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  Forum: Ruhe sanft
    Thema: Der Tod
NightingaleHabe jetzt mal eine Frage die mir foermlich auf den Lippen brennt:

Ist Euch schon mal so richtig bewusst geworden, dass Ihr irgendwann einmal nicht mehr existiert??

Ich meine so richtig? Wenn man mich das vor 5 Jahren (oder so) gefragt haette, haette ich gesagt: Klar, ist mir bewusst.
Aber erst seit ein paar Monaten, habe ich (wahrscheinlich) annaehernd kapiert was das bedeutet: Naemlich das Nichts.

Irgendwann (ich saß gemuetlich auf der Couch) ist mir das schlagartig bewusst geworden. Ich bin total panisch geworden und hatte super Angst. Ich hab echt gedacht ich werde verrueckt. Diese Gedanken sind einfach zu schrecklich.
Kennt Ihr das auch?
Oder bin einfach nur zu sensibel?

Ich kann auch gar nicht richtig eingrenzen wovor ich mehr Angst habe; Vor dem Sterben oder dem Tod.
Beides ist einfach furchtbar.
Auf jeden Fall kommen diese Aengste jetzt schubweise. Manchmal denke ich einen Monat nicht daran, habe es also erfolgreich verdraengt. Den naechsten Monat aber kommt es dann einfach so wieder. Echt grausam.

Es wuerde mir sehr weiterhelfen, wenn ihr mir Eure Gedanken zu diesem Thema schreibt.

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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.
Moonbladehabe nur einen satz zu sagen, der keine wirkliche frage ist:

"Wozu lebst Du, wenn Du eh sterben wirst? Was ist der Sinn?"

Wenn du zu der antwort kommst, es ergibt keinen sinn, dann nimm mal etwas abstand, und denke erneut drüber nach... bis du zu einer lösung kommst, irgendwann.

Und ja, kenne das von früher sehr gut.
BlackadderNightingale,

habe mich tatsächlich vor Zeiten schonmal länger mit dieser Thematik beschäftigt...hin und her überlegt, Angst gehabt...aber irgendwann bin ich einfach zu der Erkenntniss gelangt (für mich) das dies nun mal der Weg allen Lebens ist, und das ich an seinem Entstehen, seinem Zeitpunkt und dem was nach danach überhaupt keinen Einfluss nehmen kann.
Was passieren muss, passiert, gleich ob ich es will.
Wenn es nach dem Tod "nur" das Nichts gibt, können alle Gedanken dieser Welt daran nichts ändern.
Vielleicht ist das "Nichts" gar nicht einmal die schlechteste Alternative, eine ewige Existenz wäre vielleicht noch schwerer zu ertragen, wenn wir es wüssten.
Ich denke, Gedanken zum Thema sind selten wirklich fruchtbar...wir wissen nichts über das, was da mit uns passieren wird und werden es auch nie ganz ergründen können, es sei denn, es kommt wirklich mal einer wieder...daher lohnt es sich nicht, sich schon zu Lebzeiten verrückt zu machen.
Geniesse das Leben, denn das ist dir sicher.
Über den Tod kannst du dir Gedanken machen, wenn er da ist.

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.
Moonbladedie lösung zu dieser frage ist der schlüssel zu einem bewußtsein zu dem nur sehr wenige kommen und normalerweise muss einem davor sehr viele andere dinge klargeworden sein.

Wenn du die kraft und ruhe dazu hast, verdränge es nicht sondern stelle dich der frage ruhig, nightingale. Hab bisher zwar nicht viel von dir gelesen, doch scheinst du mir eher noch "mittendrin" was selbstfindung angeht. Von daher wärst du eigentlich noch nicht bereit für diese frage, doch wie oft kommen dinge schon in der optimalen reinfolge? Eventuell schaffst du es und machst einen ganz schönen Sprung nach vorne indem du -Deine- wirkliche Antwort findest.

Die, kann und darf jedoch niemand Dir vorsagen, sondern die mußt du von dir aus finden.

Wenn du dich nicht bereit fühlst dich dieser Frage zu stellen, lasse besser die Finger davon, vorerst.

