| Sarcan | Angeregt durch die zahlreichen (und bisher ausnahmslos negativen) Äußerungen in OT zur Bundeswehr wollte ich generell mal wissen, wie ihr zur Bundeswehr / Armee überhaupt steht... Außerdem würde mich doch interessieren, ob es hier Leute gibt, die sich ernsthaft als Pazifisten sehen. BTW: Wenn ihr postet und von Erfahrungen mit dem Bund berichtet, fügt bitte kurz hinzu, wann und wo ihr Dienst getan habt, das interessiert mich aus persönlichen Gründen nämlich auch... ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| LostGhost | Hi Sarcan, um es erst einmal vorweg zu nehmen, ich habe seiner Zeit auch Zivildienst geleistet und erinnere mich auch heute noch gern daran. Ich war damals als Krankenpfleger für körperlich schwerstbehinderte Kinder zuständig und habe unheimlich viel gelernt, auch fürs Leben. Was die Armee betrifft, so ist sie unbedingt nötig, denn die Garantie der äußeren Sicherheit ist Bedingung für die Marktwirtschaft und ebenso für die Demokratie. Ob die Bundeswehr als Volksheer mit Wehrpflicht allerdings noch Sinn macht, wage ich zu bezweifeln. Gerade die letzten Aktionen auf dem Balkan zeigen doch, was man in solche Krisensituationen benötigt, sind gut ausgebildete, erfahrene und hochmotivierte Berufssoldaten, die ihr Handwerk verstehen. Hier kann ein Wehrpflichtiger wohl kaum mehr als ein Lückenbüßer sein. Wer könnte ernstlich annehmen, daß solche Soldaten in Streßsituationen richtig reagieren und ihren Auftrag noch ernstlich erfüllen. Dazu bedarf es mehr als ein paar Monaten Ausbildung durch unmotivierte Alkoholkonsumenten. Das andere sind die zunehmend komplexen Waffensysteme, die sich ebenso nur durch hervorragend ausgebildete Berufssoldaten bedienen lassen. Was nützt ein teurer Kampfpanzer, wenn die Besatzung nichts taugt?! Das wesentlichste in dieser Frage ist aber m. E. die Motivation. Wer sich in den USA oder Großbritannien als Berufssoldat verpflichtet, der rechnet damit, daß er über kurz oder lang im scharfen Gefecht sein Können unter Beweis stellen muß. Ich glaube auch, daß im Laufe der Ausbildung die Rambo-Mentalität einem professionelleren Berufsbild Platz macht. Wenn ich dagegen unsere Bundeswehr sehe, wo zwischen Freitag und Montag bitte kein Krieg stattfindet (gleiches gilt für Feiertage!), da hier eine zahlenmäßig ausreichende Teilnahme nicht gewährleistet werden kann, dann kann ich nur lachen. Dem entsprechend darf dann die BW auch Brunnen bohren oder auf Tiefkühlkost aufpassen, das kriegen die dann noch hin. gruß -lg- |
| Galadriel | huhu, Bundeswehr...hmmm also ich muss LostGhost recht geben das unsere BW im gegensatz zu anderen ein absoluter witz ist die werden doch schon nicht mehr ernstgenommen. wenn es - gott bewahre - doch mal zum krieg kommt werden mindestens 80% unserer armee aus männern bestehen die einmal im leben für 10 bis 12 monate maschieren gelernt haben . ich wäre dafür die wehrpflicht abzuschaffen genauso wie den zivildienst das würde kosten sparen arbeitsplätze schaffen und wesentlich effizienter sein gruss Galadriel |
| Morgoth | Hallo erstmal. Ich persönlich bin auch für eine Berufsarmee. Wenn jemand Lust hat, Soldat zu werden und auch entsprechend motiviert ist, dann sollte dem nichts im Wege stehen. Denn der jetzige Zustand ist keine sinnvolle Lösung; junge Männer zu [i]zwingen[/i], für den Staat den in meinen Augen nutzlosen Grundwehrdienst abzuleisten, finde ich nicht gut. Leider benötigt ein Staat wie Deutschland mit seinen ganzen Pflege- und Sozialeinrichtungen nun mal die Zivildienstleistenden. Denn ein Zivi z.b. in der Altenpflege kostet viel weniger als eine entsprechende, volle Arbeitsstelle. Da liegt eben das Problem. Und aus diesem Grund wird sich in punkto Berufsarmee da in der nächsten Zeit leider nicht viel ändern. Denn bei der Umstellung auf eine Berufsarmee würden die ganzen Zivis wegfallen. Hinzukommt, dass in