| Stadtphilosoph | Muss man erst in die Dunkelheit, um die Wahrheit zu erkennen? Und dann tut es weh, dass die wahrheit doch so traurig ist....... Der Mensch lebt in seiner Scheinwelt und spielt sich Lebenslügen vor, um nicht an der Realität zu zerbrechen.... Oder er hat sämtliche Lebenslügen abgelegt und erkennt, dass der Mensch in seinem handeln immer egoistisch ist. Dieses Erkennen kann aber nur dadurch zustande kommen, dass er durch die Tiefen der menschlichen Seele gegangen ist! Er wird in dem Moment zum Semi-Nihilisten (Semi, weil er immer noch an das Gute im Menschen glaubt) Hat das Individuum in unserer Gesellschaft überhaupt noch die Möglichkeit zu bestehen? ------------------ "Schmerz, der nicht spricht, erstickt das volle Herz und macht es brechen." "He thinks too much... such men are dangerous." Beide Zitate von William Shakespeare (1564 - 1616) |
| Chiara | Tja...so ist das Leben nun mal... Es ist traurig und voller Dunkelheit! Lieben Gruss:CHiara ------------------ Wie viele Wunden würden heilen,könnte man das Kratzen lassen! |
| styyxx | seh ich ähnlich. doch ob man durch die dunkelheit muß? was meinst du damit? denke das sich fast alle menschen in der weise den kopf zerbrechen, sie leben es nur anders aus. das individuum hat ne chance, man muß aber teilweise einen hohen preis dafür bezahlen. dunkle grüße styyxx |
| Countless | hallo... ich stimme dir zu, dass jeder mensch egoistisch ist, wenn es auch taten geben mag, in denen die ziele anderer mit den eigenen vereinbar sind, bzw. sich das egoistische handeln positiv für andere auswirkt, so sind diese taten dennoch nicht selbstlos, da sie letzen endes zum selbstzweck geschehen. weiter ist der mensch ein teil dieser welt und diese welt ist polar. alles in dieser welt hat seine zwei seiten - so auch der mensch. es gibt keine völlig weiße oder völlig schwarze seele, sie sind alle grau. es bringt nichts die eine oder die andere seite zu verleugnen. erst indem man beide anerkennt, als teil von sich selbst kann man einen teil der wahrheit erkennen. infolgedessen muß man tatsächlich erst durch die dunkelheit (der eigenen seele/welt), damit man diese erkennt, akzeptiert und annimmt. es bringt nichts (außer einer erheuchelten scheinwelt) wenn man sich selbst teilweise verleugnet und unliebsame dinge ins unbewußte verdrängt, wo sie zum schatten werden. denn diesen schatten wird man auf andere wesen projezieren, die eben diese verdrängten dinge auszuleben scheinen. dort wird er dann als "böse" erkannt und zu bekämpfen versucht. eine wirklich freie und friedliche welt kann nur auf der akzeptanz der dunklen seite basieren. doch durch diese erkenntnis zerbricht nicht das individuum sondern das verallgemeinernde vorurteil, das individuum wird gestärkt und lernt zu bestehen. bb bb bye countless |
| Artaios | Ich denk schon das dass Individuum noch eine Chance in unserer Gesellschaft hat, auch wenn selbige sehr klein ist, den man muss ehrlich zugeben ist einfacher sich in der "grauen Masse" untergehen zu lassen, als wirklich zu dem zu stehen was einen selbst bewegt oder wirklich interessiert. Um so mehr sollte man versuchen, wenn zuerst wohl nur in kleinen Dingen, sein "eigenes Glück" zu finden (Sorry mir ist keine bessere Umschreibung eingefallen). Warum geht man z.B. auf eine Familienfeier wenn man dort überhaupt nicht hin will, nur weil man zu der Familie gehört und man sich eben einzufügen hat? Ich denke hier darf man schon damit anfangen ein Individuum zu sein, auch wenn sich andere dadurch auf den Schlips getreten fühlen, man darf alles tun solange es der eigene freie Wille ist und den freien Willen eines oder einer anderen nicht beeinflußt. Ich weiß das dass so oder so ähnlich auch in unserem Grundgesetz steht doch bin ich der Meinung das wir von diesem Recht nur viel zu selten Gebrauch machen in unserer Gesellschaft. Gruß Artaios ------------------ Wir Menschen sind die einzigen Säugetiere die mit offenen Augen und kollektiv Selbstmord begehen. |
| Stadtphilosoph | @styyxxZitat: |
