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    Thema: Kann man sich auf den Tod einstellen?
coraKann man sich auf den Tod einstellen?

Aus gegebenen Anlass hat sich mir diese Frage aufgetan.
Ich dachte darüber nach ob es ein "Rezept" zur einstellung auf den Tod gibt.
Doch ich dachte es wäre zu einfach. Kann man sich vielleicht vorbereiten , auf dieses Ereignis?
Seis der eigene oder der eines nahestehenden Menschen.
Ich kann mit dem Gedanken jemanden zu verlieren oder gar selber irgendwann mal zu gehen nicht umgehen.
Doch erst mal ....kann ich mich auf den Tod einer mir sehr nahestehenden Person einstellen?

Cora
gin'iroOb Du es kannst, lässt sich nicht so einfach sagen. Pauschal ist es defnitiv nicht abzuhandeln.

Ich glaube nicht, daß man es wirklich kann, solange man innerhalb der Maßstäbe unserer Gesellschaft existiert. Man kann lernen damit umzugehen, wie auch immer. Doch zumeist zeigt es - leider - die Erfahrung, daß der Tod immer anders kommt, als man sich darauf vorbereiten wollte.

Auch nehme ich an, daß der Umgang mit dem eigenen Tod vollkommen anders ist, als mit dem Tod anderer Menschen.

Der persönliche Werdegang ist im Endeffekt ausschlaggebend ...

Eine unbefriedigende Antwort und doch könnte ich sie nicht anders geben.

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---> Kaiki <---
myhnahm... man kann versuchen den tod zu akzeptieren...
seelenmordAkzeptieren muß man ihn wohl. Doch glaube ich nicht, daß Du man sich "einstellen" kann ... Angenommen man weiß, daß die nahestehende Sterben muß (z.B. Krankheit), so weiß das Bewußtsein dies zwar aber wirklich realisieren kann es m.E. erst viel später nach dem Eintritt des Todes (dies kann Tage, Wochen, Monate sein) ...

seelenmord

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Leise Grüße

Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
AsheCorvenEs kommt immer darauf an, wie der Mensch aus dem Leben gerissen wird.
Langsam durch eine Krankheit oder schnell durch einen unfall. Bei einer Krankheit kann man sich auf den tod vorbereiten, das dieser mensch geht. Aber ich denke es ist nur ein Oberflächliches bereit sein den es schmerzt doch in einem drin zu tiefst.
Durch einen unfall jemanden zu verlieren ist noch sehr viel härter. Ich habe im November letztes Jahr einen guten freund verloren mit dem ich auch ein unternehmen hatte und heute nach mehr als 2 Monaten muss ich sagen, das ich noch oft an ihn denke. Seine handynummer habe ich noch gespeichert seine Mailadresse gibt es noch und bei anderen hab ich auch schon gesehen das die seine visitenkarte nicht weggeworfen haben. Ich denke so wirklich hat es niemand in sich verarbeitet und das ist auch gut so.
Ich denke in dem Moment wo du dich auf den tod anderer eingestellt hast, ist dir der Mensch nichtmehr so wichtig.
Ein Beispiel wäre das ich mich für das Wochenende nicht verabrede den der andere könnte ja inzwischen Sterben und ich will mich ja schonmal darauf einstellen das sowas passieren könnte.
Vielleicht blödes beispiel aber ist vielleicht klar was ich damit sagen will.
Das man selbst stirbt darauf kann man sich einstellen. Jedoch muss man da auf dem schmallen weg zwischen "sich darauf einstellen das man stirbt" und "sich darauf vorbereiten das man sich umbringt"
Ich selbst habe schon in meinen jungen Jahren von 22 einige vorbereitungen getroffen für mein Ableben. so ist geregelt was mit meinem Besitz passieren soll, was mit meinen Büchern, mit meinen Daten ... aber es sind auch dinge wie die Abschiedszeremonie und die Bestattungszeremonie beschrieben.
Nur was ist es bei dir Cora, erzähl mir von deinen gedanken und von deinem Schmerz du solltest ihn nicht alleine mit dir tregen

ashe
Slickeyich denke schon, dass man sich darauf einstellen kann.
und zwar indem man sich klar macht, dass man irgendwann nicht mehr da sein wird....bzw sich damit auseinander setzt...nicht davor flüchtet. sondern vielleicht sogar etwas positives darin sieht. wenn man sich klar macht, dass man jede minute seines lebens genießen solle, weil es die letzte sein kann...