- Moon
CurzonDer Tod ist so natürlich wie das Leben, er schließt den Kreis, er ist unausweichlich.

Wer Angst vor dem Tod hat, hat auch Angst vor dem Leben.

Mein Ziel ist es, die Angst vor dem Tod ganz abzulegen, erst dann bin ich frei.

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IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS.
Lady ShaitanaHallo!

Also für mich ist der Tod auch nichts wovor ich Angst habe... Naja zumindest keine wirkliche Angst, eher ein flaues Gefühl... Meiner Meinung nach geht es nach dem Tod weiter, denn ich kann mir nicht vorstellen zum letzten Mal die Augen zu schließen und das wars dann! Dafür ist das Leben einfach zu kurz...
Ich denke schon das man in einer anderen Art und Weise weiterexistiert... In der Natur vielleicht oder auch einfach als Materie in einem Raum... Wer kann das schon genau sagen?
Ich mache mir nicht groß Gedanken um das "Danach", denn der Tod gehört zum Leben, so wie die Geburt, man kann nichts daran ändern... wer will schließlich schon ewig leben???

Dunkle Grüße,
Lady Shaitana


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~^v^~ Atratus speciosus est! ~^v^~
ghulJa, darueber habe ich mir frueher auch oft Gedanken gemacht und hatte auch panische Angst vor dem Nichtexistieren. Aber dann habe ich mir ueberlegt, ob denn das wirklich so schlimm waere. Sicher, die Vorstellung ist beaengstigend aber wenn man genau darueber nachdenkt, ist ja die Nichtexistenz keine "Situation" in der man sich unwohl fuehlt, leidet oder Angst hat. Mit anderen Worten, es wird nicht schlimm sein, da ja gar nichts sein wird.

Die Angst bleibt zu einem Gewissen Grad natuerlich, aber wenn man sich ueberlegt hat, dass diese Angst zu empfinden unbegruendet ist, laesst sich der uebrigbleibende Rest ganz gut verdraengen.

Gruss
ghul


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The future is uncertain and the end is always near.
(Jim Morrison)
ApesNightingale, ist deine frage nach dem tod und dem sterben nicht mehr eine frage nach dem leben?

vor jahren hatte ich angst vor ihm, wie du, jetzt steht er vor der tür und es herrscht nur noch ruhe und erwartung in mir. egal ob mich danach das nichts oder ein neuanfang erwartet, die gedanken darum sind überflüssig.

schwerer ist die zeit des sterbens, ob sie nur sekunden oder tage dauert. diese zeit beherrscht die frage nach dem leben. hast du richtig gelebt? wenn auch nur für stunden?

nein, habe keine angst vor dem tod. lebe, lebe so wie es für dich richtig ist.

gruss Apes
anima nata lacrimansMit dem Tod habe ich mich schon sehr früh beschäftigt, wahrscheinlich, weil ich von allem, was damit irgendwie zu tun hatte, ferngehalten wurde. Trotzdem hatte ich immer wahnsinnige Angst vor dem Tod.
Allerdings habe ich mich ziemlich verändert, es gab eine Zeit, in der ich den Tod dem leben vorgezogen hätte, nichts schönes mehr am Leben fand. Aber ich war damals doch zu unentschlossen und vielleicht auch zu betäubt zum handeln.
Heute sehe ich den Tod als tei des Lebens, den ich nicht mehr fürchte, als das Leben selbst. Das, wovor ich mich eigentlich fürchte, ist das Sterben, den Übergang, dass ich ihn vielleicht ganz bewusst miterlebe, nicht sterben will oder leide.
Den Tod an sich betrachte ich als Erlösung von allem Leid und dem ewigen Weiterfließen der Zeit.
Heute sehne ich mich, wenn alles schiefgeht, immernoch nach dieser Stille und Ruhe, doch selbstmord ist nur eine Flucht, meine zeit kommt, wenn sie kommt.

