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    Thema: Gedanken,
Persephonedenn mit den Gedanken ist es so eine Sache.
in Wirklichkeit sind sie doch nur Zufälle.
erscheinen, verschwinden. ohne großes Anzurichten. ohne Spuren hinterlassen zu haben.
tatsächlich gibt es tote und lebendige Gedanken.
Man kann eine geniale Erkenntnis haben, und sie entschwindet dennoch langsam, in unseren Händen, wie der Löwenzahn.
bis der Wind kommt und all die Blüten davonträgt.
was ist übrig? der trockene Stengel.
aber was fehlt?
der Duft fehlt. die spätere Pracht.

Dh man erinnert sich zwar an den logischen Wert, an die Sinnhaftigkeit, Wort für Wort.
dennoch aber treibt er Haltlos umher, und fühlen sich ihm seinethalben nicht reicher, als wir geglaubt hatten.

Bis- nach einigen Jahren vielleicht- mit einem Schlage wieder ein Augenblick da ist, wo wir sehen, daß wir in der Zwischenzeit gar nichts von ihm gewußt haben, obwohl wir logisch alles wussten.

Ja, es gibt tote und lebende Gedanken.
Das Denken, das sich an der beschienenen Oberfläche bewegt, das jederzeit an dem Faden der Kausalität nachgezählt werden kann, brauch noch nicht das lebendige zu sein.
Ein Gedanke, den man auf diesem Wege trifft, bleibt gleichgültig wie eine Cola-Dose, an der man im Supermarkt vorübergeht.

Ein Gedanke, vielleicht ist er schon jahrelang vorhanden. wird erst dann lebendig, da etwas, das nicht mehr Denken, nicht mehr logisch ist, zu ihm hinzutritt, so daß wir seine Wahrheit fühlen, jenseits von aller Rechtfertigung, wie einen Anker, der von ihm aus ins durchblutete, lebendige Fleisch riß...

Eine große Erkenntnis vollzieht sich nur zur Hälfte im Lichtkreise des Gehirns, zur anderen Hälfte in dem dunklen Boden des Innersten, und sie ist vor allem ein Seelenzustand, auf dessen äußerster Spitze der Gedanke nur wie eine Blüte sitzt.

liebe Grüße,

(mit herzlichem dank an Robert)


Moonblade...und auch in dieser sache.... ist einer der wege den verstand nichtmehr gegen das gefühl kämpfen zu lassen.... das gefühl nichtmehr gegen den verstand kämpfen zu lassen........ weil zwei pole, eine einheit bilden können...... bei mir durch das verbindende molekül namens intuition.... denn sie ist weder rein mental.... noch ist sie dem puren gefühl ähnlich.... doch versteht sie beide sprachen zu nutzen.

- Moon
Gypsymanche gedanken sind gar keine zufälle, meiner meinung nach, sind sehr logisch, und beziehen sich auf gerade erlebtes oder sonst etwas persönlich bewegendes.

auch kann ich dir nicht ganz zustimmen was deinen 2. abschnitt betrifft. an "worte" erinnere ich mich meist nicht. die meisten gedanken setzte ich nichtmal in worte um. der sinn bleibt haften (logisch oder unlogisch), und er wird auch oft mit etwas bestimmtem verbundewn, treibt also nicht haltlos umher. manche dieser gedanken führen auch zu bestimmten erkenntnissen, und somit fühlt man sich auch eventuell reicher. dies trifft natürlich nur auf bestimmte gedanken zu, kein "gedankenloses denken"

aber vielleicht habe ich auch den sinn deiner worte etwas missverstanden...

es gibt tatsächlich gedanken oder erkenntnisse, die im unterbeswusstsein lange existieren und nie oder nur lange nicht zum vorschein kommen. dieses erscheinen kann durch verschiedenes verursacht werden. (@moon: ich denke da zB. an das was ich mit einem katalysator verglichen habe, erinnerst du dich?)

deep greetz,
^ô^E^ô^

ps: mir fällt hierzu gerade ein poesie spruch ein, wahrscheinlich kennt ihr ihn schon:

denke nie gedacht zu haben,
denn das denken der gedanken
ist gedankenloses denken-
denn wenn du denkst,
dass du denkst, denkst du nur
dass du denkst. aber denken tust du nie.

