| silent_cry | Wenn ihr die Möglichkeit hättet die Zeit beliebig weit zurückzudrehen ...... würdet ihr diese Möglichkeit nutzen um Fehler wieder gutzumachen oder verpasste Chancen zu nutzen ? Wenn ihr in die Zukunft blicken könntet .... würdet ihr die Augen davor verschließen oder euch alles ganz genau angucken ? Oder sollte die Zeit als abstrakte Größe immer unantastbar bleiben, in ihrem kontinuierlichen Fluss nicht gestört werden ?! Nachdenkliche Grüße, silent_cry ------------------ Hinter jedem Problem, das dich gefangennimmt, verbirgt sich die Chance zum Wachstum ... |
| Gypsy | mmhh... also nicht dass es mir drum geht die "natur" nicht zu beeinflussen, aber ich denke, dass man nicht rückwärts reisen sollte. zB hitler an all seinen taten zu hindern... sicher, vielen menschen wäre damit geholfen. andererseits gibt es vielleicht auch menschen die aus der eigenen geschichte der menscheit aus fehlern lernen, und somit hätte auch dies positives, indem es nämlich etwas ähnliches in zukunft verhindern könnte. inwiefern dies zutrifft ist allerdings fraglich, wenn ich mich so in der welt umschaue... vielleicht liegt das auch daran, dass ich bisher eigentlich nichts getan habe oder in meinem persönlichen leben nichts passiert ist was ich wirklich bereue oder ändern würde (sicher, kleinigkeiten gibts immer). Zitat: |
| Countless | Hallo... Nehmen wir einmal an Zeitreisen wären möglich, und zwar nicht nur als passiver Beobachter, sondern mit der Möglichkeit des aktiven Eingreifens. Reisen wir also etwa ein Jahrhundert zurück und vermeiden, das A.Hitler geboren wird und verhindern so (vielleicht!) den 2.Weltkrieg. Damit retten wir allen, die in diesem Krieg starben das leben. Und verändern so den Verlauf der Weltgeschichte! Kein Mensch der im folgenden geboren wird, wird so geboren, wie er ursprünglich geboren wurde (hört sich verwirrend an, aber so ist das meist bei Gedanken über die Zeit). Ich würde sogar soweit gehen, dass sehr sehr viele Menschen überhaupt nicht geboren werden, weil die Umstände die ihre Eltern zusammenführten gar nicht zu stande kommen, durch den veränderten Verlauf der Zeitgeschichte. Somit hätte unser Zeitreisender nicht nur Leben gerettet, sondern auch Leben vernichtet! Es hört sich vielleicht hart an, aber Leben, das ursprünglich seine Chance zum bestehen hatte wird neu erschaffen und das Leben, das diese Chance nutzte wird vernichtet. Ob die geretteten Leben nun die vernichteten überwiegen oder andersrum kann niemand beantworten, denn niemand kennt den neuen Lauf der Geschichte! Ich denke aber, diese Frage würde sich nicht stellen. Ich glaube, der Verlauf der Geschichte würde im Großen und Ganzen gleich bleiben. Verhindern wir Hitlers Geburt, so tritt ein anderer an seine Stelle, oder uns ist es erst gar nicht möglich seine Geburt zu verhindern trotzaller Anstrengungen. Dann gäbe es da noch die sogenannte oftzitierte Weltentheorie, durch die solche Überlegungen völlig sinnlos werden. Indem wir in die Vergangenheit reisen und diese verändern, verändern wir nicht den Verlauf der Geschichte unserer Zeit, sondern "biegen ab" in eine parallele Welt, die ohnehin bereits existierte, da in der VieleWeltenTheorie, jede mögliche Variation eintritt und wirklich wird, gleichberechtigt und parallel zu jeder anderen Alternative. Und die andere Möglichkeit: die Reise in die Zukunft? Kein Problem! Technisch hakts noch ein klein wenig, aber theoretisch voll möglich und recht gut verstanden seit Einstein. Und dann? Sind wir in der Zukunft und kommen nicht mehr zurück, eben aus den oben genannten Überlegungen. Oder kommen zurück, aber es würde nichts verändern. Die Zukunft wird in der Gegenwart gestaltet. Und wenn man nun hellseherischer Weise die Zukunft nur "sehen" nicht aber hinreisen würde? Nun, dann sieht man die Zukunft genauso, wie sie war, BEVOR man Wissen über sie erlangt hat! Wie sie ist, wenn man dieses Wissen hat, bzw. auch anwendet hat man ja nicht gesehen. Auch