| JohnSteed | Wundert mich aber nicht. Trotzdem fächerübergreifend eine grosse Musikerin. R.I.P. |
| Ronin76 | Na dann willkommen im Klub 27 bei Curt & Genossen. |
| hagzissa13 | ich mag ihre Musik. Zumindest die aus der Zeit, als sie noch nicht dauerbreit war. Die letzten Wochen waren ja nur noch peinlich. Mich wundert es, daß das Management die so überhaupt noch auf die Bühne ließ. Geld war damit doch wahrlich nicht mehr zu machen und das merkt man doch vorher. However. Sie gehört nun zur Clique Joyce Joplin, Kurt Cobain, Jimi Hendrix - alle mit 27 von uns gegangen, bei allen waren Musik und Drogen und Alk im Spiel..... |
| Wüstenblume | Ich muss auch meinen s. dazu abgeben.War sehr traurig von der Nachricht.Auch wenn ich nie ein Fan war.Aber einige Lieder mochte ich. Ist schon traurig so jung zu gehen. Aber ich glaube sie hatte Spaß ,war halt ein Lebemensch,der nicht so auf gesellschaftliche Zwänge geachtet hat eben sehr das Leben genossen hatte.Ihre Augen verraten das.Sie sind so voll Freiheit.Und schön. Ich hoffe auch sie ruht nun in Frieden. R.I.P sweetheart |
| Julya | Ich bin mir ja nicht so sicher, ob man das 'Leben genießen' nennen kann, wenn man dauerbreit und vollgedrogt von tausenden Menschen auf der Bühne ausgebuht wird... Ich denke, sie war eine ganz arme und einsame Person. Sie wurde mit 16 Jahren entdeckt und bis es soweit war, muss sie sehr viel gearbeitet haben. Wer weiß, ob da nicht auch die sprichtwörtliche Eislaufmutter dahinterstand, oder in ihrem Fall vielleicht eher der Vater... Als die Bilder von ihrem letzten Auftritt in Belgrad (?) durch die Medien gingen, habe ich schon zu mir selber gesagt, daß das ihr letzter Auftritt gewesen sein könnte. Ich mochte ihre Stimme, aber nicht ihre Person. Leider hat sie sich selbst so zugrunde gerichtet, daß sie zum Schluss aussah und sang wie eine Cracknutte... An den '27-er-Club' dachte ich auch sofort, als ich es erfuhr... Ich finde es schon schade, aber wer weiß, wieviele Jahre sie noch als abgehalfterte "ehemalige Souldiva" (falls man sie überhaupt so bezeichnen konnte) durch die Klatschspalten gezogen worden wäre. Das wäre auch kein erstrebenswertes Ziel gewesen... |
| Evillight | Man muss wohl diese Musikrichtung mögen, um das Talent einschätzen zu können. Ich kann damit auch nur wenig anfangen, gleichwohl nach dem Belgrader Auftritt war es schon der Anfang von Ende. Ich glaub auch nicht, dass die heutige Pathologie Schwierigkeiten haben sollte, die Todesursache festzustellen. Eine Überdosis von was auch immer ist da wahrscheinlicher, als ein verschluckter Kirschkern. Die Frage wird wohl wie bei Michael Jackson sein, ob Sie selbst die Gefahr erkannte und ggfls auch selbst einen Schlussstrich ziehen wollte, oder nicht. |
| Ronin76 | Ich denke sie war kein angepasster Mensch und laut Fromm in diesem Sinne ein gesunder, empfindsamer Mensch, der in einem kranken Umfeld Symptome entwickelt, wenn Dieses verhindert daß ein Mensch seine Bedürfnisse befriedigen kann. Dadurch hatte sie ungeschminkt das repräsentiert was das Showgeschäft ist: Eine Cracknutte. Man beobachte nur mal das Publikum in Belgrad das völlig empathielos ein Produkt konsumieren will und dann sauer wird weil es Dieses nicht wie gewünscht präsentiert bekommt. Und das wird dann Fans genannt. Konsumgeile Psychopathen trifft es wohl besser. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord_Fallerton [/i] [B]Saufen kann jeder, aber Talent und Klasse hat nicht jeder - sie jedenfalls nicht. [/B][/QUOTE] Ich bin ehrlich, wenn ich sage, daß ich von Musik nicht viel Ahnung habe. Über "gefällt mir", "gefällt mir nicht" und "singt schief und/oder fisselig" geht es nicht hinaus. Trotzdem muß ich sagen, hat mir ihre Stimme und ihre Art zu singen sehr gut gefallen. Viele, auch Kenner, sprechen/sprachen bei ihr von großem Talent. Ich kann das wie gesagt nicht beurteilen, nur sagen, daß ich ihre Musik mochte, als sie noch nicht dauerbreit war. Was das Stichwort "Klasse" angeht, nun, da stellt sich die Frage, was diese Klasse ausmacht. Ich weiß z.B. nicht, wie sich die Klasse bei Joyce oder Kurt manifestiert haben soll. |