------------------
Die Welt ist nicht perfekt, aber die Beste aller Möglichen! [by ^E^]

[Dieser Beitrag wurde von ^ô^Embrocia^ô^ am 27. Dezember 2001 editiert.]
Persephone
danke erst mal!

Zitat:
Original erstellt von Moonblade:
[b]...und auch in dieser sache.... ist einer der wege den verstand nichtmehr gegen das gefühl kämpfen zu lassen.... das gefühl nichtmehr gegen den verstand kämpfen zu lassen........ weil zwei pole, eine einheit bilden können...... bei mir durch das verbindende molekül namens intuition.... denn sie ist weder rein mental.... noch ist sie dem puren gefühl ähnlich.... doch versteht sie beide sprachen zu nutzen.

- Moon[/b][/quote]

aber... ist intuition in gewisser Weise, nicht auch wieder ein zusammenbauen-von-erfahrenem-erlebten.
auf Hoffnung der Perfekten Handlung??

also wieder Gefühle bzw. Gedanken, die man gespeichert hat, ohne zu wissen. aber dennoch vorhanden.
und schließlich benutzt...

Persephonedir auch meinen herzlichsten dank!
mich beschäftigen solche dinge endlos.
obwohl sie im Prinzip nicht zu ändern bzw. zu erklären sind.
ich denk einfach zu viel, unsinnig.

Zitat:
Original erstellt von ^ô^Embrocia^ô^:
[b]manche gedanken sind gar keine zufälle, meiner meinung nach, sind sehr logisch, und beziehen sich auf gerade erlebtes oder sonst etwas persönlich bewegendes.
[/b][/quote]

ja. da hast du schon recht. aber zufälle im sinne von einer Wahrnehmung die man nicht realisiert, aber dennoch aufnimmt. und später unwissentlich darauf zugreift.
von tot- zu lebendig.

Zitat:
[b]
an "worte" erinnere ich mich meist nicht. der sinn bleibt haften (logisch oder unlogisch), und er wird auch oft mit etwas bestimmtem verbundewn, . manche dieser gedanken führen auch zu bestimmten erkenntnissen, und somit fühlt man sich auch eventuell reicher. dies trifft natürlich nur auf bestimmte gedanken zu, kein "gedankenloses denken"
[/b][/quote]

ja. gut. Worte. dies kommt dann wahrscheinlich doch auf die TATSÄCHLICHE Wahrnehmung an.

hattest du nicht irgendwann schon mal einen genialen Einfall? (dieser auch zusammengebraut als verschiedener Wahrnehmungen, im eigenen Gehirn ohne unsres Wissen, und plötzlich rausgeschossen)

und im nächsten Moment. tauchen Fragen über Fragen auf. (aufgrund anderer Wahrnehmungen)
und die genialität des Einfalls geht verloren.
und der Einfall entschwindet wieder. bis wieder neu durchmischt....

es gibt kein "gedankenloses Denken" zumindest ist es mir noch nie geglückt.

Zitat:
[b]
aber vielleicht habe ich auch den sinn deiner worte etwas missverstanden...
[/b][/quote]

ist schon in Ordnung. jeder hat seine eigenen Empfindungen. daher gibt es ja auch den Weg der Disskussion...

