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  Forum: Tonwerk
    Thema: Erhöhung der GEMA Gebühren für Live-Musik-Veranstaltungen
SoulReaper696Ich leite mal weiter:


"Die Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von Tonträgern sind seit einigen Jahren massiv eingebrochen. Die GEMA bekommt das auch zu spüren und setzt nun auf den einzigen Musiksektor, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, nämlich die Live- Musik.

Die GEMA beabsichtigt ihre Gebühren um 600% zu erhöhen (KEIN WITZ – nachzulesen unter
[URL=http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,604491,00.html ).]Spiegel-Themen-Link[/URL]

Deshalb wurde eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Das Thema wird nur auf die Tagesordnung unseres Parlaments kommen, wenn bis 17. Juli 2009 - 50.000 Unterschriften zusammen kommen.

Am 14. Juni 2009 waren es knapp 3.500 Unterschriften. Sollte es nicht geschafft werden die 600% Erhöhung der GEMA Gebühren für Konzerte zu stoppen, werden weniger Clubs weniger Konzerte veranstalten wollen.
Hier der Link zur Petition: [URL=https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517]Trag dich ein![/URL]

Man muss sich registrieren, aber das geht schnell! Bitte opfert diese 3 Minuten für diese Sache."
CyberpaganSchon gemacht - hoffentlich bringt's mehr als die Petition gegen Online-Sperren... :mad:
Belgarionder unsinn an der geschichte ist ja, dass im gegensatz zu ner disco oder nem radiosender eben GERADE bei einem konzert unmittelbar der beteiligte künstler direkt profitiert - verstehe gar nicht, wieso da überhaupt gebühren fällig werden...? ^^

an sich dachte ich, die gema sei bei veranstaltunen nur dann zuständig, wenn ein ANDERER lieder eines künstlers spielt, sei es nun von vinyl/CD/festplatte abspielen oder selber als "coverversion" live spielen.

ich vermute mal, das die einnahmen dann auch an andere bands verteilt werden?


und was is mit kurzkonzerten im rahmen eines events? in nem club hier in köln sind alle 2 monate mal 1-2 bands, die bis 0h live spielen, und ab dann is "normale" clubparty angesagt... wie berechnet man das dann, wieviel % des 5€ eintritts rechnet man dem konzert zu?


naja, ich gehe an sich so gut wie nie zu konzerten, und wenn nun bei nem riesenkonzert, wo die tickets eh ab 60€ kosten, diese dann 62€ kosten, wär mir das auch wurscht, erst recht wenn dann kleinere bands davon auch was abbekämen, aber ich unterstütze die gegenaktion trotzdem.
Demon17Das Problem ist die Umverteilung. Sie knöpfen der Unterhaltungsmusik das Geld ab und stecken es in subventionierte Bereiche wie Klassik und Kirchenmusik. Für die schwarze Szene wäre das extrem beschissen, weil es sowieso schon so wenige gute Bands gibt und diese dann noch seltener werden, weil immer weniger Leute von ihrer Musik leben können.
TodessehnsuchtWobei sich die Frage stellt müssen Konzerte bei denen Künstler spielen die nix mit der Gema zu tun haben auch bezahlen weil wars nich so das man bei dem Haufen eingetragen werden muss oder so ähnlich?
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von Todessehnsucht [/i]
[B]Wobei sich die Frage stellt müssen Konzerte bei denen Künstler spielen die nix mit der Gema zu tun haben auch bezahlen weil wars nich so das man bei dem Haufen eingetragen werden muss oder so ähnlich? [/B][/QUOTE]

das is ne gute frage. ich denke mal, die gema geht halt einfach davon aus, dass da, wo öffentlich musik gespielt wird, auch GEMA-musik gespielt wird - und sei es nur EIN einziges lied. wenn nun ne kontrolle käm und KEIN GEMA-lied dabei wäre, müßten die wohl wieder abziehen, aber wenn auch nur ein nicht-gemafreies lied "gefunden" wird, muss der veranstalter gleich doppelt zahlen als "strafe"...