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Wir werden schön, schön durch die Nacht
Wie ein Vampir, wenn er erwacht
Die Nacht soll unsre Bühne sein,
nur für uns ganz allein
(Bela B. Felsenheimer)
[url="http://www.crowchild.de.vu"]http://www.crowchild.de.vu[/url]
Schatten der SonneIchhab mich auf meinen Tod schon mit 10 Jahren eingestellt. Ich wußte daß ich es eh nicht verhindern kann, also wieso nicht schon jetzt damit abfinden. Was bringts mir wenn ich mal 70 bin und auf einmal panik krieg daß ich bald in die Kiste hüpfen werde. Es kann ja jeden Tag passieren, ich hoffe nur ich werde ruhig sterben.
AbrasIch denke, dass es in der Regel einfacher ist sich an den Tod zu gewöhnen, wenn du an einen Gott und an ein Leben nach dem Tod glaubst.
Wenn dies nicht der Fall ist es auf jeden Fall eine ganze Ecke schwieriger.
Der Tod gehört nu mal zum Leben dazu und wir müssen lernen ihn zu akzeptieren.
SeelentraumDazu möchte ich euch mal was aus meinen Erfahrungen erzählen:

Mein Großvater starb vor einigen Jahren, er starb glücklich, hat sich mit dem Gedanken angefreundet, dass er irgendwann sterben wird. Er sagte immer nur:,"Ich hab mir damals Ziele gesetzt, die ich zu Lebzeiten realisieren konnte. Ich habe das erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Jetzt kann ich in Ruhe gehen, und werde auch in Frieden ruhen."

Vor kurzem starb mein Dad. Er war noch ziemlich jung, als er ging. Immerzu hat er sich gegen seine unheilbare Krankheit gewehrt. Er wollte es nicht wahrhaben, und hatte noch so viel vor im Leben, doch dazu hatte er keine Zeit mehr. Er musste sterben, gegen seinen Willen. Er kämpfte zwar bis zum Schluss, aber irgendwann muss sich auch der Stärkste geschlagen geben.

Also nutze die Zeit, die Dir noch bleibt. Nutze sie um das zu tun, was Du Dir vorgenommen hast, damit Du irgendwann sagen kannst, wenn es Zeit ist zu gehen, dass Du Deines im Erdenleben erledigt hast.
Stecke Dir Ziele, und erreiche sie! Doch mache nicht den Fehler alles auf die berufliche Karte zu setzen. Es ist schön und gut, wenn man seine "Berufung" gefunden hat, aber leider vergessen dabei manche auch noch zu leben.



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Betreibe Selbstklärung, dann wirst Du auch das "Andere" verstehen...
TarabasLerne das alles vergänglich ist. Das hört sich hart an, ist aber so. Versuche es dem
"gehenden" nicht so schwer zu machen, und begene "Ihn" offen und ehrlich. Sage was Du denkst und sage was Du fühlst. Vielleicht hat sich auch der "gehende" noch nicht mit der Situation des sterbens auseinandergesetzt. Hilf "Ihm", dann hilfst Du Dir auch.
Ich hoffe Du kannst das geschriebene irgendwie verstehen.