Zitat:
[b]
dieses erscheinen kann durch verschiedenes verursacht werden. (@moon: ich denke da zB. an das was ich mit einem katalysator verglichen habe, erinnerst du dich?)
[/b][/quote]

ähm, könntest du dieses Beispiel vielleicht nochmals erläutern?
wär echt sehr fein.

liebe grüße,

ChiropteraHallo Persephone,

das, wovon du hier gesprochen hast, hat auch mich seit einiger Zeit immer wieder beschäftigt. Ich habe es aber nie auszusprechen gewagt, weil dieser Gedanke mir so kompliziert erschien - man fühlt es zwar, es ist aber ziemlich schwierig, das ihn Worte zu fassen, und zwar so, dass andere es auch verstehen.
Mit deiner Beschreibung der "toten und lebenden Gedanken", dem Vergleich mit der Löwenzahnblüte etc. hast du das aber wirklich passend erklärt. Mag sein, dass ich deine Gedankengänge ja nicht richtig erfasst habe, aber ich glaube schon.

Es stimmt - häufig verblasst ein genialer Gedanke, der einen innerlich aufrichtete, mit der Zeit. Er wird überlagert teils von anderen Gedanken, die jedoch meistens gar nicht mehr so genial sind, teils von dem "oberflächlichen Denken", der alltäglichen Realität, und wird schließlich zu einem toten, einem vergessenen Gedanken. Traurig.
Manchmal blättere ich in meinem Tagebuch und wundere mich nicht selten, wie schnell ich doch eine ursprünglich "geniale" Erkenntnis oder Idee mit der Zeit vergessen konnte. Deshalb ist es gut, so etwas gleich aufzuschreiben, damit man es, sollte man es vergessen, lesen und sich wieder daran erinnern kann. Doch traurig auch, dass man solch einen "genialen Gedanken" nicht immer erneut zum Leben erwecken kann. Häufig bleibt er nur eine leere Zeile auf Papier, rational, mit dem Vrstand, zwar erfassbar, jedoch nicht mehr mit dem Innersten, nicht mehr lebendig, wie zu der Zeit, als er entstand.

Eine schöne Nacht noch,
Chiroptera
PersephoneChiroptera, danke, du hast mich verstanden.

wie oft würde ich mir wünschen, in mir sei ein Gerät. dass sämtliche Momente, sekunden, und gefühle aufzeichnen würde.
um NIE etwas zu verlieren.

es ist dieser VERLUST.
und dieses UNWISSEN des bereits WISSENDEN.
in Bezug auf GEDANKEN.
wie dumm man eigentlich ist, nicht wahrzunehmen was man selbst wahrnimmt.
eine Koalisation der Elemente.
selbst diesen einen Gedanken der Koalisation braute sich in mir, unlogisch, unvorhersehbar, am 09.04.01 in mir auf.
und ich nahm einen Teil davon war.
aber es war bloß der Stengel.
die Blüte fehlte.
und nun ist sie da. in all ihrem Wahnsinn. und ihrer Pracht.

aber was ist morgen?
morgen ist es vorbei. und der Stengel beginnt zu verwesen.

was kann man dagegen tun?
gar nichts. man ist dem vollkommen ausgeliefert.
man verliert sich. die Seele. den freien Willen.
ja. der wille und die Gedankenwelt ist frei.
aber ich bin es nicht.
denn ich bin an sie gebunden.
an ihr auftauchen und zurückschnellen.