| Holy Diver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i] [B]Das hat mich allerdings auch schockiert. Rein vom Gefühl her, wäre mir wohl eher danach gewesen, sie von der Bühne zu holen, sie in den Arm zu nehmen und erstmal ans Meer zu fahren... Irgendwie sowas... *sfz* [/B][/QUOTE] Genau, dann hätten wir uns alle noch an den Händen gehalten, ein Mutmach-Liedchen gesungen und leckeren Muscheleintopf aus unserer handgetöpferten Gemeinschaftsschüssel geschlürft und uns vorm Schlafengehen gegenseitig Zöpfchen geflechtet, was alle Drogen- und psychischen Probleme weggeblasen hätte. Ehrlich, da stirbt ein "Promi" jung und plötzlich sind alle Fans und best friends forever von dieser ach so armen Seele... |
| solipsismus | @Holy Diver Vielleicht sind die Menschen, die sich hier zu "ihren Gunsten" äußern schlicht und ergreifend so empfindsam, dass sie es genau so meinen wie sie's schreiben? Und vielleicht sind sie auch nicht welche von denen, die immer erst im Nachhinein auf lieb machen und vorher draufhauen? Oder wolltest du Kritik daran üben, dass sie vorher von den (Klatsch-) Medien fertig gemacht wurde und jetzt von eben diesen "beweint" wird? Wenn ja, kommt es nicht sehr gut 'rüber... |
| TheSiren | Irgendwie war es absehbar, dass sie irgendwann an ihrer Sucht sterben wird. Ich sehe nicht viel fern, aber immer wenn vereinzelt Berichte in den Medien auftauchten die sie total zugedröhnt und fertig zeigten, war ich schockiert. Für ihre Musik hat man sich in den Medien kaum noch interessiert. Einerseits wird überall draufgehalten und der Zeigefinger erhoben und jetzt, da es zu spät ist, reden alle von einer Tragödie. Und nun wollen es alle mal wieder besser wissen und jetzt haben alle Mitleid. Also ich weiss nicht...als Bilder herumgingen, bei denen man sah wie sie Drogen konsumierte, hatte irgendwie niemand Mitleid und ich habe das Gefühl, dass nur wenige sich die Frage stellten, warum sie sich systematisch zerstört. Ich kenne nur 2 Songs und ihre Musik war nicht so meine Sache, dennoch finde ich es sehr traurig. Denn Amy Winehouse steht symbolisch für viele andere Menschen, die an Drogen zu Grunde gehen. Nur stand sie eben in den Medien und hier konnte man live beim Verfall dabei sein. Bei den "Junkies" die in der Gosse liegen sieht es keiner. Vermutlich will es auch keiner sehen. Und im schlimmsten Fall kommt der gedankenlose Spruch:"Sind doch selbst Schuld, diese Versager" |
| Holy Diver | Hier die Fakten: 1. Amy Winehouse halte ich weder für eine großartige Persönlichkeit, noch eine herausragende Musikerin. Daher finde ich die Reaktionen auf ihr Ableben allgemein schlichtweg übertrieben, zumal kurz vorher kein Hahn mehr nach ihr gekräht hat. 2. Es ist nicht Aufgabe der Fans, einen "Star" vom Drogenkonsum abzuhalten, das ist Aufgabe von Familienmitgliedern, meinetwegen auch Management usw. 3. Ich wäre auch gewissermaßen sauer, wenn ich Geld für ein Ticket hinblättern würde und der Musiker/die Musikerin würde sich nur schwankend am Mikro festhalten und keinen Ton rausbringen. Gut, bei dieser speziellen Dame ist damit vielleicht eher zu rechnen als bei anderen Musikern, aber ich persönlich geh meist auf Konzerte, weil ich die Musik mag bzw. die musikalische Leistung gut finde, nicht, weil ich ein hysterisch kreischender Fan bin, der weiß, welche Zahnpastamarke mein Star benutzt. Und ich nehme an, dem Großteil geht es da ähnlich. 