Carpe noctem
HarlekinIch habe inemal an einer klotüre einen "dummen" Spruch gelesen:

-Der Tod ist der geilste Trip, deswegen hebt man in sich immer bis zum Schluss auf-

genauer betrachtet kann man aus diesem Satz etwas einsehen.
Es gibt hunderte ja hunderttausende nahtot und Geister erfahrungen . Ob sie nun wahr sind oder nicht weis keiner. Sieh es einmal so: wenn du "rübergehst", dann wirst du es WISSEN.. und wenn da nichts ist, wirds dir wahrscheinlich scheissegal sein.. *lächel*

in diesem sinne.
coraHallo zusammen,

first möchte ich euch für eure Rathschläge,
Gedanken und Schilderungen eurer Selbsterfahrung danken.
Ein besonderes Dankeschön an Ashe, ich werde
auf dein Angebot wohl früher oder später (ich hoffe später) zurückkommen.
@ Harlekin ich danke dir dafür das mir das erste mal ein kleines Schmunzeln im Gedanken an den Tod begegnete.
Alle anderen möchte ich sagen das ich nur von euren Gedanken und Meinungen lernen kann.
Jeder einzelne Rathschlag habe ich mir zu Herzen genommen und bin froh darüber von euch gehört zu haben.
Weiter wünsche ich mir das noch mehr Gedanken euer zu mir finden denn bisher konnte ich nur gutes daraus ziehen.
Vielen Dank.

Cora
ZharaseyaSich auf den Tod einstellen?! Wenn du das wirklich könntest, in der Form könntest dass du, wenn er eintritt, nicht mehr überrascht und vielleicht sogar froh darüber bist und keinen Schmerz, keine Trauer dabei empfindest, dann würdest du nicht mehr leben - vielleicht existieren, aber dann nur winselnd und jammernd, mit fest zusammengekniffenen Augen in irgendeiner Ecke, weil du im wahrsten Sinne Todesangst davor hättest, dich zu bewegen; es könnte dir ja etwas auf den Kopf fallen, dir der Boden unter den Füßen weggerissen werden oder du plötzlich an Herzversagen dahinscheiden..
Was ich sagen will: Sei froh dass du dich [i]nicht[/i] auf den Tod einstellen kannst, wenn das bedeutet dass du dir in jeder Sekunde im Klaren darüber bist dass es eigentlich zu jedem Zeitpunkt soweit sein kann. Sei froh drum dass wir Menschen nicht dazu beschaffen sind, etwas so .. Großes .. zu erfassen und in seiner Gänze zu begreifen ... wir würden daran zugrunde gehn.

Was hier von einigen anderen kam würde ich nicht dem Begriff 'sich darauf einstellen', sondern vielmehr dem 'akzeptieren' zuordnen. Das ist ein Unterschied der sich spätestens im Augenblick des Todes bemerkbar macht. Den Tod zu akzeptieren bedeutet für mich dass du dir bewusst bist [i]dass[/i] er auch dich eines Tages ereilen wird. Mehr ist es für mich nicht .. doch manche bekommen nicht mal das hin.

Was ich in deiner Frage zu sehen glaube, cora, ist die Angst davor nicht mit dem Tod umgehen zu können, ihn nicht zu bewältigen. Diese Angst scheint bei dir so ausgeprägt zu sein dass du versuchst, eine schier unmögliche Prophylaxe zu betreiben wobei du dir nicht bewusst zu sein scheinst, dass du dich damit gegen die Natur des Menschen auflehnen würdest.

Hm .. vielleicht beruhigt es dich zu wissen dass ich davon überzeugt bin dass niemand wirklich mit dem Gedanken umgehen kann, irgendwann sterben zu müssen.
Ich habe starke und schwache Momente, in denen ich abwechselnd glaube die Herausforderung, den Gedanken an den Tod zu akzeptieren, annehmen zu können und zu anderer Zeit nur noch Angst empfinde ...

Umgehen kannst du damit vermutlich am Besten mit Reden oder Schweigen. Entweder offen und ehrlich, emotionsgeladen und ohne Hemmungen. Alle Ängste, Fragen, alle vorzeitige Trauer zum Ausdruck zu bringen, sich gegenseitig Mut zu machen und gemeinsam die letzte Zeit zu genießen so gut es eben geht. Oder aber die zweite Variante, alles mit einer größeren Intensität zu verrichten ohne das Unvermeidliche zur Sprache zu bringen, dem anderen in kleinen und großen Gesten seine Liebe zu zeigen und ihn möglichst nicht spüren zu lassen wie große Sorgen man sich eigentlich macht. Es gibt sicher noch weitere Möglichkeiten, das kannst am Ende nur du selbst entscheiden. Wenn dir die Person so nahe steht wie du sagst wird es dir gelingen eine geeignete Form damit umzugehen zu finden.