einem "Bürokraten-Staat" (soll nicht negativ gemeint sein, ist aber die Tatsache [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]) wie Deutschland Änderungen oftmals nur sehr schwer in Gang kommen. Auch ich musste vor einigen Monaten die Entscheidung BW/Zivi machen; hab mich dann für die BW entschieden (was aber ein Fehler war, wie ich letztendlich festgestellt habe, als ich den Einberufungsbescheid bekommen hab: - ~500km von zu Hause weg. *argh*) Ich hoffe trotz allem, dass in Zukunft irgendwann die Wehrpflicht abgeschafft und eine komplette Berufsarmee eingerichtet wird. Das ist sicher die beste Lösung. ------------------ cu Morgoth [i]Better to reign in hell, than to serve in heaven...[/i] [Dieser Beitrag wurde von Morgoth am 09. Mai 2001 editiert.] |
| Schwarz | Die BW ist zur Zeit wirklich ein Witz. Und außer wenn man sich für technische Angelegenheiten interessiert (Kfz, Funktechnik, etc.) oder sportbegeistert ist, ist man dort fehl am Platze. Nach 12 Monaten steht man kurz vor der absoluten Verblödung. Was dagegen spricht: - man kann sich kaum aussuchen, wo man hinkommt - geistig wird man nur selten gefordert - der Lohn ist erbärmlich (ca. 14,- pro Tag) - es ist vertane Zeit Ein Berufsheer wäre sicherlich nicht schlecht, aber in einem bürokratischen Gefüge dauert solch ein Wandel wohl noch eine Ewigkeit. Stillgestanden! Schwarz ------------------ [url="http://www.abgang.net"]www.abgang.net[/url] - Der etwas andere Online-Shop |
| wolf moon | daumen nach unten für armeen und bundeswehr. hab ehrlich gesagt kein bock für die dummheit von menschen meinen arsch hinzuhalten! wer's als beruf ausüben will soll's machen. zähne zu zeigen muss ja in dieser schönen welt sein :-9 ------------------ [i]Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann[/i] H.Hesse |
| Sarcan | Hm, ich will mal der Reihe nach auf die Dinge antworten: Mehrere haben jetzt schon angesprochen, daß die Bundeswehr ein Witz ist... Ich als absoluter Gegner des Bundeswehr bin aber immer noch der Meinung, daß es sich dabei um eine der (relativ zur Größe des Landes) stärksten Armeen der Welt handelt. Nicht aufgrund von Ausbildung, nicht aufgrund von Motivation und ganz bestimmt auch nicht auf Grund von Quantität. Fakt ist aber, daß die Deutschen Waffenhändler sind und bleiben, und technologisch (dabei Berufe ich mich auf Infos, die ich von einem befreundeten Hauptmann erhalten habe, der sich darüber informiert hat, sie sind also recht verlässlich) stehen sie auf dem Höchststand. (Beispiel: ECM-Tornados) Ein Gegner der Wehrpflicht bin ich auch, nicht nur deshalb, weil ich keinen Sinn in diesen 12 Monaten sehe, sondern auch, weil ich nicht weiß, welches Recht der Staat dazu hat, mir ein Jahr meines Lebens einfach so zu nehmen. Auf der anderen Seite muß ich aber auch zugeben, daß ohne die Zivildienstleistenden, die damit einhergehen, die Sozialstruktur unseres Landes erheblich geschwächt wäre. Die zahllosen Pflegestellen könnten zwar durchaus auch mit geschulten Kräften besetzt werden, aber die Kosten dafür während im Vergleich exorbitant hoch. Sarcan PS: Morgoth, da dies dein erster Post war will ich die Gelegenheit nutzen und dich auf Nachtwelten Willkommen heißen. Kalte Kekse und warmes Bier stehen in Off Topic für dich bereit [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Schattenmensch | Ich würde sagen ein notweniges Übel. Die BW ist verglichen mit anderen Armeen von dem was ich weiß noch relativ harmlos, was auch die Methoden angeht um den Geist derer zu brechen, die nicht in Reih und Glied maschieren wollen. Ich halte eine Armee für unerläßlich - Bosnien war nicht weit weg von uns...Und ich halte nicht so viel von dem schweizer Modell mit eigener Knarre im Schrank. @Sarcan Als Stiefsohn eines Bundeswehroffiziers - nicht als Zahnarztfrau ;-) kann ich Dir nur Recht geben - durch die technische Ausstattung ist die BW eine durchaus ernstzunehmende Streitmacht - leider kapieren die Bundeswehrangehörigen dann leider nicht, daß das Leben kein Kasernenhof ist... |