4. Wenn ihr alle so empfindsam seid, dann könnt ihr ja mal alle nach Norwegen fahren und da bei diversen Angehörigen bei der Traumabewältigung helfen, was vermutlich um einiges sinnvoller wäre, als vom Sofa aus Fräulein Winehouse posthum seelischen Beistand anzubieten. (Achtung, Punkt 4 trieft vor Sarkasmus) Vielleicht hab ich da andere Prioritäten oder eine andere Empfindung, was wirklich "schlimm" ist, aber das absehbare Ableben einer von Drogen zerfressenen Person berührt mich weniger als etliche tote Jugendliche. 5. Fühlt euch mal nicht alle dauernd so unglaublich persönlich angegriffen, wenn man mal versucht, humoristisch aufzuzeigen, dass man eine Reaktion überzogen findet. |
| TheSiren | Ich finde dieses "Geht-mal-nach-Norwegen"-Scheinargument mindestens genauso furchtbar. Hier hat niemand geschrieben, dass Amys Tod schlimmer oder wichtiger wäre. Schlichtweg, weil es darum auch nicht geht. Beide Dinge die passiert sind, sind furchtbar und ich finde man sollte sowas nicht miteinander vergleichen. |
| Holy Diver | Aus diesem Grund habe ich unter Punkt 4 "Achtung, Sarkasmus!" geschrieben... Ich wünsche noch einen schönen Abend allerseits. |
| TheSiren | In jedem sarkastischen Statement ist ein Körnchen Wahrheit. Und ein Vergleich ist nun mal ein Vergleich. Mich interessiert es da herzlich wenig, wie sarkastisch es gemeint ist, da es schlichtweg nicht angemessen ist. |
| Holy Diver | Es war kein Vergleich im eigentlichen Sinne. Die Argumentation lautete basal: Man sollte vielleicht lieber den Lebenden helfen, als über die Toten "Oh, hätte ich doch dies und jenes getan" zu sagen. Jetzt aber wirklich: Schönen Abend noch! |
| Ronin76 | [QUOTE]Ehrlich, da stirbt ein "Promi" jung und plötzlich sind alle Fans und best friends forever von dieser ach so armen Seele...[/QUOTE] Neidargument. Prominent wird man nicht von selbst sondern dazu gemacht. Auserdem ist es nicht wahr daß nun plötzlich alle Fans und Freunde sind, was man zB schon an Lord Fallertons Kommentaren sieht, ohne diese damit bewerten zu wollen. Solche Verallgemeinerungen sind eigentlich nie fundiert und haltbar. Ich hatte Amy Winehouse bis vor ihrem Tod nur vom Namen gekannt, da mich Pop und Klatschpresse nicht interessiert. [QUOTE] 1. Amy Winehouse halte ich weder für eine großartige Persönlichkeit, noch eine herausragende Musikerin. Daher finde ich die Reaktionen auf ihr Ableben allgemein schlichtweg übertrieben, zumal kurz vorher kein Hahn mehr nach ihr gekräht hat.[/QUOTE] Nach Michael Jackson hatte auch kein Hahn gekräht. Mach die Glotze aus wenn es dich nervt und lies keine Nachrichten mehr, oder werde selbst prominent, damit du mehr Aufmerksamkeit bekommst. Natürlich kann man diesen Tod auch relativieren und im Vergleich zu den vielen Kriegstoten und Tiermorden sind die Reaktionen sicherlich übertrieben. [QUOTE] 2. Es ist nicht Aufgabe der Fans, einen "Star" vom Drogenkonsum abzuhalten, das ist Aufgabe von Familienmitgliedern, meinetwegen auch Management usw. [/QUOTE] Es hatte niemand behauptet daß dies die Aufgabe der Fans sei. Genausowenig ist es die Aufgabe von anderen Menschen wie Familienmitgliedern. Hast wohl noch nie etwas von freiem Willen gehört. Man sollte aber mal darüber nachdenken wieso ein Mensch Drogen konsumiert und da kannst du dich selbst bestimmt auch nicht ausschließen. Zucker, Kaffee, Zigaretten, Alkohol, Mononatriumglutamat ? [QUOTE] 5. Fühlt euch mal nicht alle dauernd so unglaublich persönlich angegriffen, wenn man mal versucht, humoristisch aufzuzeigen, dass man eine Reaktion überzogen findet. [/QUOTE] Nun, wenn Sarkasmus ab jetzt Humor ist, dann werde ich gerne auf deinen Grabstein schreiben: "Er hat nun endlich die Aufmerksamkeit gefunden, die ihm das ganze Leben verwehrt blieb." |
