| smart_hicks | So, den Beitrag gabs wahrscheinlich schon 1000 mal, aber irgendwann wiederholt sich alles einmal. Ich (eher ein Metaller als Goth) würde von euch gerne wissen, wie ihr zu Gothic Metal steht. Ist das in der Szene noch tolerierbar oder steht die "Härte" (äh) des Gothic Metals doch eher konträr zur melancholischen "Sanftheit" (nochmal äh) der gothischen Musikkultur? Meine Meinung: Ich kann mir gut vorstellen, dass auch einige aufgeschlossene Goths auf die musikalische Ausrichtung von Gothic Metal (aber auch Doom Metal) abfahren, da beiden Stilen die Melancholie innewohnt, wobei die musikalischen Mittel natürlich grundverschieden sind. My Dying Bride (Doom oder Gothic Metal? Bitte in einem eigenen Thread diskutieren:p) oder Katatonia finde ich sehr schön, aber sobald sich der Gothic Metal in Richtung Tristania bewegt, rollen sich mir die Fußnägel auf :P. Steh' halt nicht auf diesen klischeehaften Wechsel zwischen Growls und klarem, weiblichen Engelsgesang. Novembre sind auch toll - wen diese Musik interessiert, sollte diese Band unbedingt anchecken. Eure Meinung ist gefragt :)! |
| Xenomorph | Ich höre sowohl Gothic- u. Doom-, alsauch Death- und Black Metal, sowie die zahlreichen "Übergänge", die es dazwischen gibt...zu was mich das im einzelnen genau macht, weiss ich nicht...ob ich mich deswegen noch "Gothic" schimpfen darf oder nicht mehr, und es ist mir ehrlich gesagt auch ganz piepegal, da ich eine Anerkennung durch eine "Szene" (die es ohnehin nicht gibt) ungefähr so dringend benötige, wie ein Vogel die Kiemen eines Fisches...jeder soll das an Musik hören, was ihm gefällt, was seiner Gefühls- und Gedankenwelt - die sich ja auch mal ändern kann, nicht jeder ist schliesslich immer nur traurig und melancholisch - am ehesten entspricht, ungeachtet irgendwelcher von außen vorgegebener musikalischer "Kategorien"... |
| smart_hicks | Szene hin oder her - ich höre auch die Musik, die mir gefällt (was halt meist eher melancholische Musik ist), aber im Gegensatz zu Dir finde ich eine Kategorisierung ganz praktisch, da man sich somit besser über den Gegenstand Musik austauschen kann (weil die Dinge einfach besser benannt werden können). Ob man in einer Szene glücklich sein kann, bezweifele ich nicht, da dieses "WIR-Gefühl" dem "Herdentier" Mensch (weiß nicht wie ich mich anders ausdrücken soll :P) ein Gefühl der Geborgenheit gibt, daher find ich auch die Bennenung einer Szene nicht weiter schlimm. Na ja, wie dem auch sei, diese Diskussion geht leider etwas am Thema vorbei. Interessant ist Deine Meinung aber allemal. Noch weiter vom Thema ab: Wenn ich Black Metal höre, dann eher wegen des einsetzenden Katharsis-Effekts und der kalten Atmosphäre und nicht wegen der ideologischen Ausrichtung der Musik. |
| Seneca | Ich mag melodischen Metal mit Frontfrau, da ist es mir relativ egal ob es als Gothic metal vermarktet wird oder nicht. Gothic metal ist genau genomen nur das: Eine Marketingbezeichnung die nur wenig über die Machart der Musk aussagt. Aber was solls, ich höre auch Elend. Die kann keiner einordnen obwohl sie fast nur in Metal Magazinen wirklich rezensiert werden. |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ich mag melodischen Metal mit Frontfrau, da ist es mir relativ egal ob es als Gothic metal vermarktet wird oder nicht. Gothic metal ist genau genomen nur das: Eine Marketingbezeichnung die nur wenig über die Machart der Musk aussagt. Aber was solls, ich höre auch Elend. Die kann keiner einordnen obwohl sie fast nur in Metal Magazinen wirklich rezensiert werden. [/B][/QUOTE] Demnach wären auch Nightwish als Gothic Metal einzustufen: melodischer Metal mit Frontfrau. Ich weiß, dass das bereits häufig zu kontroversen Diskussionen geführt hat, daher erspar ich mir jetzt einfach mal einen Kommentar :D. Within Temptation - schon wieder so eine umstrittene Band - höre ich übrigens auch ganz gerne: Bis auf das Album "Enter" kein Gegrunze. Dafür bin ich auch dankbar, da mir das beim Debut doch eher lieblos und nach dem "Wir müssen jedes Gothic Metal-Klischee bedienen"-Motto klang. |