| Morgoth | Stimmt, wenn man die BW mit anderen Ländern vergleicht, ist es in der Tat harmlos. Woanders ist vor allem die Dauer um ein Vielfaches länger als bei uns. @Sarcan: thx. [img]http://loftboard.gameloft.de/smilies/wave.gif[/img] [img]http://loftboard.gameloft.de/smilies/beerchug.gif[/img] ------------------ cu Morgoth [i]Better to reign in hell, than to serve in heaven...[/i] [Dieser Beitrag wurde von Morgoth am 09. Mai 2001 editiert.] |
| Armitage | Vorrrrwärrrrts Marsch! Mir nach, ich folge! Militär ist das Letzte. Dreht Eure TVs auf, schaut Euch die Weltnachrichten an...Ihr wißt schon, was ich meine. Ich hatte Glück. Untauglicher Art und Weise bei der Stellung durchgefallen, stört es mich bis heute noch nicht, daß ich nicht dabei war. Jeder, der behauptet, eine patriotische Einstellung haben zu müssen, soll sich bitteschön die Literatur über die Weltkriege auf der Zunge zergehen lassen, vielleicht hilft es ja was. Ich sehe mit großer Trauer das Noch-immer-nicht-lernen-wollen der Menschheit. Krieg wird von Idioten angezettelt, und von ihren Schafen ausgetragen. Gewinner ist die Wirtschaft. Sonst niemand. (Ähem...Danke, Kalima...) [Dieser Beitrag wurde von Armitage am 11. Mai 2001 editiert.] |
| Sarcan | Grüss dich Celtvis... Zu den Russen als Feindbild möchte ich nur kruz loslassen, daß ich die Amerikaner eigentlich für die wesentlich größere Bedrohung halte... zumindestens heute ist Rußland als Kriegsgegner erbehlich schwächer einzuschätzen als noch vor zehn Jahren, und bis auf einige wenige Ausnahmen halten sich die Russen mit gutem Grunde auch aus allen Konflikten raus. Die Ammis hingegen sind immer bereit, für eine kleine Ölquelle mal eben einen großen Krieg anzufangen... whatever, nach dem heutigen Stand haben die Russen nicht mehr viel zu bieten, immer natürlich relativ zur Größe des Landes gesehen. (Deutschland wäre also trotzdem noch kein ernsthafter Gegner)... Aber zurück zur 'Schlagkraft' der Bundeswehr: Ich behaupte (Irrtum nicht ausgeschlossen) das es kein Land in Europa gibt, daß Waffentechnologisch gesehen auch nur ansatzweise mit Deutschland konkurrieren könnte... Panzerstreitmacht, Luftwaffe und nicht zu vergessen die deutschen Kampftaucher sind (eben weil wir diese Technik verkaufen erforschen wir so viel) über jeden Vergleich zu haben... aber die größte Stärke der Bundeswehr sah ich bis zum Kosovo-Konflikt eigentlich immer darin, daß sie sich rausgehalten haben... Noch kurz zu den 'vernetzten' Soldaten, das Thema hat mich auch lange Zeit interessiert, und ich behaupte, daß es keine 10 Jahre mehr dauert, bis diese Technologie gang und gebe ist. Warum auch nicht, es ist die logische Konsequenz aus den gemachten Entwicklungen... CN Sarcan ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Kalima | Zitat: |
| Morgoth | Hm, also Russland ist mir heutzutage immer noch nicht ganz geheuer. Sie haben zwar veraltete Techniken, aber wir alle wissen, was zwei von diesen "veralteten" Dingern der USA damals '45 in Japan angerichtet haben. Und das wissen die Politiker der westlichen Staaten ja auch; nicht umsonst hat man Russland in den letzten Jahren viele Zugeständnisse gemacht. Aber es stimmt, die USA sind derzeit wieder eine stärkere Bedrohung. Der Bush spielt sich ja immer noch als Weltpolizist auf und will von Umweltpolitik nix wissen. Naja, mal schauen, was er und seine Berater in den nächsten 4 Jahren alles anrichten werden. PS: [img]http://loftboard.gameloft.de/smilies/wave.gif[/img] @ Kalimchen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ cu Morgoth [i]Better to reign in hell, than to serve in heaven...[/i] [Dieser Beitrag wurde von Morgoth am 10. Mai 2001 editiert.] |
