| GothicGirl | Ich mache mir oft, besonders abends wenn ich nicht schlafen kann, Gedanken über Themen, die mich dann auch oft total verwirren. Eines dieser Themen ist die Gegenwart. Was versteht man genau unter Gegenwart? Wo beginnt die Vergangenheit? Wenn man es genau nimmt, dann ist das, was ich eine halbe Sekunde zuvor geschrieben habe ja schon Vergangenheit. Eigentlich alles, was man schon gemacht hat, sei es einen Augenblick vorher ist so gesehen schon Vergangenheit. Aber was ist dann die Gegenwart? Oft sagt man: In der Vergangenheit war das und das...aber wa versteht man dann darunter? Wo setzt ihr eure Grenze, ab wann ist es für euch Vergangenheit, wann ist es Gegenwart für euch??? Euer sich ständig fragendes Gothic Girl ------------------ Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. -Albert Einstein- |
| lukael | gegenwart definiert sich für mich in meinem paradigma selber... wenn ich der meinung bin, das "vor ein paar tagen" zu der gegenwart gehört, dann gehört das dazu, genauso wie "die nächsten paar tage"... ich denke, daß ist nicht so ganz genau definierbar... in der politk kann man das vielleicht an regierungsperioden festmachen, in der technik an entwicklungsleveln von geräten. klingt abgedroschen, aber: "zeit ist relativ", das sagt es doch eigentlich schon aus... man kann das einfach auf diese art und weise nicht wirklich definieren... ------------------ ...mit blutverschmierten händen und einer träne im gesicht einem lächeln auf den lippen und der hoffnung tief im blick... |
| Vespasianus | Die Gegenwart wurde von Steven Hawking physikalisch definiert. Und zwar besteht die Gegenwart genau aus 3 Sekunden. Also der Moment, in dem ich auf Antworten clickte, ist bereits Vergangenheit, obwohl es meinem Empfinden nach immernoch Gegenwart ist. Ich meine man kann Gegenwart nicht genau definieren. Mag sein man kann die Zeit physikalisch erklären, aber Zeit ist mehr als eine Dimension. Zeit ist relativ, das stimmt.. Für manche ist sie jedoch relativer als für andere. Und der Zeitbegriff hat zu viel mit der Psyche eines jeden Menschen zu tun, man kann ihn nicht einfach global definieren. Denke zum Beispiel an intensive Träume. Man durchlebt in den Träumen manchmal so viele Sachen, die garnicht in die 8 Stunden Schlaf, die man vielleicht hatte, passen mögen. Oder die Zeit, die man irgentwo eingesperrt, ich meine nicht zwangsläufig in einer Zelle, sondern eingeschränkt in seinem freien Willen ist (eine Unterrichtsstunde, die man nicht mag.. man kann aber nicht weg) vergeht doch sehr viel langsamer als wenn man irgentwas schönes macht... Das Wave Gothic Treffen in Leipzig zum Beispiel vergeht immer so schnell.. Wenn man dann wieder zu Hause ist, ist alles noch Gegenwart (oder doch nicht ?!?) aber man fragt sich: Waren das wirklich drei oder vier Tage ? Mir kommt es dann meist nur wie ein paar schöne Studen vor .... |
| Kerzenschein | Zitat: |
| Spiritual-Logix | Im Grunde gibt es keine Gegenwart. Sehen wir z.B. irgendwo ein Objekt, müssen wir erst rational erfassen, dass es ein Objekt ist. Doch bis wir es rational erfasst haben, vergeht Zeit. Das heisst, der Zustand, den das Objekt beim Erblicken hat, befindet sich grundsätzlich in der Vergangenheit, wenn wir ihn rational erfasst haben! Wir leben also immer in der Vergangenheit und die Gegenwart ist uns stets einen kleinen Moment voraus. Wenn sie aber immer vor uns liegt und wir sie nie erreichen können, können wir niemals den absoluten Zustand der Gegenwart erreichen und selbige befindet sich also stets in der Zukunft unserer Zeit. Was wir scheinbar als Gegenwart bezeichnen ist also nichts anderes als die Vergangenheit und die eigentliche Gegenwart existiert nicht, da dieser Zustand gleichbedeutend mit der Zukunft ist. Zeit ist subjektiv - Oder wie lukael ja schon sagte: Zeit ist relativ... |