[Dieser Beitrag wurde von Persephone am 28. Dezember 2001 editiert.]
ChiropteraJa, du hast recht, höchstwahrscheinlich kann man nichts dagegen tun.
Schlimm finde ich auch, dass man bei so etwas sich selbst die Schuld gibt (ich jedenfalls). Ich stelle mir dann stets vor, hätte ich mich doch angestrengt, wirklich daran und an mich selbst geglaubt, ich hätte diese "Blüte" aufbewahren können. Aber indem man sich selbst die Schuld gibt, will man womöglich auch nur nicht wahrhaben, dass man diesem Verlust wie du sagst hilflos ausgeliefert ist. Denn die Vorstellung, hilflos ausgeliefert zu sein ist doch mindestens genauso schlimm, wie die Vorstellung, selbst die Schuld für etwas zu tragen.
Vielleicht kann man wirklich eine teure Erkenntnis, einen genialen Gedanken vor dem Verlust retten. Ich weiß nur nicht wie. Denn wie schon gesagt, aufschreiben funktioniert nicht immer, nicht immer kann man einen gestorbenen Gedanken zum Leben erwecken.
Man kann sich vielleicht nur dem fügen und akzeptieren...
Auch jetzt, zu diesem Thema schießen mir Gedanken durch den Kopf, vielleicht wichtige Erkenntnisse dazu, doch sobald ich auch nur etwas loslasse, können sie weg sein. Also ganz simpel ausgedrückt: Ich weiß zwar was ich gerade schreiben will, aber ich weiß manchmal selbst nicht mehr was ich denn eigentlich damit meinte.
Aber das ist natürlich nur eine Form des Verlusts, eine ganz banale und einfache.
Tragisch ist es dann, wenn es sich um eine langfristig sehr wichtige Erkenntnis handelt, die man dann trotz ihrer Wichtigkeit vergisst, vielleicht nach Jahren erst, aber man vergisst sie.
Also, wie du siehst, Persephone, eine Lösung finde ich auch nicht, vielleicht verwirren meine Aussagen eher noch mehr.
Ich finde es trotzdem interessant, sich mit jemandem darüber auszutauschen, vor allem weil ich nicht gedacht hätte, dass noch jemand dieses zugegeben wirre und komplizierte Problem erkannt hätte.

(Also, ich hoffe, wir haben uns beide richtig verstanden, ich meine - kann ja sein, dass ich wass falsch aufgefasst habe, und jetzt reden wir über ganz verschiedene Sachen aneinander vorbei [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]

Gypsyaha... also dank euren letzten beiträgen hab ich jetzt gepeilt was du mit toten, lebendigen gedanken meinst und was das mit der Löwenzahnblüte auf sich hat. was Chiroptera einen so genialen vergleich fand, hat mich nur verwirrt.

ja ich weiss jetzt was du meinst und kenne das gut! aber dazu werd ich ein ander mal schreiben, bin gerade zu müde um gut drüber nachzudenken.

also das was ich mit dem katalysator gemeint hatte: mir geht es so, dass ich manchmal mit jemandem ein gespräch führe und der jenige mir nichts wirklich neues sagt, was ich nicht schonmal gehört oder gedacht hätte, aber durch den zusammenhang und den zeitpunkt dass derjenige auf etwas bestimmtes hinweisst, enstehen manchmal im eigenen kopf neue gedanken, die (mit dem selben wissen) vorher nicht entstanden sind/wären. mit entstanden meine ich auch gedanken die irgendwo tief schon existieren und nur erst dann zum vorschein kommen.

...sinnvolles folgt ein ander mal von mir *gähn*

deep greetz
^ô^
Gypsyes gibt kein gedankenloses denken?

also ich hab nicht wirklich drüber nachgedacht als ich geschrieben habe "gedankenloses denken" aber wenn ich so drüber nachdenke... ist zwar schwer einen gedanken in worte zufassen, aber ichwerds mal versuchen:

also um nochmal auf den poesie spruch zurück zu kommen, der sich ja gerade damit befasst: das ist quatsch. denn er sagt ja aus: "ich denke darüber nach ob ich denke, also denke ich ja gar nicht(s)" nun, wenn man über ein bestimmtes thema nachdenkt, dann denkt man natürlich.

bei "gedankenloses denken" denke ( [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]) ich dass man da unterscheiden muss zwischen der bedeutung. schreibt man dem wort GEDANKEN eine bestimmte, unabänderliche, nicht variable und unabhängige bedeutung zu, so ist das natürlich ein widerspruch in sich selbst, und somit blödsinn.

wenn man allerdings etwas flexibler ist, und den silben GE-DAN-KEN verschiedene bedeutungen zuweist, dann ist das (rein aus der definitions sicht) schon möglich dass es GE-DAN-KEnloses DEN-KEN gibt.