Finde die Kraft in dir selbst ...


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[i]Never sigh for a better world, it's already composed, played and told..[/i]
coraVielen dank dir Zahraseya,

du hast viel so beschrieben wie es ist.
Und wie recht du hsat ich versuche wirklich mich darauf einzustellen das jemand von mir geht und das krampfhaft.
Aber ich dachte das den schmerz etwas lindern würde. Aber wie es schient kann man sich auf diese art von schmerz nicht einstellen.
Aber was kann ich gegen diese furchtbare Angst tun?
Kann ich überhaubt etwas dagegen machen?
ZharaseyaHallo cora,

eine Antwort auf die Frage ob du überhaupt etwas gegen diese Angst tun kannst werde ich dir wohl nicht geben können. Mir fiel beim Lesen deiner Antwort ein dass ich manchmal darüber nachdenke wie es wäre wenn ein guter Freund von mir stürbe. Habe versucht mir den herauszusuchen der mir am nächsten ist und dann .. nach Möglichkeiten gesucht, wie ich damit umgehen würde. Wobei ich dann jedesmal stehen bleibe wie vor einer Mauer ist der Gedanke, dass es dann für jegliche Liebesbezeugungen zu spät sein wird. Was mich motiviert, dies [i]jetzt[/i] zu tun damit ich mir nie sagen muss 'Hätte ich doch mehr...'
Manchmal denke ich ich würde es nicht aushalten wenn ein geliebter Mensch stürbe. Ich müsste dann ebenfalls in den Tod gehen weil es nicht zu ertragen wäre.. Vielleicht kennst du diese Gedanken. Und dann fällt mir auf wie egoistisch das wäre. Trauer um jemand anderen halte ich allgemein für einen egoistischen Akt. Denn derjenige ist tot; das worüber man so bestürzt ist ist das Fehlen eines der menschlichen Bezugspunkte die man im Leben hat und hatte. Parallel dazu der Gedanke dass dieser Mensch es nicht wollen würde dass ich monatelang im Tränensumpf versinke ... Vielleicht gibt das irgendeinen Auftrieb?
Ich habe ebenfalls darüber nachgedacht wie es wäre wenn ich selbst stürbe. Vor meinem eigenen Tod habe ich - so glaube ich zumindest - keine Angst, denn danach ist nichts mehr, es gibt kein Bedauern, kein Bereuen, kein Trauern, einfach nichts. Es spielt keine Rolle mehr wer ich war, was ich getan und nicht getan habe. Ich werde mir also nie sagen müssen weshalb ich nicht besser - anders - gelebt habe etc. Das beruhigt mich irgendwie (möglich dass es bei anderen genau das gegenteilige Gefühl erzeugt); was mir jedoch Sorgen macht sind die, die mir nahe stehen. Es wär mir am liebsten ich würde vor meinem Tode noch die Gelegenheit haben ihnen zu sagen dass sie nicht zu sehr trauern sollen, dass das gemeinsame Leben ein sehr schönes war und wir nichts verpasst haben, all diese Dinge eben. Wer weiß ob ich diese Chance je bekommen werde... Aber worauf ich hinaus will ist etwas anderes, mir machen solche und ähnliche Gedanken klar dass ich zwar nichts dagegen ausrichten kann wenn ein geliebter Mensch von mir geht, dass ich es jedoch selbst in der Hand habe wie ich damit umgehe. Dass ich mir die nötige Zeit zum Verarbeiten geben werde (und mir da von niemandem reinreden lass, denn wenn ich auch noch Jahre später heulen will dann tu ich das eben), dass ich mit übermäßigem Trauern allerdings am meisten mir selbst weh tue.

