| Cagliostro | Ein Ruf nach Sicherheit? So wie dreijährige Kinder, die nicht im Dunkeln schlafen können. Silbermond ist wirklich nur noch Kinderfasching. |
| Xenomorph | War Silbermond denn je etwas anderes als Kinderfasching...? Ich konnte dieser komischen "Band" noch nie etwas abgewinnen - für mich ist das extrem einfach gestrickter seichter Pop für die Massen - bzw. deutscher Schlager - und alles andere, was auf derselben Schiene ist - Juli, Wir sind Helden, und wie diese Popgrüppchen sonst noch alle heißen, von der fast jede Woche eine neue auftaucht - sind genauso großer Müll...und dann diese "Sängerin"...die singt nicht, die piepst wie ein Mäuschen...bei Liveauftritten dieser "Band" übertönt ihre Stimme noch nicht einmal die Instrumentalbegleitung, so piesig ist sie...was angesichts der idiotischen Texte aber nur ein Segen sein kann... |
| Odessa | Wow, ich find mich mal einer Meinung mit Dir - ich habe nie verstanden was an diesen ganzen Juli-Gedöns-Verschnitten toll sein soll, und dann diese albernen Piepsstimmen und dieses Girlie-Getue und gleichzeitig Pseudo-Betroffenheits-Gutmenschen-Getexte... ist ja fast wie LahmMortadella oder Lakritzmöschen für Nichtgoten. Dann doch lieber gleich RICHTIGEN Schlager mit Rex Dildo oder Roland the Kaiser, das ist wenigstens gleich die volle Schlagerbreitseite und somit fast schon wieder richtig "Kult" :D . |
| Xenomorph | Yo, Rex Gildo fand ich dagegen richtig gut: "Hossa, Hossa, Hossa"!...oder Roy Black - "schön ist es auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein"...das hatte doch wenigstens etwas...ich bin ja auch in der Zeit aufgewachsen und habe das als Kind noch miterlebt...und Roland Kaiser hat zwar immer Schnulzen gesungen - aber nie so einen dämlichen Pseudo-intellektuellen Kult darum aufgebaut wie es diese Silbermond-Fuzzis heute tun...diese Leute hatten auch etwas anderes im Sinn -sie haben Massenunterhaltung gemacht - ja, aber nie behauptet, irgend etwas anderes zu tun - oder "intellektuell" rüberkommen zu wollen...sie standen zu dem, was sie taten und versuchten nicht, es als das Gegenteil dessen hinzustellen was es war... |
| Vampirinchen | Ich musst die ja erstmal googeln, weil mir das alles so garnichts gesagt hat. Aber nun ist mir klar, das war keine Unkenntnis, das war Verdrängung. Und nein, das ist kein Kinderfasching, da gibt´s besser Musik find ich... |
| Odessa | ---- "schön ist es auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein"...das hatte doch wenigstens etwas.. ----- Aber hallo! Würde das heute ein Gotenmusiker singen, wäre es unter Garantie ein "nachdenklicher, melancholischer, zutiefst künstlerisch tiefgründiger verschlüsselter inhaltsschwangerer Text", den man dann in seinen Metaphern auf alles Mögliche intellektuell hinterfragen muß ;-). --- und Roland Kaiser hat zwar immer Schnulzen gesungen - aber nie so einen dämlichen Pseudo-intellektuellen Kult darum aufgebaut wie es diese Silbermond-Fuzzis heute tun... ---- Das ist nämlich genau der Punkt - die Schlagerfuzzis wollen nur unterhalten, sagen das auch und die Leute haben Spaß dabei, ist völlig legitim. Aber diese ganzen SilbermondJuliXavierNeidooHeulbojen & Co. bauen ein Mords-Gedöns auf um ihre hach so edle tiefgründige message, ihre "wir retten die Erde und wärmen unsere Seelen aneinander"-political correctness und Pseudo-Betroffenheit, bilden sich ein sie wären Ersatz-Jesusse (äh, Plural von Jesus?) - und sind dabei nichts Anderes als absolut inhaltsleere, oberflächliche Kommerz-Abstauber, die noch nicht mal zugeben können DASS sie gut Geld verdienen wollen (was imho absolut legitim ist, ich würde nie nein sagen zu ner Million *g*) und nur deswegen Musik machen. HOSSA und SANTA MARIA sag ich da nur :D |
| Any Body | Wehe dem, der jetzt gesteht, dass er den Ruf nach Sicherheit nicht auch gern folgt und es sich für eine Freundschaft wünscht, die er/sie ggf nicht zerbrechen lassen will... ... und das zu Zeiten, in der in den Medien das böse W-Wort ständig wiederholt wird .... |
| Odessa | Welches W-Wort? Und was hat Sicherheit und das Bestehen einer Freundschaft damit zu tun, daß die Texte dieser Bands für Manche halt einfach nur dumm weil verlogen, verheuchelt und absolut unglaubwürdig sind? |
| Any Body | W wie Wirtschaftskrise ... |
| Odessa | Oh, okay - danke für die Erklärung :). |
| Goat93 | ich hab da mal ne doooooooooooofe frage öhhh ibin ich eigentlich der einzige, der silbermond und tokio hotel musikalisch nicht auseinanderhalten kann? *rotwerd |
| Demon17 | Ach gebt es doch zu, ihr seid nur sauer weil weil die Truse von Silbermond mit Curse gerappt hat. :D |
| Goat93 | hat sie? jez isse wieder kuhl :cool: |
| Demon17 | Ach es war sehr deutsch, so Schlager für die reformierte Oberstufe. |
| belladonna | [QUOTE]Das ist nämlich genau der Punkt - die Schlagerfuzzis wollen nur unterhalten, sagen das auch und die Leute haben Spaß dabei, ist völlig legitim. Aber diese ganzen SilbermondJuliXavierNeidooHeulbojen & Co. bauen ein Mords-Gedöns auf um ihre hach so edle tiefgründige message, ihre "wir retten die Erde und wärmen unsere Seelen aneinander"-political correctness und Pseudo-Betroffenheit, bilden sich ein sie wären Ersatz-Jesusse (äh, Plural von Jesus?) - und sind dabei nichts Anderes als absolut inhaltsleere, oberflächliche Kommerz-Abstauber, die noch nicht mal zugeben können DASS sie gut Geld verdienen wollen (was imho absolut legitim ist, ich würde nie nein sagen zu ner Million *g*) und nur deswegen Musik machen. [/QUOTE] Also ich bin mir ziemlich sicher daß Xavier Naidoo und Co. selbst an den Scheiß glauben den sie dem Rest der Welt da so zumuten. Ihnen zu unterstellen daß sie diese pseudointellektuelle Schiene nur fahren um den geneigten Konsumenten zum Kauf dieser Mugge zu animieren grenzt ja irgendwo schon an ein Kompliment :D Ich meine, das würde ja bedeuten, daß sie privat eigentlich viel tiefgründiger und nachdenklicher sind als sie sich um der Verkaufszahlen willen so geben und das kann meiner Meinung nach einfach nicht der Fall sein. Traurig aber wahr - so wie ihre Texte rüberkommen sind sie wohl auch authentisch. Mehr steckt hinter einem Xavier Naidoo oder einer jugendlich dynamischen Band wie Silbermond nunmal tatsächlich nicht! Mal davon abgesehen: das Musikgeschäft ist so im Arsch, mit Musik wird man einfach nicht mehr Millionär. Eher mit der Tatsache daß man durch Erreichen einer gewissen Popularität selbst zum Produkt und zum begehrten Objekt für Werbespots wird. Da kann man dann noch was reißen, aber mit Musik - höhö, Urheber- und Leistungsschutzrechte sind über kurz oder lang nur noch einen Dreck wert - dank der Erfindung mp3 :( |
