| ~RAINBOW~ | Wer nicht original CDs besitzen muss kann sich seine Musik doch runterladen oder von Freunden kopieren und dann den Künstlern etwas Geld zukommen lassen. Davon haben die mehr, als wenn man sich die CDs im Original gekauft hätte. Hintergrund: Ein Künstler verdient (laut Internet) an einer CD 4% des Marktpreises. Wenn ich mir die CD brenne und schick dem Künstler dafür 1 Euro, hat er davon definitiv mehr. Eine tolle Sache finde ich, den Handel zu umgehen und die zu unterstützen, die die Musik tatsächlich MACHEN. |
| Seneca | Hat eine Haken...viele verkaufen ihre CDs direkt und nehmen trotzdem 10-20 Euro. In dem Fall stielst Du 19 Euro pro CD, besonder prekär bei den szeneüblichen Kleinauflagen von nur 5000 Stück die auc noch selst vorfinanziert sind. die 4% gelten nämlich nur für Major labels und die verkaufen im minimum 100.000nde ansonsten produzieren die das Album erst garnicht. 4% von 500.000 ist mehr als 25% von 5000. |
| polyphobic | @~RAINBOW~ So einen Unfug hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. Das ist mal wieder nur eine Aktion, um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen. Wenn du nur dem Künstler seinen vermeintlichen Anteil schickst, hat das mindestens zwei Effekte, die du nicht bedacht hast: Die CD bzw. das legale Release verkauft sich schlecht. Der Künstler hat also einen entsprechend schlechten Stand beim Label und wird in Zukunft eventuell keine CD mehr bei diesem Label veröffentlichen können. Zweitens kriegt dann das Label kein Geld und kann entsprechend wenig für die Vermarktung dieser und anderer CDs aus dem Roaster sorgen - das heißt nicht nur der eigentliche Künstler wird schlechter verkauft sondern auch die Label-Kollegen leiden darunter, dass das Label weniger finanzielle Möglichkeiten hat. Das Resultat ist auch hier wieder, dass nur auf die Bands gesetzt werden kann, die sich auch gut verkaufen. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit solchem Unsinn wie "eine Band braucht kein Label". Das mag für Bands wie Nine Inch Nails o. ä. stimmen, die einfach mal schon einen enormen Bekanntheitsgrad haben, aber jede Szeneband ist mit Label sehr viel besser dran. Den größten Teil vom Kuchen bekommt übrigens immer noch der Handel. Nicht das Label, nicht der Künstler. Ich kaufe im Zweifelsfall immer direkt beim Label, das ist meistens auch noch günstiger. |
| Scheol | Ich möchte mal die Band in der alternativen Szene sehen, die ihre CDs noch von Labels vorfinanziert bekommen. Das geht meist aus eigener Tasche. Labels drucken meistens nur noch die paarundfuffzig Codes auf das Backcover, damit es registriert ist. Studio, externes Mastering, Presswerk, Booklet, Print der CD, Versandkosten, Master-CD (sehr teuer) und das ganze Zeug wird meistens von der Band selbst getragen. Deswegen vertreiben die auch ihre CDs meistens über die eigene Website, nicht nur über Amazon oder Saturn. Und wie schon richtig geschrieben wurde...der Handel streicht die Kohle ein. Und die GEMA. Und das Finanzamt. Da sitzen noch ein paar mehr Leute vor der Plattenfirma, die daran Geld verdienen wollen. Deshalb ja auch die mageren Prozente für die Band. Der Handwerker ist immer ärmer dran als der Chef. Musik ist ein Handwerk, das darf man nicht vergessen. Und schicke doch mal einer Rhianna, die bei einem Major-Label ist, 4 Euro mit Dankesbrief und selbst-heroisierung deiner Taten...guten Tag Herr Anwalt! |
| Changeling II | Der wirkliche Fan/Sammler unterstützt ohnehin nur die Bands/Künstler, die ihm wichtig sind - indem er allein deren Platten/CDs kauft - schon allein aus dem Grund, die Originale besitzen zu wollen anstatt irgendwelcher substanzloser Downloads...wobei ich ansonsten aber rein gar nichts dagegen habe, sich bei Musik, "wo es nicht so drauf ankommt", bzw. zum "nebenbei hören" einfach irgendwo herunterzuladen...was juckt mich schon der dadurch "entgangene" Gewinn irgendeiner Plattenfirma...? ...schön blöd wäre nur der, der es denen auch noch auf die Nase binden würde...und wieso sollte man denen auch noch Geld in den Hals schieben? -mal gal ganz abgesehen davon, dass die Idee nicht nur höchst albern und absolut blödsinnig, sondern auch noch höchst gefährlich wäre: die würden sich erst eins ins Fäustchen lachen und dich anschliessend vor den Kadi zerren...und von der ganzen Hirnrissigkeit der Idee als solcher einmal abgesehen: die Musikmafia hat doch wahrlich schon genug Kohle, denn im kommerziellen Sektor sind die Plattenfirmen, bzw. Labels immer die Hauptprofiteure... |
| Scheol | [QUOTE]was juckt mich schon der dadurch "entgangene" Gewinn irgendeiner Plattenfirma...?[/QUOTE] Sag das bitte nicht so pauschal. Da sitzen Menschen die arbeiten und deren Arbeit ist meistens alles andere als angenehm. Besuch mal ein kleines Label und frag mal nach Papierkram, Managment und juristischen Kram. Der vergeht dir Hören und Sagen. Das ist der Grund, warum man als Band zu einem Label geht. Damit man den Kopf frei hat für die Musik. [QUOTE] streng genommen wird dieser eine Euro vermutlich auch als eine Art Einkommen aus Schwarzarbeit[/QUOTE] Sehr guter Einwand. Genau das wäre es nämlich. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Sag das bitte nicht so pauschal. Da sitzen Menschen die arbeiten und deren Arbeit ist meistens alles andere als angenehm. Besuch mal ein kleines Label und frag mal nach Papierkram, Managment und juristischen Kram. Der vergeht dir Hören und Sagen. Das ist der Grund, warum man als Band zu einem Label geht. Damit man den Kopf frei hat für die Musik. Sehr guter Einwand. Genau das wäre es nämlich. [/B][/QUOTE] Bis 2000 € im Jahr lässt sich das als private Einnahme verbuchen und ist somit steuerfrei. |
| belladonna | [QUOTE]Mir tun wirklich die kleinen Bands und Label leid, die "Fans" wie Dich haben![/QUOTE] Kann ich (als Leidtragende) nur unterschreiben! [QUOTE]Ich möchte mal die Band in der alternativen Szene sehen, die ihre CDs noch von Labels vorfinanziert bekommen.[/QUOTE] Insbesondere bei kleinen Labels ist es schon auch so, daß lieber ein komplett fertiges Produkt genommen wird, da das Label die Promotion für das Album bezahlt und es ist schon schwer genug überhaupt diese Kosten wieder rein zu bekommen. Inzwischen ist es aber auch sehr beliebt als Label nur einen Vertriebsvertrag mit ner Band zu machen - sozusagen als Subvertrieb zu agieren - und das fertige Produkt an den eigenen Vertrieb lediglich weiter zu reichen. Dann muß allerdings die Band die sämtliche Kosten für Produktion und Promotion selbst tragen. Und dann noch ewig dem Geld hinterher rennen, denn solche "Subvertriebe" tun sich ganz schön schwer im Gegenzug den vom Vertrieb überwiesenen Verkaufserlös ordnungsgemäß an den Künstler weiterzureichen...Da kommen dann die lustigsten Ausreden zustande und es endet damit, daß der Künstler sein Geld einklagen darf :rolleyes: |