hier bin ich der festen Überzeugung, dass der Verlauf der Zeit jeder Veränderung entgegenwirkt und letztendlich im großen Maßstab trotzdem alles gleich geschieht, wenn auch die Wege zu richtungsweisenden Geschehnissen verändert werden mögen. Soweit zu den praktischen und theoretischen Überlegungen meinerseits, kommen wir nun zu den Gedanken eher philosophischer Natur: Wöllte ich es überhaupt? Ich wöllte nicht die Verantwortung für einen ggf. veränderten Zeitverlauf nach einer Reise in die Vergangenheit übernehmen wollen. Allein gegen das Erwerben von Wissen aufgrund der tatsächlichen aber PASSIVEN Anwesenheit (prä)historischer Ereignisse hätte ich allerdings nichts einzuwenden. Auch die Zukunft wöllte ich nicht kennen! Denn auch damit würde ich eine enorme Verantwortung übernehmen! Angenommen ich wüßte, das Mr.A Mr.B an dem und den Tag auf die und die Weise töten wird und vereitele dieses Vorhaben aufgrund meines Wissens. Dann kann ich mich als Retter von Mr.B fühlen, und das zu Recht! Was aber, wenn sich nun Mr.B als Massenmörder herausstellt, wenn auch meinetwegen auch erst 50Jahre später. Dann habe ich im gewissen Sinne Teilschuld an dem Tod dieser VIELEN Menschen, weil ich EINEM das Leben rettete. Dies mag ein extremes Bsp. sein, dessen grundlegende Überlegung sich aber nahezu beliebig erweitern und übertragen lässt. Außerdem würde ich die Vergangenheit immer nur so sehen können, wie sie war, bevor ich das Wissen über sie hatte, bzw. es anwendete!! bb bb bye countless |
| TwilightSun | wir-die Menschheit- beeinflussen soviel...zu viel...seien wir froh über die Dinge, die (zumindest noch!) unantastbar sind.... Twi |
| traenenstaub | was ich mich dabei frage; waren es denn tatsächlich fehler, die man gemacht hat? betrachtet man die eigene vergangenheit aus seinem heutigen wissensstand heraus; dann mag man diese hin und wieder als solche ansehen... doch was war früher? weshalb hat man gerade ausgerechnet die eine oder andere entscheidung für sich getroffen? weil man sie zum damaligen zeitpunkt nicht anders mit sich hätte vereinbaren können; weil man sich auf die gefühle, auf das wissen um sich selbst, die erfahrungen etc. stützte, die man derzeit in sich trug... danach richtete und danach handelte man ... und in diesem augenblick befand man sie für richtig... waren es dann also wirklich fehler? in die zukunft blicken? wer wollte schon wissen, ob die eindrücke, die man dabei gewinnen würde, nicht allein auf den augenblick bezogen sind und sich nach der nächsten getroffenen entscheidung bereits wieder völlig geändert hätten... in stille traenenstaub |
| Elysee | [b]oh, und wie ich das nutzen würde!![/b] nicht für den eigenen nutzen oder um geschichtliche dinge ändern zu können, nein einfach nur die geschichte erleben zu können, um in jede epoche einmal "reinschauen" zu können, um zu wissen wie es einmal war.. |
| Azaellrog | als erstes mmüsste man sich dann die Frage stellen "Was ist Gegenwart". Die zukunft und die Vergangenheit sind schließlich nur aus unserer Sicht als solche zu definieren. Wenn ich 200 Jahre in die "Vergangenheit" reise, dann ist ab nun diese Zeit meine Gegenwart und die Zeit aus der ich komme meine "Zukunft". Also stellt sich die Frage, existieren schon alle Zeitformen? Existiert die Zukunft denn überhaupt schon und die Vergangenheit noch? Diese Diskussion kann sehr sehr abstrakt werden. Ist denn etwa mein Leben schon gelebt und lebt ein anderes Ich im Moment meine Vergangenheit? Sollte mein Leben also schon gelebt sein? Aber vielleicht gibt es ja tausende Parallel-Zeiten, wo wir dann einfach nur abbiegen (die Geschichte mit dem Hosenbein der Zeit). Somit wären alle Wahrsager als unwichtig einzustufen (als ob sie jemals für mich wichtig gewesen wären), denn was interessiert mich wie meine Zukunft aussehen könne, wenn es in einer Parallelwelt stattfindet. Fat ist aber, wenn Zukunft und Vergangenheit scon und noch existieren, das alles in dieser Parallelwelt