Einer der dämlichsten Sprüche mit sehr großem Wahrheitsgehalt fällt mir da ein: [i]Das Leben geht weiter[/i]. Genau so ist es, und ich selbst kann darüber entscheiden [i]wie[/i] es danach weitergeht. Ob ich positive Energien aus der gemeinsamen Zeit sammle oder mich nur noch verkrieche. Ob ich mir die schönen Erinnerungen im Herzen aufbewahre und darüber lächle oder weine.

Die Erinnerungen von morgen bilden die heutige Gegenwart - also mach einfach das Beste aus der jetzigen Zeit statt sie mit Fragen à la 'Was wäre wenn..' zu vergeuden.




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[i]Never sigh for a better world, it's already composed, played and told..[/i]
Hrefnadis
*leise eintret*

Ich werde in einigen Monaten auch einen sehr guten Freund und mehr als das verlieren. Er leidet an einer unheilbaren Krankheit.

Ja, man kann sich vorbereiten auf seinen eigenen Tod und den Nahestehender. Man sollte vor allem Frieden schließen. Mit sich selbst und dem Betreffenden. Dinge aussprechen, die man vielleicht verschwiegen hat, Streit und Missverständnisse ausräumen, ihn oder sie in Frieden ziehen lassen. Die Zeit nutzen, die einem noch vergönnt ist, denn viele andere haben diesen Luxus nicht, sie scheiden ganz plötzlich z.B. bei Unfällen aus dem Leben.

Es klingt hart, doch Reisenden kann und darf man nicht aufhalten, nicht an diese Welt fesseln, zu der sich nicht mehr gehören.

Ich habe diese Lektion früh lernen müssen, dennoch ist es sehr hart für mich, wieder jemanden gehen zu lassen.

Es hilft, zu wissen, dass man denjenigen irgendwann wiedersieht, es hilft der Glauben, dass der Tod nur ein Übergang ist, nicht das Ende von allem.

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Hrefnadis, die Dunkle
Rabenfee
Kind Odins
Zharaseya
Zitat:
Es klingt hart, doch Reisenden kann und darf man nicht aufhalten, nicht an diese Welt fesseln, zu der sich nicht mehr gehören.
[/quote]

<< Wichtig! Danke Hrefnadis



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[i]Never sigh for a better world, it's already composed, played and told..[/i]
coraHallo ihr beiden,

nach dem lesen eurer Worte ist mir tatsächlich aufgefallen das ich sehr egoistisch denke und handel.Jetzt muss ich mir auch Gedanken darüber machen wie ich mich
während dem sterben seiner und danch verhalten werde. Ich glaube ich könnte eine von denen sein die nicht sagen geh in Frieden wir sehen uns wieder, sondern eher würde ich sagen und ich hoffe irgendeine Kraft und sei es meine eigene werde mich davon abhalten oder zur Vernunft bringen,
wenn du jetzt gehst werde ich dir das nie verzeihen. Oder so etwas wie ...Du darfst nicht sterben.
Mir graut es vor dem Gedanken doch werde ich sehen wie er von uns geht und auch solange an seinem Bette wachen.
Noch ist es nicht so weit doch kann diese Situation jederzeit auftreten.
Werde eine von denen werden die egoistisch vor sich hin heulen werden.
Mir fehlt einfach die Mauer an der ich mich auf den BOden sinke lasse, mich anlehnen kann und neu kraft schöpfen kann. Ich hatte eine solche Mauer mal gehabt und ich weiss wie schön es sein kann sich dort auszuruhen,doch diese MAuer ist umgestürzt,Teile fehlen und man kann sie nicht wieder aufbauen.
Doch gebe ich mir die größte Mühe den Kopf nicht hängen zu lassen ,meinen Schmerz nicht anmerken zu lassen und weiter meinen Weg zu gehen.

Salut


alle Zeit verfluche ich jede volle Stunde
CamouflageMan kann sich auf den Tod einstellen,

wenn er eingetroffen ist und wenn das Türchen Hoffnung und der Ausgang Verdrängung zugefallen sind.

Niemals wird man die Empfindungen im voraus beschreiben, abhandeln und erklären können, die sich in Monaten und Jahren nach dem Verschwinden des zu betrauernden Menschen einstellen werden.