| Goat93 | Liegt aber nicht an den mp3 sondern an der Masse der Konkurrenz. Es wollen ziemlich viele Musikmillionäre und Superstars werden... |
| belladonna | Also daß die Vergütung der Urheber- und Leistungsschutzrechte in Zukunft nur noch schwer zu gewährleisten ist, liegt schon an der Digitalisierung der Musik. Wieviele CDs über den Ladentisch gehen kann man im Zweifelsfall noch gut nachvollziehen, aber bei einem Digitalvertrieb...wie kann ein Musiker da noch mit Sicherheit davon ausgehen, daß ihn der jeweilige Vertrieb da nicht übers Ohr haut? Die können ihm ja sonstwas erzählen was da angeblich verkauft wurde... |
| Kinch | Es wird aber wohl kaum das Geschäftsmodell seriöser Verlage sein seine Künstler illegal zu bescheißen; insbesondere, da es ja anscheinend genug Möglichkeiten gibt dies legal zu tun. Außerdem ist die Frage, ob sich das gegenwärtige Geschäftsmodell der Musikindustrie überhaupt wird erhalten können. CDs oder andere Datenträger werden zwar, meiner Meinung nach, immer verkauft werden, aber man wird sich trotzdem ans Internet anpassen müssen. Das heißt aber nicht, dass die kommerzielle Musik dadurch austerben wird. Allerdings gönne ich der aktuellen Musikindustrie schon den Tod, ehrlich gesagt. Ach ja Silbermond: Höre ich ab und zu im Autoradio. Fand ich schon immer unhörbarer Sanges-Kitch, genau wie diese Christiane Stürmer, oder wie sie heißt, und wer auch immer dieses schreckliche "Das ist die perfekte Welle" auf die Welt losgelassen hat. Der große Nachteil deutschsprachiger Musik ist für mich einfach, dass ich verstehe was für einen grenzdebilen Quark da gesungen wird. Das hört sich teilweise an, wie ein Unfall aus der Lyrik-AG der Realschule. Aber na ja: Derartige musikalische Unfälle halten sich doch seit Jahrzehnten. Tokio Hotel (der wohl dämlichste Bandname der Welt), Echt, Blümchen und wie sie alle heißen. Jede Generation hat ihre Pupertierende und zur Pupertät gehört es einfach dazu Dinge zu tun, kaufen, hören für die man sich später in Grund und Boden schämt. |
| Seneca | Englischsprachige Songtexte sind in aller Regel kein bißchen weniger debil. Sprachlich zudem so einfach gestrickt das jeder 7. Klässler kapiert worum es geht. |
| Kinch | Habe ja auch nicht das Gegenteil behauptet. Nur fällts mir leichter bei englischsprachiger Musik wegzuhören. |
| Odessa | Englischsprachige Songtexte sind in aller Regel kein bißchen weniger debil. Sprachlich zudem so einfach gestrickt das jeder 7. Klässler kapiert worum es geht. ---- Ich sehe in Verständlichkeit keinerlei Nachteil und kreide den hier diskutierten Bands ja vielmehr an DASS sie so alberne pseudo-intellektuelle Texte haben, die nichts sind außer (grammatisch meist auch noch miserabel formulierte) Plattitüden und daß sie sich auch noch für furchtbar "sozialkritisch" oder wunder wie "betroffen und tiefgründig" halten mit diesen Texten. |
| Manley | geht ins tonwerk. manley |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]Also daß die Vergütung der Urheber- und Leistungsschutzrechte in Zukunft nur noch schwer zu gewährleisten ist, liegt schon an der Digitalisierung der Musik. Wieviele CDs über den Ladentisch gehen kann man im Zweifelsfall noch gut nachvollziehen, aber bei einem Digitalvertrieb...wie kann ein Musiker da noch mit Sicherheit davon ausgehen, daß ihn der jeweilige Vertrieb da nicht übers Ohr haut? Die können ihm ja sonstwas erzählen was da angeblich verkauft wurde... [/B][/QUOTE] die labels können immer einfach irgendwas erzählen, es werden laufend tonträger "schwarz" einfach weitergepresst und mit dem künstler nicht abgerechnet... |
| |Dunkelschön| | Bei "Perfekte Welle" gabs doch mal was das wurd nicht mehr im Radio gespielt weil gerade als die Nummer in den Charts war die Elbeflut war. Generell halt ich von diesen Gruppiereung nach dem Schema "Musik AG von Studenten mit lyrischen Meisterwerken aus der letzten Deutschklausur" generell nicht viel. ".. Ich mach die Lichter an, geh in Flammen auf ich schreis hinaus..." Hören das Pyromanen vorm Brandlegen auch? :D |
| Rookie | Nun tut mal nicht so, als gäbe es im Gothicbereich keine Bands mit pseudointellektuellen Ergüssen!:D Ich sage nur Goethes Erben und Lacrimosa. Nur weil es dunkler verpackt ist, ist es ja nicht weniger peinlich. Für solche Songs wie "Das Ende" kann man sich eigentlich nur fremd schämen. Bei erwähnten deutschsprachigen Popbands mag ich schon mal nicht die Art des Gesanges. Diese quengligen Frauenstimmen sind einfach zum weghören. Schade nur das Rosenstolz mittlerweile auch da angelangt sind und so viel von ihrer anfänglichen Frische und Einmaligkeit verloren haben. Wenn von denen ein neuer Song rauskommt, denke ich auch nur, der klingt wie der vorhergehende. In Sachen mp3 zeichnet sich ab, dass sich die Hörgewohnheiten verändern werden und teilweise schon haben. Die CD, wie man sie heute kennt, wird es wohl noch geben, aber die werden dann ähnlich wie Vinyl nur noch von Liebhabern gekauft. Ich merke es an mir selber. Zum unterwegs hören ist mp3 einfach wesentlich praktischer. Und ich brauche keinen Koffer CDs in den Urlaub mitzuschleppen, denn ich habe einen Großteil meiner Musiksammlung im Kleinstformat dabei. :) |