| Schattenmensch | @Morgoth kann mich dem unguten Gefühl von Dir anschließen. Ich kenne Leute aus Osteuropa - die brauchen keine hochtechnisierte Armee - zur noch können die mit einem rostigen Nagel kriegführen... Ich wünsche uns allen, daß wir nie einen Krieg miterleben werden! |
| Maschinenherz | Hi @ all! Ich selbst bin überzeugter Pazifist. Man muss hier (leider) auch differenzieren Zwischen Appeacement-Politik und Pazifismus. Im Fall Milosevic war ich auf Seiten der Nato, denn "Tötest du den nicht der die Tausend tötet, tötest du die Tausend". Das das teilweise auch ein ausprobieren militärischer Neuerungen war und auch geächtete Munition verwendet wurde, hat mich extrem aufgeregt. Im Fall Tschetschenien hat der Westen ausser ein paar gehüstelten Lasst-das-doch-bitte-bleiben-Versuch NICHTS unternommen. Geschlachtet wird noch immer und wir alle hocken vor der Glotze staunen Bauklötze über ach so dolle Sachen die uns die Medien in unsere Hirne quetschen. Ich finde auch, dass von Amerika eine Gefahr für die Balance des Friedens ausgeht und das nicht nur, weil ich mehr oder weniger stark antiamerikanisch denke. Ich muss hier nur an die Zwischenfälle mit China erinnern. Zuguterletzt, will ich noch sagen, dass ich gegen Gewalt egal welcher Art bin. Armee hin oder her, wer will der soll, Zwang halte ich für nichts Gutes. Aber das eine Jahr Zivi hat mir sehr viel gebracht. Nicht nur die Erfahrungen die ich da gemacht hab, sondern ich konnte danach mal richtig von Schule lernen, Didaktik, usw. abschalten und mich weiter auf die Suche nach mir selbst begeben. Wäre das Jahr Zivi nicht gewesen, würde ich heute nicht da sein, wo ich jetzt bin. Es hat aktiv und passiv zu vielen Erkenntnissen beigetragen. ------------------ Non foras ire, in Interiore homini habitat veritas! >>Gehe nicht nach außen, die Wahrheit wohnt im inneren des Menschen!<< |
| Armitage | @Morgoth: Die Armee der Russen hat vielleicht nicht flächendeckend beste Ausrüstung, trotzdem gibt es dort genauso Rüstungstechnologie vom Feinsten. Es sind nur andere Geldgeber. Russland ist so groß, ich bin der Meinung, es würde nur einen wirklichen Feind im Ernstfall geben. Die Chinesen. Denn die besitzen die Möglichkeit, mehrere Millionen Mann sofort zu mobilisieren. Ich sag immer nur: Vorsicht, was Mensch so in den Medien mitbekommt...Es mag schon sein, daß der Hafen, wo die Kursk stationiert war, voll von schrottreifen Atom-UBooten ist, welche schön langsam verrosten. Aber was ist mit den anderen Stützpunkten, welche noch nie ein europäisches oder amerikanisches Auge gesehen hat? Was mich zur Zeit bei diesem Thema aber am meisten beunruhigt ist, daß die Amerikaner mit China "zündeln" Die tolle Supermacht USA muß sehr Vorsichtig sein, mit wem sie sich anlegt, China ist kulturell etwas älter und mit Recht eine stolze Nation. (An den Kommunismus und die Feinheiten welche sich aus diesem ergeben denken wir jetzt bitte nicht....) Damit will ich einfach nur sagen, daß China vor Amerika niemals in die Knie gehen wird, und das bei den derzeitigen amerikanischen Führungskräften nicht verstanden wird, weil sie von der Wirtschaft und der Cash schon so gefesselt sind, daß sie die Vernunft verlieren. Es könnte der nächste Brandherd sein... @Kalima: Hättest aber keinen Duden dazu gebraucht, oder? Hätte ich mir nochmal durchgelesen, was ich geschrieben habe, dann wäre die Peinlichkeit nicht passiert. Nix für Ungut! |