Man kann den Tod als eine Laune der Natur betrachten, aber man kann selten die Umstände und die Art des Ablebens verstehen. Wir Menschen sind es gewohnt, dass wir die Dinge beeinflussen, festhalten und bestimmen können, nur den Tod als letzte Barriere, den Tod vermögen wir nicht zu bezwingen.

Es sollte auf alle Fälle auch einmal der Gedanke an ein verdientes Ende gestattet sein. Ich habe den Tod rasch und kühl kennengelernt. Er ist eigentlich neutral und hat eben diese unbeliebte Stellung und Aufgabe.

Er nimmt was wir lieben und hinterlässt viel Zeit für Erinnerungen, Rückbesinnung und das warme Gefühl der Sehnsucht nach dem Menschen, der gegangen ist.
Die Ehrung des toten Menschen hat eben auch einen Platz im Herzen verdient, so wie die Liebe, die Wut und die Trauer.

Man kann den Tod erst dann verstehen, wenn er am Haus vorbeigezogen ist und den Menschen umgebettet hat, den man schlafend und liegend verließ. Der Tod ist nicht grausam, er ist notwendig und die Aufgabe des Menschen ist es, dem Gegangenen die Ehre zu erweisen und aus seinem Schaffen und Erlebtem eigene Hilfen für das Leben zu gewinnen.

Sterben in Würde, kann keine Trauer erzeugen.
Sterben in Kummer, kann niemals glücklich sein.

Tim
Hrefnadis
@Cora: Auch meine Mauer ist gefallen ... und mit seinem Tod wird mir ein großes Stück Halt in meinem Leben fehlen.

Momentan nehme ich die ganze Situation zum Anlass, alte Freundschaften und Bindungen zu erneuern, zu überprüfen und zu festigen ... und auch neue zu schließen. Das ist wie ein Netz, das mich auffangen wird, wenn es soweit ist ....

Ich kann Dir nur das Gleiche raten ...

Irgendwann wirst auch Du wieder eine Mauer haben, hinter der Du ruhen kannst.

Du bist nicht egoistisch in Deinem Verhalten, doch versuch Dich einmal in den Sterbenden hineinzuversetzen. Ihm wird das Gehen unendlich schwer, wenn er oder sie weiss, dass da jemand zurückbleibt, der zornig auf seinen Weggang ist. Dein Schmerz ist nur menschlich, macht aber alles umso schwieriger. Versuch, ihn zu verdrängen und die gemeinsame Zeit zu genießen, weine erst, wenn alles vorbei ist, aber dann nur in Trauer und nicht in Bitterkeit. Ich weiss, das ist leicht gesprochen und ich werde selber meine Probleme damit haben, doch ich befürchte, es ist der einzige Weg für Dich und ihn, es möglichst erträglich zu machen. Gegen manche Sachen sind wir einfach machtlos, wir müssen sie ertragen.

@Zhara: Deine Beiträge waren sehr gut und haben auch mir weitergeholfen. Ebenso Danke.



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Hrefnadis, die Dunkle
Rabenfee
Kind Odins
coraHabe mir in den let´zten Tagen Gedanken über das geschriebene Wort gemacht, habe versucht einige eurer Rathschläge zu befolgen und siehe da es hat geklappt.
Will behaupten das mir sogar schon etwas besser geht.
Nun werde ich mich wohl damit beschäftigen, eine Mauer aufzubauen an die ich mich lehnen kann und die jeglicher Belastung auch stand hält. Ihr werdet sicher ein Teil davon werden
vorausgesetzt es ist euch recht.

Bin froh den ein oder anderen von euch zu haben.

Cora euch drückt!!!! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]

Salut
CamouflageNaja,

wer Mauern baut, mauert sich nicht nur ein, der sieht auch nicht mehr, was um ihn herum geschieht. Wie wäre es mit einer natürlichen Wahrnehmung und einer Auseinandersetzung?

Soweit ich weiß, ist es bisher keinem Menschen gelungen, durch einen Tunnelblick, oder eine Abschottung, die Umstände zu verarbeiten.