| belladonna | [QUOTE]Bei "Perfekte Welle" gabs doch mal was das wurd nicht mehr im Radio gespielt weil gerade als die Nummer in den Charts war die Elbeflut war.[/QUOTE] War das nicht eher der Tsunami? [QUOTE]Nun tut mal nicht so, als gäbe es im Gothicbereich keine Bands mit pseudointellektuellen Ergüssen![/QUOTE] Oh ja, aber es ist auch immer wieder erschreckend wie schnell der geneigte Hörer dann mit wirklich anspruchsvollen Texten überfordert ist....:rolleyes: Es gibt einfach zu viele Konsumenten für die ein bißchen pseudophilosophisch angehauchtes Geschwafel schon ausreicht um in Ehrfurcht zu erbeben...und alles andere ist dann offenbar schon zu hoch. :( Und was die Probleme im Musikgeschäft angeht und wie es da insbesondere im Indiebereich aussieht...wenn man selbst ernsthaft Musik macht und da zunächst noch mit einigem Idealismus rangegangen ist, wird man leider heute sehr schnell eines besseren (schlechteren) belehrt. Da muß man sich nicht mal in Majorgefilden bewegen um schnell festzustellen wie der Hase inzwischen läuft oder eben nicht läuft... Ich habe da meine Erfahrungen (leider) gemacht und es ist eh nur frustrierend darüber noch groß zu lamentieren... Mal ein kleines Zitat aus einem Workshopprogramm vom VUT um meinen Frust mal etwas zu veranschaulichen (besonders bitter aber leider wahr ist der letzte Satz...) Alles wird schwieriger: Einnahmen aus digitalem Vertrieb sind kleinteilig, die erfolgreichen Anbieter von Downloadplattformen sind zu einem guten Teil US amerikanische Mediengiganten, die zwar von Musik leben, dafür aber nicht bezahlen wollen. Die Verwertungsgesellschaften sind nicht auf die neue Musikwelt eingestellt. Gleichzeitig bricht der stationäre Handel weiter ein und dem Kunden ist Musik nicht mal mehr einen Penny per Play wert. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] Oh ja, aber es ist auch immer wieder erschreckend wie schnell der geneigte Hörer dann mit wirklich anspruchsvollen Texten überfordert ist....:rolleyes: Es gibt einfach zu viele Konsumenten für die ein bißchen pseudophilosophisch angehauchtes Geschwafel schon ausreicht um in Ehrfurcht zu erbeben...und alles andere ist dann offenbar schon zu hoch. :( [/QUOTE]Das scheint leider so zu sein. Aber um zu wirklich anspruchsvollen Texten eine Beziehung zu haben, braucht es gewisse (Lebens-)Erfahrungen, die vielen Leuten im Alltag kaum noch vergönnt sind. Wir sind von Lügen und Scheinwelten umgeben, die immer schwieriger als solche zu erkennen sind. [QUOTE]Alles wird schwieriger: Einnahmen aus digitalem Vertrieb sind kleinteilig, die erfolgreichen Anbieter von Downloadplattformen sind zu einem guten Teil US amerikanische Mediengiganten, die zwar von Musik leben, dafür aber nicht bezahlen wollen. Die Verwertungsgesellschaften sind nicht auf die neue Musikwelt eingestellt. Gleichzeitig bricht der stationäre Handel weiter ein und dem Kunden ist Musik nicht mal mehr einen Penny per Play wert.[/QUOTE]Die Entwertung der Musik wird meines Erachtens gerade von denen vorangetrieben, die sich am lautesten darüber beschweren. Wenn ich sehe, wie lieblos die meisten Händler mit ihrem Verkaufsgut Musik umgehen, könnte ich heulen. Wer soll denn solchen Leuten viel Geld für etwas geben, das diese selbst nicht wertschätzen? Und wenn die Künstler bei diesem Verramschen mitmachen, dann sind sie auch ein wenig selbst schuld. Wer treue Fans haben will, der muss auch seinen Fans treu bleiben. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rookie [/i] Nun tut mal nicht so, als gäbe es im Gothicbereich keine Bands mit pseudointellektuellen Ergüssen!:D Ich sage nur Goethes Erben und Lacrimosa. Nur weil es dunkler verpackt ist, ist es ja nicht weniger peinlich. Für solche Songs wie "Das Ende" kann man sich eigentlich nur fremd schämen.[/quote] Ja - stimmt - dasselbe nur in "düster" gefärbt...ich kann mit Goethes Erbsenzähler Oswald Henke und Chris Pohl und diesem ganzen Goffickkitsch ebensowenig anfangen wie mit den allezeit gut aufgelegten, harmoniesüchtigen Friede-Freude-Eierkuchen -wir-sind-ja-alle-so-geil-Fuzzis...was soll übrigens ein "kleines bisschen Sicherheit" sein...? (es gab ja seinerzeit auch schon mal "Ein bisschen Frieden" von Nicole, so neu ist das ja nicht...) entweder gibt es Sicherheit - und dann nicht nur ein bisschen davon, sondern ganz und gar - oder es gibt sie überhaupt nicht, doch des Pudels Kern lautet: Sicherheit ist im Kapitalismus lediglich ein Synonym für das eine: Geld...und diese Abstauberfraktion von Silbermond und Konsorten hat die se "Sicherheit" längst abgestaubt mit ihrem pubertären Gequietsche - nämlich in der Brieftasche... [quote]Bei erwähnten deutschsprachigen Popbands mag ich schon mal nicht die Art des Gesanges. Diese quengligen Frauenstimmen sind einfach zum weghören. Schade nur das Rosenstolz mittlerweile auch da angelangt sind und so viel von ihrer anfänglichen Frische und Einmaligkeit verloren haben. Wenn von denen ein neuer Song rauskommt, denke ich auch nur, der klingt wie der vorhergehende.[/B][/QUOTE] ...Ronsenstolz ist auch so ein Fall - die ersten 2-3 Lieder konnte man sich noch ganz gut anhören....solange sie noch relativ unbekannt waren und die Musik mehr für sich selber als für ein großes Massenpublikum gemacht haben...aber inzwischen haben sie sich all den anderen Heulbojen zu 100% angepasst...ich kann den Rosenstolz-Heini daher auch kein bisschen bedauern, wenn er vor lauter Stress aus den Latschen gekippt ist...wer den Hals nicht vollkriegen kann, muss dergleichen halt in Kauf nehmen und die Zeche dafür zahlen...wer im Kommerzsektor mitmischen will und nicht jedes Jahr ein neues Album heraushaut, rutscht dort schon bald in die roten Zahlen... fast noch schlimmer finde ich allerdings ich diese Wir sind Helden - Zappeltante, die sich in letzter Zeit aber zum Glück eher rar gemacht hat...die sieht aus wie ein Frosch, singt wie ein Frosch und zappelt beim "singen" - bzw. beim quaken - immmer so dümmlich herum wie ein Frosch...und das schlimmste dabei sind diese pseudo-sozialkritischen, psuedo-rebellischen Texte...und dabei hat die Froschtante sogar einmal irgend so eine Auszeichnung von staatlicher Seite abgestaubt, meine ich mich jetzt entsinnen zu können...dass ich nicht lache - eine staatliche Auszeichnung ist für Gutmenschen bestimmt, für angepasste Spießer, die all diese Kommerzgrüppchen ja sind...unter einer Protestband verstehe ich etwas ganz anderes - wie z.B. Slime...die einzig wahre "Auszeichnung", die die erhalten haben war, dass mehrere ihrerer Lieder von den Staatlichen zensiert wurden - gut so ! denn dass beweist, dass sie ihr Ziel erreichten, und die Botschaft von den Herrschenden verstanden worden ist...denn wirklicher Protest muss wehtun, muss denen gegen die er sich wendet, gegen den Strich gehen und unsägliche Schmerzen bereiten... |
| belladonna | Rosenstolz haben ja mal den Fred -Jay-Preis gekriegt. Schön ist auch zu sehen wer sich bei dieser Ehrung da alles so mit einreiht... "Der renommierte Fred-Jay-Preis für TextdichterInnen zeichnet Künstler aus, die sich für eine Laufbahn im Bereich des populären deutschsprachigen Liedes entschieden haben, die sich um die Schaffung und Förderung deutscher Texte verdient gemacht haben und Erfolge in den Medien verzeichnen können. Der Preis wurde nun bereits das 19. Mal verliehen. Andere populäre Preisträger waren z.B. Xavier Naidoo, Nena, Silbermond und Peter Maffay." (Quelle: Gema) Würg :eek: - da sieht man mal wie weit es nun gekommen. Also wenn es um die Schaffung und Förderung deutscher Texte geht, die wirklich einen Preis verdient haben, würde ich ja eher an Bands wie Element of Crime denken...:rolleyes: [QUOTE]Wer treue Fans haben will, der muss auch seinen Fans treu bleiben.[/QUOTE] Vor allen Dingen sollte ein Künstler sich selbst treu bleiben. Denn es allen Fans wirklich recht zu machen ist ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen. Und was man von Fans halten soll, die einem ganz unverblümt per email schreiben, daß sie sich die Platte jetzt mal haben von einem Kumpel brennen lassen und dann auch noch die Traute haben zur selbigen Kritikpunkte anzumerken...Also das hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen :rolleyes: Vielleicht ein Test ob und wieviel Humor der Künstler besitzt? |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Wow, ich find mich mal einer Meinung mit Dir - ich habe nie verstanden was an diesen ganzen Juli-Gedöns-Verschnitten toll sein soll, und dann diese albernen Piepsstimmen und dieses Girlie-Getue und gleichzeitig Pseudo-Betroffenheits-Gutmenschen-Getexte... ist ja fast wie LahmMortadella oder Lakritzmöschen für Nichtgoten. Dann doch lieber gleich RICHTIGEN Schlager mit Rex Dildo oder Roland the Kaiser, das ist wenigstens gleich die volle Schlagerbreitseite und somit fast schon wieder richtig "Kult" :D . [/B][/QUOTE] Und Recht hat sie....wiedermal! Hm, ich fand es schon eigenwillig, dass in den Programmzeitschriften und im Bildschirmtext, Silbermond stets als "Rockband" bezeichnet werden. Gut, jetzt könnte man, wenn man diese und jene wirkliche Rockband kennt, diskutieren, was dies genau sein mag, aber Silbermond sind das sicher nicht......... Sorry, was ist ein Lakritzmöschen? |
| |Dunkelschön| | Tja so ists im Big Bizz nunmal, alles was ne Klampfe in der Hand hat ist gleich Rockband. Ist aber nun genauso wie: alles was Leichtmetallräder hat ist gleich Sportwagen :) |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Servus Du, Lakritzmöschen ist meine natürlich politisch völlig unkorrekte Bezeichnung für "Lacrimosa". [/B][/QUOTE] Ahso.:D Manche Menschen bekommen bei hohen Geschwindigkeiten (so ab 80/kmh) gesundheitliche Probleme... Sie benötigen dann auch Sportwagen für niedrigere Geschwindigkeiten... So ist Silbermond quasi eine "Rockband" für Leute, die nur durch 30er-Zonen fahren...hmm(?) |
| Takk... | [QUOTE]Ein Ruf nach Sicherheit?[/QUOTE] Hier, "Irgendwas bleibt". Muss ich zu meiner Schande mal gestehen. Find den Song irgendwie geil. Der Text ist simpel, aber effektiv (war aber bestimmt von der Plattenfirma diktiert), obwohl ich die Band sonst auch nicht so ausstehen kann. Ist mir halt zu kommerziell, zu oberflächlich und ohne Seele. Aber das ist bei vielen Gothic- Künstlern auch nicht anders. Schließlich will man ja im wirtschaftskrisengestörten Musikgeschäft nochmal richtig Knete machen. Das schafft doch am besten und am schnellsten, wenn man seine Fans zufriedenstellt und weiterhin seinen Plattenvertrag erfüllt und sein Talent, seine Ideen und sein Gehirn auf Glatteis legt. |
| Odessa | Es ist ja auch gar nichts dagegen zu sagen WENN etwas simpel und nette Unterhaltungsmusik ist, das ist absolut legitim und das schrieb ich bereits @ Gotenbands. Wer jeden Tag genug Probleme zu lösen hat im Leben, wer jeden Tag hart arbeiten geht und Familie durchzubringen hat samt Schicksalsschläge zu ertragen, der will und braucht sich nicht ständig "tiefgründige" (wohlstandsgelangweilte?) Liedtexte reinziehen; so ein Mensch ist eher dankbar, wenn er für 5 Minuten mal NICHT über Leid, Kampf und Co. nachdenken muß; das alles hat er im eigenen täglichen Leben zur Genüge und er braucht daher keinen Musiker, der ihn - meist reichlich selbstgerecht - "erleuchtet" über das ach so böse Leben in diesem ach so schlimmen System (während Musiker selbst meist sehr gerne und gut im systemgefestigten Wohlstands-Elfenbeinturm sitzt). Auch mir braucht kein Sänger was erzählen von Schmerz, Lebenskrisen und Kampf, denn i have been there und garantiert 99 mal öfter als die meisten dieser Künstler, deren einziger Schicksalsschlag wa, daß ihnen vor ihrem WGT-Auftritt die Frisur ruiniert wurde. Mich nervt es auch zunehmend, wenn man Menschen als "dumm" beschimpft nur weil sie sich nicht die profilneurotische Phrasendrescherei irgendwelcher Musiker reinziehen (wollen) sondern einfach