| Holy Diver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B] Es hatte niemand behauptet daß dies die Aufgabe der Fans sei. Genausowenig ist es die Aufgabe von anderen Menschen wie Familienmitgliedern. Hast wohl noch nie etwas von freiem Willen gehört. Man sollte aber mal darüber nachdenken wieso ein Mensch Drogen konsumiert und da kannst du dich selbst bestimmt auch nicht ausschließen. Zucker, Kaffee, Zigaretten, Alkohol, Mononatriumglutamat ? [/B][/QUOTE] Na, wenn wir so argumentieren, wozu dann das Theater? |
| Ronin76 | [QUOTE]Na, wenn wir so argumentieren, wozu dann das Theater?[/QUOTE] Ich sehe hier kein Theater sondern einfach nur daß ein verstorbener Mensch mit letzten Worten bedacht wird, der halt mal etwas bekannter als Otto aus Hintertupfingen war und wie so viele Menschen Drogen konsumiert hatte, die dann wohl mit zum Tod beigetragen hatten. Und egal wie die Reaktionen nun ausfallen, man sollte sie tolerieren, denn viel mehr bleibt Einem gar nicht übrig. |
| Holy Diver | Da frag ich mich eben, wie weit der freie Wille noch vorhanden ist, wenn die Sucht überhand nimmt und ob man tatenlos zusehen soll, wie sich jemand zugrunde richtet, weil er aus freien Stücken damit begonnen hat... aber ich fürchte, dieses Thema würde in diesem Thread zu weit führen. |
| Ronin76 | Ein Süchtiger sollte schon von sich aus den Impuls äußern um von einer Sucht wegzukommen, ansonsten ist jede Therapie zwecklos. Aufgezwungene Hilfe wie beim Helfersyndrom bringt einem Süchtigen nämlich grundsätzlich nicht von seiner Sucht und den Ursachen Dieser weg, mal abgesehen davon, daß jeder Zwang eine Form von Gewalt darstellt die neue Komplikationen verursacht, die dabei ignoriert werden. Bei Alkoholikern die sich in Suchttherapie begeben, beträgt die Rückfallquote ca. 90%. Diese werden jedoch meistens von Arbeitgebern und Angehörigen zu Therapie und Entzug, mehr oder weniger gezwungen. Ich kenne zB zwei ehemalige Alkoholiker die seit vielen Jahren weitgehend abstinent sind und sogar mal kontrolliert ein Bier trinken können, weil sie mit dem Saufen aufhören wollten, es also freiwillig taten. |
| TheSiren | Soviel ich weiss, war sie mehrmals in Kliniken. Ich denke schon dass Impulse da waren. Aber eine Therapie ist eben kein Allheilmittel. |
| Ronin76 | Das Thema Sucht ist aber ein Thema für sich und zum freien Willen kommen noch viele andere Faktoren wie Umfeld und Ursachen hinzu. |
| DarkMusicLove | Weiß man eigentlich jetzt schon woran sie gestorben ist ? Also wundern tut es einen nicht, wie schon von euch gesagt dass sie tot ist, nach den ganzen Drogen etc. Aber sie hatte die Stimme, mit der sie richtige Weltkarriere hätte machen können. Auch wenn Ihre Musik nicht meinem Geschmack entsprach ;) Tja Leute...Finger weg von Drogen & zu viel Alkohol :D Eigentlich war er immer klar bei ihr, dass die Therapien nicht bringen. Sie hatte nie wirklich Willen dazu. |
| TheSiren | [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkMusicLove [/i] [B] Eigentlich war er immer klar bei ihr, dass die Therapien nicht bringen. Sie hatte nie wirklich Willen dazu. [/B][/QUOTE] Naja, das weiss man nicht. Vielleicht wollte sie schon, aber es ging aus anderen Gründen einfach nicht. Z.B. durch den Druck durch die Medien oder anderes. |
| logic_system | Ich fand die "Back to Black" durchgängig großartig. Schade um sie. |