Du hast doch mehr zu bieten, als einen Rückzug. Ob Du das überhaupt schaffst, ist eine andere Frage.

Ich würde mir gar nichts vornehmen. Laß es alles auf Dich wirken, wie es kommen wird.

Camou
coraDear Camou,

ich war bereit mich zu öffnen hatte mir alles mal von einer anderen Perspektive angesehen habe wieder vertraut und hatte auch eine Zeit das Gefühl mir möchte jemand helfen.
Es hatte keinen Nutzen, ich hatte nur eine schöne Zeit.

Cora
Grim_ReaperMeine Angst vor dem Tod habe ich bei einem Autounfall verloren. Als mein Wagen ins Schleudern geriet und sich überschlug, hatte ich fest mit mit meinem Ableben gerechnet und erlebte den Unfall dadurch wie ein unbeteiligter Zuschauer. Als ich dann dem Autowrack entstieg, völlig unverletzt, ohne Schock, ja noch nicht einmal mit weichen Knien, war jegliche Angst vor dem Ende für immer von mir gewichen. Auch andere lebensgefährliche Situationen machten mir danach keine Angst mehr.

Ich bin mir bewußt, daß jeder Tag mein letzter sein kann. Daher versuche ich, soviel wie möglich zu sehen und zu erleben. Mein einziges Bedauern bei meinem Abgang wird sein, daß Liebe und Zuneigung, die ich manchen Frauen entgegengebracht habe, nie erwidert wurde. Aber das macht den Abschied vom Leben leicht.

Ich glaube nicht an irgendeine Form des Weiterlebens nach dem Tod. Deshalb lebe ich hier und jetzt.

Mein Rezept, sich auf den Tod vorzubereiten, ist die Beschäftigung mit diesem Thema. Ich genieße die Ruhe eines Friedhofs, die würdevolle Erscheinung eines Leichenwagens, die markante Form eines Sarges. Lerne den Tod kennen, dann verliert er seinen Schrecken.

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A few more years shall roll,
A few more seasons come,
And we shall be with those that rest
Asleep within the tomb.
Myrielleich für meinen Teil konnte (-und werde es in naher zukunft wohl auch nicht-) mich nicht auf den Tod mir nahestehender Menschen "einstellen".
Das passierte erst im Nachhinein, und das auch sehr langsam, mit tausenden von fragen und zweifeln behaftet.Mir hätte es nichts gebracht,mich darauf irgendwie einzustellen, denn man kann es im Vorraus garnicht abschätzen, wie es sein wird.
Wichtig ist nur, dass man nicht alleine ist in so einer situation, das man sich austauschen kann und das Gefühl hat, da ist jemand, der mir zur seite steht.


Sieben LebenIch denke das kann man, ja ... und wichtiger, als alles gesagt zu haben was man sagen wollte - (denn das zieht imho nur ein "... haette ich ihm doch noch DIES und DAS gesagt ...) ist glaube ich, dem Menschen das Gefuehl zu geben ihn nicht unangemessen zu "behätscheln" und ihm die Klarheit der Worte: "Ich hab dich lieb" oder "ich liebe dich" zu verdeutlichen.

Da zu sein ... versuchen, Aufgaben zu übernehmen, die der Mensch nicht mehr übernehmen kann, und ihm seinen "letzten Wunsch" zu erfüllen - und wenn man ihn leicht in die Richtung schieben muss - Ich bin da, wenn du einschläfst. Und ich sitze neben dir, ich halte deine Hand und werde dein Gesicht küssen, wenn es vorbei ist. Meine Augen weinen eine Zeit um dich, und in meinem Herzen hast du einen Platz - solange, bis wir uns wiedersehen.


Sorry, bischen schnulzig, aber so gehts mir grad im Kopf rum ....


SL

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Profil geklaut, aus HH, alles und immer IMHO.
Mooooo ......
coraHm

das war sehr schön Sieben Leben, macht mein Herz zwar schwer aber auf eine andere Art.
Ich wünschte mir ich könnte ihm das so sagen
wie du es geschrieben hast aber bis dahin..... man wird sehen.

Salut
Cora

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