| Persephone | Glaubt ihr eigentlich an die vollständigkeit? ZB was wäre ein korn ohne das mehl. Die wolle ohne die spinne die sie zusammenfügt. Was ist die sonne ohne den mond?(würden wir sie wirklich schätzen) was ist das papier ohne den stift? Was ist das leder ohne die sohle? Was ist der mensch ohne einen anderen. Wahrlich scheint es auf der welt ja nichts wichtigeres zu geben, als DEN zweiten Teil zu finden. Aus puren trieben, langeweile oder doch der vollständigkeit halber. Ich spreche nicht von liebe. Ich meine auch nicht wissen. Ich glaube nicht an die vollständigkeit eines menschen, ohne dem teil, dem notwendigen „zweiten". Bewusst, unbewusst. Ohne, möglicherweise, des wissens des anderen. Es ist eine macht, die einen vervollständigt, aber dennoch fernhällt. Aber warum? Beispiel(so ists bei mir) du hockst dort. Ich gehe voran. Wie oft haben wir uns schon gesehen? 10,20,. Bewusst unbewusst. Bestimmt. 100 mal. Wie oft aber haben wir miteinander gesprochen? Ich glaube an die Macht der vollständigkeit. Sehen, Begreifen, wissen ihrer. Ohne worte. Ein reines wahrnehmen. Ein blick, ein fühlen, ein wahrnehmen. Blicke, mehr als tausend worte. Eine anerkennung, ohne gruß, ohne geste. Ein stiller blick. Der augenblick wie er schon allso oft war. Vollkommen. Ich gehe weiter. Du blickst weg. Ein aneinanderleben, immer wieder. man braucht nicht aneinander zu studieren. Man WEISS sich bereits. Die vervollständigung der vollständigkeit. Ohne wirklich passiert zu sein, ist sie bereits gewesen. Keine liebe. Bloß vollständigkeit. Man versteht sich bereits, ohne sich tatsächlich zu kennen. Aber warum nicht? Ist es die perfektion die einem davon abhällt. Ist es überhaupt die perfektion die uns alle erstarren, fürchten lässt. Denn perfektion bedeutet, erzwingt stillstand. Die perfektion, perfektioniert das perfekte an sich, und lässt alles andere unbedeutend, unbrauchbar machen. was wäre also die menschheit ohne das un-perfekte. Die katastrophe wäre „perfekt". Also, streben wir an der perfektion vorbei, oder fürchten uns ihrer immer wieder, weil wir wissen das wir ihrer nicht bestehen können. und genau darin besteht der zusammenhang. danke, |
| dark_Angle | ich selbt bin von gutem Hause, bin gut erzogen worden und ich denke das für jeden einzelnen eine neue und andere Pervetion gibt. Ich erzähle mal von heute abend, ich war mit einem freund weg dem ich nur einen abend lang kannte wir tauschten nummern und wir trafen uns heute wieder. Ich habe mir fest vorgenommen das nichts passieren wird. Er ist auch nicht mein Typ, nein keines wegs. Doch meine hormone knallten durch und es passierte was passieren musste, ich hasse mich dafür. Ich werde ihn verletzten müssen und sagen das ich nichts von ihm wissen will, doch wie tue ich das wenn dann wenn ich es ihm sagen will schon wieder meine hormone durchknallen?? Prvekt was das nicht, pervekt wir es auch nie werden diese Welt mit uns, auch wenn wir alle geklont werden ...schaue unter Gentechnik |