*edit* sind die halbwegs erfolgreichen bands, zu denen auch WEGEN der Band mehr als nur 10 männlein kämen, nicht bei der GEMA gemeldet?
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von Todessehnsucht [/i]
[B]Wobei sich die Frage stellt müssen Konzerte bei denen Künstler spielen die nix mit der Gema zu tun haben auch bezahlen weil wars nich so das man bei dem Haufen eingetragen werden muss oder so ähnlich? [/B][/QUOTE]

Nein, solange während des ganzen Abends (auch und gerade die "Umbaupausenmusik") nur Gema-freie Musik läuft. Wird ein Stück gespielt, das Gema-pflichtig ist, muss gezahlt werden.
Ardath BeyIch lach mich total kaputt!

Der GEMA-wech Wahnsinn kennt keine Grenze und immer deutlicher wird die Kartellstruktur der ganzen Sache. Wenn die so weiter machen, was zu hoffen ist, wird sich bald Vater Staat um die Sache kümmern müssen. :D

600% mehr GEMA Gebühren für Konzertveranstallter heist im Klartext mehr Geld für die Karte = angepisste Gäste = weniger verkaufte Karten = weniger Kultur weil nur noch Superstars = mehr GEMA frei Künstler weil keiner mehr Bock auf die Mafia-GEMA-Scheiße hat.

Für Konzerte gilt: eine Veranstalltung bei der wie Tsafried schon sagte, weder Künstler noch Randmusik aus der Anlage GEMA-wech Pflichtig ist muß auch nichts bezahlt werden, dafür gibt es Anmeldebögen für Veranstallter.
Besonders interessant für private Festivals.
Auch macht es Kostenmäßig einen Unterschied ob es sich um Live Interpreten handelt oder Musik aus der Anlage, wird dann über Pauschalen geregelt.
Auch hier ist das ganze System komplett aberwitzig.

Sehr ulkig auch folgendes: filmt man eine Band die Coverversionen von Bands spielt und veröffentlicht man von diesen Aufnahmen eine DVD so berechnet die GEMA die Gebühren nach dem Verkaufslistenpreis, also im Klartext sie lässt sich für die Arbeite des Kamerateams, Editors, Tonmans, DVD Coverdesigner, Layouter ect. bezahlen denn deren Arbeit spiegelt sich ja im Verkaufspreis wieder. :D
Als Vergleich könnte man sagen: Wenn ein Architekt ein Haus gestalltet hat und dann der Raumausstatter kommt, schlägt der Architekt auf das Gehalt des Ausstatters noch mal eine Gebühr drauf, denn immerhin hat er ja den Hausbau erst ermöglicht.
Gilt für den Maler und alle anderen Handwerker die so an eienm Neubau arbeiten natürlich auch.

Die GEMA ist Scheiße!


UPDATE zur Petition: 83087 Unterschriften. 1. Juli 2009
HephAuch heise hatte einen sehr schönen [url=]Artikel [/url]

[QUOTE][i]Zitat aus erwähntem Artikel:[/i]

Wenn ein Künstler auf einem von ihm selbst veranstalteten Konzert seine eigene Musik spielt, so muss er die Gebühren für seine eigene Musik an die GEMA abführen und bekommt - im besten Fall - seine Gebühren, abzüglich der Verwaltungskosten der GEMA, zurück. Dieser "beste Fall" tritt jedoch eher selten auf. Wenn der Künstler beispielsweise ein Konzert in einem angemieteten Raum veranstaltet, zahlt er im Voraus eine Abgabe, die sich nach der Größe des Raumes und dem Eintrittspreis richtet. Kommen zu wenig Besucher zu seinem Konzert, kann es sein, dass er mehr an die GEMA abführen muss, als er insgesamt einnimmt.
[/QUOTE]

Auch die Kommentare dort sind zuweilen recht interresant.

Das Petitionsportal schaue ich mir übrigens jetzt regelmäßig an und die Anti-gema Petition ist schon gezeichnet.

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