| Scheol | [QUOTE]Bis 2000 € im Jahr lässt sich das als private Einnahme verbuchen und ist somit steuerfrei.[/QUOTE] Das ist ein Witz. ;) [QUOTE]Insbesondere bei kleinen Labels ist es schon auch so, daß lieber ein komplett fertiges Produkt genommen wird, da das Label die Promotion für das Album bezahlt und es ist schon schwer genug überhaupt diese Kosten wieder rein zu bekommen. Inzwischen ist es aber auch sehr beliebt als Label nur einen Vertriebsvertrag mit ner Band zu machen - sozusagen als Subvertrieb zu agieren - und das fertige Produkt an den eigenen Vertrieb lediglich weiter zu reichen. Dann muß allerdings die Band die sämtliche Kosten für Produktion und Promotion selbst tragen. Und dann noch ewig dem Geld hinterher rennen, denn solche "Subvertriebe" tun sich ganz schön schwer im Gegenzug den vom Vertrieb überwiesenen Verkaufserlös ordnungsgemäß an den Künstler weiterzureichen...Da kommen dann die lustigsten Ausreden zustande und es endet damit, daß der Künstler sein Geld einklagen darf[/QUOTE] Über physische Träger wird eh kein richtiges Geld mehr verdient. Das ist leider zum Großteil nur noch über "Live-Acts" möglich. Es gibt momentan Seiten, auf denen man seine Musik direkt verkaufen kann. Sogenannte Künstlerportale. Dies macht Label wiederum überflüssig. Könnte vielleicht erklären, warum sie fertige Produkte erwarten. Im Prinzip sind Label, wie du sagst, fast nur noch Vertrieb. Das ist zwar überspitzt, aber Musik ist eben ein sehr, sehr teures Hobby. |
| polyphobic | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B] Es gibt momentan Seiten, auf denen man seine Musik direkt verkaufen kann. Sogenannte Künstlerportale. Dies macht Label wiederum überflüssig. [/B][/QUOTE] Ja, aber ohne Label wird man ganz anders wahrgenommen. Das fängt schon damit an, wenn man CDs zur Bemusterung rausschicken möchte...ohne Label muss man (gelegentlich) fast betteln, mit Label fragt eher das jeweilige Magazin an, ob sie Rezensionsexemplare haben dürfen. Diese Wahrnehmung ist meiner Meinung nach auch bei vielen Hörern so. Da wird dann verminderte Qualität angenommen, weil man ja schließlich keinem Label gut genug war. Man vertraut auf die Vorselektierung durch Labels. Natürlich sind sich einige dessen bewusst und sehen dann darüber hinweg, andere lassen sich aber zweifelsohne davon beeinflussen. Der Selbstvertrieb klappt erst ab einem gewissen Bekanntheitsgrad wirklich gut. Hin und wieder lese ich "Argumente" von Leuten, die dann Nine Inch Nails als Positivbeispiel nennen... ja nee, is klar. Wenn Trent heute von 0 starten müsste, hätte er es auch sehr viel schwerer... |
| Scheol | Gut, in dem Punkt hast du vermutlich Recht. Eine Plattform die versucht beides miteinander zu kombiniere...also, Bekanntheit aufbauen und Geldverdienen, ist "sellaband.de". Zwar geht's primär darum, Geld für ein Video oder CD-Projekt zu bekommen, aber ohne Bekanntheit geht dort eben nichts. Aber das sind nur vage Ansätze die in der breiteren Menge wohl "noch" nicht Anklang finden. Ja, wie du sagst, Vorselektion. |
| Ronin76 | [QUOTE] So einen Unfug hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. Das ist mal wieder nur eine Aktion, um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen. Wenn du nur dem Künstler seinen vermeintlichen Anteil schickst, hat das mindestens zwei Effekte, die du nicht bedacht hast: Die CD bzw. das legale Release verkauft sich schlecht. Der Künstler hat also einen entsprechend schlechten Stand beim Label und wird in Zukunft eventuell keine CD mehr bei diesem Label veröffentlichen können. Zweitens kriegt dann das Label kein Geld und kann entsprechend wenig für die Vermarktung dieser und anderer CDs aus dem Roaster sorgen - das heißt nicht nur der eigentliche Künstler wird schlechter verkauft sondern auch die Label-Kollegen leiden darunter, dass das Label weniger finanzielle Möglichkeiten hat. Das Resultat ist auch hier wieder, dass nur auf die Bands gesetzt werden kann, die sich auch gut verkaufen. [/QUOTE] Eine fatale Denkweise, denn wenn ein Künstler seine Werke direkt verkaufen kann, benötigt er kein Label mehr. Da ist es dann egal, welchen Stand er dort, bzw das Label hat. Ein Label zum Selbstzweck wäre ja sinnlos, denn es ist lediglich ein Werkzeug zur Vermarktung. Direktverkäufe bedeuten prinzipiell auch geringere Produktpreise und mehr Unabhängigkeit. Wenn eine solche Band trotzdem Preise von 20 Euro für eine CD verlangt, läuft da was schief. Das Pressen einer CD mit Hülle und Inlay kostet auch bei Kleinauflagen nur wenige Euro. Das Problem bei einem Rattenschwanz an Management, Vermarktung und Bürokratie ist doch, daß dies nicht wirklich produktiv ist. Natürlich gibt es da oft Symbiosen, doch es spricht prinzipiell nichts gegen schlanke Direktverkäufe. Da weiß der Käufer wenigstens bei wem sein Geld landet und wen er damit unterstützt. Meistens steckt ein Musiker trotzdem mehr Geld (und viel Zeit) in die Ausrüstung rein, als daß er daran verdienen könnte, aber das ist ne andere Geschichte. [QUOTE] Bankdaten habe ich auf CDs noch nie gesehen und Privatadressen auch nur sehr selten.[/QUOTE] [URL=http://www.discogs.com/viewimages?release=2608070]So ändern sich die Zeiten[/URL]. Die hatten sogar die Plattencover in Handarbeit gebastelt und beschriftet. War damals auch gerade bei Independent und Underground-Bands nicht unüblich. [QUOTE]ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Du Scheol's Vorschlag nachkommen würdest, zeig einfach, daß Du genug Eier hast, um einen entsprechenden Brief mit ein bißchen Kleingeld an irgendeinen Superstar schickst und dann warte auf das Anwaltsschreiben![/QUOTE] Solange man keine staatlich-illegalen Downloads erwähnt, kommt da höchstens ein Dankesschreiben. [QUOTE]Mir tun wirklich die kleinen Bands und Label leid, die "Fans" wie Dich haben![/QUOTE] Rainbow hatte nicht behauptet ein Fan zu sein. Allerdings ist jeder Fan, unabhängig vom Kommerz, für eine Band förderlich. Ein kluger Geschäftsmann denkt sich: Lieber ein potentieller Kunde, als gar kein Kunde. [QUOTE]streng genommen wird dieser eine Euro vermutlich auch als eine Art Einkommen aus Schwarzarbeit ... Sehr guter Einwand. Genau das wäre es nämlich. [/QUOTE] Nicht wenn es ein namenloses oder noch besser, ein diskretes Geschenk ist . Man braucht ja der alles kontrollieren wollenden Systemmafia nicht dumm in die Hände spielen. Rainbow hatte eine durchaus überlegenswerte Grundidee benannt, und mich wundert es ein wenig, wie das hier gleich systemkonform runtergeputzt wird. Die Details der Vorgehensweise lassen sich klären. |
| Scheol | Dennoch beuten Label ihre Künstler nicht primär aus. Dies ist ein Klischee welches sich pauschal ins öffentliche Bewusstsein gebrannt hat. Label sind Dienstleister, welche bezahlt werden wollen. Und auch Schenkungen haben ihre Grenzen. Wenn dies Methode werden würde, dann wäre es Schwarzarbeit im großen Stil. Dies würde zwangsläufig unterbunden werden. Musik ist ein Handwerk. Und dieses Handwerk kostet in erster Linie viel Geld, noch bevor man etwas daran verdient. Wer kostenlose Musik haben möchte, sollte sich über CC (Creative Common) oder Künstlerportale sein Zeug besorgen. Wenn ich für mehrere tausend Euro ein Album produziere, möchte ich zumindest die Produktionskosten decken können. Sonst ist Musik nur etwas für Priviligierte. |