| Camouflage | Perfekt, perfekt, besser hätte man diese Situationen nicht beschreiben können. Es ist wohl der Perfektionismus, den Du beschreibst, Deine Wahrnehmung ist so. Manche nennen es etwas übersinnliches, ein Gespür für unausgesprochene und unerledigte Dinge, die dennoch geschehen, ohne das wir uns darauf konzentrieren und darauf eingehen mussten. Manche Menschen haben es gerne verdrängt, wenn sie aus reiner Intuition eine Handlung, oder eine Empfindung verspürten, die so nicht erklärbar war, oder eben wenig Sinn im allgemeinen Verständnis ergab. Sicherlich vergleichen jetzt schon wieder viele Leser das Wort Perfektion mit der allgemeinen Beschreibung, aber Du hast es mehr in das Licht, der menschlichen Fähigkeit zur Wahrnehmung ohne feste Konzentration gerückt. Gefällt mir sehr gut. Es ist aber dennoch eine Gabe, wenn man sehr sinnliche Wahrnehmungen hat. Ich persönlich würde sogar so weit gehen und es mehr eine sehr alte Gabe nennen, die vielleicht noch aus einer Zeit stammt, wo der Mensch noch jagen musste und allgemein nicht mehr als seinen Körper und Geist hatte, um zu existieren. Es wird immer eine anderslautende Definition für das Angesprochene geben, aber Du hast es sehr gut beschrieben. Der Drang nach Kenntnis, nach Verstehen und nach dem Übersinnlichen in uns selbst auf andere angewendet. Camou |
| Seneca | Anekdote zur Perfektion: Ein Zen Schüler soll den Klostergarten pflegen, also schneidet er die toten Äste aus den Bäumen, und zupft das Gras aus dem Kies, um ihn dann in althergebrachter Weise mit den Rechen in gerade Linien aufzuteilen. Als er nun nach eigener Meinug fertig ist, und wohl recht zufrieden mit seinem Werk, kommt also der Zen Meister daher. Der Schüler fragt, ob den der Garten nun perfekt sei. "Nein" antwortet der Meister, bricht ein Blatt von einem Baum, und lässt es auf den Kies fallen, "Jetzt ist es perfekt".... Was kann uns das lehren....? [Dieser Beitrag wurde von Seneca am 27. Februar 2002 editiert.] |
| Blue Rain | Ein schönes Thema Ich liebe unvollständige Dinge. Dinge die ein Makel haben, Marotten oder ähnliches. Die Dinge mit ihre Fehlern zu schätzen ist doch toll. Mein Stamm-Club zum freitag-nacht totschlagen ist z.B. ein echt seltsamer Schuppen. Als ich meine heutige beste Freundin vor langem das 1. mal sah - und zwar von weitem - wusste ich das wir gewissermaßen zusammengehörten, sie empfand das selbe. Manchmal spürt man eine innerliche Verbindung zu kleinen unbedeutenden Dingen und das ist ein echt schönes Gefühl. Rain |
| SON | Perfektion ist ein Mythos! "Gott" sei dank! Leben ist caos das zu begreifen heißt es gleich wieder zu verleugnen. In einem Perfektem Raum würde ich sterben, er wäre durch mich an mir vorbei die Lüge in sich... wenn Dinge aufeinander streben, zusammen laufen dann ist da nicht der Wunsch das "Große zu erreichen" es ist das Ziel in einer neuen Form, einem neuen"Muster" auseinander zu laufen. Ein großes Knobeln das Chaos zu vertiefen Beweiß zu erbringen für seine undeffinierbarkeit. Wenn du Dinge siehst, die zusammengehören, wird dir die Zeit(wenn du sie dir denn nimmst)zeigen, das das Ziel ist:In einem Höhepunkt auseinanderzu trifften. Vielleicht um erneut sich zu finden? doch das wäre schon wieder Romantik was wäre die Sonne ohne den Staub eines anderen Mondes was wäre der Baum ohne die Zellulose, die man ihn entwendet für das Papier was wäre der Mensch ohne jenen anderen der ihn tötet ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| Camouflage | Hallo Seneca, es gibt noch mehr dieser Dinge, die das Zen ausmachen. Man nehme alleine die vielen verschiedenen Koans und versuche, diese als westlicher Mensch zu lösen. Es würde nie gelingen, nicht mit dem Denkmuster, was wir in uns tragen. Das Zen besticht mit der Aussage zum Nichtdenken und somit ergibt nichts einen Sinn, denn der Gedanke und das Denken an eine Sache, an ein Ding, wird uns beim Weg zum Satori aufhalten. Etwas von einem Zazen-Schüler |