| lukael | @spiritual-logix nein,nein...das sagte der typ mit der komischen frisur... ;-) eigentlich ist aber deine aussage, daß es im grunde keine gegenwart gibt meiner meinung nach prinzpiell schon mal gar nicht so falsch.... wenn man das ganze wirklich wissenschaftlich betrachtet... es ist eben immer ein bißchen die frage, wie man das ganze definiert haben will. man könnte es auch so sehen: [theorie on] es gibt nur vergangenheit, da zeit entropie ist und alles beständig vergeht. man könnte sagen zeit ist die maßeinheit für entropie. da im alllgemeinen alles vergangenheit ist was irgendwo schriftlich erfaßt ist, gibt es keine zukunft im eigentlichen sinne sondern nur rein zufällige und chaotische folgen der entropie... [theorie off] ------------------ ...mit blutverschmierten händen und einer träne im gesicht einem lächeln auf den lippen und der hoffnung tief im blick... |
| fluchtraum | @lukaels theorie: verdammt, manchmal machst du mir echt angst! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Ich habe vor 'ner Weile auch mal über die Frage nachgedacht, und zwar im Bezug auf Musik, hat mich ganz schön gefuchst damals... weil, wenn die Gegenwart nur eine Sekunde dauert oder eine halbe oder die drei von Hawkins... wie kann man dann überhaupt Musik genießen? Wenn man immer nur einen Ton im Moment wahrnimmt... den Musik entsteht ja durch die Abfolge von Tönen... Inzwischen bin ich der Meinung, daß es die Gegenwart eigentlich nicht gibt. Jede Wahrnehmung ist Erinnerung - in dem Moment, wo man sich eines Eindrucks bewußt wird, ist dieser schon einen Augenblick vergangen, rasch durchs Unterbewußtsein genudelt und vorverarbeitet worden... und unser Bewußtsein setzt aus dieser 'aktuellen Vergangenheit' und vielen Schichten älterer Vergangenheiten dann erst die Gegenwart zusammen, in der wir (zu) leben (glauben). ...verdammt, bin ich heute wieder abstrakt! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Gruß, der fluchtraum |
| lukael | @fluchtraum danke...;-) ich denke schon, daß man musik genießen kann...sei es nur als unterbewußte irrational/subjetive verarbeitung in der vergangenheit...äh...ja... plattes beispiel: vampire: eine spielszene...ist ja auch irgendwie "gegenwart"... sorry...echt plattes beispiel...:-) ------------------ ...mit blutverschmierten händen und einer träne im gesicht einem lächeln auf den lippen und der hoffnung tief im blick... |
| Spiritual-Logix | @lukael: So könnte man es auch sehen, Hawking sagte ja: "Die Entropie wächst mit der Zeit weil wir die Zeit in der Richtung messen in der die Entropie wächst." Du sagst jedoch, dass es keine Zukunft im eigentlichen Sinne gibt sondern nur rein zufällige (gibt es das?) und chaotische (müssen sie letztendlich immer ein, weil Unordnung zwangsweise immer chaotisch ist) Folgen der Entropie - Gehen wir nun aber davon aus, dass die Zeit mit der Entropie wächst weil die Entropie maßgebend für unsere Zeit ist, gibt es die Zeit ja letztendlich, und zwar wortwörtlich im >eigenen Sinne< da Zeit ein subjektives Empfinden ist. Oder versteh ich was falsch? ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| lukael | ich habe mich da vielleicht ein wenig ungeschickt ausgedrückt. das was gemeinhin als "zeit" bezeichnet wird, ist ja nur eine einheit. es geht mir jetzt nicht um die uns von der kirche aufgedrückten zeit mit stunden minuten sekunden jahren, etc. das wort zeit, das ich meine ist eher das geschehen, den verlauf, ähm...sonstwas also das, was mir mit einheiten messen sehe ich als variable für die entropie. also wächst nicht die zeit, sondern der betrag der zeit... [nachdem ist das geschrieben habe, habe ich dein post nochmal richtig gelesen, vor allem das hawking zitat...ist ja quasi das selbe, ich laß meinen kram trotzdem mal stehen] Ich habe Hawking leider nie richtig gelesen, nur in Auszügen und auch davon wenig. ist eben auch die frage, ob ma die zeit als linearen verlauf sieht... wenn ich mir das mit vergangenheit und entropie, repektive vergangenheit und zeit bildlich anschaue, ist ganz weit vorne der zufall und das chaos. da sind wir noch nicht. an dem punkt, wo wir die "gegenwart" sehen könnte so etwas wie eine linse oder ein filter sein, durch den eine zufällige möglichkeit der "zukunft" durchfließt und zu unserer vergangenheit wird. wir stehen nach dem modell quasi direkt in der linse, dem filter... ------------------ ...mit blutverschmierten händen und einer träne im gesicht einem lächeln auf den lippen und der hoffnung tief im blick... |
| Camouflage | Hi Girl, ich bezeichne die Gegenwart als die Dinge, die ich bewußt zu einem Zeitpunkt mache, den ich gerade erlebe. Wenn ich diese Zeilen schreibe, so ist jeder neue Anschlag auf der Tastatur die Gegenwart. Der Gedanke an das, was ich zu schreiben gedenke ist die Zukunft und was dann letztlich noch einmal von mir kurz überflogen wird, bezeichne ich als die Vergangenheit. Dies könnte man so ausdrücken, denke ich. Wen man von Geschichte spricht, dann sagt man auch gerne Künstler der Gegenwart, oder Zeitgenossen. Ich denke, da geht man von existierenden Menschen aus, die mit den Menschen zusammen existieren, die gerade über diese Menschen nachdenken, oder reden usw. Camouflage |
| Spiritual-Logix | @Camouflage: So sieht vermutlich fast jeder Mensch die Zeit, aber wie aus der vorhergehenden Beiträgen hervorgeht, kann man den Begriff Zeit ja auf verschiedene Art und Weisen erfassen und auch explizit darauf eingehen, sodass man zu anderen Schlussfolgerungen kommt. Ob dies aber letztendlich sinnvoll ist, ist zweifelhaft [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] @lukael: Wenn ganz vorne Zufall und Chaos sein sollen, wirft dies für mich einige Fragen auf: 1) Warum der Zufall? Gibt es überhaupt Zufälle? Vielleicht sollte man den Begriff beim Thema Zeit unbeachtet lassen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] 2) Mit "ganz vorne" meinst du in diesem Sinne "ganz am Ende"? Wann ist dieser Zeitpunkt erreicht? Könnte es nicht sein, dass die Entropie unendlich wächst, wodurch Zeit an sich unendlich wäre? Oder ist irgendwann ein Zustand höchster Ordnung erreicht? Dann könnte aber die Zeit, die ja abhängig von der Ordnung ist nicht mehr existieren. Oder aber erreicht die Entropie irgendwann einen Maximalzustand und verläuft dann wieder in die entgegengesetzte Richtung? In diesem Falle müsste ja auch die Zeit andersrum verlaufen, also von der Zukunft in die Vergangenheit. Die auf den ersten Blick logischte Möglichkeit wäre, dass die Entropie unendlich ist, und nie ein Zustand höchster Ordnung erreicht werden kann (was allerdings nicht der Fall wäre, wenn das Universum irgendwann nicht mehr expandieren würde, da (selbst wenn stets die jeweils gegebene Größe des Universums einem Zustand höchster Entropie entspricht, bei Zusammenziehung keine Unendlichkeit der Entropie mehr ermöglicht wird, sondern entweder nur ein jeweiliger Maximalwert oder ein Verlauf zu höherer Ordnung besteht). Dadurch muss auch Zeit unendlich werden, wenn