| Seneca | Ich dachte da jetzt auch eher an Sirenia/Tristania/Epica/Therion etc. und ähnliche...Nightwish und Within Temptation hören sich meiner meinung nach doch sehr mainstreamig an. Auf die Meinung "der Szene", das schließt meine natürlich mit ein, sollte man ohnehin nicht zu viel geben, die ist ein Blatt im Wind der Unterhaltungsbranche. |
| smart_hicks | Schon klar :)! Zu meiner Person kann ich sagen, dass sich mein Musikgeschmack sowohl aus mainstreamigen als auch unbekannteren Bands zusammensetzt, daher verwundern wohl auch meine genannten Beispiele so manchen Leser dieses Threads. Was ich von Szenen und Kategorien der Sorte "Gothic Metal" halte, habe ich bereits in die Antwort zu Xenomorphs Beitrag einfließen lassen. Wenn sich in dieser Diskussion die Gelegenheit bietet, werde ich mich auch dazu konkreter äußern. Interessanterweise hat jede Musikkategorie - ob sie nun von findigen "Managertypen" benannt wird oder nicht - immer einen Ursprung und in diesem Fall wäre es das Album "Gothic" von Paradise Lost, durch dessen Erscheinen auch die Stilistik des "Gothic Metals" geprägt wurde, was die Frage beantwortet: Wie definiert man Gothic Metal? So habe ich das zumindest bisher aufgefasst. Freue mich auf Antwort! Gruß, Hicks |
| Xenomorph | ...die Einteilung der Musik in Kategorien, Subkategorien, etc., finde ich auch bis zu dem Grad noch nachvollziehbar und nützlich, wo sie die Verständigung, den Gedanken- und Meinungsaustausch darüber erleichtert...aber sobald über ein solches Kategorisierungssystem erst eine Art Zwang, ein System der Normierung ausgeübt werden soll - geht mir das Ganze entschieden gegen den Strich...wahrscheinlich hat dieses sich festbeissen an derartigen "Normen" und festen Zuordnungen tatsächlich mit der menschlichen "Herdentier" - Natur zu tun, die immer nach irgendwelchen "Denkschemata" sucht, in das sie sich einordnen kann... ...Within Temptation sagt mir nun beispielsweise überhaupt nicht zu...lediglich das "Enter" - Album finde ich als einziges noch halbwegs zumutbar - und zwar gerade deshalb, weil es dort noch die Growls gibt, die die schwache Stimme der Sängerin zumindest noch ein wenig kaschieren...aber die späteren, wo sie dann nur noch alleine singt - sind dann wirklich nicht mein Fall...und es gibt ja auch eine ganze Reihe von Gothic Metal-Bands - Paradise Lost, Tiamat, Moonspell - die teilweise oder ganz ohne Sängerin auskommen und gar nichts mit diesen Klischees am Hut haben... Der Katharsis-Effekt beim Black Metal ist sicher ein wichtiger Punkt...Ideologie interessiert mich dabei auch nur in Einzelfällen, nämlich dort, wo sie mit meiner übereinstimmt - was aber in zumindest einem Zusammenhang - nämlich der Ablehnung des Christentums und seines moralischen Kanons, oft auch des aus dem Christentum hervorgegangenen westlichen Wertesystems insgesamt - bei den allermeisten dort ohnehin der Fall ist... |
| smart_hicks | Na gut, dann weiten wir das Thema mal temporär aus, indem ich mich zur "Szene" äußere: Ich selbst gehöre keiner Szene an (bei Metallern eh so gut wie nicht vorhanden) und kann mir deswegen nur von außen ein Bild davon machen. Kennen tu ich natürlich einige "schwarze Seelen" (klingt irgendwie kitschig, oder?). Ist zwar Off-Topic, aber egal. Eine Szene gibt alldenjenigen Kraft, die in dieser unüberschaubaren Welt aus Konsum und Wahnsinn nicht mehr durchblicken. Gleiche Interessen führten schon immer zu Gruppenbildungen, in denen sich "Eingeweihte" untereinander über die eigene Lage und die Lage anderer austauschen. Es wird also auf allen Ebenen reflektiert und auch Kritik am Wesen einer Subkultur befruchtet eher die Szene, als das sie dieser schaden würde. Man stelle sich vor, alle Gewerkschaften und gemeinnützigen Vereine würden sich auflösen: Es würde ein Chaos entstehen und die Menschen würde