| Seneca | @ Camou Ich glaube um Zen zu verstehen, muß man Zen leben, aber ich weiß nicht wie ich das in dieser Welt, und in diesem Leben vollbringen könnte.... ...ich arbeite dran, mögen mir die Geister noch ein paar Jahre schenken.... |
| Persephone | zuerst mal ein wirklich vollkommenes und vor allem ehrliches DANKE! an euch alle. hätte mir nicht gedacht dass soviele mit meinen Worten bzw. Gedankengängen etwas anfangen können. also DANKE! fürs lesen und für die reaktion. also erklärung für diesen Gedanken kann ich leider nichts sagen, es ist der impuls der sich aus unbewussten erfahrungen und beobachtungen schließlich und ENDLICH herausgesetzt hat. @dark_Angle das klonen ist tatsächlich kein Weg zum absoluten Perfekten. vielleicht würde das Klonen einen Effekt des Perfekten erzeugen, aber bestimmt nicht die Vollständigkeit, und bei weitem nicht die vollständigkeit der Perfektion. aber dies habe ich ja auch schon gesagt. die Menschheit ist nunmal keine Rasse der tatsächlichen Perfektion. und vom klonen an sich halte ich, nebenbei gesagt, sowieso nicht das beste... @Camouflage wie du schon geschrieben hast: Der Drang nach Kenntnis, nach Verstehen und nach dem Übersinnlichen in uns selbst auf andere angewendet. trifft einen Hauptgedanken den ich hatte wohl ziemlich gut, aber die Frage die ich nun an dich stelle: wäre die Perfektion perfekt, hätte man schließlich die Kenntnis? oder würde es die Vollständigkeit der Perfektion nicht vollkommen zerstören? eine Frage die zwar nicht wirklich relevant, aber irgendwie bedeutend ist. denn wie weit reicht die Perfektion schließlich aus? oder kann es sein, dass die Perfektion, von der man als Mensch redet, in Wahrheit ein plausibler Durchschnittswert ist. der einen derartigen Zustand der Zufriedenheit und Erfüllung ervorruft, und daher als Perfekt dagegeben wird. dennoch, das eigentliche perfekte eben der stillstand bedeuten würde. den die Perfektion überschreitet nichts mehr. und kann nur mehr durch Vollständigkeit ihrer Selbst und der Vollständigkeit an sich übertroffen werden. ich hoffe das ist nicht zu verwirrend. @Seneca leider kann ich dir nicht näher darauf antworten. da meine Information nicht ausreicht. nur kann ich sagen, das die Perfektion so wie wir sie kennen, keinesfalls Perfekt ist. ein Gemütszustand, individuell wie wir selbst es sind. selbst der Perfektionist, wie wir ihn nennen, ist sich mit einem anderen nicht überein. woraus besteht also die Perfektion? @Blue Rain ja, ein schönes Gefühl. und tatsächlich im menschlichen Sinne perfekt. @SON eben, die eigentliche Perfektion an sich wäre unumstritten der Stillstand. und somit das Ende, weil die Perfektion keinen Weitergang ermöglicht und somit auch nicht zulässt. ja, es ist das Chaos das uns Menschheit am Leben erhällt. und die Perfektion wird man NIE erreichen können. Perfektion, so wie wir sie kennen, ist ein Mythos! wie vorhin schon erwähnt, ist die Perfektion wie sie tagtäglich gebraucht wird, ein Durchschnittswert. ja, und die gefundene Vollständigkeit, wie sie in meinem Falle (möglicherweise) zwei Menschen ergeben, ist deswegen nicht tatsächlich zu perfektionieren. da es die darauffolgende Reaktion (stillstand,...) nicht ermöglichen würde, und unser Instinkt uns abhällt die Perfektion hervor zu rufen. es ist die Vollständigkeit die es ausmacht. auseinandertrifften um sich später wieder zu finden? vielleicht wäre dies tatsächlich die einzige Möglichkeit um die tatsächliche Perfektion auf Dauer am Leben erhalten zu können, ohne den Stillstand zu erzwingen. Gut, es tut mir leid, ich kann mich immer nur wiederholen. Es ist wie so oft der Gedanke der mich fesselt. danke, |