nur belanglose Lieder hören möchten. Diese Menschen haben im eigenen Leben meist mehr als genug zu "denken und tun" und Schicksale zu meistern. Dazu braucht man viel eher Musik, die fröhlich macht und die Sorgen für wenige Stunden vergessen läßt. Nichts ist "dumm" daran, ganz im Gegenteil. Aber - und hier schließt sich der Kreis - dann soll man als Künstler auch dazu stehen wenn man diese Musik macht, das ist legitim und btw. eine sehr hohe Kunst: Menschen lachen und fröhlich zu machen statt sie immer nur zum Weinen zu bringen. Und nur deswegen erfolgte meine Kritik an den Bands, die so betont auf intellektuell oder/und sozialkritisch machen: sie machen es meist nur, weil es "in" ist. Und da man sich anscheinend zumindest in profilneurotischen Szene/Musikkreisen konstant beweisen muß wie politisch korrekt, tiefgründig und intellektuell man doch ist, wird sich verbogen bis zum Gehtnichtmehr statt selbstbewußt und ehrlich zu sagen: "Hossa und Fiesta, laßt uns tanzen und die Sorgen mal kurz vergessen, wir sind alle nur Menschen und dürfen auch mal ausgelassen sein". (Bevor jemand fragt woher ich das weiß mit dem Verbiegen: ich habe seit Jahrzehnten mit und in labels der entsprechenden Szene zu tun. Und mir kommt mittlerweile ob der Verlogenheit und Heuchelei so mancher vor allem deutscher Gotencombos nur noch, mit Verlaub, das Kotzen. "Wasser predigen, Wein trinken" - nein danke, vor solchen Menschen habe ich generell keinen Respekt und noch weniger vor Musikern, die auch noch die mir heilige Musik dadurch entwerten.) |
| Takk... | [QUOTE] Und da man sich anscheinend zumindest in profilneurotischen Szene/Musikkreisen konstant beweisen muß wie politisch korrekt, tiefgründig und intellektuell man doch ist, wird sich verbogen bis zum Gehtnichtmehr statt selbstbewußt und ehrlich zu sagen: "Hossa und Fiesta, laßt uns tanzen und die Sorgen mal kurz vergessen, wir sind alle nur Menschen und dürfen auch mal ausgelassen sein".[/QUOTE] Und da entstehen auch so skurille Sachen, wie "Rock gegen Rechts", welche eine pseudointellektuelle, oberflächliche Meinung bis zum Erbrechen ausreißen und junge Kids und Studenten mal lustig mit ihren Che Guevara- T- Shirts dazu hüpfen können, ohne sich im Alltag besonders mit Politik beschäftigen zu müssen. Die sollten sich mal informieren, was das für´n Verbrecher war. Bitte versteht mich nicht falsch, gegen radikales und menschenverachtendes Gedankengut zu sein, ist immer gut und förderlich, aber ein bestimmtes politisches und soziales Niveau sollte schon vorhanden sein. Gewalt sollte man nicht mit stupider (auch gedanklicher) Gegengewalt lösen. Sonst bleibt es eine bloße Kirmesveranstaltung, wie die ersten Mai- Demos in Berlin. Edit: Will damit auch betonen, dass es bei solchen Veranstaltungen nicht mehr um politische oder soziale Ziele geht, sondern einfach nur darum "in" zu sein, wenn da Silbermond, Sportfreunde Stiller, Wir sind Helden und andere Pappnasen auftreten, die mit tiefgründiger Politik kaum was zu tun haben. |
| Odessa | Und da entstehen auch so skurille Sachen, wie "Rock gegen Rechts", welche eine pseudointellektuelle, oberflächliche Meinung bis zum Erbrechen ausreißen und junge Kids und Studenten mal lustig mit ihren Che Guevara- T- Shirts dazu hüpfen können, ohne sich im Alltag besonders mit Politik beschäftigen zu müssen. Die sollten sich mal informieren, was das für´n Verbrecher war. ----- Amen und Hossa! Genau das ist es was mir so auf den Senkel geht: diese pseudopolitischen Gutmenschen mit dem Oberlehrerkomplex und mit ihrem "wir sind gegen Nazis, klaaaar"-Kampfgeschrei... während sie in Gesprächen in herablassendem oder süffisantem Zusammenhang so Sätze wie "naja so sind sie halt, DIE Moslems" oder "die sind halt alle etwas rückständig, DIE Afrikaner" von sich geben - preussischer Hochmut und latenter Grenzrassismus, aber natürlich geschickt als Multikultikorrektheit getarnt denn hey, "wir sind ja gegen Nazis und verkünden das auch lautstark bei jeder Gelegenheit" (damit wir den kleinen Nazi in uns selbst nicht so deutlich hören müssen). |
| Goat93 | [QUOTE] Bitte versteht mich nicht falsch, gegen radikales und menschenverachtendes Gedankengut zu sein, ist immer gut und förderlich, aber ein bestimmtes politisches und soziales Niveau sollte schon vorhanden sein[/QUOTE] Das ist allerdings Realsatire, auf die keiner wirklich will. Es ist gerade das tolle so radikal und menschenverachtens as ever zu sein. Evil, Böse, Kvlt, Satan, Odin, Bondage, SM, immer auffe Fresse, bumbumbum Combicritter.... wie soll man da denn sonst beweisen, das man doch ganz liep ist und die anderen die pösen, die um lagerfeuer sitzen und homogeschichten trällern, außer gegen rechts zu sein? Es ist so ziemlich niemand wirklich gegen Menschenverachtende Ideologie oder gegen Radikales, stattdessen wird genau das als Sinnlose Werbesprüche genutzt, man sieht nur wie verlogen und dumm die Leute sind, das ist alles ... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] ...was soll übrigens ein "kleines bisschen Sicherheit" sein...? ... doch des Pudels Kern lautet: Sicherheit ist im Kapitalismus lediglich ein Synonym für das eine: Geld...und diese Abstauberfraktion von Silbermond und Konsorten hat diese "Sicherheit" längst abgestaubt mit ihrem pubertären Gequietsche - nämlich in der Brieftasche... [/QUOTE]Ich habe das Lied heute früh im Autoradio gehört. Ich verstehe den Text so, dass es eigentlich um [b]Zuverlässigkeit[/b] geht, um irgendeinen Fixpunkt, um eine Heimat, um einen Boden in den man Wurzeln schlagen kann. Aber wer mit Begriffen wie "Heimat" und "Boden" hantiert, der wird ganz schnell in die rechte Ecke gestellt, und da versuchen es diese Bands eben mit Neusprech ... :( [QUOTE]eine staatliche Auszeichnung ist für Gutmenschen bestimmt, für angepasste Spießer, die all diese Kommerzgrüppchen ja sind...unter einer Protestband verstehe ich etwas ganz anderes - wie z.B. Slime...die