| polyphobic | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Eine fatale Denkweise, denn wenn ein Künstler seine Werke direkt verkaufen kann, benötigt er kein Label mehr.[/B][/QUOTE] Hast du meinen vorherigen Beitrag überlesen? Um seine Werke direkt verkaufen zu können, müssen die Leute erstmal wissen, dass es diese Werke gibt. Da ist man ohne Label in JEDEM Fall schlechter dran, es sei denn man hat schon einen gewissen Namen. Das Label übernimmt eben viel Arbeit und die wird glücklicherweise auch von vielen Leuten noch geschätzt. Selektion. Belieferung der Händler. Bemusterung. Marketing(!!!). Gerade viele Künstler haben keinen blassen schimmer vom Marketing und wissen einfach nicht, wie sie sich gescheit verkaufen bzw. anbieten können. Da kann die Musik noch so toll sein, man spricht einfach nur einen Bruchteil der potenziellen Hörer an. Da ist ein Label ein riesiger Vorteil. [B][QUOTE] Da ist es dann egal, welchen Stand er dort, bzw das Label hat. Ein Label zum Selbstzweck wäre ja sinnlos, denn es ist lediglich ein Werkzeug zur Vermarktung. [/B][/QUOTE] Unter anderem, ja. Aber du kannst nicht davon ausgehen, dass jeder Künstler sich perfekt selbst vermarkten kann. Mag es im Einzelfall geben, aber in der Regel ist das nicht so. [B][QUOTE] Direktverkäufe bedeuten prinzipiell auch geringere Produktpreise und mehr Unabhängigkeit. Wenn eine solche Band trotzdem Preise von 20 Euro für eine CD verlangt, läuft da was schief. Das Pressen einer CD mit Hülle und Inlay kostet auch bei Kleinauflagen nur wenige Euro.[/B][/QUOTE] Wenige Euro? Zeig mir mal jemanden, der dir eine Serie von unter 100 Stück presst(!) und nicht nur dupliziert/brennt. Meist geht das bei 500 los, mit Glück schon bei 300. Die Stückkosten liegen dann in Abhängigkeit von Auflage und Verpackung bei etwa 1 €/Stück und sinkt natürlich bei steigender Menge. Eine kleine Beispielrechnung: [url]http://www.deine.cd/cd-konfigurator.html#konfigurator[/url] Oberfläche silber, CD einfarbig, Jewlbox transparent, Booklet-Card + Inlaycard (Farben je 4/4), GEMA-Abwicklung, Druckdaten werden fertig angeliefert und die CDs am Ende eingeschweißt. Weil wir ja modern sein wollen, nehmen wir auch die Titelerkennung mit rein. Fall A: 50 CDs - 249,90 (exklusive[!] MWst) --> 297,38 € Da landen wir bei Stückkosten von 5,95 €. Nehmen wir mal einen Preis von 9,99 € an. Dann müssen 30 CDs verkauft werden, um auf den grünen Zweig zu kommen. Fall B: 200 CDs - 522,90 (exklusive[!] MWst) --> 622,25 € Da landen wir bei Stückkosten von 3,11 €. Das ist natürlich sehr viel billiger als bei der kleineren Auflage und man müsste nur 63 CDs zu 9,99 verkaufen, um seine Kosten wieder raus zu haben. Nun nehmen wir aber mal an, dass irgend ein Arschgesicht bereits wenige Tage oder Wochen nach Release die CD ins Netz stellt. Rapidshare oder sonstwo, am besten noch verbreitet über diverse Russenseiten. Dann hat Fall A wegen eh schon geringer Nachfrage vielleicht 15 CDs verkauft und kann dann hoffen, dass sich in den folgenden Monaten oder Jahren doch noch wenigstens 15 Leute finden, die die verbleibenden 147,53 € wett machen, so dass er dann wenigstens bei NULL steht. Bei Fall B sieht es nicht anders aus. Da mag die Nachfrage größer sein, vielleicht haben die dann schon 50 CDs verkauft nach ein paar Wochen. Also 499,50 € erbeutet und 122,75 € offen. Dann stellt irgend ein "netter Mensch" die Scheibe ins Netz und es werden in den nächsten Monaten vielleicht noch 10 verkauft. Dann ist man immer noch nicht bei NULL. Und bedenkt: Wir reden hier von den reinen Kosten zur CD-Herstellung. Es geht NICHT um die Kosten für die Covergestaltung (egal ob das jemand übernommen hat oder man selbst dafür Zeit geopfert hat), Vermarktung oder gar die Zeit der Produktion der Musik selbst. Dieses Risiko ist es einfach den meisten nicht wert, eine Pressung - und sei die Auflage noch so klein - anzuleiern. Mit Glück(!) kriegt man die reinen Kosten der Pressung wieder raus aber alles andere bleibt unbezahlt. Und geht bitte nicht davon aus, dass die Bands oder Künstler mehr Geld in der Tasche haben als ihr selbst. Wodurch auch? Wie ich gerade vorgerechnet habe, wohl kaum durch CD-Verkäufe auf eigene Faust! Selbige Rechnung müssen natürlich auch die Labels machen, die aber eben auch andere Kosten dazurechnen müssen, die zum Beispiel den Arbeitsaufwand einrechnen sollten und da müssen dann schon ganz andere Hausnummern verkauft werden, damit sich so eine Pressung rentiert. [B][QUOTE] Das Problem bei einem Rattenschwanz an Management, Vermarktung und Bürokratie ist doch, daß dies nicht wirklich produktiv ist. Natürlich gibt es da oft Symbiosen, doch es spricht prinzipiell nichts gegen schlanke Direktverkäufe. Da weiß der Käufer wenigstens bei wem sein Geld landet und wen er damit unterstützt. Meistens steckt ein Musiker trotzdem mehr Geld (und viel Zeit) in die Ausrüstung rein, als daß er daran verdienen könnte, aber das ist ne andere Geschichte.[/B][/QUOTE] Wie bereits oben angeführt: Dem geneigten Hörer einfach das Produkt anpreisen zu können ist ein riesiger Vorteil. Als Release auf einem Label wird das anders aufgenommen als Kalle Sauerbier, der in Forum X und Y auf sich aufmerksam macht und alle bittet, sein Release über die Homepage, Bandcamp oder sonstiges zu kaufen. Klar Fallen beim Label noch andere Kosten an, die mitunter den Preis auch in die Höhe treiben aber man spricht damit SEHR VIEL mehr potenzielle Kunden an, als wenn man sich allein durchkämpfen muss (unabhängig von der Qualität der Musik)! |
| Ronin76 | [QUOTE]Wenige Euro? Zeig mir mal jemanden, der dir eine Serie von unter 100 Stück presst(!) und nicht nur dupliziert/brennt. Meist geht das bei 500 los, mit Glück schon bei 300. Die Stückkosten liegen dann in Abhängigkeit von Auflage und Verpackung bei etwa 1 €/Stück und sinkt natürlich bei steigender Menge.[/QUOTE] Wenige Euro pro Stück natürlich. Die Rechnung wäre nicht nötig gewesen. :) [QUOTE]Um seine Werke direkt verkaufen zu können, müssen die Leute erstmal wissen, dass es diese Werke gibt. Da ist man ohne Label in JEDEM Fall schlechter dran, es sei denn man hat schon einen gewissen Namen. [/QUOTE] Verallgemeinerungen sind selten haltbar. Sicherlich können Labels Vorteile bieten, müssen sie jedoch nicht. Schon mal was von viralem Marketing und Mundpropaganda gehört ? Ich möchte gar nicht Labels verteufeln, sich haben sicherlich ihre Berechtigung. Sie sind jedoch nicht obligatorisch. [QUOTE] Nun nehmen wir aber mal an, dass irgend ein Arschgesicht bereits wenige Tage oder Wochen nach Release die CD ins Netz stellt. Rapidshare oder sonstwo, am besten noch verbreitet über diverse Russenseiten. Dann hat Fall A wegen eh schon geringer Nachfrage vielleicht 15 CDs verkauft und kann dann hoffen, dass sich in den folgenden Monaten oder Jahren doch noch wenigstens 15 Leute finden, die die verbleibenden 147,53 € wett machen, so dass er dann wenigstens bei NULL steht. [/QUOTE] Die alte Leier, daß P2P den Markt zerstört, hat doch selbst die Musikindustrie vor Jahren schon widerlegt. P2P ist als Werbung zu betrachten, oder wird von