| Persephone | Nachtrag: (bitte nicht sonderlich beachten) ich möchte noch eine kleinigkeit die ich mit dieser Thematik, für mich, am Rande noch abgeben will: es ist nicht die Rheumütigkeit die mich über diese eine Person über den Perfektionismus so disskutieren und diskreditieren lässt. es ist nur der Effekt, weil ich keinen wirklichen Drang verspüre dieser Person tatsächlich "vertrauter" wäre, da es sich eben nicht überbieten lässt. Es ist die einfache Frage nach dem Warum? Ein Effekt. wollt ich noch mal loswerden, da es für mich wichtig ist das Gesamtpaket in einem zu belassen ohne winzige Teilchen übergangen zu haben. ein System das meine Gedanken besser rehabilitieren lässt.. danke, [Dieser Beitrag wurde von Persephone am 27. Februar 2002 editiert.] |
| Camouflage | Going perfect means going crazy Ich würde schon sagen, dass die Perfektion, die der Mensch anstrebt, leicht ein Ende darstellen kann. Nach einem perfekten Zusammenspiel, nachdem alles ausgeschaltet worden ist, was noch einen unperfekten Eingriff zulassen würde, gibt es nichts mehr, nach dem wir streben, nach dem die Perfektion als solche noch etwas verbessern kann. Sie wird stets weiterlaufen und nicht mehr verbessert, da schon geschehen. Da dies aber niemals eintreten wird, ist es an dem Menschen, eine leichtere, für ihn nachvollziehbarere Perfektion zu suchen. Der Weg ist das Ziel, wie es so schön heißt. Viele Menschen betrachten eben das-sich-auf-den Weg-machen als das eigentliche Ankommen. Ich schweife jetzt wohl etwas ab. Camouflage |
| Blue Rain | Stimmt @ Camou! "Der Weg ist das Ziel" - diese Redensart hat wohl ihre Bewandnis Rain |
| Persephone | @ Camouflage nein, du schweifst gar nicht ab. es hängt ja direkt damit zusammen. und das Gedanken, einmal losgelassen, herumtollen wie ein Ball, ist ja bekannt. ja, das sich-auf-den-Weg-machen ist tatsächlich einer DER grossen Ziele die es auf der Welt zu erreichen kann. zumindest konnte ich dies immer wieder an mir, und meinem Umfeld beobachten. ich denke die tatsächliche Perfektion ist wirklich unmöglich zu erreichen. die Frage die sich da stellt ist ja schon mal, was ist Perfektion? jeder empfindet die Perfektion als individuell, und ich denke das niemand in der Lage ist die vollständige, perfekte Perfektion tatsächlich zu begreifen. wer könnte auch bestimmen, dass ein allgemeiner Zustand nun als absolut Perfekt erklärt würde. wen du verstehst was ich meine, oder kannst du mir die Perfektion in Bezug auf die Menschheit, oder selbst auf dein Umfeld erläutern? ich denke gerade an das Buch "schöne neue Welt" von Aldous Huxley, ist dies die Perfektion? bestimmt nicht, aber es ist das einzige Weltbild unter das ich mir dies vorstellen könnte. zwar nicht für mich persönlich, aber für die Entwicklung der Menschheit (wenn auch traurig) ungefähr. über die Perfektion an sich zu reden ist sehr schwierig, vor allem weil man doch nicht wirklich weiß über was man redet. |