Ich weiß nicht, ob das Leben einen Sinn hat, ich weiß nur, dass egal, was passiert, es einfach bis an unser Ende weiterfließt, egal, ob wir lachend oder weinend unsere Tage verbringen. Und es gibt Zeiten, in denen wir es lieben und in denen wir es hassen, aber wir sollten dies wohl annehmen und es nicht vorzeitig wegwerfen.
NihasaDer Tod. Er macht mir oft genau so viel angst wie dir.
Ich trage nach der Schule Zeitungen aus, unter anderem auch in einem Altersheim. Sobald ich auch nur einen Schritt in dieses Gebäude mache, kommt mindestens ein Bewohner dieses Hauses um mit mir zu reden. Sie erzählen mir von ihren Enkeln, Einkäufen, Krankheiten,... Diese Gespräche dauern nie länger als 10 Minuten, da ich ihnen meist nur zuhöre, nebenbei weiter die Briefkästen fülle und wenn ich fertig bin schnellstmöglichst gehe. Eine der Frauen erzählt mir schon seid 3 Jahren, dass sie nächste Woche auszieht und das sie so glücklich darüber ist. Sie erzählt mir auch warum. Alle, die sie kannte und auch dort wohnten, sind tot. Aber das erzählt sie einfach so...so ohne Gefühl...so als wäre es normal. Sie sagt mir, dass ich in diesen Briefkasten nichts mehr stecken soll, da die Frau vorgestern gestorben ist. Und in diesen auch nicht, der Mann wurde am Wochenende tot in seinem Bett aufgefunden. Wenn ich dieser Frau zugehört habe und dann endlich in anderen Häusern weiter austrage, dann denke ich immer ein wenig über den Tod und diese Frau nach. Doch erst vor kurzem ist mir klar geworden, diese Frau möchte nicht mehr in diesem Haus wohnen, sie möchte aber auch nicht umziehen, sie möchte sterben und das schon seid 3 Jahren!

Nachdenkliche Grüße, Nihasa
Julyaich habe keine angst vor edm tod...
ich glaube, daß man nach dem tod keine erinnerung mehr hat, also praktisch wie vor der geburt, bzw vor dem entstehen des lebens....
denk mal darüber nach, ob du dich an "davor" erinnnern kannst, dann verliert man recht schnell die angst.....
broken_oneVor der Erkenntnis, dass man früher oder später aufhören könnte zu existieren steht die Erkenntnis, dass man überhaupt existiert. Bewusst existiert.
Dieses "ich lebe, hier und jetzt, ich existiere" ist dem "Werde ich nach dem Tod nicht mehr existieren?" sehr ähnlich.

Wenn man nicht mehr existiert, dann ist es so als hätte man nie gelebt. Was ist das Leben ausser Erinnerungen?

Wenn man für eine Weile sein Gedächtnis verliert... alles was in dieser Zeit passiert, egal wie schmerzhaft, es ist so als wäre es nie gewesen. Vielleicht bleiben Spuren, deren Ursprung man nicht kennt, doch den direkten Schmerz, hat man eigentlich nie erfahren... Setzt die Erinnerung nie wieder ein, dann hat man kein Leben gehabt, dann wird die ganze Existenz nachträglich ausgelöscht, mit allen Gefühlen, allen Gedanken... mit allem.
Natürlich nur subjektiv. Doch man selbst ist das Subjekt, und es wird so als hätte niemals überhaupt irgendetwas existiert. Wenn es also nach dem Tod nicht weitergeht, dann KANN man überhaupt nicht leiden, beim Sterben wie auch im allgemeinen...

Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass es nach dem Tod weitergeht. Wir existieren und wir wissen darüber. Denn die Zeitspanne an die man sich nicht erinnern kann, mag so lang sein wie sie will... ein ganzes Leben, vielleicht... doch subjektiv hat sie nie existiert.

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How darkly and how deadly dost thou speak!
Your eyes do menace me. Why look you pale?
Who sent you hither? Wherefore do you come?

[ Shakespeare ]
Lady LadugaKann mich im grossen und Ganzen sehr den Antworten von ghul, Blackadder und Julya anschliessen.