was ich versuche zu sagen ist, daß man zwar das wort "gedankenlos" benutzt , der sinn allerdings ein anderer ist als schlicht "ohne gedanken" da es für das was man aussagen will kein wort gibt.

hoffe das war soweit verständlich ausgedrückt.

kennst du das nicht? wenn du einfach nur gelangweilt rumsitzt und einfach irgendwie "nichts" oder "gedankenlos" denkst? du hast keinen bestimmten gedanken, auch nichts oberflächliches (wie "ich muss noch dies und das besorgen") sondern einfach... mhh... wie soll ich sagen... wenn man zB im nach hinein darüber nachdenkt, dann dann könnte man nicht sagen worüber man gerade nachgedacht hat. nicht, weil man es vergessen hat, sondern weil es einfach keine "richtigen", bestimmten gedanken gab! eine art leere... gedanken die ziellos umher irren... aber sich um nichts drehen...

ich weiss nicht wie ich das sonst noch beschreiben könnte. wären es bestimmte gedanken könnte ich sie wohl beschreiben, in worte fassen, aber "gedankenlose" gedanken sind ja das genaue gegenteil... also etwas das man weder richtig denken und somit auch nicht in worte fassen kann...

also ich hab mich gerade etwas selbst verwirrt mit dem versuch es in worte fest zu halten, ich bezweifle es zwar, hoffe aber dass es jemand einigermassen verstanden hat.

verwirrte, müde grüsse...
^ô^

Persephonemmh, also das wird echt immer interessanter..
(und verständlicher!)
danke euch!

@Chiroptera
dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
wir alle sind gegenstandslos und machtlos dem gegenüber zu schreiten. dem Verlust des Gedankens. oder des bloßen Gefühls eines Gedankens.
ob man einen genialen Gedanken halten kann, daran zweifle ich, man kann den Versuch wagen.
aber ob er gelingt ist tatsächlich fragwürdig.
mit viel anstrengung und hilfsmittel.
wie Kamera, aufschreiben.
aber dennoch ist es unmöglich den eigentlichen Glanz beizubehalten.
man sollte wahrscheinlich einen Gedanken sofort stur verwirklichen.
wie auch immer dies ausartet.
so würde man vielleicht Platz für neue Gedanken schaffen und einem dies leide durchdenken der gedachten Gedanken ersparen.
nur leider ist dies in den meisten Fällen nicht wirklich möglich.
ja, da steht uns dann die menschliche Seite des nachgebens im Wege.
ich frage mich ob es einen Weg gibt (auch unterbewusste) Gedanken zu ordnen.
Eine Art Verzeichnis darüber zu schaffen um sie so wenigstens halbwegs kontrollieren zu können.
aber man kann ja auch wieder nicht alles kontrollieren, oder maschinell berechnen.
wär auch nicht so schön.

mmh. im Moment zB (vielleicht liegts auch am Vortag) ist dieser ursprüngliche Gedanke den ich hatte, der mich diesen Thread öffnen ließ, schon ziemlich verblasst.

und das traurige ist, ich weiß nicht ob es mich tatsächlich stört.
es scheint in Vergessenheit zu geraten.
dem ich hilflos ausgeliefert bin.
weil ich nichtmal weiß wann dieser Prozeß begann. ich nahm es nicht wahr.
war es vorgestern, heute, vor 10 Minuten...
aber nun da es mir klar wurde (wahrscheinlich zu spät) versuche ich mich mit diesem Gedanken zu beschäftigen...
ob es funktioniert ihn nochmal zu retten, bevor er wieder tot wird, weiß ich nicht..


@Embrocia
wollte dich nicht verwirren, aber gut dass dies inzwischen geklärt ist.
zu deinem Katalysator-Beispiel
ja, vielleicht ist es gar nicht so schlecht dieses ewige durchdenken der gedachten Gedanken.
wie ein Haus aus Bausteinen.
dem mit jedem Male eines Anstosses der neuen Wahrnehmung ein Baustein hinzugefügt wird. bis das Haus fertig ist.
ausgespuckt wird und verwirklicht werden kann.