Menschen genutzt, die sich eh keine CDs kaufen würden, weil sie es sich zB gar nicht leisten können. Die meisten Konsumenten, und vor allem Fans, wollen das Original wenn ihnen ein Werk wirklich gefällt. Lange vor dem digitalen Zeitalter wurden Magnetbandkassetten überspielt und ausgetauscht, Kopien gab es also schon fast immer. P2P ist mit Sicherheit nicht an angeblichen Umsatzeinbrüchen der großen (und kleinen) Labels schuld, sondern die Sau, welche durchs Dorf getrieben wird, um von der globalen Umverteilung "von unten nach oben" abzulenken. Wie man [URL=http://musikwirtschaftsforschung.files.wordpress.com/2009/06/tab-single-und-longplay-formate-1973-20082.jpg]hier[/URL] sehen kann, sind die globalen CD-Verkäufe (Alben) ab 2001 eingebrochen, während sich Singles ab 2004 erholt haben und die Jahre darauf Rekordverkaufszahlen verbuchen konnten. Über die Umsätze und Gewinne sagt das nur wenig bis Nichts aus. [QUOTE] Im Vergleich von File-Sharern und Nicht-File-Sharern zeigt sich, dass erstere in den letzten 12 Monaten 5,49 Alben (in Form von Tonträgern und Downloads) und letztere 5,69 Alben gekauft haben, was als kein besonders großer Unterschied gewertet wurde. Bei der Gruppe der 15-24jährigen ist es sogar umgekehrt. Die File-Sharer haben im abgelaufenen Jahr 5,90 Alben, die Nicht-File-Sharer aber nur 3,90 Alben käuflich erworben. In dieser Altersgruppe weisen also die File-Sharer eine höhere Kaufbereitschaft auf als die Nicht-File-Sharer. Zudem besuchen File-Sharer signifikant öfter ein Konzert und kaufen signifikant mehr Merchandising-Artikel als Nicht-File-Sharer, was mit ihrer hohen Musikaffinität erklärt werden kann. Lediglich 19% gaben an, mehr Musik zu kaufen, wenn File-Sharing vollkommen unmöglich wäre. 54% würden ihr Kaufverhalten nicht ändern und 27% würden sogar weniger Musik in kaufen. [url]http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2009/04/03/wie-bose-ist-das-file-sharing-–-teil-1/[/url] [/QUOTE] |
| polyphobic | Virales Marketing: Natürlich ist das eine Stretegie aber hast du eine Ahnung wie aufwendig das in Planung und Ausführung ist? Wie viele der Bands sind wirklich in der Lage, sowas gekonnt umzusetzen? Die allerwenigsten! Klar kann man sich die goldene Ausnahme nehmen und als Positivbeispiel präsentieren aber das ist nun mal leider nicht repräsentativ für die Gesamtheit aller Musiker! Mundpropaganda: Schön und gut - wird aber bei Bands mit Label genau so betrieben - wie also sollte das ein Vorteil gegenüber dem Label sein? Mundpropaganda ist bitter nötig, reicht aber auf keinen Fall aus. Betreffs P2P bzw. Filehostern (die sind wohl heutzutage aktueller bzw. häufiger genutzt als P2P oder?): Natürlich sind sie nicht allein verantwortlich für den Abwärtstrend aber sie sind dennoch ein Faktor der umso bedeutsamer wird, je mehr eine Band auf sich allein gestellt ist und demzufolge auch allein die Kosten abfedern muss. Ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten, dass sich meine CD innerhalb von 4 Wochen ca. 15 mal verkauft hat und dann im Netz stand - seitdem habe ich ganze 2 Exemplare verkauft. Ist das Zufall? Bin ich froh über die Werbung? Nein. Denn offenbar hat die ach so tolle Werbung nicht dazu geführt, dass sich Leute für den Kauf entschieden haben. Nun kann man darüber mutmaßen, inwiefern das mit der Qualität der Musik zusammenhängt...wenn man aber den rasanten Abfall in Betracht zieht denke ich schon, dass sich einige die CD gezogen haben, die sonst definitiv gekauft hätten. Was bringt mir das also? Nichts. Es hat für mich keinen positiven Effekt wenn 500 Leute sich die CD ziehen und von den 500 vielleicht 10 oder 20 die CD gekauft hätten und dies nun nicht mehr tun. Den meisten Konsumenten ist es leider egal, ob sie das Original haben, wenn ihnen die Musik gefällt. Das sind meine Erfahrungen. Es gibt natürlich auch hier wieder die rühmlichen Ausnahmen, die sich bei Gefallen die CD kaufen aber es sind eben leider Ausnahmen und NICHT die Regel. Wenn du eine dieser Ausnahmen bist, dann gehe bitte nicht davon aus, dass dein gutes Beispiel auf alle anderen abfärbt - das tut es leider nicht. Zu der Statistik bezüglich Filesharern: Mag sein, die Daten zweifel ich gar nicht an. Ich gebe aber zu bedenken: Filesharer X saugt sich im Jahr 50 Alben (das mag für viele zu viel sein, für andere ist es aber viel zu wenig). Davon gefallen ihm 5 oder 6 so gut, dass er sie kauft. Toll. Dann verbleiben aber noch 45 andere Werke. 20 davon gefallen ihm nicht, also löscht er die (diese Annahme ist auch schon optimistisch, denn Festplatten sind groß und da lässt man das auch einfach mal drauf). Dann bleiben immer noch 25 Werke, die er nicht löscht, weil sie ganz gut sind. Sie sind aber auch nicht SO gut, dass er sie original kauft. Die versacken dann einfach mal. Natürlich hätte er nicht alle dieser 25 Werke ohne Filesharing gekauft aber vielleicht 4-5 schon. Und genau diese Bands haben dann das Nachsehen. Ich denke übrigens nicht, dass die Menschen ihr tatsächliches Verhalten für den Fall, dass FIlesharing unmöglich wäre, korrekt antizipieren können. Viele wären sicherlich überrascht, dass sie entgegen ihrer Erwartungen doch mehr kaufen würden, weil sie schon gar nicht mehr nachvollziehen können, wie viel das Filesharing in ihrem persönlichen Musikkonsum ausmacht. Ich will nochmal darauf hinweisen, dass es beim Großteil leider so ist, dass nur das "Haben" zählt. Es wird kein großer Gedanke daran verschwendet, was es für Auswirkungen hat, wenn man wirklich nur noch illegal Musik bezieht (für Labels, Bands und sonstige). Gern kommt dann mal der Mythos der reichen Labels und Bands, was besonders bei Szenemusik völliger Quatsch ist. Aber es beruhigt scheinbar das Gewissen. |
| belladonna | [QUOTE]aber Musik ist eben ein sehr, sehr teures Hobby[/QUOTE] oh ja! :D Oder um es mit einem kleinen Witz zu untermalen: Sagt der Arzt zum Musiker: "Sie haben nur noch einen Monat zu leben." Entgegnet der Musiker: "Ja, aber wovon denn?" |
| Ronin76 | [QUOTE] Virales Marketing: Natürlich ist das eine Stretegie aber hast du eine Ahnung wie aufwendig das in Planung und Ausführung ist? Wie viele der Bands sind wirklich in der Lage, sowas gekonnt umzusetzen? Die allerwenigsten! Klar kann man sich die goldene Ausnahme nehmen und als Positivbeispiel präsentieren aber das ist nun mal leider nicht repräsentativ für die Gesamtheit aller Musiker! Mundpropaganda: Schön und gut - wird aber bei Bands mit Label genau so betrieben - wie also sollte das ein Vorteil gegenüber dem Label sein? Mundpropaganda ist bitter nötig, reicht aber auf keinen Fall aus. [/QUOTE] Liegt wohl daran, daß viele Bands einfach nur das schnelle Geld machen wollen. Vor vielen Jahrzehnten gabs noch nicht so viele Labels und Marketing, da sind Musiker eben noch durch Kneipen und Clubs gejingelt, und zwar fast jedes Wochenende. Ein paar davon wurden sogar sehr bekannt, wenn sie gut waren. So manche der vielen Studio-Bands kennen das sicherlich nicht und wolen es sich auch gar nicht antun, und dann brauchen sie eben einen Sündenbock, wenn der Erfolg ausbleibt: Die bösen Sauger :D. Wenn der Erfolg ausbleibt, sollen sie doch einfach konsequent sein, und ihre Musikmacherei einstellen, anstatt dauernd rumzujammern und Anderen dafür die Schuld zu geben. Viele wollen sich auch nicht eingestehen, daß ihre Musik eben einfach zu mies ist. Hauptsache die Illusion pflegen, irgendwann mal ein großer Star zu werden, dem ständig Steine in den Weg gelegt werden. :rolleyes: [QUOTE] Ich gebe aber zu bedenken: Filesharer X saugt sich im Jahr 50 Alben (das mag für viele zu viel sein, für andere ist es aber viel zu wenig). Davon gefallen ihm 5 oder 6 so gut, dass er sie kauft. Toll. Dann verbleiben aber noch 45 andere Werke. 