einzig wahre "Auszeichnung", die die erhalten haben war, dass mehrere ihrerer Lieder von den Staatlichen zensiert wurden - gut so ! denn dass beweist, dass sie ihr Ziel erreichten, und die Botschaft von den Herrschenden verstanden worden ist...denn wirklicher Protest muss wehtun, muss denen gegen die er sich wendet, gegen den Strich gehen und unsägliche Schmerzen bereiten... [/QUOTE]Und was hat man dann davon, außer sich selbst kaputtzumachen? [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] Rosenstolz haben ja mal den Fred-Jay-Preis gekriegt. Schön ist auch zu sehen wer sich bei dieser Ehrung da alles so mit einreiht... [/QUOTE]Warum soll man die [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Fred-Jay-Preis"]15.000 Euronen[/URL] nicht nehmen, solange man sich dafür nicht verbiegen muss? Und falls einem die bisherigen Preisträger zu peinlich sind, kann man es immer noch so machen wie Marcel Reich-Ranicki. Andererseits sollte man solche Preise auch nicht überbewerten, weil sie nicht wirklich ein Qualitätsmaßstab sind. Gleiches gilt für den Platz in irgendwelchen Charts. [QUOTE]Vor allen Dingen sollte ein Künstler sich selbst treu bleiben. [/QUOTE]Das meinte ich mit "den Fans treu bleiben". Er sollte es nicht Irgendjemandem recht machen (und seine Ansichten ändern wie der Wind die Richtung), sondern nur sich selbst. [QUOTE]Und was man von Fans halten soll, die einem ganz unverblümt per email schreiben, daß sie sich die Platte jetzt mal haben von einem Kumpel brennen lassen und dann auch noch die Traute haben zur selbigen Kritikpunkte anzumerken...Also das hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen :rolleyes: Vielleicht ein Test ob und wieviel Humor der Künstler besitzt? [/QUOTE]Vielleicht. Jedenfalls aufrichtiger als die Leute, die sich an deinen CDs dumm und dämlich verdienen und dir dann großzügigerweise 5-10% von ihrem Gewinn abgeben. Gerade bei Schülern und Lehrlingen ist das Monatsbudget begrenzt, und es liegt auch am Geschick der Musiker, wieviel davon für deren CDs, Konzerte und Fan-Artikel ausgegeben wird. Am Ende muss jeder Künstler selbst wissen, ob er lieber 1.000 CDs verkauft und 10.000 Kopien akzeptiert, oder ob er dank "Kopierschutz" nur 100 CDs verkauft, weil alle ehrlichen Käufer vergnatzt sind. By the way, ich habe sogar eine gebrutzelte CD (Live-Mitschnitt) von Faith & The Muse mit den Autogrammen von Monica und William - so kann man ohne Fans zu verprellen Leuten das Handwerk legen, die mit Bootlegs reich werden wollen. :) [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Mich nervt es auch zunehmend, wenn man Menschen als "dumm" beschimpft nur weil sie sich nicht die profilneurotische Phrasendrescherei irgendwelcher Musiker reinziehen (wollen) sondern einfach nur belanglose Lieder hören möchten. Diese Menschen haben im eigenen Leben meist mehr als genug zu "denken und tun" und Schicksale zu meistern. Dazu braucht man viel eher Musik, die fröhlich macht und die Sorgen für wenige Stunden vergessen läßt. Nichts ist "dumm" daran, ganz im Gegenteil. Aber - und hier schließt sich der Kreis - dann soll man als Künstler auch dazu stehen wenn man diese Musik macht, das ist legitim und btw. eine sehr hohe Kunst: Menschen lachen und fröhlich zu machen statt sie immer nur zum Weinen zu bringen. [/QUOTE]Hohe Kunst ist, wenn man beides kann und tut, wie zum Beispiel die [URL="http://www.eav.at"]EAV.[/URL] Von welcher Seite man das angeht, das hängt ein wenig vom Zielpublikum ab. Es gibt eben auch Leute, denen zu viel Fröhlichkeit auf den Nerv geht, für die sind eher die dunkleren und/oder härteren Lieder das Richtige. Was aber wiederum nicht ausschließt, dass schwarze Bands auch über so profane Dinge wie ein [URL="http://www.last.fm/music/Lacrimosa/_/Liebesspiel"]Liebesspiel[/URL] singen. [QUOTE]Und nur deswegen erfolgte meine Kritik an den Bands, die so betont auf intellektuell oder/und sozialkritisch machen: sie machen es meist nur, weil es "in" ist. Und da man sich anscheinend zumindest in profilneurotischen Szene/Musikkreisen konstant beweisen muß wie politisch korrekt, tiefgründig und intellektuell man doch ist, wird sich verbogen bis zum Gehtnichtmehr statt selbstbewußt und ehrlich zu sagen: "Hossa und Fiesta, laßt uns tanzen und die Sorgen mal kurz vergessen, wir sind alle nur Menschen und dürfen auch mal ausgelassen sein". [/QUOTE]Ich will ihnen gar nicht unterstellen, dass sie es wegen dem "IN-Sein" tun, und eigentlich ist es ihre Sache was sie tun, solange sie niemandem Schaden zufügen. Mir persönlich ist es einfach zu mittelmäßig, also weder Hossa noch Frust ablassen. Sprich: man bleibt in dem Loch hängen, in dem man steckt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Takk... [/i] Bitte versteht mich nicht falsch, gegen radikales und menschenverachtendes Gedankengut zu sein, ist immer gut und förderlich, aber ein bestimmtes politisches und soziales Niveau sollte schon vorhanden sein. Gewalt sollte man nicht mit stupider (auch gedanklicher) Gegengewalt lösen. [/QUOTE]Ich finde es stupid, permanent [b]gegen[/b] irgendwas zu sein und dabei zu vergessen [b]wofür[/b] man eigentlich ist. [QUOTE]Will damit auch betonen, dass es bei solchen Veranstaltungen nicht mehr um politische oder soziale Ziele geht, sondern einfach nur darum "in" zu sein, wenn da Silbermond, Sportfreunde Stiller, Wir sind Helden und andere Pappnasen auftreten, die mit tiefgründiger Politik kaum was zu tun haben.[/QUOTE]Was ist "tiefgründige Politik"? Egal, ich mag sowieso mehr die unpolitischen Veranstaltungen wie WGT und [URL="http://www.tff-rudolstadt.de"]TFF,[/URL] wo Menschen verschiedenster Ansichten und [URL="http://www.last.fm/music/Melanie/_/My+Rainbow+Race"]von bunt gemischter Rasse[/URL] friedlich zusammen feiern ... |