Da man völlig vergeht, kann man auch nichts empfinden, man merkt ja auch nicht die Sekunde, in der man einschläft, die kann man auch nicht bewusst erfassen, so stelle ich mir das Sterben vor, gefolgt von einem traumlosen Schlaf aus dem man nicht mehr erwacht, den man aber auch nicht spürt, da man sich ja auflöst und nichts mehr registrieren kann.

An ein Weiterexistiern nach dem Tode glaube ich nicht, es wäre natürlich ein schöne Vorstellung, nur kann ich es mir nicht vorstellen.
Aber vieleicht (hoffentlich) liege ich mit meiner eher pessimistischen Einstellung falsch.
ApistosIch habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst vor dem Leben.

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<Nichts ist in sich selbst widersprüchlicher
als einen nicht existenten Herrscher
über die bestrittene Tatsache
unserer Existenz zu stellen.>
<[url="http://www.jdom.de"]glaubenslos.[/url]>
FallenSisko
Zitat:
Original erstellt von Nihasa:
[b]Der Tod. Er macht mir oft genau so viel angst wie dir.
Ich trage nach der Schule Zeitungen aus, unter anderem auch in einem Altersheim. Sobald ich auch nur einen Schritt in dieses Gebäude mache, kommt mindestens ein Bewohner dieses Hauses um mit mir zu reden. Sie erzählen mir von ihren Enkeln, Einkäufen, Krankheiten,... Diese Gespräche dauern nie länger als 10 Minuten, da ich ihnen meist nur zuhöre, nebenbei weiter die Briefkästen fülle und wenn ich fertig bin schnellstmöglichst gehe. Eine der Frauen erzählt mir schon seid 3 Jahren, dass sie nächste Woche auszieht und das sie so glücklich darüber ist. Sie erzählt mir auch warum. Alle, die sie kannte und auch dort wohnten, sind tot. Aber das erzählt sie einfach so...so ohne Gefühl...so als wäre es normal. Sie sagt mir, dass ich in diesen Briefkasten nichts mehr stecken soll, da die Frau vorgestern gestorben ist. Und in diesen auch nicht, der Mann wurde am Wochenende tot in seinem Bett aufgefunden. Wenn ich dieser Frau zugehört habe und dann endlich in anderen Häusern weiter austrage, dann denke ich immer ein wenig über den Tod und diese Frau nach. Doch erst vor kurzem ist mir klar geworden, diese Frau möchte nicht mehr in diesem Haus wohnen, sie möchte aber auch nicht umziehen, sie möchte sterben und das schon seid 3 Jahren!

Nachdenkliche Grüße, Nihasa[/b][/quote]

Mich hat schon lange nichts mehr so bewegt wie dein Text....

@alle

Ich habe einen ähnlichen Thread wie diesen hier eröffnet. [url="http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum5/HTML/000346.html"]http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum5/HTML/000346.html[/url]
Ich werde ihn schließen lassen und auf diesen hier verweisen. Wenn ihr möchtet könnt ihr dort nochmal etwas rumstöbern. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]




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Kinder spielen Verstecken,
hinter Büschen und Ecken.
Alle fallen um,
die Pest geht um.
Jetzt spielt keiner mehr Verstecken!

Kayleigh Wittlin (*1988) Schweizer Schülerin und Hobbydichterin
the bestiander mensch ist das einzige "tier", welches sich intensiv gedanken über den tod macht. aber sollten wir uns nicht eher gedanken über das leben machen? klar, der tod macht dem einen angst, dem anderen ist er egal, wieder andere sehnen ihn herbei, ohne etwas zu tun.
hat alles seine berechtigung. nur sollte man sich mal vor augen halten, was man hier eigentlich tut: man vergeudet sein wertvolles (?) leben damit, sich gedanken über sein ende zu machen. das ist genauso, als würde man vor einem blech kuchen sitzen und sich gedanken über kompost machen, anstatt einfach den kuchen zu genießen. man mag mir jetzt gerne kurzsichtigkeit vorwerfen, aber schonmal daran gedacht, wozu das leben da ist?

lebendige grüße..

sebastian

seelenmord
Zitat:
... aber schonmal daran gedacht, wozu das leben da ist[/quote]

Ja und keine befriedigende Antwort gefunden ...

seelenmord

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Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
FallenSiskoWozu ist denn das Leben da? Und warum endet es mit dem Tod?