| Wüstenblume | Hallo Julya, :) ja so habe ich es noch garnicht gesehen,da hast schon Recht. Ich habe mich mit dieser Frau nie befasst,nur einmal ein video gesehen und vor einem Jahr einen Konzertausschnitt gehört im Radio. Erst als ich von dem Tod erfahren habe habe ich mir mal zwei Videos und ein Interview angesehn ,was aber aus der Zeit wo sie wohl noch nicht so kaputt war stammt(2007). Da sah sie jedenfalls glücklich aus. Du hast absolut Recht dann lieber jetzt gehen als als ehemalige Diva und Drogenabhängige den Rest des Lebens durch die Klatschspalten gezogen zu werden. (oder so ähnlich meintsest du das). Und ja Spaß hatte sie wohl wirklich nicht mehr am Ende. Aber das weiß ich nicht habe nichts aktuelleres gesehen von ihr bisjetzt. Und ich wil mir hier ja nicht anmaßen das dann wissen zu können,es wäre nur meine Einschätzung. ;) |
| Mahsheed | Seit ich davon gelesen habe, beschäftigt mich der Tod dieser Person, und nicht nur, weil ich nun endlich auch mal Lieder von ihr gehört habe und feststellte, dass ich einige davon bereits kannte ohne die Interpretin zu kennen und Stimme und Musik schätze (vor allem das back to black). Ich wundere mich über mich, da kenne ich diesen Menschen gar nicht persönlich, und plötzlich steigert sich mein Bedauern um das Ableben und das Interesse für ihr Schicksal. Ich sehe mir Interviews an, ich nehme mir viel Zeit, mir en Bild von ihr zu machen: Ich glaube, dass sie liebenswert war. Ich schätze ihren Freiheits-Trieb, ihre Stärke, ihre Loyalität ihren Freunden und ihrer Familie gegenüber. Ich glaube sogar, dass sie eigentlich ein gewissenhafter Mensch war. Sicherlich war sie gar nicht einfach, ich stelle sie mir sogar kratzbürstig vor. Aber im Grunde verdeckt man damit ja oft einen sensiblen Kern. Warum wird in der Presse behauptet, dass ihr Ex-Mann für ihre Sucht verantwortlich gewesen sei, frage ich mich. Und tatsächlich hat dieser wortwörtlich "zugegeben", aus ihr einen Junkie gemacht zu haben. Kann ich trotzdem nicht glauben. Dieser Mann leidet, dort im Knast, wo er von ihrem Tod gehört hat und sich dann vielleicht in tiefer Trauer mit Selbstvorwürfen zermartert. Aber nur weil jemand glaubt, schuldig zu sein, heißt das nicht, dass er es auch ist. Für die Entscheidungen steht ein erwachsener Mensch immer selbst. Außer, er hätte ihr beispielsweise ohne ihr Wissen und Einverständnis Heroin verabreicht, von welchem die Wenigsten wieder loskommen sollen, so habe ich vernommen. Die Liebesgeschichte von Blake und Amy hat für mich etwas romantisches, denn beide waren davon überzeugt, die wahre Liebe gefunden zu haben. Sie tanzten zusammen auf dem Gipfel ihrer Freiheit und ihres abenteuerlichen Glücks. Aber dann, nach ihrer Heirat, kam vermutlich das Erwachen darüber, dass es doch gar nicht so cool ist, Drogen nehmen zu müssen, wenn man längst schon nicht mehr will, aber nun doch nicht mehr kann. Aus der vermeitlichen Freiheit ist Unfreiheit geworden, Zwang, Sucht, unkontrollierbar. Wie schrecklich es für eine eigentlich stolze und würdevolle Person wie Amy gewesen sein muss, Videos und Berichte von ihren Abstürzen wahrgenommen zu haben, die Presse hielt natürlich gnadenlos drauf - und trotzdem nichts dagegen tun zu können, wie demütigend. Schuldsuche als Versuch der Ursachenbekämpfung - bittere Zerwürfnisse - Vorwürfe - Trennung - Versuchte Entzüge - Scheitern - Versuch einer neuen Liebe - Rückfall in die Sucht - Trennung - Einsamkeit, Verzweiflung. Ich finde das wirklich traurig, auch für ihren Ex-Mann, auch für ihre Eltern, ihren Bruder, ihre Freunde. Um jemanden zu erklären, wie aus einer "ganz normalen" und "coolen" Jugendlichen ein Junkie werden kann, und wie wenig es dann gelingt, von Drogen, deren Gefahren manch einer vielleicht verharmlost wahrnehmen mag , könnte man Amys Leben dokumentieren. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mahsheed [/i] [B]Seit ich davon gelesen habe, beschäftigt mich der Tod dieser Person, und nicht nur, weil ich nun endlich auch mal Lieder von ihr gehört habe und feststellte, dass ich einige davon bereits kannte ohne die Interpretin zu kennen und Stimme und Musik schätze (vor allem das back to black). [/B][/QUOTE] Ist ja nicht so, dass die CDs nicht mehr funktionieren, wo sie tot ist. :rolleyes: |