20 davon gefallen ihm nicht, also löscht er die (diese Annahme ist auch schon optimistisch, denn Festplatten sind groß und da lässt man das auch einfach mal drauf). Dann bleiben immer noch 25 Werke, die er nicht löscht, weil sie ganz gut sind. Sie sind aber auch nicht SO gut, dass er sie original kauft. Die versacken dann einfach mal. [/QUOTE] Aus einem logischen Trugschluß heraus wird ein Download gerne mit einem CD-Kauf gleichgesetzt, was er jedoch nicht ist. Wenn ich bedenke, wie viele Fehlkäufe ich in meiner Jugend getätigt hatte, bin ich froh, daß es heute die Möglichkeit der digitalen Hörproben gibt. Man kauft sich nur ungern die Katze im Sack. [QUOTE]Natürlich hätte er nicht alle dieser 25 Werke ohne Filesharing gekauft aber vielleicht 4-5 schon. Und genau diese Bands haben dann das Nachsehen.[/QUOTE] Viele Konsumenten setzten sich ein Limit an Alben oder Singles, bzw ein Monatsbudget. Es ist also unwahrscheinlich, daß diese Werke zusätzlich gekauft werden würden. Sie sind wohl einfach nicht gut genug. [QUOTE]Ich denke übrigens nicht, dass die Menschen ihr tatsächliches Verhalten für den Fall, dass FIlesharing unmöglich wäre, korrekt antizipieren können. Viele wären sicherlich überrascht, dass sie entgegen ihrer Erwartungen doch mehr kaufen würden, weil sie schon gar nicht mehr nachvollziehen können, wie viel das Filesharing in ihrem persönlichen Musikkonsum ausmacht[/QUOTE] Das sehe ich teilweise auch so, jedoch hatte ich auch genannt, wie das früher lief (Kassetten). Dem stehen die Menschen gegenüber, welche sich erst duch digitale Hörproben zu Käufen entscheiden und auch erst durch Diese als potentielle Kunden erschlossen werden. |
| Scheol | Kassetten ist ein schlechtes Beispiel. Kein Mensch hatte 20.000 Kassetten zu Hause gebunkert, 20.000 Ordner auf einer 2TB Festplatte ist jedoch kein Problem. Außerdem habe ich den subjektiven Eindruck, dass man sich damals eine CD kaufte und sie lange Zeit hörte. In Zeiten des Filehostings läuft dies ein bisschen schneller ab. Mehr ist dann eben mehr. Ich bin kein unbeflecktes Lamm, was dies betrifft. Aber ich kaufe immer etwas, wenn es mir gefällt. Und ich lade schon lange nichts mehr aus dem Netz, seit ich nicht nur selbst musiziere, sondern auch mal gesehen habe, was es bedeutet ein Label zu besitzen. Sollten Labels kaputt gehen, was sie nämlich tuen, dann wird die Qualität der Musik auch schlechter, da viele Künstler eben nicht das Händchen für Marketing haben, wie schon ausgeführt wurde, und nebenher 8 Stunden arbeiten müssen. Diese konzentrieren sich dann weniger auf ihre Musik und irgendwann bricht diese dann völlig weg wenn eine Familie hinzukommt. So oder so, es ist gut dass es Labels gibt, und es ist gut CDs zu kaufen. Musik ist keine freie Kunst wie es immer heißt. Da steckt mehr Arbeit dahinter als viele denken. Und natürlich möchte man für seine Leistungen honoriert werden. |
| polyphobic | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Liegt wohl daran, daß viele Bands einfach nur das schnelle Geld machen wollen. Vor vielen Jahrzehnten gabs noch nicht so viele Labels und Marketing, da sind Musiker eben noch durch Kneipen und Clubs gejingelt, und zwar fast jedes Wochenende. Ein paar davon wurden sogar sehr bekannt, wenn sie gut waren. So manche der vielen Studio-Bands kennen das sicherlich nicht und wolen es sich auch gar nicht antun, und dann brauchen sie eben einen Sündenbock, wenn der Erfolg ausbleibt: Die bösen Sauger :D. Wenn der Erfolg ausbleibt, sollen sie doch einfach konsequent sein, und ihre Musikmacherei einstellen, anstatt dauernd rumzujammern und Anderen dafür die Schuld zu geben. Viele wollen sich auch nicht eingestehen, daß ihre Musik eben einfach zu mies ist. Hauptsache die Illusion pflegen, irgendwann mal ein großer Star zu werden, dem ständig Steine in den Weg gelegt werden. :rolleyes: [/B][/QUOTE] Darum geht es doch gar nicht. Du vermengst hier einerseits 2 Sachen: Den schlichten Verkauf von Musik und andererseits Live-Musik. Die gibt es auch heute noch. Doch auch wenn sich eine Band gegen Live-Musik entscheidet sollte dies nicht bedeuten, dass sie mit ihrer Musik kein Geld verdienen dürfen. Wo kämen wir denn da hin?! Nur weil du nicht mitbekommst, was der Musiker bis zur Aufnahme seiner Werke für Arbeit damit hatte, heißt das noch lange nicht, dass es die Arbeit nicht gab. [B][QUOTE] Aus einem logischen Trugschluß heraus wird ein Download gerne mit einem CD-Kauf gleichgesetzt, was er jedoch nicht ist. Wenn ich bedenke, wie viele Fehlkäufe ich in meiner Jugend getätigt hatte, bin ich froh, daß es heute die Möglichkeit der digitalen Hörproben gibt. Man kauft sich nur ungern die Katze im Sack. [/B][/QUOTE] Ich hab extra betont, dass ich das nicht tue und habe entsprechend eine gewisse Zahl (die Mehrheit) ausgeklammert und nur einen geringen Teil als wahrscheinlich entgangenen Kauf angesetzt. Liest du meine Beiträge auch aufmerksam? [B][QUOTE] Viele Konsumenten setzten sich ein Limit an Alben oder Singles, bzw ein Monatsbudget. Es ist also unwahrscheinlich, daß diese Werke zusätzlich gekauft werden würden. Sie sind wohl einfach nicht gut genug. [/B][/QUOTE] Das mache ich auch. Das heißt aber längst nicht, dass ich mir den Rest illegal besorge. Ich mache mir aufgrund der Snippets (und die kann man sich heute schon recht aussagekräftig anhören) ein Bild und entscheide dann, welches Release etwas mehr Zeit hat und welches ich sofort brauche. Wo ist das Problem? Es gilt nur die eigene Gier zu zügeln. [B][QUOTE] Das sehe ich teilweise auch so, jedoch hatte ich auch genannt, wie das früher lief (Kassetten). Dem stehen die Menschen gegenüber, welche sich erst duch digitale Hörproben zu Käufen entscheiden und auch erst durch Diese als potentielle Kunden erschlossen werden. [/B][/QUOTE] Ja ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass es diese Menschen gibt aber in welchem Verhältnis stehen die zu den Menschen, die sich sagen "Wollte ich eigentlich kaufen, jetzt hab ich es kostenlos...Geld gespart! Cool!"? 1:50? 1:100? Ich möchte es eigentlich lieber nicht so genau wissen... |