schon verändert ist. Du änderst also nichts wenn du in die Vergangenheit reist und Hitler (immer dieses doofe Hitlerbeispiel, als ob das der einzige gewesen wäre) umbringst, denn dann würdest du schon längst in der Parallelwelt leben wo es keinen Hitler gab, denn die Vergangenheit und Zukunft würden ja schon existieren. Was mich eher an der Zeitreise-theorie fasziniert ist folgendes. Du reist in die Vergangenheit änderst was, kommt wieder und niemand kennt dich, deine Eltern gabs nicht und die komplette Geschoichte ist anders. Das ist der altertümlichste Zeitreisen-Gedanke. Aber wie it das passiert. Deine Eltern gehen also zur Arbeit und aufeinmal hören sie auf zu existieren, alles hört auf zu existieren und ändert sich nur weil du die Vergangenheit geändert hast? Dieser Gedanke ist für mich total be3scheuert. Viel eher wäre für mich azeptabel, du reist nicht in der Zeit rum sondern in Paralleluniversen. Vorallem, warum sollte der Zeitreisende die Veränderung nicht mitmachen? Dies würde bedeuten, daß er sobald er in der Zeit rumreist, außerhalb der Zeit steht.Nur so könnte ich mir erklären, daß er selber nicht betroffen iswt. Was wiederum bedeuten würde, sobald er Zeitreisen begeht, verliert er seine Gegenwart, sein "Zuhause" und wird somit zum Wanderer zwischen den Zeiten. Deswegen kann ich mich mit dem Zeotreise gedanken überhaupt nicht anfreunden. Der Paralleluniversum-Gedanke ist zwar von der Art ähnlich bietet aber eine bessere Erklärung, somit reist man nur zwischen Dimensionen welche Varianten durchmachen. Aber wenn ich mich noch länger mit dem Gedanken befasse hab ich Angst ins Bett zu gehen und morgen aufzuwachen um festzustellen daß ich gar nicht mehr existiere, weil jemand die Zeit verändert hat [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] |
| SEIROMEM | Die Vergangenheit ist immer Gegenwart, denn vergessen kann man schlecht, besonders die Erfahrungen, die nicht so verlaufen sind, wie gewünscht und in denen sehr starke Emotionen vorhanden waren. Zurückdrehen um alles zu revidieren geht nicht, denn woher sollte man wissen, welchen Verlauf die Zukunft nehmen würde? Die Zukunft vorhersehen, konnte bislang noch niemand, auch Wahrsager oder Tarotkarten nicht, zumindest glaube ich nicht daran. Das beste ist, mit den Erfahrungen die man gemacht hat umzugehen und der Versuch, das beste daraus zu machen. Doch Vorsicht vor Pauschalierungen! Niemand ist so wie der andere und jedes Ereignis ist individuell. Gruß SEIROMEM ------------------ Feuer verbrennt, Klingen zerschneiden, Wasser fliesst, Liebe bringt Wärme, Hass ist nie siegreich, Vertrauen ist nicht zerstörbar! |
| dark_Angle | Ich würde gerne nochmal ganz von vorne anfangen. Ambesten von der Geburt an, ich habe so viel falsch gemacht. Ich würde besser in der Schule aufpassen, einen besseren Beruf ergreifen und das wichtigste ich würde mir meine Familie besser zusammenhalten. Das wäre zu schön um war zu sein das mein daddy ubd meine mum sich noch gut verstehen...und vielleicht auch lieben. Dark Angle ------------- man merkt erst dann was das Paradies war wenn man davon verbannt wird |
| Azaellrog | Zitat: |
| Angelmoon | @Dark_angel meinst du wirklich das du es beeinflussen hättest können was mit deinen Eltern ist??? Hört sich sehr nach nem Schulddenken an... *traurig* denn ich kann mir nicht vorstellen das du daran schuld hast. Alle anderen Dinge wie Bildung, Beruf etc... kann man auch noch später wieder neu anfangen. Und ich muss Azaellrog zustimmen..... ~ Was du erlebt hast, hat dich geprägt und dir eine unauswechselbare Sicht gegeben. ~ Die Entscheidungen, die du getroffen hast, haben dir Wege geöffnet und dafür andere verschlossen. Die offenen Türen sind nur für dich. Nur deine Unentschiedenheit wird sie schließen. ~ Deinen Beitrag zur Welt wird keiner leisten, weil niemand die Welt so sieht wie du. (Ulrich Schaffer) ~ Angelmoon [Dieser Beitrag wurde von Angelmoon am 26. Februar 2002 editiert.] |