man davon ausgeht, dass wir die Zeit in der Richtung messen, in der die Entropie wächst. Da Unendlichkeit aber (vergleichbar mit Unsterblichkeit) kein subjektives Empfinden der Zeit ermöglicht scheint dies strikt darauf hinauszulaufen, dass Zeit nur in der Psyche entsteht, womit nicht gemeint ist, dass Zeit subjektives Empfinden ist (denn das muss so sein), sondern dass sie außerhalb unseres psychischen Vermögens gar nicht existiert. Dann muss aber Zeit linear sein, weil wir uns leider nicht an die Zukunft sondern nur an die Vergangenheit erinnern können, und unter Abhängigkeit der steigenden Entropie sich das Universum eben ausdehnt. Letztendlich hat jede Möglichkeit aber ihren Sinn und man gelangt leicht in einen Teufelskreis. Die gerade beschriebene Theorie erscheint für mich persönlich aber am sinnvollsten, weil sie darauf hinausläuft, dass Zeit absolut psychisch ist. Das könnte zu folgender Überlegung führen: Erster Gedanke: Wenn wir uns die Zeit einfach mal "wegdenken", merkt man schnell, dass Entwicklung (welche natürlich auf alles andere bis hin zur Entwicklung = Ausdehnung des Universums führen könnte) nicht möglich ist. Zweiter Gedanke: Stellt man sich vor, dass bereits alles vorhanden und entdeckt ist sowie einem logischen Gesetz/Muster zugrunde liegt und nur die Entwicklung uns davon abhält, dies zu erkennen, ist auch die Zeit nicht mehr von Bedeutung. Einfacher: Zum Lesen dieses Textes benötigst du Zeit, aber der Text besteht bereits und das Wissen ist dementsprechend schon vorhanden. Da du aber Teil einer großen Entwicklung bist, benötigst du Zeit, weil Entwicklung abhängig von der Zeit ist, welche aber ja rein psychisch ist. D.h. wir SIND einfach und es ist alles bereits vorhanden (und muss sich nicht erst entwickeln), nur wir sind durch unsere Psyche dazu verdammt, Entwicklung in absolut allem zu sehen und so entsteht abhängig davon (psychisch) Zeit. Was ich damit letztendlich sagen will: Weder Vergangenheit noch Gegenwart noch Zukunft existieren, es gibt also keine Zeit. Sie ist nur ein erforderliches Mittel um sich zu entwickeln und wir sind eben in einer ständigen Entwicklung (wem ein besseres Wort einfällt möge dies bitte nennen). Daraus folgt, dass einzig und allein unsere Psyche dafür verantwortlich ist, dass überhaupt alles so ist wie es ist, was aber dann doch etwas absurd klingt [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Spielt man aber mit dem Gedanken, dass es einen Bereich außerhalb unserer Psyche gibt, etwa die Unendlichkeit (die wir zwar nennen können aber nicht begreifen können weil unsere Psyche dazu nicht in der Lage ist), und wie oben beschrieben ja die unendlich wachsende Entropie kein subjektives Empfinden der Zeit ermöglicht, Zeit aber allumfassend psychisch ist, muss dieser Bereich >alles< (oder anders: eine einzige Einheit) sein. Leider können wir diesen Zustand weder in seiner Gesamtheit begreifen noch irgendwann erreichen da für uns ja "alles" psychisch ist. Ich hoffe man konnte mir irgendwie folgen (ich muss zugeben, dass ich mir selbst momentan nicht ganz folgen kann *g*), aber im Grunde ist es schwer über die Zeit zu schreiben, wenn man den Ursprung der Zeit in der Psyche findet und wir somit unter oben beschriebem Aspekt stark eingeschränkt sind. ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| lukael | @spiritual logix hm...ich habe gerade meinen beitrag nochmal gelesen...so ein käse... ich habe das während der arbeit geschrieben, als ich ein englisches online-manual übersetzt habe und mein ständig irgendwas wollte... ich habe mich da ein wenig verrannt... ich poste am freitag nochmal die korrigierte version... ....passiert....:-) ------------------ ...mit blutverschmierten händen und einer träne im gesicht einem lächeln auf den lippen und der hoffnung tief im blick... |