| Takk... | Ich find eher, dass das WGT ein Stück weit politisiert worden ist, aber das liegt auch sicherlich an einer zunehmenden Politisierung der schwarzen Szene, wenn man mal auf das Image und die Texte mancher Bands achtet. Ohne Politik geht es gänzlich nicht. Da muss ich doch gerade an die etwas peinliche Anti- Bush und Amerika- Tirade beim London After Midnight- Konzert denken. Auch gab es vor 2 Jahren auch ziemliche Unannehmlichkeiten und die Indimedia hetzt jetzt schon wieder gegen diesen ihrer Meinung nach Naziaufmarsch und der nationaldurchschwängerten Helden- und Mythenästhetik und der Versklavung der nideren Rasse im heidnischen Dorf. Diesmal ist die [URL=http://de.indymedia.org/2009/03/243865.shtml]Black- Metal- Band Dies Ater[/URL] dran. |
| |Dunkelschön| | Das ists doch was die Braunen wieder wollen, Publicity!! Immer wieder wird für die mehr Kerosin ins Feuer gekippt. Andersrum: Es ist Demo und keiner geht hin... |
| Ravenheart I | Es muss wohl jeder selbst entscheiden, welche Musik er hört, mein Fall wäre es defintiv auch nicht, vor allem weil solche Texte oder Äußerungen oft von Menschen kommen, die eigentlich gerade eben nicht so handeln. Silbermond ist nur eine von diesen Bands, ähnlich wie Juli oder wie nennen die sich gleich, Rosenstolz genau. Einer klatscht vom anderen den selben Stil ab und singt pseudo- tiefsinnige Texte, die für die meisten Normalsterblichen wohlmöglich als ziemlich nachdenklich gelten, aber im Endeffekt bin ich mir sicher, dass diese Leute teils selbst nicht verstehen, wovon sie eigentlich singen. Es zieht eben gerade, oder ist einfach die zweite Generation der neuen deutschen Welle, wie auch immer. Die hohen Verkaufszahlen und die Popularität geben ihnen Recht. Wer sagt denn, dass sie nie etwas anderes im Sinn hatten. Was gekauft wird, wird eben produziert, so funktioniert es auf jedem Markt. Ob es schlechte Musik, Taschentücher oder Autoreifen sind. Merkwürdigerweise finden ja auch alle Tokio Hotel so fürchterlich, auf einmal verkaufen die aber die meisten CDs in diesem Land. Vielleicht kauft man die ja heute heimlich, getreu dem Motto, hoffentlich sieht mich keiner dabei. Notfalls kann man die Cds ja unter dem Bett verstecken ;) Wobei es mich verwundert, dass es teils die selben Leute sind, die sich heute über solche Texte beschweren, dann aber widerrum auf sogenannte 80 Parties in Gothicschuppen gehen und Nena anhören. Ich möchte auch gar nicht wissen, wie viele User hier irgendwo zu Hause alte verstaubte Backstreet- Boys Cds herumliegen haben und heute darauf schwören, dass sie so etwas nie- niemals in ihrem Leben auch nur jemals länger als 2 Sekunden angehört hätten. Von allen Seiten findet man es uncool und doch verkauft es sich so gut, woran liegt das wohl? Ich bin auf einem Festival auch schon einmal jemandem begegnet, der durch und durch schwarz, Ende 30, geschminkt und gepierct war und meinte, er hört sich einige Songs von Rosenstolz gerne an. Ich finde das furchtbar, aber wenns ihm Freude macht. Wohlmöglich finden auch etwa 70 Prozent der Menschen die Musik, die ich höre, furchtbar. Zu dem Ausgangstext von Silbermond kann ich nur sagen. Ich höre generell keinen Radio, weil ich dabei immer so seltsame Kopfschmerzen bekomme und nicht unbedingt masochistisch veranlagt bin, es sei denn ich muss notgedrungen auf die Staumeldungen warten. Ich habe diesen Song gerade eben mal im Netz gesucht. Es zeugt einfach von einer mangelnden Lebenserfahrung und von der selben Naivität, die Jugendliche bei der ersten Liebe an den Tag legen. Sie erzählen die Story von der großen Liebe und Ewigkeit, haben aber eigentlich alles andere im Kopf, nur eben genau das nicht. Damit das nicht herauskommt und der Schein schön gewahrt wird, wird fleissig gelogen, betrogen und nach irgendwelchen Ausflüchten gesucht, getreu dem Motto, Hauptsache nicht die Wahrheit sagen - wenn herauskommt, dass man ja schon seit Monaten noch/ immer noch mit einer/einem anderen herummacht kann man ja immer noch per SMS Schluss machen und so tun, als wäre nie etwas gewesen. Ich bin und war nie ein Engel, ich würde auch lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nie so etwas getan hätte. Aber es beschreibt einfach viel zu schön unsere heutige Zeit mit all ihren Facetten und Trugbildern. Solche Texte tragen zum erschaffen einer Idealvorstellung bei, die in der Realität nur all zu selten funktioniert und bei der Enttäuschungen eigentlich vorprogrammiert sind. Es ist wohl einfach generell der bessere Weg, auf solchem Kram zu verzichten. Wenn Menschen eine schöne Zeit zusammen haben ist das eine gute Sache, wenn die Zeit begrenzt ist und jeder damit ehrlich umgehen kann auch, weshalb aber all diese Heuchelei immer sein muss, das habe ich nie verstanden. Da ist mir persönlich eine Frau, mit der ich offen reden kann deutlich lieber als eine, die mir die Sterne vom Himmel erzählt, tut als hätte sie schreckliche Angst im Dunkeln und könne nicht bis drei zählen, hintenherum ganz andere Dinge dreht. Das ist meine Deutung zu diesem Thema |
| Takk... | [QUOTE]er hört sich einige Songs von Rosenstolz gerne an. Ich finde das furchtbar, aber wenns ihm Freude macht. Wohlmöglich finden auch etwa 70 Prozent der Menschen die Musik, die ich höre, furchtbar.[/QUOTE] Obwohl Rosenstolz wieder eine ganz andere Baustelle ist. Die ersten Veröffentlichungen, die ich auch gerne höre, haben nicht diesen pseudo- intellektuellen Charakter. Sie wurden halt von diesen ganzen Trend vereinnahmt und da bin ich der Band ziemlich böse. Mir sind da zur Zeit Madsen am sympathischsten, sie sind aufrichtig, ehrlich, manchmal albern, aber trotzdem bodenständig. Es fehlt uns einfach an Bands, die sich selber mit einen Augenzwinkern sehen und Charakter beweisen. Da wird lieber diese verkrampft Schein- intellektuelle Schiene gegangen und das ist Mist, das hat einfach keine Eier und kein Gefühl, nichts was wahr und ehrlich ist. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von |Dunkelschön| [/i] [B]Das ists doch was die Braunen wieder wollen, Publicity!! Immer wieder wird für die mehr Kerosin ins Feuer gekippt. Andersrum: Es ist Demo und keiner geht hin... [/B][/QUOTE] Also ist indymedia in wirklichkeit eine Neonazi Plattform? |