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Kinder spielen Verstecken,
hinter Büschen und Ecken.
Alle fallen um,
die Pest geht um.
Jetzt spielt keiner mehr Verstecken!

Kayleigh Wittlin (*1988) Schweizer Schülerin und Hobbydichterin
SeelentraumDas Leben dient der Vorbereitung auf den Tod....auf das wahre Leben.....
FallenSiskoDas bringt mich als Atheist nicht ein Stückchen weiter. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img]
SeelentraumFallen Sisko.....Atheist...oder Anti-christ?

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Betreibe Selbstklärung, dann wirst Du auch das "Andere" verstehen...
FallenSiskoAtheist... so wie oben geschrieben
seelenmord@Seelentraum

Und wie würdest Du das einem Nihilisten "schmackhaft" machen? [ohne jetzt damit sagen zu wollen, daß ich einer bin ... naja, vlei nur ganz klein wenig [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ]

seelenmord

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Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
the bestiantod - leben - leben - tod
weswegen macht man sich eigentlich so einen kopf drüber?
wozu das leben da ist, weiß ich auch nicht genau, nur, dass man es nicht damit verschwenden sollte, sich über dessen ende gedanken zu machen.
ja, ich bezeichne mich als gothic (nach meiner definition ;o), ich mache mir auch gedanken darüber, bin aber zu dem schluß gekommen, dass es sich viel eher lohnt, einfach zu leben.. eben dieses kurze stück zeit zu nutzen, erkenntnisse zu gewinnen, zu lieben, zu hassen, eben die ganze skala an uns mensch-gegebenen emotionen auszukosten. wenn man schon einen verstand hat, dann sollte man ihn auch nutzen..

lebendige grüße

s.

[Dieser Beitrag wurde von the bestian am 10. Dezember 2001 editiert.]
Lady Shaitana
Zitat:
Original erstellt von Julya:
[b]
ich glaube, daß man nach dem tod keine erinnerung mehr hat, also praktisch wie vor der geburt, bzw vor dem entstehen des lebens....[/b][/quote]

Ich weiß nicht, aber ich habe schon oft Dinge erlebt, die recht merkwürdig waren. Beispielsweise stand ich als Kind in einer fernen Stadt auf einem Marktplatz. Ich konnte meinen Eltern genau sagen welche Geschäfte sich in den Seitenstaßen befinden. Sie sahen mich nur verdutzt an und meinten das wir hier noch nie zuvor gewesen wären... Als wir aber die Straßen entlang gingen waren die Geschäfte dort, wo ich sie zuvor beschrieben hatte! Diese Art von Dejaveus passieren mir häufiger...

Bestimmt war ich in dieser Stadt schon einmal gewesen, aber sicherlich nicht in diesem Leben...

De profundis,
Lady Shaitana

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~^v^~ Atratus speciosus est! ~^v^~
styyxxhallo

ob es sinn macht über den tod nachzudenken ist eine frage die ich mit ja beantworten kann.
zuerst einmal denkt man über den tod nach ob es nun sinn macht oder nicht, da es JEDEN menschen betrifft.
was danach kommt ist spekulation für den einen wissen für den anderen und wunschvorstellung für den nächsten. wie moonblade gesagt hat kann man nur persönlich zu einer antwort kommen, zu einer antwort die man akzeptieren kann. darum geht es in der frage. eine akzeptanz mit dem unausweichlichen zu erreichen.
was aber genauso wichtig ist, ist die frage nach dem leben. in dem man über den tod nachdenkt denkt man aotumatisch über sein leben nach. betrachtet es, sieht es aus anderen winkeln, versucht dinge zu richten oder besser zu machen. deshalb ist es sinnvoll sich gedanken über den tod zu machen.

besinnliche grüße
styyxx
Slickeydann werde ich mich mal auch zu dem thema einklinken....