| Spiritual-Logix | @lukael: Ok...? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| lukael | sorry...ich komm einfach nicht dazu... habe den faden verloren...hilfe... habe irgendwie zu zeit keinen klaren kopf... das wird nix...sehe ich jetzt schon... |
| Dunst | vergangenheit...gegenwart...zukunft... diese grenze zwischen vergangenheit und zukunft nennen wir gegenwart... und im grunde genommen ist sie unendlich klein... so kurz ist der gegenwärtige augenblick das wir versucht sind ihn zu leugnen... als nicht existent zu nehmen... (ist alles schon in anderen worten weiter oben gesagt worden)... und trotzdem ist der gegenwärtige augenblick der wichtigste...wir leben ihn ihm... und nur in ihm... die vergangenheit ist vorbei... die zukunft ist nicht da... sondern nur die gegenwart zählt... das heisst man ann eigentlich nur in der gegenwart etwas ändern... die vergangenheit ist vorbei... fest... (zu ihr ann man nur seine perspektive wechseln)... die zukunft ist nicht da... offen... aber nur in der gegenwart ann man die zukunft gestalten... nur im jetzt kann ich das später ändern... aber dieses "jetzt" ist so winzig und schnell verrauscht... dunelzartegrüße....dunst |
| Spiritual-Logix | @lukael: np. Vielleicht findest du ja irgendwann Zeit... aber was ist schon >Zeit< [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| Lexi | da fällt mir einfach nur ein Zitat ein: "Yesterday is history, tomorrow is a mystery; today is a gift, that's why it's called the present. " *lexi |
| Blue Rain | Hallo alle miteinander. Ich hoffe, ich kann das was ich so denke so ausdrücken, das es auch verständlich ist, da ich immer recht chaotisch bin und so auch meine Gedanken. Rein Wissenschaftlich ist ein "moment" mit 3 Sekunden festgelegt. Das heisst die Gegenwärtige sekunde, die davor und die danach. (wobei ich nicht glaube das der Gegenwärtige Teil der mittleren Sekunde eine gesamte Sekunde ausfüllt) Die Zeit läuft also in einer Art Fluss? Aber keine Haarspalterein. Sagen wir also 1 Moment ist 3 sekunden lang. Und sagen wir Zeitreisen wäre möglich. Was wenn ich dann 1 moment in die Zukunft reisen würde. Würde mein Ausgangs-ich dann verschwinden? würde ich vielleicht 2 x da sein? würde mein Körper über die Distanz zwischen den Beiden Zeiten (Momenten) eventuell eine Art Tunnel ziehen? Einen Tunnel der gewissermaßen den Bewegungsablauf der Zeitlichen Distanz beschreibt?(ich hoffe ihr versteht was ich sagen will, das ist nämlich ganz schön verwirend) Und ist das am Ende der Grund warum Zeitreisen nicht möglich ist?? Naja.. Zeit ist etwas sehr komisches das ich nichtmal beschreiben kann. wer kann das Wort zeit erklären? Zeit ist doch eigentlich nur ein Gefühl, das wir erleben ich wette eine Eintagsfliege hat da ein anderes Empfinden(...). Und ich glaube das das Zeitgefühl auch nur etwas irdisches ist, denn nur im Leben "warten" wir. In diesem Sinne Rain [Dieser Beitrag wurde von Blue Rain am 28. Februar 2002 editiert.] |
| Spiritual-Logix | @Blue Rain: Dieses Thema ist bereits mit ein paar postings gefüllt, die auch eine Meinung zu deiner Frage, was Zeit ist (z.B. im Zusammenhang mit der Entropie und der Psyche), liefern [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Das mit den Zeitreisen und deiner Aussage "Zeitgefühl ist nur etwas Irdisches" klingt interessant und nach neuem Diskussionsstoff; werde wenn ich Zeit finde meine Meinung dazu schreiben... ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| Blue Rain | @ Spiritual Logix: Ja stimmt! Na klar... Freu mich schon auf deine Ideen zu dem Thema Zeitreisen und Zeit als Irdisches Gefühl. Bin mal gespannt.... ~^_^~ Rain |