orientierungslos durch die Gegend wandeln. Man braucht halt Ideale und Gemeinschaften, die sich Idealen verschrieben hat, sonst würde totale Gleichgültigkeit und Isolation herrschen, was bei manchem Super-Individualisten auch in extremen Fällen zu narzißtischer Selbstüberschätzung führen würde. Was bei einer Szene oder Subkultur zu beachten wäre, ist meiner Meinung nach folgendes: Der Mensch sollte seine Individualität auch in einer Szene bewahren können und dürfen. Ich möchte fürwahr keine Gleichschaltung des Menschen unterstützen. Konformität hat auch Grenzen. Der individuelle Geschmack sollte also auch in konformen Szenen bewahrt werden dürfen, sonst hätten wir gesamtgesellschaftlich betrachtet wieder einmal den realen Sozialismus oder Faschismus. Für mich ist das Gleichgewicht zwischen Konformität (Szene) und Individualismus (Ego) entscheidend. Das sollte erstmal reichen :)! Vielleicht kommt hier ja mal was in Gang :). Gruß, Hicks |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Der Katharsis-Effekt beim Black Metal ist sicher ein wichtiger Punkt...Ideologie interessiert mich dabei auch nur in Einzelfällen, nämlich dort, wo sie mit meiner übereinstimmt - was aber in zumindest einem Zusammenhang - nämlich der Ablehnung des Christentums und seines moralischen Kanons, oft auch des aus dem Christentum hervorgegangenen westlichen Wertesystems insgesamt - bei den allermeisten dort ohnehin der Fall ist... [/B][/QUOTE] Dito, die blutige Vergangenheit und die auch heute noch in der christlich geprägten Gesellschaft verankerte Doppelmoral werden zurecht kritisiert. Aber dieses "Wir beten den Lichtbringer an" und "ich umarme jeden Baum", weil die "raue Natur so schön fröstelig ist" geht mir dann doch zu weit. Sorry, ich wollte jetzt nicht den Black Metal verunglimpfen, aber mit manchen Sachen kann ich halt nichts anfangen. Ich hoffe zu verzeihst mir :D! Zu dem Rest schreib ich eventuell auch noch was (keine Garantie).... Gruß, Hicks |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]...Within Temptation sagt mir nun beispielsweise überhaupt nicht zu...lediglich das "Enter" - Album finde ich als einziges noch halbwegs zumutbar - und zwar gerade deshalb, weil es dort noch die Growls gibt, die die schwache Stimme der Sängerin zumindest noch ein wenig kaschieren...aber die späteren, wo sie dann nur noch alleine singt - sind dann wirklich nicht mein Fall...und es gibt ja auch eine ganze Reihe von Gothic Metal-Bands - Paradise Lost, Tiamat, Moonspell - die teilweise oder ganz ohne Sängerin auskommen und gar nichts mit diesen Klischees am Hut haben...[/B][/QUOTE] Na ja, kurz noch zu Within Temptation. Auf den Alben klingt ihr "Goldkehlchen" zwar etwas dünn aber immer noch sehr wohlklingend, aber ich weiß was Du meinst: Live ist sie wirklich eine Katastrophe - ich durfte es selbst erleben. Meide also immer ein WT-Konzert. Dort laufen eh so viele Chaoten rum, aber Within Temptation haben es seit "Mother Earth" auch so gewollt. Man erinnere sich noch an deren alte Homepage: Bitte kauft unsere CD's und votet nur wo ihr könnt für uns, damit wir in die Charts kommen. Künstlerischen Anspruch darf man Within Temptation also keinesfalls zuschreiben, aber die Mucke höre ich halt trotzdem gerne. Ich hör' halt nicht nur solche anspruchsvollen (böse Zungen behaupten auch "prätentiöse") Bands wie beispielsweise Opeth. Bei mir ist es halt so'n Mischmasch. Gruß, Hicks |