ich denke sehr viel über den tod nach. und ich glaube, dass dies der grund ist, warum ich keine angst davor habe. ich befasse mich sehr viel mit dem thema (so blöd es sich anhört) seit dem mein hund gestorben ist...ich habe gedacht: was passiert mit ihm? wird er sich weiterhin an mich erinnern? wird seine seele neu auf die erde kommen? vielleicht sogar als seele eines menschen? ich streife oft über die friedhöfe und denke mir: was haben diese menschen kurz vor ihrem tod gedacht? haben sie sich gefreut? hatten sie angst? als meine oma letzte woche starb, saß ich an ihrem sterbebett und habe ihr zugehört...sie hatte sich auf den tod gefreut. sie meinte, so würde sie wenigstens nicht mehr mitbekommen, wenn wirklich krieg ausbrechen würde...sie meinte, dass sie sich freue durch das tor zu gehen und oben im himmel auf mich herab zu schauen...seit dem denke ich jedesmal an sie, wenn ich zum himmel schaue, und einen stern blinken sehe...ich bin sicher, dass sie auf mich aufpasst.

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Wir werden schön, schön durch die Nacht
Wie ein Vampir, wenn er erwacht
Die Nacht soll unsre Bühne sein,
nur für uns ganz allein
(Bela B. Felsenheimer)

[url [url="http://www.crowchild.de.vu]www.crowchild.de.vu[/url]"]http://www.crowchild.de.vu]www.crowchild.de.vu[/url][/url]
styyxxhallo

ich denke das jeder ein bischen angst vor dem tod hat oder vor dem sterben. manchmal glaube ich das es für die hinterbliebenen viel schlimmer ist. in meinem kreis sind schon einige menschen gestorben, auf jeden fall war ich schon auf mehr beerdigungen als z. b. auf hochzeiten. das was mich am meisten berührt hat ist das es die welt kaltläst. ist natürlich nicht verwunderlich aber es berührt mich doch.
kann mich noch gut an die beerdigung vom vater meines schwagers erinnern. war früh in der schule, hab mich noch geprügelt und mir dabei den hals verrenkt. um elf bin ich dann mit meinen eltern zur beerdigung gefahren. es war der krasseste schnitt den ich erlebt hab. mein klingt zwar doof aber eben stehste noch voll im leben und überlegst was du abends machst oder morgen und dann läufst du an einer kiste vorbei in der jemand liegt den du gekannt hast. es ist mir damals so bewußt geworden wie sehr sich die welt um einen scheißt. das ist es was mir irgendwie angst macht. ob du lebst oder nicht ist anundfürsich belanglos.
darum möchte ich nicht lange darüber nachdenken müßen wenn ich mal sterbe. wie bei meinem onkel. der starb bei uns im wohnzimmer. er hatte keine zeit sich gedanken zu machen. das stell ich mir als die beste aller möglichkeiten vor.

dunkle grüße
styyxx

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---Furcht ist das einzige vor dem man sich nicht fürchten muß---
Schatten der SonneNa ja Angst vor dem Tod hab ich keine. Darüber hab ich das erste mal mit ca 10 Jahren nachgedacht und ne Antwort gefunden. Der Tod macht mir keine Angst, sondern nur die Art und Weise wie ich Sterbe. So sehen das auch einige andere. Manchmal gibts immer noch Tage, an denen ich mich freuen würde, wenn ich die eisige Kälte des Todes fühlen würde und er mich endlich holt. Nur leider kann ich mir den Zeitpunkt nicht aussuchen.
Ehrlich gesagt is es mir egal wann ich sterbe. Denn zur Zeit gibts nichts in meinem Leben, für daß es sich zu leben lohnt. Vielleicht laß ich mich mal von meiner Meinung abbringen, wenn ich dafür lange genug lebe und es sich mal wirklich lohnt und ich endlich nen Sinn in meinem dasein sehe.
Wer Angst vor dem Leben hat, hat keine vor dem Tod. Ne Menge Wahrheit in diesem kurzen Satz.

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Ist die Selbstzerstörung das Ziel des Lebens?
FallenSiskoDie Angst vor dem Tod, ist nur ein Verdrängen der viel größeren Angst, vor der Belanglosigkeit des eigenen Seins.