| Sarcan | @Maschinenherz Der Grund, warum im Kosovo eingegriffen wurde und nicht im Tschetschenien-Konflikt liegt einfach nur in der Politik... gute Vorsätze mögen dabei gewesen sein, ja, aber die Umsetzung... ich persönlich zweifle ja immer noch, ob wir durch die Medien nicht nur die Hälfte der Sache mitbekommen haben... immerhin ist und bleibt es ein politisch motivierter Angriffskrieg unsererseits, wie man es auch dreht und wendet, und laut Verfassung sollte von Deutschland nie wieder ein Angriff ausgehen... auf jeden Fall hat es mich trotz der Tatsache, daß ich mich auch als Pazifisten sehe, sehr gefreut zu sehen, daß die Ammis einen ihrer so hoch geschätzten F117A verloren haben... Scheiß Weltpolizei, kurz gefaßt... @Armitage Das Thema Rußland interessiert offensichtlich... und ich muß zugeben, daß Rußland aufgrund seines Nuklearpotentials eine große Bedrohung darstellt... alles, was sie im Kriegsfalle zu tun hätten, wäre, ihre Raketen in der Atmosphäre über eigenem Gebiet zu zünden, der Fallout würde den Rest erledigen... (Kennt hier eigentlich einer das Spiel 'Fallout'?) Was aber die konventionellen C-Waffen angeht, da pfeiffen die Russkies aus dem letzten Loch... die Panzer haben eine Wartungsdauer von 24 Stunden... ich denke, daß sagt viel aus... sicherlich, sie werden ihre geheimen Bunker und Arsenale haben, aber die Ammis haben die genauso und die Chinesen auch... das Kräftegewicht ist in meinen Augen in den Medien somit recht repräsentativ... die USA brauchen regelmäßig Krieg... zu sagen, daß sies da mit Napoleons Philosophie halten wäre zu weit gegriffen, aber in die Richtung geht es doch schon... ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Sarcan | @Maschinenherz Der Grund, warum im Kosovo eingegriffen wurde und nicht im Tschetschenien-Konflikt liegt einfach nur in der Politik... gute Vorsätze mögen dabei gewesen sein, ja, aber die Umsetzung... ich persönlich zweifle ja immer noch, ob wir durch die Medien nicht nur die Hälfte der Sache mitbekommen haben... immerhin ist und bleibt es ein politisch motivierter Angriffskrieg unsererseits, wie man es auch dreht und wendet, und laut Verfassung sollte von Deutschland nie wieder ein Angriff ausgehen... auf jeden Fall hat es mich trotz der Tatsache, daß ich mich auch als Pazifisten sehe, sehr gefreut zu sehen, daß die Ammis einen ihrer so hoch geschätzten F117A verloren haben... Scheiß Weltpolizei, kurz gefaßt... @Armitage Das Thema Rußland interessiert offensichtlich... und ich muß zugeben, daß Rußland aufgrund seines Nuklearpotentials eine große Bedrohung darstellt... alles, was sie im Kriegsfalle zu tun hätten, wäre, ihre Raketen in der Atmosphäre über eigenem Gebiet zu zünden, der Fallout würde den Rest erledigen... (Kennt hier eigentlich einer das Spiel 'Fallout'?) Was aber die konventionellen C-Waffen angeht, da pfeiffen die Russkies aus dem letzten Loch... die Panzer haben eine Wartungsdauer von 24 Stunden... ich denke, daß sagt viel aus... sicherlich, sie werden ihre geheimen Bunker und Arsenale haben, aber die Ammis haben die genauso und die Chinesen auch... das Kräftegewicht ist in meinen Augen in den Medien somit recht repräsentativ... die USA brauchen regelmäßig Krieg... zu sagen, daß sies da mit Napoleons Philosophie halten wäre zu weit gegriffen, aber in die Richtung geht es doch schon... ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Kalima | Zitat: |
| Sarcan | @Celtvis Wenn uns die Franzosen mit Atomwaffen betucken wollen, von mir aus... dann sind sie selbst nur leider auch dran... was die konventionellen Waffen angeht sind wir ihnen in jeder Beziehung über, vielleicht bis auf die Mannstärke... Zu Falkland: Ich erinnere mich auch, daß die Engländer ihr neustes und teuerstes Schiff verloren haben, weil sie ihre Gegner unterschätzt haben... ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| witchking | Dunkle Grüsse Also ich habe das damals 12 Monate lang mitgemacht (Wehrpflicht....) Also ich muss sagen dass ich aus der Zeit keine Erfahrung die von Wert für mein jetziges Leben wäre mitgenommen habe. Alles in allem keine sehr "sinnvolle" Beschäftigung. |