| vengeance | Opeth ist toll :-) Zum Gothic Metal: Leider ist vieles, was als Gothic Metal verkauft wird, eben keiner. Für mich ist Gothic Metal eine Art Zusammenspiel von Metal, Doom und Gothic. Dazu gehört: Absolut düstere Grundstimmung, eventuell düster-romantisch. Nicht so langsam wie Doom, nicht dauerhaft so brutal und rasant wie Thrash oder Speed Metal. Bands wie Xandria, WT odeR Nightwish sind einfach kein Gothic Metal, weil immer einer dieser Faktoren fehlt. Meistens sind sie viel zu fröhlich, oder es fehlt einfach der Metal-Anteil. Leider hat da auch eine meiner Lieblingsband Tristania stark nachgelassen - Gerade das letzte Release hat so gut wie gar keinen Metal-Anteil mehr. Paradise Lost haben sich da ähnlich entwickelt. Im Moment ist der Sektor eigtl tot - Ideenlosigkeit auf der einen Seite, zugemüllt durch "sogenannte" Bands. Es ist eben nicht jede Band mit Frontfrau Gothic Metal. Daher finde ich ich die Atmosphäre, die ich suche, auch mehr bei den genialen Opeth oder im Doom - Bereich. (Da wäre z.b. Draconian zu nennen, die schwanken etwas zwischen Gothic Metal und Doom, sind aber mitsamt ihrer Frontfrau sehr genial) vengeance |
| Kakyuu | ich persönlich hör gern Tristania, die man ja schon eher in die Sparte einordnen könnte. Mir ist das allerdings egal. Gute Musik kann für mich in jeder Sparte zu Hause sein, solange ich sie gut finde ist der Rest egal. An sich bin ich allerdings eher nicht so der Metalhörer (Haggard sind die absolute ausnahme) Hat aber damit zu tun dass mir einfach die Sachen nicht gefallen wenn sie zu unmelodisch werden (solange sie mit richtigen Instrumenten gemacht sind) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i] [B]Dito, die blutige Vergangenheit und die auch heute noch in der christlich geprägten Gesellschaft verankerte Doppelmoral werden zurecht kritisiert. Aber dieses "Wir beten den Lichtbringer an" und "ich umarme jeden Baum", weil die "raue Natur so schön fröstelig ist" geht mir dann doch zu weit. Sorry, ich wollte jetzt nicht den Black Metal verunglimpfen, aber mit manchen Sachen kann ich halt nichts anfangen. Ich hoffe zu verzeihst mir :D! Zu dem Rest schreib ich eventuell auch noch was (keine Garantie).... Gruß, Hicks [/B][/QUOTE] Keine Sorge, mir darf man alles sagen, ich nehme selbst scharfe Kritik - im Gegensatz zu den meisten Anhängern der monotheistischen Religionen - nicht übel...;) ...aber ich vermute, du liegst mit deiner Definition von "Satanismus" dann doch ein wenig daneben...ich zumindest bete niemanden an - das würde ich als den - wahrscheinlich wichtigsten - Grundsatz meiner persönlichen "Ideologie" bezeichnen...und sicher hege ich eine gewisse Verehrung und Bewunderung für die vom Menschen unberührte Natur, sowie für den "rohen" un- bzw. postzivilisatorischen Menschen, der zu dieser zurückfindet...Themen und Motive, wie sie ja bereits auf vielen Albumcovern des Black Metal Ausdruck finden, und auch in der Musik selbst natürlich entsprechend thematisiert werden..bestes Beispiel dafür ist das Cover von Dissection - "Storm Of The Light's Bane" - ich weiss, ich reite ständig darauf herum, aber es ist nun mal ein Lieblingsalbum von mir schlechthin: Der personifizierte Tod mit der Sense vor dem erhabenen Panorama tiefverschneiter Wälder und Berge...nichts könnte das Lebensgefühl, das dieses Album zum Ausdruck bringt, optisch besser einfangen: Die absolut klare und reine Natur, die diesen Sensenmann, den Tod, die Naturmacht, zu den Menschen schickt, um die Welt von der Verunreinigung durch alles künstliche, zivilisatorische Machwerk zu "reinigen"... Within Temptation: Ist eben eine der Bands, an der sich die Geister scheiden...wie gesagt, auf dem ersten Album gibt es noch einige Stücke, wo die Stimme der Sängerin nicht so aufdringlich im Vordergrund steht, und auch musikalisch-stilistisch ist "Enter" noch etwas gehobener als die späteren Veröffentlichungen...das ganze klingt da noch ein wenig so wie ein Tristania/Sirenia/Therion - Mix...ab dem zweiten Album jedoch finde ich WT dann einfach nur noch grausig und zum weglaufen...:D |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]...aber ich vermute, du liegst mit deiner Definition von "Satanismus" dann doch ein wenig daneben...ich zumindest bete niemanden an - das würde ich als den - wahrscheinlich wichtigsten - Grundsatz meiner persönlichen "Ideologie" bezeichnen...und sicher hege ich eine gewisse Verehrung und Bewunderung für die vom Menschen unberührte Natur, sowie für den "rohen" un- bzw. postzivilisatorischen Menschen, der zu dieser zurückfindet...Themen und Motive, wie sie ja bereits auf vielen Albumcovern des Black Metal Ausdruck finden, und auch in der Musik selbst natürlich entsprechend thematisiert werden..bestes Beispiel dafür ist das Cover von Dissection - "Storm Of The Ligh's Bane" - ich weiss, ich reite ständig darauf herum, aber es ist nun mal ein Lieblingsalbum von mir schlechthin: Der personifizierte Tod mit der Sense vor dem erhabenen Panorama tiefverschneiter Wälder und Berge...nichts könnte das Lebensgefühl, das dieses Album zum Ausdruck bringt, optisch besser einfangen: Die absolut klare und reine Natur, die diesen Sensenmann, den Tod, die Naturmacht, zu den Menschen schickt, um die Welt von der Verunreinigung durch alles künstliche, zivilisatorische Machwerk zu "reinigen"... [/B] [/QUOTE] Black Metal ist schon eine tolle Musik, aber das Lebensgefühl und die konsequente Ablehnung zivilisatorischer Errungenschaften vor dem Hintergrund der vom Menschen zerstörten Natur, wie Du es beschreibt, bleibt mir letztendlich fremd. Oder ich hab das jetzt komplett falsch verstanden. Den Black Metal kann ich einfach nicht "fühlen" und schon gar nicht mein Leben danach ausrichten. Ich mag halt die Atmosphäre und manchmal auch schlicht die Härte. Was den Satanismus anbelangt, kann ich sagen, dass ich überhaupt keine Ahnung davon habe. Ich habe schon öfter vom "philosophischen Satanismus" gehört, der nicht die Huldigung des Teufels höchstpersönlich meint, sondern eher die hemmungslose und über allem thronende Selbstverwirklichung des Individuums. Meinst Du vielleicht eher soetwas? Was die Motive auf den Covern betrifft: Jo, das ist mir auch schon aufgefallen. Ich mag viele Bilder sogar, aber ich habe mir noch nie wirklich die Mühe diese auch zu interpretieren. Manchmal stößt man halt auch auf Motive, wie dem des Albums Attera Totus Sanctus von Dark Funeral. Wenn man sich das so anschaut kommt man schon eher auf solche wagemutigen und fehlerhaften Thesen (äh, in meinem Fall wohl eher Polemiken). Mich würde mal interessieren, welche Stellung eine Band wie Dark Funeral im Black Metal einnimmt. Gruß, Hicks |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Opeth ist toll :-) Zum Gothic Metal: Leider ist vieles, was als Gothic Metal verkauft wird, eben keiner. Für mich ist Gothic Metal eine Art Zusammenspiel von Metal, Doom und Gothic. Dazu gehört: Absolut düstere Grundstimmung, eventuell düster-romantisch. Nicht so langsam wie Doom, nicht dauerhaft so brutal und rasant wie Thrash oder Speed Metal. Bands wie Xandria, WT odeR Nightwish sind einfach kein Gothic Metal, weil immer einer dieser Faktoren fehlt. Meistens sind sie viel zu fröhlich, oder es fehlt einfach der Metal-Anteil. Leider hat da auch eine meiner Lieblingsband Tristania stark nachgelassen - Gerade das letzte Release hat so gut wie gar keinen Metal-Anteil mehr. Paradise Lost haben sich da ähnlich entwickelt. Im Moment ist der Sektor eigtl tot - Ideenlosigkeit auf der einen Seite, zugemüllt durch "sogenannte" Bands. Es ist eben nicht jede Band mit Frontfrau Gothic Metal. Daher finde ich ich die Atmosphäre, die ich suche, auch mehr bei den genialen Opeth oder im Doom - Bereich. (Da wäre z.b. Draconian zu nennen, die schwanken etwas zwischen Gothic Metal und Doom, sind aber mitsamt ihrer Frontfrau sehr genial) vengeance [/B][/QUOTE] Ja, Opeth sind eine wirkich großartige Band, dessen Veröffentlichungen fast nie schwächeln, aber ich kann mich nicht ausschließlich solcher Musik hingeben. Manchmal brauch ich etwas leicht verdauliches, quasi einen Snack für zwischendurch und da bin ich mit Within Temptation einfach gut bedient. Wie ich bereits erwähnte sind Novembre, (alte) Disillusion (obwohl ich Gloria trotzdem geil finde) oder auch Dark Suns (freu mich schon aufs neue Album) wohltuende Ausnahmen in dem gegenwärtigen Dark/Gothic/Doom/Prog- (noch was vergessen :D?) Metal-Sumpf. Von Draconian habe