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I'm so happy i can't stop crying

[Dieser Beitrag wurde von FallenSisko am 18. Dezember 2001 editiert.]
styyxxhallo

ist denn das sein nicht in gewisser weise belanglos? vielmehr, ist der versuch in dieses leben einen großartigen sinn hineinzudenken nicht irgendwie wie die eigene existenz als ungemein wichtig zu sehen, wo es eigentlich keinen unterschied gibt?

nachdenkliche grüße
styyxx
StadtphilosophDie meisten Menschen fürchten den Tod doch nur, weil sie aus ihrem Leben nichts gemacht haben.

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"Schmerz, der nicht spricht, erstickt das volle Herz und macht es brechen."

"He thinks too much... such men are dangerous."

Beide Zitate von William Shakespeare (1564 - 1616)
Satanisehmmmmmmmm....ich bin heute das erstemal hier...ich habe fast alle Texte mit Verstand durchgelesen und ich bin zur der Erkenntnis gekommen das "sterben" das schlimmste am Tod ist. Vielleicht hört sich das doof an aber ich denke ich habe mehr Angst vor dem sterben als vor dem Tod oder wie es die meisten hier nennen vor dem "NIchst". Aber ich denke wenn man zu lnge darüber nachdenkt vergißt man dabei das Leben und das Leben ist für jeden wichtig. Oder findet ihr nicht.
Kurz und bündig:
Beim Nachdenken über die Frage was der Tod bedeutet sollte man nicht vergessen das man noch lebt.
Dat Sata

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Die Welt is ein Schachbrett nur schwarz und weiß
und ich bin tiefschwarz
claudecahunin den letzten 2 jahren sind in meinem mehrere Menschen gestorben, darunter auch einige Kinder (arbeite als Erzieherin) und ich dachte lange, daß ich mit dem Tod eigentlich ganz gelassen umgehe, aber das stimmt einfach nicht. Ich habe weniger Angst vor dem Danach als viel mehr dem Moment des Sterbens. Manchmal frage ich mich, wie ich wohl mal sterben werde, plötzlich durch einen Unfall o.ä. oder durch eine lange Krankheit? Ich habe definitiv Angst davor, den diesen weg muß man ganz alleine gehen. Aber ich hoffe, bis dahin habe ich noch Zeit. Und ich versuche, sie möglichst sinnvoll zu nutzen, um nicht am Scheidepunkt feststellen zu müssen, nicht richtig gelebt zu haben oder gar etwas bereuen zu müssen. Kinder gehen mit Tod und sterben übringens richtig klasse um...
Black PhantomIch hab keine Angst vor dem tod und auch nicht vor der Art des sterbens. Egal wie es sein wird schlimmer als das Leben gehts eigentlich sowieso nicht mehr.

Phantom
DunkellichtDer Tod. Warum denken wir darüber nach? Ist es das Ende, oder ein Neuanfang, oder... das muss jeder selbst für sich selbst entscheiden. Aufjedenfall ist es DAS (letzte) erlebnis im Leben ( wenn ihr versteht was ich meine...).
Leben wir nur um zu Sterben? - Könnte man sich da fragen, und das machen bestimmt auch einige. Aber es gibt nur eine Antwort die das Leben euch gibt. Es gibt keinen Sinn im Leben, und genau das ist der Sinn im Leben. Das ist das ganze Leben. Eine einzige Farce, ein Witz... Und genau deswegen endet das Leben nach dem Tod. Würmer nagen an dir rum und lassen sich dein Gehirn schmecken.
Der Mensch sucht immer nach etwas. Doch auch das nichts ist etwas. Und das ist die Realität. Realismus ist echt ne feine Sache, erst recht für Leute die den Tod mögen...

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Die Erde ist von einer Krankheit verseucht die sich selbst Menschheit nennt.
Eine Lebensform die sich zu viele Dinge anmaßt.
Gedankenlos, Unbarmherzig und voller Naivität und Dummheit.
Die Trauer die mein Herz erfüllt...

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