| Todessehnsucht | wenn man einige äusserungen dort liesst anscheinend schon ... |
| Evil Minded | Die beste Band der Welt sind doch eh die Ärzte :D Ärzte, Farin Urlaub Racing Team - sowas kann man sich durchaus rein ziehen. Vor allem verstehe ich bei deutschen Texten sofort um was es geht (wenn keine komischen Fremdwörter in den Texten vorkommen). Bei englisch sprachiger Musik versteht man (als deutscher Muttersprachler) in manchen Fällen vielleicht erst mal gar nix oder nur kleine Bruchstücke vom Inhalt der Texte (da einfach zu schnell gesungen, geschriehen oder was auch immer wird). So das man bei englischer Musik eben erstmal auf die Melodien und die Songstrukturen achtet (bis man das Booklet aufschlägt und erst mal die Texte ins deutsche übersetzt). Ist das bei euch auch so oder versteht ihr immer alles sofort? Aber dieser " deutsche Studentenrock" ala Silbermond, Sportfreunde Stiller, Juli und co hat ja im deutschen kommerziel erfolgreichen Sektor die totale Überhand übernommen (neben Sido und co). Die Ärzte bzw. Farin Urlaub sind wenigstens nicht ganz so zahm, sondern dort gibts auch mal ein paar sarkastische Texte auf die Ohren (und es rockt einfach irgendwo mehr). Denkt nur mal an Songs wie Sweet Sweet Gwendoline, Fette Elke, Ohne Dich usw. Dann gabs da auch noch andere deutsche Bands wie z.B. die Abstürzenden Brieftauben, Wizo, Terrorgruppe, Abwärts usw. In der heutigen Geselschaft wo alles auf Englisch ist und man überall mit Denglisch zugeschmissen wird, ist es doch eine gute Sache, das es überhaupt noch deutsch singende Bands gibt. Aber dennoch könnten sich doch auch mal noch mehr Bands jenseits vom "deutschen Studentenrock" trauen, auf deutsch zu singen oder zumindestens ein deutsches Album raus bringen. |
| maXablitZer | Naja, das Englischsprachige geht eben aus der einfachen Rechnung hervor, dass die Texte von einer grösseren Menge Leuten verstanden, und daher eventuell auch gehört werden. Finde ich eigentlich auch schade, aber nicht nur, wenn es um deutsche Texte geht, sondern besonders auch um andere Sprachen. Dabei ist es erst mal unwichtig, ob ich das überhaupt verstehe, sondern es hat einen speziellen Reiz, sagen wir mal Musik auf russisch, schwedisch, oder spanisch zu hören. Das ist eben einfach mal erfrischend. |
| archon | ahhh - ich hasse Silbermond - das ist so ein "gewoisl" wie man in bayern sagt... gewinsel, da muss ich echt die kiste abdrehen, wenn das im radio kommt. ich konnte "das beste" schon nie leiden, das war von der art genau so wie dieses "kleines bisschen sicherheit" gewinsel.... einfach SCHRECKLICH ! entweder ist deutschland total "der jammerlappen", dass das ankommt oder die bestechen "media-control" dass die so weit vorne sind... :D *lach* ich hoffe ehrlich gesagt, dass sie in kürze so reich sind, dass sie ihr gewinsle im radio einstellen können.... :D |
| smart_hicks | Einfach nur Gülle. Ich will FREIHEIT und keine SICHERHEIT. Mit diesem Lied befeuern diese Idioten gerade den Wahnsinn, den sich manche Leute bereits für uns ausdenken. Silbermond konnte ich noch nie ausstehen und kann sie ehrlich gesagt nicht von Juli und 2Raumwohnung auseinander halten. Gruß Hicks |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i] [B]Einfach nur Gülle. Ich will FREIHEIT und keine SICHERHEIT. Mit diesem Lied befeuern diese Idioten gerade den Wahnsinn, den sich manche Leute bereits für uns ausdenken. Silbermond konnte ich noch nie ausstehen und kann sie ehrlich gesagt nicht von Juli und 2Raumwohnung auseinander halten. Gruß Hicks [/B][/QUOTE] Exakt! - ich könnte mir daher sogar vorstellen, dass dieses alberne Lied - und auch der ganze andere Müll dieser Art - von Schäuble mitgesponsert wurde - da der ja auch ein riesengroßer und bekennender Fan von "Sicherheit" ist - nämlich der des Staates und seiner Bonzen - allerdings wird er sich kaum mit einem "kleinen bisschen" zufriedengeben.,..und schliesslich beginnt ja bald der Wahlk(r)ampf - was liegt da näher, als den braven Massenmenschen schon mal vorab mit solchen gar nicht mal so subtilen Parolen zu indoktrinieren und für die Pläne der Politbonzen aufnahmebereit zu machen...? Widerstand gibt es ja ohnehin kaum noch, die Menschen sind schon dersrt von dem allgemeinen Betroffenheits- und "Sicherheits" -Zeitgeist gehirngewaschen, dass sie sich ohnehin schon alles gefallen lassen - damit sie auch bloss ihre "Sicherheit" geniessen können... |
| archon | drum wähl ich auch "die piraten" :D ;) ;) es heisst, dass eh 2 von 3 bei der wahl zu hause bleiben und insofern steht die chance "für piraten" nicht schlecht ;) |
| Ewig | Ja, interessant, wie sich "Rock" gewandelt hat. Früher waren das kräftige Stimmen, Musik wie AC/DC, Guns´n Roses... Die Rock Szene Anhänger hatten Jeans und Lederklamotten an. Heute hören sich die Stimmen der "neuen" Bands an wie wenn ein kleines Mädchen versucht zu singen. Die Szene kleidet sich schwarz, wie die Grufties. Interessanter Wandel... |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i] [B]Einfach nur Gülle. Ich will FREIHEIT und keine SICHERHEIT. Mit diesem Lied befeuern diese Idioten gerade den Wahnsinn, den sich manche Leute bereits für uns ausdenken. Silbermond konnte ich noch nie ausstehen und kann sie ehrlich gesagt nicht von Juli und 2Raumwohnung auseinander halten. Gruß Hicks [/B][/QUOTE] ! Freiheit und Sicherheit stehen sich im Grunde diametral gegenüber. Am Ende lässt man sich dann noch mit Kanzlerin Merkel ablichten, die jedes Lied unterstützt, das sich nach: "Es herrscht wieder Ruhe im Land!" anhört. Wobei, dann könnt sie aber auch gleich den Konstantin Wecker hören. Liebe Frau Stürmer, eigentlich find ich sie gar nicht mal so schlecht(für Mainstream ganz ok), aber mit der Kanzlerin an der Hand die Ski-WM eröffnen...? Naja. |