ich bereits gehört, doch habe ich noch kein Album von denen angecheckt. Vielleicht sollte ich das mal ändern :). |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i] [B]Ja, Opeth sind eine wirkich großartige Band, dessen Veröffentlichungen fast nie schwächeln, aber ich kann mich nicht ausschließlich solcher Musik hingeben. Manchmal brauch ich etwas leicht verdauliches, quasi einen Snack für zwischendurch und da bin ich mit Within Temptation einfach gut bedient. Wie ich bereits erwähnte sind Novembre, (alte) Disillusion (obwohl ich Gloria trotzdem geil finde) oder auch Dark Suns (freu mich schon aufs neue Album) wohltuende Ausnahmen in dem gegenwärtigen Dark/Gothic/Doom/Prog- (noch was vergessen :D?) Metal-Sumpf. Von Draconian habe ich bereits gehört, doch habe ich noch kein Album von denen angecheckt. Vielleicht sollte ich das mal ändern :). [/B][/QUOTE] ...von Draconian kann ich dir vor allem die"Arcane Rain Fell" nahelegen...das zweite, "Where Lovers Mourn" ist insgesamt ein wenig schwächer als das erste, aber auch noch weit besser als der meiste Einheitsbrei, den es heute so gibt..."The Burning Halo" kenne ich leider überhaupt noch nicht... Von Opeth kenne ich bisher nur "Blackwater Peak" und "Deliverance"...ganz interessantes Konzept, das dahintersteht, doch die Symbiose von ägyptisch/arabischer Folklore und Death Metal bei Nile gefällt mir noch ungleich besser: "Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka", "In Their Darkened Shrines", "Black Seeds Of Vengeance" und "Annihilation Of The Wicked"... "Satanismus": Ja, meine Interpretation dieses Begriffes besteht in dem Streben nach der ungehinderten Entfaltung des Individuums gegen die Regeln der "Masse", und seinem Streben nach absoluter Verwirklichung all seiner von der Natur, bzw. Evolution vorgesehenen Möglichkeiten, die dem Menschen als Einzelnem zur Verfügung stehen...ich folge dabei eher den individiualanarchistischen, atheistischen und amoralischen Konzepten, wie sie z.B. von Max Stirner ("Der Einzige und sein Eigentum"), und später dann von Nietzsche ("Wille zur Macht"), u.a. im "Zarathustra" und in "Jenseits von Gut und Böse", sowie "Der Antichrist" aufgestellt worden sind, als deren weit esoterischeren Abkömmlingen La Vey und Crowley...interessant und unbedingt zu erwähnen wäre auch noch der "Demian" von Hermann Hesse...wobei ich mich jedoch keinesfalls dogmatisch auf die dort gemachten Vorgaben eingrenzen und reduzieren lassen will, denn das hatten Stirner und Nietzsche sicherlich nicht im Sinn gehabt, dass ausgerechnet ihre Texte zu einer weiteren Art von "Bibel" reduziert werden, der Quelle einer neuen Herdentiermoral, der ebenso strikt Folge geleistet werde, wie zuvor den christlichen Dogmen und Wertvorstellungen... |
| Schwarzer Prinz | Gothic, Death, Thrash, Doom - und Blackmetal = beste Mucke, enough said. :D Und Tristania ist auch auch geil. Goa und EBM/Electro sind aber knapp dahinter in meiner "Stil - Hitliste" :cool: NP: (weils grade zum Thema passt): Paradise Lost - True Belief und danach die ollen Dreadful Shadows, deren spätere Werke ja ebenfalls metallische Klänge enthielten..:) |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]...von Draconian kann ich dir vor allem die"Arcane Rain Fell" nahelegen...das zweite, "Where Lovers Mourn" ist insgesamt ein wenig schwächer als das erste, aber auch noch weit besser als der meiste Einheitsbrei, den es heute so gibt..."The Burning Halo" kenne ich leider überhaupt noch nicht... Von Opeth kenne ich bisher nur "Blackwater Peak" und "Deliverance"...ganz interessantes Konzept, das dahintersteht, doch die Symbiose von ägyptisch/arabischer Folklore und Death Metal bei Nile gefällt mir noch ungleich besser: "Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka", "In Their Darkened Shrines", "Black Seeds Of Vengeance" und "Annihilation Of The Wicked"... "Satanismus": Ja, meine Interpretation dieses Begriffes besteht in dem Streben nach der