| Spiritual-Logix | @Blue Rain: Es kann es sein, dass ich mich das eine oder andere Mal wiederhole, also auf etwas eingehe, was ich vielleicht schon in einem vorangegangen Beitrag von mir erläutert habe [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Zu deiner Aussage "Zeitgefühl ist nur etwas Irdisches": Wie in einem vorangegangen Beitrag geschrieben gibt es Zeit (meiner Meinung nach) nicht wirklich, sondern stellt nur ein erforderliches Mittel für die Entwicklung dar. Sie ist vollkommen psychisch, weshalb z.B. die Unendlichkeit (die wir uns ja nicht vorstellen können) rückbezüglich auf die Theorie, dass Zeit von der Entropie abhängt und eine unendlich wachsende Entropie kein subjektives Empfinden der Zeit ermöglicht (diese aber psychisch ist) ein Bereich außerhalb unserer Psyche (eine einzige Einheit) sein muss. Diesen Bereich können wir aber niemals erkennen, erreichen oder vollständig begreifen, da wir ja der Psyche praktisch unterworfen sind. Daraus folgt: Da Zeit psychisch ist muss auch das Zeitgefühl psychisch sein. Geht man nun davon aus, dass der Irdische Verlauf dem psychischen gleich ist, da mit dem Tod die psychischen Prozesse anhalten, würde ich dir vollkommen recht geben [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Schließlich endet ja auch die Entwicklung psychischer sowie phyischer Art (denn die chemischen Reaktionen, die nach dem Tod einsetzen sehe ich nicht mehr als Entwicklung, da ich Entwicklung mit Leben in Verbindung bringe) und die von der Entwicklung abhängige Zeit somit auch. Die Aussage "Die Entropie wächst mit der Zeit weil wir die Zeit in der Richtung messen in der die Entropie wächst" gilt damit zusammenhängend nicht für den, der tot ist. Es muss natürlich nicht sein, dass die Entropie unendlich wächst sondern sie kann genauso gut irgendwann einen absoluten Maximalwert erreichen und bei diesem verweilen oder wieder in einen Zustand höherer Ordnung verlaufen. Dies hat aber für die Zeit als psychische Ursache keine Bedeutung. Es wäre allerdings auch möglich, dass nicht nur die Richtung, in der wir die Zeit messen sondern auch die Zeit selbst von der Entropie abhängt - oder die Entropie von der Zeit - weshalb man Zeit zwar als pschisch aber nicht als Irdisch bezeichnen kann. Auch eine Auswirkung auf das "psychische" Zeitgefühl könnte dadurch nicht zustande kommen, wohl aber auf das "irdische" Zeitgefühl. Zur näheren Erläuterung greife noch mal auf die Entwicklung zurück: Bei der Entwicklung vergeht Zeit, selbst wenn Ordnung (z.B. beim Speichern von Daten auf einer Festplatte) entsteht wird denoch Energie verbraucht (in diesem Fall Wärmeenergie), welche die Entropie im Universum um ein vielfaches und auf jeden Fall in einem höheren Maße, als die entstehende Ordnung, steigert. Da das Zeitgefühl psychisch ist, weil auch die Zeit psychisch ist, muss somit die durch die Entwicklung steigende Entropie wegen ständigem Energieverbrauch (der eine Energiezunahme im gesamten Universum bedeutet, wodruch es expandiert) auf den ersten Blick erst einmal auf das Irdische beschränkt werden. Geht man zumindest davon aus, dass Tote keine Energie mehr verbrauchen können. Aber: Was ist mit der Energie der Psyche? Eine Energie (von welcher Art auch immer) muss vorhanden sein, da wir bei psychischen Prozessen natürlich Energie verbrauchen und diese die Entropie im Universum steigert. (Stephen