| Fuck up Evil | Amy Winehouse ist tot . . . naja eine Nachricht, die nicht gerade die Kinnlade zum Herunterklappen bringt, oder ?! |
| Krea | [QUOTE]Habt ihr nach dem Tod von Heino dieselbe Trauer geheuchelt?[/QUOTE] Isser auch hin? Ich dachte immer, Heino lebt noch?!? |
| Krea | [QUOTE]Leider nein, aber wen interessierts denn überhaupt.[/QUOTE] Och, ich denke, da gibt es bestimmt welche... und ich denke auch, das Interesse daran, wie auch das Interesse an Amy Winehouse - und an wen sonst auch immer - sei jedem selbst überlassen... Wer hat schon die Berechtigung, darüber Urteile zu fällen? ;) |
| Red_Sparrow | Fallerton: Troll, unglaublich dumm oder weisst du mehr als wir? [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Heino[/url] Da steht nichts von einem Tod und Google gibt auch nur das hier her: [url]http://www.bildblog.de/2518/heino-ist-tot-arbeitstitel/[/url] Glaube auch, dass die bei Amy Winehouse schon einen Nachruf in Arbeit hatten, gleiches gilt wahrscheinlich auch für Johannes Heesters, Pete Doherthy, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, etc. |
| Pelloquin | Was Gespräche über Amy Winehouses Tod in einem Gothic-Forum zu suchen haben? Weil ihr Leben mehr "gothic" war als das, was man in dieser Szene die meiste Zeit dafür gehalten hat! Mich berührte ihr Tod auch, und es war schlimm, die Aufzeichnung ihres letzten Auftritts zu sehen. Zu sehen, dass sie zwar sehr betrunken, aber immer noch wach genug war um zu merken, in was für einem Schlamassel sie steckte. Sie sah sehr verloren aus, und ich frage mich, wie viele von diesen "Fans" die sie ausgepfiffen haben, ihr Verhalten nun bereuen. Möge sie in Frieden ruhen und endlich Licht gefunden haben.. |
| Catweazle | Es hätte keines Druiden bedurft, um festzustellen, dass sie das nächste Samhain kaum erreichen würde! Trotzdem: Brigid sei ihrer Seele gnädig. |
| rainraven | Nun ja, ich muß sagen, es ist immer sehr bedauerlich, wenn ein -noch dazu relativ junger- Mensch vor seiner Zeit und erst recht durch grausame oder widernatürliche Umstände gehen muß. Dennoch habe ich nie viel von Amy Winehouse gehalten, ich fand sie unmöglich, impertinent, potthäßlich, mißgestaltet und ihr ganzes Leben bzw. die Figur, die sie in der Öffentlichkeit abgab, einfach nur bedauerlich. Mit Soulmusik oder diesem modernen Imitat davon, das derzeit anscheinend im Mainstream angesagt ist, habe ich auch noch nie was am Hut gehabt. Ich verstehe auch nicht, warum sie so hochgelobt wird, da gibt es selbst für Nicht-Soul-Fans weitaus ansprechendere Stimmen oder talentiertere Interpreten/innen. Lediglich um die Haare (wenn echt) beneidete ich sie. Doch hinter dem "Star" Amy Winehouse steckte auch eine einfache junge Frau mit großen Problemen, die sicher Freunde und Angehörige hat, die nun um sie trauern, sie haben einen geliebten Menschen verloren und nur sie können den Verlust wirklich ermessen, alles andere ist Nebensache. |
| Töggelie | [QUOTE][i]Original geschrieben von Red_Sparrow [/i] [B]Fallerton: Troll, unglaublich dumm oder weisst du mehr als wir? [/B][/QUOTE] Das war einfach nur eine falsche Nachricht, die vor ca. einem Jahr rumgeisterte. Vor vier Jahren war er wohl auch schonmal tot...manche sterben einfach ein bissel regelmäßiger als andere. |
| Ronin76 | Angeblich soll Amy nicht unmittelbar an Drogen gestorben sein, die Todesursache ist unklar: [url]http://www.markenpost.de/drogenfreier-tod-der-amy-winehouse-bleibt-mysterios-19843/[/url] Da soll wohl ein Mythos erschaffen werden, damit sich die Alben auch nach dem Tod gut verkaufen. So wie bei Elvis, Jackson, den Club 27 Musikern und vielen Anderen. |