ungehinderten Entfaltung des Individuums gegen die Regeln der "Masse", und seinem Streben nach absoluter Verwirklichung all seiner von der Natur, bzw. Evolution vorgesehenen Möglichkeiten, die dem Menschen als Einzelnem zur Verfügung stehen...ich folge dabei eher den individiualanarchistischen, atheistischen und amoralischen Konzepten, wie sie z.B. von Max Stirner ("Der Einzige und sein Eigentum"), und später dann von Nietzsche ("Wille zur Macht"), u.a. im "Zarathustra" und in "Jenseits von Gut und Böse", sowie "Der Antichrist" aufgestellt worden sind, als deren weit esoterischeren Abkömmlingen La Vey und Crowley...interessant und unbedingt zu erwähnen wäre auch noch der "Demian" von Hermann Hesse...wobei ich mich jedoch keinesfalls dogmatisch auf die dort gemachten Vorgaben eingrenzen und reduzieren lassen will, denn das hatten Stirner und Nietzsche sicherlich nicht im Sinn gehabt, dass ausgerechnet ihre Texte zu einer weiteren Art von "Bibel" reduziert werden, der Quelle einer neuen Herdentiermoral, der ebenso strikt Folge geleistet werde, wie zuvor den christlichen Dogmen und Wertvorstellungen... [/B][/QUOTE] Danke wegen dem Tipp bezüglich Draconian. Was Opeth betrifft: Die Blackwater Park ist 'ne gute Scheibe, aber wenn sich jemand nur die Deliverance anhört ohne die anderen CD's zu kennen, kann derjenige schnell einen falschen Eindruck von dem musikalischen Schaffen Opeth's bekommen (aber das trifft ja nicht auf Dich zu). Für mich ist Deliverance ganz klar das schwächste Album. Eine CD von Opeth die Dir 100%ig gefallen wird, ist das zweite Album Morningrise, welches zudem auch noch ausgezeichnet von Dan Swanö produziert wurde. Wenn ich den "Song" (äh ja) Black Rose Immortal höre und das dann mit Nile (die auch nicht schlecht sind) vergleiche, dann weiß ich sofort welcher Band ích den Vorzug gebe. Du wirst es Dir denken können :D. Und Deine Ausführungen zum Satanismus sind sehr interessant, denn ich bin immer an den Lebensentwürfen exzentrischer (soll jetzt keine Beleidigung sein) Menschen interessiert. Was mich noch interessiert, ist die Frage, wie Du Dein Leben mit den Mitmenschen gestaltest. Bist Du ein Misanthrop der den "Untermenschen" aus dem Weg geht oder sie gar verachtet oder versuchst Du Dich mit Deinem sozialen Umfeld zu arrangieren. Wäre es für Dich ein Unding wenn Du zu Gleichgesinnten Kontakt aufnehmen würdest? Bin halt neugierig :D - die Frage musst Du ja auch nicht beantworten. Gruß, Hicks |
| silversurver | gothic metal ist was für weicheier. death . melodic black metal ist echter metal:cool: |
| silversurver | [QUOTE][i]Original geschrieben von silversurver [/i] [B]gothic metal ist was für weicheier. death . melodic black metal ist echter metal:cool: [/B][/QUOTE] und na klar viking metal ist ein muss |
| medievalklaus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Siren666 [/i] [B]Ich war ne Zeit lang Gothic Metal Freeaaaak und habe alles aus der Richtung gehört. Egal ob theatralisches wie Aternitas, bombastisches wie Nightwish, doomiges wie My Dying Bride und The Sins Of Thy Beloved oder Bands wie Tristania, Paradise Lost, Lacuna Coil, Estatic Fear, How Like A Winter, Haggard... u.s.w Mittlerweile ist jedoch jede neue Band, die ich entdecke ein reiner Nightwish ODER Theatre Of Tragedy Abklatsch. Braucht man nicht wirklich. [/B][/QUOTE] Hm ... kein Abklatsch von irgendwas sind meiner Meinung - Aesma Daeva - Adastreia - To Mera - Venin Noir - Anabantha - Naamah - Moonlight - Naio Ssaion - Stream of Passion - Mortal Love - Dark Princess - Lumsk - Eilera - Echoes of Eternity und noch ein paar andere, die mir jetzt grad nicht einfallen. Das bedeutet nicht, dass die von mir gerade genannten Bands alle gut sind ... mir gefallen jeweils auch nur ein paar Songs so richtig gut ... aber jedenfalls ist es bei denen nicht der Fall, dass ich sage: 'Aha, das klingt doch wie ... ' ;) Das bedeutet auch nicht, dass das alles 'Gothic Metal' ist ... meiner Meinung ist es jeweils halt Metal mit Frauenstimme ... ansonsten mit verschiedensten Elementen (Folk, Prog, etc.) ... ich würde das meiste in 'Alternative Metal' einordnen, aber wird nicht heute jeder Metal mit Frauenstimme als Gothic Metal etikettiert und verkauft? ;) P.S. Die von Dir Genannten mag ich auch alles irgendwie, so weit ich sie kenne. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i] aber wird nicht heute jeder Metal mit Frauenstimme als Gothic Metal etikettiert und verkauft? ;) [/B][/QUOTE] Kittie und Arch Enemy aber nicht (zB)...:) |