| Ardath Bey | Hab jetzt nicht alles gelesen aber in aller Kürze: CD OHNE ausgewisenen Kopierschutz dürfen bis zu sieben Mal kopiert und verschenkt werden! Aufgrund dessen zahlt jeder Hersteller von Speichermedien -> Festpaltten aller Art (SD Karte, CD ect Rohlinge, Handys ect) eine Gebühr an Verwertungsgesellschaften (GEMA-wech ect) ergo bekommt jeder Künstler der beim Label ist so oder so sein Geld. Musikindustrie stinkt! Und: es gibt einfach zuviele Hampelmänner die sich für Musiker halten und den Markt mit Müll überschwemmen (gilt auch für Label) nur deshalb ist es heute schwer als Musiker zu überleben. Ach ja, und ich kaufe CD's wenn ich etwas gut finde. Den ganzen Hirnlosen "Hey, ich schick dir mal meine 90 Billionen Terrabite Mukke" Unsinn versteh ich eh nicht! Das hat ohnehin nichts mehr mit Musikkultur zu tun von daher wiederum verdient das publikum keine "gute" Musik sondern nur Schrott. :q |
| Rookie | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ardath Bey [/i] [B]Hab jetzt nicht alles gelesen aber in aller Kürze: CD OHNE ausgewisenen Kopierschutz dürfen bis zu sieben Mal kopiert und verschenkt werden![/B][/QUOTE] Das stimmt nicht! Du darfst keine kopierten CD`s verschenken, denn dann ist die private Nutzung nicht mehr sichergestellt. Wörtlich heißt es dazu: Privatkopien dürfen nicht zu dem Zweck hergestellt werden, sie zu verkaufen, zu tauschen oder zu verschenken! Hier kann man das nachlesen: [url]http://www.musikindustrie.de/privatkopie/[/url] |
| Ronin76 | Man darf Privatkopien laut den BRD-Gesetzen eben nicht mit Absicht verschenken/tauschen/verkaufen. Entscheidend ist die Absicht. Dann findet das Zeug eben jemand zufällig und irgendwo, und niemand gehört es. Von daher ist es schlecht, wenn man Privatkopien, die man verlieren könnte, beschriftet. Lieber einen Zettel mit Infos hinzulegen, zu dem kein Zusammenhang besteht. Der Finder kann dann selbst seine Privatkopie beschriften, und so ein Original kann ja schnell abhanden kommen. Verkaufen tut man Originale ja sowieso nicht. |
| Scheol | Soweit ich das mal gehört habe, darf man 7 Kopien machen und sie auch an Freunde verschenken. Dieses Recht hört auf, sobald der Datenträger einen Kopierschutz hat. Allerdings bin ich mir auch nicht ganz sicher. |
| polyphobic | Bei Mutmaßungen über gesetzliche Grundlagen darf gern auch mal in das Gesetz gesehen werden. Das erspart einem vielerlei Halbwahrheiten. [url]http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html[/url] |
| Scheol | Hauptsache mal gerotzt...nicht wahr?! |
| Move over Kate | Fakt ist: Das Musikgeschäft ist am Arsch. Kein Schwanz kauft mehr CDs - und auf eine legale MP3-Datei kommen zig illegale Kopien. Und wo liegt die Ursache? In der digitalen Revolution. Das fängt bei den Musikschaffenden an - heute kann jeder mit ein bisschen Know-How und der notwendigen Software am Rechner zuhause Produktionen fahren, für die früher Equipment und Recording-Zeit für mehrere Tausend Euro notwendig gewesen wäre. Oft genug kommt dabei Dreck heraus, aber gelegentlich sind gute Sachen dabei. Die "althergebrachten" Vertriebswege über Label und Distributor braucht auch kein Schwanz mehr - da selbst die legalen Portale wie amazon, Musicload oder iTunes relativ einfach zu beschicken sind. Die Filterfunktion der Label muss heut der Hörer selbst übernehmen. Zumal - wie hier schon richtig angemerkt worden ist - für Geld JEDER auch seinen Labelcode und Vertrieb in die Plattenläden bekommt. Musikmagazine? Auch am Arsch. Warum soll ich mir noch Printmedien kaufen, wenn ich zu jedem Release wenigstens zehn Online-Reviews finde? Auch eine Folge der digitalen Revolution - JEDER kann ohne großen Aufwand publizieren. Ich würde den Ansatz von Rainbow gar nicht so verteufeln. Das althergebrachte Verwertungsrecht ist wegen der Umwälzungen der letzten Jahrzehnte nicht mehr wirksam aufrecht zu erhalten. Als wir unser erste Album veröffentlicht haben, war es ruckzuck über Pirates Bay und etliche andere Plattformen verfügbar. Dagegen zu kämpfen ist überflüssig wie ein Kropf, und wir haben es schlicht aufgegeben. Von daher kann eine "gemeinfreie" Veröffentlichung eine Alternative sein - und eine Spende an den Urheber damit zu verbinden, ist zum Beispiel bei "freier" Software absolut üblich. Warum soll das nicht bei Musik funktionieren? Alternative wäre ein restriktive Verfolgung von Urheberrechts- und Verwertungsrechtsverletzungen, die einen gewaltigen technischen Überwachungsaufwand voraussetzt. Und noch mehr Überwachung brauche ich persönlich nicht - das Internet und die digitalen Medien sind einfach Fluch und Segen zugleich, wobei ich denke, dass die Vorteile der "Gegenöfflichkeit" (Wikileaks etc.), im Netz prinzipielle Nachteile (Urheberrechtsverletzungen etc.) überwiegen. Ein jeder muss halt selbst wissen, was er für sich verantworten kann und was ihm "Kunst" im weitesten Sinne wert ist. Übrigens haben wir für uns entschlossen, "physische" Tonträger nur noch in Form von guten alten Schallplatten zu vertreiben - weil Vinyl-Sammler eben keine Kosumenten sind, die sich ihre Festplatte terrabyteweise mit Datenmüll vollkloppen - sondern Überzeugungstäter. Und die bekommen gleich auch noch einen Downloadlink für MP3s. Ob sie die weiter geben, ist uns schnuppe. Wenn wir dann über iTunes, Musicload oder amazon ein paar Euro verdienen - umso besser. |
| Scheol | [QUOTE]Ich würde den Ansatz von Rainbow gar nicht so verteufeln. Das althergebrachte Verwertungsrecht ist wegen der Umwälzungen der letzten Jahrzehnte nicht mehr wirksam aufrecht zu erhalten. Als wir unser erste Album veröffentlicht haben, war es ruckzuck über Pirates Bay und etliche andere Plattformen verfügbar. Dagegen zu kämpfen ist überflüssig wie ein Kropf, und wir haben es schlicht aufgegeben.[/QUOTE] Richtig ist, dass kein Mensch mehr physische Tonträger kauft (außer mir gelegentlich). Aufgrund von bestimmten Internetseiten kann man seine Musik direkt verkaufen. Man braucht es einfach nicht mehr. Alles was man noch braucht ist die GEMA. Das Zeitalter der CD ist mittlerweile nur noch Nostalgie. CDs werden höchstens noch verschenkt. [QUOTE]Das fängt bei den Musikschaffenden an - heute kann jeder mit ein bisschen Know-How und der notwendigen Software am Rechner zuhause Produktionen fahren, für die früher Equipment und Recording-Zeit für mehrere Tausend Euro notwendig gewesen wäre. Oft genug kommt dabei Dreck heraus, aber gelegentlich sind gute Sachen dabei.[/QUOTE] Finde ich 'ne geile Sache. Niemand ist gezwungen die Musik anzuhören, aber jeder kann sein Ding machen. Herrlich :) Die Überflutung an "Möchtegernstars" bleibt aus. Es wurde ja befürchtet, dass eine schier unüberschaubare Anzahl von Künstlern auf uns hereinbricht und man ungleich länger nach Qualität suchen muss. Das war natürlich völliger Quatsch. Eine unüberschaubare Anzahl an Künstlern gab es schon vorher. [QUOTE]Übrigens haben wir für uns entschlossen, "physische" Tonträger nur noch in Form von guten alten Schallplatten zu vertreiben - weil Vinyl-Sammler eben keine Kosumenten sind, die sich ihre Festplatte terrabyteweise mit Datenmüll vollkloppen - sondern Überzeugungstäter. Und die bekommen gleich auch noch einen Downloadlink für MP3s. Ob sie die weiter geben, ist uns schnuppe. Wenn wir dann über iTunes, Musicload oder amazon ein paar Euro verdienen - umso besser.[/QUOTE] Finde ich eine tolle Einstellung. Denn zwischen den Zeilen kann man lesen, dass für dich mit dem Kauf einer LP auch der Besitz des Trägers sowie Inhalt auf den Käufer übergeht. Die Abart, nur noch Lizenzrechte zu verkaufen, treibt viele in die Kopiererei. Geld wird eh nur noch auf Konzerten verdient. Und da muss man erst mal viel investieren, was nicht jeder kann. Ich glaube, so wichtig damals Label waren, so wichtig werden in Zukunft Event-Manager werden. Diese gehen dann wie damals Label das Risiko ein, einen Künstler zu promoten und am Kartenverkauf entscheidet sich dann, was früher die Billboard Charts waren. |