KOMPLIMENT! deine Erklärung von "gedankenlosem" Denken ist wirklich seehr gut! und trifft total zu!

was ich mich aber wieder frage. ob gerade dieses gedankenlose Denken auch tatsächlich so un-spezifisch ist. und gedankenlos in deinem sinne.
und ob es nicht ein notwendiger Prozeß ist um gedankenvolles Denken gerade gedankenvoll zu machen(nun im umgekehrtem Sinne von gedankenlos).
und ob dieses gedankenloses Denken nicht womöglich der eigentliche Denk-Prozeß ist, ohne dass man es tatsächlich wahrnimmt.
und plötzlich wird er für uns sichtbarer und wir denken ihn nun zu denken.
dabei wurde er eigentlich schon vorher durch- oder ge-dacht?

(sehr Kompliziert! hoffe es ist dennoch verständlich)

vielleicht ist aber auch dieses gedankenlose Denken der Ordnungsvorgang um alle neuen Wahrnehmungen den bereits toten, aber vorhandenen Gedanken, zuzuordnen.
praktisch neue Bausteine dem bereits vorhandenen Modell zuzufügen.

und ist ein Haus fertig, denken wir nun gedankenvolles Denken zu denken, aber in Wirklichkeit ist es nur das Entwerten?

so ist dieses gedankenloses Denken viel entscheidender und wertvoller als das von uns gedachte eigentliche Denken???

könnte durchaus möglich sein, oder?

aber bringt uns in der gedanken-manipulier-bzw. wahrnehmungsfrage nicht wirklich weiter.

ebenfalls verwirrte und müde grüße,

Gypsy@Persephone & Chiroptera
das hier ist mir gerade eingfallen, hab mir noch keine weiteren gedanken drüber gemacht, möchte das nur mal so in den raum stellen:
also was ihr da schreibt über "gedanken festhalten" und dass das manchmal unmöglich oder schwer scheint etc. ....
das gehirn kann man trainieren wie einen muskel, soviel steht fest. Zb das gedächtnis. wissenschaftlich bewiesen (meines wissens), und macht auch irgendwie sinn. es ist also vielleicht nicht ganz unmöglich manche gedanken bewusst (vielleicht auch krampfhaft) festzuhalten, die man sonst einfach vergessen hätte. ich kann hier zwar keine methoden erläutern, aber rein theoretisch müsste es also möglich sein diese ohnmacht etwas zu bekämpfen. wenn man so etwas auf dauer macht/trainiert, dann müsste man also langfristig in der lage sein geniale gedanken und erkenntnisee besser behalten zu können. Somit wären wir also beim "gedächtnis". ich weiss nicht wie man intelligenz definieren oder erklären soll, aber das gedächtnis gehört angeblich dazu. also ist die logische schlussfolgerung dass man intelligenz auch trainieren kann (!?!?) ... was ja in direkter verbindung mit "gedanken" steht (oder?). ich denk das weicht etwas vom thema ab, ist mir nur so dazu eingefallen. also was haltet ihr von der verbindung zwischen "toten gedanken"-gedächtnis-intelligenz ???

weiterhin kann ich das was ihr schreibt nur bestätigen: mir geht es oft beim schreiben eines textes so: ich habe einen "genialen gedanken" was ich nun als nächstes schreibe, führe den gedanken das so weit aus wärend ich noch schreibe, bis ich den primären gedanken vergessen habe wenn ich ihn dann aufschreiben will...
das mit dem "gedanken aufschreiben" (wie also zB in einem tagebuch) um ihn nicht zu vergessen stellt also schon ein problem dar, da ich nunmal schneller denken als schreiben kann....

@Persephone
also das ist ein interessanter gedanke zum thema "gedankenloses denken"... was du aussagen wolltest habe ich soweit auch verstanden glaub ich, so kompliziert die sache auch irgendwie ist.... hab im moment leider keine zeit mehr, aber werde mich später damit beschäftigen und genauer antworten.