Hawking forderte in einem seiner Bücher mal den/die Leser(in) auf, sofort mit dem Lesen aufzuhören, weil dadurch eben die Entropie im Universum erheblich gesteigert werde [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]) Energie kann nicht verloren gehen, sie kann sich nur verändern. Unter Berücksichtigung der Theorie, dass eben jede Energiefreigabe die Folge mit sich führt, dass das Universum um einen höheren Betrag als die jeweils entstandene Ordnung expandiert würde dies bedeuten, dass auch die Energie der Toten (und nicht nur bei denkendem oder sich entwickelnden Leben) sich in der steigernden Entropie des Universums auswirkt. Und in diesem Fall darf man ja nicht mehr sagen, Zeitgefühl sei etwas Irdisches! Zu den "Zeitreisen": Ich glaube nicht, dass ein "Tunnel", der gewissermaßen den Bewegungsablauf der zeitlichen Distanz beschreibt entstehen könnte. Würde man in die Zukunft reisen (egal ob es nun ein Moment, 47 Stunden oder 2 Lichtjahre sind), wäre man ja stehts der "eigentlichen Gegenwart" um die in die Zukunft gereiste Zeit voraus. Es ist vergleichbar mit zwei parallel zu einander verlaufenden Geraden (in diesem Fall Zeitgeraden). Die eine steht für die >jetzt< verlaufende Zeit, die andere für die Zukunft. Es kann niemals zu einer Überschneidung kommen. Was passiert aber, wenn ich 2 Tage in die Zukunft reise und - sagen wir mal - die gesamte Welt vernichte? Was geschieht dann, wenn, von der "eigentlichen Gegewart" ausgehend, diese 2 Tage verstrichen sind und man sozusagen den Zustand erreicht hat, den man genau 2 Tage zuvor bereits mittels Zukunftsreise erreicht hatte? Entweder, die ganze Welt ist urplötzlich vernichtet, oder man begegnet dem eigenen Ich und dieses vernichtet die Welt (dann könnte man es aber rein theoretisch auch nicht mehr davon abhalten) oder aber - und das ist die für mich wahrscheinlichste Theorie - es sind einfach zwei getrennte Bereiche, wiederum vergleichbar mit den oben aufgeführten zwei Geraden. Man erreicht niemals den Zustand, den man über eine Zeitreise erreicht hatte, weil dieser Zustand nicht auf der Zeitgeraden der "eigentlichen Gegenwart" liegt. Diese Zeitgerade besitzt dem zufolge eine der "eigentlichen Gegewart" entsprechende Vergangenheit und Zukunft. Das wiederum würde aber bedeuten, dass die Vergangenheit der nach der Zukunftsreise empfundenen Gegenwart nicht eine andere wäre als die Vergangenheit der "eigentlichen Gegewart". Dies erscheint aber unlogisch, wenn man die beiden Zeitverläufe zwangsweise (weil im Grunde keine andere Möglichkeit erklärbar ist) als getrennte Bereiche betrachtet. Eine Lösung hierfür wäre, dass die in der Zukunft verursachten Folgen für die Gegenwart keine zukünftigen Folgen mehr wären sondern sich sofort auf das gegenwärtige Geschehen auswirken würden, genauso wie man beispielsweise selbst "verschwinden" würde, wenn jemand bei einer möglichen Vergangenheitsreise die eigenen Eltern eliminiert hätte. Dadurch würde die Gegenwart sowohl von der Vergangenheit als auch von der Zukunft abhängen, denn wäre dies nicht der Fall müsste die in der Zukunft empfundene Vergangenheit gleichbedeutend mit der in der "eigentlichen Gegenwart" sein, was aber wie oben beschrieben nicht möglich wäre. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich halte es sowieso für unmöglich, dass man jemals Zeitreisen machen kann! ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |
| Spiritual-Logix | *schieb* (damit dieses schöne Thema nicht etwa untergeht) [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ------------------ Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein) |