| new model No.15 | Solange du um deine Maske (und was sich dahinter verbirgt) weißt, bist du schon individuell. Sie in den richtigen Momenten ablegen zu können, trägt nur dazu bei, dass auch andere dich als Individuum anerkennen. new model |
| Curzon | Dazu fallen mir 2 gute Sprüche ein: "Nur wer Dunkelheit kennt, der kennt auch Licht" (aus einem Liedtext) "Nur wer weiß, was Leiden ist, kann sanft zu anderen sein" Bist du nie in deinem Leben verlezt worden, weißt du nicht, was deine Taten bewirken können. Wir alle werden von der Gesellschaft dazu gezwungen, quasi dazu erzogen, ständig auf der Lichtseite zu bleiben, deshalb fallen wir oft so tief in die Dunkelheit und werden durch sie verwirrt. Deshalb ist die Lichtseite der Gesellschaft so verschmutzt durch verborgene Dunkelheit. Doch wer seine Dunkelheit einmal erkannt hat und sie akzeptiert hat, wer frei ist, zwischen Licht und Dunkelheit zu wandeln ohne Fesseln, ohne Begrenzungen, der ist wahrlich frei. Und würden alle Menschen, diesen Zustand erreichen, wäre sicherlich auch die Gesellschaft wesentlich "gesünder". ------------------ IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS. [Dieser Beitrag wurde von Curzon am 18. Dezember 2001 editiert.] |
| seelenmord | Wer im Dunklen sitzt, zündet sich einen Traum an. (Nelly Sachs) Ohne Kommentar ... seelenmord ------------------ Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst. |
| GuardianOfDarkness | Hi! Ich kann Curzon nur zustimmen: Die Gesellschaft drängt uns auf eine Seite. Mehrfach wurde ja gesagt, die helle Seite und die dunkle mit böse in verbindung gebracht. Aber in meinen Augen ist die Dunkelheit schon eher etwas positives geworden. In der Dunkelheit bin ich frei von allen Zwängen die die Gesellschaft mir auferlegt. Ich fühle mich in ihr gradezu geborgen, unentdeckt von den teilweise tadelnden Blicken und Aussagen meiner Mitmenschen. Und letztendlich, in bezug auf Seelenmordsa Aussage ist doch grade die Dunkelheit der Punkt wo man Träume entwickelt! ...aber ich schweife vom Thema ab: Das Individuom wird solange eine Chance haben, wie es einen Platz, eine Tätigkeit, oder irgendetwas anderes hat, bei dem es sich frei entfalten kann, seine Inersten Wünsche hervorkramen kann und diese weiterträumt. Nur so kann es kraft sammeln und wird nicht an der Gesellschaft zerbrechen. Ich denke allerdings das diese Rückzugmöglichkeiten immer weniger werden - solange, bis garkeine mehr da sind! (Wer von euch hat z.B. in letzter Zeit so entspannt geschlafen und wirklich einen sehnlichsten Traum gträumt? Vermutlich die wenigsten... [ich denke der stress, den der Gesellschaftliche Druck verursacht ist schuld]) [Dieser Beitrag wurde von GuardianOfDarkness am 18. Dezember 2001 editiert.] |
| Schatten der Sonne | Ich denke man muß irgendwann mal aus der Illusion des Lebens gerissen werden um zu erkennen daß nicht alles so ist wie man es gerne hätte. Dann hört man auf alles zu glauben was man sieht. Ich habe immer noch nicht die Wahrheit über alles im Leben gewonnen, aber ich denke daß hat noch niemand. Aber ein Bruchteil Illusion hilft uns das Leben zu ertragen. ------------------ Ist die Selbstzerstörung das Ziel des Lebens? |
| styyxx | @Stadtphilosoph hmmm...kann mich dir und meinen vorredner nur anschließen das man einmal desillusioniert wird. man sieht danach klarer. weiß nicht ob du individualismus nicht vielleicht mit ablehnung verwechselst. haß und ärger sind doch kein zeichen von individualismus. aber ich glaube ich versteh dich da falsch. haß kann einen auffressen, wie alle starken gefühle. wie du gesagt hast ist es wichtig sich diesen seiten zu stellen und sie zu akzeptieren, man muß sie aber nicht notwendigerweise tolerieren. masken sind doch auch ein schutz den man vor der welt hat. ich kann nur bei ganz wenigen menschen so sein wie ich bin, ohne mich zu verstellen und selbst das nur für kurze zeit. wie schon erwähnt wurde ist daran ja grundsätzlich nichts schlechtes solange man weiß das es eine maske ist. schlecht ist allerdings wenn man sie benutzt um andere menschen zu täuschen. dunkle grüße styyxx |