| Move over Kate | [QUOTE]Finde ich 'ne geile Sache. Niemand ist gezwungen die Musik anzuhören, aber jeder kann sein Ding machen. Herrlich Die Überflutung an "Möchtegernstars" bleibt aus.[/QUOTE] Das ist ne zweischneidige Sache, wenn man das bedenkt, was Belladonna schon gesagt hat: Viele kleine Label wälzen das finanzielle Risiko über reine Vertriebsdeals auf die Bands ab. Damit kann der veröffentlichen, der genug Kohle dafür auf der hohen Kante hat - also entscheidet hier schon die Wirtschaftskraft, nicht "das Produkt". Und trotzdem fühlt sich jeder wie Graf Koks, dessen Produkt mit hohem finanziellen Einsatz auf den Markt geworfen wird... [QUOTE]Geld wird eh nur noch auf Konzerten verdient. Und da muss man erst mal viel investieren, was nicht jeder kann. Ich glaube, so wichtig damals Label waren, so wichtig werden in Zukunft Event-Manager werden. Diese gehen dann wie damals Label das Risiko ein, einen Künstler zu promoten und am Kartenverkauf entscheidet sich dann, was früher die Billboard Charts waren.[/QUOTE] Für Merchandise-Verkäufe stimmt das - damit kommt oft ein vielfaches an Kohle rein, als an Gage gezahlt wird - die oft über Spritgeld nicht hinaus geht. Mit der Zahl der "Bands" (von denen manche nur noch mit nem Laptop oder nem MP3-Player anreisen) ist ja auch die Zahl der "Veranstalter" gestiegen. Wir konzentrieren uns daher eigentlich nur noch auf Festivals - und auf "kleine" Veranstaltungen, von denen wir wissen, dass da "unsere Hörerschaft" anwesend ist. Und selbst wenn man da nur vor 40 Enthusiasten auftritt, ist das schon Motivation genug. Geld ist ja nicht alles... Ich behaupte einfach mal, dass selbst 90% der Künstler, die es heute in die Magazine schaffen, nicht von Musik leben können (wenn sie das überhaupt wollen). L'art pour l'art. Kreativität lässt sich "finanziell" eben kaum bewerten - und Musik ist für 99% der Hörer eben fast nur noch ein Konsumprodukt. Von daher muss ich nochmal ne Lanze für Rainbow brechen - und die Frage stellen: Warum gibt es keine "donate"-Buttons auf Band-Pages? :D |
| Scheol | [QUOTE] Viele kleine Label wälzen das finanzielle Risiko über reine Vertriebsdeals auf die Bands ab.[/QUOTE] Label sind Anachronismus. [QUOTE]Damit kann der veröffentlichen, der genug Kohle dafür auf der hohen Kante hat - also entscheidet hier schon die Wirtschaftskraft, nicht "das Produkt". [/QUOTE] Das ist eine Übergangszeit. Bald wird Musik direkt im Netz beworben werden, von Künstlern selbst. Aufnehmen kann jeder, gemixt/gemastert wird extern. Es gibt hoch professionellen Tontechniker mit exzellenten Referenzen, die auch für den Amateur eine Dienstleistung anbieten. Mixen/Mastern pro Titel 60€. Open End wenn man Sonderwünsche hat. Dies wird Alltag werden. CDs werden nach und nach bedeutungsloser. Codecs immer besser. [QUOTE]Und trotzdem fühlt sich jeder wie Graf Koks, dessen Produkt mit hohem finanziellen Einsatz auf den Markt geworfen wird...[/QUOTE] Das war doch schon immer so. Momentan ist da ein Extremzustand. Der flaut auch wieder ab. [QUOTE]Für Merchandise-Verkäufe stimmt das - damit kommt oft ein vielfaches an Kohle rein, als an Gage gezahlt wird - die oft über Spritgeld nicht hinaus geht.[/QUOTE] Ich rede von größeren Tourneen. Also, du bist Künstler, produzierst zu Hause. Lässt es von jemand mit entsprechenden Referenzen mastern, schickst es auf deine Künstlerseite von [url]www.wirsindsuper.band.[/url] Hörer klicken sich durch das Angebot, dass nach Genres unterteilt ist. Jemand gefällt dein Song...klick...gekauft. Diese Seiten nehmen einen ein von jedem Euro 15Cent Gebühr, wickeln aber auch die GEMA-Geschichte für dich ab. Nach und nach Positionierst du dich dort in den Charts. Jetzt startest du eine Umfrage: "Wollt ihr uns live sehen?" Da du auf dieser Seite erfolgreich bist, werden sich einige Städte als attraktiv erweisen. Jetzt rufst du den Eventmanager deines Vertrauens an. Der kümmert sich um Tickets, Locations. Werbung schaltest du direkt über dein Künstlerportal, deine MySpace sowie Facebook-Seite und gibt's dein Konzert. Natürlich ist es gut besucht. So in etwa wird es sich entwickeln. Die "Stars" werden dadurch nicht mehr. Sie werden weniger. Es werden nur noch Künstler auftreten, welche aktiv von Membern bestimmter Portale zelebriert werden. Damit vernichtest du auch die Macht von RTL und Radio uns Musik aufzuzwingen, die wir nicht hören wollen, und damit eine naive Masse zu beeinflussen. Sie müssen nun selbst entscheiden was sie wollen und konsumieren nicht einfach. Damit setzen sie sich aktiv mit Musik auseinander, was im besten Falle den Anspruch an sie hebt. Glaub mir, es wird schwieriger berühmt zu werden. Und man muss wirklich was können. Programme wie DSDS werden dann nachts neben dem Homeshopping laufen. Utopie? Abwarten. ;) [QUOTE]Ich behaupte einfach mal, dass selbst 90% der Künstler, die es heute in die Magazine schaffen, nicht von Musik leben können (wenn sie das überhaupt wollen). L'art pour l'art.[/QUOTE] Was ich persönlich sehr schade finde. Bei vielen dennoch gerechtfertigt. Wer etwas kann, sollte auch damit Geld verdienen können. Einfach, damit er sich frei mit seiner Kunst auseinandersetzen kann. Mein Beispiel von eben gibt aber auch solchen Menschen die Chance, schnell den einen oder anderen € zu verdienen. Dann reicht es vielleicht für ein Neumann, oder ein tolles Goldmike MK II und vielleicht noch ein FireFace 800. Ich denke, die Entwicklung momentan ist eine gute. Sie macht den Künstler unabhängig, bietet nur Könnern Ruhm und dem Rest trotzdem die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Plattenfirmen, Label...dass braucht dann keiner mehr. Für einen Freund von mir zwar wirtschaftlicher Genickbruch, für die Gesellschaft jedoch eine positive Sache. |
| Move over Kate | Na dann mal in die Hände gespuckt... [URL=http://www.qek-junior.com]KLICK[/URL] :D Ich hab übrigens alle meine Original-CDs auf meine Festplatte gepackt, um sie über mein Netzwerk streamen zu können - weil es einfacher ist, als an den CD-Schrank zu latschen... Und mittlerweile kaufe ich Musik fast nur noch als Download bei Amazon - ausser bei den Bands, von denen ich "Originale" haben will. Was die "Liberalisierung" angeht - eine Crux bleibt dennoch: Wie kommen potentielle Hörer ohne breite Werbung auf die Homepage der "Superband"? "Stars" sind ja nicht, sie werden gemacht. Bei der Vielzahl von Combos, die sich zum Beispiel bei Myspace (ist ja zwischenzeitlich tot) getummelt hat, war es schon unmöglich, den Überblick zu behalten. Hilfreich finde ich da zum Beispiel LastFm - da bekomm ich wenigstens immer wieder neue "Einflüsse" - angepasst an meine musikalischen Vorlieben. |