^o^
Gypsypuh! also je mehr ich drüber nachdenke desto komplizierter wird alles! zu erst wollte ich einen anderen standpunkt vertreten, jedoch je mehr ich mich damit beschäftige desto weniger "unwirklich" kommen mir deine ideen vor...

also hier mal meine primäre überlegung:
vielleicht hast du recht mit der aussage:
"und ob es nicht ein notwendiger Prozeß ist um gedankenvolles Denken gerade gedankenvoll zu machen"
nur in einer anderen art und weise als wie du es ursprünglich gemeint hattest. vielleicht ist es einfach so wie mit allen gegensätzen. (zB weiss man die Freude nicht zu schätzen ohne leid und trauer erlebt zu haben) und so wüsste man nun gar nicht was gedanken eigentlich sind, ohne nicht das gegenteil, nämlich "gedankenloses denken" erlebt zu haben (nun es ist natürlich kein exaktes gegenteil, denn das wäre ja eigentlich nur wenn man ohne bewusstsein ist zB schläft, also gar nicht denkt... (vielleicht denkt man selbst im schlaf bzw in träumen?)). ausserdem raubt denken (also gedankenvolles denken) auch sehr viel energie! wenn ich mir jetzt vorstelle 24 stunden ... ok, sagen wir 16 stunden am tag pausenlos gedankenvoll zu denken... man! was das an energie kosten würde! daher ist es wohl eine notwendikeit dass es auch gedankenloses denken gibt, das weniger anspruchsvoll ist und somit weniger die energie reservern beansprucht. so viel mal zum biologischen(?) standpunkt.

wenn man den gedanken weiter führt und davon ausgeht, daß wie du meintest das "haupt-denken" "gedankenlos" erfolgt und die erkenntnis erst beim "gedankenvollem denken" erscheint, dann ist das recht unlogisch, da aus dieser perspektive rein logisch gesehen das gedankenlose denken mehr energie rauben müsste als das gedankenvolle... (die tatsächlichen begebenheiten wären also ungekehrt zur erscheinung !?!?)

also glaube ich nicht dass es so extrem ist wie ich es eben beschrieben habe, aber vielleicht in einer etwas "kleineren" form nicht gänzlich falsch ist. dh dass bestimmte gedankenzüge und erkenntnisse unbewusst erfolgen, und erst später wie du beschrieben hast zum vorschein kommen, diese jedoch nicht den "haupt-denk-prozess" darstellen, oder die erforderliche menge an gedanken und engerie gering ist. aufwendiges unbewusstes denken kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.

jedoch bezweifle ich irgendwie dass das hauptsächlich in einer "gedankenlosen" form stattfindet, ich denke dass es mehr ein "verborgenes" denken im hinterkopf ist wärend man über eine sache nachdenkt oder sich auf eine arbeit konzentriert oder gedankenlos denkt... also das einfach unabhängig von den akuellen ereignissen irgendwann im unterbewusstsein erscheint... vielleicht auch in einem traum oder sowas ...

vielleicht ist das was ich mit "verborgen" meinte das selbe wovon du mit "gedankenlos" geredet hast.
ich finde nur hier ist ein unterschied zwischen den beiden begriffen über den wir uns im klaren sein sollten.

das ist jetzt schon wieder reichlich kompliziert geworden ("wie immer" könnte man bei diesem thema schon fast sagen) und hoffe dass ich das alles verständlich ausgedrückt habe.
Persephoneja, danke wieder, du hast alles sehr verständlich ausgedrückt.

ja, ich meinte mit "gedankenlos" tatsächlich "verborgen".

im Sinne von diesem "verborgenen" - "Haupt-Denken" stell ich mir diesen Denk-Prozeß sehr schematisch vor.
kein eigentliches Denken, wie sich der Laie es sich vorstellen mag.
sondern ein rein schematischer Vorgang, ein Ordnen und Gliedern von Eindrücken.
und ein setzen von sogenannten Impulsen.