| VampyreBK | Hmmm, ein ziemlich altes Ding, aber ich habe irgendwie nicht den Eindruck, daßd er Thread schon... abgeschlossen ist. Sarcan: die "Sheffield" ging damals verloren, weil die Taktiken und Doktrinen der NATO damals von Geschützen und allgemeinen Rohrwaffen zu Flugkörpern ging. Die englischen Kriegsschiffe, die am Falklandkrieg beteilgt waren, hatten keine Rohrwaffen und nur rudimentäre Abwehr gegen niedrig anfliegende "SeaSkimmer" -FK wie eben den französischen Exocet, der dann auch zur Vernichtung des Zerstörers führte. Letztendlich also eine Fehleinschätzung der westlichen Mächte, aber so etwas passiert... Und Heer/ Armee / BW allgemein: ich war zwei Jahre lang dabei und ich muss sagen, ich würde es nicht vermissen wollen. Einer meiner Ausbilder an der Unteroffiziersschule meinte einmal "Der Bund macht aus Kindern Männer!" und ich denke in der Art und Weise, wie das an der MUS in Plön durchgeführt wurde, hatte er auch absolut Recht. Nichts gegen Zivis, Goth bewahre, aber es war für mich mehr als interessant, zu erfahren, wo meine psychischen und physischen Belastbarkeitsgrenzen liegen und genau das bekommst du dort vermittelt und NUR dort. Wohlgemerkt, ich spreche jetzt nicht von den alkoholisierten Schnapsleichen in irgendwelchen Mannschaftsheimen zwischen Bad Reichenhall und Flensburg, sondern von denjenigen, die wirklich zu etwas getreten wurden und die andere Erfahrungen bei diesem Verein gemacht haben, als nur herauszubekommen, wie man jetzt eine Bierflasche aufmacht. Es ist einfach, sich hinzustellen und etwas zu verurteilen, geschweige denn von etwas zu reden, daß man nicht selbst erlebt hat, aber gerade DANN sollte man nicht vergessen, daß eventuell auch hinter einer so schlechten Truppe noch etwas stehen könnte, was man für sich selbst nutzen kann. Und Sinn allgemein: das kann man kurz zusammenfassen: solange es kein feindbild gibt, wird über Abschaffung geredet und wenn das Feindbild wieder kommt, wird geschriien, daß das Heer zu klein oder zu veraltet ist. Oh, wie durchschaubar manche Menschen doch sind. Blessed Be BK - Anwalt des Teufels ------------------ "...und sie fliegen doch... mit 2 1.650 PS Daimler Benz - Motoren :)..." |
| Sarcan | Grüss dich, VampyreBK... Über den Falklandkonflikt bist du offensichtlich gut informiert... Daumen nach oben... wobei ich dem in gewohnt klugscheisserischer Manier ( [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]) noch anfügen möchte, daß die Briten nicht wußten, daß die Franzosen die Exocets bereits verkauft beziehungsweise damit rechneten, daß diese 'primitiven' Jagdflugzeuge ihres Gegners nicht in der Lage seien, diese MFKs überhaupt abzufeuern. Gerüchte besagen außerdem, daß die britischen Schiffe zum Zeitpunkt des Angriffs nicht vorbereitet waren, man munkelt, daß das Radar die Rakete wesentlich früher hätte erfassen müssen und stellt da einige ziemlich wüßte Theorien auf... An dieser Stelle mal was generelles zu solchem 'Kriegspech'... als im Kosovo-Konflikt der amerikanische F117A abgeschossen wurde habe ich innerlich jubeln müssen. Gott bewahre nein, ich würde niemandem den Tod wünschen (die Piloten haben wie gesagt überlebt), und es geht mir auch nicht um den Schlag ins Gesicht für die Amerikaner, die ihre Superwaffe plötzlich vom Boden abkratzen konnten... es geht einfach darum, daß der Krieg immer eine Gefahr beinhaltet... das Bild vom sauberen Surgical Strike ist ganz einfach falsch, es gibt keine sauberen Aktionen, keine 'sicheren' Militärschläge... Krieg bedeutet [b]immer[/b], daß Menschen sterben, und jedem Soldaten muß auch immer bewußt sein, daß sein eigenes Leben nur noch durch Zufall aufrecht erhalten wird... Was du über den Bund zu sagen hast (du bist der erste, der ihn beführwortet *g*) ist sicher nicht falsch... natürlich hilft es den Menschen, an ihre Grenzen zu gehen... aber ist das der Sinn einer Armee? Die zentrale Frage ist für mich - brauchen wir eine Armee oder nicht? Und ganz gleich, wie man sich entscheidet... kann der Bund da genügen? ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| semigod | Salve! Ihr die ihr alle so negativ über die BW redet solltet doch mal daran denken, dass es nicht nur ums kämpfen geht. Die BW unterstützt auch die Feuerwehren und Rettungsdienste, die ja wohl jedem von uns helfen. Z.B. der SAR, der Hubschrauber zur Verfügung stellt um Notärzte zu ihren Einsätzen zubringen, oder die BW im Allgemeinen, die bei Überschwemmungen Sandsäcke schleppt. Wer macht das denn sonst? Ist jemand untereuch, der freiwillig an die Oder gefahren wäre und den Menschen geholfen hätte, die durch das Wasser alles verloren haben? Das die BW auch kämpft, sehe ich als nicht so schlimm an, da die Wehrplichtigen nicht mit in Die Kriesengebiete müssen, das ist alles freiwillig. Und wer es nicht möchte sitzt halt seinen Dienst ab und sagt hinterher: "Vergeudetes Jahr". Ich persönlich finde man sollte die Wehrplicht abschaffen und lieber eine Zivildienstpflicht einführen. Diese Leute könnten dann bei Katastrophen helfen und an sonsten den üblichen Zivildienst leisten. Und nur wer wirklich den "Drill" und den Kampf will sollte sich freiwillig zum Bund melden. Semigod |
| Nekromant | Seid gegrüßt, ich habe nun schon eine ganze Menge interessanter Beiträge hier gelesen hätte allerdings wirklich nicht gedacht, daß hier so sachlich argumentiert wird. Wird vielleicht langsam Zeit, daß die Goths die Welt regieren!;-) Ich war 1994 bei der Bundeswehr in der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg, da ich mich freiwillig zu den Krisenreaktionskräften gemeldet hatte.Das konnte man damals, war einfach ein Formular bei der Eignungsverwundungsprüfung. Ich habe viele Dinge gelernt, die mir auch heute noch nützen. Zum Beispiel sehr tolerant gegenüber anderen Menschen zu sein, denn auf der Stube ist man ja doch sehr bunt zusammengewürfelt. Ohne Respekt und Tolreanz kommt man da nicht klar. Teamwork gehörte bei uns auch zur ausbildung, so wurden die meisten Dinge gruppenweise erledigt. Später hat mir das im WG-Leben immer sehr geholfen. Leider sehe ich mit sehr gemischten Gefühlen jetzt auf die Bundeswehr, denn es kommen viel zu viele Rechte jetzt hinein, während die anderen entweder gar nichts machen müssen, oder Zivildienst machen. Wir hatten nur einen Rechten in der Einheit und der hat sich lieber zurückgehalten, da das Verhältnis halt stimmte. Ich bin weiterhin für die Wehrpflicht, da ich nicht will, daß ein Haufen Nazis bis an die Zähne bewaffnet, irgendwann unser Land vertritt. Ich will hiermit aber keinem Berufssoldaten rechtes Gedankengut unterstellen, ich denke nur besorgt an die Zukunft. Außerdem bleibt zu befürchten, daß dann die Politik die Hemmung vor dem Einsatz der Armee verliert, denn die werden ja dafür bezahlt, daß sie den Arsch riskieren. Nekromant ------------------ Es ist der Traum, der mich geführt, und folgen werde ich bis in die Glut. |
| Kriegerin | so... jetzt geb ich auch mal meinen senf dazu... im grunde ist sie ja nicht schlecht die bundeswehr...irgendwie ist es doch beruhigend,das wenn ein spinner daher kommt und meint er müsse krieg anzetteln,jemand da ist der das land verteidigen kann. wie gut oder wie schlecht vermag ich nicht zu sagen... wa das ausland betrifft,so befürworte ich z.b. den kosovo-einsatz schon.es ist gut,wenn da soldaten nicht unbedingt an der front kämpfen,sondern sich eben auch andersweitig nützlich machen.ein soldat kann sich im schlimmsten fall enfach besser verdeidigen als ein zivilist dr diese aufgaben übernommen hätte. zur wehrpflicht an sich kann ich nicht viel sagen...die einen meinen es muß sein,die anderen sagen,es ist vertane zeit. einwerfen möchte ich bei deiser gelegenheit allerdings noch...auch wenn mich viele dafür hängen sehen wollen...das frauen meiner meinung nach nicht unbedingt an die waffe gehören.ich meine für den ernstfall,sollten vielleicht alle mitglieder der bw ,sich mit schußwaffen auskennen,aber ob da eine frau unbedingt an die front gehört?...ich weiß nicht? (und bevor sich jetzt wieder wer auf meinen namen bezieht...füße stillhalten!!!der grund für den namen liegt ganz woanders!!!