| Scheol | [QUOTE]Was die "Liberalisierung" angeht - eine Crux bleibt dennoch: Wie kommen potentielle Hörer ohne breite Werbung auf die Homepage der "Superband"? "Stars" sind ja nicht, sie werden gemacht.[/QUOTE] Es gab vor einiger Zeit eine Website, die hieß mp3.de. Dort gab es wie bei Amazon kommerzielle Musik zu kaufen. Also, von Metallica bis Shakira. Die Sektion "Trendschmiede" war für Künstler ein Angebot, dort ihre Musik zu präsentieren, kostenlos. Dorthin verirrten sich natürlich auch Nichtkünstler. Es wurde gesplittet und ging unter. Es gibt sellaband.de. Dort kann man sich durch "Believer" einen Videodreh, eine CD oder sonstiges finanzieren lassen. Es gibt myownmusic.de, ist aber eher Künstlerintern. Es geht darum, sich möglichst breit zu Positionieren. Wie die Menschen auf diese Seiten kommen liegt in der Verantwortung der einzelnen Plattformenbetreiber, die an Trafic interessiert sein werden. Alleine schon wegen Verkaufszahlen und Werbung auf der Website. Dann kann man Cooperations gründen, mit einzelnen Werbefirmen und der Plattform sowie dem Künstler. Das dauert noch ein bisschen, wird aber kommen. Label erwarten schon fertig produzierte Ware, die so teuer ist, dass sie sich ein normalsterblicher kaum leisten kann/will. Durch die Präsentierung eröffnen sich neue Wege. Da gibt man auch mal 500€ aus um ein Album extern mastern zu lassen. Man kann ohne großen Papierkrieg dort seine Musik direkt vertreiben. Solche Seiten gibt es schon. Sie laufen nur nicht, weil noch die Zeit nicht reif ist dafür. Weil auch viele noch vor Mp3s zurückschrecken, sofern sie Geld kosten. Ich habe mir schon Mp3s gekauft und bin durchaus mit der Qualität zufrieden. Und dahin wird der Trend gehen. Ich werde es natürlich sehr vermissen, 44.1er Scheiben mit schönem Artwork wie gewohnt leicht zu finden. Dies werden Nischenprodukte wie heutige Vinyls, die es zwar immer noch gibt, aber nicht so leicht zu beschaffen sind wenn man mal im Saturn/Media Markt steht. Es wird dennoch großteils digital werden. Zumal Studios immer mehr auf Digitalaufnahme setzen, macht es auch keinen großen Unterschied mehr. Und ich persönlich kann auf meinen billigen Abhörern keinen Unterschied zwischen einer unkomprimierten WAV und einer 192er Mp3 ausmachen. Leute die viel Geld in Lautsprecher stecken haben da eher das nachsehen. Die große Masse wird aber keinen Unterschied ausfindig machen. Und nach der Masse richtet sich der Markt. Wie gesagt, ich werde weiterhin CDs kaufen. Aber der Anteil an Mp3s wird auch bei mir wachsen. CDs werden für mich dann eine besondere Würdigung der einzelnen Scheibe werden anstatt eine gezwungene Zweckmäßigkeit. Ich persönlich habe damit keine Probleme. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Und mittlerweile kaufe ich Musik fast nur noch als Download bei Amazon - ausser bei den Bands, von denen ich "Originale" haben will. [/QUOTE]In Anbetracht dessen, dass Radiosender kaum noch willens und in der Lage sind, die heutige Musik-Vielfalt ihren Hörern nahezubringen, betrachte ich MP3s als deren Nachfolger. Mit anderen Worten: ich werde dafür nicht mehr ausgeben als eine angemessene Flatrate-Pauschale. Wenn ich etwas bezahle für Musik, die mir gefällt, dann will ich auch etwas Greifbares (CD/Vinyl) dafür in der Hand haben, zumal bei der heutigen schwammigen Gesetzeslage in Bezug auf Downloads. [QUOTE]Was die "Liberalisierung" angeht - eine Crux bleibt dennoch: Wie kommen potentielle Hörer ohne breite Werbung auf die Homepage der "Superband"? [/QUOTE]Zum Beispiel über Links im Nachtwelten-Forum. :) [QUOTE]"Stars" sind ja nicht, sie werden gemacht. [/QUOTE]Irgendwelche abgehobenen "Stars" will ich gar nicht haben. Mir sind Musiker lieber, mit denen man von Mensch zu Mensch reden kann, und die sich für ihr Publikum interessieren. Bei Faith And The Muse können die Fans voten, in welcher Stadt sie bei ihrer Tour auftreten sollen, und da wo sich die meisten Fans melden, dort machen sie dann Halt. [QUOTE]Hilfreich finde ich da zum Beispiel LastFm - da bekomm ich wenigstens immer wieder neue "Einflüsse" - angepasst an meine musikalischen Vorlieben. [/QUOTE]Für diesen Zweck habe ich meinen [URL="http://www.plattenguru.de"]"Plattenguru"[/URL] und meine Lieblings-DJs - und Musik-Interessierte hier im GGB ... |
| Ronin76 | Haha zu geil :D Gehört eigentlich an jeden Laternenmast. |
| belladonna | Hier mal ein interessanter Artikel der zu dem Thema passt: [url]http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,814276,00.html[/url] |
| Rookie | Genauso sehe ich das auch. Das Urheberrecht an sich ist schon eine gute Sache. Nur wie es umgesetzt und rechtlich geschützt wird, lässt mich manchmal den Kopf schütteln. Wenn ich einen Song kaufe, möchte ich ihn privat nutzen können und mir keine Gedanken darüber machen, wie oft ich den nun kopieren und an wen ich den verschenken kann. Wenn ich etwas kaufe, betrachte ich das als mein Eigentum. Ich überlege ja auch nicht, ob ich den gekauften Hammer nur dreimal benutzen darf. Die Gesetzgebung sollte auf jeden Fall die kommerzielle Nutzung von Raubkopien unter Strafe stellen, nicht aber den normalen Nutzer kriminalisieren. Wenn man nicht mehr ungestraft konsumieren kann, läuft irgendwas schief. Früher haben wir auch aus dem Radio mitgeschnitten und davon ist nicht gleich die Musikindustrie zusammengebrochen. Heute hört man zunehmend anders Musik. Songs als digitale Eintagsfliege. Die Nutzung durch den Konsumenten ist eine andere. Darauf müsste die Musikindustrie schneller reagieren und entsprechende Angebote ins Netz stellen. Dann kaufen die Leute auch. |
| Move over Kate | Na ja, der Vergleich mit dem Hammer hakt aber. Eine Datei kann man beliebig oft reproduzieren. Ohne Qualitätsverlust. Das unterscheidet Kopieren von Musikdateien auch vom "Überspielen von Schallplatten (oder Mitschneiden aus dem Radio) auf Kassetten". Spätestens die Kopie der Kopie der Kopie der Kassette ist klanglich nicht mehr so berauschend. |
| Rookie | Mag sein, das das Beispiel mit dem Hammer schlecht gewählt ist. Ich wollte eigentlich nur damit sagen, dass gekauftes Gut nicht einer beschränkten Nutzung im privatem Bereich unterzogen werden sollte. Ich denke nicht, dass es darauf ankkomt welche Qualität eine Kopie hat. Damals war ein Mitschnitt vom Radio völlig o.k. und in meinen Ohren auch gleichwertig von der Qualität. Es waren halt andere Zeiten. Sicher ist es heute durch die Digitalisierung einfacher zu kopieren. Aber die Musik-Industrie spricht nicht von kopieren, sonder benutzt den Ausdruck Diebstahl. Und dagegen verwehre ich mich einfach. Diebstahl ist es in meinen Augen nämlich erst dann, wenn Kopien kommerziell weiter verwendet werden. Und dagegen sollte man unbedingt rechtlich vorgehen. Ob eine digitale Kopie immer ohne Qualitätsverlust ist, wage ich zu bezweifeln. Schon das mp3 Format ist eine komprimierte Datei und wenn dann noch die gebrannte CD einen Lesefehler hat oder sich nicht abspielen lässt, wars das.:D |