und möglicherweise ist unsere Wahrnehmung so eingeschränkt in bezug auf dieses verborgene Hauptdenken, dass es viel zu anstrengend und einfach nicht möglich ist, diesen Prozeß bei vollkommenen Bewusstsein und einer absoluten Wahrnehmung wahrnehmen zu können.

aber gut.
so wie ich diesen Gedanken nun "weiterdenke", wäre eine bewusstseinserhaltung von Gedanken nicht möglich, da das "System" diesen Gedanken nicht in das Baukastenmodell einschließen könnte.
aus den oben genannten Gründen.

das wir im schlafen denken. ist absolut so. hab ich mal wo gelesen.
und dieses schlafende denken ist somit ein verarbeiten der möglichen Ideen die aus dem Baukastenmodell entstehen könnten.
eine verarbeitung und ein einordnen der gesammelten eindrücke.

dass mein eindruck dieser systematischen (und somit auch umgekehrten) Denkweise, falsch ist. kann durchaus sein.

dh wäre es doch interessant Informationen von Wissenschaftlern bzw. Ärzten einzuholen.

... das werd ich gleich mal per Internet versuchen. und dann bericht-erstatten...
Gypsyja doch das klingt sehr logisch, meiner meinung nach. da kann ich dir nun im nach hinein nur doch zustimmen was dieses unbewusste, "gedankenlose" systematische ordnen und gliedern angeht.

wie gesagt, dass es sehr aufwendig ist kann ich mir nicht vorstellen (wegen energie und so, hab ich ja schon beschrieben), jedoch denke ich das es viel zu unspezifisch ist um von uns "erfasst" zu werden. wir merken ja auch selbst wenn wir "gedankenlos" denken, DASS wir denken, nur können wir keinen gedanken fassen (wie gesagt, im nach hinein kann man nicht sagen worüber man nachgedacht hat), da diese eben nur "einordungs-" und "gliederungs"-prozesse sind, statt logische gedankenzüge. mmhh... so jedenfalls mein eindruck.

also was ich sagen will ist dass wir es wohl doch wahrnehmen, es nur nicht verstehen, es nicht begreifen können, da es sich um keine spezifischen gedanken handelt, und so erkennen "wir" es (allgemein) nur wohl nicht als "denken" an sich an.

mmhh... vielleicht interpretieren wir auch einfach zuviel hinein und das ganze hat gar keinen wirklichen grund? (ausser energie sparen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img]) ... und dieses einordnen geschieht mehr im schlaf als im "gedankenlosen" denken!? wär doch durchaus möglich? so weit ich weiss hat noch kein wissenschaftler festgestellt wieso wir eigentlich schlafen MÜSSEN, und es ist dieser prozess der es nötig macht... ?

ich denke sehr viel weiter werden wir hier nicht kommen, ohne wissenschaftliche grundlagen. wär wirklich interessant.

eine genaue antwort werden wir wohl nie erhalten, schade eigentlich...

^ô^
Persephonemmh, schade eigentlich.

im Prinzip umsonst gedacht...weil man mit dem denken des Denken ja doch nicht wirklich weiterkommt.

ich hab zwar im Internet Seiten gefunden, die sich mit dem Gehirn und dem Denken befassen.
aber nicht wirklich brauchbares.

gut. ich möchte dir dennoch danke für deine Bemühungen, und dein Anregen und dem Beleben neuer/bzw. toter Gedankengänge und dennoch um das Weiterhelfen des Fertigwerdens mit dieser Hilflosigkeit um diese Thematik sagen!

besten Dank!
liebe Grüße,
Gypsygern geschehen ;-)

falls dir noch irgendwas dazu einfällt oder du doch noch irgendwas im netz findest würd ich mich über nen weiteren post oder ne PM selbstverständlich freuen...

so long...
^ô^Embrocia^ô^

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