar Metal-Strukturen keine Spur. Dadurch fehlt für mich irgendwie die Spannung. Wer das nicht braucht, für den ist es sicher eine gute Platte, ich finde jedoch, man kann es allenfalls hören während man an trüben Winternachmittagen aus dem Fenster start und depressiven Gedanken nachgeht.[/B]

Mann sollte sich eben fragen, ob eine Band vom Schlage Dornenreich vielleicht schon über den Begriff Metal hinausgewachsen ist, ihn musikalisch und geistig hinter sich gelassen hat. Normale Metal-Strukturen würde man von solch einer Band sowieso am wenigsten erwarten. Nehmen wir ein Stück wie "Mein Publikum, der Augenblick" vom Vorgängeralbum. Im Prinzip ist dieses Stück nicht so weit von den drei Hauptstücken von Hexenwind entfernt, aber irgendwie alles andere als langweilig und nervig. Und ich bin mir sicher, dass sie nicht eineinhalb Jahre gebraucht haben, um diesen Song zu schreiben, dennoch man aktuell fast 5 Jahre für drei ähnliche Stücke gebraucht hat.

[B]Jo, Zustimmung. Wie ich schon sagte, es fehlt die Abwechslung. Hab eindeutig mehr erwartet. Aber [B]die[/B] Entäuschung 2005 waren für mich trotzdem TRISTANIA. [/B]
Ja, war auch nicht der Hammer, vielleicht drei Stücke gefallen mir.

Ich hab mir Hexenwind mittlerweile SEHR oft angehört, weil ich dieses Album nicht aufgeben wollte. Ausser "Zu träumen wecke sich, wer kann" vermag mich aber nichts auf dieser Scheibe zu begeistern. Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergehen wird, hoffentlich nicht erst wieder in fünf Jahren.
deGraaf[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
[B]Mann sollte sich eben fragen, ob eine Band vom Schlage Dornenreich vielleicht schon über den Begriff Metal hinausgewachsen ist, ihn musikalisch und geistig hinter sich gelassen hat. [/B][/QUOTE]
Ja, es kann natürlich sein, daß DORNENREICH sich vom Metal entfernen wollen. Nichts dagegen, es steht ja jedem Musiker frei, selbst zu entscheiden, wohin er sich entwickelt. Nur leider hab ich im Vorfeld nichts davon gehört oder gelesen. Die drei anderen Platten waren ja Metalalben, welche sich sich ziemlich voneinander unterschieden haben. Also habe ich natürlich mit Spannung wieder einer Metalplatte entgegengefiebert. Und wenn man mit dieser Erwartungshaltung da rangeht kann man natürlich nur entäuscht werden.
Hab sie jetzt ca. 10 x gehört und finde sie inzwischen auch recht gut. Aber da ich lieber Metal höre ist "Hexenwind" leider für mich nichts weiter als eine Kontrastprogramm-Platte für zwischendurch.
Lesther[QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i]
Mann sollte sich eben fragen, ob eine Band vom Schlage Dornenreich vielleicht schon über den Begriff Metal hinausgewachsen ist, ihn musikalisch und geistig hinter sich gelassen hat.[/QUOTE]
Finde ich einen großartigen Ansatz, dem ich mich voll und ganz anschließen kann. Schließlich hört niemand eine Band "des Metals wegen", sondern weil sie einem zusagt. So, wie ein Bekannter von mir gesagt hat "Dornenreich muss hart sein, deshalb hat es mich enttäuscht" - so sag ich: "Dornenreich muss mir gefallen, und das hat es auch diesmal."
Mir gefallen alle Alben die ich kenne, und mir gefällt auch das neue - anders. Ich habe nichts gegen ruhige Musik. Und warum sollte man sie auslachen, nur weil man vom Namen [I]Dornenreich[/I] etwas anderes erwartet hat?
deGraaf[QUOTE][i]Original geschrieben von Lesther [/i]
[B]Finde ich einen großartigen Ansatz, dem ich mich voll und ganz anschließen kann. Schließlich hört niemand eine Band "des Metals wegen", sondern weil sie einem zusagt. [/B][/QUOTE]
Doch, ich zum Beispiel. Oder sagen wir mal besser, DORNENREICH haben mir bisher zugesagt [B]weil[/B] sie künstlerisch anspruchsvollen Metal gemacht haben. Das ist aber aus meiner Sicht kein Freibrief, sich jetzt quer durch alle Stilrichtungen zu wursteln, immer den Gedanken im Hinterkopf, "die DORNENREICH-Fans kaufen ja eh alles von uns". Auf viele mag das ja vielleicht zutrefen, aber abseits des Metal gibt es genug interessante Bands, da braucht es DORNENREICH nicht unbedingt. Da ich ja auch andere ruhigere Sachen höre (DARGAARD, Enya, Loreena Mc. Kennit usw.) akzeptiere ich auch "Hexenwind", zu meinen bevorzugten Platten zähle ich sie aber nicht.
engelstraeneich hab hexenwind gehört bevor ich die anderen kennen lernte und fand es von anfang an echt gut. aber es stimmt schon, dass sich dornenreich sehr weit von ihren vorhergehenden werken entfernt hat. des haben sie mit durch den traum auch (meiner Meinung) erfolgreich weitergeführt.

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