| medievalklaus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]Kittie und Arch Enemy aber nicht (zB)...:) [/B][/QUOTE] Oh ja, wie konnte ich nur Kitte vergessen, DIE Frauen-Metal-Band schlechthin ... dagegen ist ja alles andere nur Mumpitz :p |
| DarkHeart | Mir ist es so egal, was jemand darueber denkt |
| Hiddn Rose | als My dying bride und Monnspell - Fan oute! |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hiddn Rose [/i] [B]als My dying bride und Monnspell - Fan oute! [/B][/QUOTE] Zählen beide mit zu meinen Favoriten, von Moonspell vor allem "Wolfheart", "Irreligious" und "The Butterfly Effect"...in die "Memorial" hab ich bis jetzt auch schon ein paar mal reingehört...scheint ebenfalls ganz o.k. zu sein soweit, hab sie bislang aber noch nicht... ...erwähnen sollte ich vielleicht auch noch The Gathering - "Mandylion" und "Nighttime Birds"...deren (ehemalge) Sängerin Anneke v. Giersbergen zählt für mich zu den besten überhaupt, die es im "Metal mit weiblicher Stimme" (um mal einen möglichst neutralen wie umfassenden Begriff zu wählen) bislang gegeben hat...weil sie mit den sonst "üblichen Verdächtigen", Tarja Turunen/Nightwish oder Liv Kristine/Theatre Of Tragedy auch nicht wirklich vergleichbar gewesen ist... |
| medievalklaus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] ...erwähnen sollte ich vielleicht auch noch The Gathering - "Mandylion" und "Nighttime Birds"...deren (ehemalge) Sängerin Anneke v. Giersbergen zählt für mich zu den besten überhaupt, die es im "Metal mit weiblicher Stimme" (um mal einen möglichst neutralen wie umfassenden Begriff zu wählen) bislang gegeben hat... [/B][/QUOTE] Zweifellos. Und jetzt hat sie ja das neue Bandprojekt 'Agua de Annique', allerdings ist das kein Metal mehr ... war es aber bei The Gathering zum Schluss auch nicht mehr. Und zum Gothic Metal hätte ich The Gathering zu keinem Zeitpunkt gezählt, das war für mich immer Alternative Metal, sagen wir mal mit Doom-Einflüssen, aber die kommen noch aus den Anfängen der Band, ohne weibliche Sängerin. |
| Trauerwesen | Nochmal zu Kittie: Mit Gothic (Metal) hat das doch eher weniger zu tun, oder darf ich Slipknot demnächst auf dem WGT erwarten ;)? |
| |Dunkelschön| | Im WGT Forum stehen "Amon Amarth" in der Wunschliste ganz oben ... soviel dazu :eek: |
| smart_hicks | Boa, ich freu mich schon tierisch auf das neue Album von Dark Suns. Hörproben auf [url]http://www.myspace.com/dunklesonnen[/url] und [url]http://www.prophecyproductions.de/front_content.php?idcat=257&idart=392&changelang=3&releaseid=&bid=[/url] ! Eine weitere (proggige) Gothic Metal-Empfehlung von mir wäre noch die CD "The Window Purpose" (noch mit Growl/Clean-Wechselgesang) oder "Cold Light of Monday" (fast gänzlich ohne Growls) von Wolverine (der Bandname ist natürlich unglücklich gewählt, davon darf man sich nicht abschrecken lassen). Leider ist der Gesang manchmal etwas - nun ja - schräg und das aktuelle Album "Still" kann das Niveau der Vorgänger nicht ganz halten. Gruß, Hicks |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Nochmal zu Kittie: Mit Gothic (Metal) hat das doch eher weniger zu tun, oder darf ich Slipknot demnächst auf dem WGT erwarten ;)? [/B][/QUOTE] Stimmt, ich hatte die Bands als Gegenbeweis für Klaus´ These angführt. Und Amon Amarth sind musikalisch ja net grade toll, aba das würde ja zum WGT passen :D Und der Sänger ist ein Yeti :cool: |