*zwinker*) zuletzt noch..die reise nach utopia... jedes heer ist die konsequenz aus dem übel krieg und ich würde mir wünschen das die menschheit eines tages lernt ihren konflikten anders beizukommen. LIEBE GRÜSSE die KRIEGERIN ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| VampyreBK | Sarcan: mal sehen, wer hier besser klugscheissen kann [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Die "Exocet" als solches ist auch sehr schwer von Such- und Feuerleitradar zu erfassen, da sie, sogar für einen "SeaSkimmer" verdammt niedrig hereinkommt ( ca. 50cm über der Wasseroberfläche, wenn ich mich recht erinnere ). Das wirklich effektive Mittel gegen dieses Ding ist wie beim AS-3 "Kingfish" das Trägerflugzeug zu bekämpfen, BEVOR es den FK abfeuern kann, aber das war für die Engländer mit ihren Short- und Medium-Range-Missiles unmöglich. Nun gut, zumindest hat man die Lehren daraus gezogen. Und was den Sinn der Bundeswehr betrifft: Es gab da mal ein Zitat von Carl von Clausewitz: "Krieg ist die Fortführung der Politik mit allen Mitteln." Wenn man jetzt also ganz trocken und emotionslos dieses Zitat als Grundlage benutzt, ist die Bundeswehr schlicht und einfach ein Mittel der Außenpolitik. So lächerlich der besoffene Haufen auch ab und an erscheinen mag, er erfüllt doch den Zweck der Abschreckung gegen einen potentiellen Agressor, sei das nun gerade aktuell oder nicht und seien wir mal ehrlich: wann wurde schon jemals wirklich ernsthaft in der normalen uninformierten Bevölkerung von krieg geredet, geschweige denn damit gerechnet. Das sind nun einmal Dinge, die sich unserer Kenntnis entziehen. Und komplett off politics: jede Standortauflösung in Deutschland bringt schmerzlichste Einbussen für die regionale Wirtschaft, die durch nichts zu ersetzen sind. Gruss BK ------------------ "...und sie fliegen doch... mit 2 1.650 PS Daimler Benz - Motoren :)..." |
| ray | "jede Standortauflösung in Deutschland bringt schmerzlichste Einbussen für die regionale Wirtschaft, die durch nichts zu ersetzen sind." Naja, das kann doch aber kein Argument dafür sein. Ist doch das selbe wie mit der Kohle. Wenn die Bergwerke zumachen ist das natürlich ein starker Einschnitt für die regionale Wirtschaft. Aber das Geld was dafür ausgegeben wurde ist doch eigentlich verschwendet. Auser das Jobs erhalten bleiben hat doch keiner einen Nutzen davon. Wenn man mit dem Geld statt nem Bundeswehrstandort was finanzieren würde was der Bevölkerung einen Mehrwert bring (z.B. Altersheim oder sonstige Soziale Einrichtung) wäre das leben in Deutschland wieder ein Stückchen besser geworden. |
| VampyreBK | ray, es geht jetzt bei diesem einen argument der wirtschaftlichen einbussen nicht um das geld, das für einen standort an sich ausgegeben wurde, sondern um die konsumkraft der dort stationierten soldaten und der gesamten versorgung, die ein derartiger stützpunkt mit sich bringt. es geht um den einzelhandel, die gastronomie, die dienstleistungen ( welche das auch immer für die bundis sein sollen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] ) und alles, was in der region von den soldaten genutzt wird. ich kann dir leider nicht mehr genau sagen, wo das war, aber stell dir eine 1.000 - 2.000 Mann - Kaserne irgendwo im Hinterland vor. Die Kauf- und Konsumkraft, die hinter sovielen Menschen steht, ist ein extrem wichtiger Faktor für die dortige Wirtschaft und wenn auf einen Schlag all das wegfällt, brauchen wir keine Spekulationen darüber anstellen, was denn nun mit all den dortigen betrieben, die von der Bundeswehr abhängig sind, passiert. Aber das war ja nur eines der nebensächlicheren Argumente pro BW. Gruss BK ------------------ "...und sie fliegen doch... mit 2 1.650 PS Daimler Benz - Motoren :)..." |